Feldbahnmodule mit Schiff

Anlagen (aussen & innen), Dioramen, Gebäude, Figuren, Schienen, Autos, sonstiges Zubehör

Moderator: Marcel

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Berliner96
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Re: Feldbahnmodule mit Schiff

Beitrag von Berliner96 »

Hallo Frithjof,

starkes Projekt und beeindruckende Umsetzung. :top:
Danke für das Zeigen des KI-Workflows. Wahnsinn, was mittlerweile möglich ist. :shock:

Viele Grüße
Alexander
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fspg2
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Re: Feldbahnmodule mit Schiff

Beitrag von fspg2 »

Hallo zusammen,

merci Alexander!

Eigentlich bin ich schon seit langer Zeit auf der Suche nach Dachdeckern für das Dach des alten Schuppens, aber bisher leider ohne Erfolg.

Alter_Lagerschuppen_229 (fspg2)
Bild

Alter_Lagerschuppen_240 (fspg2)
Bild

Dachgerippe_04 (fspg2)
Bild


Die in Weißmetall gegossenen Dachziegel liegen sbereits eit dem 26. Juli 2014 in meiner Schublade:

Doppelfalzziegel_008 (fspg2)
Bild

Doppelfalzziegel_010 (fspg2)
Bild




Also habe ich wieder ein bisschen mit ChatGPT herumgespielt und es nach Dachdeckern gefragt.

Dachdecker_01 (fspg2)
Bild

Dachdecker_02 (fspg2)
Bild


Es ist auffällig, wie ähnlich sich die Gesichter der drei Arbeiter sehen – na ja, wahrscheinlich waren es drei Brüder :)

Dachdecker_03 (fspg2)
Bild


Die folgenden beiden Bilder zeigen 3D-Renderings, die direkt von TRIPO3D (Text-zu-Bild) erstellt wurden.
Ich bevorzuge definitiv ChatGPT!

Dachdecker_04_Tripo (fspg2)
Bild

Dachdecker_05_Tripo (fspg2)
Bild



Alle STL-Dateien für den Harzdruck wurden ebenfalls mit TRIPO3D erstellt.

Ich glaube, es wird langsam Zeit, dass ich mir das Geschenk, das ich kürzlich von Steffen bekommen habe, einmal genauer ansehe!

Creality_LD_002H (fspg2)
Bild

Mal sehen, was daraus wird
Viele Grüße
Frithjof
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fspg2
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Re: Feldbahnmodule mit Schiff

Beitrag von fspg2 »

Als ich am darauf folgenden Tag weitere Text zu Bild-Generierungen durch ChatGPT erstellen ließ, kam nach ein paar Minuten der Hinweis, dass mein tägliches Limit erreicht wäre und ich erst in 24 Stunden die nächsten Generierungen in der kostenlosen Version erstellen könnte…
Am nächsten Tag erfolgte das gleiche Spiel… allerdings kam dann das Angebot für einen kostenlosen Testmonat mit allen freigeschalteten Funktion der Pro-Version, die jederzeit wieder kündbar ist! Ansonsten sind pro Monat ein Betrag von 23,00 € zu bezahlen.
Das klang verlockend, denn weiter 24 Stunden Wartezeit sind doch recht lang ;-)
Für weitere Projekte, wie z.B. Hafenkran, Feuerwehrschuppen, Kemna Gigant-Walze, … hätte ich doch gerne ein paar individuelle Figuren, die sich von den kleinen Preiserlein unterscheiden!

Also startete ich mit Feuerwehr-Männern (Schlauchtrupp, Angriffstrupp, Fahrer, Maschinist, Brandmeister,….)

Die erste Aufforderung lautete:

Erzeuge eine hochauflösende Datei von einem deutschen Feuerwehrmann um 1955 mit klassischem, schwarzen Feuerwehrhelm aus Stahl und Nackenschutz aus Leder.
Die Datei soll im Maßstab 1:22,5 mit einem Resindrucker gedruckt werden.
Das Original mit Helm hat eine Größe von 180 cm.


