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Maßstäbliche Bäume

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teppichbahn
Buntbahner


Anmeldungsdatum: 04.06.2019
Beiträge: 77

BeitragVerfasst am: 08.09.19 12:45    Titel: Re: Maßstäbliche Bäume Antworten mit Zitat

Hallo Volker,

für große Blätter mit komplexeren Formen wie Eiche und Ahorn bin ich mit den Birkenschuppen schon sehr zufrieden. Man kann da beliebig nah herangehen, und der Eindruck einer realistischen Belaubung bleibt. Das hat mir bisher immer gefehlt, nur bei Nadelbäumen ließ sich das auch einigermaßen mit Fertigmaterial erreichen.

Die Kätzchen lassen sich auch vor dem Auseinanderbröseln noch nach Größe sortieren, um unterschiedliche Blattgrößen zu bekommen. Vor allem kann ich jede Tranche in einem anderen Grünton mit unterschiedlichem Glanzverhalten lackieren, diese Flexibilität hatte ich mit Fertiglaub bisher nicht.

Ich suche aber noch nach einer Lösung für kleinere, eher rundliche Blätter wie Bucheon oder Pappeln, um eine optische Verbindung zwischen Birkenschuppen und ausgesiebtem Noch-Laub zu schaffen.
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teppichbahn
Buntbahner


Anmeldungsdatum: 04.06.2019
Beiträge: 77

BeitragVerfasst am: 03.10.19 15:44    Titel: Re: Maßstäbliche Bäume Antworten mit Zitat

Hallo,

ich habe endlich meine Solitäreiche wenigstens weitgehend fertiggestellt. An der Belaubung musste ich noch etwas tüfteln, weil ich im Gegensatz zu den Nadelbäumen nicht auf Erfahrungen in kleinen Spuren zurückgreifen konnte.

Erstmal mein Laub im Rohzustand, vor und nach der Behandlung in der Mikrowelle:


Auf dem Bild zu sehen sind etwa 700g Birkenkätzchen, insgesamt habe ich etwa 2kg gesammelt. Ich erwähne diese Mengen, falls jemand erwägt, richtige Bäume mit gelaserten oder selbst gestanzten Blätter zu belauben. Und so sah ein Teil des Laubes nach dem Auseinanderdröseln der Kätzchen, Aussieben der Samen und Lackieren aus:


Die Laubherstellung geht ziemlich unkompliziert von der Hand, die Birkenschuppen bleiben in Form, brechen nicht und kleben nicht zusammen. Nur das Dröseln zieht sich schon etwas, aber nach einem Nachmittag hatte ich dann aber auch ein Pfund maßstäbliches, sattgrünes Laub beisammen. Die einzigen Ausgaben waren 4,69 Euro für eine Dose Acrylspray von Boesner.

Die Belaubung des Rohlings war Neuland für mich. Laub aus Birkenschuppen ist zwar auch kommerziell erhältlich, aber ich habe keinerlei Berichte gefunden, wie sich jemand damit (oder mit anderem maßstäblichem Laub) an richtigen Bäumen versucht hat. Sprühkleber hatte bei meinem Testbaum zwar funktioniert, war aber nicht sonderlich haltbar. Im Stummiforum wurde mir Klarlack und verdünntes Latexbindemittel im Zerstäuber empfohlen, beides war im Versuch leider völlig ungeeignet. Letztlich habe ich dann einfach unverdünnten Holzleim verwendet, den ich mit dem Pinsel aufgetragen habe. Das hält dann bombenfest. Glücklicherweise habe beim Bau des Rohlings genug feine Verästelungen gedreht, mit denen ich arbeiten konnte. Ich habe dann nur noch einige Fasern an den Drahtenden aufgebracht. Das Ergebnis passt ganz gut bei Eichen, wo die Blätter sehr kompakt und nah an den Ästen wachsen. Für luftigere, gleichmäßige Kronen wie etwa bei Linden müsste ich da wohl etwas anders vorgehen.

Ein Bild des (fast) fertigen Baumes:


Der Baum ist etwa 85cm hoch und wiegt 2kg. Wie man im Vergleich mit der Figur sieht, ist das zwar realistisch, aber noch nicht außergewöhnlich groß für eine alte Eiche. Ich bin da allerdings zum ersten Mal an technische Grenzen gestoßen: Wäre der Baum noch etwas breiter, ginge er nicht mehr durch die Dachbodenluke. Auch das Halten des Baumes in allen möglichen und unmöglichen Positionen beim Belauben war aufgrund des Gewichts und der Hebelwirkung eine ziemliche Kraftanstrengung. Auf dem Bild erkennt man noch einige ganz dünne, hochstrebende Äste. Das sollen junge Triebe werden, die noch nicht belaubt sind.

