Hallo zusammen,
inzwischen hat das Gelände seine Grundform erhalten. Die Styrodur-Platten wurden mit Küchen-Krepp-Papier belegt und mit wasserfestem Holzleim dick eingenässt und so versiegelt.
Delvenau_Wehr_114 (fspg2)
Die ersten selbst gegossenen Versuchs-Steinchen wurden zur Überprüfung der Größe in einer kleinen Ecke schon einmal locker positioniert.
Delvenau_Wehr_113 (fspg2)
Delvenau_Wehr_115 (fspg2)
Delvenau_Wehr_116 (fspg2)
Delvenau_Wehr_117 (fspg2)
@Volker
Erst einmal danke für Deine Unterstützung
Als mich Toni vor kurzem mit ein paar Bildern von seinen selbst hergestellten Steinen überraschte, wollte ich natürlich mehr darüber erfahren. Ein längeres Telefonat gab Aufschluss, so dass ich mir das von ihm verwendete ARDEX A828 und Quarzsand besorgte. Farbige Pigmente waren bereits vorhanden.
Vielleicht hat Toni ja Lust sein Verfahren hier auch einmal vorzustellen.
Ich schlug einen leicht abgewandelten Weg ein und goss mir eine nur 3,0 mm dicke Grundplatte. Ich glaube Toni´s Form war mindestens 10,0 mm dick.
Steinguss_Versuch_01 (fspg2)
Der erste Versuch scheiterte total. Die Masse ließ sich nicht auf die untergelegte dünne Frischhaltefolie aufbringen.
Sobald ich mit einem flachen Spachtel alles auf die Höhe der seitlichen 3,0 mm Leisten angleichen wollte, verzog sich die Folie und alles verrutschte wieder.
Ein zweiter Versuch mit einem geänderten Mischungsverhältnis ließ sich erst nach 12 Stunden entnehmen und nicht wie gedacht nach ca. 30 Minuten. Die Platte war jedoch noch relativ weich.
Steinguss_Versuch_02 (fspg2)
Beim dritten Versuch erhöhte ich den Anteil vom ARDEX A828 noch einmal auf drei Teile zu einem Teil Quarzsand und ein wenig grauem Steinpulver.
Am nächsten Morgen konnte ich zwar mit einer kleinen Zange die gegossene Platte zerstückeln - nur alles war noch deutlich zu weich.
Steinguss_Versuch_03 (fspg2)
Nach 24 Stunden ergab sich eine deutlich verbesserte Härte.
Steinguss_Versuch_04 (fspg2)
Da ich jedoch nicht immer so lange warten wollte und doch noch viele weitere Steinchen gießen will, startete der nächste Versuch mit
Creartec ARTEstone.
Drei Teile ARTEstone, ein Teil Quarzsand ein bisschen grau-gelbes Verwitterungspuder von Rainershagener NATURALS.
(Leider gibt es die Sachen nicht mehr zu kaufen!) Helfen können stattdessen Farbpigmente verschiedener Hersteller aus dem Künstlerbedarf.
Dieses Mal verwendete ich eine 1,0mm dünnen Polystyrol-Platte, auf die ich 3,0 mm dicke Polystyrol-Streifen geklebt hatte, als Gussbett.
Nach rund 30 Minuten konnte ich konnte ich durch leichtes Biegen der Grundplatte die gegossene Platte herausnehmen.
Sogleich konnte ich sie mit der Hand in kleine Stücke zerbrechen. Mit einem kleinen Seitenschneider wurden die Steinbrocken in die gewünschten Größen getrimmt.
Steinguss_Versuch_05 (fspg2)
Um die Kanten ein wenig zu brechen erfolgte ein erster Versuch mit einer langsam drehenden Drahtbürste am Bohrständer.
Neben Staubmaske und Einweghandschuhen, war das doch ein doch zeitaufwendiger Vorgang, wenn ich die Gesamtmenge der benötigten Steinchen bedenke.
Steinguss_Versuch_06 (fspg2)
Also packte ich 20 Steinchen gleich in die
vibrierende Poliermaschine gegeben.
Ähnlich wie auf dem folgenden Bild zu sehen:
Gleitschleifen_01 (fspg2)
Nach zwanzig Minuten sahen die Steinchen zum Vergleich so aus:
Steinguss_Versuch_07 (fspg2)
Da ich leider nicht weiß, welche Wasserbausteine um 1900 in Lauenburg verwendet wurden (Basalt, Diabas, Granit oder Dolomit) und das Vorbild ja ca. 2007 abgerissen wurde, suchte ich bei Google und erhielt mit KI folgenden Hinweis:
klick
Behauene
Granit-Steine könnten es gewesen sein.
Folgende Erklärung zum Aussehen von Granit fand ich bei der
Uni Jena:
Granit ist ein massives Gestein mit groben Kristallen, das zur Gruppe der magmatischen Tiefengesteine (Plutonite) gehört. Es ist reich an Quarz und Feldspaten und enthält auch dunkle Minerale wie Glimmer. Der Name "Granit" leitet sich vom lateinischen Wort "granum" ab, was "Korn" bedeutet und auf das körnige Aussehen des Gesteins hinweist