Also das mit den Ausbuchtungen leuchtet mir ein
Das haben Hilde und Hammonia gemeinsam.
Die Frage war, ob die Dinger jemals auf breiten Gleisen unterwegs waren und da scheint mir die Hammonia näher dran zu sein. Bleibt zu klären, welche Spurweite der Tagebau der Bayerischen Braunkohleindustrie AG in Schwandorf hat ... .
anoether hat geschrieben:
Bleibt zu klären, welche Spurweite der Tagebau der Bayerischen Braunkohleindustrie AG in Schwandorf hat ... .
900 mm das wären dann 40 mm Spurweite, da hätten unsere Normierer dann wieder was zu tun
Insgesamt geht es bei der Unterscheidung zwischen HF 130 C und HK 130 C doch wohl mehr um die möglichen Einsatz Spurweiten. Da diese wohl von den Militärs damals nur in Nord-Afrika über 760 mm lagen, wollte man natürlich nicht gleich alle Loks, die ja dann breiter sind nach diesen Vorgaben bauen. Insgesamt glaube ich ist die HK 130 C nur aus eine Laune, die ehem. deutschen Kolonien wieder zu beanspruchen (denn da liegt ja Kapspur z.B. Lüderitzbahn) heraus entstanden.
Daß eine Lok tatsächlich auf so einer Spurweite gelaufen ist läßt sich evtl. belegen.
Daß es mit der HF 130 C auch noch breiter ging zeigen folgende Bilder gefunden auf www.heeresfeldbahn.de:
Editiert wegen Fehlen der Quellenangabe, Tschuldigung
Zuletzt geändert von KK am Di 17. Jan 2006, 09:00, insgesamt 1-mal geändert.
नमस्ते
Klaus
Member of the Association of 16mm Narrow Gauge Modellers
Also, ne Regelspur-HF wäre doch wohl DER Oberhammer ...
@KK & fido
Mit der 900mm-Lok hat KK (wenn fido nicht beweisen kann, dass die Hilde tatsächlich auf größerer Spur unterwegs war) gewonnen. 900mm passen nicht in einen HF-Rahmen (das weiß ich ziemlich genau).
Schließlich und endlich ging´s ja darum zu beweisen, dass es vorbildlich ist einen HK-Rahmen im Modell nachzubauen.
KK bekommt die Preiserlein und mit fido werde ich anders einig
Windhoff konstruierte auf Basis der HF130C eine 1067mm-Variante (HK 130 C) für den Einsatz auf den franz. Kolonialbahnen in Nordafrika. Allerdings kamen die Loks nicht mehr rechtzeitig aus dem Werk, der Kriegsverlauf machte einfach den Bedarf an 1067mm Maschinen zunichte. Daher lieferte Windhoff alle HK-Loks mit Spurweiten unter 1067 mm aus ! Allerdings wurden sie genau für diese Spur entwickelt.
Eine HK auf 1000mm wäre also konstruktionstechnisch denkbar. Allerdings ist mir kein Fall einer 1000mm-HK130C bekannt. Die meisten wurden dann auf 900mm Spurweite ausgeliefert und liefen so z.B. auf Baubahnen, im Torf (Groß-Hespe) oder auch auf der Zementbahn Kiefersfelden.
Viele Maschinen wurden später auf 750 / 760mm umgebaut, da auf dieser Spur die meisten Bahnen existierten und dort der Bedarf an Loks dieser Leistungsklasse wohl am grössten war.
Grüsse aus dem Oberharz
Andi
Ich beschränke mich auf meine 5 Sinne : Wahnsinn, Leichtsinn, Unsinn, Schwachsinn und Lötzinn
wie schon geschrieben wurde, erkennt man die zu Kriegszeiten ausgelieferten HK130C an dem wesentlich breiterem Rahmen mit den großen Pufferplatten an den Rahmenenden. Einzige erhaltene Loks sind die "Hammonia" und die "Hilde".
Im sehr empfehlenswerten Windhoff-Buch von Stefan Lauscher finden sich einige Informationen zur HK130C-Bautype, die demnach mit 900mm Spurweite und normaler Motorisierung ausgeliefert wurde. Ursprünglich waren ein verbesserter Kühler und Anlasser sowie ein Motor mit zusätzlicher Ölbadfilter vorgesehen. Als HK130C wurden die Lokomotiven Windhoff 764-768 ausgeliefert. Im Buch ist auch eine HK130C Skizze, allerdings noch eine Vorserienversion, die noch weiterentwickelt wurde.
