buntbahn.de

Fahrzeuge - Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB


theylmdl - 12.04.05 20:12
Titel: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Hallo Kesselwagen-Freunde!

Für meine Subminiatur-Schmalspurbahn in IIm hatte ich schon lange nach einem geeigneten Vorbild für einen Mineralöl-Kesselwagen gesucht und bin dann hier im BBF fündig geworden, dank der Fotos von fido, HarzerRoller und Karl-Heinz.
Der ex GHE 502 / HSB 99-01-98 ist wie gemalt für meine Zwecke. Er hat eine angenehme "Kürze", einen so kleinen Achsstand, dass er ohne Einachs-Drehgestelle auskommt, und die meisten konstruktiven Details ließen sich schon mit den Fotos klären (und für die verbliebenen bleibt ja noch das erhaltene Original, das leider für mich aus zeitlichen und finanziellen Gründen nicht erreichbar ist). Lammert Boerman ( http://www.harzquerbahn.tmfweb.nl/ ) hat auch schon einmal Maße aufgenommen, wenn auch leider etliche wichtige nicht.

Der erste Schritt bei einem Selbstbau-Vorhaben besteht meist darin, erst einmal eine Skizze anzufertigen. Das hilft oft dabei, unklare Punkte zu ermitteln. Hier ist eine verkleinerte Vorschau:



Im Anhang findet Ihr die Datei in Original-Größe. Anscheinend skaliert die Foto-Galerie jedes Bild über 800×600 Pixel, so dass ich die Zeichnung nicht 1:1 hochladen konnte, ohne die Qualität zu versauen. Daher habe ich die Zeichnung zerlegt, die vier Teile findet Ihr in der von mir angelegten Galerie.

Bei der Sichtung der verschiedenen Informationen zeigte sich rasch, dass die Zeichnung von W. Finke aus dem Schweers + Wall-Buch einige Fehler haben muss (es sei denn, der Wagen wäre bei der Überholung vor 2000 grundsätzlich umgebaut worden, was ich aber nicht für wahrscheinlich halte).

Wegen dieses Wagens hatte ich in einem anderen Thread nach Radsätzen (acht einfache Speichen, Durchmesser kleiner gleich 30mm) gefragt.

Bevor ich später verprügelt werde, hier gleich die Info: Wenn ich den Wagen bauen sollte, dann wird's ein privat bei der DRG eingestellter Wagen der D.A.P.G. (Deutsch-Amerikanische Petroleum-Gesellschaft, Hamburg, später "ESSO" nach den Anfangsbuchstaben von "Standard Oil").

Die Zeichnung hat eventuell noch ein paar Fehler, also Vorsicht - ich habe die Zeichnungen extra mit Version-Nummern gekennzeichnet. 1 Pixel (Bildpunkt) entspricht 9mm im Original und 0,25mm im Modell bei 1:22,5.

bearbeitet am 2005-05-07
Achtung: Die Zeichnungen haben gravierende Fehler, wie mittlerweile klar ist. Neue Versionen sind in Arbeit.

Harz-Kenner sind harzlich gebeten, Ihren Senf dazu zu geben. So ist mir beispielsweise Lage und Größe des Hilfsluftbehälters, Art und Anlenkung der Bremsumlenkungen über den Rädern (vgl. http://www.themt.de/org-0350-49.html ) noch unklar. Ebenso spekulativ sind die Breiten aller Trittstufen oder das Aussehen des Einfüllstutzens von oben - keine Ahnung, wie der verriegelt wurde. Kann da vielleicht jemand helfen?

Da ich bei einem eventuellen Bau nicht Unmengen von Rohmaterial auf der Drehbank zerspanen wollte, habe ich mich nach geeignetem Kernmaterial für den Kessel umgesehen. Diese Frage ist gelöst. In Frage kommen die 0,5-Liter-Mehrwegflaschen, in denen beispielsweise Fanta angeboten wird. Der Durchmesser des mittleren Teils ist für eine Kesselwicklung in 0,5mm-Polystyrol nur 1mm zu groß, das Heraustrennen eines 3,2mm breiten Streifens (längs) kann das Problem lösen.

Beste Grüße -
sp1 - 12.04.05 20:18
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Hallo Thomas,

Interessantes Projekt - da bin ich mal gespannt. Wie hast du vor, die "Endkappen" des Kessels herzustellen?
theylmdl - 12.04.05 20:33
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Gute Frage, Jens!
Da die Kappen satte 8mm tief sind, wird wohl an der Drehbank kein Weg vorbei führen. Ich habe schon mal kurz über Holz nachgedacht, die Idee dann aber wieder verworfen. Ich denke, ich werde es mit gedrehten Polystyrol-Rohligen probieren, die ich aus drei 3mm-Platten zusammen klebe und nach dem Drehen verspachtele und verschleife. Aber so weit bin ich noch lange nicht. Das größere Probleme ist, wie ich die Fanta-Flaschen-Mittelteile sauber abgesägt und geglättet bekommen, wie ich den Übergang zu den Stirnteilen schaffe, wie ich das Loch für den Einfüllstutzen anfertige und wie das Ganze dann auch noch von den Winkeln her stimmt, sprich: senkrecht im Lot steht. So etwas ist erfahrungsgemäß knifflig.
theylmdl - 12.04.05 23:53
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Ein Kessel Buntes...
SP 1 hat mich in einer PN Folgendes gefragt, was ich hier mit seiner freundlichen Genehmigung wieder gebe, weil die Fragen interessant sind:
Zitat:
Du willst den Kessel hohl haben, nehm ich an. Und du willst das 0.5er Polystyrol auf die Fanta-Flasche kleben? Oder die Flasche nur als Stützgerüst? 0.5er PS flächig zu verkleben, ohne das es verbeult aussieht ist schwierig. Die Flasche vorzubereiten auch (Rechtwinkligkeit, usw..).

Ich liebäugele auch schon eine ganze Weile damit, einen Kesselwagen zu bauen und hab mir auch schon meine Gedanken dazu gemacht.
Ich wollte folgendermassen vorgehen:
Ich wollte mir einen "Rohr-Rohling" aus Resin giessen. Dh. ein etwas grösseres Rohr als Aussenform und ein dünneres als Kern, so daß eine Wandstärke von ca. 8mm bis 12mm entsteht. Diesen Rohling könnte man dann mit der Drehbank auf das exakte Maß abdrehen. An beiden Enden eine kreisrunde Vertiefung von, sagen wir 4mm, eindrehen.

Die Endkappen drehen lassen und auf die flache Seite eine kreisrunde 4mm-starke Scheiben kleben. Diese Scheibe sollte im Idealfall genau in die Vertiefung an den Rohr-Enden passen.

Was sagst du dazu? Hälst du das für durchführbar?


