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Anlagenbau & Zubehör - Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn


Hydrostat - 06.08.12 22:28
Titel: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo liebe Forumanden und -innen,

bevor es an die geplanten Module nach Motiven der Plettenberger Kleinbahn geht, wollte ich anhand eines Übungsmoduls zunächst herausfinden, was sich mit meinen Mitteln realisieren lässt. (Mehr zum Thema Üben hier und hier). Das Modul ist nicht fertig und weist einige Unzulänglichkeiten auf (dazu später mehr), ich möchte es aber trotzdem hier mal vorstellen. Beim Modulbau habe ich mich an die Vorgaben der IG Spur II gehalten. Darzustellende Situation ist ein fiktiver Gleisanschluss, wie es ihn auch in Plettenberg gegeben haben könnte.

Bevor ich den Bau der Reihe nach vorstelle, erstmal ein paar Eindrücke und Details:





















































Man möge mir die kleine Urkundenfälschung nachsehen:



Schönen Gruß
Volker
Frédéric - 06.08.12 22:31
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Whow - sind die Abflussgitter selbstgefertigt? Tolle Details auf jeden Fall! Chapeau!
Botanikus - 07.08.12 06:47
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,
das ganze heißt bei dir Übungsmoduls.Überrascht
Vom Gullydeckel bis zum Pflasterung ist dein
Übungsmoduls aller erste Sahne. Große Zustimmung
mfg
Herbert
Helmut Schmidt - 07.08.12 08:46
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker, sehr schön jetzt freue ich mich auch auf deinen Baubericht.
eXact Modellbau - 07.08.12 10:22
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Wow! Das ist echt verblüffend! Applaus
Marcel - 07.08.12 12:25
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Volker, dein "Uebungsmodul" hast du toll gebaut!

Die vielen unterschiedlichen Nuancen und die feinen Details zeigen, dass du das Gespür und das Auge für die kleinen Dinge hast, welche ein Modell weit über den Durchschnitt heben. Weiter so ... Winke

Beste Grüsse Marcel
Hydrostat - 07.08.12 14:29
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

vielen Dank für Euer Interesse!

Frédéric hat folgendes geschrieben::
Whow - sind die Abflussgitter selbstgefertigt?

Ja, alle. Ich bitte aber um etwas Geduld; davon berichte ich später im Detail. Also der Reihe nach:

Erster Schritt war der Bau eines gleichermaßen verwindungssteifen wie leichten Grundrahmens 127x57cm aus 10mm starkem Birkensperrholz, das ich mir im Baumarkt habe zusägen lassen. Die Seitenwände haben eine Höhe von 100mm, die inneren Streben von 50mm. Deren Ausklinkungen wurden dann mit der Laubsäge hergestellt. Alle Teile sind verleimt und der innere Gitterrahmen zusätzlich mit dem Außenrahmen und dieser in sich verschraubt, ist zwar doppelt gemoppelt, aber eine Alternative zum ansonsten notwendigen Pressen der Leimstellen.

Bei den Modulübergängen habe ich mich an die Vorgaben der IG Spur II gehalten.





In den fertigen Rahmen wurde eine Hartschaumplatte mit 50mm Stärke eingeleimt, die den weiteren Aufbau trägt. Im oberen Bild sieht man also die Modulunterseite.

Hier sind bereits einige Gleise inklusive einer vorab im Selbstbau entstandenen eingepflasterten Y-Weiche probeweise aufgelegt. Die Y-Weiche war das Ergebnis meiner (schon etwas zurückliegenden) Überlegungen, ob man aus einer R1-LGB-Weiche nichts Brauchbares herstellen kann - und dabei lediglich Radien aufbiegen und ein Herzstück anfertigen muss. Man kann, wenn man mit dem Messington und den völlig falschen Dimensionen gut leben kann (leider habe ich keinerlei Aufnahmen vom Bau, da ich seinerzeit noch nicht an etwas wie einen Forenbeitrag gedacht habe): Für mich ist das etwas, was ich bei anderen Projekten so nicht mehr mache. Dafür laufen hier auch Playmobil-Fahrzeuge drüber Sehr glücklich.








Nachdem der komplexe Gleisplan und dessen Positionierung auf der Fläche feststand, konnte es mit der Montage losgehen: die Gleise sind mit Heißkleber auf der Hartschaumplatte befestigt, die flächige Weichenplatte (Sperrholz) mit Weißleim. Achtung: lange Trockenzeit, da die Hartschaumplatte keine Feuchtigkeit durchlässt. Die "Rillenschienen" entstanden aus zusätzlichen Winkelprofilen (ca. 4x4x1mm), die ich aus Kabelschächten gewonnen habe. Dazu habe ich mit einem Cutter längs eines angelegten Distanzstückes entsprechender Breite geschnitten. Die Rillenweite von hier (viel zu großen) 3mm ließ sich bei der Montage problemlos durch ein während des Klebens eingelegtes Holzprofil einhalten. Auf den folgenden Bildern kann man erkennen, wie die Teile zueinander gehören, mit Heißkleber montiert und während der Montage mit Wäscheklammern fixiert sind.








Da das Ganze ja im Straßenplanum stattfindet, schadet es nicht, sich ein wenig mit dem Straßenbau beim Vorbild zu beschäftigen. So kann man dann beispielsweise vorab schon die Lage von Randsteinen, Rinnenpflasterung, Straßeneinläufen, Schienenentwässerungen, Revisionsschächten und erforderliche Oberflächenneigungen (Straßenquerschnitt) bestimmen - und ermitteln, was man noch so alles braucht, bevor man zum Straßenarbeiter wird. Nach Fertigstellung der Gleisanlage wurden zunächst die Bordsteine mit den Straßeneinläufen montiert, die tatsächlich auch ein Stück nach unten in die Platte führen (das Wasser muss ja irgendwo hin). Erstere habe ich aus Abfallstücken der Hartschaumplatte geschnitten und geschliffen, letztere sind aus Pappe zugeschnitten (wie auch die zugehörigen Deckel; dazu später mehr). Dann geht es an's Gipsen. Da ich mit einer sehr flüssigen Mischung arbeite, müssen die Stellen, die nicht durch Bordsteine oder Schienen begrenzt sind, durch entsprechende Barrieren (am Modulrand z.B. die glatte Seite einer Siebdruckplatte) abgedichtet werden. So erhält man nebenbei noch eine messerscharfe (aber nur gipsharte) Modulkante. Zur Herstellung von Straßenwölbungen darf der Gips natürlich nicht zu flüssig sein, so dass man ihn auch noch mit dem Spachtel modellieren kann - aber bitte nicht zu sehr. Die auf dem dritten Bild zu sehende Oberflächengüte ist vollkommen ausreichend.











Auf dem folgenden Bild sind meine Pflasterwerkzeuge zu sehen. Da ist zunächst mal ein aus Messingresten zusammengelöteter Stempel mit Pflastersteinform (ja, der muss so bescheiden verlötet sein, dann geht man auch nicht so grob damit um). Den Stempel drücke ich in den gerade abbindenden Gips; das ist eine Gefühlssache, die ich gar nicht erst zu beschreiben versuche. Manchmal bleibt eine Ecke oder auch ein ganzer Stein hängen. Genau das gibt dann aber das Bild einer verschlissenen Pflasterstraße. Ich lasse mich dabei übrigens selbst überraschen und steuere nur gegen, wenn die Sache aus dem Ruder läuft oder an einer Stelle unglaubwürdig ist. Ansonsten gilt, dass der Stempel ständig in klarem Wasser ausgespült werden muss, da sich sonst schnell Gips ansetzt. Hat der Gips dann abgebunden, ritze ich im noch feuchten Zustand die Rillen mit Nadel und/oder Schraubenzieher nach. Dann beginnt eine langwierige Behandlung bis zur endgültigen Trocknung, bei der das Pflaster wechselweise mit Nadel und einem nicht zu harten Borstenpinsel mit viel Gefühl - und manchmal auch etwas Wasser - bearbeitet wird. Dabei entseht die typische Rundung des Pflasters sowei die gewünschte Rillentiefe von ca. 2mm. Es versteht sich wohl von selbst, dass man damit immer nur Abschnitte von höchstens 30x30cm herstellen kann, wenn man nicht vollständig auf Schlaf und andere lebenserhaltende Maßnahmen zu verzichten in der Lage ist.








Irgendwann sieht das dann möglicherweise so aus, wenn man sich noch vorab überlegt, wo sich Steine z.B. typischerweise senken oder aufwerfen. Ein Blick auf Vorbildfotos oder die Straße um die Ecke schadet auch hier nicht.








Was der Straße noch so alles widerfahren ist, seht Ihr im nächsten Teil.

Schönen Gruß
Volker
fspg2 - 08.08.12 21:28
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

es freut mich, dass Du mit viel Ausdauer zu einem überzeugenden Ergebnis kommst... und dass Du es hier Schritt für Schritt zeigst Winke

Zu den Gullideckeln noch eine kleine Bemerkung. Als ich meine Gullideckel baute hatte ich in meiner Umgebung ein paar Vorbilder gesucht. Dabei war die Ausrichtung der Rippen immer quer zur Fahrtrichtung. Die Erklärung gab mir ein Mitarbeiter einer Straßenmeisterei: "Die Fahrradfahrer könnten bei parallelem Einbau in die Lücken geraten!"

In Tschechien fand ich dann aber auch einen anderen Deckel:


Gulli_Lito-3 (fspg2)

Hydrostat - 08.08.12 22:40
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Frithjof,

im Prinzip hast Du Recht. Aber keine Regel ohne Ausnahmen. In unserer Straße findet sich z.B. dieser bis (nur geschätzt) in die späten 60er Jahre verbaute Regenwassereinlauf: Rillen parallel zum Bordstein. Und der lässt sich auch nicht anders einsetzen. Das ist künftig mein Modell der Wahl.





Vielleicht ist die Rillenrichtungsregelung eine neuere Erfindung. Heute sieht man fast ausnahmslos quergerillte Abflüsse der neueren Bauarten (wie auch in meinem Eingangsposting zu sehen), die m. E. für die 60er Jahre aber nicht passen. Kennt sich vielleicht hier jemand damit aus?

Du hast aber insofern Recht, als ich mich seinerzeit (beim Bau der Weiche inklusive der Abflüsse) noch nicht mit dem Gullithema befasst hatte und die Ausführung dieser beiden Abflüsse zu wünschen übrig lässt.

Da die Abwasserabfuhrproblematik offensichtlich auf größeres Interesse stößt, versuche ich im nächsten Teil etwas dazu zu schreiben. Aber erst, wenn die Straße lackiert ist Winke.

Schönen Gruß
Volker
Botanikus - 09.08.12 07:46
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,
die Gullydeckel mir parallel Rillen sind in Wiesbaden keine Ausnahmen.
Für mich als Radfahrer immer ein Ärgernis wenn ich von Mainz kommend
in den Taunus fahre.Ärger
Direkt in Wi.Schierstein geht es los mit dem vermaledeiten Deckel da heißt es aufpassen mit den Fahrradreifen.Teuflische Idee
mfg
Herbert
Mattiacus - 09.08.12 19:40
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

das ist wirklich großes Kino, was Du da baust und uns vorführst – und das als «Übungsmodul»!?!? Geschockt

Bin wie viele andere BBFler ebenso brennend an weiteren Berichten vom Fortschritt des «Übungsmoduls» interessiert. Vielleicht solltest Du einmal das Ganze ins rechte Licht rücken, sprich Ausstellung. Da würden sich u.a. die 2. Wiesbadener Modellbahntage anbieten, die am 3. + 4. November 2012 in den Rhein-Main-Hallen stattfinden im Zuge der Kreativ World Messe (1.-4. November 2012). Bei Interesse bitte kurze PN.

Höllische Grüße Grinseteufel
Horst
Hydrostat - 10.08.12 00:13
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

bevor es jetzt mit dem Straßenbau weitergeht, erstmal herzlichen Dank an Frédéric, Botanikus, Helmut , Larry, Marcel, Frithjof und Horst für Eure freundlichen Worte und das Feedback.

Ja Horst, Übungsmodul passt schon. Ich gräme mich schon ziemlich wegen der verbauten Schienen.

Im letzten Teil (war doch auch der erste?) haben wir die Oberflächengestaltung der Straße abgeschlossen. Die konnte in der Zwischenzeit komplett durchtrocknen, so dass wir nun den Gipsern und Kalkern Lebewohl sagen und die Maler ins Haus lassen können.

Dazu gehen wir nochmal einen kleinen Schritt zurück: Vor dem Eingipsen der Straße müssen natürlich auch alle anschließenden oder umschlossenen Elemente montiert sein. Die Randsteine sind deutlich höher als später sichtbar. Abgesehen von der notwendigen Schichtdicke für den Gips bietet das auch die Möglichkeit, die Rinnen mit Gefälle zu den Einläufen hin anzulegen, die jeweils den tiefsten Punkt bilden. Das kann man ja vorher leicht festlegen. Das ist auch der Zeitpunkt, zu dem man den späteren Gesamteindruck des Straßenzustands mitbestimmt. Bei alten, stark oder sehr lange Zeit befahrenen Straßen setzen sich auch die Rinnsteine ungleichmäßig oder haben stellenweise abgeschlagene Kanten.








Für den Erstanstrich verwende ich Abtönfarbe, zum Aufhellen jedoch ausschließlich Deckweiß. Normale Wandfarbe eignet sich dazu aus verschiedenen Gründen nicht, vor allem aber aufgrund der m. E. viel zu geringen Pigmentierung. Die Farbe darf nicht zu dickflüssig sein, damit sie auch in die Poren des Hartschaums einfließen kann. Hierbei hilft auch ein Tropfen Spüli - und wiederholtes Nachpinseln, bis nichts mehr grün durchschimmert.

Wie bereits angedeutet, besitzen die Abflüsse tatsächlich entsprechende Vertiefungen in der Hartschaumplatte, deren "Ende" später nicht zu sehen ist und die auch gleich schwarz gestrichen werden. Das kann man auf dem folgenden Bild leider eher nicht erkennen Augenrollen, ich habe aber kein besseres. Mir ging es darum, dass die Gullis nicht "aufgesetzt" wirken, sondern eine Tiefenwirkung bekommen.








Die Bemalung muss nach dem Gipsen wiederholt werden, da die Bordsteine nun eher weiß gesprenkelt sind. Hier (beim oberen Bild) gefiel mir ein beim Schneiden zufällig entstandener Oberflächenschaden, den man mit etwas Glück heute noch als Panzerkettenspuren aus der Kriegszeit in alten Straßenzügen finden kann.

Und jetzt ein kleiner Exkurs zu den Gulli- oder Pappedeckeln. Dazu habe ich mir maßstäbliche Zeichnungen angelegt, sie auf selbstklebendem Papier ausgedruckt, das Ganze auf 2mm starke Graupappe geklebt und mit dem Cutter und einem feinen Schraubenzieher als Stechwerkzeug ausgeschnitten. (Die feinen Linien auf den rechteckigen und dem runden Gullideckel sind aus ca. 0,5mm starker Pappe entstanden).

Die Rahmen sind auf gewölbte "Abflussteine" (dem Vorbild lediglich nachempfunden) aus 0,5er Pappe aufgeklebt, die wiederum in Röhren (alte Tuschestifthalter vom Flohmarkt) münden. Verklebt und getränkt mit Sekundenkleber, wie hier im Forum an verschiedenen Stellen sehr gut erklärt. Die Farbe ist ein Altbestand aus meiner HO-Zeit in den 80er Jahren. "Railroad Colors" von Floquil: Hoch pigmentiert und xylolhaltig. Die sind heute bestimmt auf dem Index. Solche Arbeiten führe ich dann doch unter der Abzugshaube durch. Hier mal am Beispiel der neueren Gullibauform zu sehen:











Mittlerweile habe ich auch mal Ätzteile machen lassen, da man bei komplexen Strukturen wie Mustern mit der Papiermethode an seine Grenzen stößt (ich zumindest an meine). Bei den einfachen Formen gefallen mir die Papiermodelle wegen der unregelmäßigen Oberfläche aber besser, die sich in der Ätztechnik so nicht umsetzen lässt. Und bitte nicht vergessen, dass das die Rohmodelle sind, die ja noch farblich und z.T. mit Feile und Sandpapier weiterbearbeitet werden.














Die Rillenschienenentwässerungen entstanden mit Hilfe eines Lochers, mit dem ich mir erst ein Loch gestanzt, dann um das Loch herum ausgeschnitten, aus Fliegengaze ein Gitter ausgestanzt und das Ganze dann mit dem Stanzrest ineinander verklebt habe.





Zurück auf die Straße:

Zuerst habe ich die vorher rostfarben lackierten Rillenschienen (es geht auch ein knalliges Orange) mit einem Gemisch aus Farbe, Gips und Ponal ausgestrichen und so die sichtbare Kante zwischen Kunstdtoffprofil und Schiene verspachtelt und der Rille eine homogene Form gegeben.





Dann kann es mit dem Einfärben der Straße losgehen. Da ich ein Basaltpflaster darstellen wollte, habe ich dem Grauton noch blaue Wasserfarbe (einfach die Brocken aus dem Förmchen meißeln) untergemischt. Davon sollte man sich tunlichst die gesamte benötigte Menge anmischen, sonst wird's bei späteren Ansatzstellen schwierig. Die Farbe muss deckend, aber dünnflüssig genug sein, dass sie in den Gips einzieht und keine Details verdeckt.








Wenn alles getrocknet ist, werden die Fugen eingesandet. Dazu habe ich feinen und feinsten Melaphyrbruch und -staub aus dem Steinbruch meines Vertrauens verwendet.








In die Fugen, teilweise auch über die Steine, lasse ich dann Ponalwasser laufen.





Dabei entsteht ein sehr interessantes Bild von abtrocknendem Pflaster, das ich mir für später mal merke; hier war's nicht gewollt.





Das Finish erfolgt dann mit pigmentfeinem Schiefermehl, diversen Körnungen des Melaphyrs und Wasserfarben. Die Bordsteine sind zuletzt mit Borstenpinsel und fast trockenem Deckweiß überbürstet.


Nächstes Mal geht's dann mit den Gehwegplatten weiter.


Tschüß
Volker
Rollwagen - 10.08.12 00:43
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

eine wirklich schöne Arbeit mit viel Liebe zum Detail und vorallem auch Geduld!

Hydrostat hat folgendes geschrieben::
Ich gräme mich schon ziemlich wegen der verbauten Schienen.


Durch die Rillenschienen kommt das Profil ja nicht allzu sehr durch, zumal das Gesamtbild sehr gut ist! Außerdem kann man sich ja mit der Nähe zum Profil Ri59 oder R65 trösten. Winke

Gruß

Martin
Botanikus - 10.08.12 07:23
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,
ein dickes Kompliment. top top
mfg
Herbert
Hydrostat - 10.08.12 08:51
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Noch ein kleiner Nachtrag zu den Gullideckeln:


Die von Frithjof gemeinten Gullis sind die beiden im Beriech der Zungenspitze platzierten Exemplare. Abgesehen davon, dass sie vorbildlos sind, sind sie auch zu grob und ungleichmäßig ausgefallen. Das hat einen einfachen Grund: Ich habe da noch zu sehr im falschen Material - nämlich Messing und damit additiver Bauweise - gedacht und alles aus Papp-Einzelteilen zusammengeklebt.








Die Umrandung des runden Gullis stammt übrigens als Kunststoffteil aus der Tülle (?) eines 3-Liter-Saftkartons.




Rollwagen hat folgendes geschrieben::
Durch die Rillenschienen kommt das Profil ja nicht allzu sehr durch, zumal das Gesamtbild sehr gut ist! Außerdem kann man sich ja mit der Nähe zum Profil Ri59 oder R65 trösten.



Naja, nicht wirklich ... Aber Gleisanlagen sind eh ein (geplantes) Thema für sich. Gibt's eigentlich jemanden, der "II pur Winke " baut?




Schönen Gruß
Volker
Kellerbahner - 10.08.12 20:53
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

es ist ja schon alles geschrieben von:

Zitat:
Frédéric, Botanikus, Helmut , Larry, Marcel, Frithjof und Horst
Winke Winke Winke

Bleibt mir diesbezüglich nur die Wiederholung meines Kommentars zu Deinen Kuppelstangen:

Zitat:
... was für ein[em] Einstand ...

Eine schöne Segmentanlage der Plettenberger Kleinbahn kenne ich bis jetzt nur in Spur 0 und bin deshalb auf Deine Umsetzung schon gespannt.


und nach diesem "Übungsmodul" Geschockt der Plettenberger Kleinbahn bin ich jetzt natürlich auf das "richtige" von Dir noch mehr gespannt. Cool Cool Cool

Gruß vom

Kellerbahner
Erzwegler - 10.08.12 23:21
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,
bei Deiner Arbeit kann man richtig neidisch werden. Aber wegen der Panzerkettenspuren musst Du Dir keine Gedanken machen. Noch in den 1980er Jahren sind die Amerikaner zu Hauf mit ihren Panzern durch die Lande gerumpelt. Wenn einer dem Bordstein zu nahe kam, gab es trotz der Gummiplatten auf der Kette schöne tiefe Rillen durch den am Rand frei liegenden Stahl. Und drei Jahrzehnte hält so ein Bordstein dann immer noch.
Viele Grüße
Werner
HSBAchim - 12.08.12 20:07
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

dann oute ich mich auch mal als begeisterter Leser deines Bauberichts. Klasse, was du da mit einfachen Mitteln so zauberst. Ich freue mich auf eine Fortsetzung. ja
Hydrostat - 16.08.12 18:08
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

heute geht's weiter.

Aber erst mal vielen Dank an Rollwagen, Botanikus, Kellerbahner, Erzwegler und HSB-Achim für Eure Posts. Ich freue mich sehr, dass meine Arbeit Interesse findet!

Erzwegler hat folgendes geschrieben::
bei Deiner Arbeit kann man richtig neidisch werden.

Nein, bitte nicht! Wir sind hier doch nicht in der freien Marktwirtschaft ... Manchmal wünsche ich mir auch andere (technische) Möglichkeiten, aber Neid empfinde ich gegenüber denen, die sie haben, deswegen nicht.

Kellerbahner hat folgendes geschrieben::
Eine schöne Segmentanlage der Plettenberger Kleinbahn kenne ich bis jetzt nur in Spur 0 ...

Hast du dazu vielleicht einen Link parat?

Per PN kam noch eine Frage zu meinem Pflasterstempel auf.





Der Stempel ist freihand mit der Zange gebogen, um scharfe Knickkanten zu vermeiden und eine leichte Wölbung der Wangen zu erreichen. Die Maße sind aber nicht generell relevant. Es gibt zahlreiche verschiedene (aber durchaus auch damals schon genormte/festgelegte) Natursteinpflastersorten und -größen. Da muss man sich dann schon am gewählten Vorbild orientieren. Die Seitenwangen/Schneiden des Stempels bestehen aus etwa 5mm hohem 0,5mm-Messingrestmaterial. Die Schneiden müssen unbedingt nach oben offen sein (ich habe das durch einen angelöteten Bügel gelöst), da sich der Stempel ohnehin schnell zusetzt und man anders gar keine Chance hat, ihn zu reinigen.

Aber jetzt weiter im Programm. Den letzten Beitrag wollen wir heute mal mit dem Gehsteig, Trottoir, Bürgersteig, Randweg - ach, sucht Euch halt was aus - fortsetzen.

Die Platten sind einzeln aus 2mm starker Hartschaum-Trittschalldämmung ausgeschnitten. Die Oberflächen des Materials unterscheiden sich etwas in ihrer Struktur, was mir hier sehr entgegen kam. Die Plättchen wurden dann in einem eher helleren Betongrau (die bereits bei den Randsteinen bewährte Mischung aus Abtönfarbe und Deckweiß) vorgestrichen und nach dem vollständigen Abtrocknen auf dem vorbereiteten Untergrund mit Ponal verklebt. Da muss man gegebenenfalls auch mit Gips oder etwas wellig verlegter Pappe arbeiten, um keine zu topfebene Oberfläche zu bekommen. Mein Gehweg hat eine dem Straßenbogen folgende Neigung zum Bordstein hin. Sonst würde das Wasser ja die Modulkante herunterlaufen. Beim Verlegebild habe ich mich auch wieder an den Wegen der Umgebung orientiert.





Zur Darstellung gebrochener Platten kann man die Plättchen vor dem Verkleben munter, aber vorbildgerecht (ja, auch die Risse in Gehwegplatten folgen wohl gewissen Gesetzmäßigkeiten) knicken. Im unteren Bild ist am rechten Bildrand ein geknicktes Exemplar erkennbar. Die Knickstellen habe ich dann noch mit dem Cutter nachgeschnitten, teilweise auch weiter Risse nur mit dem Cutter dargestellt. Das ergibt ein recht differenziertes Bild und der Aufwand lohnt sich m.E. da auch hier wenige Einzelelemente ausreichen, um die gesamte Wegfläche verschlissenen wirken zu lassen.





Die Ansatzstellen sind aus zugeschnittenen Platten und dort, wo auch im Original die Stücke zu klein sind, aus kleinen Pflastersteinen entstanden. Das Kleinpflaster sind Bruchstücke aus dem Gipsabguß einer Spörle-H0-Form für Ladestraßen. Dann kann es mit der Farbgestaltung mit sehr stark verdünnter wasserbasierter Farbe (auch hier meist schlicht aus dem Tuschkasten) weitergehen, die die Tendenz hat, in den Poren und Rillen die Pigmente abzulagern. Dass die Farbe dabei auch noch gerne auf den Platten steht und zum Rand hin einen Wulst bildet, kann man sich auch zu Nutzen machen.





Beim Plätteln habe ich auch gleich ein paar Faserbüschel (alter H0-Restbestand; das war im vorigen Leben wohl mal ein grünes Kornfeld?) eingebaut, die ich ohne weitere Nachbehandlung, sprich Formgebung, so jedoch nicht mehr verwenden würde. Da bin ich noch auf der Suche nach zusätzlichem geeignetem Material. Die m.E. gut wirkenden Teile stammen von getrockneten, mit Glycerin und Farbe behandelten Distelblütenständen. Der Löwenzahn ist nach Vorlagen hier im Forum entstanden, allerdings habe ich Fotos herunterskaliert und die ausgedruckte, ausgeschnittene und montierte Pflanze noch mit Wasserfarbe bis zu einem m.E. natürlicheren Ton lasiert. Dann kommt noch etwas Flockenmaterial von Woodland als Moosecken dazu. Auch hier scheint mir weniger mehr zu sein. Parallel dazu wurden die Fugen mit dem bewährten Melaphyrstaub gefüllt und mit Ponalwasser verklebt.











Der andere Gehweg ist lediglich mit "wassergebundener Decke" aus Melaphyr-Körnungen ausgeführt. Wichtig hierbei ist es, das Material nicht nur zu streuen, sondern teilweise auch zu glätten (walzen, abziehen), um eine dichte, wie festgetretene Oberfläche zu erhalten. Das kommt auf dem zweiten Bild besser rüber. Warum? Weil es von meiner Hauptarbeitsseite aus aufgenommen ist.








Vielleicht noch ein paar Worte zur Mauer im Hintergrund. Die ist aus einzelnen Gipssteinen zusammengesetzt. Angeregt dazu wurde ich durch einen Beitrag von Kellerbahner, habe aber ein etwas anderes Verfahren gewählt, da sich trockener Gips wunderbar einfärben lässt. Nach jedem Gipsdurchgang habe ich die Reste auf ein Stück zusammengeknülltes und wieder leidlich glatt ausgelegtes Alupapier gegossen und abbinden lassen. Die so entstandene Platte wurde dann in brauchbare Steingrößen gebrochen. Nach dem vollständigen Durchtrocknen habe ich die Stücke in sehr dünner Wasser-/Dispersionsfarbe (da eignet sich oft das noch etwas nachgefärbte Pinselwaschwasser Sehr glücklich) getunkt. Die Steine sind dann mit Ponal vermauert, die Fugen mit dem allgegenwärtigen Melaphyr ausgefugt und nach dem üblichen Verfahren verklebt. Das Weißleimwasser hat übrigens die Eigenschaft, die behandelten Flächen nachzudunkeln; da muss man gegebenenfalls anschließend nochmal mit verdünntem Deckweiß oder Pigmenten nacharbeiten.





Ich finde, wir haben jetzt genug in der Erde gewühlt und können uns daher das nächste Mal dem Hochbau widmen.

Schönen Gruß
Volker
fspg2 - 16.08.12 20:10
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Moin Volker,

Zitat:
Das Weißleimwasser hat übrigens die Eigenschaft, die behandelten Flächen nachzudunkeln; da muss man gegebenenfalls anschließend nochmal mit verdünntem Deckweiß oder Pigmenten nacharbeiten.


Alternative zu Weißleim, ohne dass es nachdunkelt, habe ich hier im Betrag vom 5.8.09 beschrieben. Der Bau- und Landschaftskleber wird 1:10 verdünnt und dunkelt nahezu nicht.

Dein Weg, Stein an Stein zu bekommen ist sicherlich mühsam - aber er lohnt sich Winke

Ich hatte eine etwas andere Methode mit einzelnen gegossenen Elementen und Einzelsteinen gewählt, da ich die Rundung der Oberfläche nachbilden will.
Hydrostat - 17.08.12 11:03
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Frithjof,

vielen Dank für den Tipp mit dem Landschaftskleber! Das hat bei Deinen Mauerstücken im Link zu wirklich tollen Ergebnissen geführt ... Das Verfahren bietet sich unbedingt an, wenn es darauf ankommt, dass das originale Material das gemeinte bleibt und seinen Eindruck nach dem Verkleben nicht verliert (z.B. beim Schottern mit Vorbildmaterial).

Wenn ich das richtig verstanden habe, ist der Landschaftskleber nach Austrocknen aber nicht mehr wasserbasiert einfärbbar? Das ist dann vielleicht so eine Grundsatzentscheidung, auf welcher Basis man arbeiten möchte.

Wie auch immer, schön ist ja auch, dass viele Wege zum Ziel führen. Die Rundung der Pflastersteine hat mich auch beschäftigt, bis ich in der Nachbarschaft (klar, wo sonst) eine Straße aus Steinen mit nahezu ebener Oberfläche verbaut gesehen habe. Ich habe mich beim Stempel wohl auch falsch ausgedrückt; die Schneiden sind etwas nach außen gebogen, nicht gewölbt. Die Rundung meiner Steinoberflächen habe ich dort, wo es gewollt war, mit dem wiederholten Abpinseln mit Wasser im noch nicht getrockneten Gips erreicht.

Schönen Gruß
Volker
fspg2 - 17.08.12 11:16
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

Zitat:
Wenn ich das richtig verstanden habe, ist der Landschaftskleber nach Austrocknen aber nicht mehr wasserbasiert einfärbbar?


Sie sind nachträglich noch beizbar Ausruf
Hydrostat - 23.08.12 21:22
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

bevor wir zum Hochbau kommen, noch ein paar Worte zur Planung. Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, war mein Ausgangspunkt beim Gleisplan eine vorhandene Y-Weiche. Unter der Maßgabe, dass am zungenseitigen Modulende sowohl noch etwas Gleislänge als auch ein rechtwinkliger Anschluss bestehen soll, ergab sich die Lage der Weiche am realen Objekt mehr oder minder von selbst. Auf dieser Basis wurde dann eine Zeichnung erstellt, in die sich alle weiteren Abhängigkeiten eintragen ließen.

In Magenta sind hier die Gleisachsen sowie das Lichtraumprofil und darin wiederum die Schienenfußumrisse in schwarz zu sehen. Bei der Planung der Straße wurde eine entsprechend skalierte Schleppkurve (hellbraun; das sind Schablonen aus dem Straßenbau, anhand deren man einen Straßenbogen so planen kann, dass auch lange Fahrzeuge "um die Kurve kommen") zugrundegelegt und daraus die innere Bordsteinkante abgeleitet. Die Straßenkanten sind die dicken schwarzen Linien. Ein darübergelegtes 5cm-Raster ermöglicht es, die Linien händisch auf das Modul zu übertragen, auf dem ebenfalls das entsprechende Raster aufgetragen wird.



Hier kann man auch die Lage des Gebäudes erkennen, das das Verwaltungs- oder Zeichenbüro einer Maschinenbaufirma sein könnte, sowie die benachbarte Pforte mit PKW-Zufahrt und daran anschließend das Haupttor.



Bei der Architektur habe ich mich am Postamt von Plettenberg orientiert, bin bei der Fassadengestaltung aus praktischen Gründen aber davon abgewichen. Das Gebäude ist aus 5mm-Styrodur-Trittschalldämmplatten (meins, nicht das Original) entstanden, die eine glatte und eine geriffelte Seite aufweisen. Die geriffelte Seite wird als Stuckelement für die Pfeiler zwischen den Fenstern als Sichtseite verwendet. Dazu wird zunächst ein Ausdruck der Frontansicht (die Zeichnung hatte ich eigentlich dazu erstellt) auf eine Platte übertragen und dann werden die Umrisse und Fensteröffnungen ausgeschnitten. Alle weiteren Teile sind dann bis zur gewünschten jeweiligen Wandstärke aufgesetzt und mit Ponal verleimt. Dabei habe ich etwas wichtiges lernen müssen: Wenn die äußere Schicht lediglich gestrichen ("Verputzt") werden soll, ist es sinnvoll, dort nicht zu stückeln ... Also lassen wir das mit dem Putz und überlegen uns etwas anderes.








Es fehlen ja auch noch Fenster zum Schutz vor den eisigen Wintern des Sauerlands. Dazu benötigt man wiederum Ausdrucke der Fensterrahmen (im Modell, nicht in Echt). Die Leisten habe ich auf dieser Basis in der benötigten Breite und Länge mit Cutter und Laubsäge zugeschnitten. Dabei dienten mir diverse Profile als Parallelanschlag. Für die Außenseite werden zwei übereinander liegende Profile benötigt.





Bei der Montage der Fenster half mir eine Lehre aus Legosteinen, die zwar nicht das Gesamtmaß hergab, aber wenigstens diverse rechte Winkel.





Eingebaut sieht das dann so aus. Da ist genaues Arbeiten angesagt, da die Fensterrahmen nicht irgendwo aufgeklebt, sondern mittig in der vorhandenen Wandstärke montiert werden. Die Fensterrahmen sind alle mit etwas Übermaß gefertigt, so dass sie stramm im Styrodur sitzen. Sieht das schepp und krumm aus? Ist es auch noch. Fliegt eh' nochmal komplett raus.





Dann geht es mit der Fensterinnenseite weiter. Dazu wird das Fensterprofil erneut ausgedruckt, diesmal aber auf 0,5mm-Pappe, und ausgeschnitten. Auf diesen Papprahmen werden dann die dünnen Rahmenleisten aufgesetzt und Fenstergriffe aus Draht und kleinen Pappstücken sowie Scharniere aus Litzenumhüllung ergänzt. (Kl. Anm. d. Red.: Nachdem ich alle Fenster verbaut hatte, wurde ich darauf hingewiesen, dass auch früher die Fenster immer bei nach unten weisendem Griff verschlossen waren. Der Hinweiser konnte ja nicht wissen, dass die Putzfrau gerade durchgegangen ist und schonmal überall geöffnet hat.) Nach Lackieren der Pappelemente fällt es nicht mehr auf, dass es kein Holz ist. Die verbauten Teile sieht man ohnehin fast nicht.











Die finale Montage erfolgt erst nach der Fassadengestaltung; dazu gleich noch mehr.





Und so sieht das dann aus.





Ich hatte ja schon angedeutet, dass ich bei der Fassade auf eine andere Lösung ausgewichen bin. Mir schien für diese Architektur durchaus auch die Verwendung von Travertin stimmig. Also wurden wieder Plättchen aus dem bereits für die Gehwegplatten verwendeten Material geschnitten, in einem beigegelbbraunen Grundton vorgestrichen und anschließend Nass in Nass mit verschiedenen Wasserfarben und Deckweiß weiterbehandelt. In Verbindung mit der Oberflächenstruktur ergibt sich damit m.E. ein akzeptables Bild. Nochmal zu den Fensterrahmen: Zuerst wurden die Fensteraußenseiten montiert und die Fassadengestaltung und -alterung wenn nicht abgeschlossen, so doch grundsätzlich angelegt. Da das Gebäude dazu einen Sprühregen aus "Schmutzwasser" über sich ergehen lassen musste, habe ich erst danach die Fensterinnenseiten mit dem Vivak montiert - auch das spart einem wieder Kummer mit versehentlich mitgealterten Teilen ...














Bis hierhin ist das Modul gediehen; ich habe gerade mit der Inneneinrichtung des Gebäudes begonnen. Dort soll Linoleum verlegt werden: Dazu habe ich mir eine passende Aufnahme eines älteren Linoleums im Web gesucht, das Ganze in Photoshop bearbeitet, d.h. zwei brauchbare Fliesen herausgesucht und perspektivisch entzerrt und nachbearbeitet, anschließend im Grafikprogramm (Freehand) montiert und auf Fotopapier ausgedruckt. Das ist oben auf der Aufnahme der Gebäudeecke erkennbar.





Leider hat mich die Montage der Tapete auf der Innenseite (die ist auch auf stärkerem Karton ausgedruckt, inklusive der anschließend abzuknickenden Fensterleibungen) vor ein bisher nicht gelöstes Problem gestellt. Die Verklebung muss flächig erfolgen, muss dabei korrigierbar sein, darf den Karton nicht durchdringen und das Styrodur nicht angreifen. Aber wir wachsen ja an unseren Herausforderungen.

In diesem Sinne

Tschüß,
Volker
Mattiacus - 24.08.12 10:21
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

wieder eine tolle Arbeit von Dir und ich bin schon auf die Fertigstellung gespannt.

Zum Verarbeiten von Papieren, Kartons und ähnlichen Materialen ein paar Tips. Grundsätzlich besitzen die genannten Materialien aufgrund der Fertigung eine so genannte Laufrichtung - ausgenommen Bogen-Presspappen und handgemachte Büttenpapiere - die sich dadurch zu erkennen gibt, dass bei Einsatz von Farben auf Wasserbasis - also Arcyl, Goache, Tempera, Aquarell usw. - sich das Material entsprechend der Laufrichtung wellt.

