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Quiet earth

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Hydrostat
Buntbahner
Buntbahner


Anmeldungsdatum: 07.07.2012
Beiträge: 4543
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 28.10.12 21:33    Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank, Horst W. Bauer, Botanikus und dolfan96, für Eure netten Worte.

Regalbahner hat folgendes geschrieben::
Hallo Volker,

danke für den Bogen Ausruf
Werde ich demnächst, wenn die Bastelsaison auch bei
mir wieder los geht, ausprobieren Sehr glücklich

Viele Grüße
Christoph

Gerne, Christoph - ich bin auf Deine Ergebnisse gespannt. Aber dazu hättest Du ihn doch nicht 100mal runterladen müssen Sehr glücklich .

Horst W. Bauer hat folgendes geschrieben::
(Zum Thema "Verarbeiten von Papieren, Kartons und ähnlichen Materialen") Ich habe deinen Beitrag ausnahmsweise mal allgemein beantwortet und hoffe, dass ich dem einen oder anderen damit helfen konnte.

Ganz bestimmt, Horst! Eine Frage habe ich aber dazu: Das Gegenkaschieren bei Sperrholz erfolgt dann in der gleichen Laufrichtung oder ebenfalls um 90° gedreht?

Leider konnte ich Deine Tipps nicht oder nur bedingt anwenden. Ich hatte schlicht nicht den Platz zum Gegenkaschieren mit dem gleichen Material, da die Fensterlaibungen teilweise H7/j6-Passungen hatten ...

Aber rufen wir uns noch mal in Erinnerung, worum es geht: Das erhöhte Erdgeschoss (mir fehlt der Fachausdruck) soll ja das Zeichenbüro der Maschinenfabrik beherbergen und dazu eine nicht zu mondäne Innenausstattung mit Tapete und Linoleum erhalten.

Vor einiger Zeit machte mir Frithjof (fspg2) den Vorschlag, die Laibungen mit Sekundenkleber vorzubehandeln. Dadurch könnte das Ganze an den kritischen Stellen immerhin so stabil und bedingt wasserabweisend werden, dass auch etwas Nacharbeit beim Einleimen möglich sein sollte. Das Papier habe ich beim Tränken mit dem Sekundenkleber an einem Eisenstück angeschlagen, um rechte Winkel zu erhalten.





Also anschließend mutig einseitig mit ganz leicht verdünntem Weißleim eingestrichen, eingepasst und - wie zu erwarten - mit dem einsetzenden Wellenschlag gekämpft. Da ja nichts zu verlieren war, habe ich jetzt schlicht die Sichtseite mit stark verdünntem Weißleim eingestrichen, bis sich das Ganze tatsächlich wie eine Tapete angeschmiegt hat.

Das ging auch ganz gut, allerdings zeigen sich nun die schon weiter vorne mal angesprochenen Ungenauigkeiten, die die Tapete eben mit abbildet. Auch die Ecken sind nicht so geworden, wie ich es mir wünsche. Dort musste ich zusätzliche Winkel aufkleben, da es aufgrund des nicht exakt geraden Wandverlaufs unschöne Lücken gab. Die Inneneinrichtung in ein fertiges Gebäude zu applizieren, ist nicht so ganz einfach. Das werde ich beim nächsten Gebäude anders machen. Allerdings hinterlässt das Ponalwasser einen wunderbaren, leichten Glanz auf der Tapete, wie man ihn von früher* von der "Elefantenhaut" vielleicht noch kennt. (*Anm. der Redaktion: etwa das vorletzte Jahrzehnt des vergangenen Jahrtausends.)



Nachdem die Tapete an der Wand war, wurde schnell das Linoleum verlegt Augenrollen. Um es kurz zu machen: Sprühkleber und Hartschaum vertragen sich, wenn 1.) der Hartschaum einen deckenden und sperrenden Voranstrich mit Wandfarbe hat und 2.) der Sprühkleber nach Gebrauchsanweisung 2 Minuten abgelüftet hat. Haben Sie das verstanden? Naja, wenigstens hat der Lochfraß nur mittig stattgefunden und vor dem Durchbruch ins Untergeschoss ein Einsehen gehabt ...



