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IIf-Feldbahn-Modul

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Feldbahnhamster
Buntbahner


Anmeldungsdatum: 31.01.2005
Beiträge: 27
Wohnort: DD

BeitragVerfasst am: 16.03.06 10:45    Titel: Re: IIf-Feldbahn-Modul Antworten mit Zitat

Hallo Thomas!

theylmdl hat folgendes geschrieben::
Auf dem Bild ist gut zu erkennen, dass der Stellbock der zweiten Weiche mittels einer Umlenkung verlagert werden muss. Er würde bei normaler Anbringung das Lichtraum-Profil verletzen.


Du mußt den Weichenhebel nicht unbedingt verlagern, du kannst auch vom "direkten" Anrieb abgehen und auf die Technik mit der Dreiecksplatte ausweichen... auch das ist Feldbahn...

Zur Illustration mal drei (mehr oder weniger gut) geeignete Bilder...




Bilder gelinkt von http://www.feldbahn-chemnitz.de



Felix
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theylmdl
Buntbahner
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Anmeldungsdatum: 14.01.2005
Beiträge: 5812
Wohnort: Frankfurt a.M.

BeitragVerfasst am: 16.03.06 10:57    Titel: Re: IIf-Feldbahn-Modul Antworten mit Zitat

Hallo Felix,
danke für den Tipp. Ich dachte an so etwas wir hier links im Bild:


Doppelkreuzungsweiche des FFM, 09/2005.

Beste Grüße,

_________________
Thomas Hey'l - info@themt.de - www * themt * de
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theylmdl
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Anmeldungsdatum: 14.01.2005
Beiträge: 5812
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BeitragVerfasst am: 18.03.06 01:02    Titel: Re: IIf-Feldbahn-Modul Antworten mit Zitat

Hallo, Feldbahn-Freunde!

@Jörg: Klar sieht Helmut's Weiche Feldbahn-mässig aus. Ich brauche aber gar keine Y-Weiche Sehr glücklich . Meine hier gezeigten Weichen sind nicht ganz so untypisch und erfüllen auch so Pi mal Daumen die Forderungen des IG Spur II-Domino-Standards für Durchgangsgleise.
[Nachträglich eingefügt] Die Weichen entsprechend so etwa dem Deutschen Standard für Stückgleis, Radius 10m, 18°40', Bogen- und gerade Länge 5m, sieben Schwellen. Schaut 'mal hier: http://www.feldbahn.de/vorbild/tabelle/v-strd.html . [Ende Einfügung]

Die zweite Weiche

Nach den vielen Hinweisen und Bildern sollten die Schienen der zweite Weiche auf Schienenplatten gesetzt werden. Dafür habe ich zunächst einmal die inneren sechs Schwellen (Zungen- bis Herzstück-Bereich) ein wenig abgeschliffen und nachgebeizt.

Als ich dann so fröhlich am Neusilber-Sägen war, schwante mir plötzlich, dass es da ein kleines Problem geben wird. Denn die drehbar gelagerten Weichenzungen dürfen mit den daran anschliessenden Schienenstücken keinen elektrischen Kontakt haben. Diese starren Teile hängen ja schon am Herzstück. "Strafverschärfend" kommt noch hinzu, dass sich die Zungen ja bewegen. Deswegen ist beispielsweise ein Polystyrol-Plättchen als Ersatz für das Neusilberblech auch keine so prickelnde Idee: Die Farbe würde schnell abplatzen.


Hier rot markiert: die Sorgenplättchen.

Damit hatte ich mir die Lösung eigentlich schon erarbeitet, aber es sollte noch zehn Minuten dauern, bis sie mir dämmerte. Na klar: Die starren Schienenteile müssen isoliert angebracht werden. Das geht nun wieder leicht. In das Neusilber-Plättchen wird einfach ein hinreichend großer Ausschnitt gesägt und unter dem Schienenfuß ein passendes Stück Kunststoff eingeklebt.

Hier folgt der Weichenbau im Schnelldurchlauf.



Los geht's mit der Anpassung der äußeren Schienenprofile. Sie werden zunächst nur provisorisch fixiert, denn im Bereich der Weichenzungen müssen die Schienenfüße innen abgefeilt werden. Auch werden noch (bei mir) die Bohrungen für die Radlenker-Befestigungen gebraucht.