Auf Fotos kommt das nicht so herüber, aber durch die transparenten Äste wirkt die Krone sehr plastisch und man sieht je nach Blickwinkel sehr unterschiedliche Silhouetten:


Ein Bild der Unterseite in natürlichem Licht:


Das Astwerk im Detail:

Man sieht natürlich, dass die Blätter keine Eichenform haben und deren Ausrichtung zufällig ist, aber insgesamt finde ich, dass das Laub auch näherer Betrachtung ganz gut standhält. Volker war da ja etwas skeptisch, allerdings bin ich vom Photorealismus seiner Arbeiten – bei der Nah- wie Fernwirkung – offensichtlich noch ein ganzes Stück entfernt. Das ist natürlich der ultimative Test für den Baumbau: Könnte ich einen Baum neben eines von Volkers Dioramen stellen, ohne dass die Illusion sofort mit einem Knall in sich zusammenbricht? Naja, vielleicht in einer späteren Iteration; die Methode halte ich für vielversprechend, aber natürlich habe ich beim Bau einiges gelernt, was ich beim nächsten Mal anders machen würde.

Und zum Schluss noch ein Bild der Eiche während des Sonnenuntergangs:
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T 20
Buntbahner
Buntbahner


Anmeldungsdatum: 20.01.2009
Beiträge: 4139
Wohnort: Baden Baden

BeitragVerfasst am: 12.10.19 17:07    Titel: Re: Maßstäbliche Bäume Antworten mit Zitat

..eine sehr mühsame ,aber lohnende Arbeit
allein schon die Größe ist sehr beeindruckend !
Jetzt bin ich auf die Birke gespannt
belaubte Grüße
Tobias

_________________
Seit 2002 (wieder ) Modellbahner,Interesse vor allen am Echt Dampf.
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teppichbahn
Buntbahner


Anmeldungsdatum: 04.06.2019
Beiträge: 77

BeitragVerfasst am: 13.10.19 18:19    Titel: Re: Maßstäbliche Bäume Antworten mit Zitat

Hallo Tobias,

lustig, dass du gerade fragst, die Birke habe ich gestern gerade belaubt. Leider nur mit Noch-Laub, eine bessere Lösung ist mir immer noch nicht eingefallen. Das Laub habe ich so grob gesiebt wie möglich, aber das ist natürlich immer noch etwas zu klein. Dafür habe ich zum Belauben habe nur Sprühkleber und Klarlack verwendet, die Belaubung kann ich also problemlos wieder ersetzen, sollte mir doch noch etwas Geeigneteres über den Weg laufen.

Vor dem Belauben habe ich noch überall feine Drähte angebracht, um die längeren Hängeäste nachzubilden und das Astwerk zu verdichten. Danach habe ich zwei Runden 12mm-Fasern aufgeschossen. Ich wollte keine ganz hängende Birke nachahmen, deswegen habe ich nur die erste Runde Fasern etwas mit dem Fön nach unten ausgerichtet. Der Gesamteindruck wird so etwas buschiger.

Nach der Plackerei beim Belauben der Eiche war die Birke eine Wohltat, nach einer Viertelstunde war das Laub dran:


Draußen bei bedecktem Himmel. die Birke müsste in etwa 85 cm hoch sein, aber ich habe noch nicht genau gemessen:


Mit den Blättern kann ich erst mal leben, aber etwas größer wäre natürlich schöner:
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T 20
Buntbahner
Buntbahner


Anmeldungsdatum: 20.01.2009
Beiträge: 4139
Wohnort: Baden Baden

BeitragVerfasst am: 20.10.19 16:10    Titel: Re: Maßstäbliche Bäume Antworten mit Zitat

