Feldbahnmodule mit Schiff

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Moderator: Marcel

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fspg2
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Re: Feldbahnmodule mit Schiff

Beitrag von fspg2 »

Hallo zusammen,

@Jean-Claude
Merci beaucoup.

Eine Brücke braucht auch Schuhe. Das Los-Lager (bewegliches Lager) konnte ich auf den Zeichnungen von der großen Hubbrücke erkennen.
Aber wie waren um 1900 die Fest-Lager bei kleinen Brücken ausgeführt? Rollen-Lager wurde zwar ab 1840 verbaut, sowie ich lesen konnte aber nur bei größeren Bauwerken.

bewegliches_Lager (fspg2)
Bild


In einer Skizze aus dieser Zeit von kleinen Brücken mit einer Spannweite von etwa 4,0 m gab es dann diese Lösung:

Fest_Loslager (fspg2)
Bild


Als Grundlage gibt es auf beiden Brückenköpfen Beton- oder Kalksandsteinblöcke.

Delvenau_Wehr_80 (fspg2)
Bild


Im Modell wurden sie aus Ureol gefertigt. In einer kleinen Lehre positioniert, erhielten sie ein paar Bohrungen.

Delvenau_Wehr_83 (fspg2)
Bild


Sie dienen zur Positionierung von vier M1,0 mm Sechskant-Schrauben von der Grundplatte und einer 1,5 mm dicken mittleren Messing-Stange.

Delvenau_Wehr_84 (fspg2)
Bild


Die beiden Langträger habe entsprechende Bohrungen zur Aufnahme.

Delvenau_Wehr_85 (fspg2)
Bild


Die schwarze Zwischenplatte besteht aus HDF, das auf von 3,0 mm auf 2,7 mm Dicke plangefräst wurde.

Delvenau_Wehr_79 (fspg2)
Bild


Der obere Gleitschuh und die untere Befestigungsplatte wurden aus Messing gefräst.

Delvenau_Wehr_81 (fspg2)
Bild


Nach und nach kamen immer mehr Einzelteile zusammen.

Delvenau_Wehr_82 (fspg2)
Bild


Die Kleinteile habe ich mit dem Pinsel lackiert.

Delvenau_Wehr_86 (fspg2)
Bild


Die Absaugkabine half beim Spritzen der grauen Grundierung und der Grey Green-Farbe von AK-Interactive 3.Generataion

Delvenau_Wehr_87 (fspg2)
Bild


Auch wenn man es später beim Betrachten nicht wirklich sehen kann, werden noch die Diagonalstreben verbaut... ich hatte sie bislang einfach vergessen :o

Delvenau_Wehr_88 (fspg2)
Bild


Nach einem Ultraschallbad trocknen momentan gerade die kleinen Messing-Schrauben, -Unterlegscheiben und -Muttern, bevor sie brüniert montiert werden können.
Viele Grüße
Frithjof
mf-pur
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Re: Feldbahnmodule mit Schiff

Beitrag von mf-pur »

Moin Frithjof,

zu Fest- und Loslagern bei Brücken:

Bei so kurzen Brücken gibt es meist nur Loslager und die komplette Brücke wird dann vom drüberlaufenden Gleis in Position gehalten.

Viele Grüße
Michael
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fspg2
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Re: Feldbahnmodule mit Schiff

Beitrag von fspg2 »

Moin zusammen,

@Michael - Merci!

Ich habe der kleinen Brücke vier Füße verpasst, die äußerlich gleich aussehen.


Delvenau_Wehr_89 (fspg2)
Bild

Delvenau_Wehr_90 (fspg2)
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Inzwischen sind die meisten Teile in dem Segment eingeklebt. Die ersten Alterungen erfolgten ebenfalls.