Ja, das halte ich für durchführbar, und bei den Endstücken ist es wahrscheinlich die einzig mögliche Lösung. Aber ich tu' mich schwer damit, solche Trümmer abzuformen und zu gießen, und darum habe ich nach einer anderen Lösung gesucht. Wie ich SP 1 schon geantwortet habe, löst sich der Kunststoff der Fanta-Flaschen mit UHU plast spezial nur wenig und mit Universal-Verdünnung gar nicht (ist wahrscheinlich eine spezielle Polyethylen-Sorte). Also müsste es möglich sein, darauf eine Wicklung 0,5mm-Polystyrol zu verkleben (und zwar nur an der Wicklungs-Naht, im mittleren Kesselschuß auf der einen, bei den äußeren Schüssen auf der anderen Seite). Dabei könnte die so entstandene Hülse a) anschließend abgezogen und mit einem Kunststoff-Klebstoff-löslichen Material wieder aufgeklebt werden (damit die Hunderte von Nieten besser halten) oder b) gleich mit so etwas wie Lack mit aufgeklebt werden, beispielsweise Rostprimer.
Der Mittelteil der Fanta-Flaschen hat 63mm Durchmesser. Das ist bei 0,5mm-"Blechen" 1 bis 2mm zuviel (der Soll-Durchmesser des mittleren Kesselschusses beträgt 64mm; äußere Schüsse 63mm - 2 × 0,2mm = 62mm). Um den Durchmesser auf 62mm anzupassen, müssten längs 3,2mm heraus geschnitten werden - unter der Gefahr, ein leichtes Oval zu erhalten.
Benötigt werden zwei dieser Flaschen - wohl dem, der Kinder hat, die auf bunte Limonaden stehen oder selbst auf so etwas steht (Stückpreis 59 Cent).
Der Grundstock für den Kessel ließe sich Drehbank-los wie folgt herstellen.

Wie könnte das funktionieren?
Achtung: Das ist alles reine Spekulation und nicht getestet!

1. Zwei Flaschen beschaffen und austrinken oder austrinken lassen, anschließend in Spülmittel vom Etikett und der inwändigen Chemie befreien. Beim Einkauf die Schiebelehre mitnehmen, den es wurden Abweichungen bis zu 0,5mm gemessen! Und darauf achten, Flaschen mit möglichst geringem Versatz zu kaufen. Die Schalen werden aus zwei Hälften zusammen gesetzt.
2. Es wird eine Gesamtlänge von 166,66mm benötigt - das ist nur mit zwei Flaschen zu schaffen, denn die Nutzlänge beträgt allenfalls 100mm. Um je ein Mittelteil beider Flaschen einen 8cm breiten Papierstreifen kleben, so dass sich dessen Ende im gleichen Winkel überlappen. Das geht beispielsweise mit Klarsicht-Klebefilm. Die Umfangslinie anzeichen und zwei Teile so aussägen, dass ihre Länge jeweils 83,x mm beträgt (Sollmaß ist 83,333schießmichtot, 1:22,5 ist ein schwer periodischer Verkleinerungs-Maßstab....).
3. Die Schnittkanten auf einem aufgespannten Bogen Korund-Schleifpapier so nacharbeiten, dass die Wunschlänge bei rechten Winkeln entsteht.
4. Aus beiden Teilen je 3,2mm breite Streifen längs aussägen und nach dem Aufplatzen verfeilen und entgraten. Die verkleinerten Rohre mit Kreppklebeband innen zusammen fügen. Die Rundung ändert sich dadurch nicht relevant, und es ergibt sich eine gute Kennung für "unten". Beim Verkleben mit Paketgummis zusammen halten.
5. Die beiden Hälften nach beschriebener Methode zusammen setzen. Fertig ist der Kern.
6. Nun zunächst einen Streifen Polystyrol zubereiten, der mindestens 190mm lang ist. Warum, wo doch nur 167mm benötigt werden? Ganz einfach: Beim Rollen oder Biegen, besonders unter Wärme, wölbt sich der Rand von so dünnen Polystyrol widerspenstig nach außen und muss daher später abgeschnitten werden. Die Breite muss genau so beschaffen sein, dass sich die gewünschte Überlappung der Schüsse ergibt (etwa 4,5mm), das heißt: mittlerer Durchmesser äußere Schüsse bei 0,5mm Materialstärke = 62mm = 194,8mm Umfang = 199,3mm. Dieser Streifen wird nun in etwa 60 bis 70° Celsius warmen Wasser "gefügig" gemacht und dann mit einem dünnen, runden Gegenstand (à la Nudelholz) auf einer nachgiebigen Unterlagen vorgerollt. Dann nochmals erwärmen, und ab damit auf den Fanta-Kern, wo die Überlappung mit Universal-Verdünnung oder Kunststoff-Kleber verklebt wird. Und ab geht's ins Bett oder vor die Glotze - oder zu anderen Projekten, denn nun heißt es erst einmal warten.
7. Am folgenden Tag wird die Hülle zunächst auf die richtige Länge gebracht, zunächst einmal grob. Dann muss mit dem Zirkel die Lage des mittleren Schusses angezeichnet werden. Der ist 58,2mm lang, bei insgesamt 167,8mm also jeweils rund 54,3mm von Rand entfernt. Dann werden die äußeren Ecken der Überlappung mit dem Cutter angeschrägt (siehe Zeichnungen). SP 1 hat sehr recht mit seinem Einwand der Verformungen bei dünnen PS-Platten. Die Frage ist also: Wie kommt der mittlere Schuß (bzw. dessen Imitation) auf die Längshülle? Ich tippe mal, dass Folgendes ohne Verformungen funktioniert: Zuschneiden, mit Paketgummis aufspannen, und dann vorsichtig mit dem Pinsel Universal-Verdünnung in die Kapillare zwischen innerem und äußerem Ring laufen lassen. Bei nur knapp 6cm Länge und etlichen Dutzend Nieten zur Versteifung (vom Einfüllstutzen mal ganz abgesehen) muss sich keiner um die spätere Haltbarkeit kümmern.
Wer's noch nicht kennt, hier steht, wie das mit den Nieten geht: http://www.themt.de/mt-1100-rvts-49.html [editiert: Link war falsch, sorry] (aber ich glaube, da waren schon alle Buntbahner ;-) ). Bei dem inneren Kesselschuß darauf achten, dass der Winkel der Überlappung stimmt (siehe Zeichnungen: Die Überlappung liegt auf der anderen Wagenseite, Bühne rechts!).
8. Sofern die Fanta-Flaschenteile noch nicht innen fixiert wurden, wird es nun Zeit dafür. Dabei schaden jedoch ein paar Gedanken zur Anbringung und Anfertigung der Stirnwände des Kessels vorab nichts.
SP 1 hatte vorgeschlagen, diese aus dem Vollen in zwei Teilen zu drehen: Passteil für innen und Aufsatz außen. Das sollte mit einer Zentrierbohrung für einen Hilfsdorn auch kein Problem sein. Meiner Meinung können die Teile sowieso nur aufgepresst mit dem Kugellager-Körner gedreht werden.

So, für heute und diesen Beitrag reicht's erst 'mal. Schließlich habe ich bisher nur nachgedacht und gepixelt, aber noch nicht einmal einen Zettel für eine Einkaufsliste zur Hand genommen ;-) Wer weiss, wenn ich jetzt wieder online gehe, gibt's vielleicht schon wieder neuen Input.
Flachschieber - 13.04.05 13:10
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Hallo Thomas

ich würde den Kessel aus Messing und Kupfer nachbauen.
0,5mm Messingblech kann ich auf meiner Rollbiegemaschine z.B. in Rohr verwandeln.Das Rohmaterial kann mit den Bohrungen schon versehen sein denn bei großen Radien lassen sich die Nietabstände der ienzelnen Schüsse gut im Vorhinein berechnen.
Die Schüssen dann zusammenniten.
Die Enddeckel würde ich auf einer Drehbank drücken.Und zwar aus 0,5mm Kupferblech.Als Grundform kann hier ein Kunststoff Alu oder Holzrohling dienen.
hab soetwas schon mehrfach gemacht und es geht schon sehr gut.

