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Fahrzeuge - Gmeinder_10-12 in 1:22,5


fspg2 - 04.06.09 18:14
Titel: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo,
auch wenn ich schon früher in dem Thread von Falko angedeutet hatte, mir ebenfalls eine kleine Gmeinder 10-12 zu bauen, werde ich in Zukunft an dieser Stelle über den weiteren Werdegang berichten.

Angefangen hatte es vor gut 1 1/2 Jahren, als ich mich in diese kleine Lok verliebt hatte. Die übliche Recherche ergab leider nur recht ungenaue Prinzipskizzen. Durch Hinweise und Hilfen von verschiedenen Forenkollegen (dafür an dieser Stelle noch einmal: Danke!) und der Vermessung einer Lok im Feldbahnmuseum Hildesheim, konnte ich die Zeichnungen am Rechner erstellen.

Derzeitiger Stand der Dinge: bis auf die Achslager und den sichtbaren Bereich des Getriebes sind alle Teile vorbereitet, so dass ich den Rahmen auf die Fräse legen könnte.


Gmeinder_10-12_Zeichnung_02 (fspg2)



Sickenblech_01 (fspg2)



Das Sickenblech kam heute als Messing-Master-Modell vom Prototyping.


Gmeinder_10-12_Lueftersickenblech (fspg2)


Beim Prototyping ist an der Vorderseite das kleine Winkelblech für das Schloß nicht sauber herausgekommen. Die Materialstärke war zwar mit 0,45mm ausreichend genug, jedoch hatte das schon von 0,7mm auf 0,3mm reduzierte Loch (im Mastermodell) die obere Rundung abbrechen lassen (siehe Foto: Sickenblech_01). Also wird hier noch Nacharbeit erforderlich sein, bevor dieses Urmodell dann in Neusilberguss vervielfältigt werden kann. Ebenso wird die Oberfläche noch von den kleinen Treppchen durch die Sandstrahlpistole befreit. Mit bloßem Auge sind sie fast nicht zu erkennen.

Sobald ich die Seriengüsse habe, werden die Abmessungen des inneren viereckigen Bleches mit der Ätzzeichnung verglichen und gegebenenfalls angepasst. Dann kann Thomas seine Maschine füttern Winke
Fuchs301 - 05.06.09 07:20
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Moin Frithjof,

mir ist natürlich klar, dass das Sickenblech -für meine Verhältnisse- winzig klein ist, aber beim Vergleich Deines CAD-Bildes mit dem Prototyping-Teil fällt mir auf, das bei der Hardware der Übergangsradius der Einzelsicken zum Grundblech fehlt. Dein CAD-Modell sieht sehr realistisch, nach einem geschlitztem und dann aufgebogenem Blech aus - Beim Prototyping-Teil sehen die Sicken wie "aufgesetzt" aus...
Kann man das noch korrigieren?

Ansonsten wieder eine bekannt perfekte Idee, Umsetzung und Präsentation. Ich bin gespannt auf den weiteren Ablauf...
fspg2 - 05.06.09 09:09
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Moin Christian,

in der Tat ist das Sickenblech nicht sonderlich groß: 25,5mm x 32,5mm Ausruf
Die Übergangsradien sind vorhanden, wenn auch nur 0,6mm groß - beim Vorbild wären das 13,5mm.

Gmeinder_10-12_Lueftersickenblech_02 (fspg2)

etwa 5,5-fache Vergrößerung


Ich muss Dir Recht geben, mit dem bloßem Auge ist fast nichts vom Radius zu erkennen. In der Zeichnung dagegen ist der Radius, verglichen mit dem Vorbildfoto, schon fast zu groß.

Ich denke, in der Verkleinerung kann man es so akzeptieren.

Gmeinder_10-12_Lueftersickenblech_03 (fspg2)

Helmut Schmidt - 05.06.09 09:35
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo Frithjof,

mit dieser Ausleuchtung und Darstellung sind die Ausrundungen auch besser zu sehen. gut

Auf jeden Fall sind die Techniken die du einsetzt und uns hier zeigst endlich einmal auch Modellbau mit überdurchschnittlichem Anspruch, Respekt
den ich leider viel zu oft hier im BBF vermisse. Besorgt
Fuchs301 - 05.06.09 12:30
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
alles klar Frithjof, auf dem neuen Bild sieht es schon deutlich besser aus. Ich hätte nicht gedacht, dass mit dem Verfahren überhaupt so geringe Wandstärken machbar sind.
fspg2 - 24.06.09 09:52
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Guten Morgen,
was ist eine Lok ohne Puffer Frage Antwort: nackt Ausruf
Was ist eine Feldbahnlok ohne Puffer Frage Antwort: zu leicht Ausruf
Also muss an beide Enden der Gmeinder massives Gewicht montiert werden, wobei das im Modell lediglich 25 Gramm für den Frontpuffer sind.

Gmeinder_10-10_Front-Puffer_1 (fspg2)



Gmeinder_10-10_Front-Puffer_2 (fspg2)



Es wurde die dxf-Datei

Gmeinder_10-12_Puffer_4 (fspg2)


mit Sheetcam in eine Fräsdatei umgewandelt, wobei jede Farbe einem Bohrer oder Fräser zugeordnet wurde.

Gmeinder_10-12_Puffer_5 (fspg2)


Die Arbeitsschritte waren:

* 1,6mm Löcher für den Kuppelbolzen (grün),
* 2,0mm Sacklöcher für die Führungsstangen obere und untere Abschlußplatte (magenta),
* 2,0mm Löcher für die Führungsstangen restlichen Platten (lila),
* 2,0mm Kontur vorgefräst mit 0,1mm Aufmaß in mehreren Tiefen und abschließend
* 1,0mm Kontur Schlichtfräsen auf volle Tiefe des Materials.


Gmeinder_10-12_Puffer_3 (fspg2)


Die mittleren Platten werden jetzt zu einem Paket zusammen geklebt (ich werde Christians Tipp mit Uhu endfest 300 einmal probieren). Danach werden die seitlichen Ecken der Stufen rechtwinklig von oben nachgefräst, da durch den 1mm Konturfräser ein Radius von 0,5mm verblieben ist. Die vier Löcher für die Schrauben werden gleich mit gebohrt.
Im nächsten Schritt werden die obere und untere Abschlußplatte ebenfalls mit dem Restpaket verklebt, wobei die 2,0mm Führungsstangen entsprechend gekürzt werden, damit sie in die Sacklöcher passen.

Abschließen gilt es die Oberflächen auf feinem Sandpapier zu schleifen, damit die Kanten der einzelnen Scheiben nicht mehr zu sehen sind.

Womit der Beweis erbracht wäre, dass Feldbahnloks durchaus große "Scheibenpuffer" haben Lachend
fido - 24.06.09 10:10
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hi Frithjof,

es ist eine sehr gute Idee, den Puffer so aufzubauen.

Das verkleben der Platten ist doch ein Job für Loctide Fügen-Welle-Nabe, damit Du minimale Spaltmaße bekommst.

Ich würde den Klebstoff ganz dünn auf die Bleche geben, dann das Paket 30 Minuten im Schraubstock pressen und schließlich einen haben Tag im Backofen bei 60-80 Grad aushärten lassen.
Fuchs301 - 24.06.09 12:15
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo Fido,

der Tipp mit Loctide klingt interessant, aber eine Frage hierzu: ist der Backofen hinterher noch für Lebensmittel zu gebraucht oder sollte man einen extra Ofen hierfür reservieren? Ich denke da an Ausgasungen des Klebers die ich sonst evtl. auf meiner nächsten Pizza hätte...
fspg2 - 24.06.09 16:38
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo fido,
ich habe noch Buchsen- und Lagerkleber von Conrad im Kühlschrank liegen, damit müsste es doch auch gehen. Ich werde es an einem Reststück einmal probieren. Ansonsten schönen Dank für diesen Tipp Sehr glücklich
fspg2 - 03.03.10 21:02
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Guten Abend,

heute bleibt es noch virtuell, zuerst gibt es ein paar Zeichnungen zum Antrieb der kleinen Gmeinder.

Nachdem ich die Grundsatzüberlegungen zum Feldbahn-Antriebskonzept von Thomas Heyl in den Tiefen des Forums wieder gefunden hatte, werde ich versuchen dieses Prinzip - nach Rücksprache mit ihm (Danke Dir Ausruf ) - bei meiner Lok einmal anzuwenden.
Dazu habe ich die Skizzen von Thomas mit Photoshop auf 40mm (90cm beim Vorbild) Achsabstand gebracht


Gmeinder_Motorblockanpassung_3 (fspg2)


und als Hintergrundbild in die Lokzeichnung gesetzt.


Gmeinder_Motorblockanpassung_1 (fspg2)


Einerseits war ich doch sehr erfreut, wieviel Platz noch in der Lok verbleiben wird, um weitere Komponenten einzubauen. Auf eine Nachbildung des Güldnermotors möchte ich allerdings verzichten, da mir ein großer Lautsprecher für Sound mehr zusagt. Die Freiräume fülle ich da lieber noch mit etwas mehr an Zusatzgewicht! Wahrscheinlich ist sogar für eine Akkuversion genügend Luft vorhanden.

Gmeinder_Motorblockanpassung_2 (fspg2)



Andererseits gab ein 1:1-Ausdruck auf Papier doch die Gewissheit: auch in 1:22,5 ist eine Gmeinder10/12 nur eine kleine Lok - ganze 56mm lang ist die Antriebseinheit.


In den nächsten Tagen werden wieder ein paar Teile vom Prototyping kommen:


Gmeinder_10-12_Achslager_1 (fspg2)



Gmeinder_10-12_Armatur (fspg2)



Nach den Erfahrungen vom letzten Mal, wurden die Löcher noch nicht auf die endgültige Größe angelegt, sondern werden erst im ersten Abguss weiter aufgerieben.


Gmeinder_Knebel (fspg2)

kartonbahner - 04.03.10 12:48
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Moin Frithjof,

schön zu sehen, dass es auf dieser Baustelle auf wieder einmal einen Fortschritt zu sehen gibt ... Sehr glücklich

... Deinem Zwischenstandsbericht entnehme ich, dass Du eine Version mit Akku-Betrieb zumindest auch in Betracht ziehst, aber das Antriebskonzept von Dir primär für Betrieb mit Schienenstrom umgesetzt wird?! Hast Du da schon Gedanken hinsichtlich der Stromabnahme (wie/wo) ... ?

Freundliche Grüße
fspg2 - 05.03.10 21:55
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo Gerald,

bei allen Deinen Fragen kann ich mit einem "ja" antworten Ausruf Winke

Bevor ich mit vielen Worten etwas zur Stromabnahme schreibe, zeige ich lieber ein paar Ansichten, aus denen Du erkennen kannst, wie weit meine Vorüberlegungen gereift sind.


Gmeinder_Motorblockanpassung_4 (fspg2)



Gmeinder_Motorblockanpassung_5 (fspg2)



Gmeinder_Motorblockanpassung_6 (fspg2)



Die beiden Getriebekästen werde ich wohl als gekapselte Halbschalen aus dem Vollen fräsen, damit sich das Fett nicht auf der Anlage verteilt. Der transparent gelbe Getriebekasten entspricht dem noch nicht - es war noch eine frühere Skizze.

Der Motor wird mit einem Gummiband (noch nicht gezeichnet) in den Aussparungen fixiert.


Gmeinder_Motorblockanpassung_7 (fspg2)


Die letztendliche Anpassung kann ich erst vornehmen, wenn ich die Zahnräder bestellt und vermessen habe.

Heute kam wieder Post vom Prototyping: das Achslager, die Armatur und einige Knebel und Scharniere waren im Päckchen. Sie bedürfen noch ein wenig der Nacharbeit, so müssen einige kleine Treppenstufen noch geglättet werden. Die etwas kleiner gehaltenen Löcher entsprechend aufgerieben werden und an der Armatur noch ein paar Sechskantschrauben und Nieten angelötet werden, bevor sie dann vervielfältigt werden können.
Auf dem Foto sieht man Dinge, die mit dem bloßen Auge nicht wahrnehmbar sind. Deshalb habe ich links oben noch eine Klinke in Originalgröße einmontiert. Die 7 Löcher im Glüh-"Salzstreuer" sind nur 0,3mm groß!


Gmeinder_Gussteile_1 (fspg2)

fspg2 - 23.07.10 22:27
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Guten Abend,

so, heute ging es auch bei der Gmeinder 10-12PS weiter. Die Fräse hatte den ersten Fahrwerksprototypen aus 1mm Ms58 gefertigt.


Gmeinder_10-12_Fahrwerk_001 (fspg2)



Durch die 0,5mm tiefen Aussparungen auf der Innenseite der Bleche lassen sich die Teile bei der Montage leicht ausrichten.

Gmeinder_10-12_Fahrwerk_002 (fspg2)


Lötwasser, heiße Flamme und 1mm flußmittelfreies Lötzinn dienten auf die Schnelle der ersten Montage. Für die Kleinserie werde ich mir allerdings noch eine kleine Lehre fräsen, in der die Einzelteile vor dem Löten nur noch eingesteckt werden müssen.
Die Antriebseinheit wird später auf einem Hilfsträger befestigt und von unten in die seitlichen Aussparungen der Seitenwände eingeschoben.


Gmeinder_10-12_Fahrwerk_003 (fspg2)



Dieser Prototyp dient dazu, Fehler festzustellen und gegebenenfalls noch Änderungen vornehmen. So werde ich die Hilfsträgerbleche in der Breite um 2-3 Zehntel Millimeter kürzen. Momentan sind die gefrästen Teile zwar passgenau, aber ich hatte die Farbe noch nicht bedacht.