Hallo,

schöne Bilder. Dein Geäst finde ich besser gelungen als meines beim Birkenbau.
Auch die Rindenzeichnung finde ich super.
Die Belaubung finde ich zwar auch gut, aber die von mini natur finde ich noch
ein wenig besser.Die Laubgröße finde ich gar nicht zu klein, aber irgendwas
ist bei mini natur besser, ich kann nicht mal sagen was.
Das ist allerdings Jammern auf hohem Niveau.
Die Birke hebt sich von anderen Werken deutlich ab.
Es gibt ,seit ich dem Forum beigetreten bin nur einen, der meiner Meinung nach
eine Birke im Charakter zu fast 100 Prozent getroffen hat, daß ist unser Botanikus.
Es ist eben keine einfache Sache.Von daher bin ich von Deiner Birke sehr angetan.
Ich denke, da kommt halt auch noch der persönliche Geschmack mit hinzu.
hutziehende Grüße
Tobias

_________________
Seit 2002 (wieder ) Modellbahner,Interesse vor allen am Echt Dampf.
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teppichbahn
Buntbahner


Anmeldungsdatum: 04.06.2019
Beiträge: 77

BeitragVerfasst am: 06.05.20 15:29    Titel: Re: Maßstäbliche Bäume Antworten mit Zitat

Hallo,

ich wollte noch etwas von meinen Erfahrungen beim Baumbau in letzter Zeit berichten. Viel war Ausprobieren, um auch bei Bäumen irgendwann mal zu Ergebnissen zu kommen, die sich mit dem Modellbau in anderen Bereichen, den ihr hier so zeigt, messen können.

Zum Einen habe ich meine eigentlich schon vor einiger Zeit fertiggestellte Solitäreiche etwas nachverdichtet. Die Eiche war ja meiner erster großer Laubbaum und hat mich nicht so ganz überzeugt, besonders die Krone war mir einfach an vielen Stellen zu kahl und den Hauptästen fehlten abzweigende Äste. Sowas passiert halt, wenn man ohne Erfahrung einen Rohling zusammenpuzzelt. Also habe ich etwa drei Dutzend zusätzliche Äste angebracht und wieder mit lackierten Birkenschuppen belaubt. Bei der Befestigung musste ich mit der Rohrzange tief in die Krone, zum Glück hat der Baum das gut ausgehalten.

Nach der Verdichtung sieht die Eiche jetzt so aus:




Ich finde den nachverdichteten Baum zwar schöner als vorher, aber ob sich Birkenschuppen wirklich eignen, um bestimmtes Laub nachzubilden, dazu habe ich mir noch keine endgültige Meinung gebildet. Die Eiche stellt mich so jedenfalls noch nicht ganz zufrieden, der Eindruck ist insgesamt etwas weniger filigran als bei anderen Bäumen. Ich habe schon überlegt, ob das einfach an der Blattgröße liegt, also entweder die Schuppen zu groß sind oder aber die Sehgewohnheiten an viel zu kleinem H0-Laub oder gar Schaumstoffflocken trainiert sind.

Dazu habe ich mir zum Vergleich einen Eichenblattstanzer von Green Stuff World mit mittlerer Blattgröße gekauft. Obwohl die Größe für Spur 0 empfohlen wird, sind die Blätter in etwa so groß wie die Birkenschuppen. Einfach zu groß sind die Dinger also nicht. Man sollte sie nur nicht für Efeublätter verwenden, wie ich es schon häufiger gesehen habe; das wirkt allein durch die Blattgröße schon völlig unrealistisch.

Unabhängig von der Blattgröße und -textur sind mir noch drei Schwächen bei meiner Belaubung aufgefallen:

  • Die Orientierung der Blätter: Die Schuppen haben ja eine Form, die nahelegt, wo der Blattstiel sein sollte. Idealerweise sollten die Blätter auch dementsprechend ausgerichtet und nicht zufällig verteilt sein.
  • Die Lackierung: Ich habe mich bei der Farbe ziemlich genau an Stieleichenblättern im Frühsommer orientiert (Boesner Acryl Spray in Fern Green). Im Nachhinein hätte ich besser einen im Vergleich zur Natur leicht gedeckteren Ton verwenden sollen. Außerdem gab's immer noch einige kleine Stellen, an denen der Naturton durchschimmerte. Das sieht dann etwas nach angemaltem Papier aus und beeinträchtigt die Laubwirkung doch spürbar.
  • Die Befestigung an den Ästen: Ich konnte ja nur eingeschränkt Grasfasern einsetzen, um kleine Zweige nachzubilden, weil ich zur Befestigung nur mit unverdünntem Leim gearbeitet habe. Bei Eichen ist die Laubverteilung zwar auch in der Natur sehr kompakt, aber zu viele direkt am Ast klebende Blätter sind trotzdem nicht ideal, dadurch wirkt die Krone gleichzeitig kahl und etwas klobig.


