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Anlagenbau & Zubehör - Feldbahnmodule mit Schiff


fspg2 - 29.06.07 13:32
Titel: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,
auf der Suche nach Bildern zum Thema Hafen, Sand, Ziegelei und Feldbahn stieß ich auf die folgende Seite im Internet:
Buchhorster Waldbahn.de
zu meiner Überraschung erkannte ich auf dem großen Bild die alte Hubbrücke der Lauenburger Ziegeleibahn.

Auf deren Gleisen befindet sich jetzt die Buchhorster Waldbahn
Der interaktive Streckenplan ließ alte Kindheitserinnerungen wieder wach werden.
Da ich selber meine Kindheit in Lauenburg/Elbe verbracht habe, konnte ich mich noch an Ausflüge am Kanal (Elbe-Lübeck-Kanal) erinnern.
So auch an diese alte Brücke, die leider in den 60ger Jahren abgerissen wurde.

In einem Fotoalbum fand ich glücklicherweise noch zwei Fotos von 1952 auf denen mein Vater vor der Brücke stand. Leider sind vom Hauptträger wichtige Teile verdeckt.

Hubbrücke_Ziegeleibahn_Lauenburg_1 (fspg2)



Hubbrücke_Ziegeleibahn_Lauenburg_2 (fspg2)



Da ich gerne Brücken baue, suche ich nun weitere Bilder, die noch mehr Details der Mechanik und Widerlager, der Gleise auf der Brücke, und ... und ... und ... zeigen. Vielleicht kann jemand von Euch weiterhelfen ... zufälligerweise liegen irgendwo in der Kiste von Vater, Großvater noch ein paar Schnappschüsse. Oder ihr kennt jemanden, der weiterhelfen könnte. Am liebsten sehe ich mir auch alte Zeichnungen an. Ich bin für jeden Tipp dankbar.

Ach ja, wofür soll die Brücke Verwendung finden?

Ich plane als mein erstes IIf-Thema etwas mit Wasser, Sandverladung und und Feldbahn.
Es reift immer mehr der Plan, wie die Module einmal aussehen sollen.
Die erste grobe Handskizze will ich hiermit vorstellen: Ein Kran lädt Sand aus einer Schute in einen Sandtrichter, unter dem die Feldbahn mit ihren Loren beladen wird. Die Bahn fährt den gefüllten Zug dann nach einer Steigung über die Brücke zu einer möglichen....? Noch offen!

erster Plan (fspg2)


Auf dem folgenden Bild bin ich 1961 mit meinem Vater und meiner kleinen Schwester in Lauenburg auf dem Lösch-und Ladeplatz (da wurden die Schiffe be- und entladen).
Sandtrichter (fspg2)


Was mir an diesem Bild wichtig ist, kann man leider nur klein rechts im Hintergrund erkennen: der alte Sandtrichter mit dem Ausleger der Kranes, der den Sand vom Schiff in den Trichter füllte. Auf meine Anfrage im Elbschiffahrtsmuseum Lauenburg, versprach ein freundlicher Herr, mir zwei Ansichten dieses Kranes zukommen zu lassen. Ich bin sehr gespannt, wie der Kran in Wirklichkeit aussah. Aus der Erinnerung bringe ich ihn nicht mehr zusammen - es ist schließlich schon etwas länger her.

Fortsetzung folgt!
Viele Grüße
Frithjof

Edit: links korrigiert.
Kai aus dem Keller - 01.07.07 23:06
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof
Deine Idee Feldbahn und Schiff zu kombinieren finde ich sehr schön! Da kann man jede Menge unterschiedliche Güter verladen (was meiner Meinung nach am meisten Spaß beim späteren Fahrbetrieb macht Sehr glücklich )
Ich selber bin bei der Buchhorster Waldbahn aktiv und weiß daher, dass es anscheinend nicht sehr viele Bilder der Brücke gibt..... Heulend
Die einzigen Bilder die ich kenne sind bei uns im Lokschuppen aufgehängt. Es sind nicht viele und die Brücke ist meist auch nur im Hintergrund zu sehen, aber wir sind froh, dass wir überhaupt welche haben.... Augenrollen
Wenn du wirklich noch Bilder findest würde das mich (und natürlich auch die anderen Buchhorster Waldbahner... Cool ) sehr interessieren!!
Falls du Zeit und Lust hast, komm doch einfach am 8. Juli zu uns nach Buchhorst, dann könnten wir uns in ruhe unterhalten, Feldbahn fahren und Bilder angucken... Sehr glücklich Winke

Schöne Grüße,
Kai
Helmut Schmidt - 02.07.07 00:11
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

auch ich finde das Thema Bahn und Schiff sehr interessant was sich ja auch in meiner Inselbahn widerspiegelt. Bei mir sind auch schon 2 Schiffe im Einsatz und das sollen nicht die letzten bleiben.

Solltest du Fragen haben jederzeit gern.
fspg2 - 02.07.07 11:44
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo, ich nutze mal schnell die Mittagspause.
@Kai
Ich glaube, in der früheren Zeit war das Interesse an alten Industrieanlagen, wie auch dieser Hubbrücke nicht gerade groß. Deshalb dürfen sie relativ selten auf Fotos auftauchen. Wenn doch , dann eben im Hintergrund.
Zum Sommerfahrtag am 8.7. versuche ich nach Buchhorst zu kommen. Bin schon lange nicht mehr in meiner alten Heimat gewesen.
Kannst Du mir sagen, ob der Brückenkopf beim Schleusenumbau auch abgerissen wurde.
Ich habe ihn schon einmal im CAD-Programm angefangen zu zeichnen. Das wird dann die Grundlage für das Aufkleben des Mauerwerks.
Bilder folgen, wenn ich wieder zuhause bin.

@Helmut
Schönen Dank, das dritte Schiff sollten wir uns mal zusammen näher ansehen! Deine e-mail mit dem Anhang finde ich richtig toll.

Ich war letzte Woche in Hamburg und durfte netterweise diesen alten Hafenkran von 1910 fotografieren.
So ähnlich soll die Verladeszene werden.


mögliches Vorbild (fspg2)



mögliches Vorbild_Hafenkran (fspg2)


Hafenkran_Laufwagen (fspg2)


Hafenkran mit Kaimauer (fspg2)


Fortsetzung folg!
Einen schönen Tag
Frithjof
Bremsklotz - 02.07.07 11:59
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo zusammen,

ich finde das Thema 'Verladung' sehr reizvoll. Nachdem ich aber in 22,5 schon nicht mit dem Platz für einen Lastkahn zurecht gekommen bin, und maßstäblich am besten noch ein Krabbenkutter gepaßt hätte (den ich nicht brauchen konnte) wollte ich die Schmalspurfähre 'Wittow' bauen, aber die hat trotz ihrer Zierlichkeit schon über einen Meter in der Länge.

Um welche 'Schiffe' geht es denn bei Euch ? Wie groß sind die denn, und von welchem Typ ? Ich kann mir das als Binnenländer nicht so recht vorstellen ...

Grüße
Hans-Peter
fspg2 - 02.07.07 12:16
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Hans-Peter,
zur Einstimmung habe ich mal ein paar Bilder aus dem Internet hochgeladen.

Schute mit Feldbahn (fspg2)
Bild vorrübergehend herausgenommen, da der URL-link aus urheberrechtlichen Gründen erst gesucht werden muss!


Hafenmotiv (fspg2)

http://drehscheibe-online.ist-im-web.de/forum/read.php?17,3281925,3281925


Schute mit Feldbahn (fspg2)
http://bildarchiv-hamburg.de/hamburg/strassen/admiral/011_14802_schute.jpg
Bild aus dem Internet

Beim Vorbild gab es die Schuten in den verschiedensten Längen. Ich werde mit dem Modell etwa 1 Meter lang sein.
Näheres auch bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Schute

Viele Grüße
Frithjof
Regalbahner - 02.07.07 12:24
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

deinen Beitrag verfolge ich mit großem Interesse,
denn ich plane für meine MPSB Ecke auch einen Hafen mit Binnenschiff und Kran.
Die Außmaße schrecken mich aber noch sehr. Ich habe mir mal einen
Kartonbausatz für ein Binnenschiff in HO bestellt und das wird so schon 60 cm lang Geschockt
Mal sehen, ob ich das als Anlehnung verwenden kann
und ich bin natürlich sehr gespannt, was du aus dem Thema machst.

Tschau Christoph
Helmut Schmidt - 02.07.07 12:36
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Hans-Peter,

ich persönlich habe im Moment einen Krabbenkutter und ein Fahrgastschiff sihe auch auf meiner Homepage.

Verladung ist aber auch bei mir ein Thema was ich noch umsetzen möchte.
Bislang haben meine Schiffe auber so die Länge von fast einem Meter und selbst bei einer Frachtschute wird das nicht viel anders werden.

Das Kürzeste Frachtschiff was ich kenne, ist die MS Malo von der es bei Modellbau Sievers in 1:25 einen Baukasten gibt. In 1:25 hat die MS Malo dann ca. 90 cm.

So ein richtiges Binnenschiff hat im Original dann doch beachtliche Abmessungen, die ins Modell umgesetzt, schon etliches an Platz erfordern.
Strippenbahner - 02.07.07 12:47
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

Deine Modulidee ist wirklich interessant. Wie Christoph schon anmerkte, wird das aber sicher viel Platz benötigen.

Es passt zwar nicht ganz aber ich hätte da noch zwei Fotos von einem Torfkahn:

Torfkahn in Wiesmoor (2003)




Gruss
Andreas
Bremsklotz - 02.07.07 13:44
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo in die Runde,

@Helmut: Dein Krabbenkutter ist ein phantastisches Modell ! Ich hätte nicht gedacht, daß man das so gut animieren kann. Er gefällt mir auch von der niedrigen Linienführung, denn viele der kurz bauenden Schiffen sind doch reichlich hoch und wirken irgendwie ungewohnt. Sehr gut !

@Frithjof: die historische S/W-Aufnahme mit der Feldbahn gefällt mir gut. Das Holzgerüst (wie's ausschaut) und die Feldbahn, dazu die kurze Schute ... Allerdings muß man wohl zur See auf einem Windjammer gefahren sein, daß man sich da hinauftraut ! Das ist ja abenteuerlich ...

Im 'Roloff' habe ich gelesen, daß die Loren von Arbeitern mit Stangen mit Haken vorne dran von der abgewandten Seite her entladen wurden. Kann da jemand etwas dazu sagen ? Wenn ich mir das hohe Gerüst so anschaue ...

@Andreas: Sehr stimmungsvolle Bilder ! Torfverladung wäre wohl das, was uns als Feldbahner in bescheidenem Umfeld am nächsten liegt. Na ja, die derzeit im Vorstadium zum Bau befindliche Anlage wird sicher nicht meine letzte sein (hoffe ich zumindest). Einen Hang zum Schiffsmodellbau hatte ich schon immer. Wenn ich vernünftige Unterlagen bekomme, wäre das was für mich !

Viele Grüße, hallo
Hans-Peter
derlux - 02.07.07 14:32
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo

Ich hatte bei meiner Torfbahn auch schon an so ein Modul gedacht.
Dazu sei dieser Link genannt: http://www.moduni.de/product_info.php/products_id/6023031

Im doppelten Maßstab evtl interessant für ein "Verlademodul" im Moor?
Bremsklotz - 02.07.07 14:57
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Marco,

der wäre ja mit 53 cm wirklich tragbar ! Allerdings ist da Phantasie gefragt, es sei denn, man hat Zugang zu nicht-öffentlichen Plänen oder kann zumindest im Schiffartsmuseum Bilder machen. Von den Bauplansammlungen, die man käuflich bekommt, kenne ich sowas nicht.

Die Frage wäre noch zu klären, ob der Abbau mit einer Torfbahn nicht größere Schiffe erfordert hat. Wenn man sich einerseits die großen Torfloren anschaut, und sich von denen einen ganzen Zug vorstellt, auf der anderern Seite dann die schmalen, kurzen Wasserfahrzeuge, das geht für mein Empfinden nicht zusammen.

Kann da jemand aus dem hohen Norden was dazu sagen ?

Gruß
Hans-Peter
Strippenbahner - 02.07.07 15:45
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Ihr Kapitäne Sehr glücklich ,

Bremsklotz hat folgendes geschrieben::
Die Frage wäre noch zu klären, ob der Abbau mit einer Torfbahn nicht größere Schiffe erfordert hat. Wenn man sich einerseits die großen Torfloren anschaut, und sich von denen einen ganzen Zug vorstellt, auf der anderern Seite dann die schmalen, kurzen Wasserfahrzeuge, das geht für mein Empfinden nicht zusammen.

HIER habe ich eine kurze Erklärung gefunden.

Gruss
Andreas
Regalbahner - 02.07.07 15:54
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Hans-Peter,

dazu muss ich als Südländer, der aber oft und gerne im Norden unterwegs ist sagen,
dass die größe der Kähne natürlich in erster Linie von der Größe des Wasserweges abhängig ist Winke

Ich habe selber als 16 Jähriger noch die Ziegelkähne auf der Havel erlebt,
als wir dort mit dem Paddelboot unterwegs waren. Die sahen zwar aus wie richtige
Binneschiffe, waren aber nur so groß wie die Schleusen also sagen wir mal so
40 Meter lang und 4 Meter breit.
Das wären aber immer noch ca. 1,70 m Länge im Modell Geschockt
(heute passen da gerade noch drei Charterkähne rein Heulend )
In engeren Flüssen oder Kanälchen gab es da natürlich noch viel kleinere Kähne.
So was kann man heute manchmal noch bei Flussmeistereien oder als
Ausflugsboote sehen.

Jedenfalls müssen wir entweder mit dem Maßstab schwindeln oder eine kleiner Schute basteln.

Den Torfkahn von Andreas finde ich schon mal Spitze. Dahinter noch ein kleiner
Schlepper wie der hier :
http://www.model-shop24.com/product_info.php?info=p2905_Holownik-Flisak-MM-8-65.html
Das dürfte dann schon passen.
Besser noch wäre ein kleiner Dampfschlepper Winke

@ Andreas , gibt es zu deinem Torfkahn Maße ?

Tschau Christoph
Regalbahner - 02.07.07 16:04
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo zuammen,

jetzt habe ich sogar noch zwei Bilder von so einem alten Kahn gefunden,
der aber liebevoll hergerichtet ist.

alter_Flusskahn (Regalbahner)


Flusskahn_unter_Segeln (Regalbahner)


Anhand des Steuermanns müsste man sich die Größe ja ungefähr ausrechnen können.

Tschau Christoph
Strippenbahner - 02.07.07 16:42
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin moin,
Regalbahner hat folgendes geschrieben::
@ Andreas , gibt es zu deinem Torfkahn Maße ?

zu diesem Kahn habe ich leider keine Maße. Ich habe nur die zwei bereits gezeigten Fotos, die ich im Sommer 2003 aufgenommen habe.

Da mich das Thema aber auch interessiert, habe ich mal weitergesucht und Folgendes beim Moormuseum Elisabethfeen gefunden: http://www.fehnmuseum.de/johanna.htm

Zitat: "Das Muttschiff hat eine Länge von 15,70 m und eine Breite von 3,60 m." - das wäre im Modell ca.70 x 160 mm.

Es wurde auch schon ein Modell gebaut: http://www.grundschule-friedrichsfehn.de/projekte/kuestenkanal/kanal/schiffe04.html

Von Aritec gibt es übrigends ein Torfboot in 1/87: http://www.moduni.de/picture/500/5/1/5/0/5150101a.jpg


Gruss
Andreas
Bremsklotz - 02.07.07 17:42
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Christoph,

die Kanalboote waren sehr schmal, und sind das in England auch heute noch. Sie mußten ja nicht nur nebeneinander in eine Schleuse passen, sondern auch aneinander vorbeifahren können. Allerdings wurden die auch nicht gesegelt, sondern getreidelt. Dazu gab es Pferde, bei wichtigen Transportwegen mit schweren Kähnen sogar kleine Dampflok. Das alles scheidet bei den Torfkähnen natürlich aus, weil nirgends ein befestigtes Ufer vorhanden ist.

Das soll aber niemanden davon abhalten, ein Stück Kanal zu bauen, einen geduldigen Kaltblüter auf einen ausgetretenen, schmalen Pfad zu stellen und seinen Führer dazu, und eines der besagten schmalen, langen Boote ...

Der Kahn von Artitec gefällt mir. Wenn ich mir den Laderaum so anschaue, für die Überladung von der Feldbahn, dann sehe ich ein bißchen schwarz. Schummeln mit dem Maßstab würde ich nicht, eher die übrige Szene dem Schiff anpassen. Dann halt keine Züge mit Loren, soweit das Auge reicht, sondern UKFbZ (Ultra-Kurz-Feldbahn-Züge). Wenn wir mit dem Maßstab schwindeln, wird der verfügbare Laderaum wieder so klein, wie bei einem kleineren Schiff in der Originalgröße. Vor allem kann man sich dann den Steuermann abschminken, sonst muß der im Knien ... und so weiter. Sehr glücklich

Grüße
Hans-Peter
Regalbahner - 02.07.07 19:53
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Na das verspricht ja ein interessanter Threat zu werden bin dafür
Bin wirklich gespannt was jeder einzelne daraus macht.
Für Freunde der englischen Sprache Winke habe ich hier noch was aus der
GnATTERbox zum Thema "Narrow boats".
Ein ewig langer Threat, wo es um alles Mögliche geht, am wenigsten um Eisenbahn Sehr glücklich
http://forum.gn15.info/viewtopic.php?t=2364&postdays=0&postorder=asc&start=90
Aber hier zeigt Ralph Brammer einige seiner Wunderwerke.
Vorsicht das hier anschauen braucht viel Zeit und hat riesiges Suchtportenzial ! ! !

Tschau Christoph
Feldbahnfreak - 02.07.07 19:55
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin zusammen,

ich habe noch diese Schute gefunden: http://www.fotocommunity.de/pc/pc/pcat/289131/display/8712976
Macht insgesamt einen recht kurzen Eindruck, also vieleicht das richtige zum nachbauen. Leider habe ich keine weiteren Bilder von ähnlichen Kähnen gefunden.

Viele Grüße
Lennart
Strippenbahner - 02.07.07 21:01
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,

bei George Turner Models gibt es neben anderen schönen Teilen auch Canal Bargues in verschiedenen Ausführungen.

Gruss
Andreas
david - 03.07.07 10:01
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

das gezeigte Papiermodell aus dem Schiffahrtsmuseum ist einem Vorbild aus dem Teufelsmoor bei Bremen, meiner Heimat, nachempfunden. Mit diesen Kähnen wurde der Brenntorf bis in die 60er Jahre über schmale Kanäle und den Fluss Hamme aus dem Moor nach Bremen transportiert. Heute sind wieder viele Torfkähne auf der Hamme unterwegs. Transportgut: Touristen. Der Torfkahn ist wieder Symbol für die ganze Region und überall anzutreffen.
Bei Interesse könnte ich ein Paar Vorbildfotos machen und historische Aufnahmen heraussuchen.
Ein Link: http://www.torfschiffe-ev.de/

Und zwei Bilder aus dem Netz:


Gruß
David
Bremsklotz - 03.07.07 10:48
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo David,

kannst Du etwas sagen über den Abbau im Zusammenhang mit diesen Torfbooten ? Ich meine, in welchem Maßstab und mit welchen Mitteln da abgebaut und zu den Booten transportiert wurde.

Ein schönes Bild übrigens ! Es gibt einen Eindruck von der schweren Arbeit, die mit der Torfgewinnung auf traditionelle Art verbunden war ...

Grüße
Hans-Peter
david - 04.07.07 09:49
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Hans-Peter,

der Torf wurde früher, zu Torfkahnzeiten, manuell abgestochen. Dabei entstanden ca. Schuhkarton große Stücke Brenntorf. Dieser wurde dann mit Handkarren oder Pferdefuhrwerken zu den Torfschiff-"Häfen" gebracht. Feldbahnen und maschineller Abbau kamen meines Wissens in unserer Region erst später. Anbei noch drei Bilder. Diese stammen aus dem Archiv eines geschätzten Kollegen.



Gruß
David
Bremsklotz - 04.07.07 10:08
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo David,

vielen Dank für die interessanten Bilder !

Es war sicher keine leichte Arbeit, die luftfeuchten Blöcke aus den Gruben zu holen und hoch auf dem Wagen aufzuschichten. Aber welche Arbeit auf dem Land und im Handwerk war früher nicht schwer ? Vielleicht bekommen wir bei Gelegenheit noch ein passendes Motiv für die Feldbahn, sonst müssen wir erfinden, wie's gewesen sein könnte ... Kleiner Abbau, wenig Leute, kleine Feldbahn (die irgendwo anders übrig war, sonst würde sich's ja nicht rentieren) und ein kleiner Kahn dazu ... Sehr glücklich

Grüße
Hans-Peter
fspg2 - 04.07.07 21:16
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,
hier ein kleiner Zwischenstand:
Bei meinem Hafenmodul mit Schiff http://www.buntbahn.de/fotos/showphoto.php?photo=39693&size=big&password=&sort=&thecat=7452 wird auf der linken Seite eine kleinere und eine größere Brücke gebaut (wenn irgend möglich, will ich die ehemalige Lauenburger Hubbrücke nachbilden, über die die Feldbahn von der Ziegelei zur Regelspurbahn fuhr).
Auf der Internetseite der Buchhortster Ziegeleibahn http://freenet-homepage.de/daniel-hoffmann/BWB/Buchhorster_Ziegeleibahn/Entdecke_die_alte_Trasse/Hubbruecke.html
fand ich drei Abbildungen des alten Brückenkopfes.
http://freenet-homepage.de/daniel-hoffmann/BWB/Buchhorster_Ziegeleibahn/Entdecke_die_alte_Trasse/Brueckenrest_1.JPG
http://freenet-homepage.de/daniel-hoffmann/BWB/Buchhorster_Ziegeleibahn/Entdecke_die_alte_Trasse/Brueckenrest_2.JPG
http://freenet-homepage.de/daniel-hoffmann/BWB/Buchhorster_Ziegeleibahn/Entdecke_die_alte_Trasse/Brueckenrest_3.JPG
Soweit ich auf den Bildern die Steine erkennen konnte, habe ich sie mit einem CAD-Programm nachgezeichnet oder logisch ergänzt. Einen Teil hoffe ich am Wochenende in Lauenburg zu sehen (falls der Brückenkopf noch steht).

Brückenkopf_3 (fspg2)

am Computer gezeichnet

für weitere Bilder bitte klicken:

http://www.buntbahn.de/fotos/showphoto.php?photo=39861&size=big&password=&sort=7&thecat=7452
http://www.buntbahn.de/fotos/showphoto.php?photo=39862&size=big&password=&sort=7&thecat=7452
http://www.buntbahn.de/fotos/showphoto.php?photo=39864&size=big&password=&sort=7&thecat=7452
http://www.buntbahn.de/fotos/showphoto.php?photo=39865&size=big&password=&sort=7&thecat=7452

Am Rechner habe ich die Maße für den inneren Holzkern, auf den die Steine aufgeklebt werden, ermittelt. Auf den Computerbildern sieht man lediglich die Anordnung der Steine.
Anschließend generierte ich mir ein 1:1-Strichzeichnung als Klebemuster für die Steine.


Was schätzt Ihr, wie viele Steine ich für den Brückenkopf benötigen werde?

Brückenkopf_6 (fspg2)

Brückenkopf_Klebemuster_vorne (verkleinert)

Hier habe ich noch eine schöne Seite mit herrlichen alten Aufnahmen von Schuten (auch wenn die meisten Fahrzeuge zum Nachbau zu groß sein werden):
http://www.lauritzen-hamburg.de/binnenschifffahrt_hamburg.html

Ein Schute, wie ich sie mir zum Nachbau vorstellen kann, habe ich hier gefunden:
http://www.gflk.de/schute/de/06schute/schute.php

Wer sich in Hamburg aufhält, hat hier Gelegenheit, sich alte Schuten anzuschauen:
http://www.museum-der-arbeit.de/Bilder/ponton.php

Fortsetzung folgt!
Einen schönen Abend
Frithjof
Lasterbastler - 09.07.07 16:45
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo zusammen,

ich habe da gerade eine schöne Umsetzung ins Modell gefunden:
http://draisinenl159.fotopic.net/p33981562.html

Viele Grüße
Jörg
Regalbahner - 09.07.07 17:02
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Jörg,

wunderschöner Link Ausruf

Da hab ich auch noch einen bzw. zwei :
http://www.nevardmedia5.fotopic.net/c112122.html

http://www.nevardmedia5.fotopic.net/p39641134.html

Tschau Christoph
theylmdl - 09.07.07 18:02
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo!

Das Schiffchen auf dem Link vom Regalbahner wird die Artitec-Tjalk sein. Wer bei Google nach "+Artitec +Tjalk" sucht, wird schnell fündig. Mit rund 1,08m Länge dürfte das Boot auch in 1:22,5 noch "überschaubar" sein.

Das H0-Modell ist übrigens ganz ausgezeichnet und als Vorlage für den Nachbau in 1:22,5 unbedingt empfehlenswert. Ich habe die rohen Resin-Teile schon gesehen, zuletzt auf der Eurospoor in Utrecht. Winfried Schmitz-Esser hat sein sensationelles Modell und dessen Bau vor vielen Jahren einmal ausführlich in HP1 vorgestellt.

[Nachtrag]
Da fällt mir doch gerade auf, dass ich auch schon mal ein Boot in 1:22,5 gebaut habe - mit rund 36cm Länge hübsch klein.



Das Legangelfischerboot "Manon", Standort Dagebüll und umgebaut von Besegelung auf Dieselmotor, hat natürlich viel zu viel Tiefgang, aber es muss ja auch - nicht zuletzt wegen des sehr schweren Lautsprechers - satte 1,3kg verdrängen. Auf dem Foto nicht zu sehen: Der Ausleger am Mast ist eine funktionsfähige Hebewinde mit Getriebe, Sperrklinken und allem pipapo - natürlich handbetrieben. Das Ausbringen und Einsammeln der Legangeln ist auch ein schweres Gefummel... Winke - aber ihre Bojen samt Fähnchen schwimmen wirklich und richtig.
[/Nachtrag]

Beste Grüße und Ahoi -
highmichl - 10.07.07 06:55
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Zusammen,

ich wußte gar nicht das hier so viele Fischköppe unter uns sind! Lachend Lachend

Der kleine Fischkutter gefällt mir sehr gut. In meinem Keller steht auch noch eine Graupner Tön, die auf Vollendung wartet.

Gruß Michl
Strippenbahner - 10.07.07 08:08
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin moin,

ich habe noch ein schönes Wasserlinienmodell eines Kutters gefunden. Das ist zwar kein Torfschiff aber trotzdem schön. Grins

Gruss
Andreas
derlux - 10.07.07 10:49
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Es könnte ja auch das Szenario geben das eine kleine Feldbahn die Fänge der Fischer in einem kleinen Hafen an der Nordseeküste(?) direkt vom Anleger zur örtlichen Fischfabrik transportiert.

Mal so ne Idee....
fspg2 - 28.07.07 17:25
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,
heute habe ich mir mal den Plan von der Lauenburger-Feldbahn-Hubbrücke auschnittsweise hochvergößert ausgedruckt. So kann ich einen ungefähren Größeneindruck für die zu bauenden Module gewinnen.

Stellprobe (fspg2)


Der gelbe Zollstock ist 1,2 Meter lang. Der Hubteil wir 1,11 Meter lang sein. Die Breite des angedeuteten Schleusentores (als Wasserabschluß) misst 53 cm.
Die Ausmaße gegenüber Spur0 muß ich mir so erst einmal vergegenwärtigen.
Helmut Schmidt - 28.07.07 17:33
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

ich hatte mir schon vorher die Originalabmessungen aus deinen Unterlagen umgerchnet und festgestellt das dein Thema sehr interessant ist aber auch Flächenfüllend.

Du solltest bei der Planung umbedingt berücksichtigen, dass die Teile noch transportabel beleiben und man doch noch einigermaßen zu erreichen sind.

Vom Thema her absolut Spitze.
fspg2 - 28.07.07 18:28
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Helmut,
meine 22 Spur0-Module (14,5m x (0,4m - 2,3m) waren auch recht mühsam zu transportieren. Ich brauchte immer einen Lieferwagen. Am Ende war sie stationär aufgebaut.
Beim meinen jetzigen Planungen komme ich auf ein L mit etwa 2,8m x 3,2m.
Mir ist schon bewußt, dass ich alles transportable machen will. Aber es werden schon ein paar Kistchen werden. Alleine um die Brückenteile, den Kran und Trichter sicher zu transportieren, werde ich mich Transportbehälter bauen.
... aber dazu später mehr. Jetzt kommt erst der erste Schritt.
fspg2 - 28.07.07 19:26
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Ach ja,
hier habe ich durch einen sehr freundlichen Kontakt beim Lauenburger Elbschiffahrtsmuseum http://www.elbschiffahrtsmuseum.de/
diese Bilder des alten Münzelkranes mit Trichter in Lauenburg bekommen, den ich für mein Modul nachbauen will.

Münzel-Kran_Lauenburg (Copyright W.Hinsch-LEA) (fspg2)

Aufnahme muß etwa Ende der 50ger Jahre des letzten Jahrhunderts entstanden sein

Münzel-Kran_Lauenburg (Copyright W.Hinsch-LEA) (fspg2)

Aufnahme muß etwa Ende der 50ger Jahre des letzten Jahrhunderts entstanden sein

Münzel-Kran_Lauenburg (Copyright W.Hinsch-LEA) (fspg2)

Ausschnitt aus LEA-400
Die Kaimauer wurde im Gegensatz zu den ersten beiden Aufnahmen bis auf Kranniveau hochgezogen.


Zum Vergleich ein Foto von heute:

hier stand der Kran (fspg2)


Hat jemand von Euch über diesen oder einen ähnlichen Kran irgendwelche Unterlagen, aus denen Abmessungen etc. hervorgehen. Ich habe zwar ein paar Kräne im Hamburger Hafen besucht und vermessen. Originalmaße wären mir jedoch am liebsten.
Einen schönen Restabend!
Frithjof
fspg2 - 15.08.07 08:56
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Morgen,
ich hoffe Ihr hattet oder habt noch einen schönen Urlaub. Es ist schon eigenartig, ein paar Tage ohne Forum, ... da hat mir während meines Urlaubs schon irgend etwas gefehlt! Ausruf Trotzdem hatten wir einen schönen Urlaub.

@Hans-Peter (Bremsklotz) Du schriebst:
Zitat:
@Frithjof: die historische S/W-Aufnahme mit der Feldbahn gefällt mir gut. Das Holzgerüst (wie's ausschaut) und die Feldbahn, dazu die kurze Schute ... Allerdings muß man wohl zur See auf einem Windjammer gefahren sein, daß man sich da hinauftraut ! Das ist ja abenteuerlich ...

Das Bild musste ich leider wieder herausnehmen, da ich den link zum Original nicht mehr wusste. Ich habe zwar bisher danach vergeblich gesucht, aber durch http://drehscheibe-online.ist-im-web.de/forum/list.php?17 wurde mir geholfen. Unter http://www.100jahrehochbahn.de/ ... dann weiter unter "Bauhelden" war dieses Foto von 1909.


Fördergerüst Hamburger Hochbahn 1909 mit Feldbahn-Verladung (fspg2)


Das Bild zeigt zwar eine etwas andere Ansicht, aber man kann wesentlich deutlicher die Konstruktion der Verladung von der Feldbahn in den Sandtrichter auf dem hohen Holzgerüst sehen.

Ich finde diese Szene bietet im Modell auch viel Spielspaß. Die Abmessungen müssen ja nicht genau diese Dimensionen ausmachen. Zwanzig Loren auf dem Gerüst, wobei zur gleichen Zeit vier Loren entladen werden ist schon gewaltig!
Bremsklotz - 15.08.07 09:07
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

es ist wirklich interessanter, aus dieser Perspektive die Ladebrücke zu sehen. Erinnert mich stark an die alten Minenbahnen in Amerika, auch wenn's da keine Feldbahnen gab, ehe das Erz auf die 'große Bahn' oder das Schiff gelangte.

Zitat:
Zwanzig Loren auf dem Gerüst, wobei zur gleichen Zeit vier Loren entladen werden ist schon gewaltig!

Da kann ich dir nur zustimmen ! Wir sollten keine Museumsbahn bauen, so vorbildgetreu wie es nur geht, denn dazu bräuchten wir auch die Museumsräume Sehr glücklich Sehr glücklich

Sehen wir zu, daß wir vorbildgerecht bauen, das wesentliche richtig rüberkommt und ein stimmiger Gesamteindruck entsteht. Mehr kann keiner verlangen, und wir selber können (und müssen) damit auch zufrieden sein.

Grüße hallo
Hans-Peter
Regalbahner - 09.09.07 21:35
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof

nicht ganz uneigennützig Winke habe ich mal ein par Nahaufnahmen von
einem Bootsschuppen aus Brettern und einem Dalben gemacht,
um erstens die Spuren des Wassers auf dem Holz zu zeigen und zweitens
auch die Wasserobefläche . Das wird für dich mit deinem Echtwasser vielleicht
nicht so interessant sein aber für Leute mit künstlichem Wasser umso mehr.


Holzdalben (Regalbahner)



Holz_am_Wasser_01 (Regalbahner)



Holz_am_Wasser_02 (Regalbahner)


Und hier noch das Tor, sicher auch ohne Wasser interessant Sehr glücklich

Holz_am_Wasser_03 (Regalbahner)



Holz_am_Wasser_04 (Regalbahner)


Wahrscheinlich ist das Holz auch noch viel zu schön
aber das kann dann ja jeder selber noch verschärfen Winke

Tschau Christoph
UKB - 09.09.07 22:17
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof

In Tönning beim WSA steht dieser Kran, er hat wohl die Tonnen (Seezeichen) auf den Tonnenleger geladen

Kran_BBF (UKB)



Du hast ein gutes Thema gewählt. Lachend Um 1900 gab es fast nur Schiffe und Eisenbahn zum bewältigen der Transportaufgaben. Die Strassen waren besonders bei Regen erbärmlich hier im Norden.

MFG
Alfred
Eisenbahnfreak - 09.09.07 22:41
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

auf meiner Erkundungsreise im Sommer habe ich in Rotterdam einige interessante Vorbilder zum Thema Krananlagen gefunden:





Kran 1 in Rotterdam (Eisenbahnfreak)



Kran 2 in Rotterdam (Eisenbahnfreak)



Kran 3 in Rotterdam (Eisenbahnfreak)



Das Highlight Lachend Lachend aus meiner Sicht jedoch ist eindeutig diese Zugbrücke (leider nicht mehr im Einsatz) für den 2-spurigen Schienenverkehr gebaut:


Eisenbahnbrücke in Rotterdam (Eisenbahnfreak)


Einen schönen Abend noch
Joachim
fspg2 - 01.10.07 17:06
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,
nach längerer Pause ging es am Wochenende ein wenig weiter. Zur Erinnerung: wie auf Seite 3 beschrieben will ich die ehemalige Lauenburger Feldbahn-Hubbrücke in 1:22,5 wieder auferstehen lassen. Das 1901 erbaute Original wurde 1951 durch einen Neubau ausgetauscht. Nach nur 15 Jahren wurde sie 1965 ganz unbemerkt abgerissen. Die bis 2006 erhalten gebliebenen Brückenköpfe wurden im Rahmen des Schleusen-Neubaus abgerissen. So habe ich für die Nachbildung lediglich ein paar Fotos, z.B.: http://freenet-homepage.de/daniel-hoffmann/BWB/Buchhorster_Ziegeleibahn/Entdecke_die_alte_Trasse/Brueckenrest_2.JPG

Einige von Euch haben ja schon recht unterschiedliche Erfahrungen mit dem Mauern der Ziegel, z.B.: Marcel mit seinen schönen "krummen" Mauern http://www.buntbahn.de/modellbau/viewtopic.php?t=6079&postdays=0&postorder=asc&highlight=ziegelsteine&start=0
oder Christoph mit seiner Laserhütte http://www.buntbahn.de/modellbau/viewtopic.php?p=249743&highlight=ziegelsteine#249743

Die Steine sind gezählt und nachgezeichnet - pro Kopf etwa 1492 Steine in Reihe und Glied mauern.... Obwohl der Brückenkopf schon recht viele Jahre auf dem Buckel hatte, waren die Mauerreihen am Ende noch recht gerade ausgerichtet.
Mit meiner Fräse habe ich ein paar 6,5mm starke Birken-Sperrholzbretter mit Nuten versehen. Versuche mit 6mm MDF-Platten und Pappelsperrholz brachten nicht den Erfolg. Die Stege brachen zum Teil schön beim Fräsen weg. Das Birkensperrholz hat sich als recht stabil erwiesen.

Brückenkopf_Unterbau_1 (fspg2)


Die Nuttiefe beträgt 2mm, die Stegbreite 0,8mm und der Abstand der Stege hat 3,4mm.
In die gefrästen Bretter habe ich danach auf meiner Böhlerkreissäge, mit dem um 45Grad verschränkten Sägeblatt, auf Maß die Gehrungen gesägt. Dann wurde daraus ein Kasten gebaut, auf dem dann die Steine aufgebracht werden.

Brückenkopf_Unterbau_2 (fspg2)


So können die Steine von Herrn Schmid http://www.miniaturziegel.de/ mit leichtem Druck zumindest waagerecht leicht ausgerichtet werden. Sie halten bereits ohne Kleber in den Nuten. Die Steine variieren zwischen etwa 3,3mm und 3,7mm Dicke.
Die dickeren Steine ziehe ich mit der Hand über ein grobes Sandpapier, dann passen sie auch in die Nut. Der senkrechte Abstand der Steine wird mit einem 0,8mm starken Messingblechstreifen angepasst. So kann ich praktisch bis zum letzten Stein noch Korrekturen vornehmen. Danach werden die Steine mit dem üblichen Wasser- + Weißleim- + Spüli-Gemisch verklebt. Zum Schluß wird verfugt.

Soweit ein kleiner Zwischenstand. Jetzt baue ich den zweiten Holzkasten.
Danach werde ich eine kleine Vorrichtung bauen, um 1/2 und 3/4 Steine zu brechen. Doch darüber berichte ich später.
Bremsklotz - 01.10.07 22:03
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

tadellos ! So muß man sich außergewöhnliche Hilfsmittel zu Nutze machen, dann läuft die Sache ! Ein guter Ansatz, gerade für so umfangreiche Arbeiten ! Sehr schön ! Sehr glücklich Sehr glücklich

Grüße
aus Franken, hallo
Hans-Peter
Helmut Schmidt - 01.10.07 23:31
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
fspg2 hat folgendes geschrieben::
Danach werden die Steine mit dem üblichen Wasser- + Weißleim- + Spüli-Gemisch verklebt. Zum Schluß wird verfugt.

Glück-Auf Frithjof,

das mit dem Wasserleim-Gemisch würde ich aber erst noch an einem Muster probieren, denn da könnten sich die Steine ungewünscht verfärben oder einen eigenartigen Glanz bekommen.
fspg2 - 02.10.07 06:56
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Morgen,

@ Hans-Peter
Nachdem ich die am Computer gezeichneten Maueransichten ausgedruckt, auf Sperrholz geklebt hatte, war es mir zu mühsam, jeden Stein einzelnd auszurichten. Sie tanzten mir einfach zu sehr, obwohl ich schon sehr sorgfältg vorging.

Brueckenkopf_Klebemuster__rechts (fspg2)

(verkleinert)

Also kam mir die Idee, meine Fräse zu Hilfe zu nehmen. Das Ausfräsen der Holzteile (genutete Bretter + Versteifungen im Innern des Kastens) hat etwas mehr als eine Stunde pro Brückenkopf gedauert. Diese Zeit habe ich gerne investiert, da ich sie beim Mauern mehrfach wieder einspare. Einen großen Vorteil gegenüber gleich verklebter Steine ist jedoch die Möglichkeit, diese bis zum Schluss noch korrigieren zu können.

@ Helmut
Zitat:
denn da könnten sich die Steine ungewünscht verfärben oder einen eigenartigen Glanz bekommen

Sie werden leicht dunkler, aber das ist kein Problem, da die Steine nach dem Kleben sowieso auf der Oberfläche noch mit einer Bürste, Sandpapier und diversen Pulverchen bearbeitet werden, um unterschiedliche Töne zu erhalten.
Bremsklotz - 02.10.07 08:19
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Morgen, Frithjof

Zitat:
war es mir zu mühsam, jeden Stein einzelnd auszurichten. Sie tanzten mir einfach zu sehr, obwohl ich schon sehr sorgfältg vorging


Ich sehe auch einen entscheidenden Unterschied zwischen der liebenswerten Gestaltung halb verfallener Winkel, wie Marcel sie pflegt, und einem Projekt, wie du es gestaltest. Keine Brückenpfeiler und keine -köpfe werden krumm und schief gemauert, das kann sich schon keiner erlauben. Auch bei größeren Gebäuden, wie den Fabriken aus der Gründerzeit, sind die Mauern von strenger Regelmäßigkeit geprägt.

Ich habe noch eine kleine Anregung für dich: richte dir einen Kamm zu, senkrecht zu deiner Mauer laufend, in der Fugenbreite wie deine gefräste Hilfe ist. Raster ist eine Steinhöhe tief, eine Steinhöhe zurückspringend, so daß beim Läuferverband trotz des Versatzes ein regelmäßiges Bild entsteht.


Kamm_fuer_Frithjof (Bremsklotz)


Dein gefrästes Bett habe ich mir gespart Winke Der Kamm ist gelb, rötlich die Steine, die 'im Weg' sind und übersprungen werden müssen. Was vom Kamm in die Steinreihe hineinragt, ist eine senkrechte Fuge. Natürlich geht das mit einem anderen, als diesem regelmäßigen Wechsel auch für andere Steinverbände, als Läufer. Vielleicht nützt es dir was ...?

Viel Spaß weiterhin
und Grüße
Hans-Peter

PS: Ich sehe gerade an deiner neu eingestellten Zeichnung, daß es kein Läuferverband ist. Dann ist es erst recht interessant, müssen dann halt verschiedene Kämme sein, am besten farblich gekennzeichnet ... Sehr glücklich
fspg2 - 05.10.07 15:17
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Tag,
da bei meinen Modulen eine Steigung eingeplant ist http://www.buntbahn.de/fotos/showphoto.php?photo=39693&size=big&password=&sort=7&thecat=7452 , habe ich mir auf der Fräse Trassenbretter gefertigt.

Trassenbretter_1 (fspg2)


Vier verschiedene Teile habe ich gefräst: Geraden und Kurven mit 60 cm Radius, jeweils mit 22 cm und 44 cm Länge. Anfangs mit 6 mm Stärke, für den Bau werde ich aber 4 mm Sperrholz verwenden, weil ich bei dieser Stärke besser Unebenheiten hineinbiegen kann. Die 6 mm Bretter sind dafür schon zu steif. Durch die runden Enden der Bretter kann ich sogar mit den Geraden eine leichte Kurve bauen.

Bei einem Höhenunterschied von etwa 15-16cm (der Zug fährt sowohl über, als auch unter der Brücke) soll das Gefälle pro Streckenmeter höchstens 3 cm betragen. Daraus ergibt sich für diesen Streckenteil eine Länge von gut 5 Metern.
Mit den gefrästen Brettern bin ich jetzt in der Lage den gewünschten Streckenverlauf in Originalgröße auf dem Fußboden auszulegen und durch die kurzen Bretter der Strecke beliebige Schlenker zu verpassen oder in der Länge zu variieren. Die ersten "Stellproben" am Rechner sahen zwar nett aus, aber den richtigen Eindruck habe ich nur bei 1:1!

Trassenbretter_2 (fspg2)


Die bisherige Länge der Bretter auf den Bildern beträgt 3,5 m. Bis unter die Brücke verlängert, käme ich auf die benötigten 5 m.

Trassenbretter_3 (fspg2)


Die Ns1 mit den Loren hat mir Thomas Engel freundlicherweise geliehen, damit ich schon einmal die ersten Testfahrten machen kann! Das fand ich richtig nett, danke dafür! Lachend
Als Nächstes werde ich die Trassenbretter aufständern, wie bei einer Auto-Rennbahn und die Schienen probeweise verlegen. Dann heißt es testen, testen,...!
fspg2 - 10.10.07 19:20
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Auf ein Neues,
Nachdem ich gestern die ersten Steigungsversuche erfolgreich machen konnte http://www.buntbahn.de/modellbau/viewtopic.php?p=251376#251376 , habe ich heute die lange Rampe zur Probe aufgebaut und mir Modulgrenzen überlegt.

Auffahrrampe_1.Probe (fspg2)


Im Hintergrund liegen noch die Trassenbretter für die gerade Übergaberampe zur Regelspur. Sie wird gleiches Niveau bekommen, wie der Brückenkopf, der noch rund 1 cm in der Höhe unterfüttert werden muss. Somit habe ich dann 16 cm Luft. Für die Langträger der Brücke muss ich rund 3 cm rechnen, so dass die Loks noch 13 cm erhalten. Im Vorbild wären das 292,5 cm.
Da dürften dann alle von mir favorisierten Loks hindurch fahren. (Gmeinder 10/12, 20/24, Deutz OMZ 122 http://www.buntbahn.de/modellbau/viewtopic.php?p=227784&highlight=&sid=d1506ecf994466a8f8f0ede0284ee59e , Jung ZL 233.
Steigungsstreckenlänge (komisches Wort): 5,6 m, alle 30 cm eine Stütze, benötigte Grundfläche für die Module der Rampe 2,5 m x 1,6 m.
Die Trassenbretter untereinander habe ich erst einmal mit Tesakrepp umwickelt. So kann ich die Steigungsstrecke auf den Modulkästen immer noch verändern. Wenn alle richtig steht, wird geklebt.
fspg2 - 22.10.07 11:49
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,
am Wochenende konnte ich das erste Modul für die Steigungsstrecke zusammenbauen.

1.Modul-Feldbahnhubbruecke (fspg2)


Verwendet habe ich 9mm Birkensperrholz, auf der Innenseite mit 20mm x 20 mm Vierkantleisten verleimt und verschraubt, da ich auf den Aussenseiten nach Möglichkeit keine Schrauben sehen möchte. Der Kasten wurde mit zwei Querbrettern versteift. Der Rand steht gut 1cm über das Grundbrett, so dass ich mit Styrodur auch leichte Vertiefungen einarbeiten kann.
Einige Bretter wurden im Baumarkt auf Übermaß gesägt - damit ich die benötigten Gehrungen (12Grad) sägen konnte. Dazu habe ich die Böhler-Kreissäge (das Sägeblatt lässt sich von 0-45 Grad verschränken) zweckentfremdet über Kopf gedreht und wie eine Stichsäge an einem Anschlagbrett geführt.
Als nächster Schritt werden alle Innenseitenbretter im Geländeprofil der Steigung angepasst. Das aber folgt demnächst.


Auffahrrampe_2.Probe_a (fspg2)



Auffahrrampe_2.Probe_b (fspg2)


Im Vordergrund wird die Verladerampe zur Regelspur bedient. Auf die linke äußere Gerade passen innerhalb der beiden Weichen 11 BBF-Loren hintereinander.
fspg2 - 21.11.07 13:49
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Mal wieder Hallo,
so langsam kommen meine Steigungsmodule auf die Beine.

Die Verbindungen der Module untereinander werden mit Hilfe von "Telefonbuchsen" ausgerichtet. Diese haben einen Innendurchmesser von 4mm, in die Messingrundmaterial als Führung eingeschoben wird.

Steckverbindung (fspg2)


Damit die gegenüberliegenden Bretter der Nachbarmodule auch die gleichen Bohrungen erhalten, verwende ich eine Bohrschablone aus Plexiglas.

Bohrschablone (fspg2)


Dabei werden beide Bretter passgenau übereinander gelegt und mit der Schablone (mit einer Schraubzwinge fixiert) durch die Bohrbuchsen gebohrt.

Das zweite Bohrloch dient der Befestigung der 25x25mm Alubeine. Auf einer Modul-Stirninnenseite werden Führungen aus 26x26mm Vierkantholz (selber gesägt) geleimt und von innen verschraubt. Darüber kommt ein kleines Brettchen, damit die Beine bei der Montage nur gesteckt werden müssen und nicht von alleine wieder herausfallen.


Beinbefestigung_1 (fspg2)



Beinbefestigung_2 (fspg2)


Rechts im Bild die Rückseite der "Telefonbuchse". Man kann diese sogar zur Stromdurchführung verwenden.

Das erste Modul wird auf vier so gesteckte Beine gestellt. Die nächsten Module haben immer nur noch zwei Beine. Auf die beiden Messingstücke in den "Telefonbuchsen" des ersten Modules kann ich so das Nachbarmodul stecken. Es ist immer zwangsweise richtig ausgerichtet und wird durch die Füße mit Schloßschrauben und Unterlegscheiben verbunden.

auf-die-Beine_1 (fspg2)


Links in der Mitte habe ich die beiden Grundplatten der noch zu bauenden Module erste einmal auf Böcke gestellt, um so schon einmal einen Eindruck zu bekommen, wie es später wirken kann.

Als Füße verwende ich passende in der Höhe verstellbare Steckteile, den oberen Abschluß bilden entsprechenden Kunststoffkappen.

Modulfuesse (fspg2)


Zur Zeit liegen die Module wieder auf dem Fußboden, um die letzten beiden Module in der Größe anzupassen.

Steigungsmoduel_1 (fspg2)

fspg2 - 21.11.07 21:30
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Abend,
in Kalle Stümpl´s Schmalspur-Forum las ich heute einen Hinweis auf höhenverstellbare Beine, die wir vielleicht für unsere Module verwenden können: http://www.kostenloses-forum.com/board/viewtopic,nxu,01642644nx1878,p,5415.html#5415

Vielleicht sind diese Beine ja etwas für die Modulbauer unter Euch, die auch für variable Höhen eine Lösung suchen.

Für mich kommen sie nicht in Frage, sie sind mir einfach optisch viel zu dick, auch wenn ich die anderen Vorteile nicht von der Hand weisen will!
Helmut Schmidt - 21.11.07 22:00
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

leider kann ich das Forum von Kalle Stümpl´s Schmalspur-Forum nicht öffnen, mein Monitor wird genau wie beim Feldbahnforum einfach dunkel und das war es dann.

Wenn du also bitte vielleicht direkt mehr darüber berichten könntest.

Ganz abgesehen davon, bewundere ich deine saubere Bauausführung.

Ich bin gerade anderweitig beschäftigt, muss aber auch unbedingt an meinem Klosterstollen weiterbauen.
fspg2 - 21.11.07 22:17
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Helmut,
schade, dass Dein Rechner Dir bei diesen Seiten einen Streich spielt! Traurig

Deshalb hier kurz der von Alexander gegebene Hinweis auf Ikea: http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/00120125
und meine Antwort darauf:

Hallo Alexander,
schönen Dank für diesen Hinweis. Bei meinen Feldbahnmodulen http://www.kostenloses-forum.com/board/brueckenkopf-fuer-feldbahnmodul-,nxu,01642644nx1878,t,544.html bin ich gerade am überlegen, ob ich die Beine in zwei Höhen (einmal 100cm und einmal 130cm) bauen soll. Bei einigen Kollegen hat sich bei Ausstellungen die 130ger Höhe als sehr angenehm erwiesen. Zuhause ist mir 100cm lieber. Da kommt Dein Hinweis auf die höhenverstellbaren Ikea-Beine gerade richtig. Also bin ich heute Nachmittag zu Ikea (3km entfernt) gefahren und habe mir diese Teile Vorort angesehen.
Sehr stabile Ausführung, um auf 100cm zu kommen, müssen die äußeren Vierkantrohre gekürzt werden (Flex oder Eisensäge). Die Grundhöhe beträgt etwa 122cm.Das Innenrohr muss im Modulkasten eine entsprechende Anpassung (Führung) bekommen.
Durch ein inneres Vierkantrohr ist die Höhe in mehreren Stufen (ich schätze mal in ca. 5cm Schritten zu verstellen. Für 7,00€ sicherlich eine preiswerte Lösung, zumal die höhenverstellbaren Füße (Schraubgewinde für die Feinnivellierung) gleich dabei sind.

Fazit für meine Module: Ich werde sie auf 100cm Höhe mit den geplanten Alu-Vierkant-Profilen bauen, sie sehen optisch einfach besser aus, als diese Vierkantlochstangen.


Zitat:
Ganz abgesehen davon, bewundere ich deine saubere Bauausführung.


Auch wenn saubere Arbeit oftmals sicherlich mehr Aufwand bedeutet, so befriedigt mich das Ergebnis am Ende dann doch mehr!
Auch wenn ich es langweilig finde, zum wiederholten Male die Führungen für die Beine einzeln mit Anschlägen auszurichten, zu leimen, mit der Schraubzwinge zu pressen und abschließend zu verschrauben, erwartet mich am Ende dann doch etwas , das ich auch später noch gerne anschaue.
Dabei ärgert es mich dann auch, wenn ich aus dem Baumarkt komme und die Bretter alle um genau 1mm zu lang sind. Ich muß dann zurückfahren und nachsägen lassen. Der lapidare Kommentar: "Dann ist wohl das Sägeblatt zu dünn!" So ist an einem Modulübergang die eine Seite auch etwas breiter als das daran anstoßende Brett, weil ich es nicht nachgemessen hatte. Auch wenn ich dieses Modul jetzt nicht mehr ändere, es ärgert mich einfach. Wenn ich gutes Geld für eine Arbeit ausgebe, erwarte ich auch ein gutes Ergebnis.
Deshalb bin ich meistens bemüht, mit meinen mir zu Verfügung stehenden Möglichkeiten, ein gutes Bild zu erzeugen.[i]

Trambahner - 22.11.07 11:49
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof

Ich finde es super, dass Du uns hier so ausführlich an deinem Projekt teilhaben lässt.
Sehr glücklich
Als gelernter Schreiner bin ich von der exakten, genau geplanten Ausführung deiner Module begeistert. Und neidisch auf deine Platzverhältnisse bin ich gleich auch noch Verlegen Verlegen

Wie schwer schätzt Du wird ein voll ausgestattetes Modul werden?

Ich freue mich auf Deine weitere Berichterstattung
fspg2 - 22.11.07 16:12
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,
@Michael:
Lob aus solch profundem Munde - Danke! Sehr glücklich

Zitat:
Und neidisch auf deine Platzverhältnisse bin ich gleich auch noch Verlegen Verlegen


Ich habe 16 Jahre meine Module bei mir zuhause auch nicht aufbauen können. Zwei hintereinander ging gerade noch, so konnte ich zumindest die Modulübergänge anpassen. Durch die Spur0-Gruppe konnte ich aber in einer alten Kasernenanlage alle Module zusammen aufbauen und mit den Kollegen auch Fahrbetrieb machen.
Als wir vor drei Jahren hier aufs Dorf gezogen waren, gab es einen alten Dachboden, den ich mir im Laufe der Zeit ausbauen konnte. Die ersten 32mm-Gleise lagen schon, als ich im März 2007 den IIf-Bazillus bekam....
Es ist schon toll endlich Platz zu haben.

Zitat:

Ich finde es super, dass Du uns hier so ausführlich an deinem Projekt teilhaben lässt.


@ ALLE:
Ich baue gerne mit Holz, Messing und Kunststoff. Wenn ich seit Jahren mir einen gewissen Standard angeeignet habe, liegt das sicherlich zum Teil mit daran, dass ich bei Freunden und Kollegen Dinge (Tricks und div. Fertigkeiten) gesehen habe, die ich dann ausprobiert und gegebenenfalls so verändert habe, dass ich damit zurecht kam. Dadurch habe ich viel gelernt. Etliches können andere sicherlich besser oder kommen schneller zum Ziel...
...und das ist der eigentliche Grund, warum ich in unserem Forum etwas ausführlicher über mein Projekt berichte: Ich möchte einerseits von Dingen berichten, die andere Forumsmitglieder auf ihre Projekte evtl. adaptieren können und andererseits von Euch neue Sachen kennenlernen und dadurch für mich Neues ausprobieren. So habe ich im letzten dreiviertel Jahr meiner Buntbahnzugehörigkeit nicht nur nette Leute kennengelernt, sondern viele kleine Anregungen erhalten, von denen die eine oder andere sicherlich auf meinen Modulen irgendwann verwirklicht werden soll.
Ich will jetzt bewusst keine Namen nennen, von denen ich bislang mehr partizipieren konnte, denn ich denke jeder von uns hat seine Möglichkeiten. Diese zu zeigen halte ich auch dann für sinnvoll, wenn sie vielleicht nicht ganz einem z.T. im Forum gezeigtem Level entsprechen. Jeder kann sich weiter entwickeln - lasst uns hier im Forum austauschen.

In letzter Zeit habe ich leider immer mehr den Eindruck, dass sich unser Forum zu einer Art "Internetzeitung" entwickelt. Betrachtet doch einmal die Klicks im Verhältnis zu den Antworten.

Ich würde mich auch über mehr Austausch zu meinem Thema freuen (die diversen e-mails und PN´s, die ich erhalten habe, hätten durchaus öffentlich geschrieben werden können!) Zwar ist es immer schön, wenn die eigenen Sachen von Euch lobend betrachtet werden, aber es hilft mir auch, wenn ich Eure Wege kennenlerne, wie Ihr die Dinge umsetzt.

Ach ja, ich habe mal das größte Modul gewogen: 140cm x 60cm x 30 cm wiegt 19,5kg - es wird wohl am Ende etwa 25kg auf die Waage bringen.

In gespannter Erwartung
Frithjof
fspg2 - 29.11.07 08:19
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,
vorgestern konnte ich ein wenig bei meinen Modulen weiter bauen. http://www.buntbahn.de/modellbau/viewtopic.php?p=252714#252714
Die Modulkästen stehen inzwischen alle auf ihren Beinen, so dass ich jetzt mit der Anpassung der Trasse beginnen konnte. Dazu habe ich zwei hintereinanderliegende Stützbretter http://www.buntbahn.de/fotos/showphoto.php?photo=42709&size=big&password=&sort=7&thecat=7443 im Abstand von 30 cm auf den markierten Stellen des Modulgrundbrettes platziert, darauf ein Brett gelegt und entlang der Unterkante eine Markierung auf die Stirnwand gezeichnet. Danach konnte ich mit Stichsäge (mit 88 Grad Neigung wegen der ansteigenden Strecke) dem Modulübergang zu Leibe rücken.

Anpassung_der_Trassenlage_1 (fspg2)


Zwischen die Module habe ich an der Kante des durchgesägten Trassenbrettes ein dünnes NS-Blech gesteckt, um die Kante parallel ausgerichtet festkleben zu können.


Anpassung_der_Trassenlage_2 (fspg2)



Anpassung_der_Trassenlage_3 (fspg2)

fspg2 - 13.12.07 15:32
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Mal wieder hallo,
ich weiß nicht, ob das an der Vorweihnachtszeit liegt, aber irgendwie läuft die Zeit ganz schön schnell - mir momentan ein wenig zu schnell Ausruf Inzwischen bin ich auch ein wenig mit den Modulen weiter gekommen.

Neben dem Brückenkopf gab es beim Vorbild rechts einen ansteigenden Fußweg, der zur Regelbahn hochführte:

Hubbruecke_LEA-261b_Ausschnitt (fspg2)

Copyright: Lauenburger Elbschiffahrtsarchiv (fspg2)


Auch diesen Weg wird es 22,5-fach verkleinert geben:

Hang_1 (fspg2)



Hang_2 (fspg2)



Im Gegensatz zum Vorbild wird der Brückenkopf etwas höher liegen, da im Modell ja noch Loks unter der Brücke hindurch fahren sollen. Deshalb steht der Brückenkopf auch auf einem Sockel.


Kürzlich war ich beim "Bienroder Modellbahn Stammtisch - Der Treffpunkt für Mobahner aller Spurweiten" und erzählte von meinem Vorhaben, den Brückenkopf mit echten Steinen zu versehen. Wir fachsimpelten, wie ich ein große Menge dieser Ziegelsteine möglichst gleichmäßig brechen könne. Ich benötige sowohl halbe als auch dreiviertel Steine. Dabei bot mir ein Mitglied seine momentan verweiste Hebelpresse an. Aber es kam noch besser: Er baute mir ein kleines Werkzeug, in das ich die Steine paarweise einlegen kann. Danke Hans-Dieter, es knackt wunderbar Ausruf

Kniehebelpresse (fspg2)


Steinbeisser (fspg2)


knack_ (fspg2)


Durch seitliches Verschieben der Messing-Einlage innerhalb des Werkzeuges kann ich die Steine in der Mitte oder auch als Dreiviertel-Stein brechen.

Steinbeisser-Einlage (fspg2)


Jetzt ist allerdings Fleißarbeit angesagt Grins
Helmut Schmidt - 14.12.07 08:35
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Glück-Auf Frithjof,

genial was du da so alles zauberst und dabei fällt mir ein, sag mal was ist eigentlich unter dem Stein beim Zerbrechen, damit er sauber bricht und nicht nur zertrümmert wird. Frage
fspg2 - 14.12.07 10:15
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Helmut,
ich will das Lob an Hans-Dieter Kahlfeld weitergeben, von ihm stammt die Konstruktion und Umsetzung des Steinbeissers. Er ist als Industriemeister im Ruhestand normalerweise als N-Bahner am konstruieren und baut super detaillierte Wagen (meist in SpurN). Beispiel als Attachment.
Ich hatte für Ihn ein paar Ätzzeichnungen erstellt, er hat für mich jetzt den Steinbeisser gebaut. Eben gegenseitige Spurweiten übergreifende Hilfestellung.


Zitat:
sag mal was ist eigentlich unter dem Stein beim Zerbrechen, damit er sauber bricht und nicht nur zertrümmert wird.


Genau wie oben steht unten ein Messer, damit der Bruch beiderseits deckungsgleich erfolgt.
Mit Druckluft muss die Aussparung des Öfteren ausgeblasen werden, damit der Bruchstaub die Messer nicht abrasiert.

Steinbeisser-Messer_unten (fspg2)


Da die Steine in den Abmessungen leicht variieren, habe ich für größere Steine einen entsprechenden Messingeinsatz. Steine, die sich nicht überreden lassen, in die Aussparung zu gehen, ziehe ich an den Kanten auf einem Sandpapier leicht ab.
fspg2 - 22.12.07 11:37
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Morgen,
für die Verladerampe zwischen Feldbahn und Regelspur müsste ich etwa 6000 Ziegelsteine vermauern. Abgesehen vom finanziellen Aufwand, will ich auch ein wenig Abwechslung haben. 1988 habe ich in Markdorf (BW) eine schöne Verladerampe fotografiert und damals in Spur 0 nachgebaut. Also wird abweichend von der Vorbildrampe in Lauenburg/E. auch in IIf ein Teil in Blech nachgebildet.

Blechkante_1 (fspg2)



Blechkante_2 (fspg2)


Als Material habe ich 0,5mm Neusilber verarbeitet. Die Nietbilder gefallen mir besser als in Messing. Die Herstellung der Winkelprofile habe ich hier beschrieben: http://www.buntbahn.de/modellbau/viewtopic.php?t=6907 oder hier: http://www.kostenloses-forum.com/board/messing-abkanten-,nxu,01642644nx1878,t,365.html
fspg2 - 08.01.08 23:02
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Mal wieder ein kleiner Zwischenstand:
nicht unbedingt Stahl aus Solingen, bei 1:22,5 reicht auch Neusilber aus Solingen. Danke Thomas, das Du mir so kurz vor Weihnachten mit dem Material aushelfen konntest. Aber auch nach Barsinghausen geht mein Dank an Helmut, der mir die Rampenbleche brünierte.
Inschwischen sind zwei neue Module dazugekommen. Zum Einen die Regelspuranbindung mit 2,7 m Modullänge und rechts im Bild die Verlängerung der Feldbahnrampe.

Rampen_Verlaengerung (fspg2)


Rein optisch war die alte Planung, nachdem ich die Regelspurgleise probeweise gelegt hatte, ein wenig zu kurz. Die Ecke, in der die Anlage später stehen soll, bot noch etwas Platz. So wurde noch am Wochenende ein 60/80 Modul gebaut. Wiederum musste ich die Erfahrung machen, dass die Sägen (dieses Mal in einer Holzfachhandlung) scheinbar alle unterschiedlich dicke Sägeblätter haben. Ich hatte ein Maßband dabei, so konnte gleich nachgesägt werden. Die Birkensperrholzplatten hatten in allen Baumärkten bislang 9mm Stärke - jetzt bekam ich allerdings 10mm dicke Platten! Das ist dann besonders ärgerlich, wenn man die Modulkästen an bereits vorhandenen Kästen anpasssen will und die Größen auf 9mm gerechnet waren.
So, genug der Worte, meine drei Werker haben sich zum Skat zurückgezogen....

Rampenskat_1 (fspg2)


Rampenskat_2 (fspg2)



...und ich bin auch müde!
Gute Nacht!
Frithjof
Helmut Schmidt - 09.01.08 13:37
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
fspg2 hat folgendes geschrieben::
Aber auch nach Barsinghausen geht mein Dank an Helmut, der mir die Rampenbleche brünierte.
Inschwischen sind zwei neue Module dazugekommen. Zum Einen die Regelspuranbindung mit 2,7 m Modullänge und rechts im Bild die Verlängerung der Feldbahnrampe.

Hallo Frithjof,

schön das dein Schaustück solche Fortschritte macht da hilft man dann auch mal gerne. Sehr glücklich

Jetzt wo du an der Rampe richtig Platz hast was auch viel gefälliger aussieht, wirft sich bei mir die Frage auf, welche Regelspurfahrzeuge du zur Belebung der Anlage du planst. Frage
fspg2 - 09.01.08 16:34
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Helmut,
mein Wunschfahrzeug habe ich als Pappmodell schon einmal im Hintergrund des letzten Bildes ( Rampenskat_2) stehen. Angeregt durch ein Foto aus den 50ger Jahren, das die Verladeszene an der Rampe zeigt:

http://freenet-homepage.de/daniel-hoffmann/BWB/Buchhorster_Ziegeleibahn/Entdecke_die_alte_Trasse/Umschaufeln.html

Allerdings habe ich noch keine Idee, wie ich an solch einen Omm52 (oder ähnlich) kommen werde, da ich erst meine Module, die Brücken, den Kran, den Sandtrichter, die Feldbahnlok.... bauen werde. Die Loren, die Kleinteile von Thomas... warten ebenfalls.
Eins nach dem Anderen!
600mm - 10.01.08 10:49
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo, ich glaube, diese Fotos passen hier auch noch rein.


PICT2893 (600mm)



PICT2894 (600mm)


Der Raum Zehdenick hat von der Gründerzeit bis in die 60-iger Jahre fast alle Ziegel für Berlin geliefert. Das Museum in Mildenberg ist sehenswert. Einfach mal mei Google-Earth nachsehen, dort sind noch heute die vorhandenen und alten Gleisführungen zu erkennen.
fspg2 - 10.01.08 19:17
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Michael,
der "Alte Fritz" gefällt mir. Sehr glücklich
Die beiden Bilder erinnern mich daran, dass bei meiner letzten Aufzählung, der noch zu bauenden Objekte ja auch noch der alte Kahn fehlt. Weißt Du was für Loks auf den schmalen Gleisen damals gefahren sind und wann der Feldbahnbetrieb dort eingestellt wurde?
baumschulbahner - 10.01.08 22:13
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,
Dort wurden vornehmlich Ns3 und V10C eingesetzt. So habe ich das jedenfalls in Erinnerung.
EDIT: Das waren die Loks der 750mm Strecken.
einen Interessanten Beitrag dazu habe ich bei Drehscheibe-Online gefunden.

Viele Grüsse,
Urias
Regalbahner - 10.01.08 22:19
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Urias,

Ns2h Winke

Ns2h_01 (Regalbahner)


leider nicht mehr ganz komplett Heulend

Tschau Christoph
baumschulbahner - 10.01.08 22:24
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Christoph,
vom Typ "Leider nicht mehr ganz vollständig" stehen noch einige Loks im Ziegeleipark. Lachend
Ich finde die dortige Anlage genial, Kombinierter 500mm, 630mm und 750mm Betrieb..
Viele Grüsse,
Urias
600mm - 10.01.08 22:40
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
hallo Friedjof,

die beste Information bekommst Du

http://cgi.ebay.de/Die-Feldbahnen-der-Zehdenicker-Ziegelindus-KEIN-PORTO_W0QQitemZ110211645639QQihZ001QQcategoryZ7541QQssPageNameZWDVWQQrdZ1QQcmdZViewItem


aus diesem Buch. Ich selber habe noch Ns2f, Ns3, Vc10 und eine Deutz ? erlebt. Auch heute lohnt sich ein Besuch wirklich. Auch wenn die Feldbahn mehr als "Lustobjekt" betrieben wird, führt sie doch durch eine herrliche Landschaft. Vielleicht ringt sich ja auch mal das Museum dazu durch, orginale Zuggarnituren wie bei der Muskauer Waldeisenbahn zu fahren. Ich glaube im Mai sind dort die nächsten Dampftage, wo auch alte Feldbahnloks zum Einsatz kommen sollen.
fspg2 - 10.01.08 22:45
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Christoph, hallo Urias, hallo Michael,
danke für die Hinweise und den tollen link. So kann ich mir schon ein wenig mehr in meiner Phantasie die Hafenszene ausmalen. Die verrostete Ladebrücke wirkt einfach besser, als der grün angemalte Istzustand.
Das Buch hatte ich kürzlich in der Bahnhofsbuchhandlung im Regal gesehen - da werde ich am Wo-Ende mal genauer hineinschauen.
Eine gute Nacht wünsche ich Euch
Frithjof
fspg2 - 11.01.08 23:44
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,
Zitat:
1988 habe ich in Markdorf (BW) eine schöne Verladerampe fotografiert

heute habe ich das alte Foto von der Rampe gefunden.

Die Blechkante http://www.buntbahn.de/fotos/showphoto.php?photo=44468&size=big&password=&sort=&thecat=7452 soll später auch einmal so aussehen:

Rampe (fspg2)


Wohnt vielleicht einer aus der Runde zufällig in Markdorf und kann mir sagen, ob es den Schuppen und die Rampe überhaupt noch gibt. Ich vermute mal, dass er schon das übliche Schicksal erleiden musste!?!
fspg2 - 07.02.08 20:03
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,
nachdem Helmut mir für meine Rampe in 5mm MDF-Platten ein Mauerwerk im Kreuzverband gefräst hatte,

Foto von Helmut Schmidt

habe ich mich an das Abformen in Silikon gemacht.


1. Formkasten bauen

Gussform_Mauer_Rampe_1 (fspg2)



2. Ausgießen mit Silikon

Silikonformen_Rampe (fspg2)



3. nach mindestens 24 Stunden Aushärtezeit vorsichtig entformen

Fehlschlag (fspg2)


Als ich das Ergebnis sah, musste ich unweigerlich an die hier kürzlich berichteten Pech- und Pleiten-Storys denken http://www.buntbahn.de/modellbau/viewtopic.php?t=7251&highlight=pech : Also auch mir... Schei...benkleister!

Ich hatte zwei Fehler gemacht:

a. das Silikon war schon zwei Jahre abgelaufen (Auskunft laut Hersteller: 9 Monate Haltbarkeit). Also zweiter Versuch mit gesäuberten Mauerplatten, neuer Form und frischem Silikon. Doch auch hier war das Ergebnis eher schlechter als das erste Mal.

b. Zuvor hatte ich die MDF-Platten (wie auch bei meinen früheren Abgüssen, bei denen ich bislang nie Probleme hatte) mit einem Teflonspray eingesprüht. Nur hatte dieser Spray in den gefrästen Kanten der Nuten (1mm tief, 0,8mm breit) anstatt die Poren zu schließen hier das Gegenteil bewirkt. Sie müssen sich wohl geöffnet haben! Jedenfalls klebte das Silikon richtig fest und ließ sich somit nicht heil entformen. Zudem ist diese schmale und doch relativ tiefe Nut mit den senkrechten Fräskanten vielleicht etwas zu viel des Guten gewesen. Ich wollte in den Silikonformen die Mauer aus eingefärbtem Artestone gießen http://www.aura-shop.de/artestone.htm und anschließend die Fugen mit Gips verputzen. Diesen dann zum Teil wieder herausbröckel lasssen....



Silikon_Schrott (fspg2)


Ich habe mir zwei Alternativen überlegt, zum Einen werde ich an Stelle von MDF auf Kunststoff als Urmodell wechseln, zum Anderen werde ich mir eine Platte aus Arteston gießen und in diese direkt die Fugen fräsen. Der zweite Weg dauert zwar länger, da ich etliche gleiche Platten benötige, um insgesamt 3,5 Meter auf beiden Seiten der Rampe mit einer Mauer zu versehen. Mal sehen, welcher Weg mir besser gelingt.
Nachdem ich Helmuts Klosterstollenwand gesehen habe http://www.buntbahn.de/modellbau/viewtopic.php?p=255146&highlight=#255146 , könnte ich mich auch mit seiner Lösung anfreunden. Aber es reizt mich die Keramikmasse.

Mit der Anlage ist es in den letzten vier Wochen jobbedingt nur schleppend vorangegangen. Zumindest liegt das 2,8 Meter lange Regelspurgleis an der Rampe.

Feldbahn-Regelspur-Rampe_1 (fspg2)




Feldbahn-Regelspur-Rampe_5 (fspg2)


Auf dem letzten Bild erkennt man auch die Rollschicht, die Helmut von drei Seiten gefräst hatte.

http://www.buntbahn.de/fotos/data/7657/13Rollschicht01.jpg
fspg2 - 14.03.08 01:24
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Morgen,
auch bei meinen Modulen ging es in letzter Zeit nur langsam weiter. Nicht desto trotz will ich Euch den jetzigen Zustand zeigen.
Nachdem der Abguss kein befriedigendes Ergebnis brachte, bot mir Helmut an, die Mauern auf seiner Maschine zu fräsen. Ich glaube er wusste nicht, worauf er sich einließ Ausruf Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen: 370 cm Gesamtlänge der Mauer - 8 cm Höhe (davon im sichtbaren Bereich ca. 7,5 cm) - dazu 370 cm Rollschicht als oberer Abschluss: Nach 72 Stunden Dauereinsatz war die Fräse immer noch nicht ganz fertig.
Dabei hatte Helmut die Außenkontour so ausgefräst, dass die Übergänge der einzelnen Mauerteile passgenau ineinander passten.

Also Helmut, an Dich noch einmal ein recht herzliches Dankeschön Ausruf Sehr glücklich

So und jetzt ein paar Bilder:


Rampe-roh (fspg2)


An dem Endstück der Rampe kann man sehen, dass einzelne Steine mit dem Cutter herausgebrochen wurden, an einigen Stellen ist die Mauer eingesägt, um so Risse anzudeuten. Die farbliche Nachbehandlung wird es dann noch deutlicher machen. Doch soweit bin ich noch nicht. Hier zwei Bilder von Helmut´s Mauerei: http://www.buntbahn.de/fotos/showphoto.php?photo=46295&size=big&password=&sort=7&thecat=7657
http://www.buntbahn.de/fotos/showphoto.php?photo=45913&size=big&password=&sort=7&thecat=7657


Rampenecke-roh_1 (fspg2)



Rampenecke-roh_2 (fspg2)


Heute habe ich die Feldbahnschwellen aufgeklebt.


Rampe_mit_Feldbahngleisen_1 (fspg2)



Rampe_mit_Feldbahngleisen_2 (fspg2)



Rampe_mit_Feldbahngleisen_3 (fspg2)


Gebeizt habe ich die Schwellen mit schwarzer Schuhcreme in Isopropylalkohol aufgelöst. (Tip hier gefunden: http://www.oscale.net/index.php?categoryid=17 )Wurde der Auftrag zu "wässerig" tauchte ich den kleinen Borstenpinsel einfach in die Schuhcreme und verrieb sie auf der Schwelle. Nach dem Trocknen des Alkohols bleibt ein braun-gräulicher Farbton als Grundlage für die weiteren Alterungen. In den tieferen Maserungen der Schwellen bleibt die Schwärze der Creme. Jedenfalls gefällt mir dieser Farbton für den Anfang schon recht gut, da er verwittertes Holz schon ahnen lässt.

Für die über Prototyping gefertigten Schienenverbinder http://www.buntbahn.de/fotos/showphoto.php?photo=40415&size=big&password=&sort=7&thecat=7443
habe ich die Schienen an den Enden im Steg auf 5 mm Tiefe mit einem Schlitz versehen und die Schienenverbinder eingeschoben.


Schienenverbinder_1 (fspg2)

arne012 - 14.03.08 19:37
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,
ich sehe auf dem Bild mit dem Blick von der Weiche aus so einen unschönen Gegenbogen im linken Gleis.
Wenn du die Weiche ein paar cm nach links vorne verschieben würdest, wäre der weg, und es sähe um Klassen besser aus! Ich will wirklich nicht rumnörgeln, aber ich glaube nicht, daß in Echt so gebaut würde. Ansonsten lese ich gern deine Berichte.
Gruß, Arne
Gleisbauer - 14.03.08 20:04
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Frihtjof,
Du legst die Meßlatte aber recht hoch. Was mir aufgefallen ist, beim Normalspurgleis hast Du den Oberbau "K" verwendet. Für Deine Epoche (ich glaube es waren die 60er) laß die Schwellen und das Schotterbett des Normalspurgleises bitte noch recht neu aussehen, da bei Lade- und Nebengleisen damals Hakenplattenoberbau nach preussischen Normalien eher die Regel war. Altenativ würde auch der Oberbau "N" gehen, bei dem Du offene Unterlagsplatten mit 3 Schwellenschrauben verwenden könntest.
Ich hoffe, daß es nicht zu oberlehrerhaft wirkt, aber da schlägt mein Lehrberuf wieder durch (siehe Forumsname Winke ). Persönlich würde ich wohl sogar Spur 1 Schienen von Hegob nehmen, und dann bei den Amis nach passenden Weißmetallplatten suchen, das würde dann wie altes Material aus Länderbahnzeiten aussehen.
In Deinste sind z.B: Schienen der Form 6 aus den 1870er Jahren vorhanden, die zuletzt in einem Anschlußgleis lagen, das bis Anfang der 70er befahren wurde. Allerdings wird das die Zweit- oder Drittverwendung gewesen sein.
MfG Christoph
P.S: Vom Hakenplattenoberbau kann ich Dir gerne mal Fotos machen, da habe ich auch ein Realstück zuhause
fspg2 - 25.03.08 16:36
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,
ich hoffe, Ihr habt alle Ostern gut überstanden.
Trotz Familienbesuches habe ich mich ein paar Stunden zurückgezogen und mich an die ersten Herzstücke gemacht. Da ich an der Steigungsstrecke und Rampe sechs Weichen benötige, von denen vier gleiche Herzstückwinkel besitzen, habe ich mir aus einem kleinen Holzrest-Brettchen eine Sägehilfe gefertigt. Dazu habe ich zwei Nuten mit dem in der Höhe einstellbaren Sägeblatt der Böhler-Kreissäge im Winkel von jeweils 10 Grad rechts und links von der Senkrechten "gefräst". Da ich kein scharfes Sägeblatt in der benötigten Dicke des Schienenprofiles (1,6mm) hatte, habe ich mit zwei Sägeschnitten und einem 1,2 mm-Blatt und Zuhilfenahme zweier Blechstreifen von 0,2mm Dicke, die ich beim zweiten Schnitt zwischen Parallelanschlag und Brett gelegt hatte, die benötigte Breite erzielt. Der Weichenwinkel hat somit 20Grad Neigung. Für zwei weitere Weichen mit unterschiedlichen Winkel wurden entsprechende Brettchen gesägt.

Saegehilfe_Herzstueck (fspg2)


Die Profile habe ich dann nacheinander mit dem Kopf nach unten in die Nut gelegt und am Parallelanschlag das Brett auf die Säge gelegt (der Schienenfuss liegt dabei jetzt auf dem Brett auf) und so fixiert, dass das Profil genau über dem versenkten Sägeblatt lag. Danach wurde das (jetzt 0,25mm dicke) Sägeblatt senkrecht von unten langsam nach oben gedreht. Dabei diente der vorher in das Brett gesägte dünne Schlitz als Führung, damit das Sägeblatt im Metall nicht weglaufen konnte.


25_02_08_01 (fspg2)



25_02_08_02 (fspg2)




@arne012

Zitat:
ich sehe auf dem Bild mit dem Blick von der Weiche aus so einen unschönen Gegenbogen im linken Gleis.
Wenn du die Weiche ein paar cm nach links vorne verschieben würdest, wäre der weg, und es sähe um Klassen besser aus!


Anfänglich fand ich den Gegenbogen von der Linienführung sehr attraktiv, dann habe ich mir noch einmal das einzige Vorbildfoto, das ich mit Blick auf die Rampe gefunden habe, angesehen und den Gleisverlauf geändert:


gefunden auf der Homepage der Buchhorster Waldbahn

Die Blickrichtung auf dem Schwarzweiß-Foto ist entgegengesetzt. Hinten rechts vor dem Häuschen ist die Weiche zur Brücke (rechts ist das Geländer der Vorbrücke im Bild sichtbar). Beim genauen Betrachten des Fotos erkannte ich die Person ganz rechts im Bilde: Mein Vater hatte Anfang der 1950ger Jahre dort gearbeitet.

25_02_08_03 (fspg2)



Auf der Steigung sind auch schon die ersten Schwellen geklebt.

25_02_08_04 (fspg2)




@Christoph (Gleisbauer)


Zitat:
Für Deine Epoche (ich glaube es waren die 60er) laß die Schwellen und das Schotterbett des Normalspurgleises bitte noch recht neu aussehen, da bei Lade- und Nebengleisen damals Hakenplattenoberbau nach preussischen Normalien eher die Regel war.


Schönen Dank für Deinen Hinweis!

Ich werde sie nicht ganz so sehr altern, den es könnte doch so gewesen sein:

Die Gleise wurden erst 1950 ausgewechselt, als beim Neubau der im Kriege gesprengten Lauenburger Elbbrücke alte Hauptgleis-Schienen von der Strecke Büchen - Lüneburg (an der die Rampe unmittelbar lag) hierher verbaut wurden. Auf der Hauptstrecke wurden die ersten Versuche mit geschweißten Schienenverbindungen erprobt.
fspg2 - 03.04.08 09:03
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Morgen,
da ich in den nächsten Wochen relativ wenig Zeit für die Feldbahn haben werde, habe ich in den letzten drei Tagen ein wenig mehr gebaut. Es brannte mir in den Fingern, ein wenig fahren zu können.
So wurde auch die Weiche am unteren Abzweig fahrfertig:

Weiche_Abzweig_1 (fspg2)



Wer möchte kann sich ja einmal die beiden Videoclips ansehen. Wobei der erste noch aus freier Hand, mit gleichzeitigem Regeln mit der linken Hand, ein wenig wackelt. Das war wohl die Aufregung" bei 1.Mal" Sehr glücklich

http://video.google.de/videoplay?docid=-6573800325952766536
http://video.google.de/videoplay?docid=1026384640482684987

Leider ist die Qualität nach dem Hochladen durch die doch recht starke Komprimierung (von 51MB auf 1,8MB) wesentlich schlechter als das Original.
Aber ich wollte Euch an meiner kleinen Freude teilhaben lassen.
timme - 03.04.08 09:46
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

und sie bewegt sich doch!

Schön schön, gefällt mir gut. Eine Frage habe ich da aber noch, warum sind denn die Laufflächen nicht blank? Kommt das noch?

Grüße, Tim
fspg2 - 03.04.08 10:23
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Tim,

Zitat:
...warum sind denn die Laufflächen nicht blank? Kommt das noch?


...ganz einfach: das neu verbaute Gleis war bislang noch nicht befahren worden und somit auch auf der Lauffläche "rostig".

Bislang sind die Schienen nur brüniert, das spätere rostige Erscheinungsbild folgt, wenn alle Schienen fest verlegt sind. Dazu rostet momentan Stahlwolle in Essig-Essenz. Nach dieser Anleitung von squirrel4711 (schönen Dank nocheinmal für die tolle Beschreibung Ausruf Sehr glücklich ):

http://www.buntbahn.de/fotos/showgallery.php?cat=577

Ob ich dann allerdings die Schienenoberfläche blank mache, weiß ich noch nicht so wirklich. Helmut hatte mal erzählt, dass es zu weniger Kontaktproblemen führe, wenn die Oberflächen brüniert sind.
fspg2 - 13.06.08 22:58
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,
auch wenn ich in den letzten zwei Monaten nicht so viel weiter bauen konnte, wie ich es gerne gemacht hätte, will ich heute einen kleinen Zwischenstand dokumentieren:

Inzwischen liegen alle Gleise bis auf zwei Weichen auf der Rampe (Bild 1 links oben). Alle Gleise sind an einer 4 Quadrat-mm Ringleitung angeschlossen, so dass ich fahren kann.

Module_12_06_08_1 (fspg2)



Module_12_06_08_2 (fspg2)



Module_12_06_08_4 (fspg2)



Module_12_06_08_6 (fspg2)


Nach einem nicht befriedigenden Versuch die Landschaft mit Isoflock ( http://www.oekologisch-bauen.info/daemmstoffe/zelluloseflocken.php ) + Holzleim + Wasser + Spüli in Form zu bringen, habe ich als Spachtelmasse Holzspachtel von Moltofill ( http://www.molto.de/produkte/holz/molto_holz_reparatur_spachtel.html ) probiert.

Module_12_06_08_7 (fspg2)


Auch die Modulübergänge habe ich mit diesem Spachtel in einem Durchgang zugeschmiert. Nach dem Trocknen (1mm Schichtstärke etwa 1 Stunde) habe ich die Schloßschrauben zwischen den Modulen gelöst und von der Modulseite mit einer Cutterklinge und leichten Hammerschlägen den Spalt wieder geöffnet. Vorteil gegenüber der "Gipsmethode" ist die leicht elastische Konsistenz, so dass beim Transport nicht immer wieder Beschädigungen oder Risse an den Modulkanten auftreten. Also ich bin von dieser Masse begeistert, sie trocknet schnell und ist zum Schluss so fest, dass ich auf die übliche Nachbehandlung mit Holzleim und Küchenkrepp verzichten werde.

Als Nächstes werden, wie gesagt die beiden Weichen auf der Rampe gebaut. Zur Zeit suche ich noch eine sichere Methode, die Herzstücke der Handweichen zu polarisieren. SRK´s, kleine starke Magnete, Hall-Sensor, bi-stabiles Relais, ... Versuche werden in den nächsten Tagen gemacht.

Edit: neu verlinkt
theylmdl - 13.06.08 23:29
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof!

Vielen Dank für die Bilder. Das riecht stark nach Fahrspaß!

Und wenn ich lese
Zitat:
4 Quadrat-mm Ringleitung
oder
Zitat:
die Herzstücke der Handweichen zu polarisieren. SRK´s, kleine starke Magnete, Hall-Sensor, bi-stabiles Relais,

dann merke ich ganz deutlich, dass das auch ein betriebssicherer Fahrspaß werden soll, und mir geht gleich das Herz auf! Viel Glück bei den Experimenten und halte uns bitte mit den Ergebnissen auf dem Laufenden. In mir hast Du einen aufmerksamen Leser Winke .

Beste Grüße von einem, der an vergleichbaren Aufgaben feilt -
Helmut Schmidt - 13.06.08 23:52
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
fspg2 hat folgendes geschrieben::
habe ich als Spachtelmasse Holzspachtel von Moltofill ( http://www.molto.de/detail_info.html?pid=16 ) probiert.

Hallo Frithjof,

schön das es bei dir weiter geht. Sehr glücklich

Das mit dem Holzspachtel gefällt mir, dass werde ich auch versuchen. Idee
fspg2 - 14.06.08 11:52
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Morgen,

@Thomas
Zitat:
Das riecht stark nach Fahrspaß!


Ja, ich hoffe, wir werden demnächst auf einem Modultreffen mit noch einigen anderen Modulisten zusammendocken und an der 3%-Steigung die kleinen Loks
hinauf klettern lassen!

Zitat:
dass das auch ein betriebssicherer Fahrspaß werden soll, und mir geht gleich das Herz auf! Viel Glück bei den Experimenten und halte uns bitte mit den Ergebnissen auf dem Laufenden. In mir hast Du einen aufmerksamen Leser


Das Experimentieren macht doch einen großen Teil des Modellbauspaßes aus (zumindest bei mir): Ich finde es einfach befriedigend, wenn eine Sache am Schluß dann doch funktioniert - auch aus Rückschlägen habe ich gelernt. Und dass es funktioniert, liegt u.a. auch an vielen tollen Beiträgen hier im Forum, durch die ich schon einiges an Neuem erfahren habe. So kam der Tip mit dem Holzspachtel von Jürgen Wedekind, der damit schon experimentiert hatte.

