0f mal Andersrum: Fahrzeugbau in 1:13,3 auf 45mm Spurweite

Selbstgebaute maßstäbliche Schienenfahrzeuge mit/ohne handelsüblichen Zurüstteilen

Moderator: fido

Major Tom
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Re: 0f mal Andersrum: Fahrzeugbau in 1:13,3 auf 45mm Spurweite

Beitrag von Major Tom »

Moin Rofra,

schön, Deine Baufortschritt zu sehen.
Ich finde Deinen Bericht gut, da Du Dich als Neu-Umsteiger "geoutet" hast.
Sozusagen "aus der Praxis, für die Praxis"

Weiterhin gutes Gelingen & Freude beim Basteln,
Gruß, Dieter
Völlig losgelöst ...
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rofra
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Re: 0f mal Andersrum: Fahrzeugbau in 1:13,3 auf 45mm Spurweite

Beitrag von rofra »

Danke! Das hier ist ja bloß der zweite Aufguss und enthält dadurch einige Dopplungen/Ungereimtheiten aber ich hoffe es passt halbwegs :)

Anbei noch eine kleine Nachlese vom Wochenende:

Die fehlenden Niete(n) habe ich durch Heynsche (vll. Binnewaldsche?) Schrauben ersetzt, was nicht nur etwas mehr Messingglanz, sondern auch das Fahrgestell in Form bringt (die Messing/Pressholz-Kombination war bisher blos gesteckt)

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außerdem habe ich meine erste Sitzbank in 1:13,x gebaut :) (naja so halb).

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rofra
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Re: 0f mal Andersrum: Fahrzeugbau in 1:13,3 auf 45mm Spurweite

Beitrag von rofra »

Da die Vorfreude auf den Saisonstart wächst und mein Ausflug in die wunderbare Welt des 7/8th scales vor kurzen zum ersten mal mal gejährt hat, hier mal eine kleine Zusammenfassung was sich - neben einer Erweiterung der Teststrecke als Jahresabschlussarbeit -über den Winter getan hat.

Zum einen wurde am Lichtkonzept von Lok und Wagen gefeilt.

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Dabei nutze ich nicht die Digitalplatine der Piko Lok sondern die Möglichkeiten des RC-Empfängers(?). Entgegen den Bildern leuchtet hier zur Zeit eine Mischung aus warmweißer LED (die macht mehr Licht als die hier zusehende Glühbirne) und roter Glühbirne. Derzeit kommt nur die "Führerstandsbeleuchtung" von der, von Piko für Sound und Licht in der Spenderlok genutzten, zusätzlichen Platine.

Für den Decauville Personenwagen wurden ebenfalls am Beleuchtungskonzept gewerkelt. Hier sollen 3V LED zum Einsatz kommen und das scheint auch zu funktionieren. Das ganze wird per Knopfzelle in Schalter + Batteriehalter mit Strom versorgt (hier provisorisch auf der rechten Bühne zu sehen). Da man das Elend im Innern jetzt noch besser sehen konnte (der Große Maßstab, die großen Fenster und das Oberlicht hatten da schon einiges durchblicken lassen) wurde der zumindest im Personenabteil auch weiter gebaut und zumindest neu gestrichen.

Ferner habe ich für den Betrieb meiner Schmalspurigen Bahn (Ob Feld-, Klein-, Wirtschafts- oder eine ganz andere Bahn, da bin ich noch unschlüssig) personal aus dem Mutterland der Eisenbahn... einfliegen lassen.

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Auf einem der Bilder kann man auch schon den Inhalt des nächsten Beitrags sehen. Zu dem habe ich hier aber noch garnichts geschrieben und muss dadurch etwas weiter ausholen.
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rofra
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EMG O-Wagen für Kleinbahnen mit 60cm Spurweite

Beitrag von rofra »

Bereits in Spur 1f hatte ich mich an einem offenen und einem geschlossenen Güterwagen nach Lenz Normalien, hergestellt von EMG, versucht. Sozusagen als Vergleichsbasis zwischen der kleinen und der großen Modellbahn hatte ich schon recht früh angefangen die ungebremste Variante des Wagens, mit langen Achsstand in 1:13,3 umzusetzen. Dabei gilt: Analog zur Lok ist das eher ein eher grob ausgeführter Versuch, was man so machen kann. Das führt zu div. Vereinfachungen und kleineren Abweichungen vom Vorbild.

Vorbildbild:
https://sachsen.museum-digital.de/object/11946

Die Idee kam mir beim Blick auf IIm Achslager von meinem Stammlieferanten:

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Die wurden mit einem Rahmen aus 10x4mm Messing-U Profilen verbunden, 10x3mm wären besser gewesen. Zum Einsatz kommen 35mm Radsätze

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Besonders die - wenn auch etwas unvorbildgrechte - ausgeführte Federung hatten es mir angetan. Dummerweise waren die beigelegten Federn viel zu schwach. Immerhin waren sie für einen einfachen Laser-Bausatz in halber Größe dimensioniert, nicht für einen schweren Messingrahmen und Vollholzaufbau mit noch mehr Messing... Da ich die Grenzen der Federchen bereits gesprengt hatte und noch weit entfernt vom Anbau, noch mehr Gewicht bringender, Anbauteile entfernt war, legte ich die Federung erstmal fest und machte mich auf der Suche nach Ersatz.