Gmeinder_10-12_Fahrwerk_004 (fspg2)



Auch werden die Aussparungen in den Seitenwänden von 1mm auf 1,1mm Breite geändert und die Senkrechten der Hilfsträgerbleche im oberen Bereich leicht angeschrägt und angefast, damit sie sich später ohne Farbabplatzer einschieben lassen.


Gmeinder_10-12_Fahrwerk_005 (fspg2)


Der gesamte Antriebseinheit wurde komplett neu konstruiert und wird demnächst von der 3D-Zeichnung den Weg ins Messing finden.


Gmeinder_10_12PS_Antrieb_05 (fspg2)

fspg2 - 24.07.10 19:54
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Moin,

wenn man etwas möglichst genau nachbauen möchte, ist man natürlich auf entsprechende Unterlagen angewiesen.
Im Feldbahnmuseum Hildesheim durfte ich die Lok ja vermessen. Somit war ein Grundstein gelegt. Aber die meisten Fragen kamen, als ich die Lok nachkonstruierte.
Bei der Fa. Gmeinder gab es leider keinerlei Unterlagen über meine kleine Lok, so suchte ich im www.
Da halfen viele mit, obwohl sie es gar nicht bemerkt haben.Winke
Wie es unter der "Haube" aussieht, konnte ich hier glücklicher auf diversen Seiten erkennen. Dank an alle Feldbahner, die ein Original restaurieren oder damit schon fertig sind.
Einige hilfreiche Seiten will ich erwähnen - Die Auswahl ist rein zufällig und hat keinerlei Wertung!
Im Feldbahnforum z.B. hier und hier und hier

Besonders nette Fotos von "unter der Motorhaube" gab es hier unter Fahrzeuge/Gmeinder 15/18PS!

So gibt es dort auch folgendes Foto:


gelinkt von: http://www.feldbahn.com/grafiken/fahrzeuge/gmeinder%2015-18/IMG_2587.JPG

Danach entstand erst die Zeichnung

Gmeinder_10-12_Motorhaube_002 (fspg2)


und die Fräse spuckte die ersten Teile aus:


Gmeinder_10-12_Motorhaube_001 (fspg2)

kartonbahner - 24.07.10 21:25
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Moin Frithjof,

Dein Messingrahmen gefällt mir schon ausnehmend gut ... Sehr glücklich

fspg2 hat folgendes geschrieben::

Im Feldbahnforum z.B. hier und hier und hier


In dem mittleren der 3 vorstehenden Links wird explizit erwähnt, dass alle Gewinde der Stellschrauben an der Gmeinder zölliges Whitworth-Gewinde (auch British Standard Pipe genannt, kennt man ja zumindest von Wasserleitungskomponenten) ... das erscheint mir - für ein deutsches Fabrikat recht ungewöhnlich ... oder gibt es in der Gmeinder-Geschichte (die mir nicht weiter geläufig ist) Gründe dafür? Weißt Du mehr? Oder hat das einfach keine Bedeutung, d. h. die Teile wurden einfach verbaut weil vorhanden/beschaffbar?
fspg2 - 11.08.10 06:47
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Moin Gerald,

auf Deine Frage habe ich leider keine Antwort - vielleicht erhältst Du aber eine im Feldbahnforum.

Inzwischen ist der erste Prototyp vom Rahmen weiter verändert worden.
Durch vertieft eingefräste Ecken in den Rahmenblechen, in denen an beiden Enden je ein Versteifungsblech eingelegt wird, kann ich bei den weiteren Montagen sogar auf die Lötlehre verzichten. Durch das Zusammenstecken richten sich die Teile schon von alleine rechtwinkelig aus.


Gmeinder_10-12_Fahrwerk_008 (fspg2)



Gmeinder_10-12_Fahrwerk_006 (fspg2)



Auch wurde der einschiebbare Motorträger seitlich ausgespart, damit die Räder bei ihrer Pendelbewegung nicht anstoßen.


Gmeinder_10-12_Fahrwerk_009 (fspg2)



Die Löcher in den Versteifungsblechen werden später mit einem Gewinde versehen und dienen der Befestigung des Rahmens mit dem Aufbau, bzw. vorne zusätzlich der Montage des Lautsprechers.


Gmeinder_10-12_Fahrwerk_010 (fspg2)



Gmeinder_10-12_Fahrwerk_011 (fspg2)



Gmeinder_10-12_Fahrwerk_012 (fspg2)



Gmeinder_10-12_Fahrwerk_013 (fspg2)

kartonbahner - 11.08.10 15:57
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Moin Frithjof,

kartonbahner hat folgendes geschrieben::
fspg2 hat folgendes geschrieben::

Im Feldbahnforum z.B. hier und hier und hier


In dem mittleren der 3 vorstehenden Links wird explizit erwähnt, dass alle Gewinde der Stellschrauben (wie auch alle anderen Verschraubungen an der Lok) an der Gmeinder zölliges Whitworth-Gewinde (auch British Standard Pipe genannt, kennt man ja zumindest von Wasserleitungskomponenten) haben ... das erscheint mir - für ein deutsches Fabrikat recht ungewöhnlich ... oder gibt es in der Gmeinder-Geschichte (die mir nicht weiter geläufig ist) Gründe dafür? Weißt Du mehr? Oder hat das einfach keine Bedeutung, d. h. die Teile wurden einfach verbaut weil vorhanden/beschaffbar?


fspg2 hat folgendes geschrieben::
Moin Gerald,

auf Deine Frage habe ich leider keine Antwort - vielleicht erhältst Du aber eine im Feldbahnforum.


... inzwischen war der "Maschinist" so freundlich, diese Frage am Ende des vorerwähnten Threads im Feldbahnforum zu beantworten: http://feldbahn.forumieren.com/restauration-und-aufarbeitung-f17/aufarbeitung-der-gmeinder-10-12-fnr1018-1934-t2259-40.htm
fspg2 - 23.08.10 21:36
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Guten Abend,

bislang hatte ich bei der Gmeinder 10-12PS vorne und hinten die gleichen Puffer vorgesehen.
Aber das ist doch langweilig Winke Beim Studium vieler Vorbildfotos u.a. im Feldbahnforum, konnte ich etliche Varianten entdecken, bei denen auch verschiedenen Puffer verbaut waren.
Auch Peter (Falko) hat bei seinem Modell einen leichten Puffer, den er nachbildet (ganz nach unten scrollen!).

Bei meiner Lok werden zwei verschiedene Größen verbaut. Vorne ein kleinerer und hinten ein schwererer Puffer.


Gmeinder_10-12_Puffer_6 (fspg2)



Gmeinder_10-12_Puffer_7 (fspg2)



Gmeinder_10-12_Puffer_8 (fspg2)


Oben links ein locker zusammengestellte großer Puffer, rechts daneben der gleiche Puffer, bei dem im ersten Arbeitsschritt die inneren Platten (auf zwei 2mm Passerstangen ausgerichtet) verlötet worden sind. Im zweiten Schritt wurden die beiden Seitenschenkel plan übergefräst, um abschließend mit den beiden Deckplatten verlötet zu werden.
Unten links ein kleiner Puffer, bei dem die Oberfläche auf einem mit 800er-Sandpapier bespanntem Holzbrett glatt geschliffen wurde.
Hier hatte ich ein wenig zu schnell gearbeitet und das Planschleifen der Seitenschenkel vergessen und erst im nachherein versucht alles glatt zu schleifen. Wenn es mir nach dem Sandstrahlen immer noch nicht zusagt, wird dieser Puffer neu gefräst.
kolbenwalter - 24.08.10 07:53
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Moin Frithjof,

weiter oben hast Du geschrieben das Du möglichst genau bauen möchtest.

Dann sind Deine Versteifungsbleche im Rahmen aber falsch. Vorne sind 2 Knotenbleche eingebaut, hinten ein Blech welches durchgehend ist.

Wenn Du Bilder und Masse brauchen solltest, dann sende ich Dir eine Mail.

Bilder kann ich hier leider nicht einstellen.

Gruß
Walter
fspg2 - 24.08.10 22:09
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo Walter,

Zitat:
Dann sind Deine Versteifungsbleche im Rahmen aber falsch. Vorne sind 2 Knotenbleche eingebaut, hinten ein Blech welches durchgehend ist.


Meine Versteifungsbleche sitzen oben am Rahmen und dienen beim Modell der Verschraubung des Aufbaues mit dem Fahrwerk. Sie sind beim Vorbild nicht vorhanden.
Die Knotenbleche, von denen Du sprichst, sind unten am Rahmen und werden später noch eingelötet. Die Knotenbleche und das hintere durchgehende Blech müssen noch gezeichnet werden. Das hintere Blech wird später (wie beim Vorbild) noch ein wenig Ballastgewicht tragen. Platz ist jedenfalls noch genügend vorhanden.





Aus 0,4mm Neusilber (hart) habe ich mir heute die Mittel- und Rückwand, sowie das Frontblech ausgefräst.


Gmeinder_10-12_Aufbau_001 (fspg2)



Einseitig wurden sämtliche Löcher gebohrt und Ausschnitte gefräst. Gleichzeitig wurden die Nietlöcher mit einem Kistenstichel 0,15mm tief angekörnt. Danach habe ich die Bleche in einer gefrästen MDF-Tasche, von der Rückseite mit dem 92Grad Kistenstichel 0,2mm tief an den Biegekanten eingenutet. Nachdem sie genietet waren, wurden die Bleche mit der Blechbiegemaschine gefaltet. Dieses Neusilberblech lässt sich ohne auszuglühen wunderbar biegen und hat dabei eine deutlich höhere Festigkeit als Messing.

Gmeinder_10-12_Aufbau_002 (fspg2)



So langsam gesellt sich Teil zu Teil, so dass man durchaus eine Ähnlichkeit mit den ursprünglichen Zeichnungen erkennen kann. Lachend


Gmeinder_10-12_ein-Haufen-Blech (fspg2)

fspg2 - 02.09.10 16:23
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Guten Tag,

als oberer Abschluss der Mittel- und Rückwand sind im Original Halbrundeisen verbaut worden.

Gmeinder_10-12_Aufbau_005 (fspg2)



Von Hasler hatte ich mir schon vor längerer Zeit passendes Messing-Halbrundprofil Nr. 34 schicken lassen.

Allerdings war mir anfangs noch nicht so ganz klar, wie ich die Rundungen in die flache (nur 1/2mm hohe) Seite rechtwinklig biegen sollte, ohne, dass das Material wegläuft.


Im Laufe mehrerer Gespräche mit Kollegen, brachte mich ein Feinmechanikermeister auf eine gut Idee: Warum nicht 1mm Ms58-Rundmaterial (lässt sich besser fräsen) im gewünschten Radius biegen und anschließend auf halbe Materialhöhe abfräsen.

Mit Hilfe eines kleinen Klotzes wurde der Draht in einer kleinen Biegelehre mit 70 Grad-Winkel überbogen.

Gmeinder_10-12_Aufbau_006 (fspg2)


Nachdem er wieder zurückgefedert war, hatte er fast die gewünschten 90Grad. Ein zweites Mal wurde der Draht mit dem Klotz nachgedrückt, dann stimmte der Winkel.


Für das Überfräsen des Drahtes, fräste ich mir in ein Messingblech mit einem 1mm Radiusfräser entsprechende Nuten 1/2mm tief.


Gmeinder_10-12_Aufbau_003 (fspg2)



Beim Einlöten des Drahtes musste ich darauf achten, dass er überall genau in die Rinne eingedrückt war, damit ich später eine einheitliche Höhe abfräsen kann.


Gmeinder_10-12_Aufbau_007 (fspg2)

kartonbahner - 02.09.10 20:53
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Moin Frithjof,

fspg2 hat folgendes geschrieben::
Guten Tag,

als oberer Abschluss der Mittel- und Rückwand sind im Original Halbrundeisen verbaut worden.

Gmeinder_10-12_Aufbau_005 (fspg2)




manchmal sagt ein Bild (oder auch mehrere Sehr glücklich ) doch mehr als Worte - ich hatte bislang gedacht, dieses Halbrundeisen sei umlaufend auf der (schmalen) Kante des Bleches aufgesetzt, jetzt sehe ich, dass es jeweils am Rand des Bleches entlang verläuft. ...
fspg2 - 02.09.10 22:14
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo Gerald,
Zitat:
manchmal sagt ein Bild (oder auch mehrere Sehr glücklich ) doch mehr als Worte

...hier noch ein Bild, das es auch zeigt:


Gmeinder_10-12PS_FMH (fspg2)




Mit dem Abschluss von heute, wird es morgen weitergehen.


Gmeinder_10-12_Aufbau_008 (fspg2)



Um die Serie der gebogenen Rundstäbe genau planfräsen zu können, habe ich mir eine Aufspannvorrichtung gefertigt, die auf der Fräse fixiert wird. So müssen lediglich die vorbereiteten Messingplatten auf den vier Passerschrauben montiert werden. Ich bin schon sehr gespannt, ob das Ergebnis nachher so aussieht, wie ich es mir wünsche Winke
fspg2 - 13.10.10 23:55
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo,

die kürzlich gemachten Versuche mit dem Ein- und Auslöten der Drähte war wenig befriedigend.
Daher wurden neue Vertiefungen gefräst und die Drähte kurzerhand mit Sekundenkleber eingeklebt und mit einem Brett + Gewicht festgedrückt.


Gmeinder_10-12_Aufbau_009 (fspg2)


Aufgrund eines Hinweises von Kolbenwalter, erfuhr ich, dass die Halbrundeisen in Wirklichkeit Kreisabschnitte sind.
Also wurden die gebogenen 1,2mm Messingstangen nur um 0,3mm in zwei Durchgängen abgefräst.
Zum Lösen kam kurz die Flamme zum Einsatz. Reste vom Kleber wurden durch Sandstrahlen entfernt.

