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Umbau & Bausätze - Umbau zum SHE Ow


Kellerbahner - 05.08.06 19:11
Titel: Umbau zum SHE Ow
Hallo Buntbahner,

als Schmerzlinderung heiss während meiner LLO (Loren Löt Orgie: http://www.buntbahn.de/phpBB2/viewtopic.php?t=5249 ), blätterte ich in dem Buch über die Harzer Schmalspur Spezialitäten (W. Dörner, O. Kurbjuweit, J. Steimecke: Harzer Schmalspur-Spezialitäten; Ferrook-Aril). Ein Büchlein übrigens, dass ich allen Schmalspur-, Harz- und Modellbahnbastlern uneingeschränkt empfehlen kann. Aber wahrscheinlich kennen es eh´ schon alle ...

Dabei fiel mir der dort beschriebene Umbau der Schüttgutwagen zu offenen Güterwagen auf. Und nachdem ich mich vor kurzem mit allen Seiten des LGB Niederbordwagens farblich beschäftigt habe (http://www.buntbahn.de/phpBB2/viewtopic.php?t=4879), dachte ich mir: warum nicht so einen „einfachen“ Wagen selbst bauen – kein Dach, keine Fenster, keine komplizierten Aufbauten etc.. Das müsste doch was für den ersten „richtigen“ Wagen(auf)bau sein Cool .

Um nicht schon wieder Brandblasen behandeln zu müssen (s. oben Heulend ) und mir den ersten umfangreicheren Umbauversuch nicht zu schwer zu machen, habe ich mich gegen Messingprofile und für Polystyrolprofile entschieden. Wenn die Lötkünste fortgeschrittener sind kann ja ein zweiter, vielleicht der mit den Blechwänden, in Messingbauweise entstehen. Reizen würd´s mich ja ...

Aber jetzt erst mal die Beschreibung der bisherigen Aktionen:

Ein großer Vorteil in den „Harzer Schmalspur Spezialitäten“ sind die genauen Zeichnungen der Gebäude und Fahrzeuge. Der meist verwendete Maßstab 1 : 45 macht es einfach auf 1 : 22,5 umzurechnen und zu zeichnen.
Für die Aufbauten war das kein großes Problem. Für das Fahrgestell waren jedoch ein paar Annahmen und Kompromisse nötig, da keine Zeichnung des Unterbaus vorlag. Basis für den Bau war der offene Niederbordwagen mit Bremserbühne von LGB. Ein Vergleich mit den Zeichnungen ergab, dass die Maße ganz gut passen. Nicht im Sinne von Maßstabs-Puristen aber den Eigenbau eines Fahrgestells nehme ich mir später vor. Jetzt ging´s mir um mehr um den Aufbau, der noch deutlicher und realistischer aussehen sollte als nur durch farbliche Optimierung des gleichen Niederbordwagens (s. o.: http://www.buntbahn.de/phpBB2/viewtopic.php?t=4879 ). Aber zuerst eine die 1 : 1 Zeichnung des Wagens. Ein kleiner Einblick in das Planungsbüro mit den zur Verfügung stehenden Zeichenprogramm (Taschenrechner, Lineal, Bleistift und ganz wichtig - Radiergummi) und den im oben erwähnten Buch vorliegenden Konstruktionszeichnungen:

Ow Planungsbüro (Kellerbahner)


Die für den Umbau angefertigten Zeichnungen sind in der Fotogalerie abgelegt.

Das Fahrgestell des Ausgangsmaterials ist zu kurz und der Radstand musste verändert werden. Die Breite ist nicht exakt vorbildlich, die Abweichung beträgt ca. 8 mm, aber das kann ich verschmerzen lupe .

Fahrgestellplan (Kellerbahner)

für die Anpassung des Ausgangsfahrgestells

Fahrstell - Original (Kellerbahner)


Das vom Aufbau befreite Fahrgestell wurde entsprechend an 2 Stellen quer durchgesägt (s. Zeichnung). Die (Kunststoff-)Balken der Bremserbühne abgesägt und die Tritte entfernt. Die werden später durch Holzplanken ersetzt. Der Abstand der nicht der Bremserbühne zugewandten Achse zur Pufferbohle wurde um 16 mm gekürzt. Dafür ein 29 mm langes H-Stück aus Polystyrol mittig eingesetzt. Verklebt wurde mit Pola Cement auf einer ebenen Unterlage.

Fahrgestell angepasst (Kellerbahner)


Um den Rahmen des Fahrgestells zu verstärken, wurden Versteifungen aus 4x1 mm Polystyrolstreifen in Längs- und Querrichtung verklebt:

Verstärkung der Längsträger (Kellerbahner)


Verstärkung von unten (Kellerbahner)


Durch das Kürzen des Fahrgestells auf einer Seite (s. im Bild oben rechts) konnte das LGB-typische einachsige Drehgestell nicht mehr bewegt bzw. eingebaut werden. Es waren einige Anpassungen notwendig, dann klappte es:

angepasste Drehgestelle (Kellerbahner)

ausgesägtes Stück an der Kupplungsbefestigung

Die Halterung des „Flaschenöffners“ wurde an zwei Stellen gekürzt. Dadurch bewegte sich das Drehgestell wieder. Da ich auf meiner Innenanlage (leider) R1 fahre, musste das sein. Besonders nach den schönen Beiträgen von Thomas u.a. zu den Balancierkupplungen wird es wohl beim nächsten Umbau keine Flaschenöffner mehr geben ...