Tipp: Biegt die Kröpfungen am Ende der Radlenker nicht am Kopf, sondern am Schienenfuß. Das klappt wesentlich besser. Feilt anschließend die untere Verwerfung glatt.

Das auf 1,8mm dünn gefeilte Polystyrol-Plättchen sorgt für den richtigen Abstand zwischen Radlenker und Schiene. Die Schienenplatten habe ich an die Schienenfüße gelötet, weil es sich dann leichter arbeitet. Auch können so kleine Höhenunterschiede bei den Schwellen besser ausgeglichen werden.



Nachdem die äußeren Schienen sitzen, kann die Herzstück-Grundplatte vorbereitet und die Herzstückspitze angepasst werden. Die kleinen Hammerkopf-Nägel habe ich mir aus Drahtstift-Nägelchen zurecht geschliffen.

Tipp: Achtet darauf, dass die Spurweite zwischen Herzstückspitze und äußerer Schiene mindestens 26,7mm beträgt (besser 26,8mm). Bei genau justierten Radsätzen besteht sonst Gefahr, dass ein Rad auf die Spitze auflaufen kann (ab 26,6mm Spurweite). Wer auf der sicheren Seite bleiben will, setzt die Radlenker außen auf 1,8mm Abstand zur Schiene und die innen am Herzstück auf 2mm (bei 26,8mm Spurweite am Herzstück).


Der von Marcel Ackle im Juni 2003 entwickelte Standard für Radsatz und Gleis bei IIf und 26,7mm Spurweite.

Die Anpassung der mittleren Schienen artet zum Geduldsspiel aus. Da muss gleich eine ganze Menge stimmen: Länge, Winkel zum Radlenker, Spurweite. Dieses Foto zeigt im Prinzip, wie die richtige Lage ermittelt werden kann. Dazu sollte das Ende des Schienenstücks, das an die Weichenzunge angrenzt, provisorisch fixiert sein. Alternativ dazu tun's auch drei Hände und zwei Meßschieber.



Kommen wir nun zu dem angesprochenen Kunststoff-Stückchen. Das sollte ein ganz klein wenig über das Schienenende hinaus ragen und so breit sein, dass das Schienenende noch beidseitig genagelt werden kann. Ich habe das Polystyrol-Plättchen mit Sekundenkleber unten am Schienenfuß befestigt.

Die Schiene wird zuerst bei der Herzstückspitze mit einem kleinen Lötpunkt geheftet. Kontrolliert dann noch einmal alle relevanten Maße! Anschließend wird sie beim Kunststoffplättchen und in der Mitte vernagelt. Ganz zum Schluss wird dann der Radlenker durchgehend auf die Herzstück-Grundplatte gelötet.



Nun folgt das Gegenstück, die gebogene Schiene. Dann können die Schienenplatten an die Isolier-Scheiben angepasst werden. Die Weichenzungen sind fast nur noch Routine-Arbeit. Beachtet dabei: Zuerst müssen außen an den Weichenzungen der Schienenfuß und -kopf so abgefeilt werden, dass sie bündig mit dem Schienensteg abschliessen. Anschliessend wird der Schienenkopf an der Innenseite so abgefeilt, dass er in einer vertikal ausgerundeten Spitze ausläuft und auf eine lange Strecke abgeschrägt ist. Die Biegung der Weichenzunge muss dem entsprechen. Schaut 'mal hier, da ist das so halbwegs zu erkennen:



Am stumpfen Ende der Weichenzungen habe ich eine halbrunde Nut mit etwa 1,5mm Durchmesser eingefeilt. Diese Nut habe ich dann bei aufgelegter und angedrückter Zunge als Führung benutzt, um in die Unterlegplatte ein passendes Loch zu bohren. Da habe ich dann ein Stück 1,5mm-Messing eingelegt und es mit der aufgelegten Weichenzunge verlötet. Nähere Infos zu dem Lötkolben gibt's für BBF-Mitglieder in der Hamsterklause ("Watt Ihr Volt").

Leider hat's heute nicht mehr zu der Stellstange gereicht. War spät gestern Winke . Aber so ein kleines Vergnügen zum Feierabend darf's ja schon noch sein. Also habe ich noch das Fläschchen mit Pariser Oxyd gezückt und den Bereich um das Herzstück herum ein wenig vorbrüniert. Hmmja, das hat schon 'was. Der Rost folgt dann noch.



