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Fahrzeuge - Bauprojekt Brohltalbahn Lok I


TourTourbahner - 11.02.18 00:51
Titel: Bauprojekt Brohltalbahn Lok I
Hallo Buntbahner !

Ich bin in diesem Forum bisher noch relativ passiv gewesen, der ein oder andere wird mich vielleicht aufgrund meiner Soundprojekte kennen.

Nachdem ich in den letzten Jahren immer wieder mal kleinere bis mittlere Umbauprojekte angegangen bin,
(zuletzt hatte ich vor 5 Jahren die Lehmann SEG 104 Mallet zur
Brohltalbahnmallet Lok II umgebaut und ganz aktuell baue ich die 99 7222-5 von Lehmann um)

möchte ich heute mein erstes Selbstbauprojekt vorstellen:

Die Brohltalbahn Lok I !

Kurz zum Hintergrund:
Lok I ist eine fünffach gekuppelte 1000mm Heißdampflok aus den 1930er Jahren die für Ihre Zeit eine hochmoderne Konstruktion darstellte.
Sie besiegelte zusammen mit der Malletlok II das endgültige Ende des Zahnstangenbetriebs auf der Brohltalbahn und setzte auch für nachfolgende Konstruktionen Maßstäbe.
Als eine Konstruktion aus dem Hause Krauss, besaß Sie optisch wie technisch viele Merkmale von vergleichbaren österreichischen und bayerischen Maschinen, die Sie von der 99 222 deutlich unterscheidete.

Für den Selbstbau eignet sich der "Knick-Fahrwerk" der Lehmann-Fünfkuppler ganz hervorragend, da die Brohltalbahnlok den selben Raddurchmesser und einen nur um 10mm abweichenden Achsstich besitzt. Dieser gleicht sich durch den von Lehmann aufgrund der "Pizza-Schneider Spurkränze" vergrößerten Achsstich aber praktischerweise wieder aus, sodass der tatsächliche Achsstich im Modell wieder stimmt. Somit muss ich nur ein paar kleinere Änderungen in der Steuerung vornehmen und kann das Fahrwerk 1:1 verwenden.

Zur Zeit bin ich noch dabei, die Lok im CAD-Programm zu konstruieren, erste Ergebnisse folgen in den nächsten Tagen. Die gröbsten Maße stehen schon fest, jedoch ist jede Information über die Lok willkommen.

Natürlich entsteht auch schon passend zur Lok ein Soundprojekt, welches sich an den konstruktiven Merkmalen der Lok orientiert:

Als Basis verwende ich den Sound der 99 222, jedoch ohne Speisepumpe, Luftpumpe, Einheitspfeife und Knorr-Läutewerk.

Stattdessen verwende ich Tonaufnahmen eines Latowski-Läutewerkes und Tonaufnahmen der typischen Krauss Länderbahn Pfeife, welche auch bei sehr vielen Lokomotiven der Reihe U verbaut wurden. Letztere Tonaufnahmen wurden mir von http://schmalspurbahn-freunde.de/ freundlicherweise zur Verfügung gestellt, dafür ein herzliches Dankeschön !

Jetzt aber noch eine Frage an alle Experten der Brohltalbahn unter euch:

Gibt es noch Zeitzeugen, die die Maschine fahrend erlebt haben und mir etwas über das Klangbild der Lok verraten können?
Gerne auch mit vergleichbaren anderen Lokomotiven die noch heute betriebsfähig sind.

Weiter wäre das genaue Farbschema der Lok interessant, da auf vielen Fotos aufgrund von Lichtspiegelungen nicht ganz klar wird wie die Lok lackiert war:

Ich vermute das der Kessel schwarz, Führerhaus und Wasserkästen komplett tannengrün und das Fahrwerk komplett Feuerrot gewesen sein muss.
Je nach Foto erweckt es aber auch manchmal den Eindruck als sei der Kessel bis zur Rauchkammer grün, und die untere Hälfte des Wasserkastens rot.

Das wäre es bis hierhin erst einmal.
Viele Grüße
Georg

(Fotoquelle: http://vulkan-express.de/)
BEG Lok I (TourTourbahner)

TourTourbahner - 11.02.18 18:25
Titel: Re: Bauprojekt Brohltalbahn Lok I
Guten Abend Buntbahner!

Jetzt gibts was auf die Ohren!
So oder so ähnlich könnte die Lok I klingen wenn Sie sich bei mir im Garten die Steilstrecke heraufkämpft:

Viele Grüße
Georg
furkabahn - 11.02.18 18:55
Titel: Re: Bauprojekt Brohltalbahn Lok I
Noch kein einziges Teil gebaut, aber schon Beiträge zu dem Projekt in zwei verschiedenen Foren online - Respekt - die Propagada läuft gut!
Floedo - 11.02.18 19:07
Titel: Re: Bauprojekt Brohltalbahn Lok I
Hallo Georg,

die Lok finde ich richtig klasse! Das ist sicherlich kein einfaches Projekt.