Das ist nicht zu unterschätzen und besonders dann, wenn die bearbeiteten Materialien auf Pappe, Holz u. Ä. aufgezogen werden. Hier muss unbedingt gegenkaschiert werde, damit sich die Laufrichtung nicht auf das Trägermaterial überträgt und alles rund wird. Dazu geht man wir folgt vor: Das Papier am Rand zwischen Daumen- und Zeigefingernagel entlangziehen, um die Laufrichtung festzustellen. Diese erkennt man dann an dem gleichmäßigen Wellenschlag am Papierrand. Das Gegenkaschieren erfolgt dann um 90 Grad gedreht zur Laufrichtung des bereits aufgebrachten Materials (Laufrichtung merken bzw. auf Rückseite des Trägermaterials kennzeichnen).

Bei Karton (Graupappe, Finnpappe, Kappa-Line etc.) wirkt man durch rückseitiges Bemalen einem Verziehen entgegen und alles wird wieder plan!

Einfach einmal einen Test machen: Man nehme ein planes 5 mm Sperrholzbrettchen und beklebe das ganze vollflächig mit Papier, Skizzenblockpapier oder anderem Papier. Schon während der Trocknung wirft sich das Sperrholz, je nach Stärke des Papiers mehr oder weniger. Auch hier gilt: Gegenkaschieren (mit gleichem Material!!!) - und alles wird wieder plan!

Ich habe deinen Beitrag ausnahmsweise mal allgemein beantwortet und hoffe, dass ich dem einen oder anderen damit helfen konnte.


Höllische Grüße Grinseteufel
Horst
Botanikus - 24.08.12 14:02
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,
du gehst ins Kleingemachte und das mit viel Liebe zum Detail.Respekt
mfg
Herbert
dolfan96 - 27.08.12 10:42
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
moin,
ein super klasse Beitrag, den du hier anbietest.
Eine Frage habe ich hierzu, wie hast du die Fenstergriffe erstellt ?. Oder wurden diese gekauft ?. Hierzu hätte ich dann gerne den Link. Ich benötige nämlich für mein Projekt Tür - und eventuell Fenstergriffe.
Carsten
Hydrostat - 27.08.12 13:21
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Carsten,

die Fenstergriffe sind schlicht aus entsprechend zugeschnittenen Kartonstreifen und abgewinkeltem Draht entstanden. Die Streifen habe ich auf den Rahmen aufgeklebt, in Drahtstärke durchbohrt und dann den vorbereiteten Draht eingeklebt. Du musst nur darauf achten, dass die Schnittflächen am Draht eben sind (das ist also nichts für die Kneifzange), sonst sieht's nicht gut aus. Allerdings musst du schauen, ob das bei Deiner Architektur passt. Meine Griffe passen z.B. zum Bauhaus-Stil, der eine eher sachlich-technische Formensprache hatte. Auch modernere Fenstergriffe ab den 1980er Jahren sind in dieser Form (mit einer zusätzlichen fensterseitigen Abwinklung) denkbar.

Schönen Gruß
Volker
dolfan96 - 29.08.12 19:40
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
moin Volker,
danke dir für die schnelle Information.
Carsten
Hydrostat - 04.10.12 21:28
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

da ich immer wieder auf die Gullis angesprochen werde, habe ich mal einen Bastelbogen zum Download erstellt.



Man benötigt dazu

  1. einen PC, um diesen Thread zu lesen und das PDF anonym herunterzuladen,
  2. einen Drucker,
  3. bedruckbare DIN A4-Klebeetiketten,
  4. ca. 2 mm starke (Grau-)pappe,
  5. etwas rauheres Papier mit einer Grammatur von min. 160g/m² (wird im Bastelbedarf z.B. als Karton verkauft),
  6. eine Schneideunterlage,
  7. sehr scharfe Cutter,
  8. einen winzigen Schlitzschraubenzieher,
  9. dünnflüssigen Sekundenkleber
  10. und lösungsmittelhaltige Farbe.
  11. Naja, vielleicht auch noch Nadelfeilen, Gips und Abtönfarbe.


Und so geht's:

Zunächst das PDF auf dem Klebeetikett proportional 100% ausdrucken (also bitte nicht an Druckformat/Seite anpassen o.ä.).

Der obere Teil mit den eigentlichen Deckeln und dem Rahmen wird abgetrennt und auf die 2mm starke (Grau-)pappe geklebt, der untere Teil mit dem "Innenleben" auf das 160g/m²-Papier.

Jetzt wird entlang der Schneidelinien mit dem Cutter ausgeschnitten. Aufgrund der Stärke der Pappe sind dort mehrere Schnitte nacheinander notwendig (Ich schneide gerne auch von der Rückseite, sobald die Schnittlinien sich bis dorthin durchdrücken). Die schmalen Stege zwischen den Rippen dann mit einem winzigen Schraubenzieher durchstechen.

Die "Inlayumrandung" wird nun gemäß der Falzlinien nach unten abgekantet und das eigentliche "Inlay" insgesamt bogenförmig nach oben gewölbt. Diese beiden Teile werden nun an einer Spitze beginnend mit Sekundenkleber miteinander verklebt. Die Neigung der gefalzten Teile sowie die Wölbung ergeben sich mehr oder minder von selbst.

Das so vormontierte Teil wird von unten an den Gullirahmen geklebt und die ganze Baugruppe mit Sekundenkleber "getränkt", also eingepinselt - bitte nicht tunken; man muss ja aufpassen, was man schreibt. Überschüssigen Klebstoff kann man ganz einfach mit Kartonreststückkantenmaterialabschnittresten verteilen oder mit Küchenpapier aufnehmen. Wer möchte, klebt noch ein Rohr an.

Nachdem auch der Gullideckel selbst mit Sekundenkleber behandelt wurde und alles durchgetrocknet ist, geht es ans Lackieren. Da die Gullis zumindest bei meiner Arbeitsweise später noch einmal Feuchtigkeit ausgesetzt sind, verwende ich dazu eine lösungsmittelhaltige Farbe, die auch dort gut in das Papier eindringt, wo der Sekundenkleber evtl. nicht hingelangt ist.

Die Teile lassen sich anschließend mit Nadelfeilen noch sehr gut weiter auf das gewünschte Erscheinungsbild hin bearbeiten/glätten. Etwa sichtbare Klebekanten oder Spalte verschwinden unter dünnflüssigem Gips oder sehr dickflüssiger Abtönfarbe. Die beiden Aufnahmen zeigen den montierten und lackierten Gulli ohne die abschließenden Feinarbeiten.





Ich würde mich freuen, wenn es dazu Feedback gäbe ...

Schönen Gruß
Volker
Regalbahner - 05.10.12 08:46
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

danke für den Bogen Ausruf
Werde ich demnächst, wenn die Bastelsaison auch bei
mir wieder los geht, ausprobieren Sehr glücklich

Viele Grüße
Christoph
Hydrostat - 28.10.12 21:33
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank, Horst W. Bauer, Botanikus und dolfan96, für Eure netten Worte.

Regalbahner hat folgendes geschrieben::
Hallo Volker,

danke für den Bogen Ausruf
Werde ich demnächst, wenn die Bastelsaison auch bei
mir wieder los geht, ausprobieren Sehr glücklich

Viele Grüße
Christoph

Gerne, Christoph - ich bin auf Deine Ergebnisse gespannt. Aber dazu hättest Du ihn doch nicht 100mal runterladen müssen Sehr glücklich .

Horst W. Bauer hat folgendes geschrieben::
(Zum Thema "Verarbeiten von Papieren, Kartons und ähnlichen Materialen") Ich habe deinen Beitrag ausnahmsweise mal allgemein beantwortet und hoffe, dass ich dem einen oder anderen damit helfen konnte.

Ganz bestimmt, Horst! Eine Frage habe ich aber dazu: Das Gegenkaschieren bei Sperrholz erfolgt dann in der gleichen Laufrichtung oder ebenfalls um 90° gedreht?

Leider konnte ich Deine Tipps nicht oder nur bedingt anwenden. Ich hatte schlicht nicht den Platz zum Gegenkaschieren mit dem gleichen Material, da die Fensterlaibungen teilweise H7/j6-Passungen hatten ...

Aber rufen wir uns noch mal in Erinnerung, worum es geht: Das erhöhte Erdgeschoss (mir fehlt der Fachausdruck) soll ja das Zeichenbüro der Maschinenfabrik beherbergen und dazu eine nicht zu mondäne Innenausstattung mit Tapete und Linoleum erhalten.

Vor einiger Zeit machte mir Frithjof (fspg2) den Vorschlag, die Laibungen mit Sekundenkleber vorzubehandeln. Dadurch könnte das Ganze an den kritischen Stellen immerhin so stabil und bedingt wasserabweisend werden, dass auch etwas Nacharbeit beim Einleimen möglich sein sollte. Das Papier habe ich beim Tränken mit dem Sekundenkleber an einem Eisenstück angeschlagen, um rechte Winkel zu erhalten.





Also anschließend mutig einseitig mit ganz leicht verdünntem Weißleim eingestrichen, eingepasst und - wie zu erwarten - mit dem einsetzenden Wellenschlag gekämpft. Da ja nichts zu verlieren war, habe ich jetzt schlicht die Sichtseite mit stark verdünntem Weißleim eingestrichen, bis sich das Ganze tatsächlich wie eine Tapete angeschmiegt hat.

Das ging auch ganz gut, allerdings zeigen sich nun die schon weiter vorne mal angesprochenen Ungenauigkeiten, die die Tapete eben mit abbildet. Auch die Ecken sind nicht so geworden, wie ich es mir wünsche. Dort musste ich zusätzliche Winkel aufkleben, da es aufgrund des nicht exakt geraden Wandverlaufs unschöne Lücken gab. Die Inneneinrichtung in ein fertiges Gebäude zu applizieren, ist nicht so ganz einfach. Das werde ich beim nächsten Gebäude anders machen. Allerdings hinterlässt das Ponalwasser einen wunderbaren, leichten Glanz auf der Tapete, wie man ihn von früher* von der "Elefantenhaut" vielleicht noch kennt. (*Anm. der Redaktion: etwa das vorletzte Jahrzehnt des vergangenen Jahrtausends.)



Nachdem die Tapete an der Wand war, wurde schnell das Linoleum verlegt Augenrollen. Um es kurz zu machen: Sprühkleber und Hartschaum vertragen sich, wenn 1.) der Hartschaum einen deckenden und sperrenden Voranstrich mit Wandfarbe hat und 2.) der Sprühkleber nach Gebrauchsanweisung 2 Minuten abgelüftet hat. Haben Sie das verstanden? Naja, wenigstens hat der Lochfraß nur mittig stattgefunden und vor dem Durchbruch ins Untergeschoss ein Einsehen gehabt ...



Das obere Stockwerk sollte zur Auflockerung ein Vorzimmer und das Direktorenzimmer bekommen. Das Vorzimmer erhält die gleiche Ausstattung wie das Erdgeschoss.



Lediglich die Fensterbänke sind auf der Langseite des Gebäudes tiefer. Moment mal, hat da jemand bei den Brüstungshöhen unsauber gearbeitet? Ja. Dafür ist es ja ein Übungsmodul.



Und so sieht das Ganze dann erstmal aus.



Eine Zwischenwand (bei der ich Horsts Tipps dann ausgiebig und erfolgreich beherzigen konnte) trennt die Räume voneinander ab. Dieses Mal habe ich den ausgedruckten Linoleumboden vorab mit Sprühkleber auf eine dünne Resopalplatte (oder deren Schicht ...?) aufgeklebt und das dann wiederum mit Weißleim im Gebäude verklebt. Ach ja - Eine Deckenabschlussleiste und Fußbodenleisten fehlen auch nicht.



Und jetzt wird's gediegen. Bevor ich weitermache, mal ein kurzer Blick aus dem Fenster: Aha, Inversionswetterlage.



Und nochmal etwas näher ...



... und verdammt, wer putzt denn mal die Fenster? Stimmt, die Putzfrau ist ja bereits unterwegs.







Jetzt zum prosaischen Teil: Die Paneele sind aus Furnierreststücken geschnitten; der Discounter mit den 4 Buchstaben, deren erster zugleich auch der erste des Alphabets ist, hatte da vor ein paar Tagen bestens geeignetes Handwerksgerät zum nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch im Angebot.



Die Paneele habe ich bei den Seitenwänden auf Preßholz (ich meine das Material, das gerne für billige Schrankrückwände genommen wird) aufgeklebt, was mit Pressen während des Abbindens verzugfrei möglich ist.



Anschließend wird die Oberfläche mit 600er Schleifpapier geglättet. Das kann man noch deutlich weiter treiben, hierfür sollte es aber erstmal ausreichen.



Die Fensterfront ist als ein Teil entstanden, Dazu habe ich die Paneele auf ein quer zur Maserung liegendes Furnierstück aufgeleimt, was den Verzug fast vollständig verhindert hat. Anschließend konnte ich die Laibungen und die Fensterbänke einkleben. Holz hat gegenüber Papier den deutlichen Vorteil, dass sich sehr passgenau bei gleichzeitiger Stabilität und Nachkorrigierbarkeit (Feilen, Schleifen, Schnitzen) arbeiten lässt.



Sodann wurden die Paneele mit brauner Schuhcreme eingeschmiert und dann hieß es: Wichsen! Ja, das heißt so, verflucht nochmal.



Danach können die komplettierten Wandteile mit Weißleim eingefügt ...





... und einige Restarbeiten vor Ort durchgeführt werden.



So - jetzt noch den Teppich verlegen und die Teppichleisten montieren. Fertig.



Nächstes Mal steige ich Euch auf's Dach.

Tschüß,
Volker
HSBAchim - 29.10.12 08:06
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

das sieht sehr gut aus, was du da aus einfachen Materialien zauberst. Ich freue mich über eine Fortsetzung deines Berichts. ja
Mattiacus - 29.10.12 10:15
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

das Gegenkaschieren erfolgt stets um 90 Grad gedreht, egal ob Sperrholz, MDF, Karton (wie z.B. 4G dick), Depron oder was sonst noch, ansonsten wölbt sich das verwendete Material (konvex). Es sei denn, man verwendet Sprühkleber oder andere Kleber (Pattex, UHU usw.), die nicht Wasser als Lösungsmittel verwenden.

Für alle Mitleser ein paar Links zum Thema Laufrichtung:
http://www.werken-online.de/laufrich.htm
http://dr13.de/kompendium/papier/laufrichtung/

Falls es für Dich interessant sein sollte: mittwochs und freitags nach 17.00 Uhr treffe ich immer «Modellbau-Kollegen» beim Feierabend-Kaffee bei Kamps im HIT (Hasengartenstrasse).


Höllische Grüße Grinseteufel
Horst
Hydrostat - 30.10.12 10:33
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

vielen Dank, HSBAchim, für Deine netten Worte! Es kommt m. E. eher weniger auf den Wert der verwendeten Materialien an; sie müssen sich halt lediglich für das, was man vorhat und mit den vorhandenen Möglichkeiten verarbeiten kann, eignen. Das ein oder andere Fazit zum Gebäudebau kommt dann auch heute schon.

Horst, Deine Links zum Thema Laufrichtung sind prima. Da ist alles sehr anschaulich erklärt. Ich habe zum Kaschieren Weißleim verwendet. Unverdünnt lässt er sich mit einem Spachtel gut gleichmäßig und in geringer Dicke verteilen; dann muss es allerdings schnell gehen.

Jetzt gibt's aber erstmal ein paar Bilder:












Die Unterkonstruktion des Daches besteht aus einer - Achtung: Holzfaserhartplatte. Das zuvor falsch verwendete Wort Preßholz (die Sache mit den Schrankrückwänden) können wir also vergessen. Das Gebäude erhält ein nur schwach geneigtes Blechdach. Die Winkel der schneidenden Dachflächen ergeben sich aus dem (gedachten) rechteckigen Grundriss des Gebäudes, auf dessen Schmalseite wir auf dem Modul schauen, sowie der Dachneigung. Mit etwas Schulgeometrie lässt sich das problemlos umsetzen. Man kann aber auch probieren, bis es passt. Die Unterkonstruktion wird mit Weißleim auf dem Styrodur montiert.





Jetzt geht es an die Blechverkleidung. Dazu fange ich mit der untersten Schicht an (da abfließendes Wasser ja immer über eine Stoßkante und nicht dagegen laufen soll) und arbeite mich von dort zur obersten Schicht vor. In meinem Fall ging es also mit den seitlichen Dachrinnen los, die hier als breite Kanäle ausgebildet sind. Die Fallrohre kämen auch beim Vorbild erst im nicht dargestellten Bereich und sind dort in Vertiefungen der Fassade "versteckt". Die Kanäle habe ich auf Fotopapier 240g/m² ausgedruckt, gefalzt und geschnitten. Der außen liegende Steg ist mit Sekundenkleber in sich verklebt. An den Ecken wurden zusätzliche Stoß- und Deckbleche verbaut.



Die Dachhaut ist auf die gleiche Weise entstanden; die Stege sind 2 mm hoch. Da sich das schlecht falzen lässt, habe ich beim Ausdruck zwischen den einzelnen Bahnen etwa 2cm Platz gelassen, so dass ich erst mit mehr als 1 cm falzen und dann auf die gewünschten 2 mm schneiden konnte. Die flächigen Teile sind mit leicht verdünntem Weißleim (an der Vorderkante mit schnelltrocknendem) verklebt. Die Ecken sind mit Sekundenkleber "versiegelt".





Die Trennkante besteht aus einem aufgedoppelten Papierstreifen. Etwaige Lücken zur Dachaut lassen sich einfach mit Weißleim verschließen.



Anschließend habe ich das ganze Dach mit einem Grundanstrich aus einer Mischung matter betongrauer Floquilfarbe, mattschwarzer, aluminiumglänzender und blauglänzender Revellfarbe satt gestrichen. Das Dach wird dadurch tatsächlich wasserdicht und letzte Fehlstellen lassen sich damit regelrecht verspachteln.



Da ich das Altern gerne mit Gouache (also Wasserfarbe) sehr nass in nass mache, ist die Wasserdichtheit wichtig, damit sich nichts wellt. Hier nur noch ansatzweise zu erkennen, dass das Wasser dabei auch manchmal fließt. An ganz wenigen Stellen kommen noch ein paar dezente Beschädigungen/Roststellen und -spuren dazu. Fertig.



Ich hatte ja eingangs von ein paar Schlußfolgerungen gesprochen: Das Hartschaummaterial eignet sich hervorragend für den schichtweisen Aufbau eines Gebäudes. Es lässt sich aber mit dem Cutter insbesondere bei dickeren Platten nur schwer exakt senkrecht, gerade und fransenfrei schneiden. Da wäre eine Bandsäge oder eine Tischkreissäge sicher hilfreich. Ein Problem bleibt die Empfindlichkeit vorspringender Ecken und Kanten, bei denen die Farbe leicht abbricht. Das ist mir mehrfach passiert, da ich das Gebäude für die Inneneinrichtung legen musste. Leider gelingt die Korrektur solcher Fehlstellen am bereits gealterten Objekt selten so, dass man davon nichts sieht. An exponierten Stellen würde ich künftig eher auf Holzleisten zurückgreifen.

Nicht zu unterschätzen sind auch die Abweichungen in der Materialstärke der Dämmplatten aus dem Baumarkt, was sich beim "Stückeln" sehr unangenehm bemerkbar macht.

Die Innenausstattung sollte man tunlichst vor der Montage der Wände einbringen. Das ist am fertigen Objekt nämlich kein echtes Vergnügen.

Bei der Dachaut habe ich lange überlegt, ob ich sie nicht direkt unter Verwendung von Fotos echter Blechdächer fertig eingefärbt ausdrucke. Dagegen spricht aber u. a., dass sich die Farben doch recht schnell - und nicht kontrollierbar - verändern und nachträgliche Bearbeitungsspuren (Falzen, Schnittkanten) sich sehr schlecht tarnen lassen. Das absolut glatte und von der Oberfläche her metallähnliche Fotopapier hätte sich mit Airbrush sicher besser grundieren lassen und dabei seinen Charakter eher behalten.

Schönen Gruß
Volker
T 20 - 30.10.12 12:19
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Schön Volker,wie Du aus einfachen Materialien große Realität erzeugst !
Da schaut man gerne weiter zu,
Grüße
Tobias
fspg2 - 31.10.12 20:52
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Moin Volker,

...von wegen "Übungsmodul" Frage Ausruf

Ich finde den Titel ja fast schon "frech" Winke Grins

Du gehts doch einen tollen Weg:

1.) im Vorfeld überlegen,
2.) dann ausprobieren... um daraus zu lernen und
3.) es beim nächsten Mal vielleicht anders (oder auch besser) zu machen!

Du machst damit sicherlich so manchem Leser Mut, es selber zu probieren, zumal es ja doch relativ einfach zu bearbeitende Materialien sind und man keine Fräse braucht Winke

Für das Blechdach hätte ich noch ein Alternative. Bei Modulor hatte ich mir vor einiger Zeit eine schwarz eingefärbte feste Alufolie besorgt, die sicherlich gut geeignet wäre, die Illusion des Blechdaches zu erzeugen.
Hydrostat - 01.11.12 14:05
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

vielen Dank, Tobias und Frithjof, für Eure freundlichen Worte! Der Künstler lebt ja vom Applaus Augenrollen .

Frithjof, der Tipp mit der Folie ist interessant. das werde ich gelegentlich mal bei etwas anderem ausprobieren. Mich stören nämlich bereits die sichtbaren Pinselspuren. Evtl. gehe ich nochmal mit feinem Schleifpapier drüber. Das ist immer so ein Balanceakt: Zu stark verdünnt weicht evtl. die Kunststoffschicht des Fotokartons auf, unverdünnt neigt die Farbe zu schnellem Trocknen und sichtbaren Pinselspuren - und erneutes Streichen löst die noch nicht ausgehärtete Schicht wieder an. Ich mache demnächst bei gutem Wetter nochmal ein paar Bilder; leider sind insbesondere die Detailaufnahmen im letzten Beitrag schlecht ausgeleuchtet und fokussiert.

Schönen Gruß
Volker
fspg2 - 01.11.12 14:28
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

...nur Applaus, wird auch schnell langweilig Ausruf Winke

Eine gesunde Mischung macht mehr her. So lese ich am liebsten Beiträge, bei den ich die einzelnen Schritte mitbekomme.
Also bitte die nächsten Steps weiter so ausführlich, wie bisher. Ich werde sie nicht nur lesen Winke
Hydrostat - 09.11.12 13:15
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

wie auf der Ansicht bereits zu sehen war, fehlt der Fassade u.a. noch der Schriftzug.



Den ursprünglichen Plan, die Schrift aus Papier auszuschneiden, habe ich schnell verworfen. Manuell wird das nichts - Ungenauigkeiten und unsaubere Schnittkanten fallen bei Schriftzeichen sofort und sehr unangenehm auf, zumal das Vorbild auch aus Metall mit entsprechend glatten Kanten gewesen wäre. Ich habe daher dankbar Frithjofs Angebot angenommen, mir die Buchstaben aus Messing zu fräsen. Die einzelnen Entstehungsschritte von der Zeichnung bis zur Montage zeige ich hier.

Ich habe Frithjof eine Vektorgrafik der gewünschten Schrift geliefert, die er in Inventor importiert bzw. nachgezeichnet hat und daraus eine Fräsdatei erzeugt hat. Die 7 folgenden Bilder stammen von Frithjof - Danke, dass ich sie hier zeigen darf.



Die Buchstaben sollten mit einem Abstand zur Wand montiert werden, da im Original so Frostschäden vermieden werden. Also mussten die einzelnen Buchstaben jeweils 2-3 Stege erhalten, mit denen sich sowohl die eigentliche Montage als auch der Wandabstand realisieren lässt. Auf die hier noch erkennbaren zusätzlichen Distanzhülsen haben wir letzten Endes verzichtet, da Frithjof eine Idee zu einer einfacheren Lösung hatte.



Um die Buchstaben später am Gebäude exakt montieren zu können, kam noch eine Bohrlehre hinzu.



Dann ging es auf die Fräse.







Hier sieht man die mit Stiften verlötete und bereits brünierte Schrift mit der Bohrlehre.



Die Bohrlehre konnten wir dann mittig auf der Fassade ausrichten und die Löcher mit 1,5 und 1mm-Bohrern bohren. Das ist im Styrodur keine wirklich harte Arbeit und ging ganz ohne Fräse Sehr glücklich . Ein in die erste Bohrung eingesteckter Bohrer verhindert das unbeabsichtigte Verschieben während der weiteren Arbeit.



Um den Wandabstand zu realisieren, haben wir lediglich zwei Messingstreifen untergelegt, ...







... die man anschließend entnehmen konnte und einen gleichmäßigen Abstand aller Buchstaben hatte. Die Buchstaben sitzen auch ohne Kleber recht fest, ich habe aber sicherheitshalber von hinten noch Ponalwasser in die Bohrungen einziehen lassen.





Schönen Gruß
Volker
Helmut Schmidt - 09.11.12 14:30
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker und Frithjof,

erstklassige gemeinsame Lösung!

Das ist aus meiner Sicht schon lange kein Übungsmodul mehr, sondern Beispiel gebend.
Hydrostat - 12.11.12 12:13
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Helmut,

vielen Dank für Deine lobenden Worte; das wird mir ja langsam unheimlich hier. Da gibt's sicher viele bessere Modellbauer als geeignete Vorbilder.

Beim Pförtnergebäude ging es weiter. Diesesmal habe ich eine Lage Holzfaserhartplatte mit verbaut, auf die für die notwendige Wandstärke innen eine 5mm Styrodurplatte und außen die dünnen 3mm "Travertin"-Plättchen aufgeleimt wurden. Der Deckenbereich entstand aus mehreren Lage Styrodur.















Das Pförtnergebäude erhält abweichend vom Hauptgebäude ein Metallsprossenfenster zur bessernen Übersicht für den Pförtner, der von dort sowohl den eigentlichen Zugang als auch das Werkstor für die Bahn- und LKW-Bedienung im Blick hat. Schnell also eine Zeichnung gemacht ...



etwas Messing-T-Profil 1x1 mm und Winkel 1,5 x1,5 zugesägt und befeilt ...



und direkt auf der Zeichnung auf einem Aluprofil verlötet.



Bereits gelötete Stellen wurden mit Zahnpasta gekühlt.





Am fertigen Objekt hat mich dann allerdings gestört, dass auf der Vorderseite teilweise recht große Lücken an den Stoßstellen zu sehen waren. Frithjofs Vorschlag, Lehren aus Alu unterzulegen, um die Lücken mit Lot füllen zu können, habe ich verworfen, da das wieder eine Fräsarbeit "außer Haus" gewesen wäre. Also habe ich das Ganze nochmal aus PS gebaut, diesesmal aber mit etwas stärkeren T-Profilen 1,5x1,5, was dem Erscheinungsbild m. E. gut tut. Nachdem ich die Profile mit cremeweißer seidenmatter Revellfarbe gestrichen hatte, habe ich die Fenster aus Vivak zugeschnitten und eingeklebt. Trotz zahlreicher schlechter Erfahrungen aus meiner früheren Modellbahnzeit habe ich dazu normalen Plastikkleber namhafter Modellbahnhäuslebauer verwendet, der allerdings gut abgelagert sein muss (s. Bild).





Das hat auch nahezu unfallfrei funktioniert. An einer Scheibe gab es dann doch einen kleinen Klebstoffrand. Fehler muss man halt nur als gewollt interpretieren: Die Scheiben sollten von außen schmutzig wirken. Dazu wurden sie mit Ponalwasser getränkt (das dann auch noch etwas zusätzliche Klebekraft einbringt). Nach Trocknung wurde mit einem leicht feuchten Pinsel wieder abgetragen, neu befeuchtet, abgetragen, (das könnte ich jetzt noch öfter schreiben), bis schließlich der gewünschte Eindruck entstand. Der wird später noch etwas schmutziger, wenn die Fassade gealtert wird.





Die Stoßkanten und Verdickungen der einzelnen Streben erhalten später noch kleinere aufgeblühte Roststellen.



Und ein Blick von innen. Die Spalte am Fensterrahmen sind mittlerweile verschlossen.



Das zum Hauptgebäude weisende Fenster wird wieder ein Holzfenster, bei dem ich die Fehler der vorherigen zu vermeiden versucht habe.

Das Fenster ist aus mehreren Lagen zusammengesetzt. Von außen beginnt es mit einem umlaufenden schmalen Rahmen, dem eigentlichen Fensterrahmen, dessen untere Leiste dicker und leicht abgeschrägt ausgeführt wird. Das Ganze liegt auf einem breiteren Rahmen auf, der den eigentlichen Fensterrahmen darstellt. Darauf wird eine Vivakscheibe geklebt. auf diese wird wiederum innen der umlaufende Fensterrahmen aufgeklebt. Um das Gnaze wird noch ein dünner Furnierstreifen appliziert, damit man die Schnittkante des Vivak nicht sieht.





Der Fenstergriff ist wieder aus Draht entstanden, die Blende jedoch diesesmal aus einem Metallstück. Das war mal der Schienenverbinder eines alten Piko-H0-Hohlgleises, der einseitig bereits eine schöne Rundung aufweist. Mich stört immer noch die sehr grobe Struktur des Furnierholzes. Vielleicht hilft hier auch etwas Schuhcreme.



Schönen Gruß
Volker
Helmut Schmidt - 12.11.12 14:15
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hydrostat hat folgendes geschrieben::
Hallo Helmut,

vielen Dank für Deine lobenden Worte; das wird mir ja langsam unheimlich hier. Da gibt's sicher viele bessere Modellbauer als geeignete Vorbilder.

Hallo Volker,

zum Glück heben sich deine Beiträge, mit den darin von dir vorgestellten Arbeiten wohltundend ab und entsprechen damit aus meiner Sicht auch den Forenziehlen.

Wenn etwas wie dein Metallfenster nicht auf Anhieb gelingt, ist das auch kein Problem dieses zu zeigen.
Deshalb hätte ich gern ein Detailfoto von der von dir beanstalteten Verbindung gesehen.
Vielleicht habe ich für die Zukunft ja noch einen Tipp für dich.

Auf jeden Fall ist es für mich ein Genuss, deine Arbeiten auch aus der Nähe und im Detail zu betrachten und ich muss nicht erst auf Abstand gehen um das Ergebnis zu Ertragen.
Hydrostat - 12.11.12 16:05
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Helmut,

leider sind die Aufnahmen nicht so berauschend; man kann aber erkennen, was ich meine. Da die Vivak-Scheiben von innen eingelegt werden sollen, darf also gleichzeitig kein Lötzinn eindringen, da ich es aus den Ecken nur schlecht wieder herausbekomme. Hast Du da einen Tipp?







Ich lasse aber jetzt das PS-Fenster und mache das MS-Fenster gelegentlich mal in Ruhe fertig. Mittlerweile hat auch das Holzfenster seinen Platz gefunden und das Gebäude den ersten Schmutzregen überstanden.



Es ist vielleicht alles eher eine Frage des Anspruchs als des Könnens?

Schönen Gruß
Volker
fspg2 - 12.11.12 19:47
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

Zitat:
darf also gleichzeitig kein Lötzinn eindringen, da ich es aus den Ecken nur schlecht wieder herausbekomme. Hast Du da einen Tipp?


wenig Lötzinn und Lötwasser - wenn es dann doch zuviel geworden ist, hilft ein Dreikantschaber, mit dem Du vorsichtig das Lötzinn abkratzen kannst. Alternativ kannst Du auch einen alten kleinen Schraubendreher anschleifen und mit diesem genauso vorgehen!

Wenn Dir die Maserung der Fensterrahmen zu grob ist, probiere doch einmal kleine Profil-Leisten aus dem Schiffsmodellbau z.B. Birnbaumbaum oder Nussbaum. Das gibt sie in allen erdenklichen Abmessungen. Zum Schließen der Poren kannst Du anstelle von Schuhcreme auch (Bohner-)wachs nehmen.
Helmut Schmidt - 12.11.12 21:31
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

wenn ich richtig sehe sehe ich kleine Spalten die sich nicht mit Zinn geschlossen haben.

Erst einmal ist es schon optimal solche Passungen möglichst genau zu arbeiten.
Deshalb möchte erst einmal zeigen, wie sich solche Passungen möglichst einfach erstellen lassen.


Das T-Profil einfach auf einen winkeligen Holzklotz legen.


Mit einem Restabschnitt eines Winkel Profils halten und den Abstand mit dem Tiefenmaß eines Messschiebers einstellen.


Jetzt kann der Überstand mit einer Feile einfach auf Mass abgefeilt werden.


So erhält man mit einfachsten Mitteln ein sauberes, passgenaues Profilende.


T-Profilende mit sauberem Übergang.

Sollte diese einmal nicht so optimal gelungen sein, ist noch lange nicht alles verloren.
Eine einfache praktikabel Methode solche Spalten zu verschließen ist, einfach kleine passende Drahtstücke ein zu löten.
Die so geschlossenen Lücken können, dann leicht nach gearbeitet werden.
Aussen ist dieses einfach mit Feile und Schleifklotz möglich.

In den Ecken im Innenwinkel ist das natürlich komplizierter.

Deshalb verwende ich hierfür verschiedenen Stichel was nach meiner Erfahrung noch besser wie mein einem Dreikantschaber geht.


Stichel ideal zum Nacharbeiten von Lötstellen.
Besonders der kleine Vierkantschaber (der Längste) geht dafür besonders gut.
Hydrostat - 12.11.12 21:52
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Frithjof und Helmut,

das mit den eingelegten Drähten werde ich mal versuchen; allerdings mit dem Lötkolben, damit nicht alles wieder auseinanderfällt.

Du hast absolut Recht: Wenn man passgenau arbeitet, lässt sich auch viel besser und sauberer löten. Der Trick mit dem Holzklotz ist gut. Noch einfacher wird es natürlich, wenn man mehrere gleiche Teile benötigt und zusätzlich noch einen Längenanschlag vorsieht; das spart dann das ständige Nachmessen.

Vielen Dank für Eure Tipps!

Volker
Hydrostat - 14.11.12 11:35
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

weiter geht es mit der Dacheindeckung. Das Pförtnerhäuschen erhält ein sichtbares Regenfallrohr, das den Übergang zur anschließenden Fabrikmauer kaschiert. Dazu erhalten Unterkonstruktion und Regenrinne erstmal den notwendigen viereckigen Ausschnitt.



Viereckig? Moment mal. Fallrohre sind doch rund. Zur Quadratur des Kreises braucht's nicht viel: Messingrohr 5 mm, etwas 1 mm Kupferdraht und ein Stück 8 mm Rechteckrohr. Der Draht wird kreisrund um das Rohr gelegt und mittels einer darunterliegenden Klemme fixiert. Das Rechteckrohr liegt einfach darauf auf. Das Ganze wird unter großzügigem Loteinsatz verbunden.





Das Rohteil wird jetzt in die Bohrmaschine eingespannt. Eine im Schraubstock eingespannte Stahlachse dient dabei als als Führung. Dann kann mit Feile und Schleifpapier am laufenden Objekt abgetragen werden, bis ein homogener Übergang entstanden ist. Achtung: Das ist unsachgemäßer Gebrauch und nicht zur Nachahmung empfohlen: Auch nicht, wenn man (so wie ich) immer mit der Laufrichtung abträgt - niemals dagegen. Am unteren Trichterende habe ich versucht, eine Nut einzustechen, um den Übergang vom Trichter zum Rohr darzustellen, der beim Vorbild eingesteckt wäre. Das geht auf einer Drehbank besser; hier werde ich nochmal vorsichtig mit der Laubsäge nacharbeiten.



Nun wartet das gute Stück darauf, verbaut zu werden.



Aber erst, wenn auch die Schellen angebracht sind. Die entstehen aus selbstklebender Kupferfolie. Die Ösenschrauben versuche ich nochmal feiner hinzubekommen. Der hier verwendete 0,5er Draht scheint mir auch noch zu dick zu sein. Die Wandstärke des Rohres oder des Trichters ist später an keiner Stelle sichtbar. Das Rohr verschwindet unten in einem üblichen Gußstück, das ich mir auch noch backen muss.



Ich hätte das Gnze ja gerne anschließend verzinnt, aber das geht aus verständlichen Gründen nicht. Hat vielleicht jemand einen Tipp, womit ich das später einfärben kann? Im Zweifelsfall dann mit der gleichen Farbe wie bei der Dachhaut.

Schönen Gruß
Volker
fspg2 - 14.11.12 19:32
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

ich habe von mehrene Kollegen hier im Forum Tipps dazu bekommen. Helmut´s war der schnellste: Einfach mit Lötpaste alles eingepinselt und mit der Flamme kurz heiß gemacht:


Alter_Lagerschuppen_218 (fspg2)


Die zuvor angelöteten Rinneisen sind nicht wieder abgefallen. Ich bin immer nur in kurzen Abständen vorgegangen.

Danach kannst Du nach herzenslust altern Grins
Helmut Schmidt - 14.11.12 19:43
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Frithjof und Volker,

das mit der Lötpaste ist sicher grundsätzlich die einfachste Lösung.

Nur gibt es an Volkers Rohr eine neuralgische Stelle und zwar den gelöteten Übergang vom Vierkant auf das Rundrohr.

Da würde die Flamme eher Schaden anrichten.

Ansonsten wende ich die Methode mit dem Verzinnen, bei allem aus Metall gern an.
Hydrostat - 14.11.12 21:09
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Frithjof und Helmut,

Operation gelungen - Patient tot. Nein, ganz so schlimm war's nicht:





Ich habe den Trichter mit Zahnpasta zur Kühlung gefüllt; die Lötstelle ist zwar nicht aufgegangen, der Wärmemeintrag hat aber gereicht, um das Zinn in der Kehle zwischen Vierkantprofil und Draht weglaufen zu lassen. Da das Ganze aber ohnehin vorbildfrei ist, sieht's auch so noch glaubwürdig aus. Die (vmtl. durch Überhitzung) unregelmäßige Oberfläche werde ich mir als Korrosion oder abblätternde Farbe zu Nutze machen müssen. Der Glanz bzw. die Glattheit der Fläche unterhalb des Trichters ist zwar Zufall, passt aber gut, da dieser Bereich noch durch die Dachrinne geschützt ist.

@ Frithjof: Wie hast Du denn diese gleichmäßig matte Oberfläche hinbekommen? ist das gestrahlt?

Schönen Gruß
Volker
Helmut Schmidt - 14.11.12 22:13
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

ich wollte ja vorhin schon mein Tor einstellen.

Dafür jetzt nachträglich.


Das Stollenmundtor aus Messingprofilen gelötet verzinnt und gestrahlt.

Schaut es nicht aus wie Feuerverzinkt?
Hydrostat - 26.11.12 16:15
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen!