Besonders hatte mich die Möglichkeit gereizt, den Wagen wirklich zu Schrauben und zu Nageln und nicht nur zu Kleben:

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Der Einfachheit halber hatte ich mich für Winkelprofile und 10mm Bretter entschieden. Letzteres ersparte mir extra zuschneiden, macht den Wagen aber auch ca. 1cm zu niedrig. Insgesamt ist der Ausgang dieses Experimentes immernoch fraglich. Zusammen mit dem damals noch "eingeknickten" Stand wirkt der Rohbau entspr. klein neben meiner Kartoffellore.

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Da ich mich auch beim Materialbedarf verschätzt hatte pausierte ich das Projekt an der Stelle erstmal. Alles doch nicht so 1fach

Über den Winter habe ich dann erstmal den Materialbestand meiner Werkstatt aufgestockt (bzw. bin noch dabei. Die Frühjahrsinventur steht noch aus)

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Neben größeren Bauteilen wie Achsen, Achslagern und Kupplungen, waren auch Schrauben, Nägel und div. Federn dabei. Letztere mussten testweise gleichmal verbaut werden. Die passensten, waren zwar etwas zu kurz aber stark genug um den Wagen im IST-Zustand + Zusatzgewichte zu tragen.

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Ick bin mal gespannt, wie sich das 2026 entwickelt.
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rofra
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PRJ Es-Bo - Umbau PIKO GE25t

Beitrag von rofra »

In den letzten Tagen bin ich endlich dazu gekommen einige Maßskitzen für meinen Lokumbau zu zeichnen. Hierbei habe ich ich erstmal auf den Lokkasten konzentriert (auch weil der hier noch auf ein DIN A-4 Blatt passt). Wie der neue Lokrahmen aufgebaut wird, ist dann einer der nächsten Schritte. Vorher kommt aber noch eine Konstruktionsskitze für den Holzrahmen des Lokkasten mit Materialmaßen.

Nach mehreren Itterationsstufen bin ich wieder bei den Maßen der schon im Testaufbau als Basis genutzten Deutz OMZ117f (siehe http://www.industriespoor.nl/tekeningDeutzOMZ117F.htm) gelandet. Diesmal wurden aber - bis auf die Breite - alle Maße konsequent genutzt. Radstand und Durchmesser sind zwar minimal zu klein, das nimmt dem ganzen aber hoffentlich auch etwas die knuffigkeit. Damit bin ich - jenseits der Breite - unter den Maßen der Siemens-Schalke Lok.

D. h. der neue Entwurf ist in allen Dimensionen kleiner als mein Testaufbau. Von ca. 250mm Länge ging es runter auf 200mm und bei der Breite von 120mm, runter auf 102mm*. Das entspr. ca. 1350mm im Vorbild. Die 1160mm Breite der Deutz Lok entsprächen 88mm. Mein Minimum setze ich bei 90 fest, falls die Lok immernoch zu stämmig wirkt.
Auch das Führerhaus ist schmaler (glaube ich, ich habe die Originalpläne nicht hier) und flacher, die Vorbauten kürzer.

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Die Formgebung erinnert dabei an die klassichen Feldbahn Loks (Wer immer in Herrenleite die Bilder schneidet: Gute/r Mann/Frau!):

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q:https://feldbahnmuseum-herrenleite.de/s ... iste/lok2/

Die Materialwahl und die Antriebsart aber eher an die "Bokshornlok":

Bild
q:https://www.schmalspur-ostwestfalen.de/ ... n=portrait

Mal gucken ob ich benötigten Messingebleche geschnitten und gebogen bekomme und ob das ganze dann auch zum Klappen funktioniert (3 Wünsche auf einmal!). Der Rest der Konstruktion ist mehr oder weniger erprobt und müsste passen (deswegen hab ich ja den Testträger gebaut). Sofern meine Maße hier stimmen, sollte ich trotz der kurzen Vorbauten alle elektronischen Bauteile unter bekommen. Durch die vielen Klappen und Luken müsste auch alles erreichbar bleiben.

Als Alternativentwurf entstand auf gleicher Zahlenbasis, eine vergrößerte Version der ersten E-Lok Chiles:

Bild
q:https://temas2018.blogspot.com/2017/12/ ... co-de.html

mehr unter: https://resmy.fortunecity.ws/traiguen.htm

Generell sind hier neben den Maßen, auch die gleichen Materialien angedacht. Der Entwurf wäre in der Umsetzung wesentlich einfacher, weil er keine Schrägen und nur eine Rundung enthält. Auch das halboffene Führerhaus würde die Sache vereinfachen. Außerdem müsste man die Elektronik nicht Aufteilen, was die Handhabung stark vereinfachen würde.

*) Das ist zufälligerweise auch die Breite des GE-25t Rahmens, ich befürchte aber der muss trotzdem beschnitten werden...
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