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Dampf & Diesel - Tipps zu Regners "Frieda"


Karle Bemberle - 23.03.05 09:01
Titel: Tipps zu Regners "Frieda"
Hallo Buntbahner,

ich habe mir einen lang gehegten Wunsch erfüllt und mir letzte Woche in Sinsheim eine "Frieda" von Regner gekauft. Ich weiß, das Teil ist nicht unbedingt Echtdampfers Krönung, aber mir reicht es aus.

Hat einer von Euch auch schon eine Frieda gebaut und kann Erfahrungswerte weitergeben? Die Anleitung des Kollegen aus Alzey im Internet habe ich gelesen und auch bereits die Gabelköpfe gegen Verdrehen gesichert. Gibts speziell im Betrieb Marotten, mit denen man rechnen muß, oder ist das Ding einigermaßen narrensicher (also genau richtig für mich...) Sehr glücklich

Übrigens: Es gibt nichts, was wirklich narrensicher wäre - Narren sind einfach zu erfinderisch...

Schöne Grüße,

Harald
Lokalbahner - 23.03.05 10:13
Titel: Re: Tipps zu Regners "Frieda"
Hallo,

vielleicht hilft auch http://www.lokalbahn.de.cx weiter. Menüpunkt Live-Steam anklicken, dort gibt es je ein Menüpunkt zum Bau und zu Störungen beim Betrieb der Frieda.
Pirat-Kapitan - 23.03.05 12:08
Titel: Re: Tipps zu Regners "Frieda"
Hallo Karle !

Auch mein Einstiegmodell war eine Frieda, die ich allerdings fertig bei Reppingen gekauft habe. Sinnvoll sind m.E. vor allem die Edelstahlschieber von Reppingen, da meine Messingschieber schon Laufriefen zeigten. Zusätzlich habe ich mir eine Entkupplung gegönnt und den Dampfregler ebenfalls auf RC umgestellt.
Jetzt ist sie eine unverwüstliche Maschine, die allerdings auf meiner Gebrirgsbahn einen hohen Wasserverbrauch hat und wegen des geringen Wasserinhalts im Kessel sehr häufig zum Wasserfassen halten muss. Ach ja, Wasser- und Gasnachspeisung im Betrieb hat meine Frieda übrigens auch.
Die Zugkraft ist mehr als ausreichend, der begrenzende Faktor ist das Gewicht der Lok (Räder drehen durch), micht die Dampfkraft.

Einmal mußte sie sogar zum Abschleppen eines mit der C-C-Mallet bespannten Zuges herhalten, als der Mallet der Dampf ausgegangen war.

Echtdampf bei Henry (Pirat-Kapitan)


Schöne Grüße
Johannes
AndH. - 23.03.05 14:11
Titel: Re: Tipps zu Regners "Frieda"
Hallo

Einige Tipps wurden schon gesagt. Aber was ich neben anderen Umbauten (Drahtgaze im Brennerrohr, ...) meiner Frieda noch spendiert hab ist ein neues Abdampfkondensationsrohr, dass neben dem "pfeifenähnlichen" Austritt noch 7 Einschnitte (0,8 mm) hat. Das Rohr bewirkt , dass meine Frieda auch im Sommer bei wärmsten Temperaturen noch kräftig dampft, im Gegensatz zum alten Abdampfkondensationsrohr, wo man die Dampffahne im Sommer suchen musste.
Ach ja, wie Pirat-Kapitan schon gesagt hat bin ich auch der Meinung, dass eine Wassernachspeisung unabdingbar ist. So kann man die Lok auch einfach mal einige Minuten im BW stehen lassen, ohne das danach das Wasser wieder zu neige geht und man nur ehcktisch am fahren ist.