Gmeinder_10-12_Aufbau_010 (fspg2)



Ansonsten wurde in letzter Zeit der Getriebeblock gezeichnet.


Gmeinder_10-12_Getriebe_001 (fspg2)



und zum Prototyping gegeben.


Gmeinder_10-12PS_Prototyping_Getriebe-01 (fspg2)



Die Ätz-Zeichnungen für die Abwicklung der Motorhaube, die Gmeinder-Schilder und das Bodenblech sind ebenso für die Verfilmung vorbereitet.


Gmeinder_10-12_aetzen_001 (fspg2)

kolbenwalter - 14.10.10 11:05
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Moin Frithjof,
meiner Meinung nach sind Deine Drähte immer noch zu dick. Ich habe mir nochmal alles aufgezeichnet und bin zu folgendem Ergebnis gekommen:

Drahtdurchmesser: 1,44 mm
Abfräsen bis auf 0,44 mm, dann ist die Länge der Sehne 1,33 mm.
Diese Maße ensprechen dem Maßstab 1:22,5

Da es aber keinen Draht von 1,44 mm gibt, würde ich einen Durchmesser
von 1,5 mm nehmen.

MfG
Walter
Helmut Schmidt - 14.10.10 12:05
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
kolbenwalter hat folgendes geschrieben::
Moin Frithjof,
meiner Meinung nach sind Deine Drähte immer noch zu dick. Ich habe mir nochmal alles aufgezeichnet und bin zu folgendem Ergebnis gekommen:

Drahtdurchmesser: 1,44 mm
Abfräsen bis auf 0,44 mm, dann ist die Länge der Sehne 1,33 mm.
Diese Maße ensprechen dem Maßstab 1:22,5

Da es aber keinen Draht von 1,44 mm gibt, würde ich einen Durchmesser
von 1,5 mm nehmen.

MfG
Walter


fspg2 hat folgendes geschrieben::
Aufgrund eines Hinweises von Kolbenwalter, erfuhr ich, dass die Halbrundeisen in Wirklichkeit Kreisabschnitte sind.
Also wurden die gebogenen 1,2mm Messingstangen nur um 0,3mm in zwei Durchgängen abgefräst.

Hallo Walter,

wenn ich das was Frithjof geschrieben hat richtig interpretiere, sind seine noch zierlicher. wie von dir hier vorgeschlagen.

Auf jeden Fall beeindruckt mich die hier von Frithjof vorgestellte Lösung. gut
Helmut Schmidt - 14.10.10 18:31
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo Frithjof und Walter,

inzwischen hatte ich ja Kontakt zu dir Walter und wenn ich das richtig verstanden habe, sollte das Profil vom Original in etwa so aussehen.

Kantenprofil (Helmut Schmidt)

Kantenprofil für Gemeinder ca. 30 x 10 mm.

Damit muss ich Walter rechtgeben.

Ein wenig kann man diese auch auf diesem Foto von dir erkennen Frithjof.

fspg2 - 03.11.10 11:12
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo Walter, hallo Helmut,

danke für Eure Ergänzungen. Ich den letzten Wochen konnte ich nichts an meinen Baustellen machen.
Auch heute zeige ich nur kurz die ersten Prototyp-Urmodelle vom Getriebe, so wie ich sie per Post bekam. Ich werde sie noch ein wenig glätten, bevor sie abgeformt werden.


Gmeinder_Gussteile_2 (fspg2)



Gmeinder_Gussteile_3 (fspg2)


Im obigen Bild sieht man deutlich die Schichten des 3-D-Druckers, die ich mit bloßem Auge überhaupt nicht erkenne!

Gmeinder_Gussteile_4 (fspg2)

fspg2 - 11.01.11 13:13
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo,

für die Gmeinder 10-12PS konnte ich durch einen netten Kontakt aus einem anderen Forum zwei Fotos bekommen, die mir bislang fehlende Details des Tankverschlusses und der Kühlerdeckels verrieten.

So wurden heute die beiden Teile gezeichnet und für das letzte Gussbäumchen (das zum Prototyping geht) vorbereitet.


Gmeinder10-12_Zeichnung_05 (fspg2)



Gmeinder_10-12_Deckel (fspg2)


Wofür waren die beiden Löcher (Schrauben?) rechts und links vom Kühlerdeckel Frage


Ansonsten sind alle Bleche zum Probeätzen. Da ich noch nicht abschätzen kann, ob das Schrumpfungsmaß der Gussteile nun wirklich den von mir gedachten 104% (Prototyping + Gummiform) entsprechen, müssen gegebenenfalls noch kleine Anpassungen an die Gussteile vorgenommen werden, wie z.B. Sitz und Größe der Löcher für die Scharniere.


Gmeinder10-12_aetzen_002 (fspg2)

fspg2 - 14.01.11 16:50
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Moin,

um die Motorhaube in ihren drei Radien

Gmeinder_10-12_Motorhaube_003 (fspg2)


möglichst sauber biegen zu können, habe ich mir eine Biegehilfe gezeichnet.


Gmeinder_10-12PS_Motorhaube_Biegehilfe_01 (fspg2)



Das Material wird überbogen und federt dann wieder etwas zurück. Dabei werde ich mit verschiedenen Radien experimentieren, um am Ende mit möglichst wenig Nacharbeit auszukommen.

Gmeinder_10-12PS_Motorhaube_Biegehilfe_02 (fspg2)



Für jede Materialstärke sind andere Biegewinkel von Nöten, auch spielt scheinbar die Walzrichtung des Bleches eine Rolle. Messing verhält sich anders als Neusilber.

Gmeinder_10-12PS_Motorhaube_Biegehilfe_03 (fspg2)



Für den Test-Blechstreifen ist die fotografierte Pertinaxlehre noch etwas zu stark in den Rundungen, so dass ich wieder zurück biegen musste.
Also werden die nächsten Pertinaxscheiben entsprechend angepasst.


Für die Montage der Motorhaube werde ich mir aus 6mm Pertinax Scheiben ausfräsen und auf 2mm Messingdraht aufziehen und so eine Lötlehre erhalten.
Sie ist nach oben erweiterbar... es gibt ja auch noch die Gmeinder 20/24PS-Variante mit längerer Motorhaube und sehr vielen identischen Teilen Winke

Gmeinder_10-12PS_Motorhaube_Loetlehre_01 (fspg2)


... nur muss ich mir erst neues Pertinax-Material besorgen Ausruf
kartonbahner - 14.01.11 19:36
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Moin Frithjof,

fspg2 hat folgendes geschrieben::
... es gibt ja auch noch die Gmeinder 20/24PS-Variante mit längerer Motorhaube und sehr vielen identischen Teilen ...


... aha ... Cool ... ist das der Neuzugang?!?!?!
fspg2 - 22.01.11 17:35
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo,

heute waren die ersten Probeätzungen im Briefkasten.


Gmeinder_10-12PS_Riffelblech_01 (fspg2)



Gmeinder_10-12_aetzen_003 (fspg2)


@ Gerald
Den Neuzugang will ich vermessen, wenn es wärmer wird.

Ein schönes Wochenende!
Frithjof
Gleisbauer - 22.01.11 18:01
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Moin Frihtjof,
der Schienenkulischriftzug ist ja auch ganz interessant, aber warum hast Du den nicht durchätzen lassen? Wird das zu filigran und damit zu anfällig? Normalerweise besteht der ja "nur" aus der Raute und dem Schriftzug selbst. Da ist nichts "verfüllt".
MfG Christoph
P.S: Vielleicht finde ich noch ein Foto
fspg2 - 22.01.11 18:12
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo Christoph,

Du hast Recht, Thomas hatte mich auch schon darauf aufmerksam gemacht. Das wird auf dem nächsten Nutzen geändert. Zu filigran wird es wohl nicht, da hier der Maßstab ja schon 1:13,3 beträgt. Ich werde die Schrift um eine kleine Outline dicker machen, damit beim Durchätzen genügend Futter stehen bleibt.
fspg2 - 01.02.11 11:04
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo,

gestern kam ich dazu, neues Pertinax und Hartpapier bei einem ortsansässigen Händler zu holen. Im Restelager gab es 8mm und 10mm Material zum Kilopreis.
Beim Fräsen hatte ich ein dann witziges Phänomen. Als ich mit der Schublehre die erste Probescheibe kontrollierte, hatte ich keine senkrechten Seitenkanten. Eine Abweichung Ober- zu Unterkante an der Senkrechten innerhalb des U-Schenkels ergab eine Differenz von 2/10mm. Verwendet hatte ich einen 3,0mm Fräser mit einer Schneidenlänge von 12mm. Die Vermutung, dass der Fräser nicht senkrecht eintauchte, bestätigte sich nicht. Auch das in der Platte verbliebene Gegenstück hatte die selbe Abweichung.
Verwendet wurde ein alter Fräser, der schon im Messing seinen Dienst getan hatte. Dabei musste ich auch schon den Durchmesser im Fräsprogramm auf 2,95mm anpassen.
Bei dem 10mm Material habe ich in mehreren Tiefen bis auf 10,5mm durchgefräst, so dass die Unterseite die abgenutztere Spitze (obwohl sie bislang noch ein einwandfreies Fräsbild ohne Aufbördelung ergab) und die Oberseite die frische Schneide am oberen Ende des Fräsers zu spüren bekam - also wird dieser konische Fräser entsorgt.
Für die Serie kam dann ein neuen Fräser zum Einsatz, Ergebnis: alles senkrecht Ausruf


Gmeinder_10-12PS_Motorhaube_Loetlehre_03 (fspg2)


Die Vorderwand mit Motorhaubenhalter und seitlich eingelegten 0,3mm Reststückchen passte sauber.
fspg2 - 15.02.11 19:50
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo,

jobbedingt komme ich momentan nicht zum aktiven Bauen. Allerdings reift vieles gedanklich weiter. So auch die Frage nach einem richtigen Feldbahnsound für die Gmeinder 10-12PS – am liebsten ein Güldner LD2-Motor.

Allerdings gefallen mir die bei den einschlägigen Herstellern (ESU, Uhlenbrock / Dietz,... oder Zimo) angebotenen Feldbahnsounds nicht wirklich.

Sehr hilfreich für die Sounderstellung und –bearbeitung fand ich die Seiten von MOBAZI .

Eigene Digitalkameraaufnahmen und auch im Netz gefundene Soundvideos (wie z.B. hier, hier, hier, hier oder hier) sind wohl nicht so richtig geeignet, um für meine kleine Lok einen realistischen Klang zu erhalten.

Was habe Ihr für Erfahrungen mit der Sounderstellung ...... und gibt es vielleicht gar jemanden, der einen Gmeinder-Sound schon eingefangen hat?
kartonbahner - 15.02.11 21:12
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Moin Frithjof,

fspg2 hat folgendes geschrieben::
...... und gibt es vielleicht gar jemanden, der einen Gmeinder-Sound schon eingefangen hat?


... davon habe ich noch nie gehört/gelesen - meist gibt es "Deutz-" oder "Feldbahn-Diesel"-Sounds angeboten ...

fspg2 hat folgendes geschrieben::

... Sehr hilfreich für die Sounderstellung und –bearbeitung fand ich die Seiten von MOBAZI .


... da stimme ich Dir zu - insbesondere für ZIMO-Decoder ist Olivers Know-how sicher hilfreich ...

fspg2 hat folgendes geschrieben::

Eigene Digitalkameraaufnahmen und auch im Netz gefundene Soundvideos (wie z.B. hier, hier, hier, hier oder hier) sind wohl nicht so richtig geeignet, um für meine kleine Lok einen realistischen Klang zu erhalten.


... über den Wert/Nutzen von Sound gibt es ja geteilte Meinungen. Eine Meinung tendiert dahin, dass Sound relativ schnell anfängt zu stören - und man froh ist, a) keinen zu haben oder zumindest b) ihn abstellen zu können.

Deswegen würde ich tendenziell eigentlich eine Feldbahn-Akkulok favorisieren, da diese zwar im Original auch eine spezifische Geräuschkulisse verbreitet, es aber nicht so auffällt, wenn sie lediglich mechanische Betriebsgeräusche von sich gibt.

Um Deinem Modellbau mit angemessenem Sound quasi gerecht zu werden, müsstest Du wohl von einer Gmeinder verschiedene Sound-Samples (Leerlauf, Anfahren, Fahren, Bremsen sowie ggf. Bremsgeräusche u. ä.) aufnehmen, um daraus eine Geräuschkulisse zu komponieren, die lastabhängige Fahrgeräusche reproduziert.

Schau doch mal auf der Website Link von Otto Schouwstra nach, der entsprechende Kulissen herstellt und auf seiner Feldbahn einsetzt. Ich glaube, Marcel benutzt diese auch ...

Freundliche Grüße
Gerald

EDIT: Wie ich schon geschrieben hatte: Nachdem es mir gelungen war, die SIKU-Lanz-Komponenten wieder zusammen zu stecken, habe ich mich über den - lastabhängigen - Glühkopf-Diesel-Sound gefreut und gleich wieder mit der Diema LR geliebäugelt ... Winke
coloradorailroad - 15.02.11 21:13
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo Frithjof,

ich beschäftige mich auch gerade intensiv mit dem Thema Dieselsound. Das ist doch sehr komplex, wenn man einen wirklich dynamischen Sound haben will, denn das geben die Soundengines der allermeisten Decoder einfach nicht her.

Welche Grundsounds hat denn ein Diesel, mal abgesehen von Anlassen, Abstellen, Tuten und sonstigem Spielkram?