@Helmut

Zitat:
Das mit dem Holzspachtel gefällt mir, dass werde ich auch versuchen


Auch wenn der Holzspachtel pro Kg ca. 8,50€ kostet, sind die folgenden Nacharbeiten an den Modulen nicht so zeitaufwendig. Was allerdings den höheren Preis für mich besonders rechtfertigt, ist die Stabilität an den Modulkanten.

Etwas Anderes: Die brünierten (Raischabrühe) Schienen, Nägel und Schienenverbinder fangen zu meiner Freude schon alleine an zu rosten!

Allerdings bildet sich auch Grünspan (?)

Rot-Gruen_14_06_08_1 (fspg2)



Was da an chemischem Prozess abläuft, kann ich nicht sagen. Die Holzspachtelmasse wird mit Wasser geglättet. Nach kurzer Zeit bildet sich der Grünspan an den brünierten Stellen, die mit der Spachtelmasse in Berührung gekommen sind. Ich habe zwar die Schienen mit Wasser und Q-Tip abgeputzt, das Grün bleibt meist hartnäckiger. Hat Jemand eine Idee, wie ich das Grün gleich in Rost umwandeln kann.
Alle Schienen werden später noch eine Pulver-Rost-....-Behandlung bekommen. Damit wird sicherlich das Grün überdeckt. Aber ich suche eben eine Möglichkeit grün in Rost-rot zu wandeln (ohne Bildbearbeitung).
Helmut Schmidt - 14.06.08 12:12
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
fspg2 hat folgendes geschrieben::
Was da an chemischem Prozess abläuft, kann ich nicht sagen. Die Holzspachtelmasse wird mit Wasser geglättet. Nach kurzer Zeit bildet sich der Grünspan an den brünierten Stellen, die mit der Spachtelmasse in Berührung gekommen sind. Ich habe zwar die Schienen mit Wasser und Q-Tip abgeputzt, das Grün bleibt meist hartnäckiger. Hat Jemand eine Idee, wie ich das Grün gleich in Rost umwandeln kann.
Alle Schienen werden später noch eine Pulver-Rost-....-Behandlung bekommen. Damit wird sicherlich das Grün überdeckt. Aber ich suche eben eine Möglichkeit grün in Rost-rot zu wandeln (ohne Bildbearbeitung).

Glück Auf Frithjof,

Grünspan ist ja die Volkstümliche Bezeichnung von Kupferacetat.

Kupferacetat entsteht wenn Kupfer mit Essigsäure in Verbindung kommt. Da schau doch mal auf die Zutaten oder vielleicht gibt eine Geruchsprobe schon Auskunft ob in dem Spachtel Essigsäure enthalten.

Kupferacetat verwittert an der Luft ,der Prozess kann aber durch erwärmen auf über 100° beschleunigt werden. Bei größer 240° zersetzt sich das Kupferazetat dann sogar.

Nur Rost wirst du auf diesem Wege nicht erhalten, weil die Essigsäure als Feuchtigkeit von der Luft aufgenommen wird. Bei Eisenhaltigen Metallen wiederum sorgt die Essigsäure dann auch für den Eisenoxid = Rost.

Ich hoffe diese kleine Erklärung bringt etwas Licht in die chemischen Vorgänge.

Aber den Rostpuder wird es dann schon richten. Winke
highmichl - 14.06.08 13:06
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

das bischen Grünspan hab ich bei mir auch. Ich nehme mal an das deine Gleise aus Neusilber sind. Kupferanteil bis zu 70%. Du mußt es halt nur als Moos verkaufen Lachend .

Sind deine Module so groß das du auf das Gewicht so viel Wert legst, oder liegt es vielleicht daran das du eine Kellertreppe oder ähnliches auf dem Weg zum Auto hast. Mein Kieswerk wiegt momentan 26kg .
Jörg - 14.06.08 13:15
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof

gut das es bei Dir weitergeht!
Du Schreibst:
fspg2 hat folgendes geschrieben::
Aber ich suche eben eine Möglichkeit grün in Rost-rot zu wandeln (ohne Bildbearbeitung).


Klingt nach dem Stein der Weisen oder nach Catweazle Grins

Denke das Du für Dein Rostpulver so wie ich Essigessenz und Abrazzoschwämme genomen hast? Das hat bei mir an Lötstellen auch zu Grünspan reagiert obwohl es braun bleiben sollte. Den genauen Hintergund kenne ich auch nicht such mal in Netz nach Kupferacetat.
In einer der Seiten habe ich gelesen das man es durch erhitzen entfernen kann, ob das stimmt....?
Au jeden Fall würde mich eine Lösung des Problems auch interessieren

bis bald
Jörg

PS so geht das wenn man um 12.00Uhr anfängt zu schreiben und nach Unterbrechungen erst um 13.15. abschickt, da ist die eigenen Nachricht überholt.
fspg2 - 14.06.08 15:35
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

@ Helmut: Ich danke Dir für die Erklärung Sehr glücklich

@ Michl:

Zitat:
Sind deine Module so groß das du auf das Gewicht so viel Wert legst, oder liegt es vielleicht daran das du eine Kellertreppe oder ähnliches auf dem Weg zum Auto hast.


Meine Module werden je nach Größe etwa 20 - 25 Kg auf die Waage bringen. Ich muss alle Teile vom Dach zwei Etagen nach unten bringen. Das wäre auch nicht weiter wild, wenn ich nur drei - vier Module hätte! Bislang sind es erst acht Module. Wenn alles mit Hubbrücke, Hafenkran und Schiffsverladung fertig sein wird, dann komme ich wahrscheinlich so etwa ungefähr genau auf 15-17 Teile in Abmessungen von 60cm x 80cm, über 140cm x 60 cm bis zu 270cm x 25cm.


@ Jörg:

Zitat:
In einer der Seiten habe ich gelesen das man es durch erhitzen entfernen kann


Wie Helmut schrieb: 240 Grad! Dann werde ich also das Grün mit Abrazo-Rost und Farbpigmenten überdecken - allerdings erst als allerletzten Schritt.


Hier noch ein paar Bilder von der oberen Steigung:

Steigung_14_06_08_1 (fspg2)



Steigung_14_06_08_2 (fspg2)



Steigung_14_06_08_3 (fspg2)




Durch die unterschiedliche Höhe der Schwellen (Die alte Obstkiste war zwischen 4,8 und 5,4mm dick) und 0,3mm + 0,5mm Schienenplatten brauchte ich die Trassenbretter nur leicht verwerfen, um eine "schlingernde" Strecke zu erhalten. Die Lok taumelt leicht. Auch verläuft die Steigung mal mehr und mal weniger steil. Im Schnitt 3% auf der Gesamtlänge von 5,5m.
highmichl - 14.06.08 18:31
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
fspg2 hat folgendes geschrieben::
Hallo,

brauchte ich die Trassenbretter nur leicht verwerfen, um eine "schlingernde" Strecke zu erhalten. Die Lok taumelt leicht. Auch verläuft die Steigung mal mehr und mal weniger steil. Im Schnitt 3% auf der Gesamtlänge von 5,5m.


Hallo Frithjof,

das sieht auch Klasse aus wenn 10 Kippmulden hintereinander um die Wette schaukeln.
Deine Schuhcreme-Schwellen sehen sehr authentisch aus, bin schon auf die ersten Bilder von einem fertigen Gleisbett gespannt. Womit willst du schottern bzw sanden?
Die Steigung sieht auf den Bildern aber nach mehr Prozenten aus. Aber ich denke die Ns1 rumpelt da locker rauf.
fspg2 - 17.06.08 11:32
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,
jetzt geht es an die Landschaftsgestaltung.
Ich habe aus früherer Spur 0 - Zeit noch Etliches an gekauftem Material, was ich zum Teil auch verwenden will, aber was stellt die Natur besser dar, als die Natur selbst?
Vor Jahren hatte ich einmal eine kleine Tüte "Bayrischen Waldboden" erworben. Aber warum kaufen (wo gab es den den noch???), warum nicht selber machen?
Also bin ich in den Wald gegangen und fündig geworden: Für den Grundbelag werde ich zum großen Teil echten "Waldboden" verwenden, wie Tannennadel, diverse Moose, kleine Stöckchen,...

Bei meiner Suche nach Backzeiten für keimfreie braune Tannennadeln (geröstet - nicht gerostet) Grins bin ich auf verschiedene Empfehlungen gestoßen.
So z.B. 250 Grad für 5 Minuten über 100 Grad für 10 Minuten bis hin 2 Stunden bei 100 Grad.

Hat jemand von Euch schon einschlägige Erfahrungen, wie lange gesammelte braune Tannennadeln oder Erde vom Waldboden in den Backofen sollten, damit sie auf der Anlage nicht zu leben beginnen.
Oder sollte alleine der Leim schon reichen, alles zu konservieren?


Waldboden_1 (fspg2)


In einer alten Kaffeemühle habe ich die in der Luft getrockneten Tannennadeln (links) und das Moos (rechts) gemalen und locker auf den Holzspachtelmassenuntergrund gestreut. Das wird die Grundlage für weitere Schichten Landschaft.

Sollten die Teile auf ein Backblech lose verteilt werden oder zugedeckt? Was ist hinterher mit dem Backofen?

Hier noch ein Größenvergleich mit Person:

Waldboden_2 (fspg2)


Ich finde die Kaffemühle hat gute Arbeit geleistet, so dass der Arbeiter jetzt an der Reihe ist, den Boden zu verteilen.
Frage: aber bitte keimfrei ... oder nicht?

edit: Tippfehler bereinigt!
Fuchs301 - 17.06.08 12:06
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

...aber wenn ich demnächsten eine Kaffee bei Dir trinken möchte, dann ist die Kaffemühle aber wieder gereinigt, oder ?? Lachend Lachend

...Spaß beiseite: Die Idee ist klasse, der Boden sieht sehr gut aus. Mal sehen, wie es nach dem fixieren mit Leim aussieht...
fspg2 - 17.06.08 12:12
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Christian,

Zitat:
Mal sehen, wie es nach dem fixieren mit Leim aussieht...


Das Fixieren wird erst erfolgen, wenn ich mit dem Backofen sicher bin!

P.S.: Du bekommst übermorgen einen sauberen Kaffee! Lachend
Rudolf - 17.06.08 12:24
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

wenn Du meine Beiträge gelesen hast, z.B. den hier: http://www.buntbahn.de/modellbau/viewtopic.php?t=7068
wirst Du gesehen haben, daß ich nur mit Naturmaterialien begrüne. Die Matrialien sind ausschließlich ganz natürlich getrocknet und weder im Backofen gewesen noch sonst irgendwie entkeimt. Bisher hat sich noch kein eigenständiges Leben auf der Anlage entwickelt, sodaß ich davon ausgehe, daß die Furcht vor Ungeziefer unbegründet ist.

Auch in den Schachteln, in denen ich mein Grünzeug aufbewahre, krabbelt nichts.
Heidekrautbahn - 17.06.08 12:42
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

bei diesem feinen Streu würde ich wegen der Selbstentzündung nicht höher als 100 Grad gehen.
Aufs Backbelch habe ich Alu-Folie gelegt und nach einer Stunde ist das Streu mit sicherheit keimfrei und der Holzwurm gar. Während der Backzeit immer wieder mal in die Röhre schauen, wegen der Brandgefahr und da es auch zu Verfärbungen (schwarz) kommen kann, die vieleicht nicht erwünscht sind.

Viel Spaß beim Backen wünscht Dir Lutz
Mattiacus - 17.06.08 13:45
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo allerseits,

eine altgediente Mikrowelle tut's auch! Dazu das «Grünzeug» in eine Tonschale (muss nicht unbedingt ein Römertopf sein Winke) legen und Mikrowelle anwerfen. Auch hier sind Tests auf jeden Fall angesagt!



Höllische Grüße Grinseteufel
Horst
squirrel4711 - 17.06.08 15:06
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

es kommt weniger auf die Temperatur an sondern eher auf die Abwesenheit von Wasser oder Feuchtigkeit in jeder Form. Ohne Wasser kein "Leben". Du solltest also die Trocknungsprozedur so anlegen das Wasser und Feuchtigkeit entfernt werden. Dabei ist es nicht notwendig die Naturstoffe zu verkohlen. So wäre z. B. auch ein nicht keimfreies, aber gefriergetrocknetes Material geeignet. Da "lebt" nix solange da nicht genügend Wasser vorhanden ist.

Wenn Du also die Farben der Naturmaterialien erhalten willst hilft nur langes trocknen bei niedrigen Temperaturen, willst Du es braun geröstet kannst Du ein paar Grad zulegen. Ganz schonende "Entfeuchtung" gibt es bei Lagerung über Blaugel (gibt es in der Drogerie). Dort ist einen Feuchte-Indikator "eingebaut"; wird das Blaugel rosa ist die Trocknungskapazität erschöpft. Das feuchte Blaugel kann man problemlos bei 250 Grad im Backofen regenerieren und erneut verwenden.

Aber daran denken : Kommt die Feuchte zurück (im Keller oder durch hohe Luftfeuchtigkeit) "lebt" das Material auch nach Jahren wieder - unabhängig davon ob es 24 Stunden bei 250 Grad oder 24 Tage bei 30 Grad "getrocknet" wurde. Dafür sorgen schon die Keime, Pilze und Sporen die nachher wieder eingetragen werden.

Wichtig ist auch der Untergrund. Gips hat z. B. vom Material schon mal die Eigenschaft erst alles Wasser der Umgebung an sich zu binden, da bleibt die Nachbarschaft dann trocken bis der Gips gesättigt ist. Bei Kunststoffuntergründen gibt es diese hygroskopen Eigenschaften nicht.

Gruß
Rainer
fspg2 - 18.06.08 08:04
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Morgen,
@Rudolf, Lutz, Horst, Rainer

Erst einmal vielen Dank für Eure hilfreichen Erläuterungen. Ich habe mir einen Mini-Backofen in der Bucht geordert und werden das Kleinzeugs bei 100 Grad für eine Stunde beobachtet entkeimen.

@Rainer

Zitat:
Kommt die Feuchte zurück (im Keller oder durch hohe Luftfeuchtigkeit) "lebt" das Material auch nach Jahren wieder - unabhängig davon ob es 24 Stunden bei 250 Grad oder 24 Tage bei 30 Grad "getrocknet" wurde. Dafür sorgen schon die Keime, Pilze und Sporen die nachher wieder eingetragen werden.


Wenn ich das richtig verstehe, hat die wasserfeste Leim keine wirklich konservierende Funktion.
Helmut Schmidt - 18.06.08 14:43
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
fspg2 hat folgendes geschrieben::
Wenn ich das richtig verstehe, hat die wasserfeste Leim keine wirklich konservierende Funktion.

Glück Auf Frithjof,

wenn ich richtig informiert bin da ist dein Anlagenraum je eher als Trocken einzustufen. Damit unterliegst allen Gesetzen wie sie auch in Wohnräumen auftreten. Dabei ist es einfach egal da die Luftfeuchtigkeit nicht über Grenzwerte steigt. Natürlich wirst du deine Anlage auch ab und zu reinigen was weiter zur Erhaltung des Aussehens beiträgt.

Im Grunde ist das unter diesen Gesichtspunkten egal ob du wasserfesten oder wasserlöslichen Leim verwendest. Beide nehmen Luftfeuchtigkeit auf, der eine mehr und der andere etwas weniger. Solange du jetzt keine Luftbefeuchtungsanlage in deinen Anlagenraum einbaust und die Anlage starker UV Strahlung aussetzt wird da nicht viel passieren.

Klar ist eine allmählich Verfärbung wirst du bei Naturprodukten immer haben es sei denn du Färbst zusätzlich. Auch wird das Material weiter trocken und dadurch leiden, hier hilft auch nur Farbe die du zusätzlich aufbringst.
squirrel4711 - 19.06.08 20:17
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

Zitat:
Wenn ich das richtig verstehe, hat die wasserfeste Leim keine wirklich konservierende Funktion.


Doch solange die gebildete "Haut" die Feuchtigkeit sicher vom Material fernhält. Diffusion und Mikrolöcher werden jedoch die Feuchtigkeit, sofern vorhanden, durchlassen. Selbst ohne Sauerstoff sind Organismen in der Lage zu "leben", nicht aber ohne Wasser. Diese anaeroben Mikroorganismen zeichnen sich meist als besondere "Stinker" aus - die riechst Du bevor Du sie siehst.
Normale, nicht kondensierende Feuchigkeit, in der Raumluft (ca. 60% rel. Feuchte) reicht nicht aus um dauerhaft eine "Lebensgrundlage" für Keime etc. zu bilden, allerdings reicht sie aus die "Dinger " schlummern zu lassen.
Die Verwendung von Echtwasser auf Deinem Modul wäre allerdings m. E. ein Lotteriespiel das Du verlierst.

Gruß
Rainer
fspg2 - 20.06.08 08:32
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

Zitat:
allerdings reicht sie aus die "Dinger " schlummern zu lassen.


...also so etwas wie ein "Schläfer". Dann genügt das Passwort (hier: Feuchtigkeit) und diese kleinen harmlosen, nicht sichtbaren Wesen werden aktiv.

Zitat:
Die Verwendung von Echtwasser auf Deinem Modul wäre allerdings m. E. ein Lotteriespiel das Du verlierst.


... Schade, sich bewegendes Wasser finde ich einfach reizvoller, als irgend eine Glas-, Farbe-, Kunstharz-Oberfläche. Also werde ich wohl irgendwann den 1:22,5-Kammerjäger bestellen müssen.


Ich habe gestern meinen neuen Mini-Backofen arbeiten lassen. Dabei kamen die unterschiedlichsten Naturmaterialien aus dem Garten, wie z.B. Heureste, Rindenmulch, Borke, Tannennadeln, Moos, kleine Zweige in die Trocknung.
Je nachdem, wie dunkel ich die "Röstung haben wollte, habe ich zum Teil über die auf dem Backblech verteilten Naturprodukte eine Alufolie gelegt:


Tannennadeln_vorher-nachher (fspg2)



Lutz schrieb:
Zitat:
Während der Backzeit immer wieder mal in die Röhre schauen, wegen der Brandgefahr und da es auch zu Verfärbungen (schwarz) kommen kann, die vieleicht nicht erwünscht sind.

Wie man auf obigem Bild links unten sieht. Allerdings bei kontrollierter Bräunung erhält man so auch dunkleren Boden.


Danach kam eine alte ausrangierte Kaffeemühle zum Einsatz.

Kaffeemuehle_mit_geroesteten_Tannennadeln_1 (fspg2)



Je nach Mahldauer erhielt ich unterschiedliche Schnipselgrößen.


Tannennadel_Moos-getrocknet (fspg2)


Jetzt muss ich nur noch ein wenig mischen und den so gewonnenen "Waldboden" auf der Anlage fixieren.

viele_Faben (fspg2)


Ich finde die Vielfalt in den Farben einfach toll. Ich habe mir unterschiedlich Dosen mit den verschieden Materialien als Grundstock angefertigt und kann so jetzt individuell meinen Boden mischen. Gegenüber den gekauften Produkten schon deutlich günstiger, auch wenn es mehr Zeitaufwand bedeutet. Aber unser Hobby ist ja Modellbau und nicht nur Modellmontage.
Ich kann Euch nur ermuntern, es selbst einmal zu versuchen.
fspg2 - 20.06.08 21:59
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Es macht wirklich Spaß, die Kaffeemaschine für diesen Zweck zu entfremden. Es kommen immer neue, tolle Farbnuancierungen. Mal sehen, wieweit sie sich farblich nach dem Kleben verhalten. Mit Glycerin habe ich nicht wirklich gute Erfahrungen gemacht. Meine gekauften Bäume aus Naturmaterial waren sehr bruchgefährdet und sahen nach ein paar Ausstellungen doch recht nackt aus.

Aber hier mal ein paar weitere Ergebnisse. Zum Teil habe ich den Tee nicht in den Ofen gelegt, um die Unterschiede auszuprobieren. Seht selbst:



Mit Folie sieht so aus:



Ich hoffe, Ihr probiert es auch einmal aus und zeigt Eure Ergebnisse Ausruf
Marcel - 20.06.08 22:16
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof

Vielen Dank für deinen Beitrag mit dem eindrücklichen Bild. Ach wenn ich selber bereits viele Naturmaterialien in der Geländegesaltung verwende, inspiriert deine Foto zu weiteren eigenen Taten.
Sven Frank - 21.06.08 18:08
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

war eben 2 Stunden im nahegelegenen Wäldchen um das Lieferprogramm der hiesigen Fauna genauer zu begutachten. Ein paar "Materialproben" habe ich schon mal mitgenommen, mal sehen wie sich die Farben entwickeln.

Aber was man da so findet wenn man durchs Unterholz streicht... Trotz Naturschutzgebiet, Müll ohne Ende Heulend
fspg2 - 23.06.08 12:59
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Morgen,

@Sven

Zitat:
war eben 2 Stunden im nahegelegenen Wäldchen um das Lieferprogramm der hiesigen Fauna genauer zu begutachten. Ein paar "Materialproben" habe ich schon mal mitgenommen, mal sehen wie sich die Farben entwickeln.


Bin auf Deine Ergebnisse gespannt!

Auch ich war gestern im Wald und habe neue Proben gesammelt, allerdings gab es nach dem Regen noch viel Leben in Form von Ohrwürmern, Asseln, Spinnen,... und dererlei Getier. Ich habe erst einmal alles auf einem alten Tapetentisch ausgebreitet zum Vortrocknen. Ich hoffe, dass dabei auch die kleinen Gäste das Weite suchen, denn in den Ofen soll kein Lebend-Fleisch.


Zur Erinnerung: Die bislang gebaute Steigungsstrecke ist ja nur gedacht als Verbindung http://www.buntbahn.de/fotos/data/7452/2903Hafen_1.jpg zwischen meinen beiden Hauptprojekten: der alten Lauenburger Feldbahn-Hubbrücke von 1900 http://www.buntbahn.de/modellbau/viewtopic.php?t=6778&highlight=

Hubbruecke_Postkarte (fspg2)

Copyrigth: Slg_Eggert

und dem alten Sandverladekran vom Lauenburger Lösch-und-Ladeplatz.

Münzel-Kran_Lauenburg (Copyright W.Hinsch-LEA) (fspg2)

Die Aufnahme muß etwa Ende der 50ger Jahre des letzten Jahrhunderts entstanden sein.

Hat vielleicht jemand von Euch zufälligerweise Fotos von diesem Kran, auf denen man die Aufschrift entziffern kann?



Durch meine Suche nach alten Unterlagen war ein ehemaliger Nachbar in Lauenburg so freundlich und verhalf mir zu einigen Kopien der Original-Revisionszeichnungen im Maßstab 1:10 - 1:50 von 1899. Auf diesem Wege noch einmal vielen Dank an alle, die mich so freundlich unterstützt haben. Denn je genauer die Unterlagen im Vorfeld sind, um so genauer... wie gesagt: Nietenzählen ist angesagt! ...und das mache ich gerne Ausruf

Die Seitenansicht habe ich auf 1:22,5 ausgedruckt und heute als Banner neben die Module gestellt, denn wenn die Steigungsstrecke begrünt ist, wird die Brücke gebaut.



Copyright Plan: WSA-Lbg

Die Abmessungen dabei werden sein: westliche Vorbrücke mit Brückenkopf: 57 cm, Hauptbrücke: 111 cm und die drei östlichen Anschlußbrücken: ca. 115 cm. Die Höhe der Träger beträgt: ca 33 cm.
Über den genialen Antrieb dieser wohl einmaligen Feldbahn-Hubbrücke werde ich später berichten!


So sah sie 1901 aus:

Copyright: Lauenburger Elbschiffahrtsarchiv (fspg2)

Erste Brücke kurz nach der Erbauung 1901




Hier noch eine schöne Ansicht vom Bau der Brücke im Jahre 1900 - das steht jetzt bei mir als Nächstes an - nur ein wenig verkleinert.


Hubbruecke_Bau_1900_1 (fspg2)

Copyrigth: Slg_Frenzel/Oppermann



Jetzt wird mein Arbeiter seine Schaufel

Sockel_4 (fspg2)


gegen den Computer tauschen müssen, denn die Brücke wird erst gezeichnet, viele Teile werden in NS geätzt und anschließend in Lehren zusammenmontiert. Bei vier sehr symmetrisch aufgebauten Hauptträgern soll am Ende auch alles gleich sein!
fspg2 - 11.07.08 10:55
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Morgen,
für meine Weichen benötige ich ein paar Stellböcke. Diese hier haben es mir angetan. Leider sind sie aber zur Zeit nicht mehr lieferbar.
Also werde ich sie mir selber bauen, denn ich will ja demnächst Betrieb machen können.
Bei meinem letzten Besuch bei Helmut konnte ich auf seinem Dominomodulen diese Wunschstellböcke fotografieren.

Stellbock_Helmut2 (fspg2)



Stellbock_Helmut3 (fspg2)



Stellbock_Helmut4 (fspg2)



Stellbock_Helmut_1 (fspg2)


Vom Sandbahner bekam ich netterweise (Danke dafür!) ein paar Vorbildfotos von solch einem ähnlichen Stellbock.
Nach der DIN 9939-Zeichnung habe ich die Original-Abmessungen in eine Exeltabelle eingetragen und für den Maßstab 1:22,5 errechnen lassen. Da die meisten Teile gegossen werden, muss noch ein Faktor von hier ca.103% (hängt von der Größe des Urmodelles ab) als Schrumpfungsmass hinzugegeben werden, damit am Ende die 100% im Modell herauskommen.
Danach habe ich die Teile gezeichnet und als 3-D-Modell zusammengesetzt.


Feldbahn_Stellbock_Zweb-1 (fspg2)



Feldbahn_Stellbock_Zweb-2 (fspg2)



Feldbahn_Stellbock_Zweb-3 (fspg2)



Feldbahn_Stellbock_Zweb-4 (fspg2)


Hieraus werden anschließend die bemassten 2-D-Zeichnungen ausgedruckt und das Urmodell gebaut.
Am Anfang hatte ich überlegt, alles im Prototyping-Verfahren zu erstellen, aber ich denke, das wäre mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

Fortsetzung folgt!
Fuchs301 - 12.07.08 22:06
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

das CAD-Modell sieht schon mal klasse und sehr professionell aus. Ich bin gespannt auf die Umsetzung in Hardware...
fspg2 - 14.07.08 14:37
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

@Christian
Zitat:
... Ich bin gespannt auf die Umsetzung in Hardware...
...werde ich zeigen, sobald die Teile gebaut sind.

Nachdem Helmut es hier ja wunderbar vorgemacht hatte, habe ich es gewagt die gefrästen Rampenteile mit Farbe zu versehen.

Als erstes habe ich die Teile mit Revell Steingrau Nr. 75 vorbehandelt. Nach dem Trocknen kamen unterschiedliche Grautönen von PLAKA® mit Wasser und und einem Tropfen Spülmittel stark verdünnt zum Einsatz. Allerdings nur partiell, um so unterschiedliche Fugenfarben zu bekommen. Die überschüssige Wasserfarbe habe ich mit einem Gummihandschuh verwischt. Das am Anfang von mir dafür verwendete Toilettenpapier hatte sich nicht so gut bewährt, da feuchte Reste davon in den Fugen verblieben. Also wurden sie mit einer alten Zahnbürste wieder herausgerieben.


Rampe_mit_Farbe_3 (fspg2)



Rampe_mit_Farbe_5 (fspg2)



Dann wurde die erste Farbschicht mit PLAKA® Ziegelrot matt gerollt, was als Grundlage schon sehr gut die Originalsteinfarbe trifft.
Die Farbe wurde dabei von einer Glasscheibe auf die Rolle aufgebracht, damit nicht zu viel Farbe hängen bleibt und somit die Fugen wieder voll laufen. An den Stellen, wo Ziegel "herausgebrochen" sind, habe ich mit dem Borstenpinsel getupft.

@Helmut, auch dieser Tipp von Dir war super!

Rampe_mit_Farbe_1 (fspg2)



Rampe_mit_Farbe_2 (fspg2)



Rampe_mit_Farbe_4 (fspg2)



Rampe_mit_Farbe_6 (fspg2)


Als nächster Schritt wird gealtert, davon berichte ich demnächst.
Helmut Schmidt - 14.07.08 15:40
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
fspg2 hat folgendes geschrieben::

Die Farbe wurde dabei von einer Glasscheibe auf die Rolle aufgebracht, damit nicht zu viel Farbe hängen bleibt und somit die Fugen wieder voll laufen. An den Stellen, wo Ziegel "herausgebrochen" sind, habe ich mit dem Borstenpinsel getupft.

@Helmut, auch dieser Tipp von Dir war super!

Hallo Frithjof,

ist doch gelungen und schön wenn es funktioniert. gut

Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen da müssen noch viele Tupfen mit dem Borstenpinsel und unterschiedlichen Farben folgen, um der Mauer leben ein zu hauchen. Winke

Ich bin auf deinen weiteren Bericht mit den Erfahrungen gespannt. heiss
fspg2 - 18.07.08 14:55
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

Zitat:
Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen da müssen noch viele Tupfen mit dem Borstenpinsel und unterschiedlichen Farben folgen, um der Mauer leben ein zu hauchen.


Gestern habe ich das erste mal "gehaucht" oder besser gepudert.
Die erste Alterung erfolgte mit RUSTALLTM-Patina Nr.2 "Blackwash" und RAINERSHAGENER Natural Products Ziegelpuder 6039 (ziegelgelrot) und Vegetationspuder 6075 (grasgrün).

1_Alterung_Rampe-1 (fspg2)



1_Alterung_Rampe-2 (fspg2)


Nachdem die Patina trocken war, habe ich die zweite Schicht makeup aufgtragen. Dabei wurden mit einem groben Borstenpinsel weiß, ziegelschwarz, sienna, sowie unterschiedliche Rottöne auf die Mauer getupft. Danach wiederum ein paar Tropfen RUSTALLTM Nr.2 auf die Steine aufgetragen und mit einem Einweg-Gummihandschuh von oben nach unten verrieben.

2_Alterung_Rampe-3 (fspg2)


So kann man die unterschiedlichsten Alterungszustände erzeugen. Das "Blackwash" löst z.T. die Plakafarbe an und so kann ich durch unterschiedlichen Druck mit dem Handschuh die Farben changieren lassen.

2_Alterung_Rampe-5 (fspg2)



Auf dem folgenden Bild sieht man links die Stelle, an der überwiegend Kohle verladen wird. Hier ist die allgemeine Grundfarbe insgesamt dunkler gehalten. Darauf wird in den nächsten Durchgängen noch Ruß, Staub und derer Gleichen aufgebracht. Rechts zum Vergleich noch die allererste Bepuderung.

2_Alterung_Rampe-6 (fspg2)

Gleisbauer - 18.07.08 16:08
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Frihtjof,
die Mauer wird ja richtig schön, klasse gemacht (auch wenn auf der Kohlenmauer noch in den Ecken der helle Stein durchschimmert).
An Deinem Normalspurgleis habe ich allerdings noch etwas anzumerken (falls das nicht schon alles festgeklebt ist): baue eine Kuppelschwelle ein, da bei K-Oberbau mit Laschen der Kuppelstoß die Regelbauform war.
Kuppelschwelle_S49 (Gleisbauer)

MfG Christoph
fspg2 - 18.07.08 17:37
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Christoph,
Zitat:

(falls das nicht schon alles festgeklebt ist)


... ist leider schon alles fest geklebt. Ich will mal sehen, in wie weit ich die betreffenden Stellen mit Sand und Erde und heuntergefallener Kohle kaschieren werde.
Zwar könnte ich den Holzleim durch ein Essigbad wieder lösen, aber dann wäre der Schwellenabstand an den übrigen Schwellen doch sehr abweichend... und 100 Schwellen lösen... Geschockt ... ich muss mal probieren!

Zitat:
(auch wenn auf der Kohlenmauer noch in den Ecken der helle Stein durchschimmert)


An den direkten Kohlestellen wird sicherlich nach der nächsten Behandlung kein heller Stein mehr das Tageslicht erblicken, es sei denn, er wäre gerade frisch herausgebrochen.

Hat es sich nicht vielleicht so zugetragen:

Da hat doch der Otto Burmeister (Name frei erfunden, jede Ähnlichkeit mit lebenden Personen...etc. ...) tatsächlich voller Wut den Hammer kreisen lassen, als er von der zusätzlichen Nachtschicht erfuhr. Aber die Ziegelei braucht heute noch unbedingt eine Ladung Koks. Eigentlich sollte der Regelspurgüterwagen schon am Vormittag die Lieferung gebracht haben, aber da war die Strecke gesperrt. Ein unvorsichtiger Motorradfahrer wollte trotz geschlossener Schranken den Bahnübergang überqueren und hatte sich seitlich vorbei gequetscht.... Jetzt liegt er im Krankenhaus, zumindest hat er Glück gehabt und überlebt. Otto und seine Kollegen müssen es jetzt mit einer zusätzlichen Schicht ausgleichen... aber der Meister hat ja von ein paar Extragroschen gesprochen!......

Ach ja, da kommen doch schnell ein paar Geschichten zusammen, die sich an der alten Rampe zugetragen haben (oder haben können):

So z.B., ich glaube es war im Winter 1949, als Hans und seine Kollegen den ganzen Tag eine Lieferung Holz auf die Feldbahnwagen geladen hatten und sich jeder zum Schluß als Lohn einen dicken Meterstamm mitnehmen durfte.
Hans wollte die Abkürzung über den zugefrorenen Kanal nehmen, da passierte es - er rutscht auf der glatten Böschung aus, das dicke Holz fiel ihm von der Schulter direkt auf das Eis. Von wegen, zugefrorener Kanal, an dieser Stelle nicht wirklich. Der Stamm durchbrach das Eis und rutschte unter die Eisdecke. Das war es für ihn heute. Er hatte zwar kein Brennholz mehr, aber er war zumindest nicht in das kalte Wasser gefallen.


Vielleicht habt Ihr ja auch noch eine solche Geschichte Frage Ausruf

Ein Jahr bevor ich auf mein Thema kam, wurde im Jahre 2006 die alte Rampe abgerissen. Durch Zufall bekam ich freundlicherweise von einem Eisenbahnkollegen ein paar Bilder, kurz vor dem Abriss. Da war sie schon seit Mitte der 1960ger Jahre nicht mehr benutzt worden, so konnte sich die Natur ihren Platz wiederholen.


Rampe_Original_2006-1 (fspg2)

Copyright: Ing. Dannenberg

Rampenende mit Prellbockrest.


Rampe_Original_2006-2 (fspg2)

Copyright: Ing. Dannenberg

Auf dieser Seite fand die Verladung von der Regelspur zur Feldbahn statt (die Treppe gab es damals nicht). Hinter den Nadelbäumen befand sich die Feldbahn-Hubbrücke.


Rampe_Original_2006-3 (fspg2)

Copyright: Ing. Dannenberg

Die Gegenseite auf der ich, anders als beim Vorbild, meine Steigungsstrecke habe. Frage Ausruf
fspg2 - 09.09.08 13:50
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

nachdem ich angefangen hatte, für die Brückenköpfe Steine in die gefrästen Nuten–Platten zu stecken (siehe Seite 5) ...... sah es so aus:


Brueckenkopf_gefraest_0 (fspg2)



Es gefiel mir nicht wirklich. Beim Vorbild tanzten die Steine nicht so, wie bei meinem Versuch. Zum Einen waren die Steine leicht gewölbt, zum Anderen doch sehr mühsam, jeden Stein nachzuarbeiten, um ein einheitliches Steinbild zu erreichen.

Brückenkopf_2 (fspg2)

am Computer gezeichnet

Inzwischen hatte Helmut es ja mit seinen Mauern für den Klosterstollen vorgemacht..... wie sauber eine gefräste Wand aussehen kann... und mir meine Rampe ebenfalls aus 5mm MDF-Platten ausgefräst. Entsprechend eingefärbt und gealtert bin ich mit der Steinimitation doch sehr zufrieden.

Nach einer ihm geschickten DXF-Datei erhielt ich gestern die folgenden beiden Bilder vorab geschickt. Bekanntlich ist die Vorfreude ja ....!


Brueckenkopf_gefraest_3 (fspg2)

Bild von Helmut Schmidt

Brueckenkopf_gefraest_4 (fspg2)

Bild von Helmut Schmidt

Jetzt freue ich mich schon auf die Post. Sehr glücklich


Dabei soll nicht unerwähnt bleiben, dass seine Fräse dafür ca. 48 Std. lief!!! Zuvor hatte Helmut noch einiges an der Datei ergänzt. Mal eben eine Datei zeichnen, ist relativ schnell gemacht! Diese Daten dann aber sauber zu fräsen, dazu gehört nicht nur Zeit, sondern auch noch etwas mehr Aufwand. Aber das kann Helmut ja selbst erzählen!


Helmut_beim_Fugen_saeubern (fspg2)


Danke an Euch Beide!! Sehr glücklich
fspg2 - 11.09.08 11:43
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,


@Helmut hier haben sich die Mauerplatten schon einmal zu einer Stellprobe eingefunden:


Brueckenkopf_gefraest_5 (fspg2)


Jetzt sehen Vorbild und Deine gefrästen Platten sich schon ähnlicher, zumindest was die Ausrichtung der Steinreihen betrifft. Die Farbe und Alterung muss ja noch kommen!
Auch sind die Nuten nur noch 0,5 mm dick, bei gleichen Steinabmessungen, was dem Gesamtbild deutlich zu Gute kommt.

tanzende_Mauerreihe (fspg2)

gefraeste_Mauerreihe (fspg2)


Edit: Tippfehler bereinigt!
Helmut Schmidt - 11.09.08 11:49
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

ja danke für die Bilder das gefällt mir auch sehr gut und überzeugt mich so auch weiter zu machen, es wird somit bald auch neues im Projekt Klosterstollen zu sehen geben.

Billiger wie gekaufte Steine ist das, wenn man die Fräse mit den verbrauchten Fräsern einkalkuliert, allerdings nicht.

Wer also sparen möchte, wird sicher weiter zu anderen Methoden greifen müssen.
ottmar - 13.09.08 10:40
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

schon seit längerem lese ich Deinen Thread mit, weil mich das Thema Eisenbahn und Schiffe immer mehr begeistert. ..und mittlerweile hast Du es geschafft, dass ich auch ernsthaft über das Theam nachdenke.

So kann es durchaus sein, dass ich nach der Fertigstellung des GoldenPass mit Eisenbahn und Schiff anfange... - übrigens passt es sehr gut zur Brünigbahn!!

Noch weiterhin viel Erfolg

Gruß Ottmar
Sven Frank - 13.09.08 20:06
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Frithjof,
Zitat:
Auch sind die Nuten nur noch 0,5 mm dick, bei gleichen Steinabmessungen, was dem Gesamtbild deutlich zu Gute kommt.

also die tanzenden krummen Steine haben auch ihren Charme, wenn die erstmal verfugt und gealtert sind Ausruf
Es ist natürlich unbestritten, daß die gefrästen Platten deinem Vorbild viel eher entsprechen, trotzdem finde ich, die krummen Steine haben mehr "leben". Das ist natürlich Geschmacksache...
fspg2 - 25.09.08 15:51
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

@ ottmar:
Zitat:
weil mich das Thema Eisenbahn und Schiffe immer mehr begeistert. ..und mittlerweile hast Du es geschafft, dass ich auch ernsthaft über das Theam nachdenke.

So kann es durchaus sein, dass ich nach der Fertigstellung des GoldenPass mit Eisenbahn und Schiff anfange...


Das freut mich Ausruf Ich denke, dass wir dann von Dir sicherlich genauso ansprechende Modelle, wie bisher zu sehen bekommen werden. Wie wäre es auch mit einem Funktionsmodell, wie z.B Deine Schneeschleuder ?

Eisenbahn und Schiff fand ich schon immer sehr reizvoll. Ursprünglich wollte ich die Fähre Fehmarn von 1926 - 1963 in 1:43,5 nachbauen. (1951 von 38,3 m auf 53,3 m verlängert). Bis zur Fertigstellung der Fehmarn-Sundbrücke 1963 versah sie den Auto- und Eisenbahnverkehr zwischen Großenbrode (Festland) und Fehmarnsund (Fehmarn).
In Spur II wären die Dimensionen allerdings doch etwas zu gewaltig gewesen, zumal das Modell in Echtwasser schwimmen sollte.

So bin ich mit meinem jetzigen Thema besser bedient. Zum Einen, weil ich mit der Verladerampe, der Feldbahnhubbrücke, dem Kran und dem Schiff die Verbundenheit zu meiner alten Heimat weiterleben lasse, zum Anderen durch die geringen Abmessungen des Schiffes (etwa 100cm) auch das Wassermodul transportabel sein wird.


@Sven:
Zitat:
also die tanzenden krummen Steine haben auch ihren Charme, wenn die erstmal verfugt und gealtert sind Ausruf
Es ist natürlich unbestritten, daß die gefrästen Platten deinem Vorbild viel eher entsprechen, trotzdem finde ich, die krummen Steine haben mehr "leben". Das ist natürlich Geschmacksache...


Da kann ich Dir nur Recht geben! Sowohl die Mauerkunstwerke von Marcel, als auch die gefrästen Klosterstollenwände von Helmut sprechen mich an Ausruf Ausruf
fspg2 - 15.10.08 18:58
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo in die Runde,
alles, was ich bislang für mein Titelthema gebaut habe, war nur Mittel zum Zweck! Die beiden Hauptbereiche beginnen jetzt.

Nachdem ich etwas über ein Jahr lang diverse Bilder und Informationen zur Feldbahnhubbrücke zusammentragen konnte, steht jetzt die Umsetzung ins Modell an. Dazu habe ich aus den Orginalzeichnungen entsprechende Ausschnitte in 1:22,5 vergrößert.


Hubbruecke_Aufsicht (fspg2)


Der rote Bereich zeigt etwa eine Größe von 1,8m x 0,65m, der auf ein Modul aufgebaut werden soll. Dieses Modul wird zwar sehr groß und dadurch auch schwerer zu transportieren sein, da ich die Brücke ja funktionsfähig ausführen werde, geht die die Funktionssicherheit vor.


Hubbruecke_Sockel_links (fspg2)


Angefangen habe ich mit dem linken Sockelbereich der Hubbrücke, der ja auch zugleich die linke Seite des Schleusentores ist.


Hubbruecke_Sockel_links_01 (fspg2)

Ausschnitt aus Revisionszeichnung von 1899 - Copyright Plan: WSA-Lbg


Umrechnen (fspg2)



Diese Zeichnung in 1:22,5 als Hintergrundbild gibt eine Hilfe zur richtigen Positionierung der einzelnen Bauteile. Aufgrund der fehlenden genauen Maßhaltigkeit von Kopierern und Druckern, musste ich die Originalabmessungen mit Hilfe des Taschenrechners umrechnen.

Hubbruecke_Sockel_links_02 (fspg2)


Bei der Treppe (blau) sieht man sehr deutlich die Unterschiede der Maße Kopierer gegen Original-Umrechnung!


Hubbruecke_Sockel_links_03 (fspg2)



Hubbruecke_Sockel_links_04 (fspg2)


Jetzt müssen die Mauersteine weitergezeichnet werden, um anschließend als DXF-Datei zur Fräse geschickt zu werden, die dann im Fräsprogramm daraus einen g-code erzeugt.
Ähnlich wie bei der Rampe und den Brückenköpfen, wird dann so ein Puzzel aus einzelnen Mauerbereichen entstehen.
hajo - 15.10.08 21:05
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Frithjof,

ein großartiges Projekt hast Du da in der Mache! Respekt

Ich werde mit Freude und Spannung den Fortschritt beobachten.

Beste Grüße
Hajo
fspg2 - 25.10.08 22:09
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Abend,

gestern konnte ich mal wieder ein wenig am Sockel der alten Lauenburger Schleuseneinfahrt zeichnen. Das ist bislang dabei heraus gekommen:


Hubbruecke_Montage_Sockel_links-01 (fspg2)



Hubbruecke_Montage_Sockel_links-03 (fspg2)



Hubbruecke_Montage_Sockel_links-04 (fspg2)


In der letzten Woche besuchte ich einen Freund und sprach mit ihm über meinen Wunsch, die Weichenherzstücke mit Hilfe eines Hallsensors und eines kleinen Stabmagneten, der unter der Stellstange befestigt ist, zu betreiben.
Er schaute kurz in ein schlaues Buch, dann in seinen Rechner, öffnete Eagel, setze die Bauteile, die in dem Buch vorgegeben waren und es entstand ein Platinenlayout. Normalerweise hätte ich es mir anschließend ausbelichten lassen - er ging aber an seine Fräse und fräste kurzerhand die kleinen Platinen aus. Die kleineren Löcher haben einen Durchmesser von 0,7mm.


Platine_1 (fspg2)


In der nächsten Woche sollen die Bauteile kommen. Dann wird probiert, ob die Schaltung auch das hergibt, war sie verspricht.
theylmdl - 26.10.08 01:06
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof!

Erzähle doch bitte etwas mehr zu dieser Hallsensor-Geschichte. Das interessiert mich sehr. Eine Lösung dieser Art brauche ich auch.

Beste Grüße,
fspg2 - 27.10.08 13:23
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Thomas,
sobald ich die Mosfet´s, Widerstände, Mini-Stecker und Hallsensoren habe, werde ich testen und berichten.
fspg2 - 15.11.08 12:06
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Morgen,

in den letzten zwei Wochen konnte ich die gezeichneten Mauerteile in Fräsdaten umwandeln.

Montage_Sockel_001 (fspg2)


Aus obigem Beispiel habe ich ein Mauerstück herausgegriffen:


Mauer_lv10_002 (fspg2)



Mauer_lv10_Fraesdatei_001 (fspg2)



Mauer_lv10_Fraesdatei_002 (fspg2)



Dazu wurden die verschiedenen Werkzeuge auf unterschiedliche Ebenen gelegt und zur besseren Übersicht unterschiedlich farbig markiert. Zuerst wird Grün mit einem 0,5mm Bohrer gebohrt, dadurch werden die Mauerecken besser gerundet. Blau wird mit einem 0,5mm Fräser an den Steinkonturen entlang kratzen. Cyan bedeutet die Oberfläche mit 0,6mm Tiefe planen für die Vertiefung der eingelegten Metallfestmacher. Danach kommt die Innenkontur mit einem 1,5mm Fräser (magenta). Ist das dann alles geschehen, folgt zu Schluß die rote Kontur wieder mit dem 1,5mm Fräser.

Damit die z.T. dünnen Fräser nicht zu schnell abbrechen, wird z.B. die nur 0,5mm tiefe blaue Mauerkontur hier in einen Durchgang mit 0,3mm Tiefe angefräst. Die Oberfläche ist jetzt an den Fräskanten aufgeworfen. Diese wird mit einer Drahtbürste und einem Schaber (z.B. Teppichmesserklinge) abgekratzt, bevor der nächste Durchgang mit 0,5mm Endtiefe erfolgt. Als Beispiel ein Foto von Helmut, von dem ich diesen Tip habe.

Helmut_beim_Fugen_saeubern (fspg2)



Auf der Suche nach einem CAD zu CAM-Programm bin ich auf Sheetcam gestoßen, das mich sehr schnell begeistert hat. Hiermit habe ich diese Datei in eine Maschinensprache (g-code) gewandelt.

Fraesdatei_in_Sheetcam (fspg2)


In einer Simulation ergab sich als reine Fräszeit für dieses Stück 1Stunde und 40 Minuten. Dazu kommt noch die Zeit für das Wechseln der Fräser und die Höhenvermessung.

Angesichts der 34 bislang erzeugten Mauerstücke mit z.T. deutlich größeren Abmessungen, lässt sich der Zeitaufwand für die Fräse erahnen.
Doch dazu später mehr.
Eisenbahnfreak - 15.11.08 12:45
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

fuer mich laesst sich nur erahnen, was da fuer eine Aufwand dahintersteckt!

Aber ich denke, es lohnt sich allemal.

@Helmut:

Hast Du mit der Fraese auch die Steuerungsteile fuer die Xrot gemacht??

Falls ja, kannst Du ein bischen mehr ueber Deine Fraese verraten??

Schoene Gruesse
Joachim
Helmut Schmidt - 15.11.08 14:12
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Eisenbahnfreak hat folgendes geschrieben::
@Helmut:

Hast Du mit der Fraese auch die Steuerungsteile fuer die Xrot gemacht??

Falls ja, kannst Du ein bischen mehr ueber Deine Fraese verraten??

Schoene Gruesse Joachim

Hallo Joachim,
ja ich mache alles mit meiner Fräse.

Als Beispiel die Xrot Steuerung, die HF 130C Steuerungsteile die ersten hier gezeigten Mauerteile für Frithjof und natürlich auch in meinem Projekt Klosterstollen.

mimaki (Helmut Schmidt)

Meine CNC Fräse eine Mimaki ME 500

Fräser 02 (Helmut Schmidt)

Der Fräskopf mit integrierte Höhentastung und Absaugung.

MCi 08 (design-hsb)

Die Fräser selbst werden in Spannzangen gehalten und es können Fräser und Bohrer mit 3 und 4 mm Schaft verwendet werden.

Als Software verwende ich EuroCUT Professional die Software ist auch für Schneidplotter geeignet, alles zusammen kann aber nur 2,5 D was mich aber nicht stört. ich nutze im Moment die besonderen Möglichkeiten und Vorteile, die mir diese Software bietet.

Fräse und Software sind eher im Professionellen Bereich angesiedelt und ich hatte nur großes Glück, beides günstig gebraucht zu erhalten. Sehr glücklich
Eisenbahnfreak - 15.11.08 17:42
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Helmut,

danke fuer Deine ausfuehrliche Beschreibung!

Nach kurzer "Googelei" sehe ich, dass Du da echt eine Profimaschine hast (leider auch richtig teuer) Heulend Heulend .

Schoene Gruesse
Joachim
fspg2 - 28.11.08 21:25
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo mal wieder,
als meine Schienennägel Mitte des Jahres zur Neige gingen und Old Pullman längere Zeit nicht liefern konnte, sprang freundlicherweise Marcel ein und half mir mit einer Lieferung aus. Nachdem die Sendung dann bei der Post gesucht wurde, bekam ich schließlich drei Wochen verzögert einen aufgerissenen, leeren Umschlag mit einer Entschuldigung - in Form zweier Briefmarken - seitens der Post ("die Sortiermaschine wäre schuld gewesen").

Ich habe allerdings die Vermutung, dass die Schienennägel sehr begehrte Objekte sind und die Sortiermaschine einem Eisenbahnfan nur eine Freude machen wollte. Grins

Inzwischen habe ich von Old Pullman die begehrten Nägel zwar bekommen, musste aber feststellen, dass sie leider sehr viel weicher sind, als es vorher die alten Nägel waren. So konnte ich früher die meisten Nägel sogar ohne vorzubohren in die Schwellen drücken - jetzt allerdings verbiegen sie oft, trotz einer 0,8mm Vorbohrung!

Da meine Schienenplatten auch restlos aufgebraucht waren, hatte ich Thomas Engel eine neue Zeichnung zum Ätzen geschickt. Heute kamen die Platten, sauber wie immer, mit der Post (Danke Thomas!).
Anders als bisher, hatte dabei keinerlei Haltestege eingeplant. Die Platten sind nur an den Löchern durchgeätzt, ansonsten die Kanten nur angeätzt.

Auf meiner Blechschneidemaschine habe ich zuerst langen Streifen entlang einer Kante geschnitten (ich hätte sie auch brechen können, aber mit dem Anschlag ging es sehr zügig).


Schienenplatten_1 (fspg2)



Der Rest ist jetzt nur noch Fleißarbeit: Streifen in die eine Hand, die zweite biegt eine Platte zwei mal hin und her.... Platte für Patte.... 1080x .... 2160 Löcher in die Schwellen bohren...
Weihnachten werden also wieder ein paar Nägel verbogen....Verrückt


Schienenplatten_2 (fspg2)


Jetzt steht die Brünierung an, so dass die angeätzten Kanten auch nicht weiter sichtbar sind... und falls doch, so sind es doch alte angerostete Platten!
fspg2 - 13.01.09 07:17
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Morgen in die Runde,

gestern ließ ich meine Fräse für mich arbeiten: sie lief und lief..... es ist schon nett, wenn man nur noch zum Fräserwechsel und gelegentlicher Kontrolle zum Werkstück sehen muss. Ich werde heute noch eine Funkkamera montieren, um dann von der "Ferne" die Arbeit zu überwachen.


Mauer_Fraesen_001 (fspg2)



Anders, als beim Bau der Originalschleuse, wurde hier nicht Stein auf Stein gesetzt, sondern ganze Teile zusammenhängend gefräst.

02_Schleusenbau_ca_1899 (fspg2)

Slg:Hellmich


Es wäre auch sehr mühsam, der Computer hat für den nachzubauenden Schleuseneingangsbereich etwa 22500 Steine gezählt.


Hubbruecke_Bau_1900_1 (fspg2)

Copyrigth: Slg_Frenzel/Oppermann


Das weiter oben aufgeführte Beispiel liegt nun als Hardware vor mir und wartet auf die benachbarten Mauerelemente zum Verbauen.


Mauer_Fraesen_002 (fspg2)


Nachdem die Ecklöcher vorgebohrt waren, wurde, um den Fräser zu schonen, im ersten Durchgang mit 0,3 mm Tiefe angefräst, die Fugen versäubert und anschließend mit 0,5 mm auf Endtiefe gefräst. Nach Fräserwechsel erfolgte in 6 Durchgängen mit einem 1,5 mm Fräser die Aussenkontur der 5mm dicken MDF-Platte. Dauer für obigen Treppensockel 1 Stunde und 38 Minuten.
Nach grober Behandlung mit der Zahnbürste, um die Fugen von der restlichen Späne zu befreien, sieht man in der Nahaufnahme die nur 0,5 mm breiten und 0,5 mm tiefen Fugen.


Mauer_Fraesen_003 (fspg2)



Die feinen Fussel an den Kanten wird man nach der farblichen Behandlung nicht mehr störend wahrnehmen.
Das nächste Mauerelement wir knapp vier Stunden auf der Fräse liegen.


Mauer_Fraesen_004 (fspg2)



Zum Vergleich ist der linke Bereich mit einer Cuttermesserklinge abgezogen, mit einer alten Zahnbürste gesäubert und abgesaugt.
fspg2 - 14.01.09 21:31
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

nachdem ich heute für sechs Stunden außer Haus war, hatte die Fräsmaschine zwischenzeitlich in das nächste Teil die Fugen fertig geritzt. Fräser umgespannt.... nach einer weiteren halben Stunde war dann auch die Außenkontur in 6 Durchgängen auf Maß gebracht.
Jetzt wollte ich alles einmal zusammengesetzt sehen. Auf dem Grundriss habe ich die bisher gefrästen MDF-Platten locker aneinander gestellt. Auf der Zeichnung sieht es schon groß aus, in der dritten Dimension wirkt es dann allerdings doch noch etwas mehr.

Mauer_Fraesen_005 (fspg2)

schnelle Stellprobe mit den unversäuberten Platten

Mauer_Fraesen_006 (fspg2)

die linke Platte brauchte gut 6 1/2 Stunden

Mauer_Fraesen_007 (fspg2)



Während die nächsten Platten geritzt werden, kann ich mich an das Versäubern der Verzahnung und das Zusammensetzen der Stoßkanten machen.

Bei den 5mm MDF-Platten gibt es allerdings auch die unterschiedlichsten Qualitäten. Während die eine sich nach dem Fräsen leicht rundet, bleibt die andere Platte wunderbar plan liegen. Nach der Montage wird das allerdings keine Rolle mehr spielen.

Mauer_Fraesen_008 (fspg2)

MDF-Plattenvergleich: links weicher (Oberfläche wirkt glatter), recht härter und im Fräsbild deutlich sauberer
fspg2 - 24.01.09 15:50
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,
für die Nachbildung der großen Ecksandsteinquader habe ich mir Ureol (auch unter Necuron, Ebaboard,... zu finden) als Restestücke bei einem ortsansässigen Modellbauer besorgt. Das ist deutlich günstiger, als eine ganze Platte (1000mm x 500mm x 50mm etwa 200,00 bis 300,00 € - je nach Härte und Anbieter). Das Material ist gegossener Kunststoff, der sich wunderbar bohren, fräsen, sägen und schleifen lässt. Er wird vielfach für aus dem Vollen gefräste Formen verwendet. Bei der Bearbeitung empfiehlt es sich, eine Staubschutzmaske zu tragen, denn es staubt doch gewaltig Ausruf
Das von mir bearbeitete Ureol lässt sich mit groben Schleifpapier oder mit dem Sandpinsel wunderbar in Form bringen. Im Gegensatz zum MDF ist die Oberfläche härter.

Sandstein_Ecke_002 (fspg2)


Die aus dem 50mm dicken Ureol gesägten Streifen, habe ich an der einen Kante mit einem 8mm Viertelstab-Fräser verrundet und für das Verkleben mit dem Mauerwerk Vertiefungen eingefräst.

Sandstein_Ecke_004 (fspg2)


Die bislang fertigen Mauerteile wurden in der gefrästen Nut auf einer 5mm MDF-Grundplatte fixiert.

Als nächster Schritt müssen jetzt die Einzelsteine abgelängt und an den Kanten mit einer Fase versehen werden. Zum genauen stabilen Ausrichten der abwechselnd um 90-Grad versetzten Einzelblöcke, dienen die beiden 8mm Bohrungen, durch die zum Schluss ein entsprechender Ms-Stab gezogen wird.

Sandstein_Ecke_32x22_52x19_68_001 (fspg2)


Edit: Tippfehler bereinigt
ottmar - 24.01.09 16:45
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frijthof,

mir fehlen die Worte! Das Ganze sieht schon sehr eindrucksvoll aus.

Ich wünsche Dir weiterhin gutes Gelingen!

Gruß Ottmar
fspg2 - 27.01.09 18:01
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,
@Ottmar: Danke, der Worte, die Dir fehlen Grins

Auch ich bin immer wieder begeistert, wenn nach Stunden wieder eine Mauerplatte fertig gefräst ist und eingebaut werden kann. Die letzte Platte brauchte gut 13 Stunden!
Diese Zeit nutzte ich für ein weiteres Projekt, das ich Euch hiermit kurz vorstellen möchte.

Auf der Fahrt von Hannover nach Lohne bin viele Jahre an diesem Schuppen vorbeigefahren, jedes mal mit dem Gedanken, ihn das nächste Mal zu fotografieren.


Alter_Lagerschuppen_002 (fspg2)


2003 waren diese Bilder dann endlich im Kasten.


Alter_Lagerschuppen_005 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_006 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_007 (fspg2)


Weitere sechs Jahre hat es gedauert, bis..... ich jetzt begonnen habe, ihn am Computer zu zeichnen.

Alter_Lagerschuppen_009 (fspg2)



Wenn die Mauern für die Schleuseneinfahrt (auf der die Hubbrücke früher stand) fertig sind, wird der Schuppen wieder aus MDF-Platten entstehen.
Auch wenn er im Original nicht unmittelbar am Wasser stand, so denke ich, dass er Norddeutsch genug ist, ihn im Hafenbereich (siehe erste nicht mehr ganz maßstäbliche Skizze) auf neue Güter warten zu lassen.
fspg2 - 30.01.09 23:51
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,
während ich am Schuppen weiter gezeichnet habe, konnte die Fräse das Mauerwerk für ein weiteres kleines Gebäude aus dem MDF kitzeln.
Im Modell wird im Hafenbereich der Sand aus dem Trichter nicht nur in die Loren verladen, sondern es werden auch LKW´s "versandet" (wie beim Lauenburger Vorbild). Ein paar hundert Meter von dieser Ladestelle entfernt gab es eine kleine alte Waage. Sie ist heute allerdings ohne Funktion restauriert, wobei mir das Dach anders in Erinnerung ist (die jetzigen Dachziegel erscheinen mir nicht so ganz stimmig).

Alte_Waage_Lbg_001 (fspg2)



Alte_Waage_Lbg_003 (fspg2)



Alte_Waage_Lbg_010 (fspg2)



Alte_Waage_Lbg_014 (fspg2)



Das Herstellerschild ist bereits geätzt:

Alte_Waage_Lbg_021 (fspg2)


Ebenso ist das Mauerwerk heute fertig geworden. Nach dem Zusammenkleben müssen noch die Fugen an den Kanten und im Tür-/Fensterbereich nachgeritzt werden. Hier sind die Mauerfugen durch das MDF gebohrt worden, so dass ich mit einer kleinen Feile die runden Löcher eckig machen muss. Am Fenster kann man die hellen Bohrlöcher erkennen.


Alte_Waage_Lbg_015 (fspg2)



Alte_Waage_Lbg_019 (fspg2)


Alte_Waage_Lbg_017 (fspg2)


Weitere Bilder gib es hier!
Helmut Schmidt - 31.01.09 00:08
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

das regelmäßige Pflaster der Waage lässt sich ja auch noch gut Zeichnen und fräsen nur welche Idee hast du für das im Original unregelmäßige Pflaster.

Aber Klasse das du jetzt auch solche Erfolge bei der MDF Bearbeitung zeigen kannst. gut Respekt
theylmdl - 31.01.09 00:17
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof!

Noch ein kleiner Tipp aus der Praxis. Wenn Du Schilder mit Schriften in so "dicken" Materialien wie 0,5mm ätzen lässt, dann solltest Du zur Strichstärke einiges dazu geben, beispielsweise 10%. Das ist ein Erfahrungswert. Wenn Du die Bleche nachher abziehst auf feinstem Schleifpapier, bekommst Du die richtige Strichstärke mit scharfen Kanten.

Erfreute Grüße, die kleine Waage ist sehr schick -
fspg2 - 31.01.09 10:10
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Morgen,

@ Helmut: Das innere Pflaster der Waage gibt es nur in der "restaurierten " heutigen Version. Früher war an dieser Stelle ein weiterer Rahmen mit der eigentlichen Wiegeplattform, die ich auch nachbilden werde. Davon konnte ich allerdings noch kein Foto auftreiben. Somit weiß ich noch nichts über den Belag. Aus der Erinnerung war es Beton. Die Firma Essmann gibt es heute noch. Ich werde dort einmal höflich anfragen, ob es noch alte Unterlagen über diese alten Waagen gibt. Besonders interessiert mich die genau Funktion der Wiegetechnik. Ein altes Bild einer Eisenbahnwaggonwaage dieser Firma habe ich auf deren Internetseite gefunden.


Ich vermute einmal, dass es sich um das gleiche Prinzip handelt, wie bei der Lauenburger LKW-Waage.

Zitat:
nur welche Idee hast du für das im Original unregelmäßige Pflaster.


Für das äußere Pflaster bieten sich echte Steinchen an.


@ Thomas: Danke für den Tipp! Du hast Recht 0,5mm waren in der ersten Ätzung für die Zeichnung zu dick. Eine zweite Ätzung in 0,3mm Neusilber sah dann schon besser aus. Das gestrige Bild war lediglich auf den Scanner gelegt. Hier kommt noch einmal ein echtes Foto, auf dem man schon besser die Konturen erkennen kann.

Alte_Waage_Lbg_022 (fspg2)


Diese Ätzung erfolgte in 0,3mm Neusilber vom gleichen Film.


Im Vorbild war das zweite Schild durch das ständige Überfahren mit den schweren LKW´s schon ein wenig verrundet.


Alte_Waage_Lbg_013 (fspg2)



Zum Vergleich die beiden Schilder gegenübergestellt.

Alte_Waage_Lbg_014 (fspg2)

Sven Frank - 31.01.09 17:51
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Frithjof,

als kleine Anregung für innen:

http://www.buntbahn.de/fotos/data/7788/2990DSCN5275.JPG

leider kam ich nicht rein, eine GiBo voll Schrott versperrte den Zugang ins Wiegehäuschen. Das Bild entstand an der alten Gleiswaage im Neusser Hafen (siehe auch meine Galerie dazu).
fspg2 - 05.02.09 15:36
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo in die Runde,

@Sven: Danke für das Bild.
Ich habe in der Tat noch keine wirklichen Vorbildfotos des Innenlebens der kleinen Waage. Ich habe diesbezüglich allerdings bei der noch in Hamburg ansässigen Waagenbaufirma Essman in einem netten Gespräch mit dem Geschäftsführer nach alten Unterlagen angefragt. Vielleicht gibt es dort noch eine Chance - ich bin sehr gespannt.

Inzwischen hatte ich mir im Baumarkt nicht MDF- sondern HDF-Platten besorgt, da ich mit der Härte einiger MDF-Platten - je nach Lieferant - nicht immer glücklich war.


MDF_-_HDF_Vergleich (fspg2)


Auf dem Foto sieht man von links nach rechts: MDF, MDF, HDF

Das linke MDF faserte deutlich mehr an den Kanten, so dass beim Zusammenstecken der Eckplatten z.T. die Feile nachhelfen musste. Bei der mittleren MDF-Platte dagegen war das Zusammenstecken problemlos.
Bei der rechten HDF-Platte ist die Kante noch einmal deutlich sauberer. Auch lassen sich die aufgeworfenen Fräskanten sehr viel leichter glätten.

Ach ja, die abgebildete HDF-Platte ist ein Teil von der Front des alten Lagerschuppens.


Alter_Lagerschuppen_011 (fspg2)


Zweiter Fräsdurchgang mit 0,5mm Fräser und 0,5mm Tiefe. Nach dem ersten Durchgang mit 0,3mm Tiefe erfolgte ein Glätten der aufgeworfenen Fräskanten mit 400er Sandpapier und ein Absaugen der Späne.

Einen kleinen Film vom Fräsen beim zweiten Durchgang gibt es hier zu sehen.

Alter_Lagerschuppen_012 (fspg2)



Bohren der später sichtbaren Mauerfugen.


Alter_Lagerschuppen_013 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_014 (fspg2)

fspg2 - 10.02.09 22:19
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo am Abend,

es ist weiter gegangen mit der Fräserei:


Alter_Lagerschuppen_015 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_016 (fspg2)


Die Einzelteile sind für das Foto nur lose zusammengesetzt und noch nicht verklebt worden, denn die aufgesetzten Säulen werden erst nach dem Streichen auf den Grundkörper der Fassade geklebt, um so besser die Innen-Ecken mit der Farbrolle zu überrollen, wie hier bei der Rampe gezeigt.

Als Nächstes steht die rechte Seitenwand an. Die Rückwand wird an der Modulaußenkante stehen und zum Teil offen gestaltet, um so besser die Inneneinrichtung zu betrachten. Aus diesem Grunde wir die Innenwand des Schuppens auch als weiß gestrichene Mauer nachgebildet. Ebenso sollen die Zwischendecken und Stiegen sichtbar sein. Der Schuppen wird im Hafenbereich neben der Sandverladung stehen und soll als Reparaturwerkstatt sein Dasein fristen.
Gibt es eigentlich in 1:22,5 Werkzeugmaschinen (Ständerbohrmaschine, Drehbank...), die in so einem Schuppen glaubhaft stehen könnten- oder ist hier auch Sebstbau angesagt?


Alter_Lagerschuppen_017 (fspg2)



Zwischen der Innen- und Außenwand werden die Fensterrahmen gelagert sein

Sie werden in den nächsten Tagen aus 1,5mm Messing gefräst, ähnlich wie diese Spur 0-Fensterrahmen.



gefraeste_Fensterrahmen_Spur0 (fspg2)


Für heute wünsche ich Euch eine gute Nacht!
Thomas Engel - 11.02.09 08:00
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Winke Hallo Frithjof,

ich hab mir Deine Gute-Nacht-Lektüre zwar erst heute morgen angeguckt,
was jedoch nichts von meiner Begeisterung nimmt, wie gut es nun bei Dir
voran geht - weiter so!

Alles Gute!

Brennender Teufel Thomas
Nordlicht - 11.02.09 16:37
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof

eine Werkzeugmaschine (Drehbank) findest Du bei dem Kollegen Höhne

http://magnusbahn.de/index.php?option=com_rsgallery2&Itemid=28&gid=25

soweit ich mich erinnere Verlegen hatte Herr Höhne auch noch andere Werkzeugmaschinen im Angebot, einfach mal nachfragen


Ebenso gab es schon einige Angebote bei Ebäääääääääääää, z. Z. habe ich keine gefunden, aber immer mal wieder suchen

gruß Jörg
fspg2 - 11.02.09 22:14
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

@ Thomas: Ja, es geht gut voran, wie Du in der heutigen Fortsetzungsfolge der "Gute-Nacht-Lektüre" sehen kannst Lachend

@ Jörg: Danke für den link! Das ist ja eine tolle Maschine, die sicherlich ihren Preis wert ist. Ich werde mal bei ebay beobachten.

Heute kam die rechte Seitenwand des Schuppen zum Vorschein:


Alter_Lagerschuppen_018 (fspg2)


An der rechten Seite befindet sich ein Durchgang zum benachbarten Holzanbau, der durch einen Eisenträger (noch MS) gestützt wird.

Alter_Lagerschuppen_020 (fspg2)


Auf die Frage, ob ich nicht eine Kleinserie auflegen wolle, kommt meine Gegenfrage: Was darf so ein Teil kosten, wenn man die anfallenden Ausgaben berücksichtigt?

Zu den bisherigen Kosten kann ich Folgendes sagen:

HDF: bislang drei Seitenwände und die Säulen - 8,00 €
1x Bohrer: 0,5mm: 2,00€
1x Fräser: 0,5mm 13,40 €
1x Fräser:1,5mm 16,30 €

Der Bohrer und die beiden Fräser werden sicherlich noch ein paar Stunden arbeiten können, bis sie stumpf werden.


37 Std. Stromkosten/Frässpindel + Rechner etwa 8,50 €

Arbeitszeit (Konstruktion am Rechner, Fräserwechsel, Nacharbeit an den Platten): unbezahlbar

Anteilige Anschaffungskosten der Fräse, Rechner, Software: keine Ahnung, wie viele Stunden die einzelnen Komponenten halten. Je länger, desto billiger wird jedes gefräste Einzelteil.

Abschließend soviel: Es wird ein Einzelteil bleiben, das mir sehr viel Spaß macht. Von der Recherche , über die Konstruktion, bis hin zum Bau und abschließenden Altern, zählt - solange es Hobby ist - weniger die Zeit, denn wie heißt es so schön: der Weg ist das Ziel!

Hochgerechnet werden alleine etwa 60- 65 Stunden Fräszeit benötigt.

P.S.: das soll aber nicht heißen, dass ich nicht einem Kollegen durchaus einmal etwas auf meiner Fräse herstellen kann! Da es dann sowieso unbezahlbar sein wird,....
Helmut Schmidt - 11.02.09 23:54
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

aus meiner Sicht kann ich nur sagen, das individuell Ergebnis rechtfertigt für den persönlichen Einsatz die Mittel.

Was du in deiner Rechnung noch nicht berücksichtigt hast, ist der Verschleiß an der Hardware und die Kosten für Softwareupdates, ich persönlich habe mit den beiden Punkten gerade größere Erfahrung gemacht.
Eisenbahnfreak - 12.02.09 07:04
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

auch wenn ich jetzt kein direkter Freund der MDF-Bearbeitung bin, so gefaellt mir doch Deine Arbeit sehr gut!

Sauber recherchiert und ebenso sauber ausgefuehrt!

Was fuer eine Fraese setzt Du denn ein wenn ich fragen darf? Hast Du damit auch Erfahrungen mit anderen Werkstoffen bereits?

Viele Gruesse und weiter so Applaus Applaus

Joachim
fspg2 - 12.02.09 20:24
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Joachim,

ich habe diese Fräse: High-Z 720
Ich verwende als Fräsprogramm Mach3. Würde ich heute wieder auswählen, auch wenn die Einarbeitungszeit schon etwas länger bedarf, als z.B. das WinPCNC. Bei dieser Adresse gibt es nach kostenloser Anmeldung wertvolle Hilfestellung zum Programm.

Bei einer Fräse solltest man sich klar darüber sein, ob man eine große Fläche (so wie ich) oder starke Kräfte benötigt.

Bei meiner Portalfräse ist bei Alu und Messing die Spantiefe und Geschwindigkeit doch deutlich geringer, als z.B. bei einer BF20.

Die meisten Erfahrungen habe ich mit HDF/MDF, Plexiglas GS und z.T. Polystyrol . Die ersten Versuche mit Messing sind gemacht - das zeige ich demnächst mit den Fenstern für den Schuppen.

Alter_Lagerschuppen_021 (fspg2)

Eisenbahnfreak - 12.02.09 21:32
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

danke fuer die info.

Die Fraese hatte ich auch schon im Blick.

Aufgrund meiner Planung denke ich eher an Messing als Werkstoff, im Augenblick habe ich die hier im Blickfeld:

http://www.team-haase.de/pages/al_abbildung.html

Wuerde mich freuen, wenn Du ueber Deine Erfahrungen mit den Messingfensterrahmen berichten wuerdest.

Vielleicht kannst Du mir auch ein bischen erlaeutern, warum Du auf Mach3 eingestiegen bist, gerne auch per pn.

Schoene Gruesse
Joachim
fspg2 - 18.02.09 23:08
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

@Joachim

Zu Deiner Wahl der Fräse kann ich nichts genaues sagen, da ich sie nicht kenne, sie macht aber einen stabilen Eindruck.
Der Grund für mich, Mach3 zu wählen, war eine Entscheidung gegen das DOS-Programm PCNC. Ich mag DOS einfach nicht!
WinPCNC gab es noch nicht, als ich mir vor dreieinhalb Jahren die Fräse angeschafft hatte.
Inzwischen habe ich mich in das Programm ganz gut eingearbeitet. Mit dem beiliegenden CAM-Modul "Lazycam" habe ich mich nie anfreunden können. Sheetcam hat genau das, was ich für 2,5D brauche.

Zitat:
Wuerde mich freuen, wenn Du ueber Deine Erfahrungen mit den Messingfensterrahmen berichten wuerdest.


...mache ich demnächst.

Inzwischen ist die Fräse weitere 28,5 Stunden gelaufen und hat die Innenwände produziert.


Alter_Lagerschuppen_023 (fspg2)



Auf der Rückseite der Innenwände habe ich eine 0,7mm Vertiefung eingefräst, zum Einlegen der Fensterrahmen.

Alter_Lagerschuppen_024 (fspg2)

fspg2 - 23.02.09 00:00
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo an Alle,

der alte Schuppen hat auch ein erste Etage und die muss ja erreichbar sein. In diesem Fall wird es eine bei Original nicht vorhandene Außentreppe sein, die ich auf einem Foto im Netz gesehen hatte.

Da ich vom Foto keine Quellenangabe mehr habe, kommt sie hier nur als Zeichnung:

Alter_Lagerschuppen_033 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_035 (fspg2)


Auf meiner Fräse habe ich einen Tip von Helmut angewandt. Während ich früher gleichmäßige Lochreihen mit allerlei Hilfswerkzeugen gebohrt habe, musste ich jetzt nur eine Nut (entsprechend der verwendeten Profile) in eine MDF-Platte fräsen, in die dann sehr stramm das jeweilig Messing-Profil eingedrückt wurde.


Alter_Lagerschuppen_025 (fspg2)


Für die Treppe benötigte ich zwei Profile: U 5,6mm x 2mm und L 1,5mm x 1,5mm.
Innerhalb von wenigen Minuten hatte ich so alle Löcher und die Langnut für zwei Treppen gefräst. Obwohl ich nur eine Treppe benötige, habe ich mir angewöhnt, bei solchen Teilen immer alles doppelt zu erstellen, denn die Maschine ein zweites mal einzurichten ist meist aufwendiger, wenn mal ein Teil bei der weiteren Verarbeitung unreparabel kaputt geht.

Des Weiteren hatte ich mir für die Montage zwei kleine Lehren erstellt. In Hartgewebe hatte ich zwei parallele Nuten mit einem geeigneten Sägeblatt im Abstand der Außenschenkel gesägt. Das Sägeblatt an der Böhler-Kreissäge läßt sich dazu in der Höhe verstellen.
In das U-Profil wurden 0,8mm Nieten so gesteckt, daß der 0,6mm Schaft nach oben zeigt und die vorgeborten Treppenwinkel aufnehmen kann.


Alter_Lagerschuppen_026 (fspg2)



Es wurden immer drei Winkel als eine Einheit gelassen und die rechts und links überstehenden Teile nach dem Verlöten mit Hilfe der zweiten Lehre auf der Kreissäge abgelängt. Das Sägeblatt ist dabei nur 0,3mm dick.


Alter_Lagerschuppen_028 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_029 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_030 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_031 (fspg2)


Nach 20 Minuten war der erste Holm fertig gelötet. Er wurde anschließend mit einer Zahnbürste und Haarshampoo unter heißem Wasser gereinigt. Anschließend wurden die Nieten mit einem watenfreien Seitenschneider gekürzt und mit einem Hohlfräser verrundet.


Alter_Lagerschuppen_032 (fspg2)

fspg2 - 23.02.09 06:35
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
...falsche Taste gedrückt- sorry!
Ansonsten eine schönen Wochenstart Ausruf
fido - 23.02.09 09:11
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

Dein Gebäude ist beeindruckend Winke

Vielen Dank an Dich & Helmut für den Tipp zum Spannen der Messingprofile in einer MDF-Platte. Da muss man erstmal darauf kommen...
Mattiacus - 23.02.09 12:50
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

ich kann mich nur dem allgemeinen Tenor anschließen: EINFACH SUPER UND EXTRAKLASSE!

Das alles zeigt aber auch, dass derjenige, der eine CNC-Fräse besitzt (und auch beherrscht), ganz klar im Vorteil ist. Was mir besonders gut gefällt ist das Mauerwerk und Deine äusserst präzisen Arbeiten an sich.

Bei meinen Bauwerken habe ich stets auf so genannte Miniaturziegel zurückgegriffen, was aber bei mir im Laufe der Zeit höchste Unzufriedenheit auslöste; wenn man einmal das Ganze fotografiert hat und dabei feststellt, dass diese Miniaturziegel für hochwertigen Modellbau nicht ausreichend ist - zumindest nicht für meine Belange.

Deine Arbeiten hingegen - und jene von Helmut - haben mir gezeigt, dass sich das Mauerwerk genauso so zeigt, wie in Natura. Bin begeistert!

Daher werde ich bei meinem kompletten Neubau der Station Lichtenberg die Rollschichten in MDF oder HDF fräsen, damit diese traumatischen Wülste an den Miniaturziegeln mir keine weiteren schlaflosen Nächte mehr bereiten können. Eines möchte ich aber klarstellen: Die Wülste lassen sich bei der Herstellung bzw. Herstellungsweisen einfach nicht vermeiden und hat nichts mit den Fähigkeiten der Anbieter zu tun - es geht halt nicht besser! Oder doch?

Die alte und unfertige Station Lichtenberg werde ich demnächst in die Tonne treten, um das einmal salopp auszudrücken. Nicht nur der Rollschicht wegen, sondern auch wegen meinen Entwicklungen neuer Bauweisen und -formen, was ich bei Gelegenheit auf meiner HP zeigen werde. Im Inneren des Güterbodens wird jedoch weiterhin gelaserter Karton verwendet.

Langer Rede, kurzer Sinn: Deine bisherigen Beiträge zum Thema lassen Spektakuläres erwarten und zeigen das auch schon teilweise. Bitte so weitermachen und darüber berichten.


Höllische Grüße Grinseteufel
Horst
fspg2 - 24.02.09 18:59
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

@ fido Danke für Dein Lob!
Du hast ja bislang nur die kleinen Bilder gesehen und bist schon beeindruckt... mir geht es immer wieder so, wenn ich vor dem kleinen Original stehen und ein neues Teil, das von der Fräse gekommen ist, einbaue ... und es passt!

@ Horst
Das Arbeiten mit der Fräse ist schon etwas anderes, als wenn Du die eigentlich schönen Miniaturziegel verbaust und dann genau betrachtest. Hier hatte ich weiter vorne einen Vergleich beider Mauern gezeigt.
Dass Du einen kompletten Neubau der Station Lichtenberg planst, tut auf der einen Seite sicherlich weh, wenn man die ganze Mühe betrachtet, die bereits da drin steckt – aber das zeigt andererseits doch die eigene Entwicklung. Ich kann mich noch erinnern, als ich einmal für eine Güterwagen-Kleinserie 200 U-Profile 2x1mm, die ich mit jeweils 19 Nieten versehen hatte, weggeschmissen habe, weil ich U-Profil mit 2x0,7mm bekam... und neu genietet habe. Nur weil ich den Fehler in der Materialdicke des Profiles vor dem Zusammenlöten bemerkt hatte. Ein paar Spur0-Kollegen wollten die alten Profile an ihre Billerbahnwagen ankleben, trotz nicht stimmender Nietabstände. Jetzt könnte man natürlich über die "Nietenzähler" schimpfen oder versuchen sie ein klein wenig zu verstehen Lachend
In den Maßen, wie ich durch andere Modellbauer neue Techniken kennenlerne, selber adaptiere und an meine Möglichkeiten anpasse, wachsen meine Ansprüche und auch Fähigkeiten (einfach probieren und wenn es nicht klappt, eben noch einmal...) hochwertigeren Modellbau zu betreiben. Mein Bastelspaß kommt nicht von schnell viele Modelle zu bauen, sondern mir Wege zu überlegen, zu meinem Wunschmodell zu kommen.
Ich kann zwar Äußerungen von einigen Buntbahnern verstehen, wenn sie bisweilen von ihren „linken Händen“ oder geringen Möglichkeiten sowohl technischer, als auch finanzieller Art berichten – (und auch hier kommt ein aber) aber guter, anspruchsvoller Modellbau muss nicht teuer sein und man kann immer lernen, sich zu verbessern.
Dazu dient doch unser Forum. In den einzelnen Beiträgen sehen wir die unterschiedlichsten Qualitäten und erfahren auch von sehr verschiedenen Ansprüchen ... und das ist gut so, wenn man nicht stehen bleibt! Ich freue mich immer wieder, wenn ich bei einigen Buntbahnern im Laufe der Zeit deren Entwicklungsschritte mitbekomme. So z.B. Christians wunderbaren 1:13 Feldbahnloks, die er anfangs nur sehr zögerlich gealtert hat und dann von Stufe zu Stufe "mutiger" wurde.
Ich meine ähnlich, wie Helmut es kürzlich in seinem Thread vom Klosterstollen sagte, lasst uns zeigen, was uns zur Zeit möglich ist und dabei über den Tellerrand blicken, was der Andere macht. Viele Anregungen bekomme ich auch in anderen Foren oder Seiten aus artverwandten Bereichen, wie .B. hier (wundert Euch nicht über die Schriftzeichen).
Wenn ich die Karosserie dieses schönen Oldtimers sehe, bin ich begeistert und denke im gleichen Atemzug, dass ich so etwas niemals hinbekomme... dabei habe ich es bislang doch noch nie probiert Winke

Zitat:
...sondern auch wegen meinen Entwicklungen neuer Bauweisen und -formen, was ich bei Gelegenheit auf meiner HP zeigen werde.

Bitte berichte doch auch hier davon!


So ein Bild soll heute auch noch folgen. Es zeigt die Art und Weise, wie ich aus Rauten- oder Riffelblech mir die Treppenstufen erstellt habe.


Alter_Lagerschuppen_036 (fspg2)


Zu Anfang habe ich das Blech in 35,5mm breite Streifen geschnitten (Stufenbreite). Mit der Böhlerkreissäge habe ich auf dem Parallelschlitten die Riffelbleche (anders als auf dem Foto) auf halbe Materialstärke von unten mit einem 0,5mm Sägeblatt (etwa 2mm Rand) eingeritzt. Dabei habe ich mit einem kleinen Holzklotz das Blech gleichmäßig auf das Sägeblatt gedrückt. Auf dem Foto links, daneben mit der Biegemaschine abgekantet, dann mit Hilfe eines 1mm Bleches als Anschlag den Rand gekürzt, sodass die am Ende sichtbare Kante incl. Materialstärke 1,3mm beträgt. (ähnlich dem Foto hier), anschließend mit einem 12mm Blechstreifen als Anschlag die Treppenbreite mit Rand geschnitten, daneben dieses Mal von der Rückseite das Blech eingeritzt, ganz rechts wieder gefaltet. Vorne liegen mehrere Treppenstufen, die abschließend auch die zweite Kante gekürzt bekamen.
Mattiacus - 25.02.09 14:20
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

sicherlich werde ich in diesem Forum zur gegebenen Zeit über meine Modellbauten berichten und nicht nur ausschließlich auf meiner HP. Denn hin und wieder mal ein Lob aus berufenen Mündern tut ja auch ganz gut und widerfährt einem sofort - und nicht irgendwann im eigenen Gästebuch oder über achtzig Ecken und Kanten in anderen Foren (siehe hier letzten Eintrag)!

Dass ich die Station komplett neu baue liegt einzig und alleine daran, so dass mich die Ziegelsteine, wie schon geschrieben, bei der Bewertung des Gesamteindrucks erheblich stören; ansonsten hätte ich keinen großen Grund alles neu zu bauen. Anhand Deines Beispiels „tanzende und gefräste Mauerreihe” HIER brauche ich wohl das Thema nicht zu vertiefen, denn die Fotos sprechen für sich!

Explizit möchte ich betonen, dass sich der mit der Herstellung der Miniaturziegeln (Sonderformat Reichform II) Beauftragte äusserste Mühe gemacht hat!

Idealerweise kommt dem Neubau dann auch noch die Neukonstruktion des Fundaments zu gute - nicht nur vom Gewicht her. Auch das hatte mich gestört, obwohl ich grundsätzlich vor Baubeginn sehr genau überlege, was wie am besten zu bewerkstelligen ist.

Nun gut! Ich denke, dass ich nicht der einzige bin, der sein geliebtes Objekt wegen Unzufriedenheit ein zweites Mal baut, weil für ihn ein oder zwei entscheidende Komponenten unstimmig sind. Bei solchen Aktionen können dann nebenbei auch noch die allerneuesten Erkenntnisse vom Original mit berücksichtigt werden.

Wünsche Dir weiterhin viel Spaß bei deinem beispielhaften Projekt!

Höllische Grüße Grinseteufel
Horst
Helmut Schmidt - 25.02.09 23:28
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

heute war ich unterwegs um meine Tochter mit Enkelkind und Schwiegersohn zu besuchen.
Dabei bin ich mal zur Abwechslung einen anderen Weg gefahren und stand plötzlich vor diesem Gebäude.

Rotstein Lagerschuppen 01 (Helmut Schmidt)

An irgend etwas erinnerte mich diese Gebäude spontan.

Rotstein Lagerschuppen 02 (Helmut Schmidt)

Ich ging an dem Gebäude entlang.

Rotstein Lagerschuppen 03 (Helmut Schmidt)

Ich ging um das Gebäude herum und war mir eigentlich sicher, aus dieser Perspektive hat ich das Gebäude noch nie gesehen.

Rotstein Lagerschuppen 04 (Helmut Schmidt)

Offensichtlich war da ganz früher mal etwas anderes angebaut aber dann doch ein Stallgebäude.

Rotstein Lagerschuppen 05 (Helmut Schmidt)

Auf der anderen Seite gibt es diese Holzgebäude.

Rotstein Lagerschuppen 06 (Helmut Schmidt)

Inzwischen hatte auch ach mal an dem Haus dahinter geklingelt, nur es war niemand daheim. so interessierten mich die Fenster, wie sieht es da wohl herinnen aus.

Rotstein Lagerschuppen 07 (Helmut Schmidt)

Dann entdeckte ich dieses Fenster mit dem fehlenden Lüftungsflügel.

Rotstein Lagerschuppen 08 (Helmut Schmidt)

Ich hielt einfach mal meine Kamera durch das Fenster und machte eine Aufnahme.

Rotstein Lagerschuppen 09 (Helmut Schmidt)

Die Erste Aufnahme hatte mich neugierigste gemacht und so versuchte auch noch weitere Perspektiven.

Rotstein Lagerschuppen 10 (Helmut Schmidt)

Und über diese Treppe geht es in den hölzernen Anbau.

Unsere Kinder wohnen im Übrigen ganz in der Nähe, auch in einem Rotsteinhaus und habe dort die alte Dorfschmiede erworben, bei Interesse kann ich gern ergänzende Bilder Zeigen.
fspg2 - 26.02.09 17:37
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin aus dem Braunschweiger Land,

gestern kam "Engelhafte" Post ins Haus, die mir aus der Patsche half, denn ich hatte beim Kürzen der umgefalteten Kanten ein falsches Abstandsblech gegriffen und dadurch die Hälfte der Stufen so in der Höhe auf nur 0,8mm geschnitten - definitiv zu flach. Allerdings war mein Riffelblech aufgebraucht. Heulend
Ein Hilferuf bei Thomas Engel... - am nächsten Mittag lag ein kleines Päckchen mit zwei verschiedenen Blechen (Tränen und Raute). Ich konnte also weitermachen. Danke Dir Thomas, für die schnelle Hilfe Ausruf
Damit die Stufen alle wie aus einem Guss aussehen, habe ich kurzerhand alle Stufen neu gemacht und dabei gleich die Löcher für die Nieten vor der letzten Biegeaktion eingeprägt. Dabei musste natürlich auch mein letzter 0,5mm Stößel in einem Blech stecken bleiben und .... abbrechen - es war wohl nicht mein Tag!

