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Fahrzeuge - Todtnauerli – Nachbau Lok 74 der Lokalbahn Zell-Todtnau


ZeTo74 - 24.02.20 09:52
Titel: Todtnauerli – Nachbau Lok 74 der Lokalbahn Zell-Todtnau
Hallo Zusammen und herzlich willkommen zu meinem Buntbahn-Beitrag #1.

Leider habe das Todtnauerli unter Dampf nicht bewusst erlebt, bei Stilllegung war ich gerade mal 3 Jahre jung. Dennoch kann ich mich an den Rückbau der Schmalspurbahn erinnern; mein Großvater hatte mir das eindrucksvoll vor Ort gezeigt. Dies und mein erstes Märklin-Oval mit der guten alten 3029-Dampflok dürften dann auch bei mir der Auslöser des Modellbahn-Virus gewesen sein.

Lange Jahre habe ich gewartet, dass irgendein Hersteller die zuletzt vier Zugfahrzeuge (3 Dampflokomotiven/1 Triebwagen) der Zell-Todtnau-Bahn als brauchbare Modellserie auflegt. Bis auf die 6-achsige Hanomag-Mallet 104 von LGB und die 4-achsige Mallet 105 von Weinert in H0m war da jedoch nicht viel, insbesondere passen die Spurweiten jetzt auch nicht ideal zueinander. Als Kiss Modellbahnen dann mit der BR 99 5906 zumindest die Schwesterlok der 105 in IIm herausbrachte, war der Grundstock gelegt und mir fehlten „nur noch“ Lok 74 und der Fuchs-Triebwagen T15. Da mir letzterer für den Anfang etwas zu kompliziert erschien, konzentrierte ich mich zunächst auf die 74 und trug an Daten und Bilder zusammen, war auch immer zu bekommen war. Eher zufällig stieß ich so bei Ebay auf eine kleine 3-achsige Dampflok, die im Groben der von Krauss & Co., München, 1888 unter der Fabriknummer 2024 hergestellten Cn2t recht nahekam. Flugs war die Idee geboren, diese zum gewünschten und heute im Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen abgestellten Todtnauerli mit der Betriebsnummer 74 umzubauen.

Nachfolgend möchte ich Euch in loser Folge teilhaben lassen, was aus einer spontanen Idee dann alles im Laufe der Jahre werden kann…

Lok 74 – das Objekt der Begierde (ZeTo74)

Bild 1

Ebay Schnäppchen – der Ausgangspunkt (ZeTo74)

Bild 2
Hochrheinbahner - 29.02.20 21:11
Titel: Re: Todtnauerli – Nachbau Lok 74 der Lokalbahn Zell-Todtnau
Hallo ZeTo 74,
da hätte ich auch noch ein Bild.
Todtnauerli Lok 74 (Hochrheinbahner)


Viele Grüße aus Murg am Hochrhein
Hochrheinbahner - 01.03.20 13:21
Titel: Re: Todtnauerli – Nachbau Lok 74 der Lokalbahn Zell-Todtnau
Hallo,
da wäre noch ein Bild
Todtnauerli Lok 74 Urspung (Hochrheinbahner)


Grüße vom Hochrhein
Herbert Frommherz - 02.03.20 07:09
Titel: Re: Todtnauerli – Nachbau Lok 74 der Lokalbahn Zell-Todtnau
Hallo Hochrheinbahner,

Danke für die Bilder.

Gruß aus WT
Hochrheinbahner - 02.03.20 13:29
Titel: Re: Todtnauerli – Nachbau Lok 74 der Lokalbahn Zell-Todtnau
Hallo Herbert,
warum brauchst du noch mehr, wir können uns gerne austauschen,
habe noch ein schönes Buch und wohne in Murg, ist auch WT.

Grüße Hochrheinbahner Gerd
ZeTo74 - 29.03.20 18:22
Titel: Re: Todtnauerli – Nachbau Lok 74 der Lokalbahn Zell-Todtnau
Nachdem das heiß ersehnte Paket dann nun endlich eingetroffen war, wich die ursprüngliche Begeisterung dann doch Ernüchterung. Wie immer bei einem Dachbodenfund, kann man Glück haben oder eben auch daneben liegen. Dass das gute Stück arg verschmutzt und pflegebedürftig war, konnte man schon auf den Angebotsfotos vorab erkennen, nun kamen u.a. jedoch noch ein gebrochener Zylinderblock, defektes Gestänge und ein vollkommen verharzter Motorblock hinzu. Die Arbeit würde also so schnell nicht ausgehen!