Nach mehreren Veränderungen in der Anfrage erhielt ich den Schlauchtrupp:

Feuerwehr_Mann_001 (fspg2)
Bild
mit ChatGPT erzeugt

Auch hier fällt auf, dass bei den drei Männern das gleiche Gesicht kreiert wurde.


Dann wurde der Feuerwehrmann am Strahlrohr alleine dargestellt:

Feuerwehr_Mann_002 (fspg2)
Bild
mit ChatGPT erzeugt


Die nächste Aufforderung erzeugte dann die Figur ohne Schlauch mit ähnlicher Handstellung, um dann später der gedruckten Figur einen eigenen Schlauch mit Strahlrohr zu geben.

Feuerwehr_Mann_003 (fspg2)
Bild
mit ChatGPT erzeugt


Danach fragte ich nach den „besten“ Slicern für den Resin-Druck:
https://3druck.com/programme/slicer-res ... -28101482/

Ich experimentierte mit der doch recht mächtigen Chitubox und war erstaunt, wie gut die neue Funktion: ChituGlyph aus einer jpg Datei ein 3D-Objekt erzeugte.
Es war im Gegensatz zu TRIPO3D nahezu fehlerfrei. Jedoch konnte ich nur zwei Dateien ohne zusätzliche monatliche Kosten (7.9 § / 8.9 €) erstellen lassen.
Die Ausrichtung und die automatisch Stützstruktur-Erstellung kann man manuell noch deutlich verbessern!

Feuerwehr_Mann_004 (fspg2)
Bild
mit ChituGlyph erstellte Figur


Insgesamt muss man sich überlegen, ob monatliche Kosten für die Voll-Versionen von Chitubox oder auch LycheeSlicer von jeweils rund 20,00 € es einem Wert ist!!!


Es gibt allerdings auch einen sehr mächtigen und vollkommen kostenlosem Slicer: ElegooSatelLite
https://www.elegoo.com/pages/satellite-3d-slicer

Hier ein Video, das sich im Audiotack auf verschiedene Sprachen einstellen lässt:
https://www.youtube.com/watch?v=nXBL2o3pODw

Meine ersten Experimente verliefen fast selbsterklärend!
Die automatische Stützstruktur war ruck-zuck angepasst:

Feuerwehr_Mann_005 (fspg2)
Bild
mit ELEGOO SatelLite bearbeitet


Feuerwehr_Mann_006 (fspg2)
Bild
mit ELEGOO SatelLite bearbeitet
Viele Grüße
Frithjof
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fspg2
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Re: Feldbahnmodule mit Schiff

Beitrag von fspg2 »

Moin zusammen,

in den letzten Tagen konnte ich beim Erstellen von diversen 3D-Figuren durch ChatGPT so einige Überraschungen erleben.
Je nachdem, wie ich den Prompt formulierte, kamen dabei manchmal sehr merkwürdige Ergebnisse zutage.

So hatte ich nach mehreren Änderungen im Prompt dieses Bild erhalten:

Feuerwehr_Mann mit Krawatte (fspg2)
Bild


Jedoch wollte ich keine Krawatte, also die neue Änderung:
ohne Krawatte

Dann kam von ChatGPT mal wieder der Hinweis:

Es tut uns leid, aber das von uns erstellte Bild verstößt möglicherweise gegen unsere Schutzmechanismen in Bezug auf Belästigung, Diskriminierung, Mobbing oder ähnliche verbotene Inhalte. Wenn du denkst, dass wir uns geirrt haben, versuche es erneut oder bearbeite deinen Prompt.

Meine Frage:
wie lautet die korrekte Formulierung - du machst es mir nicht leicht
Ja — das Problem ist leider, dass schon kleine Begriffe wie „deutscher Stahlhelm“, „Kommandohaltung“, „Einsatz“ oder sogar „Krawatte entfernen“ manchmal einen falschen Sicherheitsfilter triggern.
Am stabilsten funktionieren sehr neutrale Modellbauformulierungen.