Delvenau_Wehr_91 (fspg2)
Bild

Delvenau_Wehr_92 (fspg2)
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Delvenau_Wehr_93 (fspg2)
Bild


Anfangs wollte ich die mittleren Laufbohlen zwischen den Gleisen mit parallel zum Gleis verlaufenden Brettern belassen:

Delvenau_Wehr_94 (fspg2)
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In Anlehnung an die Bohlen auf der Hubbrücke und den vier Nebenbrücken wird es jetzt eine weitere Bretterlage mit seitlichen Messing-Profilen geben!

Bohlenbelag_Hubbrücke (fspg2)
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Die 1,5 mm dicken und 8,0 mm breiten Holzleisten erhielten auf der Rückseite eine 0,8 mm tiefe Nut und wurden mit Holzleim auf einer 1,0 mm dicken Holzleiste verklebt. Nach dem Trocknen habe ich sie beidseitig am Parallelanschlag auf dem Schiebeschlitten auf 21,7 mm Breite gesägt.
Danach wurden beide Außen-Seiten auf der Ober- und Unterseite mit 0,4 mm tiefen Nuten versehen.
Im Gegensatz zur Vorbild-Zeichnung verwende ich bei der Montage hier U- statt L-Profile. So kann der verbleibende Rest leicht in das Messing-U-Profil eingeschoben und von der Unterseite verklebt werden.

Delvenau_Wehr_95 (fspg2)
Bild

Delvenau_Wehr_96 (fspg2)
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Die erste Behandlung erfolgte wieder mit schwarzer Schuhcreme, die ich in Isopropanol aufgelöst habe.

Delvenau_Wehr_97 (fspg2)
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Nach der Montage wird die Oberfläche weitere Abnutzungsspuren erhalten. Davon demnächst mehr!
Viele Grüße
Frithjof
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Re: Feldbahnmodule mit Schiff

Beitrag von fspg2 »

Hallo,

die mittleren Bohlen sind verlegt und seitlich mit den - wie schon zuvor beschrieben - U-Profilen verklebt.
Für die mittige Ausrichtung zwischen den Schienen-Profilen sorgten beidseitig eingelegte kleine Holzleisten. Nachdem der Holzleim getrocknet war, konnten sie entfernt werden. Eine erste Rollprobe verlief ohne Probleme.

Delvenau_Wehr_98 (fspg2)
Bild


Delvenau_Wehr_99 (fspg2)
Bild


Die Beton-Deckplatte des seitlichen Anbaus habe ich wieder aus einem Ureol-Reststück gesägt und seitlich mit dem Abrundfräser bearbeitet.
Die Oberfläche wird später noch mit weiteren Witterungsspuren versehen.

Delvenau_Wehr_100 (fspg2)
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Jetzt geht es mit dem Geländer weiter:

Hubbrücke_Ziegeleibahn_Lauenburg_2 (fspg2)
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Für die vier gebogenen Enden der Geländer habe ich zwei ineinandergeschobene Messingrohre (2,0 mm in 3,0 mm) auf meiner Rollenbiege-Maschine zu zwei Halb-Kreisen gebogen.
Daraus konnte ich dann die vier Viertelkreise auf der Böhler-Kreissäge rechtwinklig sägen.

Delvenau_Wehr_101 (fspg2)
Bild


Nachdem die Geländer-Stützen ja schon vor einiger Zeit in einem leicht flexiblen Kunststoff gedruckt wurden, habe ich 2,0 mm und 3,0 mm Messing-Rohrabschnitte auf Länge gesägt.

Eingeschobene Drähte sorgen für die Verbindung untereinander und mit den Stützen.

Delvenau_Wehr_105 (fspg2)
Bild


Für eine saubere rechtwinkelige Montage sorgt mal wieder eine HPL-Schablone.

Delvenau_Wehr_103 (fspg2)
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Locker zusammengesteckt, erfolgte eine erste Stellprobe der neuen Teile auf der Brücke.

Delvenau_Wehr_104 (fspg2)
Bild
Viele Grüße
Frithjof
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Re: Feldbahnmodule mit Schiff

Beitrag von fspg2 »

Moin zusammen,

nun geht es ein wenig mit dem Landschaftsbau weiter.

