Hallo Uwe,
auch ich habe Deinen Bericht mit großem Interesse gelesen und kann Deine Probleme beim Gleisbau nachvollziehen.
Vlt. konntest Du schon eine Lösung für die Weichenzungen finden ...
es freut mich, dass dir mein Bericht so gefällt.
Ganz genau. Die Zeichnung, die ich zum Bau der Weichen benutzt habe, war eine andere als die von Thomas Hey'l, auf die ich erst nachträglich aufmerksam geworden bin. Am Ende hat eben die Praxis gezeigt, dass es mit einer langen Ausführung des festen Teils nichts wird.
Inzwischen habe ich nicht nur eine Lösung, der Gleisbau ist gänzlich abgeschlossen und mein Modulsystem hat seinen ersten Einsatz bereits hinter sich

Beim diesjährigen Jahrestreffen der IG Spur II in Schenklengsfeld.
Ich habe mich für 3 kleine Module entschieden und werde nun in Lauingen den Fahrbertieb mal testen - auch auf 26,7 mm
Das klingt auch nicht verkehrt. Sowas habe ich mir vor dem Bau meines Systems auch oft durch den Kopf gehen lassen. Werde ich gleich mal hier in Buntbahn aufsuchen gehen.
Mit Lauingen meinst du nun aber den 13. + 14. Juni?
Werd ich mir mal im Hinterkopf behalten, bin nur aktuell gesundheitlich angeschlagen. Parallel zum Hauptjahrestreffen der IG Spur II habe ich schon das Dampftreffen am 16. + 17. Mai in Lauingen aussetzen müssen...
Hallo Buntbahner,
obwohl es hier nun eine lange Zeit ruhig gewesen ist, bedeutet das keineswegs, dass es mit dem Bau nicht vorangegangen wäre – ich fand schlicht nicht die Zeit, den Baufortschritt weiter zu dokumentieren.
Nachdem ich Anfang April bei einer Modulveranstaltung in Schierwaldenrath sowie Mitte April auf der Intermodellbau in Dortmund bei der Truppe der Spur II Pur eingebunden war, setzte ich direkt im Anschluss alles daran, die Feldbahn pünktlich zum Hauptjahrestreffen der IG Spur II in Schenklengsfeld Mitte Mai fertigzustellen
Die Weichen zog ich dann im Akkord durch. Wie schon bei der ersten Rechtsweiche herausgefunden, wurden auch die restlichen drei Weichen direkt mit ihrem Drehstuhl eine Schwelle weiter in Richtung Herzstück positioniert. Da ich den Schwellenabstand an sich sowie die Weichengeometrie stimmig fand, entschloss ich mich trotz nachvollziehbarem Rat die Zungenspitze im Freien (also nicht auf einer Schwelle) enden zu lassen.
Die beiden zuletzt fertiggestellten Linksweichen könnt ihr euch im folgenden Bild anschauen.
26_7_mm_Feldbahnmodule_23 (EKB_18c)
Die geraden Ausläufe an den Weichen sind ab dem Herzstück lang genug, sodass auf ein gerades Zwischenstück verzichtet wurde – auch wenn es bei der Feldbahn ohnehin nicht so streng ist. Mit der Fertigstellung dieser Weichen wurde im Groben auch der Gleisbau Anfang Mai abgeschlossen.
Die Verkabelung hat dann mehr Zeit als ursprünglich gedacht gekostet:
Geplant und umgesetzt wurde, dass jedes Schienenprofil seine eigene Einspeisung bekommt. Damit erhoffe ich mir langfristig Ruhe und schaffe mir zugleich die Möglichkeit, an alles problemlos heranzukommen.
Zum Abschluss des Gleisbaus noch ein Blick auf den Bahnhof.
26_7_mm_Feldbahnmodule_24 (EKB_18c)
26_7_mm_Feldbahnmodule_25 (EKB_18c)
Leider bemerkte ich meine vertane Chance erst zu spät:
Auch den Modulübergang mit den zwei Gleisen hätte ich für mehr Variabilität hervorragend mitteln können. So ist nun leider nur das lange mit dem kurzen Abstellgleis tauschbar. Ideal wäre es natürlich gewesen, auch das Modul mit den zwei Linksweichen ungehemmt tauschen zu können.
Bevor geschottert wurde, wurde das spätere Terrain ein wenig vorbereitet. Dazu wurden an den Kanten Holzleisten in verschiedenen Größen aufgeleimt, die dann zunächst mit einer Stichsäge an die Seitenkontur angepasst wurden. Anschließend wurde das Terrain mit bis zu 2 cm dickem Pappmaschee modelliert. Zeitgleich wurden die Schwellenzwischenräume mit Pappstücken befüllt, um dem Schotterverbrauch entgegenzuwirken.