Am ersten Punkt lässt natürlich nicht ernsthaft etwas ändern, selbst für Modellbauer an der Grenze zur Zwangsstörung. An den beiden anderen sollte sich noch etwas drehen lassen. Zum Beispiel würde ich heute viel mehr Astenden beim Rohling vorsehen. Außerdem könnte ich stabilere Materialien als Grasfasern für die kleinen Zweige verwenden, etwa Kokosfasern, und daran dann die Schuppen anbringen für einen luftigeren Gesamteindruck. Bei kleineren Bäumen habe ich ja mit Fasern und Sprühkleber gearbeitet, da ist auch der Naheindruck schon deutlich besser. Nur ist eben die Klebung auch deutlich weniger stabil, deswegen konnte ich das bei der Eiche so nicht umsetzen.

Bei der Lackierung der Blätter lässt sich sicher auch noch einiges verbessern. Ob das dann zusammen schon reicht, um Birkenschuppen (oder anderes maßstäbliche Laub, etwa selbst gestanzt) wirklich überzeugend aussehen zu lassen, muss sich zeigen. Einfach H0-Materialien zu verwenden, weil das irgendwie eingefahrene Sehgewohnheiten bedient, ist für mich jedenfalls keine Alternative. Dann dürfte ich mich auch nie wieder über LBG-Gummimodelle beschweren, da sind die Maße wenigstens nicht um einen Faktor 4 daneben.

Außerdem habe ich mich noch an ein einigen neuen Bäumen versucht, darunter ein kleiner Straßenbaum, zwei zerzauste Wetterfichten und eine Waldkiefer. Der Straßenbaum ist etwa 45cm hoch, die beiden Fichten 70cm und 95cm, die Kiefer 90cm.

So sahen die kleine Fichte, die Kiefer und der Laubbaum in einem ganz frühen Stadium aus, die Kiefer wurde unten später noch etwas gekürzt:


Der Kern des Laubbaums besteht wieder aus einigen Stückchen Holz, die ich verschraubt und verleimt habe. Sonst ist jetzt alles aus Metall, nicht mehr aus Holz wie bei meinen ersten Bäumen, Den Stamm von Fichten und Kiefer bilden jeweils eine 5mm-Gewindestange und darum ein 6mm-Messingrohr. Damit kann ich Schwertkämpfe machen, ohne dass sich etwas verbiegt oder gar bricht. Dafür wiegt alles etwas mehr und ich habe zusätzliche Kosten von etwa 2-3 Euro pro Baum.

Und so sahen die drei Drahtrohlinge fertig aus, nur richtig in Form gebogen sind die Zweige noch nicht:






Die beiden Fichten und und die Kiefer habe ich wie meine anderen Bäumen aus jeweils einem durchgehenden Draht gedreht und erst zum Schluß die Schlaufen aufgeschnitten. Bei der Gestaltung der Stämme bin ich besonders bei der Kiefer diesmal etwas systematischer vorgegangen, um den Übergang zwischen grober grauer Rinde unten und glatterem rot-braunem Stamm weiter oben besser nachzubilden. Nach Aufbringen der Rindenstruktur und der Bemalung sahen die drei Rohlinge so aus:



Danach folgte das endgültige In-Form-Biegen der Äste und das Aufbringen von Gasfasern als kleine Zweige. Weil in unserem Maßstab 12mm-Fasern schon recht kurz sind, um die Zweige nachzubilden, habe ich bei der Fichte noch feine Drähte an die Hauptäste geflochten und dann erst die Grasfasern aufgebracht. Bei der Kiefer habe ich letztlich alle Grasfasern wieder abgenommen und durch Kokosfasern ersetzt, das folgende Bild zeigt also nur einen Zwischenstand:


Laubbaum, Kiefer und kleine Wetterfichte nach der Belaubung bzw Benadelung:


Den Straßenbaum habe ich mit Heki-Realistic-Laub in Dunkelgrün versehen. Das Laub ist eine Neuheit von Heki und eigentlich viel zu groß für den H0-Markt. Das Ergebnis mal etwas größer:


Das neue Heki-Laub gefällt mir grundsätzlich gut. Es ist einfach zu verarbeiten, größer als alles lose Laub, was ich auf dem Massenmarkt kenne, und es macht einen sehr laubähnlichen Eindruck, viel besser als Noch-Laub. Die Blattgröße ist auch weitgehend einheitlich, Sieben und der damit einhergehende Schwund entfällt also. Allerdings sind die Blätter für die meisten Baumarten immer noch zu klein, der Baum sieht dadurch eher nach Spur 0 oder I als Spur II aus. Für Birken scheint mir das Laub aber ideal, die Größe stimmt, auch die Form passt da gut. Birkenblätter sind ja nicht ganz rund. Auch für diverse andere kleinblättrige Bäume und Sträucher ist damit endlich ein bezahlbares Produkt für größere Maßstäbe verfügbar. Ich kann euch nur empfehlen, es mal auszuprobieren.

