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Dampf & Diesel - Injektor für Kleinkessel


Flachschieber - 22.08.05 20:38
Titel: Injektor für Kleinkessel
Hallo Mallet

Zitat:
vielleicht schaffst Du es ja, eine funktionstüchtige Dampfstrahlpumpe für Echtdampfloks 1:22,5 zu bauen


Ich bin zwar nicht der Schrauber aber auch so ein Verrückter Dampflokbauer.
Mal einen Blick in die Abteilung der Dampfinovationen in 1:22,5:
Vor einiger Zeit ist es mir gelungen eine Injektordüse (Venturidüse) zu fertigen die an der engsten Stelle so 1,2mm hat.Das ist ja schließlich das Kernproblem beim Injektor.Hier mal ein Bild eines Halbierten Düsenstockes.Halbiert deshalb um mal zu sehen wie genau die Bohrung wird.Was mir noch nicht zusagt ist die riefige Oberfläche.Ein Schleifen wird da wohl nach dem Bohren noch fällig.



Dieser Düsenstock wird in das Pumpengehäuse eingeschoben und verschraubt.Das Gehäuse muß noch gebaut werden und dann auf
einem Kessel getestet werden.

Ob das ganze überhaupt funktioniert wird sich dann rausstellen obwohl
ich eigentlich ziemlich sicher bin das es funktioieren muß.Momentan hab ich aber keine Zeit für diese "Spielerei" und das weitere Fertigen

Grüßle

Marco
Mallet - 22.08.05 22:24
Titel: Re: Injektor für Kleinkessel
Flachschieber hat folgendes geschrieben::
Vor einiger Zeit ist es mir gelungen eine Injektordüse (Venturidüse) zu fertigen

Ja seid ihr denn alle wahnsinnig geworden Lachend ? Sach Bescheid, sobald ich das Dingen bestellen kann. Das wäre wirklich noch das i-Tüpfelchen bei unseren Dampfloks. Bisher war ich der Meinung, dass es physikalische Grenzen für die kleinste Größe eines Injektors gibt, aber ich lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen. Das wünsche ich mir sogar.

Gruß, Mallet
Ralf - 23.08.05 08:40
Titel: Re: Injektor für Kleinkessel
Hallo Mallet,

ja ein Injektor. Das leidige Thema bei mir. Heulend

Ich habe mal in irgend einer Zeitschrift, oder auch im Internet, einen funktionstüchtigen Injektor an einer Spur 1 Lok gesehen. Nur weiß ich nicht mehr wo Verlegen Heulend

Marco kennt das Spiel mit meinem Injektor an meiner Garratt. Es gibt soetwas fertig zu kaufen für ca 30 Euronen. Bei meiner Dampfstrahlpumpe verhält sich das so wie bei einer Frau, mal will er, mal nicht Winke Winke
Bringt mich oft zur Verzweifelung. Wenn ich mal wieder etws mehr Zeit habe und ich die Garratt einer Überholung unterziehe, werde ich mich mal wieder an das Dingens ranwagen.
Im Moment funktioniert er, wirft aber das Überschüssige Wasser raus. Und das ist mehr, als er einspeist Heulend


Viele Grüße aus dem AW Brockenblick

Ralf
Mallet - 23.08.05 09:35
Titel: Re: Injektor für Kleinkessel
Ralf hat folgendes geschrieben::
ja ein Injektor. Das leidige Thema bei mir.

Na immerhin ist Dein Injektor der einzig funktionierende in dieser Größe, den ich kenne, auch wenn er nur manchmal funktioniert.
KK - 23.08.05 09:36
Titel: Re: Injektor für Kleinkessel
Hallo Ralf,

Ralf hat folgendes geschrieben::


Marco kennt das Spiel mit meinem Injektor an meiner Garratt. Es gibt soetwas fertig zu kaufen für ca 30 Euronen. Bei meiner Dampfstrahlpumpe verhält sich das so wie bei einer Frau, mal will er, mal nicht Winke Winke
Bringt mich oft zur Verzweifelung. Wenn ich mal wieder etws mehr Zeit habe und ich die Garratt einer Überholung unterziehe, werde ich mich mal wieder an das Dingens ranwagen.
Im Moment funktioniert er, wirft aber das Überschüssige Wasser raus. Und das ist mehr, als er einspeist Heulend



Das Problem haben auch die Großen. Ein Injektor ist eben nicht so zuverlässig, wie eine mechanische Speiseeinrichtung. Von daher ist das doch alles sehr vorbildgemäß.

Wichtig gerade bei den kleinen Injektoren ist ein guter Filter in der Wasserzuleitung. Die kleinen Düsen verstopfen einfach zu leicht. Bei dem Problem des überschüssigen Wassers, prüfe doch bitte mal das Speiseventil, es könnte sein, daß der erforderliche Druck um es zun öffenen vieleicht zu hoch ist. Ein Ventil mit geringem Hub aber größerem Querschnitt ist da manchmal besser.
Flachschieber - 23.08.05 09:57
Titel: Re: Injektor für Kleinkessel
Hallole KK

Zitat:
Ein Ventil mit geringem Hub aber größerem Querschnitt ist da manchmal besser.


Ja das ist richtig.Was noch dazukommt ist das das Speiseventil auf keinen Fall ein federbelastetes sein darf und am besten einen Teflonventil hat.Vor ein Paar Tagen hate ich Gelegenheit einen 1:1 Injektor und Rückschlagventile mal in allen Einzelteilen anzusehen.Ein Bekannter macht solche Teile Gewerbemäßig als Aufarbeitung bzw Neuguß.Gerade die Rückschlagventile muß ich mal im Modell probieren. Die 1:1 Injektoren kann man im Modell so nicht umsetzten da die sehr Komplex sind.

