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Chr. Beck Kassel ANNA - Einige Fragen

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mabaadre
Buntbahner
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Anmeldungsdatum: 11.01.2007
Beiträge: 414
Wohnort: bei Dresden

BeitragVerfasst am: 14.10.20 10:39    Titel: Re: Chr. Beck Kassel ANNA - Einige Fragen Antworten mit Zitat

Guten Morgen,

also weiter:

Das veranlasste mich, aus vorhandenem Ms-Vierkantrohr 20x40x70mm mit 1mm Wandstärke einen neuen Gastank zu löten.
Beim Abdrücken mit 10bar blähte er sich auf. Also ab in die Schrottkiste. Ich hatte vergessen, auf die Länge Zuganker zu setzen. Das passierte mir beim Bau des Folgetanks nicht noch einmal.
Einen Gashahn baute ich ebenfalls selbst. Dafür gibt es genügend Unterlagen.

Als Gaseinfüllventil setzte ich ein solches mit Feingewinde M5x0,5 ein. Zusätzlich habe ich eine Stutzen für ein Schnellfüllventil vorgesehen.
Der neue Gastank befindet sich nun auf der Heizerseite, weil ich auf der Lokführerseite die Servos für den Dampfregler und die Pfeife unterbringen musste.
K800_new-5 (mabaadre)

Aber dazu später mehr.

Nun lief sie erst mal wieder. Aber die Dampfentwicklung war mir nun doch zu schwach. Ob es an der Justage des alten Brenners mit seiner "kalten Düse" lag, ich weiß es nicht und habe da auch nicht lange gefackelt.

Dieses Bild vom Originalbrenner wurde von RoadRunner 2010 hier schon mal veröffentlicht.
K800_new-6 (mabaadre)


Ich baute also einen Rohrbrenner mit vielen kleinen Löchern (fragt mich bitte nicht wie viele genau) mit Steckflansch und Mischkammer. Der macht nun genug Dampf.
K800_new-7 (mabaadre)


Was war das bloß für ein riesiges Handrad am Dampfregler, genau so groß im am Gasregelventil! (siehe Bild 4)
Das ging gar nicht. Also ersetzte ich die ganze Reglerspindel durch eine neue, der ich gleich einen Hebel verpasste, der auch für eine geplante Umrüstung mit einer Fernsteuerung genügen sollte.
Aber wie gesagt, dazu später mehr.
K800_new-8 (mabaadre)


Als nächstes dachte ich, dass die Rauchkammer eine Tür bräuchte, damit man auch mal das Flammenbild des Brenners betrachten kann. Klar, das Prallblech des Brennerrohres verhindert ein wenig die Sicht, aber man kann die Flamme noch sehen. Und da mir der nur aufgeschraubte Deckel nicht gefiel, sägte ich kurzerhand die Rauchkammerfront auf. Die neue Rauchkammertür entstand aus einer etwas gedängelten Ms-Scheibe und einer der Materialstärke des Rauchkammerbleches entsprechenden Scheibe. In diese wurde zentriert ein Loch für die Aufnahme der Zuhalteschraube mit Hebeln eingebracht und zwei schmale Ms-Streifen als Scharnierbänder hart aufgelötet.
Die Rauchkammertür wird in zwei auf die Rauchkammer hart aufgelötete Röhrchenabschnitte mittels einem Stahlstift fixiert. Die Rauchkammer erhielt noch ein Langloch, in das der innere Schließhebel greift.
K800_new-9 (mabaadre)


Da mich das Runterlaufen des Kondenswassers auf die Schienen nervte, habe ich auch noch die Rauchkammerstütze, die als abgewinkeltes Blech seitlich offen war, so verlötet (hart), dass sie nun einen Kasten bildet.
K800_new-10 (mabaadre)

Dieser wird als Kondensbehälter genutzt und erhielt ein verschließbares Ablaufröhrchen. Das bedingte aber auch, dass die Bohrung im Rauchkammerboden vergrößert werden musste, in die nun geschlossene Rauchkammerstütze ein Abdampfröhrchen gelötet werden musste.
Ich habe die Haltemuttern durch Hutmuttern, die ebenfalls eingelötet wurden, ersetzt.
K800_new-11 (mabaadre)


Später wurde dann noch ein Chuffer eingesetzt, dessen Wirksamkeit mich aber noch nicht so richtig überzeugt.
K800_new-12 (mabaadre)


Damit war der Umbau der Rauchkammer abgeschlossen.

Es kam die Zeit, da überlegte ich, wie ich das angenietete Dach anders befestigen könnte.
Ich wollte es öffnen können, um besser an die Armaturen und die noch einzubauenden Fernsteuerungselemente zu kommen. Da es mit den für Beck üblichen Blindnieten angenietet war, musste ich mir etwas einfallen lassen.
Versuche mit Scharnieren brachten nicht das Ergebnis. Da fielen mir in meiner Bastelkiste u-förmige Schienchen, die ich aus einem Regenschirm recycelt hatte, in die Hände. Schnell war der Gedanke geboren, diese als Führungen für ein Schiebedach umzufunktionieren.
K800_new-13 (mabaadre)

Löten ließen sie sich nicht, da das Dach aus Alublech gefertigt ist. Also wurden sie mit Metallkleber angeklebt und nur an der Rückwand des Fahrerhauses zwei kleine Langschlitze eingebracht. Nach vorn bildet eine Dampfpfeifenimitation einen Anschlag.

Später baute ich ein neues Dach aus 0,5er Ms-Blech, das zusätzlich eine aufklappbare Dachluke enthält (Bilder folgen am Ende des Berichtes in der Gesamtansicht).