Im übrigen fände ich es doch ganz nett, wenn bei der Verwendung von Fotos meiner Internetseite zumindest eine Herkunftsangabe dazugestellt wird!
An weiteren Fotos von Heeresfeldbahnloks bin ich übrigens immer interessiert.
Das Buch von Lauscher habe ich gerade bestellt. Auf Amazon ist noch eines gebraucht zu haben
Dass der Hinweis bei Deinen Bildern auf http://www.heeresfeldbahn.de/ vergessen wurde, war nur ein versehen. Wir achten sehr darauf. Daher steht in phpBB2/faq.php#0 : Nicht erlaubt ist das Einstellen von fremden Bildern und Texten ohne Quellenangabe.
ein weiterer Unterschied zwischen den Loks der Bauart HK und HF ist die grundsätzlich unterschiedliche Ausführung des Umlaufs bei den beiden Bauarten:
Bei der HK ist der Umlauf als Blechkonstruktion ausgeführt. Gut zu sehen auf diesem Bild der "Hilde" aus dem Beitrag von fido vom Begin dieses Themas: fotos/data/522/2Dcp_0960.jpg
Bei der HF wird der Umlauf dagegen aus vier Guß-Segmenten gebildet. Das erste Segment ist das lange, schmalen Gewicht obem am Außenrahmen. Die anderen drei Segmente sind die kammförmigen Teilen, die oberhalb der Achslager sitzen. Dies kann man zum Beispiel auf diesem Foto der "Köf 6003" aus einem Beitrag von Wilde 13 sehen: fotos/data/548/70DSCN0849.JPG
Gerade diese kammförmigen-Gewichte sind markant für den Fahrwerksbereich einer HF130C.
Gruß Wagenheber
P.S. Eingangs wurde ein "Niet-Plan" der HF130C gesucht. Im "Modell fan" 2-1996 ist eine Übersichtszeichnung der Lok, bei der wohl fast jede Niete / Schraube auf den Außenflächen den Lok wiedergegeben ist. Um Diskussionen vorzubeugen: Anordnung und Anzahl der Niete /Schrauben bilden so etwas wie das arithmetische Mittel dessen, womit die Lok zusammengehalten wird. Das konkrete Exemplar kann im Einzelfall davon abweichen.
ich habe jetzt mal für mich festgelegt, dass mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit NIEMALS eine Original-HK auf 1000mm-Gleisen unterwegs war (der Gegenbeweis wurde auch hier nicht erbracht).
Da mir aber eigentlich die Info über die 900mm-Lok mindestens genausoviel wert war, hat sich KK seinen Preis verdient (und hoffentlich auch schon bekommen?).
Ein weiterer goldiger Tipp war dies hier:
Wagenheber hat geschrieben:Im "Modell fan" 2-1996 ist eine Übersichtszeichnung der Lok, bei der wohl fast jede Niete / Schraube auf den Außenflächen den Lok wiedergegeben ist.
Das Heft ist noch erhältlich und die Zeichnungen sind wirklich erstklassig.
Danke nochmals an Wagenheber.
Scheint wohl nicht weiter verfolgt worden zu sein. Naja, egal.
Ich habe heute mal angefangen, Nägel mit Köpfen zu machen (schließlich soll das Teil ja seinen rollout in Schkeuditz haben und der Termin naht ...):
Sieht doch schon vielversprechend aus, oder?
Alle drei Achsen werden beweglich gelagert und blattgefedert; Antrieb über Blindwelle und Stangen. Das geätzte Gehäuse ist dem Vernehmen nach schon im Anflug .
Der Tipp, Messingblech CuZn39Pb2 (MS58) halbhart zu verwenden, war garnicht so schlecht. Zumindest Gewinde lassen sich sehr angenehm schneiden.
Hallo,
mittlerweile konnte ich im "Leben" dieses Forums ja schon sehr viel zu dieser Lok lesen. Im Gegensatz zu dem von Dir angedeutetenThraed im Spannwerk ging es hier auch schon einmal mit dem Bau dieser Lok nach ellenlanger Diskussion los, aber irgendwie ist es wohl dann doch eingeschlafen.
Na, da hoffe ich doch, dass jetzt der 3. Anlauf zu Ende geführt wird und es fast pünktlich zum 3. Geburtstag des Forums auch einmal eine fertige Lok dieses Typs zu sehen gibt, auch wenn es zeitlich nicht ganz genau passen wird.
Vielleicht werden es ja nun als Ansporn doch noch mehr.