Berliner Hochbahnwagen (alte Bauart) in 1:22,5

Selbstgebaute maßstäbliche Schienenfahrzeuge mit/ohne handelsüblichen Zurüstteilen

Moderator: fido

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Berliner96
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Re: Berliner Hochbahnwagen (alte Bauart) in 1:22,5

Beitrag von Berliner96 »

Auch kleine Fortschritte dauern ihre Zeit:

Zwischenzeitlich habe ich die Schlupftüren der B-Seite abgeschlossen; deren Grundaufbau entspricht denen im Fahrerstand. Anstatt einer einfachen Beplankung muss es hier aber einen Klappsitz gegeben haben. Entsprechend der Rahmenkonstruktion der Tür ist eine kleinere Kassette darunter nur logisch.

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Außerdem haben alle Türen ihre kleinen Fensterbrettchen erhalten. Damit sind diese erstmal soweit fertig.

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Weiter ging es außerdem mit der hinteren Stirnwand. Hier wurden die Kassetten und die stirnwandseitigen Bauteile der Sitzbänke ergänzt. Die Fensterrahmen fehlen immer noch. :lupe: Deutlich zu sehen ist auch, dass der Zuschnitt der "Füllungsleisten" nicht immer so exakt ist wie wünschenswert wäre. Aber sei es drum.

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Nachdem die Windfänge beim letzten Mal eingepasst wurden, ging es zwischenzeitlich an deren Deko:

Die plattformseitigen Felder unterhalb der Windfangfenster waren mit abgeplatteten Füllungen versehen. Das ist deutlich auf diesem Foto zu sehen: https://www.freitag.de/autoren/karsten- ... cial_image

Für die übrigen Bereiche lässt sich die Ausbildung nicht zweifelsfrei rekonstruieren. Deswegen habe ich auf die allgemeine Gründerzeit-Formensprache zurückgegriffen. M. E. typisch für kleinere Felder sind demnach aufgesetzte Füllungen. Um diese zu platzieren, habe ich mir eine Schablonen lasern lassen.

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... und so sehen die Windfänge (so gut wie) fertig aus: Links die Fahrgastraum- und rechts die Plattformseiten:

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Interessant finde ich übrigens die Verschmälerung des Durchgangs auf Fußhöhe. - Ein Gestaltungsmerkmal, das sich bei allen Lieferungen bis zum ersten Weltkrieg behalten hat. Bei den Motorwagen späterer Lieferungen als der unseren waren das übrigens Klappen, um Luken im Wagenboden zu den Motoren öffnen zu können. :schlaumeier: Bei der 1. Lieferung dürfte das aber noch nicht so gewesen sein :idea: Die Stolperhindernisse wurden spätestens in den 1920er Jahren ausgebaut bzw. abgesägt.

Beste Grüße
Berliner96
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fspg2
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Re: Berliner Hochbahnwagen (alte Bauart) in 1:22,5

Beitrag von fspg2 »

Hallo Alexander,

bin leider erst jetzt auf Deine Beiträge gestoßen.
Einfach schöne Umsetzung.
Besonders gefallen mir Deine Monntagelehren :D
Ich werde die Beiträge gerne weiter verfolgen!
Viele Grüße
Frithjof
T 20
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Re: Berliner Hochbahnwagen (alte Bauart) in 1:22,5

Beitrag von T 20 »

I :top:
Z gestellt
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Berliner96
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Re: Berliner Hochbahnwagen (alte Bauart) in 1:22,5

Beitrag von Berliner96 »

Danke für Euer Lob und Euer Interesse! :top:

Weiter ging es mit der Deko der Stirnwände. Um die 1,5 mm-breiten Fingerleisten zu platzieren, gab es wieder MDF-Hilfe:

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Obwohl die Fingerleiste nur minimal übersteht, verdeckt sie den kleinen Spalt zwischen Tür und Laibung:

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Ziemlich kahl sahen bislang die Innenseiten der Längswände aus, weil ich deren Bearbeitung aufgeschoben habe. – Auch deswegen, weil mir bislang die zündende Idee für die Gestaltung von deren sichtbaren Flächen gefehlt hat.

Eine Kannelierung der Rahmenständer zwischen den Fenstern wollte ich aber unbedingt umsetzen. Weil sie kostengünstig herstellbar waren, waren sie ein typisches Stilelement der Gründerzeit in jeder Preisklasse (Fassaden, Möbel, Türen, …). M. E. also standesgemäßes Dekor für die III. Klasse. :D

Zwischenzeitlich hat mich Hydrostats Methode der Umsetzung einer Kannelierung mit Draht (Klick!) so begeistert, dass ich versucht habe, umzuplanen. Leider hat sich das aus vielerlei Gründen letztendlich zerschlagen und ich habe entsprechend meiner Ursprungsidee doch zur Graviernadel gegriffen:

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Die nächste Frage war, wie die oberen Längsträger wohl ausgesehen haben dürften. Wie bereits erwähnt gibt es nur zwei Innenraumfotos des Vorbilds (auf denen man diesen Bereich leider nicht erkennt).

Spätere Lieferungen (siehe bspw. hier Klick!) hatten (entgegen unserer) keine Vorhänge mehr, sondern Rollos (d. h. auf dem Längsträger waren Rollokästen). Gleichzeitig beginnt bei den meisten mir bekannten alten Straßenbahnen unmittelbar über den Fenstern die Innenverkleidung des Daches und der obere Längsträger ist gar nicht zu sehen. :-k Tja. Nach einigem hin und her habe ich mich entschieden, den oberen Längsträger gar nicht weiter zu gestalten. Mittlerweile halte ich das auch für die wahrscheinlichste Variante.

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Derweil habe ich mich auch mal testweise am 3D-Drucken versucht (ja, das macht auch nach +10 Jahren Leuten noch Probleme)… :roll: Während auf den Vorderseiten bis zur Schneckung der Armlehne auch sehr gut geklappt hat …

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… lassen die Rückseiten mehr als zu wünschen übrig :tot: Wahrscheinlich eine Mischung aus falscher Belichtungszeit und zu wenig gewaschen.

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Mal ganz zu schweigen, dass sich der Eckholm auch noch verzogen hat :roll:
Falls jemand Tipps für bessere Druckergebnisse hat, gerne immer her damit :lol:

Viele Grüße
Alexander
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