In der Zeit in der die Klebestellen am Fahrgestell trockneten machte ich mich an die Herstellung des Aufbaus. Da die Seitenwände aus einzelnen Brettern zusammengesetzt sein sollen, wurde das Gerüst aus L- und H-Verstrebungen vor den Anbringen der Seitenwandbrettern zusammengebaut. Zuerst wurde nach den Zeichnungen die Einzelteile zurechtgeschnitten:

Verstrebungen nach Plan (Kellerbahner)


Dann wurden die Teile der einzelnen Seiten(-hälften) mit Pola Cement verklebt:

PS Profile verklebt (Kellerbahner)


und das Gerüst in zwei Teilen fertiggestellt:

2 Hälften an Verstrebungen (Kellerbahner)


Den Bau der Türen verschiebe ich auf später, da ich mir noch nicht schlüssig bin, wie ich sie machen soll. Messingscharniere ? Zuerst den Rahmen ? Den wenigstens aus Messingprofilen ? Zu kompliziert ? Zum Öffnen oder nicht ? Mal sehen ... Heureka
Jetzt erst mal das Gerüst auf das Fahrgestell aufgesetzt, auf Passgenauigkeit prüfen und anschließend mit dem Fahrgestell verkleben:

Fahrgestell und Rohbau des Aufbaus (Kellerbahner)


Verkleben des Aufbaus mit dem Fahrgestell (Kellerbahner)


So sieht das Ergebnis aus:

Der Rohbau ist fertig (Kellerbahner)


Die Stabilität des Aufbaus ist durch das Verkleben, besser eigentlich „verschweissen“ (da die Teile durch die Lösemittel des Klebers angelöst werden), mit dem Fahrgestell eigentlich ganz gut. Mit der Rechtwinkligkeit bin ich nicht so ganz zufrieden. Sowohl horizontal, wie vertikal sind je zwei Stellen nicht sehr rechtwinklig. Um nicht zu sagen: windschief Verlegen Verlegen . Ob das mit Messing besser gelaufen wäre Traurig ? Na, mal sehen wenn die Seitenwände dran sind. Das müsste die Stabilität doch verbessern – hoffentlich.

Als nächstes wird erst mal das ganze grundiert und gestrichen, da die Seitenbretter auch schon bemalt angebracht werden sollen.
Doch davon demnächst mehr aus dem Bastelkeller ....

Gruß vom

Kellerbahner
Gleisbauer - 05.08.06 23:04
Titel: Re: Umbau zum SHE Ow
Moin
.
Kellerbahner hat folgendes geschrieben::
Da ich auf meiner Innenanlage (leider) R1 fahre, musste das sein. Besonders nach den schönen Beiträgen von Thomas u.a. zu den Balancierkupplungen wird es wohl beim nächsten Umbau keine Flaschenöffner mehr geben ...

Ich habe angefangen bei mir die Balancierkupplung vom Harzer Roller einzubauen, die funktioniert dank Schwenkpuffer auch bei R1.
Ansonsten interresanter Umbau, ich habe auch noch einen Toytrainwagen liegen. Mal sehen...
MfG Christoph
Feldbahn-Alex - 09.08.06 20:46
Titel: Re: Umbau zum SHE Ow
ähem...
Beim harald gibts den Wagenkasten auch schon geläsert... Verlegen Verlegen Verlegen
Kellerbahner - 12.08.06 18:53
Titel: Re: Umbau zum SHE Ow
Hallo Christoph,

Danke für den Hinweis ! Dann schaue ich mir die Balancierkupplungen mal an.

Nebenbei: Deine selbstgebauten an den Unterwagen für Deinen Muskauer Havariewagen ( http://www.buntbahn.de/phpBB2/viewtopic.php?t=5442 ) finde ich auch gelungen !

Hallo Alex,

Auch Danke für den dezenten Hinweis. Bin ich froh drum, denn vor Baubeginn hatte ich mal auf den Laserseiten geschaut, da in der 1. Gazette angegeben war, das es den Ow gibt - nur gefunden habe ich ihn nicht Traurig .

Nun habe ich nach Deiner Bestätigung nochmal in allen Links der Lasergang geschaut und siehe da -
Sehr glücklich gefunden Sehr glücklich !

Brauchst aber nicht verlegen sein - ich habe und hätte auch mit Wissen um den Laseraufbau bewußt den kompletten Selbstbau gewählt, da ich mal versuchen wollte einen Aufbau wie in 1:1 zu bauen. Zumindest wie ich es mir als Nicht-Waggonbauer(in 1:1) vorstelle. D.h. zuerst mal den Rahmen, dann die Bretter zurecht sägen und einbauen etc.
Also ein bißchen anders als gelasert an die Geschichte heranzugehen und so im wahrsten Sinn des Wortes einen Begriff von der Konstruktion zu bekommen.

Ist mir ja auch gelungen - der erste Versuch ging (wind)schief Lachend Lachend gruebel .

An die Lasergangster: bin zwar Schwabe aber keine Sorge: in nicht allzu ferner Zukunft kommt auch eine Bestellung von mir ... Winke

Gruß vom Kellerbahner
Kellerbahner - 17.12.06 21:35
Titel: Re: Umbau zum SHE Ow
Hallo Buntbahner und Südharzbahnfreunde,

die Vorweihnachtszeit scheint die Zeit der SHE und des Ow´s zu sein Idee ! Regalbahner Christoph baut ihn gerade in beeindruckender Geschwindigkeit und Ausführung:

http://www.buntbahn.de/phpBB2/viewtopic.php?t=2642&sid=c708270a6e457b00a9630a5a9878a582

Sein aktueller Beitrag ist an einen Bericht von Eckersbacher angehängt, der vor längerer Zeit dasselbe getan hat. Tobias hat wohl ebenfalls vor einiger Zeit mit dem SHE Ow begonnen, zumindest nach Zeichnungen für ihn gefragt:

http://www.buntbahn.de/phpBB2/viewtopic.php?t=5414&highlight

Ich bin auch seit August dabei und nutze die Adventszeit um von dem Baufortschritt weiter zu berichten. Damit sind´s jetzt wahrscheinlich mindestens 4 SHE Ow in unterschiedlichem Bauzustand im BBF Sehr glücklich Sehr glücklich Sehr glücklich !