Wie willst denn die Teile herstellen ?

Gruss

Andreas
TourTourbahner - 11.02.18 19:58
Titel: Re: Bauprojekt Brohltalbahn Lok I
Guten Abend,

Da ich nicht so Recht weiß, wie ich den Kommentar von furkabahner auffassen soll und grundsätzlich eher friedlich gestimmt bin, werde ich ihn erst einmal komplett ignorieren.


Bevor es zu Beginn eines Projektes handwerklich so richtig los geht, will es gut geplant sein,
da man sich beim "drauf los bauen" sonst sehr schnell verzetteln kann und die Gefahr besteht, dass das Projekt als Bauruine verschwindet.
Ich werde also immer nur abgeschlossene Bauetappen veröffentlichen.

In den letzten Wochen ging es hauptsächlich erst einmal darum Vorbildunterlagen zu sammeln
und abzuschätzen ob und in welchem Rahmen das Projekt überhaupt durchführbar ist.
Dazu sind viele Stunden auch in die virtuelle CAD-Konstruktion der Lok geflossen, in denen ich erst einmal getestet habe, welche Materialien sinnvollerweise verwendet werden,
welche Fertigungsverfahren angestrebt werden und was überhaupt mein Anspruch ist.


Mein vorläufiges Fazit:
Die Lok soll den Charakter einer klassischen Lehmann Lok bekommen, dabei aber so Maßstäblich wie es eben möglich ist gebaut werden.
Der Umlauf soll dabei der tatsächliche Rahmen der Lok werden und als massive 3mm Messingplatte durchgeführt werden.
Das Lehmann Fahrwerk wird mittig in einer Kreis-Kulisse geführt und ist jeweils vorne und hinten drehbar gelagert, sodass das Knick-Fahrwerk wie bei einer Märklin H0 44er einknicken kann, ohne das die Lok vorne oder hinten einen Überhang bekommt.
Natürlich wird der Zylinderblock dann nicht mehr fest mit dem Umlauf verbunden sein, sondern drehbar wie bei einer (echten) Mallet schwenken können. Natürlich ist das nicht ganz Vorbildgerecht, aber es ist die optisch unauffälligste Lösung die Lok durch Radius 3 und Radius 2 zu bekommen ohne das ich mir das Schienenprofil im Dauereinsatz "wegfräse". Die Variante von Lehmann, nämlich den vorderen Teil des Fahrwerks starr zu lagern und den hinteren Teil schwenkbar, kommt für mich nicht in Frage, da es einen großen Überhang im hinteren Bereich der Lok bedeuten würde.
Der Kessel wird aus einem 65mm Messing Rundrohr mehrteilig gedreht, und wird mit einer Wandstärke von 5mm das Hauptgewicht der Lok ausmachen.
Die Führerhausteile werden aus 0,3mm bzw. 0,5mm Messingblechen geätzt und mit Winkeln verlötet. Der Vorteil hierbei ist, das die Löcher für die Nieten direkt an Ort und Stelle positioniert sind, und mir so beim Bohren nichts "aus der Reihe tanzen" kann.
Leider konnte ich noch keine Informationen über die Bestückung des Stehkessels herausfinden, sodass ich hier "ins blaue" nach Einheitslok Prinzipien bestücke.

Viele Grüße
Georg
Harry - 11.02.18 23:56
Titel: Re: Bauprojekt Brohltalbahn Lok I
Hallo Furkabahner,

Dein Beitrag verwundert mich ein bißchen.....

Keine Anrede, keine Abschiedsformel mit Namen, ich denke wir sollten doch
ein paar Anstandsregeln einhalten? dann so schnell geschrieben, daß
noch nicht mal Korrektur gelesen wurde, sonst würde ein "Propagada"
nicht durchrutschen. Also bitte den Schaum vom Mund abwischen und
ruhig bleiben.

Gruß Harry
der Verrückte - 12.02.18 19:31
Titel: Re: Bauprojekt Brohltalbahn Lok I
Moin,
nicht drüber nachdenken. Mich hat dieser Zeitgenosse ähnlich "nett" begrüsst.
Er denkt wohl, er steht über den Dingen. Aber ich wette, wenn man über sein Werk flaniert, findet man soviel Unmaßstäbliches finden...
Mach weiter, Georg! Wir sind gespannt.
Gruss, Ole
der Verrückte - 12.02.18 19:32
Titel: Re: Bauprojekt Brohltalbahn Lok I
Ja, ich hab mich verschrieben. Sorry Verlegen
TourTourbahner - 13.02.18 00:12
Titel: Re: Bauprojekt Brohltalbahn Lok I
Guten Abend zusammen,

Heute habe ich ein bisschen Zeit gefunden auch tatsächlich "anzufangen".

