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Elektrik - Mechanische Elektroverbindung - Problem


Schienenkönig - 16.05.20 23:23
Titel: Mechanische Elektroverbindung - Problem
Hallo Buntbahner,
ich habe einen Problem mit den neuen Modellen meines Freundes. Diese haben erstmals eine elektrische Verbindung über die Wagenkupplung und eine elektrische Kabelverbindung, die mit magnetisch verbunden werden. Das klappt so weit ganz gut. Leider stellte sich recht schnell das ein, was ich befürchtet habe. Ein Kabel, welches ich an die Messing Wagenkupplung (Albertkupplung) gelötet hatte ist direkt an der Stelle gebrochen, wo die Isolierung des Kabel beginnt.

Habt ihr da eine Lösung, wie man die bewegliche Verbindung zwischen Kabel und Messingkupplung haltbarer bekommt?
Ist es wichtig, dass das Kabel hoch flexibel sein muss?
Kann man eine Art Schleifer nutzen?

Mit Fragezeichen und grübelnden Gedanken im Kopf.


Beim Beiwagen leuchten die Bremsleuchten, wenn der Regler runtergedreht wird. Beim Stillstand geht das Bremslicht kurz aus und schaltet sich wieder ein. Das muss noch geändert werden, nach Rücksürache mit ESU. Beim Anfahren erlöscht das Licht wieder. Ist auch verbunden mit der Fahrsteueung. Beim Triebwagen haben wit das noch nicht hinbekommen. Das Bremslicht ist bei den ESU 5 Decoder als Vorgabe mit drin.Wegen der Bremsleuchten beim Triebwagen wird ESU auch noch mal angesprochen. Aber das macht unser Händler, der sich auf die Digitalisierung spezialisiert hat. (Ich kenne mich da einfach noch zu wenig aus und bin froh, wenn die Verkabelung wenigsgtens funktioniert.

Bleibt gesund.
Peter
eXact Modellbau - 17.05.20 18:42
Titel: Re: Mechanische Elektroverbindung - Problem
Hallo Peter
Vielleicht kannst Du erst eine Lötfahne anlöten, und daran das Kabel. Dann kannst Du einen dünnen Schrumpfschlauch über beides ziehen. Da sollte das Kabel entlasten. Wenn Du 20cm sehr dünnen Schrumpfschlauch brauchst, kann ich Dir was schicken.
volkerS - 17.05.20 19:28
Titel: Re: Mechanische Elektroverbindung - Problem
Hallo Peter,
Litze bricht gerne am Übergang zwischen Lötstelle und Isolation. Das kann mehrere Gründe haben.
1. Die Lötstelle ist mechanisch betrachtet keine Litze sondern ein Draht und durch das Zinn weitaus dicker als die Litze und so mechanisch belastbarer.
2. Die Litze besteht aus meist 16 Einzeldrähten, wie dünn und damit belastbar, sollte klar sein und weil sie am Übergang zur Lötstelle nicht beweglich ist brechen da die Einzeldrähte bei Bewegung der Litze. Abhilfe schafft da oft die Litze für einige Millimeter hinter der Lötstelle zwangsweise zu fixieren.
3. Beim Abisolieren werden gerne die Drähte direkt an der Abisolierstelle eingekerbt oder sogar abgerissen was die Stabilität der Einzeldrähte bzw. den Querschnitt deutlich reduziert.
Ich isoliere extrem dünne Drähte entweder mit dem Fingernagel oder dem Lötkolben ab. Hilfreich ist immer ein Test bevor man sich ans Modell wagt.
Volker
Schienenkönig - 18.05.20 07:26
Titel: Re: Mechanische Elektroverbindung - Problem
Hallo Larry, hallo Volker,
vielen Dank für Eure Hilfestellung. Ich werde das mit dem Fixieren, Lötfahne, Schrumpfschlauch probieren. Mir wir bei meinen Versuchen schon klar, dass das Kabel an der Lötstelle zur Kupplung brechen würde, war aber schon sehr enttäuscht, das es schon bei wenigen Testfahrten soweit war.