Diese Formulierung sollte deutlich zuverlässiger funktionieren:

Historische zivile Feuerwehr-Modellbaufigur in dunkler Stoffuniform ohne Krawatte, traditionelle schwarze Feuerwehrschutzhaube mit Nackenschutz, dynamische Arbeitsstellung mit offenen Händen für separates Zubehör, hochdetaillierte Resin-Modellfigur Maßstab 1:22,5, freigestellt vor neutral weißem Studiohintergrund, realistische Stofffalten, stabile Körperhaltung für 3D-Resindruck, dokumentarischer Modellbaustil, keine militärische Darstellung.

Wichtige Änderungen:
• statt „Helm“ → „Feuerwehrschutzhaube“
• statt „Stahlhelm“ komplett vermeiden
„ohne Krawatte“ direkt bei Uniform
• „offene Hände für separates Zubehör“ statt Schlauch/Strahlrohr
• „keine militärische Darstellung“ ausdrücklich ergänzt
Das reduziert Fehltrigger erheblich.


Also übernahm ich den vorgeschlagenen Prompt:
Historische zivile Feuerwehr-Modellbaufigur in dunkler Stoffuniform ohne Krawatte, traditionelle schwarze Feuerwehrschutzhaube mit Nackenschutz, dynamische Arbeitsstellung mit offenen Händen für separates Zubehör, hochdetaillierte Resin-Modellfigur Maßstab 1:22,5, freigestellt vor neutral weißem Studiohintergrund, realistische Stofffalten, stabile Körperhaltung für 3D-Resindruck, dokumentarischer Modellbaustil, keine militärische Darstellung.
… und erhielt endlich dieses Bild:

Feuerwehr_Mann ohne Krawatte (fspg2)
Bild

Das Bild bekam allerdings durch ChatGPT die Bezeichnung: "Soldat mit Helm"... scheinbar ist das nicht militärisch :o



Die letzten Tage konnte ich so nicht nur etliche Figuren als Bild erstellen, sondern ließ bei Kalle auf seinem Formlabs 4 einige durch TRIPO3D erzeugte 3D-STL-Dateien drucken.

So bekam ich die anfangs erstellte STL-Datei meines Vaters als 78mm große gedruckte Figur:

ChatGPT_Test_09 (fspg2)
Bild


ChatGPT_Test_10 (fspg2)
Bild



Auch der erste Feuerwehrmann war dabei:

Feuerwehr_Mann_007 (fspg2)
Bild

Feuerwehr_Mann_008 (fspg2)
Bild


Ebenso versuchte der Dachdecker die ersten Dachziegel zur Probe zu verlegen:

Dachdecker_06 (fspg2)
Bild


So ist es mir endlich möglich mit relativ einfachen Mitteln die gewünschten Figuren zu erhalten.

Dachdecker_07 (fspg2)
Bild

Alle gedruckten Figuren sind von mir noch nicht geschliffen worden - man sieht fast keine Reste von den Stützstrukturen!
Erst in der Vergrößerung (ein Klick auf das jeweilige Bild - ein zweiter Klick in der jetzt erscheinenden Galerie zeigt die 100%-Ansicht).

Gegenüber einiger Figuren, die ich 2017 schon einmal habe drucken lassen, ein gewaltiger Unterschied in der "Unsichtbarkeit" von Drucklinien!
Viele Grüße
Frithjof
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Re: Feldbahnmodule mit Schiff

Beitrag von Kellerbahner »

Hallo Frithjof,

ja, Chatgpt macht manchmal seltsame Dinge. Das stellten wir auch gerade hier, viewtopic.php?f=2&t=14693&p=325793#p325793, fest, dass man:

durch ChatGPT so einige Überraschungen erleben

kann.

KI ist sehr ´kreativ´ und das Prinzip Ursache-Wirkung oder 1:1 Bezüge kommen nicht voll zur Anwendung, vorsichtig ausgedrückt.