Jetzt also mein SHE-Ow-Club-Beitrag:

Das vor einiger Zeit etwas windschief Verlegen geratene Gerüst des Aufbaus ist nun durchgetrocknet und jetzt kommen die Achslager und Federn. In der Ausführung weit entfernt von den vor kurzem gezeigten Teile von Heinz:

http://www.buntbahn.de/phpBB2/viewtopic.php?t=4943&highlight

aber für den Anfang und die Optik tut´s Winke .
Aus Messingblech wurden je zwei dreieckförmige Hälften herausgeschnitten, die an dem verbleibenden Teil des Kunststoffachslagers geklebt wurden:

die "Achslager" (Kellerbahner)


Zugleich wurden aus Kunststoff-L-Profilen die Rahmenbefestigungen der Längsträger gebastelt:

Achslager und Querträger (Kellerbahner)


In einigen Beiträgen von Buntbahnern wurde beschrieben, wie Federpakete aus Messingstreifen und ähnlichem gebaut wurden. Aber da die Verarbeitung von Messing (noch) nicht meine Welt ist, stellte sich die Frage wie bekomme ich die Federpakete dann hin. Außerdem wollte ich eine Biegung der Federn erreichen – schließlich ist der Wagen schwer Cool !
Aus 3 mm breiten Kunststoffstreifen wurden 7 unterschiedlich lange Streifen geschnitten:

Federblätter (Kellerbahner)


Diese mit Pola-Cement aufeinander geklebt, der Kleber ein paar Minuten trocknen gelassen so, dass er den Kunststoff gut anlösen konnte. Das Paket wurde dabei durch die Lösemittel weich. Die Federpakete wurden auf ein Stück Kunststoffprofil gelegt und an den beiden Enden mit Pflastesteinen beschwert damit sie sich durchbiegen:

die Biegung der Federpakete (Kellerbahner)


Nach 3 Tagen Trocken- und Belastungsdauer waren die Federpakete hart und dauerhaft gebogen:

die Federpakete (Kellerbahner)


An den ursprünglichen Achshaltern des LGB-Fahrgestells wurde mit der Fräse rechteckige Ausschnitte ausgefräst in die die Federpakete reinpassen. Diese wurden in die Vertiefungen geklebt:

die Federn (Kellerbahner)


und bekamen nach dem Aushärten noch senkrecht ein Stück flaches Kunststoffprofil, um eine Halterung der Federblätter anzudeuten:

fertiges Achslager mit Federung (Kellerbahner)


Da nicht alle Achslagerbleche gut mit dem Kunststoff des Fahrgestells verklebt waren, bekamen manche Stellen, besonders an den Kanten, noch eine Schicht Pola-Kleber. Während der Klebstoff durchtrocknete, nutzte ich die Zeit um mit der Beplankung anzufangen.
Da heißt als erstes Kiefernleistchen von 3 bzw. 4 mm Breite und 1 bzw. 1,5 mm Dicke mit der Drahtbürste zu behandeln. Da ich einen alten und gebrauchten SHE Ow, vielleicht so wie er Anfang der 60er aussah, bauen wollte, wurden die Riefen im Holz tief. Ebenso wie manches Loch in den Fingern durch die Stahldrähte der Bürste ... Doktor
Als Erholung erfolgte jetzt die Lackierung. Ich wollte nicht die Leisten unlackiert am Aufbau anbringen, dann die anderen Teile wie Nieten oder Scharniere und zum Schluss das Ganze lackieren. Diesmal wollte ich den Aufbau des Wagens wie in Natura bauen, also mit „fertig zugesägten“, d.h. bemalten Planken.
Die Unterseite der Bodenbeplankung sollte Holzfarben sein, jedoch „verdreckt“. Eine Mischung von roter, brauner und etwas weißer Dispersionsfarbe ergab einen Farbton der dem auf den Abbildungen des SHE Ow´s in den Harzer Schmalspur-Spezialitäten nahe kam. Je eine Seite der Kiefernleisten wurden dann so gestrichen:

Beplankung (Kellerbahner)


Die andere Seite wurde nach dem Trocknen der ersten mit einer Mischung aus Weiß, etwas Blau, Gelb und Spuren von Schwarz gestrichen. Nach dem Trocknen wurden die Leisten auf die richtigen Längen gesägt und die Sägekanten mit der Mischung bemalt:

die gestrichenen Planken (Kellerbahner)


In den Trockenpausen der Planken wurden der Rohbau des Wagens mit mehreren Aufträgen von hellgrauer Kunststoffgrundierung aus der Spühdose grundiert:

Ow Rohbau, grundiert (Kellerbahner)


Jetzt können die lackierten Teile in Ruhe durchtrocknen. Für die Beplankung des SHE Ow´s warte ich auf das nächste verregnete Wochenende – wird bestimmt nicht lange dauern.

Tannenbaum Weihnachtlicher Gruß vom Kellerbahner ! Tannenbaum
bahn-stephan - 18.12.06 17:45
Titel: Re: Umbau zum SHE Ow
Hallöchen Kellerbahner !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ich habe die Leisten auf einer Glasscheibe in Länge und Höhe stirnseitig zusammengeleimt und dann gaaaaaaaaanz vorsichtig mit der Drahtflex die Holz-Weichteile herausgeholt. Anschließend in das Fahrzeug eingpasst.
So liegt Brett an Brett( leicht mit Sandpapier) vorher in der Hand angeschliffen ergibt auch die Fugenkante.


Grüße
Bahn-Stephan
99-03-38 -1 (bahn-stephan)



99-03-38 ,Einzelbretter(Leisten) (bahn-stephan)

Kellerbahner - 23.12.06 19:20
Titel: Re: Umbau zum SHE Ow
Hallo Bahn-Stephan,

das ist ein interessante Alternative. Danke für den Hinweis Sehr glücklich ! Schont bestimmt die Finger Winke . Nur wie Du das

Zitat:
in Länge und Höhe stirnseitig zusammengeleimt ... Anschließend in das Fahrzeug eingpasst.


hast, mußt Du uns/mir noch bitte genauer erklären Verlegen . Mit welchem Leim hast Du gearbeitet ? Wasserlöslichem ?