Mfg
Andre
Karle Bemberle - 23.03.05 17:04
Titel: Re: Tipps zu Regners "Frieda"
Hallo Freunde,

na, da habe ich ja jetzt mal ein paar Stimmen von gestandenen Friedafahrern. Auch per email ging das eine oder andere ein, da war auch ein Beispiel negativer Erfahrungen drunter - gut zu wissen, wo man besonders aufpassen muß. Grundtenor war aber überwiegend doch relative Zufriedenheit, gottseidank. Natürlich hätte ich mir auch lieber eine der größeren Schwestern von Frieda gekauft, aber es ist halt doch so, daß mein Budget irgendwo auch begrenzt ist (auch die Strecke möchte nochmal erweitert werden) und man ja auch nicht gleich mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad anfangen sollte. Der Zusammenbau ging ganz gut, sicher gibts die eine oder andere "Ohrenbrech-Stelle", aber das steht ja teilweise auch schon in der Bauanleitung.

Wie habt ihr das mit der Nachspeisung gelöst??? Besonders viel Platz ist ja nicht... Meine Idee wäre höchstens, die Wasserkästen dafür auszubauen, aber wie siehts mit der Speisepumpe aus? Natürlich brauchts dann einen Kanal mehr auf der Fernsteuerung... Ich habe eine nagelneue 2-Kanal Graupner/JR für sage und schreibe 29,- Euronen in Sinsheim an Land gezogen, die Miniservos haben nochmal je einen Zehner gekostet. Ich war eigentlich ganz froh über die preiswerte Lösung...

Die Drahtgaze im Brenner - bringt die in erster Linie eine bessere Verbrennung oder dient die vor allem der Schalldämpfung (der Brenner faucht ganz ordentlich... Verdrehter Teufel )? Man hat mir von Beschädigungen der Zylinder berichtet, weil die Flamme in die Rauchkammer geschlagen ist und dort natürlich Teile zum Glühen gebracht hat, die das nicht unbedingt sollten. Könnte man dieses Risiko nicht auch durch eine Drahtgaze-Einlage am hinteren Ende der Rauchkammer verhindern? Ich habe mal gelernt, daß Flammen nicht so gerne durch Gitter gehen... Die heiße Luft würde das Gitter sicher nicht übermäßig stören... nur mal so blöd laienhaft ins Grüne gedacht...

Schöne Grüße,

Harald
rolfcastrop - 23.03.05 19:32
Titel: Re: Tipps zu Regners "Frieda"
Hallo BBF
Beitrag entfernt

AndH. - 23.03.05 20:18
Titel: Re: Tipps zu Regners "Frieda"
Hi

Wie sich die Drahtgaze auf die Lautstärke auswirkt, kann ich nicht genau sagen, jedenfalls ergab sich bei mir keine auffällige Änderung.
Durch die Drahtgaze wird das Gas besser "verwirbelt" und brennt somit besser auf. Das bewirkte bei mir eine leichte Leistungssteigerung des Brenners.

Als Nachspeisung würde ich keine Pumpe oder so verwenden, sondern einfach ein Nachspeiseventil. Mit einer Nachspeiseflasche kannst du dann beliebig nachspeisen.

Mfg
Andre
Karle Bemberle - 23.03.05 21:28
Titel: Re: Tipps zu Regners "Frieda"
Hallo,

wo bekommt man das Nachspeiseventil? Das von Regner sieht laut Katalog anders aus... Muß man da nicht gegen den Kesseldruck arbeiten (immerhin wären das ja 3 bar)?

Welche Drahtgaze habt Ihr dafür verwendet? Reicht da handelsübliches "Fliegengitter" aus Metall???

Da ich Anfragen zu den Servos bekam: Es handelt sich dabei um GWS-Servos, die durchaus mit den handelsüblichen Features ausgestattet sind (Kugellager, Spezialgetriebe laut Hersteller auf Drehmoment optimiert, Alu-Servohorn). Mein hiesiger RC-Modellbauladen hat die Teile auch und sagt, sie wären recht robust (bei ihm kosten sie 5 Euros mehr). Mal sehen.

Zum Thema Wasserstand hat Manfred Detzner auf seiner Internetseite den Trick mit dem Einziehen einer Ader aus einer Kupferlitze als Lösung vorgeschlagen, sein Wasserstand arbeitet seitdem nach seiner Erfahrung "ausreichend genau".