Mit dieser Weiche bin ich schon um einiges zufriedener als mit der ersten. Noch ein Tipp. Es lässt sich kaum vermeiden, auch 'mal die Schienenköpfe oben nachzuschleifen. Verwendet dabei nur feinstes Korund-Schleifpapier, so mit Körnungen ab 800 aufwärts. Alles andere führt wegen Riefen zu dauerhaften Betriebsstörungen - zumindest, wenn Ihr Euren Fahrstrom aus den Schienen beziehen wollt. Für einen Schlussschliff würde ich sogar nur 1000er Körnung benutzen.

Diese Anleitung ist vielleicht ein wenig ausführlich - aber was ist schon eine Eisenbahn ohne Weichen...?

Ausgemessene Grüße,

_________________
Thomas Hey'l - info@themt.de - www * themt * de


Zuletzt bearbeitet von theylmdl am 24.03.06 20:41, insgesamt ein Mal bearbeitet
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theylmdl
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Anmeldungsdatum: 14.01.2005
Beiträge: 5812
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BeitragVerfasst am: 19.03.06 00:22    Titel: Re: IIf-Feldbahn-Modul Antworten mit Zitat

Hallo, Feldbahn-Freunde!

Der glückliche Zufall wollte es heute so, dass die Nachbarn meine Kleine mit ins Theater nahmen. So hatte ich nachmittags ein wenig Zeit, um allerlei Experimente durchzuführen.

Der erste Stellbock und -Hebel

Na ja, machen wir's kurz und schmerzlos - da ist er.



Ich hoffe, Ihr seid mit dieser Stellschwelle zufriedener als mit der letzten Winke . Diesmal habe ich zwei Stückchen kupferkaschierter Platine unter die Weichenzungen gelötet und dann einen Isolier-Schlitz in die Kupferschicht gesägt. Die Stellstange zur Umlenkung greift am vorderen Bolzen der Stellschwelle unten an (rechte Weichenzunge). Diese Bolzen bestehen aus 1mm-Draht mit aufgelöteten Scheibchen aus Rohr 2×1mm, natürlich handgesägt und -gefeilt. Hier seht Ihr die Mimik noch einmal von oben:



Der Umlenkhebel ist aus 0,8mm-Messingblech, die Grundplatte hingegen "nur" 0,5mm stark. Das Gewicht habe ich aus zwei 2mm-Blöcken mit einer 0,8mm-Mittelschicht verlötet. Es reicht tatsächlich aus, um den Wippenschalter für die Herzstück-Polarisierung sicher zu bewegen.

Die Umlenkwelle hat natürlich einen entscheidenden Vorteil: Die Anlenkung für die Übertotpunkt-Mechanik und optionale Unterflur-Antriebe kann diesmal darüber erfolgen. Darum wurde die 2,5mm-Hülse auch von der Blechplatte gleich durch die Grundplatte geführt. Die Welle hat 1,5mm Durchmesser.

Hmmja, das ist schon alles ein wenig fummelig. Besonders die Anpassung des Langlochs im Flansch zum Stellhebel erfordert ein wenig Sorgfalt. Hier könnt Ihr es erkennen:



Wenn Ihr bis zum Umlenkhebel gekommen seid, wisst Ihr ja, wie lang dessen Stellweg ist. Ohne Langloch muss der Bohrungsabstand zwischen Lager- und Stellbolzen des Stellhebels 70,7% davon betragen, denn es ist schick und zweckmässig, wenn der Stellhebel in den Endlagen bei etwa 45° verharrt. Nun ist es aber durchaus pfiffig, dieses Langloch nachzubilden. Wer das ausprobieren möchte, sollte sich zwecks Vorführung in Schenklengsfeld auf der Jahreshauptversammlung der IG Spur II einfinden Winke . Mit Langloch muss die Bohrung um die Differenz zwischen dem Umlenkhebel-Stellweg und dem Bohrungsabstand am Stellhebel × 141% verlängert werden. Ihr könnt's auch mit der Hilfe des Herrn Pythagoras ausrechnen (a² + b² = c², sprich: Die Hypothenuse des rechtwinkligen Dreiecks entspricht der Wurzel aus der Summe der Quadrate der beiden anderen Schenkel).

Nun ja, und bei allem Genagel möchte man ja auch 'mal 'was fürs Auge haben. Also wurde das Fläschchen mit Pariser Oxyd noch einmal gezückt und der schon arg verrostete Pinsel für diese Zwecke. So effektvoll auch der Messingglanz wirkt, das hier wirkt noch besser:



Und nachdem es schon 'mal soweit war, habe ich auch gleich ein wenig "Grundrostfarbe" (Revell® Nr. 85 matt) mit dem Pinsel aufgetragen. Das wirkt am Anfang natürlich noch recht knallig, aber keine Sorge, das legt sich noch.