Grüße

Marco
theylmdl - 13.04.05 13:26
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Hallo Marco,
vielen Dank! Ich werde mir die ganze Sache noch einmal durch den Kopf gehen lassen (nicht grundsätzlich, sondern nur von der Bautechnik her). Gedrückt habe ich auch schon mal, und zwar Achtelkugeln aus Aluminium, das hatte auch ganz gut geklappt.
Beste Grüße -
Otter1 - 13.04.05 14:01
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Moin,

vielleicht kann man auch fertige Kessel vom Profi kriegen. Die hier hatte ich schon mal in der Hand und war begeistert.

http://www.der-lokbauer.de/36795/36849.html

Wie die hergestellt werden, weiß ich leider nicht.

Grüße

Otter 1
theylmdl - 13.04.05 14:26
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Moin Otter,
Zitat:
fertige Kessel vom Profi kriegen...

...aber da hätte ich ja gar keinen Bastelspass mehr ;-) - die Adresse habe ich mir angesehen. Danke für den Tipp!
Beste Grüße,
Waldbahner a.D. - 13.04.05 14:28
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Hallo Jürgen,

auch von mir ein Danke für den Link...
Aber bei den Preisen ist das nicht unbedingt etwas für jedermann...

Gruß vom Gerd
Otter1 - 13.04.05 14:42
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Tach Gerd,

Zitat:
Aber bei den Preisen ist das nicht unbedingt etwas für jedermann...


Stimmt, wenn es etwas für jedermann wäre, würde vermutlich "Made in China"
dranstehen.

Selber achte ich auch immer sehr auf den Preis. Kunstwerke kaufe ich z.B. immer nur ab 25 000 Euro aufwärts. Wenn es billiger ist, kann es einfach keine ernsthafte Kunst sein.

Hilft das jetzt beim Kesselbau weiter?

Grüße

Otter 1
Waldbahner a.D. - 13.04.05 14:51
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Beim Selbstbau des Kessels hilft es eben so wenig wie der Link weiter. Das stimmt...

Bei mir entstehen solche Kessel, wenn benötigt aus Abwasserrohr, mit gedrehten Endkappen aus MDF-Material. Dabei bleibt ein Bund stehen, der in das Rohr paßt. Anschließend spachten und Schleifen nicht vergessen.

Um den Versatz bei den beid 3 Schüssen zu bekommen, würde ich das Rohr vorher von rechts und links her um ca. 2mm Im durchmesser herrunter drehen. Für die Nietlöcher die Dremel auf dem Support der Drehbank eingespannt und eine Gradteilung aufs Backenfutter geklebt. Ab geht die Post.

Auf ähnliche Weise entstanden diese Gasflaschen in 1:5 (nur ohne die Nieten)
Lore_7 (Waldbahner)


Gruß, Gerd
Bommel - 13.04.05 16:43
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Moin,

Waldbahner hat folgendes geschrieben::
...Abwasserrohr
...
Um den Versatz bei den beid 3 Schüssen zu bekommen, würde ich das Rohr vorher von rechts und links her um ca. 2mm Im durchmesser herrunter drehen....


mein Senf:
aber was macht man, wenn man kein Rohr in der passenden Größe und ausreichender Wandstärke kriegt? - Man gießt sich eins!
Made by Bommel Technology Grinsender Planet :
Man nehme einen geschlossenen, zerspanbaren Hohlkörper (Plastikflasche o.ä.) mit etwas größeren Innendurchmesser als man man für den künftigen (Kessel-)Außendurchmesser benötigt, fülle je nach gewünschter Wandstärke ausreichend 2K-Harz (Kunstharz, Resin o.ä.) rein, Deckel drauf und schleudert es in der Drehmaschine, bis es ausgehärtet ist.
Danach "schält" oder spant man die Plasteflasche vom Gußkörper und kann diesen dann zum fertigen Kesselmantel drehen. Idee
Der Pfand für die Flasche ist natürlich futsch. :tear:

Schöne Grüße

Bmmel
Waldbahner a.D. - 13.04.05 17:23
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Bommel hat folgendes geschrieben::
Der Pfand für die Flasche ist natürlich futsch. :tear:


Oha... das ist wirklich hart..

Aber ansonsten finde ich deine Idee super Klasse. In wie weit ist diese Variante schon getestet und wie stellt man sicher, daß sich das Gießharz rings herum und über die ganze Länge annähernd gleichmäßig verteilt ??? Und wie spannst du das ganze Werk später zum "überdrehen" ein ?

Ich stehe ja noch immer vor dem Problem, daß ich ein paar Ölfässer in 1:5 brauche....

Gruß vom Gerd
theylmdl - 13.04.05 17:31
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Zitat:
wie spannst du das ganze Werk später zum "überdrehen" ein

Da sehe ich - zumindest bei kleineren Maschinen - auch Schwierigkeiten. Innen kann wegen des ungleichmäßigen Auftrags nicht gespannt werden, und 167mm Länge sind auch nicht von Pappe...
Zitat:
Für die Nietlöcher die Dremel auf dem Support der Drehbank eingespannt und eine Gradteilung aufs Backenfutter geklebt.

Auch da sehe ich Probleme. Ich habe die Nieten zwar nicht gezählt, aber es dürften so um die 200 je Schuß-Verbindung sein. So was ist mit der Teilscheibe schwierig.
Beste Grüße -
Bommel - 13.04.05 19:04
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Moin nochmal,

Waldbahner hat folgendes geschrieben::
In wie weit ist diese Variante schon getestet und wie stellt man sicher, daß sich das Gießharz rings herum und über die ganze Länge annähernd gleichmäßig verteilt ???


Variante ist getestet und für gut befunden Schlaumeier . Habe anläßich eines speziellen Wettbewerbes voriges Jahr eine Bierbüchse von innen stabilisieren müssen, um anschließend diese auf der Fräsmaschine einzuspannen, damit Aussparungen für den Motorblock und Montagebohrungen eingearbeitet werden konnten.

Dem plumpen Naturgesetzen der Schwerkraft und der Fleihkraft folgend legt sich das noch flüssige Gießharz geschmeidig an die Wandung des Hohlkörpers an. Der Innendurchmesser des noch flüssigen Gußteiles ist während des "Schleuderganges" absolut rundlaufend zur Rotationsachse der Drehmaschine. Der Rest ist nur eine Frage, die Flasche/Hohlkörper rundlaufend einzuspannen. Aber das kann man vor dem Befüllen ausgiebig üben Winke .
Interessant auch: wenn die Drehzahl "stimmt" gehen die eingerühten Luftblasen zügig nach inne und lösen sich in Luft auf Augenrollen Lachend Ausruf Heißt, es werden keine Lufteinschlüsse beim späteren Drehen am Umfang freigelegt.

Leider hab ich kein Foto vom Werdegang damals gemacht, dafür hier ein Bild (Link ab HP http://ig-modellbahn-schkeuditz.de) der fertigen Kastendampflok.

Leider hat mein Modell bei dem Wettbewerb kläglich abgeschnitten Verlegen Steinigung .
Das ist aber wieder ein anderes trauriges Kapitel meiner Karriere, das lag jedenfalls nicht einer minderwertigen Kesselfüllung Scherzkeks .