So konnte ich nur auf den spitzesten Nietenprägestempel wechseln und mit ihm die Löcher durchstoßen.
Auf dem Bild seht ihr zwei Anschläge. Das Blech schob ich einmal rechts, einmal links an den Anschlag und hatte gleich zwei richtig positionierte Löcher.

Alter_Lagerschuppen_037 (fspg2)



Die aufgebördelten Ränder wurden auf einem ausgenudelten Schleifpapierbrett abgezogen. Bei dem abgebrochenen Stößel hätte ich keinerlei Nacharbeit gehabt. Jetzt musste ich die Löcher mit der Reibahle nachbehandeln. Damit der Durchmesser bei allen Löchern 0,5mm nicht überschritt, habe ich ein entsprechend abgelängtes 1,5mm Röhrchen (Aussendurchmesser) aus Anschlag über die Reibahle geschoben.


Alter_Lagerschuppen_038 (fspg2)



@ Helmut: Das war ja eine nette Überraschung, Deine Bilder vom Schuppen mit den Innenansichten. Danke auch Dir dafür Ausruf
Eigentlich hatte ich den Schuppen in 1:43,5 als Relief bauen wollen und deshalb mich auch nicht für das Innenleben interessiert. Inzwischen ist er ja ein wenig gewachsen und wartet auf den Innenausbau.
Dafür hatte ich mir zwei Alternativen überlegt. Einmal als Holzbalkenkonstruktion (ähnlich wie auf Deinen Fotos) und die von mir favorisierte Gewölbedecke mit den Eisenträgern.


Alter_Lagerschuppen_039 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_040 (fspg2)


Weiß jemand von Euch, ob auf solchen Zwischendecken zusätzlich noch eine Holzbeplankung stattfand? Wie verhielt es sich mit den Abständen zu den Fenstern? Wäre es angebrachter nur drei statt sechs Gewölbe zu bauen mit insgesamt vier Zwischensäulen?

Alter_Lagerschuppen_041 (fspg2)


Dabei bin ich mir unsicher, ob bei einer Tragweite von 6,5m die Eisenträger überhaupt abgestützt werden müssten. Ich habe in einem ehemaligen Kuhstall ein Beispiel mit schönen gußeisernen Säulen gesehen. Allerdings dürfte diese Form der Säulen für den Schuppen doch ein wenig übertrieben sein.


Alter_Lagerschuppen_042 (fspg2)


Da ich bei mir eine Außentreppe baue, wird es im Innern keinen Aufstieg geben. Bei der Gestaltung der Rückfront kommen mir Deine Fotos sehr hilfreich entgegen. Meine nächster Besuch hätte noch bis Ostern warten müssen. Auffällig ist schon, dass die Front ja doch gegenüber dem Rest wesentlich repräsentativer wirkt. Auch der lange Holzanbau lässt auf einen ehemaligen Landhandel deuten...
Egal, der Schuppen wird bei mir sowieso im Hafenbereich eine neue Funktion übernehmen. Dazu später mehr.
theylmdl - 26.02.09 19:25
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof!

Zitat:
Damit der Durchmesser bei allen Löchern 0,5mm nicht überschritt, habe ich ein entsprechend abgelängtes 1,5mm Röhrchen (Aussendurchmesser) aus Anschlag über die Reibahle geschoben.

Der Tipp ist Gold wert. Diese Idee hatte ich noch nicht. Ich habe mir bisher immer mit Augenmaß oder dem mit Spänen bedeckten Teil der Ahlen geholfen.

Zitat:
Dabei bin ich mir unsicher, ob bei einer Tragweite von 6,5m die Eisenträger überhaupt abgestützt werden müssten.

Das dürfte vor allem von der Dimensionierung der Träger abhängen. Dazu zwei Beispiele.

In dem Altbau, in dem ich wohne, sind im Keller nicht ganz kleine Doppel-T-Träger verbaut, die aber nie mehr als 4,5 Meter überspannen. Ich habe eben 'mal gemessen, die Teile sind 20 Zentimeter hoch. Diese Träger schwingen noch und mussten teils nachträglich gestützt werden (dazu musste sogar schon einmal die Feuerwehr anrücken). Im Hinterhaus wurden diese Träger durch 10 cm hohe und 15 cm hohe, quer laufende ergänzt (!).

Mein Hochbett ist einseitig über 3,33 Meter mit einem in die Wände eingelassenen Träger von 5 Zentimeter Höhe aus 5 Millimeter-Material abgestützt. Das langt definitiv nicht, ich musste das Teil zusätzlich an einem der (Eiche-)Deckenbalken abhängen oder (hatte ich auch ein paar Jahre) am Boden abstützen. Wenn meine Nachbarin oben in Holzpantinen durch die Wohnung läuft, bebt bei mir alles.

Das Maß zwischen den Stützen auf Deinem Foto schätze ich wesentlich kleiner, eher so zwei bis zweieinhalb Meter. Auf Helmuts Foto ist ebenfalls zu sehen, dass die (hölzernen) Deckenbalken gestützt werden. Aus meiner Erfahrung ist ein abgelagerter Eichenbalken einem kleinen Doppel-T-Profil aus Eisen teils überlegen. Zumindest wirst Du den nach 100 Jahren nicht mehr mit einem Fuchsschwanz absägen Winke . Ich habe beim letzten Mal ein Metall-Sägeblatt an dieser Aufgabe rundgenudelt.

Beste Grüße,
Ecthelion - 26.02.09 20:01
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof!

Die von Dir gezeigte Deckenkonstruktion ist ein preussisches Kappengewölbe. Diese Art von Gewölbe arbeitet mit sehr geringem Stich, um die Decke oben leichter in eine gerade Linie bringen zu können und den konstruktiven Raum zu begrenzen. Dabei muss die Stichhöhe 1/5 - 1/10 der Spannweite (einer Wölbung!!) betragen, wenn es flacher ist, bricht es zusammen. Aus dem gleichen Grunde ist diese Gewölbeform nur für kurze Spannweiten geeignet. Daher würde ich Dir empfehlen, auf jeden Fall bei 6 Bögen zu bleiben, 3 wären nicht sehr realitätsgetreu, weil in Natura nicht machbar.
(In den Randfeldern treten knonstruktionsbedingt hohe Horizontalkräfte auf, daher muss das mit Zugankern zurückgespannt werden. Diese liegen aber zum Glück in der Deckenkonstruktion und sind damit nicht sichtbar).

Die Stahlträger tragen immerhin das komplette Gewicht der Decke in Längsrichtung, daher ist die Frage, wie hoch der Stahträger ist, bevor man berechnen kann, ob die gestützt werden müssen oder nicht.
Heute ist 6,50 m Spannweite problemlos machbar, allerdings kommen da dann schon recht massive IPE-Träger zum Einsatz. Mit 10 bis 20 cm ist da bei einer Ziegeldecke nichts zu machen. Ich kann das nicht genau berechnen, und Erfahrungswerte zu preussischen Kappengewölben habe ich leider auch nicht, aber ich würde mal schätzen, dass der Stahträger für eine solche Deckenkonstruktion min. 30 cm hoch sein müsste. Und daher baut man das heute auch nicht mehr, abgesehen davon, dass Gewölbemauern viel zu teuer ist. Eine Stahlbetondecke im Geschossbau erreicht auch schnell ihre 28 cm Dicke, bei einem Stützenabstand von 7,20 m. Und da stehen selten schwere Maschinen drauf Grins
Ecthelion - 26.02.09 20:03
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
edit:
In Deinem Bild weiter oben kann man die Rückspannung im Endfeld ja sogar schön sehen!
fspg2 - 27.02.09 16:38
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Tag,
mit solch einer Resonanz hatte ich gar nicht gerechnet! Sehr glücklich Insgesamt 10 Infos über zwei Foren, per PN und email zu meinem Deckengewölbe. Die erste email kam nach einer Stunde von einem Freund, der mir als erster den Namen des Deckentyps nannte: Kappendecke,
unter http://www.baumarkt.de/lexikon/Kappendecke.htm ist folgendes zu finden:

Zitat:
Kappendecke

Als Kappendecke bezeichnet man eine Deckenkonstruktion, die aus mehreren nebeneinander gereihten Teilstücken von einfachen, relativ flach geformten Gewölbestücken besteht. Sie wurde seit den 1930er Jahren weitgehend von Decken aus Beton verdrängt. Bei einer Kappendecke bilden zwei parallele Stahlträger das Auflager für die Gewölbestücke. Auch ausgemusterte Eisenbahnschienen kamen gelegentlich zum Einsatz. Dazwischen sind die Gewölbe aus Ziegelsteinen. Die Höhe der Wölbung, die als "Kappen" bezeichnet werden, beträgt üblicherweise weniger als 15 % der Breite. Verwendet wurden die Decken in der Landwirtschaft bei Ställen oder Scheunen, als Kellerdecke bei feuchter Umgebung, wo eine Holzbalkendecke verrotten würde oder auch bei Fabriketagen, weil sie eine höhere Belastung aushalten konnten. Kappendecken werden auch als "Preußische Kappe" oder "Berliner Gewölbe" bezeichnet.


Ein schöne Grafik gibt es hier! (Die Schalter lassen sich auch bedienen!)

Erst einmal sei Euch gedankt für die vielen guten Infos! Da ich jetzt den Namen habe, war der Bilderdienst bei google auch sehr anregungsreich. Angetan war ich besonders von diesem Bild:



gefunden bei wikipedia: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/c/cd/Preu%C3%9Fische_Kappendecke_in_einer_Werkstatt_von_1890.jpg/800px-Preu%C3%9Fische_Kappendecke_in_einer_Werkstatt_von_1890.jpg

Bei mir werde ich die inzwischen geänderte Version umsetzen, wobei die Rundsäulen noch schöner werden - evtl. wie auf obigem Bild.


Alter_Lagerschuppen_043 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_044 (fspg2)


Als Langträger wird ein 7x7mm (16cm Vorbild) Doppel-T-träger Verwendung finden, die Querträger werden in der Modellumsetzung lediglich durch flache Blechstreifen angedeutet. Den Rest sieht man sowieso nicht.
Die Deckenhöhe im Modell 9mm werden 20cm Vorbildmaß bedeuten. Die obere Ebene wird mit Brettern beplankt.
Zur Zeit läuft die Fräse für das Mauerbild der Gewölbe-Elemente.

@Thomas:
Zitat:
Ich habe mir bisher immer mit Augenmaß oder dem mit Spänen bedeckten Teil der Ahlen geholfen.


Früher hatte ich mir mit einer Markierung mit einem wasserfesten roten Filzstift zu helfen versucht. Das war aber nicht wirklich sicher, denn die "Gold"-Späne verdeckte die Farbe. Zudem war das Rot sehr schnell verschwunden.
fspg2 - 01.03.09 21:54
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Einen schönen Abend,

die Umsetzung der Kappendecke werde ich nach dem Prinzip der Schiffs- und Flugzeugmodellbauer angehen. Dazu habe ich mir Spanten aus 2mm Sperrholz gefräst. Im Baumarkt gibt es hin und wieder Reste recht günstig - für 70x35cm habe ich lediglich 2,50€ bezahlt.


Alter_Lagerschuppen_045 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_046 (fspg2)



Damit diese nicht frei in der Luft hängen, gibt es dazu noch ein Deckenträgerbrett mit entsprechenden Nuten, in das die Spanten eingesetzt und verleimt werden.
Ihr seht noch kleine Einschnitte, in die ich probeweise zwei 4mm T-Profile eingelegt habe. Sie werden am Ende 5mm aufweisen und die Querträgerunterseite zeigen.


Alter_Lagerschuppen_047 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_048 (fspg2)



Im Hintergrund habe ich schon einmal testweise ein sichtbares Segment der Kappendecke aus 1mm Flugzeugsperrholz gefräst. Es hat ein nocheinmal deutlich saubereres Fräsbild gegenüber HDF. Aufgrund der geringen Wandstärke lässt es sich recht leicht in den Radius der Decke einleimen. Anfangs hatte ich befürchtet, das Sperrholz entweder unter heißem Dampf oder mit dem Bügeleisen zu bearbeiten, um es anschließend um ein Rohr zu binden und trocknen zu lassen. (Radius etwas kleiner als am Ende benötigt, da das Holz zurück zu federn neigt). Nach dem ersten Test, kann ich darauf verzichten.


Alter_Lagerschuppen_049 (fspg2)

Fuchs301 - 02.03.09 07:15
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

ich bin immer wieder von Deiner Geschwindigkeit bei der Umsetzung begeistert: letzte Woche haben wir erst gemeinsam gelernt, wie eine Kappendecke aufgebaut ist, und nun hast Du schon die perfekte Konstruktion und die Einzelteile für den Nachbau... Respekt
fspg2 - 02.03.09 15:20
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Christian,

Zitat:

und nun hast Du schon die perfekte Konstruktion und die Einzelteile für den Nachbau...


Es war eigentlich der Zufall, durch den ich auf das dünne Sperrholz kam. Ursprünglich wollte ich einzelne Kappenelemente als 3-D-Teile auf der Fräse mit einem Torusfräser herausarbeiten. Danach wären die Fugen mit einem 0,5mm Fräser in die Rundung einzubringen gewesen... mit dem Nachteil, dass die Steine, die in der Rundung außen liegen eine etwas breitere Kante zeigen würden... es sei denn, man hätte eine schöne 5-Achs-Fräsmaschine, so z.B. wie diese hier http://www.eew-maschinenbau.com/45.0.html?&L=0 Grins Vielleicht ein wenig groß für 1:22,5, aber .... Spaß beiseite.
Beim Ausmisten einiger Schubladen fiel mir das Flugzeugsperrholz in die Finger und eine kleine Lötlehre, die ich früher einmal als Montagehilfe in Spantenbauweise aus diesem Sperrholz gebaut hatte (alles noch ohne CNC-Maschine). Na ja, den Rest habe ich ja schon beschrieben.

Während die letzten beiden 1mm Gewölbeplatten gefräst werden, habe ich schon einmal ein Stellprobe der gestrigen Arbeit gemacht:


Alter_Lagerschuppen_050 (fspg2)


Es ist erstaunlich, wie stabil diese dünne Spantenverleimung bereits jetzt schon ist Sehr glücklich

Ach ja, ich hatte den Franz mal wieder nicht um Fotografiererlaubnis gefragt, wo er doch so scheu ist - er ließ sich nur beruhigen, als ich ihm versprach, morgen die Decke einzubauen.


Alter_Lagerschuppen_051 (fspg2)


Hierauf kommt zum Schluss die Beplankung mit 1mm Brettern.
fspg2 - 03.03.09 21:30
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Abend,

ich hatte es dem Franz ja versprochen, heute die Decke einzusetzen - auch wenn es nur der Passprobe dienen sollte.
Dazu mussten allerdings vorweg die ausgefrästen 1mm Sperrholzteile in die Spanten eingeleimt werden. Eine Nudelrolle und zwei Schraubzwingen halfen mit dabei:


Alter_Lagerschuppen_052 (fspg2)



Die untergelegte Alufolie sollte austretenden Leim auffangen. Es lässt sich hinterher leichter als Papier lösen.
Nach sechs mal zwei Stunden pressen sah es dann endlich wie gewünscht aus:

Alter_Lagerschuppen_053 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_055 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_054 (fspg2)

Holzwurm - 03.03.09 22:21
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,
Du legst ja ein ganz schönes Tempo vor.
(Spass: hast du auch die fugen bei der Biegung berechnet)
Ansonsten immer Toll Deinen Baubericht zu folgen.
Ist die Hafenanlage momentan stillgelegt ?
Freundliche Grüsse vom Reiner
squirrel4711 - 03.03.09 23:03
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

was so massstabgerecht alles möglich ist beweist Du ja mit jedem Schritt. Vollends zum Erfolg wird es dann wenn die Hausfrau mal die Hausordnung (Nudelrolle) zur Verfügung stellt.

Frohes (Weiter)schaffen wünscht
Rainer
Regelspur - 03.03.09 23:12
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

Winke wirklich erste Klasse was Du da machst. In Spur-0 hätte das nicht so gewirkt.

Gruß Alfred
Thomas Engel - 04.03.09 07:41
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Winke Hallo Frithjof,

es ist schwer, zu antworten, wenn man sprachlos ist ...

... einfach Super.

meint

Brennender Teufel Thomas
Helmut Schmidt - 04.03.09 08:52
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Glück Auf Frithjof,

aus 2 Baustilen den für sich passenden zu machen und so mal vom Vorbild abweichen warum nicht. Da das Modell später ja auch an ganz anderer Stelle wie das Vorbild stehen wird finde ich das so OK. Für mein eigenes Haus habe ich mich schließlich auch durch das Betrachten anderer Häuser inspirieren lassen.
fspg2 - 04.03.09 19:58
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

vielen Dank für die viele positive Resonanz Sehr glücklich

@Reiner:
Zitat:
Spass: hast du auch die fugen bei der Biegung berechnet)


... ich muss gestehen, da hast Du mich aber ertappt Lachend

Zitat:

Ist die Hafenanlage momentan stillgelegt ?


Nein, sowohl die kleine Waage, als auch der alte Schuppen sind Teile meines Projektes "Feldbahnmodule mit Schiff".
Ursprünglich war die Grundidee ja von Dominomodulen ausgegangen, bis ich sehr schnell über die Steigungsfrage auf die jetzigen Abmessungen gekommen bin.
Die aktualisierte Version habe ich hier als Übersicht gezeichnet:


Grundriss_FMmS_1 (fspg2)


@Rainer:
Ohne Nudelholz hätte ich halt eine Flasche genommen.

@ Alfred:
Ich habe es nicht bereut, dass ich auf einen größeren Maßstab gewechselt bin! Ganz im Gegenteil, ich kann die Dinge einfach viel genauer bauen (das ist sicherlich nicht immer ein Vorteil) und auch meine Augen erkennen manche kleinen Teile auch ohne Kopflupe.

@ Thomas:
Zitat:
es ist schwer, zu antworten, wenn man sprachlos ist ...


Das ich das noch erlebe..., aber da möchte ich Dich beruhigen, die Sprache kommt meist immer wieder Ausruf

@Helmut:
Ohne Dein aktive Mithilfe wäre ich sicherlich nicht so weit gekommen. Dafür Dir noch einmal meinen besonderen Dank Ausruf
Thomas Engel - 05.03.09 12:13
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Winke Hallo Frithjof,

die Ansicht zeitgt sehr gut, wie Dein Riesenprojekt werden soll.

Da stellt sich mir die Frage ob Du hinter der Brücke (2) noch eine Möglichkeit
zum Umsetzen der Lok oder Abstellen von ganzen Zügen (z.B. Fiddleyard)
vorsehen könntest.

Natürlich kann man dort auch andere Anlagen Anschließen ... Sehr glücklich

meint

Brennender Teufel Thomas
Helmut Schmidt - 05.03.09 12:51
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Glück Auf Frithjof,

du weißt ja seit langem, dass mich dein Projekt begeistert und wir beide haben ja schon viel darüber gesprochen und die eine oder andere Idee oder Technik von mir ist ja auch bereits mit eingeflossen.

Thomas Engel hat ja auch gerade einen Beitrag eingefügt und auch hier muss ich sagen, Thomas seine Torfbahn ist für mich immer noch eine Musterbeispiel an Spielwert und logischem Gleisplan.

Ich habe mir jetzt noch mal deinen Plan angesehen und mir fehlen hier so ein wenig die logistischen Zusammenhänge und Abläufe.

fs2g Anlage 01 (Helmut Schmidt)


Besonders ist mir Punkt 4 die LKW Waage aufgefallen, die liegt nach meiner Meinung nach logistisch ungünstig. Solche Waagen wurde meistens an den Eingängen zu solchen Arealen gebaut, denn jedes Fahrzeug wurde ja vor und nach dem Beladen oder eben vor und nach dem Entladen gewogen.

Ich habe deshalb mal in Grün eingezeichnet, wo ich sie vielleicht hinlegen würde und auch die Fahrspur die der Lkw dann nehmen könnte.

Auch Thomas seine Anregung, dir das ganze noch mal nach danach zu überlegen, ob nicht noch weitere Betriebstellen eingerichtet werden können, finde ich sehr gut.
fspg2 - 05.03.09 14:52
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

@Thomas:

Zitat:
Da stellt sich mir die Frage ob Du hinter der Brücke (2) noch eine Möglichkeit
zum Umsetzen der Lok oder Abstellen von ganzen Zügen (z.B. Fiddleyard)
vorsehen könntest.


Vorne links besteht zwar die Möglichkeit weitere Module oder noch spätere Erweiterungen anzudocken, allerdings habe ich dort eine Höhe der Schienenoberkante von 117cm!
Bei mir zu Hause könnte ich mir eine Gefällestrecke vorstellen, die irgend wann einmal in einer Linkskurve durch ein ursprünglich für die alte Spur-0-Anlage bereits in der Wand zum Nachbarraum vorhandenem Loch in z.B. einem Fiddleyard endet.
Die eingeplante Andockstelle für Fremdmodule habe ich unterhalb der Steigungsstrecke oben links im Bild vorgesehen.

Grundriss_Module_003 (fspg2)



@Helmut:
Du hast mit Deinem Einwand zum Standpunkt der Waage natürlich recht! Ich habe mal eben ein wenig geschoben und denke, dass es so besser gehen könnte. Auch die Modulkanten der Hafenmodule habe ich geändert.
fspg2 - 26.03.09 22:02
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo und guten Abend,

nach drei Wochen Pause, konnte ich mich heute um die Innenpfeiler des Schuppens kümmern.

Am besten gefielen mir ein konisches Kapitell, wie hier schon zu sehen war.


Alter_Lagerschuppen_056 (fspg2)



Ein Freund hatte seine Drehbank vier gleiche Teile auswerfen lassen, so dass ich heute nur noch ein 8mm Rohr und vier 0,8mm starke 11mm x 11mm MS-Plättchen brauchte, um eine gewisse Ähnlichkeit mit der Zeichnung herzustellen. Zur genau mittigen Montage des Messinbleches auf dem Kapitell dient ein 0,7mm Loch und der Zapfen auf dem Drehteil.

Alter_Lagerschuppen_057 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_058 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_059 (fspg2)

timme - 26.03.09 22:18
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

das sieht ja stark aus!
So viel Mühe für das Innere eines Gebäudes, was man später nur ansatzweise (?) sehen wird.

Grüße, Tim

PS: Falls Du Bilder und Maße von alten Hängelampen, so wie auf Deiner Skizze eingezeichnet, benötigst, kann ich Dir aushelfen. Ich habe erst heute eine dieser Lampen an unserem Schuppen installiert.
Holzwurm - 27.03.09 01:15
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Tim,
ich glaube mal, das nicht nur Frithjof an den Fotos und maßen
Interesse hat. Lachend
(Ich kann momentan wegen Rheumaschüben nichts machen)
Viele Grüsse Reiner
Holzwurm - 27.03.09 01:21
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,
wieder mal 1A von der Planung zur Umsetzung.
Gruss Reiner
fspg2 - 27.03.09 11:10
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

@Tim
Zitat:
So viel Mühe für das Innere eines Gebäudes, was man später nur ansatzweise (?) sehen wird.


...wie heißt es so schön: "Aussen hui - Innen pfui!" Gewiss könnte ich den Innenbereich weitaus stärker vernachlässigen, wenn nicht noch etwas geplant wäre, über dass ich erst später berichten möchte. Es soll eine kleine Überraschung werden. Allerdings kann ich schon soviel verraten, dass der Innenbereich durch die Rückwand einsehbar sein wird. Dazu wird ein Teil der Wand herkömmlich in HDF nachgebildet, der Rest bleibt durchsichtig, durch eine Plexiglasmauer geschützt. Die Verzahnung wird noch unregelmäßiger als auf der Zeichnung!


Alter_Lagerschuppen_064 (fspg2)


Zitat:
Falls Du Bilder und Maße von alten Hängelampen, so wie auf Deiner Skizze eingezeichnet, benötigst, kann ich Dir aushelfen.


Vielen Dank für Dein Angebot. Gerne, so kann ich Deine Maße mit denen meiner Lampe vergleichen, die über meiner Anlage hängt.

Alter_Lagerschuppen_060 (fspg2)

Dieses Original hat einen Duchmesser von 40cm. Für die Nachbildung wären das 17,8mm.

Die beiden Lampenschirme, die ich aus der Spur0 habe, haben 15,5mm Durchmesser, also im Vorbild knapp 35cm.

Alter_Lagerschuppen_062 (fspg2)




Ich habe die Schirme einmal probeweise ins Modell gelegt, beurteilt selbst ob sie zu klein erscheinen:


Alter_Lagerschuppen_063 (fspg2)


@Reiner
Danke und Gute Besserung Ausruf
Helmut Schmidt - 27.03.09 11:34
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Glück Auf Frithjof,

was ich so sehe passt das denn man muss hier auch die Deckenhöhe berücksichtigen, denn diese riesigen Lampen mit 60 und mehr cm Durchmesser hat man in Fabrikhallen aufgehängt. Bei der Deckenhöhe in deinem Vorbildgebäude könnte ich ja die Glühlampe noch beinahe im Stehen auswechseln.
timme - 27.03.09 14:41
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Frithjof,

ich denke auch, daß die Lampen, die Du schon hast, sehr gut passen. Dennoch habe ich mal meine photographiert und vermessen.


alte Hängelampe (timme)

Die Lampe hat einen Schirmdurchmesser von 40cm und eine Schirmhöhe von 15cm. Die Lampe stammt aus der DDR (TGL 200-4522), wenngleich ich denke, daß das egal ist. Vor dem Krieg sahen die Lampen sicher ähnlich aus.
Leider fehlt der originale Stromverteiler oben an der Lampe (bei nem Freund hängen allerdings zwei Lampen mit dem entsprechnden Verteiler).

alte Wandlampe (timme)

Der Schirmdurchmesser beträgt 35cm und seine Höhe 12cm. Die Lampe muß sehr alt sein, da sie (noch) über Kupferkabel verfügt, anstelle von Aluminumkabel, wie sonst üblich in der ehemaligen DDR (Die Lampe habe ich in der Nähe des RAW Cottbus gefunden).

Grüße, Tim
fspg2 - 29.03.09 17:41
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo am Sonntag,

inzwischen sind die Messingteile gesandstrahlt und brüniert, damit sie später noch mit einem schmutzigem Farb-Rost-Gemisch dezent weiter behandelt werden können.
In die inneren Trägersäulen habe ich für die Langträger deren Profil als Vertiefung eingefräst, um so die Auflage sicherzustellen.


Alter_Lagerschuppen_065 (fspg2)


Die seitlichen Fugen der HDF-Trägersäule müssen noch mit einer 0,5mm Feile nachbearbeitet werden. Da bislang alle Teile nur lose zusammen gesteckt wurden, sollte das kein Problem sein.

Auf dem nächsten Bild sieht man den eingeschobenen Fußboden mit 8mm Sacklöchern für die Rundsäulen:

Alter_Lagerschuppen_066 (fspg2)


Zum Schluß ein Preiserlein zum Größenvergleich mit hängender Lampe.

Alter_Lagerschuppen_067 (fspg2)

Marcel - 29.03.09 19:10
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Frithjof, sehr beeindruckend, was du da uns immer wieder mit dieser Präzision und Ausdauer zeigst, speziell jetzt auch mit dem gestalteten Innenbereich!

Ich finde, dass die Lampenschirme in der Grösse passen, optisch also nicht zu klein wirken.
theylmdl - 29.03.09 19:21
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof!

Klasse Arbeit, wie stets, und beeindruckend gut fotografiert. Stehen die Softboxen direkt beim Basteltisch Grins ?

Sag' mal, sind die oberen Schenkel der Doppel-T-Träger schepp oder täuscht das?

Richte bitte Deinem Preiserlein aus, es möge sich beim Bier zurück halten, sonst wird das nix mit der Anbringung der Befestigungsbohrungen für die Lampen. Oder grübelt der Bursche noch, warum er die Leiter vergessen hat und wie er jetzt da 'rauf kommt...? Spätestens auf dem Stühlchen wird ihm einfallen, dass die Bohrmaschine auch noch in der heimischen Werkstatt liegt Razz .

Beste Grüße,
fspg2 - 30.03.09 08:57
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Morgen allerseits,
@ Marcel:
... das mit der Präzision und Ausdauer hat einen ganz einfachen Grund. Berufsbedingt bin ich ein Betrachter, der gerne „schöne“ Dinge sieht.
Nicht ohne Grund bin ich auf diesen größeren Maßstab umgestiegen, hier besteht die Möglichkeit, die Realität genauer als in kleineren Größen nachzuempfinden. Auch wenn etwas mehr Aufwand und Zeit benötigt wird, zu einem Ergebnis zu gelangen, so gefällt es mir umso mehr, wenn ich zum Schluss ein „schönes Bild“ - life oder am Monitor - betrachten kann.
Mit dem Modellbau nutze ich meine freie Zeit, um ein verkleinertes Abbild zu erzeugen, in der die „gute alte Zeit“ stehen geblieben zu sein scheint. Da bietet sich für mich die Feldbahn geradezu an.
Dazu wird in meiner LGB-freien-Zone bewusst darauf verzichtet, ein paar Bausätze zusammen zu kleben. Es reizt mich viel mehr, Unikate zu schaffen, die es in meiner alten Heimat so oder ähnlich gegeben haben könnte.
Außerdem stellt es immer wieder eine neue Herausforderung dar, nach neuen modellbauerischen Lösungen zu suchen. Dabei hat mir unser Forum und u.a. auch Du schon sehr geholfen.
Im Gegenzug möchte ich durch mein Zeigen hier im buntbahnforum andere Modellbauer ermutigen, auch einmal mit einem eigenen Selbstbau zu beginnen. Es ist für mich einfach wesentlich befriedigender, ein Modell abseits der Masse zu bauen. Anfangs kann es dabei sicherlich ein Umbau eines bereits vorhandenen käuflichen Modells sein. So habe ich bei der Spur0 auch angefangen. Dann habe ich sehr schnell begriffen, dass es meist schneller geht, ein Teil komplett neu zu bauen, als mit den oftmals vorgegebenen Kompromissen eines gekauften Produktes leben zu müssen. Es hat mich immer wieder geärgert, dass bei den Kunststoffbausätzen die Wandstärken der Profile oft konstruktionsbedingt viel zu stark sind – daher die Entscheidung zu Messing und Neusilber und ähnlichen maßstäblichen Materialien.
Wenn ich dann angefangen hatte, dem Fahrwerk neue Langträger zu verschaffen und dem Güterwagenaufbau die alten U-Profile abgeschabt und durch Messingteile ersetzt hatte, so war es zeitlich kein großer Unterschied mehr zu einem kompletten Neubau - und warum dann nicht auch genauer nach Vorbild. So kann die nachgebildete Niete oder Schraube auch in der richtigen Anzahl an der richtigen Stelle im Modell sitzen. Auch tanzende Nietreihen sind im Vorbild eher selten – was ich im kleineren Größen vernachlässigen kann, rächt sich in unserer Größe. Über diese Fehler will ich mich beim späteren Betrachten nicht immer wieder ärgern müssen. Also wird dann schon hin und wieder ein misslungenes Teil ein zweites Mal gebaut.
Meine Entscheidung ist nicht Masse zu schaffen, sondern etwas, was mir gefällt.
Mein Modellbau sollte nicht da stehen bleiben, wo ich schon vor Jahren stand. Jeder kann lernen, sich weiterzuentwickeln. Die Herausforderung des größeren Maßstabes macht für mich den Reiz unseres Hobbys aus.

@Thomas:
Meine Softboxen benutze ich nur im Job. Für die Dokumentationsfotos im Forum benutze ich lediglich eine kleine Panasonic Lumix TZ3, mit der ich in die Modelle geradezu hineinkrieche.
Zu Ausleuchtung nutze ich einen 1000/2000 Watt Halogenstrahler, den ich indirekt gegen die Decke richte. Je nach Ausrichtung des Lampenkopfes regele ich den weichen Schatten. Den Rest machen Aufhellpappen, kleine Spiegel, Silberfolie, Styroporaufheller aus dem Baumarkt.


Alter_Lagerschuppen_068 (fspg2)



Zitat:
Sag' mal, sind die oberen Schenkel der Doppel-T-Träger schepp oder täuscht das?


Wenn Du den linken Doppel-T-träger auf Bild 066 meinst, so ist er leicht verwunden (wird noch gerichtet). Es war ein Restprofil noch in DM-Auszeichnung aus dem örtlichen Architektur-Modellbauladen. Auch ist die Qualität lange nicht mit denen von Hassler http://www.hassler-profile.li/ (ex. Schullern) zu vergleichen und war zudem zwar schneller verfügbar aber deutlich teurer (eben Zwischenhandel).
Bei dem Preiserlein sind Deine Befürchtungen zum Bier unbegründet. Er ist nämlich seit zwei Jahren dabei, sich das Trinken abzugewöhnen. Damit er aber mit seinen Kollegen anstoßen kann, hat er schon seit ewigen Zeiten immer eine leere Flasche dabei... oder ist er auf alkoholfreies Bier umgestiegen? Das muss ich doch glatt mal überprüfen. Außerdem ist er doch der Vorarbeiter, der nur einmal die Deckenhöhe überprüfen will, um den entsprechend schwindelfreien Kollegen mit der Leiter und der Bohrmaschine zu schicken.

Edit: Tippfehler bereinigt!
theylmdl - 31.03.09 00:13
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof!

Mit Deinen Hinweisen zum Modellbau nimmst Du mir die Worte aus dem Mund. Mit "verschlimmbessern" habe ich auch noch keine guten Erfahrungen gemacht. Immer bleibt irgendwo etwas, was eben doch wie Murks aussieht - oder der Aufwand übersteigt den des Selbstbaus.

[offtopic]
Danke für das Bild der Ausleuchtung. Die Technik kenne ich wohl, alleine, das geht bei mir wegen 3,30 Meter hohen, waagerechten und durch Lampen verhängten Decken nicht. Ich behelfe mir darum bei "wichtigen" Fotos mit den silbern kaschierten Heizungs-Dämmplatten aus dem Baumarkt, die auch sehr gut streuen. Dafür habe ich mir auch einen schwenkbaren Halter für ein normales Lampenstativ gebaut (aus Aluprofilen).
[/offtopic]

P.S.: Das mit dem Alkohol-freien Vorarbeiter solltest Du zum running gag ausbauen Winke .

Beste Grüße,
fspg2 - 31.03.09 20:43
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Abend,

bevor ich die Wände des Schuppens zusammenkleben kann, müssen zuvor noch die bereits vor einiger Zeit gezeichneten Fenster aus 2mm Messing (MS58) gefräst werden, da sie als Sandwich geplant sind.


Alter_Lagerschuppen_069 (fspg2)



Nachdem das erste Teil fertig war, erfolgte eben die Passprobe.



Alter_Lagerschuppen_070 (fspg2)



Auch wenn durchaus eine Ähnlichkeit mit dem Vorbild besteht, so gefallen mir auch im brüniertem Zustand die Ecken der einzelnen Felder noch nicht so ganz. Ich hatte lediglich einen 1mm Fräser verwendet. Um den Radius kleiner zu bekommen werde ich morgen mit einem 0,8mm Fräser einen neuen Durchgang starten und die Ecken zuvor mit einem 0,5mm Fräser vor-"bohren".

Alter_Lagerschuppen_071 (fspg2)


Die Steinreihe unter dem Fenster wird noch angeschrägt, damit die Fensterbank eine winklige Auflage bekommt.
arne012 - 31.03.09 22:01
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hi,
ich finde, das Fenster sieht toll aus!
Allerdings solltest du bei deinem Qualitätsstandard auch die Fugen zwischen den Ziegeln in der Fensterlaibung nachbilden.
Findet Arne, der das natürlich bei seiner Brauerei vergessen hat!
fspg2 - 02.04.09 15:15
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Arne,

Du hast Recht! Alle HFD/MDF-Platten habe ich bislang so belassen, wie sie aus der Fräse kamen. D.h. alle Öffnungen und Kanten bedürfen noch der Nacharbeit. Die hellen Streifen an den Laibungen kommen von den 0,5mm Bohrlöchern, die ich noch mit einer kleinen Feile nachbearbeiten muss, da sie sich beim Ausfräsen der Fensteröffnung zugesetzt haben.

Kaum ist man einmal für ein paar Stunden außer Haus, da hat die Fräse wohl keine Lust mehr gehabt, immer die gleichen Fenster auszufräsen. Eigenmächtig - oder hat etwa Erwin (unser Vorarbeiter mit der leeren Bierpulle) seine Finger im Spiel gehabt – kam nach eineinhalb Stunden ein viereckiger Fensterrahmen zum Vorschein, der zufälliger Weise oder auch nicht, genau in die alte Waage passt.

Alte_Waage_LBg_023 (fspg2)


Auch hier werden die Fugen vor dem ersten Anstrich noch freigekratzt.
Unter dem Fenster wird noch die schräge Fensterbank ihren Platz finden.

Inzwischen kenne ich auch den Grund: Erwin hatte mir bei unserem letzten Gespräch seine leere Flasche zur Überprüfung gereicht – da muss wohl doch etwas sehr stark Anderes als alkoholfreies Bier im Spiel gewesen sein. Ich war wohl so umnebelt, dass ich die falsche Datei an die Fräse geschickt habe... Sei es drum, es passt ja!

Ach ja, es werden ja auch noch Scharniere benötigt. Der Gedanke an die Fummelei mit dem Anlöten von 1mm Röhrchen an frühere Fenster machte mich nicht wirklich glücklich. Also probierte ich mit einem 0,5mm Fräser mein Glück. Da er nur eine Scheidenlänge von 1,5mm hat, und ich nur 1mm und 2mm dickes MS58 hatte, fräste ich mir zuerst eine Tasche mit 0,5mm Tiefe in das 2mm Material, von der ich dann mit dem kleinen Fräser tief genug hineinfahren konnte, um zu den kleinen Scharnieren zu gelangen ( Abmessungen 4mm lang, Durchmesser aussen 1,0mm, innen 0,5mm, Höhe 1,5mm, Dicke des überlangen Lötfähnchens 0,4mm).


Alter_Lagerschuppen_072 (fspg2)



Da mir, wie vorher auf Foto 069 gezeigt, die Eckrundungen nicht gefielen, habe ich in der Serie diese Kontur mit dem 0,5mm Fräser komplett vorgefräst. Versuche mit einem 0,5mm Bohrer die Ecken vorzuboren, sahen im Ergebnis nicht überzeugend aus. Ohne Lupe erscheinen die Ecken jetzt akzeptabel, zudem zeigt das Foto 069 eine dreifach Vergrößerung.
Der Fingerabdruck auf dem Klinkenfoto stammt von Helmut, der mir freundlicherweise dieses Material zur Verfügung stellte Lachend


Alter_Lagerschuppen_073 (fspg2)


Die Enden der hier grau gezeichneten Scharniere sind für eine sicherere Montage in einer Lehre bewusst länger belassen und werden nach dem Anlöten entsprechend gekürzt.


Alter_Lagerschuppen_074 (fspg2)

Helmut Schmidt - 02.04.09 18:31
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Glück Auf Frithjof,

zum Glück nur mein Fingerabdruck aber durch die geniale Idee des Einfräsen der Taschen, bin ich dann auf den Scharnieren zum Glück nicht mehr vertreten. Winke

Auf jeden Fall geniale keine Teile. Respekt gut
fspg2 - 05.04.09 11:26
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Einen schönen Sonntag,

Messing zu fräsen ist gegenüber meinen bisherigen Erfahrungen mit Holz und Kunststoff weitaus spannender, da kleine Fehler und Unachtsamkeiten sich sofort rächen. Dabei waren abgebrochene Fräser meist auf Bedienfehler meinerseits zurückzuführen!
So langsam bekomme ich meine Parameter zusammen. Traute ich mich anfangs nur bei einer Frästiefe von einem halben Fräserdurchmesser mit einem Vorschub von 50mm/Minute und 12000 Umdrehungen in Ms58, so hatte ich versehentlich vom vorhergehenden Job den doppelten Vorschub mit dem 0,5mm Fräser nicht bemerkt (Konzentration war durch ein Telefonat wohl etwas abgelenkt)... und was passierte?
Fast nichts - ich war nur doppelt so schnell fertig, Fräser war heil,.... Da ich momentan keinen Ersatzfräser mit diesem Durchmesser habe, werde ich mich erst später an weitere Experimente wagen.

Mit welchen Werten habt Ihr gute Erfahrungen Frage

Das Ergebnis will ich Euch nicht vorenthalten. Für das Dach des Schuppen möchte ich zwei Dackklappluken einbauen, wie hier zu sehen:

Alter_Lagerschuppen_075 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_076 (fspg2)


Wie schon bei den vorhergehenden Messingfensterrahmen habe ich die Innenkontur mit 0,5mm vorgefräst, um am Mittelsteg die "scharfen" Eckradien zu bekommen, um danach die Innenkontur noch einmal mit 1,6mm Tiefe in drei Durchgängen (0,6mm, 1,2mm, 1,6mm) mit einem 2mm-Fräser nachzufräsen. Jetzt wurde noch einmal der 0,5mm Fräser für die Kontur des unteren Schenkels eingespannt - der in der Mitte für den Steg ja wieder den kleinen Radius bekommen soll - und die verbliebenen 0,4mm durchgefräst. Abschließend ging es mit 2mm um die Aussenkontur. Die jetzt stehengebliebene Wandstärke beträgt 0,4mm.
Im Mittelsteg hatte ich zu Beginn zwei Löcher mit einem 0,5mm Bohrer gebohrt und dabei nicht genau die Mitte getroffen. Hier lag der Fehler in der Zeichnung, in der ich den Mittelpunkt der Bohrlöcher um 1/10mm zu weit rechts angeordnet hatte.
Der ganze Fensterrahmen hat eine Abmessung von 25mm x 20,5mm.
Die beiden Aussparungen an der Oberkante dienen der Montage der kleinen Scharniere, die ich kürzlich gezeigt hatte.
Regelspur - 05.04.09 13:31
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

Winke bist Du sicher, dass es so funktioniert? Denn die Zeichnung stimmt so mit dem Frästeil nicht überein. Durch den senkrechten Mittelsteg lässt sich das Fenster m. M. nach nicht schliessen, da es am Rahmen aufliegt. Es sei denn, Du fräst entgegen der Zeichnung oben und unten je einen Schlitz in den unteren Rahmen ein. Oder sehe ich da etwas falsch?

Ansonsten verfolge ich Deine Bauaktivitäten mit großem Interesse. Tolle Sachen, die Du da baust.

Gruß Alfred
fspg2 - 06.04.09 22:56
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Alfred,
Zitat:
Es sei denn, Du fräst entgegen der Zeichnung oben und unten je einen Schlitz in den unteren Rahmen ein. Oder sehe ich da etwas falsch?

Du hast natürlich Recht, so kann es nicht funktionieren. Ich danke Dir, von solchen konstruktiven Beiträgen würde ich mir öfters mehr wünschen Ausruf
Die Zeichnung hatte ich ursprünglich noch ohne senkrechten Mittelsteg erstellt, da ich auf eine durchgehende Scheibe ein 0,3mm dickes Rahmenteil, das den Öffnungsriegel halten sollte, kleben wollte. Da ich jedoch die Haltbarkeit bei öfterem Benutzen in Zweifel stellte, kam mir die Idee, den Mittelsteg dick zu machen, damit die Öse mehr Futter hat... Manchmal ist es halt besser, noch einmal alles zu Durchdenken, bevor die Fräse anläuft... manchmal jedoch ist auch der innere Schweinehund stärker und möchte auch schnell das Ergebnis in der Hand halten!
Durch zwei kleine nachträglich gefräste Schlitze oben und unten in den Mittelsteg, ist alles wieder im Lot.

Alter_Lagerschuppen_080 (fspg2)



Heute bekam ich durch einen netten bbf-ler, den wir alle kennen, zwei 4mm Ms58-Reststücke. Die Zeichnung für den unteren Dachlukenrahmen war bereits für die Fräse aufbereitet und wartete nur noch darauf, mal eben schnell abgearbeitet zu werden. Aus den berechneten 20 Minuten Fräzeit wurde dann allerdings ein halber Tag. Ich hatte die Software upgedatet und wunderte mich über allerlei Merkwürdigkeiten. Das Teil wollte sich nicht aus dem Messing hervorzaubern lassen, bis ich die alte, noch parallel installierte Version den gleichen Job erledigen ließ - diesmal, so wie es sein sollte! "Never touch a running system" hat sich mal wieder bewahrheitet!

So kann ich Euch heute leider noch nicht die fertig montierte Dachluke zeigen. Es fehlen noch der Halteriegel zum Öffnen, das große Festlager, die "Glasscheiben" und der Kit.


Alter_Lagerschuppen_078 (fspg2)


Aus dem zweiten oben liegenden Reststück wird morgen der zweite Rahmen entstehen. Na, wer weiß, von wem dieses Material schon verwendet wurde?


Alter_Lagerschuppen_079 (fspg2)

Das Bild zeigt eine knapp vierfache Vergrößerung!
Fuchs301 - 07.04.09 07:43
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Frithjof,

damit ich mir die wahre Größe (bzw. Winzigkeit) der Dachlukenteile besser vorstellen kann, schreib doch bitte mal, wie "groß" die Luke in Millimeter ist...
fspg2 - 17.04.09 14:49
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Christian,
Zitat:
damit ich mir die wahre Größe (bzw. Winzigkeit) der Dachlukenteile besser vorstellen kann, schreib doch bitte mal, wie "groß" die Luke in Millimeter ist...

Der ganze Fensterrahmen hat eine Abmessung von 25mm x 20,5mm.


Auf unser Ostertour kam ich mal wieder an dem Alten Schuppen vorbei und hielt an, um ein paar Details vom Anbau zu fotografieren.


Alter_Lagerschuppen_083 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_086 (fspg2)



Ein glücklicher Zufall wollte es, dass der Besitzer gerade angefahren kam, so dass ich ihn um nähere Infos zu dem alten Gebäude ausfragen konnte.
Der Schuppen ist um 1900 herum erbaut worden und diente bis nach dem 2.Weltkrieg als Mühle, später als genossenschaftlicher Landhandel mit Lager.

Als ich dann noch im Innern des Schuppen fotografieren durfte, war für mich Ostern perfekt.


Alter_Lagerschuppen_088 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_090 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_093 (fspg2)


Ein Detail hat es mir besonders angetan: der Antrieb des Kettenzuges, der über einen Transmissionsriemen von einem Elektromotor angetrieben wurde.


Alter_Lagerschuppen_094 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_095 (fspg2)



Alleine die Dimension der Kupplung und deren abenteuerlichem Betätigungshebel können mich begeistern - mal sehen, wie ich das umsetze. Einige Einzelteile habe ich dafür schon in meiner Grabbelkiste entdeckt:

Alter_Lagerschuppen_101 (fspg2)



Ich hatte zwar in der Woche zuvor den Dachstuhl schon gezeichnet und von einem befreundeten Architekten (nach genauer Buchbefragung) das o.k. bekommen: So könnte es gewesen sein....
Aber mit den jetzt vorliegenden Fotos wurde der Dachstuhl abgewandelt. Es ist jetzt zwar nicht das Original, ebensowenig wie die Zwischendecke... mein Schuppen ist eben zwischenzeitlich modernisiert worden und den örtlichen Gegebenheiten meines Lagers angepasst worden.


Alter_Lagerschuppen_096 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_097 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_098 (fspg2)



Ein paar Stützbalken werden in der Umsetzung noch ergänzt.

Die Fensterrahmen haben zwischenzeitlich mit Hilfe einer Lehre Vertiefungen für eine passgenaue Montage der Scharniere bekommen:


Alter_Lagerschuppen_100 (fspg2)

Proberahmen mit zu großen Eckradien (hier noch 1mm)
fspg2 - 12.05.09 07:59
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Morgen,
auch wenn es momentan etwas ruhiger geworden ist, ging es ein klein wenig weiter. Für den Kran wird es einen funktionierenden Antrieb geben - auch wenn man ihn im Inneren des Schuppens nicht wirklich im Vordergrund hat:


Alter_Lagerschuppen_102 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_103 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_104 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_105 (fspg2)


Es sind gerade die kleinen Details, die doch die Zeit fressen Winke
... aber mir doch auch Spaß machen Lachend
fspg2 - 20.05.09 21:34
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,
damit die kleinen Details im Innern des Schuppens in Zukunft auch sichtbar sind, habe ich in der Rückwand ein paar Steine "vergessen" zu mauern:


Alter_Lagerschuppen_106 (fspg2)


Durch diese großen Montagelöcher lässt sich auch leichter die Inneneinrichtung einbauen. So muss nicht jedes mal das Dach oder den Boden demontiert werden, wenn ich einmal nachträglich etwas ändern möchte.


Alter_Lagerschuppen_107 (fspg2)

Hier fehlen noch die Doppel-T-Längsträger!

Alter_Lagerschuppen_108 (fspg2)



Jetzt muss nur noch die Innenseite der Rückwand ausgefräst werden, danach muss ich alle Fugen der Fenster- und Türöffnungen nachfeilen - eine Arbeit, vor der ich mich bislang ein wenig gedrückt habe. Jedoch wird jetzt kein Weg mehr daran vorbeiführen, da ich sonst nicht mit dem Grundieren beginnen kann.
Reine Fräszeit aller Mauerplatten wird am Ende bei etwa 86 Stunden liegen!
Thomas Engel - 21.05.09 09:50
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
fspg2 hat folgendes geschrieben::
damit die kleinen Details im Innern des Schuppens in Zukunft auch sichtbar
sind, habe ich in der Rückwand ein paar Steine "vergessen" zu mauern:
...
Reine Fräszeit aller Mauerplatten wird am Ende bei etwa 86 Stunden liegen!


Winke Hallo Frithjof,

Das sieht ja Superklasse aus. Die Fräszeit spricht jedoch gegen eine preiswerte
Vervielfältigung. Du zeigst hier ebenso wie Helmut, wie man mit Beharrlichkeit
ein wirkliches Modell mit minimalen Kompromissen schaffen kann. Das Gesamtbild
wird dies hinterher belohnen - man sieht halt später nicht auf den ersten Blick,
das es ein Modellfoto ist !

Weiter so!

Brennender Teufel Thomas
fspg2 - 22.05.09 10:15
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Thomas,
danke für Deine Zustimmung.

Zitat:
Die Fräszeit spricht jedoch gegen eine preiswerte Vervielfältigung.


Es geht mir nicht, wie Du sicherlich weißt, bei meinem Modellbau um "preiswerte Vervielfältigung", sondern darum, etwas zu bauen, was mir gefällt. Dabei darf das gute Stück ruhig ein Unikat bleiben. Winke
Mehr als 10 Anfragen für eine Kopie in unterschiedlichsten Maßstäben werte ich als Zustimmung für die richtige Modellwahl - Danke auch dafür Lachend
Durch einige Kontakte über PN und email bin ich allerdings ein wenig erstaunt über den teils doch sehr geringen Anspruch einiger (nicht aller !) Kollegen an Qualität. Für 20 Euro und mal eben schnell eine Kopie aus Reststücken ( Zitat: "es kommt doch nicht so darauf an")... - das mache ich nicht.
Abgesehen von den tatsächlichen Kosten, helfe ich gerne aus, wenn mal jemand keine Fräse hat. Genauso nehme ich Hilfe von Kollegen an, die z.B. für mich etwas drehen. Eine Hand wäscht die Andere!
Was habe ich davon, wenn ich Stunden und Tage den Weg vom Vorbild ins Modell beschreite Frage Ganz einfach: Es befriedigt mich ungemein die Verkleinerung dabei wachsen zu sehen Ausruf

Zitat:
Du zeigst hier ebenso wie Helmut, wie man mit Beharrlichkeit
ein wirkliches Modell mit minimalen Kompromissen schaffen kann.


Die Beharrlichkeit wird belohnt durch das Ergebnis, das ich mir immer wieder gerne anschaue.
Klar, auch ich will mein Modell irgendwann einmal fertig haben! Aber eben nicht auf den leider auch hier im Forum in letzter Zeit immer häufiger beobachteten Weg der "Anspruchslosigkeit" und deren Lobhudelei Heulend
Auch wenn das vielleicht harte Worte sind, hoffe ich, ihr lest zwischen den Zeilen, dass ich eben eine gewisse Art von Qualitätsanspruch erwarte - zumindest bei mir und ........ (Sicherlich einen eigene Thread wert!)
Aus dem Material, was wir verwenden, können sehr schöne Dinge wachsen - mit etwas Geduld. Beispiele für guten Modellbau gibt es überall. Unser Forum sollte doch durch etliche derartige Beiträge Anregungen genug geben können. Ich wünsche mir mehr ausführliche Bautagebücher im Forum, wie früher (von denen ich etliches lernen konnte). Aus diesem Grund versuche ich mit meiner Dokumentation andere Forumsleser zu motivieren es auch einmal zu versuchen. Die "zwei linken Hände" bleiben Selbiges, wenn ich es nicht versuche, zu ändern Ausruf Ausruf
theylmdl - 22.05.09 11:33
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof!

Ich gehöre auch zu den begeisterten Lesern Deines Threads. So machen Modellbau und Beiträge lesen wirklich Spaß!
Mit Deinem letzten Beitrag sprichst Du mir aus der Seele. Vielen Dank für die klaren Worte.

Beste Grüße,
Holger BS - 23.05.09 20:10
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
tach Frithjof,
ich verfolge den Bau Deines Lagerhauses bereits von Anfang an.
Da kann man nur sagen : Ganz großes Kino ! Respekt
Für mich zur Zeit - wenn überhaupt - nicht erreichbar!
Aber ich bleibe bei Deiner Berichterstattung am Ball.
Winke Holger
fspg2 - 25.05.09 22:07
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,
nachdem jetzt alle Mauerteile ausgefräst sind, konnte ich heute endlich mit dem Zusammenkleben der ersten Teile beginnen. Dabei wird es eine äußere und eine innere Einheit geben, die wie zwei Schuhkartons (die allerdings nur drei Seiten haben - jeweils Front- oder Rückseite offen) ineinander gesteckt werden, um die Fenster nachträglich noch zu montieren.
Außen habe ich mit der Rückwand und den beiden Seitenwänden eine U-Form zusammengesteckt und mit verdünntem Weißleim verklebt. Durch Einstecken der Wandteile in das entsprechend ausgefräste Grundbrett erhielt ich die Rechtwinkligkeit. Nach zwanzig Minuten Trocknungszeit war alles bombenfest und es folgte das passgenaue Verkleben der rückseitigen Innen- mit der Aussenwand.

Alter_Lagerschuppen_109 (fspg2)


In der Zwischenzeit erhielt die Kappendecke den ersten grauen Grundanstrich.
Sie wird nach gründlichem Trocknen morgen mit 400er Sandpapier leicht geglättet und mit einer weiteren Schicht verdünntem helleren Grau ungleichmäßig grau nachgepinselt. Anschließend wird wieder die Farbrolle die Oberfläche der "Steine" rot einfärben. Zum Schluss wird das Ganze mit einem dreckigem Weiß übergestrichen. Doch das später.

Auf den beiden folgenden Bildern seht Ihr das in die Außenwand eingesetzte Fenster und die Verzahnung der seitlichen Innenwand vor und nach der Montage.


Alter_Lagerschuppen_110 (fspg2)



Die im Mauerwerk angebrachten senkrechten 2mm tiefen Nuten dienen Holzbalkenatrappen, die die Diagonalvertstrebungen stützen. In die untere waagerechte Nut wird die Kappendecke eingeschoben.

Alter_Lagerschuppen_111 (fspg2)



P.S.:: Hallo Holger,
Zitat:
Für mich zur Zeit - wenn überhaupt - nicht erreichbar!

...kommt Zeit, kommt Modell! Können wir morgen ja mal bekakeln!
Thomas Engel - 25.05.09 22:31
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Winke Hallo Frithjof,

mach ruhig so weiter ...

am Ende verleihen wir Dir noch
die Goldene Schraubzwinge ! Sehr glücklich

Viele Grüße von

Blume Margret und Brennender Teufel Thomas
Holzwurm - 25.05.09 22:47
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,
hoffentlich komme ich nicht zu spät. Weissleim der austritt nimmt später keine
Farbe an. Beim verleimen mit Weissleim immer einen feuchten Lappen parat
halten und überschüssigen Leim sofort abwischen.
Ansonsten wie immer eine tolle Berichterstattung.
Ich hoffe ,das die Alterung nicht länger dauert wie das Fräsen.
Gruss vom Reiner der Schreiner,
der mit 19mm MDF arbeitet und einige Kilo mehr an Staub entsorgen muss.
fspg2 - 26.05.09 10:21
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Reiner,
Du kommst nicht zu spät. Dank einer immer parat liegenden Haushaltsrolle und einer geheimen Flüssigkeit, die bei uns aus einer Leitung in der Wand kommt, habe ich das bisschen ausgetretenen Leim sofort verdünnt und abgewischt. Allerdings habe ich noch keinen negativen Erfahrungen damit gemacht, dass der Leimauftrag keine Farbe mehr annimmt. Vor der ersten Grundierung und nach jedem weiteren Farbauftrag wird sowieso alles mit feinem Sandpapier angeschliffen - und wichtig: der Staub abgewischt und abgesaugt! In den Ritzen bleibt immer feiner Staub liegen und trägt dann mit der Farbe unnötig dick auf. Anders dagegen konnte ich mit Holzleim "verunstaltetes" Holz nicht mehr beizen.
Einige Stellen müssen noch gespachtelt werden, damit z.B. an den Übergängen der beiden Rückwandteile die Naht später nicht mehr sichtbar ist, denn es sind durchgehende Steine.
Zitat:
Ich hoffe ,das die Alterung nicht länger dauert wie das Fräsen.

Ich denke, das wird schneller gehen. Ich habe gerade einmal nachgesehen, die ersten Teile des Schuppens hatte ich Ende Januar ausgefräst und dann durch Dienstreisen bedingt mal mehr, mal weniger zügig weiter arbeiten können.

Die erste Farbe hat die Kappendecke auch schon bekommen. Als ich dann probeweise die U-Querprofile einlegen wollte, war die Farbe schon etwas im Wege.
Also wurde die Platte noch einmal auf die Fräse gespannt und die Aufnahmevertiefungen etwas aufgeweitet:

Alter_Lagerschuppen_112 (fspg2)

Hinweis für den langen Thomas: Das rechte U-Profil ist krumm Winke und wird nach dem Einkleben sicherlich auch wieder gerade sein. Ich hatte zuvor versucht, das Teil mit Gewalt in die Nuten zu pressen. Ergebnis: krumm!

@Margret und Thomas:
Zitat:
am Ende verleihen wir Dir noch
die Goldene Schraubzwinge !

...aber bitte dann aus richtigem Gold geätzt in 1:22,5 als Sonderedition Ausruf Winke
heimö - 26.05.09 10:37
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hammer

echt saustark geistig Knie ich vor dir nieder hab gar nicht genug Ausdrücke um meinen Respekt vor deiner Arbeit auszudrücken.

Mach weiter so.

Gruß

Heiko
fspg2 - 28.05.09 17:48
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Heiko,

danke Dir für den Zuspruch! Geistig schicke ich Dir ein paar Knieschützer Grins , denn die kann ich auch gebrauchen, wo ich doch in Frankfurt Deine KLEINEN LASTER bewundern durfte.


Nachdem Christian (Fuchs301) gestern so freundlich war und für mich seine Drehbank anwarf, konnte ich heute mehrere von 3,3mm auf 3mm abgedrehte Acrylglasstäbchen mit jeweils zwei 1mm Löchern versehen und anschließend auf 8mm Länge kürzen.

Alter_Lagerschuppen_113 (fspg2)


In die Löcher wurden zwei um 90Grad abgewinkelte 1mm Röhrchen gesteckt, um frei nach dem Prinzip der Fa. Viessmann die Birnchen später schnell wechseln zu können.

Alter_Lagerschuppen_114 (fspg2)


An der Oberseite blieb dabei ein kleiner 3,3mm breiter Rand stehen, damit das Röhrchen in der richtigen Länge - ohne lange zu probieren - gleich richtig eingeklebt werden kann.
Entgegen den früher gezeigten Lampen, habe ich von einem Freund Größere mit 20mm Durchmesser bekommen und verbaut.

Alter_Lagerschuppen_116 (fspg2)


Erst eins, dann zwei,.... jeder kennt den Spruch zu Weihnachten.... ich wollte allerdings nicht solange warten, also ließ ich es heute schon erst einmal aus einer Lampe leuchten.

Alter_Lagerschuppen_117 (fspg2)


Die Kappendecke erhielt zudem einen weiteren Anstrich, dieses Mal in weiß. So sind nach grau und rot genügend Farbspiele aus der Decke heraus zu kratzen, schleifen, wischen,...

Alter_Lagerschuppen_118 (fspg2)


Auf der Oberseite der Kappendecke hatte ich gleich am Anfang Nuten eingefräst, um darin die Zuleitungen für die Stromversorgung zu verstecken. Später werden noch Kabelatrappen sichtbar unter der Decke verlegt.

Alter_Lagerschuppen_119 (fspg2)


So, jetzt werde ich die zweite Lampe montieren und anschließend die Bretterbohlen verkleben.
Holger BS - 29.05.09 09:05
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
tach Frithjof,

mit dem größeren Lampenschirm hast Du nach meiner Meinung auch die optisch bessere Alternative gewählt. Schlaumeier Zustimmung
Die Möglichkeit zum einfachen Lampenwechsel ist genial.
Warum soll man auch das Rad ein zweites Mal erfinden?
Ich wünsche weiterhin gutes Gelingen!

Winke Holger

ps. Beide Termine passen mir.
Leo - 29.05.09 10:10
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,
Modell und Präsentation sind einfach fantastisch und bescheren der Modellbauwelt viel Vergnügen!

Gruß und Bastelspaß
Leo
fspg2 - 01.06.09 19:32
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,
ich hoffe Ihr habt Pfingsten gut verlebt!

@Holger
Es gibt so viele Räder, die noch erfunden werden können! Winke

@Leo
Danke für Deinen Zuspruch! Mir macht nicht nur das Bauen viel Spaß... Winke

Inzwischen gehen die Schritte zügiger voran. Die Verfugungen an den Hausecken habe ich mit dem 0,5mm Blatt einer alten Modellbausäge (ich glaube von Graupner) nachgearbeitet. Dabei habe ich das Blatt in die Fuge gesetzt und mit leichtem Stoß die Kantensteine freigelegt. Einzelne Steine wurden schon jetzt herausgebrochen - später werden es deutlich mehr sein.


Alter_Lagerschuppen_122 (fspg2)



Mit verschiedenen Grautönen gemischt aus schwarz, weiß und braun von life Colours (Elita-Modelle) habe ich heute die Arbeit von vielen Stunden und Tagen so richtig "versaut" Razz Lachend
Mit diesen Farben habe ich auch ohne Grundierung auf Kunststoffplatten und Modellen beste Ergebnisse erzielt. Für Metalle empfiehlt sich der Primer. Auch wenn vom Hersteller für Holz eine Grundierung empfohlen wird, bin ich bislang ohne ganz gut ausgekommen.
Ein früherer Versuch, alles nur mit Plaka- oder Acrylfarben zu gestalten, gab in Punkto Abriebfestigkeit ein schlechteres Ergebnis, als in der jetzt erwähnten Variante.
Die unterschiedlichen Graustufen geben die Grundlage für die verschiedenen Tönungen der Mauerfugen und zu Anderen verfestigt sie die Holzoberfläche.


Alter_Lagerschuppen_123 (fspg2)


Während nun alles durchtrocknet, habe ich inzwischen die Decke mit den Holzdielen beklebt. Die entsprechend mit der Böhlerkreissäge abgelängten Bretter (0,5mm Sägeblatt) wurden, vor dem Aufkleben mit Sekundenkleber, mit der früher schon erwähnten Methode gealtert (rotierende Drahtbürste, Schuhcreme in Isopropylalkohol aufgelöst). Später werden noch weitere Gebrauchsspuren folgen.


Alter_Lagerschuppen_124 (fspg2)


Zwei gelbe Kabel für zwei Etagen Licht und ein Braunes für Masse wurden in die eingefrästen Vertiefungen in der Decke integriert. Zwischen den beiden oberen Fenstern seht Ihr zwei Ausfräsungen in der Seitenwand. Eigentlich ist die Hintere nur durch eine Unachtsamkeit von mir entstanden. Die anderen Vier dienen der Abstützung der Dachkonstruktion. Da ich keine wirkliche Lust hatte, die inneren Seitenwände im oberen Teil neu zu fräsen, dienen sie jetzt einfach als Kabelkanal, der später durch ein darüber genageltes Blech kaschiert wird.

Für den Antrieb des Kranes dient ein 6mm Motor aus einen 4,95€ Servo. Allerdings sollte er äußerlich schon so aussehen wir im Original. Deshalb dreht mir Christian (sei Dank) ein 6mm Sackloch, in das der Motor eingeschoben wird. Seitlich kam noch eine kleine Ausfräseung für den Kabeldurchlass hinein.


Alter_Lagerschuppen_120 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_121 (fspg2)

fspg2 - 02.06.09 20:36
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Abend,

jetzt endlich gibt´s was auf´s Dach, denn ich habe mir Buchenleisten aus dem Baumarkt besorgt und daraus Dachbalken mit 7,0mm x 5,2mm gesägt (das entspricht beim Vorbild etwa: 160mm x 120mm).

Das Sägen war das Eine, viel Aufwändiger war die Nacharbeit an der rotierenden Drahtbürste und die Verrundung der Kanten mit in der Hand liegendem Sandpapier, um eine schön ungleichmäßige Nachbildung zu erhalten. Auch wenn es nur 40 Latten waren, so ging der halbe Tag herum, ohne es zu merken Überrascht

Für die Anfertigung 12 gleicher Dachsparrengerippe habe ich mir aus 2mm Pertinax eine Montagehilge gefräst.

Alter_Lagerschuppen_125 (fspg2)


Sie erfüllt zweierlei:
erstens konnte ich auf der Fräse die Sparren mit Tesafilm fixiert an den Enden ein wenig verrunden, wie beim Vorbild

Alter_Lagerschuppen_128 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_127 (fspg2)



und zweitens wird sie nach der Beizung bei dem Verkleben die Einzelteile gleichmäßig ausrichten, bis alle Teile getrocknet sind. An den Klebestellen ist die Montagelehre großzügig ausgespart.
fspg2 - 04.06.09 16:48
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,
hier kommt eine neue Folge von den "Feldbahnmodulen mit Schiff" - wobei das Schiff erst viel später kommen wird!

Nachdem die graue Farbe durchgetrocknet war, erfolgte ein ungleichmäßiger weißer Farbauftrag.


Alter_Lagerschuppen_130 (fspg2)


Dadurch will ich unterschiedliche Dunkeltöne in die Fugen bekommen, bevor die rote Farbe aufgerollt wird. Zusätzlich wird später mit Farbpigmenten gealtert, die dann sowohl in den Fugen, als auch auf dem Mauerwerk Spuren hinterlassen werden.


Alter_Lagerschuppen_132 (fspg2)



Parallel dazu sind die ersten Dachsparrengestelle schon einmal locker auf ihre spätere Position gestellt worden. Die endgültige Ausrichtung und feste Montage wird mit 0,5mm Messingdrähten erfolgen, die in noch zu bohrende Löcher gesteckt und verklebt werden.


Alter_Lagerschuppen_134 (fspg2)



Die beiden ungebeizten Balken dienen nur der provisorischen Ausrichtung. Sie werden am Ende an richtiger Position als Pfetten enden.

Alter_Lagerschuppen_135 (fspg2)

fspg2 - 06.06.09 22:18
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Abend,
heute wollte ich dem Gebäude schon ein wenig seiner Endfarbe verpassen, zumindest sollten die Steine nicht mehr grau, weiß, schwarz und braun sein, sondern so eine Ahnung von Ziegelstein bekommen.
Alle Stellen, an die ich mit der Rolle nicht herankam, wurden mit dem Pinsel vorweg mit wenig sehr trockener roter Plaka-Farbe betupft. Lieber mehrmals mit zu wenig Farbe, als dass die Fugen zu sehr zuliefen. Ganz vermeiden ließ es sich allerdings nicht - es wird im nächsten Schritt korrigiert.
Die Rolle - ebenfalls mit wenig Farbe auf der Glasscheibe abgerollt - erledigte danach den Rest.


Alter_Lagerschuppen_136 (fspg2)

erster roter Anstrich mit der Rolle

Durch die verschieden hellen Grundanstriche und den im ersten Durchgang nur leicht deckenden roten Farbauftrag erscheint die Wand schon etwas ungleichmäßig. Im nächsten Durchgang werden verschiedene Farbpuder mit dem Pinsel aufgetragen und verrieben, bevor ein weiterer roten Farbauftrag leicht lasierend erfolgen wird.

Alter_Lagerschuppen_137 (fspg2)

erster roter Anstrich mit der Rolle

Die an der linken Hauskante z.T. größeren Fugen sollen den Eindruck einer sanierungsbedürftigen Wand erwecken. Da werden demnächst die Handwerker noch ihr Stelldichein geben müssen!

Edit: Tippfehler bereinigt!
theylmdl - 06.06.09 22:27
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof!

a) das sind schon sehr beeindruckende Ergebnisse angesichts der doch großen Flächen.

b) Da rote und gelbe Farbe nicht so gut decken, ist der Tipp mit der vorherigen Grundierung in Graustufen sehr wertvoll und eine Aufnahme in die "Hall of Fame" wert. Auch der Hinweis auf die Glasscheibe und Walze wie anno Tobak beim Linoleum-Druck in der Schule sind sehr gut.

c) Vielleicht noch ein ergänzender Hinweis: Wer anders als hier ein kräftiges und gesättigtes Rot braucht, sollte vorher weiß grundieren.

Hocherfreute Grüße,
fspg2 - 06.06.09 22:56
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Thomas,
danke für Deine Bemerkungen! Aber, Ehre wem Ehre gebührt:!: Ausruf
Ohne die ersten Ausführungen von Helmut wäre ich heute sicherlich nicht so weit! Sehr glücklich
Die unterschiedlichen schwarzen, grauen, braunen und weißen Töne tragen nicht nur zur roten Farbwirkung bei, sondern lassen auch die Fugen schon vor der ersten Alterung in verschiedenen Nuancierungen erscheinen. Hier wird aber ähnlich wie bei der Rampe noch nachgepudert. Das Schöne daran ist, es wird jedes Mal anders, wie in der Natur.
fspg2 - 15.06.09 22:05
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,
kaum ist der Bauherr für ein Paar Tage auf Dienstreise, glauben die Mitarbeiter, sich auf die faule Haut legen zu können. Aber es ist doch herausgekommen.
Es folgte ein kurzes Telefonat mit Franz, der die Rolle des Vorarbeites vom Erwin übernommen hatte, nachdem ich in dessen Bierflasche doch ein sehr kräftig "Nebelwerk" bemerkt hatte (anstatt froh zu sein, dass er einen Job auf dem Bau weiter ausüben darf, kümmert er sich rein um gar nichts mehr).
Na ja, der Franz ist also los und hat die beiden Anwesenden in seiner typischen Art erst einmal auf den Topf gesetzt - oder er hat es zumindest versucht, denn in den Körperhaltungen seiner Kollegen kann ich keine nachhaltige Beeindruckung durch seine Worte entdecken.

Alter_Lagerschuppen_138 (fspg2)


Dabei hätten die Fensterrahmen längst eingesetzt sein müssen, ebenso sollte der Innenbereich weiß getüncht, die Kabel sauber verlegt, auf dem Fußboden ein Gleis verlegt und mit Sandsteinplatten eingepflastert sein.... das sind nur ein paar Brocken, die ich vom Erwins "Gespräch" noch in Erinnerung habe. Wie es scheint, muss ich doch wohl mal wieder selber Hand anlegen Ausruf


Für mich stehen jetzt die Dachziegel an, wobei ich noch am Überlegen bin, ob ich lieber die Doppelfalzpfanne

Alter_Lagerschuppen_081 (fspg2)


oder eine Hohlpfanne aufs Dach legen möchte.

Alter_Lagerschuppen_140 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_141 (fspg2)



Die Hohlpfanne hat im Original eine Materialstärke von 12mm. Das würde in 1:22,5 nur noch 0,53mm bedeuten - für die Spritzmaschine wäre aber mindesten 0,7mm - 0,8mm wünschenswert, um gleichbleibende Ergebnisse zu erhalten. Also müsste ich hier die Pfanne um 50% verdicken. Mal sehen, wie das aussieht. Die Doppelfalzpfanne ist im Vorbild ja schon deutlich dicker (genaue Masse muss ich noch auf dem Nachbardach abmessen (mal sehen, ob ich da hinaufkomme Grins )
Helmut Schmidt - 15.06.09 23:25
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

also ich würde zur Doppelfalzpfanne tendieren, denn das Original ist auch mit Doppelfalzpfanne gedeckt und die sind im Modell vielleicht einfacher nach zumachen.

Rotstein Lagerschuppen 11 (Helmut Schmidt)

Dachausschnitt mit Doppelfalzpfanne

Ich komme in Kürze am Original Vorbei soll ich beim Besitzer mal Fragen ob er dir eine Originalpfanne von den vor dem Haus lagernden abgibt.

Rotstein Lagerschuppen 05 (Helmut Schmidt)


Korrigiert weil ich Hohlpfanne und Doppelfalzpfanne verwechselt habe.
fspg2 - 16.06.09 07:57
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Helmut,
Zitat:
das Original ist auch mit Hohlpfannen gedeckt und die sind im Modell vielleicht einfacher nach zumachen.


leider muss ich Dir widersprechen Winke , denn auf dem etwas schärferen Ausschnitt des folgenden Fotos von Dir erkenne ich Doppelfalzziegel. Der Nachbar-Schuppen (Garage - linkes Bild) hat allerdings die Hohlpfanne, die ich optisch auch besser nach Norddeutschland zuordnen würde. Ich kann mich nicht an Doppelmuldenfalzziegel in Lauenburg erinnern - vielleicht auch deshalb nicht, da ich in meiner Jugend sicherlich auf solche Details weniger geachtet habe Traurig

Alter_Lagerschuppen_142 (fspg2)


Um 1900 als der Schuppen gebaut wurde, kam allerdings in Deutschland der Doppelmuldenfalzziegel in Mode, da er wesentlich besser Wind und Regen abhielt. In wie weit er auch in Norddeutschland vertreten war, kann ich nicht beurteilen.

Zitat:
(Dachziegeltypen (Abb.)
Bei den Dachpfannen aus gebranntem Ton entwickelten sich im Laufe der Zeit verschiedene Formen. Die
römischen Dächer waren mit zwei Ziegeltypen (Imbrex, Tegula) gedeckt. Im Mittelalter waren besonders
für Klöster halbrunde Hohlziegel beliebt, welche wechselseitig – einmal konvex, einmal konkav – verlegt
und als „Mönch“ und „Nonne“ bekannt wurden. Die Fortentwicklung der römischen Ziegel stellt der
Krempziegel dar, bei dem die zwei römischen Ziegeltypen zu einem verschmolzen sind. Bei der S-
förmigen Hohlpfanne sind ebenfalls Mönch und Nonne zu einem neuen Ziegel verschmolzen. In der Mitte
des 19. Jahrhundert wurde durch die Einführung der Maschinen, die bis dahin übliche Produktion von
Hand verdrängt. Hier sind die Firma Gilardoni im Elsass (1841) und das Ziegelwerk Ludowici in der Pfalz
(1857) zu nennen. Es entstand der Falzziegel wie der berühmte Doppelmuldenfalzziegel Z1 von Ludowici
1881, welcher besonders um 1900 sehr beliebt war. Er war wind- und regendichter
als der bekannteste
Flachziegel, der Biberschwanz. Zu den beliebtesten Formen der Falzziegel zählt der Doppelmuldenziegel
und der ältere Herz- oder Rautenziegel. Eine Sonderform der Krempziegel – der Brettziegel – ist in Form
des „Großalmeröder Ziegels“ in Hessen zu finden. Bei den Flachziegeln, welche als Biberschwanz (auch
Plattziegel, Ochsenzunge, Zungenstein) bekannt sind, gibt es verschiedene Formen der Stirnkante. Meis-
tens handelt es sich um einen Segmentbogen, es gibt aber auch halbrunde, kielförmige oder rautenartige
Spitzen.)

Zitat aus: http://www.hessenpark.de/deutsch/details/subseiten/pix/stappel/pdf/dach.pdf

Das Herstellen der Ziegel im Spritzguss nach einer erodierten Form ist mit der Doppelmuldenfalzziegel aufgrund der größeren Materialstärke sicherlich einfacher. Über die Machbarkeit der Erodierform werde ich mich informieren und erst einmal beide Ziegelformen incl. der Firstpfanne zeichnen.
Holger BS - 16.06.09 08:13
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
tach Frithjof,

nimm die Hohlpfanne.
Es sieht nach meiner Meinung nicht nur beser aus,
sondern es passt auch besser in die Epoche.
Die Doppelfalzziegel schätze ich von der Einsatzzeit auch irgendwie jünger ein.

Ansonsten Winke - Erwin macht das schon!
Ich finde die Fortschritte im/am Lagerhaus sehr beeindruckend. Applaus

Winke Holger
Dampfrudi - 16.06.09 10:28
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Über Dachziegel, ihre Formen und Arten, ihre zeitliche Zuordnung und regionale Verwendung gibt es hier reichliche Informationen:

http://dachziegelarchiv.de/index.html

Grüße, Dampfrudi
fspg2 - 17.06.09 19:40
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Dampfrudi,
danke für den link. Dort konnte ich einen Prospekt von 1930 entdecken, von dem ich die Abmessungen und Form einer in Lauenburg vor Ort gefertigten Hohlpfanne ersehen konnte. Die dort damals ansässige Dampfziegelei Th.Basedow, die übrigens auch von "meiner" Feldbahn über die Hubbrücke bedient wurde, ist jetzt virtuell von mir mit der Umsetzung beauftragt worden.

Von Karl Heinz aus dem schmalspurtreff-Forum erhielt ich noch zwei tolle links, unter denen ich genau die benötigten Informationen zu Doppelfalzziegel gefunden habe.
Super auch der link zu den dwg´s/dxf´s, die mir noch benötigte Maße verraten.

Jetzt habe ich die Qual der Wahl, welcher Typ im Modell einerseits leicht umzusetzen ist und dazu in Norddeutschland Mitte der 1950ger Jahre noch vorhanden war. Zudem sollte er als Spritzling auch ohne großen Aufwand zu montieren sein. Solch ein Ziegel ist zwar etwa 11mm x 17mm groß, aber wenn man ein paar 100 bis 1000 Ziegel einzeln verkleben möchte...

Beide Pfannentypen (mit Dachziegel und Firstpfanne) werden jetzt gezeichnet und sollen danach über einer erodierte Form gespritzt werden. Ich bin schon sehr gespannt auf die Ergebnisse.
kh_riefer - 18.06.09 08:52
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
fspg2 hat folgendes geschrieben::
noch zwei tolle links, unter denen ich genau die benötigten Informationen...

Hallo Frithjof,
wenn Du noch detaillierter auf's Dach steigen möchtest, kann ich Dir den hier empfehlen:
http://www.doerken.de/dachdetails/index.php?page=dachkonstruktionen&lg=de
Das sind zwar alles Beispiele für neuzeitliche Ausführungen, wenn Du Dir aber den "neumodischen Kram" wie Dämmung, Unterdeckungen und Dampfsperren wegdenkst, kannst Du auch handwerklich richtige Einfachkonstruktionen daraus ableiten.

Karl Heinz
fspg2 - 25.06.09 23:19
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Karl Heinz,
noch einmal vielen Dank!
Da dachte ich vor zweieinhalb Jahren darüber nach, welches Thema ich als Modell umsetzen wollte - und nun lerne ich nicht nur Prototyping, Urmodellbau, Mauer bauen, Dachstühle konstruieren sondern auch Dachziegelkunde. Durch viele Ergänzungen von Dir und anderer Forumskollegen wird man immer weiter in die Materie hineingebracht. Das finde ich richtig spannend Ausruf
Da sage einer, Modellbau bildet nicht Winke

Nachdem Christian mir noch ein 2mm Rohr auf 1,5mm aufgebohrt hatte, erfolgte heute eine kurze Stellprobe mit den letzten beiden noch nicht verlöteten Kugelagerhaltern der vorderen Achse.


Alter_Lagerschuppen_148 (fspg2)



Auf dem folgenden Foto seht Ihr die einzelnen brünierten Bauteile vor der Montage.

Alter_Lagerschuppen_149 (fspg2)


Heute regnete es den ganzen Nachmittag bei uns, das hat mir das Metall wohl übelgenommen. Es fing glatt an zu rosten Überrascht

Alter_Lagerschuppen_150 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_151 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_090 (fspg2)


Als ich Ostern die Innenaufnahmen im Schuppen machen durfte, war mir das Gestell über dem Tor nur nebensächlich erschienen, dass ich es einmal nachbauen würde, hätte ich mir damals nicht träumen lassen. Mein Interesse galt dem Dachgebälk. Daher habe ich dieses Foto auch nur als Ausschnitt mit dürftiger Qualität.

Damit auch die Funktion der Kupplung im Modell gezeigt werden kann, habe ich die mittlere Achse zweigeteilt. Im Innern des linken 2mm Rohres habe ich zwei 1mm Halbrundstangen verlötet. Wobei eine Hälfte in der Mitte weiter vorsteht und in die rechte Seite des zweiten Rohres, das an dieser Stelle eine halbkreisförmige Aussparung hat, eingreift.

Alter_Lagerschuppen_153 (fspg2)



Dadurch kann ich die rechte Einheit mit dem gesamten Rohr und dem großen Zahnrad seitlich bewegen und es entsteht der Spalt zwischen den Scheiben.

Alter_Lagerschuppen_154_gif (fspg2)



Da ich im Modell allerdings immer das Auf- und Abwickeln der Kette mit dem kleinen Motor kontrollieren möchte, habe ich die Lösung mit der geteilten Halbachse gewählt. Im etwa 2mm breiten Spalt zwischen den Kupplungsscheiben ist lediglich die brünierte Halbrundstange zu sehen. Ich bitte den geneigten Leser diesen vorbildwidrigen Fehler zu übersehen. Grins Winke Außerdem ist es im Schuppen eh dunkel...
Es sieht zwar so aus, als ob die Kupplung in Funktion tritt, die Bewegung aber wird durch die Drehrichtung des Motors bestimmt. Ich hoffe es war einigermaßen verständlich.

Edit: Tippfehler bereinigt!
Holzwurm - 25.06.09 23:51
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,
tolle Umsetzung wie immer. Diesmal vermisse ich aber die Konsequenz, das Original ins Modell
umzusetzen. Transmissionen wurden meistens im Kern aus Holz hergestellt und außen ballig gedreht, damit sich der Lederriemen auf der Scheibe hält. Aber ich denke jeder Modellbauer muss
mal Kompromisse eingehen. Vor allem haben sich schon einige Modellbauer die Zähne daran ausgebissen die passenden Lederriemen Nachzubilden bzw. herzustellen die auch funktionieren.
Gruß Reiner
fspg2 - 26.06.09 13:02
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,
@Reiner
um einen sicheren Transmissions-Antrieb zu erhalten, werde ich sicherlich auf ein braunes Gummiband zurückgreifen. 1+1 ist nun manchmal eben auch 3 Überrascht Ich denke, dass ich damit weitaus besser fahre (ääh.. besser drehe), als mit irgendeinem missglücktem Lederriemen.

@alle
Eine Sache, bei der ich noch nicht so die rechte Idee zur Umsetzung habe, ist die Befestigung der sich drehenden rechten Achse mit dem Gelenkhebel. Ich dachte mir ein verdicktes Ende über das ein Überwurfring, der am Gelenk beweglich ausgeführt ist, zu bauen. Vielleicht hat jemand von Euch noch einen zündendere Idee oder gar ein Foto von solch einer ähnlichen Konstruktion.


Alter_Lagerschuppen_155 (fspg2)

Helmut Schmidt - 26.06.09 13:16
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

die Achsverschiebung würde ich wie beim Original machen.

Wenn ich das auf deinem Foto richtig sehe, ist auf dem Ende der Welle auf der rechten Seite, ein Rad mit Führungen von beiden Seiten, in das von oben ein Hebel greift.

Einfach 2 Messingscheiben und ein Stück Rohr mit passendem Innendurchmesser für die Achse und schon hast du so ein passendes Rad.

Bislang schaut deine Konstruktion auf jeden Fall aber genial aus und der Rest wird auch. gut
theylmdl - 26.06.09 13:19
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof!

Als ich gestern Dein "flugs-verrosteten" Getriebe gesehen habe, war ich schon wieder platt <staun>. Großartig!

Zu Deiner aktuellen Frage: Die selbe Aufgabe stellt sich öfter bei Schaltgetrieben (Auto). Da wird so etwas meist über eine Klaue gelöst, die zwischen zwei erhabenen Ringen auf der sich drehenden Welle (Auto: verschiebbares Getriebezahnrad) eingreift. So ähnlich würde ich das hier auch lösen. Beim Auto ist das natürlich insofern anders, als die Mimik ja im Getriebeöl läuft und die Drücke so besser aufgefangen werden.

Kupplungsausrücklager (die Drucklager, auf die letzten Endes das Kupplungspedal greift), dürften noch besser passen, da die trocken laufen. Da greifen die Stellhebel an der Lagerfassung drehbar ein (siehe Google-Bildersuche).

Beste Grüße,
Andreas G. - 26.06.09 15:37
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
fspg2 hat folgendes geschrieben::
. . . oder gar ein Foto von solch einer ähnlichen Konstruktion.


Hallo Frithjof,

ich möchte die Hinweise von Helmut und Thomas ergänzen, schau mal unter:

http://www.deutschefotothek.de/obj87118531.html#

Das Bild kann vergrößert werden. Vielleicht helfen die dort gezeigten Elemente bei der Umsetzung im Modell.

Wie ein Schaltring aussieht, der direkt an der Schaltgabel gelagert ist und die Bewegung auf die drehende Welle überträgt, kann man hier sehen:

http://www.deutschefotothek.de/obj87118517.html#

Weiterhin viel Erfolg! Viele Grüße, Andreas.
fspg2 - 26.06.09 18:07
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Helmut, Thomas, Andreas,
toll dass Ihr so schnell geholfen habt Ausruf Sehr glücklich Sehr glücklich

Ich habe noch einmal gesucht: Auf diesem recht groben Ausschnitt von diesem Foto kann ich auch nicht genau die Originalfunktionsweise erkennen.


Alter_Lagerschuppen_157 (fspg2)


Aber nach den tollen Infos von Euch bin ich jetzt bei folgender Lösung angelangt:
Mit einem 4mm Kugellager (Aussendurchmesser), in einem 5mm Gehäuse gelagert, an einer Achsgabel aufgehängt und einem kleinen Langloch im Hebel müsste es zu bewerkstelligen sein, zumal die achsiale Bewegung am Ende doch nur 1,5mm betragen wird.

Alter_Lagerschuppen_158 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_159 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_160 (fspg2)

fspg2 - 27.06.09 11:56
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Morgen,
nachdem ich gestern die rechte Achse nicht mehr seitlich in den Kugellagern verschieben konnte und ich zu Notmaßnahme = Feinsäge greifen musste, fertigte ich die rechte Achse erneut an.
Entweder hatte die Beize nach dem Brünieren - trotz kräftigem Abwaschens mit Seife, Bürste und heißem Wasser - weiter gearbeitet oder die mit dem Buchsen- und Lagerkleber eingebrachten Halbrundprofile haben das Rohr minimal gedehnt. Kurz nach dem Einkleben der Teile ließ sich das Rohr butterweich, sogar mit leichtem Spiel in den Lagern verschieben. Nebenbei bemerkt, es war kein Kleber an die Kugellager gekommen! Drei Stunden später war es vorbei.
Die neue Achse wurde entsprechend über Nacht ausgetrocknet und mit feinem Sandpapier etwas verdünnt, danach wiederum brüniert. Momentan passt sie - ich werde es laufend beobachten. Die linke Achse hingegen macht keinerlei Probleme. Sie ist vom gleichen Grundrohr und entsprechend gleich bearbeitet worden. Im fertigen Zustand werde ich zusätzlich einen winzigen Tropfen Öl an die Kugellager geben.

