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Vorbilder - Die Südharzeisenbahnstrecke


Kellerbahner - 05.02.17 20:53
Titel: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo Buntbahner,

um auch mal zu sehen wo die Fahrzeuge der ehemaligen Südharzeisenbahn (SHE) früher im Einsatz waren, möchte ich mal hier etwas anderes einstellen:

keine Bilder von echten Loks oder Wagen, nicht mal von Eisenbahnschienen (nur ganz selten einmal). Nur Bilder von dem was heute noch davon zu sehen oder entdecken ist ...

... und das ist einerseits nahezu nichts mehr was Fahrzeuge und Schienen betrifft. Andererseits ist das SHE-Streckenplanum weitestgehend erhalten geblieben - wenn auch an einigen Stellen überbaut bzw. unzugänglich.


Der Grund dafür ist ganz einfach: weder Loks und Wagen, noch die Gleise der SHE sind erhalten geblieben. Sie wurde 1963 komplett abgebaut.

Nur ein ehemaliges Fahrzeug der SHE hat, umgebaut und (noch) nicht betriebsfahig überlebt: der T14.

Die anderen kann man nur noch als Modell wieder auferstehen lassen, z.B. so:


http://www.buntbahn.de/phpBB2/viewtopic.php?t=5483

http://www.buntbahn.de/modellbau/viewtopic.php?t=10533

http://www.buntbahn.de/modellbau/viewtopic.php?t=10945

http://www.buntbahn.de/modellbau/viewtopic.php?p=291880#291880

http://www.buntbahn.de/modellbau/viewtopic.php?t=12193

http://www.buntbahn.de/modellbau/viewtopic.php?t=12346&start=0



Aber, im Gegensatz zu den allermeisten Fahrzeugen der SHE, ist glücklicherweise das Planum der SHE-Strecke seit 1963 weitestgehend erhalten geblieben und seit rund 10 Jahren, in Etappen zu einem so genannten Fahrradweg ausgebaut worden.

Er kann seit einiger Zeit von Radfahrern und Wanderern von dem einen Ende der ehemaligen Strecke zum anderen so oder so bzw. in mehrerlei Hinsicht ´erfahren´ werden.

Gute Streckenbeschreibungen des Fahrradwegs findet man an einigen Stellen im weltweiten Netz, z.B. hier:


http://www.bahntrassenradwege.de/index.php?page=suedharz-eisenbahn-radweg


http://www.südharz-eisenbahn.de/



Jeder der diesen Fahrradweg in seinem jetzigen Zustand, der sich, wenn er nicht konstant gepflegt wird, stetig verändern wird, benutzt, kann sich ein eigenes Urteil bilden ob und wo die Bezeichnung "Fahrradweg" zutrifft oder eher Wanderweg oder Mountainbike-Trail ...


Die Topographie des Wegs hat bei meinen verschiedenen Besuchen jedoch keine große Rolle gespielt hat - ich habe ihn zu Fuß abgewandert.

Wer das Fahrrad nutzt kommt, bei maximalen Steigungen von rund 3 % überwiegend ´bequem´ voran. An manchen Stellen jedoch empfiehlt sich ein geländetauglicheres Rad oder schlicht: schieben.


Schön ist, das jetzt die ganze, ehemalige SHE-Strecke in ihrem fast kompletten Verlauf zugänglich ist - und davon soll hier in Etappen und mit Bildern, nach und nach, berichtet werden.

Wer sich also Bilder von Lokomotiven und Wagen wünscht, möge bitte andere Kanäle wählen. Wer sich gern (Süd)Harzlandschaften betrachtet, der mag hier etwas blättern und schauen.


Wer sich für noch mehr über die SHE interessiert (z. B. Bilder von Fahrzeugen und der Strecke) dem sei die SHE ´Bibel´ von Winfried Dörner empfohlen:


http://www.doerner-medien-verlag.de/rezensionen_2_auflage.html


Oder, da die Bücher von W. Dörner nur noch antiquarisch erhältlich sind, auch die Weiten des weltweiten Netzes, z. B.:


https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdharz-Eisenbahn-Gesellschaft

https://www.youtube.com/watch?v=5hQrf9Ku-78

https://www.youtube.com/watch?v=N5vDxpxIzNc



Hier geht es jetzt los mit einer Streckenwanderung die am einen Ende der ehemaligen SHE-Strecke beginnt: in Walkenried.


Vom ehemals recht umfangreichen Bahngelände der SHE und DB, mit Übergabekran und einer Rollbockgrube ist, bis auf die Normalspurhauptstrecke, nichts mehr zu sehen:

SHE0002 (Kellerbahner)



Das ehemalige SHE-Bahnhofsgebäude ist aber erhalten geblieben und zu einem privaten Wohnhaus umgebaut und saniert worden:

SHE0003 (Kellerbahner)


SHE0004 (Kellerbahner)



Das Bahnhofsgebäude des Normalspuranschluß in Walkenried existiert auch noch in seiner ursprünglich, architektonisch interessanten Bauweise:

SHE0005 (Kellerbahner)



Aber zurück zur SHE - hier begann sie, die Südharzeisenbahn:

SHE0022 (Kellerbahner)



Wer die alten Bilder kennt wird sich den T02 hier vorstellen der die Fahrgäste nach Wieda oder Braunlage aus- oder zusteigen läßt.

Und das Schild an der Seitenwand des Anbaus auf dem, auch noch lange nach 1945, die Verbindung nach Sorge und Tanne als Streckenteil beschrieben war.


Also Einsteigen in Walkenried:

SHE0025 (Kellerbahner)



Und Abfahrt im T02 oder T14 über das Bahnhofsvorfeld, vorbei am Ladekran und den zahlreichen Rangiergleisen so 1 km entlang der Normalspurhauptstrecke:

SHE0027 (Kellerbahner)



Nach diesem knappen Kilometer, biegt die SHE-Strecke nach rechts in Richtung Affenteich ab:

SHE0037 (Kellerbahner)


SHE0032 (Kellerbahner)



Geradeaus verlief noch ein Ausziehgleis zu einem ´Knacker´ - aber das Kapitel kommt später ...:

SHE0035 (Kellerbahner)



Jetzt geht es erst mal am Teich vorbei:

SHE0040 (Kellerbahner)



auf dem Planum:

SHE0041 (Kellerbahner)



der SHE kurz in den Wald hinein:

SHE0043 (Kellerbahner)



um dann dicht an inzwischen bebauten Flächen in Richtung Wieda:

SHE0050 (Kellerbahner)




Davon dann beim nächsten Mal ...


Gruß vom

Kellerbahner
logger - 05.02.17 21:43
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo Kellerbahner,
toll, was du da an Infos zusammengestellt hast und uns an aktuellen Fotos bietest!! Ich will das undedingt mal selbst erkunden, danke, dass du mich darauf gestossen hast! Freue mich auf deine Ergänzungen!!
Viele Grüße
Eberhard
Kellerbahner - 19.02.17 14:45
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo Eberhard,

na, dann hat die erste Folge schon mal jemanden animiert diese Gegend zu besuchen, die mehr Aufmerksamkeit und Besucher gut gebrauchen kann Sehr glücklich .


Was Deinen Forumsnamen angeht: bei diesen Wanderungen hatte ich auch zum ersten Mal einen GPS-Logger dabei - nettes Teilchen, macht Spaß ... auch hinterher virtuell nochmal alles abzuwandern Cool .


Aber genau dazu: ab- bzw weiterwandern ... vom Ortsrand von Walkenried , zur Strassenkreuzung nach Bad Sachsa parallel zur Landstrasse zum Ortseingang von Wieda ...


da sind wir:

SHE0054 (Kellerbahner)



Die ehemalige Strecke verläuft vom Ortsrand von Walkenried leicht ansteigend aber sehr gerade auf die Strassenkreuzung zu:

SHE0057 (Kellerbahner)



Und hier ist sie:

SHE0062 (Kellerbahner)



Aufzählung die Strasse nach Bad Sachsa, im 90 Grad Winkel zur nicht gesicherten Trasse.


Auch heute noch, lange nach dem damaligen schlimmen Verkehrsunfall, für querende Radfahrer und Fußgänger nicht ohne:

SHE0064 (Kellerbahner)



Nicht ohne volle Aufmerksamkeit die Strasse queren - nur selten bremst jemand ab ...


... obwohl 200 m weiter die Einmündung zur Strasse nach Wieda bzw. Walkenried zu bremsen bzw. anhalten zwingt:

SHE0063 (Kellerbahner)



Weiter geht es, nach der Kreuzung, in Richtung Harzberge im Hintergrund und parallel zur Strasse nach Wieda:

SHE0066 (Kellerbahner)



die zuerst recht weit entfernt (100 m) verläuft:

SHE0069 (Kellerbahner)



sich dann aber der SHE- Strecke immer mehr nähert:

SHE0074 (Kellerbahner)



sie fast erreicht:

SHE0076 (Kellerbahner)



und schließlich mit der SHE-Trasse parallel verläuft:

SHE0077 (Kellerbahner)



bis beide dann den Ortseingang von Wieda erreichen:

SHE0081 (Kellerbahner)



Recht von der Strasse liegt die ehemalige Zündholzfabrik, die der gegenüberliegenden SHE Haltestelle früher ihren Namen gab. Die Fabrik stellte später, und auch heute, dann andere Dinge her (Säcke) und die Haltestelle wurde später in Wieda-Süd umbenannt.

Vor Erreichen der Haltestelle quert die SHE-Strecke aber zuerst auf einer kleinen Stahlbrücke zu ersten Mal die Wieda.


Bis zum nächsten Halt - in Wieda-Süd ...