Schöne Grüße,

Harald
AndH. - 23.03.05 22:32
Titel: Re: Tipps zu Regners "Frieda"
Hi

Also mein Nachspeiseventil und Flasche sind von Regner und funktionieren super. Würde ich dir auch empfehlen. Einen kleinen Wassertank und Handpumpe einzubauen würde nicht nur ein großer Aufwand sein, sondern müsstest du auch den kleinen Tank ständig nachfüllen, hättest also im Endeffekt das gleiche, als würdest du gleich mit dem Regnerventil arbeiten.

Meine Drahtgaze besteht aus einem sehr feinen MS-Drahtgeflecht, ähnlich wie Fliegengitter.

Das mit dem Draht im Wasserstand habe ich noch nicht ausprobiert, habe aber von einem befreundeten Live Steamer gehört, dass er sich damit mehr erhofft hat.
Wenn du das ausprobierst würde ich mich über ein Feedback freuen, was du damit für Erfahrungen machst.
Ansonsten könntest du dir auch einen Wasserstand von Ralph Reppingen mit einem größeren Durchmesser besorgen, der ist finde ich (für mich) genau genug.

Mfg
Andre
Pirat-Kapitan - 24.03.05 09:49
Titel: Re: Tipps zu Regners "Frieda"
Hallo Karle !

Bei einer anderen Lok fahre ich grundsätzlich mit 4-5 Bar und verwende das gleiche Nachspeiseventil, am Ende der wasserfüllung kann der Druck auch schon auf 6 Bar ansteigen, bis das Sicherheitsventil abbläst. Selbst dann ist es kein Problem, mit der Wassernachspeisung aus einer Sprühflasche den erforderlichen Gegendruck zu erzeugen.

Schöne Grüße
johannes
fido - 24.03.05 11:54
Titel: Re: Tipps zu Regners "Frieda"
Pirat-Kapitan hat folgendes geschrieben::
Bei einer anderen Lok fahre ich grundsätzlich mit 4-5 Bar und verwende das gleiche Nachspeiseventil, am Ende der wasserfüllung kann der Druck auch schon auf 6 Bar ansteigen, bis das Sicherheitsventil abbläst.

Hallo Johannes,
auch wenn die Frage vielleicht dumm ist, aber ist Dein Kessel für einen Dauerdruck von 6 Bar zugelassen? Die üblichen (Messing-) Kessel von Regner und Reppingen sind für ca. 3 bar ausgelegt.
Hartwig - 25.03.05 16:10
Titel: Re: Tipps zu Regners "Frieda"
Hallo,
ich habe im letzten Sommer meine Frieda gebaut und bis jetzt ca. 5 l Wasser (zugegeben ich bin verspielt!) verbraucht . Die Empfehlungen für die Regner Wassernachfüllung kann ich nur unterstützen, ich fahre oft eine Stunde und länger. Eventuell sollte der Dampfölstand nicht vergessen werden. Das Gasnachfüllen ist so eine Sache, aber Meister Reppingen hat eine Nachfülleinrichtung gebaut die auch bei warmen Tank flott Gas zuführt - leider ist ein kurzer Feuerstopp notwendig, aber sonst macht diese Lösung glücklich.
Nach einigem Justieren läuft mein Brenner gut aber man hört ihn leider etwas -eine Veränderung habe ich mir bis jetzt nicht zugetraut. Neben den üblichen kleinen dampfspezifischen Problemchen (z.B. verstellte Steuerung, lockere Schrauben (bei mir und der Frieda), verschlissenen Servos deren Plastikgetriebe die Wärme nicht mochten) läuft die Frieda gut aber auch 1:1 Dampflocks fragen deutlich mehr Wartung als E-Locks - und die damit verbundene Arbeit ist ja Teil des Vergnügens das wir verrückte Echtdampfer uns gönnen. Ich fahre regelmäßig bis 4 bar da meine Strecke geländebedingt über mehr als 15 m eine Steigung von bis zu 5 o/oo hat, Probleme gab es nie. Die Zugkraft findet ihre Grenzen bei schwereren Zügen (mit Echt-Schotter beladen) und einiger wenig vorbildgerechten R1-Weichen in der Steigung (allerdings ist das Budget zur Streckenverbesserung vorbildgerecht wie im 1:1 ÖPNV streng limitiert). Zur Verbesserung des weichen und langsamen Anfahrens kann ich nur den von Regner beschriebenen Einbau der Dampfhansteuerung anregen.