Waldbahner hat folgendes geschrieben::
Und wie spannst du das ganze Werk später zum "überdrehen" ein ?


...Innenbacken, Außenbacken, Wechselbacken,... Ihr könnt das Rohr dann gefühlvoll(!) von innen oder außen spannen. Je nach Wandstärkte, Materialqaulität und was an Zubehör da ist..
Meinetwegen könnt ihr es auch zwischen die Spitzen nehmen. Kommt dann allerdings wieder auf die "Spitzen" an Verdrehter Teufel . Notfalls dechselt man sich fix einen "Spezialadapter" aus'm Rundholz o.ä., geht auch. Ernsthafte Grenzen sehe ich zumindest dann, wenn der Durchmesser des Rohres am Support schabt oder der Reitstock vom Maschinenbett plumpst Verdrehter Teufel . Dann ist die Maschine wirklich zu klein....

Kleiner Tipp noch: nehmt ein Gießharz, was nicht gleich in 5 Minuten fest geht.

Schöne Grüße

Bmmel
Waldbahner a.D. - 14.04.05 07:43
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Danke für die Infos Bommel.
Ich werde die in meinem Tipps&Tricks-Ordner (Den gibts übrigens auch im Internet unter www.buntbahn.de) ablegen. Wenn ich wieder an meine 5"-Modelle gehe werde ich mich mal an der Technik versuchen.

Gruß vom Gerd
anoether - 14.04.05 19:21
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Moin.

theylmdl hat folgendes geschrieben::
Der Mittelteil der Fanta-Flaschen hat 63mm Durchmesser. Das ist bei 0,5mm-"Blechen" 1 bis 2mm zuviel (der Soll-Durchmesser des mittleren Kesselschusses beträgt 64mm; äußere Schüsse 63mm - 2 × 0,2mm = 62mm). Um den Durchmesser auf 62mm anzupassen, müssten längs 3,2mm heraus geschnitten werden - unter der Gefahr, ein leichtes Oval zu erhalten.
Benötigt werden zwei dieser Flaschen - wohl dem, der Kinder hat, die auf bunte Limonaden stehen oder selbst auf so etwas steht (Stückpreis 59 Cent).


Ziemlich kompliziert, was Du da schreibst ... gruebel .
Warum lässt Du Dir nicht von irgendeinem polnischen Schwarzarbeiter* ein Stück feuerverzinktes Fallrohr DN60 mit 1mm Wandstärke schenken (ich meine das nur ´mal so, falls es nicht unbedingt Pepsi-, Coca-, Sprite- oder Fantaflaschen sein müssen) Frage
Diese Rohre gibt´s natürlich auch in Kunststoff Idee
Alternativ kannst Du natürlich den Versuch machen, ´mal nach 30cm davon im Baumarkt Deines Vertrauens zu fragen.
Falls auch das nicht zum Erfolg führt: einfach den Einbruch der Dunkelheit abwarten, mit Säge bewaffnen und die nächste Baustelle besuchen ... Augenrollen .

Im Übrigen fand ich den Tipp von Otter1 garnicht so schlecht, zeigt uns der Lokbauer doch, dass er seine Coca-Flaschen-Kessel vor dem abschließenden finish noch mit einem Messing-Effekt-Lack behandelt.

Gruß Andreas

* es gibt natürlich nicht nur Schwarzarbeiter aus Polen und nicht alle Arbeiter aus Polen sind schwarz und nicht alle Polen sind Schwarzarbeiter - SO!
theylmdl - 14.04.05 19:32
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Hallo Andreas,
der Tipp mit den Wasserfallrohren DN60 ist gut! Die werde ich mir in einem (hiesigen) Baumarkt 'mal zu beschaffen versuchen. Siehst Du wohl: Damit habe ich schon 'mal einen Kesselwagen für die Kleinbahn meiner Kleinen gebaut.
[schnell nochmal editiert]in Kunststoff, sprich, PVC[end edit].
Danke!
theylmdl - 20.04.05 13:35
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Hallo!
Balu hat sich freundlicher Weise erboten, bei Gelegenheit den Kesselwagen zu besuchen, um ein paar noch offene Details und Maße zu klären und noch ein paar Fotos zu machen.
Leider ist aber nicht ganz sicher, wo der Wagen steht. Der Webmeister der IG HSB tippt auf Wernigerode beim Bahnhof Westerntor, aber ich habe noch keine Antwort auf meine Frage bei der IG bekommen.
Weiß zufällig einer der Buntbahner, wo der ex GHE 502 gerade steht?
Vielen Dank -
Feldbahn-Alex - 20.04.05 14:15
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Moin!

Der Kesselwagen müsste derzeit in Nordhausen, auf dem IG-HSB eigenen Gleis an der Rampe neben dem Lokschuppen stehen.
theylmdl - 20.04.05 14:32
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Herzlichen Dank für die schnelle Auskunft!
HarzerRoller - 20.04.05 14:50
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Hallo Thomas,

bin am Wochenende im Harz auf Fotosafarie und zum Maßnehmen.
Falls ich ihn sehe, welche Maße fehlen dir ???

Gruß
theylmdl - 20.04.05 14:57
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Hallo Dirk,
gar nicht 'mal so viele, aber zuviele, um sie alle mit Erklärungen dazu hier zu posten. Ich habe Balu gerade schon ein digitales Päckchen mit einer Textdatei, einer Skizze für die Fragen und der Zeichnung in der aktuellsten Fassung geschickt, das schicke ich Dir einfach auch 'mal zu.
Herzlichen Dank für Dein Angebot, dem Wagen guten Tag zu sagen, falls Du ihn triffst!
Beste Grüße -
Feldbahn-Alex - 20.04.05 15:10
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Nachtrag:

mein vater meint ihn dort am Sonntag gesehen zu haben Idee Ausruf
theylmdl - 28.04.05 17:20
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Hallo Kesselfreunde,
ich habe Nachricht von Herrn Prochnau der IG HSB bekommen.
Zitat:
der Kesselwagen steht derzeit im Bahnhof Nordhausen Nord, das Problem ist, dass dort niemand "so ohne Weiteres" rankommt ... Ringsherum ist Bahngelände (HSB und DB AG), welches nicht ohne Genehmigung bzw. Begleitung betreten werden darf.

und weiter...
Zitat:
Wenn die Zeit nicht eilt, warten Sie bis zum 18/19.06.2005. Dann ist in Ilfeld das "Harzfest", die HSB macht eine Fahrzeugausstellung, bei der auch der Kesselwagen gezeigt wird.

Falls jemand zufällig nach Ilfeld fahren sollte, wäre ich für Hilfsangebote an einen nahezu unabkömmlichen Papa dankbar (wegen ein paar Maßen und Fotos). Vielleicht erledigt sich das aber schon in den nächsten Tagen vorab.
Beste Grüße -
Balu - 01.05.05 01:46
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Hallo Leute,

wie schon an anderer Stelle verkündet: Balu war heute auf Bärenjagd, ähm... ich meinte: auf Kesselwagenjagd. Und er hat einen erwischt!
Den GHE 502

lecker!

Ich hoffe mit den 2,3 weiteren Bildern kann Thomas dann an das Vollenden der Zeichnungen gehen. Aber die Bilder erspar ich Euch (Sind eh größtenteils unscharf Traurig ) !