Gruß vom

Kellerbahner
Harzbahnfreund - 20.02.17 10:02
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo Kellerbahner,

danke für diesen interessanten Bericht.
Wir wollten ja schon mal gemeinsam die Stecke erkunden. Verlegen
Ich wohne zwar schon fast 63 Jahre in der Nähe dieser Strecke,
aber es ist schön, gedanklich dem Triebwagen T02 auf den
virtuellen Schienen zu folgen.
Freue mich auf mehr.

Volker
Kellerbahner - 23.04.17 14:42
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo Volker,

ja, hat damals nicht geklappt, so bin ich halt´ solo durchs SHE-Unterholz gestreift Winke Cool

aber dank modernen Technik läßt es sich ja, wie Du schon bemerkt hast:
Zitat:
es ist schön, gedanklich dem Triebwagen T02 auf den virtuellen Schienen zu folgen

virtuell nachholen. Und - es hat doch noch mit uns klappt Sehr glücklich . Außerdem gibt es auch sonst noch so einiges zu entdecken Cool .



Deshalb geht es jetzt erst mal an der ehemaligen Haltestelle Zündholzfabrik weiter:

SHE0082 (Kellerbahner)



Die Haltestelle, die später Wieda Süd hieß, lag links von der Strasse, so auf der Höhe der beiden Richtungsanzeiger und links davon seht Ihr den damaligen Kunden der SHE - die, auch heute noch produzierende, Sackfabrik.

Man beachte auch die Beschilderung des Fahrradwegs - auch eine (vergängliche) Alternative ... Geschockt Winke

Die Einfahrtsrichtung der SHE in diese Fabrik, mit entsprechendem Gleisanschluß, wurde in der Richtung einmal geändert. Das Ziel blieb das Gleiche:

SHE0087 (Kellerbahner)



der Rollbockzubringerdienst von gedeckten Regelspurwagen um die nässeempfindlichen Säcke an der/den Rampe/n einzuladen.


Vor dem Rollbockverkehr wurde das mit Hilfe eines gedeckten Vierachsers der SHE erledigt. Aber das Ladegut mußte dann ja umgeladen werden - der Grund für die Einführung des Rollbockverkehrs:

SHE0088 (Kellerbahner)



Der Betrieb und die ´Location´ ist gut auf den Bildern zu erkennen, die auf Auskunftstafeln abgebildet sind um den Besuchern bzw. Radfahrern von der Geschichte der Strecke auf denen sie laufen/fahren zu erzählen - eine sehr schöne Idee, finde ich Sehr glücklich .


Was man sich heute dennoch nur noch schwer vorstellen kann:

SHE0097 (Kellerbahner)



ist, daß früher die Bahnstrecke (links) sehr dicht, parallel zu Strasse verlief. Auch einer der vielen Gründe warum heute ein Wiederbetrieb, auch von Teilstrecken, wohl illusorisch ist.

Aber Volker hat es ja schon beschrieben: in Gedanken dürfen wir das ja tun ...


Also weiter in das Dorf Wieda hinein:

SHE0099 (Kellerbahner)



immer der Strasse entlang, bis sich nach ein paar hundert Metern sich die Bahnlinie und die Strasse trennen:

SHE0102 (Kellerbahner)



Die Bahnlinien führt jetzt am Waldrand entlang und quert die Wieda wieder über eine weitere kleine Stahlbrücke:

SHE0105 (Kellerbahner)



die auch heute noch sehr gut erhalten ist, natürlich umgebaut, aber doch viele Originalteile entdecken läßt:

SHE0106 (Kellerbahner)



Nach der Brücke geht es dann immer am Waldrand entlang jetzt deutlich ansteigender Richtung Ortsmitte:

SHE0115 (Kellerbahner)



dicht an den Häusern entlang, die früher sicherlich nicht ganz so dicht an der Strecke lagen.

A propos Strecke: findet ihr sie denn Frage Bzw. das was heute auf diesem Abschnitt auch als Radweg bezeichnet wird Verwirrt

Nein, es ist nicht der Fahrweg ganz links Ausruf Das, der nur intuitiv zu findende, grüne Wanderweg (?) ist so ein Steckenteil, wo es für Zweiräder etwas holpriger und, wenn gut durchfeuchtet, auch etwas dreckiger, wird.

Aber wir Eisenbahngeschichtsforscher sind ja keine Weicheier, oder ? Winke


Deshalb: mit gutem Schuhwerk bis zu Fortsetzung,


Gruß vom

Kellerbahner
Kellerbahner - 25.06.17 18:13
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo Südharzeisenbahnfreunde,

hinter der Stahlbrücke über die Wieda fuhr der SHE-Zug oder -Triebwagen dann sowohl früher dicht am ansteigenden Wald (links) entlang, heute (rechts) auch an neu gebauten Häusern und schließlich einen Bedarfshalt:

SHE0117 (Kellerbahner)



Von der Werkstatt konnten die Produkte direkt auf sie Bahn verladen werden - ohne große Aufwand ... Cool :

SHE0119 (Kellerbahner)



Wenn der Bodenbewuchs im Winter kurz ist kann noch die Ladekante entdeckt werden.

Hinter dieser Werkstatt ging es früher direkt in Richtung Haltepunkt Wieda.

Aber heute liegt genau auf der Trasse der Fußballplatz des Blau-Weiß Wieda:

SHE0125 (Kellerbahner)



hinter dem noch dazu gebauten hohen Sendemasten.


Nachdem man heute den Fußballplatz umrundet hat, geht es in ursprünglicher Richtung, wo heute der Parkplatz angelegt ist weiter:

SHE0137 (Kellerbahner)



in Richtung des Empfangsgebäudes der Haltestelle Wieda - rechts im Bild das kleine Backsteinhaus.
Links davon heute das Kurhaus von Wieda, wo früher das Ausweich- und das Ladegleis zu liegen kam.

Das Empfangsgebäude ist sehr gut erhalten und wird privat genutzt:

SHE0142 (Kellerbahner)



und die Trasse verlief wo heute der hier geteerte Radweg in Richtung Knicking verlief.


Bei diesem Besuch war der direkte Weg gesperrt weil die Steilwand des Knicking befestigt wurde und der Weg direkt an ihr entlang nicht begehbar war.

So blieb genug Zeit das Empfangsgebäude auch von der anderen Seite zu fotografieren:

SHE0146 (Kellerbahner)



Auch ein schönes Objekt für einen Nachbau, oder ?


An dieser Stelle waren früher das Haupt- und Ausweichgleis - heute als Kinderspiel- und Grillplatz (gut) genutzt:

SHE0160 (Kellerbahner)



Der Blick durch den Bauzaun auf den gesperrten Weg am Knicking (rechts der Steilhang) entlang:

SHE0164 (Kellerbahner)



Am nächsten Tag ging es von dieser Stelle weiter mit der notwendigen ´Umrundung´ der Baustelle am Knicking und wo (Um)Weg und ehemalige Strecke wieder aufeinander treffen:

SHE0194 (Kellerbahner)



bei der so genannten "Harzklause" die in den 60ern einigen SHE-Freunden als Bleibe diente und Aufnahmen vom Balkon auf die links an den Häusern entlang führende Strecke machten.

Heute ist auch die Harzklause nicht mehr existent, hieß kurz "Buffalo" und ist jetzt pleite. Wer das Gebäude mieten möchte ... Winke


Und der Blick von der anderen Seite aus auf die gesperrte Strecke bzw. den Rad- und Wanderweg am Knicking:

SHE0198 (Kellerbahner)



Weiter geht es von der Trasse am Knicking, gut markiert durch einen aufgemalten, weißen Pfeil, direkt links an der Wieda entlang auf dem Gehweg rechts von der Strasse direkt hinter den Ver- bzw. Gebotsschildern:

SHE0204 (Kellerbahner)



weiter in das Städtchen Wieda hinein.


Doch davon beim nächsten Mal, Gruß vom

Kellerbahner
Kellerbahner - 30.07.17 18:29
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo SHE-Freunde,

Paule hat vor Kurzem einen für SHE Interessierte einen Link zu vielen bisher nicht veröffentlichten Bildern von der Strecke aus den 60ern eingestellt:

Das ist eine gute Gelegenheit die damalige Situation mit der heutigen zu vergleichen, viel Vergnügen dabei:



https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,8237320,page=1



Und damit es noch mehr zu vergleichen gibt, sind jetzt hinter der ehemaligen Harzklause am mitten in Wieda:

SHE0206 (Kellerbahner)



die Strecke führte auf dem Kiesweg rechts neben der gepflasterten Strasse, einmal rechts, dann wieder links abbiegend:

SHE0207 (Kellerbahner)



immer weiter zwischen Häusern, Zufahrtsstrasse und Wieda entlang:

SHE0212 (Kellerbahner)



bis unterhalb des Glockenturms die links die Wieda überbrückende Silberbachbrücke erreicht wird;

SHE0216 (Kellerbahner)



Die Silberbachbrücke rechts hinter uns lassend geht es direkt unterhalb des Glockenturms in einer S-Kurve dann weiter:

SHE0225 (Kellerbahner)



in etwas stärkerer Neigung Höhe gewinnend:

SHE0233 (Kellerbahner)



und immer noch direkt an der Wieda entlang, neben der, auch direkt, Häuser gebaut sind, die mit einigen, interessant gebauten, kleinen Stegen dieselbe überbrückt:

SHE0231 (Kellerbahner)



So 300 m weiter hinauf ist die alte Trasse durch diesen Gartenzaun blockiert:

SHE0245 (Kellerbahner)



und über eine, besonders für Fahrradfahrer, recht steile Umgehung wieder zu erreichen:

SHE0253 (Kellerbahner)



Mit etwas Abstand zu Wieda führt die Strecke Richtung der ehemaligen Wiedaer Hütte. von dieser ist nichts mehr zu entdecken, da das ganze Gelände komplett umgebaut wurde.