1. Die Laufgeräusche der Mechanik des Motors, insbesonders Ventile, Ventiltrieb und Nebenaggregate.
2. Das dieseltypische Nageln der Verbrennung.
3. Das Auspuffgeräusch.

Was hört man davon in den verschiedenen Betriebszuständen?

Im Leerlauf und bei unbelasteter Fahrt 1. und 2., 3. dagegen kaum
Beim Gasgeben 1. und 2. und ein rotziges Auspuffgeräusch.
Beim Gaswegnehmen nur 1.
Beim schnelleren Motorlauf 1. und 2., und 3. ohne "Rotzen".

Dazu kommt, dass die Sounds bei zunehmender Drehzahl schneller und zum Teil heller werden.

Käufliche Projekte bilden das über eine Vielzahl von Fahrstufen ab, wobei beim Wechsel zur höheren Fahrstufe ein Zwischengeräusch abgespielt wird, dem das Auspuffröhren beigemischt ist, und beim Wechsel zur niedrigen Fahrstufe ein Geräusch entsprechend nur 1. erklingt. Mit zunehmender Fahrstufe werden die Sounds dann auch noch schneller abgespielt, bei Belastung des Motors entweder lauter oder/und mit Auspuffgeräuschen angereichert.

Die Zahl der Fahrstufen ist aber beschränkt. Für einen US-Diesel kommt das wunderbar hin, für kleinere ist es aber nicht ganz realistisch, weil das Auspuffröhren mehr von der Geschwindigkeit als der Last abhängt.

Es hängt natürlich vom Anspruch ab, den man hat. Meiner ist sehr hoch, und ich möchte dieses "Auspuffrotzen" genau dann hören, wenn ich "Gas gebe" und nicht erst, wenn das Fahrzeug schon schneller wird.

Dafür gibt es verschiedene Möglichlkeiten, und jetzt wird es richtig komplex.
Sind denn weitergehende Ausführungen überhaupt von Interesse? Denn dann geht es tief in die Decoderkonfiguration...

Die Sounds selbst, da ist doch in dem 3. Video das meiste schon drin und verwendbar.

Schönen Dampfloksound gibt´s unten:
Maschinist - 17.02.11 09:00
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Mahlzeit!

Gerade bei den kleinen Feldbahnloks mit 1- oder 2-Zylindermotoren sind die Unterschiede im Klang doch erheblich. Für einen Perfektionisten müsste es dann schon die Geräuschkulisse des entsprechend verbauten Motors sein.
Hier ein paar Feldbahndieselloks unterschiedlicher Größe und Motorisierung.

http://www.youtube.com/watch?v=VzafxqKLeqQ

http://www.youtube.com/watch?v=TVG80ADAxTM

http://www.youtube.com/watch?v=7-gnm-xgirQ

Gruß Sven
fido - 17.02.11 09:31
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hi Frithjof,

ich halte einen guten und realistischen Sound auch für sehr wichtig. Ich befürchte allerdings, dass wir wegen des kleinen Einbauraums und damit sehr kleinen Lautsprechers in einer Feldbahnlok Kompromisse eingehen müssen.

Kleine Lautsprecher haben das Problem, dass die Bässe fehlen. Daher läßt sich damit ein realistischer Motorsound kaum umsetzen und es stellt sich mir die Frage, ob man großen Aufwand treiben soll, wenn der hörbare Unterschied gering sein wird.

Denn der Aufwand für einen eigenen Sound eines Vorbilds ist groß. Du müsstest alle Geräusche (alle Fahrstufen, Schaltgeräusche, Anlassen, Hupe) der Lok einzeln aufnehmen, nachbearbeiten, schneiden und anschließend daraus ein Soundprojekt erstellen.

Ich würde nun erstmal den Lautsprecher in die Lok einbauen, mir einen kleinen Zimo-H0-Sounddecoder besorgen (z.B. MX644 aus der neuen Generation), einen kleinen Dieselsound aufspielen und probehören.
fspg2 - 17.02.11 18:13
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo Gerald, Wolfgang, Sven und fido,

erst einmal Danke für Eure Antworten Ausruf

@Gerald
Bei mir soll der ganze Sound aus der Lok kommen. Bei einer kleineren Anlage finde ich den Bass unter der Anlage ganz o.k.

@Wolfgang
Zitat:
Dafür gibt es verschiedene Möglichlkeiten, und jetzt wird es richtig komplex.
Sind denn weitergehende Ausführungen überhaupt von Interesse? Denn dann geht es tief in die Decoderkonfiguration...


Bitte gerne Ausruf Ausruf Ausruf Wo hast Du Dir das ganze Wissen angeeignet?

Zitat:
Die Sounds selbst, da ist doch in dem 3. Video das meiste schon drin und verwendbar.


Was mir bei den meisten Videos nicht gefällt sind die Nebengeräusche und die doch recht gering Dynamik.

@Sven
Perfektionisten und Nietenzähler haben es nicht immer leicht Winke ... aber ich fände es einfach schade nach all der Mühe, ein möglichst vorbildgerechtes Modell zu bauen, dann doch einfach nur einen Sound von der Stange zu verwenden. Mal sehen, wo ich einen Güldner-Sound aufnehmen kann.

@fido
Ich habe mir erst einmal einen für die Lok doch "riesigen" Winke 28mm x 28mm Lautsprecher (31140) von hier verbaut.


Gmeinder_10-12_Lautsprecher_02 (fspg2)


Auch für den Decoder (momentan ein Mx 640) und gegebenenfalls Funk,.... dürfte unter der Haube noch ausreichend Platz sein.

Gmeinder_10-12_Lautsprecher_01 (fspg2)

coloradorailroad - 17.02.11 20:28
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo Frithjof,

das freut mich, dass du hier am Soundbasteln Interesse zeigst.

Es ist ja nun "dein" Thread und so schreibe ich hier einfach mal rein. Falls das nicht passt, kann man die Beiträge ja verschieben.

Wenn du einen wirklich "maßstäblichen" Dieselsound möchtest, wirst du an der ESU-Soundengine nicht vorbeikommen, da Zimo bei Dieseln nur einen eindimensionalen Sound vorsieht (nur drehzahlabhängig) und ESU eine zweidimensionale Soundengine hat (drehzahl - und lastabhängig).



Beide Beispiele sind hier mit 2 Fahrstufen. Zimo verwendet 9, ESU 21 unterschiedliche Sounds.
F bei Zimo bedeutet Fahrstufe.
Bei ESU ist M=Mute (also "nix"), S=Stand, D=Drive, A=Acceleration, C=Deceleration. Zwischenstufen sind Übergangssounds. MS und SM entsprechen also z.B. den Zimo "Start" und "Stop" - Sounds (Anlassen und Abstellen des Motors).

Die Sounds ober- und unterhalb von D fehlen bei Zimo. Und gerade A ist wichtig, weil hier das "Rotzen" des Auspuffs zu hören sein muss. Der Übergang DA ist das typische kurzzeitige "Husten" beim Gasgeben, AD ist das Motorgeräusch ohne das "Nageln" des Motors.

Theoretisch reicht eine Fahrstufe, denn der Decoder spielt alle A, C und D mit parallel zur Fahrgeschwindigkeit wachsender "Schnelle" ab.

Die Sounds selbst müssen nur einen oder wenige Motortakte lang sein und werden als "Loop" abgespielt.

So, erstmal sacken lassen. Ich hatte ja angedroht, es wird recht komplex, aber ich lasse mich jederzeit stoppen Winke

Schau dir die Ablaufpläne an und überlege mal, welche Sounds da in die Kästchen rein müssten. Wobei ich denke, dein Vorbild braucht nur eine Fahrstufe? Welche Kraftübertragung hat es denn?

Woher ich das alles habe? Learning by Doing - als Nächstes steht bei mir dieser Sound auf dem Programm (160 PS-Caterpillar, bzgl. "Husten" und "Rotzen"):http://www.youtube.com/watch?v=mKeeLsBgv44
fido - 17.02.11 20:37
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
coloradorailroad hat folgendes geschrieben::
Wenn du einen wirklich "maßstäblichen" Dieselsound möchtest, wirst du an der ESU-Soundengine nicht vorbeikommen, da Zimo bei Dieseln nur einen eindimensionalen Sound vorsieht (nur drehzahlabhängig) und ESU eine zweidimensionale Soundengine hat (drehzahl - und lastabhängig).

Hi,

das kenne ich genau umgekehrt.
fspg2 - 24.02.11 12:36
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo,

@Wolfgang
danke für Deine Ergänzungen. Ich habe mir beide Softwarevarianten angesehen. Es ist schon irre, was man für Möglichkeiten mit solch einem kleinen Dekoder hat. Allerdings erscheinen mir noch viele Begriffe ein wenig fremd, so dass ich in der nächsten Zeit viel lesen und ausprobieren werde. Ich bin gespannt, was der Loksound 4 noch an Möglichkeiten bietet.... wobei bei meiner kleinen Feldbahnlok ein Hauptaugenmerk auf dem Sound liegen wird. Viele der anderen Zusatzfunktionen sind zwar nett, aber was brauche ich davon wirklich?

Inzwischen ist, nach einigen Versuchen mit dem Biegeradius, eine 5. Version gefräst worden.

Gmeinder_10-12PS_Motorhaube_Biegehilfe_04 (fspg2)



Sieben Scheiben - auf drei 2mm Ms-Stangen aufgereiht - reichen für die Motorhaube der Gmeinder 10-12PS aus. Die linke und rechte Hälfte der Biegehilfe haben je drei verschiedene Radien, um gegebenenfalls die Haube nachzubessern, ohne eine neue Biegeschablone fräsen zu müssen.


Gmeinder_10-12PS_Motorhaube_Biegehilfe_05 (fspg2)



Die Stangen sind jedoch etwas länger - damit kann ich später mit einer weiteren Scheibe die Gmeinder 18-20PS abwickeln.

Gmeinder_10-12PS_Motorhaube_Biegehilfe_06 (fspg2)



Nachdem der erste Biegeversuch mit einem 0,3mm Ns-Restblech sehr zufriedenstellend verlief, traute ich mich an ein geätztes Blech. Allerdings brach ich diesen Versuch schnell ab, denn an den Aussparungen zeigte das Blech z. T. unschöne Knickkanten. Zudem hatte ich das Blech lediglich mit einem dünnen Klebefilm und meinen Händen gehalten. Ich werde mir noch ein bessere Befestigung der senkrechten Seite überlegen, damit sie bei Biegen nicht weggedrückt wird.
Nachdem ich jedoch das Blech ausgeglüht hatte, kam ich meinen Vorstellungen schon deutlich näher.


Gmeinder_10-12PS_Motorhaube_Biegehilfe_07 (fspg2)



Nach dem Biegen der ersten spanne ich die zweite Seite genauso ein und beginne von vorne. Dadurch habe ich beide senkrechten Schenkel immer auf dem Tisch aufliegen.

Gmeinder_10-12PS_Motorhaube_Biegehilfe_08 (fspg2)

fspg2 - 27.02.11 19:00
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo,

heute war der Lötkolben heiß. Im Gegensatz zu meiner Planung reichte eine Pertinax-Scheibe zum Fixieren beim Löten. Erst kamen nacheinander die beiden Motorhaubenträgerwinkel, danach wurde das Frontblech bündig eingelötet.

Gmeinder_10-12PS_Motorhaube_Loetlehre_04 (fspg2)



Eine weiteren Pertinax-Innen-Schablone wurde schon gefräst, damit bei der späteren Montage der äußeren Winkel alles parallel ausgerichtet werden kann.


Gmeinder_10-12PS_Motorhaube_Loetlehre_06 (fspg2)



Gmeinder_10-12PS_Motorhaube_Loetlehre_07 (fspg2)



Obwohl ich nur 0,3mm Neusilberblech verwendet habe, erscheint mir das Frontblech im Vergleich mit der Originallok doch recht dick! Allerdings mit bloßem Auge kann ich es kaum wahrnehmen, so täuscht die etwa doppelte Vergrößerung auf dem Foto. Winke
Wenn obiges Gebilde einmal fertig ist, soll es mit dieser Lok aus dem Feldbahnmuseum Hildesheim Ähnlichkeit haben.

Gmeinder_10-12_Seite_1 (fspg2)


Bei der Sichtung einiger im Feldbahnmusum Hildesheim gemachter kleiner Videos, konnte ich mir noch einmal den Sound anhören.
Die Qualität ist bei den kleinen Digicams alles andere als berauschend.. also werde ich beim nächsten mal eine bessere Ausrüstung mitnehmen.
Helmut Schmidt - 27.02.11 21:15
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
fspg2 hat folgendes geschrieben::
Hallo,

heute war der Lötkolben heiß. Im Gegensatz zu meiner Planung reichte eine Pertinax-Scheibe zum Fixieren beim Löten. Erst kamen nacheinander die beiden Motorhaubenträgerwinkel, danach wurde das Frontblech bündig eingelötet.

Obwohl ich nur 0,3mm Neusilberblech verwendet habe, erscheint mir das Frontblech im Vergleich mit der Originallok doch recht dick! Allerdings mit bloßem Auge kann ich es kaum wahrnehmen, so täuscht die etwa doppelte Vergrößerung auf dem Foto. Winke
Wenn obiges Gebilde einmal fertig ist, soll es mit dieser Lok aus dem Feldbahnmuseum Hildesheim Ähnlichkeit haben.