Auch wenn viele Dinge noch ungeklärt sind, stehen die wichtigsten Dinge schon fest.
Unter anderem muss der Rahmen knapp 10mm tiefer gelegt werden als es von Lehmann ursprünglich für die Brockenlok vorgesehen war.
Dieses Maß habe ich per Verhältnisrechnung ermittelt, da ich ja den Raddurchmesser von 1000mm kenne und mir damit jeden Maßstab auf den vorhandenen Fotos errechnen kann.
Wenn man auf dem Ablieferungsfoto Die Größe des BEG-Ingenieur Schneider vergleicht, kommt man auf ein Körpermaß von ca. 190 cm, was für die 30er Jahre doch durchaus realistisch erscheint.
Leider weiß ich nicht ob es im Forum erlaubt ist Fotos aus Büchern und auch aus unbekannten Quellen und Sammlungen zu veröffentlichen, daher lasse ich es lieber. Die Bilder wurden in vielen Jahren nach und nach gesammelt, mal von Google, mal aus Büchern eingescannt.

Also zurück zum Thema:

Um die Lok tiefer zu legen muss grundsätzlich nicht viel getan werden, da die Getriebedeckel Oberseite als höchster Punkt auf genau der richtigen Höhe liegt. Man könnte also meinen das man nur die Dreiecksstützen der Kunststoffzapfen wegschneiden muss, wobei ein Abreissen der Zapfen dann vorprogrammiert wäre.
Also habe ich erst einmal die Verblendung des Getriebedeckels, auf denen die Drehzapfen angespritzt sind komplett "rasiert"
und gegen ein Messingblech getauscht.
Dieses wird mit mehreren kleinen Schrauben direkt im "echten" Getriebekasten befestigt.
Als neuen Drehzapfen wird auf dem Blech eine Ms Senkschraube gelötet, die dann mit K-Scheibe oder Bundhülse (muss ich sehen was besser funktioniert) in einer Kulisse geführt wird. Da das Fahrwerk im Gegensatz zum Original von Lehmann in der Mitte einknicken soll, muss natürlich für die Führung im hinteren Bereich ein neuer zusätzlicher Drehzapfen her. Zum Testen habe ich dazu erst einmal eine provisorische Gewindehülse gedreht, wenn die Tests erfolgreich waren wird diese gegen einen massiven Messingblock mit Gewinde getauscht.

Eine weitere kleine Änderung betraf das hintere letzte Stück des Rahmens, diesen habe ich Vorbildorientiert bis auf fast Achsunterkante heruntergefeilt.
Das 3mm Blech für den Umlauf werde ich morgen bestellen, dann können die ersten Tests für die Kurvengängigkeit durchgeführt werden.


Eine Frage hätte ich noch:
Kennt jemand von euch eine Quelle für Friedmann Injektoren oder ein kleines Latowski Läutewerk?
Wenn es die Sachen schon als Gussteil gibt könnte ich mir einiges an Arbeit sparen...


Viele Grüße
Georg
BEG Lok I Getriebedeckel (TourTourbahner)

BEG Lok I Fahrwerk (TourTourbahner)

Gelöscht - 13.02.18 11:06
Titel: Re: Bauprojekt Brohltalbahn Lok I
Hallo,
schau mal bei http://www.strauss-modellbahn.de/ das Bauteil 2655. Das ist ein Läutewerk, welches mal nach einer Originalzeichnung entstanden ist. Maße stehen dabei, so dass Du entscheiden kannst, ob es passt. Ich weiß nämlich nicht, was mit "kleines Läutewerk" gemeint ist.
Eventuell müsstest Du den Sockel absägen.

P1120784 (viereka)



cu
Hans-Jürgen
eisenbahn-fleischer - 13.02.18 11:12
Titel: Re: Bauprojekt Brohltalbahn Lok I
..... tja, und "Friedmänner" gibt's hier
http://www.eisenbahn-fleischer.de/index.php/produkte/product/view/8/39

Gruß Wolfgang[/url]
TourTourbahner - 15.02.18 20:00
Titel: Re: Bauprojekt Brohltalbahn Lok I
Guten Abend zusammen,

Heute sind die ersten "Rohteile" vom Metallhändler gekommen.

Jetzt kann man schon einen groben Eindruck von den Dimensionen der Lokomotive erhalten, wobei die Teile natürlich alle auf Übermaß geschnitten wurden.