Also muss man wohl selbst kreativ werden 😉, z. B. bei den Formulierungen - bis das Ergebnis passt ...

Jedenfalls Dein Dachdecker tut schon mal was er soll … 😊


meint der

Kellerbahner
Schaffe, schaffe, Häusle baue ...
Major Tom
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Re: Feldbahnmodule mit Schiff

Beitrag von Major Tom »

Hallo Frithjof,

Ganz große Klasse, Deine Figurenentwicklung.
Sehr gut nachvollziehbar für mich PC-Deppen beschrieben. 👍
Vielen Dank und Gratulation zu solch authentischen Personen auf der Modellbahn.

Ich hatte mir eine STL- Datei von einem Mann heruntergeladen und dann ein wenig mit dem Skalpell gemetzgert. Nun sitzt er im LKW.

Mit der Bemalung hadere ich allerdings noch.

Gruß, Dieter
Völlig losgelöst ...
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fspg2
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Re: Feldbahnmodule mit Schiff

Beitrag von fspg2 »

Moin in die Runde,

der Künstlichen Intelligenz stehe ich bislang mit einer gewissen Ambivalenz gegenüber. Einerseits sehe ich sehr deutlich die Auswirkungen, die sie auf zahlreiche Berufe und Arbeitsfelder haben wird. Andererseits beschäftigt mich auch die Frage, wie selbstverständlich KI-generierte Inhalte oftmals als „wahr“ oder verlässlich wahrgenommen werden, obwohl sie nicht selten Fehler enthalten oder Informationen überzeugend, aber dennoch falsch darstellen.
Gleichzeitig bin ich in den vergangenen Wochen zunehmend von den Möglichkeiten beeindruckt worden, die diese Technologie bietet.
Wenn ich daran denke, wie viele Stunden – manchmal sogar Tage – ich früher als Fotograf an aufwendigen Composings gearbeitet habe, erscheint vieles heute beinahe unglaublich. Mit präzise formulierten Prompts lassen sich innerhalb weniger Minuten Bilder erzeugen, für deren Erstellung früher ein erheblicher Zeit- und Arbeitsaufwand notwendig gewesen wäre.
Die Ergebnisse begeistern mich oft durch ihre Kreativität und technische Qualität. Gleichzeitig fordern sie mich aber auch dazu auf, genauer hinzuschauen und kritisch zu prüfen, was mir präsentiert wird. Denn je überzeugender die Resultate werden, desto wichtiger wird es, zwischen beeindruckender Darstellung und tatsächlicher Realität unterscheiden zu können.
Genau dieses Spannungsfeld zwischen Faszination und kritischer Betrachtung macht das Thema KI für mich derzeit so interessant.


So war ich schon seit 2018 auf der Suche nach Informationen, wie der alte Münzel-Kran beschriftet war. Schließlich soll auf meinem Nachbau kein Phantasie-Text stehen.
Auf der folgenden Ausschnittsvergrößerung eines alten Bildes von meinem Vater war das Entziffern bislang mit keinem Vergrößerungtool befriedigend zu lösen. Auch diverse "Bild-Schärfungstools" ließen nur undeutliche Schriftzeichen erkennen.

Münzel Kran-Beschriftung_01 (fspg2)
Bild


Nachdem ich schon gleich am Anfang in verschiedenen Archiven, Museen, ebenso bei Privatpersonen und auch bei der örtlichen Zeitung nach weiteren Informationen gefragt hatte, konnte ich freundlicherweise vom Elbschifffahrtsarchiv in Lauenburg (heute Deutsches Binnenschifffahrtsarchiv) zwei Bilder erhalten. Sie dienten hauptsächlich für die Konstruktion des Krans und des damals danebenstehenden Sand-Bunkers.
Die genaue Beschriftung blieb bis vor kurzem jedoch verborgen. Lediglich Aussenhafen konnte ich auf der Rückseite des Kranhauses entziffern.