@ Helmut: Sehr schön! Sieht wirklich überzeugend aus. Und Zinn dunkelt und mattet ja auch recht schnell nach.

Mittlerweile hat das Fallrohr seinen Platz gefunden.



Und nochmal etwas näher.



Frithjof war so freundlich, mir die Schellen aus 1,5mm starkem Messing zu fräsen; die Materialstärke beträgt 0,2mm. Das wirkt doch geringfügig besser als die selbstklebende Kupferfolie, die sich außerdem nachträglich nicht verzinnen lässt, ohne dass sie sich wegen des Klebstoffs aufwirft. Die eigentliche Herausforderung war also die Nachbildung der Ösenschrauben. Zunächst entstand aber aus einigen Kunststoffresten das gusseiserne Abschlussrohr.



Auf der Bohrmaschine überarbeitet und lackiert sieht das dann so aus.



Die Ösenschrauben entstanden aus 0,3 mm Draht, der sich in Form von Schleifkohlenandruckfedern in der Bastelkiste fand. Die Ösen sollten nun möglichst klein werden. Dazu Frithjofs Tipp: Man wickele den Draht einfach um einen anderen herum, biegt ihn einmal um 90° weg und schneidet an der passenden Stelle (wo der Draht sich nach einer Runde wieder selbst trifft) ab. Für Letzteres habe ich eine Nagelschere verwendet. So viel zur Theorie. Tatsächlich ist der 0,3 mm-Draht (selbst als Federdraht!) aber viel zu nachgiebig, als dass man ihn umwickeln könnte. Abhilfe schuf eine spitze Reißnadel, die ich in den Schraubstock eingespannt und ein kleines Stückchen habe überstehen lassen. Dort lässt sich der Draht problemlos herumwickeln. Die Schellen wurden dann für die Ösenschrauben mit 0,3 mm durchbohrt, die Laschen eingekürzt und verrundet, und auf der Rückseite wurden zur Aufnahme der Wandhalter noch 0,8 mm-Löcher gebohrt. Das Ganze wurde dann im vormontierten Zustand verzinnt.



Schönen Gruß
Volker
Helmut Schmidt - 26.11.12 17:05
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Völker,

Sieht doch ausgezeichnet aus und selbst an einem alten Gebäude wird mal etwas repariert.
Warum soll da nicht ein Klempner ein neues Fallrohr angebracht haben.
fspg2 - 26.11.12 22:41
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

da hat sich der zweite Anlauf doch gelohnt Winke
Marcel - 27.11.12 12:55
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Volker, tolle Anleitung mit hervorragendem Ergebnis! Besten Dank dafür Winke
Hydrostat - 03.12.12 20:53
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank, Helmut, Frithjof und Marcel für Eure Posts! @Helmut: Wenn das Gebäude eingebaut wird, bekommt es ohnehin nochmal eine abschließende Alterung verpasst. @Marcel: Ich freue mich auch immer über nachvollziehbare Bauberichte. @Frithjof: Absolut!

Zwischenzeitlich hat das Pförtnerhäuschen noch ein Tor erhalten:
















Nachdem ich mich für eine Schweißkonstruktion entschieden hatte, ging es mit einer maßstäblichen Zeichnung los. Auf dieser konnte ich den umlaufenden Rahmen aus Polystyrol 2,5 x 3 mm kleben. Den gleichmäßigen Lochabstand erhielt ich durch die Verwendung einer Lochplatte mit 4 Löchern, die ich mittig beginnend jeweils weiterversetzt habe, bis ich am Rand angekommen bin. Indem man jeweils das zuletzt gebohrte Loch wieder als Führung für das erste der Lehre verwendet, wird das auch auf lägere Distanz gleichmäßig. In meinem Fall war das ein Abstandshalterreststück eines Miha-Schienenfußes ... Daher entsprechen die Stababstände auch nicht der Zeichnung.



Die Scharniere entstanden aus einem Messingplättchen, Messingwinkeln, zwei Messingschraubenimitaten (vielen Dank nochmal, Wolf!) sowie eingelöteten und anschließend mit dem Hohlfräser verrundeten 0,5mm-Drähten.



Die Rattermarken auf den Profilen und der Zinnauftrag sind schon heftig ...



... fallen aber nach dem Brünieren nicht mehr so sehr auf. Was mir allerdings bis heute nicht so recht gelingen will, ist das Bohren in einer Reihe. Trotz Anreißen und leichtem Vorkörnen mit dem Dreikant (dabei ist es schon schwierig, genau den Treffpunkt der Linien zu finden) laufen mir die Bohrer dann immer etwas weg.



Ein Riegel kam auch noch dazu. Zutaten: 1 mm Eisendraht, Neusilberreste, Messingwinkel. Das geschlitzte Bauteil ist mit dem Draht hart verlötet.



Das Tor hat dann inklusive des montierten Riegels eine Lackierung mit weißglänzender Farbe aus der Sprühdose bekommen. Die Scharnierträger und den Anschlag habe ich schwarz belassen. Ich gehe nämlich fest davon aus, dass dort vorher mal ein anderes Tor hing. Das Tor habe ich dann im eingebauten Zustand mit stark verdünnten Wasser- und Dispersionsfarben gealtert.













Schönen Gruß
Volker
elias - 03.12.12 21:13
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

bin immer wieder sprachlos, was Du alles so zauberst!

Gruß
Wolf
Falko - 04.12.12 07:54
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Zitat:
.....nicht so recht gelingen will, ist das Bohren in einer Reihe. ..... laufen mir die Bohrer dann immer etwas weg.


Das Problem kenn ich auch. Versuch's mal mit einem Zentrierbohrer zum "Ankörnen". Danach mit dem richtigen Durchmesser fertig bohren.
Hydrostat - 04.12.12 09:31
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Wolf,

na, das ist ja eine Überraschung! Schön, dass Du jetzt mit dabei bist Winke ! Und vielen Dank für Dein Lob. Oder wie sollte ich Deine Sprachlosigkeit verstehen?

Falko hat folgendes geschrieben::
Versuch's mal mit einem Zentrierbohrer zum "Ankörnen". Danach mit dem richtigen Durchmesser fertig bohren.


Danke für den Tipp! Dann werde ich mir wohl mal einen zulegen ... Ich habe Dich doch richtig verstanden, dass man sich gleichzeitig das Ankörnen damit sparen kann?

Schönen Gruß
Volker
Helmut Schmidt - 04.12.12 12:40
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Wolf,
auch von mir herzlich willkommen.

Hallo Volker,

kennst du den alten Feinmechaniker Spruch? "Gut gekörnt, ist halb gebohrt."

Genau so ist das, und ich verwende da einen Körner den ich mir aus alten voll Hartmetall 3 mm Fräsern herstelle.
Da ich mir alte Fräser habe, wie ich selbst verwenden kann, kann ich dir gern einen abgeben.


Körner 3mm Durchmesser aus voll Hartmetall


Schleifplatte mit Korn 400 bezogen.

Solch eine Schleifplatte ist sehr nützlich, um eventuelle Rattermarken zu brechen.

Noch besser würde mir dein Gittertor allerdings in grau oder grün gefallen.
Hydrostat - 04.12.12 14:58
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Helmut,

Dein Angebot nehme ich gerne an!

Über die Farbe habe ich mir lange Gedanken gemacht. Sicher liegen Grau und Grün näher, das wurde mir neben dem Sprossenfenster aber zu unruhig. Es kommen ja noch mehr Tore dazu; eins für die (direkt zwischen Verwaltung und Pforte liegende) PKW-Zufahrt und eins für den Gleisanschluss. Über den finalen Farbton entscheide ich dann, wenn ich es mal im Kontext gesehen habe. Das PKW-Tor wird wie dieses als neuere Schweißkonstruktion ausgeführt, für das andere suche ich noch nach einem geeigneten Vorbild. Das darf auch gerne etwas älteres, sprich genietetes werden, da das Verwaltungsgebäude und das Pförtnerhaus Neubauten auf einem älteren Firmengelände aus der Jahrhundertwende (ich meine die vorletzte) sein sollen.

Also, all Ihr Leser da draußen in der Welt - lasst mal Eure Gleistorvorschläge sehen!

Schönen Gruß
Volker
Hydrostat - 13.12.12 15:47
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

Helmuts Körner sind bei mir eingegangen und wurden auch gleich in die laufende Arbeit integriert. Vielen Dank nochmal, Helmut!

Mittlerweile ist das Tor für die PKW-Zufahrt zwischen Verwaltungsgebäude und Pforte entstanden.



Der Bau entspricht weitgehend dem vorigen Tor. Lediglich die eingelegten Blechplatten sind aus Karton und nicht aus PS entstanden. Und ich habe ein wenig Prototyping für Arme betrieben. Aber dazu später, nachdem ich Euch mit ein paar Bildern von Riegel, Hakenfalle und Auflaufstütze gelangweilt habe.












Und damit bin ich auch schon beim Prototyping für Arme. Die Schichtstärke beträgt 2 mm Karton und das Fügen und Versiegeln erfolgt manuell mittels Sekundenkleber.






Mit Feile und Sandpapier erfolgt dann die finale Formgebung. Nein, mal im Ernst: für unkomplizierte, wenig detailiierte Teile mit überwiegend geraden Flächen ist das ein billiges und schnelles Verfahren.



Das folgende Bild zeigt die künftige Position des Tors ...



... und die restlichen den schädlichen Einfluss industrieller Niederschläge.















Leider hatte ich den Karton im unteren Torbereich nicht versiegelt; seit dem Altern sind die Tore etwas verzogen.

Schönen Gruß
Volker
Helmut Schmidt - 14.12.12 00:03
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

Glückwunsch zu deiner Arbeit und auch das gealterte Grau von dem Tor gefällt mir sehr gut. gut

Leider kann ich derzeit nichts vorweisen außer, dass ich für weiteres Rohmaterial für Körner gesorgt habe. Winke
JottHa - 14.12.12 15:54
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

ich spieke ja seit Beginn in Deinem Bericht und bin immer wieder erstaunt, aus welchem Materialien das alles entsteht Geschockt Ich finde Deine 'Übung' großes Kino! Applaus
Das ein Torflügel verzogen ist, macht die Sache doch noch relistischer! Da is Karl Kutscher mit dem Hinterrad hängen geblieben, weil er die Kurve nicht richtig bekommen hat...

Weiter so, ich bleibe treuer Leser.
Max Hensel - 14.12.12 21:15
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo, Volker

ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen: Es ist genial, was dort bei dir entsteht. Dein "Übungsmodul" wird einfach ein richtiges Schmuckstück. Ich freue mich schon auf weitere Bauberichte von dir.

Liebe Grüße

Max.
robby - 14.12.12 21:21
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Ich finde das auch sehr gelungen. Darf man es vllt mal im kommenden Jahr betrachten, vllt in Schenklengsfeld??
Hydrostat - 15.12.12 09:31
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo,

jetzt hätte ich ja gerne ein paar adventliche Bilder von Helmuts Körnern gezeigt. Wenn da mal nicht eins unserer Haushühner dran war ... Naja, macht nichts. Helmut hat ja selbst geschrieben, dass er fleißig für Nachschub sorgt Sehr glücklich . Danke für Deinen Glückwunsch, Helmut. Es bleibt also spannend mit der Farbgebung des Fußgängertores ...

Vielen Dank, JottHa und Max, für Eure motivierenden Posts. Ich freue mich immer, wenn sich ein Leser zu erkennen gibt. Und über nette Worte sowieso. Ich muß aber ganz allgemein mal loswerden, dass mir mittlerweile ein wenig eine kritische Diskussion fehlt ... Ähnliches hatte Frithjof in einem der vorangegangenen Posts ja auch schon angedeutet.

robby hat folgendes geschrieben::
Darf man es vllt mal im kommenden Jahr betrachten, vllt in Schenklengsfeld??

Das wäre schon möglich, Robby, wenn es bis dahin in einem präsentablen Zustand ist. Allerdings bin ich kein IG Spur II-Mitglied und weiß nicht, wie das gehandhabt wird.

Und um niemanden zu langweilen:









"Weiß jemand, was das ist?"


...



"Ja, ich, Herr Lehrer!"

" Ja bitte, Volker" [Muss ich schon wieder den Klassenstreber drannehmen]

"Das sind Luftschutzklappen am Notausgang und an Lüftungsöffnungen eines Luftschutzkellers, der vermutlich erst gegen Kriegsende eingerichtet wurde, da die Klappen wohl wegen fehlender Zulieferteile sehr grobschlächtig aus brenngeschnittenen Eisenplatten gegenüber den eigentlichen Wandrahmen ausgeführt sind. Die Platten zeigen einige Einschußstellen." [Ich weiß was, Herr Lehrer, gell?!]

"Sehr gut. [ Augenrollen ] Und das nächste Mal zeigst Du uns bitte, wie Du das ins Modell umgesetzt hast."

"Ja Herr Lehrer!"

Schönen Gruß,
Volker
JottHa - 15.12.12 14:04
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

wenn man nichts zu kritisieren hat, hat man eben nix - im Übrigen denke ich mal das man Lob auch als positive Kritik bezeichen kann. Grins

(Danke für die Anrede zu meiner Person, ich hasse es immer, wenn man nicht den richtigen Namen weiß und dann das... - hab ich gleich geändert)

Na dann mal fröhliches Klappenbauen...
Hydrostat - 15.12.12 14:25
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Ach, hab ich doch noch ein paar Körner gefunden. Na denn morgen einen schönen 3. Advent!



"Herr Lehrer, ich bin schon fertig mit den Hausaufgaben!"

Zutaten: Eine maßstäbliche Zeichnung aus Freehand MX, ein Ausdruck, Karton 2mm, mit dem Cutter in Form geschnitten und nach dem Tränken befeilt, 0,5 mm starke Polystyrolstreifen, 1,5 mm [gefühlt: Teflon-] Rohr (vielen Dank, dass nicht bereits im Laden erkennbar war, dass es KEIN PS ist und sich auch nicht mit den üblichen Verdächtigen verkleben lässt), etwas Draht und Sekundenkleber.







Und so sieht's dann eingebaut aus. Ich werde später noch den hinteren Rahmen etwas "anputzen", damit es nicht so aufgesetzt wirkt; der hintere Rahmen ist beim Vorbild ja auch ein Wandurchgang mit entsprechender Stärke.










Auf die Einschüsse verzichte ich bewusst; ansonsten wäre das restliche Gebäude um 1950/60 nicht in diesem Zustand zu sehen.

Na, Jörg, JottHa kam mir gleich irgendwie komisch vor Sehr glücklich .

Schönen Gruß
Volker
Erzwegler - 15.12.12 18:57
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,
Deine Arbeit im Forum zu verfolgen macht riesigen Spass! Der Schutzraum hat mich an einen Text an der Kellertüre unseres alten Hauses erinnert. Foto schnappen und in das Reich der Spinnen kriechen. Schau, was sich da ergeben hat. Ein weiterer Hinweis (Schutzraum 11 Personen) mit einem gut sichtbaren, schräg nach unten zeigenden Pfeil fand sich in weißer Schrift auch an der Außenmauer des Gebäudes, allerdings heute nicht mehr vorhanden. Ich wünsche Dir weiterhin ein so gutes Händchen und viel Freude an Deiner Arbeit.
Gruß
Werner

Text Schutzraum (Erzwegler)

Text für einen Schutzraum an der Kellertüre eines alten Hauses
Kellerbahner - 16.12.12 11:59
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

das Vorbildfoto (s. letzte Aufnahme in Deinem Beitrag vom 15.) hast Du sehr gut nachgebildet ... lupe top top Winke

... und gut finde ich auch Deine ausführlich bebilderten Bauberichte Schreiben top .


Gruß vom

Kellerbahner
fspg2 - 17.12.12 19:27
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Moin Volker,

innerlich vertrete ich: "Wo Metall im Original drin ist, will ich es meistens im Modell auch zeigen!"

Natürlich könntest Du mir jetzt entgegnen, dass ich meine Wände aus HDF fräse und nicht Originalsteine verwende Grins

Lange Rede kurzer Sinn: Ich bleibe bei Messing und Neusilber Ausruf ... aber Deine Ergebnisse lassen mich manchmal schon genauer hingucken, ob das wirklich alles aus "Pappe" ist Winke

Zumindest begeistert mich Dein Weg, den ich gerne weiterverfolge und gespannt auf das große Tor bin.

P.S.: Wann änderst Du endlich den Titel und streichst "Übungsmodul"? Winke
Hydrostat - 30.12.12 19:34
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,


seid Ihr noch alle da? Gut. Dann geht's heute etwas weiter.

Erzwegler hat folgendes geschrieben::
Ein weiterer Hinweis (Schutzraum 11 Personen) mit einem gut sichtbaren, schräg nach unten zeigenden Pfeil fand sich in weißer Schrift auch an der Außenmauer des Gebäudes, allerdings heute nicht mehr vorhanden.


Werner, das finde ich ja klasse, dass Du Dir die Mühe gemacht hast und nochmal zum "Kellerkind" wurdest. Vielen Dank! Und bei Deinem Hinweis auf die Beschriftung an der Gebäudeaußenseite sind wir auch schon beim Thema. Da ich mir vorgenommen habe, erst etwas zu schreiben, wenn es auch etwas zu zeigen gibt, hat es diesmal etwas länger gedauert.

Kellerbahner hat folgendes geschrieben::
das Vorbildfoto (s. letzte Aufnahme in Deinem Beitrag vom 15.) hast Du sehr gut nachgebildet ... und gut finde ich auch Deine ausführlich bebilderten Bauberichte Schreiben.


Danke Dir, dann mache ich gleich mal so weiter.








Teilweise wurden die Hinweise seinerzeit mit Schablonen, teilweise auch frei Hand (oder beides) mit fluoreszierender weißer Farbe aufgebracht. Diese Beschriftungen und Pfeile sind bis heute an vielen nach Kriegsende nicht sanierten Gebäuden sichtbar. Wen wundert's, dass auch die Beschriftung per Verordnung geregelt war? Mich nicht. "NA" heißt Notausstieg, "LSR" Luftschutzraum.

Zunächst habe ich mir die benötigten Zeichen mit der entsprechenden Schrifttype und Größe nach Vorbildfotos (die sind ergoogelt und deswegen hier nicht zeigbar) zusammengestellt und auf Fotopapier ausgedruckt. Da die Buchstaben groß genug waren und die Vorbildfotos oft unsaubere Schriften zeigen, konnte ich das dann wie benötigt mit diversen feinen Cutterklingen ausschneiden.





Die so entstandene Schablone habe ich im Bereich der Schnitte mit Sekundenkleber etwas haltbarer gemacht und an der gewünschten Stelle aufgelegt.





Dann habe ich mit einem weichen(!), stumpfen Borstenpinsel Deckweiß in die Schablone gestupft. Dabei dürfen nur die Borstenspitzen leicht mit fast trockener Farbe beaufschlagt sein. Tolles Wort, gell?





Wenn man alles so macht wie ich, sieht das dann so aus:





Wie, der Pfeil fehlt noch? Da ist er.





fspg2 hat folgendes geschrieben::
[...] innerlich vertrete ich: "Wo Metall im Original drin ist, will ich es meistens im Modell auch zeigen!"
Natürlich könntest Du mir jetzt entgegnen, dass ich meine Wände aus HDF fräse und nicht Originalsteine verwende.
Lange Rede kurzer Sinn: Ich bleibe bei Messing und Neusilber ... aber Deine Ergebnisse lassen mich manchmal schon genauer hingucken, ob das wirklich alles aus "Pappe" ist.
Zumindest begeistert mich Dein Weg, den ich gerne weiterverfolge und gespannt auf das große Tor bin.


Nein Frithjof, das entgegne ich Dir nicht. Eigentlich teile ich Deine Auffassung. Ich orientiere mich halt andererseits auch gerne an dem, was Mutter Natur gerade so zu bieten hat. Aber wegen des noch fehlenden Tores hast Du mich jetzt herausgefordert ...

Zitat:
P.S.: Wann änderst Du endlich den Titel und streichst "Übungsmodul"? Winke


Ich weiß nicht in welcher Farbe. Da kriege ich gleich von Helmut wieder eins auf's Dach.

Schönen Gruß
Volker
fspg2 - 30.12.12 22:13
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

geniale Idee, das Fotopapier als Schablone zu verwenden Ausruf

Zitat:
konnte ich das dann wie benötigt mit diversen feinen Cutterklingen ausschneiden.


Bördelt das Papier beim Schneiden mit dem Cutter an den Kanten nicht auf?

..ebenso überzeugend sieht Dein Ergebnis der Beschriftung aus Winke


Zitat:
Zitat:
P.S.: Wann änderst Du endlich den Titel und streichst "Übungsmodul"? Winke

Ich weiß nicht in welcher Farbe.


Da weiß ich was:


weiss (fspg2)



Uebungsmodul (fspg2)

Hydrostat - 30.12.12 22:55
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
fspg2 hat folgendes geschrieben::
Bördelt das Papier beim Schneiden mit dem Cutter an den Kanten nicht auf?


(Aufbördeln ... ob er wohl ausfransen meint? Ich antworte mal vorsichtshalber doppelt.)

Voraussetzung für einen sauberen Schnitt ist eine sehr scharfe Klinge, mit der man beim Fotopapier problemlos auch durch das Papier hindurchdrücken kann. Grundsätzliche schaue ich immer mal wieder auf die Rückseite, um zu sehen, ob die Schnitte durchgängig sind. Dann drücke ich die Teile immer von der Rückseite aus nach vorne heraus. Ebenso wichtig ist eine Schneidematte; Karton ist nach einigen Schnitten nicht mehr für feine Arbeiten zu gebrauchen, da das Messer in schon vorhandene Schnittlinien abrutscht.

Das Aufbördeln/Aufwerfen eines Schnittwulstes lässt sich bei Karton/Papier nur verhindern, wenn man ein Messer mit einer senkrechten Schnittkante zur Verfügung hat. Die gegenüberliegende Schnittkante wirft sich also trotzdem auf. Aber auch das ist kein Problem, wenn man das Papier anschließend noch wie gehabt mit Sekundenkleber und Feile/Schleifpapier weiterbehandelt. So lassen sich auch bei großen Materialstärken "knackscharfe" Kanten herstellen.

Zitat:
Da weiß ich was:


Der war gut Lachend
Da wird Helmut wieder Einspruch erheben, dem Grau halt deutlich besser gefällt.

Schönen Gruß
Volker
Helmut Schmidt - 30.12.12 23:06
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hydrostat hat folgendes geschrieben::

Der war gut Lachend
Da wird Helmut wieder Einspruch erheben, dem Grau halt deutlich besser gefällt.

Schönen Gruß Volker

Hallo Volker,
wie schrieb Frithjof doch schon am 31.10.12
fspg2 hat folgendes geschrieben::
Moin Volker,

...von wegen "Übungsmodul" Frage Ausruf

Ich finde den Titel ja fast schon "frech" Winke Grins


und ich am 09.11.12
Helmut Schmidt hat folgendes geschrieben::
Hallo Volker und Frithjof,

erstklassige gemeinsame Lösung!

Das ist aus meiner Sicht schon lange kein Übungsmodul mehr, sondern Beispiel gebend.


Frithjofs aktueller Farbvorschlag findet aber meine absolute Zustimmung.

So und nun gehe ich schnell, bevor es heißt ich gebe dir wieder eins aufs Dach. Verstecken
Erzwegler - 31.12.12 18:45
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,
es freut mich, dass ich ein wenig helfen konnte. Aus der Erinnerung kann ich noch ergänzen, dass der Pfeil außen am Haus ziemlich auffällig war und mit etwa 30 Grad nach unten in Richtung Hauseingang gerichtet war. Seine Länge betrug ca. 25 - 30 cm, die Dicke um 7 - 8 cm. Die als stumpfer Winkel ausgebildete Spitze war ca. 12 cm breit und stand somit auf den beiden Seiten des Schaftes ca. 2 cm über. Das Haus steht mit seinem Giebel auffällig nah an der Straße und trug den Hinweis mit Pfeil an den beiden Traufseiten ca. 10 - 15 cm von der Hausecke entfernt. Wie auf meinem Foto gut zu erkennen ist, war die damals verwendete Schablone bei weitem nicht so sorgfältig gestaltet wie die von Deinem Modell.
Einen guten Rutsch und viele Grüße
Werner
HSBAchim - 01.01.13 20:44
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
N'Abend Volker,

dein Bericht ist wirklich sehr interessant. Und man lernt nebenbei noch so einige geschichtliche Hintergründe. Modellbau ist eben auch Bildung. Idee

Die Beschriftungstechnik mit der Schablone scheint ja gut zu funktionieren. Das will ich bei meinem aktuellen Waggonbauprojekt auch mal ausprobieren.
JottHa - 01.01.13 21:31
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

das mit der Schablone hatte ich mal probiert und es war ein totaler Mißerfolg Heulend - durch Dich habe ich ein paar Tips bekommen, die ich demnächst mal umsetzen werde. Jedoch plagt mich die Frage: Fotokarton... meinst Du damit das handelsübliche Fotopapier für die Drucker oder ist das Spaezialpapier, wie für Papierabzüge üblich? Ich habe nur einen s/w Laserdrucker und da weiß ich natürlich nicht ob das normale Glossypapier überhaupt geht, nicht das mir die Walzen verkleben oder so...
Entschuldigt die Fragen, aber das ist für mich Neuland aber recht interessant... Verlegen
Hydrostat - 02.01.13 10:30
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen!

Erzwegler hat folgendes geschrieben::
(...) Aus der Erinnerung kann ich noch ergänzen, dass der Pfeil außen am Haus ziemlich auffällig war und mit etwa 30 Grad nach unten in Richtung Hauseingang gerichtet war. Seine Länge betrug ca. 25 - 30 cm, die Dicke um 7 - 8 cm. Die als stumpfer Winkel ausgebildete Spitze war ca. 12 cm breit und stand somit auf den beiden Seiten des Schaftes ca. 2 cm über. Das Haus steht mit seinem Giebel auffällig nah an der Straße und trug den Hinweis mit Pfeil an den beiden Traufseiten ca. 10 - 15 cm von der Hausecke entfernt. Wie auf meinem Foto gut zu erkennen ist, war die damals verwendete Schablone bei weitem nicht so sorgfältig gestaltet wie die von Deinem Modell.
(...)


Werner, wenn man nach Begriffen wie Luftschutzkeller oder Luftschutzpfeil sucht, findet man zahlreiche Beispiele, die insbesondere auch die Uneinheitlichkeit und das oft Improvisierte dokumentieren. Auch das von Dir Beschriebene findet sich in ähnlicher Form. Hier gibt es z. B. ein paar weitere Informationen zum Thema Luftschutzpfeile und Co. Ob man das Grauen auch im Maßstab 1:22,5 verkleinern kann?

HSBAchim hat folgendes geschrieben::
(...) dein Bericht ist wirklich sehr interessant. Und man lernt nebenbei noch so einige geschichtliche Hintergründe. Modellbau ist eben auch Bildung. Idee
Die Beschriftungstechnik mit der Schablone scheint ja gut zu funktionieren. Das will ich bei meinem aktuellen Waggonbauprojekt auch mal ausprobieren.


Achim, das ergibt sich doch automatisch, wenn man sich mit einem Thema intensiv befasst; egal mit welchem. Ich verstehe manchmal nicht so recht, weswegen hier im Forum öfters davon zu lesen ist, dass "Modellbau doch Spaß machen soll", wenn es um Detail- und Vorbildtreue geht. Für meinen Teil darf ich sagen, dass es mir unglaublichen Spaß bereitet, mich in eine Situation hineinzudenken und mich bei der Umsetzung an der Wirklichkeit/am Vorbild (egal ob existent oder vergangen) zu messen. Sehr glücklich

Die Zeichenhöhe beträgt bei mir ca. 9 mm. Das mag für eine groß und "schnell" angeschriebene Wagennummer funktionieren; bei kleineren Schriften dürfte das aber schwierig umzusetzen sein. Aber: Versuch macht kluch! Ich würde eher - wenn nicht zu Decals - zu Maskierfolie greifen und mir die Schablone plotten lassen und dann aufstupfen/-sprühen. Hat das hier mal jemand versucht?

JottHa hat folgendes geschrieben::
(...) Jedoch plagt mich die Frage: Fotokarton... meinst Du damit das handelsübliche Fotopapier für die Drucker oder ist das Spaezialpapier, wie für Papierabzüge üblich? Ich habe nur einen s/w Laserdrucker und da weiß ich natürlich nicht ob das normale Glossypapier überhaupt geht, nicht das mir die Walzen verkleben oder so...
Entschuldigt die Fragen, aber das ist für mich Neuland aber recht interessant...


Jörg, das ist das normale Glossypapier. Das habe ich verwendet, weil es 2.) sehr "dicht" ist, also beim Reißen und erst recht beim Schneiden kaum zum Fasern neigt und 1.) gerade da war. Du kannst es mit jedem gewöhnlichen Druckerpapier oder auch bedruckbarer Folie ausprobieren (gibt's auch für Laser); Letzteres hätte sogar den Vorteil leichterer Positionierbarkeit und muss nicht mal versiegelt werden. Je dünner das Medium, desto exakter lassen sich die Schnitte führen.

Schönen Gruß
Volker
Henry (Henner) - 07.01.13 04:43
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Volker,
Deine Modellbaukuenste sind wirklich ueberragend! Ich habe besonders Deine Pflasterarbeiten mit Interesse verfolgt. Ich moechte sowas bei meinem Guinness Ueberladekran ausprobieren:
http://www.buntbahn.de/modellbau/viewtopic.php?t=9905&start=70
Da es sich hier um Echtdampf mit Oel und Wasser handelt, werde ich wohl die Steine "versiegeln" muessen. Haettest Du einen Ratschlag fuer mich, welche Materialien/Farben ich verwenden sollte?
Regards
Hydrostat - 07.01.13 12:01
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Henry,

vielen Dank für das Lob Verlegen ! Da muss ich mich auch als stiller Bewunderer Deiner Arbeit outen - wenn mich auch die falsche Spurweite stört ... aber das tut der modellbauerischen/handwerklichen Qualität Deiner Arbeit keinen Abbruch!

Mangels Erfahrung kann ich Dir nur mit meinen Überlegungen weiterhelfen.

Du kannst z. B. den Aufbau in Gips machen und das Ganze nach vollständiger Durchgestaltung mit einem so stark verdünnten matten Lack versiegeln, dass er in den Gips einzieht, allerdings wird es evtl. ein paar Stellen geben, an denen trotzdem Feuchtigkeit eindringt - und der Lack wird das Erscheinungsbild auch irgendwie verändern. Außerdem hast Du ja nur eine dünne Pigmentschicht über dem weißen Gips; eine Beschädigung fällt also schnell auf, wenn Du den Gips nicht mit schwarzem Pigment färbst.

Ich würde es daher mit Zement, Estrich, Glattputz o.ä. für den Außenbereich versuchen, allerdings ohne die Zugabe von Sand oder wenn überhaupt nur von Gesteinsstaub (den Du dann ohnehin für die Fugen brauchst). Einfach mal im Baumarkt schauen/fragen, was es so gibt. Solange das Material nicht vollkommen abgebunden hat, müsste es sich auch noch bearbeiten lassen. Es gibt bei uns zum Verputzen von hartschaumisolierten Gebäuden so ein Vlies mit Netzstruktur; so was würde ich auch zuunterst einlegen, damit nachher nichts reißt.

Noch eine Möglichkeit wäre eine Paste aus Gesteinsstaub und wasserunlöslichem Ponal (Elmer's Glue?), die sich im richtigen Mischungsverhältnis gut formen lässt; das habe ich mit normalem Ponal zu meinen H0-Zeiten z. B. für Traktorspuren auf Feldwegen gemacht.

Bei den beiden letztgenannten Varianten käme die Ausgestaltung dann hinterher: Verkleben des "Pflastersandes" dann mit wasserfestem Ponal oder einem Bindemittel auf Acrylbasis (gibt's im Künstlerbedarf zur Vrewendung mit Pigmenten).

Tut mir leid, dass ich Dir nichts Erprobtes nennen kann - ich bin aber schon sehr auf Deine Ergebnisse gespannt!

Hätte ich fast vergessen: Ist die Grundplatte wasserfest?

Schönen Gruß über den Teich!

Volker
Hydrostat - 16.01.13 13:27
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

mir fehlt ja noch eine Fabrikmauer. Bei meiner Suche bin ich auf das hier gestoßen:





AAArrrghhh.

Schönen Gruß
Volker
Helmut Schmidt - 16.01.13 15:44
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

ich habe bei mir genau solche Ziegelmauern für den Klosterstollen gemacht.


Fehlt eigentlich nur noch etwas Putz.
Hydrostat - 17.01.13 17:41
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Na gut. Vielleicht hätte ich gleich sagen sollen, dass es auf meinem Schreibtisch lag.





Irgendwo muss ich ja mein Gleistor dranhängen.





Die sichtbaren Fleckenränder habe ich nach der Aufnahme noch beseitigt.





Schönen Gruß
Volker
volvospeed - 20.01.13 18:02
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

der erste Tag in Eurem Forum hier und mich haute es andauernd vom Stuhl, als ich nun Deinen ganzen Bericht hier gelesen habe. Absolut tolle Sachen baust Du, das ist richtige Handwerkskunst !!!
Hab schon viel gesehen, aber das ist fantastisch.
Hydrostat - 21.01.13 15:50
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Manuel,

dann auch von mir erstmal herzlich willkommen im Forum!

Vielen Dank für Deine freundlichen Worte; im Vergleich zu manchen Arbeiten im O-, HO- oder N-Bereich halte ich meine Sachen selbst nicht für so außergewöhnlich. Leider liegt der Fokus der Modellbauer mit überdurchschnittlichem Anspruch in unserer Baugröße meistens eher auf den Fahrzeugen, so dass es nicht allzuviele Vergleichsmöglichkeiten gibt. Sicher hast Du aber schon die Arbeiten von Marcel Ackle gesehen? In den USA gibt es einige erstklassige Modellbauer, z. B. Chuck Doan oder Marc Reusser, deren Arbeiten einen meistens im Unklaren lassen, ob es sich um Modell oder Realität handelt.

Sollte ich mich bezüglich der Sache mit dem Fokus irren, bitte ich bei den ungewollt Getroffenen um Entschuldigung für meine mangelnde Kenntnis.

Schönen Gruß
Volker
Hydrostat - 23.01.13 21:19
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

so sieht das Ganze dann im Kontext montiert aus. Hier zuerst die Straßenseite:








Und hier die Werksseite.











Schönen Gruß
Volker
Hydrostat - 01.02.13 20:47
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen, hallo Volker (wenigstens von Dir weiß ich, dass Du Deine eigenen Beiträge liest)

ich habe wieder ein wenig gebastelt.

Das ist der Straßenbelag der PKW-Werkszufahrt.



Das ist der Gussasphalt im Durchgang des Pförtnerhäuschens.



Das ist bröckelig.



Und das ist ein schlechtes Foto eines im Werden begriffenen Schreibtischs für den Pförtner. Mir graut schon vor dem Stuhl.



Schönen Gruß
Volker
Helmut Schmidt - 01.02.13 22:12
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hydrostat hat folgendes geschrieben::
Hallo zusammen, hallo Volker (wenigstens von Dir weiß ich, dass Du Deine eigenen Beiträge liest)

Hallo Volker,
was soll ich sagen ich bin auch regelmäßiger Leser deiner hervorragenden Beiträge.

Ja das lesen der eigenen Beiträge kenne ich auch nur zur genüge und dann immer wieder die Frage, was habe ich falsch gemacht, dass es so wenig Resonanz und keine Nachfragen gibt.

Klicks sind nicht alles, dann könnten wir unsere Beiträge auch auf eine Homepage stellen und die Zugriffe zählen.

Aber weiter so, ich freue mich über jeden Beitrag von dir und lesen ihn auch genau, dabei genieße die schönen Bilder deiner Modellbaukunst.
uwer - 01.02.13 22:51
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

lass dich bitte nicht entmutigen.
Ich schreibe nur selten, aber ich geniesse Beiträge wie deinen und habe eine Vorstellung davon, welche Mühe es macht die eigene Arbeit so ausgiebig zu dokumentieren.
Für mich dürftest Du zu jedem Bild ausführlich die Entstehungsgeschichte beschreiben, aber dann würdest Du ja nicht mehr zum bauen kommen!
Ich denke, den meisten geht es wie mir, wenn man so etwas nicht selber baut und mit den Problemen kämpft, dann will man auch nicht immer nach jedem Detail fragen, obwohl es einen interessiert.

Ein paar allgemeine Hinweise zur Farbgestaltung würden mich aber schon interessieren!

Gruß
Uwe
Hydrostat - 02.02.13 11:06
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Helmut und Uwe,

vieln Dank für Eure Posts.

uwer hat folgendes geschrieben::
Hallo Volker,

lass dich bitte nicht entmutigen. [...]


Keine Angst, Uwe. Trotzdem vielen Dank an alle, die bisher in irgendeiner Form geantwortet haben!

Schönen Gruß
Volker
fspg2 - 03.02.13 11:00
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Moin Volker,

ich bin immer wieder begeistert, wie Du die Realität in den Farben und Materialien im Maßstab verkleinerst. Dein Putz-Bild hatte ich für echt gehalten Winke

Über Deinem Schreibtisch könnte doch solch eine Lampe aus dem Spur-O-Bereich hängen:


Spur-0_Lampenschirm_15,5mm (fspg2)

Hydrostat - 03.02.13 15:13
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Frithjof,

an genau so etwas hatte ich gedacht! Der Durchmesser erscheint mir auch passend; bei mir hängt eine alte Industrielampe mit ca. 35 cm Durchmesser; das würde ja prima passen!

Wo gibt's die Schirme denn?

Mittlerweile sieht der Tisch schon wieder etwas anders aus:



Nachdem ich das Foto gesehen hatte, habe ich die Alterung deutlich zurückgenommen. Davon gibt's aber (noch) kein Bild.

Schönen Gruß
Volker
HSBAchim - 03.02.13 18:10
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

du baust nicht nur wunderschöne realistische Modelle, sondern du setzt sie auch fotografisch hervorragend in Szene. Durch die gekonnte Ausleuchtung fällt es mir manchmal schwer zu erkennen, ob es sich um Original oder Fälschung handelt.