Das obere Stockwerk sollte zur Auflockerung ein Vorzimmer und das Direktorenzimmer bekommen. Das Vorzimmer erhält die gleiche Ausstattung wie das Erdgeschoss.



Lediglich die Fensterbänke sind auf der Langseite des Gebäudes tiefer. Moment mal, hat da jemand bei den Brüstungshöhen unsauber gearbeitet? Ja. Dafür ist es ja ein Übungsmodul.



Und so sieht das Ganze dann erstmal aus.



Eine Zwischenwand (bei der ich Horsts Tipps dann ausgiebig und erfolgreich beherzigen konnte) trennt die Räume voneinander ab. Dieses Mal habe ich den ausgedruckten Linoleumboden vorab mit Sprühkleber auf eine dünne Resopalplatte (oder deren Schicht ...?) aufgeklebt und das dann wiederum mit Weißleim im Gebäude verklebt. Ach ja - Eine Deckenabschlussleiste und Fußbodenleisten fehlen auch nicht.



Und jetzt wird's gediegen. Bevor ich weitermache, mal ein kurzer Blick aus dem Fenster: Aha, Inversionswetterlage.



Und nochmal etwas näher ...



... und verdammt, wer putzt denn mal die Fenster? Stimmt, die Putzfrau ist ja bereits unterwegs.







Jetzt zum prosaischen Teil: Die Paneele sind aus Furnierreststücken geschnitten; der Discounter mit den 4 Buchstaben, deren erster zugleich auch der erste des Alphabets ist, hatte da vor ein paar Tagen bestens geeignetes Handwerksgerät zum nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch im Angebot.



Die Paneele habe ich bei den Seitenwänden auf Preßholz (ich meine das Material, das gerne für billige Schrankrückwände genommen wird) aufgeklebt, was mit Pressen während des Abbindens verzugfrei möglich ist.



Anschließend wird die Oberfläche mit 600er Schleifpapier geglättet. Das kann man noch deutlich weiter treiben, hierfür sollte es aber erstmal ausreichen.



Die Fensterfront ist als ein Teil entstanden, Dazu habe ich die Paneele auf ein quer zur Maserung liegendes Furnierstück aufgeleimt, was den Verzug fast vollständig verhindert hat. Anschließend konnte ich die Laibungen und die Fensterbänke einkleben. Holz hat gegenüber Papier den deutlichen Vorteil, dass sich sehr passgenau bei gleichzeitiger Stabilität und Nachkorrigierbarkeit (Feilen, Schleifen, Schnitzen) arbeiten lässt.



Sodann wurden die Paneele mit brauner Schuhcreme eingeschmiert und dann hieß es: Wichsen! Ja, das heißt so, verflucht nochmal.



Danach können die komplettierten Wandteile mit Weißleim eingefügt ...





... und einige Restarbeiten vor Ort durchgeführt werden.



So - jetzt noch den Teppich verlegen und die Teppichleisten montieren. Fertig.



Nächstes Mal steige ich Euch auf's Dach.

Tschüß,
Volker

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Zuletzt bearbeitet von Hydrostat am 31.10.12 10:31, insgesamt 3 Male bearbeitet
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HSBAchim
Buntbahner
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Anmeldungsdatum: 05.11.2010
Beiträge: 556
Wohnort: Meine

BeitragVerfasst am: 29.10.12 08:06    Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn Antworten mit Zitat

Hallo Volker,

das sieht sehr gut aus, was du da aus einfachen Materialien zauberst. Ich freue mich über eine Fortsetzung deines Berichts. ja

_________________
Viele Grüße

Achim
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Mattiacus
Buntbahner
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Anmeldungsdatum: 07.07.2004
Beiträge: 414
Wohnort: Hobbyraum

BeitragVerfasst am: 29.10.12 10:15    Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn Antworten mit Zitat

Hallo Volker,

das Gegenkaschieren erfolgt stets um 90 Grad gedreht, egal ob Sperrholz, MDF, Karton (wie z.B. 4G dick), Depron oder was sonst noch, ansonsten wölbt sich das verwendete Material (konvex). Es sei denn, man verwendet Sprühkleber oder andere Kleber (Pattex, UHU usw.), die nicht Wasser als Lösungsmittel verwenden.