Gruß vom Kellerbahner
Kellerbahner - 22.04.07 15:35
Titel: Re: Umbau zum SHE Ow
Hallo Buntbahner und Ow-Gemeinde,

da es seit Weihnachten nicht so viel verregnete Wochenenden gab, gibt es erst jetzt eine Beschreibung der Beplankung des SHE Ow ... Winke
Nee, es war nicht das Wetter, sondern die anderen Baustellen, die auch ihre Aufmerksamkeit und Zeit erforderten. Außerdem eine, für mich, schwierige Frage beim Weiterbau des Ow´s gruebel . Davon später aber mehr, jetzt zu den Brettern:

Der grundierte Rohbau des Wagens wurde mit dunkelgrauer Dispersionsfarbe gestrichen (Fahrgestell) und der Rahmen des Aufbaus mit dunkelgrau Metallic Airbrushfarbe. In den Trocknungspausen wurden die Latten für den Boden und die Seitenwände zugesägt, die Sägekanten bemalt und alles, erst mal ohne Leim, angepasst:

erste Passproben (Kellerbahner)


Die Bretter an den Kanten der Kopfenden und die Länge des Wagenskastens erforderten ein wenig Schleif- und Zuschneidearbeiten aber dann passte es und die Planken wurden verleimt:

Bodenbeplankung (Kellerbahner)


Bevor die Seitenwände dran kamen wurden erst mal alle Bretter nach Oberflächenstruktur und –farbe sortiert so, dass es später gleichmäßig „verrottete“ Seitenwände, in Struktur und Farbe, ergeben sollte lupe :

Seitenbretter (Kellerbahner)


Innen sieht die eine Hälfte dann, natürlich noch ohne Zusatzbehandlung, so aus:

Seitenwand innen (Kellerbahner)


Die Außenwände so:

Seitenwand aussen (Kellerbahner)


Ich glaube, im Vergleich zu den SHE Ow´s der anderen BBF-Kollegen, ist der Zustand meines Ow´s am „schlechtesten“: starke Verwitterung, sichtbare Spalten zwischen den Brettern. Aber so wollte ich´s ja Grins : den Zustand der Bahn so darstellen wie ich ihn mir Anfang der 60er vorstelle, kurz bevor (fast) alles verschrottet und deshalb vorher nicht mehr gut gepflegt wurde.
Die breiteren Spalten an den Oberkanten des Rahmens werden aber noch mit zugeschnittenen Planken geschlossen – eins nach dem anderen.
Das andere war jetzt an dieser Stelle die Entscheidung, wie es mit den Türen weitergehen sollte. Nach langer, reiflicher Überlegung und Abschätzung der möglichen Alternativen – Wände in einem Stück, aus Messing oder PVC, mit oder ohne Öffnungsmechanismus, aus Holz u.a.m. – entschied ich mich, hauptsächlich aufgrund meiner mangelnden Geschicklichkeit Verlegen , für Balsaholz für das Grundmaterial der am Schluß eingeklebten Türen:

Türen - Rohbau (Kellerbahner)


Die Idee war mit Polystyrolstreifen und –winkeln den Rahmen nachzubilden und optisch fortzusetzen. Für die langen Scharniere wählte ich Scharniere aus dem Zubehörfundus von Ozark – nur für die Optik, ohne Funktion Ausruf
Die Winkel wurden zugeschnitten und mit restlicher Airbrushfarbe, die nach der Bemalung des Rahmens übrig war, gestrichen und an die zurechtgelegten (Maserung !) Türen geklebt:

Türrahmen (Kellerbahner)


Um die Höhenunterschiede auszugleichen wurden, der Länge der Ozarkscharniere entsprechende, PS-Streifen abgeschnitten, bemalt und angeklebt. Nebenher wurden die Scharniere von Gussgraten und –kanälen befreit damit sie eben aufliegen:

Türbeschläge (Kellerbahner)


Ein längerer Streifen Polystyrol senkrecht in der Mitte der Türen befestigt, soll ein Teil des Türschließmechanismus nachbilden:

Scharniere (Kellerbahner)


Immer im Vergleich zu den Vorbildfotos versuchte ich dann den Mechanismus aus Messingdraht weiter zu vervollständigen. Jetzt machte sich auch die Anfangs erwähnte Windschiefheit das erste Mal richtig störend bemerkbar ... Ärger
Jetzt musste ich nämlich meine Schlamperei vom Anfang mit einiger Zeit an Anpassungsarbeiten (Ausschneiden, Anpassen, Schleifen, Anpassen etc., schließlich bekleben und bemalen) büßen Kopf gegen die Wand Mauer . Währenddessen wurden die Innenseiten der Balsaholztüren mit den Farbresten der roten Außen- und grau-blauen Innenfarbe der Kiefernleisten farblich angeglichen:

Öffnungs-/Schließmechanismus (Kellerbahner)


Wenn der Frust zu groß wurde Ertrinkend , machte ich mit der Beplankung der Bremserbühne weiter: wieder aus miteinander verklebten und passend zugesägten Kiefernleistchen:

Bremserbühne (Kellerbahner)


Schließlich definierte ich irgendwann das Drama „Türen“ für beendet Stop und klebte sie ein. Danach dann die Scharnierimitation auf und schloss, mit dünn von Reststücken der Beplankung abgeschnittenen Brettchen, die noch vorhandenen Lücken an den Oberkanten des Rahmens:

Türen eingebaut (Kellerbahner)