Mein nächstes Ziel ist vermutlich die "U" - ohne die ÖPNV-typischen Budgetrestriktionen wäre die Investition schon erfolgt, aber Strecke und Wagenpark wollen ja auch bedacht sein.

Viele Grüße
Hartwig
Pirat-Kapitan - 25.03.05 17:43
Titel: Re: Tipps zu Regners "Frieda"
Hallo Fido !

Ich habe ja meine Loks von Reppingen (wegen meiner 1,9 linken Hände bei mechanischen Arbeiten) und sie gehen dort auch regelmäßig ins Bw. Dabei wird natürlich auch das Sicherheitsventil überprüft. Und im Betrieb kommt es eben häufig vor, dass ich an der oberen Grenze des grünen Manometerbereiches fahre oder etwas darüber. Schließlich brauche ich für meine Steigungsstrecken genügend Dampf. Aber ich werde am Montag Meister Reppingen noch mal auf dieses Thema ansprechen. M.W. soll das Sicherheitsventil doch den Kessel vor schädlichem Überdruck schützen, dann müßten die ja viel früher abblasen ????

Schöne Grüße und frohe Ostern
Johannes
AndH. - 25.03.05 17:57
Titel: Re: Tipps zu Regners "Frieda"
Hi Pirat-Kapitan

Pirat-Kapitan hat folgendes geschrieben::

M.W. soll das Sicherheitsventil doch den Kessel vor schädlichem Überdruck schützen, dann müßten die ja viel früher abblasen ????


Ich weiß jetzt nicht welches Sicherheitsventil du benutzt, aber ich denke mal das du ein einstellbaren Sicherheitsventil hast (war bei meiner Frieda standartmäßig dabei). Wenn das Ventil nun auf 5 bar oder so eingestellt ist, bläst es natürlich auch nur bei 5 bar ab, also es schützt zwar gegen Überdruck, aber du musst darauf achten, wie es eingestellt ist !
Lass dir das am besten mal von Ralph erklären und evl. neu einstellen, denn sicher ist sicher !

Mfg
Andre
fido - 25.03.05 18:58
Titel: Re: Tipps zu Regners "Frieda"
Pirat-Kapitan hat folgendes geschrieben::
Und im Betrieb kommt es eben häufig vor, dass ich an der oberen Grenze des grünen Manometerbereiches fahre oder etwas darüber.

Hallo Johannes,

die Kessel sind für einen Betriebsdruck von ca. 3 Bar ausgelegt und werden vom Hersteller mit einem größeren Druck getestet, um einen Sicherheitsspielraum zu haben. Ist das Sicherheitsventil so eingestellt, dass es erst später abbläst, läufst Du Gefahr, dass Du den Kessel beschädigst oder Dir der ganze Kram um die Ohren fliegt. Bitte sprich mit Ralph unbedingt darüber, denn er kann Dir auch sagen, für welchen Druck der Kessel tatsächlich ausgelegt ist.
Max 25 Kmh - 25.03.05 23:28
Titel: Re: Tipps zu Regners "Frieda"
Hallo Druckesselfans,

vorsicht: alles was kommerziell verkauft wird und über 3 bar betrieben werden soll, braucht meines Wissens eine TÜV - Prüfung. Daher verkaufen alle kommerziellen Anbieter (auch Ralph Reppingen) unterhalb der Zollspuren nur und ausschließlich Modelle, deren Sicherheitsventil auf 3 bar eingestellt ist, das wolllen wir hier doch aus formellen Gründen mal festhalten.

Allerdings ist es dem privaten Betreiber auf eigenens Risiko, unter Verzicht auf Garantieleistungen und nur, wenn er nicht öffentliche Vorführungen macht, überlassen, das Risiko eines höheren Kesseldrucks einzugehen. Er kann seine Selbstbauten stärker auslegen oder er kann durch Abdrücken getestet haben, dass ein Regner-, Reppingen- oder manch anderer Kessel auch 10 bar ohne Verformung aushält.