Das beginnt an dieser Stelle mit der Tennishalle:

SHE0256 (Kellerbahner)



Dann in den dor angelegten Kurpark mit Hotel, das seit Jahren leer steht:

SHE0259 (Kellerbahner)



dort aber auf die Hütte und die alte Strecke durch ein Denkmal und eine Tafel erinnert wird:

SHE0262 (Kellerbahner)



Mitten im Kurpark ist die Uferböschung der Wieda so von jungen Bäumen und Büschen bewachsen, das zu dieser Zeit die kleine Eisenbahnbrücke nicht sichtbar war:

SHE0271 (Kellerbahner)



Dieses Jahr wurden diese Bäume und Büsche stark zurückgeschnitten und die Brücke ist wieder gut einsehbar - für die nächste Zeit.

Das Ende des Kurparks wird durch ein eigentlich unspektakuläres Gewerbegebäude markiert:

SHE0275 (Kellerbahner)



auf dessen geteertem Weg vorbei sich jedoch noch die Gleise der ehemaligen Strecke abzeichnen:

SHE0276 (Kellerbahner)



die 20 Meter weiter oben, unterhalb der Strassenbrücke, aber noch teilweise aus dem Belag heraustreten:

SHE0281 (Kellerbahner)



Dieses ist jedoch auch schon wieder Geschichte, da inzwischen neu geteert wurde und die Gleise nicht mehr sichtbar sind.

Dafür wurde ein Stück davon ausgegraben, darauf ein NWE-Rollbock plaziert und das ganze Ensemble mit einem Geländer umgeben.

Immerhin, wer Maße eines NWE-Rollbocks oder des ehemaligen SHE Gleises braucht, hat jetzt eine gute Chance dafür.


Die Strassenbrücke an dieser Stelle begräbt die Streckenreste noch massiver. Quert man diese Brücke ist aber der weitere Streckenverlauf Richtung Forsthaus noch sehr gut erkenn- und noch erwanderbar:

SHE0287 (Kellerbahner)



"Noch" weil ein paar Meter weiter dieses, obwohl problemlos möglich, nicht erwünscht ist, was dieses Schild deutlich macht:

SHE0293 (Kellerbahner)



Die Strecke führt 20 m unterhalb des Forsthauses vorbei. Das Gelände ist jetzt eine große, eingezäunte Wiese vor demselben, was Wanderer und Radfahrer dazu zwingt sich darum herum zu bemühen.

Eigentlich kein Problem, jedoch als Fußgänger oder Radfahrer, einzeln, in einer Gruppe oder mit Kindern muß man sich dann gute 20 m weit auf der Bundestrasse am Ortsausgang von Wieda bewegen - mit Pkw, Bussen und Lastwagen, wenn viel Verkehr ist.

Aber Hauptsache diese Wiese wird nicht betreten:

SHE0296 (Kellerbahner)



Links hinunter führt der Weg auf die Strasse, in der Verlängerung des Gartenzauns die ehemaligen Strecke.


Hat man dieses Hindernis geschafft, wird es wieder sicherer und ruhiger:

SHE0302 (Kellerbahner)



Die Strecke ist jetzt ein gut ausgebauter Waldfahrweg in stetigem Anstieg Richtung Weinglastal zum Haltepunkt Stöberhai.

Doch davon beim nächsten Mal ...


Bis dahin, Gruß vom

Kellerbahner
Kellerbahner - 08.10.17 12:25
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo Südharzbahnfreunde,

nach dem Ortsausgang von Wieda geht es stetig, mit so 3 Prozent Steigung, den Hang neben der Strasse hinauf:

SHE0315 (Kellerbahner)



zu der der Abstand immer weiter und höher wird.

Das ändert sich noch mehr wenn die Strecke eine Kurve macht und nach einem markanten Geländeeinschnitt:

SHE0326 (Kellerbahner)



sich ins Weinglastal öffnet:

SHE0330 (Kellerbahner)



Jetzt geht es auch wieder oberhalb einer Strasse entlang. Diese ist aber die Zufahrt zum Haltepunkt Wieda, also keine Bundesstrasse mehr und - damit viel ruhiger.

Die liegt nun immer weiter hinter uns:

SHE0336 (Kellerbahner)



je tiefer man ins Weinglastal vordringt.

Dann, so nach 2 km sieht man den Haltepunkt, der heute zur Gaststätte umgebaut als solche genutzt wird:

SHE0346 (Kellerbahner)



und als Rast sehr empfehlenswert ist (gutbürgerliche Küche: von VW-Currywurst bis Wildgulasch - mit nachmittäglicher Wildbeobachtung auf dem Hang gegenüber).

Geht man den Waldfahrweg einfach weiter geradeaus:

SHE0351 (Kellerbahner)



verpaßt man den Schlenk der Strecke nach links:

SHE0445 (Kellerbahner)



in den ersten Einschnitt der Strecke um die früher dort verlaufende 180 Kehre zu befahren:

SHE0361 (Kellerbahner)



Nein, das ist kein langweiliges Bild vom Wegesrand sondern die zugewachsene Strecke im Einschnitt.

Wem sein Schuhwerk und Beinkleid nicht so wichtig ist, der findet, neben möglicher Zecken, noch wenige Gleisreste - Schwellenteile und Schienennägel - der Rest ist schon lange in dieser sumpfig-dunklen Lage verrottet.

Beweisbilder:

SHE0365 (Kellerbahner)


SHE0425 (Kellerbahner)



Etwas robuster als Holz überdauerte bis vor Kurzem diese Stahlkonstruktion:

SHE0378 (Kellerbahner)



Ob diese zur ehemaligen Strecke gehörte ? Wenn jemand eine Idee dazu hat - nur zu !


Die Strecke kreuzt nach diesem ersten Einschnitt den Waldfahrweg auf den Stöberhai und begibt sich in einen zweiten Einschnitt:

SHE0371 (Kellerbahner)



und gleich darauf den Waldfahrweg der am Haltepunkt Stöberhai vorbeiführt zu kreuzen und wieder in den nächsten, noch steileren Einschnitt verschwindet:

SHE0372 (Kellerbahner)



Zu dieser Zeit konnte man noch im Geländegang diesen 3ten Einschnitt vorsichtig begehen, jedoch wird er zwischenzeitlich als Lagerplatz für in weiße Plastikfolie verpackte Heuballen genutzt - für SHE Freunde eher: verschandelt:

SHE0463 (Kellerbahner)



Das Ende dieses 3ten Einschnitts ist mit Erde aufgeschüttet worden, vermutlich weil sich darunter inzwischen ein Vorratsbehälter befindet:

SHE0472 (Kellerbahner)



Dahinter liegt der Parkplatz der Gaststätte. Quer man diesen beginnt der 4te und letzte Einschnitt:

SHE0477 (Kellerbahner)



Ein Blick zurück läßt dieses Stück der 180 Grad Kurve noch gut erahnen, wenn man den die Lage derselben kennt:

SHE0482 (Kellerbahner)



Und am Ausgang dieses 4ten Einschnitt liegt er nun:

SHE0486 (Kellerbahner)



der ehemalige ´Bahnhof´ Stöberhai - jetzt noch der Gleisseite aus gesehen.

Wie schon empfohlen: er eignet sich als Zielpunkt für eine Wanderung/Radtour oder als Zwischenrast:

SHE0491 (Kellerbahner)



und bietet für den Eisenbahnfreund auch noch einige ausgestellte Exponate:

SHE0575 (Kellerbahner)



Der verrostete Weichenstellhebel der früher am Waldrand lag ist hoffentlich auch gut verwahrt worden ...

Wer noch mehr Informationen zu diesem ehemaligen Streckenteil wünscht findet sie auf der nächsten dort aufgestellten SHE Informationstafel:

SHE0479 (Kellerbahner)




interessante Lektüre wünscht der

Kellerbahner
Max Hensel - 09.10.17 02:16
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo, Kellerbahner,

vielen Dank für den (bisherigen) ausführlichen Wanderbericht. Ich habe es sehr genossen, die Bilder zu sehen. Vor dem geistigen Auge ergänzen sie sich mit der Vorstellung der SHE-Züge zu einem Bild, wie dort die Kleinbahnzüge einmal durch die herrliche Landschaft gefahren sind.

Liebe Grüße

Max.
Harzbahnfreund - 09.10.17 10:03
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Schön anzusehen, Kellerbahner, ich erinnere mich gerne an unsere
gemeinsame Wanderung. Aber die Bilder stimmen auch traurig,
weil ich als kleiner Junge die Bahn noch fahren gesehen habe.
Wenn man den Ort Wieda heute sieht, ist es dort verglichen mit
der ersten Hälfte der 60er Jahre langweilig.
Wie wäre die Gemeinde heute glücklich, gäbe es die Bahn heute noch
und könnte man von dort bis zum Brocken oder nach Quedlinburg fahren.

Liebe Grüße

Volker
Botanikus - 09.10.17 20:05
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo Kellerbahner,
ich Liebe solche Beiträge, genau nach meinem Geschmack.bin dafür
Der einzige Wermutstropfen sind die Vergleichsbilder damals und heute.lupe
Ich habe auf diese weiße Versucht, ein Stück der Aartalbahn zu dokumentieren.
mfg
Herbert
Kellerbahner - 15.10.17 11:02
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo ihr Drei,

welch positive Resonanz zu Bildern aus ruhigen, oft einsamen Gegenden, heute fast völlig eisenbahnbefreit.