Auf dem Foto könnt Ihr noch einmal die verschiebbaren Halbwellen sehen.

Alter_Lagerschuppen_161 (fspg2)


Die Kette hat einen Durchmesser von nur 0,75mm Ausruf
theylmdl - 27.06.09 13:30
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof!

Nochmal zu Deinem Drucklager.
Auf dem Foto sieht das aber ganz anders aus - nämlich so, als ob das Teil nur auf Druck ausgelegt ist. Dann könnte das Drucklager in dem zylindrischen Körper vor dem Wellenlager sein. Dort könnte auch eine flache Spiralfeder liegen, die das Ausrücken verbessert - viel Kraft braucht's dazu ja nicht, und die Untersetzung des angreifenden Hebels ist ja riesig.

Ich hoffe, Du verstehst, wie ich das meine (sonst mache ich eine kleine Skizze, aber keine so schöne wie Du sie machst Grins ).

Beste Grüße,
uwer - 27.06.09 17:31
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof!
Ich verfolge schon lange mit großer Freude deine Baufortschritte.
Jetzt hätte ich aber mal 2 Fragen dazu!

Mit welchem CAD Programm arbeitest Du?
Mein Catia V5 bekommt das nicht ganz so schön hin, besonders die teiltransparenten Ausschnitte finde ich sehr schön anzusehen.

Womit brünierst du deine Messing Teile?

Gruß
Uwe
fspg2 - 02.07.09 17:48
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Thomas,
die Idee mit dem Drucklager und einer Feder kamen auch noch von Christian und Helmut. In der Umsetzung ist es tatsächlich der einfachste Weg. So bin ich, Dank Eurer Hilfe, zu einer ganz brauchbaren Lösung gelangt!

Alter_Lagerschuppen_162 (fspg2)


Alle Achsen sind mit den Kupplungsscheiben, den Kugellagern und den Zahnräder (eins zur Zeit nur im Bild sichtbar) mit einem winzigen Tropfen Lager- und Buchsenkleber fixiert. Nach dem Trocknen führte eine Nadelspitze an jedes Kugellager einen klitzekleinen Tropfen Öl - es läuft wie geschmiert! Lachend Die mittlere Scheibe wurde neu aus Pertinax gefräst (jetzt nur noch 1,5mm dick), mit grauer Revellfarbe gestrichen und im noch leicht nassem Zustand mit grauem Fliesenmörtel bepudert.
Zwischen den beiden rechten Kugellagern habe ich jetzt eine Spiralfeder eingesetzt.
Das rechts liegende Messingteil wird zum Einen die Feder und das Kugellager ein wenig verbergen und zu Anderen die Verbindung zum Stellhebel herstellen.
Die Scheibe ist immer durch die Feder gelöst. Durch Betätigung des Stellhebel (durch einen kleinen Servo angetrieben) werden die Scheiben zusammengedrückt und simulieren das Hochziehen der Säcke.
In Wirklichkeit wir der kleine 6mm Motor durch Drücken der Taster diesen Vorgang bewerkstelligen. Also ist das Betätigen der Kupplungsscheibe nur ein kleiner Gimmick.
Die im Bild 161 gezeigte Halbwellenverbindung wurde noch etwas gekürzt, damit sie im rechten Rohr etwas mehr Luft hat.
Durch die Kettentrommel und die Achse habe ich ein 0,5mm Loch gebohrt und darin die Kette mit einer gebogenen Öse an einem 0,5mm Drahtes verklebt.

Alter_Lagerschuppen_163 (fspg2)

fspg2 - 03.07.09 18:48
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,

der Motor hatte ja kürzlich ein Kleid aus dem Schiffsmodellbauzubehör bekommen - heute hat er auch einen Schuh aus 0,3mm Neusilberblech, zwei 3x3mm Messingwinkeln und vier 0,8mm Sechskantschrauben erhalten. Ich arbeite gerne mit NS, wenn ich es nicht fräsen muss, da es bei 0,3mm bereits die gefühlte Festigkeit von 0,5mm Messing aufweist. An den Biegekanten habe ich von der Rückseite, wie immer auf halber Materialstärke, mit einen 0,3mm Sägeblatt Nuten eingesägt und gebogen. Die noch längeren Schenkel sind, wie hier beschrieben, gekürzt worden.

Alter_Lagerschuppen_164 (fspg2)



Eins der beiden Kabel wird später zwischen den Wänden versteckt nach unten geführt, während das Zweite das Originalkabel andeuten wird. Für die Befestigung dieses und aller weiteren Stromkabel suche ich noch Kabelschellen mit 0,6mm Loch.

Damit der Sockel auch sicher in der Innenwand befestigt werden kann, wurde ein langer Winkel im unsichtbaren Bereich stehen gelassen - noch fehlen die Schraubenimitationen.

Alter_Lagerschuppen_169 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_170 (fspg2)




Ein Sägeschnitt entlang einer waagerechten Fuge des inneren Mauerwerks nimmt das Blech auf, der hintere senkrechte Blechabschnitt liegt später zwischen der inneren und äußeren Mauer (die noch eine Ausfräsung in dem Bereich des Bleches erhalten wird, damit die Gesamtdicke an der Stelle nicht zunimmt.

Alter_Lagerschuppen_166 (fspg2)


Alter_Lagerschuppen_167 (fspg2)

fspg2 - 04.07.09 12:51
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Tag,

für die Kabelschellen habe ich mir eine Datei gezeichnet, sie werden demnächst aus 0,5mm MS58 gefräst. In die 0,5mm breiten und tiefen Mauerfugen werden 0,5mm Löcher gebohrt und darin der dunklere Teil der gezeichneten Schelle eingeklebt. So werden die Befestigungen der Bakelit-Steckschellen nachgebildet, wie auf diesem Foto angedeutet.


Alter_Lagerschuppen_171 (fspg2)

Kabelschelle aus 0,5mm Messing - Kabeldurchmesser: 0,6mm


Auf unserem Nachbargrundstück gibt es eine alte Scheune mit schönen Doppelfalzziegeln.

Doppelfalzziegel_04 (fspg2)


Gestern kam unser Nachbar und brachte mir eine dieser Ziegel aus dem Jahre 1911, die ich jetzt als Vorlage für meine zweite Modellziegel verwenden werde.

Doppelfalzziegel_01 (fspg2)


Vergleicht man die Formgebung mit heutigen Produktionen, so erzählt mir diese Ziegel einfach bessere Geschichten.....

Doppelfalzziegel_02 (fspg2)



Doppelfalzziegel_03 (fspg2)


Bin mal gespannt, in wie weit ich Kompromisse eingehen muss, um daraus eine vernünftige Erodierform erstellen zu lassen - mal sehen!
Dampfrudi - 05.07.09 10:52
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof!

Die Kabelschellen für die Motorzuleitung könnten für ein kunststsoffisoliertes Kabel wie auf diesem Bild ausgesehen haben (zur Verdeutlichung mit einem weißen Kabel dargestellt):

Schellen_Leitung (Dampfrudi)



Die Schellen sahen im Detail so aus:

Schellen_Detail (Dampfrudi)



Wenn die Zuleitung ein stahlbandbewehrtes Kabel war (was in dieser Installationsumgebung üblich war), so sahen Schellen etwa so aus:

Metallschelle (Dampfrudi)



Der Schalter für den Windenmotor könnte etwa so ausgesehen haben:

Motorschalter (Dampfrudi)



Für Abzweigungen oder Verbindungen hat man solche Isolierstoff-Abzweigdosen benutzt:

Abzweigdose_Isolierstoff (Dampfrudi)



oder solche aus Guß:

Abzweigdose_Guss (Dampfrudi)



Ein passender Lichtschalter für die (spärliche) Beleuchtung in der Umgebung des Windenantriebs könnte dieser gewesen sein:

Lichtschalter (Dampfrudi)



Die zugehörige Lampe kann so ausgesehen haben (bitte auf die authentischen Spinnweben und auf die Installation mit einem isolierten und einem blanken Leiter sowe auf die Lüsterklemme aus Porzellan achten):

Lampe (Dampfrudi)



Wenn das Licht dieser Funzel dann nicht ausreichte, so war man fein heraus, wenn man eine "Lampensteckdose" besaß, die in die vorhandene Lampe eingeschraubt wurde und so aussah:

Lampensteckdose (Dampfrudi)



In die wurde dann die Glühbirne eingeschraubt:

Lampenstecker_Lampe (Dampfrudi)



... und dann konnte man bis zu zwei Stecker anbringen, über die weitere Lampen (oder sonstige Geräte) versorgt wurden (armer Lichschalter!):

Lampenstecker_Stecker (Dampfrudi)




Ich hoffe, ich konnte damit der Liebe zur Detailtreue ein paar Anregungen geben (und vielleicht bei dem einen oder anderen Erinnerungen wecken)....


Grüße, Dampfrudi
arne012 - 05.07.09 13:23
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Boah ey,
das ist ja eine Klassesammlung von antikem Installationsmaterial, hab ich noch jede Mengen von im Keller an der Wand hängen. Das ist echter 50er Jahrestil!
Gruß, Arne
Ecthelion - 05.07.09 15:43
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Schöne Auflistung!
theylmdl - 05.07.09 16:16
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Dampfrudi!

Du hast einen sehr informativen und ganz ausgezeichneten Beitrag geliefert. Er würde gut in einen eigenen "Vorbild"-Thread passen. Danke!

Beste Grüße,
fspg2 - 06.07.09 09:37
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Dampfrudi,
ich kann mich den Vorrednern nur anschließen: schöne Teile, die mich inspiriert haben, im Schuppen nicht nur die Leitungen mit Kabelschellen zu verlegen, sondern auch den Schalter und die Verteilerdose für das Prototyping zu zeichnen.


Schalter_Montage_01 (fspg2)


Die beiden äußeren Schrauben haben lediglich einen Durchmesser von 0,8mm - bin aus Ergebnis gespannt, wie gut sich diese kleinen Teile wiedergeben lassen. Der gelbe 2,5mm Zapfen wird nicht nur als Gusskanal verwendet, sondern wird entsprechend gekürzt in einem gebohrtem Loch in der jeweiligen Wand eingeklebt.


Verteilerdose_eckig_02 (fspg2)



Die Steckdose allerdings hätte im Modell nur noch knapp 3mm Durchmesser....

Steckdose_Keramik (fspg2)


und dann noch ein Kabel mit Stecker in 1:22,5 .... im Prinzip, so wie hier gesteckt ... und das Licht geht an... Idee

Tja, auf solch eine Spinnerei kommt man, wenn die Phantasie mit einem durchgehen will.


Inzwischen sind die Kabelschellen-Imitationen gefräst.


Alter_Lagerschuppen_172 (fspg2)

Kabelschellen aus 0,5mm Ms58 - Lochdurchmesser 0,65mm

Alter_Lagerschuppen_174 (fspg2)

Kabelschellen aus 0,5mm Ms58 - Lochdurchmesser 0,65mm - gesandstrahlt

Alter_Lagerschuppen_176 (fspg2)

Kabelschellen aus 0,5mm Ms58 - Lochdurchmesser 0,65mm - Kabeldurchmesser 0,6mm

Jetzt werden sie farblich behandelt und im Schuppen an den Decken und Wänden positioniert.
squirrel4711 - 06.07.09 23:42
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

sei vorsichtig beim Nachbilden der Original Bakelite Elektroinstallation. Wenn der VDE das "spitz" bekommt musst Du die Teile sofort wieder demontieren, die sind nämlich heute nicht mehr zugelassen.
Die Elektroinstallationsrohre bestanden damals aus einem Blechmantel, einer Schicht getränkter Pappe (schwarz) und den stromführenden Kabeln; der Schutzleiter war damals rot.

Staunende Grüße vom
Rainer
Dampfrudi - 06.07.09 23:56
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Rainer,

zur Abnahme von Frithjofs Bau kommt ja nur der "epochegerechte" VDE und der weiß das noch nicht, also: Entwarnung!

Epochegerecht isolierte Grüße, Rudi
Holzwurm - 07.07.09 00:08
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,
ein Kabel könntest Du als Kupferflachband in Deinem Doppeltem Mauerwerk
verstecken. Somit kannst du das 2. relativ dünn gestalten.
Gruss Reiner
fspg2 - 08.07.09 16:30
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

@Rainer und Rudi

hier etwas zum Gründungsjahr 1893 (!) und der weiteren Geschichte des VDE .

So ca. 1959 bis 1962 soll meine Anlage angesiedelt werden. Ich denke, dass in der Zeit das ganze noch kein Thema war. Bei uns zu Hause hatten wir bis Ende der 1960ger Jahre noch solche alten Installationen.
Zum Anderen gibt es einige dieser alten formschönen Ausführungen wieder neu aufgelegt. Wer noch die originalen alten Schalter sucht, wir in der Bucht fündig. Ohne Hinweis auf VDE.

Zusammengefasst kann ich Euch berichten, dass es auch in 1:22,5 einen Neuauflage des gezeichneten Schalters, der Steckdose und des Verteilers geben sollte. Allerdings hätte die Steckdose im Modell nur noch einen Durchmesser von 60mm/22,5 = 2,667 mm.
Ich habe also im Maßstab ein wenig gemogelt und ein paar 10tel mm dazu gegeben. Grins

Auch musste ich die Phasen an den Verschraubungen entfernen, weil sie im Prototyping sowieso nicht mehr nachzubilden gewesen wären, bzw. die Maschinenzeit nur unnötig verlängert hätten. Ich bin jedoch sicher, dass es dem späteren Betrachter nicht wirklich auffallen wird Winke
Jedenfalls werden demnächst im Schuppen diese Teile verbaut:


Gussbaum_Elekto_01 (fspg2)

Gussbaum 1:22,5 für Prototyping

Am Schuppen selbst habe ich heute die beiden Vorderwände, nach der üblichen Vorbehandlung mit verschiedenen Grautönen, mit roter Plakafarbe gerollt und anschließend mit gebranntem Sienna bepudert und mit einem Krepp-Papertuch eingerieben. Überschüssiges Puder wird noch abgesaugt, damit auch die Fugen wieder ihre "Grauheit" erlangen. Weitere Puderung mit diversen Schmutzpulvern wird noch dezent folgen.

@Reiner
Zitat:
ein Kabel könntest Du als Kupferflachband in Deinem Doppeltem Mauerwerk
verstecken. Somit kannst du das 2. relativ dünn gestalten.


Ich hatte ja schon weiter oben geschrieben, dass nur ein Kabel sichtbar sein wird, das zweite liegt, durch ein Loch hinter dem Motor durch die Wand gesteckt, in einer eingefrästen rückseitigen Nut.

Alter_Lagerschuppen_178 (fspg2)


Die unten im Erdgeschoß stehende graue Stützmauer ist im Innern hohl und wird die aus der Decke kommenden Kabel für die Beleuchtung aufnehmen.
Die mit den Kabelschellen sichtbar verlegten Kabel werden (bis auf das im Bild sichtbare 0,6mm Motorkabel) alle nur Atrappen sein Ausruf

Die Innenwände werden jetzt noch eine Nachbehandlung mit schmutzigem Weiß bekommen.
fspg2 - 15.07.09 11:54
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Tag,
manche Dinge brauchen etwas länger, Andere noch länger. Ich bemerkte gerade, dass ich schon im Mai 2008 Verlegen für meine Weichen ein paar Stellböcke bauen wollte, nachdem ich die von mir favorisierten Böcke leider nicht mehr bekam.
Durch die bislang guten Erfahrung mit dem Prototyping, werden diese Stellböcke ebenfalls über die gezeichnete Datei ihren Weg zum Neusilberguss finden.

Gussbaum_Stellbock_001 (fspg2)


Feldbahn_Stellbock_22_5 (fspg2)


Feldbahn_Stellbock_DIN9939_01 (fspg2)


Die hellen Teile im Bild werde ich mir fräsen, bzw. Schienennägel und Ms-Draht verwenden.
Während ich auf Post vom Gießer warte, werde ich am Schuppen weiterbauen.
fspg2 - 15.07.09 23:00
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,
an meinem Probefenster (mit 1mm statt 0,5mm gefrästen Ecken) habe ich heute die ersten Scharniere mit Hilfe zweier gefräster Schablonen eingelötet. Für die Serie werde ich die MDF-Schablone, in der eine Tasche in Fensterform eingefräst wurde, durch Eine aus Pertinax austauschen, da das ausgefräste Holz vom Lötwasser zu sehr aufquillt.

Alter_Lagerschuppen_180 (fspg2)


Mit Hilfe eines 0,5mm Federstahldrahtes wurden die Scharniere in die Schablone gedrückt und mit ein wenig S39-Lötwasser die vorverzinnten Scharniere eingelötet. Der erste Versuch mit Federstahldraht von Conrad ging schief, da dieser Draht sich fest löten ließ. Erst ein von Helmut geschickter Draht (deutlich weniger magnetisch) erfüllte seine Platzhalterfunktion.
Zahncreme wurde hierbei als Kühlpaste zweckentfremdet und nach dem Löten zusammen mit den Lötwasserresten, mit Hilfe von Seife und Zahnbürste, gründlich entfernt.
Eine Funktionsprüfung ergab, dass ich den Rahmenkanten, die den Scharnieren gegenüber liegen, mit einer Nadelfeile etwas zu Leibe rücken musste. Am Klappfenster oben deutlich zu sehen. Dadurch lässt sich der Öffnungswinkel etwas vergrößern.

Alter_Lagerschuppen_181 (fspg2)


Alter_Lagerschuppen_182 (fspg2)

Größenvergleich - Nietendurchmesser = 0,8mm x 3,0mm - Scharnier = 1,5 mm hoch
fspg2 - 17.07.09 11:47
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Tag,

aus Vivak habe ich mir auf der Blechschneide(biege)maschine Streifen in Fensterbreite und -höhe mit Hilfe eines Anschlages geschnitten, um alle Scheiben in jeweils gleicher Größe zu erhalten.


Alter_Lagerschuppen_183 (fspg2)


Auch mit dem Cutter lässt sich diese Material gut ritzen und brechen (nur die untere Folie wird dabei nicht mit durchtrennt. Bei den oberen Scheiben habe ich keine Rundung geschnitten, da die geraden Kanten vom 0,5mm Rahmen und dem Kitt später verdeckt werden.

Da es dieses Material leider nicht unter 0,5mm gibt, hatte ich die Fensterahmenstege entsprechend höher stehen lassen, damit der Kitt noch 0,5mm x 0,5mm Platz hat.
Zur Zeit bin ich am Experimentieren, wie ich diesen "Fensterkitt" möglichst schon in jeweiliger Scheibenform aus dem Vollen fräsen kann.
Dazu laufen Versuche aus unterschiedlichen 0,5mm + 1mm-Materialien, bei denen ich eine Innenkontur mit einem 60 und 90 Grad Fasenfräser bzw. Gravierstichel durch die Materialstärke fräse. Anschließend wird mit einem normalen Fräser die Aussenkontur gefräst, so dass am Ende ein winkeliger Rahmen übrig bleibt.

Alter_Lagerschuppen_184 (fspg2)

Die Ecken der jeweiligen Kittrahmen werden in der Fräsdatei noch den 0,25mm Radien der fertigen Messingrahmen angepasst (auf Foto 183 ist der Eckradius im Probefenster noch 0,5mm -optisch zu stark- die Serie hatte ich entsprechend mit einem 0,5mm Fräser konturgefräst und dadurch den Eckradius von 0,25mm erhalten). Das Klappfenster im Innern hat schon die richtigen Eckradien. Ich finde der Unterschied ist deutlich zu sehen!
Ob es zu meiner Zufriedenheit verlaufen wird, werde ich Euch berichten.

Die Ergebnisse mit dem bröckligen Kitt von Chuck Doan (Modellbau vom Feinsten!!!) werde ich dabei nicht erreichen. Der Aufwand ist mir bei 108 Fensterscheiben (je etwa 11mm x 8mm) dann doch etwas zu groß, auch wenn sein Resultat einfach phantastisch aussieht.
fspg2 - 22.07.09 20:49
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,
wie heiß es so schön: "Wenn der Postmann zwei mal klingelt..." Als er heute kam, brachte er gleich zwei Teile vom Prototyping.
Die Schalter hatte ich heute vor zwei Wochen erst gezeichnet, während der Stellbock vor 7 Tagen per email an den Gießer ging. Das nenne ich schnell!!
Die Teile werden jetzt noch ein wenig nachgearbeitet. Zwei Löcher im Verteiler muss ich für die Silikonformerstellung noch vollständig durchbohren. Ich hatte auf der Unterseite nur je eine kleine Vertiefung angedeutet, damit nicht das Gleiche, wie bei dem Gmeinder-Lüftergitter passierte, wo mir ein dünnes Teil beim Prototypen wegbrach. Ansonsten werden die Kanten vorsichtig mit einer weichen Messingbürste gebrochen und alles gesandstrahlt, so dass die auf den Fotos riesig erscheinenden Stufen verschwinden. Mit bloßem Auge sind sie so gut wie überhaupt nicht zu erkennen!

Doch seht selber:


Alter_Lagerschuppen_186 (fspg2)

erster Abguss nach Prototypzeichnung


Alter_Lagerschuppen_188 (fspg2)

erster Abguss nach Prototypzeichnung - Durchmesser der vier Schrauben: 0,8mm - Schlitzbreite: 0,25mm


Alter_Lagerschuppen_189 (fspg2)

erster Abguss nach Prototypzeichnung - die Schlüsselweite der Sechskante beträgt 1,6mm, die Löcher für die Kabel haben 0,7mm

In das Mauerwerk werden 2,5mm Löcher gebohrt, damit die Schalter, Steckdosen und Verteiler an einem Reststück vom Anguss darin montiert werden können.


Alter_Lagerschuppen_187 (fspg2)

erster Abguss nach Prototypzeichnung

Während die Teile demnächst im Schleudergussverfahren vervielfältigt werden und dabei um die letzten Prozente schrumpfen, muss ich für den Stellbock noch die Bodenplatte, den Gabellappen und die Stellstange bauen.
fspg2 - 05.08.09 19:05
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,
ich hoffe, Ihr hattet auch alle einen schönen Urlaub!

Ich ließ es heute ein wenig stauben, um die Fugen aufzufüllen. Dazu bepuderte ich einzelne Kanten, die dem "Regen" ausgesetzt waren, mit einer Restemischung von grünlichem Vegetationspuder. Anschließend kam grauer Fliesenmörtel aus dem Baumarkt zu Einsatz. Zum Einen füllt er die Fugen besser als nur die Farbpigmente, zum Anderen ist er schön staubig und überzieht auch die Steine mit einer milchig - gräulichen Schicht. Diese wurde mit Hilfe von Haushaltspapier eingerieben.


Alter_Lagerschuppen_198 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_199 (fspg2)


Jetzt sind die Oberflächen noch nicht abriebfest, so dass durch mehr oder weniger Reiben mit dem Papier oder Finger (Gummihandschuhe verwenden!) ein Changieren der Steinoberfläche gut erzielt werden kann.
Zum Firnissieren habe ich den Landschaftsbau-Kleber verwendet, den ich auf Empfehlung von Kalle 1:12 - 1:15 verdünnt mit einem kleinen Pump-Sprüher über alle Flächen gebe. Auch wenn der Kleber jetzt die "Steine" noch deutlich dunkler erscheint lässt, nach dem Trocknen ist der alte Farbton nahezu erhalten und nicht wie bei der Holzleim-Wasser-Spühli-Methode nachgedunkelt. Auch glänzt die Oberfläche nicht und lässt sich so auch noch beizen!
Das Schöne an dieser Sache ist, wenn ich etwas zu wenig oder zu viel aufgetragen habe, kommt einfach eine weitere Schicht Puder, Pigment, Farbe oder Schmutz darüber... erneut Firnissieren... begutachten... verändern oder fertig!

Alter_Lagerschuppen_200 (fspg2)



Auf obigem Foto seht Ihr eine der Innenwände, die jetzt zusätzlich noch mit weißer Plakafarbe getüncht wird.


Am Originalschuppen gibt es an der Seite eine kleine Holztür, die ich beweglich gestalten werde.


Alter_Lagerschuppen_190 (fspg2)

Original-Seitentür

Neben der Tür wird außen auch ein Lichtschalter an der Wand befestigt und eine Lampe leuchten, damit man auch die Kabelhalter etwas deutlicher sieht, als nur im Innenbereich! Folgende Fotos dienten als Inspiration:
Alter_Lagerschuppen_192 (fspg2)

alternative Details für eine Schuppen-Seitentür

Alter_Lagerschuppen_193 (fspg2)

alternative Details an einer Schuppen-Seitentür

Alter_Lagerschuppen_195 (fspg2)

alternative Details an einer Schuppen-Seitentür

Alter_Lagerschuppen_196 (fspg2)

alternative Details an einer Schuppen-Seitentür
Holger BS - 06.08.09 08:02
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
fspg2 hat folgendes geschrieben::
Hallo,
ich hoffe, Ihr hattet auch alle einen schönen Urlaub!

Ich ließ es heute ein wenig stauben, um die Fugen aufzufüllen. .....


tach Frithjof

... nee, ich ziehe durch und freue mich auf den Urlaub ab Mitte Oktober! Sehr glücklich

Tolle Fortschritte am Lagerhaus!
Neben allen anderen Dingen gefallen mir die gefüllten Fugen ausgesprochen gut! Respekt
Ich melde mich nächste Woche mal. Telefonieren

Winke Holger
fspg2 - 08.08.09 19:25
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Holger,

eigentlich bin ich auch immer noch in Urlaubsstimmung, so dass ich sogar meine Modelle in den letzten Tagen nur selten angesehen habe.
Heute juckte es aber wieder in den Fingern.

Zitat:
gefallen mir die gefüllten Fugen


Nachdem sowohl am Schuppen, als auch an der alten Waage alle Mauern verfugt sind, erwies es sich heute doch als recht zeitaufwändig, einzelne Steine mit schmutzigem Wasser zu altern. Ich schrieb ja, dass der verwendete Landschaftskleber anschließend noch beizbar ist. Mit Hilfe eines alten Pinselstumpfes und RUSTALLTM-Patina Nr.2 "Blackwash" und "Weather-All" wurden einzelne Steine mit unterschiedlichem Druck bearbeitet.

Alte_Waage_Lbg_025 (fspg2)


Im Vergleich mit dem Original, komme ich so langsam in die Richtung. Viel falsch machen kann man eigentlich nicht, denn durch das schichtweise Auftragen der einzelnen Farb- und Pigmentschichten, lassen sich die meisten Fehler nach dem Trocknen wieder übermalen. Zum Teil erweist sich auch das Nass in Nass-Verreiben der einzelnen Farbaufträge als hilfreich, um Farbübergänge leichter zu erreichen.
Das einzige was man braucht ist Geduld, denn bislang hat die Mauer auf dem obigen Bild sieben Arbeitsgänge hinter sich, mit zwischenzeitlichem Trocknen. Aber ich denke, am Ende werde ich mit einem Modell belohnt, dass einen Vergleich mit dem Vorbild durchaus standhält.

Alte_Waage_Lbg_006 (fspg2)

Helmut Schmidt - 09.08.09 08:59
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Glück Auf Frithjof,

wenn ich das mit dem nachträglichen Verfugen so sehe könnte das für mich eine Lösung für meine Schacht II Ausmauerung sein. gruebel

Denn durch das ineinander verzahnen und die Wölbung nach innen der Steine kann ich hier keine Rolle zum Aufbringen des Ziegelrot einsetzen. Traurig

Gute Idee wie du das mit den Fugen machst. gut Respekt
fspg2 - 09.08.09 13:18
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Helmut,
Zitat:
Denn durch das ineinander verzahnen und die Wölbung nach innen der Steine kann ich hier keine Rolle zum Aufbringen des Ziegelrot einsetzen. Traurig

Ich schätze einmal den Durchmesser Deines Schachts auf 17cm - 20cm.


Bild aus Helmuts Galerie


Da müsste es mit dieser Rolle auch funktionieren:


Gummi-Rolle (fspg2)

kleine Gummirolle (aus dem Künstlerbedarf) zum Auftragen der Mauersteinfarbe
fspg2 - 10.08.09 23:00
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Abend,

auch die alte Waage braucht ein Dach. Ich habe mir dafür eine "Hutkrempe" aus Nußbaum- und Mahagonileisten, Sperrholz und HDF gebaut.

Alte_Waage_Lbg_026 (fspg2)



Das Profilholz habe ich aus einem 3,0mm x 3,0mm Nußbaumleistchen gefertigt. Eine Seite wurde auf der Böhlerkreissäge mit einem 2,5mm Sägeblatt auf 2,1mm verschmälert und anschließend mit einem 5mm Kugelfräser eine halbkreisförmige Nut eingefräst. Mein Minischraubstock diente als Führung, so dass ich die Hozleiste an dem Fräser mit leichtem Druck vorbeischieben konnte.

Alte_Waage_Lbg_027 (fspg2)



Dieses Profil habe ich anschließend auf Gehrung gesägt und mit Sekundenkleber in eine 1mm-Vertiefung der Sperrholzgrundplatte geklebt. Die noch ca. 2mm überstehenden Ränder sind die äußere Führung für die Montage auf dem Häuschens. Damit diese doch recht dünnen Profil-Leistchen auf Dauer nicht allzu sehr in Mitleidenschaft gezogen werden, wenn ich das Dach aufsetze, habe ich im Innern eine 5mm HDF-Platte als Hauptführung und innere Decke eingeklebt.

Alte_Waage_Lbg_028 (fspg2)



Weiterhin hat die Waage Polystyrol-Innenwände erhalten. Unter dem Fenster erkennt Ihr eine Nut, in der später die Mimik für die Fensterbewegung versteckt wird.

Alte_Waage_Lbg_029 (fspg2)



Alte_Waage_Lbg_030 (fspg2)


Einige Steinkanten müssen noch ein wenig mit Mauerfarbe nachbehandelt werden.


Alte_Waage_Lbg_031 (fspg2)



Alte_Waage_Lbg_004 (fspg2)

fspg2 - 12.08.09 22:54
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Abend,

wie schon in früheren Spur0-Häusern bewährt, habe ich heute zwei Pilzkontakte in die Decke der alten Waage eingebaut. Mit ihrer Federwirkung dienen sie der Stromversorgung der eingebauten Deckenlampe. Hier konnte ich einen vom Schuppen übriggebliebenen 15mm-Lampenschirm nach gleichem (weiter oben schon beschriebenen) Prinzip verbauen.
In der rechten Seitenwand habe ich rechts und links neben der Tür zwei 3mm x 3mm MS-Vierkantstäbe eingebaut. Unter dem Gebäude führen von diesen Stäben Stromkabel zum Transformator. Durch diese Konstruktion kann ich das Dach jederzeit ohne lästiges Kabellösen abnehmen.

Alte_Waage_Lbg_032 (fspg2)


Nach getaner Arbeit stellte ich den beiden Handwerkern heute Abend eine Kiste von einem, von einer Reise mitgebrachtem, köstlichen Bier von der Mainschleife hin. Mal sehen, was davon morgen noch übrig ist Winke

Alte_Waage_Lbg_033 (fspg2)

fspg2 - 13.08.09 17:15
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,
bevor es heute morgen dämmerte, war die Kiste weg. .... der, der Fr... Fran..z..... säuselte es aus Erwins und Wilhelms Richtung...


Alte_Waage_Lbg_034 (fspg2)



Na, da war wohl nichts mit Dachdecken heute angesagt, also musste ich wieder einmal selber Hand anlegen.

Dazu habe ich zwei Sperrholzdreiecke als Grundgerüst ineinander verzahnt. Kleine auf Gehrung geschnittene Holzleisten wurden als umlaufende Abstützung für die Dachhaut mit Sekundenkleber fixiert. Vier 1mm Sperrholzdreiecke haben im unteren Fünftel eine rückseitige Nut eingefräst bekommen, damit sie später dem Knick im Dach besser folgen können. Bevor sie allerdings aufgeklebt werden, wird erst die Dachrinne angebaut.

Alte_Waage_Lbg_035 (fspg2)


Auf dem Bild könnt Ihr gut die Rückseiten der Pilzkontakte erkennen, die für ihre Beweglichkeit genügend Kabellänge bekommen haben.
fspg2 - 18.08.09 14:41
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

die Regenrinnen habe ich mir aus 6mm Ms-Rohr mit einem 0,3mm Sägeblatt auf der Böhlerkreissäge gefertigt. Dazu habe ich das jeweilige Rohr (etwas länger als benötigt) an einen Ms-Vierkantstab gelötet und mit diesem am Parrallel-Anschlag der Säge entlang geführt. Dadurch blieb das Rohr immer senkrecht und rollte nicht weg. Das Sägeblatt wurde zu Beginn versenkt und tauchte langsam von unten in das Rohr ein. So erzielte ich alleine durch das Rohr schon eine Führung des doch recht dünnen Sägeblattes. Dann wurde das Rohr langsam unter Zugabe von etwas Bohr- und Schneidöl aufgetrennt.
Der Sägeschnitt liegt außerhalb der Mitte rechts, um ein Halbprofil von 6mm x 3mm zu erhalten (links).



Alte_Waage_Lbg_036 (fspg2)



Alte_Waage_Lbg_038 (fspg2)


Von links nach rechts seht Ihr: einseitig an Führungsvierkant angelötet - mit 0,3mm Sägeblatt außermittig getrennt - zwei noch zu richtende Halbprofile


Vier Rohre sind so vorbereitet und warten auf die weitere Bearbeitung, damit sie am Ende so positioniert werden können:

Alte_Waage_Lbg_39 (fspg2)



Parrallel lief meine Fräse und machte aus einem 2mm dicken MS-58-Blech 60 Verbindungslaschen mit drei Muttern, damit der Dachstuhl des alten Schuppens allen weiteren Belastungen standhalten kann.


Alter_Lagerschuppen_201 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_202 (fspg2)


Verbindungslasche mit drei Muttern aus dem Vollen gefräst. Von vorne nach hinten: gefräst - gesandstrahlt - brüniert - gealtert.
Abmessungen des Bleches: 20mm x 2mm x 0,35mm - Mutter 1,3mm x 0,8mm

Durch die Holzbalken hindurch werden noch je zwei Laschen mit 0,6mm Drähten verbunden.

Wer möchte kann sich hier und hier zwei kleine Videos vom Fräsen der Verbindungslaschen bei vimeo ansehen.
kartonbahner - 18.08.09 15:32
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

ich bin nur etwas überrascht - den MS-Vierkantstab hätte ich "größer" erwartet, um das Rohr am Anschlag entlang führen zu können ...

... und das Sandstrahlen (selbst?) der Laschen hast Du in der kurzen Zeit auch noch geschafft ...?! Geschockt

Freundliche Grüße
fspg2 - 22.08.09 19:28
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

@Gerald
Zitat:
den MS-Vierkantstab hätte ich "größer" erwartet, um das Rohr am Anschlag entlang führen zu können ...


Der 3mm x 3mm Vierkantstab reicht durchaus aus, zu verhindern, dass das Rohr sich beim Sägen verdreht.


Für die Dachrinnen gibt es auch Dachrinnenhalter, die ich mir aus Messing gefräst habe.


Alte_Waage_Lbg_40 (fspg2)

Dachrinnenhalter gefräst - Materialstärke 1,3mm x 0,2mm für 6mm Halbrohr


Das vordere Auge schnappt über den angelöteten 1mm Ms-Draht. Mit Hilfe eines alten kleinen Schraubendrehers drückte ich den Bügel auf das NS-Trägerblech. Ein wenig Lötpaste und die Flamme erledigten den Rest. Damit die schon gelöteten Halbrohre sich nicht wieder verzogen oder gar lösten, wurde dabei alles mit Alu-Klötzchen beschwert.


Alte_Waage_Lbg_41 (fspg2)



Alte_Waage_Lbg_42 (fspg2)

fspg2 - 25.08.09 14:08
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,
es ist eine Sauerei mit meinen Handwerkern. Ständig muss man sich ärgern. Der alte Schuppen ist noch nicht einmal eingedeckt und schon bröckelt das Mauerwerk.


Geruest_3 (fspg2)



Also blieb die andere Arbeit liegen und es wurde ein Gerüst geordert.


Geruest_1 (fspg2)

Umgerechnete Abmessungen 780mm x 2000mm (35mm x 89mm) - rechts ein Gerüst noch von Spur0-Zeiten

Zuerst wurde eine Bohrhilfe gebaut. In eine (in einen Messing-Vierkant) gefräste Nut, lötete ich ein 4mm Ms-Rohr als Führung für die 3mm Gerüst-Rohre. Mittig wurden 1,5mm Löcher als Führung für den Bohrer und einen Arretierungsstift gebohrt.
Als Anschlag für das erste zu bohrende Loch wurde ein kurzes Rohrstück von links in das 4mm Rohr geschoben, während von rechts das richtige Rohr positioniert wurde. Nach dem ersten Loch schob ich die Stange soweit nach links, dass ein 1,5mm Stift in das erste Loch eingreifen konnte. So erhielt ich einerseits immer gleiche Lochabstände und andererseits tanzten die Löcher nicht aus der Reihe.

Geruest_Bohrhilfe_1 (fspg2)


Am Ende soll das Gerüst mit dem folgenden Typ von 1968 Ähnlichkeit haben:


Geruest_1968_02 (fspg2)


Im Gegensatz zu den äußeren Stützen hatten die Inneren noch einen Durchgang, für den ich mir noch die entsprechenden Bleche fräsen werde. Zudem stehen noch die Füße aus. Ebenso sind die Knebel und die Verbindungen der einzelnen Rohrelemente noch auf der to-do-Liste.

Geruest_1968_06 (fspg2)



Geruest_1zu43_01 (fspg2)



Geruest_1zu43_02 (fspg2)

wegen der Ausschnittsvergrößerung leider nicht optimal
rot2 - 25.08.09 16:30
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

beeindruckend was du da bast. Meine Hochachtung. Ich hätte nie den Nerv so genau zu arbeiten. Die Eisenbahn tritt dabei voll in den Hintergrund. Ich würde dein Modul gern mal live sehen.

Gruß Rene
Dupk - 27.08.09 08:53
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Wahnsinn was Du da auf die Beine gestellt hast.
So eine Detailtreue, gewaltig!

Ich freue mich schon auf den nächsten Beitrag von Dir!

Gruss
Dirk
fspg2 - 29.08.09 11:05
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Morgen,

@ Rene und Dirk

Es freut mich, dass Euch meine Sachen gefallen!

Zitat:
Ich hätte nie den Nerv so genau zu arbeiten. Die Eisenbahn tritt dabei voll in den Hintergrund. Ich würde dein Modul gern mal live sehen.

Wenn ich an all die Teile denke, die ich noch bauen will, müsste ich eigentlich weniger detailliert arbeiten, um irgendwann einmal fertig zu werden. Aber gerade das mehr oder minder genaue Nachbauen macht für mich den Reiz aus. Wenn ich das fertige Ergebnis sehe, ist die Freude um so größer - besonders in unserem Maßstab! Da alle bislang gebauten Teile zu dem Gesamtprojekt "Feldbahnmodule mit Schiff" gehören, mag es momentan so scheinen, als ob die Eisenbahn in den Hintergrund tritt. Ich will versuchen nächstes Jahr auf der Nussa einige Dinge zu zeigen. Eine Ausstellung, die für jeden Schmalspurfan "Pflicht" sein sollte Ausruf Es gibt viel zu sehen, zu kaufen, man trifft etliche Kollegen, man kann fachsimpeln....

Nachdem die letzten Tage wenig mit Modellbau zu tun hatten, so war ich heute schon sehr früh in der Werkstatt.
Für die Montage der durchbrochenen Gerüstträger habe ich mir aus 0,5mm Aluminium kleine "Kämme" als Abstandshalter gefräst. So brauche ich alle Teile nur noch zusammenstecken. In den Langholmen wurde zuvor ein 0,5mm flußmittelfreier Lötdraht gesteckt. Ein wenig Lötpaste wir mit einer Nadel auf die 2,5mm x 0,3mm Flachbänder gegeben. Das Flußmittel S39 wird auf alle zu lötenden Stellen mit einem Pinsel aufgetragen. Den Rest erledigt die Flamme. Kleine Alugewichte an den Enden der Rohre (nicht im Bild zu sehen) drücken währenddessen alle Teile parallel auf die Lötplatte.

Geruest_5 (fspg2)



Die Mittelteile der unteren vier Stege habe ich herausgesägt und die Enden verschliffen. Obwohl es nur noch die beiden oberen Querverbindungen gibt, ist das Gerüstteil erstaunlich stabil Ausruf Mit einer Flachzange wurden zuletzt noch ein paar "Beulen" in die Flachbänder gedrückt - es ist ja schließlich ein altes Gerüst.
In der Serie habe ich alle Gerüstteile verbreitert, da mir die Proportionen der ersten Teilen nicht zusagten. Jetzt passt auch ein Preiserlein durch die Lücke.


Geruest_6 (fspg2)



Auf dem folgenden Bild seht Ihr meine schnelle Tageslicht-Fotoecke. Je nach wechselndem Licht, erhalte ich die unterschiedlichsten Farbstimmungen.

Geruest_7 (fspg2)


Erste Versuche, den Gerüstteilen eine natürliche "Alufarbe" zu verpassen, verliefen noch nicht zufriedenstellend. Mit Silberbronze (früher wurden damit Ofenrohre wieder aufgefrischt), die ich nach dem Trocknen mit der Flamme ein wenig einbrannte, sahen die Teile bislang noch am besten aus, auch wenn sie etwas matter sein dürften. Hat da jemand von Euch vielleicht einen Tipp, wie ich möglichst kratzfest den Alueffekt erhalten kann?
Helmut Schmidt - 29.08.09 12:04
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
fspg2 hat folgendes geschrieben::
Hat da jemand von Euch vielleicht einen Tipp, wie ich möglichst kratzfest den Alueffekt erhalten kann?

Glück Auf Frithjof,

ich habe mein bei meinem Tor das Problem gehabt den Zustand wie feuerverzinkt darzustellen und feuerverzinkt und Alu im verwitterten Zustand unterscheiden sich im Aussehen nicht groß im Aussehen.

Steiger mit Gezähe und Brille (Helmut Schmidt)


Hier ist das Tor im Hintergrund eigentlich ganz gut zu erkennen.

Ich habe einfach alles vollständig verzinnt und dann kurz übergestrahlt.
Marcel - 31.08.09 00:19
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Frithjof, es macht mir immer wieder viel Freude, deine "verrückten" Basteleien zu verfolgen. Auch wenn ich selber nicht eine Fräse für meine Modelle nutze, inspirieren mich deine Arbeiten trotzdem immer wieder für die eigenen Taten.

Es ist halt doch eine tolle Baugrösse ... Winke und ich nehme an ,dass du den Umstieg aus der Spur 0 nicht bereit hast. Dass die Bahn dabei nur noch der rote Faden und nicht unbedingt der Mittelpunkt der Basteltätigkeiten ist, kann ich bestens verstehen ... Herr Grün

Weiterhin viel kreativen Bastelspass wünscht dir
Marcel
Helmut Schmidt - 31.08.09 09:11
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Glück-Auf Frithjof,

da habe ich am Sonntag in der alten Schmiede bei unseren Kindern folgendes durch Zufall entdeckt.

FRSchuko01 (Helmut Schmidt)


FRSchuko02 (Helmut Schmidt)


FRSchuko03 (Helmut Schmidt)


Natürlich gleich annektiert.
fspg2 - 04.09.09 23:00
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo in die Runde,

@Marcel
Zitat:
es macht mir immer wieder viel Freude, deine "verrückten" Basteleien zu verfolgen

Das Kompliment kann ich genauso an Dich zurückgeben, schließlich warst Du Schuld, dass ich der Spur 0 den Rücken gekehrt habe - und ich habe es wirklich nicht bereut, zumal mit zunehmenden Alter die Dinge immer kleiner werden Heulend

Zitat:
Dass die Bahn dabei nur noch der rote Faden und nicht unbedingt der Mittelpunkt der Basteltätigkeiten ist, kann ich bestens verstehen ...


Es ist wie im richtigen Leben, die Eisenbahn ist ein Teil vom Ganzen. Sie losgelöst zu betrachten, käme für mich einer Verklärung gleich.
Vielleicht versuche ich durch den z.T. minutiösen Nachbau die Vergangenheit ein wenig zu bewahren. Während Andere in 1:1 wunderbare Feldbahn-Zeitzeugen retten und für die Nachwelt restaurieren, gefällt mir eben der etwas verkleinerte Maßstab, weil ich dabei alles bei mir zuhause händeln kann.


@Helmut
Neben Deiner Schuko-Dose fehlt bei mir auch noch die runde Verteilerdose. Ich werde beide bei einer der nächsten Prototyping-Aktionen anhängen. Kannst Du mich noch die Maße der Steckdose nennen?


Zwei der Dachsparren wurden in der Mitte aufgefräst und im Innern zwei 1mm-Drähte eingelegt, die der Stromversorgung der beiden Dachlampen dienen. Die Lampen sind die ursprünglich im Erdgeschoß eingeplanten Exemplare, die ja durch Größere ersetzt wurden. Die Nut wurde später wieder mit kleinen Holzleisten geschlossen, so dass am Ende nichts von der Installation zu sehen ist. Eine Kabelatrappe werde ich allerdings später noch anbringen, wenn der gesamte Dachstuhl fertiggestellt ist.

Alter_Lagerschuppen_203 (fspg2)



Die beiden äußeren Fußpfetten bekamen ebenfalls im Innern für die Stromversorgung Messing-Inlays. Die beiden folgenden Bilder zeigen oben einen 1mm Messingdraht, der aus einer Pfette ragt.
Weil das gesamte Dach abnehmbar ausgeführt wird (um z.B. leichter die Birnen zu wechseln), werden diese beiden Drähte in Messingrohre eingesteckt, die unten zu den bereits verlegten Kabel führen.

Alter_Lagerschuppen_205 (fspg2)

Das 1,5mm-Messingrohr wartet noch auf den festen Einbau.


Alter_Lagerschuppen_206 (fspg2)

Die Nut, die jetzt der Stromversorgung dient, war durch eine Unachtsamkeit meinerseits entstanden. Die eine Seite wird mit einem Blech verkleidet. Auf der anderen Wandseite wird ein Schrank oder Ähnliches alles verdecken.

Zum Ausrichten der einzelnen Dachpfetten habe ich mir zwei fünf Millimeter dicke Pertinax-Kämme gefräst. Wenn alle Einzelteil verklebt sind, werden die Pfetten und Sparren zusätzlich mit 1mm Ms-Draht verstiftet, um eine sichere Haltbarkeit zu gewährleisten.


Alter_Lagerschuppen_204 (fspg2)


Soviel für heute, ein schönes Wochenende!

Frithjof
Helmut Schmidt - 05.09.09 09:10
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
fspg2 hat folgendes geschrieben::
Neben Deiner Schuko-Dose fehlt bei mir auch noch die runde Verteilerdose. Ich werde beide bei einer der nächsten Prototyping-Aktionen anhängen. Kannst Du mich noch die Maße der Steckdose nennen?

Glück Auf Frithjof,

ich denke es wird das Einfachste sein wenn ich dir die Steckdose zur Verfügung stelle. Nach dem Abmessen von dir kann die immer noch bei uns in die Ausstellung im Klosterstollen.

Ausserdem fahnde ich nach weiteren Teilen, besonders natürlich der Abzweigdose.
Helmut Schmidt - 05.09.09 09:13
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
PS: Beinahe hätte ich es vergessen Geschockt dir für deinen klasse Fortsetzungsbericht zu danken Respekt
fspg2 - 13.09.09 15:04
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

@Helmut
Es würden mir die Hauptabmessungen Deiner Steckdose reichen, dann kann ich mit Hilfe Deiner Fotos den Rest zeichnen - allerdings werde ich erst im Oktober dazukommen können.

Die letzten zwei Wochen war so gut wie gar nicht an Modellbau zu denken, dafür aber schaffte ich es heute morgen, die letzten Sparren in den Dachstuhl zu kleben und zu verstiften.


Alter_Lagerschuppen_207 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_209 (fspg2)



Wie schon weiter vorne geschrieben, kann ich den gesamten Dachstuhl als eine Einheit herausnehmen.


Alter_Lagerschuppen_211 (fspg2)


Auf dem folgenden Foto seht Ihr den in der Fußpfette eingelassenen 2,5mm x 2,5mm Messing-Vierkantstab, der der Stromzufuhr dient. In der oberen Pfette sind die noch messingfarbenen 0,8mm Stifte zu erkennen.


Alter_Lagerschuppen_213 (fspg2)



Auch der Dachstuhl scheint an seiner Festigkeit zu verlieren, die erste Haltelasche hat sich schon gelöst und der Balken wird irgendwann weiter aus seinem Platz wandern, wenn nicht bald saniert wird.


Alter_Lagerschuppen_208 (fspg2)

Leo - 14.09.09 09:55
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,
das sieht einfach genial aus!
Bitte weiter so und viel Spaß dabei!

Leo
fspg2 - 30.09.09 23:10
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

@Leo
Danke - ich mache weiter!

Die Regenrinnen standen heute auf dem Programm.

Alter_Lagerschuppen_216 (fspg2)


Da die Regenrinnenhalter nur eine Materialstärke von 0,2mm haben und ich mir eine stabile Lösung wünsche, habe ich zusätzlich zur Zeichnung noch ein Halteblech mit 0,2mm tiefe Nuten für die Positionierung der Halter gefräst.


Alter_Lagerschuppen_217 (fspg2)


Mit Hilfe einer Lötlehre konnte ich den Dachneigungswinkel genau einhalten.

Zum Schluß habe ich Helmuts und Kalles tollen Tipp mit dem Verzinnen der Teile probiert.
Dazu strich ich gut aufgerührte Weichlotmasse auf die Regenrinnne und die Flamme erledigte den Rest. Dabei ging ich immer schrittweise vor, damit die restlichen Teile nicht wieder auseinanderfielen. Aluklötze drückte dabei die Regenrinnen plan in der Lehre.


Alter_Lagerschuppen_218 (fspg2)


Die Sandstrahlpistole mattierte die Oberfläche, so dass ich mit dem Ergebnis durchaus zufrieden bin. Danke für den Tipp Ausruf
fspg2 - 01.10.09 10:25
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Tag,

im Gegensatz zur Zeichnung 216, auf der die Haltelaschen noch falsch montiert waren (Helmut: Danke für den Hinweis!), folgt hier noch ein Foto, auf dem Ihr das Prinzip der späteren Montage erkennen könnt.


Alter_Lagerschuppen_219 (fspg2)


Am unteren Abschluss muss noch eine Latte den Höhenausgleich der Dachziegel sicherstellen.
Helmut Schmidt - 01.10.09 18:13
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

ja so geht es jetzt erhält auch die untere Reihe der Dachpfannen die richtige Neigung und das Wasser kann nicht über die Rinne hinaus schiessen.

Da gehört wirklich eine Latte, unter das Rinneisen, zum Ausgleich der Pfannedicke auf die Traufbohle.

Das Blech gibt es in Wirklichkeit auch und nennt sich Traufblech, somit entspricht deine Lösung zur Stabilisierung der Rinneisen auch dem Vorbild.

Schön das es auch mit dem verzinnen geklappt hat insgesammt eine gute Lösung weiter so. Respekt
derlux - 01.10.09 21:41
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Häuslebauer

Allerdings ist das Traufblech im Orginal nur max.1mm dick, und ragt noch ein kleines Stück in die Dachrinne hinein (wurden die Traufbleche auch schon benutzt als der Speicher erbaut wurde?). Und werden nicht die Rinneneisen direkt auf den Sparren genagelt? Fann einfach die letzt Dachlatte hochkant aufgenagelt damit die letzt Pfanne nicht hängt....
fspg2 - 09.10.09 11:45
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

@Marco
Zitat:
(wurden die Traufbleche auch schon benutzt als der Speicher erbaut wurde?)


Kann ich nicht wirklich beantworten. Bei unserer Nachbarscheune mit Ziegeln von 1912 gibt es zumindest kein Traufblech.
Mein "Traufblech" soll überwiegend der Stabilität dienen, denn 12 kleine - nur 0,2mm dicke - Rinneisen würden wahrscheinlich nicht lange halten.

Auf die Aussenwände habe ich noch kleine Mauerstücke verstiftet eingeklebt. Bei der Konstruktion hatte ich sie fälschlicherweise auf der Innenmauer gezeichnet und ausgefräst. Da aber an dieser Stelle die Fußpfetten liegen, musste ich nachbessern.

Alter_Lagerschuppen_222 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_223 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_224 (fspg2)



15 Dachlatten, auf 12 Dachsparren aufliegend, linke + rechte Seite = 360 Klebestellen und 360x 0,5mm Löcher bohren und verstiften. Ein Arbeit, die nicht wirklich Spaß macht, aber am Ende hoffentlich gut aussehen wird!
Herausquellenden Sekundenkleber habe ich sofort mit einem großen Pinsel und feinporigem Fliesenmörtel abgepudert. Nach dem Trocknen wurde alles mit einer Zahnbürste bearbeitet und loser Staub abgesaugt. Zurück blieb Patina der letzten Jahre. Wenn der gesamte Dachstuhl fertig ist, wird er noch eine Schlussdusche mit dem weiter oben beschriebenen Landschaftsbaukleber bekommen.


Alter_Lagerschuppen_221 (fspg2)

fspg2 - 14.10.09 18:24
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,
gut die Hälfte des Daches ist inzwischen eingelattet.

Alter_Lagerschuppen_225 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_226 (fspg2)



Immer mal zwischendurch ein bis zwei Latten mit Hilfe zweier Abstandsbleche und dem Geodreieck ausgerichtet, ein 0,45mm Loch gebohrt und mit einen 0,5mm Draht verstiftet.


Alter_Lagerschuppen_227 (fspg2)



Nachdem eine Latte so fixiert war, kam mit einer Nadel ein kleiner Tropfen Sekundenkleber an jeweils vier Schnittstellen, die daraufhin (wie schon oben angedeutet) mit reichlich Fliesenmörtel abgepudert wurden. Vier Finger gaben dann kräftig Druck... danach die nächsten Vier... und die nächsten Vier. Dann die nächste Latte.... Ich wollte es ja nicht anders Winke

Alter_Lagerschuppen_228 (fspg2)

fspg2 - 21.10.09 22:46
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

das Dach ist inzwischen komplett verlattet. Es fehlen noch die schrägen Abstützungen im Innern und die Doppelfalzziegel, die ich jetzt zeichne.


Alter_Lagerschuppen_229 (fspg2)




Mein erstes Kaufteil für IIf war die Brangsche Lorendrehscheibe und auch hier das Vorbild von Thorsten Köhler, die seit Schkeuditz 2007 in der Schublade lag. Sie wird jetzt vor dem Schuppen in einer ausgefrästen Vertiefung ihren Platz finden.


Alter_Lagerschuppen_230 (fspg2)


Die Grundplatte im Erdgeschoß hat zwei parallele 1mm tiefe Nuten für die Schienenfüße bekommen. Wenn die Türschwelle noch entsprechend tiefer ausgespart ist, werden die noch zu brünierenden Profile eingeklebt und der restliche Fußboden bis zur Schienenoberkante mit "Betonplatten" aufgefüllt.
Hat jemand von Euch vielleicht Fotos eines solchen Fußbodens Frage


Alter_Lagerschuppen_231 (fspg2)


Da ich die Drehscheibe in Querrichtung auch befahren will, habe ich die Kunststoffecken der Scheibe abgefräst, um mit den Schienen möglichst dicht an die Scheibe zu kommen. Die geätzten Auflegeplatten werden nach dem Brünieren noch auf den Drehteller aufgeklebt.
Der Torbereich ist breit genug, um mit Flachloren ins Innere zu gelangen, so dass schwere Güter auch direkt abgeladen werden können.
fspg2 - 26.10.09 19:12
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

bislang standen die vier Innensäulen nur locker in den 8mm Löchern des Fußbodens.
Zum senkrechten Ausrichten habe ich mir vier Sperrholzbrettchen rechtwinklig auf das Innenmaß zwischen den Säulen gesägt.


Alter_Lagerschuppen_234 (fspg2)



Die oben liegenden Doppel-T-Träger wurden ebenfalls mit Hilfe eines parallelen Pertinaxbrettchen ausgerichtet und mit drei Alu-Klötzchen fixiert.
Lötwasser, 0,5mm Lötdraht und die Flamme verbanden die vier Kapitelle mit den Doppel-T-Trägern.
Anschließend wurde mit Seifenlauge und einer alten Zahnbürste alles gründlich gesäubert, danach die von der Flamme in Mitleidenschaft gezogenen Stellen gesandstrahlt und nachbrüniert. Abschließend erfolgte ein erneutes Bad in Seifenlauge und ein heißes Abduschen. Alterung und Rost werden später noch folgen.

Alter_Lagerschuppen_235 (fspg2)


Am Tor wurden die Metall-Träger in die ausgefrästen Nuten der beiden z.Z. lockeren Steinträger eingeschoben. Diese müssen noch farblich behandelt werden. Auf der rechten Seite könnt Ihr schon die Aussparung für die rechten (gelben) Stromkabel sehen. Links wird später das braune Kabel ebenfalls versteckt sein, allerdings muss ich an der Rückseite etwas Material abtragen.

Alter_Lagerschuppen_236 (fspg2)

fspg2 - 09.11.09 21:40
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo mal wieder,

ein Nebengebäude des alten Schuppens ist im Vorbild ein hölzener Anbau.


Alter_Lagerschuppen_001 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_082 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_086 (fspg2)



Was liegt näher, als ihn nachzubauen?!


Abweichend vom Vorbild, bei dem der Anbau auf Steinsockeln steht,


Bild von Helmut Schmidt

will ich in dem Anbau schwere Güter lagern. Also muss auch ein festes Fundament gebaut werden.


Alter_Lagerschuppen_237 (fspg2)



Heute fräste ich die äußeren Steinmauern und das Grundbrett mit eingelassenen Nuten für die Spanten.


Alter_Lagerschuppen_238 (fspg2)


Vor dem Schuppen wird auf meiner Anlage die Feldbahn neben den Lkw´s den Transport der Güter übernehmen.


Grundriss_Module_004 (fspg2)

fspg2 - 11.11.09 22:14
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,

da kamen doch heute Mittag zwei bislang noch nicht in Erscheinung getretenen Zeitgenossen und boten ihre tatkräftige Hilfe beim Aufbau des hölzernen Anbaues an.


Alter_Lagerschuppen_240 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_241 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_242 (fspg2)



Dann will ich mal sehen, ob die Zwei wirklich so viel Ahnung von der Zimmermannsarbeit haben, wie sie vorgaben.... die Kohlenforke zumindest scheint mir ein wenig fehl am Platze zu sein!


Alter_Lagerschuppen_243 (fspg2)



Jedenfalls bemerkten sie beim Blick auf meine Zeichnung, dass da noch ein paar Riegel und Streben fehlen, die sie natürlich einbauen wollen.
Zumindest wurden heute viele lange 6x6mm und 5x6mm Balken aus zwei dicken 20x10mm Eichen- und Buchenbohlen gesägt und behauen.
fspg2 - 13.11.09 19:50
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

was soll ich sagen... die Beiden haben tatsächlich gesägt, gehämmert und genagelt!

Als Erstes kam die Erstellung einer Zeichnung für eine Montagehilfe der Ständerkonstruktion,

Alter_Lagerschuppen_250 (fspg2)


die dann auf der Fräse aus 6mm Polystyrol gefräst wurde. Dabei sind die Taschen für das Einlegen der "Balken" 3mm tief.

Die Kreuzungen der Ständer mit den Riegeln habe ich für eine bessere Haltbarkeit auf halbe Materialtiefe ausgespart.


Alter_Lagerschuppen_246 (fspg2)



Auch wenn das Vorbild nur verzapft war,

Alter_Lagerschuppen_249 (fspg2)


sichtbar ist diese Vorgehensweise nicht, da die Außenseite noch eine Lage Bretter aufgenagelt bekommt.


Sekundenkleber hält die Teile zusammen, die Bodenpfetten sind mit den Ständern zusätzlich mit 1mm Ms-Draht verstiftet, der auf der Unterseite gleichzeitig in das Mauerwerk gesteckt wird.


Alter_Lagerschuppen_248 (fspg2)



Sicherlich wäre ich auch ohne Montagehilfe zum Ziel gelangt, zum Einen geht der Zusammenbau so viel zügiger von statten - nach der Vorarbeit von etwa einer Stunde für die Zeichnung und das Fräsen der Montageplatte - und zum Anderen sollen ja zwei möglichst deckungsgleiche Anbauschuppen entstehen.


Alter_Lagerschuppen_245 (fspg2)



Die beiden oberen Fenster bekommen je einen Mauereinsatz - hier erst grau vorlackiert -, da die Oberkante des Daches mitten durch die Fenster laufen würde.


Alter_Lagerschuppen_247 (fspg2)

fspg2 - 15.11.09 23:15
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Abend,

für die Nachbildung der Beplankung des Anbaues gab es erst noch einen genauen Blick auf die Detailfotos des Originals:


Alter_Lagerschuppen_251 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_252 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_254 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_255 (fspg2)



Für den gesamten Anbau wurden 15 Meter Holzleisten (10mm x 1,5mm) einseitig um 1,5mm x 0,5mm abgefräst. So erreichte ich beim Zusammenkleben der zuvor gebeizten Leisten ein leichteres Ausrichten. Zum Anderen ist die sichtbare Kante dann nur noch 1mm stark, während die 1,5mm Leisten insgesamt etwas mehr Stabilität ergeben.
Der dabei leicht ausgetretene Sekundenkleber wurde, wie schon beim Dachstuhl, sofort mit Fliesenmörtel abgepudert und anschließend mit einer langsam laufenden Drahtbürste an der Dremel in das Holz eingebürstet.
Firnissiert wird am Ende wieder mit dem Landschaftsbau-Kleber.

Alter_Lagerschuppen_256 (fspg2)

fspg2 - 21.11.09 19:38
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,
das letzte Bild ist inzwischen schon wieder Geschichte. Nachdem am letzten Sonntag erst eine Flasche mit einem Liter grauer Beize umgekippt war und beim Beseitigen dieses Malheurs sich der Topf mit 750ml Weißleim zunächst unbemerkt auf dem Tisch ergoss, gab dann auch noch mein Laserdrucker seinen Geist auf. Das Alles passierte innerhalb einer dreiviertel Stunde. Dabei war doch gar nicht Freitag der 13te...! Winke
Zumindest wollte ich noch schnell die eine Seitenwand des Anbaues fertigstellen...
...von wegen mal eben schnell, so hatte ich die Bretter glatt falsch montiert. Natürlich bemerkte ich es erst, als die Fotos im letzten Beitrag eingebunden waren. Es wohl war nicht mein Tag! Heulend
Der Cutter half, die Bretter vorsichtig von den Ständern und Riegeln wieder zu entfernen. Dabei konnte ich mich wieder einmal von der guten Klebekraft des Sekundenklebers überzeugen, aber das war nur ein geringer Trost. Der Einzige, der die falsche Montage bemerkt hatte, war Helmut!

Inzwischen sind die Bretter neu gesägt, genutet und gebeizt und warten auf auf den zweiten Versuch.


Alter_Lagerschuppen_257 (fspg2)



In der Seitenwand wir es drei Fenster geben:


Alter_Lagerschuppen_258 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_260 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_261 (fspg2)



Diese bestehen aus zwei Lagen gefräster 0,5mm MS-Rahmen (35mm x 32mm) mit einer innen liegenden 0,5mm Vivakscheibe.

Alter_Lagerschuppen_262 (fspg2)



Gehalten wir das Ganze von einem Rahmen aus genuteten 4,5mm x 1,7mm Birnbaumleisten.

Alter_Lagerschuppen_263 (fspg2)


Edit: Tippfehler beseitigt!
Helmut Schmidt - 21.11.09 20:16
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

ich hoffe, dass du inzwischen alle kleinen Probleme bereinigen konntest. Ertrinkend
Ja an manchen Tagen wäre man effektiver, wenn man einfach mal nichts machen würde. Winke
Mit dem Anbau wird dein Haus auf jeden Fall ein Kleinod werden, davon bin ich fest überzeugt und freue mich auf weitere Berichte. gut
Auch wenn mal etwas schief geht, dass gehört einfach dazu, mein Fensterrahen passt ja auch leider nicht richtig in die fertige Öffnung. Augenrollen
Fuchs301 - 21.11.09 21:49
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

...solche Tage kenne ich...am Besten: Licht aus in der Werkstatt und dann Feierabend für den Tag...

ansonsten bin ich natürlich auch auf die weiteren Fortschritte gespannt...
fspg2 - 08.12.09 17:17
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Helmut, hallo Christian,
ich muss Euch Recht geben, manchmal ist es besser, eine Nacht zu pausieren Ausruf

Die letzten Tage waren mit anderen Dingen belegt, so dass ich erst heute ein klein wenig weitermachen konnte.


Alter_Lagerschuppen_264 (fspg2)



Dank tatkräftiger Hilfe aller Mitwirkenden, konnten heute die Seitenwand und der Bohlenbelag des Fußbodens sowie der kleinen Rampe beplankt werden.


Alter_Lagerschuppen_265 (fspg2)



Für die durch die Jahre stark in Anspruch genommene Rampe, hatte ich statt neuer Lindenleistchen, die ich bislang mit einer rotierenden Drahtbürste an der Bohrmaschine bearbeitet hatte, jetzt 1mm Furnier verwendet. Allerdings hatte ich es vor etwa drei Jahren einseitig gebeizt und durch Sonne und Regen ein wenig altern lassen.


Alter_Lagerschuppen_266 (fspg2)



Auch wenn das Holz wunderbar zerfasert, ist die Maserung fast schon ein wenig zu stark. Ich denke aber,dass nach einer weiteren Behandlung mit diversen Pulverchen ein ähnlicher Eindruck, wie bei Vorbild entstehen wird.


Alter_Lagerschuppen_267 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_268 (fspg2)

kartonbahner - 08.12.09 20:22
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Frithjof,

schön, dass Du Dich wieder Deiner "Baustelle" widmen kannst - nach der Pause geht es jetzt sicher wieder schnell voran?!

fspg2 hat folgendes geschrieben::
Für die durch die Jahre stark in Anspruch genommene Rampe, hatte ich statt neuer Lindenleistchen, die ich bislang mit einer rotierenden Drahtbürste an der Bohrmaschine bearbeitet hatte, jetzt 1mm Furnier verwendet. Allerdings hatte ich es vor etwa drei Jahren einseitig gebeizt und durch Sonne und Regen ein wenig altern lassen.


Wenn Deine Rampe durch die Jahre stark in Anspruch genommen wurde, dann könnte sie - abgesehen vom Verwitterungsgrad - auch noch entsprechend "durchgetreten" sein, also teilweise leichte Absenkungen oder quasi konkave Abnutzungserscheinungen aufweisen, um die Detailtreue jetzt auf die Spitze zu treiben ... Winke

Freundliche Grüße
fspg2 - 14.12.09 23:00
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,

@Gerald
Zitat:
... nach der Pause geht es jetzt sicher wieder schnell voran?!


Wenn ich ehrlich bin, geht es mir nicht darum, schnell voran zu kommen. Sonst hätte ich in vielen Bereichen noch mehr gepfuscht. Für mich liegt der Spaß im Detail.

So z.B., habe ich die vordere Holzleiste der Rampe wieder entfernt. Sie gefiel mir einfach nicht. Dazu kam die Überlegung, dass schwere Teile, die mit Flachloren angeliefert werden, ja auch auf die Rampe empor gehoben werden müssen.
Da erinnerte ich mich an meine Tätigkeit in Hamburg. In unserem Altonaer Hinterhof gab es für schwere Lasten eine Scheren-Hubbühne, die elektrisch betrieben wurde.

Also folgt jetzt eine 22,5-fach verkleinerte Umsetzung ins Modell.


Alter_Lagerschuppen_270 (fspg2)



Sie seitlichen Steinsockel sind bereits fertig und warten auf ihre Farbe.

Alter_Lagerschuppen_271 (fspg2)



Um die Distanz zwischen der Ladefläche der Lore oder anliefernder Lkw's zu überbrücken, gibt es klappbare Bleche.
Die Scharniere habe ich mir aus 2mm dickem Ms58-Blech ausgefräst (ähnlich, wie hier gezeigt) und in die Nuten eines entsprechenden Hilfsbleches gelötet, das bündig mit dem Riffelblech verlötet wurde. Dazu habe ich beide Bleche mit Lötpaste eingepinselt und mit der Flamme die Paste zum Verlaufen gebracht. Danach mit etwas Lötwasser beide Bleche aufeinander gelegt und langsam von der Mitte aus alles erwärmt. Anschließend wurde alles solange mit Alugewichten beschwert, bis die Teile abgekühlt und begradigt waren.

Alter_Lagerschuppen_272 (fspg2)

fspg2 - 16.12.09 15:12
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

um die Arbeitsbühne zu heben, habe ich am Computer ein wenig gezeichnet und heute morgen die erste von vier Hebeprofilen aus der "Fräserei" erhalten. Nach erfolgter Begutachtung fräsen inzwischen die letzten Teile, so dass ich vielleicht noch heute an die erste Probemontage gehen kann.


Alter_Lagerschuppen_273 (fspg2)




Das Prinzip könnt Ihr aus den folgenden Zeichnungen ersehen:

Alter_Lagerschuppen_274 (fspg2)



Die ganze Hebeeinheit wird von unten montiert, während die seitlichen Steinfundamente auf dem oberen Anlagenteil fest verklebt werden. So kann bei eventuellen Funktionsstörungen der Monteur jederzeit von unten nachbessern. Winke

Alter_Lagerschuppen_275 (fspg2)



Als Laufräder dienen 5mm-Kugellager, die auf einer 2mm-Achse gepresst werden. Wahrscheinlich kommen unten auch nur zwei Kugellager zur Verwendung, da im Modell ja nicht wirklich große Kräfte auftreten.

Alter_Lagerschuppen_276 (fspg2)


Die Führung der unteren Kugellager wird noch geändert, weil mit der bislang gezeichneten seitlichen Führung die ganze Einheit nach oben abheben könnte.

Mit dem Antrieb bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob ich die Bühne mit Hilfe einer Feder immer in einer Endposition belassen werde, um sie dann mit Hilfe eines Servos oder kleinen Stellmotors in die jeweilige Höhe zu bringen.
Oder (ohne Federhilfe) an die rechte Achse (mit den Kugellagern) eine Stellstange mit einem kleinen Getriebemotor....?


Alter_Lagerschuppen_277 (fspg2)


Vielleicht hat ja jemand von Euch noch eine Idee Frage Lasst es mich wissen Ausruf Ausruf
Fuchs301 - 17.12.09 07:07
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Frithjof,

klasse Konstruktion (da freut sich der CNC-Fräser) ...

Den Antrieb würde ich mit einer kleinen Spindel und Getriebemotor machen. Zur Sicherheit mit zwei Endschaltern (oder Freilauf am Spindelende).

Wieviele mm Weg muss denn die untere Achse in waagerechter Richtung machen und wie lange soll es dauern für eine realistische Bewegung?
fido - 17.12.09 09:17
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hi Frithjof,

mir sind gerade eben wieder die Augen 'rausgefallen Respekt


Ich würde die untere bewegliche Achse der Schere durch ein stärkeres Material ersetzen, in die Enden 2mm Achsen für die Kugellager stecken und in der Mitte das Gewinde für die Gewindestange bohren.

Die Gewindestange würde ich immer gegen das dem Motor gegenüberliegende Ende auf Zug laufen lassen (wenn die Schere hochgeht) und den Motor einige mm längsverschiebbar einbauen, damit der Motor frei von Belastungen bleibt.

Die Zugkräfte wirken dann nur zwischen dem Drucklager und dem Gewinde in der Querachse der Schere.

Ein kleines Druckkugellager wäre perfekt, aber leider habe ich auch noch keines gefunden. Notfalls tuts stattdessen sicher auch ein normales Kugelager.

Als Gewindestange würde ich M2 in Stahl (außer, du hast etwas kleineres) mit einem kleinen Getriebemotor nehmen.

Endschalter sind natürlich auch Pflicht.
Helmut Schmidt - 18.12.09 22:10
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

ich habe jetzt länger über deinen Hubtisch nachgedacht und über eine Lösung nachgedacht wie ich dieses umsetzen würde. gruebel

Ich hatte mir für mein Garagentor im Lokschuppen, ursprünglich auch einen Spindelantrieb nehmen wollen, bis ich auf die Servosteuerung kam, die mir das sehr vorbildgerechte öffnen und schließen ermöglichte.
Leider ist dieses nicht für den Hubtisch möglich, weil dieser in mehreren unterschiedlichen Positionen positioniert werden können muss.

Bevor ich nun aber zu meiner Ursprünglichen Idee komme, möchte ich die aus meiner Sicht gewünschten Funktionen in einer kleinen Pflichtenliste zusammen fassen. Schlaumeier

1. Kontrolliertes Heben und Senken in beliebige Positionen.
2. Zur Sicherung des Antriebes Endabschaltungen.
3. Notabschaltung beim verklemmen oder überschreiten der Lasst.
4. Einfach Rückstellung nach Zwangsabschaltung des Antriebs.
5. Betriebssicherheit und Langlebigkeit bei einfacher Wartung.

So nun zu meinem Vorschlag: Idee

Ein Spindelnantrieb der auf einem längs verschiebbaren Schlitten montiert ist.
Der Schlitten ist an beiden Enden durch Druckfedern mit der Maximallasst in Mittelstellung gehalten.
Die Kraft vom Spindelantrieb kann durch ein Gelenk auf die Vordere untere Achse des Hubtisches übertragen werden.
An dem Schlitten sitzen an beiden Enden Endschalter die beim Verschieben des Schlittens den Antrieb abschalten.
Durch die Dioden an den Endschaltern kann in Gegenrichtung die Blockade gelöst werden.
Als Spindel würde ich wegen der Langlebigkeit und der geringeren Abnutzung allerdings mindestens M3 verwenden, da der Antrieb ja auch fast unsichtbar eingebaut werden kann.
Kolbenfresser - 18.12.09 22:27
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof


Schau mal da vorbei. Thema : RC-Büssing für die Gartenbahn

Darin kannst kannst du eine gute Lösung für einen LKW Kipper finden.
Dies kannst du bestimmt gut auf deine Schere übertragen.
http://www.buntbahn.de/fotos/showphoto.php?photo=60844&password=&sort=7&thecat=500


Gruß

Roland
Kellerbahner - 19.12.09 10:10
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

... und jetzt auch noch einen funktionsfähigen Hubtisch Ausruf Ausruf .

Ich kann Dir zwar bei Deinen Meisterwerken der Bastel- und feinmechanischen Kunst nichts raten Verlegen möchte Dir aber hier nur bestätigen, daß

- ich Dein Thema mit viel Interesse und Aufmerksamkeit verfolge (bitte weiter so top ... mind. noch weitere 114736 Beiträge Winke )

- und ich mich für Deine Ratschläge und Hinweise zu meiner Baustelle auch mal an dieser Stelle bei Dir bedanken möchte Zustimmung .

Besonders beeindruckt hat mich vor kurzem Dein Gesamtplan Deiner Anlage Geschockt . Das bietet Stoff und Abwechslung für noch weitere Jahre. Aber besonders Dir ist ja der Weg das Ziel ...

In diesem Sinne: frohes Schaffen, wünscht Dir

Kellerbahner Tannenbaum
fspg2 - 22.12.09 12:29
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Tag,

@ Christian, fido, Helmut, Roland,
...erst einmal vielen Dank für Eure Ideen zum Antrieb der Hubbühne, sowie der wohlwollenden Worte.
Das ist es, was ich am Forum mag, man kann sich austauschen und "schmort " nicht in seinem Kämmerlein im eigenen Gedankenbrei.

@Kellerbahner
...auch wenn Du dieses Mal vielleicht keine konkrete Hilfestellung geben konntest, freut es mich, dass Du trotzdem mit netten Worten Stellung beziehst. Sie motivieren durchaus, weiter von meinen Aktivitäten zu berichten. Winke

Gemeinsam ist ja bei Euch die Spindelstange, die ich auch verwenden werde.

Die in meinem letzten Beitrag gezeigte Spindel stammt vom Antrieb des Lesekopfes eines CD-Brenners und weist wohl doch eine etwas zu steile Steigung auf. Im Brenner kommt es ja auf eine schnelle Positionierung der Linse an, während ich langsam und feinfühlig heben und senken möchte! Ich glaube, dass der Motor sowieso nur über eine Softwarelösung betrieben werden kann, da er wohl ein Steppermotor ist. Jedenfalls reagierte er mit versuchsweise angelegte 5-12 Volt Spannung nicht.

Die mehrfach vorgeschlagene Endabschaltung ist alleine schon, um die Mechanik zu schützen, mehr als sinnvoll Ausruf

@Helmut
Deine Lösung ist natürlich am aufwendigsten, bietet aber durch den beweglichen Schlitten mit den Endschaltern bei mechanischer Blockierung oder Überlastung (wegen der Federn) den größten Komfort Ausruf Wirklich eine feine Lösung - Danke für die Idee Lachend

@Christian
Zitat:
Wieviele mm Weg muss denn die untere Achse in waagerechter Richtung machen und wie lange soll es dauern für eine realistische Bewegung?

Die Rollen werden etwa 20 - 25mm Weg zurücklegen - dauern soll das Ganze gut 3 Sekunden.


Alter_Lagerschuppen_279 (fspg2)



Ein Fulgurex-Weichenantrieb hätte ja von Hause aus schon eine Spindelstange und die Endabschaltung. Ob der Weg reichen würde, kann ich nicht abschätzen. Auf meiner alten Spur-0-Anlage hatte ich ihn als Weichenantrieb verwendet. Allerdings war er ziemlich laut - und das will ich bei der Hubbühne nicht!! Innerhalb welches Spannungsbereiches er langsam genug (und vielleicht auch leiser) läuft, kann ich nicht sagen Frage
Vielleicht kennt sich einer von Euch da aus Ausruf


Am Schuppen ist es jobbedingt nur wenig weiter gegangen.


Im Grundbrett wurde für den unterirdischen Teil der Bühne ein Loch gebuddelt und die beiden seitlichen Sockel neu gefräst, weil das Mauerwerk im Loch ja auch zum Teil sichtbar sein wird.


Alter_Lagerschuppen_280 (fspg2)



Eine neue Rückwand der Grube wurde zwar aus 5mm HDF gefräst, aber rückseitig in den oberen 4cm auf 3mm abgeplant. So vorgeschuht, gleicht sie einen Fehler meinerseits an der alten Rampe des Anbaues aus. Ich hatte eben Diese um 3mm zu schmal gebaut - man sollte sich alle Fotos ansehen!!
Sie wird fest auf der Grundplatte zusammen mit den beiden seitlichen Sockeln verklebt, während der Anbau demontierbar bleibt und in entsprechenden Aussparungen auf der Grundplatte fixiert sein wird.


Alter_Lagerschuppen_281 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_282 (fspg2)



Den unteren Abschluß der Bühne bildet ein beidseitig mit Aussparungen versehenes Ms58-Blech, in das die Führungen und Lager montiert werden. Es wird die gesamte Hubbühne, sowie den Antrieb tragen und soll nachdem er komplett funktionstüchtig auf dem Arbeitstisch montiert wurde, als Einheit von unten in das Loch eingesetzt werden. Wahrscheinlich sind meine geplanten 14 Schraublöcher ein wenig überdimensioniert Winke


Alter_Lagerschuppen_278 (fspg2)



Die beiden Lager sind bewußt höher belassen worden. Dadurch kann ich die genaue waagerechte Ausrichtung der Bühnenoberfläche während der Montage beeinflussen. Sie werden vor dem endgültigen Einbau fest verklebt.
In der Mitte rechts befindet sich ein 1mm breiter Schlitz für den Mitnehmer vom Antrieb, der momentan noch ein wenig reifen muss.

Alter_Lagerschuppen_283 (fspg2)

Steffen_Engel - 27.12.09 18:18
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Frithjof,

Du bist ja wirklich total durchgeknallt. Sehr glücklich

Sowohl mit dem Modell als auch mit den Fotos bist Du mein Held.

Aber zum Thema:
Zum Antrieb der Bühne würde ich evtl. einen Schrittmotor nehmen. Den sollte man aus einem 3,5" Flopplaufwerk samt Spindelantrieb ausschlachten können.

ich kann Dir dazu einen ATMega programmieren, der die Spindel steuert.

Damit lässt sich dann die Geschwindigkeit völlig frei programmieren und jede Zwischenstellung wählen. Im Gegensatz zu Elekromotoren hat man auch bei (fast) jeder Drehzahl das gleiche Moment zur Verfügung.

Ciao, Steffen
fspg2 - 28.12.09 18:12
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Steffen,
das ist ja eine nette Überraschung, Dich hier zu treffen Ausruf Ausruf Da ist man um die halbe Welt verteilt - und man merkt es fast nicht! Winke

Zitat:
Du bist ja wirklich total durchgeknallt. Sehr glücklich

...ist mir bislang noch nicht aufgefallen! Lachend

Wie kann ich mir solch eine Ansteuerung vorstellen, werden die Höhheneinstellungen auf z.B. zwei Taster gelegt, oder mit Hilfe eines mehrstufigen Drehschalters bedient? Kann ich da eine Feintrimmung, ähnlich wie bei einer Fernsteuerung, mit einem Schiebeschalter vornehmen?
Momentan tendiere ich mit der Mechanik dazu, einen alten Drucker auszuschlachten. An die Stelle des Schlittens wird der Mitnehmerstift an die vordere Achse der Hubbühne greifen. Zusätzlich könnte ich den Vorschlag von Helmut mit den zwei Federn (um eine Überbelastung auszuschließen) und den Endschaltern integrieren.

Auf Dein Angebot, ein ATMega zu programmieren, würde ich gerne zurückkommen! Was benötigst Du dann an Daten meinerseits? Was benötige ich an zusätzlichen Teilen neben der Mechanik?


Jetzt, wo der Weihnachtsbesuch wieder gefahren ist, wurden die Metallkanten der Rampenseitenteile gelötet, gesandstrahlt, brüniert und an ihre Position geklebt.


Alter_Lagerschuppen_284 (fspg2)


Für eine bessere Stabilität der U-Profile wurde innen an den 45Grad-Schnittkanten zusätzlich ein dünnes Metallblech mit verlötet.
Diese Profile ruhen in entsprechenden Nuten auf dem "Mauerwerk".


Alter_Lagerschuppen_285 (fspg2)



Ebenso wurden die senkrechten L-Kantenprofile leicht versenkt montiert.


Alter_Lagerschuppen_286 (fspg2)



Rost und weitere Alterungen werden folgen, wenn alle weiteren Details montiert sind.

Alter_Lagerschuppen_287 (fspg2)



Alle Rampenteile sind nun auf der MDF-Grundplatte fest verklebt.

Alter_Lagerschuppen_288 (fspg2)


Edit:Tippfehler bereinigt!

Fuchs301 - 28.12.09 18:57
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

sieht wieder gewohnt genial aus, Deine Rampe... aber eine Frage habe ist noch:
kannst Du dem Unwissendem -wie mir- noch erklären, was eine ATMega ist? Ich habe zwar den Link gesehen, aber so richtig klar ist mir das Gesehene noch nicht. Ist das eine SPS und wer verkauft so etwas?

...aber ist das für Deine Anwendung nicht wie "mit Kanonen auf Spatzen" ? Ich würde -glaube ich- die einfachere Variante nach dem Motto "Rad und Kette" vorziehen...

PS Grüße auch an Steffen...
Kolbenfresser - 28.12.09 19:20
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof



Auch mir gefällt sehr gut was du uns zeigst.


Handi72 hat den Antrieb für einen LKW Muldenkipper gebaut, der Getriebemotor ist schön klein. Vieleicht hilf dir das ja bei deiner Hebebühne.
Schau mal unter diesem Beitrag nach. RC-Büssing für die Gartenbahn



Kann mir jemand helfen wie ich ein fremdes Bild eines Buntbahner einfügen kann??


Gruß

Roland


Bild von Handi72
http://www.buntbahn.de/fotos/showphoto.php?photo=60844&password=&sort=7&size=medium&thecat=500
theylmdl - 28.12.09 19:54
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Roland!



So geht's: Bild aufrufen, Rechtsclick -> Eigenschaften, Bildadresse kopieren und im Beitrag in
Code:
[img]...[/img]

einfügen.

Beste Grüße, Thomas
Helmut Schmidt - 28.12.09 22:06
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

für mich mit einer spannendsten Threads im BBF, bei dir sind Technik und realistischer Modellbau, einfach in einer hervorragenden Präsentation zusammengefast, weiter so. Respekt

Ich bin gespannt wie es weiter geht.

Hallo Steffen,

die Programmierng solcher ATMega Prozessoren würde mich auch interessieren, gern würde ich darüber mehr erfahren.
Steffen_Engel - 29.12.09 02:58
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,

Welchen Weg musst Du überhaupt realisieren? Ein Drucker hat ja recht große Wege und Drucker sind heute auch kaum mehr mit Schrittmotoren gemacht.
Bei allen halbwegs einfachen Lösungen mit Motoren sehe ich grundsätzlich zwei Möglichkeiten:
1. Schalter für die Wunschstellungen, bei nur zwei Stellungen mit einem Umschalter ansteuerbar.
2. Poti mit Istposition ansetzen, kann dann wie ein Servo angesteuert werden, bzw. mit einer Servoelektronik bedient werden. Auch umgebastelte Servos möglich


Bei Schrittmotoren dagegen kann man jede beliebige Stellung anfahren, Ansteuerung nach Lust und Laune, per Potivorgabe, Mehrfachschalter, Taster auf/ab
Ich glaube ich würde erstmal zwei Taster als gut ansehen, mit denen man halt rauf und runter fahren kann. Anderes ist ja schnell programmiert Winke

Mechaniisch bequem halt mit einem kleinen Minischrittmotor (Conrad-Resterampe oder aus Floppy) und dann einer Spindel (kleine Gewindestange oder auch die Spindel aus der Floppy.
Mit einer Gewindestange kann man halt einfach ein Gewinde an passender Stelle einschneiden und darin läuft die Gewindestange.

Ich würde es danach entscheiden, wie Du am besten den Antrieb gestaltest. Hat das Original nicht auch irgendwo eine Spindel?

Zitat:
...ist mir bislang noch nicht aufgefallen!

Dann muss ich Dir das wohl noch öfter sagen Winke

Grüße aus der neuen Welt,

Steffen
Steffen_Engel - 29.12.09 03:16
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Noch zu einem ATMega an der Stelle: Ja, das ist vielleicht mit Kanonen auf spatzen. Aber dafür hat man halt eine völlig freie Lösung, benötigt keine Getriebe, kann billigste Motore benutzen und kann beliebig langsame Fahrten aufbauen.

Ausserdem stehe ich auf Schrittmotore und ATMegas Winke

@Christian: ein ATMega ist ein kleiner Microcontroller. Sehr einfach zu handhaben und sehr angenehm und praktisch im Gebrauch.
Was mir an der Stelle gut gefällt ist die Tatsache, dass man nicht vorher wissen muss mit welcher Untersetzung und welcher Antriebsspannung man arbeiten muss, sondern die Geschwindigkeit frei per Software wählen kann.
Wenn man das ganze fertig aufgebaut hat und dann im Modell feststellt, dass die Bühne zu schnell läuft, ist das mit wenigen Minuten Programmänderung erledigt. Man könnte in sogar als USB-Gerät am PC haben und von da aus alles steuern Winke

Der ATMega kostet keine zwei Euro.

@Helmut.
Eigentlich ist das ganze sehr einfach und je nach Anwendung auch sehr billig.
Wenn man C kann, kostet die ganze Entwicklungsumgebung gar nichts. Dann gibt es ein paar Basic-Varianten, die bei kleinen Projekten auch umsonst sind. Und sehr nett ist wohl Arduino, wo die Programmierung sehr einfach ist, aber die Module ein wenig kosten.

Was ich halt an den Microcontrollern liebe, ist die Vielseitigkeit, wenn man sie erstmal in Betrieb hat. So könnte man auch Ablaufsequenzen steuern, die Analog nicht so recht viel Spaß machen.

Ob das dann mit Elektromotoren, Servos oder Schrittmotoren gemacht wird, ist eigentlich egal.

Gruß, Steffen
Jörg Heckhausen - 29.12.09 12:00
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

ich verfolge deine Beiträge hier schon länger im Stillen
und erfreue mich an deinen Ideen und die Umsetzung
ins Modell. Das ist wirklich Modellbau erster Klasse.

Da ich gerade überlege, wie ich ein Förderband für die Torfverladung antreibe,
lese ich auch mit Spannung die Beiträge von Steffen Engel bzl. des Rampenantriebs. So könnte mein Förderband ja auch mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten stufenlos laufen oder ???