Hallo Frithjof,
klar, so perfekt wie du das Blech vorgebogen hast, braucht der Lot das Blech auch nur noch ohne Spannung zu halten. gut

Ein 0,3 mm Blech hat umgerechnet eine Dicke von 6,75 mm wenn du jetzt stattdessen ein 0,2 mm Edelstahlblech genommen hättest wie ich es bei den Schrankenbäumen gemacht habe, hättest du an der Schittkannte im Einblick wirklich eine noch bessere Blechoptik. Schlaumeier
fspg2 - 31.03.11 10:54
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Moin,

den Antrieb der Gmeinder 10-12 PS hatte ich vor einiger Zeit neu konstruiert.





So kann ich den 21-poligen Dekoder mit Hilfe einer Adapterplatte schnell austauschen, falls er einmal Probleme macht.



Insgesamt sind sechs Teile auszufräsen:




Als Material verwende ich Vierkant-Messingprofile (20mm breit, 5mm bzw. 8mm hoch). Diese werden auf einem Schraubstock aufgespannt.
Damit ich den Schraubstock jederzeit auf meiner Fräse in gleicher Position aufspannen kann, habe ich ihn auf einer Pertinaxplatte befestigt und die Spann-Backen plangefräst.


Gmeinder_10-12_Getriebedeckel_01 (fspg2)


Hier ein kleiner Film vom Fräsen.

Nach einer Stunde (mit 5x Bohrer- und Fräser-Wechsel) waren die beiden ersten Getriebedeckel fertig.


Gmeinder_10-12_Getriebedeckel_05 (fspg2)



Gmeinder_10-12_Getriebedeckel_06 (fspg2)

christo - 31.03.11 16:12
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo frithjof,

bewundere deine Konstruktionen und Ausführungen, da wird nicht gekleckert sondern geklotzt!

Zur Blechdicke: Wenn Du an den sichtbaren Blechkanten innen das Blech dünner feilst oder fräst, müsste es doch auch maßstäblich dick bzw. dünn wirken?

Viele Grüße

Tom
coloradorailroad - 11.04.11 00:10
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo Frithjof,

was ich meinte zum Sound:

Am Beispiel eines Vorbilds aus USA:
http://youtu.be/mKeeLsBgv44
http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=YQA5QOtPH3A#t=368s

Negativbeispiele ("käuflich zu erwerben"):
http://youtu.be/_DUsKoWN6uE
http://youtu.be/dAYWrSk7nio

Erste Umsetzung:
http://youtu.be/FnSB0t9EJQ8
http://youtu.be/9jhKGY8Atpo
http://youtu.be/onGf9P9bE14

Das ist jetzt natürlich eine etwas andere Lok, aber sinngemäß lässt es sich auch für dein Projekt umsetzen.
eXact Modellbau - 12.04.11 17:39
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo Frithjof

Eine Lötlehre solltest Du nicht aus Pertinax bauen. Das Zeug sondert beim Erhitzen krebserregende Stoffe ab. Und das nicht zu knapp!
fspg2 - 12.04.11 20:48
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo Larry,

danke für den Hinweis. Ich trage aus diesem Grunde (neben Absaugung) beim Bearbeiten und Löten eine Staubmaske. Ob diese allerdings ausreicht... Frage

Kennst Du vielleicht eine alternatives Material, das sich gefahrloser als Lötlehre nutzen lässt (ohne gleich so viel Hitze abzuführen, wie z.B. Alu) ?

@ Wolfgang
Der Unterschied ist deutlich zu hören. Was nutzt Du für die Tonaufnahme? ... womit bearbeitest Du anschließend den Sound?

@Tom
Es macht mir einfach Spaß manchmal nicht nur zu kleckern Winke
Noch leichter ist es, wenn ich von 0,3mm Blech auf 0,2mm Dicke ausweiche.
eXact Modellbau - 12.04.11 22:01
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo

Krebserregend war glaube ich falsch. Es geht um Phenol und Formaldehyd. Wobei Phenol das deutlich giftigere ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Phenol

Phenol wirkt ...stark toxisch... ätzende Wirkung auf Schleimhäute, Haut und Augen. Die Augen können Schäden in Form einer Trübung der Hornhaut, Schwellungen und Verwachsung der Lider bis zur Erblindung erleiden .... schädigt die Substanz akut Nieren, Blut, Zentralnerven- und Herz-Kreislauf-System....
coloradorailroad - 13.04.11 01:32
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
@Larry:
für mich als Anfänger in der "Hardwaretechnik" (habe zumindest schon mal eine Drehbank und eine Fräse "sichergestellt") sind solche Hinweise immer sehr interessant und lehrreich, schließlich möchte sich wohl keiner unnötigen Unbilden aussetzen.

@Frithjof:
Ich nutze
1. die Sounddatenbanken diverser Decoderhersteller (dieses Projekt war für einen Decoder, für den man eigentlich alle anderen nutzen kann, solange sie einen "free download" anbieten, andersherum wird´s kriminell, ich könnte zwar "cracken", aber das ist mir zu heiß, weil letztendlich nachweisbar),
2. die Tonspur von YouTube-Filmen mit Erlaubnis der Ersteller und dann noch viel, viel Filterarbeit,
3. synthetisch hergestellte Sinus- oder Sägezahn- Klänge, die entsprechend bearbeitet werden,
4. eigene Aufnahmen, die ich mit meiner Kamera mache, welche überraschenderweise eine top Tonaufnahmefunktion hat,
5. da ich noch nie in den USA war, werde ich das nachholen und dann Aufnahmen mit Laptop und einem guten Mikrofon machen.

Ich bearbeite zur Zeit mit dem Nero Wave-Editor und probiere gerade diverse Freewareprogramme zur Wave-Bearbeitung. Bearbeitung auf Wave-Niveau deshalb, weil bei der Konvertierung zum Decoderstandard sowieso Qualität verloren geht und man am Anfang mit dem Bestmöglichen beginnen sollte.

Für eigene Aufnahmen deiner Wunschlok solltest du haben (immer aus gleicher Mikrofonposition und ohne Dopplereffekt):
Leerlauf
Hochdrehen zu normaler Last
Lauf mit normaler Last
Hochdrehen zu Volllast
Lauf mit Volllast (schwierig, weil entweder -zig Wagen dranhängen müssen oder du den Lokführer zum Vollgas mit angezogener Bremse überreden musst)
Runterdrehen zu normaler Last
Runterdrehen zum Leerlauf
und dann noch die "Spielereien":
Starten, Motor abstellen, diverse Tuten, Bremsventil, Bremsenrauschen oder -quietschen, Füllstoß (alles falls vorhanden), Nebenaggregate falls vorhanden, sonstige Geräusche.
Das gilt für einen hydrodynamischen Antrieb. Wenn es ein Schaltgetriebe ist, zusätzlich die Schaltgeräusche, und die Laufgeräusche (normal und voll) in den jeweiligen Gängen.
Wenn und falls der ESU V4 das halten könnte was er verspricht (werden wir im Mai, Juni erfahren), wäre Leerlauf, Drittellast, Zweidrittellast, Volllast oder noch feiner möglich.
Jetzt reizt es mich natürlich schon, mal einen Gmeinder-Sound par excellence zu erstellen . . .
fspg2 - 11.08.12 13:38
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo,

da ich in der Nähe meiner Arbeitsstelle einen mir wärmstens empfohlenen Gießer einmal ausprobieren wollte, wurde u.a. das Achslager der Gmeinder 10-12 vervielfältigt.

Zur Erinnerung: per Prototyping war vor längerer Zeit der Master vom Achslager erstellt worden.


Gmeinder_Gussteile_1 (fspg2)


Die Stufen an der oberen Schräge würden mit 1000er Sandpapier geglättet und abschließend gesandstrahlt.



Vom Master wurde jetzt eine Silikonform erstellt. Im Gegensatz zu einer Gummiform ist hier das Schrumpfungsmaß geringer. Bei Silikon nur etwa 0,2% Schrumpfung.
Das Schrumpfungmaß bei Gummi kann durchaus 3% betragen. Je nachdem ob man eine Form aus Gummi oder Silikon verwenden möchte, muss das Mastermodell entsprechend größer erstellt werden.


Gmeinder_Gussteile_5 (fspg2)


Für jeden Abguß aus Neusilber wurde ein roter Wachsspritzling vom Gießer gespritzt.


Im Netz habe ich unter anderem hier ein paar nähere Informationen über das Wachsausschmelzverfahren gefunden.


Gmeinder_Gussteile_6 (fspg2)



Da es mir zu mühsam war, alle Angüsse mit der Laubsäge abzusägen, habe ich den Anguss mit einem 2mm Fräser abgetrennt ...


Gmeinder_Gussteile_7 (fspg2)



...und mit einem 1000er Sandpapier (aufgeklebt auf einem Vierkantholz) geglättet.


Gmeinder_Gussteile_11 (fspg2)



Gmeinder_Gussteile_8 (fspg2)



Gmeinder_Gussteile_9 (fspg2)



Gmeinder_Gussteile_10 (fspg2)

Hydrostat - 11.08.12 13:52
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo Frithjof,

phantastische Arbeit.

Wie lange benötigst Du für das Erstellen der Zeichnungen am Beispiel des Achslagers?

Schönen Gruß
Volker
fspg2 - 16.08.12 13:01
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo Volker,

danke für die lobenden Worte Winke

Tja, wie lange ich für das Zeichnen brauche, ist relativ.

Bevor ich tatsächlich mit dem Konstruieren anfange, erfolgt erst einmal die Recherche.
Auf Frank Engel´s wunderbarer Feldbahnseite gab es eine Betriebsanleitung und Ersatzteilliste für die Gmeinder 10-12 zum Download, auf der ich den Aufbau des Achslagers studieren konnte. Erst später entdeckte ich Fotos im Feldbahnforum und hier, schließlich hatte ich die Gelegenheit im Feldbahnmuseum Hildesheim solch eine Gmeinder 10-12 PS zu fotografieren und zu vermessen.

Aus den ermittelten Abmessungen erstellte ich eine kleine Exel-Datei zum automatischen Umrechen für den gewählten Maßstab.


Jetzt erst erstellte ich eine 2-D-Skizze mit den auf 2 Stellen hinter dem Komma gerundeten Werten für 1:22,5.

Achslager_Aufbau-01 (fspg2)



Im nächsten Schritt wurde diese Skizze in der Höhhe auf 7,56mm extrudiert.

Achslager_Aufbau-03 (fspg2)


Auf diesen Grundkörper wurden neue Ebenen gelegt und darauf wiederum Skizzen erstellt, diese extrudiert, Kanten gerundet, Flächen angewinkelt,.... Schritt für Schritt wurde so das gesamte Achslager modelliert.


Achslager_Aufbau-02 (fspg2)


Das reine Zeichnen hat gefühlt ca. 2 Stunden gedauert ... wahrscheinlich trügt mich aber mein Gefühl Winke die Zeit verfliegt bei Konstruieren geradezu. Ich schaue dabei nie auf die Uhr, es macht Spaß ... und das zählt für mich Ausruf
fido - 16.08.12 20:02
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
fspg2 hat folgendes geschrieben::

Das reine Zeichnen hat gefühlt ca. 2 Stunden gedauert ... wahrscheinlich trügt mich aber mein Gefühl Winke die Zeit verfliegt bei Konstruieren geradezu.

Hi Frithjof,

huch, Du bist aber schnell!

Welches Programm zum Zeichen verwendest Du nochmal?

Die Achslager sind sehr schick geworden top
fspg2 - 16.08.12 21:35
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo fido,

schau mal hier.
Für Modellbau eigendlich viel zu mächtig und zu teuer, es sei denn, man ist Student, Schüler oder Dozent.
Hydrostat - 17.08.12 11:07
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo Frithjof,

vielen Dank für diese - ähm - wirklich anschauliche Erläuterung.

Du zeichnest also mit den umgerechneten Maßen direkt in der Originalgröße. Welchen Grund gibt es, nicht die Originalmaße zu verwenden und das ganze 3D-Modell anschließend zu skalieren?

Schönen Gruß
Volker
fspg2 - 17.08.12 11:45
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo Volker,

wenn ich z.B. beim Zeichnen in 1:1 eine Blechstärke von 16mm habe, erhalte ich in 1:22,5 skaliert eine Dicke von 0,71mm.
Jetzt würde in eine skalierte Nut mit dieser Stärke kein käufliches Blech (z.B. MS58: 0,3mm, 0,4mm, 0,5mm, 0,8mm, 1,0mm, 1,5mm 2,0mm,...) mehr passen.
Also gehe ich in solchen Fällen einen Kompromiss ein und wähle hier 0,8mm Blechstärke, d.h. die Zeichnung im Maßstab 1:22,5 wird entsprechend angepasst.

Das gleiche Problem ergibt sich, wenn man mal „eben schnell" von einem Maßstab in einen anderen umskalieren will, auch hier sind die Materialstärken entsprechend anzupassen!
fspg2 - 16.09.12 12:44
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo,

die Zeichnungen für die Getriebeblöcke waren schon vor eniger Zeit erstellt worden.

Gmeinder_10_12PS_Antrieb_05 (fspg2)



Gmeinder_10_12PS_Antrieb_006 (fspg2)



Die vier Halbschalen wurden zu einer Fräsdatei zusammengelegt. Mehrere Hilfslayer wurden hinzugefügt, um die einzelnen Konturen genau ausfräsen zu können.


Gmeinder_10-12_Antrieb_014 (fspg2)



In der DXF-Datei habe ich den einzelnen Layern verschiedene Farben zugeordnet,


Gmeinder_10-12_Antrieb_015 (fspg2)



damit ich im Fräsprogramm mit den unterschiedlichen Bohrern und Fräsern genau die entsprechenden Ebenen unterscheiden kann.


Gmeinder_10-12_Antrieb_019 (fspg2)



Der Rest war nach einer guten Stunde durch die Fräse erledigt. Dabei erfolgte ein sechsmaliger Wechsel der Bohrer/Fräser.