Kannst du vielleicht etwas mehr darüber schreiben, wie du das rote Granitpflaster in der Einfahrt gemacht hast? Ist das aus Gips herausgekratzt?
Hydrostat - 03.02.13 19:01
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Achim,

ehrlich gesagt gebe ich mir bei der Ausleuchtung gar nicht so viel Mühe, beherzige aber einige Tipps, die Frithjof mir gegeben hat. In allgmeiner Form hat er zu dem Thema schon mal an anderer Stelle etwas hervorragend zusammengefasst (Frithjof, kannst Du vielleicht einen Permalink setzen; ich finde das nicht auf die Schnelle?).

Ich benutze zum Fotografieren mittlerweile einen 2x800W Baustrahler, mit dem ich über die weiße Decke indirektes Licht bekomme (oder noch lieber Tageslicht, wenn ausreichend vorhanden). 1000W wären besser - falls jemand über eine Anschaffung nachdenkt. Mein Strahler hat etwa 25 € im Baumarkt gekostet und war eine lohnende Investition.

Manchmal mache ich auch absichtlich etwas "falsch": Beim Schreibtischbild hatte ich leichtes natürliches Gegenlicht und das warme Strahlerlicht auf der Sichtseite. Dadurch ergibt sich der Eindruck des Kunstlichts im Gebäudeinneren und des Tageslichts außen.

Im Detail schreibe ich im kommenden Modelers' Annual über das Projekt. Zum Segmentbogenpflaster sei aber so viel verraten, dass es ähnlich dem anderen Pflaster auch aus Gips entstanden ist.

Schönen Gruß
Volker
fspg2 - 03.02.13 22:20
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

Zitat:
Wo gibt's die Schirme denn?


Morgen gegen 10.00 Uhr in Deinem Briefkasten Ausruf

Über die indirekte Beleuchtung hatte ich hier etwas geschrieben. Ansonsten zu Fototipps gibt es auf diesen Seiten ein bisschen zu lesen.
HSBAchim - 04.02.13 08:32
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker und Frithjof,

gerade die richtige Beleuchtung ist bei der Fotografie sehr anspruchsvoll. Wenn es irgendwie möglich ist, benutze ich deswegen am liebsten natürliches Tageslicht. Manchmal ist auch eine lange Belichtungszeit von Vorteil, um eine schummrige Lichtstimmung einzufangen. Mit Stativ, Selbstauslöser und Spiegelverriegelung sind Belichtungszeiten von mehreren Sekunden kein Problem. Den Vorteil der Modellfotografie, dass es sich meist um unbewegte Objekte handelt, kann man sich da gut zu Nutze machen.

Dein Rundbogenpflaster finde ich deswegen so außergewöhnlich, weil du hier sehr gut die Verteilung der Steingrößen im Bogenverlauf wiedergegeben hast. Die kleinsten Steine liegen außen und die größten Steine im Scheitelpunkt des Bogens. Wenn man diese Verteilung nämlich nicht beachtet, dann wird beim Pflastern der Radius des Bogens nach ein paar Reihen immer größer und der Bogen zur Geraden. Solch einen Realismus sieht man selten im Modell, und es zeigt mir, dass du dich vorher intensiv mit der Materie beschäftigt hast.

Sehr beeindruckend. lupe
Max Hensel - 04.02.13 17:55
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo, Volker

ich erfreue mich immer wieder, deine Bauberichte zu lesen. Sowohl die Baudokumentation als auch der gezeigte Modellbau sind meiner Meinung nach vorbildlich, sowas sieht man nicht so häufig im Forum.

Insbesondere die Toreinfahrt mit dem vorbildgerechten Pflaster und dem Tor ansich haben mich sehr beeindruckt.

Liebe Grüße

Max.
JottHa - 04.02.13 20:02
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Bei soviel Perfektionismus verschlägt es einem die Sprache - hab durch diesen Beitrag schon viele Inspirationen und hilfreiche Tipps bekommen - dafür möchte ich mich einmal herzlich bedanken - ebenso bei den vielen anderen Modellbahnern Respekt
Hydrostat - 04.02.13 22:03
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

@Achim: Davon kannst Du ausgehen Sehr glücklich .

@Max: Und ich freue mich immer, wenn jemand auch mal etwas zu den Beiträgen schreibt. Dafür ist das ja auch ein Forum ... Vielen Dank für die netten Worte! Ich finde, dass Du auch auf hohem Niveau baust. Weiter so!

@Jörg: Hoffentlich kannst Du morgen wieder sprechen! Und ich freue mich, dass Du Deine Anregungen hier und anderswo im Forum beziehst - und darüber auch schreibst.

@Frithjof: Danke für die Links! Und für die Eillieferung sowieso ...

Und die sah so aus:





Wir sehen einen Lampenschirm, einen Schalter, einen Steckdose, eine Verteilerdose und Kabelschellen - bis auf den Lampenschirm alles aus dem Frithjofschen Betriebe. (Ich bin ja immer wieder baff, was Du für feine Sachen zustandebringst. Da hätte ich in Pappe kapituliert).

Natürlich wollte das Ganze nach Brünieren und Lackieren auch gleich verbaut werden:







Ja, die Lampe funktioniert auch.




Man muss nur am Schalter drehen (kleine Hommage an Frithjof):



Aber heute nicht mehr.

Schönen Gruß
Volker
Hydrostat - 09.02.13 21:18
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

kleines Update: Eine aufkeimende Birke mit etwas Grünzeug und eine Auflauffalle für das Gleistor sind hinzugekommen.






Schönen Gruß
Volker
Hydrostat - 28.02.13 10:22
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

so wie's aussieht, wird die WIMAG erstmals dieses Jahr auf der JHV der IG Spur 2 in Schenklengsfeld (09.05.-12.05.2013) zu sehen sein. Da ich nur einseitig einen genormten Modulanschluss hatte, musste ich noch ein Segment ergänzen, um auch auf der anderen Seite eine zur Modulkante rechtwinklige Gleisachse und den entsprechenden Modulkopf zu bekommen.



Dazu habe ich einen zweiten, bereits vorhandenen Modulrahmen zersägt und entsprechend angepasst.



Nach dem Auffüttern mit Styrodur konnten die Gleise verlegt werden.



Um einen passgenauen Übergang zum anderen Segment zu erreichen, wurden beide Teile mit Führungshülsen verschraubt und erst dann die Gleise vor Ort angepasst.



Die "Rillenschienen" entstanden dieses Mal aus Kunststoffvollprofil 2x3 mm und Winkeln 8x8mm, die mit 1 mm-Zwischenlagen unterfüttert wurden. Die Abweichung von der bisherigen Bauweise hat natürlich triftige Gründe: Faulheit und Opportunismus. Das Material war nämlich als Ausschuss von Wolfs Sauerland-Modulen übrig und bedurfte keiner weiteren Bearbeitung. Das ist dann zwar etwas höher als der Schienenkopf, passt aber gut zu verschlissenen Gleisen. Dort, wo es mir zu hoch erschien, habe ich mit einer abgebrochenen Feile problemlos Material abtragen können. Auf maßstäbliche Gleise habe ich verzichtet; das wäre gegenüber dem Ausgangsstück nur unangenehm aufgefallen. Aber irgendwann hat sich's ja ausgeübt Lachend .





Am modulkopfgerechten Ende habe ich übrigens (wie auch beim Übungsmodul) um den Schienenfuß genug Platz gelassen, um auch Schienenverbinder (allerdings nur noch Thiel ...) aufschieben zu können. Wer weiß, wozu's mal gut ist (ich).

Ob's bis Mai fertig ist, sei dahingestellt. Befahren kann man es aber (wenn's keine Pizzaschneider sind).

Schönen Gruß

Volker
Max Hensel - 28.02.13 13:19
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hydrostat hat folgendes geschrieben::


so wie's aussieht, wird die WIMAG erstmals dieses Jahr auf der JHV der IG Spur 2 in Schenklengsfeld (09.05.-12.05.2013) zu sehen sein.


Hallo, Volker

das sind ja gute Nachrichten, da freue ich mich schon dein Werk erstmals in Natura zusehen Grins

Außerdem bin ich natürlich auf weitere Bilder hier im Forum gespannt; dein neustes Segment bietet sicherlich noch viele tolle Gestaltungsmöglichkeiten.

In diesem Sinne liebe Grüße

Max.
fido - 28.02.13 15:01
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hydrostat hat folgendes geschrieben::
Am modulkopfgerechten Ende habe ich übrigens (wie auch beim Übungsmodul) um den Schienenfuß genug Platz gelassen, um auch Schienenverbinder (allerdings nur noch Thiel ...) aufschieben zu können. Wer weiß, wozu's mal gut ist (ich)

Hallo Volker,

ich bringe passende Gleise nach Schenklengsfeld mit, so dass wir auf jeden Fall ein Gleis anschließen können. Es ist daher sehr gut, dass Du Platz für eine Lasche gelassen hast.
Hydrostat - 02.03.13 17:03
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Max,

ich freue mich auch darauf, viele Buntbahner mal persönlich kennenzulernen. Dein Schotterwerk habe ich letztes Jahr zwar schon gesehen, war seinerzeit aber noch nicht im Forum aktiv.

@fido:

An und für sich sollte es auch ohne gehen, da die Übergänge nach den IG Spur II-Normen hergestellt sind.

Kein Beitrag ohne Bilder:





Da muss ich wohl nochmal ran.

Schönen Gruß

Volker
Bust - 02.03.13 17:37
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

dein Gebüsch oder vielleicht sollte man vielleicht Getrüpp im Maßstab 1:22,5 nennen sieht (wie dein gesamtes Übungsmodul!) umwerfend aus! Was hast du denn für ein Ausgangsmaterial vor Flock und Farbe dafür genutzt?

Viel Spaß beim Basteln,
Bastian
Hydrostat - 02.03.13 18:11
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Bastian,

freut mich sehr, dass auch mal eine Frage kommt!

Du kannst ja nicht wissen, dass ich das auch gerne wissen würde ...
Es sind Samenstände eines Baumes aus der weiteren Nachbarschaft, die ich im vergangenen Jahr gesammelt hatte; ich hoffe, dass ich in diesem Frühjahr herausfinde, welche Art das ist. Die Beflockung ist dort nämlich bereits enthalten Winke . Ich habe die Ästchen lediglich mit Fixativ und einem Hauch grüner Sprühfarbe überzogen. Da das irgendwie dauerhaft haftend bleibt, probiere ich nochmal etwas anders aus.

Auf dem Boden befinden sich neben diversen Stäuben noch gemahlenes braunes Streumaterial (ja, genau das, das man eigentlich nicht verwendet) sowie ein paar Flocken von Woodland Scenics. Dazu kann ich Dir aber auch nicht mehr sagen, da die schon bald 20 Jahre abgelagert sind und keine Schildchen mehr dran kleben.

Schönen Gruß
Volker
Mattiacus - 03.03.13 11:55
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,
Hallo Bastian,

vielleicht könnte in diesem Fall Botanikus in seiner Eigenschaft als Gärtner weiterhelfen!

Ansonsten freue ich mich auf die «Inaugenscheinnnahme» des Übungsmoduls in Schenklengsfeld! Winke


Höllische Grüße Grinseteufel
Horst
Bust - 03.03.13 12:15
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Moin Volker,

Erst einmal Danke für die Auskunft, das zeigt mir malwieder, dass ich wohl etwas öfter mit offenen Augen durch die Natur laufen sollte! Das Ergebnis kann sich ja auf jeden Fall sehen lassen und vielleicht kriegen wir ja auch irgendwann heraus welcher Baum es war, aber auch dann muss man den natürlich erstmal selber finden.

Und zum
Zitat:
gemahlenes braunes Streumaterial

kann ich nur sagen, wenn es danach so aussieht, darf man alles nehmen!

Beste Grüße,
Bastian
Botanikus - 03.03.13 16:34
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hi Volker,
dein Gebüsch ist einfach super. top
mfg
Herbert
fspg2 - 04.03.13 19:19
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

Zitat:
Da muss ich wohl nochmal ran.


Eindeutig "JA"!... noch mehr zeigen Ausruf Winke
Hydrostat - 04.03.13 20:42
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

Frithjofs Wunsch möchte ich gerne entsprechen, aber - naja, da gibt's nicht so sehr viel zu sehen.

Eine Ecke neben dem Verwaltungsgebäude musste irgendwie geschlossen werden. Um ein Geländeprofil anzudeuten und meine Gipsbruchsteinmauer endlich auch mal verbraten zu können, kam dort also eine kleine Erhebung mit Mauer und Entwässerungsgrabenandeutung hin. Aus Gewichtsgründen besteht der Kern der geologisch höchst interessanten Formation von atemberaubender Schönheit aus Styrodur. Ich hatte aber nicht mehr auf dem Radar, dass der Weißleim zwichen den Styrodurblöcken länger zum Trocknen benötigt. Als ich dann den flüssigen Gips in die Schalung gegossen habe, sind die Styrodurblöcke aufgeschwommen ... Also dran denken: ein paar Tage Trockenzeit oder alternativ Zahnstocher wirken Wunder.





Die Grundfläche habe ich dann braun gestrichen ...





... und anschließend verschiedene Stäube und in einer Kaffeemühle gemahlenes/aufgefasertes braunes Streumaterial mit Ponalwasser verklebt. Die Schalung benötigte ich für eine scharfe Trennkante zum Gebäude.





Leider kann ich von den weiteren Schritten keine Bilder zeigen. Für die Wiese habe ich aber die Methode von Rick Reimer angewandt: http://www.youtube.com/watch?v=d2rOO1hN8_U. Darauf habe ich dann mit Sprühkleber besagte Blütenstände aufgebklebt, die vorher ganz leicht mit grüner Acrylsprühfarbe und Firnis behandelt wurden. Wenn man genau hinsieht, bemerkt man auch einige Äste, die zu viel Farbe abbekommen haben. Da steckt für spätere Projekte noch technisches und gestalterisches Verbesserungspotential drin Cool .





Der Bereich vor der Mauer hat auch eine Grasschicht erhalten, über die das Gestrüpp hinüberragt. Abschließend habe ich noch ganz sparsam einige Flocken aufgebracht.










Irgendwann gibt's nochmal bessere Bilder.

Volker
Hydrostat - 21.03.13 19:05
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

in der letzten Zeit habe ich mich mit dem Straßenbau auf dem Ergänzungssegment beschäftigt. Zunächst wurde nach dem bereits hinreichend beschriebenen Verfahren die Straße gepflastert. Allerdings habe ich den Gips dieses Mal mit Abtönfarbe grau eingefärbt, damit etwaige Abplatzungen später nicht so sehr auffallen. Die Abtönfarbe hat auch den Nebeneffekt, dass der Gips auch nach dem Abbinden etwas weicher bleibt. Auf dem ersten Bild kann man die Schichtdicke, nämlich eine Schienenhöhe, erkennen.





Da ich dieses Mal auch geteerte Stellen darstellen wollte, habe ich nur die sichtbaren Teile des Pflasters und zwei bis drei Steinreihen darüber hinaus geprägt.





Nach dem Färben, Einsanden und Verkleben des Pflasters habe ich dann mit der Asphaltdarstellung begonnen. Ich habe zunächst das hier beschriebene Verfahren mit Siliziumkarbid F60 angewandt. Das sieht nach dem ersten Materialauftrag mit Ponalwasser so aus:





Das Material lässt sich weder trocken noch feucht gut glattziehen. Ich habe daher eine erste Schicht gestreut, die natürlich etwas wellig ausfällt.





Nach dem Abtrocknen habe ich erneut etwas feineres Material F80 aufgetragen, mit einem Spachtel glattgezogen (das ist jetzt möglich, da der Spachtel vom welligen Untergrund geführt wird) und mit Ponalwasser benetzt. Zusätzlich erhielten die Stellen, an denen die Reifen rollen, noch Basalt 0,1-0,3 mm für eine glattere Oberfläche. Das sieht dann so aus:














Die insgesamt immer noch zu grobe Körnung und das Glitzern störten mich aber. Deswegen habe ich nochmal die Gesamtfläche mit Basaltkorn und Melaphyrstaub eingekehrt und verleimt. Nach dem Trocknen habe ich die Abrollflächen mit in Ponalwasser gelöstem Schiefermehl eingestrichen und zu den Seiten einfach mit Wasser bis gegen Null verdünnt. Diesen letzten Schritt sieht man hier.





Nach dem Abtrocknen sieht die Oberfläche m. E. glaubwürdig aus, die Farbe aber noch nicht.








Ich habe also die Straße nochmal mit schwarzer Gouache behandelt, die auf den Rollflächen nahezu deckend und auf den anderen Bereichen nur sehr dünn aufgetragen wurde. Nach dem Trockenen habe ich nochmals Melaphyrstaub darübergefegt und das Ganze dann mit Modellbaukleber von KS Modelleisenbahnen fixiert. Das sieht dann so aus:































Was meint Ihr dazu? Der Randweg ist übrigens noch in der Mache; hier ist nur der gerade frische Unterbau zu sehen.

Schönen Gruß, und ich hoffe, dass Euch der Beitrag nicht zu bildlastig war.
Volker
HSBAchim - 21.03.13 19:38
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

tolle Bilder. Zustimmung Deine Asphaltdarstellung sieht sehr gut aus. Auch die Farbe passt super. Deine Mühe hat sich gelohnt.

Was mir aber an deinen Bildern ein bisschen Kopfzerbrechen bereitet hat, ist die Geschichte, die dahinter steckt:

1. Warum wurde dieses schöne originale Pflaster einmal übergeteert? Sollten hier nicht mehr Fehlstellen, Aufbrüche und Absackungen im Pflaster zu sehen sein, die eine Reparatur mit Asphalt rechtfertigen? Der Zustand der sichtbaren Pflasterung sieht für mich noch tadellos aus.

2. Wieso reicht das Pflaster nicht bis zur Schienenoberkante? Beim Legen des Pflasters konnten die Pflasterer ja noch nicht ahnen, dass sie noch 4 cm Luft lassen müssen für den Teer, der 40 Jahre später einmal drüber geschmiert werden soll. gruebel

Ich hoffe, du fasst meine Anregungen nicht als negative Kritik auf, denn von deinen handwerklichen Fähigkeiten bin ich hellauf begeistert. Bitte zeige uns weiter viele Bilder. top
Hydrostat - 21.03.13 20:15
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Achim,

vielen Dank für Dein Posting! Und ja, ich freue mich auch über kritische Stimmen!

Die Reparatur stammt aus einer Zeit (späte 50er, frühe 60er Jahre), als man von den alten Pflasterstraßen weg wollte und daher notwendige Instandhaltungen nicht mehr am Pflaster durchgeführt, sondern einfach Teer aufgebracht hat. Damit wurden eben genau jene Aufbrüche, Absackungen und Fehlstellen überteert - gerne auch großflächig. Diese Flickschusterei ist dann meistens teilweise oder auch vollständig wieder ausgebrochen. M. E. ist an den ausgebrochenen Stellen durchaus erkennbar, dass das Pflaster unter SOK abgesunken ist. Der Teer reicht auch seitlich nur bis Höhe SOK an die Schienen. Folglich muss darunter ja etwas abgesackt sein ... Meinst Du vielleicht speziell die Teerschicht zwischen den Schienen? Genau das (das "Hochteeren" über SOK hinaus) habe ich schon oft beim Vorbild gesehen.

Mein dargestellter Schaden ist überwiegend abgesacktes Pflaster. Das Pflaster reichte natürlich ursprünglich mal bis zur SOK. Das wurde erst überteert, nachdem es abgesunken war. Und an diesen Stellen schließt der Teer dann auch mit SOK ab.

Mich würden aber durchaus weitere Meinungen dazu interessieren! Man wird ja auch betriebsblind mit der Zeit ...

Schönen Gruß
Volker
JottHa - 21.03.13 20:23
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Ääähhhmmm, kann es sein, dass die gesamte Pflasterung abgesackt ist und die Schienen 'aufgeschmemmt' sind...? Ich kenn das aus den 60er/70er Jahren, als man einach alles pberasphaltierte um die Strassen glatter zu machen - der erste Winter hat es dann wieder an den Tag gebracht Augenrollen

Ich finde die idee und Ausführung wieder super Respekt

edit grüßt: war ich wohl zu langsam ...
Helmut Schmidt - 21.03.13 21:18
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

ich sehe diesen Unterschied schon als normal an.
Ich kenne auch noch solche überteerten Straßen aus eigener Anschauung.

Der Bahnkörper hat meist einen anderen Unterbau wie eine Pflasterstraße.
Dadurch kann es durchaus auch sein, das der Bahnkörper dank besserem Unterbau besser liegt und nicht absackt.
Das restlich Straßennievau sackt allmählich lim Laufe der Jahrzehnte ab.
Dieses ist dazu auch daran zu erkennen, das die Schachtdeckel der Schmutz- und Regenwasserkanäle auch nach oben herausschauen.

Sollte diese nicht so durch natürlichen Verfall geschehen sein, hat man einfach 2 Reihen Steine außen neben der Schiene aufgenommen und tiefer gesetzt.

Etwas fehlt mir aber noch, der ausgebrochene Teer müsste zu Mindest in Resten noch irgend wo, herum liegen und nicht besenrein entfern sein.

Ansonsten macht dein Werk einen großartigen Eindruck, bitte weiter so und auch auf jeden Fall auch weiter berichten.
Hydrostat - 21.03.13 21:32
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Jörg und Helmut,

genau so dachte ich mir das.

Der Straßenrand ist noch nicht fertig durchgestaltet. Ich bin mir nicht sicher, ob ich dort auch noch eine Teerfläche ergänzen soll. Ich denke aber mal, dass sich die von Helmut vermissten Brocken dann am ehesten dort angesammelt haben dürften, wurden Sie doch auf der Fahrbahn schon nach kurzer Zeit weggeschleudert? Ich werde da noch ein bischen rumprobieren, wenn der Straßenrand an der Reihe ist.

Schönen Gruß
Volker
Helmut Schmidt - 21.03.13 22:02
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

noch ein wichtiger Nachtrag, zwischen den Schienen war meist nicht geteert und manchmal auch die die ersten beiden Steinreihen nicht.

Ich erinnere mich da gerade an einen Sturz mit dem Rad auf dem regennassen Kopfsteinpflaster zwischen den Schienen.
Hydrostat - 21.03.13 22:12
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Helmut,

in Wolf Grootes wunderbarem Plettenberger Kleinbahn-Buch findest Du alles: reines Pflaster, komplett eingeteerte Schienen, nur zwischen den Gleisen geteert, geflickschustert usw.

Die von Dir beschriebene Variante kenne ich auch. Man hat sich ja ursprünglich mal etwas dabei gedacht, dass Rillenschienengleisanlagen bis in die jüngere Zeit eher eingepflastert als geteert wurden: Pflaster ist korrigierbar und leicht entnehmbar (Nachstopfen der Gleise) und wiederverwendbar. Unter diesem Aspekt ist es auch sinnvoll, zwei Steinreihen neben den Schienen frei zu lassen.

Schönen Gruß
Volker
Schienenbus - 22.03.13 10:45
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

zunächst muss ich mich vor dem "übenden Volker" ganz tief verneigen. Toll was Du hier zeigst!!!

Ich habe hier ein Bild eingefügt das den Schneepflug der Bremer Straßenbahn BSAG zeigt. Auch wenn dieses Bild im Depot aufgenommen wurde zeigt es doch ein Betriebsgleis das gleich in drei verschiedenen Straßenbelägen verschwindet. Beton, Pflasterseinen und übergeteerten Pflastersteinen. Winke


Schneepflug BSAG (Schienenbus)


Nun bin ich auf weitere Übungsergebnisse gespannt!

Achtungspfiff
Stephan - der Schienenbus
Regalbahner - 22.03.13 11:12
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

ich bin beeindruckt Ausruf
Besser kann man das wohl kaum noch machen top

Auch ich erinnere mich an solche Flickwerke,
vor Allem um Straßenbahnschienen herum in Leipzig in den Achzigern.
Da bin ich mit dem Moped bei Regen auch mal mächtig auf die (....) gefallen Heulend
Im Winter 86/87 habe ich mich beim Linksabbiegen über ein solches Gleis
mit meinem Trabi plötzlich auf der Gegenfahrbahn wieder gefunden Augenrollen
Ist aber nichts passiert weil damals auf der Straße auch noch nicht viel los war Winke

Also du bist absolut auf dem richtigen Weg
und wegen der Asphaltkrümel, die können ja auch regelmäßig
weg gekehrt worden sein Sehr glücklich

Begeisterte Grüße
Christoph
Hydrostat - 26.03.13 20:16
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

Schienenbus hat folgendes geschrieben::
Ich habe hier ein Bild eingefügt das den Schneepflug der Bremer Straßenbahn BSAG zeigt. Auch wenn dieses bild im Depot aufgenommen wurde zeit es doch ein Betriebsgleis das gleich in drei verschiedenen Straßenbelägen verschwindet. Beton, Pflasterseinen und übergeteerten Pflastersteinen.


Vielen Dank für das Bild! Was sich so alles unter unseren Teerdecken verbirgt, sieht man oft erst, wenn's mal rausgerissen wird.

Regalbahner hat folgendes geschrieben::
ich bin beeindruckt
Besser kann man das wohl kaum noch machen


Ich weiß nicht - schlimmer geht immer Sehr glücklich Vielen Dank aber - auch für die schönen Geschichtchen!

Ich habe noch etwas mit Grünzeug experimentiert:








Das sind überwiegend Distelsamen, die mir Botanikus vor einiger Zeit mitgebracht hatte (vielen Dank nochmal dafür!) und die er hier zu sehr überzeugenden Grasbüscheln zusammensetzt.

Auf meinen Fotos scheint es mir so, dass am Maueransatz noch mehr niedriges Gras stehen könnte - und dass es etwas grüner werden darf. Da wird also noch etwas Arbeit reinfließen ... Das nächste Mal gibt's dann auch bessere Fotos; hier habe ich das letzte Abendlicht genutzt.

Schönen Gruß
Volker
Botanikus - 27.03.13 08:33
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker
Zita:Ich habe noch etwas mit Grünzeug experimentiert:
es ist dir gelungen. gut gut
mfg
Herbert
Hydrostat - 27.03.13 09:31
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Noch eine Korrektur von Botanikus: Bei den großen Grasbüscheln handelt es sich um Samen vom Sommer-Lampenputzergras (Pennisetum villosum) und bei den kleinen um Samen der Mariendistel (Silybum marianum).

Volker
Hydrostat - 03.04.13 23:18
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

das Ergänzungsmodul ist im Rohbau fertig. Der nächste Schritt wird die oberflächengestalterische Anpassung an das Übungsmodul sein.

Ansicht von der Straßenseite ...



... von der Hofseite ...



... und vom seitlichen Fußweg.



Ich hatte ja schon mal geschrieben, dass ich die Darstellung von Pflanzen schwierig finde; hier scheint mir zumindest das Gras gelungen ...



... im Gegensatz zu hier, wo es doch sehr zerzaust wirkt. Das werde ich wohl nochmal ändern. Beides ist mit der weiter vorne schon verlinkten "Zigarrenmethode" erstellt. Allerdings habe ich festgestellt, dass diese Methode bei sehr langen Fasern ihre Grenzen hat, wenn man mit kurzen Fasern mischt. Das sollte man nach Längen sortiert nacheinander aufbringen.



Weitere Versuche mit Pflanzenfasern und Flocken. Das Gestrüpp wirkt mir hier aber zu kräftig.



Im Rinnstein hat sich Schmutz gesammelt und etwas Bewuchs angesiedelt ...



... und auch Helmuts bisher schmerzlich vermisste Teerbrocken und -krümel haben ihre letzte Ruhestätte gefunden.



Gut. Dann gehen wir mal an der Mauer entlang zur Innenseite. Im Vergleich zu den Naturfasern sind die Kunstfasern schon auffällig monochrom. Da werde ich nochmal mit ein paar Pigmenten nacharbeiten.



Zum Abschluss noch ein paar Mauerbilder ...



... mit etwas Moos ...



... Mauerpfeffer und ein paar Flechten.



Ich freue mich wie immer über Feedback.

Schönen Gruß
Volker
UPW - 04.04.13 02:48
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

habe gerade meiner Liebsten Deine Fotos gezeigt, und wir haben darüber diskutiert. Sie meint:

--> Das Kopfsteinpflaster ist sehr sauber. Da wo sie mit Ihrer Gruppe wandert, da sehen die Flächen wesentlich ungepflegter aus.

--> Die Mauern sind ihr zu glatt. Auf Nachfrage, was da fehlt, kam aber leider keine hilfreiche Info.

--> Der Mauerpfeffer ist zu unnatürlich platziert, sagt sie.

Das mag jetzt etwas hart klingen, aber sie war auf dem Weg ins Bett, und ich habe ihr noch ein paar Aussagen abgerungen. Ich dachte, sie ist die optimale Testperson, um mal eine neutrale Aussage zu bekommen.

Habe ein wenig nachgedacht und komme zu dem Ergebnis: Eventuell ist sie die optimale Testperson, aber sie kann keine neutrale Aussage machen, da die Fotos nicht "neutral" sind. Siehe hier :
PflasterSteine01 (UPW)

Die Brennweite der Fotos ist unterschiedlich und damit der einzige Hinweis , welche Hälfte Nachbau und welche Vorbild ist (sofern überhaupt zu erkennen ).

Zur Botanik: Die steht immer im Kampf. Sprich: Es ist unwahrscheinlich, dass die einzelnen Sorten einzeln auftreten. Sie gewinnen die Überhand, aber rundum lauern schon die anderen Sorten, die da gerne hin möchten.

Vor Jahren hatte ich den Wettkampf eröffnet. Eine Pflanze Wilder Wein und ein Efeu gingen an den Start, um um ein Gartenhäuschen herum zu ranken. Man könnte denken, das Efeu hat verloren. Aber es hat sich auf die hintere Seite verzogen, da dort genehmer.

Die 90 Grad Winkel Deiner Mauer bieten schon Möglichkeiten, unterschiedliche Gewächse zu priorisieren/positionieren.

Es gibt über 2000 Sorten Mose, und jede ist spezialisiert auf irdendeine Nische. So gesehen sind Deine Mauerritzen gerade dampfgestrahlt, bzw. neu angelegt.

Bei uns in der Firma darf jeder so ziemlich alles kritisieren, sofern er einen besseren Vorschlag hat. Damit kommen wir ganz gut über die Runden.

Hier im BBF hast Du zu Kritik/Feedback aufgerufen, aber ich muss leider sagen, dass ich keine Idee habe, wie die benannten Punkte besser gemacht werden können. Das kleine Moos in die Ritze zu bekommen, keine Idee, wie man das machen kann.

Gruß,

Uwe P.
HSBAchim - 04.04.13 08:24
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

vielen Dank, dass du uns wieder solch schöne Bilder zeigst. Ich finde deine Natursteinmauer sehr gelungen. Insbesondere die Flechten, die bröckelnden Fugen und der leicht grünliche Überzug wirken sehr natürlich. An dem Durchmesser der Flechten kann man gut das Alter der Mauer ablesen, da diese sehr langsam wachsen.

Hinsichtlich des Standortes der Pflanzen kann ich Uwes Aussage nur bestätigen: Moos wächst eher am Mauerfuß auf der feuchten Schattenseite, während der Mauerpfeffer eher vollsonnig oben auf der Mauer wächst. Deshalb solltest du bei deiner Begrünung vielleicht auch die darzustellende Himmelsrichtung berücksichtigen. So wie es jetzt ist, gedeihen da beide Pflanzenarten gleichberechtigt nebeneinander. Aber vielleicht kann Botanikus da noch Genaueres zu sagen, ich bin im Garten eher pragmatischer Selbstversorger denn Botaniker.
Botanikus - 04.04.13 10:03
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,
Deine Mauer zu beurteilen fällt mir im Moment recht schwer.
Sie ist auf der einen Seite genial, die Flechten hast du super umgesetzt.top
Auf der anderen Seite dein Mauerpfeffer und das Moos.
Der Mauerpfeffer sieht für meinen Geschmack eher wie vertrocknetes Moos
als wie Sedum aus.
Würde ich noch mal überarbeiten oder ganz weg lassen.
Zum Thema Moos muss ich Achim und Uwe recht geben.
Bei der Größe und Farbe müsste die Mauer in einem Feuchten und Halbdunkeln
Hinterhof stehen.
Ich hoffe ich konnte ein wenig Licht ins Dunkel bringen.
mfg
Herbert
T 20 - 04.04.13 12:21
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
...mmhhhh,
ich bin mir nicht sicher , ob sich alle Moose an diese "Vorschriften",
die gegeben wurden , auch halten Winke
Bei mir in der Nähe steht auch "so änne Mauerteill" dat iss dem Mooswerk verdammt "äääähnlisch".
Et kommt halt immer darauf an wo dat Moos am "arbeiten iss".
Bei der besagten Mauer ist nämlich nur der Kopfteil und eine Seite
bemoost, daß aber komplett, aber nicht der Sockel !.Und zwar immer da , wo
in näherer Umgebung ein Baum steht, der seinen Schatten spendet !
Ich muß die Behauptung natürlich mit einem Bild die nächsten Tage noch
beweisen.
Die Mauer finde ich nicht zu glatt, sondern genau richtig.
Lediglich beim Gras würde ich ab und zu zwei der Büschel mit weiterem
spärlichen Gras verbinden, läßt sich ja noch leicht nachtragen.
Und beim zu sauberen Kopsteiplaster möchte ich auf die Forster
Eisenbahn mit ihrer Stadtverflechtung hinweisen : da sieht es
im Grunde so aus, wie Du es gealtert hast, nicht mehr.

Unsere Meinungen gehen halt ein wenig auseinander, was ich aber
interessant finde. Denn Vegetation auf unseren Anlagen ist ein
sehr wichtiges, um nicht zu sagen "ersprießliches" Thema
gepflanzte Grüße
Tobias
Hydrostat - 04.04.13 22:46
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

na das ist doch mal Resonanz! Vielen Dank für Eure Antworten, mal schauen, was ich daraus mache.

@Uwe P.: Bevor ich jetzt im Detail antworte: Auf Deinem Avatar sind sehr interessante Unterlagsplatten zu sehen. Falls das zu 1:22,5 und Code 250 passt: Sind die irgendwo erhältlich?

UPW hat folgendes geschrieben::
Hallo Volker,

habe gerade meiner Liebsten Deine Fotos gezeigt, und wir haben darüber diskutiert. Sie meint:

--> Das Kopfsteinpflaster ist sehr sauber. Da wo sie mit Ihrer Gruppe wandert, da sehen die Flächen wesentlich ungepflegter aus.

--> Die Mauern sind ihr zu glatt. Auf Nachfrage, was da fehlt, kam aber leider keine hilfreiche Info.

--> Der Mauerpfeffer ist zu unnatürlich platziert, sagt sie.


Leider weiß ich nicht, wo Deine Liebste wandern geht (ehrlich!); vielleicht muss dort aber mal feucht durchgefeudelt werden. Nein, im Ernst: Beim Pflaster gibt es nahezu unendlich viele Zustände. Meine Darstellung trifft wohl das Plettenberger Pflaster der späten 50er Jahre ganz gut.

Meinst Du die verputzte Fabrikmauer oder die Natursteinmauer im Hof? Bei ersterer würde ich das verstehen. Ich habe bewusst nur auf dem Übungsmodul deutliche Zerfallsspuren angedeutet. Der Mauer auf dem Ergänzungsstück fehlt aber noch das farbliche Finish im unteren Bereich.

Was an der Platzierung des Mauerpfeffers ist denn das Unnatürliche? (Wenn es nicht um die Wuchsform sondern den Standort im Allgemeinen geht, vergiss die Frage bitte; darauf komme ich später.)

Zitat:
Das mag jetzt etwas hart klingen, aber sie war auf dem Weg ins Bett, und ich habe ihr noch ein paar Aussagen abgerungen. Ich dachte, sie ist die optimale Testperson, um mal eine neutrale Aussage zu bekommen.

Habe ein wenig nachgedacht und komme zu dem Ergebnis: Eventuell ist sie die optimale Testperson, aber sie kann keine neutrale Aussage machen, da die Fotos nicht "neutral" sind. Siehe hier :
PflasterSteine01 (UPW)


Die Brennweite der Fotos ist unterschiedlich und damit der einzige Hinweis , welche Hälfte Nachbau und welche Vorbild ist (sofern überhaupt zu erkennen ).


Da ich mit einer einfachen Digicam fotografiere, kann ich eigentlich nicht so richtig mitreden, Brennweite und Objektivverzerrung sind aber so ein Thema, das Modellfotografie ohnehin schwierig macht.

Zitat:
Zur Botanik: Die steht immer im Kampf. Sprich: Es ist unwahrscheinlich, dass die einzelnen Sorten einzeln auftreten. Sie gewinnen die Überhand, aber rundum lauern schon die anderen Sorten, die da gerne hin möchten. [...] Die 90 Grad Winkel Deiner Mauer bieten schon Möglichkeiten, unterschiedliche Gewächse zu priorisieren/positionieren.

Es gibt über 2000 Sorten Mose, und jede ist spezialisiert auf irdendeine Nische. So gesehen sind Deine Mauerritzen gerade dampfgestrahlt, bzw. neu angelegt. [...] Das kleine Moos in die Ritze zu bekommen, keine Idee, wie man das machen kann.


Mit der botanischen Vielfalt gebe ich Dir Recht, andererseits war Plettenberg seinerzeit eine Industriestadt, in der das Nischengrün nicht zu viel Platz zur Entfaltung und Artenvielfalt hatte. Ich bin weit davon entfernt, Vegetation (und insbesondere das, was man seinerzeit als Unkraut bezeichete) glaubhaft darstellen zu können; mit "glaubhaft" meine ich, dass ich beim Betrachten des Fotos wenigstens für einen Moment unsicher bin, ob es Modell oder Realität ist. Das gelingt nur wenigen und wenn meist auf sehr kleinem Raum, da es enorm zeitaufwändig ist ...

Es ist kein Problem, das Moos in die Ritzen zu bekommen. Die Verteilung von Moospolstern habe ich aber genau so schon gesehen - inklusive solcher "sauberen" Fugen; dazu aber später noch etwas mehr.

HSBAchim hat folgendes geschrieben::
[...] Ich finde deine Natursteinmauer sehr gelungen. Insbesondere die Flechten, die bröckelnden Fugen und der leicht grünliche Überzug wirken sehr natürlich. An dem Durchmesser der Flechten kann man gut das Alter der Mauer ablesen, da diese sehr langsam wachsen.