Ich bin sehr gespannt wie es hier weiter geht.

Liebe Grüsse Jörg
Handi72 - 29.12.09 12:55
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

hier nur ein Gedanke für deine Hebebühne. Hast du dir schon überlegt, ob du das Hydraulisch lösen kannst. Wenn du einen Arbeitszylinder an der Bühne anbringst, und einen Geberzylinder, der mit zb. einem Servo angesteuert wird. Da brauchst du keine Hydraulikpumpe, arbeitest fast geräuschlos, und den Geberzylinder mit Servo kannst du dezentral platzieren. Ich hab mir dass schon für meine LKW's überlegt, bloß noch nicht in die Tat umgesetzt.
Viel gelingen weiterhin bei deinem tollen Projekt, und es macht wirklich Spass, deine Baufortschritte zu bewundern!
Gruß Daniel
heimö - 30.12.09 10:02
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
@ Daniel

das funktioniert auf jeden Fall hab ich sch mehrfach getestet.

@ Frithjof

solltest du in die Richtung Hydraulik wollen melde dich bei mir habe da gute 20 Jahre Erfahrung mit und kann dir da sicher helfen.

Gruß

Heiko
fspg2 - 30.12.09 18:53
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,
ich danke Euch für die rege Beteiligung und die netten Worte in den letzten Tagen. Durch Eure Anregungen reifen meine Gedanken immer weiter Lachend ...

@Steffen
Deine Lösung, ohne Getriebe mit günstigen Motoren über den Microcontroller alles zu steuern, reizt doch ungemein! Ich melde mich im neuen Jahr bei Dir, um noch ein wenig mehr zu erfahren, was ich da genau benötige. Elektronik ist für mich nach wie vor ein Buch mit etwa ungefähr genau noch 6,37 Siegeln Winke - da bin ich über Deine Hilfe sehr erfreut Sehr glücklich

@Daniel und Heiko
Eine Hydraulik war beim Vorbild auch vorhanden, die Pumpe wurde über einen kleinen E-Motor angetrieben. Ich werde zwar eine kleine Kolbenatrappe nachbilden, den echten Antrieb aber mit einer Gewindestange bewerkstelligen. Ich denke, eine echte Hydraulik in diesem fast nicht einsehbaren Bereich, wäre doch mit Kanonen auf Spatzen ... Bei der LKW-Ladebühne sieht man dann doch alles - und da ein feine Hydraulik, das wäre doch ein Zuckerstück.
Mit welchen Kosten müsste man denn bei solch einer Modellhydraulik rechnen?

Ich bin selber gespannt, wie es mit dem Antrieb weitergeht Ausruf


Heute kann ich von der kleinen Leiter mit den zwei Stufen und den Handläufen berichten.


Alter_Lagerschuppen_289 (fspg2)



Angedacht waren ursprünglich zwei gebogene Flacheisen, wie auf der Zeichnung. Erwin aber bestand darauf, ein Teil von den alten zu schmalen Gerüstteilen abzusägen und als Stufen zu verwenden (er ist eben sparsam). Die oberen Flacheisen-Handläufe wurden in die runden Holme eingelötet.

Alter_Lagerschuppen_290 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_291 (fspg2)



Zur besseren Montage wurden sowohl im Grundbrett zwei 3mm Löcher und in der Metallkante zwei 1,3mm Löcher gebohrt. Ich denke, ich werde die Leiter bis zum Schluss noch nicht fest verkleben, es wäre schade, wenn ich sie wegen Unachtsamkeit neu bauen müsste.

Alter_Lagerschuppen_292 (fspg2)



Die untere Sprosse wird später vom Erdreich bedeckt und dient der zusätzlichen Stabilität.


Alter_Lagerschuppen_293 (fspg2)


Edit: Tippfehler bereinigt!

Handi72 - 30.12.09 19:32
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Fritjof,

also mit einer Hydraulikpumpe zu arbeiten ist natürlich zu teuer. Doch zwei kleine Hydraulikzylinder selbst herstellen ist günstig.

Von Meinhard Modellbau gibt es fertige Hydraulikkolben, und Kolbenstangendichtungen. Für einen Zylinder würde das zirka 15 Euronen kosten. Zylinder den Fuß und Kopf aus Messing gedreht.Die Kolbenstange aus Edel, oder Silberstahl.

Wenn du an den Geberzylinder einen Servo befestigst, der zb über einen Servotester angesteuert wird so kannst du, denke ich das recht günstig realisieren. Vieleicht geht das ja auch mit einem Weichenantrieb. Durch Berechnung der Kolbenflächen/ Volumen/ Weg, könntest du die Hebebühne Punktgenau steuern.

Viel Spaß beim weitern austüffteln,
Gruß Daniel
fspg2 - 02.01.10 23:24
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

ein schönes neues Jahr mit viel Bastelfreude und weiterhin vielen tollen Berichten wünsche ich uns Ausruf

@Daniel
Schönen Dank für Deine Ausführungen. Im Netz konnte über Meinhard Modellbau leider nicht viel erfahren. Anscheinen hat diese Firma keine Internetseite, wo man sich die Teile einmal ansehen kann. In einzelnen Model-Truckforen werden die Teile hoch gelobt.


Unter der Grundplatte der Scherenhubbühne versuche ich eine Idee von Helmut in folgender Weise umzusetzen:


Alter_Lagerschuppen_294 (fspg2)


Eine kleine Gabel greift auf die Vorderachse der Hubbühne. Diese steckt in einem kleinen Messingblock, der (der besseren Führung wegen) unten mit Hilfe eines Messingrohres auf einer 3mm Silberstahlstange geführt wird. Oben läuft der Block in einer Aussparung im Grundbrett (siehe Bild 278).
Die Federn sollen Blockaden oder Überbelastungen ein wenig mildern.
Mit Hilfe der beiden Stellringe kann ich eine genaue Justage vornehmen.


Alter_Lagerschuppen_295 (fspg2)



Da ich kein passendes 4mm-Material mehr hatte, habe ich zwei gleiche Platten aus 2mm Ms58 gefräst. Zur deckungsgleichen Montage der beiden Platten dienen die beiden 2mm Messingdrähte. Die überstehenden Enden werden nach dem Verlöten entweder abgetrennt oder sie werden zum Betätigen der beiden Endschalter mit einbezogen.


Alter_Lagerschuppen_296 (fspg2)



Das mittlere Loch habe ich als Tasche mit leichtem Untermaß (3,7mm) gefräst, da mein 4mm Bohrer für das Aussenmaß des 3,94mm messenden Messingrohres zuviel Luft ergeben hätte. Mit einer Reibahle wird das Loch vorsichtig solange geweitet, bis das Rohr saugend passt.

Als ich in meiner Motorenkiste ein wenig gewühlt habe, fand ich etwas Tolles! Christian erwähnte ja schon weiter oben irgend etwas von Kanonen und Spatzen... Winke Ich glaube hier kommt so etwas, was Du gemeint haben könntest:

Alter_Lagerschuppen_297 (fspg2)

Steffen_Engel - 03.01.10 01:55
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Yeah,

Das sind ja schicke Kanonen, äh, meine natürlich Schrittmotore Winke
Fuchs301 - 03.01.10 12:18
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Frithjof,

genau so etwas hatte ich "befürchtet" Grins . Wenn Du jetzt schon, bei so einer "einfachen" Anwendung wie der Hubbühne, Dein ganzes Pulver verschiesst, was soll dann erst noch kommen, wenn es an die Bewegung Deine Schleusentore geht... Lachend Lachend Lachend

...aber im Ernst: Die Linearführung hat was. Und von der eleganten Möglichkeit eines programmierbaren Schrittmotors habe ich mich ja inzwischen auch überzeugen lassen.

Weiter so, ich bin gespannt auf die weitere Umsetzung...
fspg2 - 03.01.10 23:17
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

heute erfolgte die erste Probemontage der Hubbühne zwischen den Steinsockeln. Auch wenn es vom Kopf her eigentlich klar ist, finde ich es immer wieder fazinierend, wenn nach der 3-D-Zeichnung die Teile in Natura dann auch wirklich genau passen.


Alter_Lagerschuppen_298 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_299 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_300 (fspg2)



Vor dem festen Einbau werde ich alle Teile noch einmal sandstrahlen, brünieren und ein wenig altern.


Christian schrieb:
Zitat:
...aber im Ernst: Die Linearführung hat was. Und von der eleganten Möglichkeit eines programmierbaren Schrittmotors habe ich mich ja inzwischen auch überzeugen lassen.


@Steffen

Da werde ich Dich jetzt bitten, mir bei der Ansteuerung behilflich zu sein. Winke Als Stepper kommt folgender Motor zu Einsatz:

Stepper_Hubbuehne (fspg2)


Christian schrieb:
Zitat:
Wenn Du jetzt schon, bei so einer "einfachen" Anwendung wie der Hubbühne, Dein ganzes Pulver verschiesst, was soll dann erst noch kommen, wenn es an die Bewegung Deine Schleusentore geht... Lachend Lachend Lachend


Ich werde natürlich hier nur die einfache Spindel verwenden - mit dem von fido gewünschtem Druckkugellager. Bei den Schleusentoren werde ich sicherlich auf Eure Ideen zurückgreifen Winke


Alter_Lagerschuppen_301 (fspg2)


So ist der Motor total frei gelagert von irgendwelchen Kräften Lachend
SuziQ - 04.01.10 00:01
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof, alle Bundbahner

bin heute über eine Seite im www gestolpert, die bei Deinem /diesem Thema sicherlich viele gute Anregungen geben kann. Ich habe selten so viele hervorragende historische Aufnahmen auf einer homepage gefunden.... und dann noch bei einem Amt Lachend

http://www.wsa-hd.wsv.de/gallery.php.html

viel Spaß

Lothar
Steffen_Engel - 04.01.10 17:35
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,

ich finde leider im Moment kein eindeutiges Datenblatt für den Motor.
Hat er vier, fünf oder sechs Anschlussleitungen?
Mit fünf bzw. sechs können wir in unipolar ansteuern, etwas weniger Moment aber einfacher anzusteuern, weil wir keine H-Brücke brauchen.

Gruß, Steffen
Helmut Schmidt - 04.01.10 17:43
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Steffen,

der Stecker auf dem Bild hat 6 PIN und ich sehe die Kabelfarben:
Gelb, Blau, Rot, Grün Schwarz und Weiß macht 6 Stück.

Ich hätte aber noch eine Frage, sind bei dieser Schaltung auch die Funktion der Endschalter für die Notabschaltung möglich?
fspg2 - 04.01.10 18:19
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Steffen,
wie Helmut schon schrieb, sind es sechs Kabel. Ich habe eben auch noch mal nach VEXTA datasheets gesucht ... aber nur jenes gefunden.

Alternativ habe ich noch Stepper mit der Bezeichnung PXC 43-O3A (statt PX243M-O3A).
fspg2 - 05.01.10 17:13
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,

gleich am Anfang des Jahres gab es Ärger mit der GzBdG auf den FmS.

Für noch nicht ganz so AküFi-Bewanderte sei noch eine Erklärung erlaubt: Gesellschaft zur Betreibung der Gewässer auf den "Feldbahnmodulen mit Schiff" ... Nicht etwa zu verwechseln mit der »Österreichischen Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten«, die ja zusätzlich mit einem "Ö" aufwarten kann. Winke

Kaum hatte ich heute morgen das Büro erreicht, erschien eine Delegation der GzBdG, vertreten durch den ehemaligen Großherzöglichen Feldbahnmäßigen Geheimrat a.D Baron Erich von der Elbe und zwei namentlich nicht weiter sich vorstellenden Handwerkern, mit der Bitte um sofortige Wiederaufnahme der schon seit längerer Zeit ruhenden Arbeiten an der Schleuseneinfahrt. Bildet sie doch das Fundament für die Hubbrücke.
Eigentlich ist das Wort "Bitte" nicht wirklich gefallen, es waren schon sehr aufgebrachte Worte, die sicherlich auch einer gewissen Wahrheit entsprechen. Ganze Familien, die ohne die Arbeiten an der Schleuse und der Hubbrücke hungern müssten, die ortsansässigen Firmen, die dringend auf die Überquerung der Wasserstrasse warten würden, finanzielle Schadensersatz-Forderungen gegenüber der Stadt seitens dieser Firmen (denn es waren unvorsichtiger Weise wohl ein paar zeitliche Vorgaben zugesagt worden), .... sogar viele Bürger sehnen sich nach dieser Brücke, da sie doch eine erhebliche Abkürzung vom Bahnhof zur ihrer Wohnung bedeuten würde.... und nicht zu vergessen die Feldbahner, die auch ein wenig spielen möchten Winke

Meine Argumente, dass dringende Arbeiten an anderen Baustellen meine volle Inanspruchnahme... brauchte ich gar nicht erst vorbringen.
Ich muss ja zugeben, dass ich auch gerne in spätestens zwei Jahren über die Brücke fahren möchte Ausruf

Also bekam die Fräserei heute einen Auftrag, der ursprünglich an die Ätzerei gehen sollte, um die Machbarkeit zu überprüfen.


Festmacher_01 (fspg2)



Aus 0,5mm Ms58 wurden nach dieser Zeichnung gearbeitet.


Festmacher_02 (fspg2)



Heraus kamen nach ein paar Minuten die ersten Teile zur Überprüfung.


Festmacher_03 (fspg2)



Gefaltet an den 0,3mm tiefen und 0,6mm breiten Nuten, passten die Teile in den Aussenrahmen ohne Nacharbeit.
Lediglich ein paar Feilstriche an den Innenkanten des Mauerwerkes mussten ein wenig Luft schaffen, da ich das Mauerwerk ja schon länger fertig hatte und die Aussenrahmen nachträglich noch an den Innenseiten etwas schmaler gemacht hatte - der besseren Optik wegen Winke


Festmacher_04 (fspg2)

Fuchs301 - 07.01.10 08:00
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Frithjof,

hier noch eine "High-End"-Möglichkeit, Deine Rampe zu bewegen:

http://www.wpraez.de/mikrohydraulik.html

(im Shop findest Du auch die entsprechenden Einzelteile...)
fspg2 - 07.01.10 08:55
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Danke Christian,

das ist ja ein toller link!

Zitat:
(im Shop findest Du auch die entsprechenden Einzelteile...)



... und auch die Preise Heulend Ausruf

... aber schon irre, wie klein es schon möglich ist, Hydraulik zu betreiben.
fspg2 - 12.01.10 21:29
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Abend,

kaum waren die ersten drei Festmacher-Muster abgenommen und der Serienauftrag erteilt worden, signalisierte das Lager: Materialende bei 0,5mm Messing . Also wurde neues Ms58 bestellt.
Die Fräserei signalisierte aber auch, dass noch 2mm-Material vorhanden sei. So wurde ein neuer Auftrag erteilt, dessen Ergebnisse Ihr hier sehen könnt.


Alte_Waage_Lbg_43 (fspg2)


Zum Vergleich noch einmal die Kante der Bühne beim Vorbild.


Alte_Waage_Lbg_011 (fspg2)



Leider wurde beim Original der Innenbereich zugemauert - im Modell werde ich einen Holzbohlenbelag, eingerahmt von Winkeleisen, nachempfinden, da ich nur meine Erinnerung an meine Kindheit fragen konnte. In Lauenburg ließen sich keine alten Aufnahmen mehr auftreiben.

Auch wenn der gemauerte Bereich unter der Wiege-Bühne nicht ständig einsehbar sein wird, kann ich mir vorstellen, dass ein Kran die Bühne anhebt, um die Wiegemechanik zu reparieren. ... und dann stehen natürlich auch ein paar Zuschauer dabei und wollen die Mechanik genauer studieren.

Es reizt mich zwar außerordentlich, diese nachzubilden, aber ich will erst einmal die großen Baustellen angehen.

Im Netz fand ich hier wunderbare alte Zeichnungen zum Prinzip dieser Wiegetechnik. Übrigens eine tolle Fundstelle, weiterer alter Länderbahnzeichnungen!


Alte_Waage_Lbg_45 (fspg2)


Hier noch das von Thomas geätzte Schild der Albert Essman & Co - Waagenfabrik. Diese Firma gibt es noch immer in Hamburg. Auch dort konnte ich keine alten Unterlagen mehr auftreiben.
Helmut Schmidt - 12.01.10 23:33
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
fspg2 hat folgendes geschrieben::
Guten Abend,

kaum waren die ersten drei Festmacher-Muster abgenommen und der Serienauftrag erteilt worden, signalisierte das Lager: Materialende bei 0,5mm Messing . Also wurde neues Ms58 bestellt.

Hallo Frithjof,
ich kann dir aber versichern das inzwischen im Zwischenlager neues MS 58 für dich eingetroffen ist. Sehr glücklich

Ganz abgesehen davon, ich glaube ich muss mal wieder Live schauen kommen, was du da so geniales treibst. Winke
fspg2 - 13.01.10 19:55
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

heute kam 5mm Pertinax unter den Fräser. Nachdem 2mm tiefe Taschen für die Aufnahme der 10mm hohen Langträger ins Material gefräst waren, wurden sie mit Sekundenkleber verklebt. Nach dem Trocknen kamen im nächsten Arbeitsgang 6mm Löcher in die Langträger. Sie sind deckungsgleich zu entsprechenden Löchern im Boden der Grundplatte. In die Löcher werden kurze 6mm Rohre als Führung für die Federn, die die Wiegebühne tragen werden, gesteckt.


Alte_Waage_Lbg_46 (fspg2)


Der Abstand der beiden übereinander stehenden Rohrstücke läßt ein leiches Wippen beim Befahren der Arbeitsfläche zu. Als Kinder haben wir immer versucht, die Bühne durch gemeinsames gleichmäßiges Bewegen in Schwingung zu versetzen, was den beeidigten Ortswäger auf den Plan rief.


Alte_Waage_Lbg_47 (fspg2)



Nachdem die Unterseite so vorbereitet war, wurde die Platte umgespannt. In das 20mm MDF-Trägerbrett auf der Fräse wurden dazu genau die gleichen vier 6mm Löcher gebohrt. Die oben erwähnten "Beine" der Langträger dienten jetzt zum deckungsgleichen Ausrichten. Alle vier Seiten wurden mit zwischengelegten Holzstückchen durch Spannpratzen gesichert.

Im letzten Arbeitsgang wurde umlaufend eine 3mm breite und 2,5mm tiefe Nut gefräst. Sie dient der Umfassung der Bretterbeplankung durch 3mm x 4mm Messing-Vierkantmaterial. So bleibt für die Bohlen noch eine Dicke von 1,5mm.


Alte_Waage_Lbg_48 (fspg2)



Die Größe der Wiegeplatte wurde so erstellt, dass rundherum 1mm Luft zum "Wackeln" bleiben wird.
Zwischen den Feder und den Langträgern (Bild 46) werden letztendlich kleine Rohrstückchen die genaue Höhe zur Umgebung anpassen. Ich hoffe, es war verständlich!
fspg2 - 15.01.10 21:23
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

nachdem ich noch die Langträger mit der Bühne verschraubt hatte, wurden die brünierten Messing-Rahmen ebenfalls mit Sekundenkleber auf den Pertinaxträger geklebt, ebenso die Bohlen verklebt und gebeizt.
Von einem netten Forumskollegen bekam ich einen link auf dieses Foto, das einen Bohlenbelag aufweist, ähnlich wie die Erinnerung an die Lauenburger Waage.


Alte_Waage_Lbg_50 (fspg2)



Alterungsspuren werden später noch folgen.

Im Aussenrahmen wurden für die 44 Schrauben die M1-Gewinde gebohrt.

Alte_Waage_Lbg_52 (fspg2)



Ein erster Wiegegast war auch schon zur Stellprobe erschienen.


Alte_Waage_Lbg_51 (fspg2)

Fuchs301 - 16.01.10 12:39
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Frithjof,

sieht wirklich klasse aus, Deine Waage...besonders im Zusammenhang mit der Holzbeplankung...aber irgendwie stören mich die Schlitzschrauben.

Passen in die Senkungen nicht auch M1-6Kt-Schraubenköpfe ?
fspg2 - 16.01.10 13:49
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Christian,

im Prinzip ja! Aber was machen wir denn dann mit dem Vorbild Winke


Alte_Waage_Lbg_53 (fspg2)



Aber keine Angst, die Mehrzahl der Schrauben wird noch versandet.

Statt der 2mm Schrauben hätte ich vorbildgerecht besser 1,6mm Köpfe nehmen sollen Verlegen Lachend
Helmut Schmidt - 16.01.10 13:51
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Christian,

ich hatte ja die Tage die Gelegenheit mir die Teile Live anzusehen und auch mir sind sofort die Schlitzschrauben aufgefallen.

Dann zeigte mir aber Frithjof dieses Bild:



Wie man beim näheren Hinsehen beim Original sehen kann sind an der Vorbildwage riesige Schlitzschrauben.

Deshalb Fritjof, Respekt und weiter so. gut
fspg2 - 17.01.10 12:38
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo am Sonntag,

vor längerer Zeit schrieb ich etwas, wie ich in Spur 0 meine Pflastersteine vermehrt hatte.
Da ich auch jetzt für ein paar viele, viele,... Quadrat-Dezimeter eine Kopfsteinpflasterung erstellen möchte, habe ich mir aus MDF-Platten ein paar passende Streifen gesägt und die ersten Steine erstellt.


Alte_Waage_Lbg_54 (fspg2)



Da es im Vorbild auch unterschiedliche Größen gibt, seht Ihr links und rechts zwei Abmessungen.
In den nächsten Tagen werden immer mal wieder zwischendurch ein paar Enden der MDF-Streifen mit 400er Sandpapier leicht verrundet. Insgesamt werden etwa 200 bis 300 Steine in unterschiedlichen Maßen auf diese Art und Weise erstellt - bis dass die Hand nicht mehr will.
kartonbahner - 17.01.10 13:22
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Frithjof,

zu Deinem Kopfsteinpflaster fällt mir kaum etwas ein, außer *** Begeisterung *** - ich bin gespannt, wie das Kopfsteinpflaster nach der farblichen Gestaltung aussieht ...

Freundliche Grüße
turbo1 - 17.01.10 17:27
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof

Wäre es nicht für Dich einfacher aus deinen gefrästen Plaster eine Gußform zu erstellen und die restlichen Steine gießen? Deine Hände würden es dir danken! Lachend
Marcel - 17.01.10 18:05
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Frithjof, es macht immer wieder sehr viel Spass, deine Baufortschritte und deine akribische Arbeitweise zu verfolgen Winke !!

Deine Pflastersteine werden auch wieder toll!

Für meinen Pflastersteinbelag, habe ich mir ca. 100 Urmodelle zurechtgefeilt, diese dann aber anschliessend mit Latex abgeformt. Aus der Latexform habe ich mir nachher die Steine aus Gips gegossen und diese dann auch noch individuell bearbeitet ... so gibt es halt verschiedene Wege ... Winke

Ich wünsche dir weiterhin viel Bastelspass

Marcel
fspg2 - 17.01.10 19:28
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Franz, hallo Marcel,

vielleicht ist es nicht so ganz deutlich geworden, ich werden nur die 200 bis 300 Steine in leicht unterschiedlichen Größen mit der Hand herstellen, wobei den Hauptteil der Schleifarbeit eine rotierende Schleifscheibe übernimmt, gegen die ich die Enden leicht schräg halte und dabei den Stab - wie einen Bleistift - mit den Fingern drehe. Lediglich die Übergänge glätte ich mit dem Sandpapier per Hand. Dauer für 20 Steine etwa 5-6 Minuten. Inzwischen sind, über den Tag verteilt, nebenbei 120 Steine fertig geworden.
Diese werden dann, wie in meinem schon oben erwähnten link beschrieben, mit Silikon abgeformt und mit einer Keramikmasse abgegossen.

@ Gerald
Zitat:
ich bin gespannt, wie das Kopfsteinpflaster nach der farblichen Gestaltung aussieht ...


--- ich auch! ...ungefähr dreckig grau-braun-schwarz-grün-beige-..., nicht ganz so bunt wie hier Winke
fspg2 - 20.01.10 23:06
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Abend,

er scheint gewirkt zu haben... ich meine den Besuch des ehemaligen Großherzöglichen Feldbahnmäßigen Geheimrat a.D Baron Erich von der Elbe vom 05.Januar des Jahres.... Jedenfalls kam heute eine schwere Lieferung aus der Werkstatt.

Sandstein_Ecke_005 (fspg2)


Unser Kollege mit der Sackkarre wird es sicherlich nicht alleine geschafft haben, die großen Uriol-Kalksandstein-Quader zu transportieren.

Sie müssen nach der probeweisen lockeren Stellprobe in der Mauer noch an den umlaufenden Kanten angefast werden, bevor sie endgültig verbaut werden können.

Wie kam es aber dazu, dass nach fast auf den Tag genau einem Jahr die Quader endlich fertig gesägt werden konnten?

Meine eigene Böhlerkreissäge kann nur bis zu 15mm hohe Teile sägen, das heißt ein 32mm hoher Quader kann auch bei zweiseitiger Bearbeitung keinen sauberen Schnitt erhalten. Versuche mit der Bandsäge und einer großen Kappsäge waren nicht befriedigend ausgefallen. Da kam gestern Hilfe aus Bayern. Die Fa. U. von Gerngesehen brachte eine tolle Kreissäge mit. Die Teile ließen sich damit alle wie Butter sägen... Da hat sich der Spruch mit "gutem Werkzeug..." einmal mehr als bewahrheitet. Danke Ulf Ausruf Ausruf


Sandstein_Ecke_006 (fspg2)


Für das Foto haben wir den Sägeblattschutz entfernt!

fspg2 - 03.02.10 20:10
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,
Dienstreisen haben auch etwas Gutes in puncto Hobby! Abends hat man unendlich viel Zeit für unendlich viele Ideen.
So konnte ich in den letzten zwei Wochen viele Arbeiten für die Fräse vorbereiten, so dass sie in den nächsten Tage noch einiges an Material zerspanen darf.

Es werden die letzten Seitenwände für die Schleuseneinfahrt bis übermorgen fertig gefräst, so dass danach die farbliche Behandlung ansteht und anschließend die Montage auf einem sehr großen "Modul" mit einer Abmessung von 200cm x 80cm erfolgen wird.


Brueckenmodul_1 (fspg2)



Brueckenmodul_2 (fspg2)



Auf der Unterseite sorgen je zwei Längs- und Querbretter, die wie Kämme ineinander verzahnt sind und mit dem Grundbrett verleimt und verschraubt werden, für genügend Stabilität. Auch wenn der Modulkasten sehr groß und schwer wird, ist es mir wichtig, dass die Hubbrücke komplett auf einem Modul aufgebaut wird.


Brueckenmodul_3 (fspg2)


Die Öffnung der Schleusentore beim Original erfolgte alleine mit Wasserkraft und Druckluft. Wer noch etwas mehr darüber erfahren möchte, dem sei dieser link empfohlen!
Zwar wird im Modell das Schleusentor nicht im Wasser stehen, aber ich werden den Mechanismus weitestgehend nachbilden.


Als erstes kam das Gegengewicht heute an die Reihe.


gefunden auf obigem link unter: http://autokaffee.com/DDD/Schwenk.html

Es war hier positioniert (ich schrieb: "es war", weil die Schleuse 2005 durch einen Neubau ausgetauscht wurde):


Gegengewicht_Schleusentor_1 (fspg2)



Auf folgendem Foto der Donnerschleuse (der Elbe-Lübeck-Kanal hatte um 1900 insgesamt 7 sehr baugleiche Schleusen bekommen) seht Ihr den Führungsschacht für das Gegengewicht, bei Schließen senkt es sich mit einem Eigengewicht von 1 Tonne und zieht den Schlitten, auf dem die Stemmstange befestigt ist, aus seiner Ruhelage und schließt dabei das Tor.



Bild hier gefunden.

Gegengewicht_Schleusentor_2 (fspg2)


Als ich spaßeshalber 1000kg durch 22,5 : 22,5 : 22.5 teilte, erhielt ich 87,79 Gramm. Die Messingteile wiegen bislang pro Gewicht 80 Gramm. Es werden noch ein paar Kleineisen und Schrauben dazukommen.
Messing ist ein tolles Material Lachend Winke
fspg2 - 05.02.10 11:08
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Morgen,

inzwischen sind auch die L-förmigen Führungsschienen für die Gegengewichte aus einer 2mm Messingplatte gefräst worden. Für die Aufnahme der 0,5mm Schenkel wurden mit der Böhler-Kreissäge in die rückseitige Wand entsprechende Vertiefungen am Parallelanschlag 2mm tief eingesägt. Als Abschluss für die Gewichte wurden Flachprofile mit entsprechenden Sechskantschrauben-/Mutterimitationen ebenfalls ausgefräst. Durch die Einzelteile der Gewichte laufen rechts und links zwei 0,5mm x2,0mm Flachprofile, die nur mit dem oberen und unteren Messingteil verlötet wurden, so dass die Zwischenstücke noch leicht beweglich sind.


Gegengewicht_Schleusentor_3 (fspg2)


Die Führungsschienen in der senkrechten Wand sind bislang nur locker zusammengesteckt, am Ende wird der Spalt nicht mehr sichtbar sein!


Gegengewicht_Schleusentor_4 (fspg2)


Innerhalb der rechten und linken Uriol-Sandsteinquader ist der Bereich für ein Schleusentor im geöffneten Zustand.
highmichl - 05.02.10 13:27
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

sehr imposant was da alles entsteht, in wie weit soll das alles funktionsfähig sein? Kommen evtl RC-Schiffe und H²O zum Einsatz? Sehr glücklich

Ciao Michl
fspg2 - 05.02.10 16:10
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Michl,

im Prinzip hätte ich nichts dagegen, wenn es Wasser gäbe, das nicht nass macht. Die ganzen HDF/MDF-Teile im Schleusenbereich hätte ich ja zumindest in Wassernähe aus Kunststoff oder Metall erstellen können...
Nein, Wasser wird es nur bei der Kranverladung geben, wo eine Schute dann in Echtwasser schwimmend be- und entladen werden soll.
Helmut Schmidt - 05.02.10 19:09
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

auch ich muss zu meiner Schande gestehen, nach dem Lesen deines Berichtes lag mir die Frage, wie willst du das Wasser machen, auch sofort förmlich auf der Zunge. Augenrollen

Dabei hattest du in dem Beitrag davor, doch folgendes geschrieben.
fspg2 hat folgendes geschrieben::
Zwar wird im Modell das Schleusentor nicht im Wasser stehen, aber ich werden den Mechanismus weitestgehend nachbilden.

Es waren ja auch schon einige Tage vergangen und durch solch einen Thread-Umbruch, geht dann schon mal was in Vergessenheit. Winke
fspg2 - 05.02.10 19:46
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Helmut,

bei meiner Suche bin ich auf trockenes Wasser gestoßen, hat jemand von Euch schon einmal damit experimentiert?
Helmut Schmidt - 05.02.10 22:02
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

da würde mich jetzt mal ein Datenblatt interessieren.

denn auch da habe ich sofort wieder offene Fragen wie z.B:

Wie riecht es?
Wie schnell verdunstet es?
Wie ist das spezifische Gewicht?
Na dann und ganz vorsichtig noch die Frage, was kostet es?

Da habe ich doch tatsächlich schon mal etwas herausgefunden.

Hier geht es zum Erfinder
squirrel4711 - 05.02.10 22:32
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
"Gurgel" ist auch ein Freund der "alten Hasen"

Für Frithjofs "Problem" also völlig ungeeignet - es sei denn sein Modul gerät in Brand Winke .

Gruß
Rainer
fspg2 - 08.02.10 15:21
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

so wie es aussieht, sitze ich bei "trockenen Wasser" auf dem Trockenen Traurig

Für die Aussteifung der einzelnen Mauerteile enstanden noch ein paar Hilfsteile aus MDF.


Brueckenmodul_4 (fspg2)



Die hinteren Stützmauern bekamen ein Korsett aus ineinander verzahnten MDF-Platten.


Brueckenmodul_5 (fspg2)



Das jeweilige hintere Mauerteil, welches die Führungsschienen für das Gegengewicht aufnimmt, wird erst nach der kompletten Lackierung eingeschoben und verklebt.


Brueckenmodul_6 (fspg2)



Die rechte Mauer ist rückseitig 3mm tief eingekerbt, damit sie sich leichter dem gebogenen Konturverlauf anpassen kann. Das Ganze wurde mit wasserfestem Holzleim geklebt und zum Trocknen zwischen zwei Platten mit zwei Schraubzwingen gepresst.


Brueckenmodul_8 (fspg2)



Alle Teile mit innen liegenden Ecken werden erst nach dem Auftragen der roten Plakafarbe mit der Rolle zusammengeklebt. Von daher werden erst alle Teilstücke im Rohbau fertig vorbereitet, bis die endgültige Montage erfolgen kann. Die in der 5mm MDF-Grundplatte eingebrachte Nuten erleichtern die Montage doch enorm !


Brueckenmodul_7 (fspg2)


Als Übersicht mag folgende Skizze dienen, die auf dem Modul die Anordnung der Einzelteile zeigt.


Brueckenmodul_9 (fspg2)

fspg2 - 13.02.10 11:47
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Morgen,

während es draußen immer mal wieder schneit und schneit ...., beschäftige ich mich mit dem Antrieb des Schleusentores. Das Prinzip war hier ja schon ganz anschaulich beschrieben worden.
Im Modell will ich es aber doch möglichst genau nachbauen.
Dazu dient einerseits eine Erläuterung vom Erbauer Herrn Wasserbauinspektor Hottop aus dem Jahre 1898, andererseits eine Zeichnung, die ich freundlicherweise aus einer Sammlung kopieren durfte.

Tauchglocke_8 (fspg2)

Ausschnitt aus Revisionszeichnung von 1899 - Copyright Plan: WSA-Lbg


Solche bemaßten Unterlagen sind mir immer sehr willkommen, bieten sie doch anschaulicher als jede Beschreibung, einen Einblick in die damalige Konstruktion der Schleusen am Elbe-Lübeck-Kanal (bis 1936 : Elbe-Trave-Kanal) , die ja komplett nur mit Wasser und durch Wasserkraft erzeugte Druckluft betrieben wurden.


Die Tauchglocke wird in einem Plexiglasrohr an seitlichen 3mm x 3mm Vierkantrohren geführt und mit einer Kette über Umlenkrollen mit dem Führungswagen (noch nicht gezeichnet) verbunden. Dieser trägt das eine Ende der Stange, die das Stemmtor bewegt.

Tauchglocke_1 (fspg2)



Tauchglocke_2 (fspg2)



Hier muss noch eine etwas kleinere passende Rolle für die Kette gedreht werden,

Tauchglocke_5 (fspg2)


...Ähnlichkeit mit dem Vorbild ist erwünscht.



gelinkt von: http://autokaffee.com/DDD/Schwenk.html


Da die ganze Antriebseinheit ja beim Original unterirdisch gelagert war, wird im Modell dieser Bereich durch Plexiglas- Wände und Rohre einsehbar sein!


Tauchglocke_4 (fspg2)



Das auf den Bildern weiße Plexiglasrohr wird noch gegen durchsichtige 80/72mm Rohre getauscht.


Tauchglocke_6 (fspg2)



Tauchglocke_7 (fspg2)

Die Rolle aus der Grabbelkiste ist zwar kleiner, aber die Kette passt noch nicht.
fspg2 - 19.02.10 11:26
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Tag,

während das Messing-Rohmaterial durch neckische Umtreibungen in weiter westlicher gelegenen Bereichen immer noch nicht eingetroffen ist, konnte ich beim Kunststoffhändler um die Ecke die benötigten Plexiglassrohre und Platten bekommen.
Zum Fräsen hatte ich bei der Platte auf "GS" geachtet, da sich dieses Material gut spanen lässt. Also Drehzahl ganz runter und Geschwindigkeit hoch: das Ergebnis lag nach zwei abgebrochenen 1,5mm Einzahnfräsern dann doch endlich mit sauberen Kanten vor.
Ich war mit der Geschwindigkeit bei den Kreisen zu schnell und mit zu großer Zustellung über die zuvor bereits diagonal ausgefrästen Nuten gefahren. Es knackte jedesmal an der gleichen Stelle bei der ersten Nutenkante. Abhilfe schaffte dann der 3mm Fräser.

Eine lockere Stellprobe zeigt Euch das Ergebnis:


Tauchglocke_9 (fspg2)



Tauchglocke_10 (fspg2)


Das hintere Rohr wird den Schwimmer für das Heben der Hubbrücke aufnehmen - ich fand es mit passendem Durchmesser und Länge im Restelager des Händlers.
fspg2 - 26.02.10 22:35
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

heute ging es ein wenig weiter mit der Tauchglocke. Nachdem Christian mit seiner Drehbank die Vorarbeit geleistet hatte (Danke noch einmal dafür Ausruf ), wurde das Messingrohrstück mit 60mm Durchmesser unter der Fräse mit je zwei gegenüberliegenden Taschen an der Ober- und Unterkante versehen.


Tauchglocke_14 (fspg2)



Darin werden später die noch zu fräsenden Halter für die Führungen eingelötet.


Tauchglocke_11 (fspg2)


In den ausgedrehten 4mm tiefen Innenbereich wird ein Ring mit den sechs Abstandshaltern eingelegt und mit einer 2mm dicken Messingplatte fixiert. Dieses Teil ist so leichter zu montieren, als 6 einzelne Abstandsbleche, die vor dem Brünieren noch entsprechend dem Vorbild gebogen werden.
In der Mitte kommt in eine Tasche eine 11mm Scheibe mit einem unten eingefrästen Rand zur leichteren Montage.


Tauchglocke_12 (fspg2)



Der gebogene 1mm Draht bildet im sichtbaren Bereich die Öse für die Aufnahme der Kette. Innerhalb der Glocke werden die beiden Ende umgebogen und geben zusätzlichen Halt.

Tauchglocke_13 (fspg2)

fspg2 - 01.03.10 21:16
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Abend,

da ich nur noch recht kleine 4mm Messing-Reststückchen hatte und ich aus diesen die Halter für die Führungen fräsen wollte, lötete ich die Teile auf ein 2mm Restblech auf, das dann als Träger diente. Diese Einheit wurde auf der Fräse mit ein paar Schrauben auf einer MDF-Platte fixiert. So konnte ich mit einem 8mm Radiusfräser die gerundeten Kanten fräsen. Den Rest erledigte danach ein 2mm Fräser, zuerst die 4mm breite und 1,5mm tiefe Nut für die Aufnahme des U-Profiles, anschließend die Außenkante in der Rundung. Ich erhielt so mehrere 3cm lange Profile, die abschließend auf der Böhlerkreissäge auf 9mm Länge gebracht wurden - 8 Stücke wurden benötigt.


Tauchglocke_19 (fspg2)



Tauchglocke_20 (fspg2)



Tauchglocke_21 (fspg2)


Die sechs hochstehenden erst als "Abstandshalter" bezeichneten Blechstreifen, führen den Schlauch, wenn die Tauchglocke nach oben gezogen wird, und sorgen dafür, dass er nicht im Schacht klemmt.
Am oberen Rand werden in den gebohrten Löchern noch abschließend Sechskantschrauben eingeklebt und eine Rundung für den Ablauf von Wasser eingefräst, das sich im oberen Bereich "gesammelt" hat.
fspg2 - 21.04.10 09:05
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,
es vergeht die Zeit wie "im Fluge" - es ist jetzt schon wieder gut 1 1/2 Jahre her, als ich die ersten Versuche mit selbst hergestelltem Waldboden unternahm.
Meine Steigungsmodule waren bislang nur mit Molto Holzspachelmasse vorbehandelt worden, wodurch ich selbst bei sparsamen Auftrag eine sehr feste Oberfläche erhielt.
Bis heute haben sich an der Oberfläche und den Modulkantenbrettern keinerlei Risse ergeben - alles sieht noch so wie vor eineinhalb Jahren aus (vielleicht nur ein wenig staubiger Winke )
Um diesen Zustand zu ändern waren gestern Abend zwei allseits bekannte Kollegen dabei und haben ihre Schaufeln benutzt, um die ersten Schichten Erde aufzutragen, die als Grundlage für weitere Begrünungen und Bepflanzungen dienen soll.


Erde_01 (fspg2)



Erde_2 (fspg2)



Erde_3 (fspg2)



An den Modulübergängen wurden die Schrauben gelockert und die Kästen auseinandergezogen. Wasserfester Holzleim wurde satt aufgetragen und echte Erde, gebackene und gemahlen Naturmaterialien bunt gemischt mit den Fingern darüber gerieselt. Als alles gut durchnässt war, wurde eine erneute Schicht darübergegeben und mit dem Handballen und den Fingern leicht angedrückt.

Erde_4 (fspg2)


So werden erst einmal alle Module beerdet.
kartonbahner - 21.04.10 10:16
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Frithjof,

so natürlich dieser Eindruck der von Dir aufbereiteten und verarbeiteten Naturmaterialien ist, hätte ich noch immer Sorge (vor allem bei der Größe Deiner Anlage und der Arbeit die darin steckt) bei deren Verwendung insofern, als dass in Kombination mit neuer (Luft)Feuchte auch "neues Leben" entstehen könnte ... Nachdenklich

Einem Modellbaukollegen aus der Gnatterbox ist da ein Mini-Layout (sog. Pizza) mit ähnlichem Material ein wenig verschimmelt (Link/Bild habe ich leider auf die Schnelle nicht wiedergefunden) - die Aufbereitung des verwendeten Materials mag jedoch nicht unbedingt identisch erfolgt sein ...
Nick - 21.04.10 22:17
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

wenn ich deine Steilstrecke sehe, dann sehe ich eine Live Steam Lok mit langem Güterzug. Vieleicht eine Brigadelok. Das wär doch was Winke

Gefällt mir aber sehr gut, deine Gleisgestaltung. Respekt

Viele Grüße
Nick
fspg2 - 22.04.10 18:27
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

@Gerald
Zitat:
...hätte ich noch immer Sorge (vor allem bei der Größe Deiner Anlage und der Arbeit die darin steckt) bei deren Verwendung insofern, als dass in Kombination mit neuer (Luft)Feuchte auch "neues Leben" entstehen könnte ...

Ich stelle mir gerade diese für meine Männchen 22,5-fach großen Monster vor, die dann überall auf der Anlage warten, um mit H2O wieder geweckt zu werden... Lachend
Nach den Beiträgen von Mitte 2008, wo die unterschiedlichsten Meinungen und Erfahrungen zusammen kamen, hat mich die Aussage bezüglich des Fehlens von Wasser (trockenes Wasser gibt es ja leider für unsere Zwecke nicht Heulend ) am meisten überzeugt. Wie Helmut damals schon richtig bemerkte, habe ich auf meinem ausgebautem Dach auch in der kühlen Jahreszeit Wohnzimmertemperatur. Nur Rainer´s Argument vom 19.06.2008 auf Seite 10 mit meinem Echtwasser im Hafenbereich lässt mich zurückschrecken. Da bin ich mir noch nicht sicher, welchen Weg ich da einschlagen werde.
Weiß jemand von Euch wie das im Miniaturwunderland diesbezüglich mit Schimmel und den kleinen Lebewesen aussieht?

Ansonsten habe ich heute weitere Bereiche mit Erde grundiert.

Erde_06 (fspg2)



Erde_07 (fspg2)



Erde_08 (fspg2)


@ Nick

Es freut mich, dass es Dir gefällt. Solch ein langer Zug würde sicherlich nett schwankend die Steigung hinauf dampfen. Allerdings habe ich mit gemischtem Betrieb von Echtdampf und Schienenstrom keine so tollen Erfahrungen gesammelt. Nachdem der Dampfer mehrere Runden auf einer Spur0-Anlage gedreht hatte, mussten die Schienen erst einmal gründlich geputzt werden. Eine Brigadelok (wie die von Torsten) ließe ich mir allerdings schon gefallen.

Heute konnte ich an meiner Fräse neue Lager für die Z-Achse einpressen, damit ich demnächst die inzwischen gezeichneten neuen Teile für die Anlage auch wieder passgenauer ausfräsen kann. Der Dauerbetrieb der letzten zwei Jahre hatte seine Spuren hinterlassen, so dass ein Kreis nicht mehr ganz rund wurde. Es ist eben eine "Käsefräse"!

Dazu hatte ich meine Radaufpressvorrichtung zweckentfremdet:


Buchsen_pressen_1 (fspg2)



Buchsen_pressen_2 (fspg2)


Es hatte aber ohne Probleme funktioniert, so dass das leichte Spiel in der Achse wohl behoben sein dürfte.... bis in zwei Jahren.... Winke
fido - 22.04.10 20:55
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
fspg2 hat folgendes geschrieben::
Weiß jemand von Euch wie das im Miniaturwunderland diesbezüglich mit Schimmel und den kleinen Lebewesen aussieht?

Hi Frithjof,

die treiben großen Aufwand für sauberes Wasser. Das Wasser wird nicht nur ständig umgepumpt und gefiltert, sondern auch stark gekühlt.

Im Modell läßt sich Wasser mit Giessharz oder Hochganz-Lack sehr echt nachbilden. Sehr gute Tipps für nahezu perfektes Gewässer finden sich in den blauen Sonderheften in Eisenbahn Journal.

Auf Wunsch kann ich Dir ein paar Titel heraussuchen.

Die Gleislage und die Fotos sind gut
fspg2 - 18.05.10 23:25
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Abend,

@fido
Die blauen Hefte habe ich nach Suchen auch wieder gefunden - Danke für den Hinweis!

Zwischen zwei Dienstreisen war heute ein bisschen Zeit, die neu gelagerte Fräse zu testen - dabei kamen ein paar Gullideckel zum Vorschein.



Gullideckel_001 (fspg2)



Gullideckel_002 (fspg2)


Die auf dem obigen Foto zu sehenden kleinen Erhebungen haben eine Kantenlänge von 0,4mm/0,6mm x0,4mm.


Gullideckel_003 (fspg2)



Gullideckel_004 (fspg2)


Auch wenn ich mit 1:22,5 einen schon recht großen Maßstab habe, sind in diesem Falle die Schriften auf dem Rand des Gullideckels nur 0,7mm hoch.
Was auf dem Foto noch riesig erscheinen mag, ist mit dem bloßem Augen aus 30 - 40 cm Entfernung kaum zu erkennen. Erst wollte ich die Schrift anätzen lassen, und anschließend den Ring ausfräsen. Aber der Gesamteindruck lässt über die fehlende Schrift hinwegsehen, so dass jetzt noch der äußere Rand des Schachtes gefräst werden muss.
Eisenbahnfreak - 19.05.10 06:12
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

ganz grosse klasse!

Mit welcher Praezision uns Akribie Du Deine Fraese einsetzst, Hut ab!tach

Berichte bitte weiter!

Schoene Gruesse

Joachim

ps: was ist denn aus Deinen Vorreibern geworden?
ex10007 - 20.05.10 08:04
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Frithjof,

deine Präzisionsorgien sind immer wieder ein Hingucker, ich bin schwer begeistert!

Willst Du über die Beschriftung des Gullideckels nicht noch einmal nachdenken Winke ? 2/3 Lagen Neusilber in 0,2 bzw. 0,3mm, aufeinander gelötet, ließen sich ja unterbringen. Und wenn das Ding nachher entspr. gealtert wird könnte sie doch geschickt hervorgehoben werden. Jedenfalls hast Du den Aufbau bzw. die Zusammensetzung des Deckels geschickt gelöst.

Viele Grüße

J Lachend chen
Helmut Schmidt - 20.05.10 16:55
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

dank deiner fotografischen Leistungen schauen deine Teile ja immer viel größer aus, wie sie dann wirklich sind.

Ich bin mal vor unser Haus auf die Straße gegangen und habe mir so einen Kanaldeckel angesehen.
Dann habe ich mir mal genau die Schrift angesehen und festgestellt, die müsste ungefähr 3 Punkt Höhe haben.
Dann habe ich solch eine Schrift mal gesetzt und ausgedruckt, dank meiner guten Brille kann ich sogar noch etwas lesen.

Ätzen könnte man sicher kleine Plätchen, die ein oder hinterlegt werden, denn viel Tiefe kann man da beim Ätzen nicht erreichen. Idee

Aber zum möglichen Ätzen von 3 Punkt Schrift könnte uns Thomas Engel sicher etwas näheres sagen. Winke
fspg2 - 21.05.10 19:33
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Joachim, Jochen, Helmut,

erst einmal Danke für Euren Zuspruch!

Es ist so eine Sache mit der Akribie, ich finde es einfach reizvoll, auszuprobieren, was ich mit meiner kleinen Fräse so alles bewerkstelligen kann. Allerdings vergehen schon ein paar Stunden, bis dann das erste Teil vor einem liegt. Wenn dann aber auch noch alles so passt, wie ich mir es vorgestellt habe, kommt schon Freude auf Sehr glücklich (...und wenn nicht, wird es einen weiteren Versuch geben, eben solange, bis es mir zusagt).

Heute habe ich erst einmal den äußeren Schachtring aus drei Lagen 2mm-Ms58 gefräst. Er (und seine 7-8 Brüder) werden dann später auf einem entsprechendem Rohr in die Straße eingebaut, so dass bei geöffnetem Deckel ein Arbeiter hinab klettern kann, ähnlich wie auf dem folgenden Bild:


gefunden hier

Gullideckel_005 (fspg2)


Der Außendurchmesser des Schatchringes beträgt 35,6mm.


Gullideckel_006 (fspg2)


Zitat:
Willst Du über die Beschriftung des Gullideckels nicht noch einmal nachdenken Winke ? 2/3 Lagen Neusilber in 0,2 bzw. 0,3mm, aufeinander gelötet, ließen sich ja unterbringen.


Im Prinzip ja Ausruf
Aber, es werden keine dünnen Lagen Messing-Blech mit der Schrift aufgelötet, sondern ich werde auf einer 10cm x 10cm ausgefrästen 2mm Messing-Platte von Thomas Engel nur die Schrift von vier entsprechend angeordneten Schachtringen anätzen lassen. Für die genaue Positionierung des Filmes werden kleine Passermarken mitgezeichnet. Diese Platten werden anschließend mit Hilfe kleiner gebohrter Löcher wieder auf der Fräse genau positioniert. So entfällt das Zusammenlöten der dünnen Lagen der Ätzbleche.
fspg2 - 26.05.10 12:11
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin in die Runde,

was ist ein Gullideckel ohne Straße und eine Straße ohne Kanaldeckel?

Gullideckel_008 (fspg2)



Damit meine ca. 2,5m lange Straße - mit zum größten Teil Kopfsteinplaster - nicht so ganz öde und leer aussieht, habe ich mir eine Gußform gebaut.


Gullideckel_007 (fspg2)



Nach meinem Mißgeschick vor zwei Jahren, traute ich mich jetzt mal wieder daran, die Form mit Silikon zu füllen, auch wenn dieses Material bereits etwa ein Jahr über dem angegebenen Haltbarkeitsdatum lag. Da aber die Dose noch Original verschlossen war, ließ ich es auf einen Versuch ankommen und alles, statt der angegebenen 24Stunden, gut 1 1/2 Tage aushärten.
Heute Morgen war es dann soweit, die längere Aushärtezeit hatte sich gelohnt.

Gullideckel_009 (fspg2)



Mit einer runden Nagelschere wurden die zum Teil zu langen Zwischen-Stege in Form gebracht.

Gullideckel_010 (fspg2)


Bevor ich jetzt eine Kleinserie von Abgüssen erstellen werde, lasse ich die Form noch mindestens zwei Tage liegen.


Für eine kleine Baustelle in der Straße will ich mir ein paar Absperrböcke bauen, so wie ich sie aus den 1950er Jahren noch erinnere. Leider hat meine Suche im www keine Anhaltspunkte zu den Abmessungen dieser dreibeinigen Gesellen ergeben.
Lediglich zwei kleine Ausschnite aus alten Fotos konnte ich als Vorlage benutzen.


Absperrung_001 (fspg2)


Falls jemand von Euch noch ein größeres Foto oder gar solch einen alten Bock in der Garage stehen hat und sich mit dem Zollstock auskennt,... ich würde mich freuen Ausruf Ausruf
Schienenbus - 26.05.10 19:59
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

in der Epoche 3 waren diese Absperrmittel noch nicht genormt. Wie sie aussehen können kannst Du dir hier ansehen:

http://www.buntbahn.de/fotos/showgallery.php?cat=8302&ppuser=3560&password=

In den Prospekten ist eine Aufbauhöhe von ca 1 Meter angegeben. Ob dies nun die Höhe der Dreibeine oder die Höhe des Sperrbalkens ist weiß ich leider nicht und wie genau oder wie maßstäblich die Zeichnungen sind kann ich dir auch nicht sagen.

Achtungspfiff
Stephan - der Schienenbus
fspg2 - 27.05.10 17:56
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Stephan,
wo hast Du diesen Schatz gefunden Ausruf Frage Die Höhe von 1 Meter hatte ich in meiner Zeichnung angenommen, nun ist es bestätigt. Ansonsten sind ja auch die Längen der Sperrstangen erkennbar. Vielen Dank noch einmal dafür Ausruf

Heute morgen bekam der alte Schuppen auch sein künftiges Zuhause gezeigt.


Hafenmodul_001 (fspg2)


Die Abmessungen dieses ersten von drei Modulkästen belaufen sich auf 150cm x 100cm x 12 cm und sind rückseitig, mit ineinander verzahnten Spanten, verklebt und verschraubt. Von außen sind keine Schrauben zu sehen, weil ich alle Aussenbretter mit Hilfe von Vierkanthölzern von innen befestigt habe.

Hafenmodul_002 (fspg2)


Das rechte Bein ist schief, da bislang alle Aluprofile nur locker eingesteckt und nicht verschraubt sind.


Hafenmodul_003 (fspg2)



Einsam und verlassen liegt der Gullideckel und wartet auf die etwa 10000 Steine für das Kopfsteinplaster, deren Silikonform gerade aushärtet.


Zur Erinnerung noch einmal der perspektivische Überblick:

Grundriss_Module_004 (fspg2)

Regelspur - 27.05.10 18:50
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

ich habe vor ein paar Tagen mit Michael (Berlin) telefoniert. Er meinte: Immer wenn ich jetzt spazieren gehe und einen Gullydeckel sehe muss ich an Frithjofs Anlage denken.

Gruß Alfred

Winke P.S. In meiner Strasse liegen auch einige Deckel mit fast gleichem Muster. Ist mir erst heute aufgefallen.
Leo - 28.05.10 10:04
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Kenn ich! Ist der Buntbahnvirus!
Mit der Zeit kann man an keinem verrosteten Teil mehr unbeteiligt vorbeigehen!
Gruß und Bastelspaß ohne Hoffnung auf Genesung!
Leo
fspg2 - 28.05.10 11:47
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Alfred, hallo Leo,

Zitat:
Immer wenn ich jetzt spazieren gehe und einen Gullydeckel sehe muss ich an Frithjofs Anlage denken.


Der Gullideckel scheint so Einiges auszulösen. Ich habe jetzt schon von mehreren Seiten kleine Geschichten dazu gehört.
Oftmals sind es ja die kleinen Dinge, an denen wir tagtäglich so achtlos vorrüber gehen, die aber das Salz in der Suppe ausmachen. Erst wenn der Außenspiegel am Auto kaputt ist, merken wir, wie oft wir ihn benutzen.

Zitat:
Mit der Zeit kann man an keinem verrosteten Teil mehr unbeteiligt vorbeigehen!


Es gibt gerade bei den Militär-Modellbauern hervorragende Alterungs- und Rosttechniken , so z.B. mit Haarspray. Oder von Chuck Doan , ebenso hier, wer ein wenig Zeit hat, findet hier eine Hülle von Anregungen, nicht nur zum Rost Ausruf Winke
Ebenso haben es mir die Arbeiten von Marc Reusser sehr angetan Ausruf Ausruf

Allerdings seid gewarnt, der Bazillus greift weiter um sich!



Bei mir gibt es heute nur ein Bild von der Form für die Einzelsteine.


Gullideckel_011 (fspg2)


Der Abstand zwischen den Steinen ist bewußt recht groß gewählt, da ich die Form sehr lange verwenden möchte, ohne dass sie zu schnell einreißt. So etwa 40 - 50 Durchgänge hatte ich ohne Schaden aus früheren Formen gewinnen können. Jetzt kommen noch weitere Formen mit festen Steingefügen .
Schienenbus - 28.05.10 11:57
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo zusammen,

ohne nu zu weit vom Thema weg zu kommen... Ist denn das Buntbahnvirus eine anerkannte Krankheit? Ich bin zwar früher schon mit offenen Augen durch die Landschaft gelaufen und alte Scheunen mussten auch immer "durchsucht" werden aber verfaulte Bretter und windschiefe Wände fografiere ich erst seitdem ich hier bin... Besorgt Krank

Frithjof,
diese Rarität, wie Du es nennst, habe ich gut verstaut in meinen alten Unterlagen gefunden und für Rudols Käserei-Bericht digitalisiert. Ich wollte sie erst noch in meinen Bericht über den Straßenverkehr der Epoche 3 anhängen. Da ich aber keine alten Vorschriften besitze wann wo welches Schild aufzustellen ist (Bauhöhen, Abstände, ...), habe ich das lieber bleiben lassen. Dienen könnte ich aber mit deutschen Straßenschildern (Papierform) und Kraftfahrvorschriften beginnend ca 1913.

Kleine Kostprobe:

" Die noch nicht zu führenden Dokumente, sind Dokumente, die ab ihrer Einführung zu führende Dokumente sind. Die dann zu führenden Dokumente sind durch Beamte zu führen."

Aus " Der Bekanntmachung des Reichsverkehrsministers zur Prüfung des Kraftfahrzeugführers" vom 02.05.1923...
Irre

Achtungspfiff
Stephan - der Schienenbus
fspg2 - 29.05.10 08:41
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin aus dem sonnigen Braunschweig,

in der Morgensonne konnte ich eben die ersten Abgüsse der Pflastersteine ablichten.


Gullideckel_012 (fspg2)



Durch Zugabe von unterschiedlicher Menge an Farbpigmenten und Farbtönen, wird ein Reihe verschiedenfarbiger Steine entstehen, um so einen Vorbild ähnlichen Eindruck entstehen zu lassen. Erst einmal ist aber Fleißarbeit angesagt. Zu Gießen verwende ich Artestone, das im Verhältnis 4 Teile Pulver, das eine Messerspitze (oder ein wenig mehr) vom Farbpigment untergemengt bekommt, und 1 Teil Wasser angesetzt wird. Etwa 1-2 Minuten lasse ich es noch aufquellen, anschließend wird es in die Form gegossen, die zuvor noch mit Teflonspray leicht besprüht wurde. Die Konsistenz darf ruhig flüssig sein, sie härtet in gut 30 Minuten aus, so dass man sie entformen kann. Dazu wird die Silikonform auf den Kopf gedreht und mit leichtem Druck fallen die Steinchen heraus.
Es war der erste Versuch mit diesem Material, bislang hatte ich nur mit Resin oder Moltofill gearbeitet. Der Grund für dieses Material, war die versprochene sehr glatte Oberfläche, die ich bislang mit Moltofill allerdings glatter hinbekommen hatte. Die jetzigen Ergebnisse sind mir noch zu rauh. Auch lassen sich die Teile sehr leicht brechen - entgegen der Beschreibung. Ich werde jetzt noch einmal einen Guss ohne Pigmente machen, alternativ einen Versuch mit Abtönfarbe unternehmen.
Meine Steine sind an der Oberfläche stärker ausgerundet, als in der Natur. Ich will nach der Verlegung die Oberfläche mit feinem Sandpapier abziehen (durch die Grundfärbung bleibt dabei die Farbe erhalten und wird nicht weiß durchschimmern) und die Fugen noch mit "Sand" verfugen. Durch den etwas größeren Querschnitt meiner Fugen, denke ich, eine etwas bessere Haltbarkeit der Verfugung zu erzielen Ausruf Frage Mal sehen!
Helmut Schmidt - 29.05.10 09:31
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

da kommen bei mir 2 Fragen auf wenn ich das so sehe was du in letzter Zeit alles so tolles gemacht hast. gut Respekt

1. Hast du auch eine Übersichtszeichnung aus der die schon fertigen Segment unterbauten zu erkennen sind?

Fotos Frithjof


2. Wirst du auch noch Steine mit mehr Rot bzw. Braun Anteil wie in deinem Vorbildfoto giessen?



Dadurch würde das Pflaster sicher noch besser wirken.
Kellerbahner - 29.05.10 09:52
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

die Ergebnisse Deiner Kopfsteinproduktion sehen sehr gut aus. Sowohl die Rohstoffe (Steine) als auch das Arrangement (Strassenausschnitt).

Auch die graue Farbe hast Du gut getroffen. Bin selbst gerade wieder beim Mischen.

Nur in einem Punkt kann ich Dir nicht zustimmen Winke :

Zitat:
Meine Steine sind an der Oberfläche stärker ausgerundet, als in der Natur


Ich denke da bist Du zu selbstkritisch. Ich finde die Rundung, auch wenn sie tatsächlich recht stark ausgefallen ist, paßt zu einigen Kopfsteinstrassen aus meiner Erinnerung gut.

Auf die Schnelle fand ich nur 2 (Vor)Bilder, die andeuten das die Vielfalt sog. Kopfsteinpflaster groß ist:

Kopfsteinpflaster1 (Kellerbahner)



Kopfsteinpflaster2 (Kellerbahner)


Im ersten Bild vermute ich eine neu restaurierte Strasse im Stil von Kopfsteinpflaster. Das Gegenteil im anderen Ausschnitt: eine recht alte Strasse mit kleinen, unregelmäßig verlegten Kopfsteinen.
Bei Fahrten durch Ostdeutschland (Dresdner Umgebung, McPom usw.) und in alten Stuttgarter Zeiten (Alte Weinsteige) sind mir durchaus große, stark abgerundete Kopfsteinpflasterstrecken in Erinnerung. Vor allem auch wegen der damit verbundenen automatischen Geschwindigkeitskontrolle.

Also experimentiere ruhig weiter mit Größe, Farbe und Form. Mit Sicherheit gibt es für jede Form ein Vorbild Cool .

Mir gefällt´s jedenfalls sehr und bitte zeig´ uns noch viele Bilder.

Gruß vom

Kellerbahner
fspg2 - 29.05.10 11:04
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,

@Helmut
hier wie gewünscht (grün eingefärbt) die bereits gefertigten Module:

Grundriss Module bislang fertig (fspg2)

Die Gesamtausdehnung wird etwa 7,60 Meter x 5,0 Meter betragen.

Ich habe eine ganze Reihe von Farbpigmenten, von grün, grau, braun, oker, rot, weinrot, gelb, blau,... daraus werde ich die verschiedensten Farbnuancierungen erzeugen.



@Kellerbahner
Danke für Deine Hinweise, Du hast sicherlich Recht, mit der doch sehr unterschiedlichen Form der Pflastersteine. Meine von mir favorisierte Form zeigt das folgende Foto. Wobei ich im Hafenbereich nur einen Teil der Straße so gleichmäßig darstellen werde, unterbrochen mit Flickstellen und anderen Steinanordnungen!

Kopfsteinplaster Lbg1 (fspg2)


Zitat:
Also experimentiere ruhig weiter mit Größe, Farbe und Form. Mit Sicherheit gibt es für jede Form ein Vorbild .


Werde ich machen ...sonst muss das Vorbild entsprechend dem Modell nachgebessert werden Winke
kartonbahner - 29.05.10 16:11
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Frithjof,

weil mir einerseits die Anzahl der Steine um den Deckel herum zu gering erschien und andererseits mir die übrigen Steine etwas zu groß vorkamen, habe ich vorhin einen kurzen Abstecher in eine unserer Dorfstraßen gemacht:



Die Anzahl der Steine stimmt ... wovon ich insgeheim auch ausgegangen bin, da Du mit Sicherheit entsprechende Recherche betrieben hattest ... Sehr glücklich ... die Steine kommen mir aber doch ein wenig kleiner vor. Das Kopfsteinpflaster ist - geschätzt - aus den 20er Jahren (oder früher), der Gullydeckel stammt wohl aus einer Zeit NACH der von Dir angepeilten Epoche ...

Direkt neben dem vorstehenden Gullydeckel gibt es noch eine weitere Variante:



Sofern Deinerseits Interesse besteht, messe ich die Steine (oder Deckelvariante 2) gern noch einmal aus ...

Freundliche Grüße aus dem sonnigen Norden
Gerald

EDIT: Mit Gießmassen habe ich nicht so die Erfahrung, aber vor ganz laaaaaanger Zeit habe ich mal eine Gießmasse namens Keramin verwendet, die eine extra harte und sehr dichtporige Oberflächenstruktur bildet. Sie lässt sich gut bemalen; Pigmentbeimischungen habe ich seinerzeit nicht verwendet ...
bkm - 29.05.10 19:40
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
hallo,

jo alles klar das ist eine schachtabdeckung und das von Frithjof ausgewählte pflaster sind reihensteine und kein kopfstein Idee
fspg2 - 30.05.10 10:55
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Gerald,

da es in Hamburg heute morgen gerade einmal wieder regnet, musst Du Dich nicht extra nach draußen begeben. Ich habe Dein Bild einmal entzerrt und grob vermessen.

Gullydeckel_entzerrt (fspg2)

Gullideckel von Kartonbahner - entzerrt


Ich komme auf eine Außenabmessung von 100cm x 100 cm, bei einem Durchmesser des inneren Deckels von 70cm.

Zu der doch sehr unterschiedlichen Steingröße hatte ja Kellerbahner schon einiges geschrieben.
Meine Steine hatte ich in Lauenburg gemessen und 22,5fach verkleinert Winke
fido - 30.05.10 11:46
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

ich bin wieder schwer beeindruckt Grins

Für weitere Anregungen für Gullideckel (auch mit Wappen) schau mal auf http://nickolai.de/Kanaldeckel/kanaldeckel.html
fspg2 - 31.05.10 18:02
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

@ fido
da könnte ich ja glatt Lust bekommen, noch ein paar von den im link gezeigten Schachtabdeckungen nachzubilden Winke

Aber bis das jemals so weit sein sollte, stehen erst einmal die Farbvarianten der Pflastersteine an ... und noch so ein paar andere Projekte!


Gullideckel_013 (fspg2)



Die ersten zehn Farb-Varianten sind in den beiden verschiedenen Formen gegossen worden.
Wer als Erster die richtige Gesamtzahl aller dabei gegossenen Steine nennt (auch halbe und dreieckige Steine zählen! - kaputte Steine jeweils als ein Stein!) , erhält einen Gullideckel mit Strassenplaster zur eigenen Verwendung Ausruf (Ach ja Kleingedrucktes: ... der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen!!)


Am rechten Rand des folgenden Bildes habe ich die Farben schon ein wenig gemischt verwendet. Ich glaube, dass ich nach der Verfugung damit ein ganz brauchbares Ergebniss bekommen sollte.
Die Randsteine werden ebenfalls aus MDF mit der Böhler-Kreissäge geschnitten und demnächst abgeformt und gegossen.


Gullideckel_014 (fspg2)


Ein parallel gemachter Versuch mit Moltofill + Farbpigmnenten ließ sich erst nach zwei Stunden ausformen... ich bleibe bei Artestone, nicht nur wegen der wesentlich kürzeren Zeit (30 Minuten), sondern auch die Oberfläche ist doch etwas glatter (bei Verwendung von Pigmenten). Ein zusätzliches Backen im Ofen gibt dem Material ein bessere Härte und lässt das Wasser vollständig entweichen.
Ebenso landete ein Versuch mit Abtönfarbe und Acrylfarbe in der Tonne. Nach drei Stunden war alles noch fast flüssig Heulend Heulend
Gleisbauer - 31.05.10 18:13
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Frihtjof,
also ich komme vorsichtig geschätzt auf 704 Steine, wenn man die einzelne Reihe Rechts mitzählt, und 694 ohne diese Reihe.
MfG Christoph
P.S: Aussehen tuts Klasse!
Eisenbahnfreak - 31.05.10 18:57
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

Du stellst einen ja vor schwierige Aufgaben!Traurig Traurig

Also ich habe geschaetzte 672 Steine ohne die 10 Stueck auf der rechten Seite, also sehe ich auf dem Bild insgesamt 682 Steine.

Viel Spass noch beim Pflastern, ich freue mich immer ueber Deine Fortschrittsberichte,

herzliche Gruesse
Joachim
Falko - 31.05.10 18:57
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frihtjof,
also ich komm auf 672 + 10, also 682 Steine.
Wirklich beeindruckend!
Ns1 - 31.05.10 19:07
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Frihtjof

Wir haben im übrigen noch ein oder zwei Bilder von der Schiffsverladung/Feldbahn der Ziegeleien in Lauenburg.

Auf unserer Seite ist auch etwas:
http://www.buchhorsterwaldbahn.de/ziegelei_zuendholz_bahn/ und dann interaktiever Streckenplan

MFG Andy
kartonbahner - 31.05.10 19:30
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Frithjof,

nach meiner Berechnung müssten das sogar ca. 890 Steine sein ... oder?

... ich ziehe meine vorgenannte Zahl zurück ... es sind 637 Stück ...
fspg2 - 31.05.10 20:12
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Steinezähler,

@Christoph: Du bist zwar der Erste, aber ... leider falsch!

@Joachim: Du bist auch der Erste... und zwar der, der die Anzahl der Steine auf dem Bild genannt hat, aber....


Ich stelle meine Frage noch einmal:

Die ersten zehn Farb-Varianten sind in den beiden verschiedenen Formen gegossen worden.
Wer als Erster die richtige Gesamtzahl aller dabei gegossenen Steine nennt (auch halbe und dreieckige Steine zählen! - kaputte Steine jeweils als ein Stein!) , erhält einen Gullideckel mit Strassenplaster zur eigenen Verwendung Ausruf (Ach ja Kleingedrucktes: ... der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen!!)


@Falko: Du wärst der Zweite, wenn nach der Anzahl der Steine auf dem Bild gefragt wäre.

@Gerald: Deine neue Zahl verstehe ich nicht so ganz, die "890" waren schon dichter am Endergebnis, aber auch noch ganz weit weg, leider Heulend

@ Andy: Gibt es eine Möglichkeit an einen Scan von den, von Dir erwähnten beiden Bildern zu kommen? Am Wochenende bin ich wieder auf Dienstreise und kann nicht nach Lbg kommen.
Eisenbahnfreak - 31.05.10 20:23
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

uuups, das ist aber Hoch-Mathematik.Geschockt

Wenn Du 10 Farbvarianten abgegossen hast und ich 168 Steine je Form zaehle, solltest Du 1680 Steine gegossen haben, vorausgesetzt, Du hast jedes Mal die Formen vollstaendig ausgegossen.

Schoenen Abend noch,
Joachim
Rolf B - 31.05.10 20:24
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hi Frithjof,

ich komme auf 1840 Stk.

Gruß Rolf
kartonbahner - 31.05.10 20:27
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
fspg2 hat folgendes geschrieben::

@Gerald: Deine neue Zahl verstehe ich nicht so ganz, die "890" waren schon dichter am Endergebnis, aber auch noch ganz weit weg, leider Heulend


... na gut, dann 1840 Stück ... Sehr glücklich ... ooops - zu spät, hatte schon jemand vor mir ... Heulend
Falko - 31.05.10 21:07
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
...bei 10 Farben in 2 verschiedenen Formen müssten es 840 Steine sein.
fspg2 - 31.05.10 21:11
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

erst einmal schönen Dank für Eure Beteiligung!

@ Joachim: ...schon besser, aber leider auch jetzt knapp daneben.

@ Rolf: Du liegst RICHTIG Ausruf

Du schriebst bei Deiner Neuvorstellung:
Zitat:
Dementsprechend besteht das Hobby leider mal wieder nur aus "Stapelbahnerei" und träumen von Projekten (dazu an anderer Stelle mehr).

Vielleicht kam in Deinen Träumen ja auch eine kleine Strassenszene vor, ...vielleicht ja auch ein Gullideckel mit dem dazugehörigem Straßenplaster, ...vielleicht findest Du ja doch ein wenig Zeit, mit einem Minidiorama anzufangen... und vielleicht magst Du davon uns auch dann etwas zeigen Winke Schicke mir doch per PN oder email Deine Daten, damit ich Dir die Teile zusenden kann Ausruf

@Gerald: auch richtig, aber leider drei Minuten zu spät! Heulend

@Falko: Die Form mit den Einzelsteinen hat 102 Steine, die Gulliform 82 Steine - ergibt 184 x 10 Farben=1840 Steine.
Rolf B - 31.05.10 21:31
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

hast PN.

Der Gullideckel könnte das Jan Reiners Projekt beschleunigen, schließlich ist die in Bremen einmal quer über die Kreuzung Hemmstr / Fürther Str. gefahren und da war in den 50ern noch Kopfsteinpflaster. Wäre dann die ideale Szene als Minidiorama.
Boah Zeit müsste man haben.

Gruß und Danke

Rolf
Eisenbahnfreak - 31.05.10 21:34
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

schade, hat trotzdem Spass gemacht, weiterhin viel Erfolg und schoene Berichte!

Gruss
Joachim
fspg2 - 04.06.10 08:37
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Rolf,

Zitat:
Der Gullideckel könnte das Jan Reiners Projekt beschleunigen, schließlich ist die in Bremen einmal quer über die Kreuzung Hemmstr / Fürther Str. gefahren und da war in den 50ern noch Kopfsteinpflaster. Wäre dann die ideale Szene als Minidiorama.
Boah Zeit müsste man haben.


Ich hoffe, Du findest ein wenig Zeit, den Jan Reinders wieder auferstehen zu lassen!

Heute geht erst einmal ein kleines Päckchen an Dich raus!


Gullideckel_015 (fspg2)



Du solltest noch den Mittelbereich des Deckels mit grauer Farbe ausmalen und im noch leicht feuchten Zustand feinen Fliesenmörtel oder ganz feinen grauen Sand darüber streuen, damit er den Betoncharakter bekommt. Ebenso müssen die Fugen zwischen den Steinen noch versandet werden und mit der "Weißleim-Wasser-Spüli-Methode" versiegelt werden. Der Gulli hängt auf dem Foto nur locker zwischen den Steinen. Ich würden ihn, wenn die Straße fertig behandelt wurde, erst einbauen.

@ Joachim
...auf weiterhin viel Spaß!
Eisenbahnfreak - 04.06.10 13:17
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

danke, den Spass an meinem Hobby habe ich sicherlich, auch wenn mich manchmal die Qualitaet Deiner Beitraege nachdenklich macht Heulend

Ab einem bestimmten Niveau geht es einfach am Kuechentisch nicht mehr, Dein Gullydeckel ist ein exzellentes Beispiel dafuer, chapeau!

Das Bild ist sehr realistisch, die Alterung ist Dir sehr gut gelungen. Naja, vielleicht habe ich demnaechst doch mal die Euronen fuer meine Fraese zusammen...

Einen schoenen Tag noch,

Joachim
Rolf B - 04.06.10 13:39
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Frithjof,

vielen Dank vorab, ein wenig Betongrau und etwas Quarzsand findet sich sicherlich noch irgendwo.
Mein Problem hier ist dass meiner Frau und mir die Arbeit über den Kopf wächst, sieben tage die Woch reicht mehr als man es beschreiben kann. Leider ist in Deutschland nur sehr schwer qualifiziertes Personal zu bekomen.
Dabei suchen wir "nur" einen Elektriker oder Elektromechaniker der bock auf Kundendienst hat.

Gruß Rolf
Rolf B - 05.06.10 10:31
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Frithjof,

gerade ist die Post durch und das Päckchen war das erste was geöffnet wurde. Nochmals vielen Dank für den Deckel nebst Zubehör, es sieht im Original noch um viels besser aus als auf den Bildern.
Vielleicht schaffe ich es bei diesem Superwetter am WE mal mich auf´s Moped zu schwingen und in Bremen Bilder vom Jan Reiners Dmnkmal zu machen.

Gruß und Danke

Rolf
fspg2 - 05.06.10 11:21
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Rolf,

das ging ja schnell mit der Post Ausruf

Zitat:
es sieht im Original noch um viels besser aus als auf den Bildern.


...dabei ist er doch nur so klein:

Gullideckel_015-etwa-Originalgroesse (fspg2)


Ein schönes Wochenende... und ab und zu ein wenig Zeit für das Hobby!
Schienenbus - 07.06.10 14:15
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

vergangenes Wochenende war ich auf der Oldtimermesse in Friedrichshafen. Auf einem Verkaufsstand habe ich dann das gesehen...


Absperrung / Warndreieck (Schienenbus)



...irgendwie musste ich da sofort an dich denken. Leider hatte ich weder ein Maßband oder etwas genormtes als Größenvergleich dabei. Der LKW im Hintergrund ist ein Opel Blitz 1,5to Kastenwagen. Die Stoßstange ist also ca auf PKW-Höhe.

Achtungspfiff
Stephan - der Schienenbus
fspg2 - 07.06.10 22:39
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Stephan,

schönen Dank für das Foto, es gibt ja wirklich witzige Teile Lachend

In den letzten Tagen konnte ich nicht viel machen, aber für den Absperrbock habe ich mir inzwischen eine kleine Säge-, Bohr- und Montageschablone gefräst, damit alle 15 -20 zu bauenden Böcke auch gleich werden.


Absperrung_002 (fspg2)


3mm x 3mm Nussbaum-Leistchen von Krick (Schiffsmodellbau) sind mit einem 2mm dicken Sägeblatt auf der Kreissäge auf 2,2mm x 2,6mm gesägt worden, da ich mir nicht extra dafür einen Dickenhobel für gut 400,00€ anschaffen wollte.
Am Parallelanschlag der Säge wird die Schablone mit einer eingelegten Leiste entlang geführt und mit einem 0,3mm Sägeblatt der obere Winkel gesägt.
Danach werden die Löcher für das obere "Scharnier" in einer weiteren Schablone gebohrt. Anschließend werden die beiden äußeren Beine mit einem 0,7mm Draht probeweise ausgerichtet in die Schablone eingelegt, um mit den beiden Querbrettern verklebt und ebenfalls verstiftet zu werden. Nach dem dem Trocknen erfolgt die Lackierung in rot-weiß, sowie die Montage des dritten Beines. Abschließend werden die bislang noch überstehenden Enden an der Schablonenkante abgesägt und die danach sichtbaren Holzstellen überlackiert.
fspg2 - 21.06.10 12:52
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,

am Wochenende war nur kurz Zeit, den ersten Stellbock in der Schablone zu montieren. Die restlichen 19 Böcke müssen warten, bis ich wieder zurück bin. Deshalb heute nur kurz ein Foto vom nackten Holzgestell:


Absperrung_003 (fspg2)

fspg2 - 18.07.10 19:45
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

seit Anfang März war es an der Tauchglocke nicht weiter gegangen.

Zur Erinnerung noch einmal das Original:


gelinkt von: http://autokaffee.com/DDD/Schwenk.html

Um den inneren Metallmantel darzustellen, habe ich mir eine Abwicklung aus Ms58 gefräst mit den dazugehörigen Aufnahmelöchern für die Quertraverse und Vertiefungen für die genaue Positionierung der senkrechten Vierkantstäbe, an denen die Tauchglocke geführt wird.


Tauchglocke_22 (fspg2)



Aber was nutzt mir die genaue Nachbildung des Originals, wenn später im unterirdischen Bereich davon nichts zu sehen sein wird?
Also wird der Modulkasten ein Guckloch erhalten. Der Messingmantel erhielt ebenso ein etwas größeres Langloch, so dass später hierdurch die Funktionsweise zu erkennen sein wird.


Tauchglocke_25 (fspg2)



Tauchglocke_23 (fspg2)


Lockere Stellprobe zu Überprüfen der Abmessungen.

Tauchglocke_24 (fspg2)


Nach dem Verlöten und Sandstrahlen wird brüniert und noch leicht gealtert. Anschließend wird das fertige Messingrohr in den Plexiglasmantel geschoben und ins Modul eingebaut.
fspg2 - 20.07.10 12:03
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Morgen,

zum Rundbiegen der Messingbleche verwende ich eine kleine Rollenbiegemaschine, mit der auch Rohre und Draht (im Durchmesser 1mm, 2mm, 3mm, 4mm und 5mm) gebogen werden können.

Wenn man Bleche biegen möchte, sind der Anfang und das Ende des Bleches im Bereich der letzten ein bis zwei Zentimeter - bedingt durch den Rollenabstand - nicht gebogen, sondern bleiben gerade. Das sieht nicht nur bei einem Rohr böse aus Ausruf


Rollenbiegemaschine_01 (fspg2)


Auch beim Biegen von Wagon-Dächern bleibt immer eine unschöne Kante an den Langseiten.

Aus diesem Grund verwende ich ein "Opfer-Blech", das unter dem zu biegenden Hauptblech für eine saubere durchgehende Rundung sorgt. Es wird ein paarmal mit leichtem Radius vorgerollt und anschließend gemeinsam mit dem richtigen Blech in mehreren Durchgängen auf den Endradius gebracht, (wobei von Mal zu Mal der Radius enger gestellt wird).

Rollenbiegemaschine_02 (fspg2)



Um den gewünschten Radius von 74mm in das harte aber gut fräsbare Ms58 zu bekommen, musste ich das Blech allerdings zuvor noch mit dem Brenner ausglühen. Ich hatte danach das Messing langsam auskühlen lassen. Allerdings habe ich unterschiedliche Meinungen im Netz gefunden, so gab es einige Äußerungen in Richtung: ...nach dem Ausglühen kalt abschrecken. Ich werde es beim nächsten Mal mit einem Probestück probieren. Zumindest beim Stahl bewirkt das Abschrecken doch eine Härtung! Wer weiß da Genaues?

Rollenbiegemaschine_03 (fspg2)

Nick - 20.07.10 18:48
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

das ist mal ein super Tipp mit der Opfergabe. Wäre ich nie drauf gekommen, so die geraden Enden zu tilgen.
Insgesamt sieht das alles wieder sehr gut aus. Sehr glücklich

Viele Grüße
Nick
Helmut Schmidt - 21.07.10 07:45
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
fspg2 hat folgendes geschrieben::
Um den gewünschten Radius von 74mm in das harte aber gut fräsbare Ms58 zu bekommen, musste ich das Blech allerdings zuvor noch mit dem Brenner ausglühen. Ich hatte danach das Messing langsam auskühlen lassen. Allerdings habe ich unterschiedliche Meinungen im Netz gefunden, so gab es einige Äußerungen in Richtung: ...nach dem Ausglühen kalt abschrecken. Ich werde es beim nächsten Mal mit einem Probestück probieren. Zumindest beim Stahl bewirkt das Abschrecken doch eine Härtung! Wer weiß da Genaues?

Hallo Frithjof,

das hat mich natürlich auch interessiert.

Ich kannte bislang abschrecken nach dem Weichglühen.

Es gibt aber zum Glück Fachleute die es wissen müssen, neben vielen Behauptungen im Internet und da habe ich mal beim Kupferinstitut geschaut, denn Messing ist ja auch ein Kupferwerkstoff.

Es ist also egal, ob langsam oder schnell abgekühlt wird nur auf die Temperatur kommt es an.

Nur beim Erreichen einer gleichmäßigen Temperatur bei so großen Werkstücken ohne einen entsprechenden Ofen sehe ich schon ein Problem.

Ich stelle mir bei Bedarf aus losen Schamottesteinen eine Kammer und halte dann einen großen Brenner hinein, den ich hin und her bewege.

Dabei habe ich leider natürlich auch eine Oxidation des Messings.

Beim Abschrecken mit Wasser entferne ich natürlich auch die Oxidschicht zum großen Teil. Da das Werkstück ja weiter verformt wird ist das mit dem möglichen Verzug durch das rasche abkühlen nicht von Bedeutung.
fido - 21.07.10 09:54
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

das Härten von Stahlerfolgt durch Erwärmen bis zur Glut, Abschrecken in Wasser oder Öl sowie ggf. wieder Anlassen mit Wärme.

Das funktioniert bei Messing nicht, da Messing die Härte durch Walzen erhält. Glühst Du Messing aus, wird es einfach nur weich. Das Abschrecken mit Wasser macht dann Sinn, wenn Du Rückstände vom Flussmittel nach einer Hartlötung abplatzen lassen willst.

Brauchst Du ein Material mit ähnlichen Eigenschaften wie Messing, aber fester und elastischer beim Biegen, nimm Bronzeblech (genauer: Phosphorbronze). Z.b. 0,3mm Blech aus Phosphorbronze ist ähnlich fest wie 0,5mm Messing, aber elastischer beim Biegen.
fspg2 - 21.07.10 22:07
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Abend,

@Nick
Es freut mich, wenn der Tip für Dich hilfreich war. Wie hast Du bislang Deine Kessel gebogen? Oder waren es Kupferrohre?

@Helmut und fido
wieder etwas gelernt Ausruf Danke für Eure Hinweise, es spart mir einen Versuch. Aus Bronzeblech hatte früher ich für Spur-0-Güterwagen Federpakete gebaut. Sie ließen sich super federn - nicht zu weich und auch nicht zu hart.

Heute war es in der Werkstatt sehr warm, so dass ich keine rechte Lust hatte, das zweite bereits gefräste Messingblech auszuglühen und zu rollen.
Statt dessen ließ ich die Fräse die Teile abarbeiten, von denen ich eine kleine Serie brauche, wie z.B. die Gullideckelteile, Türscharniere für den alten Schuppen und ein paar Pufferteile für die Gmeinder 10-12PS.


Gullideckel_016 (fspg2)



Weil es der Fräse nicht zu langweilig werden sollte, bekam sie zwischendurch auch eine Datei von Gerald´s Variante der Schachtabdeckung




als Test zum fräsen.


Gullideckel_017 (fspg2)


In die 2,0mm hohe, 10,5mm lange und 0,2mm tiefe Tasche in der dritten Noppenreihe wird später ein geätztes Neusilberblech mit dem Schriftzug "PASSAVANT" eingeklebt oder gelötet.

Gullideckel_018 (fspg2)


P.S.: Die reine Fräszeit für diese 44,5mm x 44.5mm messende viereckige Schachtabdeckung (ohne den runden Deckel) betrug 75 Minuten. Die Zeichenarbeit etwa 30 Minuten, das Aufbereiten der Datei für die Fräse rund 10 Minuten. Der runde Deckel ist der Gleiche, den ich schon vorher verwendet hatte. Der geneigte Leser mag es mir verzeihen, wenn Gerald´s Vorbildfoto ein leicht abweichendes Aussehen aufweist. Im Vorbild gibt es glücklicherweise eine Unzahl an Variationen Winke
Nick - 22.07.10 00:43
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

ich habe bisher nur Kesselverkleidungen gerollt und die hatten dann gerade Enden, was nach dem Verspannen am Kessel untenrum mies absteht.

Dampfkessel kaufe ich lieber fertig. Da ist mir der Selbstbau noch zu heikel und wenn, würde ich gezogenes Kupferrohr verwenden.

Viele Grüße
Nick
kartonbahner - 22.07.10 09:32
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Frithjof,

fspg2 hat folgendes geschrieben::

Weil es der Fräse nicht zu langweilig werden sollte, bekam sie zwischendurch auch eine Datei von Gerald´s Variante der Schachtabdeckung als Test zum fräsen.


... Sehr glücklich ...

fspg2 hat folgendes geschrieben::

Der geneigte Leser mag es mir verzeihen, wenn Gerald´s Vorbildfoto ein leicht abweichendes Aussehen aufweist. Im Vorbild gibt es glücklicherweise eine Unzahl an Variationen Winke


... also, da Du ja auch noch Vorbild und Modell in einem Beitrag zusammen zeigst, sollte das eigentlich den Vergleich besonders einfach machen ... aber trotzdem finde eigentlich keine Abweichung - die fehlende (ebenfalls genoppte) schmale Einfassung einmal ausgenommen ... selbst die 4 schmalen Aussparungen, die beim Orginal wohl das Hochhebeln des Deckels ermöglichen sollen, sind (natürlich Sehr glücklich ) vorhanden ... wenn auch leicht versetzt Sehr glücklich Sehr glücklich
fspg2 - 22.07.10 12:36
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,

@Gerald
Zitat:
aber trotzdem finde eigentlich keine Abweichung - die fehlende (ebenfalls genoppte) schmale Einfassung einmal ausgenommen ...

Neben dem von Dir richtig bemerkten Fehlen der Noppen an der Aussenkante, meinte ich die eckigen Aussparungen am Ring Deines Vorbilddeckels, die ich der Leichtigkeit halber rund gelassen habe.
Die Kante wird sowieso versandet und dann fällt es nicht mehr auf Winke

Heute war der nächste Gulli dran.

Ein Foto des Vorbildes wurde, auf die richtige Größe skaliert, als Hintergrundbild benutzt und darüber die Konturen nachgezeichnet.
Beim Aussenrahmen wurden die Ecken zusätzlich mit 0,5mm Löchern versehen, um den Radius des verwendeten 1mm Fräser auszugleichen. Bei den nächsten Rahmen werde ich diese Löcher weglassen und lieber mit einer kleinen Feile die Ecken rechtwinkelig leicht nacharbeiten.