Mit diesem Foto bin ich jedenfalls für eine Rohgestaltung schon ganz zufrieden. Achtet doch 'mal auf die Kunststoff-Plättchen bei den Achsen der Weichenzungen. Die fallen kaum noch auf.



Nachdem Jörg hier den Tipp mit den eingelegten Balsaholz-Plättchen gelobt hat, wollte ich's natürlich auch noch genauer wissen. Also habe ich ein wenig bunten Kies lose aufgestreut, um einen ersten Eindruck des Ergebnisses zu bekommen. Na, passt doch! Wenn noch ein wenig Sand, Erde und Grünzeugs von Woodland Scenics® dazu kommt, sollte der Eindruck halbwegs stimmen.



Und heissahoppsa: Schon bin ich am Übergang zwischen den Modul-Hälften angekommen. Dazu noch folgender Tipp: Die an die Modulränder angrenzenden Schienenprofile betreiben gerne Nahkampf mit Jackentaschen und ähnlichen "Feinden". Daher ist's eine gute Idee, vor Abschluss der Randarbeiten die Schienenenden auf in die Grundplatte eingesetzte Messingstifte zu löten und die scharfen Kanten mit der Feile zu brechen. Sonst könnte es auf Treffen leicht zu Notreparaturen kommen.

Beste Grüße,

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Thomas Hey'l - info@themt.de - www * themt * de
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Anmeldungsdatum: 04.09.2003
Beiträge: 1436
Wohnort: Dresden

BeitragVerfasst am: 19.03.06 10:36    Titel: Re: IIf-Feldbahn-Modul Antworten mit Zitat

Mahlzeit!

Also wenn das keine Feldbahnweiche ist, weiß ich auch nicht....jetzt fehlt bloß noch etwas Blumenerde oder Grünzeug und dann ab um die Ecke Sehr glücklich

Mit freudigem Gruß Sven



Weiche01.jpg
 Beschreibung:
Weiche ohne Stellvorrichtung.Auf der 500-mm-Feldbahn einer Gärtnerei werden 2 Loks vom Typ Ns1 eingesetzt.Foto S.Schlenkrich, 09/2005
 Dateigröße:  242,08 KB
 Angeschaut:  226 mal

Weiche01.jpg


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theylmdl
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Anmeldungsdatum: 14.01.2005
Beiträge: 5812
Wohnort: Frankfurt a.M.

BeitragVerfasst am: 20.03.06 01:59    Titel: Re: IIf-Feldbahn-Modul Antworten mit Zitat

Hallo, Ihr Feldbahner!

@Sven: Herzlichen Dank für Deinen Beitrag. Und das aus so berufenem Mund!

Die Modulkästen (Teil 1)

So, heute gibt's zur Abwechslung 'mal einen Bericht aus der Schreinerwerkstatt.

Für den Bau der Modulkästen habe ich unter Anderem folgende Werkzeuge benutzt: Stichsäge, Elektrohobel, Schwingschleifer, Bohrmaschine, Bohrer, Kegelsenker, Laubsäge, Winkel, Schmirgellatte (ein Stück Schleifpapier auf einer glatte Leiste gewinkelt), Raspel, Feile und Schraubzwingen. Ferner wasserfestes Ponal® Super 3 und einen alten Topfschwamm mit Spüli-Wasser.

Wenn Ihr (größeres) Holz verklebt, dann befeuchtet die Oberflächen vorher mit etwas Wasser und Spülmittel. Oberflächenkleber dringen so besser in die Ritzen ein, und Ihr braucht dafür weniger Anpressdruck (bei gleich gutem Klebeergebnis). Das mit dem Anpressen ist nämlich nicht immer so leicht. Wenn Ihr Schraubzwingen benutzt und die keine Schutzkappen aus Kunststoff haben, solltet Ihr Holzreste zwischenlegen. Sonst versaut Ihr Euch die Holzoberflächen. Das wäre schade, denn ein schöner Modulkasten trägt auch zum guten Gesamteindruck des Dioramas bei.