Kessel und Rauchkammer sind jeweils 5 mm länger, die Zugabe dient zum drehen einer Steckverbindung. Die Bleche wurden von allen krummen Maßen auf die nächsthöheren aufgerundet. (z.b 120 mm statt 118 mm)

Dies dient dazu bei Bedarf ungenaue Schnitte nachbearbeiten zu können.

Das hintere Fahrwerkselement hat mittlerweile seinen neuen "tiefergelegten" Drehzapfen erhalten. Das Spaltmaß zwischen Rahmenblech und Fahrwerk beträgt 2mm.

Jetzt geht es darum, das Fahrwerk zu bauen und zu erproben. Dies wird ein paar Tage in Anspruch nehmen.

Vielen Dank an alle, für die schnellen Quellen der Gussteile, ich werde noch eine Liste zusammenstellen. Zum kleinen Latowski-Läutewerk:

Ich selbst kenne natürlich nicht alle Glockenbauarten die es so gibt, für mich existierten bisher 3 verschiedene Knorr-Läutewerke und das "Latowski-Läutewerk" Auf dem Foto kann man ja klar erkennen, das das auf der Lok verbaute Läutewerk deutlich kleiner als das klassische Latowski ist, aber dem Knorr Läutewerk auch nicht ähnlich sieht. In Ermangelung der nötigen Fachkenntnisse, habe ich die Glocke als "kleines Latowski" getauft.

Es wäre natürlich interessant zu wissen, um welche Glockenbauart es sich hier tatsächlich handelt, damit ich davon vielleicht ein maßstäbliches Modell bauen kann.

Das war es erstmal wieder heute von mir,

Viele Grüße
Georg


BEG Lok I hinterer Drehzapfen (TourTourbahner)



BEG Lok I Rohteile (TourTourbahner)



BEG Lok I Rohteile II (TourTourbahner)

TourTourbahner - 16.03.18 22:40
Titel: Re: Bauprojekt Brohltalbahn Lok I
Guten Abend zusammen!

In den letzten Wochen ist nicht viel passiert an der Lok, da es viel für die Schule zu tun gab.

Trotzdem ging es ein bisschen weiter.
Ich konnte z.b. in einer Pause in der großen Werkstatt meiner Lehrstätte den Kessel drehen. Die Rauchkammer und der Langkessel sind jetzt inklusive der Nuten für die Kesselringe soweit vorbereitet und können jetzt gefräst werden.
BEG Lok I Fahrwerk Fortschritt 16/03/18 (TourTourbahner)



BEG Lok I Kessel / Rauchkammer Fortschritt 16/03/18 (TourTourbahner)

(Hier sieht man schön den leichten Kegel, den ich an die Flanschflächen angedreht habe. Dadurch ist ein spielfreier und konzentrischer Sitz der Flächen gewährleistet.)


BEG Lok I Kessel Fortschritt 16/03/18 (TourTourbahner)


Darüber hinaus war ich am CAD-Programm etwas fleißig und habe die Konstruktion in den wesentlichen Teilen abgeschlossen:
BEG Lok I CAD_schräg hinten Fortschritt 16/03/18 (TourTourbahner)

(Natürlich muss hier noch der restliche Aufbau des Kohlenkastens folgen)
Ich werde in diesem Zusammenhang den frühen Betriebszustand der 30er Jahre darstellen: Bereits mit verkleinertem Kohlenkasten Aufbau und dem Klappfenster, jedoch noch ohne der Kohlenkasten Vergrößerung mit der schrägen Rückwand.

BEG Lok I CAD_schräg vorne Fortschritt 16/03/18 (TourTourbahner)


Die noch fehlenden Teile werden spontan gefertigt.
Hat jemand von euch Tipps, wie ich die Dome inkl. Sattelplatten am besten bauen kann? Der Dom an sich ist ja an der Drehbank schnell gedreht, interessant wird es bei der Sattelplatte und der Verbindung zum Kessel.
Der Schornstein ist so komplex, das er in Messing gegossen wird, Mit einem 3-D gedruckten Urmodell.

Und noch eine Frage: Hat jemand von euch einen alten Stehkessel der LGB-Mallet 2085? Der Durchmesser passt perfekt und so könnte ich den Stehkessel 1:1 von Lehmann übernehmen. Die Quelle "www.modell-land.de" scheint was dieses Teil angeht versiegt zu sein...

Das wäre es schon wieder, vielleicht schaffe ich ein paar Fortschritte in den Ferien.

Viele Grüße
Georg
Flachschieber - 17.03.18 10:26
Titel: Re: Bauprojekt Brohltalbahn Lok I
Hallo Georg,

Zitat:
Hat jemand von euch Tipps, wie ich die Dome inkl. Sattelplatten am besten bauen kann?


