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von Chamby nach les Avants

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Ikaros



Anmeldungsdatum: 07.05.2015
Beiträge: 9
Wohnort: Breezand , Niederlände

BeitragVerfasst am: 27.10.16 20:19    Titel: Re: von Chamby nach les Avants Antworten mit Zitat

Hallo Urs,

Und wirklich gut gelungen! Die Sandsteine sind passen auch sehr gut dazu!

_________________
Mit freundliche Grüsse,
André
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HSBahner
Buntbahner


Anmeldungsdatum: 09.10.2016
Beiträge: 80
Wohnort: Bayerische Rhön

BeitragVerfasst am: 27.10.16 22:15    Titel: Re: von Chamby nach les Avants Antworten mit Zitat

Hallo Urs,

das Tunnelportal ist Dir sehr gut gelungen! Es sieht wirklich sehr realistisch aus. gut
Hast Du eventuell auch ein paar Fotos von der Herstellung? Es wäre auch sehr interessant, wenn Du kurz beschreiben könntest, wie Du bei der Fertigung nun vorgegangen bist.
Dadurch, dass die Mauern sehr dünn sind, wirkt das Portal noch etwas zerbrechlich. Ich nehme an, dass Du es beim Einbau noch mit Beton hinterfüllen wirst, damit es stabiler wird, oder?

Viele Grüße

Christian

_________________
HSB - alpin interpretiert
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MOB
Buntbahner
Buntbahner


Anmeldungsdatum: 10.09.2013
Beiträge: 143
Wohnort: Berner Oberland

BeitragVerfasst am: 15.05.18 22:42    Titel: Re: von Chamby nach les Avants Antworten mit Zitat

Guten Abend miteinander
es ist lange nicht viel passiert in meinem Garten. Im letzten Jahr musste ich meine Prioritäten unerwartet anders setzen, und da wurde die Bahn eben ganz weit hinten eingereiht. Noch vor dem Wintereinbruch habe ich immerhin die groben Geländeanpassungen abschliessen können. Dazu wurden 4,5t Steinplatten aus dem Steinbruch geholt und der grösste Teil davon auch schon da hingestellt, wo es sein soll. Es wird aber noch eine Fuhre à ca. 1,5t Steine brauchen... Die Steine sind übrigens Ausbruchmaterial aus dem Lötschberg-Basistunnel. (Ich habe diese aber nicht wegen dem Lötschberg gewählt, sondern weil dieser Steinbruch als einziger in der Region Steinplatten anbietet)

Nun habe ich am letzten Wochenende endlich wieder ein paar Meter Geleise durch die Kirschbaumschlucht verlegt.
Kirschbaumschlucht (MOB)


Und auch das schon lange fertiggestellte erste Tunnelportal ist gestellt und eingegossen:

Portal unterer Kirschbaumtunnel (MOB)


Wenn es dann rundherum noch bepflanzt ist, wird das gleich noch etwas besser aussehen. Übrigens habe ich letztes Jahr versuchsweise an zwei Stellen Thymian und Sternmoos gepflanzt. Der Thymian hat sich als robust erwiesen, das Sternmoos benötigt offenbar etwas mehr Zuwendung... Ich werde noch das kahle Bruchkraut testen.

Nun folgt die lange fällige Beschreibung zum Bau der Tunnelröhre, die an das Portal anschliesst. Bilder folgen, es sind ja noch einige Portale zu Bauen, denke aber die Beschreibung wird verständlich, schliesslich ist das eher simple Arbeit Sehr glücklich

Der Bau der Mauern aus (Natur-) Bruchsteinen ist weiter vorne beschrieben, ich gehe hier nicht näher darauf ein. Ein zweites Portal vollständig aus Sandsteinquadern ist zu 90% fertiggestellt, diese Mauern stellen auch kein Problem dar - ausser dass es eben auch seine Zeit braucht. Bilder dazu gibt's weiter vorne vom Bau meiner Bücke, oder beim Hersteller der Sandsteinquader.
Ich hatte eine Idee wie ich die Mauern aus Natursteinen (so wie im Bild oben) einfacher erstellen kann. Werde das testen und dann vorstellen - vielleicht diesmal mit weniger Pause dazwischen).