Hinsichtlich des Standortes der Pflanzen kann ich Uwes Aussage nur bestätigen: Moos wächst eher am Mauerfuß auf der feuchten Schattenseite, während der Mauerpfeffer eher vollsonnig oben auf der Mauer wächst. Deshalb solltest du bei deiner Begrünung vielleicht auch die darzustellende Himmelsrichtung berücksichtigen. So wie es jetzt ist, gedeihen da beide Pflanzenarten gleichberechtigt nebeneinander. Aber vielleicht kann Botanikus da noch Genaueres zu sagen, ich bin im Garten eher pragmatischer Selbstversorger denn Botaniker.


Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust: Einerseits möchte ich vieles ausprobieren, andererseits möchte ich möglichst realitätsnah arbeiten. Das beißt sich manchmal. Das Thema Himmelsrichtungen (super Einwurf!) habe ich bisher nicht berücksichtigt und werde es hier wahrscheinlich auch nicht mehr tun. Ehrlich gesagt ist auch die Jahreszeit nicht so ganz stringent (saftiges Gras mit Löwenzahn und trockenes Laub auf der Straße). Dazu ist der ganze Werdegang einfach zu sehr gestückelt und spontan gewesen. Das ist aber ein Aspekt, der für kommende Projekte definitiv vorgemerkt ist.

Tatsächlich befindet sich über dem linken Teil der Mauer ein gedachter Baum, den ich nur durch das trockene Laub andeuten kann. Dort ist die Mauer auch durch Feuchtigkeit etwas veralgt. Womöglich ergibt sich später zusätzlich noch eine Ecksituation zu einem Gebäude (Ladeschuppen). Der Mauerpfefferbereich soll voll besonnt und durch die dunkle angrenzende Mauer auch meist ziemlich aufgeheizt sein. Vielleicht sollte ich dort das Moos entfernen, vertrocknen oder ebenfalls gegen Mauerpfeffer austauschen?

Botanikus hat folgendes geschrieben::

Hallo Volker,
Deine Mauer zu beurteilen fällt mir im Moment recht schwer. Sie ist auf der einen Seite genial, die Flechten hast du super umgesetzt. Auf der anderen Seite dein Mauerpfeffer und das Moos. Der Mauerpfeffer sieht für meinen Geschmack eher wie vertrocknetes Moos als wie Sedum aus. Würde ich noch mal überarbeiten oder ganz weg lassen. Zum Thema Moos muss ich Achim und Uwe recht geben. Bei der Größe und Farbe müsste die Mauer in einem Feuchten und Halbdunkeln Hinterhof stehen.
Ich hoffe ich konnte ein wenig Licht ins Dunkel bringen.
mfg
Herbert


Kannst Du noch etwas mehr zum Mauerpfeffer schreiben? Überarbeiten in welcher Richtung? Wuchsform, Farbe? Weglassen möchte ich es nicht, da es mir ja auch um's Ausprobieren geht.

T20 hat folgendes geschrieben::
...mmhhhh,
ich bin mir nicht sicher , ob sich alle Moose an diese "Vorschriften", die gegeben wurden , auch halten. Bei mir in der Nähe steht auch "so änne Mauerteill" dat iss dem Mooswerk verdammt "äääähnlisch". [...] Die Mauer finde ich nicht zu glatt, sondern genau richtig.
Lediglich beim Gras würde ich ab und zu zwei der Büschel mit weiterem spärlichen Gras verbinden, läßt sich ja noch leicht nachtragen.
Und beim zu sauberen Kopsteiplaster möchte ich auf die Forster Eisenbahn mit ihrer Stadtverflechtung hinweisen : da sieht es
im Grunde so aus, wie Du es gealtert hast, nicht mehr. [...]


Da haben wir es wieder: Es gibt nichts, was es nicht gibt: Her mit den Fotos! Dennoch möchte ich mich vor den Einwänden der Fachleute nicht verschließen. Deinen Hinweis mit den Grasbüscheln finde ich übrigens auch sehr gut: Diese "Vereinzelung" stört mich weniger am Rinnstein als an dem Wiesenstück entlang des Fußwegs, wo die Büschel irgendwie "gepflanzt" und nicht gewachsen wirken. Das Problem ist das Arbeiten mit dem Sprühkleber, der sich nicht so punktgenau (zwischen den Büscheln) aufbringen lässt. Daran wird noch experimentiert ...

Nachdem wir jetzt ausgiebig das Standortthema diskutiert haben, würde mich aber doch noch mal interessieren, wie die einzelnen Elemente (Moos, Flechten, Mauerpfeffer usw.) für sich genommen wirken.

Vielen Dank nochmal für Eure Anmerkungen!

Schönen Gruß
Volker
UPW - 05.04.13 02:15
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo,

eigentlich wollte ich nur sagen, dass mir das Herz aufgeht, wenn ich Deine Beiträge lese und die Fotos sehe. Ein "das finde ich toll" ist zu wenig und passt einfach nicht zu Deinen Beiträgen. Deshalb wollte ich ein wenig weiter ausholen. Aber das ist nicht so einfach, bin ja weder Fachmann, noch Experte, noch habe ich was im Petto, bin einfach nur begeistert.

--> die verputzte Fabrikmauer war gemeint. Da sind schon Unregelmässigkeiten drin (meiner Meinung nach), Madame sah das anders. Ich interpretiere das mal: Die Flächen sind zu glatt.

--> Was an der Platzierung des Mauerpfeffers ist denn das Unnatürliche?
Ich nenne es Schornstein-Effekt. Schau auf einen dampfenden Schornstein, und der Dampf wird sich immer weiter ausbreiten. Nie wieder wird der Dampf so klein sein, wie beim ersten Anblick. Im übertragenen Sinne, zwischen den Pflanzen fehlen kleine Abkömmlinge, Ausläufer, neue zarte Versuche, Fuß zu fassen.

Du schreibst:
Ich bin weit davon entfernt, Vegetation (und insbesondere das, was man seinerzeit als Unkraut bezeichete) glaubhaft darstellen zu können; mit "glaubhaft" meine ich, dass ich beim Betrachten des Fotos wenigstens für einen Moment unsicher bin, ob es Modell oder Realität ist. Das gelingt nur wenigen und wenn meist auf sehr kleinem Raum, da es enorm zeitaufwändig ist ...
Bitte nicht so bescheiden !

Dein vertrocknetes Laub und Deine Flechten sind TOP! TOP! TOP!

Gruß,

Uwe P.
Helmut Schmidt - 05.04.13 12:09
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

ich verfolge ja auch schon lange mit Begeisterung deine Arbeiten.

Jetzt müsst ihr alle eines berücksichtigen, die Ausschnittsfotografien sind einfach gnadenlos enthüllend, das wär im Vergleich dazu so als wenn ihr das Modell durch ein Vergrößerungsglas betrachten würdet.

Ich freue mich deshalb darauf es dieses Jahr in Schenklengsfeld live sehen zu können und den Eindruck halte ich für viel entscheidender.
Hydrostat - 09.04.13 16:42
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

ein kleiner Nachtrag noch zum Thema Mauerpfeffer und Moos:



Quelle: http://www.ndr.de/ratgeber/garten/dachgruen101.html Falls der Link mal nicht mehr funktioniert: Hier sind Moospolster und Mauerpfeffer in trauter Eintracht zu sehen gewesen.

UPW hat folgendes geschrieben::
[...] eigentlich wollte ich nur sagen, dass mir das Herz aufgeht, wenn ich Deine Beiträge lese und die Fotos sehe. [...]

Das freut mich als Entertainer natürlich sehr.

Zitat:
--> Was an der Platzierung des Mauerpfeffers ist denn das Unnatürliche?
Ich nenne es Schornstein-Effekt. Schau auf einen dampfenden Schornstein, und der Dampf wird sich immer weiter ausbreiten. Nie wieder wird der Dampf so klein sein, wie beim ersten Anblick. Im übertragenen Sinne, zwischen den Pflanzen fehlen kleine Abkömmlinge, Ausläufer, neue zarte Versuche, Fuß zu fassen.

Ich glaube zu verstehen was Du meinst. Es ist in gewisser Weise wahrscheinlich einfacher, nach Vorbild zu bauen, als sich etwas so auszudenken, dass es realistisch wirkt. Ich arbeite hier lediglich mit meinen Eindrücken. Da bleiben Abweichungen vom ohnehin uneinheitlichen Vorbild nicht aus. Und - ohne mich all zu offensichtlich herausreden zu wollen - Helmut hat nicht ganz Unrecht mit seiner Bemerkung zu Ausschnittsfotografien.

Zitat:
Dein vertrocknetes Laub und Deine Flechten sind TOP! TOP! TOP!

Vielen Dank, Uwe, verbunden mit der erneuten Nachfrage zur Herkunft der Unterlagsplatten auf Deinem Avatar ... Winke

Ich habe den Fußwegbereich nochmal überarbeitet. Neben neuem Gras ist auch noch ein kleiner Baum und etwas Gebüsch dazugekommen.












Gebüsch und Baum sind aus Stinkkresse entstanden, die ich grün besprüht habe und deren dickere Äste dann mit brauner Wasserfarbe gestrichen wurden. Der Baum hat zusätzlich noch einen Überzug aus Beflockungsmaterial erhalten, da mir die Zweige der Stinkkresse für einen größeren Baum zu "geordnet" wirken. Die Pflanzen haben keine konkreten Vorbilder; da lässt sich sicherlich noch mehr draus machen.

Die Natursteinmauer und die angrenzende verputzte Mauer haben noch etwas mehr Flechtenbewuchs erhalten ...



... und der Anschluss wurde mal bedient.



Ist ja auch irgendwie ein Eisenbahnforum hier.



Ehe irgendwer "hurra!" schreit: Die Betriebe hatten meist keine Gleisabschlüsse ...

So, jetzt mache ich noch einen Abendspaziergang in der Gosse.



Schönen Gruß
Volker
Botanikus - 09.04.13 19:36
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,
klasse Bilder. Respekt
mfg
Herbert
fspg2 - 09.04.13 20:10
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Moin Volker,

Zitat:
Die Betriebe hatten meist keine Gleisabschlüsse ...


.. aber vielleicht einen Pufferabdruck in der Mauer Winke

Ich habe es ja schon einmal erwähnt ...."Übungsmodul" - das ich nicht lache Grins
Hydrostat - 09.04.13 20:28
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
fspg2 hat folgendes geschrieben::
.. aber vielleicht einen Pufferabdruck in der Mauer Winke


Einen? Eher vier.

Jetzt Du. Cool
Hydrostat - 17.04.13 15:12
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

hat jemand eine Ahnung, was das sein könnte?



Im nächsten Teil gibt's dann mehr davon zu sehen.

Schönen Gruß
Volker
Masinka - 17.04.13 17:52
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker!
Koennte das Frame fuer Presse oder Ramme sein? In Plettenberg gibt Es mehrere Metalwarenfabriken und massive Gusseisenstueck koennte was solche Sein.
Gruesst
Vladimír Sehr glücklich
Helmut Schmidt - 17.04.13 17:54
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hydrostat hat folgendes geschrieben::
Hallo zusammen,

hat jemand eine Ahnung, was das sein könnte?

Im nächsten Teil gibt's dann mehr davon zu sehen.

Schönen Gruß Volker

Hallo Volker,

ganz eindeutig ein Brückenkopf.
Hydrostat - 17.04.13 20:58
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Masinka hat folgendes geschrieben::
Koennte das Frame fuer Presse oder Ramme sein? In Plettenberg gibt Es mehrere Metalwarenfabriken und massive Gusseisenstueck koennte was solche Sein.

Hallo Vladimír, da bist Du schon sehr nahe dran. Kann's jemand vielleicht noch genauer sagen?

Helmut Schmidt hat folgendes geschrieben::
Ganz eindeutig ein Brückenkopf.

Nein, Helmut, leider nicht. Ist mir die Gussdarstellung so sehr misslungen Überrascht ?

Wenn jetzt nichts kommt, löse ich auf. Oder der, von dem ich sicher weiß, dass er es weiß. Dann aber bitte mit Angabe der Fehler!

Schönen Gruß
Volker
Masinka - 17.04.13 21:21
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker!
Hatte Ich vielleicht mit Meine (furchtbare) Deutsch nicht Genau erklaeren was hatte Ich gemeint.Also, denke Ich, das ist das Sockel fuer eine Fallramme.Maschine fuer Schmiedestucke Herstellung, wo die Matritzen sind auf Framme und Bock befestigt,welche ist mit Band oder Brett hochgezogen, dann freigemacht und seine Energie Gluehende Eisenstueck in Form bringt.Nja, weiss Ich, das ein bisschen Klobig ist das beschreiben, aber,in Puncto Deutsch bin Ich Reine (faule) Selbstlehrer.Auf Metallprodukte hatte Ich gedacht, das hatte Ich Selbst mit LKW gerade aus Plettenberg solche transporiert gehabt.
Danke Fuer verstaendniss!
Vladimír Sehr glücklich
P.S. Hatte Ich Die Reste von Plett.Bahn zu Fuss durchgehen!Hochinteressant!
Hydrostat - 17.04.13 22:38
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Vladimír,

wunderbar und gut erklärt - genau das ist es: eine Fallhammer-Schabotte, sozusagen der Amboß eines großen Schmiedehammers, der den unteren Teil des Gesenks aufnimmt. Ein ähnliches Vorbild wurde mal auf einem sechsachsigen Schwerlastwagen auf Rollwagen durch Plettenberg transportiert.

Ich muss ja wenigstens mit einer Verlegenheitslösung meinen unfertigen Fabrikhof füllen.

Zunächst habe ich mir eine Zeichnung auf Grundlage eines Fotos von 1908 gemacht, aus dem sich lediglich die Proportionen und Grundformen leidlich abschätzen ließen. Das Modell ist aus Holzfaserhartplatten, etwas Karton, Holz und Spachtelmasse entstanden.

Leider sind mir ein paar Fehler unterlaufen: Die Schabotte hat auf den Flächen neben der Schwalbenschwanzaufnahme noch Öffnungen, in denen die Führungen für den "Bär" stecken; die sind auf dem Foto nicht sichtbar ... Die seitlich erkennbaren Bohrungen müssten eigentlich rechteckige Langlöcher sein, durch die mittels Flacheisen die Bärführung fixiert wurde. Das Seitenverhältnis stimmt auch nicht.



Um eine Gusseisenanmutung zu erhalten, habe ich 360er Siliziumkarbid verwendet, das mir freundlicherweise die ESK-SiC GmbH in Frechen zur Verfügung gestellt hat. Das habe ich mit fast eingetrockneter Floquil-Farbe (meine treuen Leser wissen schon, welche gemeint ist; leider ist sie nun von mir gegangen), einem ordentlichen Schuß mattem Revell Klarlack, Silber glänzend und reichlich Verdünnung gemischt, damit es sich fließfähig auftragen lässt und die Partikel sich verteilen können.






Die Oberfläche hat mir ganz gut gefallen, allerdings war sie mir noch etwas zu rauh und die Haftung war aufgrund des hohen Verdünneranteils nicht sehr gut. Hier hätte sich nun die Investition in farblosen Sprühlack aus der Dose bezahlt gemacht. Der Versuch mit dem Aufpinseln von Klarlack endete nämlich in herrlichen Sandfurchen (hier darf sich jetzt jeder ein seinem soziokulturellen Hintergrund entsprechendes Unwort denken).

Nachdem ich also alles nochmal mit Verdünner abgewaschen hatte, habe ich die Beschichtung nochmal neu aufgebracht, allerdings mit weniger Sand, viel mehr Klarlack und nur noch ganz wenig Verdünnung. Nach dem Trocknen habe ich pigmentfeines Schiefermehl in Ponalwasser gelöst, die Oberfläche damit behandelt und nach dem Trocknen geschliffen, bis ich ein m. E. glaubwürdiges Erscheinungsbild hatte.



Die Rostspuren entstanden dann mit dem Pinsel, Gouache und Pigmenten. Die fehlenden Öffnungen habe ich mit Brettern verschlossen, die mir allerdings zu rauh geworden und etwas zu stark gealtert sind. Die Nägel sind eingedrückte 0,5 mm Kupferdrahtstücke, die ich nach dem Abzwicken auf einer Metallunterlage noch eingeschlagen habe. Das ließe sich sicherlich durch Abschleifen statt Abzwicken noch verbessern, da die Köpfe dann auch rund bleiben. Gefärbt sind die Nägel mit Gravoxid. Der umgeschlagene Nagel sieht aus der Distanz noch ganz gut aus, auf der Nahaufnahme geht's aber doch deutlich Richtung Nacktschnecke. Das Holz ist mit stark verdünnter schwarzer Tusche (Stirnflächen), Sepia und Deckweiß (Oberflächen) gealtert. Mit den falschen Bohrungen im Oberteil kann ich erstmal leben; vielleicht gibt's demnächst ja noch eine Schabotte in richtig ...









Umgerechnet wiegt datt schwatte Dingen übrigens schlappe 70 Tonnen.

Schönen Gruß
Volker
Masinka - 18.04.13 14:40
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker!
Kann Ich nur zum Ergebniss Deine Muehe gratulieren! Absolute Hammer!
Gruesst
Vladimír Sehr glücklich
Feldbahninfizierter - 18.04.13 20:33
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Besonders gut gefällt mir die eingepflastere Weiche.
kastenlokker - 19.04.13 17:13
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo,

ich lese und bestaune hier Volkers Beiträge und "Machenschaften" schon länger verstummt begeistert mit, (es verschlägt mir fast die Sprache, nein:) ich finde Volkers Arbeiten einfach hervorragend!
(Bei mir kommt noch ein spezielles persönliches Interesse an der PKB hinzu, weshalb ich es einfach genial finde, was du da umsetzt). So, das musste einfach nach längerem Schweigen** vorweg mal wieder ausgesprochen werden (** ich habe mich viel weiter oben im Thread mal gemeldet, liegt schon länger zurück)!
Traumhaft, was da zur Darstellung kommt! - Ich selber hätte weder Mittel, Gelegenheit noch Kompetenz dazu - und freue mich deshalb umso mehr an diesem Wiedererscheinen der vergangenen PKB im Kleinen.

Ich finde auch deine angedeuteten Flechtenbewüchse auf den Mauerflächen sehr gelungen, aber auch das Gras und Kleingewächs in den Mauerwinkeln und -ritzen. Natürlich wirkende Kompositionen bzw. ineinandergreifende Pflanzenartensymbiosen so hinzubekommen, dass es wirklich wie natürlich zusammenwirkt und nicht wie nebeneinander hingebastelt, ist sicher nicht einfach! Mehr will ich gar nicht dazu sagen.



Obiges Bild hat mich angeregt, aus meinen Norwegen-Fotos einige "Nordland-Moose" etc. zu diesem Thema (Symbiose) herauszusuchen. Ganz klar, ich weiss, nordische Moose und Flechten in der urwüchsigen Natur sind noch was ganz anderes als was hier auf/in künstlichen Mauern, Winkeln und Ritzen erscheinen soll. Aber vielleicht zeigen die Bilder dieser nordischen Flora doch gerade deshalb auch Typisches, auch in dem Neben- bzw. Miteinander der Gewächse, was doch auch weitere Anregungen geben kann.
Damit das hier den Thread nicht groß unterbricht, stelle ich hier mal nur ein Foto davon ein:

Polarkreisflechten


Die weiteren könnt ihr hier anschauen (mit kurzen Bildtexten):
http://www.buntbahn.de/fotos/showgallery.php?cat=8987&ppuser=1800&password=

Vermooste Grüße (in Bayern müssten die eigentlich dann verfilzte Grüße heißen ... ?),
Thomas

PS: Ich würde sehr gerne nach Schenklengsfeld kommen - vielleicht klappt´s - mal sehen, was sich machen lässt!
Masinka - 19.04.13 20:01
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker!
Zum Jahrestreff ARGE II nach Schenklenksfeld komme Ich mit Meinen Kollege als Fahrer, aber auch Begeisterte Beobachter.Kommst Du auch?Ich bin "Nuller" aber Baugrosse II, genau Feldbahnen in solche Grosse sind fuer Mich besonders Interessant.
Gruesst
Vladimír
Hydrostat - 20.04.13 10:33
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Vladimír:

Vielen Dank! Habe ich Dich richtig verstanden, dass Du eine Schabotte nach Plettenberg Plettenberg transportierst hast? Das wäre ja ein riesiger Zufall! Dein Deutsch ist dafür, dass Du es Dir selbst beigebracht hast, sehr gut!

Ich bin dieses Jahr mit dem Modul in Schgenklengsfeld - und freue mich, Dich kennenzulernen. Ich habe nicht verstanden, was Du mit "Nuller" meinst? Als Feldbahner gibt es in Tschechien ja einiges Interessantes zu sehen (Mladejov, MPZ ...)

Feldbahninfizierter hat folgendes geschrieben::
Besonders gut gefällt mir die eingepflastere Weiche.

Vielen Dank, namenloser Feldbahninfizierter, mit der Weiche hat ja alles gewissermaßen angefangen. Wenn ich heute bedenke, dass ich damals noch gedanklich bei einer Inselbahn war ...


Thomas:

vielen Dank - besonders auch für Deine Aufnahmen; mir hat es besonders die hier angetan:



Im Zusammenhang mit dem Moos- und Mauerpfefferthema habe ich festgestellt, dass es ein "das ist so" nicht gibt. So kommt der Mauerpfeffer um Mainz offensichtlich nur so wie von Botanikus beschrieben in vereinzelter Form vor. Ich kenne ihn aus meiner Kindheit in einer der trockensten Ecken Deutschlands aber als große, zusammenhängende Batzen. Wie auch immer - Deine Bilder sind sehr anregend. Und das Sauerland wollen wir hier einfach mal als Norwegen Deutschlands durchgehen lassen.

Ich habe mich nochmal mit den Holzabdeckungen beschäftigt. Jetzt gefallen mir die Nägel und der Gesamtzustand als frisch verarbeitetes sägerauhes Holz deutlich besser. Immerhin liegt das ja nicht seit Jahren sondern höchstens ein paar Wochen im Freien. Was meint Ihr?






Für die Pforte habe ich noch ein paar Unterlagen gebastelt. Nach dem Betrachten der Fotos weiß ich auch schon, wie ich die etwas merkwürdige Seitenansicht des aufgeklappten Buches verbessern kann. Mehr dazu demnächst in diesem Kino.






Schönen Gruß
Volker
Erzwegler - 21.04.13 10:06
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,
nach wie vor verfolge ich Deine Arbeiten mit Interesse und Hochachtung. Wie hast Du die Nägel für den neuen Deckel hergestellt oder sind das einfach zylindrische Stifte?
Viele Grüße
Werner
Hydrostat - 21.04.13 10:33
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Werner,

schön, mal wieder was von Dir zu hören! (Obwohl ich es ja eigentlich gelesen habe).

Erzwegler hat folgendes geschrieben::
Wie hast Du die Nägel für den neuen Deckel hergestellt oder sind das einfach zylindrische Stifte?

genau so, wie hier angekündigt:
Zitat:
Die Nägel sind eingedrückte 0,5 mm Kupferdrahtstücke, die ich nach dem Abzwicken auf einer Metallunterlage noch eingeschlagen habe. Das ließe sich sicherlich durch Abschleifen statt Abzwicken noch verbessern, da die Köpfe dann auch rund bleiben.

Ich habe erstmal mit 0,5 mm vorgebohrt, dann kurze Drahtstücke auf einer Metallunterlage bündig eingedrückt (geht etwas schwer), rückseitig mit dünnflüssigem Sekundenkleber verklebt, die Drahtstifte auf der Vorderseite abgezwickt und anschließend bündig auf dem Schleifteller abgeschliffen. Die Enden sind dann mit Gravoxide geschwärzt. Die Bretter habe ich lediglich stirnseitig mit etwas verdünnter Sepia-Tusche behandelt, dann gewässert und nochmal insgesamt mit extrem verdünnter Sepia-Tinte "gefärbt".

Ich fand es übrigens verblüffend, wieviel zierlicher der identische Draht bei dieser Methode wirkt; umgerechnet wären das immer noch Dachpappennägel ... 0,3 mm wäre wahrscheinlich für einen 4 - 6 cm langen Nagel passender.

Schönen Gruß
Volker
Hydrostat - 21.04.13 22:43
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

hier nochmal das Pförtnerbuch in der bisherigen Form ...



... und so sieht es jetzt aus:









Ich komme da fotografisch an meine Grenzen, da sich im Sucher nicht eindeutig erkennen lässt, was genau fokussiert ist.

Schönen Gruß
Volker
kastenlokker - 21.04.13 22:59
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

ich denke mal, deine massstäbliche und darstellerische Präzision ist hier schon mehr als ausreichend... deshalb findet das auch der Sucher nicht besser!
Zitat:
Ich komme da fotografisch an meine Grenzen, da sich im Sucher nicht eindeutig erkennen lässt, was genau fokussiert ist.

Wenn ich mir dann dazu noch vorstelle, dass der "echte" Sucher/Betrachter des Modells das aufgeschlagene Buch ja eh nur von aussen durch die Scheiben des Pförtnerfensters zu sehen bekommen wird...
Was willst du mehr Frage Verwirrt Grins

fragt Thomas
fspg2 - 22.04.13 04:53
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Moin Volker,

warum eine bessere Kamera? Oftmals hilft ein Makro-Objektiv ...aber dann würden wir ja alle sehen, dass in der 13. Zeile auf der linken Seite in Spalte 5 ein Komma fehlt Winke
Aber ich denke ja vielmehr, dass Du in Wirklichkeit zwei alte Originalbücher in gleicher Perspektive (wie das Modell) fotografiert und mit Hilfe von Photoshop montiert hast - damit das Ganze nicht so auffällt, hast Du die Originalaufnahme ein wenig verschlechtert... Alles machbar Grins
Jetzt fehlt noch der Stift, das Telefon, der Stuhl, ... wir können uns also noch auf eine Reihe schöner Modellumsetzungen freuen!
Hydrostat - 22.04.13 08:59
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

kastenlokker hat folgendes geschrieben::
Hallo Volker,

ich denke mal, deine massstäbliche und darstellerische Präzision ist hier schon mehr als ausreichend... deshalb findet das auch der Sucher nicht besser!
Zitat:
Ich komme da fotografisch an meine Grenzen, da sich im Sucher nicht eindeutig erkennen lässt, was genau fokussiert ist.

Wenn ich mir dann dazu noch vorstelle, dass der "echte" Sucher/Betrachter des Modells das aufgeschlagene Buch ja eh nur von aussen durch die Scheiben des Pförtnerfensters zu sehen bekommen wird...
Was willst du mehr Frage Verwirrt Grins

fragt Thomas


Ich will das Buch auch lesen können. Nein, im Ernst: was mich noch stört, ist der Sekundenkleberglanz, der auch die vordere Kante leicht "durchsichtig" wirken lässt. Da wäre noch etwas mehr drin gewesen, ebenso bei der Glättung der Kanten. Deine These und Frage sind aber durchaus verständlich ... ich lasse es mal so, wie's ist.

fspg2 hat folgendes geschrieben::
Moin Volker,

warum eine bessere Kamera? Oftmals hilft ein Makro-Objektiv ...aber dann würden wir ja alle sehen, dass in der 13. Zeile auf der linken Seite in Spalte 5 ein Komma fehlt Winke
Aber ich denke ja vielmehr, dass Du in Wirklichkeit zwei alte Originalbücher in gleicher Perspektive (wie das Modell) fotografiert und mit Hilfe von Photoshop montiert hast - damit das Ganze nicht so auffällt, hast Du die Originalaufnahme ein wenig verschlechtert... Alles machbar Grins
Jetzt fehlt noch der Stift, das Telefon, der Stuhl, ... wir können uns also noch auf eine Reihe schöner Modellumsetzungen freuen!


Du bist so gemein.


Der Stift ist in der Werkstatt.


Oder in der Brusttasche des Pförtners. Und der ist gerade auf dem Klo.


Das Telefon (die schöne alte Bakelitversion) schreit laut nach 3D-Druck. Und der Stuhl ...


Man kommt ja zu nix mehr.


Schönen Gruß
Volker
Helmut Schmidt - 22.04.13 09:13
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

dann Denk bitte auch an so einen schönen Stempelhalter mit Stempeln und einem Stempelkissen.

Ja so geht einem das, wenn man sich selbst die Latte hochlegt, kommt einer und legt sie noch ein Stückchen höher.

Aber bitte weiter so und ich freue mich schon auf unser Treffen in Schenklengsfeld.
Hydrostat - 22.04.13 09:20
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Helmut,

Stempel sind auch eine gute Idee. Leider habe ich keine Aufnahme eines Pförtnerarbeitsplatzes aus den 50er Jahren; es soll ja auch nicht zu viel Schreibtischmobiliar werden. Die Firma hatte ja auch noch ein Sekretariat und eine Posteingangsstelle, falls die Postannahme nicht auch der Pförtner erledigen musste. Wenn also jemand etwas darüber weiß oder gar Bilder zeigen kann - sehr gerne!

Schönen Gruß
Volker
Helmut Schmidt - 22.04.13 09:36
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

gib einfach mal Stempelträger bei google Bilder ein dann bekommst du die zu sehen, die Stempelträger haben sich in den letzten Jahrzehnten nicht verändert, nur waren sie früher eigentlich immer aus schwarzem Blech.
Hydrostat - 22.04.13 10:05
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Helmut,

da habe ich mich vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt: Ich hoffe Informationen darüber zu bekommen, wie ein Pförtnerarbeitsplatz allgemein in den 50er/60er Jahren eingerichtet war.

Schönen Gruß
Volker
Hydrostat - 23.04.13 17:37
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hydrostat hat folgendes geschrieben::
Ich fand es übrigens verblüffend, wieviel zierlicher der identische Draht bei dieser Methode wirkt; umgerechnet wären das immer noch Dachpappennägel ... 0,3 mm wäre wahrscheinlich für einen 4 - 6 cm langen Nagel passender.


Wäre. Wäre. Wenn ich das schon höre. Also bitte: links neu, rechts halb alt.









Und nochmal zum Vergleich alle drei Fassungen:



Verwendet habe ich dieses Mal Birkenholz aus der Umverpackung eines französischen Weichkäses. Der lässt sich deutlich besser verarbeiten als Hartkäse. Das Holz habe ich mit einer einfachen Vorrichtung und Absaugung so weit abgeschliffen, bis keine Vertiefungen mehr vorhanden sind; hier noch anhand des vorher verwendeten Furnierholzes (welches?) zu erkennen.



In der Nahaufnahme sieht es für meinen Geschmack jetzt einigermaßen nach sägerauhem Holz aus. Die hinteren/rechten Stücke sind noch nicht geschliffen.







Schönen Gruß
Volker
Feldbahnfan-atiker - 23.04.13 18:33
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo,
nicht zu glauben was man aus Weichkäse alles machen kann.
Aber eigentlich ging es mir um deine Frage zur Pförtnerloge. In der von dir gewählten Epoche waren Pförtner noch Respektspersonen und versahen ihren Dienst bei größeren Firmen fast immer in einer uniformähnlichen Dienstkleidung mit Schirmmütze.
Da meist Schichtbetrieb angesagt war gehört in die Pförtnerloge ein Kleiderständer mit der privaten Kleidung des Diensttuenden und die Uniform des zur Zeit schichtfreien Kollegen. Alternativ könnte man auch zwei Metallspinde aufstellen wenn der Platz dafür da ist.
Unbedingt auf den Schreibtisch gehört auch eine Telefonliste.

Gruß
Feldbahnfan-atiker
Jürgen
HSBAchim - 24.04.13 08:24
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

bezüglich der Einrichtung deiner Pförtnerloge habe ich folgendes Beispielbild gefunden:


Bild verlinkt von einestages.spiegel.de

Als Accessoires fallen mir noch ein: Telefon, Aschenbecher, Schreibutensilien, Leitzordner, Zettel, Listen, Kaffeebecher, Rippenheizung, Spind. Nur die Büste trifft nicht ganz meinen Geschmack, aber die war in dieser Firma wohl obligatorisch. Winke
Kellerbahner - 28.04.13 11:50
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

kürzlich habe ich Deine Gestaltung des ausgebesserten Kopfsteinpflasters und die Diskussion um die Sauberkeit gesehen bzw. gelesen.

Als erstes: ich finde Deine Bauweise des Pflasters einfach super - die Kollegen haben Dir das ja auch schon mehrfach bestätigt.


Da mich aber das Thema Kopfsteinpflaster immer reizt nach noch vorhandenen Reste zu suchen lupe , habe ich mich zu diesem speziellen Thema (Ausbesserstellen bzw. darüber asphaltieren) mal in der Gegend umgeschaut.

Leider waren die ersten Bilder von einem Parkplatz mit großem Kopfsteinpflaster nichts (fehlbelichtet) Verlegen . Aber jetzt ein paar bessere - s. unten.


Bitte die Bilder nicht als Kritik an Deinem Bau verstehen, sondern nur als ein (1) weiteres, reales Beispiel aus der "richtigen" Welt - aber Deine ist ja auch real(istisch) Sehr glücklich Winke .


Wen es interessiert: in der Galerie unter "Vorbilder" sind noch ein paar mehr - und Fortsetzung folgt bestimmt ...


Gruß vom

Kellerbahner


ksp11 (Kellerbahner)


ksp14 (Kellerbahner)


ksp17 (Kellerbahner)


ksp6 (Kellerbahner)


ksp9 (Kellerbahner)

Hydrostat - 07.05.13 13:29
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure Tipps!

Feldbahnfan-atiker hat folgendes geschrieben::
In der von dir gewählten Epoche waren Pförtner noch Respektspersonen und versahen ihren Dienst bei größeren Firmen fast immer in einer uniformähnlichen Dienstkleidung mit Schirmmütze.
Da meist Schichtbetrieb angesagt war gehört in die Pförtnerloge ein Kleiderständer mit der privaten Kleidung des Diensttuenden und die Uniform des zur Zeit schichtfreien Kollegen. Alternativ könnte man auch zwei Metallspinde aufstellen wenn der Platz dafür da ist.
Unbedingt auf den Schreibtisch gehört auch eine Telefonliste.

Leider (oder sollte ich ehrlicherweise sagen: zum Glück!) habe ich keinen Platz für die Aufstellung von Kleiderständern und Spinden. Falls mal eine Figur dazukommt, ist der Hinweis auf die Kleidung aber schonmal wichtig. Die Telefonliste ist eine gute Idee, allerdings komme ich dann wohl um ein Telefon nicht herum ...
HSBAchim hat folgendes geschrieben::
Als Accessoires fallen mir noch ein: Telefon, Aschenbecher, Schreibutensilien, Leitzordner, Zettel, Listen, Kaffeebecher, Rippenheizung, Spind.

Aschenbecher und Zettel kommen auch auf die Liste, evtl. auch die Heizung, die allerdings auch im nicht sichtbaren Teil liegen könnte. Und Du nun auch schon wieder mit dem Telefon ... also sagt mal ...
Kellerbahner hat folgendes geschrieben::
Als erstes: ich finde Deine Bauweise des Pflasters einfach super - die Kollegen haben Dir das ja auch schon mehrfach bestätigt. Da mich aber das Thema Kopfsteinpflaster immer reizt nach noch vorhandenen Reste zu suchen lupe , habe ich mich zu diesem speziellen Thema (Ausbesserstellen bzw. darüber asphaltieren) mal in der Gegend umgeschaut.

Vielen Dank für Dein Lob und die interessanten Aufnahmen!

So, und nachdem hier die Mehrheit das Fehlen jeglicher Möglichkeit zur Aufnahme fernmündlicher Kontakte moniert hat, habe ich ein wenig in Inventor gezeichnet.





Mal schauen, was der Drucker ausspuckt.

Was mich aber außerdem umtreibt: Der gute Mann muss sich ja setzen können. Hier habe ich folgenden schönen Stuhl (und noch ein paar andere sehr interessante Sachen) gefunden, den ich hier freundlicherweise zeigen darf:



Den hätte ich gerne. In klein natürlich.

Oje und schönen Gruß
Volker
volkerS - 07.05.13 16:06
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,
nur gut, dass du die "gute alte Zeit" darstellst. Solch ein Stuhl dürfte heute gar nicht mehr wegen der Kippgefahr genutzt werden. Beim W48-Telefon aber bitte auch die garnumsponnenen Leitungen (ähnlich Bügeleisen) oder geflochtene Ausführung darstellen und als Anschlußdose eine ADO08.
Lese immer wieder gerne deine Berichte.
Volker
Hydrostat - 07.05.13 16:23
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

wenn Du ein Bild, eine Zeichnung oder ein Original der genannten Dose hast (Garnleitung ist schon vorgesehen, allerdings nicht als Druck; mal schauen, ob man das im Modell dann auch erkennt...) und mir das auch noch zur Verfügung stellen würdest, machtest Du einen glücklichen Volker aus mir, Volker.

Nur mal so von Volker zu Volker.
fspg2 - 07.05.13 17:04
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Moin Volker,

dann bitte aber die Wählscheibe und die Gabel als Einzelteile, es soll doch auch vorbildlich wirken! Lachend Winke
Erzähle bitte mehr zum Stuhl, drehbar, mit Höhenverstellung, rollfähig.... als Kleinserie ? - Du setzt wieder einmal Maßstäbe Winke

P.S.: es kann sein, dass ich noch solch eine Dose zuhause habe ... Ich muss am Wochenende einmal suchen!
Hydrostat - 07.05.13 18:25
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Frithjof,

die Wählscheibe einzeln zu machen hatte ich ernsthaft erwogen, um einen Ausdruck mit den Ziffern zwischenlegen zu können. Aufgrund der geringen Materialstärke der Scheibe und den zu erwartenden Problemen bei Materialstärke und Ausschneiden des Ausdrucks habe ich davon abgesehen. Immerhin kann man den Hörer abnehmen.

Oje, wenn Du so eine Dose zuhause hast: Hast Du die dann nicht auch schnell selbst gezeichnet Winke ? Und der Mailversand einer *.stl ist doch auch kostengünstiger als ein Päckchen!

Der Stuhl. Naja, funktionsfähig wäre schon gut. Was weiß ich, wie groß mein Pförtner mal wird. Dessen Beine sollen ja nicht in der Luft hängen. Schau'n wir mal. Kleinserie. Herrje, wenn es für alles, was ich gerne in Kleinserie auflegen würde, Interessenten gäbe, würde ich's wahrscheinlich auch machen. Oder muss man das etwa proaktiv anbieten?

Schönen Gruß
Volker
fspg2 - 07.05.13 22:20
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

Wie gesagt, so ich die Dose finden sollte, bekommst Du eine Datei geschickt!
Vom Stuhl solltest Du eine Kleinserie von etwa drei Stück auflegen... Winke
Die wirst Du bestimmt alle los - an einem habe ich Interessse Winke Winke Lachend
Helmut Schmidt - 12.05.13 21:22
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

wobei habe ich dich denn da erwischt?