Ja, richtig, auch dafür soll das Ganze gut sein, Max:
Zitat:
Vor dem geistigen Auge ergänzen sie sich mit der Vorstellung der SHE-Züge zu einem Bild



Und das verstehe ich Volker:
Zitat:
Aber die Bilder stimmen auch traurig

aber sei nicht zu sehr traurig, denn was Herbert da für eine fotografische Granate abgeschossen hat Geschockt Geschockt :

http://phpbb.hunsrueckquerbahn.de/phpBB3/viewtopic.php?f=76&t=44167

das ist einmal Wert noch stärker hervorgehoben zu werden und vor allem die vielen Seiten voller Bilder zu betrachten und zum anderen siehst Du das es anderswo noch trauriger zugeht. Augenrollen


Lieber Botanikus, Hut ab Ausruf Ausruf Da hatten die bekannten zwei D. (meine natürlich nur mich damit Winke ) doch mal wieder denselben Gedanken - einfach klasse Deine Streckenwanderung.

Auch wenn sie sehr deutlich dokumentiert wie Zerfall im Detail aussieht ... und sich Streit daraus einwickelt. Schlaumeier


Schön aber natürlich Deine Dokumentation - die früher/heute Vergleich und natürlich auch der von (Dir) wohlbekannten, markanten Bauwerken:

http://www.buntbahn.de/modellbau/viewtopic.php?t=10743


Deshalb, wegen o. a. anderweitigem Zerfall und Streit, meine ich das die vor kurzem, schrittweise vollzogene und gemeinsam umgesetzte Reaktivierung der SHE-Strecke zum Rad/Wanderweg ein positiv(er)es Signal ist, Volker.

Ja, kein Vergleich mehr zu früher - aber wo gibt´s den schon. Dafür: kein völliges Verschwinden, eine sinnvolle, anregende Nutzungsmöglichkeit und sogar, mit gut gemachten Dokumentationstafel, vor Ort eine Darstellung wie es früher war - besonders für alle, und das sind ja immer mehr, die die Bahn eben nie ´life´ sehen konnten - gehöre selber auch dazu. Traurig

Jetzt müssen die Gemeinden ´nur´ sehen das die Entropie nicht wieder gnadenlos das Erreichte wieder zurück verwandelt - und da ist eben auch wieder ´ohne Moos nichts los´. Sonst wächst die eine Sorte davon schnell wieder über die Strecke und die Erinnerung daran. Heulend


Gruß vom

Kellerbahner
Kellerbahner - 20.01.18 22:34
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo Südharzbahnfreunde,

am nächsten Tag ging es dann von bekannter (Halte)Stelle:

SHE0491 (Kellerbahner)



frühmorgens weiter auf der ehemaligen Trasse:

SHE0578 (Kellerbahner)


Richtung Kaiserweg.


Doch nach dem Stöberhai geht bzw. ging es erst mal in den Wald hinein:

SHE0586 (Kellerbahner)


auf der gegenüberliegenden Seite des Weinglastals weiter bergan.


Die Waldstrecke bis zur Straßenkreuzung ist wenig spektakulär:

SHE0589 (Kellerbahner)



und schlängelt sich in S-Kurven mit konstanter Steigung weiter hinauf:

SHE0593 (Kellerbahner)


um Höhe zu gewinnen.


Wenn es die Bäume zulassen sieht man an manchen Stellen hinüber auf die andere Seite des Tals und kann die Trasse am gegenüberliegenden Hang sehen:

SHE0597 (Kellerbahner)


Weiter unten im Taleinschnitt verläuft die Forststraße zum Bahnhof Stöberhai.


An 2, 3 Stellen kreuzt die Trasse heute ausgebaute Forststraßen, so an dieser Stelle:

SHE0603 (Kellerbahner)



Weiter oben wird es immer ruhiger, da der Abstand zur Straße größer wird und die ein oder anderen Einschnitte die Geräusche dämmen:

SHE0607 (Kellerbahner)


SHE0614 (Kellerbahner)



Und noch eine Kreuzung:

SHE0617 (Kellerbahner)



und auch Einschnitte:

SHE0627 (Kellerbahner)



dann, noch ein Stück weiter oben, kommt die Strecke wieder näher an die Straße:

SHE0646 (Kellerbahner)



und noch näher:

SHE0661 (Kellerbahner)



bis die Kreuzung mit der Landstrasse vor dem Eselstieger Grund erfolgt:

SHE0666 (Kellerbahner)



Dieser, der Eselstieger Grund, ist ein sehr markanter, auf beiden Seiten steil aufragender Einschnitt, der genau hinter dem Forststraßenschild beginnt:

SHE0671 (Kellerbahner)



Lange Zeit war er, da vollkommen überwuchert, nicht begehbar. Erst durch den Bau des Radwegs wurde das Unterholz entfernt und man konnte eine Zeit lang in diesen Abschnitt, wahrlich, eintauchen:

SHE0685 (Kellerbahner)



Ende 2017 war jedoch durch Bruchholz der Einschnitt wieder ´versperrt´, der Zugang verboten und man muß wie früher den Forstweg benutzen der um den Einschnitt herum führt.

Doch davon dann beim nächsten Mal mehr ...


Gruß vom

Kellerbahner
Botanikus - 21.01.18 20:54
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo Kellerbahner,
stimmungsvolle Bilder, da hat man doch wieder Sehnsucht nach wärmere
Tage.
Danke fürs Zeigen. Blume
mfg
Herbert


Märklin Eine Anlage im Stil der 70er
Nebenbahnromantik
der Verrückte - 21.01.18 21:05
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Traurig isses. Man bekommt Sehnsucht nach Gleisen.
Wer sind die Verantwortlichen?
Verächtliche Grüsse.
Kellerbahner - 27.01.18 22:55
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo ihr Zwei,

schön das bei Euch beim Betrachten der Bilder auf verschiedene Art Sehnsucht aufkam Sehr glücklich .


Ja, Herbert, das Grün regt an und läßt auf das Frühjahr hoffen Blume .

Das ging bestimmt den Mitarbeitern der SHE damals genau so Cool .


Ein kleine, wirklich eine kleine, bekam ich mal bei einer Wanderung als in Walkenried nur Schneematsch lag, ab dem Stöberhai dann 20 cm und auf dem Weg zum Kaiserweg dann 60 cm Neuschnee - an Ostern Geschockt Ausruf


Ostern auf der SHE (Kellerbahner)



Gruß vom

Kellerbahner
Harzbahnfreund - 28.01.18 10:45
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo,

"Traurig isses. Man bekommt Sehnsucht nach Gleisen.
Wer sind die Verantwortlichen?
"

Die Gleise wurden 1963 abgerissen.
Wer ist schuld? Der Zahn der Zeit.
Die Verantwortlichen sind sicher nicht mehr am Leben.
Die Autos und Lastkraftwagen wurden immer mehr
und besser einsetzbar.
So wie heute auch alle Nebenstrecken entweder eingestellt
oder so zurückgebaut werden, dass kein Gütertransport
auf der Schiene mehr möglich ist.
Als die Gleise der SHE noch lagen, hatten die Menschen
in der Region andere Sorgen und die Zeiten waren nicht
immer friedlich und freundlich. (Zwei Weltkriege)
Also betrachten wir die Bilder und lassen in unserer
Phantasie friedlich und freundlich die Züge fahren.
Es gibt so viele Bahnen aus vergangenen Zeiten,
die man sich wünscht, dass sie heute noch fahren.
Vielleicht ist auch der Wunsch damit verbunden
das Leben mit etwas mehr Ruhe und Gelassenheit zu genießen.
Kellerbahner holt die Wirklichkeit damals im Modell zurück
und hat so seine Freude an einer längst vergangenen Zeit.

Liebe Grüße

Volker
Kellerbahner - 07.04.18 23:39
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo Südharzfreunde,

angesichts des Osterwochenendes war das zuletzt gezeigte Bild für diesen Winter ´Programm´, aber schon eine Woche danach geht es jetzt mit angenehmeren Temperaturen und grüner weiter, so auch hier:

mitten im Einschnitt an Eselstieger Grund:

SHE0689 (Kellerbahner)



Links und rechts steile Böschungen, ein geräumter Weg (damals) und am Ende die ´Öffnung´ des Einschnitts.

Der Blick von dort zurück in den Einschnitt:

SHE0691 (Kellerbahner)



Und noch ein Stück nach vorne gegangen und zurück geschaut:

SHE0695 (Kellerbahner)



Und schließlich wirklich am Ende des Einschnitts im Blick zurück:

SHE0696 (Kellerbahner)



Der Einschnitt kommt im weitern Winkel noch deutlicher zur Geltung:

SHE0697 (Kellerbahner)



Wenn man sich vorstellt das früher hier alle Arten von SHE-Zügen durch gefahren sind, auch die mit aufgebockten Regelspurwagen … das ging eng zu !

Jedenfalls war es nach den Jahren des zugewuchert seins wieder schön diesen Abschnitt abwandern zu können. Hoffentlich wird er wieder frei gelegt. Die ´Ausweichroute´ seht ihr ja linker Hand – den Forstweg.

