Bau einer Schmalspur-Gartenbahn nach Schweizer Vorbild

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Moderator: Marcel

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RhB-MGB-DFB
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Bau einer Schmalspur-Gartenbahn nach Schweizer Vorbild

Beitrag von RhB-MGB-DFB »

Hallo Miteinander

Gestern fand, dank dem dringenden Neubau der Holzterrasse, endlich der Spatenstich zum Bau meiner Gartenbahn nach Schweizer Vorbild statt.

Aushub und Probelegen der Betonbretter (LGB Austrasse)
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Aushub und Probelegen der Betonbretter (LGB Austrasse)
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Geplant ist der Bau in mehreren Etappen. Der erste Abschnitt umfasst eine Streckenlänge von ca.25 Meter. Auf dem höchsten Punkt wird ein ca. 4 bis 5 Meter lange Bahnhof entstehen.
Der Radius ist immer grösser oder gleich wie 1.5 Meter und die Steigung soll 3% nicht überschreiten.

Als Unterbau fertige metrige Betonbretter an, welchen die Steigung bereits mitberücksichtigt ist. In Kurven mit Steigung ist ein sogenannter Twist mit eingerechnet, so dass das Trasse am Beginn und am Ende des Betonbrettes immer horizontal ist. Die Bretter können bei Bedarf mit der Trennscheibe gekürzt werden.

Gefahren wird mit Strom und mit Echtdampf.

Anpassen an bestehende Mauern (LGB Austrasse)
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In losen Abständen wird hier vom Baufortschritt berichtet.
So, jetzt tauch ich ab in den Garten, denn es gibt noch unheimlich viel zu tun.

Allen ein schönes erholsames Wochenende.
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RhB-MGB-DFB
Buntbahner
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Re: Bau einer Schmalspur-Gartenbahn nach Schweizer Vorbild

Beitrag von RhB-MGB-DFB »

Es geht munter weiter.

Die Tunnels entstehen in zwei Teilen.
Das Unterteil ähnelt sehr dem Profil des Beton-Trasse, seitlich sind die Tunnelwände bis zur Mitte hochgezogen.

In dieser Variante ist ein Radius von 1500mm mit einer Steigung von 30mm (3.0%) eingebaut. Natürlich wurde der "Twist" kompensiert, so dass das Trasse beim Anfang und beim Ende im Wasser liegen.

Vor dem Giessen wird die Form mit Öl "eingeschmiert", in der Hoffnung, das Ausformen geht einfacher... (wer glaubt wird seelig)
Aus Drahtgeflecht für Fliessestriche wird ein Art Armierung zurechtgeschnitten und zurechtgebogen. Zu Oberst kommen zwei gebogene Armierungseisen als echte Verstärkung hin.

Alles wird auf den Rütteltisch geladen und los geht es mit dem Befüllen des Feinbetons C25/30 (4 mm).
Nun mindesten 48h härten lassen.
Das Ausschalen ist nicht ganz so einfach wie gedacht. Zwar sind die Wände leicht konisch, doch an den Nahtstellen zwischen den Styrodurplatten haben sich Unebenheiten gebildet, welche beim Ausschalen zum Verkeilen führen.

Nach 10 Minuten ist das Teil aus seiner Form befreit und kann nun begutachtet werden. Sieht gar nicht so schlecht aus. Wie im Bau üblich muss die eine oder andere Stelle verputzt werden.

Die Form wird gereinigt und ausgebessert und kann sogleich für den nächsten Guss verwendet werden.

Obschon der Versuch grösstenteils geglückt ist, werde ich nach einer anderen Lösung suchen, welche das Ausschalen wesentlich einfacher gestalten soll.
Evtl. baue ich mir eine Schalung aus Holz, in welche ich die gefrästen Styrodurteile einlege. So können unterschiedliche Tunnelarten und Ausführungen gegossen werden.

Das Oberteil ist noch am entstehen...
Sorgen bereitet mir die Oberleitung, welche an der Tunneldecke befestigt wird.
Wie kann ich zwei Oberteile aneinanderlegen, so, dass der Fahrdraht in der richtigen Lage befindet? Vorschläge sind gern gelesen.

Update folgt.

Gruss
Marcel
"Armierung" Tunnel-Unterteil (LGB Austrasse)
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Besser wie gar nichts.Estrich-Drahtgitter wird so zurechtgeschnitten, dass dieses in U-förmig in die Betonform passt.

Tunnel-Unterteil kurz vor dem betongiessen (LGB Austrasse)
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Das Drahtgitter ist in die Form eingelegt. Oben werden zwei Armierungs-Eisen gelegt. Nun kann der Feinbeton C25/30 (4 mm) eingegossen werden.

Ausformen Tunnelunterteil (LGB Austrasse)
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Nach 48h kann ausgeformt werden. Wie wird der Guss wohl aussehen.Nach dem Reinigen und Ausbessern kann die Form sogleich wieder verwendet werden. So kann rein theoretisch alle zwei Tage ein Guss derselben Form erstellt werden.

Stellprobe Tunnelunterteil (LGB Austrasse)
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Sieht ja schon ganz vielversprechend aus.Die Twist-Korrektur hat funktioniert. Beide Enden sind im Wasser.
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