Nach diesen Feinarbeiten wollte ich mich ein bisschen mit grobmotorischen Arbeiten entspannen und hatte, nachdem ich gelesen habe, dass in späteren SHE Zeiten das Ladegut für die Ow´s öfters Sägemehl war Idee , die Idee schon mal für ein Ladegut zu sorgen.
Aus 2 cm dicken Styroporplatten wurde ein Stück als Grundlage ausgeschnitten und an den Innenraum des Wagens so angepasst, dass es gut wieder zu entfernen war – für anderes Ladegut, versteht sich Grins :

fürs erste Ladegut (Kellerbahner)


Danach begann das Spiel mit Einleimen, mit Sägemehl, das ich nach dem Zusägen meiner Grundplatten für die Lüntenbeck-Dahlerauer EG aufgehoben habe, bestreuen, trocknen, abklopfen, von vorne beginnen und das Ganze mehrfach wiederholen:

Sägemehl - erste Schichten (Kellerbahner)


Jetzt ruht erst mal der SHE Ow wieder ein bisschen Müde und in den Trocknungspausen des Sägemehlladeguts kann ich mich nun zur Abwechslung wieder um die anderen Baustellen kümmern.

Gutes Gelingen für Eure Projekte – ob Grillen im Garten, Basteln im Keller o.a. – wünscht

Kellerbahner
Regalbahner - 22.04.07 18:34
Titel: Re: Umbau zum SHE Ow
Hallo Kellerbahner,

das mit den einzelnen Brettern hat natürlich was
vor allem weil man durch die Ritzen schauen kann Winke
Aber dafür bin ich dann doch zu faul gewesen .
Da bekomme ich gleich ein schlechtes Gewissen
weil mein kleiner Wagen mit angefangener Beschriftung im Regal steht .
Ich denke aber, vor Schkeuditz wird der nicht mehr dran kommen Heulend
Also dann schau ich halt derweil wie deiner fertig wird .
Eine schöne DR Beschriftung für den Wagen gibt's übrigens in der Zugwerkstatt .
www.zugwerkstatt.de

Tschau Christoph
Kellerbahner - 29.04.07 17:13
Titel: Re: Umbau zum SHE Ow
Hallo Christoph,

brauchst´ kein schlechtes Gewissen zu bekommen ! Bei der SHE Ow Gemeinde tut sich zur Zeit bei allen scheinbar nicht sehr viel. Jedenfalls kommen keine Fortsetzungen zu den Bauten mehr. Geschockt
Aber es gibt ja immer auch noch was anderes zu tun. Und zur Zeit macht jedenfalls das Wetter dem Basteln starke Konkurrenz ... Sehr glücklich Sehr glücklich Sehr glücklich

Dank Dir für den Link, habe ich mit Interesse angeschaut. Vor kurzem bestellte ich mir die passende Beschriftung schon bei der Fa. Tröger:

http://www.troeger-2m.de/

Aber ich habe bei der Zugwerkstatt wieder die Rollwagen gesehen Augenrollen . Über das Angebot bin ich schon vor 1,2 Jahren gestolpert. Aber das Budget war damals schon für anderes erschöpft.
Deshalb bist Du jedenfalls Schuld Winke , daß ich schon über´s nächste Vorhaben nachdenke: wie bastle ich einen Rollwagen ? Mal bei Gelegenheit im BBF schmökern ... Idee

Viel Spaß in Schkeuditz - aber danach kommt die Erinnerung an Deinen Ow ... Cool

Gruß

Kellerbahner
Kellerbahner - 06.11.07 18:51
Titel: Re: Umbau zum SHE Ow
Hallo (Süd)Harzbahn- und Ow-Freunde,

inzwischen ging´s im Wechsel mit dem Ladegut und den anderen Baustellen weiter. Wie schon letztes Mal beschrieben erfolgte im Wechsel das Einleimen des Styroporblocks:

Leimgrund (Kellerbahner)


Und das Bestreuen mit Sägemehl:

die nächste Lage (Kellerbahner)


In den Trockenpausen machte ich mich an die neuen Trittstufen. Zuerst wurden die kantigen und dicken LGB Stufenhalter mitsamt den Stufen abgeschliffen. Aus 2 mm Messingdraht wurden die neuen Halter gebogen und die Hälfte davon „platt geklopft“:

plätten (Kellerbahner)


Dann die neuen Halterungen an das Fahrgestell geklebt:

Trittstufenhalterungen (Kellerbahner)


2 Stückchen Balsaholz, die leicht mit der Drahtbürste behandelt wurden ergaben die neuen Holztritte. An ihren Unterseiten wurden je 2 Stege eingeritzt, um damit sie gut auf die Halterungen passen:

die Tritte (Kellerbahner)


Durch Biegen und Anpassen der Winkel während des Baus sind die Tritte waagerecht. Leichte Abweichungen werden durch das Alter und den Zustand des SHE Ow´s in den 6oern erklärt Winke :

das Ausrichten (Kellerbahner)


Bevor die Tritte nun farblich verschönert wurden, wollte ich noch vorhandene Nieten verarbeiten, um den Seitenwänden etwas Struktur zu geben. Nietenzähler bitte nicht nachzählen ! Sie sind alle falsch ... Cool

fast fertig (Kellerbahner)


Das Bohren der Löcher geschah flink freihändig und rund um den ganzen Wagen. Der Vorteil wenn nur Holz und Polystyrol verbaut sind:

Bohrlöcher (Kellerbahner)


In jedes Loch kam dann ein Tropfen Pola-Kleber und dann die passenden Niete:

genietet (Kellerbahner)


Jetzt wird es Zeit dem ganzen wieder mehr Farbe zu geben, damit der Ow wieder etwas mehr dem Original nahe kommt.

Bis dahin, Gruß vom

Kellerbahner
Floedo - 07.11.07 10:17
Titel: Re: Umbau zum SHE Ow
Hallo Kellerbahner,

sehr hübscher Um/bau Lachend

Was für Nieten hast Du denn genommen ?