Von den aus gegenüber die Strasse zu erkennen ist und hinter diesen nicht mehr die alte SHE Strecke:

SHE0702 (Kellerbahner)



Auf diesem Forstweg der früher das SHE-Planum war geht es jetzt weiter mit ca. 3% bergan aber zuerst, in einer nächsten Kurve, an einer Forsthütte vorbei:

SHE0707 (Kellerbahner)



Und weiter sanft ansteigend den Berg hinauf:

SHE0711 (Kellerbahner)



Etwas weiter oben mit herrlichem Blick hinunter auf die Strasse und dahinter im Wald die alte Strecke – natürlich ´unsichtbar´ … das mußte früher ein akustisches Schauspiel gewesen sein:

SHE0719 (Kellerbahner)



was man heute nur noch z.B. im Schierker Wald an der Brockenstrecke erleben kann – nichts vom Zug zu sehen aber dafür zu hören …

Dann kreuzt die ehemalige Strecke (geradeaus) einen weiteren Forstweg:

SHE0720 (Kellerbahner)



Und verschwindet wieder im Wald Richtung Kaiserweg:

SHE0724 (Kellerbahner)



Wieder wir es sehr ruhig, recht dunkel und einsam:

SHE0730 (Kellerbahner)



Nur an einer Stelle ist heute die Sicht, durch die abgeholzten Bäume, auf die benachbarten Hügel frei:

SHE0738 (Kellerbahner)



So muß es in den 50er und 60ern dort häufiger ausgesehen haben, wenn man sich alte Fotos von dieser Stelle (Kaiserweg) anschaut: ´freie´ Sicht auf die Harzwälder – vom Zug aus !

Dann geht es wieder in den Wald:

SHE0740 (Kellerbahner)



Und nach einem ausnahmsweise recht langen geraden Stück:

SHE0746 (Kellerbahner)



Nochmal kurz durch dichten Wald und weiter oben wird der Haltepunkt Kaiserweg sichtbar:

SHE0749 (Kellerbahner)



Links die ehemalige Verladestelle mit kleiner, jetzt völlig zugewachsener, Natursteinmauer, rechts war früher die Schutzhütte des Haltepunkts Kaiserweg.

Von der wirklich gar nichts mehr zu finden ist:

SHE0753 (Kellerbahner)



Oder fast gar nichts, so liegt dieser Kilometerstein immer noch dort:

SHE0933 (Kellerbahner)



Und, wer weiß, vielleicht hat dieses U-Profil schon damals eine tragende Funktion gehabt (?):

SHE0935 (Kellerbahner)




Dafür steht heute eine neue Schutzhütte am Ende der Verladerampe (links) bzw. der alten Haltestelle (rechts):

SHE0759 (Kellerbahner)



Im ´Gegenschuß´ nochmal aus anderer Sicht der ehemalige Haltepunkt:

SHE0762 (Kellerbahner)



Heute völlig zugewachsen:

Sowohl die Verladerampe mit Brombeerbüschen und hohem Gras und vor allem links, wo früher die Hütte des Haltepunkts stand, ein dichter, hoher Fichtenwald.

Auf alten Bildern (Ender der 50er, Anfang der 60er) waren hier nur 2 hohe, recht kahle Bäume zu sehen, ansonsten: freie Sicht !

Wie es früher hier aussah, das ist auf der aufgestellten Tafel über die SHE und den Haltepunkt gut zu sehen:

SHE0763 (Kellerbahner)



Heute befindet sich hier vor der, leider immer mehr verrottenden, Schutzhütte ein Waldparkplatz:

SHE0767 (Kellerbahner)



direkt an der seit langem gut und breit ausgebauten Straße rauf von Wieda nach Braunlage:

SHE0768 (Kellerbahner)



In der Fortsetzung des Weges an der Schutzhütte über den Parkplatz, die Straße querend, lag früher das Gleis der SHE und näherte sich, gegenüber, der Hochfläche, dem höchsten Punkt der gesamten Strecke:

SHE0769 (Kellerbahner)



Doch davon später in einem nächsten Wanderbericht auf bzw. entlang der SHE-Trasse …


Gruß vom

Kellerbahner
Kellerbahner - 05.08.18 18:22
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo Südharzfreunde,

wie beim letzten Mal beschrieben: vom Haltepunkt Kaiserweg über den heutigen Parkplatz die Straße querend, zog sich die SHE-Trasse:

SHE0771 (Kellerbahner)



Der heutige Wanderweg:

SHE0776 (Kellerbahner)



Verläuft links von der Trasse:

SHE0777 (Kellerbahner)



Die mit jungen Bäumen und viel Gebüsch zugewachsen ist. Jedoch – man findet immer noch ein paar Spuren: ein altes Schienenstück und die ein oder andere Bohle:

SHE0792 (Kellerbahner)



Dann, ca. 100 Meter weiter fädelt der Wanderweg wieder direkt auf die ehemalige Trasse ein:

SHE0787 (Kellerbahner)



Wieder ein paar Meter weiter macht die Trasse einen großen Bogen:

SHE0789 (Kellerbahner)



und erreicht den höchsten Punkt der Strecke:

SHE0932 (Kellerbahner)



bevor sie wieder sanft Richtung Brunnenbachsmühle abfällt:

SHE0795 (Kellerbahner)



In einem recht langen geraden Stück:

SHE0797 (Kellerbahner)



An dessen Ende der Weg wieder auf dem Waldweg verläuft:

SHE0799 (Kellerbahner)



und leider nicht auf der alten Trasse bleibt, die wieder völlig überwachsen fast nicht mehr zu erkennen ist:

SHE0802 (Kellerbahner)



Aber immer noch auf einem sehr imposanten Wall die Senke überbrückt.


Am Ende dieses Walls (rechts) trifft der Waldweg (links) kreuzend die ehemalige Trasse:

SHE0805 (Kellerbahner)



Die dann hinunter ins Schächerbachtal verläuft:

SHE0818 (Kellerbahner)



Doch vor der schönen, herrlich ruhigen und immer noch einsamen Schächerbachtal-Strecke, noch einen Blick zurück auf den beeindruckenden Damm:

SHE0814 (Kellerbahner)



auf dem früher alle Fahrzeuge der SHE zu finden waren und herrlich hätten fotografisch festgehalten werden können:

SHE0812 (Kellerbahner)



Nur hat es leider dort damals niemand gemacht Traurig .


So bleibt es heute bei dem was Volker (Harzbahnfreund) bemerkte:
Zitat:
Also betrachten wir die Bilder und lassen in unserer Phantasie friedlich und freundlich die Züge fahren


Genau so machen wir es … Sehr glücklich Sehr glücklich


Gruß vom

Kellerbahner
Botanikus - 05.08.18 18:45
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo Kellerbahner,
bei den momentan tropischen Temperaturen, vermitteln deine Bilder eine
angenehme Kühle. Schneemann
mfg
Herbert

Märklin Eine Anlage im Stil der 70er
Auf M-Gleise durch die romantische Fränkische Alb
Harzbahnfreund - 06.08.18 08:51
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo Kellerbahner,

schöne Bilder, ich habe unsere Wanderung
nicht vergessen, können wir gerne mal
wiederholen. Wir nehmen dann ein Stück Gleis mit
und stellen Deine SHE-Modelle drauf. Sehr glücklich
Zum Beispiel können wir in Brunnenbachsmühle
ein Treffen zwischen NWE und SHE nachstellen.
Ich bringe NWE-Modelle mit.

Liebe Grüße

Volker
Kellerbahner - 12.08.18 13:15
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo Ihr zwei,

ja, Herbert, deshalb:
Zitat:
… vermitteln … eine angenehme Kühle.

schaue ich mir die Bilder auch immer wieder gerne an. Wenn es schon im Hochharz und Schweden zu Waldbränden kommt, dann ist dieser Sommer wohl jetzt für jeden offensichtlich ein Extremer Geschockt .


Und Du hast Recht, Volker, auf dem uns gut bekannten Abschnitt zwischen dem Kaiserweg und Brunnenbachsmühle herrscht normalerweise eine angenehme Kühle snoopy ... aber in diesem Sommer … heiss

… da suchte ich schon Anfang April an der ehemaligen SHE-Station Brunnenbachsmühle nach Schatten.


Nur, Brunnenbachsmühle war nicht der Kreuzungsbahnhof zwischen der NWE und SHE nein , das war Sorge ja .

Aber Deine Idee ist auch dort reizvoll umzusetzen auch wenn in Sorge vom Bahnhof rein gar nichts mehr zu finden ist Heulend – Bilder von dort folgen später. Wenigstens ist beim Abzweig von Brunnenbachsmühle nach Sorge/Tanne noch die alte Trasse zum überwiegenden Teil gut begehbar – und ein paar Spuren von der alten SHE finden sich immer noch lupe .


Aber wie beschrieben – davon etwas später. Erst mal müssen wir im nächsten Teil das heutige Jugendwaldheim im alten Bahnhof Brunnenbachsmühle erreichen Sehr glücklich .


Bis dahin, Gruß vom

Kellerbahner
Harzbahnfreund - 12.08.18 17:38
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo Kellerbahner,

Nur, Brunnenbachsmühle war nicht der Kreuzungsbahnhof zwischen der NWE und SHE nein , das war Sorge ja .

Das ist schon klar, aber in Brunnenbachsmühle war der Abzweig in Richtung Sorge. Ich denke fiktiv. Stell Dir vor, die Strecke ist noch vorhanden
und nach der Wiedervereinigung fahren nun auch NWE-Loks nach Brunnenbachsmühle. Oder die Grenze hat es gar nicht gegeben.
Such Dir etwas aus. Sehr glücklich

Viele Grüße

Volker
Kellerbahner - 19.08.18 14:52
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo Volker,

ach so hast Du das gemeint Licht :
Zitat:
Ich denke fiktiv

Na, da mach´ ich mit … ja Lachend


Im hiesigen Knaupsholz fahren ja auch ab und zu Fahrzeuge die dort mit Sicherheit nicht anzutreffen waren – leider Heulend .

Der T02 hat es ja immerhin tatsächlich auf den Brocken geschafft – jedoch nicht in Rot.

Und die verschiedenen SHE-Fahrzeuge werden den Weg zum Knaupsholz mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht gefunden haben.


