Feldbahnmodule mit Schiff

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Moderator: Marcel

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Re: Feldbahnmodule mit Schiff

Beitrag von fspg2 »

Moin Thomas,

Merci! :D

Es endet nicht mit der Spundwand - schließlich soll ja auch noch der Hauptakteur des Thread-Titels seinen Platz finden :)

Die Spundwand wird am Ende zusammen mit einem "Wasser"-Becken an der Längsseite der drei Hafen-Segmente angedockt, wobei sie leicht abnehmbar bleiben soll, um auch noch an die weiter innen liegenden Teile zu gelangen (Bunker-Bedienung, Straßen-Pflasterung, etc.).


Modul-Übersicht_1 (fspg2)
Bild



Ich habe ein wenig mit der Spundwandabdeckung weitergemacht.

Spundwand_Abdeckung_drücken_01 (fspg2)
Bild


Um die rund 10,0 cm langen Teilstücke in Form zu bringen, wird eine Lehre helfen.

Spundwand_Abdeckung_drücken_03 (fspg2)
Bild


Spundwand_Abdeckung_drücken_06 (fspg2)
Bild


Die 3,4mm dicken Rundstäbe und die HPL-Einzelteile für den Lehre wurden mit Sekundenkleber verklebt.

Spundwand_Abdeckung_drücken_04 (fspg2)
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Spundwand_Abdeckung_drücken_05 (fspg2)
Bild


Anschließend erfolgten die ersten Biege-Versuche mit verschiedenen - zuvor ausgeglühten - Kupfer- und Messingblechen (MS58 und MS63). Ein Schraubstock presste die Platten zusammen, dann erfolgte die Biegung der senkrechten Außenseite.

Spundwand_Abdeckung_drücken_07 (fspg2)
Bild


Am leichtesten ließ sich die 0,1 mm dicke Kupferfolie in Form bringen. Anders als die doppelt gewinkelten, senkrechten Spundwandbleche, waren mir die Teile doch zu instabil.


Bei den weiteren 0,15 mm und 0,2 mm dicken Kandidaten gab es einen klaren Sieger:

Spundwand_Abdeckung_drücken_08 (fspg2)
Bild
Viele Grüße
Frithjof
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Re: Feldbahnmodule mit Schiff

Beitrag von fspg2 »

Hallo zusammen,

manche Arbeiten machen einfach keinen Spaß, wenn sie sich immer wiederholen :!:

So hatten ich die ersten fünfzig Z-förmig gefalteten, senkrechten Spundwandelemente anfangs vor dem Brünieren gesandstrahlt.
Bei der Montage jedoch bemerkte ich, dass die jeweils 8,0 mm langen Schenkel leicht breiter waren und ich die 0,5 mm Nut nicht ohne Nacharbeit mit den T-Profilen bestücken konnte.
Vor dem Sandstrahlen gab es bei der Stellprobe dieses Problem nicht. Also hatte die Sandstrahl-Behandlung die 0,1 mm dünnen Bleche entsprechen breiter gemacht.

Das weitere Vorgehen wurde zweigeteilt:

a)
Die bereits "fertigen" Bleche bekamen einen neuen Schnitt auf der Blechschneidemaschine, ähnlich, wie auf dem folgenden Bild. Die senkrechte Holzleiste sorgte für den richtigen Abstand, während ich mit der waagerechten Leiste das Blech an die Schneidekante presste. Beim richtigen Schnitt bedeckte die senkrechte Leiste die ganze Blechlänge!

Spundwand-Lauenburg_27 (fspg2)
Bild


b)
Das neue, inzwischen eingetroffene Kupferblech, war wieder in 116,0 mm x 40,0 mm große Stücke auf einer Papierschneidemaschine geschnitten worden.
Da ich keine Lust hatte, das gleich Prozedere, wie zuvor zu machen, erfolgte ein Versuch, das Blech - ohne zuvor auszuglühen - rechtwinklig zu falten.

Ein Maschinen-Schraubstock sollte helfen.

Spundwand-Lauenburg_24 (fspg2)
Bild


Eingespannt zwischen zwei ca. 14,0 mm hohen Pertinax-Leisten, wurde der erste Schenkel mit Hilfe einer weiteren Pertinax-Leiste rechtwinklig gebogen und mit mäßigem Druck noch einmal glattgestrichen.

Spundwand-Lauenburg_25 (fspg2)
Bild


Für die zweite Faltung hatte ich das Blech, mit dem ersten Schenkel nach unten, in eine geschlitzte 8,0 mm dicke Pertinaxplatte geschoben und den Spalt mit einer entsprechend gesägten Holzleiste bestückt. So wurde der Gegenwinkel ebenfalls rechtwinklig.

Spundwand-Lauenburg_26 (fspg2)
Bild


Die so erhaltenen einhundertdreißig Blechteile werde ich jetzt nicht mehr sandstrahlen und brünieren. Sie werden auf die Grundbretter geklebt und und lediglich lackiert und später entsprechend gealtert. Die Brünierung sollte verhindern, dass bei eventuellem Abplatzen von Farbe nicht gleich das Metall durchschimmert.

Auf dem folgenden Bild seht ihr nur zwei der fünf so vorbereiteten Spundwandteile. Hier sind die meisten Blechteile bislang nur locker aufgelegt. Die Blechwinkel benötigten zwar nur 24,0 mm in der Breite, so dass momentan rund zweihundertundsechzig abgeschnittene Kupferfolien-Streifen auf eine neue Aufgabe warten. Ich hatte das Ausgangsmaterial bewusst breiter gelassen, um beim Abtrennen der Schenkel eine bessere Auflagefläche zu haben.

