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Modellbautechniken - Schilder per Aufkleber


WRR6/6 - 15.12.16 18:09
Titel: Schilder per Aufkleber
Bei meinem Beitrag Säuretopfwagen zum 2ten hatte ich darum gebeten mir Hinweise zur endgültigen Produktion der Güterwagenschilder zu geben.
Kein Tipp. Wahrscheinlich für die Profis eine alltägliche, nicht erwähnenswerte Kleinigkeit oder ein alter Hut.
Also selbst ist der Mann, hier dokumentiert, da vielleicht doch für machen Novizen interessant.
Klar war: Auf einem Tintenstrahldrucker auf Etiketten oder ähnlichem Selbstklebematerial ausprinten, auf 1mm starkem schwarzen Polystyrol aufkleben und dann ausschneiden.
Hier das Ergebnis:

Schilder per Aufkleber (WRR6/6)


links auf glänzender Folie; mitte auf normalem Etikettenpapier ausgedruckt, danach mit durchsichtigem Klebeband als Witterungsschutz überklebt; rechts wie zuvor aber mit durchsichtigem Sprühlack abgedeckt.
Alle drei Möglichkeiten haben ihre Nachteile:
Die selbstklebende glänzende Folie neigt zu Blasenbildung, die mühsam mit einer Nadel weggestochen werden müssen.
Das durchsichtige Klebeband changiert und sieht daher fleckig aus.
Mein Sprühlack wirkte stumpf und neigt generell dazu kleinste Staubpartikel (gerade auf schwarzem Hintergrund) einzuschließen und sichtbar zu machen.
Ich habe mich für die glänzende Folie entschlossen, bin aber offen für Hinweise für die nächste Bastelei.

Anmerkung: Das Uetikonschild habe ich etwas kleiner gemacht verglichen mit der BORN-Vorlage, um die Gitterstruktur des Güterwagens besser sichtbar zu machen, und die Wagenbezeichnung ist natürlich Phantasie, da es im Gegensatz zum SBB-Vorbild nie einen RhB-Säuretopfwagen gegeben hat, das gilt natürlich auch für den Güterwagentyp. Ich habe hier Sw gewählt für Säuretopfwagen oder Spezialwagen.

Frohe Weihnachten, Wolf
WRR6/6 - 15.12.16 18:29
Titel: Re: Schilder per Aufkleber
Noch eine zusätzliche Anmerkung:

Die Schilder wurden nicht mit einem speziellen Grafikprogramm erstellt, sondern mit dem einfachen Draw-Programm von Open bzw. Libre Office.
Dabei werden die Standard-Striche des (Zettelkasten-) Netzes, wie auch von anderer Seite oft moniert, zu dünn.
Lösung: Das Netzwerk einfach mit Parallelen selbst zeichnen.
Dann klappt's.
folkwang - 17.12.16 12:49
Titel: Re: Schilder per Aufkleber
Hallo Wolf,
gut gelungen - mir gefällts.
Schilder mit dem Laserdrucker habe ich auch schon angefertigt.
furkabahn - 17.12.16 16:00
Titel: Re: Schilder per Aufkleber
Hallo zusammen,

mit dem Laserdrucker geht es halbwegs, aber mit dem Tintenstrahler sollte man bei Freilandbebetrieb auf jeden Fall die Finger davon lassen, das ist unter Witterungseinfluss recht kurzlebig.
Selbst bei hochwertigem Laserdruck werde ich meine Stationstafeln von Fiesch spätentens alle drei Jahre neu kleben dürfen, da diese grössere rote Flächen aufweisen und tagsüber voll der Sonne ausgesetzt sind.

Die Zettelkästen zu drucken mag in 1:160 noch ok sein, aber in größeren Massstäben ist das optisch völlig daneben. Wer da die Kosten eines Ätzbausatzes scheut kann sich auch mit Fliegengitter und Kunstprofilen helfen. Auch bekommt man diese Teile oft auch einzeln als Kunstoffspritzteile von Serienmodellen.