Aber wie Du formuliert hast:
Zitat:
Stell Dir vor …



... und da Du Deinen Beitrag einen Tag vor dem 13. August eingestellt hast, ein Bild aus Braunlage, dass die damalige Wirklichkeit leider wieder deutlich macht Mauer :

6614 (Kellerbahner)





Für alle die, die nicht solche Experten für die NWE/SHE und deren Kreuzungsstellen sind, sich aber vielleicht tiefer einlesen möchten, hier ein Tipp dafür bei einem (1) Anbieter:


https://www.amazon.de/Harzer-Schmalspur-Spezialit%C3%A4ten-II-Otto-Kurbjuweit/dp/3837516474/ref=sr_1_11?s=books&ie=UTF8&qid=1534680523&sr=1-11&keywords=otto+kurbjuweit


OOK beschreibt die damalige Sorge´sche Wirklichkeit in seinen HSS II sehr anschaulich und die Gleispläne und Bilder dazu sind auch sehens- und wissenswert ja .


Gruß vom

Kellerbahner
viereka - 19.08.18 17:08
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo Kellerbahner,
dass Sorge mal so einen großen Bahnhof hatte, habe ich so richtig erst durch die in Deinem Hinweis erwähnte Publikation "geschnallt".
Übrigens existiert ja noch ein Brückenwiderlager der Brücke, über die die SHE damals gefahren ist.
Noch im Sommer 1989 !!!!! hat unser Modellbahnclub eine kleine Harzrundfahrt gemacht. Ein Modellbahnfreund fotografierte den Pfeiler und kurz darauf hat mich das Zugpersonal (ich hatte den Freifahrschein des deutschen Modelleisenbahnverbandes der DDR in Verwahrung und galt quasie als "Reiseleiter") blöd angemacht, ich möge bitte das Fotografieren der Reisegruppenmitglieder solange unterbinden, wie die Strecke durch die 5 km Zone führt...
Na, da habe ich aber mit meinem Freund geschimpft....
Geschockt Geschockt Geschockt

Ansonsten erinnert mich jeder Deiner Berichte daran, dass ich immer noch nicht beim ehemaligen Kaiserweg war und auch noch nicht Stöberhai besucht habe.
Heulend

cu
Hans-Jürgen
Harzbahnfreund - 20.08.18 07:57
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo Hans-Jürgen,

Ansonsten erinnert mich jeder Deiner Berichte daran, dass ich immer noch nicht beim ehemaligen Kaiserweg war und auch noch nicht Stöberhai besucht habe.

na, dann wird es Zeit. Ich zeig Dir auch den Weg.

LG

Volker
Kellerbahner - 26.08.18 12:11
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo ihr beiden,

ja, die SHE war von der ´Teilung´ auch stark betroffen Heulend .

Der Streckenast nach Tanne war abgeschnitten und die Hoffnung das die Bahnbauten wie die kleine Brücke über die Bode oder die vor Sorge nochmal genutzt werden konnte war dann ab 1961 bzw. 1963 endgültig zunichte Heulend .

Danke, Hans-Jürgen, für Deinen kurzen Zeitzeugenbericht – wie das damals war können sich viele heute nicht mehr vorstellen nein .


Aber jedesmal wenn ich an dieser Stelle vorbeikomme:



Dann wird es (mir) wieder bewußt Verwirrt Augenrollen .


Das Bild stammt aus den Weihnachtsgrüßen 2016 (aufgenommen im April !) und zeigt die Stelle an der in der Mitte die ehemalige Brücke zwischen den Widerlagern links und rechts vorhanden war.


Auf Marco´s (staar008) SHE-Seite:

http://home.kpn.nl/mstaartjes1994/home%20D.htm

ist eine schöne Animation davon zu sehen:





Zu Deinem Bericht, Hans-Jürgen, paßt die Strasse rechts die nach unten führt – das war damals die Grenzstraße, die regelmäßig von der Grenztruppe der NVA befahren wurde und sonst vermutlich nur sehr selten von jemand anderem Schießen .


Jedenfalls gut das heute wieder jeder auf dieser Straße von Sorge nach Elend oder Braunlage o. U. fahren kann … Sehr glücklich


meint der

Kellerbahner
viereka - 26.08.18 12:38
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo Kellerbahner,
erstmalig bin ich diese Strecke als 18jähriger gefahren (Benneckenstein-Wernigerode) als ich meine Tante in Halberstadt besucht habe und wir dort wanderten. Es war anfangs ja nicht einmal erlaubt, dass man diese 5km Sperrzone durchfuhr, später durfte man die Züge nutzen. Ich weiß noch, dass es dunkel war und ich regelrecht am Fenster klebte. Man konnte damals sogar einen Zaun sehen, aber der "richtige" Grenzzaun war es wohl nicht. Der war wohl dazu parallel noch weiter westlich.
So richtig kann man sich das nicht vorstellen, wenn man es nicht erlebt hat. Mit Erlaubnis durfte ich später mal mit dem Trabbi in diese Zone fahren, habe mich verfahren (die Straßen waren ja nicht im Atlas, bzw. ausgeschildert) , wurde von einem Volkspolizisten über einen Feldweg geschickt, damit ich meinen Termin wahrnehmen konnte und dann auf dem Feldweg von Grenzpolizei mit Kalaschnikow gestoppt. Da habe ich erst blöd geschaut, aber ich hatte den richtigen Schein zum Vorzeigen. Nach über einem Jahr bin ich dort wieder vorbei gekommen. Der kontrollierende Vopo schaut mich an und erinnert sich, dass ich vor einem Jahr !!! schon mal dort war .
Und dass man ab Aschersleben als junges Menschenkind regelmäßig von der Tranzportpolizei kontrolliert wurde weil man in Richtung "Westen" fuhr, kann sich auch keiner mehr vorstellen.
Nun, die Zeilen haben zwar nix mehr mit Eisenbahnmodellbau zu tun, aber sogar heute bekommt man von Leuten aus bestimmter Richtung immer mal erklärt, wie es gewesen war...
cu
Hans-Jürgen
Kellerbahner - 05.01.19 21:25
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo Südharz-Freunde,

jetzt geht, bei damals noch sommerlichem Wetter, der Spaziergang auf dem Streckenteil entlang des Schächerbachtals weiter:

SHE0823 (Kellerbahner)



Die nächsten Bilder dieses Abschnitts machen deutlich das es jetzt, nach dem Anstieg von Wieda zum Kaiserweg jetzt sanft bergab Richtung Brunnenbachsmühle geht:

SHE0828 (Kellerbahner)


SHE0837 (Kellerbahner)



Was heute dicht bewaldet ist war zu Zeiten der Südharzeisenbahn stellenweise deutlich lichter, wie auf alten Bildern zu sehen ist. Aber dennoch: es ist ein schöner, langer Waldabschnitt:

SHE0845 (Kellerbahner)



der sich heute kurz vor dem Jugendheim gabelt:

SHE0846 (Kellerbahner)



und in einer Kurve zur ehemaligen Haltestelle führt:

SHE0852 (Kellerbahner)



An dieser Stelle kann man auch noch rechts leicht unten das Planum des alten Streckenteils nach Sorge und Tanne gut erkennen.

Diese ´Herrlichkeit´ endet heute weiter rechts nach rund 100 Metern abrupt an der darüber ausgebauten Bundesstrasse:

SHE0855 (Kellerbahner)



Aber diesen Streckenteil wandern wir später ab. Jetzt geht es erst mal weiter zum ehemaligen Kreuzungsbahnhof Brunnenbachsmühle:

SHE0862 (Kellerbahner)



Der glücklicherweise nicht wie viele andere mit dem Streckenabbau in den 60ern abgerissen wurde, sondern heute als Jugendheim genutzt wird.

Die alte ´Pracht´ wird vor der heutigen Vorderseite auf einer weiteren Streckentafel gezeigt:

SHE0861 (Kellerbahner)



Die recht umfangreichen Gleisanlagen waren früher jedoch auf der gegenüberliegenden Seite:

SHE0865 (Kellerbahner)



d.h. oben rechts vom inzwischen auch teilerweiterten Gebäude liegend. Was man sich heute nur noch etwas schwer vorstellen kann.

Ebenso ist es mit dem Gleisfeld Richtung Braunlage also genau in der anderen Richtung als oben gezeigt:

SHE0866 (Kellerbahner)



Statt der Durchfahrts- und Abstellgleise wird der Platz heute u.a. zum Fußballspielen genutzt, was aber ja auch ganz sinnvoll ist.

Bevor es dann in dieser Richtung:

SHE0868 (Kellerbahner)



weiter geht, ging es an diesem Tag erst mal wieder zurück zum Kaiserweg.

Nicht ohne vorher noch einen Blick auf die andere Richtung zu werfen:

SHE0879 (Kellerbahner)



Wo früher der Abzweig nach Sorge und weiter nach Tanne verlief.

Heute ist diese Teilstrecke an dieser Stelle nicht mehr als Wander- und Fahrradweg ausgebaut – weil die Bundesstrasse weiter vorne dem einen strassenbaulichen Riegel vorschiebt.

Welche Möglichkeiten es dennoch gibt auch diesen Streckenteil zu erwandern und -fahren, das folgt dann später wenn der virtuelle Zug aus Braunlage wieder nach Brunnenbachsmühle zurückgekehrt ist.


Bis dahin, Gruß vom

Kellerbahner
Kellerbahner - 27.04.19 22:43
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo SHE-Freunde,

der nächste Abschnitt fand um Ostern herum statt, jedoch azyklisch zum diesjährigen Wetter – es lag zu der Zeit noch ordentlich Schnee an der Brunnenbachsmühle:

SHE1174 (Kellerbahner)


Den Fußballplatz, der früher mit den unterschiedlichen Bahnhofsgleisen belegt war, kennt ihr ja schon.