Für alle Mitleser ein paar Links zum Thema Laufrichtung:
http://www.werken-online.de/laufrich.htm
http://dr13.de/kompendium/papier/laufrichtung/

Falls es für Dich interessant sein sollte: mittwochs und freitags nach 17.00 Uhr treffe ich immer «Modellbau-Kollegen» beim Feierabend-Kaffee bei Kamps im HIT (Hasengartenstrasse).


Höllische Grüße Grinseteufel
Horst

_________________
Viele Grüße
Mattiacus

Never let someone who has done nothing tell you how to do anything!
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Hydrostat
Buntbahner
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Anmeldungsdatum: 07.07.2012
Beiträge: 4543
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 30.10.12 10:33    Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

vielen Dank, HSBAchim, für Deine netten Worte! Es kommt m. E. eher weniger auf den Wert der verwendeten Materialien an; sie müssen sich halt lediglich für das, was man vorhat und mit den vorhandenen Möglichkeiten verarbeiten kann, eignen. Das ein oder andere Fazit zum Gebäudebau kommt dann auch heute schon.

Horst, Deine Links zum Thema Laufrichtung sind prima. Da ist alles sehr anschaulich erklärt. Ich habe zum Kaschieren Weißleim verwendet. Unverdünnt lässt er sich mit einem Spachtel gut gleichmäßig und in geringer Dicke verteilen; dann muss es allerdings schnell gehen.

Jetzt gibt's aber erstmal ein paar Bilder:












Die Unterkonstruktion des Daches besteht aus einer - Achtung: Holzfaserhartplatte. Das zuvor falsch verwendete Wort Preßholz (die Sache mit den Schrankrückwänden) können wir also vergessen. Das Gebäude erhält ein nur schwach geneigtes Blechdach. Die Winkel der schneidenden Dachflächen ergeben sich aus dem (gedachten) rechteckigen Grundriss des Gebäudes, auf dessen Schmalseite wir auf dem Modul schauen, sowie der Dachneigung. Mit etwas Schulgeometrie lässt sich das problemlos umsetzen. Man kann aber auch probieren, bis es passt. Die Unterkonstruktion wird mit Weißleim auf dem Styrodur montiert.





Jetzt geht es an die Blechverkleidung. Dazu fange ich mit der untersten Schicht an (da abfließendes Wasser ja immer über eine Stoßkante und nicht dagegen laufen soll) und arbeite mich von dort zur obersten Schicht vor. In meinem Fall ging es also mit den seitlichen Dachrinnen los, die hier als breite Kanäle ausgebildet sind. Die Fallrohre kämen auch beim Vorbild erst im nicht dargestellten Bereich und sind dort in Vertiefungen der Fassade "versteckt". Die Kanäle habe ich auf Fotopapier 240g/m² ausgedruckt, gefalzt und geschnitten. Der außen liegende Steg ist mit Sekundenkleber in sich verklebt. An den Ecken wurden zusätzliche Stoß- und Deckbleche verbaut.



Die Dachhaut ist auf die gleiche Weise entstanden; die Stege sind 2 mm hoch. Da sich das schlecht falzen lässt, habe ich beim Ausdruck zwischen den einzelnen Bahnen etwa 2cm Platz gelassen, so dass ich erst mit mehr als 1 cm falzen und dann auf die gewünschten 2 mm schneiden konnte. Die flächigen Teile sind mit leicht verdünntem Weißleim (an der Vorderkante mit schnelltrocknendem) verklebt. Die Ecken sind mit Sekundenkleber "versiegelt".





Die Trennkante besteht aus einem aufgedoppelten Papierstreifen. Etwaige Lücken zur Dachaut lassen sich einfach mit Weißleim verschließen.



Anschließend habe ich das ganze Dach mit einem Grundanstrich aus einer Mischung matter betongrauer Floquilfarbe, mattschwarzer, aluminiumglänzender und blauglänzender Revellfarbe satt gestrichen. Das Dach wird dadurch tatsächlich wasserdicht und letzte Fehlstellen lassen sich damit regelrecht verspachteln.



Da ich das Altern gerne mit Gouache (also Wasserfarbe) sehr nass in nass mache, ist die Wasserdichtheit wichtig, damit sich nichts wellt. Hier nur noch ansatzweise zu erkennen, dass das Wasser dabei auch manchmal fließt. An ganz wenigen Stellen kommen noch ein paar dezente Beschädigungen/Roststellen und -spuren dazu. Fertig.