Du kannst so gut mit dem CAD umgehen. =>Modellieren und Drucken lassen in PA z.B Shapeways. Da es keine Echtdampflok wird warum dann unbedingt Messing? Den Kamin würde ich auch in PA drucken lassen. Oder wenn Metall dann in Edelstahl/Bronze Mischung auch bei Shapeways. Letztere hab ich verwendet um Details am Kessel meiner Wü T5 drucken zu lassen.

Beispiel Schornsteinkrempe:


Beste Grüße,

Marco
Marcel_Schüler - 17.03.18 11:04
Titel: Re: Bauprojekt Brohltalbahn Lok I
Hey, TourTourbahner.

Danke nochmal das du mich so nett begrüßt hast. Mir blutet ja immer das Herz wenn ich sehe wie ein HSB-Fünfkuppler auseinander genommen wird und für ein Bastelobjekt genutzt wird naja Aber dennoch sehe ich es Positiv. Wer weiss ob du die reset der Lok als ersatzteilspender verkaufst^^ Aber dein Projekt juckt mich ein bisschen an! Die idee ist viel-versprächend. Bin gespannt auf neues Erfreut


LG Marcel aus Berlin
T 20 - 17.03.18 12:15
Titel: Re: Bauprojekt Brohltalbahn Lok I
Georg,
ein sehr attraktives Vorbild, ich bin kein "E -Dampfer " mehr ,aber
das sieht spannend aus und eine echte Abwechslung, bin also gespannt,
wie es weitergeht, Gruß
Tobias
TourTourbahner - 17.03.18 15:41
Titel: Re: Bauprojekt Brohltalbahn Lok I
Hey Marcel,

Zitat:
Mir blutet ja immer das Herz wenn ich sehe wie ein HSB-Fünfkuppler auseinander genommen wird und für ein Bastelobjekt genutzt wird naja Aber dennoch sehe ich es Positiv. Wer weiss ob du die reset der Lok als ersatzteilspender verkaufst^^


Dein Herz darf aufhören zu bluten, denn bei diesem Umbau wurden keine 5-Kuppler verletzt. Sehr glücklich
Ich hatte das große Glück das komplette Fahrwerk bei einem Sonderverkauf von Champex-Linden zu ergattern. Damals für ca. 299€ (glaube ich ?) Nagelneu mit Zylinderblock und Steuerung.
Daher wird es auch keinen Resteverkauf geben, da es zu diesem Fahrwerk keine restliche Lok gibt.

Aber um den Dolch erneut zu erheben, es existiert ein Umbaubericht bei dem ich tatsächlich einen 5-Kuppler komplett zerlegt habe.

Das Projekt dauert noch an da die Gussteile noch in Arbeit sind, aber wenn
der Umbau abgeschlossen ist wird die Lok einem besseren Zustand sein, als ich Sie gekauft habe... Grins

Marco:

Danke für den Tipp. Ja warum Messing?
Wenn ich So darüber nachdenke habe ich eigentlich nicht viele stichhaltige Argumente, die für Messing sprechen, die beiden schwerwiegensten sind aber eben die Lötbarkeit und zusätzliches Gewicht. Am Schluss soll Sie ja Ihrem Vorbild alle Ehre machen und lange Güterzüge die die Zahnrad-Steilstrecke hinauffahren.
Auf der anderen Seite wäre zu überlegen, mit einer Kunsstoff Sattelplatte und aufgestecktem / geklebten Dom aus gedrehtem Messing zu arbeiten. Bevor ich an dieser Stelle angekommen bin, werde ich aber erst einmal das Fahrwerk fertig bauen und das Führerhaus bauen, aus geätztem Messingblech. -> Geätztes Blech bringt die Vorteile mit sich, das Nietbohrungen schon "vorgebohrt" werden können und somit positionsgenau gesetzt werden können und auch Nuten zum Kanten direkt eingearbeitet werden können.

Tobias:
Danke für die motivierenden Worte Grins
Mühsam ernährt sich das Eichhorn, aber irgendwann werde ich dann ein Einzelstück durch den Garten fahren lassen können.

Viele Grüße
Georg
Flachschieber - 17.03.18 17:14
Titel: Re: Bauprojekt Brohltalbahn Lok I
Hallo Georg,

das mit den Domringen und Drehteilen geht auch super mit den gedruckten Übergangsflanschen. Diese unten sind auch für meine T5. Die Dome werden hier in die Domringe gesteckt. Die Ringe sind mit dem Aussenkessel verschraubt. Ist eine saubere Löung und ich komme jederzeit an den Einfüllstutzen für den Innenkessel. Als "Stromer" kann man darunter evt ein Poti verstecken für die Lautstärkeeinstellung des Sounds oder Nachfüllstzten für das Dampföl der Verdampfer etz. .