Ihn zurücklassend sieht man in der Nähe die kleine Brücke über den Bach an dem früher die Dampfloks Wasser fassen konnten:

SHE1175 (Kellerbahner)



Danach geht es etwas bergan und in langgezogenen Kurven Richtung Braunlage:

SHE1178 (Kellerbahner)



Etwas weiter oberhalb dann wird in der Ferne der erste Straßenübergang sichtbar:

SHE1186 (Kellerbahner)



Radfahrer und Fußgänger sollten beim Queren der Strasse gut aufpassen, denn diese liegt in einer Kurve und die meisten PKW fahren sehr (besser: zu) schnell:

SHE1189 (Kellerbahner)



Auf der anderen Seite wird der Platz öfters von Langholztransportern genutzt und sieht dementsprechend aus.
Die ehemalige Strecke macht einen Bogen nach links:

SHE1192 (Kellerbahner)



in den Wald hinein:

SHE1196 (Kellerbahner)



Nach kurzer Zeit bei konstant leichtem Anstieg wird schon der zweite Straßenübergang weiter oben sichtbar:

SHE1199 (Kellerbahner)



Auch hier Vorsicht beim Queren, nur ist die Straße hier in beide Richtungen besser einsehbar:

SHE1202 (Kellerbahner)



Hinter dem Übergang geht es jetzt leicht bergab in vielen Kurven runter nach Braunlage:

SHE1206 (Kellerbahner)


SHE1211 (Kellerbahner)



Heute mitten im Wald steht ein SHE-Kilometerstein, der uns angibt das es nicht mehr weit bis Braunlage ist: noch gute 2 km dann sind die 25 km Strecke zu Ende:

SHE1212 (Kellerbahner)



Kurz danach hört der Wald auf:

SHE1223 (Kellerbahner)



und der Blick aus der Kurve fällt auf die Bodewiesen:

SHE1224 (Kellerbahner)


SHE1226 (Kellerbahner)



Nach der Kurve erreicht man die ersten Häuser von Braunlage, die es zu Zeiten der SHE noch nicht gab:

SHE1228 (Kellerbahner)



Das letzte Stück zum ehemaligen Bahnhof in winterlicher Stimmung:

SHE1233 (Kellerbahner)



Dann ist er erreicht – der Bahnhofsvorplatz:

SHE1234 (Kellerbahner)


genauer: das was aus ihm wurde.


Der alte Lokschuppen steht noch:

SHE1239 (Kellerbahner)


SHE1252 (Kellerbahner)



aber das alte Braunlager Bahnhofsgebäude wurde vor ein paar Jahren abgerissen:

SHE1240 (Kellerbahner)



Nur noch das Kopfsteinpflaster mit der alten Waage blieb übrig:

SHE1243 (Kellerbahner)



Es sollte zwar dort ein Einkaufszentrum entstehen, dafür wurde das doch am Ende recht vergammelte Gebäude abgerissen. Aber daraus wurde nichts – an dieser Stelle. Die Supermärkte haben ihren Platz auf der anderen Seite gefunden:

SHE1248 (Kellerbahner)



und das Bahnhofsvorfeld liegt jetzt brach und beherbergt den Braunlager Busbahnhof:

SHE1246 (Kellerbahner)



Wie es hier früher zu Zeiten der SHE ausgesehen hat, zeigt eine weitere Übersichtstafel:

SHE1254 (Kellerbahner)



Sie zeigt das es noch ein Stück weiter geht – über die Spitzkehre Richtung Wurmberg Steinbruch.


Das ist dann eine nächste Streckenwanderung …


Bis dahin, Gruß vom

Kellerbahner
Botanikus - 28.04.19 18:39
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo Kellerbahner,
schöner Bilderbogen ,nur das falsche Wetter.
Ich habe an Ostern Bilder von meiner Lieblingstrecke Bilder gemacht, bei
schwülen 25 Grad und stechender Sonne.
So unterschiedlich kann Wetter sein.

Aartalbahn_20_04_2019_f (Botanikus)

Aartalbahn 20.04.2019 Richtung HP. Waldstraße
mfg
Herbert
Kellerbahner - 19.10.19 23:56
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo Botanikus,

die nächste Streckenabschnittswanderung fand zwar an Ostern statt hatte aber noch deutlich winterliche Züge.

Ausgangspunkt war der ehemalige Bahnhof Braunlage:

SHE1256 (Kellerbahner)



Diesmal aber zurück in Richtung Walkenried, doch nicht dieser Strecke zurück folgend, sondern in Form einer Spitzkehre kurz nach dem Bahnhof der langgezogenen Kurve der Trasse folgend:

SHE1235 (Kellerbahner)



Das diese Streckenwanderung winterliche Züge haben wird, deutet sich auf diesem Bild mitten in der ehemaligen Spitzkehre an:

SHE1273 (Kellerbahner)



Am Ende der Kurve ging es wieder parallel zur Hinstrecke Richtung Stadtmitte von Braunlage:

SHE1272 (Kellerbahner)



entlang der Warmen Bode, die ihrem Namen an diesen Ostern keine Ehre machte:

SHE1262 (Kellerbahner)



Ein Stück weiter oben, an der Brücke über die Warme Bode war früher linker Hand das Anschlussgleis zum Sägewerk während die Strecke zum Wurmberg nach rechts abknickte. Heute ist das nur schwer vorstellbar:

SHE1364 (Kellerbahner)



Aber eine Tafel hilft dabei sich es vorzustellen wie es an dieser Stelle früher ausgesehen hat:

SHE1263 (Kellerbahner)



Wir folgen auf den Bildern also dem Zug der vom Wurmberg gerade in der Kurve den Abzweig zum Sägewerk passieren wird und passieren, auf dem Gehweg durch Wohnhäuser kurze Zeit später das Heimat- und Skimuseum von Braunlage:

SHE1352 (Kellerbahner)



In dem, mit Bildern, Modellen und (Gleis)Resten, auch an das die ehemalige Südharzeisenbahn erinnert wird:

SHE1333 (Kellerbahner)



Auf dieser Höhe überquerte früher die SHE-Strecke wieder die Warme Bode. Von der Brücke sind noch die Widerlager erkennbar:

SHE1367 (Kellerbahner)


SHE1368 (Kellerbahner)



Wieder ein paar Meter weiter folgt die Strassenkreuzung mit der Elbingröder Strasse:

SHE1375 (Kellerbahner)



Wo wieder eine Tafel an die Zeit erinnert als dort die Eisenbahn mitten durch Braunlage Richtung Wurmberg fuhr:

SHE1376 (Kellerbahner)



Wo heute das Eisstadion, die Seilbahntalstation, mit großem Parkplatz davor steht war früher an dieser Stelle ein großes Sägewerk – heute nicht mehr vorstellbar:

SHE1378 (Kellerbahner)



Am oberen Ende des Parkplatz, unterhalb des großen Hotels Maritim trifft die Trasse wieder die Warme Bode und folgt ihr rechter Hand:

SHE1384 (Kellerbahner)



Ein Stück weiter:

SHE1391 (Kellerbahner)



Erinnert ein Schild an den Abzweig zur ehemaligen Glashütte – einem weiteren, ehemaligen Güterkunden der SHE:

SHE1393 (Kellerbahner)



Der Abzweig führte auf einer Steinbrücke über die Warme Bode. Die Brücke ist heute noch gut erhalten:

SHE1397 (Kellerbahner)



Ein Stück weiter, wieder an einer Steinbrücke über die Warme Bode kreuzt die Trasse die Strasse unterhalb der Sprungschanze:

SHE1407 (Kellerbahner)


SHE1409 (Kellerbahner)



Zu dieser (Jahres)Zeit war es mir nicht klar wo früher die Strecke verlief – links von der warmen Bode oder wahrscheinlicher: rechts von ihr und wo genau an der Sprungschanze ?:

SHE1412 (Kellerbahner)



Ich entschied mich zu der Zeit für ´links von der Warmen Bode´, was aber falsch war: es ist ´die Mitte´ - entlang dem steil ansteigendem, schneebedecktem Stück links von der Strasse zur Schanze.

Das war zwar falsch aber so lernte ich eben die Warme Bode mit ihren ´Wasserfällen´ kennen:

SHE1418 (Kellerbahner)


SHE1426 (Kellerbahner)



und konnte zumindest auf der anderen Seite die ehemalige Strecke zum früher so genannten Wurmberg Knacker vermuten:

SHE1429 (Kellerbahner)



Dieser lag früher oberhalb der heutigen Schanze und überhalb der Warmen Bode zur Rechten auf einer recht großen heute noch, von der Fahrstrasse aus, gut zugänglichen Fläche:

SHE1468 (Kellerbahner)



zum ´Knacker´, an dem die SHE-Strecke endete und die extra für den Steintransport angeschafften Trichterwagen angeschafft wurden dort beladen.


Die Steine kamen vom weit oberhalb liegenden Steinbruch und wurden mit einer Seilbahn zum Knacker und der Verladestelle transportiert.


Die Fundamente der Seilbahnstützen sind direkt an der Fahrstrasse noch heute sehr gut zu erkennen:

SHE1453 (Kellerbahner)


SHE1454 (Kellerbahner)



An diesem Tag hatte ich nun genug vom Schnee, weil die Schuhe und Hose schlußendlich völlig naß waren.