Karle Bemberle wird aber mit 2 Kanälen und 3 bar gut auskommen und viel Freude an seinem Modell haben, wenn er die weiter oben angegebenen Modifikationen (Schlitzbrenner, Dampfregelung, Blumenspritzen - Nachspeisung) anbringt. Glückwunsch zu der vernünftigen Einsicht (die ich nicht hatte), dass man mit einem Einsteigermodell anfangen sollte.

Beste Grüße

Max 25 Kmh.
Kai aus dem Keller - 25.03.05 23:48
Titel: Re: Tipps zu Regners "Frieda"
Hallo Echtdampfer
Um nochmal auf die Blumenspritzen-Speisetechnik zurückzukommen:
Ich hab mit diesem System leider schlechte Erfafrungen gemacht. Traurig
Die Blumenspritze war nach kurzer Zeit undicht, und konnte daher nichtmehr genügend Druck aufbauen.
Den Fehler hab ich bis heute nicht gefunden (und auch keine Alternativen) Heulend

Schöne Grüße
Kai
Karle Bemberle - 26.03.05 09:19
Titel: Re: Tipps zu Regners "Frieda"
Hallo Buntbahn-Dampfer,

bis hierhin schonmal vielen Dank für Eure Beiträge, die ja doch erheblich mehr Licht als Schatten in Punkto FRIEDA zeigen.
Ich werde mich nächste Woche mal mit Meister Reppingen in Verbindung setzen, was die zusätzlichen Teile angeht.

Inzwischen habe ich das gute Stück nochmal angeheizt, leider hatte ich nicht mehr genug Gas für eine längere Heizzeit, sodaß ich nur eine Art "komplette Dichtprobe" machen konnte. Bei drei bar, die ich aufgrund des beschränkten Gasvorrates nur für kurze Zeit halten konnte, war "obenrum" soweit alles dicht, auch der Wasserstand hält jetzt (nachdem ich das erste Glasröhrchen erfolgreich geschrottet habe) einigermaßen dicht, hier wird aber auf jedenfall einer von Reppingen reingebaut, das Originalteil ist einfach nervig... Motzen

Leider haben sich bei vorsichtigem Probedampfgeben auf die Zylinder noch leichte Undichtigkeiten an den Zylinderdeckeln ergeben. Jetzt bin ich natürlich etwas zitterig, was das Anziehen der Schrauben angeht, schließlich kommt bei diesen Messingschräubchen ja nach "zu" sofort "ab", was ich zweimal (gottseidank an unproblematischer Stelle am Gehäuse) feststellen durfte. Das ist schon kitzelig: Einerseits müssen die Zylinder ja dicht werden, andererseits habe ich keinen Bock, da einen Schraubenkopf in der Hand zu haben... nein
Da ist wohl verschärftes Fingerspitzengefühl gefragt...

Nach wie vor harre ich der fehlenden Teile, am meisten schmerzt der Gaseinfülladapter, jetzt habe ich eine nagelneue Gasflasche hier stehen und nix geht, weil ich keinen passenden Adapter habe... Die Lok steht das ganze Wochenende sinnlos auf dem Rollenprüfstand, weil heute garantiert nix mehr auftaucht... Was die oft gelobte schnelle Lieferung bei Regner angeht, habe ich wohl einen schlechten Zeitpunkt erwischt.

Die bestellte Pfeife werde ich wohl zugunsten der Reglerbetätigung aufgeben. Schade, wäre ein netter Gag gewesen... Aber jetzt extra eine andere Fernsteuerung kaufen ist auch Quatsch. Aufrüsten kann ich ja später noch. Ich wäre ja schonmal froh, wenn sie überhaupt die ersten Runden drehen würde.

Wie zum Geier soll man eigentlich das Umsteuerventil betätigen, wenn nicht mit einem Servo? Das Ding ist nach erstem Dampfdurchgang heiß und sitzt extrem ungünstig... Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie man die Lok ohne RC bewegen kann. Das ist ja dann mehr "kontrolliertes Eisenbahnunglück"....