Beste Grüße,

Marco
Marcel_Schüler - 17.03.18 19:42
Titel: Re: Bauprojekt Brohltalbahn Lok I
@Frukabahner


Hey, bitte sein sie mir nicht böse aber... Wieso solle man sein Projekt nicht in zwei Foren gleichzeitig einstellen? Sie können ja nicht wissen ob er vielleicht mehr Gartenbahner ansprechen möchte! Und als "Propaganda" würde ich es nicht bezeichnen. Außerdem fängt jeder mal an, auch sie!
Marcel_Schüler - 17.03.18 19:45
Titel: Re: Bauprojekt Brohltalbahn Lok I
TourTourbahner hat folgendes geschrieben::
Hey Marcel,

Zitat:
Mir blutet ja immer das Herz wenn ich sehe wie ein HSB-Fünfkuppler auseinander genommen wird und für ein Bastelobjekt genutzt wird naja Aber dennoch sehe ich es Positiv. Wer weiss ob du die reset der Lok als ersatzteilspender verkaufst^^


Dein Herz darf aufhören zu bluten, denn bei diesem Umbau wurden keine 5-Kuppler verletzt. Sehr glücklich
Ich hatte das große Glück das komplette Fahrwerk bei einem Sonderverkauf von Champex-Linden zu ergattern. Damals für ca. 299€ (glaube ich ?) Nagelneu mit Zylinderblock und Steuerung.
Daher wird es auch keinen Resteverkauf geben, da es zu diesem Fahrwerk keine restliche Lok gibt.

Aber um den Dolch erneut zu erheben, es existiert ein Umbaubericht bei dem ich tatsächlich einen 5-Kuppler komplett zerlegt habe.

Das Projekt dauert noch an da die Gussteile noch in Arbeit sind, aber wenn
der Umbau abgeschlossen ist wird die Lok einem besseren Zustand sein, als ich Sie gekauft habe... Grins


Viele Grüße
Georg



Oh gott!!! Ich dachte ich komme nie wieder aus dem verfluchten Krankenhaus raus. Du hast mich gerettet... Bin dir was schuldig Erfreut
TourTourbahner - 18.05.18 08:31
Titel: Re: Bauprojekt Brohltalbahn Lok I
Hallo zusammen,

In letzter Zeit ist aus Zeitgründen nicht wirklich viel passiert am Bauprojekt Lok I.
Vor ein paar Tagen war ich beim Metallhändler und habe für die Lok fast 10 kg Messing Rohmaterial gekauft....
Im Moment baue ich am Fahrwerk weiter, gestern Abend habe ich am PC aber noch 2 Teile erstellt:


BEG Latowski (TourTourbahner)



BEG Lok I Schornstein (TourTourbahner)


Nach viel Sucherei nach einem geeigneten Latowski Läutewerk hatte ich mir gedacht "Selbst ist der Modellbauer" und habe nach verschiedenen Vorbildfotos das Läutewerk entworfen. Abmaße sind 12*10mm (Glocke), dabei habe ich das kleine Latowski Läutewerk von LGB als Vergleich genommen.

Das Läutewerk in dieser doch recht speziellen Form war tatsächlich nicht nur an BEG Lok I verbaut sondern auch auf vielen preußischen Regelspurloks. (T3 und Co) Leider konnte ich nichts genaueres darüber herausfinden, nur das es wohl auch ein originales Latowski mit dem entsprechenden Schriftzug ist.

Wer Interesse an einem Messingguss hat, kann sich gerne per PN melden Grins

Viele Grüße
Georg
TourTourbahner - 29.05.18 21:12
Titel: Re: Bauprojekt Brohltalbahn Lok I
Hallo Buntbahner,

Auch wenn es nicht so schnell voran geht wie ich es mir gerne vorstellen würde,
gibt es doch langsam immer mehr sichtbare Fortschritte.

Das Fahrwerk nimmt Stück für Stück Formen an:

Wenn man das Triebwerk der BEG Lok mit dem Triebwerk der 99 222 vergleicht,
stellt man schnell ein paar Unterschiede fest:

Zwar haben beide Lokomotiven eine Heusinger-Steuerung, jedoch ist der Steuerungsträger bei der Brohltalbahnlok ein ganzes Stück weiter vorne und die Aufhängung der Schwinge auch entsprechend gespiegelt. Die Schieberschubstange ist fast um die Hälfte kürzer und ist auch nur einfach aufgehangen. Dementsprechend sind Treibstange und Schwingenstange länger und auch zierlicher. Weiterhin hat bei der BEG Lok nur die Treibstange eine rot hinterlegte gefräste Nut. Zusätzlich sieht man auf fast allen Fotos Indizien für einen roten Kreuzkopf.