Spundwand-Lauenburg_28 (fspg2)
Bild
Viele Grüße
Frithjof
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Re: Feldbahnmodule mit Schiff

Beitrag von fspg2 »

Hallo,

erst einmal werde ich mich nicht entschuldigen, dass ich hier nicht mit der Laubsäge hantiere :)

Als ich 2007 auf die Idee kam, die alte Lauenburg Hubbrücke (im Jahre 1900 eingeweiht und in den 1950ger Jahren durch einen Neubau ausgetauscht) im Maßstab 1:22,5 nachzubauen, waren die Reste durch den Neubau der Schleuse (2006) leider Geschichte.

Ich konnte bei meinem Besuch dort lediglich ein paar Bilder an dem Ort machen, an dem mein Vater sich 1962 vor der Neubau-Brücke fotografieren ließ.

Hubbrücke_Ziegeleibahn_Lauenburg_1 (fspg2)
Bild


2007 sah es dann so aus:

Delvenau_Wehr_21 (fspg2)
Bild


Delvenau_Wehr_15 (fspg2)
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Delvenau_Wehr_16 (fspg2)
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Delvenau_Wehr_17 (fspg2)
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Delvenau_Wehr_18 (fspg2)
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Foto von J. Dannenberg


Delvenau_Wehr_19 (fspg2)
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Foto von J. Dannenberg
Rechts die Eisenbahnstrecke nach Lübeck.


Delvenau_Wehr_20 (fspg2)
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Damals hatte ich von dieser "Brücke" keine weiteren Bilder gemacht, das Interesse galt ja eventuellen Überresten der alten Hubbrücke. Bei Vorbild gab es keine Schienen auf dieser kleinen Brücke.


Das änderte sich jetzt allerdings. Der neue Hafenbereich soll ja noch mit den Hubbrücken-Segmenten verbunden werden, damit die Feldbahn beide Flächen befahren kann.


Grundriss_Module_005 (fspg2)
Bild


Grundriss_Module_008 (fspg2)
Bild


Was war unter der Brücke...???

Ein Ausschnitt aus einer Übersichts-Zeichnung der Hubbrücke zeigte nur den linken Teil....


Delvenau_Wehr_05 (fspg2)
Bild



Es war das alte Wehr der Delvenau, das im Rahmen des Schleusenneubaus einem Neubau wich.


Von einem ehemaligen Brückenwärter erhielt ich das folgende Bild:

Delvenau-Wehr_01 (fspg2)
Bild
Sammlung Hellmich

Also wurden erst einmal die Abmessungen aus der Zeichnung in 1:22,5 umgerechnet und das Foto in Photoshop entsprechend skaliert.

Danach entstand aus Styrodur ein Größenmodell, um die Proportionen mit meinem vorhandenen Platz von 1,2 Meter Breite visuell zu überprüfen.

Delvenau-Wehr_04 (fspg2)
Bild


Beim genauen Betrachen meiner Bilder (19 + 20) bemerkte ich, dass die rechte Seite vom Delvenau-Wehr eine schräge Plattform hatte. Also wurde die CAD-Datei entsprechend angepasst.

Dann begann ich im CAD die ersten Mauerteile zu zeichnen, um daraus die entsprechenden Fräs-Dateien zu erstellen.

Zuerst die Platzhalter - erstellt nach den Abmessungen auf der ersten Zeichnung:

Delvenau_Wehr_02 (fspg2)
Bild

Delvenau_Wehr_03 (fspg2)
Bild


Delvenau_Wehr_03b (fspg2)
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Die nächste Anpassung ergab sich beim Vergleich meiner Ziegelstein-Abmessungen zu den jeweiligen Bemaßungen in der Zeichnung. So wurden die Breiten der einzelnen Pfeiler und die dazwischen liegenden Bereiche im Millimeterbereich passend gemacht.

Delvenau_Wehr_06 (fspg2)
Bild

Bei der obigen Abbildung stimmte die Höhe des mittleren Bereiches noch nicht.


Die Fugen für die einzelnen Ziegelsteine werden mit einem 0,5 mm Zweischneiden-Fräser zuerst mit 0,3 mm Tiefe in 5,0 mm HDF-Platten gefräst. Bevor der zweite Durchgang mit 0,5mm Tiefe startete, wurden mit 400er Schleifpaper alle hervorgetretenen Holzfasern glattgeschliffen.

Delvenau_Wehr_07 (fspg2)
Bild


Ein 1,5 mm Einschneiden-Fräser umfuhr die verzahnten Außenkanten - lediglich vier kleine Haltestege musste ich zum Schluss mit einem Cutter durchtrennen.

Delvenau_Wehr_08 (fspg2)
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Im Gegensatz zum Vorbild wird die Brücke etwas breiter sein, damit die Feldbahn sauber darüber fahren kann.

Delvenau_Wehr_09 (fspg2)
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Delvenau_Wehr_10 (fspg2)
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Delvenau_Wehr_11 (fspg2)
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Nach dem rechtwinkligen Zusammenkleben der einzelnen Elemente, werden die Fugen vorsichtig mit einem feinen 0,5mm Sägeblatt nachgeschnitten.

Delvenau_Wehr_12 (fspg2)
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Delvenau_Wehr_14 (fspg2)
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Der CAD-Torbogen im Vergleich mit dem ersten zusammengeklebten Teil.

Delvenau_Wehr_13 (fspg2)
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Viele Grüße
Frithjof
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