Die ersten 20 bis 25 cm der Tunnels will ich ausgemauert haben. Da ich aber viele Portale bauen "muss", kam "echtes" Mauern nicht in frage. Auch das Erstellen einer Form für den Betonguss schien mir zu aufwändig, zudem hätte ich die Röhre so wohl aus zwei Teilen herstellen müssen.
Ich habe dann bei Joker in Rügen Bruchsteinmauer-Matten bestellt. Die lassen sich recht gut bearbeiten, eine gute Schere und ein Teppichmesser reichen schon.
Diese Matten habe ich um einen Kern aus Styropor gelegt, mit Klebeband fixiert und aussen (also auf der Rückseite der Matte) eine ca. 1cm dicke Schicht Fliesenkleber aufgetragen. Nach dem austrocknen habe ich weitere 1 bis 2 Schichten Fliesenkleber aufgetragen, damit das ganze etwas stabiler wird.
Den Fliesenkleber habe ich aber nicht ganz bis zum Rand aufgetragen, ein paar mm von der Matte habe ich freigelassen, damit die Röhre besser an das Portal angepasst werden kann. Wenn der Fliesenkleber trocken ist, ist die Röhre recht stabil aber beweglich genug damit sie etwas gespreizt und der Kern gut entnommen werden kann.
Nachdem das eine Ende der Röhre an das Tunnelportal angepasst war - natürlich unter Berücksichtigung der Neigung der Portalwand und der Steigung der Strecke am Einbauort - konnten Portal und Röhre zusammengefügt werden. Ich habe da wieder reichlich Fliesenkleber verwendet.

Man kann für die Röhre auch gut Reste oder Abschnitte der Matten zusammen fügen (bei gebogener Röhre muss man das sogar). Die Übergänge der Abschnitte lassen sich danach mit Mörtel gut modellieren.

Für das setzen des Portals habe ich mir zwei Lehren aus Styropor ausgeschnitten, die drücke ich in beide Enden der Tunnelröhre und Stelle das Portal so auf die fertig verlegten Geleise. Wenn alles ausgerichtet ist, wird mit Beton fixiert und ausgegossen. Ich giesse zunächst nur etwa bis zur halben Höhe der Röhre, und fülle erst ganz aus, nachdem diese erste Füllung schon etwas ausgehärtet ist. Zusätzlich habe ich ein Drahtgitter als Armierung eingegossen.

Wie oben geschrieben, Bilder folgen, wenn ich das nächste Portal gesetzt habe.

Beste Grüsse
Urs
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MOB
Buntbahner
Buntbahner


Anmeldungsdatum: 10.09.2013
Beiträge: 143
Wohnort: Berner Oberland

BeitragVerfasst am: 17.05.18 23:06    Titel: Re: von Chamby nach les Avants Antworten mit Zitat

Hallo zusammen
Im letzten Beitrag hatte ich eine Idee angesprochen, wie ich die Natursteinmauer rationeller herstellen kann. Ich habe das gestern Abend dann noch ausprobieren müssen... Das (Zwischen-)Ergebnis ist gar nicht so schlecht, aber vor allem: Das Mauerstück ist in weniger als einer Stunde Arbeit entstanden Razz Ich werde diesen Ansatz also weiterverfolgen.

Das Vorgehen ist einfach:
Umrisse der Mauer spiegelverkehrt auf ein Holzbrett zeichnen, mit Frischhaltefolie abdecken. Mit Holzleisten, die ebenfalls mit Folie umwickelt sind, aussen an den Umrissen einen Rahmen erstellen:

Rahmen Mauer (MOB)


Diesen Rahmen mit Steinen füllen. Hier darauf achten, dass die Seite des Steines, die sichtbar sein soll nach unten zeigt und die Steine so ausgerichtet sind, dass es am Ende auch wirklich wie eine stabile Mauer aussehen wird. Ganz wichtig: Es dürfen möglichst keine Lücken zwischen den Steinen sein... liest sich einfacher als es ist. Das ist der Arbeitsschritt, der am längsten dauert.