Und noch die große Wetterfichte, die war bisher nicht zu sehen. Auch da habe ich viele feine Drähte an die Äste angebracht, um längere herabhängende Zweige darzustellen. Bei der eher spärlichen Benadelung habe ich mich wie schon bei der kleinen Schwester an schon ziemlich mitgenommenen Vorbildern wie etwa diesem Exemplar orientiert:








Die große Kiefer hatte ich ursprünglich mit Grasfasern und Fine-Turf benadelt. Bei Fichten habe ich damit gute Ergebnisse erzielt, aber bei Kiefern hat es mir nie richtig gefallen, weder in der Silhouette noch in der Nahansicht.

Im Stummiforum hat mir jemand den Tipp gegeben, die einzelnen Nadelbüschel richtig mit Fasern nachzubilden. Kiefernnadeln sind meiner Messung nach etwa 5-6cm lang, da passen in 1:22,5 2-3mm-Fasern genau. Als kleine Zweige habe ich statt vorher Grasfasern kleingeschnittene Kokosfasern mit Sekundenkleber angebracht, in Form geschnitten und darauf dann mit einem Borstenpinsel in mehreren Durchgängen kleine Tropfen Latex-Bindemittel aufgetupft und benadelt.

Das Benadeln ging ziemlich fix, allerdings erfordert die Methode einen elektrostatischen Begraser, ein Sieb reicht nicht mehr. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass der ganze Baum samt Fasern jetzt viel robuster ist. Grobes Anfassen, Zupfen und und Ziehen ist überall problemlos möglich (ist die erste Reaktion Aller Besucher bei meinen Bäumen, deswegen ist das relevant).

Und so sieht die Waldkiefer mit der neuen Benadelung aus, auch der Naheindruck ist jetzt viel realistischer:



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Marcel
Buntbahner
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Anmeldungsdatum: 01.03.2003
Beiträge: 2969
Wohnort: Hägglingen / Schweiz

BeitragVerfasst am: 06.05.20 16:07    Titel: Re: Maßstäbliche Bäume Antworten mit Zitat

Hallo teppichbahn

Besten Dank fürs Zeigen inkl. den entsprechenden Erklärungen.

Ich habe in dieser Baugrösse noch nie so tolle Bäume gesehen!
Deine Ergebnisse sind wirklich sehr beeindruckend!

Beste Grüsse Marcel

_________________
mein BUCH
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robby
Buntbahner
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Anmeldungsdatum: 29.05.2009
Beiträge: 312
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 06.05.20 17:40    Titel: Re: Maßstäbliche Bäume Antworten mit Zitat

Einfach stark und absolut geil👍
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Hydrostat
Buntbahner
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Anmeldungsdatum: 07.07.2012
Beiträge: 3947
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 06.05.20 17:41    Titel: Re: Maßstäbliche Bäume Antworten mit Zitat

Marcel hat folgendes geschrieben::

Ich habe in dieser Baugrösse noch nie so tolle Bäume gesehen!
Deine Ergebnisse sind wirklich sehr beeindruckend!


Dem schließe ich mich an.

_________________
I'll make it. If I have to fly the five feet like a birdie.
I'll fly it. I'll make it.

Quiet earth. It's a small world.
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eisenbahn-fleischer
Buntbahner
Buntbahner


Anmeldungsdatum: 17.03.2004
Beiträge: 350
Wohnort: Seifhennersdorf

BeitragVerfasst am: 06.05.20 18:26    Titel: Re: Maßstäbliche Bäume Antworten mit Zitat

Hallo Teppichbahner,
ich bin voll begeistert! Das sind Beiträge die ich mir im Forum wünsche - wirklich guter Modellbau und auch noch perfekt erklärt!
Ein dickes Lob von mir, die Bäume sind hervorragend.
Gruß an alle Mitleser
Wolfgang
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