schon seit längerem beschäftigt mich das Thema Feldbahn im Maßstab 1:22,5.
Was ursprünglich in Kindheitstagen auf 30 mm fuhr, hat sich über die Jahre zu Fahrzeugen für die 26,7 mm Spurweite gewandelt. Dies hat jedoch natürlich zur Folge, dass konsequenterweise auch ein anderes Gleissortiment erforderlich ist. Da es aus meiner Sicht leider kein robustes Gleissystem für die 26,7 mm Spurweite gibt, landet man schlussendlich meist beim Selbstbau.
Um einen individuellen Aufbau der Fahrstrecke zu ermöglichen, sind Module in der Modellbahnszene schon lange kein Geheimnis mehr. Allerdings sind die, die einem auf Anhieb einfallen, für den schnellen - kleinen Feldbahnspaß meist eine Nummer zu groß.
Mit dem Wunsch, eines Tages etwas Kleines, Modulares und Selbstgenageltes für die Feldbahn zu besitzen, kam das Thema eines Tages in einem Online-Stammtisch der IG Spur II auf.
Dort schwärmte Martin Ristau von der Idee, ein modulares System – ähnlich wie in der Tabletop Szene – auch für Spur II Gleise zu verwenden. Diesen Gedanken griff ich gerne auf, und heraus kamen folgende "Teppichmodule" für die 26,7 mm Feldbahn:
26_7_mm_Feldbahnmodule_01 (EKB_18c)

Zur Verbindung wählte ich allerdings keine Magnete oder ähnliches, sondern 4mm Bananenstecker. Über diese soll neben der elektrischen Verbindung auch die Justage der Gleise sowie das Zusammenklemmen der Module erfolgen. Erfreulicherweise fand ich Male/Male - Bananenstecker, die man nach dem Betrieb an allen Modulkanten entfernen kann. So ragen, anders als bspw. bei klassischen Modellbahngleisen, keine Verbinder am Gleisende heraus. Die Löcher für die Bananenbuchsen erfolgten dann Mithilfe einer Bohrlehre.
26_7_mm_Feldbahnmodule_04 (EKB_18c)

26_7_mm_Feldbahnmodule_03 (EKB_18c)

26_7_mm_Feldbahnmodule_02 (EKB_18c)

Für die Breite habe ich 20 cm gewählt, da hier parallele Gleise problemlos möglich sind und für meinen Geschmack ausreichend Platz für Begrünung entlang der Strecke bleibt. In den Längen 20, 40 und 80 cm habe ich 6 mm Sperrholzplatten im Baumarkt zuschneiden lassen, die ich rundum mit 20 x 20 mm Vierkantleisten unterbaut habe. Aufgeleimt wurden 5 x 8 mm Schwellen, deren Oberfläche zuvor mit Drahtbürste und Stecheisen bearbeitet und anschließend mit verschiedenen Braun-, Grau- und Weißtönen farblich behandelt wurde.
Als Gleisprofil kam Peco Code 143 („IL-7 FB“) zum Einsatz. Jedes einzelne Profil wird vor dem aufnageln geschwärzt, zudem wird an jedes ein Kabel angelötet.
Ziel sind 270° an Bogenmodulen, 3 m reine Gerade sowie eine Umsetzmöglichkeit mit Abstellgleis und ein separates Abstellgleis. Der Richtungswechsel am reinen Abstellgleis basiert auf einem Betrieb mit zwei Loks, wodurch ein Loktausch erforderlich ist, um die Rückfahrt anzutreten.
26_7_mm_Feldbahnmodule_08 (EKB_18c)

Fertiggestellt wird das Modulsystem Ende April/Anfang Mai, sodass auf dem Hauptjahrestreffen der IG Spur II in Schenklengsfeld am 15. und 16. Mai ein Betrieb mit 26,7 mm möglich ist. Angebunden werden die Module dabei an eine Laderampe, über die Kipploren in Spur II- oder IIm-Güterwagen entleert werden können. Eine ausgestaltete Beladestelle für die Kipploren im Modell wird es jedoch leider nicht geben.
Zum Abschluss ein paar weitere Eindrücke:
26_7_mm_Feldbahnmodule_05 (EKB_18c)

26_7_mm_Feldbahnmodule_06 (EKB_18c)

26_7_mm_Feldbahnmodule_07 (EKB_18c)

Viele Grüße aus dem Rhein-Sieg-Kreis
Jason