Rahmen gefüllt (MOB)


Rahmen gefüllt Detail (MOB)


Jetzt ein Netz aus Kunststoff passend zur Form der Mauer zuschneiden, und die "Vorderseite" mit Fliesenkleber bestreichen. Den Kleber etwa 5mm dick auftragen. Das Netz ist ein Insektenschutznetz. Der Fliesenkleber darf nicht zu nass angerührt werden, er darf unter keinen Umständen tropfen oder fliessen.

Netz mit Kleber bestrichen (MOB)


Nun das Netz hochheben, umdrehen und sorgfältig auf den Rahmen mit den Steinen legen. Zu zweit würde das sicher besser von der Hand gehen als alleine...
Ganz vorsichtig das Netz und den Kleber an die Steine drücken und den Fliesenkleber der durch die Maschen quillt verstreichen. Da wo das Netz über den Rahmen reicht einfach nach innen falten, sachte andrücken und den Kleber verstreichen. Das sieht dann so aus:

Netz und Kleber im Rahmen (MOB)


Nun warten, den Kleber ziehen lassen. Wenn das ganze fest, aber noch nicht hart ist, die Holzleisten vorsichtig entfernen. Man bemerkt beim Entfernen des Rahmens sehr gut, ob der Zeitpunkt passt. Ist der Kleber noch zu weich, besser nochmals Pause machen.
Vorsichtig die Mauer umdrehen - deshalb die Folie Schlaumeier

Mauer unbearbeitet (MOB)


Unschwer an den Wülsten zu erkennen: der Kleber war etwas zu nass und stellenweise zu dick aufgetragen oder zu fest angedrückt worden. Da der Kleber aber noch nicht hart ist, kann dies jetzt mit einem spitzen Gegenstand und unterschiedlich harten Bürsten noch leicht korrigiert werden:

Mauer grob gereinigt (MOB)


Nun lasse ich die Mauer ein paar Tage aushärten, dann werden die Fugen nachbearbeitet, damit das dann auch anständig ausschaut.

Das ganze hat wirklich gut funktioniert. Das schwierigste ist das "Ausrichten" der Steine, aber mit etwas Übung, wird das wohl auch besser werden...
Ach ja: Habe eben bemerkt, dass die Bilder jeweils um 90 Grad verdreht sind. Das Mauerstück ist schmal und hoch, sonst würde die Ausrichtung der Steine nicht passen...

Beste Grüsse
Urs
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MOB
Buntbahner
Buntbahner


Anmeldungsdatum: 10.09.2013
Beiträge: 143
Wohnort: Berner Oberland

BeitragVerfasst am: 17.05.18 23:18    Titel: Re: von Chamby nach les Avants Antworten mit Zitat

kleiner Nachtrag:
wenn die Mauer umgedreht ist und gereinigt wird, unbedingt auf einer weichen aber dünnen Unterlage arbeiten. Da die Rückseite uneben und der Kleber noch weich sind, besteht die Gefahr dass die Mauer bricht Bitte nicht
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Kellerbahner
Buntbahner
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Anmeldungsdatum: 23.10.2005
Beiträge: 9473
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 21.05.18 11:59    Titel: Re: von Chamby nach les Avants Antworten mit Zitat

Hallo Urs,

schön das es bei Dir modellbahnerisch wieder weiter geht Sehr glücklich .

Und … imposant Ausruf (auch die bewegten Massen).

Die Bewegungen der zahlreichen kleinen Massen zur Bildung von Stützmauern hast Du uns ja sehr anschaulich gezeigt.

Eine alternative Methode die an das Legen von Mosaiken erinnert.


Und mich an meinen Stützmauerbau damals

http://www.buntbahn.de/modellbau/viewtopic.php?t=6012&postdays=0&postorder=asc&start=70

und die Herstellung der ´Steine´ dafür:





Weiterhin fiel Freude und Geduld am bzw. beim Mauern Steinigung wünscht Dir der

Kellerbahner

_________________
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