Viele Grüße
Joachim
WRR6/6 - 22.12.16 14:59
Titel: Re: Schilder per Aufkleber
Hallo Joachim,

wahrscheinlich hast Du recht. Auch ich habe beim Versuch einen LGB-LCE in einen LINT-Triebwagen umzufunktionieren die Erfahrung gemacht, dass gerade Rot- und Gelbtöne von Tintenstrahldruckern sehr schnell ausbleichen.
Aber vielleicht habe ich Glück, da ich keine Außenanlage habe und bei meinen Schildern Schwarz und Weiß überwiegt
Warten wir's ab.

Gruß Wolf

P.S.: Wenn es sich anbietet, verwende ich natürlich auch LGB-Ersatzteil-Zettelkästen z.B. bei meinem "ächten" Gk 5269. Aber hier bei meinem Säuretopfwagen habe ich mich eher an den Schildern der zweiachsigen LGB-Kesselwagen orientiert.
MvM - 26.12.16 19:00
Titel: Re: Schilder per Aufkleber
Hallo Wolf,
erst jetzt sehe ich den Beitrag zum Säuretopfwagen.
Das Modell gefällt mir sehr, aber die Schilder wollen nicht so recht dazu passen. Aufgrund des Bremserhäuschens gehe ich davon aus, dass es sich um ein Vorkriegsmodell handelt, oder?
Als Grafiker würde ich eine historischere Schrift dazu empfehlen, nicht so etwas modernes. Das wirkt gleich ganz anders.

Bei Peter Wiegel findet sich einige an alten Schriften, die man verwenden könnte:
http://www.peter-wiegel.de/Fonts/index.html

Vorstellen könnte ich mir beispielsweise diese hier:

http://www.peter-wiegel.de/BerlinEmail.html oder
http://www.peter-wiegel.de/FetteMikado.html oder
http://www.peter-wiegel.de/PreussischeVI9.html oder
http://www.peter-wiegel.de/RonaldsonGothic.html.

Viele Grüße
Martin
haucki - 17.05.17 17:42
Titel: Re: Schilder per Aufkleber
Hallo zusammen,

für Signal-Schilder, Hektometerschilder, Bahnhofsbeschriftungen usw. im Freilandbetrieb setze ich mittlerweile auf folgende Vorgehensweise:

Ausdrucken auf Lasersdrucker, dann einlaminieren in Laminierfolie, die auf der Rückseite selbstklebend ist, ausschneiden und aufkleben auf 1 mm starke Polystyrol-Platte. Und dann die Schilder in Hochglanz-Flüssiggummi (gibt's z.B. beim Conrad) kurz eintauchen, eine Stunde trocknen lassen und den Vorgang wiederholen. Natürlich dabei die Schilder drehen, so dass kein Verlaufen stattfindet, angetrocknet ist der Gummi aber bereits nach 2-3 min.

So gefertigte Schilder habe ich jetzt seit 3 Jahren durchgehend auf der Anlage, und sie sehen noch wie am ersten Tag aus.



Grüße Chris
gerd23029 - 17.05.17 21:36
Titel: Re: Schilder per Aufkleber
Hallo!
Ich habe mit Aircolor ACT Technik Decals für Tintenstrahldrucker einige Beschriftungen selber erstellt. Um das ganze wasserfest zu bekommen habe ich es mit Plastik 70 von der Kontakt-Chemie (Elektronik Isolierspray) überzogen.
Ergebnis:

Mit der Plastik70 Beschichtung hält die Beschriftung die Reinigungschemikalien besser aus wie die Acryllackierung. Erst eine 2K Schicht machte den Wagen "reinigungsmittelfest".
Sehr empfehlen kann ich auch http://www.hartmann-original.de/ . Bei Ihm bekommt man alle Wunschbeschriftungen. Grunddaten des Fahrzeugs reichen zum kompletten Beschriftungssatz.
Gruß Gerd

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