Styrodur hilft hierbei nicht nur Gewicht zu sparen, sondern lässt sich wunderbar mit dem Cutter-Messer in Form bringen.

Delvenau_Wehr_106 (fspg2)
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Delvenau_Wehr_107 (fspg2)
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Aus 2 cm Platten habe ich zuerst ein Grundgerüst senkrecht eingeklebt. Mit dem Thermo-Schneider wurden anschließend ca. 3,0 mm dicke Styrodur-Streifen geschnitten und als Geländefläche verklebt.
Die so entstandene Geländeform wurde mit wasserfestem Holzleim eingestrichen und mit Küchen-Krepp-Papier beklebt.

Delvenau_Wehr_108 (fspg2)
Bild

Aus Styrodur-Reststücken hatte ich zuvor in den vier Ecken kleine Schächte ( 10 cm x 10 cm) zusammengeklebt, so dass ich beim Auf- und Abbau von unten mit der Hand an die Verbindungsschrauben gelangen kann.


Delvenau_Wehr_109 (fspg2)
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Delvenau_Wehr_110 (fspg2)
Bild


Der untere Böschungsbereich war bei Vorbild mit großen Steinen befestigt.

UIferbefestigung_1 (fspg2)
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UIferbefestigung_2 (fspg2)
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Um die Struktur 22,5-fach verkleinert darzustellen, suche ich noch nach passenden Steinchen.
Dekosteine aus dem Floristen-Bedarf sind leider nicht flach genug, wenn man sie nebeneinander aufklebt.

Das geprägte Straßenpflaster wäre leider nur eine Notlösung. Mal sehen, ob ist es mit dem Gravieren von dünnen Styrodurplatten besser hinbekommen kann...

UIferbefestigung_3 (fspg2)
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Viele Grüße
Frithjof
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Re: Feldbahnmodule mit Schiff

Beitrag von Hydrostat »

Hallo Frithjof,

ich hatte die Bilder von den Steinchen schon in der Galerie gesehen und fand, dass das bis auf das Abgeschliffene ziemlich gut aussieht. Ich verstehe aber Deinen Einwand, dass sie nicht flach genug seien. Das kannst Du aber zu umgehen versuchen, indem Du die Steine mit der späteren Sichtseite auf eine plane Unterlage legst und dann rückseitig mit Gips oder Urschleim oder sonstwas verklebst.

LG Volker
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Re: Feldbahnmodule mit Schiff

Beitrag von fspg2 »

Hallo zusammen,

inzwischen hat das Gelände seine Grundform erhalten. Die Styrodur-Platten wurden mit Küchen-Krepp-Papier belegt und mit wasserfestem Holzleim dick eingenässt und so versiegelt.

Delvenau_Wehr_114 (fspg2)
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Die ersten selbst gegossenen Versuchs-Steinchen wurden zur Überprüfung der Größe in einer kleinen Ecke schon einmal locker positioniert.

Delvenau_Wehr_113 (fspg2)
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Delvenau_Wehr_115 (fspg2)
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Delvenau_Wehr_116 (fspg2)
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Delvenau_Wehr_117 (fspg2)
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@Volker
Erst einmal danke für Deine Unterstützung :D

Als mich Toni vor kurzem mit ein paar Bildern von seinen selbst hergestellten Steinen überraschte, wollte ich natürlich mehr darüber erfahren. Ein längeres Telefonat gab Aufschluss, so dass ich mir das von ihm verwendete ARDEX A828 und Quarzsand besorgte. Farbige Pigmente waren bereits vorhanden.

Vielleicht hat Toni ja Lust sein Verfahren hier auch einmal vorzustellen. :?:

Ich schlug einen leicht abgewandelten Weg ein und goss mir eine nur 3,0 mm dicke Grundplatte. Ich glaube Toni´s Form war mindestens 10,0 mm dick.

