Tipps zu Regners "Frieda"

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Moderator: GNEUJR

Karle Bemberle
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Tipps zu Regners "Frieda"

Beitrag von Karle Bemberle »

Hallo Buntbahner,

ich habe mir einen lang gehegten Wunsch erfüllt und mir letzte Woche in Sinsheim eine "Frieda" von Regner gekauft. Ich weiß, das Teil ist nicht unbedingt Echtdampfers Krönung, aber mir reicht es aus.

Hat einer von Euch auch schon eine Frieda gebaut und kann Erfahrungswerte weitergeben? Die Anleitung des Kollegen aus Alzey im Internet habe ich gelesen und auch bereits die Gabelköpfe gegen Verdrehen gesichert. Gibts speziell im Betrieb Marotten, mit denen man rechnen muß, oder ist das Ding einigermaßen narrensicher (also genau richtig für mich...) :D

Übrigens: Es gibt nichts, was wirklich narrensicher wäre - Narren sind einfach zu erfinderisch...

Schöne Grüße,

Harald
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Lokalbahner
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Re: Tipps zu Regners "Frieda"

Beitrag von Lokalbahner »

Hallo,

vielleicht hilft auch http://www.lokalbahn.de.cx weiter. Menüpunkt Live-Steam anklicken, dort gibt es je ein Menüpunkt zum Bau und zu Störungen beim Betrieb der Frieda.
Mit Gruß & Ruß
Manfred, der Lokalbahner
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Pirat-Kapitan
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Re: Tipps zu Regners "Frieda"

Beitrag von Pirat-Kapitan »

Hallo Karle !

Auch mein Einstiegmodell war eine Frieda, die ich allerdings fertig bei Reppingen gekauft habe. Sinnvoll sind m.E. vor allem die Edelstahlschieber von Reppingen, da meine Messingschieber schon Laufriefen zeigten. Zusätzlich habe ich mir eine Entkupplung gegönnt und den Dampfregler ebenfalls auf RC umgestellt.
Jetzt ist sie eine unverwüstliche Maschine, die allerdings auf meiner Gebrirgsbahn einen hohen Wasserverbrauch hat und wegen des geringen Wasserinhalts im Kessel sehr häufig zum Wasserfassen halten muss. Ach ja, Wasser- und Gasnachspeisung im Betrieb hat meine Frieda übrigens auch.
Die Zugkraft ist mehr als ausreichend, der begrenzende Faktor ist das Gewicht der Lok (Räder drehen durch), micht die Dampfkraft.

Einmal mußte sie sogar zum Abschleppen eines mit der C-C-Mallet bespannten Zuges herhalten, als der Mallet der Dampf ausgegangen war.

Echtdampf bei Henry (Pirat-Kapitan)
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Schöne Grüße
Johannes
AndH.
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Re: Tipps zu Regners "Frieda"

Beitrag von AndH. »

Hallo

Einige Tipps wurden schon gesagt. Aber was ich neben anderen Umbauten (Drahtgaze im Brennerrohr, ...) meiner Frieda noch spendiert hab ist ein neues Abdampfkondensationsrohr, dass neben dem "pfeifenähnlichen" Austritt noch 7 Einschnitte (0,8 mm) hat. Das Rohr bewirkt , dass meine Frieda auch im Sommer bei wärmsten Temperaturen noch kräftig dampft, im Gegensatz zum alten Abdampfkondensationsrohr, wo man die Dampffahne im Sommer suchen musste.
Ach ja, wie Pirat-Kapitan schon gesagt hat bin ich auch der Meinung, dass eine Wassernachspeisung unabdingbar ist. So kann man die Lok auch einfach mal einige Minuten im BW stehen lassen, ohne das danach das Wasser wieder zu neige geht und man nur ehcktisch am fahren ist.

Mfg
Andre
Karle Bemberle
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Re: Tipps zu Regners "Frieda"

Beitrag von Karle Bemberle »

Hallo Freunde,

na, da habe ich ja jetzt mal ein paar Stimmen von gestandenen Friedafahrern. Auch per email ging das eine oder andere ein, da war auch ein Beispiel negativer Erfahrungen drunter - gut zu wissen, wo man besonders aufpassen muß. Grundtenor war aber überwiegend doch relative Zufriedenheit, gottseidank. Natürlich hätte ich mir auch lieber eine der größeren Schwestern von Frieda gekauft, aber es ist halt doch so, daß mein Budget irgendwo auch begrenzt ist (auch die Strecke möchte nochmal erweitert werden) und man ja auch nicht gleich mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad anfangen sollte. Der Zusammenbau ging ganz gut, sicher gibts die eine oder andere "Ohrenbrech-Stelle", aber das steht ja teilweise auch schon in der Bauanleitung.

