Die Schmalspurbahn Reichenbach–Oberheinsdorf, auch Rollbockbahn genannt, hat recht schnell den Gütertransport auf Rollböcke umgestellt. Auch waren Rollwagen im testweise im Einsatz, hier u.a. auch zwei 3achsige zur Aufnahme von je einem Drehgestell der regelspurigen 4achser.
Die Besonderheit in Sachsen ist die Heberleinbremse, die auch bei dieser Schmalspurbahn zum Einsatz kam. Ein Rollbock ist erhalten geblieben und steht heute im Museum des Traditionsverein "Rollbockbahn" e.V. Webseite Der Rollbock wurde vermessen und „dokumentiert“.
LGB hat für die IM 99 161 (LGB 26254) auch „passende“ Rollböcke im Set mit 4 Stück herausgebracht (LGB 48180). Eigentlich wollte ich nicht so recht ran, es sollte alles neu entstehen … Ich habe sie mir dann doch einmal näher angeschaut, immerhin sind es in unserem Maßstab die einzigen Rollböcke, die eine angedeutete Heberleinbremse haben.
Und siehe da, LGB hat mich auch hier, wie bei der IM überrascht! Nahezu alle Maße passen und damit sind sie eine gute Basis um hier richtige Modelle entstehen zu lassen. Mit Sicherheit keine Museumsqualität, aber funktional, optisch und maßlich dem Vorbild sehr nahe.
Als erste wurden die Rollböcke in ihre Einzelteile zerlegt und die Räder abgezogen und abgedreht. Die Aufnahme für die Achse des Regelspurwagens entstand komplett neu, ebenso verschiedene Ergänzungsteile. Die Mehrzahl wurde in 3D gedruckt, für den Umbau standen 8 Stück bereit…. Die Hebelein-Reibrollen und Zugkette sind bereits vor Jahren für die 750 mm-Vorbilder der sächsischen Schmalspur entstanden und bei Jens Klose zu bekommen.
Die Arretierung der Achse des Regelspurradsatzes ist wie beim Vorbild klappbar ausgeführt. Es fehlt jetzt noch die Lackierung, die Beschriftung liegt schon bereit.
Und hier nun die Bilder …
Rollbock_LGB_Umbau_02
Viele Grüße
Torsten