Was ich Euch nicht erspare, sind noch ein paar Bilder vom Umfeld. Der gute Kesselwagen stand nämlich seit gestern in Gernrode (die wollten mich wohl ärgern Böser Teufel ) und da war heute richtig was los! Ständig standen irgendwelche blöden "Kisten" im Bild und man konnte garnicht richtig knipsen.
Der GHE T 1


und weil in diesem Moment grade so ein paar alte Tante im Harz Party machen, gab es auch noch Extrazüge, die mit fauchenden Ungeheuern bespannt worden

Die NWE 21 besser bekannt unter 99 6001-4.


und weil ja noch nicht alle Gleise belgt waren kam auch noch die 99 6102-0 vorbei, aber das Foto gibt es jetzt nicht mehr! Drei reichen für heute!

Achso und wenn nochmal wer fragt, warum ich gerne bei derartigen Problemen mit Bildern aushelfe: Darum! Ohne Thomas seinen Hilferuf wäre ich nie in den Genuss dieses schönen Nachmittages gekommen. Diesmal waren auch alle Mitarbeiter der HSB richtig nett und hilfsbereit. Insbesondere die drei auf den Bildern ....

Gruß vom Balu Teddy

P.S.: Falls es interessiert, viel weiter sind sie mit dem Bau nach QLB noch nicht. Und wo jetzt die kleine Rangierlok, die hier einige nachbauen, steht, weiß ich nicht (hab ich aber auch nicht gesucht **LOL**)
theylmdl - 01.05.05 08:53
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Hallo Balu!
Auch hier noch 'mal ganz offiziell meinen tief empfundenen Dank für Deinen grandiosen Einsatz! Dein Beispiel zeigt besser als tausend Worte, was einem im BBF großartiges widerfahren kann.
Du hast dich wahrhaftig als zäher Jäger und listiger Fährtensucher bewährt, bis Du den Honigtopf - ääh, Kessel gefunden hast.
Danke, danke, danke! Razz Grins Sehr glücklich Sehr glücklich Sehr glücklich (so, das denkt ihr Euch jetzt noch ein paar Dutzend Male dazu).
Szigligeti Kerti Vasutak - 01.05.05 11:11
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Lachend Hallo Thomas,
da ich aus der life steam-Ecke komme, sind mir zu deinen Kesselwagenplänen
die fertigen Kesselböden von LASPE eigefallen.
Die gibt es in vielen Durchmessern und kosten in Messing zwischen 6 und 9 EURO pro Stück.
Schau mal auf der Liste die obere Spalte, passende Rohre hat er auch als Meterware in jeder Länge.

Kesselboden_Laspe (Szigligeti Kerti Vasutak)


Eventuell passt er ja in der Form zu deinem Projekt.
Dieter Laspe
Lingeweg 5
41472 Neuss
02131/461991
dampf-laspe@12move.de

Viele Grüße
aus Nürnberg
Christian Musik
theylmdl - 01.05.05 12:19
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Hallo Christian,
danke für den Tipp. Leider klafft zwischen 50 und 70mm genau die Lücke, in die der von mir benötigte Boden (ca. 60mm) 'reingehört. Ich frage aber trotzdem nochmal per Mail an, vielleicht hat der Meister ja noch mehr auf Lager.
Beste Grüße -
Otter1 - 01.05.05 12:50
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Moin,

wenn ich die Zeichnung richtig gelesen habe, hat der Kessel nur 1440 mm Durchmesser.
Von Hartland gibt es preisgünstige Feldbahnkesselwagen-Bausätze aus Kunststoff

Hartland Tankwagen (Otter1)


Der Tank hat ca. 62 - 65 m Durchmesser (finde die Schublehre grade nicht)
und 150 mm Länge. Hartland wird in Deutschland von Fa. Drechsler (oder so ähnlich) vertrieben.

In Krähwinkel baut man daraus Hamsterbadewannen, Doppelstockplumpsklos, oder halt einfache Kesselwagen für Raketentreibstoff.

Grüße

Otter 1
theylmdl - 01.05.05 12:58
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Hallo Jürgen,
auch an Dich herzlichen Tank, ääh, Dank für den Tipp. 62mm wäre genau richtig. Ich versuche 'mal 'was 'rauszufinden, zumal die Form der Böden auch gut aussieht.
sp1 - 01.05.05 13:20
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
theylmdl hat folgendes geschrieben::
Ich versuche 'mal 'was 'rauszufinden, zumal die Form der Böden auch gut aussieht.




Der von Jürgen angesprochene Importeur ist hier zu finden:
http://www.rd-hobby.de/

Wenn du nur einzelne Teile brauchst, zögere nicht Phil Jensen von Hartland direkt anzusprechen. Er ist sehr zuvorkommend und recht zugänglich für solche Dinge. Falls du eine andere/direktere Telefon/Faxnummer brauchst als auf der Homepage ( http://www.h-l-w.com/ ) angegeben, kannst du mir gern eine PN schicken.

Viel Erfolg!
theylmdl - 01.05.05 13:27
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Vielen Dank auch an Dich, Jens.
Von der Drexler-Website komme ich gerade, ich habe mal einen der Kessel-Winzlinge bestellt. Das Porto ist fast teurer als der Wagen :-( und Lastschrift gibt's leider auch nicht.
sp1 - 01.05.05 13:31
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
theylmdl hat folgendes geschrieben::
Das Porto ist fast teurer als der Wagen


Oh, dass der Wagen so günstig ist hätte ich nicht vermutet. Macht du bitte ein Foto von den Einzelteilen, wenn du sie in den Händen hälst? Würd' mich auch interessieren, was man davon gebrauchen könnte.
theylmdl - 01.05.05 13:39
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Hallo Jens,
Zitat:
Macht du bitte ein Foto von den Einzelteilen, wenn du sie in den Händen hälst?

Na, das glaubst Du aber. Vielleicht kommt ja noch ein anderer Buntbahner als ich auf die Idee, sich 'mal einen Kesselwagen zu bauen, und da können solche (günstigen) Teile und die Maße dazu helfen. Günstig an dem Kessel ist, dass außer dem Einfüllstutzen (der extra angesetzt ist) gar nichts sonst dran ist (was im Umkehrschluss bedeutet, dass man's auch nicht abkratzen muss Winke ).
Der Preis liegt bei 11,90 Euro inklusive USt., der Versand 5,50 Euro.
(editiert wegen genauem Preis und einer sprachlichen Unschönheit)
Beste Grüße -
Flachschieber - 02.05.05 12:39
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Hallo Thomas

hab mich nun mal mit dem Metalldrücken beschäftigt und mir aus großer Neugierde ein Urmodell gebaut um das eine Blechronde gedrückt werden kann.Erste Versuche gestern abend haben zu Deckeln (Kupfer) geführt die fast richtig abgeformt waren aber im letzten Arbeitsgang durch einhaken ins Drückwerkzeug zerstört wurden Heulend Leider hatte ich gestern keine Zeit mehr das neue Werkzeug zu bauen.
Aber ich weiss zumindest nun was der Fehler war und werde mir ein besseres Drückwerkzeug bauen.Dann klappts auch im letzten Arbeitsgang.
Die Enddeckel haben Außenfertigmaß von 61,2mm.Wickelt man mit 0,5mm Blech den ersten Schuss so kommt man auf Vorbildliche 62,2mm Winke Außendurchmesser.

