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Fahrzeuge - Aus RhB Xrot 9213 wird Xrot R12


Helmut Schmidt - 28.06.18 22:03
Titel: Aus RhB Xrot 9213 wird Xrot R12
Ich möchte auch einmal wieder etwas neues zu berichten.

Für ein Meterspur-Projekt habe ich Achslager hergestellt.


Zuerst habe ich die Einzelteile konstruiert und aus Messing gefräst.


Dann wurde ein Achslager zur Probe montiert


und die Funktion des aufklappbaren Deckels überprüft.


Was noch fehlt ist der Spannbügel der den Deckel zuhält.
Dazu habe ich einen 15 X 15 mm Messingstab auf den Frästisch gespannt.


Nach der 2 D Konstruktion für 3 Seiten konnte ich den Stab von 3 Seiten bearbeiten.


Danach habe ich 8 mm Scheiben von dem Stab abgesägt und erneut bearbeitet, jetzt ist schon der Spannbügel zu erkennen.
So blieben von 121,6 gr. Messing, 8 Stück Spannbügel mit jeweils 0,2 gr.


Erst einmal wurde für die Spannschraube noch ein M 0,6 Gewinde in den Spannbügel geschnitten. Nachdem alles zur Probe montiert wurde konnte erneut die Funktion der Öffnung des Achslagers Überprüft werden.
Nach dem reinigen und schwärzen des Achslagers, werden noch Kugellager eingesetzt.
Flachschieber - 28.06.18 22:31
Titel: Re: IIm Achslager
Hallo Helmut,

sind sehr schön geworden Deine Achslager. Gefällt mir sehr die Umsetzung.
Unter welchem Wagen werden diese denn zum Einsatz kommen?

Beste Grüße,

Marco
furkabahn - 28.06.18 23:31
Titel: Re: IIm Achslager
Hallo Helmut,

optisch so richtig schön was du da zeigst! Besser geht es kaum noch Ausruf
Aber wäre es nicht noch schöner und vorbildgetreuer bei einem so detailierten Gleitlager auch funktional ein Gleitlager einzubauen?
z.B. so etwas hier:
https://ghw-modellbau.de/index.php?cPath=222_230

Viele Grüße
Joachm
Helmut Schmidt - 10.07.18 16:06
Titel: Re: IIm Achslager
Hallo Marco,

kleiner Tipp die Fahrzeugbezeichnung R12 befindet sich im Dateinamen der Bilder.

Hallo Joachim,

Gleitlager hätte ich kaufen müssen und bei dem gigantischen Gewicht des Modells machen sich die geschenkten Kugellager eher positiv bemerkbar.

Es geht aber weiter:



Da habe ich einmal das Achslager zur Probe einmal in das Drehgestell eingesetzt. Die Feder befindet sich so unter Volllast eingefedert. Es fehlen natürlich noch die Wippen an der Federauflage.

Leider besitze ich im Moment keine Bilder vom Original, die ich zum Vergleich hier zeigen darf. Bei den gekauften Ösenschrauben habe ich einfach den Bund weggeschliffen.
furkabahn - 12.07.18 22:36
Titel: Re: IIm Achslager
Hallo Helmut,

wenn du die schönen Teile mit einer R12 belastest ist die Entscheidung für Kugellager nachvollziehbar Winke
Womit wirst du anschieben - HG 3/4 oder G 4/5?

Viele Grüße
Joachim
Helmut Schmidt - 02.08.18 15:42
Titel: Re: IIm Achslager
Hallo Joachim,

damit geschoben werden kann müssen erst einmal Drehgestelle drunter und genau damit sind wir weiter gekommen.

Wir sind Wilhelm und ich, der hier auch mit liest und den ich beim Bau unterstütze er wird dann auch entscheiden mit was er schiebt.

Nun aber zu den Drehgestellen:


Es sind ja 2 unterschiedliche Drehgestelle und dieses ist das Hintere.
Das vordere Drehgestell ist aber auch bereits fertig.
Da die Schleuder ein gigantisches Modellgewicht hat, haben die Drehgestelle eigentlich keine Federung sondern Endanschläge. Diese Endanschläge sind über die Kontermuttern einstellbar. Aus diesen Endanschlägen heraus können die Räder trotzdem durch kleine Druckfedern aus den Federnimtaten heraus federn.


Hier das Gegenlager vom Drehgestell mit einem Axialkugellager wie das Vorbild.
Maestrale5 - 02.08.18 16:35
Titel: Re: IIm Achslager
Hallo Helmut,

die Drehgestelle sehen super aus.
Davon nehme ich auch 1 Paar.

Viele Grüße
Georg
fspg2 - 02.08.18 20:14
Titel: Re: IIm Achslager
Moin Helmut,

bitte erzähle doch auch etwas zum Aufwand und den Kosten für diese Kleinode!
Helmut Schmidt - 02.08.18 20:54
Titel: Re: IIm Achslager
Hallo Frithjof,

so etwas liegt mir nicht, dieses öffentlich kund zu tuen.