Die Kuppelstangen habe ich zunächst versucht durch feilen zu bearbeiten, jedoch ist der Kunststoff so extrem zäh, das eine spanende Bearbeitung zu einer richtigen Herausforderung wird. (siehe z.b. Kreuzkopf Laufbahn...)
Also habe ich die restlichen Stangen vorsichtig mit einem scharfen Skalpell bearbeitet. Das nicht so schöne Aluminiumsilbern habe ich mit dunklerem Gun-Metal Silbern neu gestrichen, Allerdings nur an mechanisch nicht beanspruchten Teilen. Die Kolbenstange wird in dem Aluminiumsilbern bleiben, denn es sieht immer noch besser aus, als durch mechanische Belastung abgeblätterte Farbe.

Die Kreuzkopf Laufbahn wird sowieso aus Messing neu gebaut und wie die restlichen Messingteile auch matt vernickelt.

Aus Winkelprofilen habe ich Blenden für den Rahmenwasserkasten gefräst, mit entsprechender Führung und Aussparung für den Steuerungsträger. Natürlich werden diese im späteren Verlauf noch Nietimitationen erhalten.
Alles was unterhalb der Messingwinkel als ungenutzer Freiraum übrig blieb, wurde mit massiven Messingblöcken aufgefüllt. Der Zylinderblock wird vollständig neu gebaut, da der Zylinderblock der BEG Lok eine andere Geometrie hat.

Außerdem musste ich durch die Veränderungen an dem Steuerungsträger auch den Schieber ca. 1mm nach aussen holen, damit sich Voreilhebel und Kreuzkopf nicht in die Quere kommen.

Der Zylinderblock wird aus mehreren Teilen zusammengelötet, vielleicht kann ich noch etwas Zylinderdampf unterbringen. Durch die massive Gewichtzuname im Fahrwerksbereich verzichte ich auf Gewichte im Bereich der Zylinderblöcke, damit der vordere Triebwerksbereich nicht im Verhältnis zum hinteren zu schwer wird. (Es kommt ja noch die schwere Pufferbohle dazu)



Das war es erst einmal wieder, der nächste Zwischenbericht folgt.

Viele Grüße
Georg
BEG Lok I Fahrwerk_Wasserkasten (TourTourbahner)



BEG Lok I Kolbenstange (TourTourbahner)



BEG Lok I Kreuzkopf (TourTourbahner)



BEG Lok I Zylinderblock (TourTourbahner)



BEG_Lok_I027 (TourTourbahner)



BEG_Lok_I028 (TourTourbahner)

TourTourbahner - 13.06.18 21:22
Titel: Re: Bauprojekt Brohltalbahn Lok I
Hallo zusammen!

Heute will ich euch mal eine schöne Spielerei vorstellen:
https://youtu.be/QrnXrmDNq_g

Das Latowski Läutewerk habe ich noch ein wenig verfeinert und dann gießen lassen. Ich konnte es mir nicht verkneifen es beweglich zu machen, ich werde es wohl mit einer Excenterscheibe und einem langsam laufenden DC-Motor antreiben.

Die Form ist übrigens ganz bewusst abweichend von dem sonst verbreiteten Latowski Läutewerk, welches auch von Strauss angeboten wird.
Auf den Fotos kann man gut erkennen das das auf der BEG Lok verbaute Läutewerk deutlich kleiner ist und auch eine nicht ganz so schön abgerundete Glocke hat. Ich vermute, dass es sich hierbei um den gleichen Bautyp handelt, wie er auf Lok 30 der Kandertalbahn montiert ist.

Die Feinheiten wurden von der "Regelbauart" (?) aus einer Zeichnung übernommen. Leider musste ich den Schriftzug "Robert Latowski Breslau"
wieder entfernen, da er zu fein für den Messingguss war. Die Seriennummer ging noch so gerade eben. Ist aber nicht schlimm, dann kommt halt ein Ätzschild drauf.

Hier noch 2 Detailfotos:


BEG Lok I Latowski Läutewerk (TourTourbahner)



BEG Lok I Latowski Läutewerk II (TourTourbahner)


Und hier zum Abschluss Mal ein Vergleich zu dem LGB-Pendant, welches auf dem "Elias" (die Kastendampflok) aufgesteckt ist.
BEG Lok I Latowski Läutewerk III (TourTourbahner)



Das war es erst einmal wieder

VG
Georg
Marcel_Schüler - 14.06.18 15:00
Titel: Re: Bauprojekt Brohltalbahn Lok I
Wow Georg lustige und interessante Spielerrein die du da zusammen basltelst!