Und wie das so ist, werkelt man einmal, kommt bald ein neues Vorhaben.
Das nächste war dann die Fahrzeugbeleuchtung.
Nachdem ich verschiedene Fertigprodukte gekauft hatte und diese mir zu „mickrig“ aussahen, fertigte ich aus vorhandenen Cu- und Ms-Rohren sowie Ms-Blech und -draht, selbst welche an.
Diese wurden vorn auf das Umlaufblech mittels der vorderen Zylinderschrauben und am Führerhaus hinten befestigt. Eine hatte ich noch auf dem Rauchkammerscheitel, aber da ließ die Wärmestrahlung die Makralonscheibe – nicht aber die Leuchtdiode – schmelzen. Also weg damit und nur mit vier Lampen ausgerüstet.
K800_new-15a (mabaadre)

K800_new-15b (mabaadre)

K800_new-14 (mabaadre)


new-sp (mabaadre)


Da ich nun einmal mit Leuchtdioden arbeitete, habe ich das dickwandige Rohr des Wasserstandes oben angebohrt und mit einem Feingewinde M5x0,5 versehen. In diese Bohrung kam dann eine Wasserstandbeleuchtung.
K800_new-16 (mabaadre)


Somit war erst mal der elektrische Teil - ohne die Fernsteuerung - abgeschlossen.


Fortsetzung folgt.

_________________
viele Grüße

Manfred B.
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mabaadre
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Anmeldungsdatum: 11.01.2007
Beiträge: 414
Wohnort: bei Dresden

BeitragVerfasst am: 15.10.20 11:07    Titel: Re: Chr. Beck Kassel ANNA - Einige Fragen Antworten mit Zitat

Fortsetzung


Da nun der Lok aber noch eine Pfeife fehlte und im Dampfdom, das das Sicherheitsventil trägt ein Anschluss möglich sein musste, habe ich dort ebenfalls linksseitig ein Loch gebohrt und darin mittels M5-Feingewinde einen abgewinkelten Rohranschluss eingebracht. Von dort geht eine 2mm-Rohrleitung zum Dampfpfeifenregler. Dieser wird, wie der Dampfhahn auch, mittels Miniaturmetall-Servo betätigt.
K800_new-17 (mabaadre)


Nun noch ein Wort zur Dampfpfeife.
Ich habe mir statt des Kaufs einer teuren Dampfpfeife eine s.g. Hundepfeife für unter 3.- € gekauft. Die Annahme, man höre da keinen Pfiff, ist falsch. Sie lässt sich durch hinein- oder herausschrauben in der Tonhöhe sogar verändern. Das Einbringen eines M5-Feingewindes gewährleistet die Verbindung zum Ventil. Die Pfeife hat unter dem Kessel im Bereich der Wasserkästen ausreichend Platz und ist so „unsichtbar“.
K800_new-18 (mabaadre)

K800_new-19 (mabaadre)

Außerdem habe ich ein kleines Regner-Manometer mit Syphon, eine Dampfspeisenpumpenimitation, und eine Glocke angebaut.

Und nun zum Einbau der Fernsteuerung.

Ich habe eine Vierkanal-2,4Ghz Anlage, mit der ich die Dampfzufuhr, die Beleuchtung incl. Fahrtrichtungsbeleuchtungsumschaltung und die Dampfpfeife betätige.

Hier die Befestigung des Dampfregelservos.
Zuerst hatte ich den aus Ms hergestellten Servoträger an die Halteplatte des Typenschildes, die Bestandteil der Kesselrückwand ist, befestigt.
Hier war jedoch die Wärmeübertragung des Kessels trotz Teflonisolierung zu hoch.
Deshalb habe ich mich für Stehbolzen mit einer 1mm Teflonplatte entschieden, auf der der Trägerwinkel für das Servo befestigt ist.
Die Wärmeabstrahlung vom Kessel ist sehr gering.
Wie auf dem Bild auch zu sehen ist, befindet sich auch die Pfeife im rechten und das Pfeifenservo im linken Wasserkasten.


Der Empfänger befindet sich mittels selbstklebendem Klettband an der Fahrerhausinnenrückseite. In der gleichen Befestigungsart habe ich das Multiswich unter diesem an der rechten hinteren Rahmenwange außen befestigt.
Für die Wasserstandsbeleuchtung nutze ich eine 3V-Knopfzelle 2020, die ebenfalls in dieser Befestigungsart in einem dazugehörigem Halter am Boden des Fahrerhauses angebracht ist. Die Akkus wurden zwischen den Rahmenwangen untergebracht.

Nun noch meine noch zu erledigenden Maßnahmen (man ist ja mit einem Umbau nie restlos zufrieden):

Als nächstes sollen dann die Lok und meine Wagen mit den von mir aus Spezialharz (Metall-2-Komponentenharz) selbst gegossene – an die sächsische Schmalspurbahn angelehnten Kupplungen - versehen werden.
K800_new-20 (mabaadre)


Außerdem ist sie noch zu beschildern. Auch ein paar Leitungsimitationen werden noch folgen.
Da die Fahrtrichtungsumsteuerung der „Anna“ mittels Slipexcenter erfolgt, habe ich hier keine Änderung vorgenommen.
Da der Aufwand, die Zylinder mit einer Umsteuerung auszustatten nicht zu hoch, und auch nicht unmöglich ist, werde ich mich wohl mit diesem Vorhaben auseinander setzen.

Von einem Anbau von Bremsen und Zylinderentwässerungen sehe ich ab.
Eher würde ich den Zylindern zu den vorhandenen Teflonkolben noch Teflonschieber gönnen.

Damit beende ich meinen Bericht.
Ich werde noch in paar Fotos einstellen und hoffe, einige "Anna"-Besitzern und künftigen Eignern ein paar Informationen und vielleicht auch Anregungen übermittelt zu haben.

_________________
viele Grüße

Manfred B.
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