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Modellbautechniken - Gedrucktes...nicht aus dem Wurstleger !


viereka - 19.01.18 14:54
Titel: Gedrucktes...nicht aus dem Wurstleger !
Hallo,
hier 2 Fotos von Modellen, die auf ein anderes Druckverfahren als FDM zurückzuführen sind.

P1110921 (viereka)


Bei einem 2. Exemplar dieses Modelles haben wir sogar die Umlaufgeländer drucken lassen.

P1120061 (viereka)



cu
Hans-Jürgen

Vielleicht sollte man beim 3-D-Drucken auch mal auf die noch möglichen anderen Druckverfahren schauen.
Sandbahner - 19.01.18 16:14
Titel: Re: Gedrucktes...nicht aus dem Wurstleger !
Hallo Hans-Jürgen,
wenn du schon ein weiteres Druckverfahren ansprichst, solltest du es vielleicht beim Namen nennen.
Ich tippe mal auf Lasersintern.
https://de.wikipedia.org/wiki/Selektives_Lasersintern
Allerdings dürfte nur bei wenigen so eine Maschine im heimischen Bastelkeller zu finden sein Winke

Weitere Informationen zu Druckverfahren findet man hier:
https://www.rapidobject.com/de/Wissenswertes/3D-Druckverfahren_1173.html



MfG

Ronald

PS:
Konstruktion und Bau der Lok finde ich sehr gelungen!
viereka - 19.01.18 16:36
Titel: Re: Gedrucktes...nicht aus dem Wurstleger !
Hallo Ronald,
Du hast recht, es ist Lasersintern. Die Oberfläche bei diesem Verfahren ist zwar auch nicht ganz glatt, aber es wird mittlerweile immer besser. Gerade erst habe ich eine etwas größere Lok drucken lassen. Dann einmal Spritzspachtel drüber und nach dem Trocknen mit 340iger Sandpapier leicht "abgerieben". Glatt wie ein Kinderpopo. Das Führerhaus einer Dampflok ist von sich aus schon ohne Bearbeitung nutzbar.
Klar muss man dafür einen Dienstleister in Anspruch nehmen.
Jetzt höre ich schon die Schreie, wie teuer die doch sind... Nun, man muss ja nicht den Teuren nehmen, wir haben schon Preisunterschiede beim gleichen Bauteil vom Faktor 1,75 ausmachen können.
Nur!
Wenn ich lese, was die Besitzer von "Wurstlegern" alles so veranstalten, damit das Ding erstmal läuft, damit die Parameter richtig werden usw. usf. und "rechne" das auch mit in die Herstellung des Bauteile ein, dann kommt es auch nicht viel preiswerter.
Allerdings möchten die Leutchen wohl den Spaß am Fummeln mit dem Drucker haben. Es sei ihnen gegönnt.
Dazu habe ich aber keinen Bock.
Also Zeichnen und das eigentliche Drucken möge bitte jemand für mich übernehmen, der etwas davon versteht und nicht ein Teil x-mal drucken muss, bis es verwendbar ist.
Abgesehen davon, dass bestimmte Bauteile nicht mit solchen Druckern auf Grund der feinen Details gedruckt werden können.
Damit wir uns richtig verstehen. Man sollte neben den FDM Verfahren auch andere Technologien des 3-D-Druckes im Auge behalten
cu
Hans-Jürgen

PS
hat schon jemand der geneigten Leserschaft gemerkt, dass die untere Lok ein 750 mm Vorbild hat.?? Aber keine Sorge, es ist alles 1:22,5 konstruiert, der Rahmen war breit genug für ein 45 mm Fahrwerk.
animus - 19.01.18 17:18
Titel: Re: Gedrucktes...nicht aus dem Wurstleger !
Hallo,

Ich habe das Modell im Spur G - Blog glaube ich schonmal gesehen. Ich finde es richtig klasse! So eine gute Detailauflösung schafft man natürlich prinzipbedingt nur mit dem angesprochen Lasersintern oder ähnlichem.

Im Vergleich zu Kleinserien ist der Preis für die Teile bei Druckdienstleistern meiner Meinung nach völlig in Ordnung (Die Maschinen dafür kosten ja sicherlich auch einen 5-6 stelligen Betrag).

Edit: was mich noch Interessieren würde: Weißt du, wie die „Glasscheiben“ hergestellt wurden?

Grüße

Toni
viereka - 19.01.18 22:05
Titel: Re: Gedrucktes...nicht aus dem Wurstleger !
Hallo Toni,
die Scheiben sind nicht gedruckt Sehr glücklich, obwohl ich das damals probieren wollte. Aber der eventuelle Scheibendruck war gegenüber dem Lasern von Plexiglas dermaßen höher im Preis, so dass ich gepasst habe.
cu
Hans-Jürgen
Jens - 20.01.18 09:16
Titel: Re: Gedrucktes...nicht aus dem Wurstleger !
Hallo Hans Jürgen

Mit welcher Software konstruierst du Deine Modelle. Die Lok sieht super aus.

Viel Spaß beim Bauen

Wünscht
Jens
viereka - 20.01.18 11:05
Titel: Re: Gedrucktes...nicht aus dem Wurstleger !
Jens hat folgendes geschrieben::
Hallo Hans Jürgen

Mit welcher Software konstruierst du Deine Modelle. Die Lok sieht super aus.

Viel Spaß beim Bauen

Wünscht
Jens


Hallo Jens,
ich kam vor vielen Jahren Geschockt Geschockt über ein Mitglied dieses Forums mit dem Programm Inventor von Autodesk in Berührung. (ich glaube das war 2005).
Glücklicherweise konnte ich durch meinen Beruf die nachfolgenden Studenten/Lehrerversionen dieses Programmes erwerben.
Einen Lehrgang habe ich nie gemacht, für solche Weiterbildung von Lehrern hat das Land kein Geld. Leider habe ich trotz Kämpfen es auch nicht geschafft, dass bei Fachoberschulen Metalltechnik/Elektrotechnik in Informatik mal soetwas als Projekt gemacht wurde. Man unterrichtete lieber Zeichnen mit Bleistift und Lineal und nur wenige Wochen mit Auto-CAD LT.
Soviel nur zum Schulsystem.
Besonders beeindruckt war/bin ich von einem CAD-Forum. Dort schreiben die CAD Fachleute von Firmen, Universitäten usw. Immer wenn ich als klitzekleines Licht eine Frage hatte, konnte ich innerhalb weniger Stunden mit einer fundierten Antwort rechnen und ich habe nie irgendwelche Überheblichkeit gemerkt, obwohl ich wohl manche Dinge nicht nur umständlich, sondern superumständlich gemacht habe. Dumm angemacht wurde ich nie!
Hier noch ein Bild von Blenden, die nach diesem Verfahren gedruckt wurden.

DrehgestellblendenT44 (viereka)


Die Blenden wurden zunächst mit einem hochwertigen FDM_Drucker versucht. Bei den Haltern für die Federn fing er an Mist zu machen. Hier hätte etwas druckerfreundlich umgezeichnet werden müssen. Also Zeitaufwand, neue Versuche.... dazu hatte ich keine Lust, also Dienstleister und der weiß was er machen muss und hat sofort Erfolg. Natürlich muss ich das Wissen dann auch bezahlen! Ich meine (müsste nachsehen) die Blende um die 10 Euro.
cu
Hans-Jürgen

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