Grüße

Marco
theylmdl - 02.05.05 12:56
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Hallo Marco,
Klasse! Denkst Du daran, Dir den Wagen auch zu bauen?
Dann solltest Du noch etwas warten, bis ich die Bilder von Balu habe. Er hat mit gut getarnter Ironie von 2 - 3 Fotos gesprochen, aber ohne gebrannte CD wird's wohl nicht abgehen, da Du diese Zahl so etwa mit 100 multiplizieren kannst. Aus einem seiner Vorschaubilder habe ich schon gesehen, dass am Fahrwerk Einiges anders ist, als ich es bisher vermutete.

Hoppla, noch 'was vergessen:
Dampfmodellbau Laspe hat Kesselböden mit 60mm Innendurchmesser und 62mm Außendurchmesser. Das wäre also auch eine Variante.

Beste Grüße,
Flachschieber - 02.05.05 16:54
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Hallo Thomas

liebeugeln dartf man mit dem Wagen doch Grins .Angesichts der vielen anderen Projekte geht das mit dem bauen momentan bei mir sowieso nicht.Mir ging es nur mal drum das Drücken auszuprobieren.Und wenn ich den mal nachbauen sollte dann reicht es mir ihn so zu bauen wie du ihn gezeichnet hast.Noch feiner detailiert wäre ich wohl sehr lang mit dem Bau beschäftigt.Mit hochdetailierten Modellen kann ich auch nicht mithalten.Aber jeder baut ja das was er mag.

Grüße

Marco
theylmdl - 02.05.05 17:15
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Hallo Marco,

Zitat:
liebeugeln dartf man mit dem Wagen doch Grins


...aber nichts lieber als das Razz !

Du hast mich missverstanden. Es dreht sich nicht um eine höhere Detaillierung, sondern darum, dass ein paar Maße und schon vorhandene Details wahrscheinlich nicht stimmen. Außerdem ist der Wagen derzeit ohne die eigentlichen Entnahmestutzen an der Stinseite und in der Mitte rechts und links unter dem Kessel. Auch ist die Einfüllstutzen-Verriegelung entfernt worden.

Solche Details werden zwar auch Balu's Fotos nicht wieder herbei zaubern, aber die falschen Maße können dann "mit Gemütlichkeit" ausgemerzt werden. Und es wird möglich sein, eine separate Zeichnung nur des Fahrwerks fertig zu stellen (in Grundzügen gibt's die schon).

Beste Grüße -
Flachschieber - 02.05.05 19:24
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Hallo Thomas

Zitat:
Es dreht sich nicht um eine höhere Detaillierung, sondern darum, dass ein paar Maße und schon vorhandene Details wahrscheinlich nicht stimmen. Außerdem ist der Wagen derzeit ohne die eigentlichen Entnahmestutzen an der Stinseite und in der Mitte rechts und links unter dem Kessel. Auch ist die Einfüllstutzen-Verriegelung entfernt worden.


OK daran wäre ich dann für späteres Schaffen auch interessiert.

Gab es eigentlich verschiedene Kesselwagenvarianten dieser 2 Achser?
Ich meine das ich ein Foto im Transpress HArzbahnbuch gesehen habe der so einen Kesselwagen ohne diese "Rießengeweihe"an der Bremserbühne zeigt.
Mit Geweih meine ich die Schlussscheibenhalter.

Grüße

Marco
theylmdl - 02.05.05 19:36
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Zitat:
Gab es eigentlich verschiedene Kesselwagenvarianten dieser 2 Achser?

Da darfst Du mich nicht fragen, aber ich vermute 'mal, bei den Harzbahnen nicht (aber da kenne ich mich gar nicht aus). Auf Wangerooge hingegen gab es so einen Wagen ohne Bremse und Bühne. Der war für Wasser, ich fisch' morgen 'mal die Daten 'raus. Zu finden in Malte Wernings Wangerooge-Buch.
Beste Grüße -
HarzerRoller - 02.05.05 19:43
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Hi,
jetzt macht das Thema mal nicht wuschisch Winke Razz .
Unter folgendem Link hatten wir schon einmal einiges zusammen getragen.
http://www.buntbahn.de/phpBB2/viewtopic.php?t=1918&highlight=kesselwagen
Der von Thomas herangezogene Privatkesselwagen ist einzigartig für den Harz und stammt von den Fluorwerken (Flußsäurefabrik).
Er wurde später in den Wagenpark der GHE eingereiht.

Matthias möge mich berichtigen, falls ich mit der Information daneben liege.

Gruß
Harzkamel - 02.05.05 22:16
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Hallo Dirk,
leider Winke muß ich Dich berichtigen Idee Der Kesselwagen der Flourwerke war zu GHE-Zeiten in Privatwagen, welcher bei der GHE eingestellt war. Da er auch Untersuchungen für den laufenden Betrieb erhalten mußte, bekam er eine interne GHE-Nummer Idee Ob diese Nummer nun auch am Wagen
angeschrieben war Aufzählung entzieht sich meiner Kenntnis Aufzählung Mangels Foto vom Wagen vor 1945 Ausruf

theylmdl - 02.05.05 22:38
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Hallo Harzkamel,
wie gesagt, ich kenne mich im Harz nicht aus. Aber bei der DRG hätte die Nummer angeschrieben sein müssen, einschliesslich eines weißen "P" auf schwarzem Grund. Es ist nicht ganz unwahrscheinlich, dass das bei der GHE auch so gehandhabt wurde, und zwar wegen der Nummern des vierachsigen GHE 501 und des zweiachsigen GHE 502. Es war nämlich schon zur Länderbahnzeit und erst recht zur DRG-Zeit typisch, die Nummern von Kessel- und anderen privat eingestellten Wagen mit einer "5" oder später "6" beginnen zu lassen. Allerdings waren die Betriebs-Nummern bei Länderbahnen und DRG sechsstellig. Die hohen Nummern sollten wohl eine sichere Abgrenzung zu den normalen Schemata der Gattungsbezirke sicher stellen, bei den es normaler Weise mit "100" für die ältesten Länderbahn-Typen los ging. Eine Liste gibt's auf unserer Website unter Vorbild: Wagen: Güterwagen.

Typisch sind auch Aufschriften wie "Spezialwagen der/des..." (folgt Eigentümer, beispielsweise Deutsch-Amerikanische Petroleum-Gesellschaft, Hamburg oder Leuna, Halle). Oft gab es dann auch noch einen Vermerk wie "zugelassen auf den Gleisen der..." (hier: GHE).

Für ein Foto des GHE 502 vor '45 gäbe ich auch 'was...

Beste Grüße -
theylmdl - 06.05.05 15:23
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Hallo Kesselwagen-Freunde,
heute früh brachte der Postbote einen
Zitat:
achtfach recycelten Umschlag

in's Haus, genauer: warf ihn in den Kasten. Darin befand sich eine CD, die ein grauer Bär getoastet hat. Und auf dieser CD waren sehr viele Bilder des GHE 502. Der unerschrockene Balu war der Beute, wie schon berichtet, ausdauernd quer durch den Harz hinterher gejagt und hat sie schließlich zwischen einem Reko-Wagen und einer Schuppenwand eingekesselt ( Razz eingekesselt - der ist gut!).

Wenn ich jetzt nur ein ein ganz klein wenig logisch denke und so etwa 20 bis 30 Seiten mit Skizzen und Schmierereien fülle, sollten die letzten Fragen zu diesem Wagen beantwortet sein, die sich noch beantworten lassen. Das sind nämlich leider nicht alle...