Ich hatte ja eingangs von ein paar Schlußfolgerungen gesprochen: Das Hartschaummaterial eignet sich hervorragend für den schichtweisen Aufbau eines Gebäudes. Es lässt sich aber mit dem Cutter insbesondere bei dickeren Platten nur schwer exakt senkrecht, gerade und fransenfrei schneiden. Da wäre eine Bandsäge oder eine Tischkreissäge sicher hilfreich. Ein Problem bleibt die Empfindlichkeit vorspringender Ecken und Kanten, bei denen die Farbe leicht abbricht. Das ist mir mehrfach passiert, da ich das Gebäude für die Inneneinrichtung legen musste. Leider gelingt die Korrektur solcher Fehlstellen am bereits gealterten Objekt selten so, dass man davon nichts sieht. An exponierten Stellen würde ich künftig eher auf Holzleisten zurückgreifen.

Nicht zu unterschätzen sind auch die Abweichungen in der Materialstärke der Dämmplatten aus dem Baumarkt, was sich beim "Stückeln" sehr unangenehm bemerkbar macht.

Die Innenausstattung sollte man tunlichst vor der Montage der Wände einbringen. Das ist am fertigen Objekt nämlich kein echtes Vergnügen.

Bei der Dachaut habe ich lange überlegt, ob ich sie nicht direkt unter Verwendung von Fotos echter Blechdächer fertig eingefärbt ausdrucke. Dagegen spricht aber u. a., dass sich die Farben doch recht schnell - und nicht kontrollierbar - verändern und nachträgliche Bearbeitungsspuren (Falzen, Schnittkanten) sich sehr schlecht tarnen lassen. Das absolut glatte und von der Oberfläche her metallähnliche Fotopapier hätte sich mit Airbrush sicher besser grundieren lassen und dabei seinen Charakter eher behalten.

Schönen Gruß
Volker

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Zuletzt bearbeitet von Hydrostat am 31.10.12 10:34, insgesamt 3 Male bearbeitet
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T 20
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Anmeldungsdatum: 20.01.2009
Beiträge: 4314
Wohnort: Baden Baden

BeitragVerfasst am: 30.10.12 12:19    Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn Antworten mit Zitat

Schön Volker,wie Du aus einfachen Materialien große Realität erzeugst !
Da schaut man gerne weiter zu,
Grüße
Tobias

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Z gestellt
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fspg2
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Anmeldungsdatum: 08.03.2007
Beiträge: 5888
Wohnort: in der Nähe von Braunschweig

BeitragVerfasst am: 31.10.12 20:52    Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn Antworten mit Zitat

Moin Volker,

...von wegen "Übungsmodul" Frage Ausruf

Ich finde den Titel ja fast schon "frech" Winke Grins

Du gehts doch einen tollen Weg:

1.) im Vorfeld überlegen,
2.) dann ausprobieren... um daraus zu lernen und
3.) es beim nächsten Mal vielleicht anders (oder auch besser) zu machen!

Du machst damit sicherlich so manchem Leser Mut, es selber zu probieren, zumal es ja doch relativ einfach zu bearbeitende Materialien sind und man keine Fräse braucht Winke

Für das Blechdach hätte ich noch ein Alternative. Bei Modulor hatte ich mir vor einiger Zeit eine schwarz eingefärbte feste Alufolie besorgt, die sicherlich gut geeignet wäre, die Illusion des Blechdaches zu erzeugen.

_________________
Viele Grüße
Frithjof
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Hydrostat
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Anmeldungsdatum: 07.07.2012
Beiträge: 4543
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 01.11.12 14:05    Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

vielen Dank, Tobias und Frithjof, für Eure freundlichen Worte! Der Künstler lebt ja vom Applaus Augenrollen .

Frithjof, der Tipp mit der Folie ist interessant. das werde ich gelegentlich mal bei etwas anderem ausprobieren. Mich stören nämlich bereits die sichtbaren Pinselspuren. Evtl. gehe ich nochmal mit feinem Schleifpapier drüber. Das ist immer so ein Balanceakt: Zu stark verdünnt weicht evtl. die Kunststoffschicht des Fotokartons auf, unverdünnt neigt die Farbe zu schnellem Trocknen und sichtbaren Pinselspuren - und erneutes Streichen löst die noch nicht ausgehärtete Schicht wieder an. Ich mache demnächst bei gutem Wetter nochmal ein paar Bilder; leider sind insbesondere die Detailaufnahmen im letzten Beitrag schlecht ausgeleuchtet und fokussiert.