Freue mich auf weiteres c:
furkabahn - 14.06.18 22:42
Titel: Re: Bauprojekt Brohltalbahn Lok I
Hallo Georg,

da zeigst du jetzt aber Sachen wo das mitlesen so richtig Spass macht! Weiter so!!!!! Als Antrieb kannst du eventuell ein Micro-Servo verwenden, wenn du die End-Anschläge und die Elektronik aus dem Gehäuse wirfst.

Viele Grüße
Joachim
T 20 - 15.06.18 09:14
Titel: Re: Bauprojekt Brohltalbahn Lok I
Georg,
ein tolles Vorbild, welches ich nicht kannte. Eine ebenso interessante
Umsetzung.Sehr schön, gerne verfolge ich den Weiterbau.
Gruß
Tobias
TourTourbahner - 15.06.18 23:28
Titel: Re: Bauprojekt Brohltalbahn Lok I
Hallo zusammen,

Vielen Dank für die lobenden Worte, das motiviert umso mehr über die eigenen Grenzen hinaus zu gehen ! Grins

Ja die Lok soll den Anspruch erheben, so gut wie irgend möglich umgesetzt zu werden. Mal sehen was ich draus mache, aber es bleibt noch viel Luft nach oben.
Wer eine Dampflok kennt, weiß wie viel Spielerei noch kommen kann Winke

Viele Grüße
Georg
Kellerbahner - 17.06.18 10:15
Titel: Re: Bauprojekt Brohltalbahn Lok I
Hallo Georg,

Deinen Bau verfolge ich natürlich auch mit viel Interesse Ausruf

Bewundernswert wie Du verschiedenen Techniken kombinierst und … Deine auführlichen Berichte (Danke dafür) auch gleich mit Filmchen ´würzt´ top.


Nur hier muß ich Dir widersprechen:
Zitat:
In letzter Zeit ist aus Zeitgründen nicht wirklich viel passiert am Bauprojekt Lok I

Zitat:
Auch wenn es nicht so schnell voran geht


Aufzählung Für mich Bauschnecke ist Dein Bautempo sehr wohl rasant Ausruf


Und ich hoffe Du hälst es weiter durch, denn Du hast Dir viel vorgenommen:
Zitat:
die Lok soll den Anspruch erheben, so gut wie irgend möglich umgesetzt zu werden


Und natürlich auch davon gerne mehr:
Zitat:
will ich euch mal eine schöne Spielerei vorstellen



wünscht sich sicher nicht nur der

Kellerbahner
TourTourbahner - 24.04.19 16:52
Titel: Re: Bauprojekt Brohltalbahn Lok I
Hallo Leute!

Lange habt Ihr nix von mir gehört, der Stress in der Ausbildung lies das Projekt ein wenig einschlafen. Aber ich habe natürlich jede Gelegenheit genutzt das Projekt vorwärts zu treiben und habe im "CAD Unterricht" statt langweiliger Klötzchen auch Mal die ein oder anderen Bauteile konstruiert.
Da ich nicht viel Zeit habe und kurz vor den Examen stehe, poste ich einfach Mal weitgehend unkommentiert dieses Bild aus der CAD-Welt:





Zu sehen ist der Kompromiss zwischen einer maßstäblichen Heissdampf Rauchkammer und der Nutzung eines gepulsten Verdampfers.
Die Frischdampf- und Abdampfrohre mit Funkenfänger sind dabei auch gleichzeitig Halter für den hier geplanten ZIMO TR101 Verdampfer.
Natürlich gibt es auch eine ordentliche Rohrwand mit Überhitzer Elementen.

Die Gestaltung der Rauchkammer ist inspiriert von verschiedensten Heissdampf Lokomotiven und mehr oder weniger "Freelance" da es hierzu keine Unterlagen oder brauchbare Dokumente von der Brohltalbahnlok gibt.
Aber zumindest kann man beim öffnen der Rauchkammertüre dann wenigstens ein bisschen was von einer Dampflok sehen. Ich finde es immer schade, wenn die Rauchkammertüre entweder komplett dicht gemacht wird, oder man nur Kabelsalat sehen kann.

Die Rauchkammertüre soll einen komplett funktionierenden Zentralverschluss erhalten, mit welchem man die Türe auch öffnen, schließen und mit Gewinde "dicht spannen" kann. Auch die Vorreiber werden natürlich "funktionierend" umgesetzt.

Das war's Mal wieder, so richtig werde ich mit dem Projekt wahrscheinlich erst wieder im Herbst einsteigen können...
VG
Georg
Marcel_Schüler - 24.04.19 17:50
Titel: Re: Bauprojekt Brohltalbahn Lok I
Klasse endlich geht's in den Projekten die mich intressieren weiter!!!
Sieht klasse aus und hoffe dir macht die Ausbildung dennoch Spaß!

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