Dennoch gibt es auch Positives zu berichten; das Grundkonzept, das Modell auf einem LGB-Fahrwerk 2080 aufzubauen und das Zusammenstellen der einzelnen Baugruppen waren zwar nicht absolut vorbildgerecht, kamen der Demontierbarkeit und Ersatzteilversorgung sehr entgegen.
Obwohl ich mich nicht unbedingt als Nietenzähler bezeichnen würde, stellte sich schnell heraus, dass die Maßhaltigkeit mit dem Sollmodell wohl einige Kompromisse mit sich bringen und auch einige, schlicht gehaltene Bauteile (siehe Foto mit Beispiel Trichterpuffer aus geschlitzter Schraube und Luftpumpe aus Schraube/Unterlagscheiben gefertigt) letztlich keine Zukunft haben würden.

Aber noch war ich optimistisch, mit "ein wenig" Überholung, Lack und Teileersatz letztlich ein mehr als brauchbares Modell zu erhalten…


Ebay-Schnäppchen, zerlegt und für die weitere Bearbeitung vorbereitet (ZeTo74)



Ebay-Schnäppchen, kreative Details (ZeTo74)

ZeTo74 - 26.07.20 14:31
Titel: Re: Todtnauerli – Nachbau Lok 74 der Lokalbahn Zell-Todtnau
Viele, viele Arbeitsstunden später; alle Metallteile entlackt, nachgearbeitet und im Minimum grundiert, tauchten neue Probleme auf. Fragile Lötverbindungen, insbesondere an den tragenden Rahmenteilen, waren in der Originalkonstellation nicht in den Griff zu bekommen und versprachen auch kaum langanhaltende Freude mit dem zunehmend in weite Ferne rückenden Endergebnis.
Daher reifte so langsam aber sicher die Idee, die ganze Lok auf Basis des LGB-Fahrwerks 2085 neu und vorwiegend in Messing zu bauen. Mit bisher wenig Erfahrung im Metallmodellbau eine echte Herausforderung für die als erste Schritte, mangels vorhandener Konstruktionspläne, weiter die Vorbildevaluation und erste, eigene Detailzeichnungen der Lok im Vordergrund standen. Parallel dazu graste ich den Markt schon mal nach passenden Grund- und Anbauteilen (Profile, Laternen etc.), der infrage kommenden Technik (Decoder & Co.) sowie anwendbaren Herstellungsverfahren (Ätz- und Frästechnik etc.) ab.
Mehr dazu dann in kommenden Beiträgen. Als kleinen Appetitanreger 😉 ein weiteres Vorbildfoto, das ich im Rahmen meiner Recherchen erstehen konnte:


Lok 74 im August 1963 in Todtnau (ZeTo74)

ZeTo74 - 09.08.20 18:05
Titel: Re: Todtnauerli – Nachbau Lok 74 der Lokalbahn Zell-Todtnau
Sollte jemand von Euch an weiteren, interessanten Vorbildfotos interessiert sein, dem möchte ich den Link auf die Webseite von Heinz Gerber (www.bebrail.ch) nahe legen.
Die umfangreiche und technisch aufbereitete Fotosammlung von Heinz Bircher ist hier als Reminiszenz an das Industriekulturgut „ehemalige Schmalspurbahn Zell-Todtnau“ frei zugänglich und auch in Originalgröße abrufbar:
https://www.bebrail.ch/index.php/tram-eisenbahnen/deutschland/30-de/de-tram-eisenbahnen-berichte/124-meg-zell-todtnau-das-ende-vom-todtnauerli-obere-wiesentalbahn