Grüße

Marco
KK - 23.08.05 10:55
Titel: Re: Injektor für Kleinkessel
Hi Marco,

Flachschieber hat folgendes geschrieben::
Ja das ist richtig.Was noch dazukommt ist das das Speiseventil auf keinen Fall ein federbelastetes sein darf und am besten einen Teflonventil hat.Vor ein Paar Tagen hate ich Gelegenheit einen 1:1 Injektor und Rückschlagventile mal in allen Einzelteilen anzusehen.Ein Bekannter macht solche Teile Gewerbemäßig als Aufarbeitung bzw Neuguß.Gerade die Rückschlagventile muß ich mal im Modell probieren. Die 1:1 Injektoren kann man im Modell so nicht umsetzten da die sehr Komplex sind.



Nee nix feder belastet, das geht nicht. Aber ich würde nicht versuchen, das Rad neu zuerfinden, es gibt soche Speiseventile bei allen möglichen Lieferanten von Modelldampfamaturen. Eine interessante Variante ist die, mit einem Handrad zum absperen, dabei wird mit einer Gewindespindel die Ventilkugel auf ihren Sitz gedrückt, um ein Zurückfließen asu dem Kessel in den Injektor und damit eine unzulässige Erwärmung zu verhindern. Mit der Spindel kannst Du dann auch den Ventilweg variieren. Ich meine in einer der Dampf Reihe aus dem Neckar-Verlag wäre das Venzil mal mit einer Bauanleitung behandelt worden. Muß ihc mal sehen, ob ich da was finden kann.

Bzgl. des reichlichen Überschußwassers ist mir noch eingefallen, daß dadurch der Injektor gekühlt wird und eigentlich zuverlässig fördern sollte. Welche Art von Injektor hast Du denn verbaut?
Flachschieber - 23.08.05 11:14
Titel: Re: Injektor für Kleinkessel
Hallole

Zitat:
es gibt soche Speiseventile bei allen möglichen Lieferanten von Modelldampfamaturen.


Aber nicht in der Größe die ich brauch.Ebenso das Anlaßventil.Ich bau mir das leiber selber.Dann weis man was man hat.

Grüße

Marco
Ralf - 23.08.05 13:50
Titel: Re: Injektor für Kleinkessel
Zitat:


Nee nix feder belastet, das geht nicht. Aber ich würde nicht versuchen, das Rad neu zuerfinden, es gibt soche Speiseventile bei allen möglichen Lieferanten von Modelldampfamaturen. Eine interessante Variante ist die, mit einem Handrad zum absperen, dabei wird mit einer Gewindespindel die Ventilkugel auf ihren Sitz gedrückt, um ein Zurückfließen asu dem Kessel in den Injektor und damit eine unzulässige Erwärmung zu verhindern. Mit der Spindel kannst Du dann auch den Ventilweg variieren. Ich meine in einer der Dampf Reihe aus dem Neckar-Verlag wäre das Venzil mal mit einer Bauanleitung behandelt worden. Muß ihc mal sehen, ob ich da was finden kann.

Bzgl. des reichlichen Überschußwassers ist mir noch eingefallen, daß dadurch der Injektor gekühlt wird und eigentlich zuverlässig fördern sollte. Welche Art von Injektor hast Du denn verbaut?


Hallo KK,
Injektoren und Speiseventile sind bei mir von Live Steam Service Schumacher.
Der Injektor hat eine Förderleistung von 0,8 Liter/min bei 8 bar. Mein Speiseventil ist groß genug und ich weiß warum er soviel "rauswirft".
Bei Ausstellungen fahre in mit max 3,5 bar. Die beste Leistung hat er bei 5bar.

Auch bin ich noch am experimentieren mit einem servobetätigtem Regelventil für das Frischwasser.

Heute Abend mache ich mal ein Bildchen von dem Injektor.

Grüße aus dem AW Brockenblick

Ralf
Ralf - 24.08.05 09:45
Titel: Re: Injektor für Kleinkessel
Hier das versprochene Bild,
sind doch zwei geworden.


Injektor (Ralf)



Injektor1 (Ralf)



Viele Grüße aus dem AW Brockenblick

Ralf
KK - 24.08.05 10:11
Titel: Re: Injektor für Kleinkessel
Hallo Ralf,

schnuckelig der Kleine Lachend

Ich habe zwar den Dampf Band noch nocht gefunden, wenn Dir die Bände aber vorliegen, dann würde ich mal in der Nummer unter Kesselspeisung nachschlagen, da waren IIRC mehrere Speiseventile beschrieben.

In der Zeitschrift "Das Dampfmodell" war auch mal eine mehrseitige Abhandlung über Injektoren, ich werde auch da mal nachforschen.

Mir ist ferner noch eingefallen, das nur der Druck am Injektor nicht alles ist.

Denn der Speisedruck wird ja in erster Linie über die Geschwindigkeit des Dampfes im Injektor erreicht, daher is zwar bei niedrigerem Druck die Geschwindigkeit sowieso schon kleiner aber wenn der Druck dann durch Leitungsverluste noch weiter absinkt, nimmt dier Förderleistung die gemäß Kesseldruck eigentlich höher sein sollte noch weiter ab.

Bedingt durch die Rohrreibung und evtl. Querschnittsverengungen schau Dir mal die Dampfzuleitung an. U.U. kannst Du da noch das eine oder ander Quäntchen herausholen. Kugelventil statt Spindelventil für die Dampfleitung oder größeren Rohrquerschnitt.

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