Also deshalb zurück nach Braunlage und beim Grimbart am Kamin beides bei mehreren Glas heißem Tee und einem guten Essen getrocknet:

SHE1259 (Kellerbahner)



und Pläne gemacht, bei besserem Wetter, wieder zu kommen und sowohl die Strecke zur Verladestelle Wurmberg als auch die ehemalige Seilbahn und den Steinbruch Wurmberg nochmal genauer zu erkunden.


Bis dahin, Gruß vom

Kellerbahner
Harzbahnfreund - 20.10.19 09:39
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo Kellerbahner,

deine Bilder wecken nostalgische Gefühle.
Früher als die Grenze noch bestand, wollte man gedanklich
dem Verlauf der warmen Bode folgen und überlegte wie es dort wohl aussehen
mochte, nur der Weg war versperrt. Heute kann man überall hin und trotzdem
gibt es diese Bahn nicht mehr aus bekannten Gründen.
So erzeugen Deine Fotos Kopfkino und ich sehe den Zug über die von Dir
fotografierten Streckenabschnitte fahren.
Eine schöne Erinnerung.

Liebe Grüße

Volker
Botanikus - 20.10.19 12:49
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo Kellerbahner,
danke fürs Zeigen.Blume
Gerade beim letzten Bild, breitet sich in mir ein molliges Gefühl aus. Glück
mfg
Herbert
Kellerbahner - 26.10.19 23:05
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo ihr beiden,

das freut mich das der Bildbericht bei Euch so positive Gedanken und Erinnerungen ausgelöst hat. Sehr glücklich


Ja, Herbert, nach der kalt-nassen aber sehr anregenden Wanderung was das Aufwärmen bei heißem Tee und warmen Essen wirklich mollig. Kaffee Essen


Und wer wie Volker noch mehr über die ´alten Zeiten´ erfahren möchte, als es das gab Mauer , von dem bekannte spitzbärtige Politiker vorher meinte, das keiner die Absicht habe so etwas zu bauen, dem sei auch das Braunlage´sche Heimatmuseum empfohlen.


In einem Zimmer wird mit zahlreichen Ausstellungsstücken daran erinnert was damals dann doch, also völlig unabsichtlich Doof , geschah:

SHE1349 (Kellerbahner)



Das Bild unten zeigt einen der Bäche an dem das rechte Schild einige Jahrzehnte lang das Ende aufzeigte auch für die dort ursprünglich verlaufenden SHE-Strecke:

SHE1016 (Kellerbahner)



Aber das ist dann ein anderes, späteres Kapitel einer noch folgenden Streckenwanderung.


Bis dahin, Gruß vom

Kellerbahner
Harzbahnfreund - 28.10.19 11:25
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo Kellerbahner,

tatsächlich habe ich das Braunlager Heimatmuseum noch nicht besucht.
Aber ich habe Hermann Grenzel vor mehr als 20 Jahren in seinem
Heim in Braunlage besucht. Da hatte er seine Schätze noch zuhause
und war voller Tatendrang neue Modelle zu bauen.
Die Grenze und Ostdeutschland dahinter hat mich 16 Jahre lang tagtäglich
beschäftigt. Und auch heute, immer wenn ich von West nach Ost fahre,
denke ich an die Deutsche Teilung.
Leider haben viele der nach 1990 geborenen diese unselige Grenze
schon vergessen.

Liebe Grüße

Volker
viereka - 09.11.19 19:56
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo Kellerbahner, Hallo Volker,
Ätsch, wir hatten auf unserer Seite ähnlich Schilder


Nur standen die nicht so nahe an der richtigen Grenze wie bei Euch und man konnte sich ihr auch nicht soweit wie auf den Bildern oben nähern. Im Harz war z.B. in Drei-Annen-Hohne Schluß. Weiterfahrt nach Schierke nur mit Passierschein. Weiterfahrt ohne Fahrtunterbrechung nach Benneckenstein möglich, aber auf der Strecke laufend Kontrolle/Beobachtung im Zug. In Benneckenstein habe ich mal einen Zug mit Vorspann fotografiert (gleich hinter der Bahnhofseinfahrt). Erst danach merkte ich, dass ich hinter dem Sperrzonenschild stand. Also schnell weg von dort...

Aber auch aus der Gegenrichtung gab es Streß. In Aschersleben stiegen immer 2 Trapos (Transportpolizisten, oder "Blaue Jungs von der Eisenbahn" ) in die Züge Richtung Wernigerode ein und kontollierten besonders die jüngeren männlichen Menschenkinder. Ich war immer dran. Und dann gab es blöde Fragen, weil Halberstadt nicht als Wohnort in meinem Personalausweis eingetragen war. Also wieso, wohin. "Ach so, zur Tante und wo wohnt die in Halberstadt?" Nach Nennung des Straßennamens hatte ich meine Ruhe. Später habe ich dann mitbekommen, dass einer der Uniformträger 2 Häuser weiter neben meiner Tante wohnte.
Später wohnte ich nach dem Studium in Halberstadt und fuhr als Berufsschullehrer jedes Jahr einmal mit einer Elektrikerklasse nach Halle. Auf der Rückfahrt setzte ich mich dann immer ins Nebenabteil (die Klasse wußte warum). In Aschersleben stiegen die Herren ein und kontrollierten die Jungen. Kurz nach Beginn der Kontrolle "stürmte" ich ins Abteil und motzte die Schüler laustark an, was sie schon wieder gemacht haben und ob sie sich nicht mal auf einer Klassenfahrt benehmen könnten usw. Immer haben sich die Trapos erschrocken,meinten dass die Lehrlinge nichts gemacht hätten und ob wir auf Klassenfahrt sind. Danach wurde nie weiter kontrolliert. Die Schüler kannten die Prozedur, hatten von mir aber vorher eingetrichtert bekommen, dass auf keinen Fall einer lachen sollte, weil dann hätte ich auch nicht mehr ernst bleiben können.

Nun wird mancher der hier Lesenden sicher wieder genau wissen, dass es solche Episoden garantiert niemals in der DDR geben hat, aber das ist mir ja schon klar. Es gibt ja auch Forenbetreiber aus dem Saarland und Gartenbahner aus der Pfalz die genau wissen, dass man als Berufsschullehrer unbedingt SED-Mitglied und wohl auch Stasimensch gewesen sein muß.

Noch ein negativere Sache. Ein Verwandter von mir war Busfahrer in Oschersleben. Eines Tages nahm er 2 Jugendliche mit, er war nicht verpflichtet die Passierscheine für die Sperrzone zu kontrollieren, auch wenn man das gern gesehen hätte. In der Nacht klingelte es bei ihm. Man hatte herausgefunden, dass die 2 Bengel die erfolgreich über die Grenze gekommen sind mit seinem Linienbus ins Grenzgebiet gefahren sind....Allerdings konnte man ihm nichts anhaben.

So, ich habe mir mal erlaubt etwas mehr zu schreiben, hängt vielleicht mit dem heutigen Datum zusammen. Heute vor 30 Jahren bin ich 21,45 Uhr ins Bett gegangen und habe die Grenzöffnung verpennt,so dass sich meine Frau und ich am nächsten Tag früh auf dem Flur ganz blöd und ungläubig angeschaut haben.
Am 9.11 wurde tagsüber noch ein Plan geschmiedet, wie wir über die CSSR besuchsweise !! mit den Trabbi bis München und zurück kommen könnten. Der hatte sich über Nacht erledigt. Am 12.11 wurde dann die Grenze bei Benneckenstein geöffnet. Tags zuvor kam Besuch aus Gummerbach zu uns, die mit dabei waren. Wir sind durch Zufall nach Benneckenstein gefahren. Lustig war, dass nur wir DDR-Bürger durch die kleine Zaunöffnung durften, der Besuch mußte auf DDR-Gelände bleiben.
Heute ist an dieser Stelle eine Kreuzung, wo die Straße von Benneckenstein in die B4 einmündet.
cu
Hans-Jürgen

PS
ich hoffe ich habe niemandenzu sehr gelangweilt
Kellerbahner - 09.11.19 23:02
Titel: Re: Die Südharzeisenbahnstrecke
Hallo Volker und Hans-Jürgen,

Eure Beiträge passen zum heutigen Tag ja … und sind keinesfalls langweilig nein .


Gerade auch die Bahnen im Harz zeigen ´hüben wie drüben´ sowohl Gemeinsamkeiten (der Abbau in den 60ern) als auch die Folgen der Geschichte nach 1945.

Zum Thema ´Vergessen´ noch eine (britische) Landkarte aus dem Braunlager Museum, das die ´alte´ Grenze sehr deutlich zeigt:


SHE1351 (Kellerbahner)




und was damals zum Passieren, wenn überhaupt möglich, derselben nötig war:


SHE1350 (Kellerbahner)




und noch ein Film aus Dezember 1989 als ein Besucher die Gelegenheit nutze die von HJE beschriebenen Sperrzonen endlich ohne Gefahr befahren zu können:


https://youtu.be/cxNm45VhJE4



Um beim eigentlichen Thema dieses Beitrags zu bleiben:


In den Sequenzen zwischen 0:30 – 1:00 und 11:26 – 11:40 sind die Grenzstreifen bei Sorge, in der Nähe der oben gezeigten Brücke, zu sehen und die alten Widerlager der SHE Strecke am ehemaligen Kreuzungsbahnhof Sorge.

Sowohl die Widerlager aus auch der alte Bahnhof Sorge wurde zugunsten der besseren Einsehbarkeit auf den Grenzstreifen von den damaligen ´Organen´ beseitigt …

… und heute ist davon, vom Grenzstreifen, glücklicherweise praktisch nichts mehr zu erkennen.

Abgesehen davon das die Strasse desselben jetzt für alle frei befahrbar ist bin dafür .


Gruß vom

Kellerbahner

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