Gmeinder_10-12_Antrieb_016 (fspg2)



Gmeinder_10-12_Antrieb_017 (fspg2)



Nach dem Sandstrahlen sieht man die einzelnen Frässpuren nicht mehr.


Gmeinder_10-12_Antrieb_018 (fspg2)

kolbenwalter - 16.09.12 20:03
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Moin Moin Frithjof,

die Achsgetriebe sehen ja wunderschön aus und sind auch recht klein. Ich gehe davon aus, das Du sauber konstruiert hast und alles gut zusammen passt und auch sauber läuft.

Na dann, es geht ja langsam weiter mit der Gmeinder 10/12.

Viele grüße
Walter
fido - 17.09.12 09:14
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo Frithjof,

Deine Achsgetriebe sind schick! Die Stromaufbahme direkt in den Getriebeblock zu integrieren, ist eine super Idee. Auch die 3-Punkt Lagerung ist geschickt integriert.

Ich konnte mich bisher aber nicht durchringen, das Getriebe aus massiven Messing zu fräsen, da das Material es sehr teuer ist. Wie stark ist denn Dein Messingblech gewesen?
uwer - 17.09.12 19:23
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo Fido,

bei Wilms kostet eine 1m Stange 25x10mm ca. 31€.

Da lassen sich einige Getriebe fräsen.

Gruß
Uwe
fspg2 - 17.09.12 22:30
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo fido,

ich habe 20mm x 8mm Ms58 verwendet - 1 Meter bei Wilms kosten 21,61€ + Porto.
Daraus säge ich mir 9 Stangen a' 11cm für 9 Loks. Also sind das etwa 2,40€ pro Lok + anteiliges Porto.
Das Material ist der geringste Kostenfaktor. Die Zeit für die Konstruktion und die Fräszeiten sind relativ - es ist eben Hobby.
Wenn ich allerdings die ganzen Einzelkosten aller Teile zusammenrechne, kommen schon ein paar Euro zusammen Grins
uwer - 17.09.12 22:50
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo Frithjof,

woher sind denn die schönen Kegelräder?

Wenn ich so sehe welche Kunstwerke da bei dir entstehen, dann juckt es mich doch sehr, mir endlich mal eine vernünftige Frässpindel zu bauen.
Dann könnte ich endlich versuchen dir nachzueifern.

Gruß
Uwe
fido - 17.09.12 23:31
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo Frithjof,

vielen Dank für die Infos.

Ich habe bisher nur Bleche in 400x150mm gekauft und das geht bei > 6mm ganz schön ins Geld. Mit Messingstangen, wie Du es machst, ist für wenige Teile viel günstiger.

Die Achslager gleich mit einem Radiusfräser zu setzen ist auch eine super Idee top


Hallo Uwe,

ja, da hast Du recht.

PS: Ich tippe auf Mädler.
kartonbahner - 20.09.12 10:21
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Moin Frithjof,

ich frage mich, welche Räder Du verwenden wirst ... oder kannst Du die inzwischen auch selbst herstellen?

Freundliche Grüße
fspg2 - 30.12.13 15:20
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Moin,

kaum zu glauben, aber es sind jetzt doch schon wieder 15 Monate vergangen, dass ich für die kleine Gmeinder 10-12PS etwas gebaut habe.


Gmeinder_10-12_Schutzgitter_01 (fspg2)



Für das Schutzgitter habe ich mir die beiden Haltebügel aus 3mm Messing gefräst.
Eine 0,7mm tiefe Tasche verdünnte das Material auf 2,3mm. Danach kam ein 1,0mm Fräser für die Aussenkontur zum Einsatz. Rechts und links hielten jeweils zwei kleine Haltestege das Material, so dass die Bügel nicht vom Fräser beschädigt werden konnten. Das verbleibende Material ist jetzt noch 0,5mm stark.


Gmeinder_10-12_Schutzgitter_03 (fspg2)



Für die Montage der beiden Bügel mit den senkrechten 0,4mm x 1,8mm Streben habe ich eine kleine Montagehilfe aus Pertinax vorgesehen.


Gmeinder_10-12_Schutzgitter_02 (fspg2)



In dieser Montagelehre werden nach dem Verlöten der Streben von der Rückseite die Löcher für die Sechskantschrauben gebohrt. Entsprechende Löcher sind in der Lehre bereits vorhanden.

Nachdem ich diese Lehre ausgefräst hatte, kam über Nacht ein neuer Gedanke.
Zum Abtrennen der überstehenden Streben könnte doch die selbe Montagehilfe verwendet werden.
Also wurde heute neu gezeichnet und eine einfachere Lehre entstand.


Gmeinder_10-12_Schutzgitter_04 (fspg2)


Im Cad-Programm wurde für jeden Fräsdurchgang eine eigene Ebene angelegt und mit der Frästiefe beschriftet. Die Farben in der dxf-Datei machen es noch einmal deutlich.


Gmeinder_10-12_Schutzgitter_05 (fspg2)



Gmeinder_10-12_Schutzgitter_06 (fspg2)



Zum Vergleich die beiden Lehren.


Gmeinder_10-12_Schutzgitter_07 (fspg2)

dampfklaus - 30.12.13 17:50
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Guten Abend Frithjof,

Dein Baubericht über die "Gmeinder 10-12" ist sehr schön und die Ausführung ist nicht mehr zu toppen.
Jedoch wundert es mich, dass Du die Haltebügel aus 3 mm Messingblech fräst.
Warum fräst Du Dir nicht eine Biege-Vorrichtung, mit der kannst Du doch einen Messing-Streifen sehr gut und maßhaltig im Schraubstock oder unter einer Presse biegen. Im Original waren die Haltebügel doch auch gebogenes Flachmaterial.
Dies soll keine Kritik sein, sondern nur ein Hinweis, wie man es auch machen könnte.
Ich wünsche Dir ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr und bin gespannt auf Deinen nächsten Bericht.

Gruß
Klaus
Helmut Schmidt - 31.12.13 12:33
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo Frithjof,

sehr schöne aber och sehr aufwendige Arbeit, nur warum hast du nicht einfach das ganze Gitter in einem Stück aus dem Vollen gefräst, wie ich dabei meinem Gepäck Gitter gemach habe?


christo - 01.01.14 12:58
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo,

ich schließe mich Dampfklaus an, der nicht versteht, warum man die Haltebügel nicht aus Flachmaterial biegt und dann verlötet? Das würde auch von der Fertigung mehr dem Vorbild entsprechen und wäre nicht sehr komplex.

Ich bewundere Euer Können bezüglich CAD und Fräsen, aber in dem Fall hätte ich feldbahnmäßigen Maschinenbau angewendet....

Viele Grüße

Tom, der sich als Anfänger weit aus dem Fenster lehnt

Geschockt
fspg2 - 11.01.14 17:37
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo,

erst einmal hoffe, dass Ihr einen guten Start in neue Jahr 2014 hattet!

@Klaus und Tom
Vielen Dank für Eure freundlichen Worte Winke
Das Biegen der Blechstreifen hatte ich anfangs auch überlegt, es war eine von mehreren Möglichkeiten.

@Helmut
Da habe ich Deine Idee doch einmal ausprobiert und aus einem 35mm x 3mm Ms58-Profil das Gitter aus dem Vollen gefräst.

Wie schon früher, habe ich mir zuerst eine passende Tasche in das MDF-Material gefräst. Danach wurde das Messing-Profil hineingelegt und mit kleinen Schrauben zusätzlich fixiert.

Als erstes bekam das Profil vier 2,0mm Löcher gebohrt, die 5mm in die MDF-Platte reichen. Entsprechende Messingröhrchen wurden hineingesteckt. Sie dienen der genauen Positionierung der beiden Fräsungen von Vorder- und Rückseite.


Gmeinder_10-12_Schutzgitter_08 (fspg2)

Hier ist die Rückseite gefräst.


Nach 45 Minuten konnte ich das Gitter von den Haltestegen trennen und an den äußeren Biegekanten mit einer kleinen Feile verrunden und alles sandstrahlen. Vier Sechskantschrauben mit 1mm Schlüsselweite dienen der späteren Montage auf dem Frontblech.


Gmeinder_10-12_Schutzgitter_09 (fspg2)


Einen "Schönheitsfehler" hat das Gitter: Mit einem 1mm Kugelfräser wollte ich die die inneren Ecken ausrunden. Da der vorhandene Fräser jedoch im Schaft konisch ist, wäre ich sowieso nicht in die Ecken gelangt, so habe ich auf die Rundung verzichtet. Ich hoffe, dass der geneigte Leser mir das verzeiht Winke
Hydrostat - 11.01.14 19:45
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo Frithjof,

lass' etwas Sekundenkleber vor dem Lackieren in die Ecken laufen und feil sie anschließend etwas nach, dann sind sie rund. Oder fräse nochmal ein neues Gitter und lass' an dieser Stelle eine Stufe stehen, die Du verfeilen kannst.

So kannst Du das nicht einbauen Sehr glücklich .

Schönen Gruß
Volker
Helmut Schmidt - 11.01.14 20:13
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo Frithjof,

das sieht ja schon sehr gut aus, aber wie Volker schon schrieb, da geht noch mehr.

Ich verwende Zweizahnfräser mit Stirnradius von VHF Best.Nr. ZS-SCR-0100-3-050-40.

Dieser 1mm Fräser geht für eine Frästiefe bis 5 mm und ich habe sogar noch 2 neue davon.
fspg2 - 27.01.14 08:10
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Moin,

@Volker + Helmut
Ich werde in die Ecken etwas Lötzinn und Lötwasser geben, um die leichte Rundung zu imitieren. So kann die Grund-Brünierung auch das Lötzinn färben.
Lediglich auf den Fotos erscheint die Ecke nicht rund - mit bloßem Auge ist es kein Thema Winke


Gmeinder_10-12_Schutzgitter_11 (fspg2)



Als Nächstes stehen kleine Fleißarbeiten an... etliche Sechskantschrauben und Nieten werden zu montieren sein.


Gmeinder_10-12_Fahrwerk_014 (fspg2)



Für die Bohrungen der 1,0mm Nietlöcher in die seitlichen 2,5x2,5mm und 3,0x3,0mm L-Profile habe ich mir wieder ein Hartpapiervorrichtung gefräst.
Die auf der Böhler-Kreissäge auf Länge gebrachten Profile wurden paarweise in die Vertiefungen gesteckt und auf der Fräse die Löcher gebohrt. Sie klemmten von alleine, so das eine weitere Fixierung nicht nötig war.
Alle 2 Minuten konnte ich die Profile wechseln - Ergebnis: eins wie das andere Sehr glücklich

Gmeinder_10-12_Fahrwerk_015 (fspg2)

Helmut Schmidt - 27.01.14 08:43
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo Frithjof,

im Grunde ist das ja auch eigentlich so, dass auch in der Wirklichkeit beim Abkanten der Radius enger ist.
dampfklaus - 27.01.14 12:57
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo Frithjof & Helmut,

es ist schon schade, dass ein Gitter aus Flachprofil aus dem Vollen auf der CNC-Fräse hergestellt wird. Aber das ist Ansichts-Sache.
Was ich jedoch nicht ferstehe, dass die Radien mit Lötzinn oder Ähnlichem nachempfunden werden müßen. Hier hätte ein Raduisfräser eingesetzt werden müßen.
Außerdem ist der innere Biegeradius bei Flachprofilen immer gleich der Materialdicke.
Denkt mal darüber nach!

Gruß
Klaus
Hydrostat - 27.01.14 15:14
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
dampfklaus hat folgendes geschrieben::
Was ich jedoch nicht ferstehe, dass die Radien mit Lötzinn oder Ähnlichem nachempfunden werden müßen. Hier hätte ein Raduisfräser eingesetzt werden müßen. Außerdem ist der innere Biegeradius bei Flachprofilen immer gleich der Materialdicke.


Hmm, wenn das abgekantete Profile sind, müsste doch der Außenradius gleich der Materialstärke sein? Dann braucht's innen gar keinen Radius ...

Gruß
Volker
dampfklaus - 27.01.14 17:21
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo Volker,

das kann nur ein Nichtmetaller behaupten. Ich habe gesagt: "innerer Biegeradius ist gleich Materialstärk".
Also, angenommen das Flacheisen ist 3 mm dick, dann ist der innere Biegeradius 3mm und der äußere Bigeraius 6 mm.
Wenn der innere Biegeradius kleiner gewählt wird, gibt es eine Materialverformung.
Solltes Du nun immer noch Zweifel haben, dann kauf Dir ein Buch über Metall- Werkstoffkunde 1. Lehrjahr, da kannst Du das nachlesen.

Gruß

Klaus
fspg2 - 19.02.14 21:37
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Moin,

die letzten Arbeiten an der Gmeinder 10-12PS waren eher eine Fleißarbeit als interessant.

So wurden Teile für den Rahmen,


Gmeinder_10-12_Fahrwerk_016 (fspg2)



die Profile für die Motorhaubenträger (hier wurde Restmaterial verwendet)


Gmeinder_10-12_Motorhaube_004 (fspg2)



und die 0,3mm Neusilberbleche für die Mittel-und Rückwand gefräst.


Gmeinder_10-12_Motorhaube_005 (fspg2)



Gmeinder_10-12_Motorhaube_006 (fspg2)



Alle Bleche wurden genietet.
Die Nietenprägemaschine hat zwei Anschläge: rechts und links.
Alle Bleche wurden einmal links und einmal rechts an den Anschlag gedrückt und zwei Nieten gedrückt.
Danach wurden die Anschläge auf das nächste Maß eingestellt und die nächsten beiden Nieten gedrückt.