Ich kann uneingeschränkt die Nieten von Willi Winsen empfehlen. Die sind in kleineren Abmessungen lieferbar, mit Plastik gut zu verkleben (wenn man gern mit Poly arbeitet so wie ich) und günstig.

http://www.walliwinsen.de/gartenbahn/Plasteniete.htm

Gruss
Kellerbahner - 10.11.07 22:05
Titel: Re: Umbau zum SHE Ow
Hallo Floedo,

es sind Messingniete von MVD ( www.modellbauschrauben.de ).

Danke für Deinen Hinweis auf die Plastikniete Sehr glücklich . Ich bin immer für ginschdige Angebote zu haben Winke .

Nur habe ich das gleiche Problemchen wie beim SHE Ow auf den Laserseiten Verlegen : wie kommt man den zu den Plastiknieten auf den walliwinsen Seiten (Rubrik, Shop, Bestellnummer etc.) ?

Gruß vom

Kellerbahner
paule - 11.11.07 22:51
Titel: Re: Umbau zum SHE Ow
hallo,

die verlinkten sachen gibt´s bei jblasch@bayside-project.de

die niete von www.vario-helicopter sind auch nicht schlecht.
grüße

paule
edelmann - 12.11.07 05:43
Titel: Re: Umbau zum SHE Ow
Hallo zusammen,

bei dem Link hat Paule das .de vergessen.
Darum hier der funktionierende:
http://www.vario-helicopter.de/

Viele Grüße

Martin
Kellerbahner - 12.11.07 19:08
Titel: Re: Umbau zum SHE Ow
Hallo Martin und Paule,

Danke für Eure Hinweise.

Gruß

Kellerbahner
Floedo - 13.11.07 12:35
Titel: Re: Umbau zum SHE Ow
Hallo,

gerade wollte ich die email-Adresse raussuchen ... aber da waren schon welche schneller.

Die Nieten von Vario finde ich persönlich nicht so gut. Die sind auch von der Größe her zu gross (zumindest für die Nieten die ich verbaut habe).

Ansonsten gibt es da (bayside-project) nicht nur Nieten sondern auch noch Schraubenimitationen.

Gruss
Kellerbahner - 14.11.07 18:12
Titel: Re: Umbau zum SHE Ow
Hallo Floedo,

natürlich trotzdem Danke für Deine Motivation Sehr glücklich .

Bei der Gelegenheit: wer verbirgt sich denn hinter jblasch@bayside-project.de ?

Gibt es auch eine Internetadresse/Homepage ?

Gruß

Kellerbahner
paule - 14.11.07 19:45
Titel: Re: Umbau zum SHE Ow
hallo,

Zitat:
Die Nieten von Vario finde ich persönlich nicht so gut. Die sind auch von der Größe her zu gross


naja, für mich sind sie noch fast zu klein Verdrehter Teufel

Zitat:
wer verbirgt sich denn hinter jblasch@bayside-project.de ?


ein herr lasch oder blasch Ausruf Schlaumeier

sehr netter kontakt. du bestellst per mail, erhältst eine freundliche antwort mit bestätigung und rechnungsbetrag sowie hinweis auf vorkasse einschließlich plausibler begründung des verfahrens. ´ne woche nach der überweisung hast du deine niete.

achso, in der antwort steht dann auch, wie jblasch richtig heißt Winke

was mich betrifft, war die abwicklung sehr ok.

grüße

paule
Floedo - 15.11.07 12:17
Titel: Re: Umbau zum SHE Ow
Hallo,

(Achtung, wir kommen etwas vom ursprünglichen Thema ab, ich schreib es jetzt aber trotzdem) für mich war die Abwicklung auch sehr gut.

Eine Homepage gibt es meines Erachtens nicht. Die Anfragen werden in der Regel am Wochenende bearbeitet, also etwas Geduld falls man in der Woche schreibt.

Gruss

Andreas
paule - 15.11.07 20:10
Titel: Re: Umbau zum SHE Ow
hallo kellerbahner,

hast du die doppel-T-profile an den türen und an den stirnwänden vom oberen T aus vernietet?

normalerweise werden die doppel-T-träger am auf der waggonwand aufliegendem fuß vernietet / verschraubt.

grüße

paule
Kellerbahner - 20.11.07 19:40
Titel: Re: Umbau zum SHE Ow
Hallo Andreas und Paule,

Danke für Eure zusätzlichen Bemühungen.

@Paule,

Du hast natürlich vollkommen recht Verlegen . Die Nieten werden woanders angebracht. Mir ging´s nur darum die mir zu glatt erscheinenden Profile mit etwas Struktur zu versehen Cool . Und bevor die Kupfernieten anfangen zu rosten ... Winke

Sie sind weder in Anzahl, Ort noch Größe exakt richtig nein . Aber der Eindruck ist mir wichtig. Alle Nietenzähler mögen verzeihen fleh an .

Gruß

Kellerbahner
Kellerbahner - 01.03.08 21:29
Titel: Re: Umbau zum SHE Ow
Hallo SHE und Ow Freunde,

die bisher blanken Nietenreihen wurden farblich dem Rahmen angepaßt und die Holzbrettchen der Trittstufen mit Dispersionsfarben verwittert. Die Zettelkästen sind von Franks Gartenbahnen:

farblich nachbehandelt (Kellerbahner)


Die Zettelkästen wurden dann zusammen mit der Unterseite des Wagens mit Farben und Pulver gealtert. Auch die Seitenwände bekamen dabei einiges an Pulver ab, um den zu einheitlichen Eindruck von angemalten Brettern zu beseitigen:

die Unterseite (Kellerbahner)