Gullideckel_020 (fspg2)



Über eine dxf-Datei wurden die Daten dann in das Fräsprogramm gegeben.


Gullideckel_019 (fspg2)



Während des Fräsens habe ich mit einer kleinen Digitalkamera ein Video gedreht. Eine Minute rund 97MB Dateigröße. Meine Filmchen lade ich bei Vimeo hoch. In der Regel werden sie dort Internettauglich klein-konvertiert. Das dauerte mir bislang zu lange. Heute hatte ich bereits auf meinem Rechner mit einem netten Mac-Programm RoadMovie die Datei auf 7MB herunterrechnen lassen.

RoadMovie (fspg2)


Das dauertete knapp 2 Minuten, das Hochladen war entsprechend schneller bewerkstelligt.


Hier geht es zu Filmchen Ausruf

Gullideckel_021 (fspg2)



Ein wenig gealtert und verdreckt warte er nun auf den Einbau.


Gullideckel_022 (fspg2)


Ach ja, das hätte ich ja fast vergessen: Der nächste Gullideckel wird ausgeglüht und leicht gebogen Ausruf Winke
Nick - 24.07.10 13:15
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Frithjof,

auf deinen Videos sieht es so aus, als würdest du ohne Schneidöl fräsen.
Bei mir funktioniert das nicht. Ich verbrate immer Unmengen von dem Zeug, sonst brechen mir die Fräser.

Kannst du mich mal aufklären, wie du das machst?

Viele Grüße
Nick
fspg2 - 24.07.10 18:52
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Nick,

erst einmal verwende immer Ms58 (nicht Ms63), da es sich sehr gut zerspanen lässt.
An Fräsern benutze ich schön seit längerer Zeit 3-Zahn-Fräser von der Hoffman Group (Filiale ganz bei uns in der Nähe), so z.B. Nr. 201840 (von 0,5mm bis 6mm).

Vorschub von 100mm/min bei unter 1mm,
bei größeren Durchmessern bis zu 250mm/min,
Drehzahl 12000 U/min,
Frästiefe meist 1/2 Fräsdurchmesser.

Sicherlich würden die Fräser nach Tabelle auch höhere Geschwindigkeiten verkraften, aber so habe ich recht hohe Standzeiten der Fräser.
Höchsten bei Alu verwende ich Spiritus, Öl schmiert mir zu sehr.

Die meisten Fräser habe ich mir übrigens durch Unachtsamkeit beim Fräserwechsel abgebrochen Verlegen
Vereinzelnd hatte ich Fräserbruch, wenn das Material Lunker hatte.
Nick - 24.07.10 19:55
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

vielen Dank für deine Antwort.

Mein Material ist auf jeden Fall Ms 58. Ich werde mal diese Fräser testen und Spiritus klingt sehr interessant. Das probiere ich auch.

Viele Grüße
Nick
kartonbahner - 19.09.10 17:25
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Frithjof,

ist das hier vielleicht noch etwas für Dich bzw. zur Ausgestaltung Deiner Schleusenanlage hilfreich?



Diese Schleuse, Baujahr 1913, ist nicht soooo weit entfernt (s. ca. Bildmitte) ...

http://maps.google.de/maps?hl=de&q=ratsm%C3%BChlendamm&um=1&ie=UTF-8&sa=N&tab=wl

... und von der Bauart Deinem Vorbild sehr ähnlich. Mit Hilfe von Auftriebtanks innerhalb des Torbereichs und mit Hilfe der Strömung werden die Tore Energie sparend bewegt. Die Schleusenkammer besitzt zwei Stemmtore am Unterhaupt und ein Klapptor (selten!) am Oberhaupt ...
fspg2 - 07.01.11 20:03
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

während nebenan die Fräse weiterläuft, zeige ich Euch hier ein Teil, das eben fertig wurde.

... und Ihr dürft raten, Frage Frage Frage Frage Frage

was wird das (fspg2)



@Gerald
Danke für das Bild!

Zitat:
Die Schleusenkammer besitzt zwei Stemmtore am Unterhaupt und ein Klapptor (selten!) am Oberhaupt


Die Schleusen im Elbe-Lübeck-Kanal hatte alle das gleiche Prinzip, das hier näher beschrieben wird: Klapptor und Stemmtor.
tobias234 - 07.01.11 20:34
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

mein Tipp: gefräste (Stahl-)Schwellen für IIf Idee

Beste Grüße

Tobias
kartonbahner - 07.01.11 21:41
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Frithjof,

ich halte es für eine Montagehilfe/-lehre aus Pertinax ... aufgrund der gleichmäßigen Abstände hat es wohl etwas mit Gleisbau zu tun ... aber eher kein Feldbahngleis ... andererseits könnte ich mir auch einen Zaun oder ein Gitter, eventuell sogar ein Baugerüst vorstellen, welcher/welches damit montiert wird ... Nachdenklich

P.S. Bei der Kunststoffschwelle, die draufliegt, dürfte es sich vermutlich um eine Schwelle für Gleisbau der Spurweite "0" handeln, oder?
Helmut Schmidt - 07.01.11 22:19
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

zur Sicherheit habe mir gerade den Thred durchgesehen und natürlich auch prompt auf Anhieb das Vorbild gefunden. ja

Meine Lösung geht dir per PN zu, damit noch etwas Spannung bleibt. Winke
Max Hensel - 07.01.11 22:23
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo, Frithjof

ich habe auch eine Vermutung; ich schicke sie dir wie Helmut per PN. Grins

Viele Grüße
Max.
kartonbahner - 07.01.11 22:28
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Helmut Schmidt hat folgendes geschrieben::

Meine Lösung geht dir per PN zu

dto. Idee
Schrauber - 08.01.11 09:16
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

ich mache es nicht ganz so spannend und gelte hoffentlich deshalb nicht als Spielverderber:

Ich tippe mal auf eine Hilfsvorrichtung, die Dir dazu dient, mit mehr oder weniger starker Wärmezufuhr und dem dabei stattfindenden Schmelzvorgang eines Hilfsmaterials Nichteisenmetallteile dauerhaft zu verbinden, damit eine Nachbildung eines für jede Schleuße notwenigen, baulich fest angebrachten Hilfsmittels entsteht, mit deren Hilfe es entweder für die Bootsbesatzungen möglich war, ihre Fahrzeuge zu verlassen oder ungeschickte Mitbürger vor dem vorzeitigen Ableben durch Wasserüberschuß in den Atemwegen zu bewahren.

Bin ich wenigstens in der engeren Auswahl? Scherzkeks

Ich freue mich, das es von Dir endlich wieder etwas zu sehen gibt. Deine hochwertigen Arbeiten haben mir schon richtig gefehlt.

Alles Gute für das Neue Jahr und
kartonbahner - 08.01.11 09:57
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
... nachdem Tomas die Lösung wohl "mit wenigen Worten" umschrieben Sehr glücklich und mir Frithjof per PN meine Vermutung bestätigt hat, müsste es um die Leitern in diesem Bild gehen ...


fspg2 - 08.01.11 11:33
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Morgen,

erst einmal schönen Dank für Eure Beteiligung Ausruf

@ tobias234
Oh, Dein Tip erinnert mich an eine alte Baustelle, an die ich mich doch noch einmal begeben muss Verlegen

@ Gerald
Mit Deiner Idee der Montagehilfe liegst Du absolut korrekt! ...und in Deiner 2.PN hast Du dann als Erster die richtige Lösung gehabt Ausruf

@ Helmut
Ich vermute einmal, dass Du die richtige Lösung hast, aber ich habe bislang noch keine angekündigte PN Traurig

@ Max
Auch Deine Vermutung (Ich finde, das gefräste Teil hat starke Ähnlichkeit mit den Betonfundamenten der Krangleise.) könnte naheliegen. Hat zumindest Ähnlichkeit - werde ich aber erst angehen, wenn die Brücke als solche erkennbar ist Winke

@ Tomas
...was könntest Du wohl gemeint haben Frage Frage
Zitat:

Bin ich wenigstens in der engeren Auswahl?

Da gibt es ein ganz eindeutiges: Ja - auch Du hast 100 Punkte Ausruf


Die Schwelle ist anstelle ein Cent-Stückes auf dem Bild gewesen. Um es nicht ganz so leicht zu machen, war es übrigens nur eine H0-Schwelle!

Nachdem Gerald vorhin noch das Bild verlinkt hat, dürfte es klar sein, worum es sich handelt. Es sind zwei unterschiedlich lange Leitern, die in den beiden 53cm breiten Nischen den Schippern ermöglichte, nach oben zu kommen.

Mauer-Schleuse-Ecke (fspg2)


Hubbruecke_LEA-264_400_Ausschnitt (fspg2)

Copyright: Lauenburger Elbschiffahrtsarchiv


Die 1x2mm dicken Holme sind im Modell etwa 20cm (17 Stufen) bzw. knapp 28cm (24 Stufen) lang und 20,28mm breit. Durch die Lötlehre habe ich am Ende eine sauber fluchtende Treppe.

Leiter_01 (fspg2)


Jetzt muss ich nur noch löten.

Edit: Tippfehler korrigiert!
Helmut Schmidt - 08.01.11 11:49
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
fspg2 hat folgendes geschrieben::

@ Helmut
Ich vermute einmal, dass Du die richtige Lösung hast, aber ich habe bislang noch keine angekündigte PN Traurig

Hallo Frithjof,
die PN ging aus Versehen auch an den Kartonbahner. Augenrollen
Max Hensel - 08.01.11 13:08
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,
na sowas. Eine H0-Schwelle. Ich dachte, die Montagelehre wäre vieel größer Grins Aber jetzt ist ja alles geklärt.

Viele Grüße
Max.
fspg2 - 09.01.11 22:54
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Abend,

inzwischen wurde die erste Leiter gelötet. Nachdem die auf beiden Seiten außen überstehenden Sprossen mit dem schon öfter erwähnten 0,3mm Sägeblatt auf meiner Böhler-Kreissäge abgetrennt waren (ähnlich, wie hier), hatte ich auf einem, mit 600er Nassschleifpapier beklebten, Holzbrettchen die Seiten geglättet.


Leiter_03 (fspg2)


Anschließend erfolgte die Sandstrahlung und die erste Stellprobe.


Leiter_04 (fspg2)


Vier 1mm Löcher nahmen die Zapfen an den Enden der Haltewinkeln auf.

Leiter_05 (fspg2)

fspg2 - 21.04.11 17:52
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

für das Brückenmodul brauche ich einen möglichst verwindungsfreien Unterbau. Bei den bisherigen Modulen hatte ich eine ausreichende Steifigkeit mit Spanten erreicht.


Hafenmodul_001 (fspg2)

Größe: 1,5m x 1,0m

...ausreichende Steifigkeit Frage

Das neue Modul soll aber ca. 2,0 Meter lang und ca. 0,8m breit sein, damit diese Teile darauf Platz finden.


Brueckenmodul_9 (fspg2)



Hubbruecke_Aufsicht (fspg2)



Copyright: Lauenburger Elbschiffahrtsarchiv (fspg2)

Erste Brücke kurz nach der Erbauung 1901

Hier gibt es noch ein paar mehr Informationen zum Original.



Nachdem ich anfangs an ein Stahlgerüst gedacht habe, kam ich durch Zufall auf eine viel leichtere Lösung: Bienenwabe

... nein, ich will jetzt nicht die fleißigen kleinen Helferlein bitten, mir einen Unterbau zu kleben Lachend

Das Prinzip der Wabe wird doch in vielen Zimmertüren verwendet:



gefunden bei: http://www.tueren-albrecht.de/tuerenkalkulation/hilfe/images/wabe.jpg

Also wurde solch ein Türblatt zweckentfremdet!


Modul-Montage_001 (fspg2)



Das Prinzip könnt Ihr auf obiger Zeichnung erkennen.
Aussparungen für die Aluminium-Beine wurden an den Ecken gesägt.

Momentan liegt die Platte auf zwei Holzböcken, sie ist im jetzigen Zustand schon so verwindungssteif, wie ich es erhofft hatte... und es kommen noch weitere Verklebungen.


Modul-Montage_002 (fspg2)



Modul-Montage_003 (fspg2)



Modul-Montage_004 (fspg2)


Schöne Ostern!
Marcel - 21.04.11 19:13
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Frithjof, deine durchdachte und saubere Grundkonstruktion lässt schon wieder eine tolle Modellumsetzung erahnen ... Winke .

Ich freue mich auf jeden Fall immer wieder sehr auf die Bilder deiner neuen Baufortschritte.

Ich wünsche dir ebenfalls frohe Ostern.

Beste Grüsse Marcel
Schrauber - 22.04.11 15:48
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

Danke, das Du Dein Schaffen in seiner Gesamtheit mal als Überblick zeigst.
So kann man endlich mal die Dimensionen Deines Werkes bewundern.
Immer noch Respekt und Hut ab. tach
fspg2 - 29.04.11 22:19
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

@Marcel
Da mir nicht nur das Bauen Spaß macht, sondern auch das Zeichnen und Konstruieren, habe ich somit zwei Bereiche zu einem Hobby zusammengefasst.

Ich benutze meine Dienstreisen abends oft zum Zeichnen, so dass ich zu Hause die Teile dann meist (nicht immer!) so aus der Fräse bekomme, wie ich es mir gewünscht hatte.

So war die Zeichnung der oberen seitlichen Schleusentreppe...

Hubbruecke_Sockel_links_01 (fspg2)

Ausschnitt aus Revisionszeichnung von 1899 - Copyright Plan: WSA-Lbg

...innerhalb einer Stunde gezeichnet und in Fräsdateien umgewandelt.


Seitentreppe_01 (fspg2)



Seitentreppe_02 (fspg2)



Für das Fräsen der MDF-Platten brauchte ich wiederum eine gute Stunde, die Treppenstufen waren in 35 Minuten fertig zu Einbauen.


Seitentreppe_03 (fspg2)



Seitentreppe_05 (fspg2)



Bevor die Stufen eingeklebt werden, will ich sie noch mit Sandpapier ein wenig verformen. Sie sollen nach 60 Jahren Benutzung aussehen!

@ Schrauber
Danke für Dein Lob! Den Überblick hatte ich allerdings schon einmal hier gezeigt.
kartonbahner - 01.05.11 10:16
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Frithjof,

fspg2 hat folgendes geschrieben::


... Für das Fräsen der MDF-Platten brauchte ich wiederum eine gute Stunde, die Treppenstufen waren in 35 Minuten fertig zu Einbauen ...


die Treppenstufen an sich sind aber aus Gips/Fermacell ... oder ähnlichem? Gibt es das schon quiasi als "Winkelprofil" zu kaufen ... oder hast Du 2 Streifen miteinander verklebt .. oder gar selbst gegossen ... Augenrollen

Freundliche Grüße
fspg2 - 02.05.11 11:25
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Gerald,

das verwendete Material ist Ureol. Es lässt sich wunderbar fräsen, zwar staubt es gewaltig - das Ergebnis: leicht, gut schleifbar, gut spachtelbar, gut lackierbar, ... als Eckstein bei der Schleuseneinfahrt täuscht Ureol sehr gut den Eindruck von Kalksandstein-Quadern vor.
Hier noch eine industrielle Anwendung.
Ureol ist nicht billig, aber bei einem sehr netten Formen- und Modellbauer in meiner Nachbarschaft konnte ich ein paar Reststücke günstig erwerben. So kann ich mit diesen Stücken mein Modell weiter dem Vorbild nachempfinden.
Eine 20mm dicke Platte habe ich mit einem 20mm Fräser auf 15mm Höhe abgeplant, anschließend L-förmige Streifen gefräst und auf der Kreissäge auf entsprechende Länge gesägt.
batzel - 02.05.11 19:16
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

ich mag solche "modellbahnuntypischen" Wege - abseits vom >Mainstream<. Immer interessant und man lernt was dazu. Freu mich auf deine nächsten Berichte ..... Winke

vg vom batzel
fspg2 - 16.07.11 09:38
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,

als ich im Jahre 1992 in einem alten Fotoalbum zwei Bilder von der alten Lauenburger Feuerwache fand,

Feuerwehrhaus_Lbg-1953_01 (fspg2)



Feuerwehrhaus_Lbg-1953_02 (fspg2)


fotografierte ich den damaligen sehr baufälligen Zustand, um es später einmal in Spur 0 nachzubauen. Das Gebäude wurde Anfang der 1950ger Jahre aus einer Scheune umgebaut.

Nachdem am 20. Februar 1982 die Lauenburger Feuerwehr in ihr neues Domizil gezogen war, diente die alte Feuerwache einige Zeit als Wohnhaus, bevor es dann abgerissen wurde.

Feuerwehrhaus_Lbg-1992_01 (fspg2)



Feuerwehrhaus_Lbg-1992_02 (fspg2)



Feuerwehrhaus_Lbg-1992_03 (fspg2)



Feuerwehrhaus_Lbg-1992_04 (fspg2)



Feuerwehrhaus_Lbg-1992_06 (fspg2)



Feuerwehrhaus_Lbg-1992_07 (fspg2)


Da ich jobbedingt momentan icht zum Bauen komme, zeiche ich zur Zeit die nächsten Teile.


Feuerwache_Lbg_Front_1 (fspg2)



Feuerwache_Lbg_Front_2 (fspg2)



Feuerwache_Lbg_Front_5 (fspg2)



Feuerwache_Lbg_Front_6 (fspg2)

Regalbahner - 16.07.11 19:30
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Frithjof,

ein wirklich schönes Haus Ausruf
Ich frage mich nur, wie du es dann so herrlich schief bekommst.
Das ist für dein CAD Programm doch mal eine Herausforderung Winke
Vielleicht solltest du den hinteren Teil nach der Marcel - Methode bauen.

Viele Grüße
Christoph
fspg2 - 31.07.11 15:31
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,

gestern kam ich dazu, die äußere Vorderwand zu fräsen. Da meine Fräse Teile nur bis zu einer Länge von 70cm fräsen kann, wurde die Wand in zwei Teilstücken gefertigt.


Feuerwache_Lbg_Front_007 (fspg2)


Durch eine Verzahnung lassen sich die beiden Hälften gut ausrichten.


Feuerwache_Lbg_Front_008 (fspg2)


Hier seht Ihr die Teile nur locker zusammen gesteckt.


Feuerwache_Lbg_Front_009 (fspg2)


Die Gesamtlänge beträgt jetzt 74cm.


Feuerwache_Lbg_Front_010 (fspg2)


Ich baue die Feuerwache im Maßstab 1:22,5.... sehr deutlich ist im letzten Bild der Größenunterschied zum Feuerwehrauto zu sehen, es hat nur 1:24!

Aber ich bin ja schon froh, überhaupt etwas in diesem Maßstab zu bekommen!


Um auch die Mauerfugen in den Tür- und Torlaibungen zu sehen, hatte ich zuvor die entsprechenden Nuten mit einem 0,5mm Bohrer (grün) vorgebohrt.

Feuerwache_Lbg_Front_0110 (fspg2)


Die Farben bedeuten:
grün = bohren (0,5mm) später sichtbare Innen-Nuten oder Eckbohrungen für kleineren Eckradius bei der Aussenkontur,
blau = Mauerfugen mit Fräser 0,5mm,
lila = Innenkontur 1,5mm Fräser,
rot = Aussenkontur 1,5mm Fräser

@Christoph
Auch im CAD-Programm kann ich die Steine tanzend anordnen. Ich werde die Rückwand allerdings nicht aus einem Stück erstellen, sondern viele kleine einzelnd gefräste Mauerteile mit krummen Balken kombinieren. Erst einmal aber kommen die innere Vorderwand und die vorderen Seitenwände auf die Fräse.... nur nicht mehr heute.
Klaus - 31.07.11 17:53
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hi Frithjof, es ist mir immer wieder eine große Freude, deinen Berichten zuzuschauen. Und ich ärgere mich immer wieder, dass ich 50 Jahre zu spät angefangen habe. Aber lieber später, als gar nicht.
fspg2 - 16.10.11 14:49
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin, moin,

@Klaus
Zitat:
es ist mir immer wieder eine große Freude, deinen Berichten zuzuschauen. Und ich ärgere mich immer wieder, dass ich 50 Jahre zu spät angefangen habe. Aber lieber später, als gar nicht.


Dazu fällt mir der Spruch ein: "Heute ist der erste Tag vom Rest Deines Lebens, .... genieße ihn!" Winke


Im rechten Teil meiner Modulanlage wird es ja einen Hafenbereich geben, in dem ein alter Greifer-Kran Sand aus einem Schiff in einen Trichter lädt, um daraus dann die Loren beladen zu können.

Muenzel_Kran_Lauenburg_-1956_b (fspg2)


Die Recherche in Lauenburg, wo der Originalkran in den 1980ger(?) Jahren abgerissen wurde, war leider nicht sehr ergiebig. Lediglich fünf Fotos konnte ich auftreiben, von denen ich die groben Maße ahnen kann.


So wir es jetzt einen Kompromiss geben. Der Aufbau wir ähnlich dem Hamburger Kran werden,

mögliches Vorbild_Hafenkran (fspg2)


...nur das später vorgebaute Führerhausfenster wird es nicht geben. Diesen inzwischen verschwundenen Kran konnte ich vor vier Jahren (gefühlt 2 Jahre Geschockt ) genauer fotografieren.


Für die erste Stellprobe habe ich mir die im CAD gezeichneten Wände ausgefräst.

Muenzel-Kran_001 (fspg2)



Muenzel-Kran_002 (fspg2)



Muenzel-Kran_005 (fspg2)



Allerdings werde ich wohl das Vorderwandfenster noch um eine weitere Reihe Scheiben nach unten erweitern, damit der Kranführer einen besseren Sichtbereich bekommt.
Auf Aufnahmen alter Hamburger Hafenkräne gab es Fenster unterschiedlichster Größe.

Münzel-Kran_Lauenburg (Copyright W.Hinsch-LEA) (fspg2)

Aufnahme muß etwa Ende der 50ger Jahre des letzten Jahrhunderts entstanden sein


Auf dem Foto des Originals bin ich mir nicht sicher, ob dort Blechplatten vor die vermutlich vorhandenen Scheiben gesetzt wurden Frage

Muenzel-Kran_006 (fspg2)


Die hintere Wand wurde seitlich mit Nuten versehen, damit die beiden Seitebleche sich nach dem Rundbiegen sauber abkanten ließen.
Auf dem obigen Foto habe ich die Bodenplatte von der Unterseite gezeigt. Sie wird das Kugellager aufnehmen. Im Mittelloch werden die Kabel für die Stromversorgung durchgeführt. Mir schwebt ein Endlosschleifkontakt vor, damit später die Kabel nach ungefähr genau 4536,7 Umdrehungen nicht abreissen Winke
Helmut Schmidt - 18.10.11 12:03
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
fspg2 hat folgendes geschrieben::
...nur das später vorgebaute Führerhausfenster wird es nicht geben. Diesen inzwischen verschwundenen Kran konnte ich vor vier Jahren (gefühlt 2 Jahre Geschockt ) genauer fotografieren.

Hallo Frithjof,

diese offensichtlich nachträglich angebaute Kabine schaut aber auch sehr reizvoll aus und für spätere Epochen durchaus sinnvoll.

Aber deine Arbeit und Ideen machen einfach Lust auf mehr und zeigen immer wieder vorbildgerechter Modellbau lohnt sich. gut
fspg2 - 04.12.11 21:01
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,

@Helmut
Zitat:
...vorbildgerechter Modelbau...

Davon würde ich gerne einmal wieder mehr hier im Forum sehen. Winke


Heute gib es nur ein kleines Update beim Kran.

Die Zeichnung des Fensters wurde um eine Scheibenreihe nach unten erweitert.


Muenzel-Kran_008 (fspg2)



Muenzel-Kran_009 (fspg2)



Die Fräsvorlage für sheetcam:

Muenzel-Kran_0011 (fspg2)



Gut zwei Stunden später kam der Rahmen aus der Fräse. Ich bin erstaunt, wie verwindungssteif das Teil ist.

Muenzel-Kran_012 (fspg2)



Muenzel-Kran_014 (fspg2)


Als nächste Teile kommen die beweglichen Fenster und die 1,5mm hohen Scharniere mit 0,5mm Loch unter´s Messer!
fspg2 - 29.12.11 21:11
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Abend,

heute hatte meine Fräse keinen Urlaub, sie musste heute schwer schuften.
So wurden die Scharniere und die beweglichen Fensterrahmen aus 1,5mm Ms58 gefräst.


Muenzel-Kran_018 (fspg2)



Der Kran wurde in den letzen Wochen ein wenig modifiziert. Die unteren U-Profile sind jetzt nicht mehr von aussen sichtbar. Sie werden von den tiefer gezogenen Blechen verdeckt.


Muenzel-Kran_017 (fspg2)



Da mein 0,5mm Ms58-Material zur Neige gegangen war und ich nicht rechtzeitig Neues bekommen konnte, wurde stattdessen Neusilberblech mit einem hauchdünnen Doppelklebeband auf einen MDF-Platte geklebt und unter den Fräser gelegt.

Muenzel-Kran_019 (fspg2)



Das Neusilber lässt sich nicht so gut wie Ms58 fräsen. Ich musste den Vorschub viel langsamer einstellen und ein wenig schmieren.


Muenzel-Kran_020 (fspg2)


Mit einem V-Fräser hatte ich 0,15mm tief kleine Markierungen gesetzt, um so später mit der Nietenprägemaschine schneller zum Ergebnis zu kommen.

Nachdem der Staubsauger und ein wenig Krepp-Papier allen Dreck beseitigt hatten, konnte ich danach die Nietenbänder mit Hilfe einer dünnen Cutterklinge vom Brett abheben und das Klebeband abrubbeln.


Einige Nieten mussten von der Rückseite direkt in die Wände vorgekörnt werden (sie haben außen kein Nietenband). Dazu habe ich 1mm tiefe Taschen in das MDF-Brett gefräst, in das die Vorder- und Seitenwände mit der Außenseite nach unten stramm eingelegt wurden.


Muenzel-Kran_021 (fspg2)



Danach war es für die Fräse ein Leichtes, die Markierungen zu setzen.

Zusätzlich zu den Markierungen habe ich einen Parallelanschlag verwendet, um nicht im Eifer der Gefechtes die Nieten doch tanzen zu lassen.


Muenzel-Kran_022 (fspg2)



Alle Wände wurden von der Vorderseite an den Stellen 0,25mm tief ausgespart, wo später die Nietenbänder eingelötet werden.

Muenzel-Kran_023 (fspg2)

fspg2 - 31.12.11 20:58
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

kurz vorm Jahreswechsel wollte ich noch ein Teil für den Kran löten.

Dazu kam, wie schön des Öfteren, Pertinax als Lötlehre zum Einsatz.



Muenzel-Kran_026 (fspg2)



Als Ergebnis erhielt ich ohne große Nacharbeit einen Hilfsrahmen für die vordere und die seitlichen Kranwände.


Muenzel-Kran_027 (fspg2)



Dadurch kann ich zu Wartungsarbeiten die Wände wie einen Schuhkarton vom Grundbrett (mit Rückwand) abziehen. Die ganze Mechanik wir sich auf dem Grundbrett befinden.


Muenzel-Kran_028 (fspg2)


Jetzt bleibt mir nur noch, Euch einen guten Start ins Jahr 2012 zu wünschen!
anoether - 02.01.12 21:15
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

was du uns hier an Modellbaukunst zeigst, mutet teilweise an, als käme sie von einem anderen Stern.
Und wenn sie dann noch mit so beeindruckenden Bildern in Szene gesetzt wird, dann macht das sicherlich nicht nur mich sprachlos.

Am meisten fasziniert mich allerdings deine beinahe stoische Gelassenheit gegenüber der Kommentarlosigkeit zu den genialen Beiträgen. Wie lange hältst du das noch durch?

Gruß Andreas

Tante Edith hat einen Fehler korrigiert.
Halbesel - 02.01.12 21:47
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof

Ich will mich mit dem Lob an anoether anschliessen. Ich freue mich auf deine weiteren Beiträge.

Gruss Dänu
fspg2 - 03.01.12 08:40
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

erst einmal schönen Dank füre Eure anerkennenden Worte.

@Andreas
Tja, ... das ist so eine Sache mit dem fremden Stern..... dann gibt es wohl Verständnisschwierigkeiten... Winke

"Kommentarlosigkeit"... inzwischen verstehe ich einfach die Anzahl der Klicks als eine Art von Kommentar. Ich hatte mir allerdings schon einen regeren Austausch hier im Forum vorgestellt. Leider haben sich in den letzten Monaten ja doch etliche tolle Modellbauer hier im Forum entweder ganz verabschiedet oder sich sehr rar gemacht. Jeder mag seine Gründe haben, es gibt ja keine Verpflichtung zu schreiben oder gar zu antworten. Ich will keine Lobhudelei (...das sieht ja schon ganz gut aus!...) Ich wünsche mir mehr Anregungen, Hinterfragungen, ein Wie oder Warum hast Du das so und nicht anders gemacht,....oder ein schaue mal hier....

"Gelassenheit"... neben dem Konstruieren und dem Bauen macht mir das Schreiben ebenfalls ein wenig Spaß Ausruf Die Konsequenz müsste dann auch heißen: Tschüß!? ... oder ein anderes Forum (gibt es Winke ).

Auch ich finde es schade, daß im Gegensatz zu früher keine Fragen oder Anregungen aus der Leserschaft kommen.
Hatte ich anfangs versucht meine Beiträge selbsterklärend und ausführlich zu schreiben (was mit den Fotos durchaus schon zwei-drei Stunden dauern konnte), so erwähne ich jetzt z.B. nur noch die Verwendung eines sehr dünnen Doppelklebebandes zum Fixieren des zu fräsenden Bleches auf der MDF-Platte und verlinke nicht den Anbieter.
Entweder kennen alle solche Folien, oder es fräsen wenige Leser, oder es gibt etwas viel Besseres (dann hätte ich gerne diesen Tip), oder ..... es interessiert wirklich kein Schw... Ausruf

Der meiste Austausch findet momentan allerdings außerhalb des Forums statt. E-mail und Telefon sind der direkte Weg. (Ein schon des Öfteren gehörter Kommentar ist: "Das muß die die Masse gar nicht mitbekommen!")


Inzwischen wurde weiter am Gehäuse gelötet. Ich bin immer wieder erfreut, wie passgenau solch eine (Käse-)Fräse arbeitet. Hatte ich früher viel Zeit verwendet, ein zu klein gesägtes Teil erneut zu machen, so geht jetzt ein Großteil der Zeit ins Konstruieren am Rechner. Es macht mir verdammt viel Spaß, wenn ich dann am Ende die Teile ohne Nacharbeit einfach zusammenstecken kann! Sehr glücklich

Muenzel-Kran_029 (fspg2)

fido - 03.01.12 09:40
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

ich lese jeden deiner Beiträge und freue mich an Deinen wunderschönen Modellbau auf höchsten Niveau.

Falls mir Tipps einfallen, wie man Dir noch helfen kann, melde ich mich gerne. Bisher war das aber Fehlanzeige. Ich gehe davon aus, dass dies auch auf 99% der Buntbahner zutrifft und daher alle nur klicken...

Also: Bitte weitermachen!

PS: Die Folie ist zumindest für mich selbsterklärend. Ich verwende X-Film DX doppelseitige Klebefolie, DX-1, normale Klebkraft (blau) b=510 von Modulor. Eine Rolle hält ein Leben lang (oder fast Winke )

Liebe Grüße und ein gutes neues Jahr,
fido
9960 - 03.01.12 10:30
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

fspg2 hat folgendes geschrieben::

"Kommentarlosigkeit"...
"Gelassenheit"...


ich gehöre auch zu den "Klickern" d.h. ich lese immer deine Beiträge und sitze dann sprachlos mit offenem Mund vor meiner Tastatur (was bedeutet vor lauter Sprachlosigkeit kann ich nichts schreiben). Im Ernst: deine Beiträge sind für mich sowas von außerirdisch sensationell gut, daß ich da nicht mithalten kann (btw: demnächst werden auch wieder Beiträge von mir kommen). Ich bewundere wie du die Sache angehst.

Was das Fräsen angeht, denke ich den meisten geht es wie mir. Wie eine Fräse aussieht weiß ich, wie man so ein Teil bedient ist ein Buch mit 7 Siegeln. Wenn du schreibest wie du ein Teil gemacht hast, kann ich nur mit den Achseln zucken denn ich kann dazu nichts sagen.

Nimm die Anzahl der Aufrufe als Zeichen für Zustimmung und vor allem:

MACH WEITER SO

Gruß Waldemar
Torsten - 03.01.12 10:45
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,
nimm die Anzahl der klicks einfach als Anerkennung Ausruf
Für mich sind deine Bilder und Zeichnungen selbsterklärend und deine Beschreibungen klären dann noch die letzte Fragen, wenn es denn noch welche gibt. Ich lese deine Beiträge mit Genuss und manchmal kommt der Gedanke "so kann man es also auch machen"
Also, lass uns bitte weiterhin an deinen Arbeiten teilhaben.

Gruß
Torsten
Klaus - 03.01.12 12:53
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hi, das mit der Sprachlosigkeit kennen sicher viele, die Bauberichte eingestellt haben. Ich orientiere mich selber auch mehr an den Zugriffszahlen. Und wenn Fehler sichtbar sind, melden sich schon die "Späher". Den Trick mit der doppelseitigen Klebefolie kannte ich dank Fido schon. Ansonsten geht es mir wie vielen anderen- ich schaue mir bewundernd Frithjofs Beiträge an und versuche, mir den einen oder anderen Trick abzuschauen.
Ansonsten denke ich, dass Frithjof sehr gut die Position eingenommen hat, die dazumals Thomas hatte. Zudem ist er sehr nett, man kann ihn anmailen oder anrufen. Er versucht immer eine Lösung zu finden.
Danke Frithjof, weiter so, wir freuen uns alle und sind gespannt auf den weiteren Werdegang.

Helmut Schmidt - 03.01.12 13:46
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

auch wenn vielleicht hinlänglich bekannt sein sollte, dass wir beide auch persönlichen Kontakt haben, möchte ich dich vielleicht im Interesse auch einiger stummen Klicker nach einem Detail fragen.
Auch ich kenne ja das mit der geringen Resonanz, habe auch noch verhältnismäßig hohe Zugriffszahlen bei meinem Beiträgen.

Leider kann ich auf dem Bild nicht erkennen wie du das mit dem genieteten Eckwinkel fragen.

Hast den erst gebogen und dann die Nieten gesetzt so hätte ich es jedenfalls versucht oder anders?

Ansonsten Danke, für deine interessanten Berichte über anspruchsvollen Modellbau in hoher Qualität.
Das sollte doch eigentlich anregen, Arbeiten in vergleichbarer Qualität anzustreben, auch wenn die von dir gelegte Messlatte auf den Ersten Blick ganz schön hoch liegt.

Nur wer es nicht versucht, kann seine eigne Leistung auch nicht steigern.
fspg2 - 04.01.12 13:02
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Morgen,

... dann versuche ich mal bei so viel Anerkennung nicht allzu sehr in fremde Galaxien abzuheben Winke

Bei einem Innenwinkel fräse ich die Nut mit einem V-Fräser (91Grad) auf halbe Materialstärke ein, drücke die vorgekörnten Nieten im noch flachen Zustand des Bleches und falte den Winkel mit Hilfe der Blechbiegemaschine.

3_Dinge_braucht_der_ (fspg2)


Zum Schluß wird der Schenkel auf Breite geschnitten.


Durch das Biegen entsteht an der Außenkante allerdings eine Rundung, die ich bei meinem Kran nicht haben möchte. So habe ich dafür ein fertiges Profil von Hasler verwendet.


Da die Nieten im oberen Bereich auf den beiden Schenkeln unterschiedlich weit auseinander gesetzt sind,


Muenzel-Kran_030 (fspg2)



musste ich zwei verschiedene Dateien zum Ankörnen der Nietlöcher erstellen.

Muenzel-Kran_032 (fspg2)



Die beiden spiegelverkehrt benötigten Winkel wurden in einer Pertinaxlehre zweimal eingelegt. Einmal hochstehender Schenkel links mit dem ersten Nietbild und beim zweiten Mal mit Schenkel rechts hochgestellt mit dem geändertem Nietbild angekörnt. Da der bislang verwendete V-Fräser zu dick war, hatte ich jetzt einen 0,5mm Bohrer zum 0,15mm tiefen Ankörnen verwendet.



Muenzel-Kran_031 (fspg2)

Leo - 05.01.12 09:51
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof, dein Perfektionismus macht vermutlich viele von uns Buntbahnern sprachlos.
Bitte dennoch weiter so!

Auch im neuen Jahr alles Gute und viel Bastelspaß

Leo
fspg2 - 15.01.12 14:30
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Einen schönen Sonntag,

vielleicht helfen die folgenden Bilder, den Sonntag ein wenig bunter machen... draußen ist es jedenfalls einheitsgau Heulend

Ursprünglich wollte ich, wie auf der Animation ( Bild 28 ) gezeigt, das Dach zusammen mit der Rückwand und der Bodenplatte nach hinten herausziehen. Das habe ich inzwischen allerdings verworfen.
Das Dach des Kranes soll einerseits demontierbar sein - andererseits soll es auch stabil sein, denn es dient gleichzeitig als Träger für den Ausleger.

Muenzel-Kran_033 (fspg2)


Es wurde also zuerst ein Dachspriegelgestell gezeichnet, das zusammen mit den gelben U-Profilen aus dem Gehäuse gehoben werden kann.


Muenzel-Kran_034 (fspg2)



Aus 2mm Messing wurden die gebogenen Dachträger gefräst.


Muenzel-Kran_038 (fspg2)



Jeweils zwei wurden gegeneinander verlötet. So erhalte ich dadurch ein Doppel-T-Profil in der richtigen Dachrundung. Das ist für mich leichter, als ein gekauftes Profil zu biegen, ohne dass es sich verzieht.
Die U-Profile wurden ebenfalls aus 2mm Messing mit entsprechenden Aussparungen gefräst, in die die jeweiligen runden Dachspriegel ausgerichtet werden.


Muenzel-Kran_040 (fspg2)



Muenzel-Kran_035 (fspg2)



Wie schon früher, dient eine Pertinaxlehre zum exaten Montieren des Gestelles, damit es auch genau in das Krangehäuse passt.


Muenzel-Kran_036 (fspg2)



Muenzel-Kran_037 (fspg2)





Muenzel-Kran_039 (fspg2)



@Leo
Ich hoffe, dass Du nicht sprachlos bleibst und uns bald mal wieder etwas von Deinen schönen Bauten zeigst Winke
turbo1 - 15.01.12 16:03
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
HAllo Frithjof

Ich finde den Bau sehr Zeitaufwendig und Detaileich......unheimlich interessant zum anschaun und den einen oder anderen Tip wie du was anfertigst mitzunehmen. Was ich auch an dir bewundere sind die Fähigkeiten mit dem CAD umzugehen. Das ist die halbe Miete bei so Fräsarbeiten wie du sie zeigst!
Ich freue mich, wie viele andere hier auch auf den Weiterbau!!
fspg2 - 22.01.12 10:17
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
.... Folge 442:

@Franz
Ja, der Zeitaufwand ist schon größer! Aber.... das Ergebnis kann sich doch sehen lassen Winke Der Modellbau und das Zeichnen sind für mich inzwischen zwei Bereiche meines Hobbys - und nicht das schnell fertig werden wollen. Wenn nach ein wenig Gehirnschmalz dann am Ende auch so etwas dabei herauskommt, wie ich es mir gewünscht habe, ist die Befriedigung schon da. Im CAD kann ich ja alle Größen genau bestimmen.
Ich erinnere mich noch, als ich vor ein paar Jahren mit dem CAD in Berührung kam, da war schon oft das "wie kann ich das bloß erreichen?" im Kopf. Heute kann ich mit Hilfe des CADs die Idee bereits schon vor der Fertigung überprüfen! Man muss ja nicht gleich mit einem Riesenprojekt anfangen. Schritt für Schritt geht es dann weiter.
Ein Freund hat mir dabei sehr geholfen, so dass ich heute damit einigermaßen zurecht komme.
Es gibt z.B.Sketchup als freien Download, mit dem kann man schon etliches machen! Im Netz Anleitungen suchen und probieren... es macht Spaß! Winke Hier wird bei finescalerr ein wenig darüber geschrieben.

So war das Dach für mich eine weitere Herausforderung.
Als erstes wurde die Rundung des Daches von der Seite gezeichnet und in die Tiefe extrudiert.


Muenzel-Kran_045 (fspg2)


Es folgte eine neue Ebene von oben, die die Konturen der Aussparungen und der hinteren Dachrundung erhielt. Diese diente einer negativen Extrusion durch alles - wie eine Stanze.


Muenzel-Kran_046 (fspg2)



Das noch gewölbte Dach wurde abgewickelt, um daraus eine dxf-Datei zu erzeugen. Für die einzelnen Fräsvorgänge wurden die entsprechenden Linien eingefärbt.


Muenzel-Kran_047 (fspg2)



Die in der Datei sichtbaren schwarzen Linien markieren die untere Kontur des ehemals gewölbten Daches. Sie werden nicht gefräst.


Muenzel-Kran_048 (fspg2)



Nun kommt die Frässoftware (Sheetcam) eine sehr hilfreiche Seite dazu gibt es hier.
Ich hatte diesen Vorgang schon einmal weiter oben beschrieben, ich erwähne ihn hier noch einmal, weil ich mehrere Anfragen dazu per email erhalten hatte.


Muenzel-Kran_049 (fspg2)


Jedem Layer (Farbe) wird der entsprechend Fräser mit seinen Parametern zugewiesen (Frästiefe, wieviele Durchgänge mit verschiedenen Tiefen, Drehzahl, Vorschub,...)


Muenzel-Kran_050 (fspg2)


Dabei gehe ich in der Tiefe höchstens auf einen halben Fräser-Durchmesser pro Durchgang.

Nachdem ich die Abwicklung aus 2mm Messingblech gefräst hatte, galt es das Blech in die genaue Dachrundung zu biegen.

Früher hatte ich ja mit einem 1mm Blech bei der Tauchglocken-Ummantelung Erfahrungen sammeln können. Also wurde nun das Blech mit einem Gasbrenner ausgeglüht und anschließend in mehrenen Durchgängen gebogen, wobei jedesmal der Radius in der Biegemaschine enger gestellt wurde.

Etwas Sorgfalt ist hier wichtig, damit das Blech auch parallel steht, muss es absolut rechtwinkelig in die Maschine gegeben werden!
Hat man einmal zuviel gebogen... nicht weiter schlimm Ausruf Die Blech einfach mit einer großen Radiuseinstellung der Maschine von der Rückseite wieder flacher rollen. Danach erneut mit der richtigen Einstellung ans Werk! Durch das Ausglühen ist das Blech weich genug.
Der Hersteller gab als größte Blechstärke bei Messing 1mm an. Ich hatte beidseitig "Opferbleche" verwendet und kam so auf eine Gesamtstärke von 3mm - die Maschine hat es ohne Mühen überstanden!

Aber seht selber - alle Teile sind nur lose aufeinandergelegt:

Muenzel-Kran_041 (fspg2)



Muenzel-Kran_042 (fspg2)



Muenzel-Kran_043 (fspg2)



Muenzel-Kran_044 (fspg2)

Kellerbahner - 22.01.12 11:08
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

Danke für Deine beiden Links top .

Vielleicht gehe ich mit der Alternative Sketchup das Thema CAD auch mal an. Aber das ist ein Themenblock für sich. Und bis dahin - Kopierer, Milimeterpapier und Bleistift ... Winke Winke

Die finescalerr kannte ich bisher nicht und habe den Link gleich in die Sammlung aufgenommen. Da findet sich bestimmt einiges Interessantes.

Und - 3 gute, "alte" Bekannte habe ich auch dort auch gleich entdeckt ... Sehr glücklich

Arbeite zwar z. Zt. mit Milimeterpapier, verfolge aber u. a. Deine Beiträge immer mit viel Interesse. Laß´ uns also bitte weiter an den nächsten 442 teilhaben.


Frohes Schaffen wünscht Dir,

Kellerbahner
fspg2 - 29.01.12 22:43
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Kellerbahner,

egal, ob Du nun Millimeterpapier und Bleistift oder andere Hilfsmittel nutzt, es zählt das Ergebnis.
Da ich nun mal eine Fräse besitze, will ich auf diese bei meinen Bauten nicht mehr verzichten, auch wenn in so manchen Forenbeiträgen das Puristische hochgelobt wird. Es gibt eben mehrere Wege ... und ich zeige hier meinen!


Weiter geht es mit dem Unterbau des Hafenkranes.

Muenzel-Kran_051 (fspg2)


Als ich als Kind auf diesen Sandhaufen gespielt hatte, hätte ich mir nie träumen lassen, dass ich viele Jahre später einmal die Nieten an diesem Kran zählen würde!


Als Hintergrundfoto wurde folgender Ausschitt unter die Zeichnung gelegt:

Muenzel-Kran_055 (fspg2)



... und die Seitenwand Niete für Niete nachempfunden.


Muenzel-Kran_052 (fspg2)



Muenzel-Kran_053 (fspg2)


Die Fräse bekam diese DXF-Datei ...


Muenzel-Kran_054 (fspg2)


... und ich ein paar Neusilberbleche, in die ich jetzt nur noch ein paar hundert Nieten drücken muss. Winke
fspg2 - 05.02.12 23:29
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

um die oberen und unteren Nietenbänder rechtwinklig zu löten, habe ich wieder eine kleine Schablone gebaut.

Dieses Mal allerdings nicht gefräst, sondern gesägt Winke

Das Nietenband ist 0,5mm dick, die Nieten tragen 0,65mm auf. Also wurden Schlitze mit einem 0,5mm Sägeblatt auf der Böhlerkreissäge mit unterschiedlichen Tiefen gesägt. Die Nietenbänder wurden senkrecht eingelegt und mit Hilfe von Lötwasser und 0,5mm Lötzinn mit dem Seitenblech verlötet.



Muenzel-Kran_056 (fspg2)



Muenzel-Kran_057 (fspg2)



Muenzel-Kran_058 (fspg2)



Jetzt fehlen noch die genieteten Winkel - mit 920 Nieten à 1,5mm Durchmesser.


Muenzel-Kran_059 (fspg2)

Klaus - 06.02.12 14:22
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
da waren ja die 1200 Niete an meinem Kesselwagen nur Kindergeburtstag. Ich erfreue mich immer wieder an deiner Arbeit.
fspg2 - 12.02.12 22:24
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Klaus,

... nur das Nietendrücken geht schon etwas schneller Winke


Als kleine Fingerübung für Zwischendurch wurde eine kleine Zeichnung erstellt:

der Schaltschrank für den Elektroantrieb des Hafenkranes.



Muenzel-Kran_060 (fspg2)



Daraus ergab sich die Abwicklung:

Muenzel-Kran_061 (fspg2)



...die dxf-Datei mit den verschiedenen Farben für den 0,5mm Bohrer und die beiden unterschiedlichen Fräser:

Muenzel-Kran_062 (fspg2)



...sowie die Fräsdatei:

Muenzel-Kran_063 (fspg2)



Muenzel-Kran_064 (fspg2)



Die vier Dachseitenwinkel hatte ich erst nach dem Biegen auf Maß gebracht. Ein 1,5mm starkes Messingblech diente dabei als Abstandshalter für die Blechschneidemaschine. Ähnlich wie hier gezeigt.


Muenzel-Kran_065 (fspg2)



Das Ergebnis - gefaltet und gelötet:

Muenzel-Kran_066 (fspg2)

Falko - 13.02.12 09:10
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Meine Lieblingslektüre am Montagmorgen. Sehr glücklich
fspg2 - 18.02.12 11:20
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Servus Peter,

es freut mich, Dich immer wieder montags ein wenig aufmuntern zu können Winke

Da fällt mir Deine kleine Gmeinder wieder ein, bist Du inzwischen damit weiter voran gekommen?


Der alte Lauenburger Hafenkran hatte einen damals sehr verbreiteten Zweischalengreifer, der mit einem Seil geschlossen und gehoben wurde.

Muenzel-Kran_067 (fspg2)



Zum Öffnen waren auf der Oberseite zwei bewegliche Haken, die über einen "Pilzkopf" schnappten und durch Hochziehen eines zweiten (oder zweier) Seile(s), die an diesem "Pilzkopf" befestigt waren, aufklappten.


Muenzel-Kran_068 (fspg2)


Leider kann ich aus den Auschnittsvergrößerungen nicht genug vom Mechanismus erkennen.

Hat vielleicht jemand noch ein Foto/Zeichnung von genau solch einem Greifer, auf dem ich noch ein paar mehr Details erkennen kann.
Vielleicht auch eine Beschreibung des Einrastmechanismuses?


Inzwischen bin ich am Nieten... Nieten.... drücken:

Muenzel-Kran_069 (fspg2)

fspg2 - 26.02.12 21:10
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

wer fragt, bekommt auch oftmals auch eine Antwort Winke

Auf der Suche nach Vorbildfotos des von mir favorisierten Greifers bekam ich aus verschiedenen Foren etliche emails mit wertvollen Hinweisen, Zeichnungen und Bildern.

Danke an alle Beteiligten Ausruf

Am meisten aber haben mich zwei Hamburger Kollegen erfreut, die sich auf den Weg ins Museum der Arbeit gemacht hatten und mir ein paar Bilder von genau solch einem Greifer, der dort steht, zukommen ließen!
Einfach toll Eure Hilfe - herzlichen Dank dafür Ausruf

Um den Greifer nachzubilden helfen mir die Fotos als Hintergrund.


Muenzel-Kran_076 (fspg2)


So wird also Stück für Stück erst als 3-D-Zeichnung entstehen, damit ich es danach aus Messing und Neusilber im Maßstab 1:22,5 bauen kann.



Inzwischen wurden die 4 Träger-Stützen für den Dachaufbau aus einem 20mm x 8mm Messingprofil gefräst.

Da ich die Teile nur 5,5mm dick sind, habe ich das Profil von der Rückseite mit 2,5mm tiefen Taschen versehen.


Muenzel-Kran_074 (fspg2)


Die mittelen Stege dienen dem festen Spannen während des Fräsens der Gegenseite.



Muenzel-Kran_073 (fspg2)



Der mittig spannende Schraubstock leistete dabei wieder die übliche Hilfe.


Muenzel-Kran_077 (fspg2)



Danach fräste ich mir eine 9,0mm tiefe Tasche in ein Stück Hartpapier.


Muenzel-Kran_071 (fspg2)



Darin wurden die vier Trägerstützen platziert, um im nächsten Arbeitsschritt die Oberseite mittig 7,5mm tief zu schlitzen. Der 2,0mm Fräser nahm pro Durchgang nur 0,5mm Material ab.

Muenzel-Kran_070 (fspg2)



Auf dem folgenden Bild liegen links vorne zwei Versuche, die Seitenplatten einzeln mit Unterlegscheibe und Mutter zu fräsen. Die beiden Platten hätten dann mit einem Abstandsklotz zusammen eine Einheit gebildet.

Beim jetzt gewählten Weg, werden die Sechskante mit Unterlegscheibe erst nach dem Einlöten der Trägerstützen in das 2mm Dach montiert.


Muenzel-Kran_072 (fspg2)


Edit: Tippfehler bereinigt!
Flachschieber - 27.02.12 00:02
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

Du erstaunst mich immer wieder mit Deiner Akribie beim bauen.
Weiter so. Gibt es das Gesamtkunstwerk im Bau auf irgendeiner Ausstellung in diesem Jahr zu sehen? Ich würde mir das ganze gerne mal in Realität anschauen.

Beste Grüße,

Marco
fido - 27.02.12 09:12
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

ich hätte die Teile einzlen gefräst und dann mit einem Abstandsklotz verlötet. Deine Methode mit dem Loch in der Platte zum spannen ist natürlich wesentlich eleganter.

Wie fest ist die Passung? Hast Du auch mal eine Holzplatte statt Hartpapier probiert?
fspg2 - 27.02.12 10:11
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Morgen,

@Marco
...da kenne ich aber noch ein paar bunte Bahner, die akribisch zu Werke gehen Winke

@fido
Ich hatte anfangs meine zu fräsenden Teile auch in MDF-Taschen platziert. Es geht durchaus. Der Vorteil bei Pertinax oder auch Hartpapier ist die höhere Festigkeit bei mehreren gleichen Teilen. Da leiert das MDF doch schon mal eher aus.
Ich zeichne die Taschen meist 5/100mm kleiner als das zu spannende Teil, so erhalte ich einen sehr festen Sitz. Falls das Loch zu eng sein sollte, wird einfach mit einer etwas kleineren Fräsdurchmessereinstellung (z.B.: 1,98mm statt 2,0mm) mit gleichem 2,0mm Fräser (!) an gleicher Stelle neu gefräst.


Muenzel-Kran_078 (fspg2)

Helmut Schmidt - 27.02.12 10:32
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Ich habe leider kein Hartpapier und nehme deshalb immer MDF.

Wenn es etwas fester halten soll, klemme ich wie hier gezeigt.

Das mit dem Klemmen würde aber auch so mit Hartpapier gehen.
Fuchs301 - 27.02.12 12:25
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

wie gewohnt ein klasse Bericht mit tollen Bildern...aber nochmal ne dumme Frage:

warum hast Du für das Fräsen der Nut nicht wieder Deinen zentrisch spannenden Schraubstock aus dem ersten Fräsgang benutzt?
fspg2 - 27.02.12 13:35
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Christian,

auf die Schnelle eine Antwort:

Ich hatte mir in die Spannbacken eine zweite Nut mit 2,0mm Spannhöhe eingefräst, um auch schmale Teile zu spannen. Darin erschien mir der Halt bei 10,0mm Kantenlänge des Messingklotzes nicht groß genug. Es hätte wahrscheinlich gereicht Frage Ausruf
Zum Anderen stimmte meine notierte Mittenmarkierung (falsch aufgeschrieben ?) nicht mehr. So hätte ich entweder die Mitte neu ermitteln müssen...

... nun hatte ich mit meiner 9,0mm tiefen Tasche gleich zwei Fliegen mit einer Klappe (der bekannten) geschlagen: festerer Sitz im Sackloch und genaue Mitte durch Verwendung der selben Zeichnung. Es war in diesem Fall für mich der schnellere Weg.
4heiner - 04.03.12 23:18
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,
auch ich reihe mich in die lange Schlange der Bewunderer ein und lerne sehr viel dazu. Applaus Also berichte bitte, bitte weiter und das möglichst ausführlich.
Eine Frage zu den H-usw-Profilen mit den Nietreihen:
wenn ichs richtig verstehe, hast Du die Nieten auf der CNC-Fräse "vorgebohrt" und dann mit einer Nietenpresse fertig gestanzt. Oder hat das auch die Fräse gemacht? Irgendwo, leider finde ich die Quelle nicht mehr, habe ich das nämlich gelesen und habe eigene Versuche angestellt, die aber noch nicht recht befriedigen.
Vielleicht könntest Du nochmal detailliert über diesen Arbeitsschritt berichten?
Vielen Dank und genietete Grüße
4Heiner
uwer - 05.03.12 12:24
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hier werden Sie geholfen!

http://www.buntbahn.de/modellbau/viewtopic.php?t=6691&postdays=0&postorder=asc&start=420

Gruß
Uwe
fspg2 - 06.04.12 17:59
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

@4Heiner
Uwe hat ja schon freundlicherweise auf die Seite verwiesen, auf der ich den Nietvorgang beschrieben hatte. Falls Du noch Fragen dazu haben solltest, schicke einfach eine PN Winke


Es ging nur ein klein wenig weiter mit dem Kran.

Die beiden Türen und die Fensterahmen wurden aus 0,5mm Messing MS58 gefräst.


Muenzel-Kran_079 (fspg2)



Der eine Rahmen wird mit der Tür verlötet. Nach dem Lackieren wird später eine Plexiglasscheibe eingelegt und von der anderen Seite der zweite Rahmen dagegen geklebt.

Muenzel-Kran_080 (fspg2)



Muenzel-Kran_081 (fspg2)



Bei dieser Innenansicht fehlt noch die oberer Laufschiene für die Tür. Ich wollte schon einmal sehen, wie es später aussehen wird Winke


Muenzel-Kran_082 (fspg2)


Jetzt wünsche ich Euch ein paar schöne Ostertage mit viel Zeit für das zweitschönste Hobby Winke
Helmut Schmidt - 11.04.12 08:52
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

nachdem ich mir jetzt mehrfach die schönen Bilder vom genialen Bau deines Kranhauses angesehen habe, gut hat sich bei mir eine Frage ergeben. gruebel

Das Kranhaus ist ja nicht selbst tragend sondern auf einem Profilrahmen aufgebaut.
Die Nieten, die die Blech auf dem tragendem Gerüst halten sind ja auch hervorragend zu sehen, Türen und Fenster bieten einen guten Einblick nach innen, wie planst du den Innenraum zu gestalten. heiss
fspg2 - 15.04.12 20:02
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

als Nächstes wurden die Türen mit einem umlaufenden Winkelband versehen. Danach wurden sie zusammen mit dem Krangehäuse gesandstrahlt, bewußt scheckig brüniert und mit einer stark verdünnten dreckigen grauen Lackbrühe bepinselt. Später soll abplatzende Farbe nicht blankes Metall durchschimmern lassen.


Muenzel-Kran_084 (fspg2)



@Helmut
Bevor ich daran gehe, die Inneneinrichtung nachzuempfinden, mussten erst einmal die oberen Türlaufschienen eingelötet werden.
Ein 0,5mm Alublech, welches 0,3mm länger als die Tür war, diente als Löthilfe, um den genau parallelen Abstand zur unteren Laufschiene zu bekommen.


Muenzel-Kran_083 (fspg2)



Die inneren genieteten Winkelprofile (Gegenstücke zu den aussen sichtbaren Nietenbändern) werden noch folgen, denn durch die geöffneten Türen und das Frontfenster wird man später durchaus den Innenraum einsehen können - und dann soll es schon "echt" aussehen. Da ich leider keine Innenansichten vom Originalkran habe, werde ich wohl ein wenig bei dem vor ein paar Jahren abgerissenen Hamburger Hafenkran abkupfern:


Hamburger_Hafenkran_050 (fspg2)



Hamburger_Hafenkran_052 (fspg2)



Hamburger_Hafenkran_053 (fspg2)


Vielleicht hat ja jemand von Euch noch ein paar Innenansichten, die als glaubhafte Vorlage dienen könnten Frage
fido - 16.04.12 09:39
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

der Kran sieht super aus Großes Grinsen


fspg2 hat folgendes geschrieben::

Vielleicht hat ja jemand von Euch noch ein paar Innenansichten, die als glaubhafte Vorlage dienen könnten Frage

Der Kran ist ja einem Seilbagger sehr ähnlich, der fest montiert wurde. Vermutlich war ein ähnliche Mechanik mit Hebeln und Seilrollen eingebaut, um die Seile zu steuern.

Für Bilder von historischen Fahrzeugen ist baumaschinenbilder.de eine sehr gute Quelle.

Bei der Diskussion zum Menck Mb sind mehrere Bilder mit teilweise offenen Aufbau und teilweise zerlegten Zustand. Beim Menck Mb auf Seite 6 ist auch in Bild von innen zu sehen. Aber die Bilder auf allen Seiten sind sehenswert.

Der Menck Mb dürfte gut zur Größe Deines Krans passen. Er wurde von 1933 bis 1945 gebaut.

In dieser Diskussion findest Du Fotos eines Menck M60 von 1954, der fast völlig zerlegt wurde und bei dem die Mechanik besonders gut zu sehen ist.
fido - 18.04.12 08:34
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

ich habe im Beitrag über den Menck Mb noch einen ganzen Schwung sehenswerte Bilder vom Inneren des Baggers gefunden.
fspg2 - 29.04.12 16:21
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo fido,

danke für Deine links zu den Baggern. Der Unterschied dürfe beim Antrieb liegen. Während der Menk und ähnliche Bagger oftmals nur einen Antriebsmotor hatten, an den durch diverse Kupplungen die einzelnen Komponenten zugeschaltet wurden, so hatte der Münzelkran mehrere Elektromotore (ähnlich wie der inzwischen abgerissene Hamburger Kran, den ich vor einigen Jahren noch ablichten konnte).


Hamburger_Hafenkran_051 (fspg2)



Hamburger_Hafenkran_054 (fspg2)



Zum Vergleich finden sich unter www.lostplaces.de weiter unten auf der Seite zwei Bilder von einem entkernten Kranhaus.


lostplaces_entkernter-Kran (fspg2)

gefunden bei: http://www.geschichtsspuren.de/artikel/32-industrie-kraftwerk-bergbau/90-hafenkrane-hamburg.html


Ich werde also noch ein wenig weiter suchen, denn es soll im Innern schon glaubwürdig ein alter Elektrokran sein.



Heute wurde am Greifer weiter gezeichnet.


Bagger-Museum-der-Arbeit-HH11-4 (fspg2)


Dazu dienten mir die Fotos von den netten Kollegen, die im Hamburger Museum der Arbeit solch einen Greifer gefunden hatten.

Der Greifer hat eine Breite von ca. 1300mm über alles, die geöffnete Schaufel misst ca. 2500mm. Also bei 1:22,5 ergibt das 57,8mm Breite und geöffnet 111mm.

In Photoshop wurde die Bilder entsprechend skaliert und mit Hilfslinien versehen. Um die genauen Maße abgreifen zu können, sollten die Aufnahmen im rechten Wickel aufgenommen sein. Auch muss die perspektivische Verjüngung nach hinten berücksichtigt werden, um möglichst genaue Daten zu erhalten.

Bevor ich die Fräsdaten erhalte, ist es zwar schon ein ganz schöner Zeitaufwand, der allerdings dadurch belohnt wird, dass die gefrästen Teile in der Regel ohne weitere Nacharbeit passen!


Muenzel-Kran_087 (fspg2)



Muenzel-Kran_085 (fspg2)



Muenzel-Kran_086 (fspg2)



Muenzel-Kran_088 (fspg2)

fspg2 - 01.05.12 19:55
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

am Tag der Arbeit durfte meine Fräse arbeiten!

Dazu musste sie die kleinen Zahnkränze, die dem gleichmäßigen Öffnen der Greiferschalen dienen, aus 2mm Messingblech fräsen.

Muenzel-Kran_089 (fspg2)



Muenzel-Kran_090 (fspg2)



Muenzel-Kran_091 (fspg2)



Muenzel-Kran_092 (fspg2)



Muenzel-Kran_093 (fspg2)

Fuchs301 - 03.05.12 19:53
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

als Freund alter Baumaschinen verfolge ich natürlich ganz begeistert Deinen Baubericht über Kran und Greifer. Zum Greifer habe ich allerdings noch zwei Fragen:

- über dem unteren Verbindungsrahmen der Greiferhälften liegen drei Rundstäbe, die zur Seilführung dienen. Im Original sind diese Stäbe rechtwinklig zum Rahmen und die Seilrolle im Oberteil ist schräg angeordnet. In Deinem CAD-Modell sind diese Stäbe schräg angeordnet … warum ?

- auf dem Vorbildfoto ist im oberen Greiferrahmen im Vordergrund eine Seiltrommel (wahrscheinlich rechts mit Sperrrasten) angeordnet. Diese Seiltrommel scheint auf einer Spindel gelagert zu sein … wie funktioniert dieser Greifer?
fspg2 - 06.05.12 14:04
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Christian,

wo Du Recht hast, hast Du Recht Ausruf Danke für den Hinweis!

Da ich die Rollen ebenfalls schräg eingebaut hatte, wurden die Stäbe parallel dazu ausgerichtet. Beim nochmaligen Betrachten der Bilder..... sah ich auch, dass die Rollen und die Stäbe zum Rahmen rechtwinkelig verbaut waren. Ich habe es inzwischen korrigiert.

Es wurden weitere Greiferteile ausgefräst ud die erste Schaufelhälfte zusammengelötet.


Muenzel-Kran_094 (fspg2)


Zum leichten Montieren, habe ich in die Einzelteile Nuten eingefräst.


Allerdings habe ich einen weiteren Fehler entdeckt. Ich bin von einer alten Zeichnung eines ähnlichen Greifers ausgegangen und hatte dort eine Breite der Schaufel von 1300mm abgelesen!

Gestern hatte mir Gerald noch weitere bemaßte Fotos zukommen lassen (schönen Dankt dafür!) und da kann man 1100mm für die Breite erkennen.


Muenzel-Kran_095 (fspg2)




Ebenso stimmt nun die Weite der geöffneten Schaufel nicht.



Muenzel-Kran_096 (fspg2)



Ich werde also alles noch einmal neu skaliert (mit entsprechend angepassten Nutbreiten) ausfräsen Heulend Verlegen
fspg2 - 18.05.12 08:04
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Tag,

momentan geht es nur in kleinen Schritten weiter.

Die Schaufelmaße wurden angepasst und alles erneut ausgefräst.


Muenzel-Kran_097 (fspg2)



Muenzel-Kran_098 (fspg2)



Als nächste Teile sind die U-Profile, der Rollenschutzkasten und die beiden Blöcke für die Gelenke an der Reihe.


Muenzel-Kran_100 (fspg2)



Da ich kein passendes 8mm x 3mm U-Profil hatte, wurde es aus einem 3mm Messing-Blech ausgefräst.

Der Rollenschutzkasten wurde aus zwei Teilen gefertigt: einer Schale aus 8mm MS 58-Flachprofil


Muenzel-Kran_099 (fspg2)



Muenzel-Kran_102 (fspg2)



und einem Deckel aus 0,5mm MS58-Blech, der umlaufend mit einer Nut versehen ist. So passt der Deckel auf den Topf.


Muenzel-Kran_103 (fspg2)


Zum Vergleich sind auf dem folgenden Bild die Größen der alten und der neuen Schaufel zu sehen.


Muenzel-Kran_101 (fspg2)


Jetzt suche ich Seilrollen, die ähnlich der Zeichnung sind: 15mm - 16mm Aussendurchmesser mit Aussparungen.


Muenzel-Kran_104 (fspg2)


Entweder muss ich den Weg von Helmut gehen oder in eine gekaufte Rolle die entsprechenden Löchern fräsen.
Vielleicht gibt es solche aber schon fertig zu kaufen (ich weiß, wir bauen unsere Sachen alle selbst Winke )
fspg2 - 18.05.12 19:57
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,

die gefrästen Schaufelteile wurden heute zusammengelötet, um zu sehen, ob alles richtig funktioniert Winke
Was das Cad vermuten ließ, hat sich bestätigt: die Schaufeln klappen zusammen ohne zu wackeln Sehr glücklich

Muenzel-Kran_105 (fspg2)



Muenzel-Kran_106 (fspg2)



Muenzel-Kran_107 (fspg2)

Helmut Schmidt - 21.05.12 21:53
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
fspg2 hat folgendes geschrieben::
Guten Tag,

momentan geht es nur in kleinen Schritten weiter.

Entweder muss ich den Weg von Helmut gehen oder in eine gekaufte Rolle die entsprechenden Löchern fräsen.
Vielleicht gibt es solche aber schon fertig zu kaufen (ich weiß, wir bauen unsere Sachen alle selbst Winke )

Hallo Frithjof,

ich denke es sind doch immerhin noch akzeptable Schritte und respektable Ergebnisse in denen du weiter kommst. gut

Ich habe ja nun auch Einblick in den Schiffsmodellbau wo solche Rolle zur Verwendung kommen.
Mir ist aber auf Anhieb kein Hersteller bekannt der irgendwelche für deinen Zweck verwertbaren Rollen herstellt.
Bei deinen und meinen Möglichkeiten würde ich sagen ist Selbstbau einfach die beste Alternative.
Ich habe ja sogar noch kleinere Rollen mit Kugellagern der Einfachheit einfach selbst hergestellt.

Schacht II 14 (Helmut Schmidt)

Umlenkrollen im Lagerbock

Schacht II 16 (Helmut Schmidt)

Laufkatze und Kranhaken. Der Haken selbst ist endlos drehbar.Gewinde M1 und M1,4; Seildicke 0,5 mm.

Die dabei erreichte Genauigkeit reicht absolut aus und machen mit ihrem Leichtlauf die ganze Seilführung erst möglich.
anoether - 21.05.12 22:17
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

ich habe mir kürzlich solche Rollen geätzt:



Gruß Andreas
fspg2 - 03.06.12 20:06
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

@Helmut

Hier habe ich 15mm Messingrollen gefunden, die ich als Grundlage nehmen kann.

@Andreas
Wofür hast Du diese Rollen geätzt, ein neues Projekt?

Heute hat es nur geregnet - genau richtig, um langweilige Dinge zu erledigen.
Es wurden weitere 22 Bleche aus 0,5mm Neusilber gefräst. Sie dienen als Verbindung zu den Querträger-Blechen.


Muenzel-Kran_110 (fspg2)


Nachdem rund 300 Nieten in die angekörnten Löcher gedrückt waren, wurden die Winkel gebogen.

Aus einem Reststück von Hartpapier wurde eine schnelle Biegehilfe gefertigt.
Ein 1mm breiten Schlitz nahm einen Schenkel auf. Ein weiterer Klotz diente als Biegestempel.

Muenzel-Kran_111 (fspg2)


Ich hatte diesesmal die Biegenut auf der gleichen Seite, wie die angekörnten Nietlöcher gefräst, um die Bleche nicht von der Rückseite noch einmal zu bearbeiten.
Das Neusilberblech ließ sich wunderbar biegen. Nur sollte ein mehrmaliges Hin- und Herbiegen vermieden werden. Bei MS58 in der gleichen Stärke, musste ich das Blech früher mit der Flamme behandeln, damit es (je nach Walzrichtung) an der Biegekante nicht brach. MS63 (weicher!) lässt sich nicht so gut fräsen, jedoch das Biegen fällt da leichter!

Am Greifer wurden nur ein paar Sechskantschrauben angebracht.


Muenzel-Kran_109 (fspg2)



Da ich meinen kleinen Steckschlüssel mit Schlüsselweite 1,0mm irgendwo verlegt hatte, wurde kurzerhand ein 1,5mm U-Profil zweckentfremdet, um die Muttern anzuziehen.


Muenzel-Kran_108 (fspg2)

anoether - 04.06.12 11:44
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

fspg2 hat folgendes geschrieben::
Wofür hast Du diese Rollen geätzt, ein neues Projekt?

die Rollen sind für meinen Weimarlader gedacht.
Ich will ihn mit der korrekten Anzahl an Rollen ausrüsten.

Gruß Andreas
fspg2 - 08.06.12 21:22
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,

weiter geht es mit dem Laufkranz.


Muenzel-Kran_112 (fspg2)



Er besteht aus zwei Teilen, die aus 2mm Messing gefräst wurden.


Muenzel-Kran_113 (fspg2)



Muenzel-Kran_114 (fspg2)



Als Positionierungshilfe wurden acht 0,5mm Löcher in beide Stege gebohrt und mit kleinen Nieten ausgerichtet und zusammengelötet.


Muenzel-Kran_115 (fspg2)


Morgen kommt der Zahnkranz auf die Fräse.
fspg2 - 09.06.12 16:43
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,

in einer Bastelkiste gab es einen Zahnkranz mit zwei verschiedenen Zahnmodulgrößen. Die Wandstärke ist nur 1,8mm (incl. Zahnräder). Zum Spannen in der Drehbank hätte ich mir eine passende Aufnahme drehen müssen. Mit der Fräse war ich schneller.

In ein 10mm dickes Pertinaxbrett habe ich eine 1,85mm dicke und 3mm tiefe Nut gefräst. Dazu wurden sechs Löcher mit 1,5mm gebohrt.


Muenzel-Kran_116 (fspg2)



In diese Vertiefung habe ich den Zahnkranz eingelegt. An drei Stellen wurde dünne Aluminiumfolie dazwischen gelegt. Dadurch wurde der Sitz etwas strammer.


Muenzel-Kran_117 (fspg2)



Nun kam ein 3mm Fräser zum Einsatz und hat den oberen Zahnkranz abgefräst.


Muenzel-Kran_118 (fspg2)



Am Ende hatte ich eine Höhe von 5mm erreicht. Durch die 6 Löcher wurde von der Rückseite, mit Hilfe von kleinen Messingdrähten, der verbliebene Zahnring herausgedrückt.


Muenzel-Kran_119 (fspg2)

fspg2 - 10.06.12 21:05
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

der Zahnkranz muss natürlich auch stabilisiert werden. Dafür wurde ein Verstärkungsring aus 1mm Messing gefräst.


Muenzel-Kran_120 (fspg2)



Muenzel-Kran_121 (fspg2)



Die senkrechten Stützen werden in die kleinen Langlöcher eingesetzt und später mit dem Zahnkranz bzw. innen mit dem Führungsrohr verlötet. Durch dieses Rohr werden später die Elektrokabel geführt.


Muenzel-Kran_122 (fspg2)

fspg2 - 29.07.12 13:19
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin in die Runde,

auch wenn ich momentan nur langsam vorankomme, so will ich heute einen kleinen Zwischenstand geben.


Muenzel-Kran_123 (fspg2)



Die Verbindung des Kranhauses mit dem Sockel wird über ein 8mm Führungsrohr laufen, durch das später alle nötigen Kabel hindurchgeführt werden.


Muenzel-Kran_127 (fspg2)



Hamburger_Hafenkran_033 (fspg2)



Aus einem 1mm Messingblech wurden die einzelnen Teile für die obere Durchführung gefräst. Die Langlöcher in der Grundplatte wurden um 0,5mm länger ausgeführt, um etwas Spiel bei der Platzierung der dreieckigen Stützen zu bekommen. Außerdem wurden die durch den 0,5mm Fräser erzeugten 0,25mm Rundungen der Stützen mit einer kleinen Feile eckig gemacht.


Muenzel-Kran_124 (fspg2)



Es wurden erst das 10/8mm Führungsrohr (4,5mm hoch) eingelötet, danach kamen die kleinen Stützen immer paarweise gegenüberstehend. Dazu wurden 2mm lange Lötzinnstücke (0,5mm Draht) an beide Aussenseiten der Stützen positioniert und mit einem Pinsel Lötwasser darauf gegeben. Durch den recht strammen Paßsitz der einzelnen Frästeile, musste ich nur noch mit der Flamme alles heiß machen und das Lötzinn kroch in die Ritzen.

Muenzel-Kran_128 (fspg2)

... Bild etwa im Maßstab: 1:1...

Muenzel-Kran_129 (fspg2)

fspg2 - 05.08.12 22:06
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

heute wurde die Querbleche geschnitten, die den Laufkranz tragen werden. Die Blechstreifen wurden mit der Blechschneidemaschine auf Maß gebracht. Die schrägen oberen Ecken habe ich mit einem 2mm Sägeblatt auf der Böhler-Kreissäge gesägt. Weil alle Ecken den gleichen Winkel bekommen sollten, wurde das rechte Blech als Anschlag auf dem beweglichen Sägetisch mit Doppelklebeband aufgeklebt.


Muenzel-Kran_130 (fspg2)



Muenzel-Kran_131 (fspg2)



Die 8mm Mittelsäule wurde mit einem 0,8mm Fräser alle 90 Grad 0,2mm tief mit Nuten versehen.


Muenzel-Kran_132 (fspg2)



Als Lötlehre diente wieder eine Pertinaxplatte.

Muenzel-Kran_133 (fspg2)



Muenzel-Kran_134 (fspg2)



Locker zusammengestellt, kann man schon die Ähnlichkeit mit der Zeichnung erkennen.

Muenzel-Kran_135 (fspg2)

fspg2 - 11.08.12 13:50
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

neben dem Kran gibt es auch noch viele, viele weitere kleine Baustellen Winke

So müssen alle Weichen noch einen Antrieb mit Weichenstellbock bekommen.

Weiche_Abzweig_1 (fspg2)


Für den Weichenstellbock ließ ich zwei Teile gießen.


Feldbahn_Stellbock_DIN9939_01 (fspg2)



Gussbaum_Stellbock_001 (fspg2)



Gussbaum_Stellbock_002 (fspg2)

Leo - 12.08.12 12:34
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Mein lieber Frithjof, bei deinem Perfektiomismus bleibt einem immer wieder
"die Spucke weg".
Bitte mach weiter so!

Gruß und Bastelspaß
Leo
fspg2 - 28.08.12 07:15
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Leo,

wieso bleibt Dir die "Spucke weg"?, es sollte doch nur das "Wasser im Munde zusammenlaufen" Winke

Für den Weichenstellhebel benötige ich zur Verbindung der Stellstange mit dem Stellgewicht einen kleinen U-Bügel. Da für meine 8 Weichen ein Urmodell mit anschließendem Guss finanziell zu teuer käme, wird die Fräse etwas länger laufen.

Ausgefräst wurde aus 2mm Messingblech die benötigte Anzahl der 16mm langen 2mm x 2 mm Profile.


U-Buegel-2 (fspg2)



Für das Bearbeiten der zweiten Seite habe ich ein Schablone konstruiert, in die die Profile weiter bearbeitet werden.


U-Buegel (fspg2)

Helmut Schmidt - 29.08.12 13:30
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,
Das deine Arbeit exzellent ist Bräuche sicher nicht extra zu erwähnen, nur hiermit habe ich es verdienter Weise Dann doch getan.

Jetzt bleibt aber bei mir noch die Frage, wie willst du die Bohrung für die Stange einbringen?
fspg2 - 29.08.12 21:55
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Helmut,

die bereits gefrästen U-Bügel werden am Wochenende mit der Bohrung für die Stellstange versehen.

Dafür wird aus 2mm Messingblech eine kleine Bohrhilfe gefertigt...


Bohrhilfe_Buegel (fspg2)



...und diese in einem Mini-Schraubstock senkrecht eingespannt. Der U-Bügel wird eingelegt und mit einer 1mm Niete kurzfristig gesichert. Mit Hilfe einer kleinen Ständerbohrmaschine wird nun ein 0,8mm Loch senkrecht von oben gebohrt.
Die 1mm Stellstange wird auf 0,6mm Länge auf 0,8mm Durchmesser abgedreht und in das gebohrte Loch eingelötet.


Feldbahn_Stellbock_DIN9939_02 (fspg2)


Bilder folgen später!
Davaaser - 30.08.12 10:55
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

einmal mehr zeigst du uns, wie wichtig und hilfreich
sinnvolle Schablonen/Hilfsvorrichtungen sind,
egal ob simpel oder kompliziert, ich kupfere immer
wieder gerne solche Ideen ab.....

Danke und Gruss,
Ernst
Frédéric - 30.08.12 11:23
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Ich habe gerade in zwei Minuten fünf wichtige Tricks zur Metallbearbeitung gelernt... Geschockt

Vielen Dank für Deine tollen Beiträge!
fspg2 - 02.09.12 21:26
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,
@ Ernst + Frédéric
Das freut mich, dass die Beiträge nicht nur konsumiert werden, sondern auch einen praktischen Nutzen für Euch haben!

Gerade bei Kleinserien wird der Zeitaufwand für das Erstellen der Hilfsvorrichtung sehr schnell wieder kompensiert. Auf jeden Fall aber werden die Teile deutlich genauer Ausruf

Damit die letzten Zeichnungen nicht nur Theorie sind, sondern auch tatsächlich hilfreich waren, ein paar Fotos Winke


U-Buegel-3 (fspg2)



U-Buegel-4 (fspg2)



U-Buegel-6 (fspg2)



Der erste Weichenstellhebel wurde eben zur Probe montiert - jetzt sind es nur noch sieben, die montiert werden wollen!


U-Buegel-8 (fspg2)

fspg2 - 30.09.12 16:06
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,

kennt Ihr das, ... da liegt ein Teil halbfertig und wartet auf die nächsten Lötungen?! Winke

So ging es mir mit der Treppe für den alten Schuppen.

Zur Erinnerung, gezeichnet war die Treppe schon im Februar 2009 Heulend


Alter_Lagerschuppen_307 (fspg2)



Die Holme hatte ich in einer kleinen Lötlehre mit den Winkelträgern und je zwei 0,5mm Nieten verlötet. Die Messing-Stufen waren fertig... aber Stufen und Holme warteten ...



Durch die Hilfe eines befreundeten Buntbahners, bin ich mit einem Widerstandslötgerät ausgestattet. Sehr glücklich

Also wollte ich das neue Gerät gleich einmal ausprobieren Ausruf

Es wurde eine neue Hartpapierlehre gefräst, die Holme und die Treppenstufen platziert.

Alter_Lagerschuppen_305 (fspg2)



An die zu lötenden Stellen wurden kleine Stücke vom 0,5mm Lötdraht positioniert und Lötwasser mit dem Pinsel dazugegeben.

Mit der linken Messing-Elektode habe ich die Treppen-Stufe gehalten, die Kohlen-Elektrode wurde an den Lötdraht gedrückt, der Fußschalter gedrückt.... nach ein paar Sekunden schmolz das Lötzinn. Durch die Kapillarwirkung des Lötwassers kroch das Zinn in die Spalten. Fußschalter losgelassen und kurz gewartet und mit der Kohlen-Elektrode noch leicht gedrückt, bis alles fest war.


Alter_Lagerschuppen_306 (fspg2)



Nach einer halben Stunde und 28 Lötstellen konnte ich die Treppe sandstrahlen.


Alter_Lagerschuppen_308 (fspg2)



Alter_Lagerschuppen_309 (fspg2)



Es ist ein riesiger Unterschied zum Kolbenlöten:

Kein langes Anheizen des Kolbens, es wir wirklich nur partiell die Stelle erwärmt, an der das Lötwasser und das Lötzinn platziert sind. Dicht daneben liegende fertige Lötstellen bleiben unangetastet. Kurze oder längere Pausen sind kein Problem, das Gerät ist kalt, solange der Fußschalter nicht gedrückt ist.

Ich bin wirklich begeistert vom Widerstandslöten und von dem Gerät (Danke an Uwe - eine super Arbeit!) Sehr glücklich Ausruf Ausruf Ausruf
HSBAchim - 01.10.12 07:53
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Morgen Frithjof,

einfach nur fantastisch, was du in dieser Baugröße an Realismus zeigst.

Deine Baufortschritte sind immer wieder eine Augenweide. lupe
rocco53 - 01.10.12 09:36
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,
das finde ich toll und sage herzlichen Glückwunsch! Das richtige Gerät in den richtigen Händen- was mag uns da jetzt noch alles erwarten? Schade daß Du am Samstag nicht in Stromberg warst, aber manchmal sind andere Dinge wichtiger. Ich wünsche Dir noch viele Anfälle von Begeisterung beim Widerstandslöten. Geht nicht gibt´s eben nicht....
Viele Grüsse

Toni
fspg2 - 06.10.12 17:36
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

@Achim
Danke für das Lob! Besonders in unserer Baugröße ist es geradezu ein "Muss" detaillierter zu bauen Ausruf So werden gegenüber meinen alten Maßstab (1:43,5) alle Teile in der Fläche 4-fach und im Volumen 8-fach größer dargestellt. Auch wenn es länger dauert, ein Teil bis zu kleinen Schraube oder Niete nachzuempfinden, so schaut es am Ende doch einfach "echter" aus Winke

@Toni
Du warst ja unter anderem mit Schuld daran, dass ich auf das Widerstandslöten ansprang Ausruf Sehr glücklich
Es ist einfach schon toll, wenn ich an ein dickes Teil ganz schnell ein kleines Teil anlöten kann, ohne dass durch langes Erwärmen bereits fest gelötete Teile sich wieder lösen.
Ich habe in den letzten Tagen aufgeräumt (Urlaub sei Dank) und viele kleine Teile gefunden, die nach dem Widerstandslötgerät geradezu schreien Winke

Weitergegangen ist es auch bei dem Brückenmodul. Der Hebemechanismus der Hubbrücke nach dem Prinzip Hotopp (hier schon einmal näher erklärt) soll genauso, wie der Schließmechanismus der Stemmtore, im Modell gezeigt werden.


Modul-Montage_005 (fspg2)




Modul-Montage_007 (fspg2)



Auch wenn nicht mit echtem Wasser angetrieben, so sollen sich einige unterirdisch abspielende Funktionen durch ein Loch im Modulkasten betrachten lassen.


Modul-Montage_008 (fspg2)

fspg2 - 13.10.12 17:44
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

ich schrieb ja, dass ich vom Widerstandslöten total begeistert bin, dicht neben der Lötstelle liegende Stellen bleiben geschont.

Das wollte ich genauer ausprobieren Winke


Heber_01 (fspg2)



Für den sichtbaren Teil des Hebers wollte ich ein Hilfsblech auf ein weiteres Blech löten.
Bislang hatte ich zum rechtwinkligen Ausrichten immer einen Metallwinkel benutzt (der natürlich auch Hitze abgezogen hatte) - also wurde mit dem Kolben die Lötstelle länger erwärmt, Nachbarstellen wurden dabei mit Zahnpasta gekühlt.

Jetzt war ich mutig und nahm ein altes Plastik-Geodreieck als Anschlag. Mit Tesakrepp wurde alles fixiert.. und das Widerstandslötgerät erwärmte die rechte Seite....

Heber_02 (fspg2)



...die linke Seite blieb kalt Sehr glücklich

Heber_03 (fspg2)



Heber_04 (fspg2)



Heber_05 (fspg2)



Der Heber konnte beim Abriss der alten Lauenburger Schleuse 2006 genauer betrachtet werden:



Quelle: http://www.rondeshagen.com/Schleuse_in_%20Lauenburg.html



Quelle: http://www.rondeshagen.com/Schleuse_in_%20Lauenburg.html


Auf dem Foto von 1901 erkennt Ihr die Lage der Heber unter der alten Lauenburger Hubbrücke:


Heber_08 (fspg2)

Copyright: Lauenburger Elbschiffahrtsarchiv

Heber_09 (fspg2)

Copyright: Lauenburger Elbschiffahrtsarchiv


Von den (im Maßstab auf 1:22,5 umgerechneten) Zeichnungen konnte ich die Größen ermitteln:


Heber_06 (fspg2)

Slg:Hellmich

Heber_07 (fspg2)

Slg: Hellmich


Jetzt suche ich eine Idee, wie ich ein 6mm Rohr, so wie auf dem Ausschnitt des Fotos, biegen kann. Der scharfe Biegeradius oben ist schon sehr eng. Versuche mit ausgeglühtem Kupferdraht und auch mit einem gefüllten Messingrohr ließen sich zwar rechtwinklig biegen aber 180Grad bei diesem engen Radius...
Eine Kunstoffstange erwärmen und biegen, werde ich demächst versuchen.
Prototyping für zwei Teile wäre die letzte Lösung (wegen der Kosten).


Heber_10 (fspg2)

Copyright: Lauenburger Elbschiffahrtsarchiv
Helmut Schmidt - 13.10.12 20:13
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

Auch Fräsen ist mit so einem Fräser möglich.

Damit kannst du die Bögen von beiden Seiten Fräsen.
rocco53 - 13.10.12 20:25
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,
was hälst Du denn davon, zweimal 90 Grad zu biegen, die waagerechten Anteile dann am Ende der Biegung abtrennen und dann an dieser Stelle stumpf verlöten...dann noch ein wenig beiarbeiten und fertig sind die 180 Grad,... das könnte doch funktionieren....

viele Grüsse

Toni
Hydrostat - 19.10.12 09:28
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

wie wäre es denn mit Lötzinn mit dem gewünschten Durchmesser (siehe z. B. hier)? Das lässt sich gut händisch biegen und ist bei normalen Umgebungstemperaturen auch formstabil Grins . Und Du suchst ja auch anspruchsvolle Aufgaben für Dein neues Widerstandslötgerät (nur für den Fall, dass Du die Flansche nicht kleben möchtest ...).

Schönen Gruß
Volker
fspg2 - 25.10.12 02:32
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

erst einmal Danke an Helmut, Toni und Volker für Eure Antworten.

Ich werde Eure Vorschläge ein wenig mischen und demnächst Folgendes versuchen:

Mit einem 6,0mm-Kugelfräser werde ich die Form des Krümmers (richtig und seitenverkehrt) jeweils 3,0mm tief in zwei Teflonplatten fräsen.


Heber_12 (fspg2)



Diese beiden Halbschalen werden mit vier Passerstiften in die richtige Lage gebracht, so dass ich eine Gußform erhalte.


Heber_13 (fspg2)



Teflonspray wird als Trennmittel verwendet. Danach wird flüssiges Resin in die Form gefüllt und nach dem Aushärten die Angüsse (gelb gezeichnet) abgetrennt und die Flansche angeklebt....

Kruemmer_Flansch (fspg2)



Ich bin gespannt, ob das so klappen wird. Frage



Wenn es nicht so funktioniert, wie ich mir das denke, gibt es hier vielleicht eine gute Alternative.
Im Schmalspurtreff-Forum wurden wohl schon ganz gute Erfahrungen mit diesem Anbieter gemacht.