Gmeinder_10-12_Motorhaube_007 (fspg2)


Am Ende kamen ein paar mehr Teile heraus, als ich wirklich benötige.
Wenn bei den nächsten Arbeiten einmal etwas schief geht, habe ich immer noch ein paar Ersatzteile Winke


Gmeinder_10-12_Motorhaube_008 (fspg2)



Aus 8mm Pertinax und 1,5mm Messingblech habe ich mir eine Lötlehre gebaut, um die gebogenen Handläufe auf die Mittel- und Rückwand zu löten.

Für eine Lok hätte ich den Aufwand sicherlich nicht betrieben. Da ich aber eine Kleinserie baue und alle Teile gleich sein sollen, ist dieser Aufwand der schnellere Weg.


Gmeinder_10-12_Motorhaube_009 (fspg2)

fspg2 - 28.05.14 21:52
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Guten Abend,

Kegelräder verbinden die beiden Achsen mit der gemeinsamen Antriebsachse.

Ein Kegelrad besteht aus Messing, das zweite aus Stahl.


Gmeinder_10-12_Antrieb_25 (fspg2)



Die Kegelräder wurden auf eine Aufnahme gespannt und erhielten ein 1,3mm Durchgangsloch durch den Bund.


Gmeinder_10-12_Antrieb_20 (fspg2)



Gmeinder_10-12_Antrieb_21 (fspg2)



Anschließend wurden beidseitig 1,6mm Gewinde geschnitten und Madenschrauben eingesetzt.


Gmeinder_10-12_Antrieb_22 (fspg2)



Da meine Drehmaschine momentan nicht richtig funktioniert, wurde der Bund kurzerhand abgefräst und die Kanten gebrochen.


Gmeinder_10-12_Antrieb_23 (fspg2)



Das Bronzelager dient der Lagerung und lässt den hinteren Getriebeblock um die Achse pendeln.
Anlaufscheiben (6/3mm) minimieren die Reibung.

Gmeinder_10-12_Antrieb_24 (fspg2)

fspg2 - 07.01.16 21:07
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo zusammen,

krankheitsbedingt habe ich ein wenig Zeit, mich um Liegengebliebenes zu kümmern Winke

Vor langer Zeit fragte Gerald (kartonbahner):
Zitat:
... Deinem Zwischenstandsbericht entnehme ich, dass Du eine Version mit Akku-Betrieb zumindest auch in Betracht ziehst,...


Als ich kürzlich auf einer weihnachtlichen Modellbauausstellung im Schloß Salder mit Martin (Krane) auf seine mit Deltang angetriebenen Fahrzeuge blickte und er mir den Fahrregler in die Hand drückte...., kam ich doch ins Grübeln Idee

Die Gmeinder sollte bislang mit DCC fahren.
Damit verbunden sollte meine Anlage mit Schienenstrom betrieben werden....

Martin bot mir an, meinen schon vor längerer Zeit zu Testzwecken von Ronald zusammengebauten und vorkonfigurierten Deltang-Empfänger und Sender mit einem 12-Volt-Step-Up-Regeler zusammenzubringen. Weitere Infos gibt es auch hier im Forum.

Heute konnte ich einen Faulhaber 2020C/12Volt und eine kleine 500mAh Lipo-Zelle anschließen Sehr glücklich
Obwohl ich die erste Gmeinder damit noch nicht rollfähig habe, war der Entschluss gefasst. Ausruf

Als ich schon bei Martin die Loks mit der Deltang-Steuerung so feinfühlig fahren konntet, hatte der Bazillus gegriffen.

Für mich stehen folgende Vorteile:
a) kein Schienenstrom mit verdreckten Schienen,
b) keine Pilzkontakte an den Loks = weniger Verdrahtungsaufwand
c) Herzstücke müssen nicht polarisiert werden
d) sofortige Einsatzbereitschaft, ohne Putzarbeit,
e) günstiges System
f) mit einem kleinen Handregler kann ich bis zu 12 Loks fahren lassen (wird sicherlich nicht vorkommen) Winke
g) hervorragende Langsamfahreigenschaften
h) Zusatzfunktionen möglich (z.B. Licht, Servos)
i) wenn kein Sound, dann auch kein Lautspecher... mal sehen, ob dann eine Motoratrappe Platz findet (hat da jemand von Euch noch ein paar Bilder von einem Motor auf einer Gmeinder 10/12PS ?)


Aber auch einen momentanen Nachteil sehe ich zur Zeit:
Die Soundfrage ist noch nicht wirklich einfach gelöst. Aber vielleicht kommt da noch etwas vom Hersteller, wenn genügend Nachfrage existiert.
Zum Anderen ist die Programmierung der Decoder mir noch nicht so ganz ersichtlich, aber das kann ich sicherlich auch noch lernen Winke

Zum Sound gibt es wohl verschiedene Meinungen! Ich weiß, dass solch eine Dauerbeschallung zuhause einem wohl auch recht schnell auf die Nerven gehen kann. Aber es reizt mich, ein Modell mit dieser Möglichkeit zu haben. Dazu soll der Sound aber nicht von der Stange kommen... aber eins nach dem anderen. Wolfgang hatte ja schon am 17.2.2011 seine Gedanken dazu geäußert.


Positiv hervorheben möchte ich noch die große Hilfsbereitschaft von Ronald und Martin - VIELEN DANK dafür Sehr glücklich

P.S. Sollte allerdings jemand mit DCC auf der Anlage fahren wollen - kein Problem, denn die Schienen sind alle an einer 4mm2 Ringleitung angeschlossen.
Obwohl die Herzstücke nicht angeschlossen waren, fuhr eine kleine DDC-Lok ohne Goldcaps anstandslos darüber.
fspg2 - 08.01.16 22:10
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo,

ich bin momentan am Überlegen, welchen Faulhaber 2020 ich für die Gmeinder 10-12 PS jetzt mit Deltang verwenden will.
Zur Auswahl stehen die beiden Faulhaber 2020B und 2020C.
Dazu habe ich in einer Exeltabelle die verschiedenen Parameter miteinander kommunizieren lassen:




Ich habe den drei Fahrstufen des Vorbildes (12km/h - 8km/h und 4km/h) jeweils drei entsprechend abgestufte Voltzahlen zugeordnet.
Bei DCC sind das 18, 12 und 6 Volt - bei Deltang entsprechend 12, 8 und 4 Volt.

Die Angaben, die ich auf einem alten Datenblatt von Faulhaber für die Drehzahlen fand, beziehen sich nur auf den Leerlauf bei 12 Volt.

Heute wurde ich allerdings auf einer Seite von Herrn Schweizer fündig und fand Angaben zur Drehzahl unter Maximallast (506 U/min beim 2020B/12Volt und beim 2020C/12Volt sind es 131 U/min):

http://www.spur0hans.ch/motordaten.html

Er stellt zudem freundlicherweise auch ein Berechnungsprogramm als Exeltabelle zur Verfügung.

Ich habe diese Werte in die Exeltabelle gegeben und bin auf Übersetzungen im Getriebe von 2,04 im Leerlauf und 1,24 unter Max.-Last für den 2020C/12Volt bei DCC gekommen. Für Deltang entsprechend 1,36 im Leerlauf und unter Max.-Last auf 0,82!

Zahnräder scheiden wegen des Geräusches aus. Ich werde mich auch vom Zahnriemen verabschieden!

Aufgrund der nötigen starken Übersetzung scheidet der 2020B für einen O-Ring-Antrieb aus - es ist im Getriebegehäuse nicht genügend Platz.



Gmeinder_10-12_Getriebedeckel_05 (fspg2)


Die bislang angedachte Zahnriemenlösung war auf eine Übersetzung von 1:2 ausgelegt.

Liege ich falsch, wenn ich jetzt eine Kompromiss-Übersetzung von 1:1 wähle? Den mittleren Getriebeteil könnte ich dann etwas kleiner konstruieren und dadurch vielleicht für eine Motoratrappe Platz schaffen...zumindest, wenn ich erst einmal auf Sound verzichte. Im oberen Bereich unter der Haube werde ich einen kleinen Halteklotz konstruieren, der den Deltang-Empfänger und den kleinen Akku nebst Step-Up-Regler aufnimmt.


Gmeinder_10_12PS_Antrieb_05 (fspg2)

Beispielansicht noch mit Zahnradgetriebe 1:2
fspg2 - 17.01.16 12:19
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Moin,

draußen schneit es, alles weiß... sieht wirklich schön aus.

In den letzten Tagen kamen viele kleine Päckchen mit bestellten Teilen, wie z.B. Kabel, Schalter, Stecker, Testmotor FH 1512, Riemenscheibe mit Antriebsriemen,...

Es ist schon irre... Freitag Abend 5 Schalter im Netz (für 1,79€ + 1,49€ Porto) bestellt.... Samstag Mittag im Briefkasten Ausruf


Für den Schalter (Ein/Laden des Akkus) und die Ladebuchse habe ich eine Befestigung gefräst, die in einem zusätzlichen Gewicht integriert ist.


Gewicht_mit_Schalter_10 (fspg2)



Gewicht_mit_Schalter_12 (fspg2)



Gewicht_mit_Schalter_06 (fspg2)



Ebenso wird ein weiteres Gewicht im hinteren Rahmenbereich eingebaut. Durch diese beiden Messingteile erhöht sich das Gesamtgewicht um gut 50 Gramm.


Gewicht_mit_Schalter_09 (fspg2)



Gewicht_mit_Schalter_07 (fspg2)



Für die Montage der Schalter im Messingklotz habe ich kleine "Schuhe" aus Pertinax gefräst. Mit leichtem Druck eingepresst, halten sie den Schalter fest. Eine weitere Fixierung mit Kleber ist nicht notwendig.
Sollte der Schalter einmal defekt sein, lässt er sich so mühelos tauschen.


Gewicht_mit_Schalter_08 (fspg2)

fspg2 - 24.01.16 21:07
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo,

da der Faulhaber 2020 nur noch vereinzelt erhältlich ist, habe ich mir als Alternative den FH 1512 (Übersetzung 1:39) für einen Test bestellt.

Zum Vergleich der beiden Motore dient die Tabelle:

Faulhaber_2020_vs_1512 (fspg2)



Ich habe für die gewählte Übersetzung von 1:1 ein etwas kleineres Gehäuse für den Motorträger des FH1512 gefräst.


Mototraeger_Deckel-03 (fspg2)



In eine Pertinaxplatte habe ich eine 4mm-Vertiefung gefräst und ein 20x5mm-Messingflachprofil (MS58) von zwei Seiten bearbeitet.


Mototraeger_Deckel-06 (fspg2)



Insgesamt wurden die Bohrer und Fräser 11x gewechselt.


Mototraeger_Deckel-04 (fspg2)



Nach 46 Minuten lagen die beiden Deckelhälften in meiner Hand.


Mototraeger_Deckel-07 (fspg2)



Mototraeger_Deckel-08 (fspg2)



Ich hatte länger nach einem Antriebsriemen gesucht. Normale O-Ringe schieden aus, sie sind nicht auf Dauerbelastung ausgelegt. Fündig wurde ich bei Henke-Modellbau. Torsten Winkler schickte mir einen Riemen mit zwei Rollen für die Motor- und die Antriebswelle. Da das Übersetzungsverhältnis bei 1:1,8 lag, mussten die beiden Rollen neu gedreht werden. Christian half schnell aus und schickte mir zwei Rollen (1:1) nach Zeichnung. Danke Dir noch einmal dafür Grins

Mototraeger_Deckel-09 (fspg2)


Jetzt steht der Montage aller Teile nichts mehr im Weg. Ich bin gespannt, ob der Motor meine Erwartungen erfüllt Winke
fspg2 - 28.03.16 23:11
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo zusammen,

der erste Versuch mit dem Riemenantrieb verlief eigentlich ganz vielversprechend...

Befürchtungen hatte ich allerdings wegen der leicht gefetteten Achse, die die beiden Achsblöcke verbindet. Sollte irgendwie etwas von dem Fett auf die Rolle und damit auf den Riemen gelangen, so würde der 0,1mm dicke Kunststoffriemen sicherlich schlupfen.

Auch wenn ich Zahnriemen ursprünglich ausgeschlossen hatte (keine Möglichkeit der Nachspannung im kleinen Getriebegehäuse), so habe ich versucht, Zahnriemen mit 60 Zähnen (1mm Zahnabstand und 2,5mm Breite) zu bekommen.
Nach längerem Suchen wurde ich fündig... jedoch besteht leider eine Mindestabnahmemenge von 5000 Stück Heulend das sind etwa 4980 zu viele.

Von der Nussa nahm ich mir zum Test einen Zahnriemen-Antriebssatz mit (Henke-Modellbau).
Der Riemen hat 66 Zähne und 3mm Breite. Die dazugehörigen Riemenscheiben sind für meinen Getriebeblock mit 5,7mm etwas zu dick.
Mit den beiden jeweils 0,3mm dicken Beilagsscheiben komme ich auf 6,3mm. Zur Verfügung stehen 5,5mm. So blieb mir nur, die vorhandenen Zahnriemenscheiben zu verdünnen.

Um die Kunstoffzahnriemenscheiben dünner zu bekommen, habe ich mir eine Spannzange aus Aluminium gedreht.

Zahnriemenscheibe_02 (fspg2)



Zahnriemenscheibe_03 (fspg2)



Anfangs habe ich die Teile auf der Drehbank abgedreht, so dass für den Zahnbereich 3,5mm stehen blieben.

Zahnriemenscheibe_04 (fspg2)



Zahnriemenscheibe_05 (fspg2)



Schneller ging es mit dem Einspannen, als ich die Zahnriemenscheiben senkrecht in ein Dreibackenfutter einspannte und auf Höhe abfräste.