Steinguss_Versuch_01 (fspg2)
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Der erste Versuch scheiterte total. Die Masse ließ sich nicht auf die untergelegte dünne Frischhaltefolie aufbringen.
Sobald ich mit einem flachen Spachtel alles auf die Höhe der seitlichen 3,0 mm Leisten angleichen wollte, verzog sich die Folie und alles verrutschte wieder.
Ein zweiter Versuch mit einem geänderten Mischungsverhältnis ließ sich erst nach 12 Stunden entnehmen und nicht wie gedacht nach ca. 30 Minuten. Die Platte war jedoch noch relativ weich.

Steinguss_Versuch_02 (fspg2)
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Beim dritten Versuch erhöhte ich den Anteil vom ARDEX A828 noch einmal auf drei Teile zu einem Teil Quarzsand und ein wenig grauem Steinpulver.
Am nächsten Morgen konnte ich zwar mit einer kleinen Zange die gegossene Platte zerstückeln - nur alles war noch deutlich zu weich.

Steinguss_Versuch_03 (fspg2)
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Nach 24 Stunden ergab sich eine deutlich verbesserte Härte.

Steinguss_Versuch_04 (fspg2)
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Da ich jedoch nicht immer so lange warten wollte und doch noch viele weitere Steinchen gießen will, startete der nächste Versuch mit Creartec ARTEstone.

Drei Teile ARTEstone, ein Teil Quarzsand ein bisschen grau-gelbes Verwitterungspuder von Rainershagener NATURALS. (Leider gibt es die Sachen nicht mehr zu kaufen!) Helfen können stattdessen Farbpigmente verschiedener Hersteller aus dem Künstlerbedarf.
Dieses Mal verwendete ich eine 1,0mm dünnen Polystyrol-Platte, auf die ich 3,0 mm dicke Polystyrol-Streifen geklebt hatte, als Gussbett.

Nach rund 30 Minuten konnte ich konnte ich durch leichtes Biegen der Grundplatte die gegossene Platte herausnehmen.
Sogleich konnte ich sie mit der Hand in kleine Stücke zerbrechen. Mit einem kleinen Seitenschneider wurden die Steinbrocken in die gewünschten Größen getrimmt.

Steinguss_Versuch_05 (fspg2)
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Um die Kanten ein wenig zu brechen erfolgte ein erster Versuch mit einer langsam drehenden Drahtbürste am Bohrständer.
Neben Staubmaske und Einweghandschuhen, war das doch ein doch zeitaufwendiger Vorgang, wenn ich die Gesamtmenge der benötigten Steinchen bedenke.

Steinguss_Versuch_06 (fspg2)
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Also packte ich 20 Steinchen gleich in die vibrierende Poliermaschine gegeben.

Ähnlich wie auf dem folgenden Bild zu sehen:

Gleitschleifen_01 (fspg2)
Bild


Nach zwanzig Minuten sahen die Steinchen zum Vergleich so aus:

Steinguss_Versuch_07 (fspg2)
Bild

Da ich leider nicht weiß, welche Wasserbausteine um 1900 in Lauenburg verwendet wurden (Basalt, Diabas, Granit oder Dolomit) und das Vorbild ja ca. 2007 abgerissen wurde, suchte ich bei Google und erhielt mit KI folgenden Hinweis: klick

Behauene Granit-Steine könnten es gewesen sein.

Folgende Erklärung zum Aussehen von Granit fand ich bei der Uni Jena:

Granit ist ein massives Gestein mit groben Kristallen, das zur Gruppe der magmatischen Tiefengesteine (Plutonite) gehört. Es ist reich an Quarz und Feldspaten und enthält auch dunkle Minerale wie Glimmer. Der Name "Granit" leitet sich vom lateinischen Wort "granum" ab, was "Korn" bedeutet und auf das körnige Aussehen des Gesteins hinweist
Viele Grüße
Frithjof
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