Zum Thema Druck muß ich sagen, daß mein Sicherheitsventil "frisch aus der Tüte" schon bei 1,5 bar lustig abgeblasen hat. Ich mußte es ein ganzes Stück runterdrehen, um überhaupt auf drei bar zu kommen.

Was das Gas angeht, so ist sich Regner da selbst nicht ganz einig. In der Bauanleitung steht reines Butan, im Katalog steht Butan/Propan-Mischung 30/70... Das Zeuch, das man im Baumarkt bekommt ist eigentlich immer 30/70er Mischung. Das ist wohl auch nicht so entscheidend, wobei ich mir habe sagen lassen, daß reines Butan einen weniger hohen Heizwert habe. Meine Versuche habe ich mit reinem Butan gemacht und es lief bei noch nicht montierter Führerhausrückwand prima, mit geschlossenem Führerhaus hat er eher rumgezickt, da muß wohl auch nochmal justiert werden. Ich würde es halt doch gerne erstmal mit dem Originalbrenner versuchen.

Schöne Grüße,

Harald
fido - 26.03.05 10:38
Titel: Re: Tipps zu Regners "Frieda"
Karle Bemberle hat folgendes geschrieben::
Leider haben sich bei vorsichtigem Probedampfgeben auf die Zylinder noch leichte Undichtigkeiten an den Zylinderdeckeln ergeben. Jetzt bin ich natürlich etwas zitterig, was das Anziehen der Schrauben angeht, schließlich kommt bei diesen Messingschräubchen ja nach "zu" sofort "ab", was ich zweimal (gottseidank an unproblematischer Stelle am Gehäuse) feststellen durfte.

Hallo Harald,
bestelle Dir einfach bei GHW, MDV oder Knupfer Modellbau-Stahlschrauben in der passenden Länge und ersetze damit die Schrauben an den Zylindern. Die Stahlschrauben kannst Du richtig fest anziehen und die bleiben dann dicht - an meiner Lok jetzt seit zwei Jahren.

Ob Du mit Butan oder der Buton/Propan-Mischung fährst, ist eine Sache der Außentemperatur. Unter 10 Grad würde ich mit der Mischung fahren, darüber mit reinem Butan, weil die kleinen Behälter für den Caminggaskocher eben so billig sind. Aber nagelt mich bitte nicht die 10 Grad fest Grins
AndH. - 26.03.05 16:21
Titel: Re: Tipps zu Regners "Frieda"
Hallo

Zum Thema Gas...also ich benutze seit einiger Zeit nur noch ein 20/80 Gemisch. Damit fahre ich im Sommer genauso wie im Winter und bisher hatte ich damit kaum Probleme.

Ich habe meine Frieda die erste Zeit nur ohne RC-Anlage gafehren. Um das Umsteuerventil zu betätigen habe ich ´nach "vorne" hin ein 2 mm MS-Draht durch eine kleine Bohrung an das Umsteuerventil gelegt. Damit konnte ich das eigentlich immer ganz gut steuern.

Wieso denn keine Pfeife mehr ??? Du musst sie doch nicht unbedingt per RC steuern, ich betätige meine auch per Hand. Und da du wegen des kleinen Kessels sowieso nicht oft pfeifen kannst (dann ist der Druck relativ schnell weg), würde ich die einfach per Hand betätigen.

Die MS-Schrauben habe ich größtenteils auch gegen Stahl-Schrauben getauscht, die halten auch vom Gewinde her einfach mehr aus.

Zitat:
Die Lok steht das ganze Wochenende sinnlos auf dem Rollenprüfstand, weil heute garantiert nix mehr auftaucht...


Da kann ich dich gut verstehen...ich musste, als ich meine Frieda gebaut habe, bestimmt 4 Wochen warten, bis ich die Lok komplett hatte. Zuerst fehlen einige wichtige Teile, dann passte die Stopfbuchse nicht plan auf den Zylinder und bis ich dann die Teile eingeschickt und neue bekommen hatte...das kommt ein wie eine Ewigkeit vor. Allerdings war der Service von Regner dennoch sehr gut.

Mfg
Andre

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