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(Straßen)bahnfahrzeuge aus dem RNV-Verkehrsgebiet

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Lupinenexpress
Buntbahner
Buntbahner


Anmeldungsdatum: 28.10.2005
Beiträge: 630
Wohnort: In der Stadt zwischen Rhein und Neckar

BeitragVerfasst am: 19.02.11 17:17    Titel: Re: (Straßen)bahnfahrzeuge aus dem RNV-Verkehrsgebiet Antworten mit Zitat

Das heutige Modell schließt sich eigentlich chronologisch das vorherige an.

Und zwar handelt es sich um einen Holzaufbauwagen, wie er typisch für die Mannheimer Fahrzeuge war.

174 (Lupinenexpress)



ca. zwischen 1910 und 1940 beschaffte man etwa 20 Bauarten bei verschiedenen Waggonfabriken. Im Grundmuster waren sie alle gleich. Die späteren hatten zwar schon Tonnen- statt Laternendächer, aber auch viele ältere Fahrzeuge wurden noch entsprechend ummgebaut. Spätestens ab den 50er Jahren war kaum mehr ein Fahrzeug wie das andere, was durch weitere Umbauten bedingt war.

Die zwischen 1910 und 1920 gelieferten Wagen hatten Anfangs noch verblechte Seitenwände und trugen in etwa die Lackierung, wie sie der RHB-Zug, den ich im vorletzten Beitrag vorstellte hatte.


DSC_7183 (Lupinenexpress)


Alle ab etwa 1920 gelieferten Wagen hatten die für die Mannheimer Straßenbahn lange Zeit typische Holzverkleidung an den Seiten. Die älteren Züge wurden bald entsprechend umgebaut.

Einen Überblick über einige Umbauarten zeigen folgende Bilder aus meiner Sammlung:

DSC_6886 (Lupinenexpress)

ca. 1925 im Betriebshof Collinistraße


DSC_6796 (Lupinenexpress)

Nach 1959 am Hauptbahnhof


DSC_6892 (Lupinenexpress)

Mitte 50er am Waldhof Bf.



Das Modell für das ich mich entschieden hatte, war der Wagen 174 im Zustand der 20er Jahre.
Er wurde 1917 von Fuchs gebaut.

DSC_9729 (Lupinenexpress)

Zeitlich einzuordnen durch Fehlen der Blinker, den Lack mit weißem Fensterband, der Trompetenkupplung und den Lyrabügel.



101_4206 (Lupinenexpress)



101_4211 (Lupinenexpress)



101_4212 (Lupinenexpress)


Der Wagenkasten entstand wieder alt bewährt aus Kunsstoff. Das Dach wurde aus einer Sperrholzplatte herausgefräst und entsprechend in Form gebracht, bevor der Oberlichtaufbau aufgesetzt wurde.
Die sonstigen Abdeckbleche oder Übergänge oder wie man diese draufgenagelten Teile zwischen den Fenstern nennt habe ich aus 0,5 mm starkem Polystyrol gefräst. Genauso die Fensterrahmen.

101_4216 (Lupinenexpress)


Die seitliche Holzverkleidung entstand durch eine 1 mm starke Sperrholzplatte, in die ich die Lattenstruktur einfach eingeritzt habe.
Die darunter liegende Scheuerleiste habe ich aus einem 3x3 mm starken Holzprofil hergestellt.
Die Scheiben der Oberlichfenster habe ich vor dem Einbau mit einer gelben transparenten Folie überzogen, damit sie gemäß ihrem Original eingefärbt sind.

101_4221 (Lupinenexpress)


Der Antrieb wurde auch hier aus Restteilen der Maximumwagen hergestellt.

DSC_6570 (Lupinenexpress)


... und es langt auch mit nur einer angetriebenen Achse zum Ziehen eines Beiwagens. In diesem Falle dem des RHB-Zuges, der passenderweise die gleiche Kupplung hat.
Hier zu sehen auf einem OEG-Flachwagen im Ludwigshafener Betriebshof zum Tag der offenen Tür anlässlich 5 Jahre RNV

DSC_6571 (Lupinenexpress)


