neben aktuell den schweren Wismarern:
viewtopic.php?t=14640
beschäftigte sich Hans-Jürgen (viereka) schon seit längerer Zeit mit Schneepflügen die, in verschiedenen ´Generationen´ auf den östlichen Harzbahnen (GHE, NWE, HSB) im Einsatz waren bzw. sind.
Über die Jahre entstanden von ihm einige Modelle und Artikel darüber in der Zeitschrift Gartenbahn und auch hier – über seine Modelle, die unterschiedlichen Techniken, bis hin zur modernsten Zaugg. Sein, bis jetzt, letzter Bau dieser Pflüge war dann, im völligen Gegensatz zur modernen Zaugg, einer der ältesten: die sogenannte ´Kasperbude´.
Eine schöne Gesamtansicht seines Schaffens, hier, mit der modernen Zaugg an der Spitze;:
fotos/data/9686/medium/P1160390.JPG
und als derzeitigen Abschluss, die oben am Zugschluss sichtbare Kasperbude:
fotos/data/9686/medium/erster_Einsatz_d ... erbude.jpg
beides aus seinem Baubericht über beide hier:
viewtopic.php?t=13561&start=70
Alle wirklich sehr gut und vorbildgerecht von ihm in 1:22,5 gebaut, sogar zuletzt bei der Zaugg mit einer Vielzahl von Funktionen …
… nur was fehlt da ??
Natürlich der Vertreter des Schneepflugs der ehemaligen Bahn im Südharz, also der SHE !
Und da die Bahn im Südharz mich nun mal seit einiger Zeit zu Nachbauten u.a. anregte, durfte nach seiner doch recht exotischen Kasperbude natürlich der andere Schneepflug-Exot auf der ehemaligen Südharzeisenbahn nicht fehlen.
Nur gibt es wie so oft gibt es auch für dieses (SHE) Sonderfahrzeug keine genauen Zeichnungen oder, wenn doch sind sie irgendwo noch versteckt und wurden bisher nicht preisgegeben. Und so ist, für meine Arbeitsweise halt´, wieder das ´Annähern´ an das VorBILD der erste Schritt von vielen:
SHESP005 (Kellerbahner)
Obwohl ich diese Handskizzen auch gut für eine Rätselfrage hätte nehmen können
Die Quellen für obige Annäherung sind ja zwei bekannte andere:
SHESP001 (Kellerbahner)
Damit meine ich nicht nur diese, vielleicht manchem noch erinnerlich, bekannte Quelle:
viewtopic.php?t=13931
auf dessen Fahrgestell ja später auch der SHE-Schneepflug ruhte, sondern auch wieder die bekannte ´Harzbibel´, mit den dort zahlreich vorhandenen Zeichnungen, die jedoch auch wieder mit Vorsicht zu genießen sind.
Nun nutzen diesen Umstand, sie gründlich zu prüfen, einige dazu, wie heutzutage in den Zeiten von Wischplatten und sog. ´sozialen´ Medien leider üblich, über diesen sehr guten und umfangreichen Fundus negativ herzufallen aber zumindest ich bin froh, dass ich schon vor inzwischen etlichen Jahren ein Exemplar der ´Bibel´ zum damaligen O-Preis erstehen konnte.
Denn ich schätz(t)e damals (2007) und auch heute noch die akribische Arbeit der Autoren diese zu erstellen hoch ein, ist sie doch eben ein Fundus von Zeichnungen aller Art von Fahrzeugen der (ehemaligen) Schmalspurbahnen im Harz:
https://bahnbuch.de/die-fahrzeuge-der-h ... hnen-hsb-/
Und jede Art von (alten) Zeichnungen oder Quellen sollte man natürlich mit nötiger Vorsicht zu Rate ziehen, auch sog. originale Konstruktionszeichnungen. Aber: man hat wenigsten etwas zu Rate zu ziehen !
Und das wurde dann auch für den ´Urvater´ dieses Sonderfahrzeugs schon so gehalten:
SHESP002 (Kellerbahner)
Denn das war ja der bzw. die SHE Schotterwagen, nachdem sie wegen mangelnden wirtschaftlichen Erfolgs nicht verschrottet, sondern zu anderen (SHE) Fahrzeugen umgebaut wurden.
Darüber wurde ja schon an anderen Stellen berichtet:
historisch z. B. hier:
https://bahnbuch.de/die-suedharz-eisenb ... bahnlinie/
und praktisch z. B. hier:
viewtopic.php?t=13931
Und – NB: auch für die Zeichnungen und Bilder zum Schotterwagen gilt eben das oben Beschriebene – Vorsichtig sind die Igel beim Liebesspiel !
So ging es dann vorsichtig (
SHESP006 (Kellerbahner)
Sieht unspektakulär aus und – ist es auch …
Jedoch mit jeder Anwendung, d.h. mit jedem weiteren Maß, kommt, negativ betrachtet, eine weitere Quelle an Ungenauigkeiten dazu, oder anders herum, nämlich positiv formuliert, nähert man sich auch schrittweise dem Vorbild an:
https://www.kleinbahn-museum.de/bildarc ... ategory/68
und von diesem und einem weiteren halben Dutzend Fotos im Dörner wurde dann, versucht, genauere Maße abzunehmen:
SHESP008 (Kellerbahner)
Und auch hier ist, zumindest wieder bei mir, auch wieder eben ein Anteil an Schätzometrie enthalten:
SHESP012 (Kellerbahner)
so eben auch schon gleich beim nächsten Charakteristikum des Wagens: seiner Bordwände, genauer: deren Höhe.
Aber so geht es eben immer weiter, schon auch mit seinem nächsten Charakteristikum:
SHESP016 (Kellerbahner)
seiner Steuer- und Beobachtungskanzel.
Denn die hat es, für mich, auch konstruktiv in sich:
SHESP021 (Kellerbahner)
Nicht nur deren mehreckige Grundform, auch nicht nur deren Höhe, sondern u.a. auch die spätere Dachschräge u.a.m..
Aber Annäherungen fanden nicht nur am und auf dem Fahrgestell statt, sondern gerade auch zum eigentlichen Charakteristikum dieses Sonderfahrzeugs:
SHESPR_tsel (Kellerbahner)
Na, wer erkennt die Form ? Richtig: die der Pflugschar !
D.h. die unterschiedlich gebogenen Messingprofile stellten Varianten der Querschnittsform der Pflugschar dar !
Und diente letztlich auch dazu die am besten passende Form dafür zu finden.
Neben dieser Art der händischen Versuche, die sich, wie bekannt und gewohnt in der hiesigen Braunlage´schen Werkstatt vollzogen, knüpfte die Chefetage der SHE, Kontakt zu einem auch bekannten Konstruktionsbüro, das sich mit neuzeitlicheren Methoden parallel auf die Formfindung machte
In den ehemaligen westlichen Überseekolonien des britischen Empires hätte man die Vorgehensweise, und auch heute noch, als trial and error mit Hilfe verschiedenen Methoden bezeichnet …
… und damit geht´s dann weiter – später,
Kellerbahner