Um so erfreuter war ich als ich dann durch ChatGPT einen Hinweis auf die Facebook-Seite vom Heimatbund Lauenburg erhielt und dort tatsächlich zwei wunderbare Aufnahmen dieses Kranes mit der gut lesbaren Beschriftung fand.

Das erste Bild zeigt die alte Version der Auslegerverstellung mit der großen "Seilscheibe" zum Höhenverstellung des Auslegers. Ebenso kann man noch die alte Adresse lesen:

Walter Münzel
Hafen - Umschlag – Betrieb
Reederei – Bunkerstation
Lauenburg/E
Hafenstr 15. Telefon 280


Münzel Kran-Beschriftung_06 (fspg2)
Bild
https://www.facebook.com/HeimatbundLaue ... cale=de_DE


Das zweite Bild zeit die spätere Ausführung mit dem Elektro-Antrieb zur Verstellung des Auslegers.

Ebenso hat sich die Beschriftung geändert.

Walter Münzel
Hafen - Umschlag – Betrieb
Bunkerstation
Kies u. Mörtelvertrieb


Münzel Kran-Beschriftung_02 (fspg2)
Bild
gefunden auf: https://www.facebook.com/HeimatbundLaue ... cale=de_DE

In der 100% -Ansicht dieses Bildes sieht man das Raster vom Zeitungsdruck.
Noch einmal der Hinweis zur großen Ansicht: (ein Klick auf das jeweilige Bild - ein zweiter Klick in der jetzt erscheinenden Galerie zeigt die 100%-Ansicht)


Durch meine Neugier getrieben, ließ ich dieses Zeitungsbild durch ChatGPT entrastern und kolorieren :

Münzel Kran-Beschriftung_03 (fspg2)
Bild
gefunden auf: https://www.facebook.com/HeimatbundLaue ... cale=de_DE

Das Ergebnis macht farbig schon ein recht überzeugenden Eindruck, aber was war mit der Schrift passiert :shock:

Während sich die Bildqualität insgesamt deutlich verbessert zu haben schien, hatte sich die Inschrift auf dem Kran auf eine Weise verändert, die sofort Zweifel aufkommen ließ. Dies war eine eindrucksvolle Erinnerung daran, dass KI-basierte Bildverbesserungs- und Restaurierungstools nicht nur vorhandene Informationen sichtbar machen – sie können Details auch interpretieren, rekonstruieren oder sogar erfinden, wenn die Originaldaten unklar sind.
Für mich war dies ein perfektes Beispiel sowohl für die Stärken als auch für die Grenzen der künstlichen Intelligenz. Das Bild sah realistischer und optisch ansprechender aus, doch gerade das Detail, das mich am meisten interessierte – die historisch korrekte Beschriftung – war weniger vertrauenswürdig geworden. Es zeigte, wie wichtig es ist, KI-generierte Ergebnisse anhand von Originalquellen zu überprüfen, wann immer historische Genauigkeit erforderlich ist.


Münzel Kran-Beschriftung_04 (fspg2)
Bild
gefunden auf: https://www.facebook.com/HeimatbundLaue ... cale=de_DE

Durch die anschließende KI-Schärfung wurde weitere Dinge verändert: so zum Beispiel das Nummernschild des LKWs erhielt eine andere Zahlen!


Also fragte ich den KI-Bot, wie ich meinen Prompt hätte formulieren müssen, dass alles korrekt erscheint.

Die Antwort war sehr ausführlich:

Historische Fotorestaurierung eines Schwarzweißfotos.
Originalmotiv absolut unverändert beibehalten.
Nur folgende Arbeiten ausführen:
• Druckraster und Moiré-Muster entfernen (Entrastern).
• Filmkorn vorsichtig reduzieren.
• Kontrast lokal optimieren.
• Tiefen und Schatten aufhellen.
• Helle Bereiche erhalten.
• Originalkonturen schärfen.
• Beschriftungen lesbarer machen, aber keine Buchstaben ergänzen.
• Originalperspektive unverändert lassen.
• Keine Rekonstruktion fehlender Bildinformationen.
• Keine neuen Objekte hinzufügen.
• Keine Personen verändern.
• Keine Gesichter neu zeichnen.
• Keine Fahrzeugdetails ergänzen.
• Keine Veränderungen an Kran, Seilen, Fachwerk, Fenstern oder Beschriftungen.
• Keine künstlichen Holzstrukturen.
• Keine KI-Nachzeichnung.
Anschließend behutsam kolorieren:
• Farbtöne der 1950er Jahre.
• Realistische, entsättigte Farben.
• Nur dort kolorieren, wo Bildinformationen vorhanden sind.
• Unklare Bereiche neutral belassen.
• Keine Fantasiefarben.
• Keine erfundenen Details.
Ziel:
Archivgerechte Restaurierung und Kolorierung unter vollständigem Erhalt aller Originaldetails.
Dokumentarische Rekonstruktion, keine künstlerische Interpretation.
Beschriftungen, Fachwerkstreben, Seilführungen, Lagerungen, Fensterteilungen und Blechkanten müssen pixelgenau dem Originalfoto entsprechen. Jede geometrische Veränderung ist unzulässig.


Das ist der entscheidende Satz, der viele KI-Systeme davon abhält, Fachwerk, Kranteile oder Fahrzeugdetails umzubauen. Allerdings bleibt das Problem bestehen: Generative Bild-KIs können diese Vorgabe nicht immer einhalten. Für wirklich vorbildgetreue Restaurierungen historischer Hafenfotos sind klassische Werkzeuge wie Photoshop (Dust & Scratches, DeScreen, High Pass), Affinity Photo oder spezielle Restaurierungssoftware meist zuverlässiger als eine generative KI.



Also gleich eingesetzt, erhielt ich das folgende Bild:

Münzel Kran-Beschriftung_05 (fspg2)
Bild
gefunden auf: https://www.facebook.com/HeimatbundLaue ... cale=de_DE

Auch hier gibt es einen sehr gravierenden Fehler!

Münzel Kran-Beschriftung_08 (fspg2)
Bild



Den gleichen neuen Prompt bei diesem älteren Kranbild eingesetzt, ergab in der Beschriftung ebenso neue Fehler!

Münzel Kran-Beschriftung_07 (fspg2)
Bild
https://www.facebook.com/HeimatbundLaue ... cale=de_DE

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es sich nach der Erzeugung eines neuen Bildes mit einem KI-System oft lohnt, die KI selbst zu bitten, das Ergebnis auf Plausibilität und Genauigkeit zu überprüfen.
Dadurch werden häufig zusätzliche Schwachstellen, Unstimmigkeiten oder potenzielle Fehler aufgedeckt, ebenso wie Vorschläge für verbesserte Prompt-Formulierungen.
Diese Verfeinerungen können dann in den nächsten Prompt einfließen und in einer weiteren Iteration getestet werden.

Bei der Erstellung von 3D-Figuren für den Harzdruck und der Integration von Gesichtern realer Personen habe ich manchmal fünf oder sechs Korrektur- und Verfeinerungsrunden durchlaufen, bevor ich mit dem Endergebnis zufrieden war.

In dieser Hinsicht unterscheidet sich die KI nicht so sehr von gewöhnlichen Menschen – wir alle machen Fehler.
Der Unterschied besteht darin, dass eine KI diese Fehler in der Regel anerkennt, wenn sie darauf hingewiesen wird, und in vielen Fällen sogar dabei helfen kann, sie zu identifizieren und zu korrigieren.

Ich persönlich finde diese Entwicklung faszinierend. Auch wenn die Stunden oft wie im Flug vergehen, während ich auf ein zufriedenstellendes Ergebnis hinarbeite, bleibt der Prozess selbst interessant und lohnend. Jede Iteration bringt neue Erkenntnisse, und die Kombination aus Experimentieren, kritischer Bewertung und schrittweiser Verbesserung ist ein wesentlicher Teil der Erfahrung.

Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)
Viele Grüße
Frithjof
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