Die neuen Zeichnungen werden noch ein paar Tage brauchen, zumal sie in zwei Versionen erstellt werden müssen: Jetziger Zustand und (wahrscheinlicher) früherer Zustand.
Ein ganz außergewöhnlich herzliches Dankeschön an den Gott der Digitalkamera, Teddy , Balu - der auch gleich noch einen Roman mit spannenden Texthinweisen verfasst hat bussi .

Beste Grüße -
8tchÄIarZet! - 06.05.05 20:46
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Vielen Dank und ein dickes Lob an Balu:
jump Musik Lalala

Harzliche Grüße
Karsten
Balu - 06.05.05 22:15
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Hallo Karsten und andere,

zwar sehe ich noch nicht ganz ein, warum man mir für nur teilöffentliche Bilder (das wären echt zuviele gewesen Winke )dankt, aber wenn es irgendwann mit den Belobigungen aufhört, komm ich damit wohl klar. **smile** Nochmal: ich mache sowas gerne und da ich hier genau in Fahrradausflugsdistanz zum Nordharz lebe, kann ich schon mal das Rad gezielt in den Sommermonaten auf einen Bahnhof der HSB zielen lassen. Es muß nur im Rahmen bleiben und solche Versteckspielchen wie letztens, sind auch nicht gerade erbaulich....... Verstecken Verstecken Verstecken

Sag mal Karsten, hast Du auch vor Dich an dem Wagen in irgendeiner Art zu versuchen? Brauchst Du auch Bilder? Wenn ich Thomas recht verstanden habe, hast Du bei Ihm nicht angeklingelt.... Sag oder schreib was und vielleicht werden Wunder wahr!

Gruss vom Balu Teddy , der etwas verwirrt ist
8tchÄIarZet! - 07.05.05 18:14
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Hi Balu,

ich finde es einfach toll, wenn sich jemand so wie Du aktiv in das Forum einbringt gut . Da zeige ich dann auch schonmal als völlig Unbeteiligter meine Begeisterung für Deinen gesundheitsförderlichen vor-Ort-Einsatz mit dem (Schienen-?) Fahrrad Lachend
Sicherlich steht der Kesselwagen auch auf meiner geheimen möcht-ich-auch-mal-bauen Liste, aber: die beiden Köf´s harren noch ihrer Fertigstellung entgegen (Antrieb, Lackierung), der T1 will auch mal wieder Aufmerksamkeit haben, zwei Wagenkästen der sächsischen Bauart sollen (freelanced) in den virtuellen Harz einziehen, der 99-02-25 steht fast am Ende seiner Planungsphase und für die "Gernrode" bin ich ´grad am recherchieren Verlegen . Wenn ich mir da noch den knuffigen Kesselwagen draufpacke, weiß ich ja gar nicht mehr in welcher Reihenfolge ich was wie lange liegen lassen soll Heulend . Daher war ich bislang noch nicht in dieser Richtung aktiv, dennoch hab´ ich mich in ihn verguckt Winke .

Harzliche Grüße
Karsten

Alle Klarheiten beseitigt? Lachend
theylmdl - 07.05.05 18:35
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Hallo Karsten und andere Kesselfreunde,
wartet lieber noch 'mal einen Moment, bevor Ihr Eurem ungezügelten Basteldrang nachgebt. Balus Fotos haben nämlich gezeigt, dass an der bisherigen Quellenlage allerlei noch nicht stimmt, und zwar erheblich. Dazu gehören beispielsweise Raddurchmesser, Rahmenhöhe über Schienenoberkante und vieles Anderes. Die Neuauflagen der Zeichnungen sind in Arbeit, aber das dauert noch ein wenig.
Beste Grüße -
theylmdl - 09.05.05 11:52
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Hallo Kesselfreunde!

Hier ein kurzer Zwischenbericht zum derzeitigen Stand beim Kesselwagen.

An dem Wagen, das wurde schon gesagt, sind im Laufe der Zeit etliche Dinge verändert worden. Es ist nicht ganz einfach, den ursprünglichen Zustand zu rekonstruieren.

- Die ursprüngliche, auch von W. Finke noch eingezeichnete Saugluft-Bremsanlage wurde nachträglich auf Druckluft umgebaut, und das relativ abenteuerlich. Da der Stößel bei Druckluftbremszylindern drückt, statt zu ziehen wie bei Saugluft, musste für die Handbremszugstange eine zusätzliche Umlenkung angefertigt werden, so dass der Teil hinter dem Umlenkhebel nun drückt.
Der Hauptbremshebel am Zylinder stand im falschen Winkel. Also wurde er kurzerhand aufgesägt, umgeknickt und wieder zusammen geschweisst (!). Der eine, ursprüngliche, senkrechte Zughebel auf der mittleren Umlenkwelle arbeitet nun über ein kurzes Zwischenstück auf ein Winkelprofil, das wiederum die typische, waagerechte Umlenkungs-Konstruktion von Druckluftbremsanlagen ansteuert.

Es ist - zumindest mir - nicht so ganz klar, warum nicht ein liegender Bremszylinder eingebaut wurde. Das wäre mit viel weniger Aufwand verbunden gewesen. Aber vielleicht war ja gerade nichts Passendes zur Hand Winke .

- Lammert Boerman ( http://www.harzquerbahn.tmfweb.nl ) hat auch schon einmal Maße von dem Wagen aufgenommen. Er spricht von 640mm-Rädern mit acht einfachen Speichen (wie in der ersten Zeichnung von mir). Jetzt muss der Wagen aber 700mm-Räder haben. Das wurde wahrscheinlich auch geändert, da die Puffermitte um etwa 30mm über dem zulässigen Höchstmaß von 750mm liegt. Das würde also genau passen. Bei der ersten Zeichnung war die Rahmenhöhe über Schienenoberkante falsch angenommen worden, deswegen ist dort auch der Puffer zu niedrig eingezeichnet (bei 700mm).

- Die inneren Rahmenlängsträger sind unten im Bereich der Balanciers abgeschnitten worden. Je zwei gekröpfte Hilfsträger sind darunter angebracht und führen zur unteren Seite der Pufferbohle. Das wirkt auch nicht original. Die Schnittstellen zeigen erheblich auf einer Seite viel mehr Rost als die Umgebung. Es könnte sein, dass der Wagen früher einen außen liegenden Balancier hatte.

- Die Entnahmestutzen unten zwischen den Kesselstützen wurden abgebaut, ebenso der Stutzen an der nicht-Bühnen-Stirnwand. W. Finke hat diese noch eingezeichnet. Die Verriegelungen für Einfüllstutzen, das Gegenstück zum Entnahmestutzen unten und die eine Revisionsöffnung oben wurden ebenfalls entfernt. Der mittlere Stutzen unten und der ander Stirnwand wurden mit aufgeflanschten Platten verschlossen, der Deckel des Einfüllstutzens liegt nur lose auf.

Derzeit liebäugele ich für den Bau mit folgender Variante: 640mm-Räder (oder so ähnlich), alle Stutzen, Hähne etc. wie bei anderen Kesselwagen nachbilden, Druckluftbremsanlage mit liegendem Bremszylinder und getrenntem Hilfsluft-Behälter.
Die Lage der Fahrwerksteile ist klar und vermessen. Da dort (außer hinter der Pufferbohle) nichts geändert wurde, kann auch eine Zeichnung erstellt werden. Die ist schon in Arbeit, aber das dauert noch.