Schönen Gruß
Volker

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fspg2
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Anmeldungsdatum: 08.03.2007
Beiträge: 5888
Wohnort: in der Nähe von Braunschweig

BeitragVerfasst am: 01.11.12 14:28    Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn Antworten mit Zitat

Hallo Volker,

...nur Applaus, wird auch schnell langweilig Ausruf Winke

Eine gesunde Mischung macht mehr her. So lese ich am liebsten Beiträge, bei den ich die einzelnen Schritte mitbekomme.
Also bitte die nächsten Steps weiter so ausführlich, wie bisher. Ich werde sie nicht nur lesen Winke

_________________
Viele Grüße
Frithjof
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Hydrostat
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Anmeldungsdatum: 07.07.2012
Beiträge: 4543
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 09.11.12 13:15    Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

wie auf der Ansicht bereits zu sehen war, fehlt der Fassade u.a. noch der Schriftzug.



Den ursprünglichen Plan, die Schrift aus Papier auszuschneiden, habe ich schnell verworfen. Manuell wird das nichts - Ungenauigkeiten und unsaubere Schnittkanten fallen bei Schriftzeichen sofort und sehr unangenehm auf, zumal das Vorbild auch aus Metall mit entsprechend glatten Kanten gewesen wäre. Ich habe daher dankbar Frithjofs Angebot angenommen, mir die Buchstaben aus Messing zu fräsen. Die einzelnen Entstehungsschritte von der Zeichnung bis zur Montage zeige ich hier.

Ich habe Frithjof eine Vektorgrafik der gewünschten Schrift geliefert, die er in Inventor importiert bzw. nachgezeichnet hat und daraus eine Fräsdatei erzeugt hat. Die 7 folgenden Bilder stammen von Frithjof - Danke, dass ich sie hier zeigen darf.



Die Buchstaben sollten mit einem Abstand zur Wand montiert werden, da im Original so Frostschäden vermieden werden. Also mussten die einzelnen Buchstaben jeweils 2-3 Stege erhalten, mit denen sich sowohl die eigentliche Montage als auch der Wandabstand realisieren lässt. Auf die hier noch erkennbaren zusätzlichen Distanzhülsen haben wir letzten Endes verzichtet, da Frithjof eine Idee zu einer einfacheren Lösung hatte.



Um die Buchstaben später am Gebäude exakt montieren zu können, kam noch eine Bohrlehre hinzu.



Dann ging es auf die Fräse.







Hier sieht man die mit Stiften verlötete und bereits brünierte Schrift mit der Bohrlehre.



Die Bohrlehre konnten wir dann mittig auf der Fassade ausrichten und die Löcher mit 1,5 und 1mm-Bohrern bohren. Das ist im Styrodur keine wirklich harte Arbeit und ging ganz ohne Fräse Sehr glücklich . Ein in die erste Bohrung eingesteckter Bohrer verhindert das unbeabsichtigte Verschieben während der weiteren Arbeit.



Um den Wandabstand zu realisieren, haben wir lediglich zwei Messingstreifen untergelegt, ...







... die man anschließend entnehmen konnte und einen gleichmäßigen Abstand aller Buchstaben hatte. Die Buchstaben sitzen auch ohne Kleber recht fest, ich habe aber sicherheitshalber von hinten noch Ponalwasser in die Bohrungen einziehen lassen.





Schönen Gruß
Volker

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Zuletzt bearbeitet von Hydrostat am 10.11.12 11:42, insgesamt ein Mal bearbeitet
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Helmut Schmidt
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Anmeldungsdatum: 24.02.2003
Beiträge: 3873
Wohnort: Barsinghausen

BeitragVerfasst am: 09.11.12 14:30    Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn Antworten mit Zitat

Hallo Volker und Frithjof,

erstklassige gemeinsame Lösung!

Das ist aus meiner Sicht schon lange kein Übungsmodul mehr, sondern Beispiel gebend.

_________________
Helmut Schmidt
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