Dann folgte die Beschriftung. Zuerst überlegte ich, ob ich Aufreibebuchstaben nehmen sollte gruebel . Aber auf dem rauhen Untergrund wäre es wohl einerseits schlecht aufzureiben gewesen und andererseits auch nicht sehr gerade geworden.
Also, mit Hinweisen aus der Lasergang, nach Beschriftungsätzen gesucht und bei www.troeger-2m.de fündig geworden. Dort gibt es einen Satz Beschriftungen der genau zu dem Wagen paßt. Also ausgeschnitten, ins Wasser gelegt, etwas Bammel gehabt als sich die Stückchen wie toll zusammenrollten Geschockt und dann die Abziehbilder vorsichtig auf die angefeuchteten Wagenbretter gelegt und trocken getupft:

"glänzend" beschriftet (Kellerbahner)


Nach dem Trocknen dann die Enttäuschung: die Trägerfolie der Beschriftung zeichnet sich sehr hell glänzend auf dem Untergrund ab Heulend . Eindrücken wollte ich die Abziehbilder nicht, also blieb nur vorsichtig mit Farbe und Pulvern den Untergrund zu kaschieren:

besser beschriftet (Kellerbahner)


Das gelang auch einigermaßen aber was blieb war die Abdeckung der rauhen Bretter durch die Abziehfolien. Glücklicherweise nicht aus jedem Blickwinkel gleich „gut“ sichtbar und mit Abstand einigermaßen erträglich Cool :

unterschiedliche Oberflächen (Kellerbahner)


Also wieder eine Erfahrung mehr .... Hat jemand einen Vorschlag wie das besser gelöst werden kann Verlegen ?
Nebenher wurde das Ladegut vollendet. Nach einigen Runden „verdünnten Leim aufstreichen“ und „mit Sägemehl bepudern“ sieht der Sägemehlhaufen schließlich so aus:

Ladegut Sägemehl (Kellerbahner)


Damit auch mal was anderes transportiert werden kann ist das Sägemehl als herausnehmbares Ladegut gebaut.
Wie der soweit fertiggestellte SHE OW mit seinem Ladegut auf dem Ladegleis aussieht zeigen die folgenden Bilder:

der SHE Ow beladen (Kellerbahner)


Hier kommt die Ungenauigkeit vom Anfang (der schiefe Rahmen !) besonders „schön“ zur Geltung Winke Verlegen . Aber bestimmt gab es mal einen Unfall bei dem der Rahmen sich so verzogen hatte, der Wagen jedoch noch weiterhin seinen Dienst tun mußte Cool . Da vor allem leichtes Sägemehl oft das Ladegut darstellt ist der Wagen noch nicht reif für den Schrott:

mit Sägemehl beladen (Kellerbahner)


Und auch ohne Sägemehl steht der Wagen der Südharzeisenbahn für Transporte aller Art zur Verfügung:

leer (Kellerbahner)


Und irgendwann werden wahrscheinlich auch die Flaschenöffner gegen vorbildlichere Kupplungen ausgetauscht. Aber das hat noch Zeit.


Gruß vom

Kellerbahner
Regalbahner - 01.03.08 23:02
Titel: Re: Umbau zum SHE Ow
Hallo Kellerbahner,

das ist ein schöner Wagen geworden Ausruf
Das Problem mit den Beschriftungen kenne ich.
Ich habe auch schon Beschriftungen von Herrn Tröger verwendet.
Die eignen sich aber nur für glatte Untergründe.
Für meine Papp OOw habe ich die Beschriftungen von der Zugwerkstatt verwendet.
Die sind so hauchdünn, dass die Folien nur noch aus einem genz bestimmten Blickwinkel zu sehen sind.
Auch hier hatte ich aber das Problem, dass nach dem Trocknen
unter der Folie Blasen zeigten. Ich habe dann vorsichtig mit dem Pinsel
mit stark verdünntem farblosem Windowcolor das Ganze noch mal angelöst.
Dabei bleibt eine dünne Schicht in den Hohlräumen erhalten.
Die Beschriftungsfolie habe ich im Verlauf des Trocknungsvorgangs hin und wieder
mit dem trockenen Pinsel angedrückt und die Bretterstöße mit einem Bleistift eingedrückt
und nach dem Altern und dem Auftrag von farblosen Schutzlack war nichts mehr zu sehen Sehr glücklich
Vielleicht versuchst du das mit den Trögerfolien auch noch mal (falls es noch geht).
Zumindest die Hohlräume in der Holzstruktur müsstest du damit zu bekommen.

Tschau Christoph
Stoffel - 02.03.08 00:52
Titel: Re: Umbau zum SHE Ow
Moin Kellerbahner,

von den Beschriftungen auf Trägerfolie bin ich zwischenzeitlich völlig von weg.
Man sieht´s halt immer, in den meisten Fällen sogar sehr unschön.


Ich ätze mittlerweile einfach Schablonen. Kurz mit dem Airbrush drüber und fertig ist die Laube. Das wirkt m.E. sehr viel vorbildgetreuer. Auf die Schnelle finde ich nur das vielleicht wenig aussagekräftige Beispiel vom CFm aus der Bauanleitung. Verlegen Verlegen Verlegen







Da ist´s dann völlig wurscht, wie der Untergrund beschaffen ist. Kleine Fehlstellen erhöhen eher noch die realistische Wirkung.


Vielleicht hilft Dir das weiter.



Grüße vom St Frosch ffel
Regalbahner - 02.03.08 09:47
Titel: Re: Umbau zum SHE Ow
Moin Stoffel,

das klingt interessant.
Könntest du das mal in einem eigenen Fred vorstellen Frage
Mich würde interessieren, wie klein die Schrift dabei sein kann,
um noch ordentlich abgebildet zu werden.

Tschau Christoph
Blechbahner - 02.03.08 15:35
Titel: Re: Umbau zum SHE Ow
Moin!