Bei der Zielbeschilderung habe ich der alten Mannheimer Linie 6 ein "Denkmal" gesetzt, die vom (Flugplatz)-Schlachthof durch die Innenstadt -Marktplatz-Filsbach-Luisenring-Jungbusch(Teufelsbrücke) oder weiter über die Jungbuschbrücke zur Kammerschleuse verkehrte.
Während auf dem Neuostheimer Ast zum Flugplatz auch heute eine Linie 6 verkehrt, wurde die Strecke durch die Filsbach bereits 1932 stillgelegt. Die Strecken durch den Jungbusch wurden stillgelegt, als die braunen Machthaber die fixe Idee hatten einfach mal alle Brücken zu sprengen.
Die neue Jungbuschbrücke wurde 1951 ohne Straßenbahn eröffnet.
Im Jungbusch selbst lassen sich noch heute Teile der Fahrleitung erkennen.


DSC_7056 (Lupinenexpress)


alla hopp
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Herzfelder Strassenbahn
Buntbahner
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Anmeldungsdatum: 17.12.2005
Beiträge: 368
Wohnort: Herzfelde b. Bln.

BeitragVerfasst am: 20.02.11 12:06    Titel: Re: (Straßen)bahnfahrzeuge aus dem RNV-Verkehrsgebiet Antworten mit Zitat

Hallo Lupinenexpress,

vielen Dank für das ausführliche Vorstellen von Vorbild und Modell. Als "Strassenbahngestörter" Augenrollen bin ich bei jeder neuen Bahn schwer begeistert Ausruf Applaus Applaus Applaus

Was mich als Gelegenheitsbastler am Rande interessiert - wie lange brauchst Du ca. für eine Bahn Frage Frage

Viele Grüße,
Bert
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Lupinenexpress
Buntbahner
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Anmeldungsdatum: 28.10.2005
Beiträge: 630
Wohnort: In der Stadt zwischen Rhein und Neckar

BeitragVerfasst am: 23.02.11 10:15    Titel: Re: (Straßen)bahnfahrzeuge aus dem RNV-Verkehrsgebiet Antworten mit Zitat

Hallo Bert,

für die relativ einfachen Zweiachser benötige ich ca. 13-15 Stunden. Die Teile brauchen auf der Maschine ca. 5 Stunden zusammen. Aber während der Fräszeit kann ich meist noch was anderes nebenher machen, z.B. Einkaufen oder Foreneinträge schreiben Winke
Anfangs habe ich auch noch etwas länger gebraucht, aber da das Prinzip auch bei unterschiedlichen Fahrzeugen im großen und ganze das selbe ist, wird das mit der Zeit immer schneller.

alla hopp
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Lupinenexpress
Buntbahner
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Anmeldungsdatum: 28.10.2005
Beiträge: 630
Wohnort: In der Stadt zwischen Rhein und Neckar

BeitragVerfasst am: 07.03.11 15:52    Titel: Re: (Straßen)bahnfahrzeuge aus dem RNV-Verkehrsgebiet Antworten mit Zitat

Mahlzeit,

heute berichte ich etwas von meinem letzten Zuwachs meines Heidelberger Fuhrparks.

Und zwar gleich zwei Fahrzeuge, einen Kriegsstraßenbahnwagen (KSW) und einen Aufbauwagen, auch Verbandstyp I genannt.


KSW (Lupinenexpress)


Die KSW Fahrzeuge wurden aus dem noch vor dem Krieg geplanten Einheitsstraßenbahnwagen weiterentwickelt und zeichneten sich vorallem durch ihre Einfachheit aus.
Die KSW fuhren in ca. 40 Städten in Deutschland, Österreich und Polen.
Sie wurden zwischen 1943 und 1949 gebaut.
Der spätere polnische Einheitswagen wurde daraus weiterentwickelt und sieht dem KSW recht ähnlich.


Während der Prototyp (Tw+Bw) komplett bei Uerdingen gefertigt wurde (und heute noch in Woltersdorf erhalten ist) war der Rest so aufgeteilt, dass Uerdingen nur die Beiwagen fertigte und alle Triebwagen bei Fuchs in Heidelberg gefertigt wurden.

SIMG0954 (Lupinenexpress)

Hier ist der Woltersdorfer Museums-KSW zu sehen


DSC_5158 (Lupinenexpress)

Das ist die ältere polnische Variante, zu sehen auf einer historischen Fahrt in Danzig.