Krümmer_11 (fspg2)




Die Feldbahn-Hubbrücke stand im Original auf zwei Schwimmern, die in Schächten je nach Wasserstand gehoben wurde. Bei Hochwasser (z.B. Schneeschmelze) wurde die Brücke dann nach oben gedrückt, so dass immer eine Durchhahrtshöhe von 4,50m für die zu schleusenden Schiffe bestand.


Schwimmer_01 (fspg2)



Durch ein Loch in der Modulwand wird die Funktionsweise im Modell einsehbar sein.


Schwimmer_02 (fspg2)



Die Deckel für den Schwimmkörper werden aus Messing gedreht.


Schwimmer_03 (fspg2)



Die Steine für den Schacht wurden in eine 1,0mm starke Flugzeugsperrholzplatte 0,5mm tief eingefräst. Der nicht sichtbare Bereich erhielt lediglich senkrechte Fugen im Abstand von 4,74mm, damit sich die Patte besser biegen lässt. Bei einem Durchmesser von 111,0mm der äußeren Plexiglasröhre reicht diese Maßnahme allerdings nicht aus. So wird die Platte noch unter heißem Wasserdampf weiter gebogen.


Schacht_Mauerabwicklung_01 (fspg2)

rocco53 - 25.10.12 09:57
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,
ich muss sagen, Du weisst Dir zu helfen - das ist ziemlich genial diesen Krümmer in einer Form herzustellen. Ich will Dir eigentlich nur noch eine Empfehlung geben was den Kunststoff angeht: es gibt im Dentalbereich sogenannten Modellierkunststoff, bezeichnet als Pattern Resin von GC Corporation (Japan) . Der Kunststoff ist rot, härtet an der Luft aus und ist sehr stabil. Man kann ihn in einem Silikonbecher anrühren, bei grösseren Mengen, mehr oder weniger flüssig, oder, man kann auch kleine Teile damit herstellen indem man einen speziellen Pinsel, der mit im Set ist, kurz in das Monomer taucht und anschliessend in das Pulver. So erhhält man einen mehr oder weniger grossen Tropfen, den man auf schon ausgehärteten Kunststoff aufträgt. So entsteht dann im ungünstigsten Fall ein Klumpen, aber so kann man z.B. zwischen zwei Glasscheiben eine dünne oder sehr dünne Platte aus diesem Material herstellen. Man könnte aber auch ein Grundgerüst für Figuren machen...Als Isolierung in einer nicht Silikonform würde ich einfach Vaseline nehmen. Für Deine Anwendung würde ich Dir empfehlen,Pattern Resin angerührt im Becher und relativ dünnflüssig in die Form zu giessen; an einer Seite rein und es müsste dann ja am anderen Ende sichtbar hochsteigen. Oder Du machst noch ein paar feine Abzugskanäle Quer zur Hauptrichtung, füllst beide Formhälften auf und drückst sie dann zusammen, am besten mit einer Schraubzwinge; der überflüssige Kunststoff geht dann in die Querkanäle und das Objekt ist schön da. Der Kunststoff zieht relativ schnell an- so nach 5 Minuten sollte er ausgehärtet sein. Dies war ein kleiner Ausflug in die Zahntechnik; ich habe schon so einiges mit diesem Zeug angestellt, und wie der Name schon sagt, eigentlich ist er gedacht für den Urmodellbau um anschliessend in Metall zu giessen. Der grosse Unterschied zu anderen Kunststoffen liegt nämlich darin, daß er in hocherhitzten Gußformen rückstandslos verbrennt, eben so wie Wachs rückstandslos ausgetrieben wird und damit eine sehr gute Oberfläche im Guss ermöglicht. Vielleicht kannst Du ja mit dieser Info was anfangen...

viele Grüsse

Toni
Helmut Schmidt - 25.10.12 13:20
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Toni,
ich nutze den rosa Kunststoff aus dem die Zahnprothesen hergestellt werden.

Einmal sehr Formstabil und zum Anderen ist der auch sehr alterungs-beständig.

Hallo Frithjof,

für dich bedeutet dieses, wir können das gern mal zusammen ausprobieren wenn du möchtest.

Da kann zum Beispiel der Kunststoff so angerührt werden, dass er knetbar ist.
Dann zwischen die Formhälften in die Vertiefung geben geben und einfach pressen.

Er kann aber auch dünnflüssig angerührt werden und z.B. mit einer Spritze hinein gepresst werden.
fspg2 - 01.11.12 13:59
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Toni, hallo Helmut,

toller Tipp. Danke Euch dafür! So etwas schätze ich am Forum Winke

Wie lange hält denn so ein Gebinde. Ich werde wohl meinen Zahnarzt darauf einmal ansprechen.

Für die Revisionsplattform habe ich mir ein Hilfsgerüst gefräst, das aussen an dem Plexiglasrohr angesetzt wird und die Mauerelemente tragen wird.


Schwimmer_04 (fspg2)



Schwimmer_05 (fspg2)



Schwimmer_06 (fspg2)

fspg2 - 03.11.12 13:38
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,

als ich heute morgen die Geschirrspülmaschine öffnete, kam mir viel Dampf entgegen.... und zugleich ein Gedanke... Ausruf

Ich legte die ausgefräste 1,0mm Schacht-Mauerabwicklung kurzerhand in die Maschine und wartete etwa 20 Minuten ab, was passieren würde.

Das Holz hatte sich durch den heißen Wasserdampf gewölbt, allerdings in die falsche Richtung, so dass die Steine jetzt aussen lagen.
Jedoch ließ sich die Sperrholzplatte recht leicht entgegengesetzt biegen und in das Plexiglasrohr einlegen. Ein weiteres Rohr, ein paar Holzleisten und zwei Zwingen drückte die Platte in die richtige Rundung.
Danach legte ich alles in den Backofen. Eine Schüssel mit kochendem Wasser wurde als Feuchtigkeitsspender dazu gestellt. Bei 75 Grad Celsius blieb alles noch einmal für 20 Minuten im Ofen.
Das Plexiglasrohr GS verträgt Hitze bis ca. 80 Grad.


Schacht_Mauerabwicklung_02 (fspg2)




Momentan lasse ich alles langsam abkühlen und werde morgen die Andrückhölzer entfernen.


Schacht_Mauerabwicklung_03 (fspg2)



Schacht_Mauerabwicklung_04 (fspg2)

fspg2 - 06.11.12 19:55
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,

nachdem ich die Abwicklung aus dem Plexiglasrohr gezogen hatte, hielt es die Rundung. Dadurch, dass es leicht auseinanderdrückt, liegt es am Plexiglasrohr sehr gleichmäßig an.


Schacht_Mauerabwicklung_06 (fspg2)




Noch etwas zum Funktionsprinzip der Hubbrücke:


Hubbrücke_Funktionsprinzip_01 (fspg2)


In der Normalstellung konnte die Feldbahn die Brücke befahren.


Hubbrücke_Funktionsprinzip_02 (fspg2)


Unter den beiden Pfeilern befanden sich in einem Schacht je ein Schwimmkörper. Diese drückten bei Hochwasser (z.B. bei Schneeschmelze) über jeweils zwei Verbindungsstützen die Hubbrücke etwa bis zu 2,0m nach oben. So konnte eine Durchfahrtshöhe von 4,5m für die zu schleusenden Schiffe garantiert werden.


Hubbrücke_Funktionsprinzip_03 (fspg2)


Musste nun ein Feldbahnzug die Brücke passieren, wurden Schotten und Schieber gestellt, sodass das Wasser aus den Schächten abfließen konnte. Gleichzeitig drückten 4 Gewichte (zwei pro Seite/rot markiert) die Brücke auf ihre Widerlager und hielten sie nieder, egal wie der Wasserpegel stand. War eine Schleusung vorgesehen, ging es in umgekehrter Reihenfolge vonstatten. Gewichte wurden hochgekurbelt (es gab keine elektrischen Antriebe - nur Wasser, Druckluft und Handkurbeln), Schotten und Schieber gestellt und das in die Schächte zurückfließende Wasser hob die Brücke wieder. Solch ein Vorgang dauert etwa 10 Minuten. (Elektische Pumpen hätte das Ganze in ca. 2 Minuten bewältigt).

Es wurden über diese Brücke eine Zündholzfabrik und eine Ziegelei bedient. 1926 hatten sich beide Firmen darauf eingelassen, auf ihren LKW-Park zu verzichten. Man hatte die Befürchtung, daß durch die "Schwertransporte" (Holz, Mauersteine, Dachziegel und Kohle) die örtlichen Straßen schnell in Mitleidenschaft gezogen würden. So war die Brücke über den Elbe-Lübeck-Kanal (ehemals Elbe-Trave-Kanal) eine wichtige Verbindung zwischen der großen Bahn und den beiden Firmen mit zusammen etwa 500 Arbeitern und Angestellten).

War 1901 ursprünglich eine Belastung von 1 Pferd mit 3 Loren (mit ca. 7,8 Tonnen Gewicht) kalkuliert worden, wurde die Brücke im Alltag bald mit einer Lok und mehreren Loren und einem deutlich höherem Gewicht (27 Tonnen) belastet. (siehe die beiden Anhänge).
So wurden 1949 von der Ziegelei ca. 90 Güterwagen der Bundesbahn mit Gütern (Steine und Ziegel) beladen und etwa 112 Güterwagen mit Kohle und Maschinenteilen entladen. Zusammen mit der Zündholzfabrik waren es sogar gut 250 Wagons mit Kohle, die 1950 auf die Feldbahn umgeladen wurden.



gefunden: http://buchhorsterwaldbahn.de/stuff/Interaktiver_Streckenplan/Buchhorster_Ziegeleibahn/Entdecke_die_alte_Trasse/Umschaufeln.html

Zu diesem Bild habe ich eine besondere Affinität, zeigt es rechts im Bilde meinen Vater in den 1950ger Jahren.

Kriegsbedingte Materialknappheit zeigte auch bei der Brücke ihr Spuren. Es konnten vielfach keine Reparaturen der verrosteten und defekten Teile durchgeführt werden. Auch führte die mechanische Überbelastung schließlich 1950 zu einer Sperrung der Brücke. Kurzfristig konnte durch Holzstützen die Brücke zusätzlich unterstützt werden. Nach langen Verhandlungen mit der Stadt und dem Land kam man überein, die alte Brücke durch einen Neubau zu ersetzen. Die Kosten mussten sich die beiden Firmen teilen. Es wurden günstige Kredite vom Land zur Verfügung gestellt. Da eine weitere Industrieansiedlung gewünscht war, sollten sich weitere Nutzer der neuen Brücke mit eine Umlage beteiligen. Dazu kam es allerdings nicht wirklich. Die neue Brücke wurde schon 1965 wieder abgerissen - der Lkw war schneller, günstiger,... Heulend
fspg2 - 11.11.12 08:57
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Morgen,

das Polymethylmethacrylat-Rohr - Kurzbezeichnung PMMA (besser als Acrylglas bekannt oder als PLEXIGLAS ® (eingetragene Handelsmarke der Röhm GmbH) - lässt sich sehr gut mit Säge und Fräser bearbeiten.

Durch die eingelegte Sperrholz-Abwicklung konnte ich von aussen mit einem roten Filzstift die Säge/Fräskanten markieren. Das Sperrholz wurde danach wieder entfernt und das Rohr auf einem Bohrständer befestigt. Ein scharfer Fräser in der eingespannten Oberfräse trennte die Kanten entlang der Markierungen. Die Querschnitte erfolgten auf der Böhlerkreissäge.
Das Plexiglas GS lässt sich wunderbar bearbeiten. Allerdings sollte ein Staubsauger in der Nähe sein.


Schacht_Mauerabwicklung_07 (fspg2)



Das Plexiglasrohr dient ja nur als äußere Stütze für die runden Mauerabschnitte. Da das Innenleben sichtbar sein soll, wurde der obere Bereich entsprechend bearbeitet.


Schacht_Mauerabwicklung_08 (fspg2)



In die senkrechte Nuten im Rohr wird ein gefrästes Messingprofil eingeklebt (auf dem Foto noch locker eingelegt).


Schacht_Fuehrungsschiene_02 (fspg2)



Es dient als Führungsschiene für die Laufrollen des Schwimmkörpers.

Schacht_Fuehrungsschiene_01 (fspg2)

Hydrostat - 11.11.12 10:54
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

elegant gelöst. Etwas off topic: Hast Du zum Rendern der Schwimmkörperoberfläche ein Vorbildfoto verwendet?

Schönen Gruß
Volker
fspg2 - 24.11.12 19:33
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Volker,

es ist kein Vorbildfoto, sondern eine durch das Program erzeugte Oberfläche ("Stahlmetall, oxidiert").

Der Schacht bekam inzwischen ein verstärktes Stützkorsett gezeichnet...


Schacht_Mauerabwicklung_09 (fspg2)



Schacht_Mauerabwicklung_10 (fspg2)



... und gefräst ...

Schacht_Mauerabwicklung_12 (fspg2)



... und probeweise eingebaut.


Schacht_Mauerabwicklung_11 (fspg2)

border - 26.11.12 20:04
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo fspg2,
ich habe mir mal die ganze Entstehung des Moduls, Gebäude und Kran von Seite 1 bis 51 angesehen.
Da kann ich nur sagen, Respekt. Sehr gute Detailarbeit mit entsprechende Recherge. Zustimmung

Auch wenn ich in einen kleineren Maßstab (1:87) arbeite, möchte ich mir gern bei der Umsetzung etwas bei dir abschauen.
Bin auf die Gesamtfertigstellung gespannt.
Gruß
border
fspg2 - 29.12.12 18:43
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

ich hoffe Ihr habt die letzten Tage ohne viel Streß verlebt und auch ein wenig Zeit für das Hobby nutzen können Winke

Die Hubbrücke wurde im Original durch zwei genietete Schwimmkörper getragen. Leider war es mir nicht möglich, davon nähere Unterlagen zu bekommen, als Prinzipskizzen, auf denen man die Abmessungen ersehen kann.

Schwimmer_07 (fspg2)



Schwimmer_08 (fspg2)



Ich vermute einmal, dass der obere und untere Deckel ähnlich, wie Andreas es schon einmal hier gezeigt hatte, vernietet waren.

Nachdem ich mich bei zeno.org über Nieten ein wenig schlauer gemacht habe: klick, kommt eine Frage an die Kesselbauer unter Euch: wie wurde die zweite Lage der Bleche an den Überlappungen (roter Kreis) verbunden? Hat jemand ein Foto oder eine Zeichnung, auf dem/r ich mehr als auf dem folgenden Foto erkennen kann? Gab es da Unterleg-/Füllbleche, um die Stufen auszugleichen oder wurde das Blech einfach krumm gepresst?


Bildschirmfoto-2012-12-29-um-18_27 (fspg2)

gefunden hier + roter Kreis hinzugefügt
Hydrostat - 29.12.12 20:33
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

schau mal hier (3. Beitrag auf der Seite); vielleicht klärt das Deine Frage (auch wenn es dort um Dampflokkessel geht).

Schönen Gruß
Volker
Klaus - 29.12.12 23:24
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hi Frithjof, bei meinem Kesselwagen haben die Schüsse überlappt. Wenn die Einzelteile bündig sein sollen, würde ich einen Blechstreifen unterlöten und dann beide Seiten vernieten.
anoether - 30.12.12 18:12
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

fspg2 hat folgendes geschrieben::
Ich vermute einmal, dass der obere und untere Deckel ähnlich, wie Andreas es schon einmal hier gezeigt hatte, vernietet waren.

da hast du aber tief gegraben Winke.
Irgendwann zeige ich sicherlich auch mal den fertigen Wagen - kann nur noch Jahrzehnte dauern ... Augenrollen .

fspg2 hat folgendes geschrieben::
wie wurde die zweite Lage der Bleche an den Überlappungen (roter Kreis) verbunden? Hat jemand ein Foto oder eine Zeichnung, auf dem/r ich mehr als auf dem folgenden Foto erkennen kann? Gab es da Unterleg-/Füllbleche, um die Stufen auszugleichen oder wurde das Blech einfach krumm gepresst?

Auf keinen Fall Unterleg- oder Füllbleche!
Eher Materialschwächung in Verbindung mit viel Wärme.
Dazu die Fertigkeit, Hämmer und sonstige Schmiedewerkzeuge zu bedienen (dicht verstemmen):



Wenn du möchtest, dann schicke ich dir gern meine komplette Fotoserie zu diesem Wagen.

Klaus hat folgendes geschrieben::
Hi Frithjof, bei meinem Kesselwagen haben die Schüsse überlappt.

Hallo Klaus, deine Umsetzung ins Modell war an dieser Stelle ein Bauerntrick Winke.

Gruß Andreas
fspg2 - 30.12.12 21:09
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Volker, Klaus, Andreas,

erst einmal danke für Eure Antworten!

@Andreas
Es wäre natürlich nett, wenn Du mir noch weitere Fotos zukommen lassen würdest. Dein Bild zeigt eine Überlappung, hast Du auch ein Bild, auf dem zwei benachbarte Stellen (so wie im roten Kreis meines Beispielfotos gezeigt) abgebildet sind?

Zitat:
Auf keinen Fall Unterleg- oder Füllbleche!
Eher Materialschwächung in Verbindung mit viel Wärme.
Dazu die Fertigkeit, Hämmer und sonstige Schmiedewerkzeuge zu bedienen (dicht verstemmen)

Hier wird es spannend, da ich von einem Kollegen in Kalles Forum genau Gegenteiliges gelesen habe Frage


Da Weihnachten ja nun schon wieder vorbei ist, bleib mir nur noch, Euch einen leichten Start für 2013 zu wünschen. Nächstes Jahr geht es mit frischer Kraft weiter Winke


Januar-2013 (fspg2)

anoether - 30.12.12 23:20
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

fspg2 hat folgendes geschrieben::
Hier wird es spannend, da ich von einem Kollegen in Kalles Forum genau Gegenteiliges gelesen habe Frage

was der Kollege schreibt, ist vermutlich richtig doch wir haben hier ja weder Laschen noch Ringe.
Brosius & Koch ist im Moment leider nicht in Griffweite aber zum Thema "Stemmen" findet man im Netz unzählige Beiträge. Z.B.:

http://www.dampfmaschinenmuseum-frankenberg.de/baustoff.htm oder
http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=116250 (S.161).

Alles Gute für 2013!

Gruß Andreas
squirrel4711 - 31.12.12 01:48
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hi Andreas,

mit alter Literatur kann ich in meinem Alter am letzten Tag des Jahres gerne weiterhelfen :
Kessel1 (squirrel4711)

Brosius und Kochs
Der Lokomotivführer
Der Lokkessel und seine Armatur
6. Auflage 1887
Seite 23

Der interessierte Rest darf natürlich auch gucken.

Allen einen Gruß, guten Rutsch und ein gesundes und erfolgreiches 2013
Rainer
anoether - 31.12.12 10:28
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Rainer, vielen Dank!

Das Bild auf Seite 23 (Mitte) löst das Rätsel:
An den Halbschüssen verbleibt jeweils eine zu schwächende "Fahne", die man auch hier sehr schön sehen kann:



Hallo Frithjof, würdest du diese Lösung gelten lassen?

Gruß Andreas
fspg2 - 06.01.13 22:32
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Rainer, hallo Andreas,

Dank an Euch Beide Ausruf Mit dieser Lösung ist mir sehr geholfen Sehr glücklich

Aus den beiden Skizzen des Schwimmkörpers (vom 29.12.2012) sieht man zwei verschiedene Ausführungen.
Welche Version des Schwimmes im Jahre 1900 tatsächlich gebaut wurde, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Zumindest der Turm der folgenden Abbildung ist auf keinem der bekannten Fotos zu sehen. Gut zu erkennen ist hier allerdings die Winde, mit der die Gegengewichte auf die Brücke herabgelassen wurde, wenn eine Feldbahn bei Hochwasser die Brücke passieren sollte.

Hubbruecke_Winde_01 (fspg2)


In der bisherigen Nachbildung des Schachtes bin ich von zwei in das Mauerwerk eingelassenen U-Profilen für die Führungsrollen ausgegangen.


Heute habe ich ein neues Plexiglasrohr mit Nuten für vier Profile gefräst. So erhalte ich eine wesentliche sicherere Führung für den Schwimmkörper.


Plexiglass_schlitzen_01 (fspg2)



Mit Hilfe einer Zeichnung und eines rechtwinkligen Plexiglasreststückes als Anschlag (anstelle eines Geo-Dreieckes) wurden die vier Markierungen auf das Plexiglasrohr übertragen.


Plexiglass_schlitzen_02 (fspg2)



Entlang dieser Linien wurden die vier neuen Schlitze gefräst.


Plexiglass_schlitzen_03 (fspg2)



Plexiglass_schlitzen_05 (fspg2)



Schwimmer_09 (fspg2)

fspg2 - 27.01.13 23:03
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

die gewölbten Deckel des Schwimmers wurden inzwischen von einem Kollegen aus Messing gedreht.



Schwimmer_10 (fspg2)



Schwimmer_11 (fspg2)



Der Schwimmer hat im Innern vier Stützen und zwei Messingringe.

Schwimmer_14 (fspg2)



Damit der Deckel mit diesen Stützen eine feste Verbindung eingeht, habe ich mit Hilfe einer MDF-Fräslehre vier kleine Aussparungen von der Unterseite eingefräst.


Schwimmer_12 (fspg2)



Schwimmer_13 (fspg2)



Schwimmer_15 (fspg2)



... Widerstandslöten ist schon toll, ich möchte es nicht mehr missen Grins


Schwimmer_16 (fspg2)



Schwimmer_17 (fspg2)

Hydrostat - 28.01.13 09:57
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

mir ist bei Deiner Ausführung nicht klar, wie der Schwimmerdeckel im Original konstruiert ist. M. E. ist der Deckel ein (wie beim Tankwagen) inklusive des rechtwinkligen Umschlags an den Ecken gekümpeltes Teil oder es ist lediglich ein gewölbtes Blech, das dann mit einem kreisförmigen Winkel mit den Seitenwänden vernietet wird. Im ersten Fall müsste der Deckeldurchmesser allerdings um 2x Materialstärke des Mantels kleiner sein als dieser und eine abgerundete Kante aufweisen (Biegeradius beim Kümpeln). Im zweiten (für mich eher unwahrscheinlicheren) Fall müsste auf der Deckeloberseite eine Nietreihe zu sehen sein?

Schönen Gruß von Deinem Kümpel

Volker
fspg2 - 04.02.13 22:29
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Volker,

ich muss Dir Recht geben! Die Wahrscheinlichkeit ist recht groß, dass um 1900 ein Deckel mit 2,5m Durchmesser mit einem gekümpelten Deckel, ähnlich wie bei einem Kesselwagen, ausgestattet war.

Bislang war ich davon ausgegangen, dass der gesamte Deckel aus genieteten "Tortenstücksegmenten" gefertigt waren. Auf im Netz entdeckten Vorbildfotos und Zeichnungen vom Schiffshebewerk Henrichenburg hatte ich solch eine Konstruktion gefunden. Hier hatte der Schwimmer allerdings einen Durchmesser von 8,3m.

Ich wollte die Messing-Nieten mit Hilfe einer Bohrvorrichtung auf den gewölbten Deckel aufbringen und verlöten....

Dein Vorschlag, ist natürlich viel einfacher zu bewerkstelligen!

Der gedrehte Messingdeckel wurde erneut in die MDF-Aufnahme gepresst und vier 2mm Löcher gebohrt. Messingrundmaterial von 52mm x 10mm wurde mit deckungsgleichen Löchern versehen. Mit Hilfe von vier 2mm-Messingdrahtstückchen wurden beide Teile zusammengefügt.
Lötzinn, Lötwasser .... und der Widerstandslöter durfte zeigen, was er kann Winke

Ich war sehr gespannt, ob bei soviel Material die Flamme nicht vielleicht schneller/besser die Teile zusammenfügte.


Schwimmer_18 (fspg2)


Zwei kleine Videos gibt es hier und hier. Die Flamme hat verloren Winke

Danach konnte der Deckel auf Christians (Danke Dir noch einmal für Deine Hilfe!) Drehbank gespannt werden und der Rand wurde verrundet.


Schwimmer_19 (fspg2)

4heiner - 06.02.13 08:31
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,
als ebenfalls bekennendem Widerstandslöter kommen mir die Videos sehr bekannt vor. Das ist schon Klasse, was da alles geht!
Frage Meine Frage an alle aber wäre, was für einen Rauch atmet man da eigentlich ein, wenn da Flussmittel verbrannt wird?
Ob das so gesund ist? Mich würde das nicht vom W´löten abhalten, aber vielleicht müsste man wirklich mal über eine Absaugung nachdenken.
Schöne Grüße
4Heiner
fspg2 - 17.02.13 21:50
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,

um ein gleichmäßiges Nietenbild in die Blechabwicklung zu bekommen, habe ich die Löcher mit einem V-Fräser 0,13mm tief in die 0,3mm Neusilberbleche angekörnt. Eine Pertinax-Schalblone diente wieder einmal als Anschlag für die genaue Positionierung der Bleche.


Schwimmer_20 (fspg2)



Im nächsten Arbeitsschritt wurden die vier Bleche mit der Rollenbiegemaschine gebogen. Zwei Opferbleche dienten dazu, dass die Enden keine Knicke bekamen, wie hier beschrieben.


Schwimmer_21 (fspg2)



Die gebogenen Bleche wurden am Parallel-Anschlag der Nietenprägemaschine entlang geführt und die Nieten mit 1,3mm Kopfdurchmesser geprägt.


Schwimmer_22 (fspg2)



Schwimmer_23 (fspg2)



@4heiner
Zitat:
Meine Frage an alle aber wäre, was für einen Rauch atmet man da eigentlich ein, wenn da Flussmittel verbrannt wird?
Ob das so gesund ist? Mich würde das nicht vom W´löten abhalten, aber vielleicht müsste man wirklich mal über eine Absaugung nachdenken.


Aufgrund Deiner Bemerkung habe ich mir inzwischen eine Absaugvorrichtung besorgt - der leise Lüfter saugt die Dämpfe durch den Aktivkohlefilter und sorgt für für ein besseres Gefühl und wohl auch für besser Luft, jedenfalls sind die doch oftmals lästigen Gerüche sehr minimiert Ausruf


Schwimmer_24 (fspg2)



Schwimmer_25 (fspg2)

Eisenbahnfreak - 18.02.13 08:13
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

so eine Absauge ist klasse, wobei die auch beim Flammenlöten angebracht ist. Dämpfe entstehen da auch..., wenn die nur nicht so teuer wären!

Hast Du eine Bezugsquelle für Deine Absaugung"

Herzliche Grüsse
Joachim
volkerS - 18.02.13 17:00
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo 4heiner,
je nach verwendeten Flußmittel kann die Gefahr der Dämpfe, die beim Löten entstehen, von "in geringer Konzentration unbedenklich" bis zu "schädigt das Ungeborene im Mutterleib" reichen. Man sollte daher immer das Sicherheitsdatenblatt des Flußmittels lesen. Die billigste Variante einer Lötdampfabsaugung ist eine Dunstabzugshaube im Umluftbetrieb mit Aktivkohlefilter. Gibts schon ab 40,-Euro.
Volker
fspg2 - 18.02.13 18:25
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Joachim, hallo Volker,

darf es auch etwas weniger sein: so etwa zwischen 7,99€ (B-Ware) und 34,99€ (Neuware)incl. Versand.... oder etwas mehr Auswahl.
fspg2 - 24.02.13 20:27
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

die beiden Schwimmbehälter trugen die Brücke mit je zwei Stützen aus vier L-Profilen.
Je Seite waren Rollen mit 30 cm Durchmesser und ca. 2,5 cm Breite angebracht, die in entsprechenden U-Profilen geführt wurden. Dadurch gleitete der Schwimmer gleichmäßig im Schacht und stieß nicht an die Wand.


Schwimmer_27 (fspg2)



Vier 8 x 8 x 3 mm Messingsockel wurden mit vier 0,5 mm L-Nuten versehen, die später der sicheren Befestigung der Stützen mit dem Schwimmer dienen sollen.


Schwimmer_26 (fspg2)



Schwimmer_28 (fspg2)

fspg2 - 27.02.13 22:53
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,
Volker gab den Hinweis, dass die Befestigung der Stützen auf meinem Schwimmkörper wahrscheinlich nicht so ganz dem Vorbild entsprochen haben kann. Zum Zeitpunkt des Baus der Hubbrücke im Jahre 1899 wurden alle Teile genietet.
Die Sockel vom Bild Nr. 26 hätte in diese Form (Gußteil) geschweißt sein müssen - das war aber damals noch nicht machbar.

Da muss ich Volker Recht geben.

Es gibt zwar eine Zeichnung, die eine Lösung mit einem umlaufendem Profilband um den Schwimmkörper zeigt,

Schwimmer_07 (fspg2)



Schwimmer_29 (fspg2)



aber auf keinem Foto gab es einen Hinweis, dass die Brücke mit dem Schwimmer so realisiert wurde - vielmehr wurden auf allen anderen Zeichnungen von 1900 keine dieser Profile gezeigt. Auch der dort angegebenen Durchmesser weist auf einen Schwimmkörper ohne umlaufende Profileisen hin.

Leider habe ich aber auch keine wirklich sicheren Detailzeichnungen... es ist schon eine Last, wenn man Nieten zählt Winke


Bei meiner gewählten Lösung hilft mir ein Auszug aus einem Brief von 1948, der den traurigen Zustand der Brücke nach dem Krieg beschreibt:


Schwimmer_32 (fspg2)



Also wurden die Sockel und die Stützen nach 1945 von der Stadtverwaltung erneuert... zu dem Zeitpunkt konnte man sowohl nieten als auch schweißen...


Schwimmer_30 (fspg2)



So langsam geht es aus dem Untergrund in den Tagebau, die Stützen werden am Wochenende gefräst.


Schwimmer_31 (fspg2)

fspg2 - 02.03.13 20:51
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,

um nicht zu viele Einzelteile zusammenlöten zu müssen, habe ich das gebogene L-Profil zusammen mit dem unteren senkrechten L-Profil als eine Einheit gezeichnet.


Schwimmer_37 (fspg2)



Schwimmer_36 (fspg2)



3mm Messing Flachmaterial wurde mit Doppelklebefolie auf eine MDF-Platte geklebt und die Platte auf der Fräse befestigt.

Zuerst wurden die Löcher (hellgrün) gebohrt. Danach fräste ich den dunkelgrünen Bereich als Tasche 2,5mm tief.


Schwimmer_33 (fspg2)



Nachdem die Aussenkontur ebenfalls mit dem 1,5mm-Fräser in mehreren Durchgängen (jeweils in 0,8mm-Schritten) gefräst war, konnte ich das fertige Profil (gelb und rot) von der Doppelklebefolie befreien.


Schwimmer_34 (fspg2)



Auf dem folgenden Bild sind alle Teile nur locker zusammengesteckt. Sie passen dank CAD sauber ineinander.


Schwimmer_35 (fspg2)



Als nächstes steht das "Kreuz" auf dem Plan.


Schwimmer_38 (fspg2)

fspg2 - 04.03.13 19:49
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

heute nur ein kleines Update:

Ich wollte am Wochenende noch schnell das "Kreuz" fertigstellen.


3mm Messingmaterial wurde auch hier verwendet. Anfangs fräste ich die 0,5mm tiefe Tasche, um die benötigte Höhe von 2,5mm zu erhalten. Danach ging es weiter mit 2mm Löcher bohren, V-Nut 0,1mm tief und die Aussenkontur komplett fräsen.

Schwimmer_39 (fspg2)



Der verwendete 1mm Fräser erzeugte allerdings 0,5mm Radien in den Ecken.
Um rechtwinklige Ecken zu erhalten, wurden alle Teile auf einen 2mm Draht gezogen und die Ecken im Minischraubstock nachgefräst.


Schwimmer_40 (fspg2)



Schwimmer_41 (fspg2)



Jetzt geht es an ein Bohrlehre für die Schrauben.
Hydrostat - 04.03.13 20:06
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

das sieht doch nach einer guten Lösung aus. Mich würde interessieren, wie das Projekt mit dem stark gebogenen Rohr (Entlüftung?) sich weiterentwickelt hat: Kannst Du dazu schon etwas zeigen?

Volker
fspg2 - 17.03.13 15:16
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Volker,

Zitat:
Mich würde interessieren, wie das Projekt mit dem stark gebogenen Rohr (Entlüftung?) sich weiterentwickelt hat: Kannst Du dazu schon etwas zeigen?


Ich werde die Teile prototypen lassen. Aufgrund einer Empfehlung wollte ich dieses Mal Kunststoff probieren. Jedoch waren meine Details etwas zu klein, so dass die Schraubenköpfe sich wohl nicht so fein hätten wiedergeben lassen. Demnächst werden die Teile aus Neusilber entstehen.


Die vier Führungsschienen im Schacht müssen genau im 90° Winkel montiert werden.


Schwimmer_44 (fspg2)



Dazu habe ich mir aus 1,5mm Messingblech zwei Platten gefräst und ineinandergesteckt. Zur Ausrichtung wurden zusätzlich zwei 3mm Messingbleche im rechten Winkel genutet.


Schwimmer_47 (fspg2)



Alle Teile wurden anschließend zusammengesteckt. Sie sitzen sehr stramm ineinander. So kann ich die Teile später noch einmal auseinandernehmen und weiterverwenden.


Schwimmer_45 (fspg2)



Auch die Führungsschienen werden zuerst nur lose eingelegt. So können sie noch entnommen werden, wenn der Schacht seine Farbe bekommt.


Schwimmer_46 (fspg2)



Die folgenden Mauerteile werden erst eingeklebt, wenn die weiteren Führungsschienen gefräst und zur Probe montiert sind. So erhalte ich saubere Übergänge zwischen den Steinen und der Schiene.



Eine kleine Vorschau auf das was als nächstes kommt:

Schwimmer_43 (fspg2)



Schwimmer_42 (fspg2)

fspg2 - 06.04.13 22:26
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,

als Randauflage für die Riffelblech-Abdeckung des Schwimmerschachtes habe ich aus 2mm Messingblech zwei Ringe gefräst.


Schwimmer_50 (fspg2)



Den Revisionsschacht werden später ein paar Bretter abdecken.


Schwimmer_48 (fspg2)



Schwimmer_49 (fspg2)



Schwimmer_51 (fspg2)

volkerS - 07.04.13 05:33
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,
mich faszinieren immer wieder die Bilder deines Projektes. Jedoch wird der Arbeiter auf dem letzen Bild seinen Spaß mit den Abdeckbrettern haben, von denen alle, bis auf die beiden äußeren, in den Schacht fallen. Am Bier liegts nicht, es fehlt am Schwimmerring die Auflage.
Volker
Hydrostat - 07.04.13 09:00
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Mmmmh, die Bretter sind doch unterseitig sicherlich nochmal quer verstrebt, oder muss der Stift jedesmal das Puzzle neu zusammensetzen? Ich würde auch noch eine Auflage ergänzen.

Klugscheißermodus an: Die Auflagefläche ist insgesamt m.E. überdimensioniert. Die Staunässe führt dort doch nur zu unnötiger Korrosion und Fäulnis. Aber das ist es ja, was Ihr Modellbauer wollt.

Jetzt fällt mir nichts mehr ein, außer erneut staunend die filigranen und sauberen Teile zu genießen. Optisch natürlich.

Schönen Gruß
Volker
fspg2 - 07.04.13 22:22
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Volker,

Zitat:
...es fehlt am Schwimmerring die Auflage.


... da habe ich gestern nur schnell mal die Bretter eingezeichnet, um zu sehen, wie sie wirken.... Natürlich hast Du richtig bemerkt, dass die Auflage fehlt.

Heute habe ich ein wenig weitergezeichnet:


Schacht-Abdeckung_001 (fspg2)



Schacht-Abdeckung_002 (fspg2)



Die Metall-Randabdeckung hat eine Breite von 5mm. Sie ist unter der Lattenabdeckung bewusst so breit, um einen Konstruktionsfehler meinerseits zu kaschieren. Im Original hatte der Revisionsschacht eine Breite von 150cm.

Ich hatte in der Modellumsetzung auf der linken Seite eine MDF-Mauerbreite vergessen zu zeichnen. Dadurch, dass der Schacht unterirdisch einsehbar ist, fällt die nun um 5mm zu geringe Breite des Revisonsschachtes nicht auf. Durch den breiteren Rand geben die Bretter jetzt die reelle Breite wieder.
Bei den Nägeln der beiden äußeren Brettern muss ich mogeln - entweder keine Nägel verwenden (um die Bretter als "Puzzle einzeln herauszunehmen) oder einfach die Nägel andeuten - im geschlossenen Zustand sieht es keiner, was sonst nur wir beide wissen Grins


Schacht-Abdeckung_003_jpg (fspg2)

Helmut Schmidt - 07.04.13 22:43
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

ich habe bei meiner Schachtabdeckung einfach 0,5 mm Drähte eingelötet aber siehe selbst.


Einzelteile der Klappen für die Schachtabdeckung zusammen gelötet.
fspg2 - 02.05.13 21:23
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

momentan bin ich am Zeichnen der beiden Brückentürme.


Heber_08 (fspg2)

Copyright: Lauenburger Elbschiffahrtsarchiv


Brueckenturm_01 (fspg2)



Da ich leider keine genaueren Detailfotos oder Zeichnungen bekommen konnte, eine Frage an Euch:


Wer hat eine Idee, wie die Befestigung der vier Eckprofile auf dem Betonsockel gewesen sein könnte Frage




1995 hatte ich als Projekt den Anleger der Fähre Fehmarn in 1:43,5 gezeichnet.


Faehranleger_Fehmarn_Turm_1 (fspg2)



Faehranleger_Fehmarn_Turm_2 (fspg2)



Dafür hatte ich bei einem Urlaub auf Fehmarn den sehr stark angerosteten Turm und die im Wasser abgesenkte Brücke fotografiert.


Faehranleger_Fehmarn_1995_09 (fspg2)



Faehranleger_Fehmarn_1995_28 (fspg2)



Faehranleger_Fehmarn_1995_18b (fspg2)



Hier sind die Türme an den L-Profilen mit Nieten im Boden verankert Frage Frage Frage Frage
HSBAchim - 03.05.13 07:42
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, Wie man mit den Nieten im Betonfundament eine belastbare Verankerung herstellen kann.

Meine Idee wäre, dass es eine unsichtbare Metallkonstruktion gibt, die im Betonfuß eingegossen ist. Ebenso die 4 Eckpfosten der Turmkonstruktion. Dann dienen diese L-Profile lediglich zur Verstärkung der Verbindung mit dem Metallkern im Beton und zur Abdeckung desselben. Idee

Vielleicht hilft dir das ja bei deinen Überlegungen weiter.
Kolbenfresser - 03.05.13 09:48
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof


Auf den Bildern kann man an den inneren Ecken Gewindestanden erkennen, mit diesen wurde das Bauwerk wohl verschraubt.

Bei heutigen Schilderbrücken an Autobahnen oder Bundesstraßen, sind die Masten auch meist sogar auf Abstand zum Boden, mit im Boden einbetonierten Gewindestanden befestigt.


Gruß

Roland
Helmut Schmidt - 03.05.13 12:30
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

auf diesem Foto von dir ist eigentlich gut zu sehen wie das gemacht ist.



Die L-Winkel sitzen von Innen und Außen und darunter ist eine dreieckige Platte genietet.
Durch die Platte geht dann ein Zuganker (Bolzen) heute meist Gewindestangen der im Fundament eingegossen ist.
Der Beton oben ist dann auch nicht das Fundament sondern ein Estrich-Beton der als Deckschicht aufgebracht worden ist.

Beim Fähranleger von Rügen habe ich gesehen, hat man das Innere sogar soweit mit Estrich-Beton aufgefüllt, dass nicht wie hier Wasser stehen bleiben kann.
fspg2 - 03.05.13 12:36
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Achim, hallo Roland, hallo Helmut,

danke für Eure Überlegungen!

@Roland, Helmut
"Augen auf", ...sollte man machen.... die Gewindestangen waren mir beim Scannen nicht aufgefallen Winke


Ich werde wohl einen Messingsockel pro Turmseite als festen Untergrund verwenden und dann eine ähnliche Kombination, wie auf den Bildern aus Fehmarn verwenden: also auf die Bodenplatte genietete L-Profile und in den Ecken große Gewindestangen mit Mutter.


Kürzlich fachsimpelte ich mit einem Arbeitskollegen darüber, welche Art von Antrieb am zweckmäßigsten für die Hubeinrichtung der Brücke wäre.

Bislang wollte ich mit zwei Spindelantrieben (ähnlich der Z-Achse einer Fräsmaschine) die Brücke heben. Die dabei entstehenden Motorgeräusche waren mir aber ein Dorn im Auge.

Mein Kollege - selber Flugmodellbauer - zeigte mir eine Alternative, die mich begeisterte: Luftzylinder Ausruf

Er verwendet Air Systems Componets der Firma robart für das Einziehen der Fahrwerke seiner Flugzeuge. Dabei wird ein Lufttank (ähnlich einer Haarspraydose) mit einem Kompressor gefüllt und im Innern des Flugzeuges platziert. Mittels schnell steckbaren Schläuchen, Verteilern und Ventil (durch einen Servo ferngesteuert) kann er dann das Fahrwerk betätigen.
Es ist schon erstaunlich, wie viel Kraft diese kleinen Zylinder aufbringen können.

Für das Heben der kompletten Brücke mit schätzungsweise 10kg Gewicht erschienen mir diese kleinen Einheiten allerdings zu schwach.

Im großen Kaufhaus fand ich dann eine passende Einheit. Schon bei einem Druck von 2bar erhalte ich pro Zylinder eine Hubkraft von gut 6kg. Jeder der beiden Doppelzylinder ist also schon mit rund 12kg Hubkraft in der Lage die Brücke alleine zu heben.

Am 1.Mai wurde bestellt... eben klingelte der Postbote... das Paket war superschnell mit der ersehnten Ware bei mir.


Eine Stellprobe zeigte, dass zumindest die Teile zusammenpassen.


Hubzylinder_01 (fspg2)



In der nächsten Woche werde ich beim Kollegen ein wenig Luft pumpen, um zu sehen, ob ich mir genausolche Teile von "robart" bestellen werde.
Ausserdem werden wir mit entsprechend zu bearbeiten Justierschrauben experimentieren, um ein langsames Heben und senken zu erreichen.

Es ist spannend Winke
Schrauber - 03.05.13 14:04
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frihdjof,

Zitat:
Ausserdem werden wir mit entsprechend zu bearbeiten Justierschrauben experimentieren, um ein langsames Heben und senken zu erreichen.


Da es eines meiner beruflichen Fachgebiete ist Winke , empfehle ich Dir dieses langsame Heben durch entsprechende Drosseln (Zuluft oder Abluft) zu erreichen. Wenn Du keine hast, melde Dich, ich kann Dir welche schicken... Winke

Weiterhin viel Spass und meinen größten Respekt vor Deinen Konstrucktionen!

Danke und
Kolbenfresser - 03.05.13 14:40
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof


Mit Luft wird es wohl weniger gelingen den Bewegungsablauf wie das Original darzustellen.
Du könntest aber statt Luft auch eine Flüssigkeit (Ö)l nehmen. Ich vermute mal das gar nicht so viel Menge nötig ist. Mit einem Plexiglasrohr und einem Spindelantrieb kannst du dir eine Kolbenpumpe mit entsprechendem Inhalt bauen. Dies wird dann vermutlich einen schönen Bewegunsablauf ergeben und vermutlich auch noch sehr leise sein.


Gruß

Roland
rhb fan - 03.05.13 15:31
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

Pneumatik bei 2bar Druck gleichförmig zu betreiben ist nicht einfach, da die Arbeitsdrücke so auf 4-8bar ausgelegt sind, bei niedrigen Drücken klemmen die Aggregate (stick slip Effekte) zu arg, vor allem, wenn man keine -teuren-Markenzylinder verwendet. Dein Twin-Zylinder ist zwar verdrehsicher, hat aber erhöhte innere Reibung gegenüber einem einfachen Zylinder gleicher Kolbenfläche (den man einfach mit einer simplen Hilfskonstruktion ebenfalls verdrehsicher gestalten kann). Kann nur die Empfehlung von Thomas empfehlen, abluftseitig eine verstellbare Drossel (mit Rückschlagfunktion zum Entlüften, gibts von Festo etc.), einzubauen und ggf. mit höherem Druck zu beaufschlagen.

Auf jeden Fall wirst Du das Ding vorbildgerecht zum Laufen bringen!

Gruß,

Andreas
fspg2 - 03.05.13 19:14
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Tomas, hallo Roland, hallo Andreas,

Eure Infos freuen mich - Danke dafür Winke

@Roland
Bei den von mir gekauften Zylindern ist Luft, bzw. ölhaltige Luft erlaubt. Bei Verwendung von ausschließlich Öl würden die Dichtungen nicht lange überleben.

Aufgrund der Platzverhältnisse, würde ich an den Zylindern zuerst zwei Winkelsteckverbinder schrauben. Diese sind zwar ein wenig teurer, haben aber den Vorteil, dass sie sich nach dem Anziehen der Mutter noch frei drehen lassen.

Welcher Schlauchdurchmesser ist sinnvoll (4mm)? Die Zylinder sind für 2 - 7 Bar ausgelegt.

Wäre dieses regelbare Ventil zu klein? Ich könnte es mit der Hand umstellen oder über einen Servo steuern.

@ Andreas
Der von mir angegebene Druck von 2bar sollte nur die schon ausreichende Hubkraft bei einem so geringen Druck beschreiben. Bei 7 Bar schafft ein Doppelzylinder satte 44kg zu heben Ausruf

@Tomas
Ich schicke Dir eine PN!
Kolbenfresser - 03.05.13 19:19
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof


Ich sehe keinen Grund warum die Dichtungen durch Öl beschädigt werden sollen. Deine Hubbewegung soll ja bestimmt ca 30 sec dauern, da halte ich die Flüssigkeitsvariante für eine sehr gute Lösung, da es zu keiner komprimierung kommen kann.



Gruß

Roland
rhb fan - 04.05.13 03:02
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

4mm Schlauch reicht dicke aus bei dem benötigten Luftverbrauch. Über den Einsatz von Zuluft- und Abluftdrosseln informiert dieses Datenblatt sehr gut:

http://www.festo.com/cat/de_de/data/doc_de/PDF/DE/GRXA_DE.PDF

Für Deinen Zweck sollte die GRLA-1/8-QS-4-D (ganz oben in der Tabelle) ausreichen, diese gibt es oft für wenig Geld bei ebay, aber auch Neuware ist bezahlbar. Stelle vorher sicher, daß Du in dem Zylinder auch zylindrisches G-Gewinde hast und nicht bei einer Importware ggf. konisches NPT-Gewinde.

Gruß,

Andreas
volkerS - 04.05.13 08:44
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,
lese doch mal das Posting "Guinness Projekt: Lok - nicht das Bier!". Auf Seite 7 und 8 geht um die Realisierung einer langsamen Zylinderbewegung für Hebevorgänge.
Volker
fspg2 - 15.05.13 23:03
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

erst einmal vielen Dank an alle, die mich in den letzten Tagen einerseits mit guten Ratschlägen und Tipps, sowie tatkräftiger Hilfe in Form von Winkelstücken, Drosseln, Schläuchen, Druckluftzylinder und Manometer unterstützt haben. Mein besonderer Dank gilt Tomas, Jörg und Uli Ausruf

Am Wochenende werde ich probieren, die Zylinder pneumatisch zu einem langsamen, gleichmäßigen Heben und Senken zu bewegen (8 cm in 20 - 30 Sekunden). Ich bin gespannt, ob es funktioniert!



Ursprünglich hatte ich die Idee, die Brücke mit zwei kleinen Spindelantrieben von ehemaligen Digital-Scan-Rückteilen (Baujahr 1991) zu heben.


Plexiglass_schlitzen_05 (fspg2)



Allerdings beträgt hier die Hubhöhe nur ca. 4cm - ich benötige jedoch gut 8cm Hubweg.

Heute bekam ich von einem Kollegen ein paar Stangen, Kugelkäfige, Gleitlager und Gewindestangen, die bis zur Mitte der 1980-ger Jahre in großen TV-Zoom-Kameras verbaut waren.


alte_Kamerafuehrungen (fspg2)


Die Teile haben genau die richtigen Abmessungen... hmmm... mal sehen, was am Ende dabei herauskommt Winke
fspg2 - 20.05.13 21:52
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,

da ich noch nicht alle Teile für die Pneumatikversuche zusammen habe, wurden zwischenzeitlich die beiden Führungen des alten Digital-Scan-Rückteiles gegen die neuen längeren Stangen ausgetauscht. Dazu habe ich die Löcher von 6mm auf 8mm aufgebohrt und die dickeren Führungsstangen mit 2mm Imbusschrauben justiert, ebenso wurde die obere Aluplatte für ein neues Kugellager ausgefräst und dieses eingepresst. Die Gleitlager auf den Kugelkäfigen haben jetzt eine Hubhöhe von rund 9cm - mehr als ich benötige!


Hubmechanismus_01 (fspg2)



Hubmechanismus_02 (fspg2)


Die Spindelstange muss jetzt allerdings noch gekürzt werden, um zwischen die beiden Kugellager (unten Druckkugellager) passend eingesetzt zu werden.
fspg2 - 09.06.13 10:40
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,

Pneumatik hat durchaus seinen Reiz!
Etliche Versuche, die Hubzylinder gleichmäßig langsam zu heben und zu senken, brachten allerdings kein wirklich befriedigendes Ergebnis Heulend
Konnte ich den Hub (mit 2Kg Last) noch recht sauber ausführen, so gab es beim Senken etliche Ruckler. Egal, wie ich die Ventile einstellte, es lief nicht befriedigend.

Ich habe jetzt ein wenig gezeichnet und werde die zwischenzeitlich begonnene Spindelstangenlösung weiter verfolgen. Ich hoffe, die entsprechend gekürzten Gewindstangen bald zu bekommen, so dass ich die folgende Animation ins Modell umsetzen kann.


Hubeinheit_Traeger_Montage_01 (fspg2)


Eine runde 6mm Aluminiumplatte wird durch die Spindeleinheit gehoben und gesenkt. Der Schwimmbehälter sitzt dabei auf dem genutenen Rand der Aluplatte. So habe ich eine gleichmäßige Abstützung. Die kleinen Laufrollen werden dabei keine großen Belastungen aushalten müssen.
bkm - 09.06.13 21:12
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Achim,
mit Nieten kann keiner was anfangen das sind Nullnummern Heulend
der Niet die Niete grins Winke
HSBAchim hat folgendes geschrieben::
Hallo Frithjof,
ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, Wie man mit den Nieten im Betonfundament eine belastbare Verankerung herstellen kann.

Geschockt geht nur an Achim dast Thema ist sonst klasse Lachend
HSBAchim - 10.06.13 08:04
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo bkm,

wenn du meinst Schlaumeier

http://de.wiktionary.org/wiki/Niet

Siehe Dativ, Plural. Winke
fspg2 - 16.06.13 00:26
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

heute nur ein paar Bilder von der Fertigung der 6mm Aluplatte, die als Auflage des Hubzylinders dienen wird.

Hubeinheit_Traeger_Montage_02 (fspg2)


In die mit Gudy 831 auf eine MDF-Platte aufgezogene 6mm Alu-Platte wurden als Erstes vier 2mm Löcher gebohrt und in diese vier Draht-Stifte gesteckt. Danach wurden Aussparungen für alle Stangen gefräst, die durch die Platte hindurchgehen.

Hubeinheit_Traeger_Montage_03 (fspg2)



Danach wurde die Platte auf die Rückseite gedreht und mit Hilfe der vier Stifte in den Löchern genau positioniert.


Hubeinheit_Traeger_Montage_04 (fspg2)



Hubeinheit_Traeger_Montage_05 (fspg2)



Hubeinheit_Traeger_Montage_06 (fspg2)



Jetzt fehlen nur noch die gekürzten Spindelstangen für die endgültige Montage.


Hubeinheit_Traeger_Montage_07 (fspg2)

turbo1 - 16.06.13 06:10
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof

Ich bewundere nicht nur die Herstellung deiner Teile, sondern vor allem, dein Technisches Verständnis, wie was funktioniert! Das kann sicher nicht jeder, und dein Detailreichtum beim Bau ist etwas ganz besonderes! Ich schaue immmer wieder gerne deine Berichte an, und freue mich auf den nächsten! Applaus
fspg2 - 24.06.13 23:22
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Franz,

ich danke Dir für Deine netten Worte Winke
Auch wenn ich durch meine etwas detailreichere "Nietenzählerei" langsamer fertig werde, so habe ich in den letzten Jahren sehr viele abwechslungsreiche Facetten von unserem Hobby kennenlernen können. Neben Holz-, Kunststoff- und Metallbearbeitung, fand ich besonders die Vorbildrecherche sehr spannend. Dann ist da noch das Konstruieren, das Ableiten der Zeichnungen und letztendlich das Fräsen ... und die immer wieder vorhandene Spannung, ob auch alles so klappt, wie ich es mir gedacht hatte.
Ebenso einige Kontakte und selbstlose Hilfestellungen hier im Forum tragen mit dazu bei, dass ich, wenn es der Job erlaubt, Euch ab und zu ein wenig von meinen Fortschritten berichte Winke

Inzwischen habe ich von einem Kollegen die gekürzten Spindeln erhalten.


Hubeinheit_Traeger_Montage_08 (fspg2)



Auch wenn ich ein paar wunderbar langsam laufende, starke Getriebemotore als Antrieb für die Hubbewegung der beiden Spindelantriebe verwenden könnte,...


Hubeinheit_Motor_01 (fspg2)



Hubeinheit_Traeger_Montage_09 (fspg2)



...so kann ich mir nicht vorstellen, dass beide Motore so gleichmäßig laufen werden, dass sich die Brücke nicht verkannten wird.

Ein Motor, der beide Spindeln antreibt, könnte vielleicht über eine lange Verbindungsspindel (Abstand immerhin rund 110cm) und ein paar Kegelrädern Abhilfe schaffen.
Ansonsten habe ich noch ein paar Steppermotore und eine Steuereinheit für eine Fräse, die zwei Stepper für die beiden X-Achsen antreiben kann.

Mal sehen... Frage Frage es bleibt spannend.
Schrauber - 25.06.13 05:59
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

bin wie immer begeistert. Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb kommen mir immer mal wieder "unterstützende Ideen" gruebel für Deine techn. Probleme.

Hast Du beim Spindelantrieb schon mal über kleine Zahnriemen nachgedacht? Winke Nur mal so als Idee... Idee

Wenn Du zwei Antriebsriemenräder (oder ein doppeltes) am Motor und jeweils eines an den Spindeln verwendest, müsstest Du eigentlich einen wunderbar synchronen Lauf hinbekommen.... gruebel
turbo1 - 25.06.13 11:42
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof

Wegen dem gleichlauf der Motore.....bei Modellpanzerfahrzeugen wird der Antrieb ebenfalls mit einem Regler und zwei motore gesteuert. Dabei laufen die Motore absolut syncron. Habe das erst in einem Truck Modellbauforum gelesen. Vielleicht wäre das ja eine alternative für dich!
Frédéric - 25.06.13 12:11
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Auch im Modellflug werden zuweilen mehrmotorige Maschinen gebaut und erfolgreich geflogen. Beiden (Mehrmot-Flugzeuge und Panzer) ist gemeinsam, dass sie über eine präzise Trimmung der Motoren sauber ausgerichtet werden.

Ich habe allerdings Bedenken, ob die dort verwendete Technik tatsächlich präzise genug für diese Hubanlage ist (übrigens immer wieder sehr beeindruckend!). Hier geht's ja doch, wenn ich das richtig versehe, um sehr feine Toleranzen in der Gesamtkonstruktion.

Frithjof: Wenn Du sowieso schon eine komplette Schrittmotor-Steuerung und passende Motore hast, dann würde ich auf jeden Fall darauf zurückgreifen!! Wenn Du eine relativ hohe Taktung fährst und dabei sogar noch ein Untersetzungsgetriebe verwendest, wird man die Schritte kaum noch wahrnehmen können und Du bist alle Probleme mit der Synchronisierung der zwei Anlagen auf einen Schlag los.
volkerS - 25.06.13 13:15
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,
richtig ist, dass bei Schrittmotoren bei entsprechend feiner Schrittweite (1/8 oder 1/16 Step) ein feinfühligen Fahren möglich ist. Jedoch kann es, abhängig von den verwendeten Endstufen und Netzteilen durchaus auch bei Schrittmotoren zu Schrittfehlern kommen. Aus diesem Grund werden auch bei Portalfräsen Zahnriemen zur Syncronisation beider (meist) X-Spindeln eingebaut. Eine Alternative sind Absolutwertgeber auf den Motorwellen. Ich würde einen mittig eingebauten Motor und 2 Zahnriemen 2,5x6 verwenden.
Volker
Hydrostat - 25.06.13 14:14
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

wie wäre es mit einer durchgehenden Welle und zwei Winkeltrieben? Die hätte ich da, leider aber gerade kein Foto parat.

Schönen Gruß
Volker
fspg2 - 25.06.13 15:43
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Tomas, Franz, Frédéric, Volker, Volker,

danke für Eure Unterstützung Sehr glücklich

Zitat:
...kommen mir immer mal wieder "unterstützende Ideen"

Tomas, das ist das Erfreuliche, wenn wir uns gegenseitig puschen und Erfahrungen austauschen Winke


Zitat:
...wird der Antrieb ebenfalls mit einem Regler und zwei motore gesteuert. Dabei laufen die Motore absolut syncron.

Zitat:
...dass sie über eine präzise Trimmung der Motoren sauber ausgerichtet werden.


Ich kenne so etwas nur bei RC_Steuerungen.



Somit bieten sich drei Lösungen an:

a) Schrittmotorsteuerung:

meine vorhandene Schrittmotorsteuerung (1/8 Step) stammt von meiner Fräse. Da es wiederholt zu Schrittverlusten kam, hatte mir ein Freund eine eigene Lösung (mit Optokoppler-Karte zur galvanischen Trennung von PC + Steuerung) gebaut, die seit ein paar Jahren einwandfrei funktioniert. Dabei sind die beiden X-Achsen über die Steuerung gekoppelt (ohne Zahnriemen).

Ich hatte mir seinerzeit eine Fräse mit zwei Steppermotoren für die beiden X-Achsen ausgesucht, da ich den Zahnriemenlösungen damals nicht so recht traute und ein Riemen am Ende der beiden Achsen bei längeren Teilen stören würde.

Ob die alte Steuerung bei der Brücke jetzt allerdings ohne Schrittverluste arbeiten will Frage ... es käme auf einen Versuch an. Zumindest ließe es sich relativ leicht mit vorhandenen Teilen realisieren.


b) eine durchgehende Welle:

Zitat:
Ein Motor, der beide Spindeln antreibt, könnte vielleicht über eine lange Verbindungsspindel (Abstand immerhin rund 110cm) und ein paar Kegelrädern Abhilfe schaffen.

Volker, wie lang ist Deine Welle?


c) Zahnriemenantrieb:

Zitat:
Wenn Du zwei Antriebsriemenräder (oder ein doppeltes) am Motor und jeweils eines an den Spindeln verwendest, müsstest Du eigentlich einen wunderbar synchronen Lauf hinbekommen....


Zitat:
Hast Du beim Spindelantrieb schon mal über kleine Zahnriemen nachgedacht?


In etwas so:


Hubeinheit_Traeger_Montage_10 (fspg2)



Hubeinheit_Traeger_Montage_11 (fspg2)


Die beiden Riemen müssten sicherlich noch Spanner und Führungen bekommen, damit sie bei dieser Länge nicht irgendwann einmal durchhängen oder locker werden (ich traue ihnen immer noch nicht so richtig). Auf der anderen Seite können Millionen von Farbdruckern mit ihren Riemenantrieben nicht falsch liegen Winke
Hydrostat - 25.06.13 16:06
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

fspg2 hat folgendes geschrieben::
Volker, wie lang ist Deine Welle?

Nu aber.


Ich habe nur die Winkeltriebe; irgendwelche Siemens-Teile. Wellendurchmesser 5 mm, Hülsenaußendurchmesser 12mm. Montage wäre dann wohl über die Hülsen geboten.



Schönen Gruß
Volker
volkerS - 25.06.13 22:46
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,
sicher wirst du bei dieser Zahnriemenlänge Führungen und Spannrollen benötigen, aber Funktionieren werden sie auf alle Fälle. Diese unscheinbaren Antriebe können dank der Stahleinlage imense Kräfte übertragen und das wartungsfrei. Wenn ich die Zahnriemen an den Servomotoren unserer Bearbeitungszentren im Betrieb sehe, dann ist deine Antriebsproblem "Urlaub" für Zahnriemen.
Volker
Schrauber - 26.06.13 05:48
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

Genial! Du baust (oder zeichnest Winke ) es genau so, wie ich es vor meinem inneren Auge sehe.... gut Herr Grün

Solange Du die Antriebs- und Umlenkrollen genau ausrichtest, kannst Du vermutlich auf Führungen und Spannrollen verzichten. Ich würde es auf einen Probelauf ankommen lassen.

Ansonsten, wieder mal TOP! Respekt
fspg2 - 14.07.13 15:38
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Volker, hallo Tomas,

inzwischen ging es nur ein klein wenig weiter. Es wurden neue längere Alu-Langträger gefertigt, um die Lagerplatten für die Zahnriemenscheibe auf der selben Einheit zu befestigen.


Hubeinheit_Traeger_Montage_12 (fspg2)


Dazu wurde in MDF eine Tasche 2mm tief gefräst und das Alu-L-Profil eingelegt...


Hubeinheit_Traeger_Montage_13 (fspg2)


...und die 2mm Löcher gebohrt.


Hubeinheit_Traeger_Montage_14 (fspg2)



Zwei 6mm Aluminiumplatten (blau gezeichnet) dienen als Träger für die beiden Kugellager.


Hubeinheit_Traeger_Montage_15 (fspg2)


Gegenüber der Zeichnung, wurden die vier Befestigungsschrauben auf 6mm geändert (statt 3mm). Sie gehen durch das Türblatt und werden auf der Unterseite des Modules mit Unterlegscheibe und Mutter festgezogen.


Hubeinheit_Traeger_Montage_16 (fspg2)



Die auf den Bildern erkennbare runde Vertiefung auf der Aluminiumplatte wird das Plexiglasrohr aufnehmen. Dadurch erfolgt die genaue Zentrierung der Hubeinheit innerhalb des Schachtes (wie auch Bild 09 zeigt).


Hubeinheit_Traeger_Montage_17 (fspg2)



Hubeinheit_Traeger_Montage_18 (fspg2)



Hubeinheit_Traeger_Montage_20 (fspg2)



Ein abschließender Blick auf die Unterseite des Modules. Die Zahnriemenscheibe und der Zahnriemen werden frei zugänglich sein.


Hubeinheit_Traeger_Montage_19 (fspg2)

fspg2 - 11.08.13 21:44
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,

nachdem ich inzwischen alle Teile für die zweite Hubseite gefräst habe, müssen sie nur noch montiert werden.

Da ich noch ein paar vorhandene längere Zahnriemen verwenden wollte, habe ich für die Antriebseinheit einen kleinen Umweg gewählt:


Hubeinheit_Traeger_Montage_021 (fspg2)



Hubeinheit_Traeger_Montage_022 (fspg2)



Hubeinheit_Traeger_Montage_023 (fspg2)

fspg2 - 19.08.13 23:28
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,

was soll ich sagen .... ein Unglück kommt selten allein....

Als ich gestern mal eben schnell zwei Aluplatten für die Befestigung des Motors ausfräsen wollte..... verweigerte mein Fräsrechner die Kommunikation mit mir. Egal, was ich anstellte, XP wollte nicht mehr starten. Heulend

Genauso ging es weiter... Da ich noch ein paar Abstandsrohre aufbohren wollte, um ein Gewinde hineinzudrehen... verbündetet sich die Drehmaschine kurzerhand mit dem Fräsrechner und ließ den Ein-/Aus-Schalter blockieren.
Also wurde der Schalter genauer untersucht.... Totalschaden.... Jetzt muss ich erst einmal einen solchen Schalter für die alte Hobbymat MD65 finden...

Somit kann ich heute keine weiteren Ergebnisse zeigen, ausser einer kleinen Neuerwerbung. Die ersten Versuche mit dem vorhandenen Motor waren nicht befriedigend. Im unteren Drehzahlbereich ging die Kraft doch sehr in den Keller. In der Bucht wurde ein etwas kräftigerer Linak-Motor mit angeflanschtem Getriebe erworben.


Hubeinheit_Traeger_Montage_024 (fspg2)



Hubeinheit_Traeger_Montage_025 (fspg2)



Die rote Platte sollte eigendlich gefräst werden, das muss jetzt warten, bis der Rechner wieder läuft Winke


Hubeinheit_Traeger_Montage_026 (fspg2)

fspg2 - 25.08.13 13:52
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

da ich für meine Drehmaschine noch keinen neuen Schalter finden konnte, bat ich Christian (fuchs301), mir ein Messingteil zu drehen. Ich warte noch auf Antwort von einer Firma, die früher derartige Ersatzteile vertrieben hatte.

Die Verbindung zwischen der Motorachse und der Achse, die die Zahnriemenräder trägt, hatte ich mir folgendermaßen vorgestellt:


Hubeinheit_Traeger_Montage_028 (fspg2)



Hubeinheit_Traeger_Montage_027 (fspg2)



Christian hatte ein viel bessere Idee (noch einmal Danke dafür Winke):

Eine kleine Kupplung, deren beide Enden mit einem festen Gummi flexibel verbunden sind. So können kleine Toleranzen ausgeglichen werden, ohne dass sich der Motor quälen muss.


Hubeinheit_Traeger_Montage_029 (fspg2)



Hubeinheit_Traeger_Montage_30 (fspg2)




Den Heber habe ich mir inzwischen per SLS-Verfahren drucken lassen.



Heber_11 (fspg2)



Heber_14 (fspg2)



Das Rohr hat einen Durchmesser von 6,0mm. Die sichbaren Sechskant-Muttern haben eine Höhe von nur 0,35mm!
Der Heber wurde nur locker gesteckt.

Heber_15 (fspg2)


Die auf dem unbearbeiteten Druck erkennbare Rauhheit kommt dem alten verrosteten Vorbild entgegen. Er wird allerdings noch ein weng mit feinem Sandpapier geglättet.
fspg2 - 01.09.13 21:33
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Abend,

da der zweite Hubzylinder nicht so wie der Erste durch ein Loch in der Modulseite sichtbar sein wird, wird er auch nicht gebaut.
Die Hubeinrichtung ist im Prinzip gleich, sie wird aber anstelle des genieteten Hubzylinders lediglich ein Ausgleichrohr (evtl. aus Plexiglas Frage ) bekommen.


Hubeinheit_Traeger_Montage_32 (fspg2)



Nachdem beide Trägereinheiten nun eingebaut sind, wurde heute das Türblatt-Modul auf die Seite gekippt und die Zahnriemen montiert.


Hubeinheit_Traeger_Montage_31 (fspg2)


Mit der Hand lassen sich beide Teller der Träger jetzt gleichmäßig heben und senken.
Ein kleines Video wird folgen, sobald die letzten Aluplatten für den Motorhalter ausgefräst sind.
fspg2 - 16.09.13 04:17
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Morgen,

drei Wochen ohne... Fräse..., irgendetwas hat mir gefehlt Winke

Gestern konnte ich endlich die letzten Aluplatten für den Antrieb montieren.

Die Hubeinrichtung hebt und senkt sich. Im kleinen Video habe ich den Regler von 2 - 10 Volt geregelt - ein Geschwindigkeitsbereich, mit dem ich gut leben kann.

Seht selber: Video!
Bluescreen2001 - 01.10.13 21:54
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

Du bist Schuld! Lachend
Eigentlich habe ich nach einem Messingzahnkranz gesucht und bin bei deiner tollen Baubeschreibung hängen geblieben und habe nun drei Tage lang diesen Thread gelesen. Unglaublich mit welcher Perfektion Du das hinkriegst.

Ich bin eigentlich gar kein Modellbahner, habe mich hier extra angemeldet um dir antworten zu können. Ich baue eher Elektronikzeugs oder 'grobmotorische' Filmfanartikel. Um mal mehr Präzision hinzukriegen habe ich mir nun auch eine recht grosse CNC-Frâse gekauft und gebaut. Nur gefräst hat sie noch nicht, weil ich mich noch nicht für ein CAD Programm entschieden habe.

Was benutzt du denn. Irgedwo erwähntest Du Sketchup, ist es das? Ich habe bisher einwenig mit CATIA und mit 3D-Studio gespielt. CATIA kann ich nicht bedienen und mit 3D-Studio bekomme ich nichts Masstäbliches hin. Ich möchte mich nicht erst in das kostenlose Sketchup einarbeiten um dann womöglich zu merken, dass es nicht reicht. Vielleicht hast du einen Tipp.

Ansonsten freue ich mich auf weitere Fortschriftsberichte.

Gruss
Thorsten
fspg2 - 01.10.13 22:40
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Thorsten,

erst einmal herzlich willkommen hier im Forum. Es freut mich, dass Du Dich durch meinen Thread hindurchgekämpft hast Sehr glücklich

Ich arbeite mit Inventor. Man braucht schon einige Zeit, es kennen zu lernen. Normalerweise kommen für dieses mächtige Programm ein paar Tausend Euro zusammen. Als Schüler, Lehrer oder Dozent gibt es eine kostenlose Variante.
Mit anderen Programmen habe ich keine großen Erfahrungen sammeln können, hier im Forum wurde allerdings schon hin und wieder darüber berichtet: klick.

Nach dem Zeichnen müssen die CAD-Daten noch umgewandelt werden, damit die Fräse damit arbeiten kann. Hier verwende ich Sheetcam.

Wertvolle Tipps kannst Du hier erhalten.


Bei mir gibt es zur Zeit nur kleine Brötchen Winke

Damit der Hubmechanismus sich nicht selbst zerstört, habe ich je zwei Mikroschalter an den beiden Trägereinheiten befestigt.
Sie müssen jetzt nur noch verdrahtet werden. Sobald einer der Schalter ausgelöst wird, bleibt der Motor stehen und kann nur noch in die entgegengesetzte Richtung wieder bewegt werden. Ähnlichkeiten mit Fulgurex-Weichenantrieben sind gewollt.


Hubeinheit_Traeger_Montage_33 (fspg2)




Ich habe heute ein wenig den Motor laufen lassen. Bei 12 Volt dauert ein Hubvorgang rund 24 Sekunden. Stelle ich den Regler auf ca. 1 Volt komme ich auf gut 8,5 Minuten. Beim Original dauerte eine Hebung oder eine Senkung damals 10 Minuten.
Das Einzige, was mich momentan stört, ist das Motorgeräusch, sobald ich über 5 Volt regele (76 Sekunden). Das Modul wirkt wie ein Resonanzkörper.


Hubeinheit_Traeger_Montage_34 (fspg2)

Helmut Schmidt - 01.10.13 22:58
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo. Frithjof,

erst einmal herzlichen Glückwunsch zum Baufortschritt.

Die Geräusche der Trägereinheit könntest du noch minimieren, in dem du die Trägereinheit mit Schwingmetallen befestigst.
fspg2 - 06.10.13 09:58
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Helmut,

danke für Deinen Tipp.

Inzwischen habe ich die Endschalter verkabelt.


Hubeinheit_Traeger_Montage_37 (fspg2)


Die Schalter der beiden Hubeinheiten wurden in Reihe geschaltet. Dabei habe ich die Schalter so justiert, dass die linke und rechte Hubeinheit nicht zur gleichen Zeit den jeweiligen Schalter auslösen können. Es besteht ein Unterschied von etwa einem Millimeter. Sollte aus irgendeinem Grunde eine Seite früher als die zweite seinen Schalter erreichen (evtl. ein Zahnriemen reißt, ...), so tritt der zweite Schalter in Aktion und unterbricht den Strom.

Bei der ersten Hubspindel hatte ich die Messingmutter noch mit dem runden Aluminiumteller verklebt (Buchsen- und Lagerkleber) und mit drei Messingstiften verstiftet.
Das war keine so gute Idee, denn die Spindel ließ sich viel schwerer drehen. Wahrscheinlich klemmte die Spindel gegenüber den beiden Parallelführungen. Verlegen

Bei der zweiten Hubeinheit fräste ich eine 3mm-Nut in die beiden Teile (Messingmutter, Aluminiumteller). Der Schaft der Messingmutter wurde um 0,3mm abgedreht. So hat die Spindel ein kleines Spiel.


Hubeinheit_Traeger_Montage_36 (fspg2)



Zwei Messing-Vierkantstücke dienen als Mitnehmer.


Hubeinheit_Traeger_Montage_35 (fspg2)



Am Ende wird eine Messing-Abdeckscheibe und ein Sprengring alles sichern.


Hubeinheit_Traeger_Montage_39 (fspg2)



Das Ergebnis: Über den gesamten Hub ein gleichmäßig leichter Gang (per Hand gedreht). Sehr glücklich Die erste Hubeinheit wird jetzt genauso umgebaut.


Ein kleines Video zeigt den Hubvorgang bei 7 Volt. Das Holzbrett ist nur provisorisch aufgebaut, um schon vorab einen Eindruck der späteren Brücke zu bekommen.

lifting_at_7_Volt (fspg2)

volkerS - 06.10.13 10:21
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,
sieht richtig gut aus, wie sich deine Brücke hebt und senkt. Deine Schalterlösung wird aber nicht den gewünschten Erfolg im Schadensfall haben. Du solltest die Hubüberwachung nur an einem Zylinder montieren und je einen kleinen Microschalter mit Rolle pro Zahnriemen als Not-Aus.
Volker
Klaus - 06.10.13 10:33
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
hallo Frithjof, das sieht alles sehr, sehr schön aus. Vor allem sieht man sehr gut den Unterschied zwischen professionellem Modellbau und Modellbastelei. Bei mir kommt aber kein Neid auf- ich schaue dir immer sehr gerne zu.
Hydrostat - 06.10.13 10:56
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

die Bewegung sieht erstaunlich ruhig und gleichmäßig aus. Interessant finde ich auch die Lösung mit den Mitnehmerklötzchen und die spätere Fixierung. Aber Du hast da was missverstanden: Das ist ein Modellbauforum, kein Maschinenbauforum Winke .

Volker,

kannst Du das noch etwas erläutern? Ich verstehe Frithjofs Aufbau schon so, dass auf jeden Fall der Stromkreis unterbrochen wird, wenn ein Schalter (oder beide) betätigt wird. Warum sollte das nicht funktionieren?

Schönen Gruß
Volker (Der andere. Nein, ich rede nicht mit mir selbst.)
fspg2 - 06.10.13 11:23
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,

das ging ja schnell Winke

@Volker (1)
Danke für Deinen guten Hinweis!

@Volker (2)
Im Falle eines gerissenen Zahnriemens würde bei meiner bisherigen Lösung immer eine Hubeinheit weiterlaufen und unweigerlich die Brücke verkanten Verlegen
Mit den Rollen-Schaltern (in Reihenschaltung) bliebe der Motor sofort stehen.
Ich werde mir Rollen-Schalter bersorgen.

@Klaus
Es ist alles relativ Ausruf Stelle Dein Licht bitte nicht unter Deinen Scheffel Ausruf Winke
Neid... warum, ich habe schon so viel durch andere Beiträge gelernt und versucht umzusetzen...

Egal, wie wir unser Ziel erreichen - wichtig ist nur, es bei zweiten Mal besser zu machen ... zumindest es zu versuchen Winke
volkerS - 06.10.13 12:59
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Volker (Hydrostat),
Frithjof hat bislang die Microschalter an beiden Hubzylindern angebaut und nutzt sie als Endschalter. Durch die Zahnriemen ist ja ein perfekter Gleichlauf gegeben, daher eigentlich unnötig, beide Zylinder zu überwachen. Wichtiger ist, wie er erkannt hat, eine Kontrolle der Zahnriemen, sonst verkantet die Brücke im Worst-Case.
Volker(S)
Helmut Schmidt - 06.10.13 13:20
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

im Film kann man jetzt aber kein unangenehm lautes Geräusch vernehmen.

Die Brücke habe ich beim Heben und senken allerdings nie gehört, nur Schiffshebewerke kenne ich, die ja ähnlich funktionieren und die arbeiten auch nicht völlig geräuschlos.

Was natürlich auch passieren könnte das so ein Zahnriemen sich längt und dann lose wird und überspringt.
Dabei würde solch ein Rollenschalter erstens als Spannrolle dienen und zweitens beim Längen des Riemens schon abschalten.

Ich habe Jahrzehnte beruflich mit solchen Zahnriemen in der EDV zu tun gehabt, nur wirklich gerissene Riemen kamen eigentlich nicht vor, aber ausgeleierte zu lange schon.

Deshalb bei der Montage darauf achten, das bereits ein loser Riemen sperrt.

Ansonsten der lange Weg mit den vielen Versuchen, hat doch wieder zu einer bewährten zentralen Antriebslösung geführt.
fspg2 - 21.12.13 15:22
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Buntbahner,

momentan gibt es nicht viel zu berichten - der Job ging vor.

Da sich das Jahr nun neigt und wieder einmal ein paar Feiertage anstehen, möchte ich mich auf diesem Weg bei ALLEN bedanken, die meine Beiträge im letzten Jahr schreibend oder auch nur lesend begleitet haben. Ich hoffe, dass ein paar Anregungen dabei waren und der Eine der Andere von Euch damit etwas anfangen konnte Winke


Weihnachtskarte_Foren_2013 (fspg2)

Klaus - 21.12.13 17:16
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof, das wünsche ich dir auch. Möge das neue Jahr dir weiterhin viel Modellbauspaß bringen, damit wir viel zu staunen haben. Auch bei mir reifen schon neue Pläne.
rocco53 - 22.12.13 13:00
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,
ja ja, die Zeit zum Bauen ist doch überwiegend knapp bemessen- mir ist es nicht anders ergangen.Ich habe mir allerdings im Oktober ein Fräsmaschine mit Zubehör wie Rundtisch etc.gegönnt und hab die Räder für meine geplante Decauville Typ 3 schon fertig. Der Antrieb, den sie bekommen soll ist abgeguckt bei deiner Gmeinder, denn der ist nicht besser zu machen. Die zusätzliche Problematik bei einer Dampflok ist natürlich, daß alle Kegelräder in der Relation zum Gestände auf beiden Achsen exakt gleich positioniert sein müssen. Ich bin aber guter Hoffnung, daß ich das hinbekomme. Ich hoffe,daß du dann auch wieder etwas mehr Zeit hast fürs Hobby damit wir wieder Grund haben, den Unterkiefer unkontrolliert fallen zu lassen. Auf jeden Fall wünsche ich Dir und natürlich allen anderen auch ein entspanntes, ruhiges und frohes Weihnachtsfest und nach dem guten Rutsch eine weiche Landung in 2014.

Viele Grüsse

Toni
fspg2 - 09.03.14 20:09
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Klaus, hallo Toni,

danke für Eure netten Worte.

Auch hier sind schon wieder einige Tage vergangen, seit ich an meinem alten Lagerhaus die Dachlatten aufgenagelt hatte.


Eine Originalziegel von 1912 konnte ich beim Abriss in unserer Nachbarschaft der Nachwelt erhalten.


Doppelfalzziegel_02 (fspg2)



Doppelfalzziegel_06 (fspg2)




Als ich kürzlich Volker besuchte, bot er mir an, die Doppelfalzziegel zu zeichnen.


Gestern konnte ich die Datei zumindest zeichnerisch einbauen. Herzlichen Dank Volker, passt super !


Doppelfalzziegel_07 (fspg2)

Dachgerippe_01 (fspg2)



Dachgerippe_02 (fspg2)



Dachgerippe_03 (fspg2)



Dachgerippe_04 (fspg2)



Jetzt brauche ich nur noch eine Idee, wie ich die 1300 Dachziegel produzieren kann. Zudem wären diese Ziegel doch ein attraktives Ladegut Winke

Spritzguss wäre sicherlich der beste Weg, allerdings sind die Kosten für die Formerstellung bei rund 3 - 4k € leider doch ein bischen zu hoch Heulend Dazu würden noch die Kosten für die Einzelziegel von 10 - 20 Cent kommen.

Mehrere Ziegel zusammenfügen und als Gruppe ausdrucken zu lassen und davon dann eine Form zu erstellen, wäre eine Möglichkeit, um schneller und vielleicht etwas günstiger ans Ziel zu kommen.

Die in diversen Foren gezeigten Ergebnisse von z.B. shapeways, sagen mir in der Oberflächenstruktur nicht zu. Ausserdem sind die Mindest-Materialstärken dort viel zu dick.

Vielleicht habt Ihr eine Idee Winke
Eisenbahnfreak - 09.03.14 20:22
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

was wir so spontan einfällt wäre Prägetechnik, evtl. ähnlich wie das Helmut mit dem Stuhl bzw. der Rückenlehne gemacht hat😀

Einen schönen Abend noch,

Joachim
Helmut Schmidt - 09.03.14 20:56
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

ja das mit der Prägetechnik wäre vielleicht tatsächlich eine Idee, es werden nur die passenden hitzebeständigen Stempel benötigt.

Aber die Ziegel gefallen auf jeden Fall auch mir Respekt Volker.
rocco53 - 10.03.14 08:46
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,
das ist eine tolle Sache mit den Dachziegeln - ich bin sicher, daß es dafür so einige Interessenten gibt. Meine Idee geht so: Die Oberflächen der Ziegel mal 3D drucken lassen, auch wenn die Dicke nicht stimmt. Dann evtl. die vorliegenden Oberflächen mit Wachs glätten. Im zahntechnischen Bereich gibt es den Kunststoff Pattern Resin, sehr stabil, kalt an der Luft und schnell aushärtend. Wenn man nun eine der Oberflächen mit Vaseline dünn isoliert kann man frisch angerührten Pattern Resin darüber giessen bzw. man macht das Ganze in einem kleinen Kasten,der natürlich auch isoliert sein muss. So entsteht die Negativform einer der Oberflächen. Dann veranstaltet man das Gleiche mit der anderen Ziegelseite. Jetzt hat man eine zweiteilige Form in Kunststoff. Dieser spezielle Kunststoff hat den Vorteil, daß er rückstandslos verbrennt. D.h. man könnte diese zwei Formhälften in Stahl giessen lassen (beispielsweise in einem Dentallabor).Man könnte diese Form dann entweder so gestalten, dass man per Spritzguss Kunststoff darein gibt oder aber diese beiden Hälften als Prägestempel nimmt und sie halt nicht ganz zusammen presst. Jedenfalls wären diese Formhälften ein für alle Mal gut und schön hitzebeständig. Du hast doch so eine feine Nietendrückmaschine......
Ich weiss,das Ganze ist relativ aufwendig, aber Du wolltest ja eine Idee...

Viele Grüsse

Toni
Feldbahninfizierter - 10.03.14 14:06
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof!

Habe das gleiche Problem. Da man bei mir die Unterseite der Ziegel nicht sehen wird, werde ich es mit einer Gußform für Keramikgießmasse probieren.

viele Grüße aus Salzburg
David
Regelspur - 10.03.14 17:01
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

frage doch mal Andreas (T0) wie er die Kettenglieder für ein Raupenfahrzeug hergestellt hat. Er hat sie mir vor ca. 2 1/2 Jahren mal gezeigt. Sie sahen sehr gut aus und waren aus Kunststoff hergestellt.

Gruß Alfred Winke
UPW - 11.03.14 22:33
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Doppelfalz
Hallo,

bin am grübeln, wie größere Einheiten zusammen gefügt werden können (wie auch immer die Herstellung erfolgen wird). Die einzelne Ziegel wird benötigt, das ist klar. Eine halbe rechte und eine halbe linke ebenfalls, da sie ja versetzt verbaut werden. Größere Einheiten am Stück hergestellt (6 nebeneinander und 5 übereinander beispielsweise) können nicht so einfach miteinander "verzahnt" werden. Dem Original folgend sind die Teile relativ dünn, und dadurch werden auch die "Klipse" empfindlich, befürchte ich. Insbesondere die springenden vertikalen Kanten werden wohl schwierig. Eventuell sind einlagige lange Streifen, die gekürzt werden können, vorteilhafter.

Soll nur eine Anregung sein, bevor größere Kosten investiert sind und dann erst die Überraschung um die Ecke kommt...

Gruß,

Uwe
volkerS - 11.03.14 23:35
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Uwe,
mehrreihige Ziegelteile gehen, wenn man den Versatz in jeder Reihe um einen 1/2 Ziegel nach rechts ausführt.
Volker
fspg2 - 05.07.14 00:02
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo in die Runde,

vielen Dank für Eure Ideen und Vorschläge. Es ist immer wieder erfreulich, verschiedene Anregungen zu diskutieren.

Spritzguss scheidet wegen zu hoher Kosten aus.

Volker (Hydrostat) hatte kürzlich tolle Ergebnisse mit dem Druck seines Telefons erzielt.
Nach dem gleichen Verfahren werden jetzt ein paar Ziegel gedruckt und eine Gummiform erstellt. Dann wird versucht, davon Weissmetallabgüsse zu bekommen. Problematisch aus der Sicht des Giessers könnten die dünnen Materialstärken sein, z.T. nur 0,4mm . Wir werden mal sehen was dabei herauskommt.
Weißmetall hat den Vorteil des größeren Gewichtes gegenüber Kunststoff und sicherlich auch eine gute Alterungsbeständigkeit.
Ich werde berichten.

Update zur Hubbrücke:

Nachdem ein netter Forumskollege (noch einmal vielen Dank Thomas Sehr glücklich ) im Landesarchiv in Schleswig in Erfahrung gebracht hatte, dass alle alten Unterlagen über die Hubbrücke doch noch in Lauenburg liegen - und nicht in Schleswig, wie man mir gesagt hatte - fragte ich noch einmal nach.

Diesmal hatte ich Glück. Man konnte mir zwar nichts versprechen, aber......

In den letzten Tagen bekam ich mehrere e-mails vom Wasser- und Schifffahrtsamt mit genau den Zeichnungen, die mir für den Bau der Hubbrücke noch fehlten. Auch hier gilt mein besonderer Dank der Mitarbeiterin, die mir die alten Pläne sehr schnell scannte und davon PDF´s schickte! Ohne ihre Hilfe, würde ich immer noch hoffen....

Es war ein bisschen wie Weihnachten und Geburtstag zusammen. Sehr glücklich

Ich hatte bislang die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, ein paar mehr Details über die mechanische Konstruktion zu erhalten... deshalb hatte ich auch seit ein paar Monaten nichts mehr an der Hubbrücke gemacht.
Ich wollte nicht einfach so anfangen zu bauen, um dann eventuell doch noch feststellen zu müssen, dass das Original ganz anders war.

Der Antrieb funktioniert, was fehlt sind die fünf Brückensegmente.

Jetzt habe ich die Zeichnungen auf 1:22,5 skaliert und werde sie mir im Copyshop morgen ausplotten lassen. So habe ich eine zusätzliche Hilfe, die Abmessungen der einzelnen Winkel und Profile zu ermitteln.


Hubbruecke_Anschlussbruecken_ (fspg2)

Copyright: WSA-Lauenburg/Elbe


Hubbruecke_beweglicher_Brueckenteil_1 (fspg2)

Copyright: WSA-Lauenburg/Elbe


Hubbruecke_beweglicher_Brueckenteil_2 (fspg2)

Copyright: WSA-Lauenburg/Elbe


Auf den Fotos konnte ich viele Dinge nur vermuten - mit den Konstruktionszeichnugen von 1899/1900 aber kann ich ahnen, dass es ein paar Jahre braucht, bis ich alle Knotenbleche, Winkel und Nieten zusammengelötet habe.... dass kommt davon, wenn man die Nieten zählt Winke



Am meisten begeistern mich die Zeichnungen vom Brückenportal und der Winde.


Hubbruecke_Mappe_1 (fspg2)

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Da sie in einer großen Mappe archiviert waren, konnten sie nicht gescannt werden. Hier half der Fotoapparat.


Hubbruecke_Portal_1 (fspg2)

Copyright: WSA-Lauenburg/Elbe


Die Blaupausen wurden mit Photoshop ein wenig in Schwarz-Weiß getrimmt und auf 1:22,5 skaliert. Wenn die Proportionen hier nicht so ganz maßhaltig sind, so habe ich immer noch die vielen Abmessungen in den Zeichnungen.


Hubbruecke_Portal_2 (fspg2)

Copyright: WSA-Lauenburg/Elbe


Jetzt ist mir auch die Funktion der 4 Gegengewichte (mit je 500 Kg Gewicht) klar, die die Brücke herunterdrückten.

