ich denke die Frage kam, weil die Kanten der Kugellager dazu neigen, Rillen in die Laufflächen zu schneiden.Darum nennt man die Dinger auch Rillenkugellager Ich habe den Effekt, wenn auch marginal, bei mir schon beobachten können.
Und wo ich schonmal schreibe: Klasse Arbeit! Ich mag es, das viele versteckte funktionale Details, die man gar nicht sehen kann, denoch originalgetreu ausgeführt werden.
den Rollenprüfstand habe ich vorerst gebaut, um das Fahrwerk von Hand durchdrehen
zu können, damit ich die Steuerung einstellen kann. Ich habe später nicht vor
die Lok Stundenlang auf dem Rollenprüfstand laufen zu lassen.
Habe mir gerade eben meine Brocken Loks angeschaut, die schon einige Kilometer
gefahren sind. Nun ja, irgend welche Verschleißspuren sieht man immer.
Deswegen werde ich aber auch nicht ohne Schienen auf dem Teppich fahren um Beschädigungen zu verhindern.
ich habe auf meinem universellen Rollenprüfstand seit Jahren unterschiedlichste Lok mit Spurweiten zwischen 3 1/2" und 10 1/4" aus den unterschiedlichsten Gründen über durchaus längere Zeiten betrieben. Die Rollen hatte ich mit einem Laufkörper aus Stahl mit gerader Lauffläche und Rillenkugellager ausgeführt. Im Bild unten eine 5" SIMPLEX.
Dabei hat sich über die Jahre ein Grat an der Kante der Laufrollen herausgebildet. Das ist der enormen Flächenpressung bei der nur punktförmigen Auflagefläche des Rades auf der Laufrolle geschuldet.
Das hat mich ziemlich gestört und so habe ich die Laufflächen aller Rollen im Winkel von 3° überdreht und die Innenkante mit einer großzügigen Rundung versehen, so dass die Kontaktfläche zwischen Rad und Rolle deutlich vergrößert ist.
eine lineare Berührung zwischen Rad und Rolle hast du in dieser senkrechten Anordnung.
20191214_094142 (Kupferschmied)
20191214_094205 (Kupferschmied)
Sobald man die Anordnung aus der Senkrechten herausdreht verändert sich auch
der zweite Winkel. Um einen lineare Berührung beider Rollen zu erreichen müßte die
Anordnung der beiden Rollen so aussehen.
20191214_094358 (Kupferschmied)
20191214_094405 (Kupferschmied)
Aber bei 3 Grad der Lauffläche, ist das eine Suche nach der 20. Stelle hinter dem Komma.
Der Aufwand ist mir dann doch zu groß um vorerst das Fahrwerk von Hand durchdrehen
zu können.
meine einzige Sorge ist, daß Dein Kunstwerk irgendwo in meiner Anlage
wegen der Gleislage hängen bleibt.Das läßt sich ja letztendlich erst klären, wenn
der Brocken das erste Mal auf der Anlage fahren wird. Dann kannst Du im schlechtesten Fall erst bei mir fahren, wenn ich die entsprechende Stelle(n)
verbessert habe. Aber da auch die Maschine von Hans Probleme hatte
und ich entsprechend ändere , wird sich auch ein Weg für Deine Lok finden.
Optimal wäre dann, vor einem offiziellem Termin, Probefahrten zu machen.
Ich freue mich sehr auf den Tag.
weiterin so ein glückliches Händchen wünscht Dir
Tobias
beim einschieben der Schieberbuchsen habe ich bemerkt das ich diese nicht von
Hand rein bekomme. Nachdem sie aber 2 Stunden in einer gehärteten Stahlbuchse
waren, konnte ich diese bis zum 3ten Dichtring von Hand rein schieben.
Die Stahlbuchse deswegen, weil die Bohrung schön abgerundet und poliert ist,
im gegensatz zu Schieberbohrung.
Für den 4ten Dichtring brauchte ich dann eine Schraubzwinge.
20191214_145045 (Kupferschmied)
20191214_145148 (Kupferschmied)
20191214_145208 (Kupferschmied)
20191214_145312 (Kupferschmied)
20191214_145353 (Kupferschmied)
20191214_145435 (Kupferschmied)
Zum demontieren habe ich auch noch eine Innenabzieher gemacht.