DSC_5519 (Lupinenexpress)

Und hier noch mal ein jüngerer Vertreter aus Lodz



Die Triebwagen wurden in den meisten ihrer Heimatbetriebe aufgrund ihrer Herkunft "Heidelberger" genannt.
Heute ist in sämtlichen Betrieben von Wien bis Hannover und Düsseldorf bis Danzig noch einer erhalten, nur in Heidelberg nicht.
Die letzten überlebenden Wagen laufen heute als Museumswagen in Stuttgart und Bochum, jeweils in den örtlichen Lackierungen. Ein weiterer Wagen befindet sich in Klagenfurt. Von ihm ist aber kein weiteres "Lebenszeichen" bekannt.

Mein Modell stellt natürlich die Heidelberger Variante dar, wo man diese Wagen erst 1948/49 bekam.
Das Modell zeigt den Lieferzustand (wie auf dem 1. Bild zu sehen) und ist noch zweisprachig beschriftet (Halt! Während des Ein- und Aussteigens/ No passing when stopped)


Eine schöne Zeichnung lieferte in diesem Fall sogar Google: http://xover.mud.at/~tramway/stvkr-a-wiki/images/f/fa/Type_A-KSW.jpg

Es gab noch eine mit allem drauf, die finde ich jetzt aber nicht mehr.



Das zweite Modell ist der chronologisch darauffolgende Aufbauwagen.
Eigentlich hieß er so, weil in den meisten Städten Fahrgestelle im Krieg zerstörter Wagen genutzt wurden.
Da Heidelberg - als einzige deutsch Großstadt - wegen ihrer Schönheit im 2. Weltkrieg nicht bombardiert wurde, hatte man auch keine Verluste zu
beklagen.

AFB (Lupinenexpress)


Auch wenn man das bei Anblick von Bismarckplatz oder der Post in Heidelberg, wo man trotz der Unversehrtheit in einen Betonbrutalismuswettbewerb mit Ludwigshafen oder Charleroi zu treten versucht, nicht glauben mag, es war wirklich so.
Zurück zum Thema: Die Aufbauwagen hatten die gleichen Fahrgestelle wie die KSW und wurden 1951 geliefert, natürlich auch von Fuchs.

Heute sind solche Wagen noch in Frankfurt auf Normalspur als Ebbelwoiexpress im Einsatz.

IMGP4262 (Lupinenexpress)


In Heidelberg gehört der Aufbauwagen zu einer der wenigen Wagentypen, von denen überhaupt keiner mehr erhalten ist.
In Heidelberg waren diese Wagen noch bis in die 70er in Betrieb.
Die letzten wurden vor ca. 10 Jahren im "Museum" in Schönau verschrottet.
http://forum.mysnip.de/read.php?13803,227675,227741#msg-227741


Nun zum Modell:






101_4255 (Lupinenexpress)

Beim Fräsen der KSW-Polystyrolteile



101_4256 (Lupinenexpress)

Zusammenbah der Wagenhälften des Aufbauwagens


101_4257 (Lupinenexpress)





101_4258 (Lupinenexpress)

Mit dem KSW wird dann genauso verfahren.



101_4263 (Lupinenexpress)

Die Rohbauwagenkästen von KSW und Aufbauwagen sind soweit fertig.



101_4264 (Lupinenexpress)

Die einzelonen Dachteile des KSW...


101_4266 (Lupinenexpress)

... die anschließend aufeinander geklebt werden....



101_4267 (Lupinenexpress)

... und in die passende Form gefeilt werden.



101_4268 (Lupinenexpress)




101_4271 (Lupinenexpress)





101_4272 (Lupinenexpress)





101_4275 (Lupinenexpress)

Die Dachlüfter entstanden ähnlich wie das Dach.



101_4276 (Lupinenexpress)

Die Dachaufbauten beider Wagen



101_4279 (Lupinenexpress)


Der erste Wagen nach de, Grundieren. Dabei ist mir ja was passiert....
Im Bauhaus dachte ich noch, "toll, da gbits ja ne extra Kunsstoffgrundierung und kostet nur halb so viel wie die normale"

Da der Lack auf dem viel umspachtelten Dächern meist eh gut hält, dachte ich mir das langt und dem Dach wird das Zeug ja auch keinen Abbruch tun....
weit gefehlt!

Beim Lackieren des Daches stellte sich dann heraus, dass der Lack auf diesem überhaupt nicht haftete und abperlte.