Was fotografiert Volker in Schenklengsfeld da wohl?
Hydrostat - 12.05.13 22:33
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Ich habe da so eine Phase, in der ich mich intensiv mit meinem Stuhl beschäftige.



Und Du hast ein Rad ab.



Aber dazu morgen mehr.

Schönen Gruß

Volker
fido - 13.05.13 00:25
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hi Volker,

die Flügelschraube M0,6 kommt auf Deinem Foto nicht so richtig 'raus.
Frédéric - 13.05.13 00:42
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hier wird auf einem so hohen Niveau geklagt - da brauche ich ja ein Fernrohr, um überhaupt noch zugucken zu können.

@Stuhl: Ganz großes Kino!! Grins
Masinka - 13.05.13 09:26
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Frederic!
Auch moegliche formulation:
So grosses Kino mit so kleinen Stuhl !
Gruesst begeisterte Zeuge
Vladimír Geschockt
Hydrostat - 13.05.13 11:45
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
fido hat folgendes geschrieben::
Hi Volker,

die Flügelschraube M0,6 kommt auf Deinem Foto nicht so richtig 'raus.

Oh, Entschuldigung.



So besser? Und für die mit Tränen oder Sehschwäche Geplagten nochmal ein paar Einzelteile aus der Nähe:



Wer sich fragt, wie das gemacht ist: Keine Ahnung. Das Ding stand plötzlich im Pförtnerhaus. In allen Teilen funktionsfähig.



Bevor ich gleich gar nicht mehr aus der Kiste rauskomme, löse ich mal lieber auf; die Lorbeeren gehören nämlich jemand Anderem. Von mir kamen lediglich die Idee, eine Zeichnung und ein paar fertigungstechnische Anregungen.

Helmut, bitte übernimm' ab hier. Du kannst auch erklären, warum es in keiner Weise unhöflich war, Dir das Abhandenkommen eines Rades zu attestieren. Ich persönlich bin ja in den letzten Tagen vom Glauben abgefallen Geschockt . Das sei nur der Übungsstuhl ...

Schönen Gruß
Volker
fido - 13.05.13 16:51
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

danke, so ist es viel besser.


Hoffentlich zeigt Helmut bald, wie er das gemacht hat. Ansonsten glaubt doch keiner, das der Stuhl im Maßstab 1:22,5 ist und sich die Rückenlehne 2-fach über die Rändelschraube und die Flügelmutter verstellen läßt Winke
fspg2 - 13.05.13 18:59
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

einfach irre Ausruf Ausruf

@Helmut
Du hast nicht nur ein Rad ab,.... Du hast vier Räder ab Winke

Wie hast Du die Imitation der Rückenlehne gamacht?
kartonbahner - 13.05.13 22:42
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Moin zusammen,

Hydrostat hat folgendes geschrieben::




eine Frage sei mir in diesem Zusammenhang vielleicht gestattet: Es sieht so aus, als würde das Untergestell deutlich nach vorn versetzt an der Sitzunterseite befestigt sein ... Augenrollen ... oder täuscht das? Ich kann mir halt keinen Bürodrehstuhl vorstellen (und habe auch noch nie einen gesehen), bei dem das Untergestell nicht zentriert befestigt ist ... ?!

Freundliche Grüße
Helmut Schmidt - 13.05.13 23:10
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Gerald,

gerade hatte ich einen sehr langen Beitrag mit Erklärungen und Bildern abgesendet, leider alles irgendwie verschwunden.

Hast du dir mal die Bilder in dem Link von Volker zu Vergleich abgesehen?

Irgendwie habe ich leider keine Sicherung meines Beitrage und muss dann die Tage wenn ich zurück bin, alles neu beginnen.

Somit muss ich alle um Geduld bitten.

Bitte aber zu bedenken das ist nur ein Übungsstuhl und Verbesserungsvorschläge sind herzlich willkommen.
HSBAchim - 14.05.13 07:27
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker und Helmut,

soso, nur ein Übungsstuhl für das Übungsmodul. gruebel Ihr beiden Uhrmachermeister habt echt Humor. Lachend
Hydrostat - 14.05.13 09:51
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

Gerald hat wahrscheinlich Recht. Auf den Aufnahmen, die mir vorliegen, ist aufgrund der perspektivischen Verzerrung nicht eindeutig zu sagen, wo der Drehpunkt liegt. Gefühlsmäßig würde ich ihn aber auch eher mittig vermuten. Ich habe zur Klärung beim Eigentümer angefragt und harre seiner Antwort.






HSBAchim hat folgendes geschrieben::

Hallo Volker und Helmut,

soso, nur ein Übungsstuhl für das Übungsmodul. gruebel Ihr beiden Uhrmachermeister habt echt Humor. Lachend


Nein nein, Helmut und ich meinen das total ernst.

Schönen Gruß
Volker
Helmut Schmidt - 15.05.13 21:19
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Buntbahner,

ich unterhielt mich mit Volker und wir sprachen darüber was mindestens so alles in einer Pförtnerloge vorhanden sein sollte.
Dabei stellten wir vorrangig fest, ein Stuhl wäre nicht schlecht.
Ich besitze noch einen wirklich uralten einfachen Holzstuhl und schlug vor so einen zu bauen.
Dann kam Volker mit dem Drehstuhl und meinte so etwas hätte er gern aber sehr Vorbild gerecht, nur könne er im Moment nicht sagen wie er so etwas selbst bauen könnte.
Meine Aussage war, natürlich könnte man so etwas bauen und ich sehe da auch kein Problem mit.
Hinzu kam bei mir die Tatsache, dass ich auch für mich selbst, Interesse an solch einem Drehstuhl entwickelte.
Ich bat deshalb Volker, erst einmal Bilder zu sammeln und den Stuhl in einfachen Ansichten zu zeichnen.

Kurze Zeit später hatte ich Bilder und Zeichnungen und aus dem PDF generierte ich die Fräsdateien für einen Übungsstuhl.

Wie üblich kam bei mir erst einmal Messing zum Einsatz, da sich dieses Material besonders gut verarbeiten lässt.


Erste Teile für einen Drehstuhl.
Dieses waren die ersten Teile die ich erstellte und Volker präsentieren konnte.
Da es ein Übungsstuhl ist, stellten wir fest, dass das mit der Rückenlehne muss noch besser werden muss.
Deshalb konzentrierten Volkers Gedanken und mein Tun auch erst einmal auf die Rückenlehne.


Entwicklung und Entstehung der Rückenlehne.
Unten Links die erste Übung der Rückenlehne, dabei wurden die Polsterziernägel als Anbohrungen eingebracht.
Da aber auch noch der umgelegte Sitzbezug fehlte, fräste ich einen Rahmen, um dieses besser nachbilden zu können.
Nur auch hier schauten die Polsterziernägel auch noch nicht überzeugend aus.
Dann schlug Volker vor, eine Patrize zu nutzen, das war besser denn jetzt mussten die Nägel ja nur noch negativ dargestellt werden.
Heraus kam dabei die Patrize oben links und der Abdruck davon oben rechts.

Den Abdruck von der Patrize habe ich mit 2 mm Graupappe gemacht.
Dazu habe beides einfach in einen Schraubstock mit glatten Backen gespannt und die Graupappe auf ca. 1 mm komprimiert.
Anschließend habe ich mit einem scharfen Messer die Rückenlehne um die Patrize herum ausgeschnitten.
Die Rückenlehne konnte ich jetzt in Form biegen und anschließend wurde diese mit Sekundenkleber getränkt und dadurch gefestigt.
Nach dem Trocken konnte die Graupappe in Form geschliffen werden.


Erste Zusammenstellung der inzwischen gelungenen Drehstuhlteile.
Der Sitz wurde aus einer 2 mm Polystyrol-Platte in Form geschliffen.
So schauten die Teile für den Drehstuhl danach aus und hinzu gekommen war auch noch ein Sitzpolster das aus einem zu recht geschliffenem 2 mm Polystyrol-Stück entstand.
Es fehlten aber noch weitere Teile die jetzt gefertigt werden konnten.


Sitzfläche, Federhaltebügel, Drehlagerscheibe, Rollenhalter und Rückenfeder wobei die Schlitze noch zu breit sind.
Hier zusehen noch einmal das Sitzpolster, außerdem Federhaltebügel, Drehlagerscheibe, Rollenhalter und Rückenfeder.


Dann konnten der Sitz und die Rückenlehne erstmalig zur Probe mit der Rückenfeder verbunden werden.
Auf die Herstellung der richtig funktionierenden Schraube und Flügelmutter gehe ich noch gesondert ein.
Leider stellte sich heraus, dass die Schlitze in Rückenfeder noch zu breit waren und mit der Schraube und Flügelmutter keine ausreichende Klemmung erreicht werden konnte.


Links Bohrlehre für die Rollen-Befestigung in den Stuhlbeinen.
Die 3 Bohrungen an der Oberkannte dienen zum Halten beim Entgraten der Rollenhalter.
Rechts die Biegelehre für die Rollenhalter.

Jetzt beschäftigte ich mich mit den Rollen die ja schließlich drehbar und richtig rollen können sollten.
Die Rollenhalter hatte ich ja schon in der Abwinklung gezeigt.
Zum Biegen hatte ich mir eine Biegelehre erstellt.
Bei dem federharten Edelstahl ist aber kein scharfkantiges Abwinkeln möglich, ohne dass dieser bricht.


Die Rollenhalter sind mit der Biegelehre fertig gebogen.
Erste Probe Räder gefräst diesen müssen natürlich noch entgratet werden.


M 0,6 Flügelmuttern
Zur Erstellung der Flügelmuttern habe ich erst einmal eine 0,5 mm Bohrung in eine 2 mm Messingplatte eingebracht.
Dann habe ich mit einem 90° Stichel einen 3 mm Kreis um die Bohrung herum 1 mm tief gefräst.
Das ergab dann später die untere Schräge an der Flügelmutter.
Jetzt habe ich die Platte umgedreht um sie von der anderen Seite zu bearbeiten.
Als erstes wurde genau mittig über der 0,5 mm Bohrung eine kurze Bahn 1 mm tief mit eine 1 mm Fräser eingebracht.
Zum Schluss musste ich nur noch die Kontur der Flügelmutter ausfräsen.
Was jetzt noch fehlte waren die klassischen runden Flügel und das M 0,6 Gewinde.
Dazu habe ich einen M 0,6 Gewindebohrer genommen und begonnen das Gewinde zu schneiden.
Die Flügelmutter halte ich einfach zwischen den Fingern und dann kommt auch schnell der Moment, wo das Gewindeschneiden etwas schwererer geht.
Diesen Moment nutze ich aus um frei Hand, mit einer ganz feinen Diamant Trennscheibe, die Flügel rund zu schleifen.
Jetzt den Gewindebohrer vorsichtig zurück drehen, alles von den feinen Spänen befreien und anschließend das Gewinde fertig schneiden.
Hydrostat - 04.08.13 13:49
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Herrje, da widmet man sich mal kurz anderen Dingen und schon ist fast ein Vierteljahr 'rum.

Ich denke, dass Helmut gelegentlich mal noch etwas zum Stuhl schreiben wird, denn da gab es noch ein paar Fortschritte.

Ich hatte ja mal ein Telefon als 3D-Konstruktion gezeigt. Es ist ein weiter und leider auch nicht billiger Weg von einer 3D-Zeichnung hin zu einem brauchbaren Modell. Die Irrtümer will ich Euch nicht vorenthalten.

Zur Erinnerung nochmal die Theorie:





Und hier die Praxis frisch aus dem Drucker: Was zunächst mit bloßem Auge noch Begeisterung auslöste, ließ in der Makroaufnahme schnell Ernüchterung folgen:







Schnell mal den Edding genommen und alles geschwärzt - und schon ist es ein hervorragendes Modell ...




... eines mit flüssigem Roheisen bespritzten Bakelittelefons.







Um nicht gleich die Flinte ins Korn zu werfen, habe ich noch ein wenig daran herumgefeilt und mit acetonlöslicher Weinert-Farbe lackiert, die auch stark verdünnt sehr gut deckt, sich entsprechend reduziert aber auch zum Modellieren eignet. Das lieblos angebrachte Kabel ist ein Stück Kupferlackdraht.







Ich habe bisher nicht ausprobiert, wie das Telefon neben dem Buch auf dem Schreibtisch wirkt. Stattdessen lasse ich das Ding nochmal in Wachs plotten und als Messingteil abgießen. Das ist in der Bearbeitung doch deutlich dankbarer. Ich berichte dann wieder ...

Schönen Gruß aus der Versenkung
Volker
Botanikus - 04.08.13 14:08
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,
der gute alte W 48 Telefonieren
Er kommt in deinem Beitrag zu neuen Ehren. Respekt
mfg
Herbert
Helmut Schmidt - 05.08.13 22:56
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hydrostat hat folgendes geschrieben::
Ich denke, dass Helmut gelegentlich mal noch etwas zum Stuhl schreiben wird, denn da gab es noch ein paar Fortschritte.
Volker

Hallo Volker,

im Moment Leiden meine Modellbauprojekte leider sehr unter der Hitze.

Außerdem wüsste ich bei der mangelnden Resonanz auch garnicht, über was ich noch berichten sollte.
volkerS - 05.08.13 23:34
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,
"Lästermodus ein": Das gute alte W48 war kein Funktelefon. Ich vermisse das Kabel zur Wanddose Ado4. Und das Kabel zum Hörer ist wirklich lustlos. Entweder geflochtene Einzellitzen oder ein baumwollumsponnenes Kabel. "Lästermodus aus".
Ich finde dieses Telefon sehr interessant, zeigt es doch die Grenzen der 3D-Drucker sehr deutlich auf. Leider fehlt jeder Größenbezug. Kannst du noch ein Bild mit einer Münze als Vergleichsgröße einstellen?
Umgekehrt bewirkt die Farbe in diesem Fall das, was uns sonst oft stört, dass nämlich die Farbe Details verdeckt. Hier wirkt sie Oberflächenglättend.
Bin schon auf das Messingmodell gespannt.
Volker
Hydrostat - 06.08.13 11:08
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo,

Helmut Schmidt hat folgendes geschrieben::
Außerdem wüsste ich bei der mangelnden Resonanz auch garnicht, über was ich noch berichten sollte.


Vielleicht über intime Details Sehr glücklich ? Na gut, Resonanz wirst Du da auch nicht bekommen ...

volkerS hat folgendes geschrieben::
Das gute alte W48 war kein Funktelefon. Ich vermisse das Kabel zur Wanddose Ado4. Und das Kabel zum Hörer ist wirklich lustlos. Entweder geflochtene Einzellitzen oder ein baumwollumsponnenes Kabel.


Achso. Jetzt weiß ich auch, warum die Krücke nicht gespielt hat. Und ich dachte, das Display sei kaputt. Wofür sind eigentlich die Löcher vornedrauf?

Extra für Dich habe ich nochmal ein - nein - zwei neue Kabel angebracht:














Das macht's aber auch nicht besser. Wenn ich mir da die Prägung auf dem Cent-Stück anschaue ...

Schönen Gruß
Volker
Schienenbus - 06.08.13 11:58
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Volker,

zu mir hat mal einer gesagt, er fahre auf Metallgleis (Märklin H0), das wäre Modellbahn. Die hört er bis in den dritten Stock und das obwohl sie im Keller aufgebaut ist... Also was willst du mit deinem Telefon..? Winke

Und ich schreibe nicht weil ich sprachlos vor Staunen bin.... Ganz ganz toll was du hier zeigst!

Achtungspfiff
Stephan - der Schienenbus

...der das Schottern im Garten, der Hitze wegen, wieder eingestellt hat...
HSBAchim - 06.08.13 12:45
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

Makroaufnahmen gehören verboten. Warum sollte man dem Auge zeigen, was es ohne technische Hilfe selbst nicht sehen könnte? Geschockt

Mach dich also nicht verrückt.
christo - 06.08.13 19:19
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Helmut! Also ich habe schon die Beträge zu diesem "Übungsmodul" vermisst. Hab mir die Sachen auch im Original in Schenklengsfeld angesehen und war begeistert. Ich melde mich selten zu Wort, da ich es einfach wenig spannend finde, wenn ich meinen wenig fundierten Senf dazu gebe.

Vielleicht muss man doch einen "Like"-Button einführen, damit die Erbauer eine Resonanz und damit Motivation haben?..

Viele Grüße

Tom
MvM - 06.08.13 21:14
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Auch wenn ich inhaltsleere "Gut gemacht"-Posts nicht mag und daher selten welche verfasse muss dann doch mal gesagt werden, dass ich seit Monaten begeistert verfolge, was hier erschaffen wird.
Bitte mehr davon, ich bin sicher nicht der Einzige, der sich über jedes neue Detail und Hintergrundberichte (auch mit Fehlversuchen) freut.
Einzigartig was hier gezeigt wird! Respekt
Helmut Schmidt - 07.08.13 08:52
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Zusammen,

im Moment wird der Stuhl noch einmal überarbeitet, war ja auch nur ein Übungsstuhl.

Außerdem wollte ja Volker mehr wie einen Stuhl und ich eigentlich auch einen.
Hydrostat - 15.08.13 20:38
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

Schienenbus hat folgendes geschrieben::
Also was willst du mit deinem Telefon..?


Telefonieren? Sehr glücklich

HSBAchim hat folgendes geschrieben::
Mach dich also nicht verrückt.


Ach was. Wegen des Telefons geh' ich erstmal ein wenig Schmollen. Vielleicht findet sich ja ein Märklinist, der es mir abkaufen möchte.

Danke für die netten Posts. Oder galten die Dir, Helmut?

In der Zwischenzeit kümmere ich mich mal um meinen Ficus.

Schönen Gruß
Volker
Helmut Schmidt - 16.08.13 10:24
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

vielleicht galten die netten Post ja uns da ja etwas davon Teamwork ist.

Das Telefon ist ja Wetterfest und damit voll Gartenbahn tauglich und damit ist die Anzahl der möglichen Interessenten sicher schier unendlich.

Ich hatte mich gerade dem Fiskus widmen müssen, was irgendwie besonders teuer ist.
Warum kann man Modellbau eigentlich nicht absetzen, ist doch schließlich eine sinnvolle Beschäftigung, für Rentner wie mich. Winke
Klaus - 16.08.13 10:44
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn


Hallo Volker und Helmut, ich verfolge diesen Threat auch mit großer Freude und Aufmerksamkeit. Die eine oder andere Anregung bei euren Basteleien fällt auch für mich immer wieder ab.

"Das Telefon ist ja Wetterfest und damit voll Gartenbahn tauglich und damit ist die Anzahl der möglichen Interessenten sicher schier unendlich."
Da muss ich dir leider widersprechen, Helmut. Bei der Gartenbahn ist der Betrachtungsabstand i. R. so groß, dass solch winzige Details einfach verschwinden. Außerdem gibt es Vögel, die auf solche Dinge besonders stehen. Meine Amsel (sie scheint meine Bahn zu lieben) schleppt regelmäßig nicht befestigte gegenstände umher.
Auf einem Modul in Brusthöhe könnte ich mir so etwas gut vorstellen.

Hydrostat - 16.08.13 11:58
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

Klaus hat folgendes geschrieben::
Meine Amsel (sie scheint meine Bahn zu lieben) schleppt regelmäßig nicht befestigte gegenstände umher.

Auch wenn der Apparat wetterfest sein mag, wäre seine Anordnung im nicht überdachten Bereich nicht vorbildgerecht. Du musst Deiner Amsel den Zutritt zu geschlossenen Räumen verwehren, dann wird's auch was mit dem Telefon.

Helmut Schmidt hat folgendes geschrieben::
Ich hatte mich gerade dem Fiskus widmen müssen, was irgendwie besonders teuer ist.

Ich hoffe doch sehr, dass wir hier dieselben Maßstäbe anlegen. Im Übrigen habe ich vom Ficus gesprochen, nicht vom Fiskus.

Hier das Making Of:
Man suche sich Aufnahmen der Blätter, skaliere sie auf die benötigte Größe und drucke sie auf Glossy-Paper aus.



Alsdann schneide man sie aus, klebe ein Stück gefalztes und gummiertes Zigarettenpapier mit etwas Spucke als Blattscheide an, tränke das Ganze mit Sekundenkleber, schneide die Blattscheiden auf das gewünschte Maß herunter und verklebe das an einem am oberen Ende zugespitzten Eisendraht (das erreicht man z.B. durch Rundlutschen. Abschleifen auf dem Schleifteller geht aber auch). Anschließend mit seidenmatter Acrylfarbe unter Nutzung der Pinselspuren die Blattunterseiten und -kanten färben, den Sproß noch etwas mit roter Wasserfärbe tönen ...



... und fertig ist der Ficus.



Am Topf und der Erde wird noch etwas nachcoloriert. Und ja, die Blätter schneide ich nächstes Mal mit der Nagelschere aus; das wird runder als mit dem Cutter. Wenn's ein nächstes Mal gibt.

Schönen Gruß
Volker
Marcel - 16.08.13 12:27
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Volker, ein geniales Ergebnis ist dir da gelungen, absolut sehenswert!!

Was man dabei auch sieht: "ohne Fleiss kein Preis". Das hervorragende Ergebnis entschädigt aber für alle entsprechenden Ueberlegungen und für alle Mühen!

Hydrostat hat folgendes geschrieben::
.... wenn's ein nächstes Mal gibt.

Ich verstehe was du meinst. Seit meinen letzten Pflanzen, welche ich in einer ähnlichen Art gebaut habe, sind schon einige Jahre vergangen und ich hatte bisher keine Lust zu weiteren diesbezüglichen Taten . Augenrollen

Beste Grüsse Marcel
Hydrostat - 20.08.13 18:50
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Vielen Dank, Marcel. Sollte ich den Ficus nochmal angehen, würde ich von vornherein möglichst dünnes Glossypapier verwenden. Ich habe zwar die Schnittkanten anschließend nochmal mit der Brieföffnerschneide geplättet, aber neben den eckigen Schnittstellen fallen mir die Blattstärken auf.

Erstmal gab's jetzt aber einen Untersetzer und ein Tischchen:











Und die gute alte Resopalplatte mal ohne Tischschmuck:





Und wer das anstößig findet, braucht ja nicht hinzuschauen:





Und so ist's entstanden: Tischplatte aus Karton mit Sekundenkleber tränken, Löcher bohren. Zahnstocher auf dem Schleifteller verjüngen und ablängen. Verstärkungsplättchen schneiden und bohren. Geeignete Tischplatte recherchieren, im Photoshop entzerren und ausdrucken. Ausdruck, Kartonteile und Beine mit Sekundenkleber verkleben und tränken. Einen Streifen selbstklebende Kupferfolie auf die Kante setzen. Nochmal mit Sekundenkleber fixieren. Schleifen; wenn man's zu gut meint, entstehen so schöne Fehlstellen wie beim Original. Beine und Tischunterseite braun streichen. Alles, inklusive Tischplatte, mit weißer Schuhcreme einreiben.





Aufnahmen des Telefons in der Pförtnerloge möchte ich Euch nicht vorenthalten.








Immer noch nicht besser. Wir arbeiten daran.

Schönen Gruß
Volker
MvM - 20.08.13 20:01
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Sieht prima aus. Ich mag die Pflanze mit den Blättern, auch der Tisch ist toll geworden. Schöner Baubericht. Wie ist der Blumentopf entstanden?

Bei dem karierten Boden würde mich bei der hier gezeigten Schöpfungshöhe allerdings stören, dass sich die Muster auf den weißen und schwarzen Flächen wiederholen. Bei alten Linoleumfliesen wiederholt sich nichts in der zufälligen Maserung.

Hochachtungsvolle Grüße,
Martin
Hydrostat - 22.08.13 11:06
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

MvM hat folgendes geschrieben::
Bei dem karierten Boden würde mich bei der hier gezeigten Schöpfungshöhe allerdings stören, dass sich die Muster auf den weißen und schwarzen Flächen wiederholen. Bei alten Linoleumfliesen wiederholt sich nichts in der zufälligen Maserung.

Du hast Recht. Nicht nur, dass sich das Muster nicht wiederholt - es gibt auch kein weißes Linoleum; als Naturprodukt war das eher ein lichtes Grau. Dazu kommt noch der leichte Rotschimmer, der im anderen Stockwerk nicht auftrat. Dort hatte ich die Ausdrucke einige Zeit (Tage, Wochen) trocknen lassen, bevor ich sie verarbeitet habe. Im oberen Stockwerk sollte es schnell gehen ...

Mal schauen, ob sich da noch etwas machen lässt.

Schönen Gruß
Volker
Hydrostat - 22.08.13 15:17
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo, ich schon wieder.

Linoleum müsste eher so aussehen:



Auch die Fugen sollten irgendwie sichtbar sein.



Jetzt muss der Belag nur noch passend zugeschnitten werden. Die bisherigen Fußleisten saßen auf dem Bodenbelag, jetzt stoßen die Linoleumfliesen an. Zum Vergleich nochmal der alte Stand:



Hier gibt es ein paar schöne Beispiele für repräsentatives Linoleum aus den 10/20er Jahren und hier habe ich nach zweifelsfrei kompetenter Erläuterung (Vielen Dank nochmal, Frau R.!) zeitlich (=Mitte/Ende der 50er Jahre) passende Vorlagen für die Fliesen gefunden, die ich dann nach etwas Bearbeitung verwenden konnte.

Und vielen Dank, Martin (MvM), für Deinen Hinweis!

Und zu Deiner beinahe in Vergesenheit geratenen Frage mit dem Blumentopf: Im Spritzguss Sehr glücklich . Der Kübel fand sich in einer Kiste mit 30 Jahre altem Plastikspielzeug. Ich habe lediglich am sichtbaren Rand die Wandstärke etwas reduziert und ihn mit Acryl- und Wasserfarbe behandelt. Der Untersetzer entstand aus einer Pappscheibe und einem Teil eines Feuerwerkskörpers, der aus zwei Halbkugeln bestand, die sich aneinander stecken lassen: Die "Stecklippe" habe ich an einer Halbkugel abgeschnitten und als Rand verwendet.

Schönen Gruß
Volker
MvM - 22.08.13 19:14
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Danke für die Erklärungen!
Ja, viel besser! Sieht allerdings noch irgendwie frisch feucht gewischt aus, ein paar stumpfere/matte Stellen würden das vielleicht noch beheben.

Die Fugen hast du vermutlich mit einem stumpfen Gegenstand geprägt?
Hydrostat - 22.08.13 19:54
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Der Glanz wird nach einiger Zeit von selbst etwas zurückgehen. Stumpfe Stellen kann ich erst ergänzen, wenn es das komplette Inventar mal gibt.

Für die Fugen habe ich einen Zahnstocher verwendet und über das Blatt gezogen. Viel Druck muss man da nicht aufwenden.
Schienenbus - 22.08.13 20:07
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

nun stellt sich nur noch die Frage: Warum fotografiert einer eine Topfpflanze in einem frisch gewischten Raum...?
Ich würde es nicht machen und sage deshalb, dass es sich um ein Modell handeln muss.

Toll! Erfreut

Achtungspfiff
Stephan - der Schienenbus
MvM - 23.08.13 17:56
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Aber die Kunst ist ja, dass es nicht mehr nach einem Modell aussieht. Razz
Battli - 23.08.13 18:25
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Buntbahner!
Es wird wohl ein Bild der jungen Frau vor dem Einzug in die neue Wohnung sein, das hier veröffentlicht wurde. Ihr Gatte kann sich dann ausmalen was das alles kosten soll, bis die Einrichtung steht... Winke
Sehr schön Arbeit, weit ins Detail gehend.
Cheers, Battli
Helmut Schmidt - 23.08.13 20:01
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

die Näthe bei Linoleum werden und wurden thermisch verschweißt.

Dazu wird erst eine Fuge gefräst oder mit einem Handhobel gestochen.
Die Fuge wird dann thermisch mit einem speziellem Schweißdraht thermisch verfüllt und anschließend eben abgezogen.

Dieser Draht ist farbig und wird gern als kontrastreiche oder Ton in Ton verwendet mehr dazu auch hier.
Hydrostat - 23.08.13 20:15
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Helmut,

Du meinst also, dass die Fugen nicht als Vertiefung sichtbar werden?
Helmut Schmidt - 23.08.13 21:07
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

ja genau so ist das und ich habe schon um 1967 Linoleum so verfugt.
Hydrostat - 23.08.13 21:14
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Helmut,

umso besser. Dann kann ich mir das Ritzen sparen Sehr glücklich .

Oh - und Danke, Battli und Martin, für Eure Posts!

Schönen Gruß
Volker
MvM - 24.08.13 17:04
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Interessant, man lernt nie aus. Danke, Helmut!

Auf diesem Bild sieht man allerdings schon Fugen: http://www.orbot.de/warum-hos/linoleum-cleaning.html
Hydrostat - 24.08.13 17:15
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Spekulationsmodus ein: Vielleicht sind die Fugen geringfügig weicher als das Umgebungsmaterial und werden daher im Laufe der Zeit durch Reinigung und Nutzuing stärker verschlissen.

Helmut, hast Du dazu eine Idee?

Irgendwie überzeugt mich Helmuts Argumentation, andererseits bekomt der Boden durch die - übrigens kaum sichtbaren - Fugen nochmal etwas Struktur, die ihn lebendiger wirken lassen. Mal schauen, wie ich das im Untergeschoss mache.

Schönen Gruß
Volker
Helmut Schmidt - 24.08.13 21:55
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo,

die Linoleum-Fliesen auf dem Bild weisen einen deutlich Verlegefehler auf.
Linoleum-Fliesen oder Bahnen müssen mit einem Abstand von mindestens 0,1 besser ehr noch 0,3 mm verlegt werden.
Das Fugenmaterial ist in der Tat weicher und dient dem themischen Ausgleich.
Das Material ist aber auch zäher und nutzt sich deshalb nicht so ab.
Durch die zu enge Verlegung haben sich hier die Fliesen an der Naht aufgeworfen.

Eine Linoleumfläche ist aber eher so leicht Seidenmatt aber in einer gut verlegten Fläche sind die Fugen bzw. Nähte aber nur durch die andere Farbe zu sehen.
Hydrostat - 12.09.13 14:18
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,


das Telefon hat mir keine Ruhe gelassen (Stöpsel ziehen war nicht). Zum Vergleich nochmal der bisherige Qualitätsstandard:



Und das aktuelle Ergebnis:


















Ich glaube, das kann man gelten lassen.

Die "Pickel" stammen vom Stützmaterial; für die Fotos habe ich sie mal drangelassen. Sie werden vor dem Abformen für den Weißmetallguss noch entfernt. Falls also jemand Interesse an einem Telefon hat ...


Schönen Gruß
Volker
Holger BS - 13.09.13 13:08
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Moin Volker tach

Na das ist ja ein beeindruckendes Ergebnis und ein riesiger Qualitätssprung! Toll!
Was hat denn zu den eklatanten Verbesserungen geführt?
Ich schätze mal verändertes Material. (Wenn ja, wieso-weshalb-warum?) Und was noch?...

Und wo ich gerade mal dabei bin:
Ich gehöre auch zur bisher still schweigenden und bewundernden Mehrheit deiner Arbeiten hier im Forum.
Du kannst sicher sein, dass viele mit offenem Mund staunend Deine Werke hier verfolgen.
Großes Kino!
Ich bleibe bei Deinen Beiträgen auf jeden Fall am Ball.

Sonnige Grüße, H Sehr glücklich lger
volkerS - 13.09.13 19:35
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,
die neue Ausgabe des W48 sieht echt klasse aus.
Lästermodus ein: Wenn du schon auf der Telefonunterseite die Schallöffnungen für den Wecker nachbildest, dann bitte auch die Trennkante des Bodens und die Befestigungsschrauben. Und wann ist mit einem funktionsfähigen Telefon zu rechnen? Die NSA will doch auch die Plettenberger Kleinbahn abhören. Lästermodus aus.
So jetzt geh ich in Deckung bevor mich ein Telefon trifft.
Volker
Hydrostat - 13.09.13 20:29
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

Holger BS hat folgendes geschrieben::
Was hat denn zu den eklatanten Verbesserungen geführt?
Ich schätze mal verändertes Material. (Wenn ja, wieso-weshalb-warum?) Und was noch?...

Ja, ein anderer Anbieter und ein anderes Druckverfahren. Als Trittbrettfahrer muss ich aber erstmal nachfragen, was denn das was und wie das wie war Traurig . Ich werd's aber dann nachreichen.

Und vielen Dank für Deinen Schritt aus der stummen Leserschaft. Freut mich! Das mit den offenstehenden Mündern macht mir allerdings etwas Angst - die Leute verhungern mir ja.

volkerS hat folgendes geschrieben::
Lästermodus ein: Wenn du schon auf der Telefonunterseite die Schallöffnungen für den Wecker nachbildest, dann bitte auch die Trennkante des Bodens und die Befestigungsschrauben. Und wann ist mit einem funktionsfähigen Telefon zu rechnen? Die NSA will doch auch die Plettenberger Kleinbahn abhören. Lästermodus aus.

(Räusper) Werter Namensvetter und Träger einer möglicherweise verwandten Geisteshaltung,

die Trennkante habe ich tatsächlich nachgebildet; man kann sie auch ansatzweise auf dem letzten Bild am linken Rand erkennen. Die Rille ist aber nur 0,035 mm breit ... Ich könnte jetzt behaupten, ich hätte die Schrauben schlicht vergessen - aber nein: Als Künstler habe ich sie in einem Akt freischöpferischen Schaffens absichtlich weggelassen, um diesem Werk von ausgesprochen hoher Luzidität die Anmutung des Schwebenden, Flüchtigen, über das Paradigma des rein materiell Seienden hinaus zur immateriellen Dimension des fernmündlich gesprochenen Wortes, ja der Kommunikation als Grundfeste des menschlichen Daseins überhaupt zu geben.

Wer behauptet, dass das Telefon nicht geht? Zumindest steht es. Vielleicht fliegt es auch. Bleib' also lieber mal in Deckung.

Die NSA (Huhu!) wird hoffentlich nicht die Plettenberger Kleinbahn abhören wollen. Aber wenn's denn unbedingt sein muss: Klick mich und ich zeig Dich Film ich. Nein, ich meine nicht die unterlegte Musik. Achso: Hoffentlich, weil's die Bahn doch schon sooo lange nicht mehr gibt und ich den Glauben an die intellektuellen Fertigkeiten der Kommunikationsenthusiasten nicht gänzlich verlieren möchte.

Nachdem ich heute schon einmal verlassen wurde.

Von dieser hier:



Die ist jetzt bei Formwege (ha, NSA, harte Nuss, was?).

Schönen Gruß
Volker
volkerS - 14.09.13 10:06
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,
jetzt wo du es sagst habe ich tatsächlich die Trennkante gesehen. Und die Schrauben fehlen ja nur weil du das Telefon gerade instandsetzt. Grins
Habe jetzt aber eine Frage zum Orginal. Die Plettenberger Kleinbahn war doch Meterspur. Warum haben dann die Kastendampfloks Puffer, die von der Breite zwar anscheinend zur Vollspur passen, aber in der Höhe unterhalb der Puffer eines auf Rollwagen gezogenen Güterwagens sind.
Volker
Hydrostat - 14.09.13 10:23
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

im Bereich der Rollwagenanlage waren die Gleise dreischienig ausgeführt, damit die Kleinbahn die zugestellten Wagen selbst aufrollen konnte und nicht auf ein Regelspurfahrzeug der DRG/DB angewiesen war. Das erklärt Höhe und Versatz der Regelspurpuffer. Die Kupplung der Rollwagen erfolgte ausschließlich über Kuppelstangen mit dem Mittelpuffer der Loks.

Die Fa. Graeka, einer der großen Kunden der Bahn, hatte sogar lagebedingt einen direkten dreischienigen Anschluss von der Rollwagenanlage aus. Auch hier konnte die Bedienung durch die Meterspurloks erfolgen, ohne dass die Regelspurwagen aufgerollt wurden.

Einen Nachkommen der PKB gibt es heute sogar noch auf Regelspur im Bereich der ehemaligen Rollwagenanlage, aber hier gibt's ja auch einen ausgewiesenen Experten, der dazu noch etwas mehr schreiben oder das Ganze evtl. sogar bebildern könnte. Wenn er wolfte.

Schönen Gruß
Volker
elias - 14.09.13 20:03
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo VolkerS,

wie Dein Namensvetter schon ausgeführt hat, dienten die asymetrischen Regelspurkupplungen zum Rangieren von Regelspurwagen auf den Dreischienengleisen in den beiden Anschlussbahnhöfen der PKB.
Bei der noch existierenden Lok beim DEV durften wohl die Regelspurkupplungen aus Gründen des Unfallschutzes nicht wieder angebaut werden, weshalb die Maschine heute etwas "nackt" wirkt. Von der Lok gibt es übrigens ein wunderschönes 1:22,5-Modell von der Modell-Manufaktur Weber - www.modell-manufaktur-weber.com/
Der frühere Bahnhof Gruttmecke in Plettenberg-Eiringhausen (das ist da wo die letzte Fahrt im Video endet) wird seit 1974 von der Nachfolgesellschaft MEG - Märkische Eisenbahn-Gesellschaft als Umladebahnhof betrieben, wozu man auch noch eine eigene Regelspurlok zum Rangieren der Güterwagen - auf den mittlerweile nur noch regelspurigen Gleisanlagen - einsetzt und das Ladegut mit zwei Portalkränen auf unternehmenseigene Sattelzüge umläd.
Bilder und Pläne könnte ich einstellen, wenn ich es denn könnte!

Wolf Groote
Hydrostat - 14.09.13 20:34
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Ich erlaube mir mal, das Ganze hierher umzuleiten, da es thematisch dort besser passt. Dort gibt es auch ein Bild dazu.
Hydrostat - 24.09.13 09:19
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

während der Ausstellung im Mai in Schenklengsfeld ist die einzige Glühbirne durchgebrannt; offensichtlich hat der rechnerisch richtige Widerstand zwischen 9V-Stromquelle und 3,5V Birne nicht gereicht. Ich habe daher nun auf ein Schaltnetzteil mit 3V umgerüstet - und die Birne ist immer noch hell genug; sie wirkt auf den Fotos durch die Belichtungsuatomatik heller, als sie in Wirklichkeit ist. Bei dieser Gelegenheit musste ich auch die Deckendose ändern/vergrößern. Immerhin lässt sich die Birne jetzt tauschen, ohne die gesamte Deckendurchführung rausreißen zu müssen.