Zahnriemenscheibe_06 (fspg2)



Zahnriemenscheibe_07 (fspg2)



Neue Bordscheiben werden aus 0,4mm Neusilberblech gefräst. Diese bekommen drei 0,5mm Löcher für Messingstifte, um sie so mit der Scheibe sicher zu verkleben.

Zahnriemenscheibe_01 (fspg2)

fspg2 - 10.04.16 20:13
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Moin,

jobbedingt geht es momentan nur sehr schleppend weiter.

Heute wurden die restlichen Bordscheiben mit den jeweils drei eingelöteten 2,5mm langen und 0,5mm dicken Drahtstiften

Bordscheibe 0,4mm_01 (fspg2)


und die abgefrästen Kunststoff-Zahnriemenräder zusammengeklebt.

Bordscheibe 0,4mm_02 (fspg2)


Danach wurden die Zahnriemenscheiben wieder in die Spannzange eingespannt und die Lötpunkte auf der Neusilberscheibe plangedreht...

Bordscheibe 0,4mm_03 (fspg2)


...und die Hälfte der Zahriemenscheiben in mehreren Stufen auf 3,0mm aufgebohrt und gerieben.

Bordscheibe 0,4mm_04 (fspg2)

fspg2 - 08.09.20 18:13
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Moin in die Runde,

es ist doch schon wieder gut vier Jahre her, dass ich an meiner Gmeinder 10-12 etwas gebaut habe.
Gefühlt kam mir die Zeit deutlich kürzer vor Überrascht


Gmeinder10-12_Zeichnung_11 (fspg2)



Naja, gebaut habe ich nicht wirklich weiter, lediglich ein paar Teile wurden über Prototyping gefertigt. So habe ich, wenn ich in Rente gehe, ein paar weitere Teile für meine Baustellen Winke


So kamen alle Tank- und Kühlerdeckel auf einen Gussbaum:

Gmeinder_10-12_Tankabdeckung_02 (fspg2)




Nachdem der Master-Plot vom Handbremsgestängesteller freigegeben war,

Handbremse_Gruppe_1_04-Ur-Plot (fspg2)


mussten die darauf gelieferten Teile reklamiert werden.

Handbremse_Gruppe_03 (fspg2)


Beim Ausformen hatten sich wohl die beiden parallelen Zackenreihen deutlich verschoben.

Handbremse_Gruppe_02 (fspg2)



Handbremse_Gruppe_01 (fspg2)




Bei der Gmeinder 10-12 gab es diverse Puffervarianten. Ich habe vorne und hinten zwei verschiedene Größen gezeichnet und plotten lassen.

Gmeinder_10-12_Puffer_01 (fspg2)



Um die Fläche mit dem Anguss nicht beim Abtrennen mit der Trennscheibe auf der Proxxon-Kreissäge zu beschädigen, ließ ich einen kleinen Sockel stehen.

Gmeinder_10-12_Puffer_05 (fspg2)


Die weiteren Arbeitsschritte waren: Fräsen der verbliebenen Sockel

Gmeinder_10-12_Puffer_06 (fspg2)



und das Schleifen der Seiten, um die leicht sichtbaren Treppenstufen zu entfernen.

Gmeinder_10-12_Puffer_07 (fspg2)



Gmeinder_10-12_Puffer_08 (fspg2)



Hier von links nach rechtes:
angelieferter Puffer, abgetrennter Gussbaum, abgefräste Sockel, Innenseite, geschliffener Puffer

Gmeinder_10-12_Puffer_02 (fspg2)

Marcel - 10.09.20 20:44
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo Frithjof

Auch wenn es nun etwas länger gedauert hat, ist es für mich immer wieder ein Genuss, deine minutiöse Planung und Bauweise zu verfolgen ...

... und so freue ich mich schon auf die nächsten Bilder, vielleicht dauert es nicht wieder 4 Jahre Winke Winke .

Beste Grüsse Marcel
fspg2 - 10.09.20 21:38
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo Marcel,

Zitat:
... und so freue ich mich schon auf die nächsten Bilder, vielleicht dauert es nicht wieder 4 Jahre


nein, ich hoffe, dass es in einem halben Jahr dann schnneller vorangehen wird Winke

Die letzten Abende verbrachte ich damit, alle Puffer zu schleifen und die Befestigungslöcher in einer Hartpapierlehre zu bohren.


Gmeinder_10-12_Puffer_09 (fspg2)



Gmeinder_10-12_Puffer_10 (fspg2)

fspg2 - 31.10.20 20:31
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Danke Marcel,
Zitat:
.. und so freue ich mich schon auf die nächsten Bilder, vielleicht dauert es nicht wieder 4 Jahre


keine vier Jahre, sondern nur 53 Tage Winke

Wo ich mich doch in den letzten Tagen mit Scharnieren für die Kemna-Walze beschäftigt hatte, fielen mir auch ein paar Gussteile in die Hände, die ich 2010 drucken und dann über Gummiformen vervielfältigen ließ.


Gmeinder_Knebel_2 (fspg2)


Auf obigem Gußbaum befinden sich zwei Scharniere für die seitliche Lüfterklappe der Gmeinder 10-12PS.

Gmeinder_10-12_Scharnier_08 (fspg2)



Beim genauen Betracheten fällt auf, dass sie keine durchgängige Bohrungen aufweisen - der Lochdurchmesser von lediglich 0,5mm war über diese Gummiform wohl so nicht machbar.
Bei einem breiteren Teil hätte der Gießer einen entsprechenden Draht als Platzhalter eingelegt, hier wäre die Länge des Drahtes etwa 3-4 Millimeter gewesen.



Also wurde wieder eine kleine Lehre aus einer 6,0mm HPL-Platte gefräst, um beim nachträglichen Bohren darin das Scharnier sicher zu halten.


Gmeinder_10-12_Scharnier_01 (fspg2)



Gmeinder_10-12_Scharnier_02 (fspg2)



Gmeinder_10-12_Scharnier_03 (fspg2)



In einem kleinen Schraubstock wurde die Bohr-Lehre auf dem Kreuztisch des Fräsständers eingespannt, das Scharnier eingelegt und mit einem kleinem Holsstück sowie etwas Tesakrepp fixiert.
Der 0,5mm Bohrer wurde dann genau über der angedeuteten Vertiefung positioniert. Ein kleiner Tropfen Schneidöl half beim Bohren.


Gmeinder_10-12_Scharnier_04 (fspg2)


Danach konnte ich das Holzstück und das Kreppband wieder entfernen, um das Scharnier zu betrachten.


Gmeinder_10-12_Scharnier_05 (fspg2)



Gmeinder_10-12_Scharnier_06 (fspg2)


Ein Probesitz am Gmeindergehäuse passte Sehr glücklich

Gmeinder_10-12_Scharnier_07 (fspg2)


Jetzt kommt der langweilige Teil... es sind noch 43 Scharniere zu bohren!
fspg2 - 02.11.20 20:51
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo,

das Bohren der kleinen Scharniere war in einer knappen Stunde erledigt - das ging schneller, als ich dachte Sehr glücklich

Lediglich das Holzstück zum Fixieren des kleinen Scharnieres ließ ich weg. Mit einem kleinen Schraubenzieher in der linken Hand drückte ich das Teil in die Bohrschablone und konnte mit der rechten Hand den Fräskopf führen.

Durch das Schneidöl hatte ich jetzt keinen Bruch des Bohrers. Gerade bei Gußteilen hatte ich des Öfteren Lunker im Material, an denen solch kleine Bohrer gerne einmal abbrachen - wobei ich da kein Öl verwendet hatte.


Heute kam übrigens wieder Post von Kalle Winke

Der Kühler wird in zwei Teilen entstehen. Das Gehäuse ließ ich von ihm in Kunststoff auf seinem Formlabs 3 3D drucken .


Gmeinder_10-12_Ku_776_hler_02 (fspg2)



Gmeinder_10-12_Ku_776_hler_03 (fspg2)


Im Gegensatz zu den älteren Formlabs-Druckern, ist es jetzt wohl möglich, die Durchmesser der Kontaktpunkte zwischen Stützstruktur und Bauteil auf 1/100mm zu verkleinert.

Gmeinder_10-12_Ku_776_hler_04 (fspg2)

fspg2 - 03.11.20 20:24
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Moin,

die gedruckten Kühlerrahmen hatten keine Befestigungslöcher in den 4 Winkeln bekommen.

Ich wollte damit sicher gehen, dass bei eventuellen Maßabweichungen beim 3D-Druck die Löcher nicht Deckungsgleich mit der Frontplatte sind.


Gmeinder_10-12_Kühler_01 (fspg2)



Deshalb wurden sie nachträglich in einer kleinen Lehre gebohrt.


Gmeinder_10-12_Kühler_05 (fspg2)



Gmeinder_10-12_Kühler_06 (fspg2)


Jetzt fehlt noch der Innenbereich des Kühlers. Dazu habe ich mir für die Rückseite einen kleinen Hilfsrahmen gefräst, der später beidseitig die Gitter und ein zusätzliches Gewicht aufnehmen wird.


Gmeinder_10-12_Kühler_07 (fspg2)



Gmeinder_10-12_Kühler__08 (fspg2)



Gmeinder_10-12_Kühler_09 (fspg2)

Franck Tavernier - 06.11.20 10:21
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Amazing Frithjof as usual!

Franck
AureaOlivas - 13.11.20 09:08
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
This is actually nice! and nice effort too. If you consider this as 'sketch' it is really impressive. Seems like you also have a good start. Nice to see the pictures and great details too! To me, it is actually nice, feasible also. To be honest, this is already above the average standard!
AureaOlivas - 18.11.20 06:57
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Ich habe viele ähnliche Beiträge gesehen. Ich bin neugierig, wie fängt man an, ein solches Projekt zu planen? Welche Anwendung verwenden Sie, um Ihr Projekt zu visualisieren? Ist sie einsatzbereit? Irgendwie interessiert es mich, etwas darüber zu erfahren. Auch ein schönes Projekt haben Sie da!
fspg2 - 12.12.20 13:32
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo zusammen,

für das Gitter des Kühlers hatte ich verschiedene gekaufte Gitter probiert, die beiden kleinsten von modulor gefielen mir nicht wirklich:

Gmeinder_10-12_Ku_776_hler_10 (fspg2)



Gmeinder_10-12_Ku_776_hler_11 (fspg2)




Als ich kürzlich mit ein paar Freunden über die Gitter des Gmeinder-Kühlers sprach, bekam ich ganz schnelle Hilfe von Paul, der mir zwei kleine Testgitter mit winzig kleinem Rastermaß zuschickte.

Die Raute hat eine Abmessung von nur b=0,553mm und h= 0,319mm Ausruf

Gmeinder_10-12_Kuehler_14 (fspg2)



Gmeinder_10-12_Kuehler_12 (fspg2)


Ob man das Gitter dann in der fertig montierten Motorhaube aus normalem Abstand überhaupt sehen kann, wird sich zeigen Winke

Gmeinder_10-12_Kuehler_13 (fspg2)


Zumindest gefällt es mir Ausruf
Hydrostat - 12.12.20 14:53
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Wie hast Du das Gitter konstruiert? Über rechteckige Anordnung und dann beschnitten?
Thomas Engel - 12.12.20 19:35
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
fspg2 hat folgendes geschrieben::
Als ich kürzlich mit ein paar Freunden über die Gitter des Gmeinder-Kühlers sprach, bekam ich ganz schnelle Hilfe von Paul, der mir zwei kleine Testgitter mit winzig kleinem Rastermaß zuschickte.

Die Raute hat eine Abmessung von nur b=0,553mm und h= 0,319mm Ausruf

Zumindest gefällt es mir Ausruf


Winke Hallo Frithjof,

das ist kein Kühlergewebe. Bei solchen Kühlern gibt es oben und unten einen Sammelkasten, die mit Röhrchen vertikal verbunden sind. Diese sind mit horizontalen Blechen zur Wärmeverteilung ergänzt. Seitlich werden die Kästen mit Blechen (gekanteten Profilen) verbunden

Je nach Alter der Kühler und/oder Größe der Kühler gibt es unterschiedliche Rohrdurchmesser und Abstände der Bleche.

Kurzer Gruß & alles Gute!

Brennender Teufel Thomas
fspg2 - 14.12.20 13:26
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo Thomas,

ich habe dieses Bild betrachtet:

[/img]

gefunden bei: https://2img.net/h/farm8.staticflickr.com/7414/11569761534_f0163ef4fd_b.jpg

Mal sehen, ob ich noch ein wenig vom Innenleben nachzubilden versuche Winke
S 49 - 14.12.20 17:17
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo Frithjof,
für ein 1:32-Projekt habe ich die Bleche mit 0,1 mm Ätzteilen dargestellt (insgesamt 247 Stück). Hier liegen die Bleche so dicht, dass ich mit zwei verschiedenen Typen eine vorbildnahe Struktur erreichte und die Rohre nicht nachbauen musste.

K_hler_1 (S 49)


K_hler_2 (S 49)


Dein Vorbildkühler sieht da etwas luftiger aus und erfordert wohl etwas mehr Aufwand, wenn Du das nachbilden willst.

Gruß
Jürgen
fspg2 - 14.12.20 21:06
Titel: Re: Gmeinder_10-12 in 1:22,5
Hallo Jürgen,

Deine Bilder erinnern mich an einen Beitrag von Chuck Doan, wo er ebenfalls einen Kühler für seinen wunderbaren Fordson tugger hoist vorstellt:

http://www.finescalerr.com/smf/index.php?topic=2756.450

Mal sehen, wie weit ich es treibe Winke
Jedenfalls ist Deine Lösung mit den angedeuteten Stäben auch eine interessante Lösung!

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