Also musste vorher noch das Dach wieder etwas angschliffen werden, bis es weitergehen konnte.



101_4280 (Lupinenexpress)





101_4285 (Lupinenexpress)

Einpacken zum Lackieren des Daches.



101_4290 (Lupinenexpress)

Während der Lack trocknete konte ich etwas andere erledigen, wie beispielsweise die Bügel für die Kupplungen, aus 2 Rundprofilen an den Seiten und einem H-Profil unten.



101_4293 (Lupinenexpress)





101_4297 (Lupinenexpress)

Die Pulte einbaubereit in die Fahrzeuge.



101_4300 (Lupinenexpress)

Die ferigen Wagenkästen, Fahrwerk und Anbauteile folgen noch....



101_4303 (Lupinenexpress)




DSC_9605 (Lupinenexpress)


Der ferige KSW auf dem Esszimmertisch.

DSC_9608 (Lupinenexpress)



DSC_9679 (Lupinenexpress)

und der fertige Aufbauwagen

DSC_9695 (Lupinenexpress)

Und zum Schluss noch mal meine neuen 3 Heidelberger (mit Tw80 vom letzten Mal)


alla hopp....
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Cesitram
Buntbahner


Anmeldungsdatum: 09.04.2006
Beiträge: 65
Wohnort: Knonau Schweiz

BeitragVerfasst am: 09.03.11 20:38    Titel: Re: (Straßen)bahnfahrzeuge aus dem RNV-Verkehrsgebiet Antworten mit Zitat

Hallo,
was hast Du für eine Fräse?
Grüsse aus der Schweiz
Cesi
P.S. Strassenbahnfahrer in 1:1 Winke
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Wilhelm
Buntbahner
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Anmeldungsdatum: 21.02.2003
Beiträge: 1073
Wohnort: Dumeklemmer-City

BeitragVerfasst am: 10.03.11 19:20    Titel: Re: (Straßen)bahnfahrzeuge aus dem RNV-Verkehrsgebiet Antworten mit Zitat

Hallo Lupinenexpress,
Deine Strassenbahnprojekte bewundere ich mehr und mehr. Tolle Sachen, was Du hier besonders für Tramfreunde vorstellst. gut Respekt
Derzeit baue ich ebenfalls an 2 KSW- und 3 Aufbauwagenprojekte nach Vorbildern der Rheinbahn Düsseldorf. Leider habe ich keine Fräse und muss mir Frästeile bei Freunden und Bekannten besorgen.
Wenn die Sachen vorzeigbar sind, zeige ich sie ebenfalls hier. Bis dahin "klaue" ich Ideen bei Dir ohne Hemmungen. Irre
Mit dem KSW Dach bin ich einen anderen Weg gegangen, da das Dach abnehmbar sein soll. Auf eine Grundplatte habe ich Querspannten geklebt, die nun mit Längsstreifen versehen und mit Feinspachtel geschlossen werden. Ich denke, das dauert auch nicht länger als die Schleiferei.
Wilhelm Yau

KSW_Dach (Wilhelm)
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Lupinenexpress
Buntbahner
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Anmeldungsdatum: 28.10.2005
Beiträge: 630
Wohnort: In der Stadt zwischen Rhein und Neckar

BeitragVerfasst am: 12.03.11 10:41    Titel: Re: (Straßen)bahnfahrzeuge aus dem RNV-Verkehrsgebiet Antworten mit Zitat

Hallo Cesitram,

Ich nutze eine Cut200L von Hase.

Grüße aus der Kurpfalz Grins
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Lupinenexpress
Buntbahner
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Anmeldungsdatum: 28.10.2005
Beiträge: 630
Wohnort: In der Stadt zwischen Rhein und Neckar

BeitragVerfasst am: 12.03.11 10:44    Titel: Re: (Straßen)bahnfahrzeuge aus dem RNV-Verkehrsgebiet Antworten mit Zitat

Hallo Wilhelm,

das Dach sieht ja mal interessant aus Geschockt
Würde mich freuen, wenn ich in zukunft auch mal was bei dir "klauen" könnte Winke
Wenn du dein Modell fertig hast, kannst du ja mal einen Baubericht einstellen. Würde mich mal interessieren, wie einfach das mit deiner neuen Dachmethode weiterverläuft

alla hopp
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Wilhelm
Buntbahner
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Anmeldungsdatum: 21.02.2003
Beiträge: 1073
Wohnort: Dumeklemmer-City