Die ebenfalls von der Zell-Todtnau stammende, 6-achsige Hanomag-Mallet 104 wird erfreulicherweise seit 2018 in Blonay-Chamby betriebsfähig aufgearbeitet.
Über nachfolgenden Link der Museumsbahn gelangt man, unter ggf. angepasster Spracheinstellung direkt oder die angegebene Facebook-Seite auf beeindruckende Bilder der Instandsetzungsarbeiten, allerdings im Maßstab 1:1:
https://blonay-chamby.ch/fr/projet104/
https://www.facebook.com/pg/projet104/photos/?ref=page_internal

Mit freundlicher Genehmigung von Fotographen Christian Bremer hier das Foto der Lok 74 im Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen, die im April 2018 farblich aufgehübscht wurde:

Foto: Christian Bremer / 14.04.2018 (ZeTo74)

ZeTo74 - 25.10.20 19:35
Titel: Re: Todtnauerli – Nachbau Lok 74 der Lokalbahn Zell-Todtnau
Bauphase 1: Fahrwerk und Unterbau

Ausgehend von den gesammelten Fotos und Perspektiven, aber leider ohne Original-Baupläne, ging es über den guten alten Dreisatz zunächst darum, das Layout der Lok festzulegen. Wesentlich war auch zu prüfen, dass das gewünschte, spätere technische Innenleben (grau im Kessel dargestellt) auch ausreichend Platz findet. Nachfolgend stellvertretend die Querschnittszeichnung der Lok, wobei der Fahrwerk-Layer rot hervorgehoben ist.
Bitte nicht von den Aufbauten des Dampfdomes täuschen lassen; das als mehrere Messing-Drehteile geplante Sicherheitsventil hier ist bewusst um 90° gedreht und stellt die Ansicht von vorne dar.

Bild 7: Seitenansicht Lok 74 (ZeTo74)



Nachdem der Entscheid gefallen war, das Fahrwerk des Ausgangsmodells, eine LGB 2085D, weiter zu verwenden, war die erste Aufgabe, den über Lagerjahre angesammelten Schmutz zu entfernen und das stark verharzte Innenleben zu säubern. Klar wurde auch recht schnell, dass das Gestänge mit dem gebrochenen Zylinderblock komplett über dem Zenit und somit komplett auszutauschen war.

Bild 8: Ausgangslage Fahrwerk (ZeTo74)



Die aus den Ansichtszeichnung hervorgehenden Konturen zeigten auch, dass die Proportionen des Fahrwerks nicht stimmig waren und daher auf der Portalfräse passend gefräst wurden.

Bild 9: Fräsarbeiten am Fahrwerk (ZeTo74)



Bei den dann folgenden Lackierarbeiten wurde der Farbkontrast schwarz/rot schon so abgestimmt und abgeklebt, wie die Verteilung im späteren Endergebnis benötigt wurde.

Bild 10: neue Farbe braucht das Teil (ZeTo74)



Verglichen mit der Ausgangslage präsentiert sich nun das runderneuerte Fahrwerk auf einem nagelneuen Rädersatz in RAL 3000 seidenmatt lackiert und die Mechanik mit kunststoffschonendem Langzeit-Keramikfett frisch geschmiert beinahe schon im Neuzustand:

Bild 11: Innenleben und Remontage (ZeTo74)



Wie beim aufgeklappten Zustand zuvor und nun auch in der Draufsicht unschwer zu erkennen ist, hat das Fahrwerk bei seinem Retrofit auch gleich noch einen Taktgeber erhalten, damit Sound und Radumdrehung zukünftig synchronisiert werden können. Nachdem auch hier mit der Portalfräse recht aufwändig Platz geschaffen wurde, konnte der Sensor dann passend eingeklebt und der Magnetring relativ einfach an der bestehenden Mittelachse befestigt werden. Die gleichzeitig erneuerte Kabelführung wurde dabei bereits so gelegt, dass die Anschlüsse passend auf der “richtigen“ Decoderseite zu liegen kommen.

Bild 12: ...fehlt nur noch der Motor! (ZeTo74)

ZeTo74 - 08.11.20 12:41
Titel: Re: Todtnauerli – Nachbau Lok 74 der Lokalbahn Zell-Todtnau
Bild 13: Unterbau bereit für die Elektrik (ZeTo74)


Das Fahrwerk, fertig zusammengebaut und mit einem neuen, als Ersatzteil erstandenen Zylinderblock versehen. Gut zu erkennen ist nun der aus der Lackierung hervor gegangene, farbliche Kontrast rot/schwarz, ausgerichtet auf den Endzustand.