So, und außerdem ist der Hartland-Kesselwagen eingetroffen. Leider komme ich heute nicht mehr dazu, die Brocken zu fotografieren und einzustellen, hier aber vorab ein paar Maße.

Der Kessel besteht aus zwei Hälften, die genau in der Mitte senkrecht geteilt sind. Der Außendurchmesser beträgt 63,3mm. Die Teile sind sehr gut rund. Die Wandstärke liegt bei 2,6mm, die Länge über alles bei etwa 152mm. Die Kesselböden haben eine Tiefe von gut 10mm.

Die angespritzten Kesselstützen sind zur Wagenmitte hin hohl. Der Einfüllstutzen hat 25,3mm Durchmesser, der Deckel 38,1mm.

Die mitgelieferten Kunststoff-Radsätze haben 30,5mm Durchmesser und sind insgesamt 6,6mm breit. Davon entfallen 2,6mm auf den Spurkranz, der eie Höhe von 3mm hat.

Das Fahrwerk besteht aus einer Bodenplatte mit Längsträgern und "Puffer"-Bohlen sowie zwei Rahmenlängsträgern mit Achshaltern.

Dazu gibt's noch ein paar Halteösen sowie zwei Kupplungen, beide mit Haken, und eine kurze Bauanleitung. Geliefert wird der Bausatz in einem großen Kunststoff-Beutel.

Alle Teile können zusammen gesteckt werden, Klebstoff wird nur für die Kesselhälften gebraucht.
Eine Beschriftung oder Hinweise zur Farbgebung gibt es nicht.

Die Kesselböden - um die drehte es sich ja bei der Beschaffung - sind so halbwegs geeignet. Der zu große Durchmesser kann bis zum Beginn der äußeren Schüsse auf die benötigten 62,2mm abgedreht werden (Schwächung um 0,55mm im Radius, bleiben noch über 2mm Wandstärke). Die Tiefe ist allerdings zu groß. Damit könnte ich aber leben.

Beste Grüße -
theylmdl - 15.05.05 18:47
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Hallo Kesselfreunde,

wie versprochen gibt's nun auch ein Foto und weitere Infos zum Hartland-Kesselwagen, guckt ihr hier:
http://www.buntbahn.de/phpBB2/viewtopic.php?p=213813#213813

Dazu gibt's als Ermutigung für die Interessenten eine erste - noch mit Vorsicht zu genießenden Fassung des Fahrgestelles. Ich lasse mich bei Gelegenheit ausführlicher darüber aus, aber es möge bitte noch keiner die CNC-Fräse oder Laubsäge in die Hand nehmen. Der Maßstab ist wie stets bei meinen Skizzen 1 Pixel = 9mm im Vorbild, 4 Pixel = 10mm im Modell.


Dies ist der aktuelle Fahrwerk-Erkenntnis Stand vom 2005-05-15 - nach wie vor mit Vorsicht zu genießen! Beachtet bitte die konstruktiven Unterschiede durch die unterschiedlichen Raddurchmesser.

Beste Grüße,
Heiner - 26.12.05 19:25
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Moin,

was macht eigentlich dieses interessante Projekt?! Geschockt
theylmdl - 26.12.05 19:49
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Hallo Heiner!

Zitat:
was macht eigentlich dieses interessante Projekt?! Geschockt

Das macht eine mehr oder minder zwangsverordnetete Pause.

Am 18. April 2005 habe ich über einen Fachhändler die benötigten Märklin-Maxi-Radsätze bestellt und angezahlt. Alleine, die sind bis heute nicht geliefert worden Geschockt . Der Fachhändler hat mittlerweile wahrscheinlich schon mehr deswegen vertelefoniert, als die Räder kosten Verwirrt . Und ich trage seitdem die Quittung spazieren.

Ohne die Räder geht's aber in der Konstruktion nicht so richtig weiter.

Aber wie heißt es so schön: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, das wird schon noch 'was mit dem GHE 502. Vielleicht sogar schon in 2006 Sehr glücklich . Für den 18. April habe ich mir jedenfalls in den Kalender geschrieben, eine geharnischte E-Mail an den Märklin-Service zu senden. Stell' Dir 'mal vor, ich könnte eine Jahr lang nicht mit einem Märklin-Qualitäts-Produkt fahren, weil ein Rad oder eine Achse defekt ist!

Beste Grüße,
Prellbock - 26.12.05 21:25
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Hallo Thomas,

ich weiß nicht, auf welche Quelldaten Du Dich bei Deiner Zeichnung, bezeichnet mit "früher", beziehst.

Mir liegen da aber über den Ursprungszustand andere Informationen vor.

Das heißt: Raddurchmesser 770mm bei einer Puffermitten-Höhe von 750mm.

Bei etwas abgelaufenen Radreifen wären das in 1:22,5 etwa 34mm.
Da dürften sich doch noch andere Speichenräder auftreiben lassen Winke

Prellbock
theylmdl - 26.12.05 21:48
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Hallo Prellbock!

Zitat:
Mir liegen da aber über den Ursprungszustand andere Informationen vor.

Das heißt: Raddurchmesser 770mm bei einer Puffermitten-Höhe von 750mm.


Herzlichen Dank für die Information. Wo gibt die denn im Original? Ich habe mich schon dumm und blöd gesucht nach Angaben, wie der Wagen "früher" aussah.

Ich schreibe immer "früher", weil mir nicht bekannt ist, wann welche Umbauten umgeführt wurden. Den Umbau von außen- auf innenliegenden Balancier sowie den übel geschusterten Umbau von Saug- auf Druckluftbremsanlage können wir auf Grund der Fotos von Balu als sicher annehmen.

Besonders diese Sache mit den 770mm-Rädern finde ich interessant. Dass der Wagen einmal 640mm-Räder hatte, davon bin ich ziemlich überzeugt, und heute sind es 750mm, und die Pufferhöhe ist, wie gesagt, um eben 30mm zu hoch. Bei 770mm-Rädern ohne Änderungen an Federn und / oder Achslagern müssten es sogar 40mm sein, so, wie das Fahrwerk derzeit dasteht, und damit noch viel weiter außerhalb der zulässigen Maße.

Es wäre toll, wenn sich noch etwas mehr Licht in den Werdegang dieses sehr interessanten Wagens bringen ließe.

Beste Grüße,
kübelkiller - 02.03.11 10:21
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Hallo Zusammen

Habt Ihr über den Raddurchmesser etwas herausfinden können?
Mich würde der Raddurchmesser interessieren, der heute bei der HSB
verwendet wird.
Vielleicht weiß jemand welchen Durchmesser die haben, und ob Personen-
und Güterwagen generell denselben Raddurchmesser haben.
(Ausnahmen wird es sicher geben).
Bin beim suchen nach dem Raddurchmesser auf dieses alte Thema gestoßen.

Vielen Dank für Eure Hilfe

Gruß Chris
Boerman - 02.03.11 21:38
Titel: Re: Kesselwagen GHE 502 / 99-01-98 HSB
Moin,

Beim 99-09-98 hatte ich in 2007 71cm vermessen zwichen die laufflachen.

Die meiste wagen haben raddurchmesser zwischen 72 (neue reifen) und 67 (alte reifen).

Es gibt auch ausnamen.

Mfg Lammert
www.harzquerbahn.com

Druckversion von buntbahn.de - - Modellbahn-Forum für maßstäblichen Selbstbau