Es fehlt noch ein Futterstück für den Kabeldurchgang, das das Kabel zentriert.

Und noch etwas Bühnenzauber:



Schönen Gruß
Volker
kastenlokker - 24.09.13 19:37
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
... unglaublich, Volker !!!

Merkwürdig - sieht genau aus wie vor 60 Jahren bei der PKB !!!

(wobei ich mich gar nicht daran erinnern kann Verwirrt )
Regalbahner - 24.09.13 20:56
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
.... wenn der Vollmond durch dreckige Fenster scheint,
der Hörer neben dem Fernsprechapparat liegt,
das Licht brennt
und trotzdem niemand zu sehen ist,
könnte auch etwas Fürchterliches passiert sein .... gruebel

Meine Frau guckt so gerne Krimis das steckt an Winke

Kommt aber wirklich kriminell gut, das letzte Bild Ausruf

Schaudernde Grüße
Christoph
Helmut Schmidt - 24.09.13 22:29
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Zusammen,

ich sehe das anders es ist in der Früh- oder der Spätschicht der Pförtner hat einen Anruf bekommen und ist mit seinem Stuhl zurück gerollt um etwas zu klären.



Denn der Drehstuhl fehlt ja auch auf dem Bild, der hier schon zu sehen war.

Jetzt können wir darüber rätseln, was der Pförtner wohl zu klären hat?
kastenlokker - 24.09.13 22:43
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Christoph,

das muss just der Moment in den 60ern gewesen sein, als die PKB soeben ihren Dampfgeist aufgegeben hatte - das scheint panikartige Fluchtattacken und rasante Firmendesaster ausgelöst zu haben, damals (schon)! Geschockt Kriminell genug - oder?
(Volker wird hoffentlich Genaueres wissen!)


Nein, Helmut,

das gilt nicht - wir müssen schon bei den letzten Bildern bleiben, die Volker uns geliefert hat!Augenrollen Das letzte Bild ist das bei Morgendämmerung - ohne Drehstuhl (vor Panik nach hinten gestossen geblieben)! So fand der herbeigerufene Inspektor die Sachlage vor - oder? Verwirrt
T 20 - 25.09.13 10:43
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
..wenn der Vollmond durch dreckige Fenster scheint...(Zitat Christoph)
Nein, es ist wirklich nichts kriminelles passiert, der nette Herr,der
neulich gegenüber eingezogen ist,hat den Pförtner nur zu einer Tasse
heißen Tees eingeladen,kann man das ablehnen ...?
nächtliche Grüße
Tobias

Bild gelöscht
Helmut Schmidt - 25.09.13 14:17
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Zusammen,

diese Aufnahme beweist es, da ist der Pförtner wohl doch nur auf den Stuhl gestiegen, um an einen Ordner zu kommen.


Holger BS - 25.09.13 14:38
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Moin tach
@ Helmut - hmmmm, sind in dem Ordner die Unfallverhütungsvorschriften mit dem Kapitel § 45.3 ff, über Sicherheit beim Gebrauch von Leitern, Trittstufen etc.? Verstecken

@Volker - Modellbau vom Feinsten Applaus

Sonnige Grüße, H Sehr glücklich lger
Hydrostat - 26.09.13 15:50
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

na vielen Dank aber auch für Eure vielen Posts, woll.

Ihr kommt auf Ideen ... gefällt mir gut! Besonders Nosferatu, der schon wieder unsichtbar geworden ist.

Helmut war aber am nächsten dran. Eher durch Zufall bin ich darauf gekommen, dass der danebengelegte Hörer die fehlende Figur erklärt. Ich habe noch keine wirklich überzeugende Figur in 1:22,5 gesehen (was nicht heißen soll, dass es keine geben mag, sondern eher Rückschlüsse auf meinen beschränkten Horizont als auf die tatsächlichen Begebenheiten zulässt). Mir gefällt, dass man mit solchen Arrangements kleine Geschichten erzählen und Assoziationen wecken kann.

Ich frage mich aber, lieber Helmut, wer den Ordner in der Wand einbetoniert hat. Und zum Thema Unfallschutz: Was wollt Ihr eigentlich? Der gute Mann ist doch bestens mit Schutzkleidung (man beachte die ca. 2cm dicken Gummihandschuhe) ausgerüstet.

Ich erlaube mir noch anzumerken: Die Bude ist nicht so baufällig, dass man da Helm und Regenschutz tragen muss.

Vielen Dank für Eure anerkennenden Worte!

Schönen Gruß
Volker
Hydrostat - 05.11.13 21:23
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

ich erlaube mir den bescheidenen Hinweis, dass das Modeler's Annual 2013 gerade frisch herausgekommen ist, in dem auch ein Artikel über das Übungsmodul mit detaillierten step-by-step-Beschreibungen enthalten ist. Verlegen Eine kleine Inhaltsvorschau gibt es hier:

https://www.facebook.com/media/set/?set=a.598960213474591.1073741828.287129054657710&type=1

Das Annual kann man demnächst auch hier http://www.finescalerr.com/subscribe.htm als PDF-Version erwerben.

Schönen Gruß
Volker
Helmut Schmidt - 07.11.13 14:27
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

ich habe im Moment leider noch keine Chance deinen Brericht zu zu studieren, aber trotzdem einen herzlichen Glückwunsch von mir, zu dem Erfolg.
Hydrostat - 08.11.13 09:28
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo,

jetzt ist es online.

Zum Inhalt: http://www.finescalerr.com/
Direkt zum Download: http://www.finescalerr.com/subscribe.htm

Schönen Gruß
Volker
fspg2 - 09.11.13 10:35
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Moin Volker,

gratuliere, ...aber nicht nur Deine 24 Seiten vom "Übungsmodul" lassen das hohe Niveau von diesem Modeler's Annual 2013 spüren.
Auch wenn alles auf Englisch geschrieben ist, die Bilder vieler Step by Step-Schritte geben auch so genügend Informationen und Anregungen, die auf eigene Vorhaben angewandt werden können.
Das Heft ist eine wunderbare Zusammenfassung von tollen Modellen von Super-Modellbauern, verteilt über den Globus.

Es macht Spaß in dem Heft zu stöbern.
fspg2 - 04.12.13 21:18
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo,

kürzlich bekam ich Post von Volker Sehr glücklich

Spur II kann so winzig sein, wenn man sein gedrucktes Telefon in der Hand hält.

P1150784_1 (fspg2)



Ich dachte erst an 1:32... aber so ein Bakelittelefon hatte eine Abmessung von nur 17cm x 15cm x 16cm.

Das Weißmetallgehäusegussteil hat eine Kantenlänge von 7,5mm x 7,0mm... also tatsächlich 1:22,5 Ausruf

Der zweite Druck hat sich wirklich gelohnt - die auf dem Foto sichtbaren leichten Stufen am Hörer sind mit bloßem Auge nicht wahrnehmbar.

Ein tolles Ergebnis - vielen Dank Volker Winke
Hydrostat - 11.12.13 17:16
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

dann möchte ich das Telefon auch mal als fertig betrachten. So sieht das dann aus, wenn es mit acetonlöslicher Weinertfarbe angestrichen wurde. Mit einer Spritzpistole geht das sicher besser.









Wer Interesse an einem Telefonrohling (s.u.) hat, kann sich gerne per PN bei mir melden. Bei denen, die das vorher schon mal getan haben, melde ich mich Sehr glücklich .



Schönen Gruß
Volker
Hydrostat - 21.01.14 21:45
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

mal schauen, wie's hier weitergeht. Erstmal Licht machen.



Für die weitere Ausgestaltung benötige ich noch Schreibtischlampen.







Die Umsetzung werde ich evtl. wieder in Weißmetall (Schirm und Fuß), MS-Rohr (Ständer) und 3D-Druck (Glühbirne) machen; einziger Wermutstropfen ist dann die Wandstärke am Schirm: 0,2 mm werden sich vmtl. nicht gießen lassen, deswegen sind's hier 0,4 geworden.

Wobei - man könnte das Ding eigentlich auch gleich richtig beleuchten. Schau'n wir mal.

Schönen Gruß
Volker
4heiner - 22.01.14 05:57
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,
Nietenzähler-Modus an: "wo sind denn die Ziffern hinter der Wählscheibe?"
Nietenzähler-Modus aus. Verwirrt Cool Lachend Lachend
In echt: tolle Sache Ausruf
Grüße
Egidius
Masinka - 22.01.14 12:59
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Halo Volker!
Das hatte Ich Deine Arbeit in Schenklengsfeld gesehen, bin Ich ueberzeugt, das Tastenschalter auf die Lampe funktionsfaehig wird. Sehr glücklich
Herzlich greusst begeisterte
Vladimír
Hydrostat - 22.01.14 19:20
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
4heiner hat folgendes geschrieben::
Hallo Volker,
Nietenzähler-Modus an: "wo sind denn die Ziffern hinter der Wählscheibe?"
Nietenzähler-Modus aus. Verwirrt Cool Lachend Lachend
In echt: tolle Sache Ausruf
Grüße
Egidius


Hallo Egidius, vielen Dank! Süffisant-Modus an: "Hier?"



Lachend

P.S.: Geht's auch anderen so, dass in Zitaten die Smileys nicht dargestellt werden? Ich hab's extra in Deinem Zitat mal so stehen lassen.

Masinka hat folgendes geschrieben::
Halo Volker!
Das hatte Ich Deine Arbeit in Schenklengsfeld gesehen, bin Ich ueberzeugt, das Tastenschalter auf die Lampe funktionsfaehig wird. Sehr glücklich
Herzlich greusst begeisterte
Vladimír


Hallo Vladimir, schön, etwas von Dir zu hören! Nein, die Taste soll nicht funktionsfähig werden.

Okay, ich denke nochmal drüber nach.

Nein, mal ehrlich: Wenn Du den Schreibtischstuhl aus Schenklengsfeld meinst: Das war Helmuts Arbeit. Aber ich frag' ihn mal, was er davon hält
Sehr glücklich .

Schönen Gruß,
Volker
4heiner - 22.01.14 22:38
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Überzeugt!
Das war auf dem Foto wegen Spiegelung nicht zu erkennen.
Einfach Klasse!
Grüße
Egidius
volkerS - 23.01.14 06:03
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,
wenn man schon am lästern ist, wo ist bei diesem Telefon die Hörerschnur (aber bitte die aus 4 Litzen geflochtene, beim Vorgänger gabs die schon, sowie die Leitung zur Wanddose ADO04) ja und ganz stilgerecht müsste vorne am Tischapperat in der Schildtasche der Papierstreifen mit der Rufnummer stecken.
So genug gelästert, ich bin einfach nur begeistert von solchem Modellbau. Respekt
Zur Tischlampe, wenn dich die Wandstärke des Lampenschirms nervt, mit korrekten Außendurchmesser herstellen und innen mit einer Reibe, die gibt es ja in 1/10- teilweise auch 5/100-Stufung, den Schirm im einsehbaren Bereich ausreiben. Die Wandstärke im Kopfbereich des Schirms kann man ja nicht erkennen. Zur vollen Funktion könnte man die Mini-Leds (SMD0603) mit angelöteten Lackdrähten verwenden. (siehe http://www.buntbahn.de/modellbau/viewtopic.php?t=11526)
Volker
Hydrostat - 23.01.14 08:03
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
4heiner hat folgendes geschrieben::
Überzeugt!
Das war auf dem Foto wegen Spiegelung nicht zu erkennen.
Einfach Klasse!
Grüße
Egidius


volkerS hat folgendes geschrieben::
So genug gelästert, ich bin einfach nur begeistert von solchem Modellbau.

Oje, ich hatte gehofft, dass Ihr das nicht so ernst nehmt. Lasst Euch nicht ins Bockshorn jagen: Das war Photoshopping light. Da sind keine Zahlen drin.

Ich suche noch nach einem Mittelchen zum Brünieren/nicht auftragenden Vorbehandeln von Weißmetall, damit die Farbe nachher besser haftet. Die Ziffernfelder und das Innere der Schildtasche würde ich dann zwar auch noch weißen, Zahlen wären aber beim besten Willen mit bloßem Auge ohnehin nicht mehr erkennbar. Ich habe auch manches Werkstelefon gesehen, bei dem gar keine Zahlen mehr erkennbar waren.

So eine Wanddose steht auch auf dem Wunschzettel - Volker, Du hast nicht zufällig ein Foto und ein paar Maße für mich Sehr glücklich ?

volkerS hat folgendes geschrieben::
Zur Tischlampe, wenn dich die Wandstärke des Lampenschirms nervt, mit korrekten Außendurchmesser herstellen und innen mit einer Reibe, die gibt es ja in 1/10- teilweise auch 5/100-Stufung, den Schirm im einsehbaren Bereich ausreiben. Die Wandstärke im Kopfbereich des Schirms kann man ja nicht erkennen. Zur vollen Funktion könnte man die Mini-Leds (SMD0603) mit angelöteten Lackdrähten verwenden. (siehe http://www.buntbahn.de/modellbau/viewtopic.php?t=11526)

Das Aufreiben wird nicht ohne Weiteres gehen, da der Innenteil aus gusstechnischen Gründen ohnehin schon konisch zum Rand zuläuft. Vielleicht beweise ich einfach mal Mut zur Lücke und investiere in die Form mit der 0,2 mm Wandstärke am umlaufenden Rand - mal schauen, was rauskommt. Der Gießer weiß es auch nicht.
elias - 23.01.14 13:28
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Schreibtischlampe

Hallo Volker, ein interessantes Teil, was Du Dir da vorgenommen hast. Dazu ein Hinweis auf Glühlampen im Maßstab 1:32 bei mf-pur. Ausser einer Lampe für Loklaternen mit BJ 22-Sockel gibt es auch solche mit "normalen" E 27 und E 40 - Sockeln. Wobei die 40er umgerechnet im Maßstab 1:22,5 etwa 28 mm Sockeldurchmesser entspricht. Sind allerdings nicht ganz preiswert diese Teile, kosten so um 12,50 Euro pro Stück.
Und zum Schluß die Frage, ob Du eine so große Stückzahl der Lampenteile produzieren lassen wirst, dass man sich an die Beschaffung "anhängen" könnte?

Gruß
Wolf
Helmut Schmidt - 23.01.14 14:49
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hydrostat hat folgendes geschrieben::
Masinka hat folgendes geschrieben::
Halo Volker!
Das hatte Ich Deine Arbeit in Schenklengsfeld gesehen, bin Ich ueberzeugt, das Tastenschalter auf die Lampe funktionsfaehig wird. Sehr glücklich
Herzlich greusst begeisterte
Vladimír


Hallo Vladimir, schön, etwas von Dir zu hören! Nein, die Taste soll nicht funktionsfähig werden.

Okay, ich denke nochmal drüber nach.

Nein, mal ehrlich: Wenn Du den Schreibtischstuhl aus Schenklengsfeld meinst: Das war Helmuts Arbeit. Aber ich frag' ihn mal, was er davon hält
Sehr glücklich .

Schönen Gruß,
Volker

Hallo Ihr Beiden, ihr wisst doch das Unmögliche wird sofort erledigt und Wunder dauern etwas länger.

Volker, du hieltst es ja einen solchen Stuhl zu bauen, ein klein wenig für unmöglich.
Das konnte ich ja schon in Schenklengsfeld widerlegen.
Nur jetzt wartet mal noch ein klein wenig, dann kann ich euch vielleicht auch noch in Sachen Stuhl was zu wundern bieten.
Denn der Stuhl soll ja auch in meinem Klosterstollen zum Platz nehmen dienen.

Das Telefon gibt es ja auch schon bei mir als Werkstatttelefon, hast du eigentlich noch welche? gruebel

Die Lampe würde sich in meiner Werkstatt sicher auch noch gut machen.
Selbstverständlich soll die Lampe natürlich auch beleuchtet sein. Licht
Dann muss sie natürlich auch irgendwie ein und ausgeschaltet werden können. Winke
Hydrostat - 25.01.14 17:07
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

elias hat folgendes geschrieben::
Und zum Schluß die Frage, ob Du eine so große Stückzahl der Lampenteile produzieren lassen wirst, dass man sich an die Beschaffung "anhängen" könnte?

Ja, könnte ich mir vorstellen. Wer Interesse hat, möge mir doch bitte eine PN schicken. Ich würde es gerne erst dann entscheiden.

Helmut Schmidt hat folgendes geschrieben::
Das Telefon gibt es ja auch schon bei mir als Werkstatttelefon, hast du eigentlich noch welche?

Ja, falls noch jemand Interesse haben sollte: bitte per PN melden.

Zitat:
Die Lampe würde sich in meiner Werkstatt sicher auch noch gut machen.
Selbstverständlich soll die Lampe natürlich auch beleuchtet sein. Licht
Dann muss sie natürlich auch irgendwie ein und ausgeschaltet werden können.


Ich habe mir die Lampe erstmal als unbeleuchteten Dummie aus 2 Druckteilen für Schirm und Fuß, einem Messingrohr 0,8 mm und einer gedruckten Glühbirne gedacht. In Schirm und Fuß sind aber Körnungen eingebracht, die ein nachträgliches Aufbohren und Beleuchten der Lampe möglich machen. Sogar der Schalter ist von der Rückseite angekörnt, wer also keine anderen Probleme hat, Helmut, ... Sehr glücklich

Schönen Gruß
Volker
Hydrostat - 18.03.14 14:30
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen!

fspg2 hat folgendes geschrieben::
Hallo,

kürzlich bekam ich Post von Volker Sehr glücklich

Spur II kann so winzig sein, wenn man sein gedrucktes Telefon in der Hand hält.

P1150784_1 (fspg2)



Ich dachte erst an 1:32... aber so ein Bakelittelefon hatte eine Abmessung von nur 17cm x 15cm x 16cm.

Das Weißmetallgehäusegussteil hat eine Kantenlänge von 7,5mm x 7,0mm... also tatsächlich 1:22,5 Ausruf

Der zweite Druck hat sich wirklich gelohnt - die auf dem Foto sichtbaren leichten Stufen am Hörer sind mit bloßem Auge nicht wahrnehmbar.

Ein tolles Ergebnis - vielen Dank Volker Winke


Frithjof, da Du schon mit dem Thema 1:32 angefangen hast:



Damit hier keiner meint, das wäre wieder Photoshopping light:



Und zum Größenvergleich auf einem 2 Cent-Stück: Links 1:22,5, rechts 1:32; das sind unversäuberte Rohteile.



Damit das Telefon nicht immer im Dunkeln stehen muss, hat's jetzt einen aufrechten Kollegen bekommen. Der Lampenständer ist ein Drahtteil.



Leider muss ich Euch mit mehreren Detailbildern belästigen, da der Tiefenschärfebereich für solche Aufnahmen nicht groß genug ist. Wen's nicht interessiert: Bitte überblättern.









Natürlich gibt's die Lampe auch in Zwergausführung für 1:32.



Das Loch im Schirmoberteil bei der 1:32-Ausführung ist nicht im Gussteil; da habe ich mich in der Eile etwas verbohrt. Etwas ist gut. Durcher geht's nicht mehr.



Das Rohteil habe ich mal schnell mit Edding geschwärzt; leider lässt sich das schlecht fotografieren.



Vor einiger Zeit bekam ich Post von Helmut. Vielen Dank, Helmut - ich bin restlos begeistert. Ich habe zwar keine Ahnung, wer sich auf diese Stühle setzen soll (ich passe nicht drauf), ich habe aber farblich noch etwas daran gearbeitet. Links Helmuts Ursprungsfassung, rechts die überarbeitete Version.









Wenn ich wieder an mein Übungsmodul herankomme, reiche ich Aufnahmen der Bauteile "in situ" nach.

Schönen Gruß
Volker
Hydrostat - 23.03.14 21:35
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Und hier sind sie:









Lampe und Telefon habe ich mit Weinert Acryl pinsellackiert. Durch unterschiedlich starke und häufige Acetonzugabe lässt sich die Farbe nicht nur sehr gleichmäßig verteilen, sondern auch der Glanzgrad beeinflussen.

Für den großen Raum (den gedachten Zeichensaal der WIMAG) wollte ich eine Rippenrohrheizung haben, wie es sie früher oft in Werkstätten, Fabriken oder auch Büros gab.



Auch wenn ich mit dem Ergebnis nicht wirklich zufrieden bin, zeige ich mal, wie ich's gemacht habe. Ausgangspunkt sind gelaserte Karton- bzw. Laserboard-Teile unterschiedlicher Stärke, die auf einen Metallstab aufgefädelt werden. Die Lasertechnik kommt bei den geringen Durchmessern und gleichzeitig höheren Materialstärken (ca. 1.2 mm) an ihre Grenzen. Wirklich sauber und rund werden die Schnitte nicht. Außerdem geben die Kartonscheiben nach, so dass die Teile sich nicht maßhaltig zusammenbauen lassen. Das ist aber notwendig, um den Kantenschutz einzubauen.



Die vormontierten Teile habe ich mit Sekundenklaber fixiert und stabilisiert und anschließned auf der Drehbank für Erstklässler etwas nachbearbeitet.



Das kam dann dabei heraus.



Sollte ich nochmal welche machen, wird es ganz sicher eine Vollmetallausführung.

Da das Übungsmodul zusammen mit den Sauerlandmodulen auf der Intermodellbau im April in Dortmund zu sehen sein wird, gab es auch noch etwas Überarbeitungsbedarf an den Radlenkern, damit auch maßstäblichere Radsätze im Gleis bleiben.



Schönen Gruß
Volker
T 20 - 26.03.14 08:51
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
....nachdem ich hier auf die neuen Bilder bis jetzt keine Reaktion erkenne: :
daß es sich hier um Modellbaukunst auf höchstem Niveau handelt,
ist sicher eines Kommentares würdig Winke
vielleicht traut sich ja noch jemand zu antworten...
abwartende Grüße
Tobias
volkerS - 26.03.14 09:53
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Tobias,
was soll man nur sagen, wenn man sprachlos ist?
Einzig viel mir auf, dass der Verstärkungssteg des Heizkörpers auf 9.00 Uhr steht. Ich habe Montage des Steges auf 6.00 Uhr in Erinnerung. Da kann sich nicht so viel Staub ablagern.
Volker
Helmut Schmidt - 26.03.14 10:20
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker und Volker,

genau das mit dem Verstärkungstreben ist mir auch schon aufgefallen.
Ich habe mir auch schon einen Wolf gegoogelt aber leider nichts gefunden.

Vielleicht hat ja einer der User ein Bild von solch einem Rippenrohrheizkörper?

Ganz abgesehen spreche ich laufend mit Volker und habe gerosses Gefallen an seinen Arbeiten.
GBMEGGTAL - 26.03.14 18:42
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen

Die Arbeiten von Volker und den vielen anderen Super Modellbauern in diesem Forum, sind einfach der Hammer. Aber wenn jeder in diesem Forum auch nur einen top senden würde dann hätten die Beiträge zu viele nutzlose Einträge. Ich glaube ich schreibe für viele in diesem Forum, bitte weiter so und wir oder sicher ich werden die Beiträge mehrmals durchsehen und bewundern.

Vieleicht gibt es im Zukunft like button top top top top Lachend

Gruss Sigi
MvM - 26.03.14 18:56
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Wie immer beeindruckende Arbeit, die Volker da zeigt!

Hier ein Bild von einem Rippenrohrheizkörper. Da ist der Steg auf 12 Uhr.



Beste Grüße,
Martin
christo - 26.03.14 20:01
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo,

für die Umströmung des Heizkörpers und damit die Wärmeabgabe durch Konvektion wäre die seitliche Ausrichtung der Rippe abträglich. Ich denke, dass deswegen der Steg oben oder unten sein sollte.

Wenn ich schon meinen Senf dazugebe, muss ich wieder mal äußern, dass ich mehr als begeistert von dem "Übungsmodul Geschockt " bin!

Grüße Tom
Helmut Schmidt - 26.03.14 20:10
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Martin,

Danke das bestätigt meine Erinnerung der Steg liegt hier auf 6 und 12 Uhr was auch der Durchbiegung entgegen wirkt.

So nun gehe ich basteln, mal sehen ob mir ein Licht auf oder angeht.
Hydrostat - 26.03.14 21:49
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Wow - und ich dachte schon, hier wird nur noch gelesen! Vielen Dank, lieber Tobias, Volker, Helmut, Sigi, Martin und Tom für Eure Antworten und netten Worte! das fehlt mir hier schon ein bischen; wenn ich nur zeigen möchte, was ich mache, könnte ich das auch per Website oder Blog machen. Aber der Austausch macht's doch gerade aus. Also theoretisch, meine ich. So ein Like-Button wäre aber schon nicht schlecht - oder, wo wir schon dabei sind: wie wär's mit einem Donate-Button?

Da war sie also wieder, diese Geschichte mit der Rippe. Und die begann so: Helmut rief mich letztens an und sagte: "Du, die Rippe müsste auf 12 Uhr liegen." Als Beispielfoto hat er mir eines angehängt, das man beim Googeln nach "Rippenrohrheizkörper" findet. Eines von mittlerweile nur noch Zweien von den alten gusseisernen Modellen. Übrigens das Bild, das auch Martin zeigt. Und jetzt kommt Ihr auch noch mit Euren Einwänden.

Wie auch immer, ich hatte die Dinger so in Erinnerung, wie ich sie eingebaut habe und die Längsrippe dachte ich mir als Kantenschutz für die empfindlichen gusseisernen Rippchen. Das Staubfängerargument ist interessant, wer sagt aber dem innenliegenden Rohr, dass sich da nichts zwischen den Rippchen ablagern soll? Kraut zum Beispiel? Das statische Argument hat aber durchaus auch etwas für sich.

Glaubt Ihr denn aber allen Ernstes, ich ändere das ob all der Anfechtungen jetzt ab?





Nö. Cool





Ausnahmsweise zu Anschauungszwecken gibt's hier ein paar Bilder, die definitiv nicht von mir sind und deren Herkunft ich nicht mehr ermitteln kann - über Google finde ich es nicht wieder, sonst hätte ich sie verlinkt. Ähnlichkeiten mit der revellfarbverschmierten, eingelaufenen Replikation sind übrigens rein zufällig Winke .








Ätsch! Lachend Und jetzt erzählt mir bitte niemand, dass ich hier Fußboden und Wand verwechselt habe. Ich könnte hier nicht mal schwören, dass es eine oder zwei gegenüberliegende Längsrippen sind.



Bestimmt war das auf einer Website "Fallstricke, Fehler und Fatalitäten bei Bau und Betrieb von Rippenrohrheizkörpern" zu finden.



Im Ernst: Mich interessiert schon, welche Funktion die Längsrippe denn nun wirklich hat Sehr glücklich - also her mit dem geballten Fachwissen!


Schönen Gruß
Volker
volkerS - 26.03.14 22:28
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,
wie wäre diese Erklärung: Rippenrohrheizkörper - gusseisern - verlorene Sandform - Gießkanal.
Volker
HSBAchim - 27.03.14 08:06
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

Lachend das hätte mich jetzt auch gewundert, wenn du die Heizkörper ohne jedes Vorbildfoto gebaut hättest. Ich finde deinen Thread übrigens außerordentlich lehrreich und wegen der Kommentare auch ziemlich unterhaltsam. gut

Einen interessanten Beitrag zu den besagten Heizkörpern habe ich unter dem folgenden Link gefunden:

Aufarbeitung historischer Rippenheizkörper

Der aufmerksame Leser wird dort im letzten Bild vielleicht auch den Grund erkennen, warum es durchaus Sinn macht, die Rippen mit dem Steg nach vorne einzubauen. Deine Vermutung mit dem Stoßschutz ist gar nicht mal so verkehrt und erhält von mir 10 Punkte. Winke
Benzollok - 27.03.14 12:38
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo,
zu Gußrippen kann ich leider nichts sagen, ich kann nur mit Rippenrohr in der "einfach Ausführung" mit Blechrippen dienen.

Als geschweißtes Register
Heizregister (Benzollok)


Im Einsatz
Heizregister 2 (Benzollok)


Als Meterware:
Rippen-rohr (Benzollok)



Und meine hochachtung vor dem hier gezeigtem Modellbau

Gruß Thomas
volkerS - 27.03.14 13:37
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Zusammen,
ein kurzer Hinweis zu den zuletzt gezeigten Rippenheizkürpern,
Die sind keine Einzelrippen sondern eine Endlosrippe wie die Rille in der Schallplatte (was war das?).
Volker
Hydrostat - 27.03.14 14:14
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

vielen Dank, Achim! Das Bild ist das andere, das man bei der Google-Suche nach "Rippenrohrheizkörper" findet Sehr glücklich .

Thomas, da muss ich Volker Recht geben. Soweit ich in Erfahrung bringen konnte, ist das der moderne Nachfolger für die gegossenen Heizkörper. Das müssten spiralig umgewickelte Blechstreifen sein. Das lustige Faltenmuster ist sicher einmal Ergebnis der radialen Blechbiegung und für den Wärmeübergang auch nicht so schlecht (das war jetzt geraten). Bin ich froh, dass ich mich in einer anderen Epoche bewege. Also gedanklich. Beim Modellbau natürlich.

Wenn das Interesse weiter anhält, denke ich mal über einen Bausatz nach. Nur so, wie ich das bisher gemacht habe, kann ich das keinem zumuten. Mir auch nicht.

Also - nächster Versuch!

Gruß
Volker
Hydrostat - 04.04.14 20:02
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

das Übungsmodul ist in der kommenden Woche vom 9. - 13.04. auf der Intermodellbau in Dortmund zu sehen. Als Gast stelle ich zusammen mit Wolf Groote am Stand der Straßenbahnfreunde Hemer (Halle 4, Stand 4H22) zum Thema "Kleinbahnen im Sauerland" aus.

Ich würde mich freuen, bei dieser Gelegenheit vielleicht den einen oder anderen Buntbahner und Leser kennenzulernen! Für diejenigen, die nicht kommen können, habe ich hier noch zwei Bilder.








Schönen Gruß (insbesondere an Tobi Sehr glücklich )
Volker
Helmut Schmidt - 09.04.14 23:29
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

in Zusammenarbeit mit Volker habe ich eine Lösung für die Lampe erarbeitet.

Die Lampenköpfe und Füße mussten gebohrt werden.

Dafür erstellte ich eine Bohrlehre für die Lampenköpfe.


Für das Lampenrohr wählten wir Injektionsnadel.


Die Biegelehre für das Lampenrohr in 1:32 und 1.22,5.


Die Biegelehre zur besseren Ansicht geöffnet.


Leider könnte nur eine Bohrung in der Bohrlehre gebohrt werden.
Die 3 weiteren Bohrungen mussten mit der Hand gebohrt werden.
Außerdem noch eine Freifräsung für die Kabel Einführung im Lampenfuß.
So konnten 2 schwarze 0,15 mm Kupferlackdrähte eingezogen werden.


An die Drähte konnte dann eine SMD LED angelötet werden.
Der Maßstab im Hintergrund hat eine mm Teilung.
Das Lampenrohr aus einer Injektionsnadel hat 0,6 mm Durchmesser.


Hier die Lampe an ihrem Bestimmungsort, der Pförtnerloge.

Hier noch einmal die zur Probe gebauten Lampen im Vergleich.

HSBAchim - 10.04.14 07:50
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Einfach unglaublich, was ihr 2 da baut. lupe
MvM - 10.04.14 11:15
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Ja, dem ist nichts hinzuzufügen...

Kommt denn auch ein Freizeichen, wenn man den Hörer abnimmt?
T 20 - 10.04.14 12:10
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
....eigentlich ward Ihr nur zu bequem den Schalter am Lampenfuß
funktionfähig zu machen.Handwerklich dürfte es nämlich Euch kein
Problem bereiten , behaupte ich , nachdem ich diese neuen Bilder sehe !
erleuchtete Grüße
Tobias
volkerS - 10.04.14 12:45
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Da bleibt einem "sprichwörtlich" die Spucke weg.
Wo soll das noch hinführen?
Langsam traut man sich ja nicht mehr etwas zu zeigen, weil alles im Vergleich zu euch "Grobmotorik " ist. Respekt
Volker
Feldbahninfizierter - 10.04.14 13:18
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
prfekter gehts nicht!!!!

viele grüße aus Salzburg
David
Trambahner - 10.04.14 14:02
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Ich fall vom Glauben ab

Das ist perfekter Modellbau in guter alter Buntbahntradition
Respekt.

Ich freue mich ja darauf, was hier noch so alles kommen könnte.

Und der mit dem Fusschalter find ich auch nicht schlecht, aber 1. April war doch schon...
Helmut Schmidt - 10.04.14 15:13
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Zusammen,

ich bin aus Dortmund zurück, für mich hat es sich gelohnt.


Volker und ich freuen sich über die gelungene Installation der Schreibtischlampe und natürlich auch besonders über die Resonanz von euch.

Bitte versteht das, was Volker und ich hier machen, auch als Anregung für euch.
Deshalb zeigen wir auch immer den Lösungsweg und nicht nur das Ergebnis.

Natürlich haben wir auch schon über einen Schaltmöglichkeit nachgedacht.
Nur die Pförtnerloge ist auch von hinten mit einer Scheibe abgedeckt und damit wäre es unmöglich, ihn zu bedienen.
fspg2 - 10.04.14 19:15
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Ihr Beide,

Glückwunsch - finde ich toll!

Als ich die unbeleuchteten Lampen kürzlich betrachten konnte, war ich schon erstaunt, wie klein sie sind..... und dann jetzt beleuchtet - Super Sehr glücklich


Aber eine Sache finde ich verwunderlich, wenn ich Eure beiden Fotos vergleiche:

Foto A: Stecker in der Wand - Lampe leuchtet nicht.





Foto B: Habt Ihr es tatsächlich geschafft, in die Lampe noch einen Mini-Miniatur-Akku unterzubringen Frage Winke


Helmut Schmidt - 11.04.14 09:49
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Frithjof,

erst einmal Dank für die Anerkennung.

Aber da gibt es offensichtlich gerade ein Problem mit der Sicherung.

Denn der Schalter der Deckenlampe steht auch immer noch auf ein und die leuchtet nicht mehr.

Da muss der Pförtner seine Schreibtischlampe offensichtlich wo anders angeschlossen haben, damit er wenigstens etwas Licht hat.
volkerS - 11.04.14 20:12
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Helmut,
dass die Deckenlampe nicht funktioniert liegt wohl eher daran, dass der Elektiker die Zuleitung noch nicht montiert hat. Nach rechts zur Deckenlampe, nach unten zum Lichtschalter und der Steckdose und von links nix. Von hinten in diese Abzweigkästen gab es nicht. Übrigens müsste die Zuleitung zur Deckenlampe wie an der Wand befestigt sein. Einfach Klasse ist, dass die Steckdose ohne Schutzkontakt, wie es sie in den 50-ziger Jahren gab, nachgebildet wurde.
Volker
Helmut Schmidt - 11.04.14 21:55
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

vielen Dank für den guten Hinweis, jetzt ist auch mir klar warum die Deckenlampe nicht brennt und die Schreibtischlampe an anderer Stelle angeschlossen wurde.
volkerS - 12.04.14 08:51
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Helmut,
dann hoffe ich mal, dass ihr nach dem Messetermin Dortmund dem Elektriker sagt, was noch alles zu machen ist. Allein vom Arbeitsschutz geht es ja garnicht, dass sich bei Arbeitsbeginn/-ende der Pförtner bei Dunkelheit bis zu seinem Schreibtisch vortasten muss um die Schreitischlampe einzuschalten. Grins
Volker
PS: Habt ihr die Injektionsnadeln geglüht bevor sie gebogen wurden? Und womit wurden sie getrennt?
Helmut Schmidt - 13.04.14 00:20
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

ja da kann oder muss sicher noch einiges gemacht werden und das alles nur zur Übung.

Ein Heizkörper fehlt sicher auch noch.

Nun aber zu deinen Fragen:

Die Nadeln wurden nicht geglüht sondern in der Lehre mit Unterstützung dieser Zange gebogen.


Durch die Rundung und die Hohlkehle geht das sehr gut.

Abtrennen tue ich die Injektionsnadeln mit solch einer Trennscheibe.

Diamatierte Trennscheibe.
Hydrostat - 15.04.14 20:18
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

ich bin wieder aus Dortmund zurück - es war sehr schön und ich habe mich ganz besonders über die Gespräche mit den Buntbahnern gefreut, die zu uns an den Stand bei den Straßenbahnfreunden Hemer gekommen sind! Leider habe ich nicht alle persönlich sprechen können.

Dass Helmut gleich am ersten Tag mit der Erleuchtung ankam, muss ich ja eigentlich nicht mehr erwähnen.



Dass ich mir ob Eurer Kommentare abends beim Surfen am Hotelrechner dann innerlich einen Wolf gelacht habe (nein, nicht den, den anderen) aber schon. Ihr habt Probleme! Herrje, die Wand ist doch bündig an der Verteilerdose geschnitten - soll denn das Zuleitungskabel offen daliegen, dass gleich jeder eine gewischt bekommt?

Und die Affenschaukel an der Decke - da hat Volker vollkommen Recht. Die muss aber erstmal so bleiben. Es sei denn, Frithjof liefert mir endlich mal zweiteilige Schraubschellen. Die einteiligen bekomme ich nicht mehr über's Kabel.

T 20 hat folgendes geschrieben::
....eigentlich ward Ihr nur zu bequem den Schalter am Lampenfuß
funktionfähig zu machen.Handwerklich dürfte es nämlich Euch kein
Problem bereiten , behaupte ich , nachdem ich diese neuen Bilder sehe !
erleuchtete Grüße
Tobias


Trambahner hat folgendes geschrieben::
Ich fall vom Glauben ab

Das ist perfekter Modellbau in guter alter Buntbahntradition
Respekt.

Ich freue mich ja darauf, was hier noch so alles kommen könnte.

Und der mit dem Fusschalter find ich auch nicht schlecht, aber 1. April war doch schon...


Ach kommt, man kann's auch übertreiben. Deswegen habe ich eine vorbildwidrige Körnung auf der Fußunterseite vorgesehen, damit sich der Schalter exakt ausbohren lässt ...



Und bitte hört auf mit dem Quatsch, dass Ihr Euch nicht mehr traut, etwas zu zeigen. Wenn das nicht eine Menge anderer Leute getan hätten (etwas zeigen), gäbe es hier vermutlich nichts zu lesen.

Und jetzt wollen wir die Schnarchnase von Pförtner mal mit einem bösen Blick bedenken.