Die aus dem Fahrwerk abgehenden Kabel stellen dar: weiß/braun - Stromzuführung vom Radsatz; grau/ schwarzgrau - Stromzuführung Motor; Dreierlitze mit MiniCT-Stecker für Taktgebeanschluss am Decoder
Es folgte dann der obligatorische Praxistest von Dampfgenerator in Verbindung mit Taktgeber, sinnigerweise vor dem Weiterbau, wie immer an meinem vorzugsweisen freien Montag, wenn der gesamte Esstisch zu temporären “Werkbank“ umfunktioniert werden kann
(ohne Anwalt möchte ich mich an dieser Stelle nicht weiter um Kopf und Kragen reden… 😉)

Kurzvideos mit 2 Geschwindigkeiten:
Hydrostat - 08.11.20 15:21
Titel: Re: Todtnauerli – Nachbau Lok 74 der Lokalbahn Zell-Todtnau
Auf den Vorbildaufnahmen ist zu erkennen, dass der größere Achsabstand auf der vom Zylinder abgewandten Seite liegt. Da Du die Lok jetzt ohnehin so weit auseinander hast, könntest Du das vielleicht noch anpassen?
ZeTo74 - 16.11.20 15:00
Titel: Re: Todtnauerli – Nachbau Lok 74 der Lokalbahn Zell-Todtnau
Nach den Verdampfer-Tests war denn auch recht schnell klar, dass das ursprünglich angedachte und technisch mögliche Subprojekt
„Realisierung Zylinderdampf“ aus Platz- und betrieblichen Risikogründen nicht über den Status Idee hinauskommen würde.
Dadurch würde die, genauer gesagt, ‘meine Welt‘ aber auch nicht untergehen…


Bild 14: Träger Elektrik von oben (ZeTo74)


Auf der Portalfräse wurde nun die Trägerplatte, bestehend aus 2mm starken, schwarz durchgefärbtem Polystyrol, passend in Größe
und mit den erforderlichen Aussparungen / Befestigungspunkten gefräst und anschließend noch einmal mattschwarz lackiert.

Mittig Halter für Widerstandsplatine und ober der digitale Massoth Rundkesselverdampfer (runde Bauform mit nur 30 mm
Außendurchmesser sowie Temperatur- und Trockenlaufschutz); speziell ausgewählt, um den späteren Platzverhältnissen im Kessel
gerecht werden zu können.


Bild 15: Träger Elektrik von unten (ZeTo74)


Auf der Unterseite sind die entsprechenden Abstandhalter zum Ausgleich der jeweiligen Höhendifferenzen zum LGB-Fahrwerk
erkennbar (geklebte und mitlackierte Muttern).


Bild 16: Träger Elektrik teilbestückt (ZeTo74)


Trägerplatte mit bereits montiertem und zum Rundkesselverdampfer passenden Massoth eMOTION XLS Sounddecoder, auf den ich
den Spreewald-Sound habe aufspielen lassen (nachdem ich mir alle verfügbaren Dampflokklänge durchgehört hatte), weil ich diesen
mangels Originalsound subjektiv passendsten bzw. realistisch gefunden habe.

Im Vordergrund die fertig gelötete Widerstandsplatine mit linkerhand den Anschlüssen Lichteingang Vorne (gelb) und Hinten (rot)
und 2 x 3er Vereinzelung (braun/gelb/rosa bzw. grün/grau/blau rechterhand), individueller Widerstand für jede einzelne Laterne,
um eine potentielle Überspannung bei Ausfall einer einzelnen LED für die restlichen Leuchten zu vermeiden.


Bild 17: Träger Elektrik vormontiert (ZeTo74)


Hier die vormontierte und verkabelte Trägerplatte mit der kesselinternen Elektrik.
Ansicht von oben.
Von viel übrigem Platz kann man nicht gerade sprechen, insbesondere, da noch ein “paar Kabel“ dazu kommen werden…


Bild 18: Ansicht seitlich (ZeTo74)


Das Ganze nun von unten/seitlich.