Wie habt ihr das mit der Nachspeisung gelöst??? Besonders viel Platz ist ja nicht... Meine Idee wäre höchstens, die Wasserkästen dafür auszubauen, aber wie siehts mit der Speisepumpe aus? Natürlich brauchts dann einen Kanal mehr auf der Fernsteuerung... Ich habe eine nagelneue 2-Kanal Graupner/JR für sage und schreibe 29,- Euronen in Sinsheim an Land gezogen, die Miniservos haben nochmal je einen Zehner gekostet. Ich war eigentlich ganz froh über die preiswerte Lösung...

Die Drahtgaze im Brenner - bringt die in erster Linie eine bessere Verbrennung oder dient die vor allem der Schalldämpfung (der Brenner faucht ganz ordentlich... :twisted: )? Man hat mir von Beschädigungen der Zylinder berichtet, weil die Flamme in die Rauchkammer geschlagen ist und dort natürlich Teile zum Glühen gebracht hat, die das nicht unbedingt sollten. Könnte man dieses Risiko nicht auch durch eine Drahtgaze-Einlage am hinteren Ende der Rauchkammer verhindern? Ich habe mal gelernt, daß Flammen nicht so gerne durch Gitter gehen... Die heiße Luft würde das Gitter sicher nicht übermäßig stören... nur mal so blöd laienhaft ins Grüne gedacht...

Schöne Grüße,

Harald
rolfcastrop
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Re: Tipps zu Regners "Frieda"

Beitrag von rolfcastrop »

Hallo BBF
Beitrag entfernt
Zuletzt geändert von rolfcastrop am Do 31. Mär 2005, 22:35, insgesamt 1-mal geändert.
AndH.
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Re: Tipps zu Regners "Frieda"

Beitrag von AndH. »

Hi

Wie sich die Drahtgaze auf die Lautstärke auswirkt, kann ich nicht genau sagen, jedenfalls ergab sich bei mir keine auffällige Änderung.
Durch die Drahtgaze wird das Gas besser "verwirbelt" und brennt somit besser auf. Das bewirkte bei mir eine leichte Leistungssteigerung des Brenners.

Als Nachspeisung würde ich keine Pumpe oder so verwenden, sondern einfach ein Nachspeiseventil. Mit einer Nachspeiseflasche kannst du dann beliebig nachspeisen.

Mfg
Andre
Karle Bemberle
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Re: Tipps zu Regners "Frieda"

Beitrag von Karle Bemberle »

Hallo,

wo bekommt man das Nachspeiseventil? Das von Regner sieht laut Katalog anders aus... Muß man da nicht gegen den Kesseldruck arbeiten (immerhin wären das ja 3 bar)?

Welche Drahtgaze habt Ihr dafür verwendet? Reicht da handelsübliches "Fliegengitter" aus Metall???

Da ich Anfragen zu den Servos bekam: Es handelt sich dabei um GWS-Servos, die durchaus mit den handelsüblichen Features ausgestattet sind (Kugellager, Spezialgetriebe laut Hersteller auf Drehmoment optimiert, Alu-Servohorn). Mein hiesiger RC-Modellbauladen hat die Teile auch und sagt, sie wären recht robust (bei ihm kosten sie 5 Euros mehr). Mal sehen.

Zum Thema Wasserstand hat Manfred Detzner auf seiner Internetseite den Trick mit dem Einziehen einer Ader aus einer Kupferlitze als Lösung vorgeschlagen, sein Wasserstand arbeitet seitdem nach seiner Erfahrung "ausreichend genau".


Schöne Grüße,

Harald
AndH.
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Re: Tipps zu Regners "Frieda"

Beitrag von AndH. »

Hi

Also mein Nachspeiseventil und Flasche sind von Regner und funktionieren super. Würde ich dir auch empfehlen. Einen kleinen Wassertank und Handpumpe einzubauen würde nicht nur ein großer Aufwand sein, sondern müsstest du auch den kleinen Tank ständig nachfüllen, hättest also im Endeffekt das gleiche, als würdest du gleich mit dem Regnerventil arbeiten.

Meine Drahtgaze besteht aus einem sehr feinen MS-Drahtgeflecht, ähnlich wie Fliegengitter.

Das mit dem Draht im Wasserstand habe ich noch nicht ausprobiert, habe aber von einem befreundeten Live Steamer gehört, dass er sich damit mehr erhofft hat.
Wenn du das ausprobierst würde ich mich über ein Feedback freuen, was du damit für Erfahrungen machst.
Ansonsten könntest du dir auch einen Wasserstand von Ralph Reppingen mit einem größeren Durchmesser besorgen, der ist finde ich (für mich) genau genug.

Mfg
Andre
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Pirat-Kapitan
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Re: Tipps zu Regners "Frieda"

Beitrag von Pirat-Kapitan »

Hallo Karle !

Bei einer anderen Lok fahre ich grundsätzlich mit 4-5 Bar und verwende das gleiche Nachspeiseventil, am Ende der wasserfüllung kann der Druck auch schon auf 6 Bar ansteigen, bis das Sicherheitsventil abbläst. Selbst dann ist es kein Problem, mit der Wassernachspeisung aus einer Sprühflasche den erforderlichen Gegendruck zu erzeugen.

Schöne Grüße
johannes
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