Wenn der Hersteller sagt "beidseitig mit Klebstoff bestreichen und 15 Minuten pressen", dann meint er das auch so und weiß, warum. Haltet Euch daran, dann könnt Ihr Euch auf die Klebung genau so gut verlassen wie auf ein paar Spax®-Schrauben. Gegen die habe ich übrigens gar nichts, und ohne geht es kaum. Nur möchte ich später nicht allzu viele ihrer Köpfe sehen.


Die noch unzerschnittene Grundplatte des dritten Modul-Kastens dient mir hier als rechter Winkel.

Bevor Ihr die Modulzargen verbaut, solltet Ihr überlegen, wo die Grundplatten die Zargen überlappen sollen und wo nicht. Ich habe mich dafür entschieden, möglichst oft die Zargen sichtbar (oben) zu lassen, weil sich so eine gleichmässigere Oberfläche am Rand ergibt. Ausnahme: Die Gleisanschlüsse und der "Feldweg" hinten. Das "Nullniveau" der Grundplatten meines Geländes soll um mindestens 4mm höher liegen als die Stirnzargen, einfach, damit die Gleise schon tiefer in das Gelände eingebettet sind. Schaut 'mal hier, dann wisst Ihr, warum:


Lok Nr. 6 des Frankfurter Feldbahn-Museums - mehr Bilder gibt es hier: http://www.buntbahn.de/fotos/showgallery.php?cat=663 .

Der Feldweg hinten soll deswegen überlappen, weil da das Gelände ein wenig ansteigt. Das sind zwar nur wenige Millimeter, aber ich wollte trotzdem eine stabile Vierkant-Leiste 20×20mm für die Kanten haben. Was tun? Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder Ihr biegt die Leiste im nassen Zustand vor (mühsam) oder Ihr klebt sie gerade auf und hobelt die Differenz dann weg. Ich habe mit für "halbe-halbe" entschieden - ein wenig krumm aufgeklebt, ein wenig nachgehobelt.

Auf dem folgenden Foto seht Ihr links einen billigen Trick, um ein wenig Gelände-Verwerfung zu erzielen.



Ich habe mit der Laubsäge einen Schlitz eingeschnitten, wo später ein Weg über die Feldbahn-Gleise führen soll. Den habe ich dann mit passenden Holzstückchen unterklebt. Angenehmer Nebeneffekt: So habe ich einen unauffälligen Höhenausgleich zwischen dem Grundgelände und dem vom IG Spur II-Standard geforderten Null-Niveau (8,2mm unter Schienen-Oberkante). Das hat noch einen weiteren Vorteil. Wird von vorne (hier rechts im Bild) aus maßstäblicher Betrachtungshöhe geschaut oder fotografiert, fällt das Gelände hinter dem Weg ein bißchen ab und versteckt so den Anlagenrand.

Ihr solltet den Aufwand nicht unterschätzen, einen Modulkasten so wie ich aus Puzzlesteinchen zusammen zu setzen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Jedes Stückchen kann für sich genommen bequem auf dem Basteltisch durchgestaltet werden. Die Nachteile: Es ist recht aufwändig, die Komponenten später in allen drei Ebenen gerade zusammen zu setzen. Ich kann Euch nach einer Nachtschicht ein Liedchen davon singen. Von rechtwinkligen 660 × 660 × 100mm ist hier keine Rede. Die Hauptsache ist jedoch, dass die Übergänge ab Mitte und oben gerechnet stimmen und die Grundfläche ebenso rechtwinklig ist wie die Stirnseiten. Wie haben das eigentlich die anderen "Dominokaner" (© des Ausdrucks: Berthold) gelöst?



Auf dem letzten Foto für heute ist zu erkennen, dass in allen vier Ecken eine Deckplatte befestigt ist. Der Kasten gewinnt dadurch schon eine überraschende Eigenstabilität. Wird er beispielsweise an einer Ecke angehoben, bewegt er sich nur in einer Ebene, statt sich zu verwinden.

Die Spax®-Köpfe wurden mit Hilfe des Kegelsenkers tief in das Sperrholz versenkt, damit sie später nicht mehr auffallen. Oben links seht Ihr die Weiche aus meinem letzten Beitrag. Was aus dem Bild nicht so gut hervor geht: Die Sperrholzplatte links der Gleise liegt um etwa 4mm höher als die Gleis-Grundplatten. Vielleicht mache ich morgen bei Tageslicht noch ein Foto im Hof.