Da ich die Kupplungen sowieso erneuern muss, sie waren zu kurz, kann ich mal etwas probieren.

Also noch einmal Danke für Eure Hilfe.
Peter
Battli - 18.05.20 10:36
Titel: Re: Mechanische Elektroverbindung - Problem
Vom Regalbahner gelernt:
Angeloetete Kabel werden mit elastisch austrocknender Fensterfarbe, vorzugsweise 'fun&fancy window color' von Marabu eingehuellt. Nach 24 Stunden ist die Verbindung belastbar. Kaum mehr Kabelbruch!
Ich verwende 'transparent' und 'schwarz'.
Cheers
Battli
michl080 - 18.05.20 18:49
Titel: Re: Mechanische Elektroverbindung - Problem
Hallo,

alle Antworten beschreiben, wie man eine Lötstelle an einer Litze haltbarer machen kann. Man kann die Litze allerdings auch lötfrei mit einer Aderendhülse oder einem crimpbaren Kabelschuh oder Flachstecker befestigen. Dann tritt das Problem gar nicht mehr auf.

Michael
Schienenkönig - 18.05.20 20:30
Titel: Re: Mechanische Elektroverbindung - Problem
Hallo Battli, hallo Michael,
auch Eure Hilfestellung ist dankbar hier angekommen. Den Triebwagen habe ich heute umgebaut. Dort kommen zunächst Schrumpfschläuche zum Einsatz. Vieleicht werde ich beim Beiwagen einen der anderen Vorschläge umsetzten und dann abwarten, was passiert. Inhaber einer Firma sichert die Lötstellen mit einem Keramikkleber ab.

Also auch Euch beiden vielen Dank.

Peter
Regalbahner - 19.05.20 08:28
Titel: Re: Mechanische Elektroverbindung - Problem
Hallo Peter,

da ich von Beat genannt wurde, will ich auch noch meinen Senf dazu geben Winke
Problem bei den Kabeln heute ist wohl der immer geringere
Anteil von Kupfer in der Legierung, weshalb sie einfach leichter brechen und sich auch schlechter löten lassen.

Ich nehme auch Schrumpfschläuche, verfülle die wenn möglich aber noch zusätzlich an den Enden mit elastischem Kleber.
Selbst an Steckverbindern werden die Kabel am Ende verklebt,
ganz besonders aber an Stellen, wo Kabel direkt aus einer Platine kommen.
Heißkleber, wie es manchen Elektronkhersteller machen, hat sich nicht bewährt.
Da ich diese Marabufarben eh schon immer gerne verwende, bieten sich diese natürlich an.
Es müsste aber auch mit Sanitärsilikon oder mit PU Kleber wie z.B. Sikaflex gehen.

Bin mal gespannt auch weitere Lösungen und vor allem auf Langzeitergebnisse.

Viele Grüße
Christoph
volkerS - 19.05.20 09:10
Titel: Re: Mechanische Elektroverbindung - Problem
Hallo Christoph,
seit wann sind in Kupferkabeln Legierungen zulässig?
Kupferkabel sind immer rein, teilweise sogar 99,99%. Je nach Klasifizierung kann es Sauerstoff enthalten. Mindestreinheitsgrad ist 99,9%.
Eine Beschichtung aus Zinn, Silber oder Nickel hat nichts mit Legierung zu tun.
Die Schichtdicke bei Silber ist z.B. in der ASTM B298-07 definiert.
Volker
Regalbahner - 19.05.20 18:51
Titel: Re: Mechanische Elektroverbindung - Problem
Hallo Volker,

na wenn sich jeder auf dieser Welt an diese schönen Normen halten würde ...
Leider kann davon in der Praxis oft keine Rede sein
aber das ist ein anderes Thema Winke
Wir müssen das auch nicht weiter vertiefen denn es geht hier ja
um Zugentlastung wenn ich das richtig verstanden habe.

Viele Grüße
Christoph

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