Provisorisch unter dem Polystyrol durchgeführt die Kabelführung grün/grau/blau für den späteren Anschluss der hinteren Loklaternen.
Rechts die mit der Heißklebepistole befestigte Steckerleiste für den späteren Anschluss der einzelnen Frontlaternen wobei die
Befestigungsschrauben des Verdampfers auszusparen waren.

Nach mehreren Versuchen hatte ich mich letztlich für diese steckbare Lösung des Lampenanschusses entschieden, um eine
Demontierbarkeit sicherstellen zu können, falls man früher oder später wieder einmal -wohl eher unfreiwillig- an das Fahrwerkinnere
oder den Verdampfer kommen müsste…

Die Bohrung für das Lüfterrad des Dampfgenerators wurde bewusst nicht kongruent ausgeführt, damit die benötigte Luft von unten
und seitlich anströmen kann.


Bild 19: Fahrwerk und Elektrik von oben (ZeTo74)


Draufsicht auf das (Zwischen-)Ergebnis nach “Verheiratung“ von bestückter Trägerplatte mit Fahrwerk; Anschluss/Ordnung aller vom
Fahrwerk kommenden und bisher vorhandenen Kabel incl. Taktgeber.


Bild 20: Fahrwerk und Elektrik von schräg oben (ZeTo74)


Dito von schräg oben gesehen.


Bild 21: Fahrwerk und Elektrik. Seitenansicht (ZeTo74)


Gut erkennbar nun die aus Muttern bestehenden Abstandhalter zum Ausgleich der Höhendifferenzen zum Fahrwerk bzw. Aufnahme der
Befestigungsschrauben. Auch der begrenzte Raum für die Luftzuführung zum Verdampfer, wobei später zusätzlich noch der Kessel darüber
gestülpt werden wird…

Das am rechten Bildrand noch nicht versorgte Kabeltrio sind die Stromführungen (noch ohne Masseanschluss) für die hinteren Loklaternen,
die gemeinsam mit weiteren, vom Decoder abgehenden Leitungen später dann durch das aus Ätzblechteilen (bereits in der Fertigung…)
bestehende Führerhaus durchgeführt und an eine weitere Steckerleiste (Stichwort Demontierbarkeit…) angebunden werden.

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Der Kommentar, dass beim Vorbild der größere Radabstand auf der zylinderabgewandten Seite liegt, ist richtig (@Hydrostat: Danke für den
Hinweis, gut aufgepasst!). Hierüber hatte ich mir im Vorfeld auch bereits den Kopf zerbrochen und erwogen, das Fahrwerk um 180° zu drehen
und ´hinten´ quasi zu ´vorne´ zu machen. Das mit dem Zylinderblock und passenden Motorblock-Fräsungen hätte man dabei irgendwie
hinbekommen können; beim dann aber auch seitenverkehrten Gestänge verließ mich dann der Mut.
Dominoeffekt eben…
Ein brauchbares, alternatives Fahrwerk mit adäquatem Radstand habe ich auf dem Markt jedoch nicht finden können.

Wie eingangs beschrieben, sehe ich mich nicht unbedingt als “Nietenzähler“ (bin mir hierüber aber nicht mehr ganz so sicher), aber für
mein Erstlingswerk habe ich mich dann doch entschieden, keine weitere Großbaustelle aufzumachen und den Kompromiss so einzugehen.
Wird wohl nicht der letzte gewesen sein…
AureaOlivas - 18.11.20 06:37
Titel: Re: Todtnauerli – Nachbau Lok 74 der Lokalbahn Zell-Todtnau
Was für eine schöne Sammlung Sie haben. Ich habe schon viel davon gesehen, und sie kostet ein Vermögen! Nun, es ist keine schlechte Idee, eine eigene zu schaffen. Es ist eine großartige Möglichkeit, Kosten zu sparen. Um Ihnen die Wahrheit zu sagen, ein großer Aufwand genau hier! das ist wirklich erstaunlich. Eine eigene Firma zu gründen, ist doch keine schlechte Idee!

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