Der gedeckte Gterwagen GG 138 (Dresden 101 - 3874)

Vorbild

(aus dem WWW von H.P. Schramm, 
http://home.t-online.de/home/M_HP.Schramm/mmudau.htm)
"Mehrere vierachsige gedeckte Gterwagen wurden 1907 geliefert.
Der Hersteller ist unbekannt. Die Wagen waren berwiegend im 
Stckgutverkehr eingesetzt. 
Nach Stillegung der Strecke Mosbach - Mudau wurden die Wagen 
124 und 125 zu Flachwagen umgebaut und kamen als 065 und 066 
zur Inselbahn Wangerooge. Der Wagen 138 kam als gedeckter 
Gterwagen mit der Nummer 040 nach Wangerooge und wurde 1998 
ausgemustert."

Anm.: Die Nummern 65''' und 66''' waren Drittbesetzungen, 
die 40 war auch schon einmal vergeben worden, wird aber im 
Wangerooge-Buch von Malte Werbing als Erstbesetzung in der 
Liste der Nummern ab 1955 gefhrt.  

(Malte Werning: Wangerooge - die Inselbahn und ihre Geschichte, 
Lok Rundschau Verlag, ISBN 3-931647-09-9, 1999)

Baujahr:      1907
Stckzahl:       3
Achsstand:   7.400mm
Achsstand
Drehgestelle 1.400mm
LP:        10.960mm
Ladelnge:  10.050mm*
Ladebreite:  2.300mm*
Ladegew.:   15.500kg
Tragf.:     16.000kg
Gew.d.W.:    9.700kg

* Gemeint ist wahrscheinlich Lnge und Breite des Wagenkastens 
oder sogar des Fahrgestells einschl. Bhne (vgl. unten). 

Abgeleitet: 
Pufferlnge:   455mm

Fotos: Abbildung auf Wangerooge von H.P. Schramm, Bild in 
Malte Wernings Wangerooge-Buch vom Flachwagen XX 66''' (von 
Stefan Motz, 1988-08-09). 

Anmerkung: Dass der Wagen 138 gebremst war, lsst sich sicher 
aus dem Dachberstand rechts auf dem Foto von H.P. Schramm 
ersehen. Die Tragfhigkeit kann mit 16.250kg angenommen werden, 
wird im Wangerooge-Buch jedoch mit 16.000kg angegeben. 

Vorbildauswahl

Der GG138 ist zwar sprlich, aber immerhin dokumentiert, und 
es gibt zwei Fotos von Wagen dieser Serie, aus denen sich die 
relevanten Mae ungefhr ermitteln lassen, wenn auch Vieles 
Spekulation bleibt. 

Projektbeginn
Zeichnung: 2004-04-18
gendert:  2005-02-03

Vorbildma-Probleme und -Ermittlung

Nur aus dem Dachberstand lsst sich die Lnge der Bremser-
bhne errechnen. Sie muss etwa 450-500mm lang gewesen sein.
Irgendwo in den Angaben oben muss ein Fehler sein. 
Auf den Fotos ist nmlich gut zu erkennen, dass der Abstand 
des Bhnen-seitigen Drehgestells grer ist - wahrscheinlich 
um die gesamte Bhnenlnge - als auf der anderen Seite. 
Stimmt also der Achsstand, kann die LP nicht stimmen, oder 
mit "Achsstand" ist der Radstand ber alle vier Rder gemeint. 
Leider ist auch die Hhe des Wagenkastens nicht bekannt. 
Im Wangerooge-Buch finden sich leider keine Angaben hierzu.   

Dank eines Hinweise von fido aus dem Buntbahn-Forum ergeben 
sich folgende Lngen-Mae:

|---------------------10.050----------------------|
|---|---------------9.500-------------------|-550-|
|-1.600-|-----------6.000-----------|-1.750-|
                                    |----2.300----|
|1.050|-------------7.400-------------|---1.600---|
      |   |---------4.600---------|   |
      1.400                       1.400

Dazu kme eine Pufferlnge von jeweils 455mm. 

So ein Modell lsst sich im Mastab 1:22,5 gerade noch 
akzeptabel durch den R3 bewegen, wenn die Puffer dabei 
auf der Bhnenseite auch schon mchtig ausschwenken. 
Das lsst sich evtl. (wenig vorbildgerecht) mildern, 
indem der Drehpunkt dieses Drehgestells mehr zur Bhne 
hin verschoben wird, was nicht zum schrg Laufen des 
Drehgestells fhrt, aber eine Auflageschiene auf der 
inneren Drehgestellseite erfordert. Auch muss das 
Ausschwenkmass dann genau berechnet werden, damit es im 
Bereich der Rahmenlngstrger nicht zu eng wird. 