So ein Standard-Modul ist ziemlich groß! Das merkt man erst, wenn man eines oder gar drei baut und nicht so recht weiß, wohin damit in der ohnehin zu kleinen Stadtwohnung. Darum werden morgen zunächst einmal Dübel an passender Stelle in die Wand gesetzt, um die Teile dort aufzuhängen. Das hat ja auch 'was.

Nächtliche Grüße -

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Thomas Hey'l - info@themt.de - www * themt * de
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Jörg
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BeitragVerfasst am: 20.03.06 08:21    Titel: Re: IIf-Feldbahn-Modul Antworten mit Zitat

Hallo Thomas

"So ein Standard-Modul ist ziemlich groß! Das merkt man erst, wenn man eines oder gar drei baut und nicht so recht weiß, wohin damit in der ohnehin zu kleinen Stadtwohnung. Darum werden morgen zunächst einmal Dübel an passender Stelle in die Wand gesetzt, um die Teile dort aufzuhängen. Das hat ja auch 'was. "

Ja das habe ich spätestens beim Verladen in ein Standartautomobil gemerkt,
es ist fast unmöglich mehr als 2 Module in einen Kofferraum zu zwängen.
Und sie sind einzeln unhandlicher als Doppelmodule, so zumindest meine Erfahrungen aus den letzten 5-7 Transporte.

Was mir bei Deinen Modulen noch unklar ist, warum Du unten einen Boden/Deckel einziehst, sicher wird das Modul dadurch etwas stabiber aber auch viel schwerer, was wieder Deinen Balsaplättchen widerspricht.
Meine neueren Module sind einfach nur Holzrahmen mit eingeklebten 2cm Styrodurplatten, das spart extrem viel Gewicht.

Wie machst Du bei Deiner Lösung die Füße fest?
Bei mir sind am Modul die Schrauben und jeder Fuß bekommt in der nächsten Zeit eine Nut oben. So kann ich mir das lästige auf dem Boden Rumkrabbeln schenken und stelle die Höhe ganz bequem im Stehen ein.
Aber man muß ja solche Erfahrungen immer erst selbst machen.

bis bald
jörg
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theylmdl
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BeitragVerfasst am: 20.03.06 09:54    Titel: Re: IIf-Feldbahn-Modul Antworten mit Zitat

Hallo Jörg!

Zitat:
warum Du unten einen Boden/Deckel einziehst

Mach' ich doch gar nicht. Die Platte dient mir nur als Unterlage und rechter Winkel. Sie liegt bei den Fotos von gestern einfach nur lose unter dem Rahmen herum. Hier aber nicht mehr:




Fotos nachträglich eingefügt.

Wegen der Füße warte ich noch auf eine Erleuchtung Winke .

Beste Grüße,

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Thomas Hey'l - info@themt.de - www * themt * de
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Jörg
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BeitragVerfasst am: 21.03.06 08:21    Titel: Re: IIf-Feldbahn-Modul Antworten mit Zitat

Hallo Thomas
aha bin dann auf einen "Fototrick" reingefallen Grins

Füße baue ich mir aus billigen ungehobelten Dachlattenmaterial
Roh gesägt 24x48
Dann von 2 Seiten gehobelt, auf ca 1m Geschnitten, immer 2 Stücke aneinander geleimt.
Dann wieder gehobelt mit der Kappsäge auf Länge geschnitten, fast fertig.
Fehlt noch unten die Einschlagmutter mit Sechskantschraube als Fuß und oben ein Bohrloch für die Modulschraube.
Bisher habe ich immer die seitlichen Löcher der Domino Module genommen und die Füße mit Schraube und Scheiben befestigt.
Nachdem ich gesehen habe wie schnell man im Verein die Selketalbahn (Hom) aufgebaut hat, ändere ich jetzt bei den neuen Segmenten die Füße.

Jeder Fuß wird oben eingenutet und die Schraube verbleibt fest am Modul.
Das hat nur Vorteile, ich brauch nicht mehr unten am Boden kriechen und die Füße einstellen, sondern mache den Höhenausgleich von oben wo ich sofort die Schienen sehen. Außerdem habe ich dann ein Packteil weniger => die Schrauben man glaubt ja gar nicht was das für ein Streß ist wenn man den Wagen voll hat und die Schrauben (scheinbar) fehlen.

bis bald
jörg
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theylmdl
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Anmeldungsdatum: 14.01.2005
Beiträge: 5812
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BeitragVerfasst am: 22.03.06 00:20    Titel: Re: IIf-Feldbahn-Modul Antworten mit Zitat

Hallo, Ihr Feldbahner!

