Hallo Dietrich
Vielen Dank für Dein nettes Feedback.

Wenn ich Dir mit meinem sehr begrenzten Wissen zu Lacken weiterhelfen kann – gerne. Ich bin mir aber nicht sicher, ob Autolacke bei Live Steam brauchbar sind. Die Hitzebeständigkeit liegt bei etwa 80°.
Hallo Alle
Der Zusammenbau ist doch recht mühsam.

Es hat sich eine Menge Technik im Rahmenwasserkasten angesammelt. Anfangs hatte ich es nicht erwartet, dass es so ausufert. Ein paar Umsteuerventile und fertig. Das war die Idee. Die vielen Leitungen und die Mechanik hatte ich unterschätzt.

Andererseits ist es spannend, alles mit Hebelchen und Pneumatik zu lösen. Da ist kein Drähtchen drin. Zugegeben ist das „old fashioned“, aber ich bin ja auch ein Kind des letzten Jahrtausends.
Also hoffen wir mal, dass es RENO nun zum letzten Mal von unten zu sehen gibt. Eine gute Gelegenheit, nochmals auf die Technik zu schauen ….
Ich versuche die Technik nun so zu montieren, dass ich möglichst nie mehr daran muss. Alles, was nicht überzeugt, wird nochmals überarbeitet. Alle Leitungen so verlegt, dass es keine Knicke gibt, usw. Aber fangen wir vorne an.......
Ich hielt es für eine gute Idee, die Zylinder vor der letzten Montage nochmals mit Teflonspray zu fluten.

War es aber nicht.

Teflon und Gummi / EPDM vertragen sich gut. Aber das Lösungsmittel im Spray ist aggressiv. Erster Testlauf war gut, zweiter eine Katastrophe. Die Zylinder haben aus allen Löchern gepfiffen. Also musste ich die Dinger wieder zerlegen und alle Dichtungen ersetzen.
Auch nicht bewährt hatte sich die Befestigung der Hebel für die Zylinderumsteuerventile mit Manschetten auf den Exzentern. Nun hätte man mit viel Aufwand irgendwelche Halbschalen fräsen können. Aber wozu ?

Ich habe eine ganz einfache Konstruktion gewählt mit etwas Rundmaterial und ein paar Kabelbindern.

Das ist sehr stabil und funktioniert viel präziser als die erste Lösung.
Im Bild kann man recht gut oberhalb der Umsteuerventile die „Abdampfflöte“ erkennen. Im Grunde ist das eine Pfeife, die nicht pfeifen kann.

Der Luftstrom ist nicht auf das Mundloch, sondern in die Pfeife gerichtet. Dank der Abdampfflöte, kann man schön lautstark den 4/4-Takt hören (siehe resp. höre Video weiter unten).
Im Mittelteil den SloMo und die Druckluftleitungen in einem Block zu integrieren war ja elegant gedacht.

Die Montage war aber ein Gefummel.

Da muss man irgendwie mit langen Zangen die Schläuche tief im Gehäuse aufschieben und dann noch die Schlauchklammern montieren. Einfacher wäre es wohl gewesen, alles was Druckluft ist, unter den SloMo zu hängen.

Egal, nun ist es eben so.
Entsprechend habe ich hinten dann auch gekröpfte Leitungen eingebaut, was mehrere Versuche gebraucht hat bis es passte. Genauso oft mussten Hinterachse und SloMo demontiert und wieder eingebaut werden. Irgendwas war immer im Weg. Mühsam.
Beim hinteren Umsteuerventil (Vor-/Rückwärtsfahrt) habe ich noch ein Hebelchen für eine „Pendelzugsteuerung“ ergänzt.

Das sieht man dann im Video besser. So kann man z.B. durch ein „achtlos zwischen die Geleise geworfenes Kantholz“ die Fahrtrichtung wechseln. Das war wieder eine nette Idee, aber mit der Folge, dass im SloMo ein weiterer Riemenspanner gebraucht wurde. Legt man den Hebel für die Fahrtrichtung bei voller Fahrt um, wollen Antrieb und Schwungmasse in entgegengesetzte Richtungen. Da müssen die Riemen dann schlagartig die doppelte Antriebsleistung verkraften. Und das ist richtig Gewalt.
Zusammengefasst: alles mühsam, aber nun tut es. Und zwar besser als je zuvor.

Für Freunde bewegter Bilder wieder ein kleines Video:
https://vimeo.com/manage/videos/1200789409
(Anmerkung: man braucht sich bei Vimeo nicht anmelden. Einfach Start drücken. Ich wollte die Videos nicht in youtube hängen, wegen der nervigen Werbung)
Und ja: diesen fiesen Messingstaub muss ich noch wegpinseln und absaugen.
Und nein: auf die Lackierung von unten habe ich keinen besonderen Wert gelegt.
Grüsse
Stoffel