Bei 9.600mm Kasten-Auenlnge und angenommenen 40mm 
Brettstrke ergibt sich ein Innenma von 9.520mm2.220mm 
und damit eine Bodenflche von 21,13m sowie ein Laderaum 
von 42,2m. 
Bei 9.500mm sind es 9.4202.220mm und damit 20,9m / 
41,8m. Diese Variante wirkt plausibler und stimmt wohl auch. 

Die Endfelder des Wagenkastens sind auf dem Foto 
geringfgig breiter als die vier mittleren (ca. 10%). Das
kann daran liegen, dass die Wagenkastensttzen des U-Profile 
sonst mit den Drehgestell-Aufnahmen kollidieren wrden, 
es kann sich aber auch um eine optische Tuschung handeln. 
Es ist eben doch eher wahrscheinlich, dass der Raum rechts 
und links der Schiebetr einfach gedrittelt wurde. Bei den 
angenommenen Fahrwerk-Grundmaen gibt es jedenfalls keine 
Probleme im Bereich der Drehgestell-Aufnahmen. 
Die Breite der Tr kann mit etwa. 1.650-1.700mm angenommen 
werden. Das entspricht sogar ziemlich genau dem Ma des 
Gw 187. Die Tren ffnen nach rechts. 
Lage und Form des Sprengwerks sowie die Form und Hhe 
der Pufferbohle und des Bhnengelnders lassen sich wiederum 
gut aus dem Foto des ehemaligen GG 125 (Wangerooge XX 065''') 
ablesen. Das Gelnder wre danach ca. 1.770mm breit und 
1.000mm hoch, die Pufferbohle ca. 300mm hoch. Dort sind auch 
Lage, Form und Hhe des Umlenkhebel-Lagerbocks der Handbremse 
zu erkennen. Glcklicherweise ist auch zu erkennen, dass die 
Hngeeisen der Handbremsspindel sehr weit oben beginnen. 
Auf dem Wangerooge-Foto hat eines der Drehgestelle Doppel-
speichenrder, das andere Scheibenrder. Ob beide Drehgestelle 
gebremst waren oder - was wahrscheinlicher ist - nur das 
bhnenseitige, lsst sich auf den Fotos nicht mit letzter 
Sicherheit erkennen, es sieht aber eher nach nur einem 
gebremsten Drehgestell aus. Konstruktionsbedingt haben 
Diamond-Drehgestelle normalerweise nur innen (in der Mitte) 
Bremskltze. Dem Verfasser ist kein Schmalspur-Wagen mit 
Diamond-Drehgestelle und Bremskltzen an allen Rdern bekannt. 

Auffallend ist die geringe Hhe der Pufferhlse von etwa 
150mm. Im Gegensatz zu den LGB-Drehgestellen haben die 
des Originals je nur eine Feder - was selten ist. Das wre 
aber noch ein verschmerzbarer Kompromiss. Probleme bereiten 
auch die Doppelspeichenrder, die es so hnlich nur von Mrklin 
in Baugre I und von Tenmille gibt. Wie die Mrklin-Rdern laufen,
hngt vorwiegend vom Radsatz-Innenmass und ein wenig von der 
Spurkranzhhe ab (bei Verwendung in Drehgestellen ist das zweite 
Ma jedoch nicht so relevant). Schn wr's schon, zumal die 
Mrklin-Rder sehr viel filigraner sind als die LGB-Kltze. 
Bei einem Vorbild-Durchmesser von 1.000mm msste der 
Modell-Durchmesser ziemlich gut passen (gut 700mm in 1:22,5). 
Die Trittstufenkonstruktion an der Tre lsst sich auf 
keinem der beiden Fotos gut erkennen, zumal die Stufen mit 
Ausnahme des Bhnenaufstieg am XX 065''' abgewrackt worden 
sind, es sieht aber eher nach einer querlaufenden Trittstufe 
aus. 
Auffallend an dem Wagen ist auch die groe Hhe des Ladebodens 
von wahrscheinlich 980-1.000mm ebenso wie die seltsame 
Bretterteilung: neun Bretter an den Feldern, elfeinhalb an 
der Tr (soweit das aus dem Foto ablesbar ist, es stimmt aber 
ziemlich sicher). 
Das Ma von Auenkante zu Auenkante der (flachen!) 
Rahmenlngstrger betrug wahrscheinlich ca. 2.100mm. 