Man kann genau den Verlauf der einzelnen Seile erkennen... ich bin immer wieder begeistert, dass ich diese vielen Zeichnungen bekommen habe Sehr glücklich Sehr glücklich Sehr glücklich


Hubbruecke_Winde_1 (fspg2)

Copyright: WSA-Lauenburg/Elbe


Hubbruecke_Winde_2 (fspg2)

Copyright: WSA-Lauenburg/Elbe


Zudem erhielt ich noch vom Stemmtor ein paar Zeichnungen, um mich hier ebenso der Nietenzählerei hingeben zu können Grins


Stemmtor_1 (fspg2)

Copyright: WSA-Lauenburg/Elbe


Stemmtor_2 (fspg2)

Copyright: WSA-Lauenburg/Elbe


Stemmtor_3 (fspg2)

Copyright: WSA-Lauenburg/Elbe


Stemmtor_Details (fspg2)

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Auch wenn ich Euch mit der Menge der neuen Zeichnungen erschlagen haben sollte, so könnt Ihr vielleicht meine Begeisterung erahnen.
Auf den kleinen 800Pixel-Bildern kann man viele Dinge nicht wirklich sehen - in 1:22,5 sind die Teile richtig groß - Es bleibt noch viel zu tun!
Ich jedenfalls freue mich, mit neuem Elan an die Umsetzung der vielen kleinen Herausforderungen zu gehen.


Starten werde ich mit einem kleinen, aber wichtigen Brückendetail:

...den beiden Pendel-Pfeilern, die die drei östlichen Anschlußbrücken in der Kurve stützten.


Hubbrueckentraeger (fspg2)

Copyright: WSA-Lauenburg/Elbe
Helmut Schmidt - 05.07.14 10:28
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

Herzlichen Glückwunsch zu diesen Plänen, damit kommst du sicher jetzt einer maßstäblichen Umsetzung weiter. Sehr glücklich

Ich bin gespannt wie es weiter geht, nur eines ist auch klar, das sind Mannjahre der Umsetzung. Augenrollen
Hydrostat - 06.07.14 14:34
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hi Frithjof,

das ist wirklich ein toller Fund! Mich würde interessieren, ob auf den Zeichnungen zu erkennen ist, wie die Befestigung der Stützen auf dem Hubkörper gelöst ist?

Schönen Gruß,
Volker
fspg2 - 06.07.14 17:11
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Helmut, hallo Volker,

ja das ist für mich wirklich ein toller Fund Sehr glücklich

Zitat:
...ob auf den Zeichnungen zu erkennen ist, wie die Befestigung der Stützen auf dem Hubkörper gelöst ist?


Auf der Zeichnung ist auch die Konstruktion von der Befestigung der Stützen zu erkennen.


Hubbruecke_Portal_Detail-1 (fspg2)

Copyright: WSA-Lauenburg


Ich hatte aufgrund der bisherigen Unterlagen vermutet, dass die vier Rollen jeweils um 90Grad versetzt angebracht waren. Das ist auch so, allerdings sind die beiden Stützen um 45Grad gegenüber den Rollen im Winkel gedreht und haben an Ihrem Fuß keine Rollen.


Schwimmer_48 (fspg2)



Am Schwimmzylinder kann ich das noch leicht anpassen. Allerdings muss ich die Schachtmauer neu fräsen, denn die Aussparungen sind momentan um 45Grad versetzt an der falschen Position.

Schwimmer_46 (fspg2)



Aber lieber jetzt entdeckt, als wenn ich schon alles nach den ersten Vermutungen fertig gebaut hätte.
fspg2 - 08.07.14 20:43
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,

heute Abend konnte ich mit der ersten Zeichnung starten.

Zuerst wurde ein Ausschnitt aus den Orignal-Konstruktionsplänen genommen (1:22,5) und als BMP gespeichert.


Hubbrueckentraeger (fspg2)

Copyright: WSA-Lauenburg/Elbe


Diese Datei wurde in der CAD-Zeichnung als Hintergrundbild benutzt. Danach wurden die Knotenbleche und L-Profile gezeichnet.



Nebenbrueckentraeger_002 (fspg2)




image (fspg2)

Peter_T1958 - 10.07.14 07:39
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof

Erst mal vielen Dank für dein "Willkomm" in Volkers Beitrag. Ich folge deinen Beiträgen schon seit längere Zeit, einerseits im englischsprachigen Forum, aber auch hier. Und ja, das ist natürlich ganz große Klasse was du hier vorführst - dieses hohe handwerkliche Niveau ist schlicht nicht zu toppen (... ah doch: Da baut einer die Gmeinder 10-12 in 1: 21,5 irgendwo in diesem Forum Winke)!
Ich entdecke dennoch viel von meinen Gedankengängen in deinen Zeilen wieder, auch wenn wir auf ganz unterschiedlichen Niveaus arbeiten, du sozusagen als "Engineer" und ich als "Modeler" am Schreibtisch.
So zum Beispiel das "Dilemma" welches früher oder später wohl jeden Nietenzähler ereilt:

fspg2 hat folgendes geschrieben::

Ich hatte bislang die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, ein paar mehr Details über die mechanischen Konstruktion zu erhalten... deshalb hatte ich auch seit ein paar Monaten nichts mehr an der Hubbrücke gemacht.
Ich wollte nicht einfach so anfangen zu bauen, um dann eventuell doch noch feststellen zu müssen, dass das Original ganz anders war.

Auf den Fotos konnte ich viele Dinge nur vermuten - mit den Konstruktionszeichnugen vonn 1899/1900 aber kann ich ahnen, dass es ein paar Jahre braucht, bis ich alle Knotenbleche, Winkel und Nieten zusammengelötet habe.... dass kommt davon, wenn man die Nieten zählt Winke


Kenne ich nur zu gut! Und manchmal ist der Frust dann doch so gross, dass ein Projekt liegenbleibt, weil man einfach nicht mehr weiterkommt. Ist mir hier passiert:
http://www.theaerodrome.com/forum/models/48619-roden-siemens-schuckert-d-iii.html

Ich werde weiterhin mit dir "mitfiebern" und mich auch, mit Hilfe deiner Beiträge, immer und immer wieder motivieren, es nicht aufzugeben, auch wenn da "Mannjahre" an Arbeit vor uns liegen ...

Beste Grüsse aus der Schweiz
Peter
fspg2 - 13.07.14 15:23
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Peter,

danke für Deine freundlichen Worte. Du sprichst mir aus der Seele Winke

Zitat:
auch wenn da "Mannjahre" an Arbeit vor uns liegen ...


Letzte Woche begann ich die "Mannjahre" mit dem Erstellen der Fräszeichnung für die Knotenbleche der beiden Nebenbrückenträger...


Nebenbrueckentraeger_004 (fspg2)



...und der Umwandlung in zwei Fräsdaten für die Vorder- und Rückseite.


Nebenbrueckentraeger_005 (fspg2)



Das Neusilberblech hat vier 2mm-Bohrungen in den Ecken, um die zweite Seite mit der gekonterten Fräsdatei deckungsgleich zu bekommen. Das Blech wurde jedes Mal mit Gudy 831-Folie auf die MDF-Platte gekebt, damit der 0,1mm V-Kistenstichel überall die gleiche Tiefe ankörnen konnte.



Nebenbrueckentraeger_006 (fspg2)



Am Freitagabend konnte endlich ich die Teile ausfräsen und die ersten 288 Nieten drücken.


Nebenbrueckentraeger_007 (fspg2)



Die Platten haben sich durch das Drücken leicht verzogen und müssen noch ein wenig gerichtet werden.


Nebenbrueckentraeger_008 (fspg2)



Hat jemand von Euch eine Idee, wo ich 3m I-Profil mit 16mm Höhe und 6mm Breite bekommen kann. Alle mir bekannten Anbieter machen bei 12m x 5mm Schluß. Bin für jeden Tip dankbar.

Ich könnte mir zwar aus 1mm Messingblech die Täger erstellen, allerdings hätten die Schenkel dann leider keine schrägen Kanten Traurig
Eisenbahnfreak - 13.07.14 15:54
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

bezüglich Deiner Profile:

Herr Hassler hier in Liechtenstein kann Dir da sicherlich weiterhelfen.

Herzliche Grüsse

Joachim
fspg2 - 21.07.14 20:07
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Joachim,

Herr Haasler kann leider nur bis zu 12mm x 5mm I-Profil auf seiner Maschine fertigen.


westl_Nebenbruecke_Montage_008 (fspg2)



Auch die Überlegung 2 T-Profile mit je 6mm x 8mm Steghöhe zusammenzulöten, wird nicht klappen, mangels entsprechender Profile.


Ich bin momentan schon am Überlegen, ob ich abweichend vom Original einfach 1mm Profile (oben und unten 6mm mittig 0,5mm tief genutet + 15mm Steg) selber zusammenlöte... Frage Frage



Inzwischen ist die westliche Nebenbrücke am Computer entstanden.


westl_-Nebenbruecke_Montage_001 (fspg2)



Angefangen wurde mit dem Grundriss. Darauf entstand der erste Langträger (I-Profil 16mm x 6mm). Auf die Zeitenfläche des Langträgers wurde danach der Seitenriss platziert.


westl_-Nebenbruecke_Montage_004 (fspg2)


Die Querträger und Verstrebungen folgten.


westl_Nebenbruecke_Montage_007 (fspg2)




Aus Buchenvierkantleisten (10mm x 20mm) habe ich mit meiner kleinen Böhler-Kreissäge die ersten Balken und Bretter gesägt. Ein grob verzahntes Holzsägeblatt ohne verschränkte Zähne brachte sehr saubere und glatte Oberflächen. Im ersten Durchgang hatte ich alle Abmessungen etwas dicker gewählt (ca. 1-2 Zehntel mm) und im zweiten Sägedurchgang auf Endmaß gearbeitet.

Die so erhaltenen 5,3mm x 8mm Querbalken ließ ich ca. 2 cm länger, als ich sie benötige.


Mit Hilfe einer gefrästen Pertinax-Schablone entstanden die ersten 1mm Bohrungen für die Befestigung der Balken auf den Langträgern und der seitlichen Geländerstützen.

westl_Nebenbruecke_Montage_009 (fspg2)



Es wurden immer vier Hölzer zur gleichen Zeit bearbeitet. Neun Duchgänge ergaben 26 kleine Querbalken.


westl_Nebenbruecke_Montage_010 (fspg2)



westl_Nebenbruecke_Montage_011 (fspg2)



Im nächsten Arbeitsschritt wurden 1mm Drahtstücke in die mittleren Löcher gesteckt, damit sie beim Konturfräsen der beiden Enden nicht verrutschten.


westl_Nebenbruecke_Montage_012 (fspg2)



westl_Nebenbruecke_Montage_013 (fspg2)



westl_Nebenbruecke_Montage_014 (fspg2)



westl_Nebenbruecke_Montage_015 (fspg2)



westl_Nebenbruecke_Montage_016 (fspg2)



westl_-Nebenbruecke_Montage_018 (fspg2)


Verwunderlich finde ich die doppelte Beplankung der Laufflächen. Auf der Zeichnung sind vier nebeneinander liegende 5cm starke Hölzer in Längsrichtung unter den Querbrettern angeordnet. Logischer hätte ich ein paar Latten in Längsrichtung vermutet.... so müsste es doch Probleme mit der Verwitterung gegeben haben Frage


westl_Nebenbruecke_Montage_019 (fspg2)



westl_Nebenbruecke_Montage_020 (fspg2)

Marcel - 22.07.14 12:30
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Frithjof, es macht mir immer wieder viel Spass, deine bis ins letzte Detail durchgeplanten Bauschritte, welche auch immer excellent dokumentiert sind und deinen Durchhaltewille an deinem langjährigen Projekt (Lebenswerk?) zu verfolgen Winke

Ich wünsche dir weiterhin viel Bau- und Bastelspass.

Beste Grüsse Marcel
Hydrostat - 22.07.14 19:15
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

frag' doch Herrn Hassler, ob er Dir den schmalen Teil (Schenkel? Nee, eigentlich nicht Frage ) mit einer Nut fräsen kann, in die Du dann den senkrechten Steg einlötest. Bei Deiner sonstigen Schaffenshöhe würden gerade Schenkelflächen sicherlich auffallen.

Schönen Gruß,
Volker
fspg2 - 22.07.14 20:23
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

@Marcel

Danke für Deine freundlichen Worte. Es ist in der Tat ein "Lebenswerk", das mich sicherlich noch lange beschäftigen wird. Aber genau das ist ja das Schöne.
Es gibt bei diesem Projekt so viele verschiedene Aspekte. Neben der Recherche (oft mit Mühen und auch Freude über unerwartete Hilfen), dem Konstruieren und Überlegen, wie ich mit meinen Mitteln alles ins Modell umsetzen kann, befriedigt jeder kleine gelungenen Schritt.
So kann ich mich momentan über die saubere Oberfläche der "Holzbalken" erfreuen, die mit einem vergessenen Sägeblatt erzielt wurde.

@Volker
Die Idee ist gut - Danke dafür Sehr glücklich

Ich habe gerade bei Herrn Haasler angefragt.

Folgende Zeichnung habe ich ihm geschickt:

Langtraeger_I-Profil-16x6-Haasler (fspg2)


Bei diesem Profil kommt es mir besonders auf die Schrägen und die Rundungen an, mal sehen, was dabei herauskommt.
Helmut Schmidt - 23.07.14 09:03
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

wie lang müssen die Profile denn sein?

Auch hast du das Profil nicht vollständig bemaßt, gerade wegen der Radien wäre das interessant.

Das Profil könntest du mit einem Stirnradiusfräser in Bahnen aber auch selbst herstellen.
Mit etwas nachschleifen sollte es möglich sein, das Profil so her zu stellen.
fspg2 - 26.07.14 19:10
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Helmut,

ich habe die Bemaßung der einzelnen Radien nicht angegeben, da Herr Haasler auf seiner Maschine seine eigenen Vorgaben hat. Die Profile sind bestellt. Sie werden aus 6mm x 2mm Vierkant-Profil gefertigt, mittig genutet und danach auf seiner Fräse (mit schräggestelltem Tisch) die beiden Schenkel bearbeitet. Der Steg wird in der Höhe so angepasst, dass die Gesamthöhe von 16mm erreicht wird. Doch davon mehr, wenn ich die Profile in den Händen habe Winke

Heute bekam ich Post vom Gießer. Volker hatte ja den Doppelfalzziegel ausdrucken lassen, um davon dann Weißmetall-Abgüsse zu bekommen.

Seht selber das Ergebnis.


Doppelfalzziegel_008 (fspg2)



Die Teile sind noch nicht verpuzt und gesäubert. Ich habe sie schnell einmal auf die Dachlatten gelegt, um zu sehen, ob die Größe korrekt passt.


Doppelfalzziegel_011 (fspg2)



Doppelfalzziegel_012 (fspg2)

Kellerbahner - 02.08.14 21:36
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

die Ziegelproduktion läuft ja schon auf vollen Touren ... Respekt

Noch am 5.7. schriebst Du:
Zitat:
Volker (Hydrostat) hatte kürzlich tolle Ergebnisse mit dem Druck seines Telefons erzielt.
Nach dem gleichen Verfahren werden jetzt ein paar Ziegel gedruckt und eine Gummiform erstellt. Dann wird versucht, davon Weissmetallabgüsse zu bekommen. Problematisch aus der Sicht des Giessers könnten die dünnen Materialstärken sein, z.T. nur 0,4mm . Wir werden mal sehen was dabei herauskommt.

und jetzt sehen wir das (CAD-3D-Druck-Metallguss-)Resultat - sieht gut aus gut .

Auch die ´Dicke´ (siehe Centstück) ist geschafft ... lupe


Jetzt wünsche ich Dir viel Geduld und Spaß beim Bemalen und Dachdecken Deiner so an:
Zitat:
die 1300 Dachziegel
Sport Winke



Gruß vom

Kellerbahner
fspg2 - 06.08.14 09:16
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Kellerbahner,

danke Dir für Deine freundlichen Worte, es sind in der Tat viele Ziegel, die da noch produziert, bemalt und verbaut werden sollen Grins


Gestern bekam ich ein Paket von Herrn Haasler mit den gewünschten Profilen. Sehr glücklich

Zusammengesteckt passen sie super genau und haben eine Höhe von exakt 16mm. Die Schrägung der Flanken ist etwas kräftiger als auf den Konstruktions-Zeichnungen.


Langtraeger_I-Profil-16x6-Haasler_02 (fspg2)



Auf dem folgenden Detail-Ausschnitt sieht man, dass die Befestigungswinkel für die Holzbalken mit zwei Nieten in den schrägen Schenkeln des Trägers verbunden war.


westl_Nebenbruecke_Montage_021 (fspg2)



Hat jemand von Euch eine Idee, wie solche Niete saßen? Wurde sie einfach der schrägen Oberfläche der Schenkel angepasst???
Holger BS - 06.08.14 11:16
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Frithjof,

zu deiner Frage:
Hat jemand von Euch eine Idee, wie solche Niete saßen? Wurde sie einfach der schrägen Oberfläche der Schenkel angepasst???

Die Niete wurden ja warm in die Bohrungen gesetzt und dann der Kopf mit dem
Nietwerkzeug geformt.
(Dem Link zum Stichwort "Nietvorgang" folgen
http://de.wikipedia.org/wiki/Nietenzieher

Das heißt für mich auch, dass der zu formende Kopf dem schrägen Bauteil angepasst wurde.

Übrigens: das sind tolle Fortschritte bei deinem Projekt. Applaus
Ich melde mich mal wieder bei dir.

Sonnige Grüße, Holger
Maddin1 - 08.08.14 10:39
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Also ich weiß nicht wie es damals gemacht wurde, aber heutzutage, im zeitalter der Schrauben, wird da eine keilige Scheibe unter gelegt, die gleicht die steigung vom Träger aus.... evt wäre das eine möglichkeit, aber wohl eher nicht.
fspg2 - 17.08.14 22:14
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Holger, hallo Martin,

schönen Dank für Eure Überlegungen. Durch verschiedene Hinweise ist es mir klar geworden, dass die Nietköpfe den schrägen Flächen angepasst waren.


Die Stege der I-Profile wurden von der Rückseite angekörnt und genietet.


westl_Nebenbruecke_Montage_022 (fspg2)



Um später die vielen Winkelprofile leichter zu positionieren, wurden entsprechende Vertiefungen 0,1mm tief ins Blech gefräst.
Das MS58-Messing lässt sich zwar sehr gut fräsen, die Nieten wären in Ms63 jedoch besser herausgebildet worden.
Nach dem Sandstrahlen wird man den Unterschied aber nicht mehr sehen.


westl_Nebenbruecke_Montage_023 (fspg2)



Um die Befestigungs-Winkel auf den Schenkeln der I-Profile genau zu postionieren, wurden entsprechend Löcher gebohrt.


westl_Nebenbruecke_Montage_024 (fspg2)



westl_Nebenbruecke_Montage_025 (fspg2)



Als Bohrhilfe diente eine 3,2mm tiefe Nut in einer Pertinaxplatte. Ein 6,0mm x 2,0mm U-Profil wurde unter das Profil gelegt. Ein Tesakreppband hielt alles in Position.
Die über zweihundert 1,0mm Löcher hätten auch von der anderen Seite gebohrt werden können. Ich wollte nur sicher gehen, dass der Bohrer auf den schrägen Flächen nicht weggelaufen wäre.

westl_Nebenbruecke_Montage_026 (fspg2)

Holger BS - 18.08.14 08:54
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Zitat:
Die über zweihundert 1,0mm Löcher hätten auch von der anderen Seite gebohrt werden können. Ich wollte nur sicher gehen, dass der Bohrer auf den schrägen Flächen nicht weggelaufen wäre.

Das Weglaufen des Bohrers wäre auf der schrägen Fläche garantiert mehr oder weniger passiert. So hast du auf jeden Fall die sichere Variante gewählt. Sehr glücklich
fspg2 - 24.08.14 14:43
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Tag,

für Herstellung der Befestigungswinkel (Holzbalken auf den I-Profilen) wurden zwei 50cm lange 5mm x 5mm Messing-L-Profile verwendet.
Die Profile wurden (Schenkel gegen Schenkel) in eine 1,2mm breite und 4,5mm tiefe Nut einer MDF-Platte gesteckt.


westl_Nebenbruecke_Montage_030 (fspg2)



In zwei Durchgängen wurden alle Löcher gebohrt. Der Abstand zwische den einzelnen Winkelteilen beträgt 9,0mm. Ein kleine Anschlag diente zum genauen Positionieren der Profile für die zweite Schenkelseite.


westl_Nebenbruecke_Montage_027 (fspg2)



Danach habe ich die Profile in 5er-Streifen gesägt und mit der Blechschneidemaschine (ähnlich hier) einen der beiden Schenkel auf 3,5mm Breite gebracht.


westl_Nebenbruecke_Montage_028 (fspg2)


Anschließend wurden alle Winkel getrennt. Sie haben jetzt eine Länge von ca. 8mm.
Die Winkel werden später mit zwei Nieten von der Oberseite verlötet. Auf der Unterseite werden sie danach gekürzt und verrundet.
Der beidseitige Überstand wird zum Schluß mit der Böhlersäge abgetrennt.


westl_Nebenbruecke_Montage_029 (fspg2)

Frédéric - 24.08.14 17:21
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Feinste Kleinserienarbeit und auch noch schön dokumentiert. Eine Augenweide und ein Riesenspaß mitzulesen! Bitte mehr davon! Grins
Peter_T1958 - 25.08.14 19:18
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof

Tja, du weisst wohl, wie sehr ich deine handwerklichen Fähigkeiten bewundere - dies hier aber lässt einen verstummen. Modellbauer wir du und Volker setzen die Messlatte praktisch mit jedem Beitrag ein Stück höher.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass sich auf diesem Niveau und dem offenbar vorhandenen Maschinenpark leicht der eine oder andere Euro im Kleinseriensegment verdienen liesse. Dass du aber dennoch so viel Zeit, Material und Geduld in dieses "deines" Modul einfliessen lässt, begeistert mich sehr. Du tauchst hiermit in deine Kindheit ein, und dies ist - wie ich aus eigenem Blickwinkel beurteile - mehr als nur Motivation. Hut ab!
Was mich einfach so, als "maschinentechnischer Laie" am Rande interessiert. Du arbeitest ja vorwiegend an der Fräse und ich schliesse daraus, dass demzufolge auch dein Zeit- und Materialaufwand ein ziemlich grosser sein muss (Messing, MDF_Platten, Fräser, ...)?!?

Tolles Projekt!
Peter
Hydrostat - 02.09.14 15:53
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Bevor die Dachziegel als Weißmetallteile in Produktion gehen, musste geklärt werden, ob sie sich gut einfärben lassen. Frithjof hat mir dazu die ersten Abgüsse mitgebracht, die dann später als Urmodell für die endgültige Serie dienen sollen.

Zunächst wurden die Ziegel mit zwei unterschiedlichen Mitteln aus dem Tiffany-Bereich brüniert. Einmal mit Schwarzfärbemittel:



Und dann mit einem Kupferfärbemittel:



In beiden Fällen nimmt die Oberfläche nach der Behandlung wasserbasierte Farben an. Ich habe das hier auf die Schnelle mal mit dem Pinsel gemacht. Zum Vergleich nach dem ersten lasierenden Farbauftrag mit Gouache; links schwarz-, rechts kupfergefärbt. Beides Mal liegt der identische Farbton zugrunde!



Und so könnte eine Dachfläche dann mit ein paar Variationen aussehen. Die Farbe ist zwar einigermaßen grifffest, neigt aber zum Glänzen, wenn man darüberreibt. Das lässt sich evtl. mit mattem Klarlack fixieren, den man am Ende aufsprüht, Frithjof, wenn man eine Airbrush hat Sehr glücklich .





Und noch mal der Ziegel am Ziegel.



Schönen Gruß
Volker
Helmut Schmidt - 02.09.14 16:34
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Volker,

das sieht schon mal sehr gut aus und fixieren könntest du das mit Schmincke Universal-Fixativ 50 401 (Spraydose) für noch nicht Airbrusher. Winke
Schrauber - 04.09.14 08:44
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo ihr zwei "Dachdecker" Winke ,

die Ziegel sehen genial aus! Respekt Große Zustimmung

Weiter so. lupe
fido - 04.09.14 09:03
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hi,

die Ziegel sind perfekt! Respekt
HSBAchim - 05.09.14 07:53
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Volker,

Deine Ziegel sind einfach fantastisch realistisch. gut

Eine Frage hätte ich dann aber doch noch zu dem gewählten Material: Hast du dir mal Gedanken über das Gewicht von Weißmetall gemacht? Wie schwer kann ein komplettes Dach aus solchen Ziegeln denn werden?
Regalbahner - 05.09.14 08:26
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Volker,

deine farbliche Behandlung der Dachziegel setzt mal wieder Maßstäbe Ausruf

Ich durfte in Schkeuditz auch deine Kanaldeckel bewundern,
konnte ohne Brille allerdings nur die Hälfte der Details erkennen Winke

Viele Grüße
Christoph
Hydrostat - 05.09.14 09:02
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Herrje, Frithjof, wie kriegen wir diese Fremdschreiberei je wieder entwirrt? Wahrscheinlich gar nicht Sehr glücklich - also vielen Dank erstmal für Eure Kommentare!

HSBAchim hat folgendes geschrieben::
Hallo Volker, Deine Ziegel sind einfach fantastisch realistisch. gut Eine Frage hätte ich dann aber doch noch zu dem gewählten Material: Hast du dir mal Gedanken über das Gewicht von Weißmetall gemacht? Wie schwer kann ein komplettes Dach aus solchen Ziegeln denn werden?

Achim, das hängt wesentlich von der Dachfläche ab. Ein Ziegel wiegt ca. 0,9 g. Frithjofs Dach wird am Ende bei 1.300 Ziegeln also ca. 1,17 kg wiegen. Das wird angesichts Frithjofs Massivbauweise mit MDF und des durchgestalteten Dachgebälks kein Problem sein.

Wir haben uns zuerst mal Gedanken gemacht, wie sich die Ziegel erstens überhaupt maßstäblich, und zweitens möglichst günstig umsetzen lassen. Es ist so wie immer: Wenn man niedrige Stückzahlen benötigt, hat man zwar niedrige Formkosten, aber verhältnismäßig hohe Stückkosten - bei hohen Stückzahlen ist es umgekehrt. Also war der Weißmetallguss eine für Frithjof in jeder Hinsicht geeignete Lösung (1.000 Stück sind eine niedrige Stückzahl).

Regalbahner hat folgendes geschrieben::
Hallo Volker, deine farbliche Behandlung der Dachziegel setzt mal wieder Maßstäbe Ausruf Ich durfte in Schkeuditz auch deine Kanaldeckel bewundern, konnte ohne Brille allerdings nur die Hälfte der Details erkennen Winke
Viele Grüße
Christoph

Vielen Dank, Christoph. Mit den Ziegeln ist es (leider) genauso wie mit den Kanaldeckeln. Dieser Detaillierungsgrad hat seinen Preis - beim Lasern spielt das Material eine eher untergeordnete Rolle; da geht's um die Laufzeit, die die Anlage benötigt, um die Details in dieser Schärfe rauszuholen. Die Dachziegel sind an der Grenze des gusstechnisch Machbaren angesiedelt - da gibt's dann einen relativ hohen Ausschussanteil, der in die Kosten mit einfließt.

Schönen Gruß,
Volker
Kellerbahner - 07.09.14 18:56
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Volker,

Fido hat Recht:

Zitat:
die Ziegel sind perfekt

deshalb würde ich statt:

Zitat:
Die Dachziegel sind an der Grenze des gusstechnisch Machbaren angesiedelt

formulieren:

.................. Die Dachziegel zeigen das Optimum des gusstechnisch Machbaren.


Und nach den ersten 15 perfekten, jetzt noch viel Geduld bei der farblichen Behandlung der restlichen 1285 Ziegel ... Winke Winke


Gruß vom

Kellerbahner
Trambahner - 08.09.14 13:14
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo zusammen

Auch wenn ich mir die Ziegel nicht wirklich leisten kann ist es
für mich extrem beeindruckend was Ihr hier auf die Beine stellt.

Ich bin besgeistert. Die Grenzen werden immer weiter nach vorne verschoben.

Ich bin gespannt wie ein ganzes Dach aussieht...
fspg2 - 19.10.14 18:53
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

erst einmal vielen Dank für Eure rege Beteiligung - das Lob hierbei verdienen eindeutig Volker und der Gießer Sehr glücklich Sehr glücklich

Die erste 100er-Serie der Doppelfalzziegeln war im Guss leider etwas größer geworden, als es sein sollte. So war bei 15 Ziegelreihen übereinander, der obere Überstand um etwa 2,0mm zu lang. Der oberste Ziegel lag mit dem oberen Steg nicht mehr auf der Holzlatte auf.

Es werden in einer Form ja nicht nur die wenigen Ziegel für mich gegossen, sondern auch Teile für andere Kunden. Die Schrumpfung bzw. das Größerwerden der Gußteile hat damit zu tun, ob dickere oder dünnere Teile in dieser Form neben den Ziegeln gelegen haben. Der Gießer achtet zwar darauf, dass möglichst ähnliche Materialstärken in der Form nebeneinander liegen, aber es kann nicht immer gewährleistet sein. Jede Form wird rund 100 mal abgegossen.

Es gab nun zwei Möglichkeiten zur Lösung:
a) ein neues Urmodell etwas kleiner drucken lassen
b) Kürzung der kleinen Stege auf der Unterseite bei einigen Ziegeln, um so etwas mehr Spiel in der Nut der darunter liegenden Dachziegel zu erhalten - Diese Varianten würden dann als neue Urmodelle dienen

Bei Lösung a) waren wieder zusätzliche Druckkosten von rund 80,00€ zu erwarten und ob die Größe dann richtig gewesen wäre, war nicht sicher.


Wir entschieden uns für b).

Doppelfalzziegel_014 (fspg2)



Volker nahm sich dieser Arbeit an. Er kürzte die Stege und ließ dieses Mal eine zweite Serie mit 400 Stück abgießen. Mehr wäre mir zu riskant und zu teuer für einen Versuch gewesen. Würden sie nicht passen, so hätte es eín wertvolles Ladegut sein müssen Winke


Diese neuen Abgüße passten jetzt absolut genau Ausruf

Doppelfalzziegel_016 (fspg2)



Glücklicherweise hatte der Gießer auf Verdacht ein paar Doppelfalzziegel mehr gefertigt.
Es sind aber trotzdem nicht genug Ziegel, um das komplette Dach einzudecken. Also wird ein Baugerüst an das Haus gestellt und die Dachdecker werden in Aktion treten.
Kennt einer von Euch Figuren, die als Dachdecker durchgehen??

Geruest_2 (fspg2)


So wird am Ende auch ein wenig von den Dachbalken zu sehen sei.


Aus dem letzten Bild mache ich mal wieder ein kleines Ratespiel:

Doppelfalzziegel_013 (fspg2)



Wieviel Dachziegel sind insgesamt auf den beiden Haufen Frage Frage

Wer als erstes die genaue Menge errät, erhält 10 Stück dieser Doppelfalzziegel geschenkt.
Gelingt es niemandem, die richtige Zahl zu erraten, so bekommt diejenige Person, die am nächsten an der richtgen Menge dran ist, ebenfalls 10 Stück.

"Einsendeschluß" (per PN, e-mail oder direkt hier im Forum) ist Mittwoch, der 22.10.2014

...ach ja, der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen Ausruf Ausruf

P.S.: ... eine kleine Hilfestellung - auf dem rechten Haufen liegen genau 100 Doppelfalzziegel!
kartonbahner - 19.10.14 22:54
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
... 525 ...
Flachschieber - 19.10.14 23:02
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
...738...
volkerS - 20.10.14 06:46
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
...885...
biowernersen - 20.10.14 08:42
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
... 1796 ...
Gruß werner
Holzwurm - 20.10.14 09:54
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
630 minus Plus meine 10 Lachend
tobias234 - 20.10.14 10:00
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
620
Mattiacus - 20.10.14 10:18
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

ich gebe mal meinen Tip ab: 1280 Stück (in Worten: Eintausendzweihundertundachtzig).
Falko - 20.10.14 11:03
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
1152
Hydrostat - 20.10.14 11:10
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
42 ?
Frédéric - 20.10.14 11:47
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
740
MartinS - 20.10.14 13:48
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
748
Eberhard - 20.10.14 15:39
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
sparsame 505 *vermute*
masteline - 20.10.14 16:03
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
*1305*


Gruss
Andy
Eric - 20.10.14 16:50
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
2001
BR530001 - 20.10.14 20:27
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
2010
maxvolker - 20.10.14 21:13
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
1300

Gruß
maxvolker
Panke-Bahner - 20.10.14 21:46
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof, ich tippe auf 998 Stück
Maddin1 - 20.10.14 22:46
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
ich sage genau 1000.
Schienenkönig - 20.10.14 23:32
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moment.... 551, 552, 553, 554, 555.

Ich hab's 555 Stück! Razz
Harry - 21.10.14 03:43
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
1200
Thomas Engel - 21.10.14 10:11
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
fspg2 hat folgendes geschrieben::
Wieviel Dachziegel sind insgesamt auf den beiden Haufen Frage Frage


Sehr glücklich Hallo Frithjof,

meine Antwort ist nicht ganz ernst gemeint: es ist bestimmt mindestens ein Ziegel zuwenig ... Lachend

meint

Brennender Teufel Thomas

p.S.: Schön, das es bei Deinem Modellbauprojekt weitergeht!
Jörg Heckhausen - 21.10.14 16:25
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Moin

ich schätze mal 1444 Ziegel

Grüße Jörg
arne012 - 21.10.14 18:15
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Ich sach:
1502 Stück
MvM - 21.10.14 18:22
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
917

Grüße,
Martin
Hendric - 21.10.14 21:32
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Leute ihr macht mich fertig. Jedes mal seh ich "neuen Beitrag" und freu mich auf weitere geniale Bilder und Fortschritte von diesem Projekt und dann les ich nichts als zahlen Geschockt Sehr glücklich
Feldbahninfizierter - 22.10.14 07:50
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Ich tpppe auf 1998 perfekte Ziegel.

viele Grüße aus Salzburg, David
Frédéric - 22.10.14 08:57
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Vielleicht könnte dieses Tipp-Spiel, nachdem es beendet wurde, von einem Moderator von diesem Thread abgetrennt oder gelöscht werden? Käme dem Thread jedenfalls sehr zugute.
fspg2 - 23.10.14 05:37
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,

mit 27 Antworten hatte ich bei weitem nicht gerechnet! Vielen Dank für Eure Teilnahme.

Jetzt zum Ergebnis.... die Menge an Doppelfalzziegel, die ich für das ganze Dach benötige liegt bei 1300 Ziegel.

Zitat:
Jetzt brauche ich nur noch eine Idee, wie ich die 1300 Dachziegel produzieren kann.

Zitat:
Frithjofs Dach wird am Ende bei 1.300 Ziegeln also ca. 1,17 kg wiegen.


Ferner schrieb ich:
Zitat:
...und ließ dieses Mal eine zweite Serie mit 400 Stück abgießen.

und
Zitat:
Glücklicherweise hatte der Gießer auf Verdacht ein paar Doppelfalzziegel mehr gefertigt.
Es sind aber trotzdem nicht genug Ziegel, um das komplette Dach einzudecken.


Also muss das richtige Ergebnis zwischen 400 und 1300 Ziegel liegen.

Wenn mann die beiden Haufen vergleicht (rechts liegen genau 100 Stück) wird die richtige Menge eher im höheren Bereich liegen!


Wer bekommt nun die 10 Doppelfalzziegel Frage Mit einer Abweichung von 66 Stück hat gewonnen: klick hier.


Herzlichen Glückwunsch an Martin aus dem schönen thüringischen Rositz!

@Martin
Bitte sende mir Deine Adresse per PN, damit ich Dir die 10 Doppelfalzziegel schicken kann!
Maddin1 - 24.10.14 07:14
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Oh, ich habe gewonnen ist ja toll....

und das unser Dorf als schön beschrieben, wird, das geht runter wie öl, dankeschön.
Maddin1 - 30.10.14 11:26
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Die Ziegel sind gut angekommen. In natura sehen sie noch besser aus als auf den Bildern, ganz große klasse.
fspg2 - 27.04.15 21:32
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,

als ich kürzlich Volker ein paar gefräste Teile vorbeibrachte, gab ich ihm gleichzeit eine Firstziegel (Baujahr 1911), die ich beim Abriss eines Nachbarhauses retten konnte.
Nach zwei Tagen bekam ich die gezeichnetet Datei zum Einpassen auf das Dach des alten Lagerhauses.
Vielen Dank an Dich, Volker Sehr glücklich
Alles passt - also kann jetzt das Urmodel gedruckt werden und davon eine Kleinserie in Weissmetall gegossen werden!


Doppelfalzziegel_06 (fspg2)



Doppelfalzziegel_First_01 (fspg2)

Ziegel von 1911


Doppelfalzziegel_First_06 (fspg2)



Doppelfalzziegel_First_02 (fspg2)

Ziegel von 1911


Doppelfalzziegel_First_07 (fspg2)



Doppelfalzziegel_First_03 (fspg2)

Ziegel von 1911


Doppelfalzziegel_First_08 (fspg2)



Doppelfalzziegel_First_09 (fspg2)



Doppelfalzziegel_First_10 (fspg2)

fspg2 - 11.08.15 18:45
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

heute geht es mit den Pendel-Pfeilern weiter.

Nähere Information über Pendel-Pfeiler gibt es hier!


Pendel-Pfeiler_01 (fspg2)

Copyright: WSA-Lauenburg/Elbe


Beide Pfeiler besteht aus jeweils 22 Winkelprofilen und 12 Knotenblechen. Letztere hatte ich ja schon am 13.07.2014 gezeigt.

Aus 3x3mm Messing-L-Profil habe ich mir die benötigte Anzahl auf Länge gesägt.
Die Profile haben zum Teil in beiden Schenkel Nieten. Um diese alle deckungsgleich zu bekommen, habe ich mir wieder einmal aus Pertinax kleine Hilfslehren gefräst.


Pendel-Pfeiler_ankoernen (fspg2)



Die Schenkel haben eine Innenlänge von 2,6mm und eine Dicke von 0,4mm.
Paarweise kommen immer zwei Schenkel gegenüber in die Lehre, um sie anzukörnen.
Da ich keinen 0,8mm Fräser mit 2,6mm Schneiden-Länge habe, wurden die Vertiefungen mit einem 1,2mm Fräser in die Pertinaxplatte gefräst.


Pendel-Pfeiler_ankoernen_02 (fspg2)



Der 0,4mm zu dicke Spalt wurde mit einem 0,4mm Blechstreifen gefüllt, so dass beim Fräsen nichts wackelte.
Zusätzlich wurden die eingelegten Profile mit Tesafilm fixiert.


Pendel-Pfeiler_ankoernen_03 (fspg2)



Die Messingprofile bestehen aus MS58, das lässt sich wunderbar fräsen, aber Nieten zu drücken ist keine Freude.
Aus diesem Grunde habe ich alle Profile an den Stellen, wo die Ankörnungen für die Nieten zu sehen waren, ausgeglüht.


Pendel-Pfeiler_ausgluehen (fspg2)



Als Führung habe ich entsprechende Punzen für meine Nietenprägemaschine, die je nach Durchmesser zum Einsatz kommen.


Punzen_Nietenpraegen_01 (fspg2)



Pendel-Pfeiler_Nieten-druecken_01 (fspg2)



Pendel-Pfeiler_Nieten-druecken_02 (fspg2)



Aus Pertinax wurde eine Montagehilfe gefräst, in die die jeweiligen Halbseiten der Pendel-Pfeiler vorgefertigt werden.


Pendel-Pfeiler_Montagehife_01_ (fspg2)



Als ich die genieteten Profile in die Montagelehre einlegen wollte, stellt ich einen Fehler fest. Den muss ich erst beheben, damit die Lehre auch ihren Zweck erfüllt.

Also hier nur ein Foto von der Stellprobe, gerne hätte ich heute schon das erste Teil zusammengelötet... grrrrr.....

Pendel-Pfeiler_Montagehife_03_ (fspg2)


Edit:Tippfehler korrigiert
!
T 20 - 17.08.15 09:53
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

wie bei Dir üblich : eine Arbeit, von der ich nur handwerklich träumen kann.
Der Hinweis auf die Pendel Pfeiler Brücken ist wieder sehr informativ, sei bedankt !
verbeugende Grüße
Tobias
fspg2 - 19.08.15 20:19
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Tobias,

ich danke Dir für Deine freundlichen Worte.


Bei der ersten Montagehilfe für die Pendelpfeiler hatte ich die diagonalen Streben seitenverkehrt gefräst.

Dieses hätte ich leicht ändern können, indem ich in Sheetcam die Datei gekontert und dann lediglich die entsprechende Ebene mit den Fräsdaten für die Diagonalstreben nachgefräst hätte. Zur neuen Ausrichtung auf der Fräse wären die vier Eckbohrungen herangezogen worden. Also vier Löcher bohren, 2mm Stifte hineinstecken und die vorhandene Montagehilfe darauf positionieren.... fräsen - fertig!......

Um aber die Knotenbleche zu positionieren wären hier neue Passerstücke von Nöten gewesen.


Deshalb habe ich eine neue Montagelehre gefräst, mit der ich die kompletten Pendelpfeiler-Hälften in einem Durchgang zusammenlöten kann.


Pendel-Pfeiler_Montagehife_04_ (fspg2)



Hierbei wurden die beiden Diagonalstreben (mit Schenkel nach unten) und die vier Aussenprofile um 0,8mm tiefer in das Pertinax gelegt. Die Knotenbleche bekamen eine 0,4mm-Vertiefung.
So kann ich beim Zusammenlöten schneller vier deckungsgleiche Teile bekommen.
Es freut mich, dass jetzt die neue Idee und deren Umsetzung mal wieder passen. Die Profile und die Knotenbleche sitzen sauber in den jeweiligen Aussparungen.
Jetzt muss nur noch Lötzinn dazwischen Sehr glücklich
Peter_T1958 - 20.08.15 17:35
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Tja, Frithjof

Viel Resonanz kriegst du nun ja wirklich nicht auf deine Arbeit. Ich denke, es liegt darin, dass es da nichts mehr zu sagen gibt - uns bleibt allen der Mund offen stehen ... Deshalb leider auch diesmal keine konstruktive Kritik Winke
Im anderen Forum (finescalerr) habe ich kurz erläutert, warum ich selbst lange kein Update mehr eingestellt hatte. Wäre ich in der Lage, solch perfekte Nieten wie du herzustellen, ich hätte jenes Projekt sicherlich weiterverfolgt ...

Ein grosses Dankeschön ebenfalls auch für die technischen Erklärungen - wirklich sehr informativ.

Peter
Holger BS - 21.08.15 09:20
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Frithjof tach
so ist das eben mit dem perfektem Modellbau.
Wie Peter schon sagte, den meisten steht der Mund offen.
Dazu kommt dann noch eine ganz böse Schreiblähmung. Es geht mir ja genau so.
Aber ich muss mal wieder bei dir vorbei schauen.
Wenn man deine Modelle real sieht und "begreifen" kann ist es noch beeindruckender. top
fspg2 - 23.08.15 16:35
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Peter, hallo Holger,

das ist nun einmal so, wie Ihr ganz richtig bemerkt! Momentan wird alle 761 Klicks ein Beitrag geschrieben - ab und zu auch von mir Winke
Ansonsten vielen Dank und passt auf, dass Ihr kein Halsweh bekommt Grins

@Peter: Bitte berichte doch über Deine "Transmission" auch hier bei uns im Buntbahnforum. Alleine, wie Du die Zahnräder mit Hausmitteln so toll hinbekommen hast... da bleibt sicherlich nicht nur mir der Mund offen stehen!!!



Heute wurde der erste von den beiden Pendelpfeilern fertig.

Dazu hatte ich noch ein paar Pertinax-Lehren gefräst, die mir beim Ausrichten der oberen L-Profile helfen sollten.


Pendel-Pfeiler_Montagehife_05_ (fspg2)



Pendel-Pfeiler_Montagehife_06_ (fspg2)



Das überschüssige Lötzinn wurde mit einem kleinen Dreikantschaber und einem Glasradierer weitgehend entfernt. Den Rest machte die Sandstrahlpistole.


Pendel-Pfeiler_02 (fspg2)


Die beiden gleichen Hälften wurden zusammengesteckt. Dabei diente das jeweils einseitig eingelötete 0,4mm dicke Neusilberblech als Verbindung.


Pendel-Pfeiler_03 (fspg2)



Unter leichem Druck wurden die beiden Teile zusammen gepresst und die überstehenden L-Profile auf der Böhler-Säge abgetrennt.


Pendel-Pfeiler_04 (fspg2)



Die Ähnlichkeit mit der Zeichnung ist gegeben Grins

Pendel-Pfeiler_05 (fspg2)

Helmut Schmidt - 23.08.15 19:09
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
fspg2 hat folgendes geschrieben::
@Peter: Bitte berichte doch über Deine "Transmission" auch hier bei uns im Buntbahnforum. Alleine, wie Du die Zahnräder mit Hausmitteln so toll hinbekommen hast... da bleibt sicherlich nicht nur mir der Mund offen stehen!!!

Hallo Frithjof,

da kann ich dir nur zustimmen und mich mit der Bitte an Peter anschließen.

Ganz abgesehen davon es ist immer wieder ein Genuß deinen Beiträgen zu folgen und es beruhigt mich zu sehen, dass auch du Dinge um sie perfekt hin zu bekommen, noch einmal neu machst. Respekt gut
Regalbahner - 23.08.15 19:47
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Frithjof,

ich bewundere an dir, wie du seit nun 8 Jahren mit
unvorstellbare Geduld an deinem Projekt arbeitest.
Ich könnte das nicht, obwohl ich mich nicht als ungeduldig bezeichnen würde.
Auch deine pfiffigen Detaillösungen und Hilfsvorrichtungen
sind bewundernswert.
Was ich aber mittlerweile völlig verloren habe, ist der Überblick Augenrollen
Vielleicht solltest du in einem anderen Thread dein Projekt mal
etwas aus der Entfernung vorstellen und dann bei passender Gelegenheit
auf diese Übersichtsbilder verlinken.
Das würde vielleicht vielen sprachlosen Lesern die Feder äh Tastatur
etwas lockern Cool

Viele Grüße
Christoph
fspg2 - 02.09.15 20:21
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Helmut, hallo Christoph,
ich danke Euch für die beiden Äußerungen.

Acht Jahre sind in der Tat schon eine lange Zeit, in der ich mal mehr, mal weniger intensiv an meinem Projekt habe arbeiten können. Job und Familie kommen vor dem Hobby. Aber ich habe ja keinen Endtermin, an dem ich fertig sein muss. Es macht mir Spaß, die einzelnen Schritte (wie das Recherchieren, Zeichnen und Konstruieren, Fräsen, Löten und Bauen, Ausprobieren und wenn es nicht wirklich klappt es neu zu versuchen,...) zu durchlaufen.
Es ist nie langweilig.
Bei inzwischen 66 Seiten mit je 10 Beiträgen kann der geneigte Leser schon den Überblick zu verlieren Winke
Ich hatte im Mai 2009 einmal eine Übersicht der zum Thema "Feldbahnmodule mit Schiff" gehörigen Projekte gegeben. Daran hat sich nichts geändert. Es gehören dazu:

a. alte Rampe (hier fehlen noch die Weichenantriebe und die Begrünung)
b. die Hubbrücke (unter der Erde hebt sich die Mechanik vorbildgerecht - ich bin zur Zeit an den Pendelpfeilern. Am Wo-Ende ist der zweite Pfeiler fertig geworden.
c. der alte Schuppen siehe weiter unten!
d. die LKW-Waage Hier könnte das Dach mit den vorhandenen Dachziegeln von Volker eingedeckt werden.
e. der alte Hafenkran Der wartet auf den nächsten Löteinsatz. Das Untergestell ist gefräst und genietet.

Die bereits in 1:22,5 ausgefräste Vorderwand der alten Lauenburger Feuerwache ist zur Seite gelegt.
Die 1:24 Drehleiter sieht im Vergleich einfach zu mickrig aus. Bislang kenne ich in 1:22,5 nur den Opel Blitz als LF8, der in die 60-ger Jahre passt.


Grundriss_FMmS_2 (fspg2)



Grundriss_Module_bislang-fertig (fspg2)


Immer, wenn ein bisschen Zeit ist, schaue ich mir die Teile an und irgendeins gewinnt dann Winke

Zur Zeit bin ich am Brückenüberbau - auch wenn der alte Schuppen laut ruft und gerne ein paar Ziegel verpasst bekommen möchte.


Als mir Volker kürzlich den ersten Abguss der Firstziegel mit einem Bild ankündigte, war ich erst einmal ein wenig entsetzt über das Entlarvende bei diesem Makro-Foto.


Firstziegel_00 (fspg2)

(Bild von Volker)

Er sagte mir, dass man die Stufen vom Druck mit bloßem Auge nicht sehen würde.....

Heute kamen mit der Post die in Weißmetall gegossenen Firstziegel.

Er hat recht, auf einem schnellen Vergleichsfoto (auch hier handelt es sich noch um eine Vergrößerung!) könnt ihr hinten eine unbearbeitete Firstziegel mit leichten Stufen erkennen, den vorderen Ziegel habe ich leicht gesandstrahlt.


Firstziegel_01 (fspg2)



Firstziegel_02 (fspg2)



Mal sehen, wie die Teile brüniert und mit roter Farbe behandelt aussehen, so wie Volker es hier vorgemacht hat.

Edit: Tippfehler korrigiert!
Klaus - 02.09.15 22:14
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof, einer meiner Söhne ist Dachdecker und er hat den Daumen weit nach oben gestreckt. Große Zustimmung
Schrauber - 04.09.15 10:05
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

Bin von den Firstziegeln mehr als begeistert. Respekt
Ich finde es schön, das ihr immer wieder die Latte ein Stück höher legt.... Große Zustimmung
So wird es niiiiee langweilig.... gut
fspg2 - 21.09.15 21:43
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Klaus, hallo Tomas,

es freut mich, dass die Ziegel die Prüfung bestanden haben Winke

Jetzt zu einem anderen Thema:

Brückenkopf sucht neue Heimat

Das hat man nun davon, wenn man Nieten - sprich Steine zählt... besser nur Steine zählt.... und nicht die Gesamtabmessungen des Originals kennt!


Als ich Mitte 2007 mit dem Projekt "Feldbahnmodule mit Schiff" startete und die ersten Zeichnungen für die Brückenköpfe machte, ging ich von einem Ziegelsteinmaß aus, welches ich an einem Stein eines abgerissenen alten Hauses gemessen hatte.
Helmut war damals so freundlich und fräste mir die einzelnen MDF-Platten mit den Fugen nach meiner DXF-Zeichnung. (letzter Beitrag auf der Seite)

Die Teile passten, die beiden Brückenköpfe wurden zusammengeklebt und die verzahnten Ecksteine in den Fugen mit einem dünnen Sägeblatt nachgeschnitten. Anschließend wurde alles grau grundiert.

Soweit so gut!

Brueckenkoepfe (fspg2)



Als ich nun die auf Maßstab 1:22,5 vergrößerten Originalzeichnungen der Brückenelemente an die Brückenköpfe legte, stellte ich fest, dass die geschätzten Abmessungen nicht korrekt sind. Die Breite ist um 10mm zu breit.
Jetzt werde ich die Teile eben neu machen!
Die ganze Skizze nur kleiner zu skalieren funktioniert nicht, da die Steine in der Höhe und Breite unterschiedlich geändert werden müssen.
Da ich die Zeichnungen noch alle habe, werden die drei unterschiedlichen Steine in ihren Maßen geändert.
Wenn mal wieder etwas Luft ist, wird die Fräse gefüttert.

Aber was passiert jetzt mit den zu großen Brückenköpfen?

Damit dieser Thread nicht all zu sehr zerredet wird, bitte nicht hier antworten - Ihr könnt dort Eure Ideen mitteilen.
fspg2 - 17.10.15 21:57
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,

inzwischen habe ich Größe der einzelnen Steine so verändert, dass die Breite des Brückenkopfes 10mm kleiner wurde.

Brueckenkopf_02 (fspg2)


So sieht die Brücke einfach vorbildgerechter im Brückenkopf aus.


Brueckenkopf_05 (fspg2)



Die Mauerfuge mit 0,5mm Dicke habe ich in die Steingröße eingerechnet.
Um die Außenkontur mit einem 1,5mm Fräser zu fräsen, habe ich einen neuen Layer gezeichnet. Er hat einen Außenabstand von 0,65mm.
Die Ecken wurden mit einem 0,5mm Bohrer vorgebohrt. Dadurch wurde der Eckradius von 0,75mm auf 0,25mm reduziert. So passen die einzelnen Platten zusammen, ohne die Ecken nachzufeilen.


Brueckenkopf_06 (fspg2)



Brueckenkopf_07 (fspg2)



So sieht dann die DXF-Datei aus, die an Sheetcam übergeben wurde.

Brueckenkopf_08 (fspg2)



Nach dreieinhalb Stunden war die Hälfte fertig.


Brueckenkopf_09 (fspg2)

kudrdima - 17.10.15 22:53
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
fspg2, ich bewundere Ihre Gründlichkeit!
Ich habe eine Frage: warum in der Zeichnung Brueckenkopf_08, zwei identische Seitenwände? Einen Spiegel nicht sein?

                        Mit freundlichen Grüßen, Dmitry.
dolfan96 - 18.10.15 00:25
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,
als seit bereits geraumer Zeit stiller Leser deines fantastischen Baubericht habe ich folgende Frage an dich.
Welches Grundmaß wird später die gesamte Anlage haben ?
Falls ich es in den vielen Seiten übersehen haben sollte, verzeihe mir dieses bitte.
Carsten
volkerS - 18.10.15 06:05
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,
1,5mm Fräser und Fräsbahn mit 0,65mm passt nicht zusammen. Verwirrt
Auf der CAD-Animation (Bild Brueckenkopf_05) ist das Brückengeländer durchgehend bis in den Brückenpfeiler dargestellt. Müsste es nicht direkt am Brückenpfeiler getrennt sein um der Längenänderung der Brücke folgen zu können?
Volker
fspg2 - 18.10.15 14:20
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

erst einmal vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit und Interesse Winke

@Dmitry
Du hast ganz richtig bemerkt, dass sich auf der Zeichnung 2x die gleiche Seitenwand befindet!
Ich war zu bequem, die zweite Seitenwand in der DXF den einzelnen Farblayern zuzuordnen. So war es leichter, sie einfach zu duplizieren.
Beim ersten Fräsdurchgang habe ich die Datei genauso wie auf der Zeichnung 08 gefräst, danach wurde ein neues Brett auf die Fräse gespannt und die Datei gekontert gefräst.
So habe zwei linke und zwei rechte Seitenwände erhalten.

@Carsten
Hier kannst Du die Abmessungen der bislang geplanten Modulanlage sehen:

Module_Abmessungen (fspg2)



@Volker
Du hast vollkommen Recht, aber wenn ich den um 0,1mm kleineren Radius ansetze, lassen sich die überstehenden Steine leichter zusammenstecken.

Brueckenkopf_13 (fspg2)

Die überstehenden Holzfasern in den Nuten der Ecksteine werden nach der Montage mit einem 0,5mm Sägeblatt wie hier entfernt.

Zitat:
Auf der CAD-Animation (Bild Brueckenkopf_05) ist das Brückengeländer durchgehend bis in den Brückenpfeiler dargestellt. Müsste es nicht direkt am Brückenpfeiler getrennt sein um der Längenänderung der Brücke folgen zu können?


Auch hier muss ich Dir vom Prinzip her Recht geben!


Aber wie kann ich sonst die Darstellung in den Zeichnungen erklären?
Hier ist nur ein Langloch an der ersten Stütze des Brückenkopfes zu erkennen und keine Trennung des Geländers.

Brueckenkopf_10 (fspg2)



Brueckenkopf_11 (fspg2)



Brueckenkopf_12 (fspg2)

fspg2 - 20.10.15 08:27
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo zusammen,

hier ein kleines Update vom gestrigen Abend.

Holzleim und Schraubzwingen, 200er- + 600er Sandpapier und das 0,5mm Sägeblatt halfen beim Zusammenbau der ersten Teile.

Die verzahnten Ecksteine hatte ich rund 0,5mm überstehen lassen. Ähnlich wie auf dem Bild des alten locker zusammengesteckten Brückenkopfes: hier

Nach dem Trocknen des Leimes wurde der gesamte Klotz erst auf das Sandpapier flächig aufgelegt und mit zwei, drei Bewegungen bis auf die Ziegeloberfläche abgeschliffen. Danach schnitt das 0,5mm Sägeblatt die Fugen an den Ecken frei,

Brueckenkopf_16 (fspg2)


600er Sandpapier glättete die gesamten Oberflächen und eine Messingbürste befreite die Fugen vom Staub.


Brueckenkopf_14 (fspg2)

UPW - 28.10.15 02:35
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Buntbahners,

Mitte September hatte ich das Glück, Frithjof (in Amsterdam auf einer Messe) kennen zu lernen.
Das allgemeine "wir könnten ja mal was zusammen machen" wurde durch eine Email mit CAD-Anhang gleich konkret:
Frithjof-BrückenKopf-3D-CAD-01 (UPW)

Weiter oben ist dieser Brückenkopf-Sockel schon einmal zu sehen, er befindet sich auf beiden Seiten parallel zum Gleis.

Die Teile hätte ich einfach 3D-drucken können und fertig, aber wenn ich etwas in meinem Leben auf diesem Planeten gelernt habe, dann:
- alles kann man besser machen, und vor allem,
- alles kann man noch komplizierter machen.

Deshalb habe ich die (zu druckende) Form in einen Block gesteckt, diesen halbiert, noch ein paar (halbe) Füllkanäle und Entlüftungskanäle angebaut. Sowie ein paar Kegel (und Hohlkelgel) zum Positionieren der beiden Formhälften zueinander eingebaut. Somit ist eine Form entstanden, in der PU (Resin) abgegossen werden kann. Leider habe ich weißes Material im Tank, deshalb ist der Kontrast suboptimal.
FBK-Halbschalen-01 (UPW)

Da es zwei Seiten gibt, ergeben sich 4 Formälften, die hier zusammen gehalten werden
FBK-Form-geschlossen-01 (UPW)

Beim ersten eigentlichen Gießen ist mir die Spritze kaputt gegangen, und bis ich aus meinem Spritzenlager Nachschub holen konnte, war es schon zu spät. Das Resin war ein Klumpen, durch verzweifeltes Rühren zum Schluss ein Haufen, der (wäre er braun gewesen) genau das darstellte, was ich da gerade dachte.

Das Resin ist beim Anrühren so dünnflüssig wie Wasser. Sprich: Es quillt durch alle Ritzen und das mit Schwung. So habe ich kurzer Hand den Entlüftungskanal zum Füllkanal umfunktioniert und es gab weniger (Flüssigkeits)Verluste, da näher am Objekt der Befüllung.

So sah dann ein Ergebnis aus:
FBK-Form-gefüllt-01 (UPW)

Da ich im Vorhinein nicht wusste, ob das überhaupt funktioniert, hatte ich nicht den gesamten Härter für alle Abgüsse mit schwarzer Farbe getränkte, sondern das bei jedem Abguss neu eingerührt. Das Ergebnis sind unterschiedliche Farben für den Beton. Wie gesagt, zum besser machen besteht immer genug Potenzial.

Auf dem Foto sieht das nicht so toll aus, aber zumindest erkennt man deutlich die Trennebene.
FBK-Frithjof -darf-schleifen-01 (UPW)

Montag ging erst einmal ein kleines Päckchen ab Richtung Frithjof. Mal sehen, was Frithjof von dem Ergebnis hält. Er kann es ja mit Sandpapier und Sandstrahler noch aufhübschen.

Soviel von der Beton-Sockel-Front,

Uwe P.
Hydrostat - 28.10.15 09:46
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Uwe (und Frithjof),

eine sehr interessante Lösung! Was mich nur ein wenig umtreibt: wäre es nicht weniger aufwändig, ein Positiv zu drucken, dessen Oberflächen* zu überarbeiten und davon dann eine zweiteilige Silikonform für die Abgüsse zu machen? Klar, es kommt ein Arbeitsschritt dazu, dafür entfällt aber ein anderer, nämlich der der Überarbeitung aller Oberflächen?

Nichtsdestotrotz, das Ergebnis lässt sich absolut sehen!

Schönen Gruß,
Volker

*Ich finde, dass man die Oberflächen nicht bei einer Negativform bearbeiten sollte, da das Blindflug ist. Deswegen der Umweg über die Silikonform.
UPW - 28.10.15 13:53
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Buntbahners, hallo Volker,

da hast Du natürlich recht.

Aber ich wollte es einfach wissen, ob es sich auch mit gedruckten Formen machen lässt. Was dagegen spricht: Mit 0,025 mm Schichtstärke (40 Schichten pro Millimeter) wird die Oberfläche glatter, die Nacharbeit sollte ganz entfallen (so die Idee). In der Praxis wurden (zumindest) die letzten Schichten dünner gedruckt. Als negatives Ergebnis ist das Einfüll-Loch nicht rund sondern oval, der Hohlraum entspricht nicht der gewünschten Form, dass Gussteil ist zu dünn. Wo das her kommt: Keine Ahnung.

Mit 0,1 mm Schichten gedruckt ist die Nacharbeit nötig. Bin inzwischen stolzer Besitzer eines Glasradierers. Damit lässt sich in der Negativform glätten, aber wie Du schreibst, optimal ist anders.

Bei dem Betonsockel gibt es eine einfache Trennebene und Silikon bietet sich an. Bei den Dachziegeln sieht die Trennlinie komplizierter aus, und da bekäme ich das mit Silikon garantiert nicht hin (wenn ich das Positivteil in Knetgummi einbette, um die erste Hälfte der Form mit Silikon zu füllen, passiert so Einiges, aber nichts, was sich zu Berichten lohnt).
gedruckte Negativform (UPW)

Hoffe, der kurze Abstecher zu den Ziegeln an dieser Stelle ist ok.

Gruß an alle BBFs,

Uwe P.

P.S. Vielleicht hat jemand eine Idee, wie ich die Trennebene wirklich eben und glatt hin bekomme. Die eine Seite geht, auf der anderen Seite stehen diese Kegel hoch, die das Schleifen verhindern. Spricht etwas gegen 2 mm Passstifte?
fspg2 - 28.10.15 14:14
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

da war ich ja doch baff, wie schnell ich ein Päckchen mit den gegossenen Kalk-Sandstein-Attrappen (oder war es schon Beton?) von Uwe erhalten hatte. Schönen Dank noch einmal für Deine tolle Hilfe Sehr glücklich

@Volker
Zitat:
Klar, es kommt ein Arbeitsschritt dazu, dafür entfällt aber ein anderer, nämlich der der Überarbeitung aller Oberflächen?

Uwe hatte es doch schon erklärt: ..."- alles kann man besser machen, und vor allem, - alles kann man noch komplizierter machen.. " Winke

Frage nur: "Was ist wann was"?


Die vier gedruckten Negativ-Halbschalen (je zwei für das rechte und linke Seitenteil) zu glätten wäre sehr aufwändig zumal die Stufen in dem weißen Material nicht gut zu erkennen sind.

Dein Vorschlag mit den Silikonformen ist bei einer größeren Menge sicherlich von Vorteil.

Als ich gestern Abend die ersten Teile mit 1000er Sandpapier glättete und anschließend mit dem Sandpinsel bearbeitete, brauchte ich pro Teil etwa 5 Minuten. Bei 8 Teilen ist es rein zeitlich so der schnellere Weg.


Brueckenkopf_18 (fspg2)


oben links mit 1000er Sandpapier grob geglättet, oben rechts zusätzlich gesandstrahlt, unten rechts unbearbeitetes Gußteil


Brueckenkopf_17 (fspg2)


Im nächsten Schritt werden die Teile alle gleich grau grundiert, dabei schließen sich auch die größeren Poren. Mal sehen, wie sie dann aussehen, ggf. werden dann wieder Sandpapier und die Sandstrahlpistole benutzt.
Helmut Schmidt - 28.10.15 15:27
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof und Uwe,

nun hat nicht jeder die Möglichkeit 3D Zeichnungen zu erstellen und kann eurem Weg folgen.
Auf jeden Fall erst einmal Respekt für eure Lösung.

Deshalb möchte ich noch auf einen weiteren mit einfacheren Mitteln nachvollziehbaren Weg darlegen.

Dazu werden lediglich 2 Fräser mit den entsprechenden Radien benötigt.
Als Aufnahme kann ein Profiliergerärt dienen, oder man kann eine Oberfräse oder eine Ständerbohrmaschine nutzen.

Dazu wird die Deckplatte waagerecht in 2 Teile geteilt.

Beginnen wir mit der oberen Deckplatte mit dem großen Aussenradius.
Dazu wird ein Viertelkreis-Fräser genutzt und die gibt es in 0,5 mm Abstufung.
An einem Anschlag mit Aussparung für den Fräser braucht das Teil dann nur entlang geschoben werden und kann natürlich auch so getrennt besonders leicht verschiffen werden.

Die Hohlkehle kann so genauso herstellt werden danach werden die 2 Teile zusammen gefügt.

Ein weiterer Vorteil ist es kann auch MDF verwendet werden, was sich mit dem Brückenpfeiler sehr gut verbinden lässt.

Wie gesagt es können viele Wege zum Erfolg führen.
fspg2 - 28.10.15 18:51
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Helmut,

das erinnert mich an meine Spur0-Zeit, als ich nur mit der Böhler-Kreissäge, einem Bohrständer mit einem Mini-Schraubstock und einer kleinen Minidrill meine Modelle baute.
Sicher das ging auch, manches dauerte vielleicht ein bisschen länger.
Aber warum soll ich heute Dinge nicht nutzen, die ich früher nicht hatte?
Warum nicht eine Fräse und den 3-D-Druck einsetzen, wenn es diese Dinge in meinem Umfeld gibt?
Modellbau pur ist für mich nicht nur Lineal, Laubsäge und Cutter, sondern die Fähigkeit, mit seinen Möglichkeiten ein Optimum herauszuholen. Grins

Hier hatte ich z.B. bei Nachbau meines Elternhauses den Dachkragen


Elternhaus_1:43_5_Detail-1 (fspg2)


aus mehreren Schiffsmodellbauleistchen, die alle einzeln profiliert wurden, zusammen geklebt.


Alte_Waage_Lbg_027 (fspg2)

Helmut Schmidt - 29.10.15 10:59
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

einfach gut das du dein Spur 0 Gebäude hier noch einmal gezeigt hast, dass ist meisterlicher Modellbau und zeigt eindeutig was auch mit einfachen Mitteln möglich ist. Respekt

Andererseits ist es gut und wichtig nicht auf dem Wissen und den Möglichkeiten zu verharren die man bereits beherrscht.
Die von Uwe und dir gezeigten Techniken zeigen eigentlich, dass hier noch viel komplexere Teile möglich sind und das ist auch gut so. gut

Sehr gut würde sich eure Technik auch für die Gesimse einer Jugendstilfasade eignen und ich bin gespannt ob wir da vielleicht mal etwas derartiges zu sehen bekommen. heiss
GBMEGGTAL - 29.10.15 23:27
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof

Was Spur 0 Augenrollen super was du schon vor früher gebaut hast.

Jeder deiner Baufortschritte ist sehr lehrreich gruebel Dieser Brückenkopf hast du sauber zusammenfügt und mit den Zeichnungen die du uns zeigst auch sehr verständlich wie du das gefräst hast.

Freue mich auf weiter Baufortschritte, wird sicher eine wunderschöne Brücke.

Besten Dank

Gruss Sigi
S 49 - 30.10.15 06:17
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Frithjof,

ich will ja micht vom eigentlichen Thema abschweifen. Aber: Ist das da an der Zimmerdecke ein Wasserschaden, der dann ja auch die Dacharbeiten begründen würde?

Gruß
Jürgen
fspg2 - 30.10.15 08:21
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Guten Morgen,

@Helmut
Danke für die lobenden Worte!
Als ich 1988 mit dem Nachbau meines Elternhauses begann, benutzte ich Mauerplatten von Slaters (DinA4 = 3,00DM), die ich mit dem Cutter bearbeitete und die Gehrungen auf der Böhlerkreissäge schnitt (Sägeblatt auf 45 Grad verschränkt).
Die so auf Größe gebrachten Platten hinterfütterte ich mit 3mm Polystyrolplatten - geklebt mit Aceton.
Heute hätte ich sicherlich die Mauerplatten gefräst, wie es ein Spur0-Kollege wunderbar zeigt. Diesen tollen Link hab ich kürzlich von Jürgen bekommen - Danke Dir noch einmal dafür. Dort zeigt Andreas Manthey, was mit durchdachter Planung und einer Fräse auch in dem kleineren Maßstab möglich ist Grins
Helmut, ich kann Dich aber beruhigen, ich werde keine Jugendstilvilla mit Gesimse anfangen - dazu warten noch zu viele andere Dinge auf Fertigstellung Winke

@Sigi
Auch Dir danke für Deine netten Worte!
Meist versuche ich meine Beiträge so abzufassen, dass möglichst jedesmal etwas mehr Inhalt enthalten ist, als nur Bilder vom fertigen Arbeitsschritt. Ich hoffe, dass noch ein paar mehr Leser ein wenig Nutzen davon haben.
Du weißt selber allzu gut, wie zeitaufwändig das Erstellen von bebilderten Beiträgen ist Winke

@Jürgen
Gut erkannt, gegen Ende des WKII schlug eine Granate an dieser Stelle durch das Dach ein. Glücklicherweise blieb es bei ein paar gebrochenen Ziegeln, Balken und Brettern.
Den Zustand, den ich nachgebildet habe, spielte im Jahr 1968, als das Dach neu eingedeckt wurde.


Geruest_1968_1 (fspg2)



Elternhaus-3_Modell_43 (fspg2)


Ich hatte irgendwo schon einmal darüber berichtet, finde den Beitrag aber nicht auf die Schnelle, deshalb sei mir hier ein kleiner Ausflug in die "damalige" Zeit erlaubt.


Elternhaus-2_Modell_43 (fspg2)



Elternhaus_1968 (fspg2)



Ich hatte das Dach bewusst offen gelassen, um die vielen kleinen Details sehen zu können.


Elternhaus_1:43,5 (fspg2)

dolfan96 - 31.10.15 22:45
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,
klass, was du alles erstellst und danke nochmal für die Zeichnung mit der Anlagengröße
Carsten
fspg2 - 22.11.15 22:46
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,
nach längerer Zeit mal wieder ein kleines Update.

Für die vier Anschlussbrücken müssen viele kleine genietete Winkel und Profile gefertigt werden.

Hubbruecke_Anschlussbruecken_ (fspg2)

Copyright: WSA-Lauenburg/Elbe


oestliche_Bruecken (fspg2)


Ich könnte
a) die kleinen Profile entweder bohren und mit echten Nieten bestücken oder
b) Nieten drücken oder
c) Urmodelle bauen und abgießen lassen oder
d) Urmodelle drucken lassen und anschließend abgießen lassen.

Für die Querträger und unteren Auflagewinkel habe ich bei einem auch hier im Forum bekannten Gießer eine Anfrage laufen. Ich hoffe, dass sich die zum Teil nur 0,4mm dicken Bleche auch wirklich problemlos gießen lassen!

Knoten_A-Gussbaum-neu_001 (fspg2)



Die blau gestrichelte Markierung gibt das Fertigteil an. Die seitlichen Teile werden abgesägt.


Knoten_A-Gussbaum-neu_002 (fspg2)



U-Profil_6x3x0_5_56_5mm_Gussbaum_002 (fspg2)



U-Profil_6x3x0_5_56_5mm_Gussbaum_003 (fspg2)



Die Langträger und die Befestigungswinkel für die Holzquerbalken hatte ich ja schon vor einiger Zeit gefertigt.
Die Bohrlöcher haben einen Durchmesser von 1,0mm. Die gekauften 1,0mm Nieten weisen aber einen Durchmesser von nur 0,94mm auf.
Als ich nun die ersten Winkel mit den Nieten auf den Langträgern positionierte, war ein genaues Ausrichten der Winkelprofile nicht gegeben. Das Spiel in den Löcher war deutlich spürbar.
Da ich allerdings schon 300 Nieten gekauft hatte, werde ich diese verwenden, zumal die Fertigung neuer passgenauer Nieten noch bis Anfang nächstes Jahr dauern würde.


Loetlehre_Winkel_oben_01 (fspg2)



Ich will aber nun mit möglichst wenig Aufwand zu einem genauen Ergebnis kommen.
Also wurde wieder kleine Lehren gezeichnet und gefräst.


Loetlehre_Winkel_oben_05 (fspg2)



Loetlehre_Winkel_oben_06 (fspg2)



Loetlehre_Winkel_oben_07 (fspg2)



Loetlehre_Winkel_oben_08 (fspg2)



Loetlehre_Winkel_oben_09 (fspg2)

GBMEGGTAL - 23.11.15 19:34
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof
lupe Liebe Geschockt
Mir kommt das Augenwasser und ein langes Ahhhhh wenn ich deine Pläne und Konstruktionen betrachte was du da bauen darfst und vor allem kannst, einfach nur Gei..... (Sory gibt kein anderes spontanes Wort)

Gruss Sigi
fspg2 - 12.12.15 22:10
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin Sigi,

danke für Deine "Tränen". Es ist in der Tat ein schönes Projekt, auch wenn ich da noch viele Nieten prägen oder einlöten muss.

Vor zwei Wochen ging ich noch davon aus, dass ich die vorhandenen Nieten verwenden würde,
Zitat:
...zumal die Fertigung neuer passgenauer Nieten noch bis Anfang nächstes Jahr dauern würde.

Dann kam die erfreuliche Nachricht von Manfred, dass er doch in der Lage sei, meine Wunschnieten sehr zeitnah zu fertigen Sehr glücklich

Also habe ich heute die neuen Nieten nach Mass mit den Winkeln auf die ersten Langträger gelötet.


Den Überstand der Winkel wollte ich dann auf der Böhler-Kreissäge entfernen......

Langtraeger_01 (fspg2)


das höhenverstellbare Sägeblatt reichte trotz höchster Stellung aber nicht aus.

Also fräste ich mir eine Lehre aus Buchenholz, in der ich den Langträger über Kopf einlegen konnte.


Langtraeger_02 (fspg2)



Diese Holzlehre führte ich an einem Anschlag am Sägeblatt vorbei und trennte die beidseitigen Überstande ab, ohne die Langträger mit dem Sägeblatt zu verletzen.


Langtraeger_03 (fspg2)



Langtraeger_04 (fspg2)



Mit meiner Sandstrahlkabine war ich nicht sonderlich glücklich, ständig ging der Kompressor an, um den benötigten Druck zu erzeugen (Saugstrahler). Auf Dauer war der Lärm sehr nervig.
Hier im Forum war vor einiger Zeit ein Hinweis auf ein alternatives Produkt aus Österreich, dass nicht ca. 80% der Luft zum Ansaugen verbraucht, sondern durch das sog. Druckstrahlprinzip den Kompressor wesentlich seltener anspringen lässt. Ein Druck von etwa 2 Atmosphären reicht vollkommen für unsere Hobbyzwecke aus!
Als das Paket heute kam, musste ich einen Langträger gleich einmal strahlen.

Langtraeger_05 (fspg2)


Die seidig glänzende Oberfläche wird durch die jetzt verwendeten Glasperlen erreicht.

Langtraeger_06 (fspg2)


Mein Fazit: Auch wenn ich jetzt alle 5 Minuten den Vorratsbehälter mit Glasperlen (oder Edelkorund) nachfüllen muss, ist das Ergebnis schon deutlich besser, als ich es mit der alten Sandstrahlkabine erreicht hatte.
Aber vor allen Dingen habe ich jetzt weniger Lärmbelastung.
Durch die Verwendung der Glasperlen habe ich auch eine nahezu komplette Entfernung von Lötzinnresten bei geringerem Druck.
Ich habe den Kauf nicht bereut... bis jetzt Winke

P.S.: ... ich bin nicht verwandt.....sondern nur begeistert Sehr glücklich Sehr glücklich
Hydrostat - 13.12.15 20:31
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hi Frithjof,

gehen beim Strahlen denn nicht die schönen Zinn-Hohlkehlen verloren, die auf Bild 04 erkennbar sind? Das Vorbildprofil hat doch dort sicher eine Ausrundung?

Schönen Gruß,
Volker
Helmut Schmidt - 13.12.15 21:13
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

erst wieder einmal eine hervorragende Arbeit von dir und sehr gut dargestellt. gut Respekt

Ich habe mal gehört das die Haftung der Farbe auf dem mit Glasperlen gestrahlten Messing leider nicht so gut sein soll. gruebel

Auch würden mich Fotos deiner neuen Strahleinrichtung interessieren. heiss
fspg2 - 18.12.15 19:14
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo zusammen,

@Volker: Du hast Recht! Mit dem Sandstrahlgerät lassen sich sogar die mühsam von Dir angebrachten Zinn-Hohlkehlen entfernen Winke
Der von mir so glänzend gestrahlte Langträger war mein "Übungsstück", der noch keine solche Hohlkehle hatte. Bei den restlichen Trägern werde ich den Bereich vorsichtig behandeln Winke

@Helmut: Dass die Haftung bei einer mit Glasperlen verdichteten Oberfläche nicht so gut sei, habe ich auch schon einmal gehört. Allerdings auch das Gegenteil... was nun richtig ist, werde ich ausprobieren.


Die Brücke wird am Ende brüniert und gealtert. Ich bin selber auf das Ergebnis gespannt. Vielleicht gibt es hier im Forum ja schon ein paar Erfahrene???


Die drei östlichen Anschlussbrücken sind zueinander winkelig angeordnet.

Bevor ich den unten überstehenden Nietenschaft kürze und mit einem Hohlfräser verrunde, will ich noch die letzten fehlenden Winkelbleche an den Übergängen der drei östlichen Anschlussbrücken anpassen. Diese stehen im Winkel vermittelt.

Ich habe mir dazu in eine 70cm x 30cm große MDF-Platte Nuten gefräst und die jeweiligen Langträger hineingelegt. Die Stoßkanten habe ich auf der Böhler-Kreissäge zugeschnitten. Dazu wurde das Sägeblatt um 7Grad gekippt und die Langträger an einer Markierung gekürzt. Dieses erfolgte in mehreren Stufen, um nicht zu viel Material auf einmal abzulängen.


Langtraeger_07 (fspg2)



Langtraeger_08 (fspg2)



Langtraeger_09 (fspg2)



Langtraeger_10 (fspg2)

bkm - 18.12.15 23:38
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
hallo,

höchste Bewunderung für dein Projekt schon immer. Cool

Aber du musst ja 200 Jahre alt werden um das in der Art fertig zu bekommen. Lachend Sehr glücklich

Peter
Rollwagen - 19.12.15 00:40
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

fspg2 hat folgendes geschrieben::

@Helmut: Dass die Haftung bei einer mit Glasperlen verdichteten Oberfläche nicht so gut sei, habe ich auch schon einmal gehört. Allerdings auch das Gegenteil... was nun richtig ist, werde ich ausprobieren.

Die Brücke wird am Ende brüniert und gealtert. Ich bin selber auf das Ergebnis gespannt. Vielleicht gibt es hier im Forum ja schon ein paar Erfahrene???


glücklicher Weise kann ich seit gut einem Jahr meine Werkstücke mit Glas strahlen.
Eine verminderte Haftung von Brünierung oder Farbe konnte ich bislang nicht feststellen - die Brünierung erscheint mir sogar deutlich gleichmäßiger aus zu fallen.

Grüße

Martin
fspg2 - 21.12.15 22:24
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo,

@Peter
Ich glaube kaum, dass 200 Jahre reichen werden, wenn ich all die Sachen bedenke, die noch als Idee in meinem Kopf schlummern. Aber ich freue mich, wenn Ihr mich auf meinem Weg begleitet Winke

@Martin
Danke für Deine Rückmeldung, die mich natürlich vom Inhalt her erfreut. Scheinbar strahlen hier im Forum nicht so viele mit Glasperlen Frage


Heute kam Post vom Gießer meines Vertrauens. Die Knotenbleche, die die Querträger halten, sollten in Wachs gedruckt und dann in Messing umgeschmolzen werden.
Seht das Urmodel als 3D-Druck:


Knoten_A-Gussbaum-neu_003 (fspg2)


Nur mit einer Lupe waren auf den Nieten kleine Treppen des Druckes zu erkennen. Das Teil war bereits gesandstrahlt. Zwei kleine Bereiche habe ich noch mit einer 1000er Sandpapierfeile etwas geglättet. Dann kamen noch einmal die Glasperlen ins Spiel. Mit einer Lupe betrachtet kann man die Druckstufen auch jetzt noch erahnen Winke
So bearbeitet, werde ich das Urmodell zum Gießer zurückschicken, es wird davon eine Silikonform erstellt und mehrere Abgüsse gemacht. Das Schrumpfungsmaß hatte ich zuvor mit 1,5% eingerechnet.
Der rot umrandete Bereich soll am Ende 20mm breit sein .

Leider werde ich auf die fertigen Teile bis Ende Januar warten müssen, da der Gießer sehr gut ausgelastet ist. Traurig


Nachdem ich die Langträger der drei östlichen Anschluss-Brücken im Winkel angepasst habe, wurden heute ein paar Montagelehren gefräst.


Langtraeger_Montagelehre_01 (fspg2)



Mit Hilfe diese Hartpapier-Lehren werde ich die Knotenbleche, Querträger und Verbindung-Profile passgenau montieren können.


Langtraeger_Montagelehre_02 (fspg2)



Langtraeger_Montagelehre_03 (fspg2)

GNEUJR - 21.12.15 22:50
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Frithjof,

sehr schöne Lehren, und dazu auch gleich eine Frage: Woher bekommst Du das schöne Dicke Pertinax/Hartpapier für die Vorrichtungen.
Ich verkaufe selber zwar Rohre aus dem Zeug, aber Plattenmaterial in kleinen Mengen habe ich bisher noch nirgends gefunden.

Viele Grüße aus Hamburg

gerd
Z13 - 21.12.15 22:56
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Gerd,

schau mal bei ebay nach, am Angebot sollte es nicht hapern, höchstens am Preis.

http://www.ebay.de/itm/Pertinax-Lange-bis-2050-mm-Dicke-bis-20-mm-frei-wahlbar-Hartpapier-Kunststoff-/161680014479?var=&hash=item25a4e13c8f:m:mfxJEfx4HLwDsBwn8Z3qe2Q

Viele Grüße
Manfred
uwer - 22.12.15 09:01
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Gerd,

ich hatte mein Hartgewebe hier gekauft:

http://www.masterplatex.de/epages/62236671.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/62236671/Categories/Hartpapier_Pertinax1

Gruß
Uwe
fspg2 - 22.12.15 09:10
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Hallo Gerd,

ich hole mir immer Reststücke in einem Betrieb für Kunstoff-Erzeugnisse.
Die gibt es zum Kilo-Preis (4,00-6,00€). Allerdings gibt es nicht immer alle Stärken.
Dafür schaue ich immer mal wieder vorbei und nehme mir auf Verdacht Kunstoff-Platten mit.
Abmessungen findest Du für Pertinax/Hartpapier z.B. hier.

Abmessungen_Hartpapier (fspg2)


Wenn Du willst kann ich Dir dort ein paar Reste besorgen.
fspg2 - 23.12.15 21:52
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,

inzwischen sind die überstehenden Nieten auf 0,6mm Höhe gekürzt worden. Dazu habe ich auf der Böhler-Kreissäge das Sägeblatt parallel zu dem Innenwinkel des Langträgers gestellt und in der Höhe so angepasst, dass es den Steg nicht berührt, sondern nur die 1mm Schäfte der Nieten trennt.


Nieten-kuerzen_01 (fspg2)



Diese jetzt noch verbliebenen Überstände werden mit einem 1,0mm Hohlfräser verrundet.
Solche Fräser gibt es z.B. hier als Finierfräser in unterschiedlichen Durchmessern.

Einen Schönheitsfehler hat das Ganze: Der Nietkopf hat einen Durchmesser von 1,2mm - der Schaft nur 1,0mm..... damit werde ich leben. Ansonsten hätte ich 1,2mm Drahtstücke einlöten und beidseitig verrunden müssen.


Die ersten Querträger habe ich aus 6mm x3mm U-Profil gesägt.
Mit Hilfe einer Pertinaxlehre habe ich Löcher für die einzulötenden Nieten gebohrt.
Ursprünglich wollte ich die Querträger gießen lassen. Zwei Gründe haben mich aber davon abgehalten:
a) der Preis pro fertigem Gußteil (15 Stück) hätte etwa 16,00 € betragen,
b) bei einer Länge von 56mm war ich mir nicht sicher, ob alle Teile nach dem Guss wirklich die identischen Abmessungen haben würden.
Jetzt komme ich auf Kosten von 2,00€ pro Stück (16 Nieten und Messing-Profile) + Arbeitsaufwand, der beim Hobby nicht wirklich gerechnet wird. Winke


Quertraeger_01 (fspg2)



Die 24 M2-Schrauben für die Befestigung der Pertinaxlehren an den Langträgern mussten um gut 3mm gekürzt werden. Dazu habe ich mir ein Messingrohr als Hilfsanschlag auf die Schraube gesetzt und mit einer Mutter festgezogen. Mit einer dünnen Trennscheibe wurden dann alle Schrauben auf die gleiche Länge gebracht und konnten montiert werden.


Schrauben_kuerzen (fspg2)



Die Vertiefungen für die Muttern sind so eng ausgefräst worden, dass ich keinen weiteren Schraubenschlüssel bei der Montage benötige.


Langtraeger_11 (fspg2)

fspg2 - 13.06.16 20:23
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Moin,

nach längerer Zeit mal wieder ein kleines Update.

Nachdem ich das Urmodel bereits im Dezember begutachten konnte und die leichten Treppen geglättet hatte, wurde alles über eine Silikonform vervielfältigt.
Der erste Abguss kam leider für mich unbrauchbar an, die Materialstärke von 0,45 mm und die Abbildung der Nietenköpfe war zwar sauber gegossen - leider hatte sich aber das 24mm lange Knotenblech in der der ganzen Länge gekrümmt.
Der angegossene Winkel war so krumm, dass er an den Langträgern der Brücke nicht anlag. Auch mit leichten Hammerschlägen war an einem Probestück kein befriediges Ergebnis zu erreichen.

Also wurde mit dem Gießer vereinbart, alles zurückzuschicken und ein neuer Versuch mit einem anderen Silikon gemacht. Zusätzlich bekam der Gussbaum vom Gießer einen weiteren Steg in der Mitte verpasst, damit sich die dünnen Hohlräume in der Form gleichmäßig füllen konnten.

So konnte ich am Wochenende die neuen Abgüsse bearbeiten. Auch wenn kleine Unterschiede bei den zwanzig Gußteilen vorhanden waren, konnte ich alle Teile verwenden.

Knoten_A-Gussbaum-neu_003 (fspg2)


Urmodell - rote Markierung wird benötigt


Knoten_A-Gussbaum-neu_004 (fspg2)


Als Erstes wurden die Anguss-Stege mit einer Trennscheibe abgetrennt.


Knoten_A-Gussbaum-neu_005 (fspg2)


Die Kanten habe ich anschließend mit einer Sandpapierfeile gesäubert.


Knoten_A-Gussbaum-neu_006 (fspg2)


a) Urmodell mit 101,5% für Silikonabguss
b) Abguss aus der Serie (mit drittem Anguss-Steg) (100% Größe)
c) Stege sind abgetrennt
d) linker Überstand abgetrennt (mit Böhlerkreissäge)
e) + f) Vorder- und Rückseite (beide seitlichen Überstände abgetrennt)

Da ich für die linke und rechte Seite zwei seitenverkehrte Nietbilder benötige und nicht in zwei Urmodelle investieren wollte, habe ich bei meinem Urmodell die Nieten sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite deckungsgleich erstellt.

Bei jeweils der Hälfte der Knotenbleche wurden die überflüssigen Nieten entweder auf der Vorder- oder auf der Rückseite abgefräst.
T 20 - 29.06.16 17:07
Titel: Re: Feldbahnmodule mit Schiff
Wenn Jemand für seine Geduld preisverdächtig ist, dann Frithjof !
Ich glaube nicht, daß ich die hätte.
Es ist aber nicht nur das.Alles was Du anfaßt, ist olympverdächtig.
Masse und Klasse vereint.Riesige Flächen bebaut mit Kunstwerken.
Das