BeitragVerfasst am: 19.03.11 18:44    Titel: Re: (Straßen)bahnfahrzeuge aus dem RNV-Verkehrsgebiet Antworten mit Zitat

Hallo Lupinenexpress
mit dem Dach ging es recht schnell weiter. running dog
Querspannten seitlich mit ganz schmalen Streifen beklebt, in der Mitte eine passendes größeres biegsames Stück, seitlich mit Glasfaserspachtel die Fugen geschlossen. Pfeifend

Dach_2 (Wilhelm)


Anschließend heraus aus dem Bastelraum und im Garten die Seitenflächen glatt geschliffen. Alles mehrmals mit Sprühspachtel überzogen und wieder im Freien geschliffen. fisch fisch


Dach_3 (Wilhelm)


Das war`s. Nun kommen die Aufbauten. Muskeln
Wilhelm Yau
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Lupinenexpress
Buntbahner
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Anmeldungsdatum: 28.10.2005
Beiträge: 630
Wohnort: In der Stadt zwischen Rhein und Neckar

BeitragVerfasst am: 16.05.11 18:30    Titel: Re: (Straßen)bahnfahrzeuge aus dem RNV-Verkehrsgebiet Antworten mit Zitat

Hallo,

heute stelle ich mal wieder ein neues Projekt vor.
Dabei handelt es sich um den Bau eines Heidelberger Vierachs-Zuges, dessen Aufarbeitung auch das aktuelle Projekt der Interessengemeinschaft Nahverkehr Rhein-Neckar ist.
Da wir in der nächsten Woche auch in Erfurt vertreten sind, schien es sinnvoll auch ein Modell des entsprechenden Wagens zu haben.
Da auch die HSB-Farbe bei mir so langsam am Eintrocknen ist, bot es sich an den passenden Beiwagen gleich mit zu machen.


Für den kompletten Zug habe ich mit ca. 40 Stunden an 9 Tagen meinen absoluten Rekord geschafft. Grins

Ein anderes Projekt, das ich später vorstellen werde habe ich dafür unterbrochen, da es momentan ohnehin gerade einen Engpass bei meinem Motorblockzulieferer gibt.

Die Fahrzeuge der Serie von Wagen 44 wurden 1925 geliefert.
Eine ausführliche Geschichte dieser Wagen lässt sich hier nachlesen:
http://www.ign-ev.de/HSB44.html


Eigentlich mit 3-geteilter Frontgeliefert:
1 (Lupinenexpress)



2 (Lupinenexpress)

Sie sahen den Maximumwagen der Vorserie sehr ähnlich, wiesen jedoch im Gegensatz zu diesen (s.Bild) Drehgestelle mit zwei gleich großen Rädern auf, während der Maximumwagen wie in meinem oben beschriebenen RHB-Zug eine große angetriebene und eine kleine Laufachse hatte. Von diesen existiert heute noch einer(3Cool bei einem Freiburger Sammler.

3 (Lupinenexpress)

Hier ein Einsatzbild von Wagen 43, der bis auf wenige Stellen dem 44 entspricht. So richtig gleich war spätestens in der Nachkriegszeit keiner mehr.


Ab 1928 gabs dazu dann noch entsprechende Beiwagen dazu.

4 (Lupinenexpress)

Es gab dann aber auch alle mögliche n Zugkombinationen mit diesem Beiwagen, die hinter so ziemlich allem liefen, sogar hinter den Anderthalbrichtungs-GT6 der Schwetzinger Linie

5 (Lupinenexpress)



6 (Lupinenexpress)


Überlebt hat davon nur einer, der hier zu sehende 153

7 (Lupinenexpress)

Dieser kam, wie hier zu sehen in das Hannoveraner Straßenbahnmuseum, wo er leider lange im Freien stand.


DSC_6790 (Lupinenexpress)

44 so ziemlich am Ende seiner Einsatzzeit.