Sei dir aber versichert, Wilhelm war es, es um der Sache willens wert und auch nicht zu viel.
Thomas Engel - 03.08.18 08:52
Titel: Re: IIm Achslager
Maestrale5 hat folgendes geschrieben::
die Drehgestelle sehen super aus.

Winke Hallo Helmut, hallo Wilhelm,

diesem Lob schließe ich mich an, wirklich gute Arbeit.

Nun eine Frage dazu: Wie ist es konstruktiv gelöst, das bei Einfahrt in einen Neigungswechsel das Drehgestell pendeln kann? Nur über die Federung?

fragt kurz

Brennender Teufel Thomas Engel
Helmut Schmidt - 03.08.18 10:23
Titel: Re: IIm Achslager
Hallo,

erst einmal allen vielen Dank für die Anerkennung, auch im Namen von Wilhelm.

Beim Vorbild neigt sich auch nicht das Drehgestell, sondern die Federung muss das ausgleichen. Außerdem ist das Schleuderrad weder beim Vorbild noch beim Modell höhenverstellbar. Somit können zwar Neigungen überfahren werden aber durch das Schleuderrad sind die Übergänge wie beim Vorbild begrenzt. Die unbelasteten Achsen können aber um 3 mm nach unten ausfedern und damit ist ein absolut gesicherter Fahrbetrieb gewährleistet.
Helmut Schmidt - 05.08.18 00:08
Titel: Aus R13 wird R12
Einige haben es vielleicht schon bemerkt, ursprünglich sollte das ja eine R13 werden. Nur nach der Ankündigung von LGB eine R13 auf den Markt zu bringen und der Tatsache, dass dieses Buntbahnprojekt doch leider nicht mehr die ursprüngliche Resonanz hatte, haben Wilhelm und ich beschlossen, aus der R13 eine R12 zu machen um das Projekt wenigstens für uns beenden zu können.

Die R12 selbst befindet sich derzeit in der Aufarbeitung und wir verfolgen dieses auch mit Interesse, mehr dazu hier:

Heute habe ich mich mal mit dem Tender beschäftigt, denn der ist Baugleich und auch Baugleich mit dem Tender der Dampflok.

So habe ich ja für die Federung Augenschrauben verwendet:



Dabei viel mir das Bild vom Wasserstandsprüfhahn vom Tender ein und ich hatte eine Lösung.

Schaut her heute habe ich die Wasserstandsprüfhähne gebaut.



So ein Hahn besteht aus folgenden Teilen.

Einer M1 Augenschraube mit Bund.
Einem 2 mm Stück 1 mm Rohr für den Auslauf.
Einem Winkel aus 1 mm Messing Draht mit einem M1 Gewinde.
Durch eine M1 Mutter gehalten ist der Hahn sogar noch zu betätigen.

Nur es ist kein Wasser im Tender, folglich kann auch kein Wasser herauskommen.
furkabahn - 05.08.18 21:03
Titel: Re: Aus RhB Xrot 9213 wird Xrot R12
Hallo Helmut,
damit haben wir das gleiche Projekt, denn die R13 und R14 sind ja vorbildgetreu nicht über die Zahnstange zu bringen. Aus diesem Grund wurden die Schleudern ja vor Jahren zwischen BC und DFB getauscht. Der Bau der R12 ist bei mir allerdings momentan "on hold" da die HGe 4/4 II Kleinserie für den Eigenbedarf die Werkstatt zur Zeit komplett auslastet.
Die Fahrleistungen der Musterlok HG 3/4 von Kiss machen aber Lust dort mal wieder weiterzubauen, auch wenn ich stark befürchte das die technisch gute aber optisch mislungene HG 4/4 die Schubdienste beim Vorbild übernehmen wird........Tropenlüfter auf dem Dach und Schneeschleuder davor - das wird eine sehr eigenwillige Kombination...

Viele Grüße und weiterhin viel Spass und Erfolg
Joachim
Helmut Schmidt - 03.12.19 19:56
Titel: Re: Aus RhB Xrot 9213 wird Xrot R12
Hallo,

einfach mal wieder ein Bild unserer Xrot R12. Inzwischen mit Verkleidung aus gefrästen und gravierten 1 mm GFK.



Damit das funktionierende Triebwerk später zu sehen ist lassen sich die Klappen öffnen.

Xrot R12 02 (Helmut Schmidt)

Helmut Schmidt - 03.12.19 23:45
Titel: Re: Aus RhB Xrot 9213 wird Xrot R12
Hier ein Link zu den selbst hergestellten Scharnieren um die Klappen öffnen zu können.
Helmut Schmidt - 06.12.19 00:02
Titel: Re: Aus RhB Xrot 9213 wird Xrot R12
Hier noch ein Bild von einem misslungenem Scharnier, eine Bohrung ist verlaufen.


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