Ich möchte mich heute zunächst einmal für Euer Interesse bedanken. Das Thema wird doch ziemlich oft aufgerufen, und ich habe schon allerlei zustimmende Rückmeldungen dazu bekommen.

Das war mir natürlich Ansporn, nicht nur Eile, sondern auch ein wenig mehr Sorgfalt walten zu lassen. Also habe ich zunächst einmal die Schwächen der ersten Weiche ein wenig gemindert Winke . Hier seht Ihr sie nur mit neuer Stellschwelle und dem fertig gebauten Handstell-Hebel.



Die Gleistrasse

Nachdem die erste Weiche überholt war und nun besser funktioniert und aussieht als vorher, konnte die Gleistrasse für die linke Modulhälfte zusammen gesetzt werden. Dafür habe ich mir aus dem Baumarkt beim Ersteinkauf ein paar Platten Bastel-Pappelsperrholz, 4mm stark, mitgebracht. Das Zeug ist extrem weich und sehr leicht. Ein paar herzhafte Hiebe mit einer groben Raspel zerspanen es in Null-Komma-Garnichts - die Finger übrigens auch Augenrollen .

Vier Millimeter Stärke sind gar nicht so schlecht. Die Schwellen haben etwa 5mm Höhe, die Schienenprofile 3,3 oder 3,2mm (je nach Lieferant). Werden die Zwischenräume zwischen der Gleisen also mit 4mm-Holz aufgefüllt und die "Puzzle-Teile" darüber verbunden, liegt das Gelände-Nullviveau immer noch einen Millimeter unter der Schwellenoberkante - mehr als genug.

Zuerst habe ich die Zwischenstücke angepasst und dann an den Weichen festgeklebt. Vorher wurden die Kanten (Richtung Schwelle) mit der Raspel abgesenkt und angeschrägt, damit da später keine sichtbare Kante beim Geländematerial-Auftrag bleibt. Da der Zwischenraum zwischen den Schwellen mit 2,5mm-Balsa aufgefüllt wurde, genügen 1,5mm - aber bitte ganz weich und unregelmäßig abgeschrägt.



So sieht's in groß aus. Hier noch einmal die Weiche ganz links in verbesserter Ausführung. Wie Ihr sehen könnt, ist eben kein Unterschied am Übergang zwischen 4mm Sperrholz und 2,5mm Balsa zu sehen Sehr glücklich .



Da ich mich Schritt für Schritt - wie bei einem richtigen Puzzle - an das Ergebnis heran arbeiten muss, kann ich die Teile oft nur an einer Seite verkleben. Und an den Schienenstößen geht schon 'mal gar nichts. Oops! Stimmt ja nicht. Da kann nämlich meist bequem ein etwas kräftigeres Stück Sperrholz untergeklebt werden. Dafür eignen sich ausgeschnittene Reste der Zargen-Absenkungen. Eine Leiste schützt beim Anpressen die Schienen vor Ungemach.



Nach der Presszeit kann die Trasse zur Probe auf den Modulkasten gelegt werden. Den grauen Fotokarton habe ich nicht untergelegt, um Jörg irre zu führen, sondern den Weißabgleich der DigiCam Winke . Also, Jörg: Ich bin mir noch nicht ganz sicher, aber wahrscheinlich werde ich keinen Fotokarton unter mein Modul kleben. Sorry, das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen Verlegen .



Ich weiß, dieser Thread ist für ISDN-Nutzer hartes Brot, aber tröstet Euch, für mich auch. Das letzte Bild für heute zeigt einen Vorteil meiner Bauweise auf. Ihr könnt hier erkennen, wie das Gelände hinter den Gleis nach rechts hin ganz allmählich abfällt, bis es Schwellenhöhe erreicht hat (und weiter hinten sogar noch etwas weniger). Solche Unregelmässigkeiten machen sich später im Gesamteindruck sehr gut. Jetzt müsst Ihr Euch nur noch Weiche und Gleise bis zur Halskrause, ääh, Schwellenoberkante, zugesaut vorstellen.



Im hier noch sichtbaren Ausschnitt rechts unten bzw. vorne soll später der kleine Schuppen stehen. Das wäre doch eine angemessene Aufgabe für den Vorraum in Schenklengsfeld...

Frohgemute Grüße -

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