Bei der Verarbeitung von Decals/Abziehbildern sollte man folgende Dinge beachten, wenn ein vernüftiges Ergebnis herauskommen soll:

1. Der Untergrund muss nach Möglichkeit hochglänzend sein. Nur so wird der Trägerfilm so gut wie unsichtbar. Also nach der Grundfarbe den Bereich der Beschriftung mit glänzenden Klarlack behandeln. Plastikmodellbauer benutzen auch oft eine Fußbodenversiegelung (Erdal "Glänzer") an Stelle des Klarlacks.

2. Beschriftung vor dem altern anbringen 'Ausruf' Ist ja beim grossen Vorbild auch so.

3. Bei Bretterfugen und unebenen Untergründen mit Weichmacher arbeiten. Gibt es z.B. bei Gaßner oder Micro. Essig funktioniert manchmal auch.

4. Zum Schluß das ganze Modell wieder mit Matten oder Seidenmatten Klarlack
versiegeln.

Auf diese Art und Weise sollte eigentlich nichts mehr schief gehen.


Gruß vom
Blechbahner
theylmdl - 02.03.08 16:34
Titel: Re: Umbau zum SHE Ow
Hallo!

@Blechbahner: Genau richtig beschrieben!

Ich möchte noch folgendes aus Erfahrung hinzu fügen.

Bei so rauen Untergründen wie hier und beim Gaßner-Weichmacher (es gibt übrigens auch bei Conrad einen) lohnt es sich, kurz vor der Verdunstung des Weichmachers die Abziehfolie mit einem sauberen Borstenpinsel oder Fussel-freien Tuch in die Vertiefungen zu drücken. Überschüssiger Weichmacher unter den Decals kann mit einem Eckchen Klopapier an der Seite abgesaugt werden. Die meisten Abziehbilder vertragen es auch, in handwarmem Wasser mit einem Tropfen Essigessenz angelöst zu werden, müssen danach aber wegen der Bruchgefahr der Trägerfolie sehr vorsichtig abgeschoben werden.

Bei den Abziehbilder muss unterschieden werden in solche, die auf eine durchgehende, auszuschneidende Trägerfolie gedruckt werden (meist schlechteres Ergebnis, je nach Folien-Art und -Stärke) und solche, bei denen eine Trägerschicht unter die Farben gedruckt wird (Ausschneiden nicht nötig). Letztere sind in der Herstellung natürlich teurer, aber das Ergebnis ist meist sehr viel besser.

Viele Grüße,
Kellerbahner - 04.03.08 20:59
Titel: Re: Umbau zum SHE Ow
Hallo Regalbahner,

Danke für Deine positive Bewertung Sehr glücklich Sehr glücklich . Mir gefällt er auch und habe einiges dabei gelernt Cool .

Deshalb auch vielen Dank an Christoph, Stoffel, Blechbahner und Thomas für Eure Tipps Heureka . Das ist ja eine ganze Bandbreite von Möglichkeiten die Ihr beschreibt.
Den SHE Ow laß´ ich erst mal so. Aber beim nächsten werden die dünneren Trägerfolien + Eure Weichmachertipps versucht.

Auch ja, um ausgewogen zu sein noch die Internetadresse von Franks Gartenbahnen, wo die Zettelkästen her sind:
http://fgb-berlin.de/index.php?page=shop.product_details&flypage=flypage_new&product_id=133&category_id=19&manufacturer_id=0&option=com_virtuemart&Itemid=41

Gruß vom

Kellerbahner
Kellerbahner - 02.06.12 22:24
Titel: Re: Umbau zum SHE Ow
Hallo Buntbahner,

am 01.03.2008 stand geschrieben:

Zitat:
Und irgendwann werden wahrscheinlich auch die Flaschenöffner gegen vorbildlichere Kupplungen ausgetauscht. Aber das hat noch Zeit.


Jetzt ist sie mit der 99 5804 gekommen. Denn sie hat ja keine "Flaschenöffner" mehr sondern eine angedeutete innenliegende Balancierkupplung.


Der Versuch vorhandene Wagen mit einer Eigenbau Balancierkupplung auszurüsten gelang Dank eines "Übungsopfers", dem knallroten LGB Feuerwehrwagen, recht gut und so schritt ich zur Tat am SHE Ow:

der Ausgangszustand mit LGB-Kupplung:

SOW053 (Kellerbahner)


Abgesägt, die Pufferbohle durchbohrt so, daß die abgegossenen Kupplungshaken und -ösen die richtige Länge ...:

SOW054 (Kellerbahner)


... zum Querbalken, der sie beweglich hält bekommen:

SOW055 (Kellerbahner)


Und fast fertig:

SOW056 (Kellerbahner)


Nur noch ein bißchen mit Farbe behandeln und den zweiten Wagen genauso umgebaut, dann können schon zwei Wagen an Anton angehängt werden:

SOW057 (Kellerbahner)



Bastelgruß vom

Kellerbahner
Kellerbahner - 03.11.12 22:02
Titel: Re: Umbau zum SHE Ow
Hallo Buntbahner,

es waren nach den Holzfäll- und Beladungsarbeiten immer noch einige Baumstämme abzutransportieren, deshalb wurden alle dafür zur Verfügung stehenden Wagen genutzt, auch der SHE Ow:

SOW060 (Kellerbahner)



Und weil neben Sägemehl und Holz auch Kohle transportiert wurde, gleich auch diese Ladung aus zerstossener Echtkohle vorbereitet:

SOW063 (Kellerbahner)




Bastelgruß vom

Kellerbahner
Kellerbahner - 28.05.17 21:53
Titel: Re: Umbau zum SHE Ow
Hallo SHE-Freunde,

nach 5 Jahren ist es mal an der Zeit eine Revision am SHE Ow durchzuführen.

Der Haken für die Kupplung hat sich beim SHE 156 bewährt und wird jetzt, nach und nach, bei den anderen Fahrzeugen auch angebracht:

SOW064 (Kellerbahner)


SOW065 (Kellerbahner)




Aufzählung Jetzt hat der SHE Ow auch die seinen Sehr glücklich .



Gruß vom

Kellerbahner

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