10 (Lupinenexpress)




DSC_7614 (Lupinenexpress)

Triebwagen 44 wurde nach seiner aktiven Einsatzzeit von einem Bahnfreund und Autohänfler erworben der ihn auch eine Zeit lang im Freien auf bei seinem Autohaus abstellte.
Ab 1976 oder so gelangte er ins Viernheimer Museum und gehörte den Bahnfreunden Rhein-Neckar-Pfalz e.V..
Mit Auflösung des Viernheimer Museums kam er zur HSB zurück udn wurde dort historischer Wagen.
Man sagt sich dass diese 2005 oder so vor hatte diesen auf dem Königstuhl als Denkmal aufzustellen.
Um den Wagen zu retten gründete sich ein Verein, der später in der IGN aufging, wo man momentan in einer betriebsfähigen Herrichtung begriffen ist.



8 (Lupinenexpress)



9 (Lupinenexpress)

Zunächst wurde der Wagen nur optisch instandgesetzt, soll nun aber zu einer grundlegenden Untersuchung zu der auf alte Wagen versierten Werkstatt der Geraer Straßenbahn kommen, wofür der Verein aber noch immer Spenden benötigt.


Beiwagen 153 blieb leider länger im Freien.

11 (Lupinenexpress)

Dieser kam nach ca. 35-jähriger Abstellung in Hannover in seine Heimat zurück. Aufgrund seiner Einzigartigkeit soll er trotz seines Zustandes erhalten bleiben. Momentan steht er in der Edinger Wagenhalle und wartet auf bessere Tage.
An den Tag der Ankunft kann ich mich noch gut erinnern. Da ich in der Schule noch nachsitzen musste kam ich zur Abladung leider etwas zu spät Grins



Jetzt zum Modell:

1_44zeichnung (Lupinenexpress)







12 (Lupinenexpress)

Der Rohbau entstand wieder in der gewohnt bewährten und einfachen Art.
Aufgrund der hinterlegten Scheiben bestehen die Außenwände nur aus 1mm starkem Material. Durch die 4 Trennwände schränkt dies die Stabilität aber nicht ein.



13 (Lupinenexpress)

Nach wenigen Minuten Bastelzeit...


14 (Lupinenexpress)

Nachdem ich nun die Möglichkeit habe bei einem Kollegen zu lasern lassen sich auch kleiner Details läsern, wie beispielsweise die Dachlattenträger. Auf die Laseranwendung gehe ich demnächst bei einem anderen Projekt nochmal näher ein.
Das Dach habe ich mit Malerklebeband überspannt, da dies meinem Empfinden nach der Leinentuchbespannung der Orignaldächer bei diesen Holzwagen recht nahe kommt.
Die Scheuerleiste wurde aus einer 3x3 mm Kiefernleister heruasgefeilt.



15 (Lupinenexpress)

Nach dem Lackieren in der Wetterbedingten Freiluftlackierkabine

16 (Lupinenexpress)

Nach dem Lackieren aller weiteren Komponenten beim Verglasen und anbringen der Anbauten.
Die Verglasung erfolgte mit 1mm Vivak. Für die im orignal gelb getönten Oberlichtscheiben wurden mit transparenter gelber Klebefolie versehen.


17 (Lupinenexpress)

Die Frontaufbauten konnten in die entsprechenden Löcher gerade eingesteckt werden.
Die Rückspiegel sind klappbar. Diese wurden in kleinen Messinghülsen gelagert, nachdem ich bei Vorgängerwagen des öfteren abgefahrene Spiegel hatte.
Die Griffstangen an den Einstiegen sind ebenfalls mit Hülsen versehen, um die Holzstangen des Originals nachbilden zu können.

18 (Lupinenexpress)

Hier der kompett fertige Zug aus Tw und BW nach Anbringen zeitgenössischer Reklame. Die Martinireklame trägt BW 153 soweit man sie noch erkennen kann noch heute.


19 (Lupinenexpress)

noch mal der TW selst. Leider momentan noch ein Standmodell, da die Motoren auch in diesen neun Tagen Bauzeit nicht kamen.


20 (Lupinenexpress)

Und nochmal der Beiwagen als solcher.
Die Alberkupplung wurde auch gelasert und stellt meine erste wirklich betriebsfähige dar.
Werde irgendwannmal auf den Bau selbst eingehen.

21 (Lupinenexpress)

Und nochmal eine ganz bunte Zugkombination zum Schluss, Bw 153 mit Aufbauwagen. Auch das hats gegeben...


alla hopp


Edit: 2 Bilder eingefügt
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