Von diesem Bauabschnitt ist wohl nur ein Foto während des Trocknens auf dem Dachboden zurückgeblieben:
26_7_mm_Feldbahnmodule_26 (EKB_18c)
Somit stand dem Schottern nichts mehr im Wege. Verwendet wurde ein Schotter mit der Körnung 1 - 1,5 mm von Spurenwelten. So wirklich entscheiden, ob der Schotter nun grau oder beige sein sollte, konnte ich mich vorab nicht – letztendlich habe ich mich dann für einen gelb-braunen Schotter entschieden. Dieser wurde in zwei Durchgängen mit verdünntem Holzleim fixiert.
Zwar wollte ich vereinzelt etwas Erde von unten durch den Schotter blinzeln lassen, doch nach dem ersten Durchgang war klar, dass man das besser bleiben lässt.

Ein Testgleis gab es aus Zeitgründen vorher leider nicht.
26_7_mm_Feldbahnmodule_27 (EKB_18c)
Somit entschloss ich mich, vereinzelte Stellen sowie die Schotterränder beim zweiten Durchgang mit fein gesiebter Erde zu berieseln.
26_7_mm_Feldbahnmodule_28 (EKB_18c)
Nachdem der Schotter genügend getrocknet war, wurden die Ränder noch fix mit fertiger Holzspachtelmasse aus dem Baumarkt zugeschmiert, sodass im direkten Anschluss die restliche Oberfläche mit einer braun-schwarz gemischten Abtönfarbe bestrichen werden konnte.
26_7_mm_Feldbahnmodule_29 (EKB_18c)
Der gespachtelte Rand wurde anschließend mit einem Schwingschleifer beigeschliffen. Daraufhin wurden die Modulränder sowie die Unterseite schwarz angestrichen:
26_7_mm_Feldbahnmodule_30 (EKB_18c)
26_7_mm_Feldbahnmodule_31 (EKB_18c)
26_7_mm_Feldbahnmodule_32 (EKB_18c)
Da die Module auch auf Parkett verlegt werden sollen, wurden die Modulunterkanten der Längsseiten im Anschluss mit einem Filzband beklebt.
Am selben Abend noch wurde mit der Begrünung begonnen. Bis Schenklengsfeld wurden jedoch nicht alle Module fertig, aber immerhin ein Großteil: alle Bogenmodule, die Bahnanlagen und ein paar einzelne gerade Module. Zur Begrünung wurden Heki-Matten (Nr. 1856) verwendet. In Zukunft sollen noch kleine Grasbüschel sowie Gebüsche von MBR folgen.
Für Schenklengsfeld musste der Zeit geschuldet leider noch eine schnelle Lösung für die Weichenstellhebel her.
26_7_mm_Feldbahnmodule_33 (EKB_18c)
26_7_mm_Feldbahnmodule_34 (EKB_18c)
26_7_mm_Feldbahnmodule_35 (EKB_18c)
Womit nun Bilder des ersten Einsatzes in Schenklengsfeld folgen können. Aufgebaut wurden die Module im Zusammenspiel mit Fidos ca. 5,5 m langer Rampe. Wirkliche Probleme traten nicht auf; lediglich an ein, zwei Übergängen wurde das Schienenprofil vor Einsatz mit einer Zange leicht nachjustiert.
Entgleisungen bzw. Kipploren-Entleerungen stemple ich als dem Schiebebetrieb geschuldet ab - sind hier nicht zu sehen, zeichnen sich (bspw. auf Youtube) durch kleine Schotterhaufen aus.
26_7_mm_Feldbahnmodule_36 (EKB_18c)
26_7_mm_Feldbahnmodule_37 (EKB_18c)
26_7_mm_Feldbahnmodule_38 (EKB_18c)
26_7_mm_Feldbahnmodule_39 (EKB_18c)
26_7_mm_Feldbahnmodule_40 (EKB_18c)
26_7_mm_Feldbahnmodule_41 (EKB_18c)
26_7_mm_Feldbahnmodule_42 (EKB_18c)
26_7_mm_Feldbahnmodule_43 (EKB_18c)
26_7_mm_Feldbahnmodule_44 (EKB_18c)
Im Ganzen bin ich recht zufrieden mit dem System.
Nun stehen noch die Weichenstellhebel sowie Transportkisten an.
Viele Grüße
Jason