Der muss nämlich erstmal das Tor schließen.



Damit dann endlich der Zoch kött.



Schönen Gruß
Volker
uwer - 15.04.14 22:18
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

ich möchte die Gelegenheit nochmal nutzen, um dir für deine Mühen zu danken, eure Arbeit so detailiert und gut fotografiert zu präsentieren.

Euer Stand hat mir sehr gut gefallen, das Thema ist sehr interessant und liebevoll umgesetzt.
In 2m muss man halt doch nicht immer zwischen den Primeln im Garten umherfahren!

Es hat mich sehr gefreut, dich mal persönlich kennenzulernen und dein Kunstwerk im Original zu betrachten.

Gruß
Uwe
Helmut Schmidt - 20.04.14 12:19
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

herzlich Glückwunsch zu dem Bericht über den Übungsmodul in der Spur I Info.
Hydrostat - 24.04.14 15:42
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

Helmuts Beleuchtungsaktion ist kaum noch etwas hinzuzufügen, außer dem hier:



Mir hat irgendwie die Glühbirne gefehlt.



Die Glühbirne ist ein 3D-Druckteil, das auf die Leuchtdiode aufgeklebt ist.



An der Lackierung arbeiten wir noch ...


Und falls jemanden interessiert, wie die Einzelteile zusammenfinden:

Das ist das Weißmetallgussteil (hier Spur 1), in das Helmut dankenswerterweise die innere Bohrung mittels einer entsprechend gefrästen Aufnahme CNC-gesteuert einbringen konnte. Leider lässt sich die Rohrdurchführung nicht automatisch bohren, da die Gussteile minimale Abweichungen haben und nach dem Bohren an der dünnsten Stelle gerade mal ein Zehntel Wandstärke stehen bleibt.





Das geht dann nur per Hand mit dem Stiftenklöbchen.





Helmut hatte mir eine Biegelehre für die Ständer gefräst, die ich zugleich zum Ablängen der Kanülen nutzen konnte.





Die Abschnitte werden dann entgratet und in die Lehre eingesetzt





und mit der Zangenbacke gegen die Lehre gedrückt, deren Radius enger als beim Vorbild ausfällt, da das Material etwas zurückfedert.




Das war's.



Interessanterweise gab es aus dem Forum weit mehr Anfragen zu den Lampen in 1:32 als in 1:22,5 Sehr glücklich. Weil ich den Thread aber nicht zur Werbeverkaufsveranstaltung verkommen lassen möchte, könnt Ihr hier nachlesen, wo die (unbeleuchteten!) Teile erhältlich sind.

Schönen Gruß
Volker
Helmut Schmidt - 24.04.14 17:10
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hydrostat hat folgendes geschrieben::
Hallo zusammen,

Helmuts Beleuchtungsaktion ist kaum noch etwas hinzuzufügen, außer dem hier:



Mir hat irgendwie die Glühbirne gefehlt.



Die Glühbirne ist ein 3D-Druckteil, das auf die Leuchtdiode aufgeklebt ist.



An der Lackierung arbeiten wir noch ...


Und falls jemanden interessiert, wie die Einzelteile zusammenfinden:

Das ist das Weißmetallgussteil (hier Spur 1), in das Helmut dankenswerterweise die innere Bohrung mittels einer entsprechend gefrästen Aufnahme CNC-gesteuert einbringen konnte. Leider lässt sich die Rohrdurchführung nicht automatisch bohren, da die Gussteile minimale Abweichungen haben und nach dem Bohren an der dünnsten Stelle gerade mal ein Zehntel Wandstärke stehen bleibt.





Das geht dann nur per Hand mit dem Stiftenklöbchen.





Helmut hatte mir eine Biegelehre für die Ständer gefräst, die ich zugleich zum Ablängen der Kanülen nutzen konnte.





Die Abschnitte werden dann entgratet und in die Lehre eingesetzt





und mit der Zangenbacke gegen die Lehre gedrückt, deren Radius enger als beim Vorbild ausfällt, da das Material etwas zurückfedert.




Das war's.



Interessanterweise gab es aus dem Forum weit mehr Anfragen zu den Lampen in 1:32 als in 1:22,5 Sehr glücklich. Weil ich den Thread aber nicht zur Werbeverkaufsveranstaltung verkommen lassen möchte, könnte Ihr hier nachlesen, wo die (unbeleuchteten!) Teile erhältlich sind.

Schönen Gruß
Volker


Hallo Volker,

da muss ich dir absolut recht geben, mit aufgeklebtem Lampendummy schaut das beleuchtet, noch viel besser aus.
Hydrostat - 08.05.14 20:39
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

im Rahmen des KVP kam das Thema "Farbhaftung auf Weißmetall" auf. Die ist, mit Verlaub, kleiner gleich Null. Außer man kleistert einen Haftgrund auf. Das muss doch anders gehen. Im Tiffany-Bedarf gibt es ein Schwarzfärbemittel für Zinn. Da sind mir heute einige Teile reingefallen. Zuvor wurden sie in etwas Spüliwasser ausgekocht. Die Fotos sind suboptimal, die Färbung ist aber absolut abriebfest und wirkt zumindest recht rauh (damit lässt sich übrigens auch rostiges Eisen darstellen, wenn man etwas trickst; aber dazu später mal, wenn ich verstanden habe, was ich genau gemacht habe Augenrollen ).





Ich bin gespannt, wie es dann lackiert aussieht. Aber heute nicht mehr.

Ich habe das Mittel hier gefunden; das sollte es aber in jedem Tiffany-Laden geben: http://www.ebay.de/itm/250650591700?ssPageName=STRK:MEWNX:IT&_trksid=p3984.m1497.l2649

Hat hier vielleicht schon jemand Erfahrungen damit gesammelt?

Schönen Gruß
Volker
Schrauber - 09.05.14 16:18
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

sieht gut aus. Respekt

wie gedenkst du denn, die Ziffern zu machen? Verstecken
Hydrostat - 09.05.14 21:10
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Ha - Tomas - Du lebst!

Schrauber hat folgendes geschrieben::
Hallo Volker,

sieht gut aus. Respekt

wie gedenkst du denn, die Ziffern zu machen? Verstecken


Den hatten wir schon Lachend .

Und hier sind ein paar Aufnahmen der nunmehr angepinselten Stücke.











Fazit: Die Farbe haftet jetzt hervorragend und der Untergrund ist nicht oder kaum spürbar rauher als unbrüniert. Diese Übung ist aus meiner Sicht erfolgreich verlaufen.

Sicher bekäme man die Lackierung mit Airbrush noch besser hin, aber ich habe keine. Und besser bekomme ich es mit dem Pinsel nicht hin. Die Wählscheibe ist nicht weiß ausgelegt. Das hat sich beim Brünieren ergeben, da die Öffnungen so klein sind, dass wegen der dort eingeschlossenen Luftblasen keine Brünierung eindringt. Dafür aber die Farbe nachher beim Pinseln, wenn man nicht aufpasst Augenrollen .

Zuerst habe ich den Lampenschirm innen weiß ausgelegt; zumindest bei der Arbeit mit dem Pinsel lösen sich dabei "Pigmente" der Brünierung, die die Frabe abmischen. Da war also mehrmaliges Überlackieren angesagt. Es ist an der Zeit, mich von den in meiner frühen Jugend liebgewonnenen und aus dieser Zeit stammenden Restbeständen an Revellfarben zu trennen. Das macht keinen Spaß. Die Außenseite ist wie gehabt mit Weinert-Farbe und Aceton behandelt. Die Fotos sind auch hier wieder gnadenlos; mit bloßem Auge sieht das nicht so wild aus. Ich finde übrigens, dass der Lampe der unlackierte Ständer gut bekommt.

Schönen Gruß
Volker
Hydrostat - 11.05.14 17:13
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Ich glaube, so kann man's gelten lassen. Zustand nach Politur mit einer Filzscheibe.





Schönen Gruß
Volker
Helmut Schmidt - 11.05.14 18:06
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

ja das kann man gelten lassen oder besser gesagt, dass sieht gut aus. gut

Jetzt fehlt nur noch der Lichttest. Winke
Schrauber - 11.05.14 18:51
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

ich weiß nicht ob es nur mir so geht, aber wenn ich die Lampe sehe, bin ich permanent in Versuchung, auf den Schalterknopf zu drücken..... Großes Grinsen

Da hast Du die Latte wieder mal ganz schön geliftet... gut
fspg2 - 15.05.14 09:18
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Moin,

als ich kürzlich Besuch von Volker bekam, überreichte er mir ein Päckchen.

Sicher verpackt, hielt ich kurz darauf sein Telefon und eine Schreibtischlampe in der Hand.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie gut Helmut und Volker mit ihren Augen und Händen diese wirklich kleinen Teile bearbeiten können.

Ich weiß zwar, dass die Makroaufnahmen unerbitterlich alle Details und kleine Fehler zeigen, aber bei der Größe der nun vor mir liegenden Teile, ging es mir (wie schon öfter): Verd.....t winzig!


Tischlampe_1zu22_5_01 (fspg2)



Tischlampe_1zu22_5_02 (fspg2)



Die beiden mit einer Filzscheibe polierten Teile geben die Oberfläche und den Glanz der Vorbilder überzeugend wieder!

Auch die weiße Auslegung der Wählscheibe ist gelungen, da kann man es verschmerzen, dass die Zahlen nicht lesbar sind Winke

Tischlampe_1zu22_5_03 (fspg2)



Dann lagen da noch Funde einer archäologischen Ausgrabung auf dem Tisch. Hatte der Zahn der Zeit an den Teilen seine Spuren hinterlassen?

Wenn ich mich erinnere, so war das Telefon damals aus Bakelt hergestellt... die Oberfläche hier aber sieht rostig aus.... Volker, jetzt muss Du uns das näher erklären Ausruf


Tischlampe_1zu22_5_04 (fspg2)


Zum Schalter: Der arme Finger, der sich auf den 0,3mm Schalter blutig drücken wird... vielleicht kann ein elektronischer Berührungsschalter im Tisch unter der Lampe helfen.... Ich bin jedenfalls auf das Ergebnis gespannt!
Schrauber - 15.05.14 10:21
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Zitat:
die Oberfläche hier aber sieht rostig aus


Das ist doch Moos!

Verstecken Respekt
Hydrostat - 15.05.14 22:08
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

fspg2 hat folgendes geschrieben::
Moin,

[...] Dann lagen da noch Funde einer archäologischen Ausgrabung auf dem Tisch. Hatte der Zahn der Zeit an den Teilen seine Spuren hinterlassen?
Wenn ich mich erinnere, so war das Telefon damals aus Bakelt hergestellt... die Oberfläche hier aber sieht rostig aus.... Volker, jetzt muss Du uns das näher erklären Ausruf
Tischlampe_1zu22_5_04 (fspg2)



vielen Dank, Frithjof, für die Aufnahme des rostigen Lampenschirms! Auf den Effekt hatte ich etwas weiter oben schon hingewiesen. Beim Brünieren der Teile schlägt die vormals klare grünbläuliche Flüssigkeit nach ca. einer Minute in eine rostige, trübe Brühe um. Ich vermute, dass da Eisen ausfällt. Wenn man jetzt ein "frisches" Teil dazugibt, wird es nicht schwarz, sondern rostig. Die anderen Teile bekommen auch einen leicht schmutziggrau-rostigen Überzug, der sich aber abbürsten lässt, so dass eine mehr oder minder schwarze Grundschicht verbleibt. Das Zeug verspricht noch eine Menge Bastelspaß!

Mit dem Schalter schau'n wir mal. Frithjofs Idee ist ebenso umsetzbar wie raffiniert, aber leider nicht vorbildgetreu Lachend.

Moos ... sieht aber auf den Fotos tatsächlich etwas grünlich aus.

Schönen Gruß
Volker
Helmut Schmidt - 16.05.14 08:58
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

ich filters meine Flüssigkeit deshalb auch nach jedem Arbeitsgang.

Außerdem Bürste ich die Teile während des Brünierens und anschließend noch zusätzlich mit Seifenlauge.

Das Brünieren ist und bleibt nun einmal Handarbeit und ist nicht nur ein chemischer Prozess.


Nur so, erhalte ich so schöne schwarze Teile.
Hydrostat - 16.05.14 09:23
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Helmut,

manchmal sind solche zufälligen, nicht "erwünschten" Effekte aber ganz brauchbar.

M. E. kann man die beiden Mittel nicht gut vergleichen; das Zinn reagiert nach Abkochen ausgezeichnet, das Messing muss aber doch eher geschrubbt werden, damit es vernünftig reagiert. Die rostigen Anhaftungen auf den schwarzen, also von Anfang an in die Flüssigkeit gelegten Teilen lassen sich übrigens mit einem festen Borstenpinsel abbürsten. Dass die Oberfläche davon nicht beeinträchtigt wird, kannst Du ja an dem anschließend lackierten Telefon auf Frithjofs Aufnahmen sehen.

Schönen Gruß
Volker
Hydrostat - 23.05.14 20:01
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Also, mal ehrlich, was soll der Quatsch mit dem Schalter eigentlich? In der Pförtnerloge baue ich nichts mehr um. Und im Direktorenzimmer steht ja nicht mal ein Schreibtisch, auf dem man die Lampe positionieren könnte.

fspg2 hat folgendes geschrieben::
Zum Schalter: Der arme Finger, der sich auf den 0,3mm Schalter blutig drücken wird...


Da hilft nur Empirie.










Ob der Kontakt funktioniert, weiß ich nicht. Sowas probiere ich immer erst aus, wenn man definitiv nicht mehr drankommt. Leider habe ich kein Bild einer blutigen, von zahllosen Stichwunden durchsiebten Fingerkuppe anzubieten. Ich hatte keine.

Noch mehr leider gibt es auch keine rastenden Microschalter, die den geringen Bedienweg von 5 Zehnteln bei minimalem Kraftaufwand bieten. Sonst fließt nämlich dann doch Blut. Da muss eine Eleggdronnigg aushelfen, zu der sich ein freundlicher Buntbahner warme Gedanken macht. Damit hab' ich's als Schaltungslegastheniker nicht so; ich bin schon froh, wenn ich weiß, wie 'rum ich zuhause den Staubsauger einstecken muss.

Wie auch immer. Zur Tischplatte fehlte noch ein Unterbau. Da isser.














Hat jemand einen Tipp, wie ich die Vertiefungen in der Maserung wegbekomme? Schleifen ging nicht wirklich; die Furchen wurden auch immer tiefer. Gibt's da irgendein Hausmittelchen zum Spachteln? Ich dachte an Schuhcreme, aber da muss dann noch irgendein Füllstoff rein?


Schönen Gruß
Volker
Helmut Schmidt - 23.05.14 20:17
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

da würde nur anderes Holzfurnier direkt helfen, denn nur sehr Kurzfaseriges Holz wie z.B. Buche kann völlig Eben geschliffen werden.

Das ist aber für diesen Tisch offensichtlich zu spät und da hilft nur noch vertuschen und tarnen.
Dazu gibt es von Clou ein Reparatur Wachs.

Wie hast du denn die Schlüssellöcher gemacht?
Hydrostat - 23.05.14 21:02
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Das ist das gleiche Material wie die Wandvertäfelung im Direktorenzimmer; da lag mir am ähnlichen Erscheinungsbild. Nur wirkt es da natürlich nicht so grob wie bei den Makroaufnahmen. Ich versuche das Wachs mal aus. Schlimmer kann's ja nicht mehr werden.

Die Schlüssellöcher sind aus selbstklebender Kupferfolie. Mit einem Einpressapparat habe ich kleine Scheiben ausgestanzt und diese auf die mit 0,5mm vorgebohrten Löcher aufgeklebt. Dann mit einer Reißnadel das obere Loch durchstechen und unterhalb nochmal vorsichtig zwei kleine Löcher eindrücken und anschließend die Folie wieder glattreiben (kugeliger Stahl) und mit Nagellack zusätzlich sichern.






Schönen Gruß
Volker
maxvolker - 23.05.14 22:55
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hydrostat hat folgendes geschrieben::


Hat jemand einen Tipp, wie ich die Vertiefungen in der Maserung wegbekomme? Schleifen ging nicht wirklich; die Furchen wurden auch immer tiefer. Gibt's da irgendein Hausmittelchen zum Spachteln? Ich dachte an Schuhcreme, aber da muss dann noch irgendein Füllstoff rein?


Schönen Gruß
Volker


Hallo Volker,

schau mal unter "Porenfüller, Füllgrund farblos" bei Hesse/Lignal oder auch bei Zweihorn nach. Dieser transparent füllende Grund ist gut schleifbar und nach der transparenten Decklackierung 100% durchsichtig. Nimmt man z.B. bei Wurzelholzfurnieren oder grobporigen Furnieren, welche nachher eine glatte, porenlose Oberfläche haben sollen.

z.B. Zweihorn Crystallit Füllgrund oder Duritan® 2K-Porenspachtel, transparent

Gruß
Holger
volkerS - 24.05.14 09:14
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,
na endlich! Jetzt baust du die vollfunktionsfähige Schreibtischlampe. Am einfachsten ein PIC10F200 als Toggletaster-Ersatz. 3x3x1,5mm und max. 5V , da passt er sogar noch direkt in die Schublade.
Volker
Helmut Schmidt - 24.05.14 09:44
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

das größte Problem ist ja der Taster selbst, der keine Leistung schalten kann und dabei auch nur ein unsauberer Signal liefert.

Ich hatte daher an eine Lösung mit einem NE555 gedacht.

Aber wenn du Volker unterstützen kannst, wäre das gut, denn ich bin die nächsten 4 Wochen auch dauernd unterwegs.
Ralph - 24.05.14 11:35
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker

Probiers mal mit Kerzenwachs , damit müsstest du die Fugen gefüllt bekommen

Eignet sich auch hervorragend zum Schmieren von Kreissägeblättern

Gruß Ralph
volkerS - 24.05.14 16:02
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Helmut,
könnte helfen, aber dazu benötige ich noch ein paar Parameter.
Versorgungsspannung, Led-Strom (der Pic kann max 25mA), ist der Taster potentialfrei oder mit Ub bzw. GND verbunden? Der Taster würde leistungslos nur einen Potentialwechsel bewirken (UB / GND), mit Software entprellt würde er die Tischlampe ein-/ausschalten, wenn er länger als eine 1/2sec gedrückt wird. und danach müsste er erst wieder 1/2 sec unbetätigt sein, bevor erneut geschaltet werden kann. Das sollte einen sicheren Betrieb ermöglichen.
Volker
Hydrostat - 02.06.14 20:45
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
So, die Lampe brennt schon mal. Und am Schreibtisch habe ich auch noch etwas herumgepfuscht.





Jetzt bin ich auf Helmuts Paket mit der Schaltung gespannt ... Idee

Gruß
Volker
Regalbahner - 02.06.14 20:50
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

für die "Normalos" haben wir ja alle ein Rad ab
aber was ihr hier macht, setzt dem Ganzen noch die Krone auf Ausruf
Was soll's - einfach weiter so Lachend

Viele Grüße
Christoph
Helmut Schmidt - 02.06.14 21:32
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Christoph,

wir machen doch nichts mehr, wie das heute machbare um zu setzen,
warum sollen wir bewusst auf machbares verzichten?
Denn die Kosten für unsere Lösung mit nicht einmal 3 € ist ja auch überschaubar.

Aber hier für Volker schon mal ein Blick auf die getestete und funktionierende Schaltung.


Flip-Flop Schaltung mit NE555 nach diesem Schaltungsvorschlag.

So nun muss ich aber an die Arbeit damit du auch irgendwann das Original in den Händen halten kannst.
volkerS - 02.06.14 21:58
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Helmut,
schön dass die Schaltung jetzt funktioniert. Da kann ich ja meine 1€-Schaltung wieder in die Schublade packen.
Volker
PS: mit der Schublade meine ich die des Schreibtischs von Volker (Hydrostat)
Hydrostat - 03.06.14 09:02
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Regalbahner hat folgendes geschrieben::
Hallo Volker,

für die "Normalos" haben wir ja alle ein Rad ab
aber was ihr hier macht, setzt dem Ganzen noch die Krone auf Ausruf
Was soll's - einfach weiter so Lachend

Viele Grüße
Christoph


Hm, schönes Selbstbild: der stolze König auf seiner räderlosen Kutsche. Hü!

Helmut Schmidt hat folgendes geschrieben::
Hallo Christoph,

wir machen doch nichts mehr, wie das heute machbare um zu setzen,
warum sollen wir bewusst auf machbares verzichten?
Denn die Kosten für unsere Lösung mit nicht einmal 3 € ist ja auch überschaubar.

Aber hier für Volker schon mal ein Blick auf die getestete und funktionierende Schaltung.


Flip-Flop Schaltung mit NE555 nach diesem Schaltungsvorschlag.

So nun muss ich aber an die Arbeit damit du auch irgendwann das Original in den Händen halten kannst.


Wenn Du den Kondensator noch etwas mittiger anordnen könntest, ginge das glatt als Rüttelplatte durch, für Maßstab G und so Lachend

volkerS hat folgendes geschrieben::
Hallo Helmut,
schön dass die Schaltung jetzt funktioniert. Da kann ich ja meine 1€-Schaltung wieder in die Schublade packen.
Volker
PS: mit der Schublade meine ich die des Schreibtischs von Volker (Hydrostat)


Okay, Volker, so klein ist Helmuts Schaltung nicht. Sie passt aber trotzdem in den Schreibtisch.

Gruß
Volker
T 20 - 03.06.14 11:49
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
....ich glaub , ich hatte bei den Bildern von Volkers Schreibtisch ein
echtes Schlüsselerlebnis Lachend
Und eigentlich hatte ich damals einen Scherz machen wollen, als ich sagte,
Ihr seid nur zu faul einen Schalter zu bauen.Aber Ihr versteht da wohl
keinen Spaß Winke ....
erleuchtete Grüße
Tobias
Hydrostat - 07.06.14 22:37
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
T 20 hat folgendes geschrieben::
Aber Ihr versteht da wohl
keinen Spaß Winke ....
erleuchtete Grüße
Tobias


Na toll. Das war also ein Spaß. Haha.

Das hast Du jetzt davon.



Und hiernochmal in bewegt-bewegenden Bildern.

Jetzt fehlt eigentlich nur noch eine funktionierende Steckdose Lachend . Also in 1:22,5, meine ich.

Schönen Gruß
Volker
Frédéric - 08.06.14 10:34
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Dann aber bitte mit 10,22 Volt Netzspannung. Sehr glücklich

Edit: Verzeihung - damals waren's vermutlich noch 220 Volt. Also 9,77.
Helmut Schmidt - 08.06.14 11:30
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Frédéric,

die Lampe wird mit ca. 5 Volt betrieben, was der damals noch teilweise gebräuchlichen Spannung von ca. 110 Volt in den 50. Jahren entspricht.

Wenn schon denn schon.
Hydrostat - 08.06.14 13:15
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

also ich finde, man kann's auch übertreiben.













Andererseits ...























Okay, der Stecker ist bezüglich der Formgebung noch verbesserungsfähig. Aber das Ganze funktioniert sowohl mechanisch als auch elektrisch. Außendurchmesser der Dose ist 3,5 mm.





Grundlage für den Stecker war ein Messingfeingussteil von Frithjof, das ich aufgebohrt und mit Kanülen versehen habe. Die Kanülen gehen in einen zunächst zylindrischen Kunststoffhalter über, der sich im Dremel auf 1-2 Zehntel Wandstärke herunterschleifen lässt. Die entsprechend abgelängten Teile wurden in die Bohrungen gepresst und mit Sekundenkleber fixiert. Der Stecker besteht aus einem Polystyrolplättchen, zwei 0,3 mm Federstahlstäben und einem verrundeten und seitlich geschlitzten Zahnstocherstück. An Werkzeugen wurden lediglich Stiftenklöbchen mit Bohrern und Hohlfräsern, Laubsäge, Lötkolben, Zange, Pinzette und Dremel verwendet. Das Kabel am Stecker besteht aus zwei 0,15 mm Kupferlackdrähten.





Schönen Gruß,
Volker
volkerS - 08.06.14 16:00
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,
zum Thema Formgebung des Steckers hätte ich folgendes anzubieten:
Stecker 50er 1 (volkerS)



Stecker 50er 2 (volkerS)


Durchmesser 35mm, Höhe 15mm, Bakelit.
Die "scheinbaren" Ausbrüche hat mein Vater seinerzeit eingefeilt, damit dieser Stecker auch in eine Schuko-Steckdose passt.
Es ist der Orginalstecker an einem Revox G36 Tonbandgerät. (Kennt jemand heute, mit MP3 u ä., so etwas noch?)
Volker
Hydrostat - 08.06.14 17:13
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hi Volker,

sehr schön. Ich hatte dieses Vorbild auisgesucht (Aufnahme von Frithjof fspg2)



und auch schon eine Idee, wie ich meinen Stecker zunächst mal noch runder bekomme. Dazu später mehr.

Gruß
Volker
Hydrostat - 08.06.14 19:20
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
So kann man's wohl erstmal gelten lassen.












Und was mach' ich jetzt mit dem Quatsch? Es wird Zeit, sich mal wieder ernsthafteren Dingen zuzuwenden.

Schönen Gruß
Volker
volkerS - 08.06.14 20:57
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,
Und was mach' ich jetzt mit dem Quatsch?
Elektriker rufen und im Büro des Chefs der WIMAG montieren lassen. Dann kann der Chef endlich seine Schreibtischlampe nutzen. Demnächst (in 2 Wochen) werden die Tage ja wieder kürzer.
Volker
Kellerbahner - 14.06.14 22:07
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

da kann man Dir nur zustimmen ja :
Zitat:
So kann man's wohl erstmal gelten lassen


Die geniale Winzigkeit kann man dank Deiner Angabe:
Zitat:
Außendurchmesser der Dose ist 3,5 mm

auf den stark vergrößernden Makroaufnahmen ja nur erahnen lupe . Aber auch der äußerst enge Schärfebereich Deiner Aufnahmen unterstreicht das beeindruckend Geschockt .

Das sonst übliche 1 Cent Stück als Vergleich würde in der Unschärfe wahrscheinlich untergehen ... Winke


Dein
Zitat:
Büro des Chefs der WIMAG

konnte ich ja auf der Intermodellbau bewundern. Jetzt bin ich gespannt wo die Steckdose ihren Platz finden wird Cool.


Gruß vom

Kellerbahner
Hydrostat - 19.09.14 11:34
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

das Übungsmodul ist am Samstag/Sonntag, 04. und 05. Oktober 2014 zusammen mit den Sauerlandmodulen von Wolf Groote bei der Sauerländer Kleinbahn in Plettenberg-Hüinghausen anlässlich der Modellbahntage in der dortigen Fahrzeughalle zu sehen.

Ich würde mich freuen, den einen oder anderen Buntbahner zu treffen!

Schönen Gruß,
Volker
Hydrostat - 07.10.14 13:18
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

hier ein paar Impressionen der Veranstaltung für die, die nicht dabei sein konnten. Das waren viele, um es positiv auszudrücken.

Stephan Weber hatte die Diesellok "Nahmer" der MME, ex Hohenlimburger Kleinbahn, sowie die ersten Handmuster seiner fein detaillierten und mit weitgehend maßstäblichen Radsätzen ausgestatteten Both&Tillmann-Rollwagen zur Verfügung gestellt, mit denen sich eine Wagenzustellung mal etwas anders darstellen ließ. Die WIMAG ist da ja anpassungsfähig. So in Raum und Zeit, meine ich.













Weitere Bilder - auch von den "Sauerlandmodulen" von Wolf Groote - gibt es in dieser Galerie zu sehen. Leider konnte ich den Schreibtischlampenschalter nicht vorführen, da das passende Netzteil den Geist aufgegeben hatte. Dazu demnächst mehr. Zum Schreibtisch, nicht zum Netzteil.

Vielen Dank an dieser Stelle noch mal an Klaus und Tante Gerda, die uns bei der Ausstellung mit Fahrzeugen, Kaffee und im Betriebsdienst Lachend unterstützt haben.

Schönen Gruß
Volker
eXact Modellbau - 07.10.14 13:38
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Tolle Bilder! Wow!
Helmut Schmidt - 07.10.14 14:02
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

besonders die mit dem Licht aufgenommenen Bilder überzeugen mich besonders.

Schade das ich nicht dabei sein konnte, um so mehr Dank für die Bilder.
Marcel - 07.10.14 20:20
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Volker, besten Dank für die tollen Bilder!

Man muss schon genau hinsehen, um zu sehen, dass es sich beim Modul und den Fahrzeugen um Modelle handelt Winke!

Beste Grüsse Marcel
Hydrostat - 12.10.14 18:05
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Vielen Dank, Larry, Helmut und Marcel!

Die Motivausbeute war angesichts der unruhigen Hintergründe nicht so groß, aber zwei Bilder kann ich noch zeigen:





Schönen Gruß
Volker
Hydrostat - 14.10.14 21:31
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen!

volkerS hat folgendes geschrieben::
Hallo Volker,
Und was mach' ich jetzt mit dem Quatsch?
Elektriker rufen und im Büro des Chefs der WIMAG montieren lassen. Dann kann der Chef endlich seine Schreibtischlampe nutzen. Demnächst (in 2 Wochen) werden die Tage ja wieder kürzer.
Volker


Volker, Du hattest ja so Recht. Leider ist mir dabei der Stecker zerbröselt und ich musste ihn nochmal neu verlöten. Das hat ihn nicht schöner gemacht, aber er funktioniert wieder. Den Spaß (auszuprobieren, ob funktionierende Stecker, Dosen und Schreibtischlampenschalter in 1:22,5 mit Messer und Gabel machbar sind) war's wert, es ist aber alles sehr empfindlich. Jetzt muss ich mir noch etwas einfallen lassen, um den Schreibtisch auf dem Teppich zu fixieren. Da fliegen noch zwei Neodym-Magnete rum ...



Hier noch ein paar Schnappschüsse. Vielleicht geht dem Einen oder Anderen ja ein Licht auf.










Schönen Gruß,
Volker
JottHa - 14.10.14 22:16
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
...ich geb ja zu ein stiller und leiser Mitleser zu sein... - aber nun muss ich es mal loswerden!

MIr fehlen die Worte..., das was ich seit Wochen in 1:1 seit Wochen nicht hinbekomme wird hier en miniature zelebriert Augenrollen
Da muss ich Dich ja wohl mal zu mir bestellen...

Einfach nur fabelhaft und bewundernstwert...

...ich wünsche mir solch Fertigkeiten... Ausruf
volkerS - 15.10.14 10:49
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,
der Chef der WIMAG ist aber ein ordentlicher Mensch. Abends einen so aufgeräumten Schreibtisch. Das schaffe weder ich noch mein Chef.
Aber du wirst garantiert demnächst noch ein Telefon und eine Schreibunterlage mit Tintenfass und Füller liefern. Bekommt seine Vorzimmerdame auch noch so eine schöne alte Adler-Schreibmaschine (kennen wohl nur noch die Alten) hingestellt?
Einfach nur Klasse, was du da baust.
Volker
vodeho - 15.10.14 10:56
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
jetzt fehlt auf dem Schreibtisch nur noch eine dampfende Tasse Kaffee und ein funktionierender Kugelschreiber Sehr glücklich

ich kann nur sagen(schreiben) tolle Modelle und Bilder
gerne mehr

Gruß Volker
MvM - 15.10.14 16:37
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Respekt!
Ich bin nun auf die funktionsfähige Schreibmaschine im Büro gespannt... Winke
Hydrostat - 15.10.14 17:16
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

JottHa hat folgendes geschrieben::
..., das was ich seit Wochen in 1:1 seit Wochen nicht hinbekomme wird hier en miniature zelebriert Augenrollen
Da muss ich Dich ja wohl mal zu mir bestellen...

Was jetzt? Den Stecker in die Steckdose stecken? Muss ich dazu wirklich vorbeikommen? Lachend Ich vermute, Du meinst die Vertäfelung; da habe ich aber auch noch dazugelernt, wie ich die glatter hinbekäme, nämlich durch Einstreichen mit Sekundenkleber vor dem Abschleifen. So habe ich es zumindest beim Schreibtisch gemacht.

volkerS hat folgendes geschrieben::
Hallo Volker, der Chef der WIMAG ist aber ein ordentlicher Mensch. Abends einen so aufgeräumten Schreibtisch. Das schaffe weder ich noch mein Chef. Aber du wirst garantiert demnächst noch ein Telefon und eine Schreibunterlage mit Tintenfass und Füller liefern. Bekommt seine Vorzimmerdame auch noch so eine schöne alte Adler-Schreibmaschine (kennen wohl nur noch die Alten) hingestellt? Einfach nur Klasse, was du da baust. Volker

Lieber Volker, (immer diese Selbstgespräche), ich glaube, dass der Mensch an und für sich in den späten 1950er Jahren ordentlicher war als heute und vor allem eher in der Wahrnehmung seiner repräsentatorischen Aufgaben Heimat fand. Mit Telefon und Schreibtischunterlage lagst Du gar nicht so schlecht; Tintenfass und Füller liegen in der Schublade. Ich könnte mir aber gut noch einen Stempelhalter und eine Unterschriftenmappe vorstellen. Okay, über den Füller denke ich nochmal nach.

volkerS hat folgendes geschrieben::
Bekommt seine Vorzimmerdame auch noch so eine schöne alte Adler-Schreibmaschine (kennen wohl nur noch die Alten) hingestellt? Einfach nur Klasse, was du da baust. Volker

Weitaus interessanter ist doch die Frage, ob es eine Vorzimmerdame gibt. Ich fürchte aber, dass sie samt der Schreibmaschine den Zwängen der Modulkanten zum Opfer gefallen ist ...

vodeho hat folgendes geschrieben::
jetzt fehlt auf dem Schreibtisch nur noch eine dampfende Tasse Kaffee und ein funktionierender Kugelschreiber Sehr glücklich ich kann nur sagen(schreiben) tolle Modelle und Bilder gerne mehr Gruß Volker

Ha - noch ein Volker! Naja, aller guten Dinge sind drei. Hmm, ein Seuthe müsste noch irgendwo rumfliegen, zusammen mit dem Anbruch SR24 von 1982 (ein guter Jahrgang). Die dampfende Kaffeetasse steht aber auf einer Untertasse und die zusammen mit Milchkännchen und Zuckerdose auf dem Tablett, das die Vorzimmerdame gerade hereinbringen würde, wenn da nicht diese dämliche Modulkante wäre ...

MvM hat folgendes geschrieben::
Respekt! Ich bin nun auf die funktionsfähige Schreibmaschine im Büro gespannt... Winke

Danke, Martin. Aber - wie bereits weiter oben gesagt ...

Ich wollte es wissen und habe mal zum Bohrer gegriffen (ja, genau SO sieht das aus, sonst hätte ich 'Bohrmaschine' geschrieben). Ist verdammt eng da.



Immerhin ließen sich dann je ein Magnet im Boden ...



... und im Schreibtisch versenken, der nun brav seine Position hält ...



... und für die Aufnahme weiterer Utensilien zur Verfügung steht.





Schönen Gruß,
Volker
ottmar - 15.10.14 18:21
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

wirklich feinster Modellbau! Mein Kompliment!

Bei der Vorzimmerdame wäre ich mir auch nicht so sicher, leicht adpipös würde nur das Auge des betrachters beleidigen, wäre aber realitätsnäher. In schlank und attraktiv würde Sie nur von Sujet ablenken und wir würden uns jetzt über die Höhe der HighHeels auseinander setzen Sehr glücklich

Viele Grüße

Ottmar
Helmut Schmidt - 17.10.14 14:29
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

es handelt sich ja um die 50ger Jahre und da trug die Vorzimmer Dame ein hoch geschlossenes langes dunkles Kleid und geschlossene Schuhe mit Stabilen niedrigen Absätzen.
Damit kann ich leider nicht dienen aber mit etwas Original Schreibtisch Zubehör aus der Zeit schon.


Federschale mit Zubehör aus den 50ger Jahren.
Peter_T1958 - 17.10.14 15:46
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
ottmar hat folgendes geschrieben::
In schlank und attraktiv würde Sie nur von Sujet ablenken und wir würden uns jetzt über die Höhe der HighHeels auseinander setzen Sehr glücklich Ottmar


Ja, ja, ich glaube, selbst beim hochgeschlossenen, langen Kleid sind wir immer noch im Land der Phantasien Augenrollen
Nachem ich im Finesalerr Forum den Chef "meiner" Regionalbahn gepostet habe, hier noch seine Sekretärin...



Man beachte aber auch den "Maschinenpark" im Hintergrund!

Gruss, Peter
volkerS - 17.10.14 16:46
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Peter,
ich glaube du zeigst weniger eine Sekretärin, als vielmehr eine Buchhalterin.
Die Schreibmaschine im Hintergrund ist eine Kontenblatt-Schreibmaschine,
wie sie für die doppelte Buchführung gebraucht wurde.
Volker
Helmut Schmidt - 17.10.14 18:10
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

da kann ich dir nur recht geben, es handelt sich um eine Schreibmaschine mit Breitwagen und Formulareinzug.
Den Hersteller kann ich bei dem Bild leider nicht mehr genau ausmachen, aber in Verbindung mit einer Aditionsmaschine gab es so etwas nur in der Buchhaltung.

Wie komme ich darauf? Ganz einfach ich habe bis 1968 den Beruf eines Büromaschinen-Mechanikers ausgeübt.

Der Firmeninhaber hatte damals eine Vorzimmerdame die teilweise auch als Drachen bezeichnet wurden, denn an ihr kam wirklich niemand vorbei.

Die Schreibarbeiten wurden dann im Schreibbüro von der Stenopistin gemacht.

In die Buchhaltung zog dann die EDV mit der Lochkarte ein und so wurden die Breitwagenmaschinen als erstes durch die Tabeliermaschine ersetzt.
Hydrostat - 17.10.14 21:51
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

und erstmal vielen Dank, Ottmar! Mit Deiner Sekretärinnen-Einschätzung liegst Du nicht verkehrt. In beiden Fällen.

Peter_T1958 hat folgendes geschrieben::
Ja, ja, ich glaube, selbst beim hochgeschlossenen, langen Kleid sind wir immer noch im Land der Phantasien Augenrollen
Nachem ich im Finesalerr Forum den Chef "meiner" Regionalbahn gepostet habe, hier noch seine Sekretärin... Man beachte aber auch den "Maschinenpark" im Hintergrund! Gruss, Peter


Peter, vielen Dank für die beiden wunderbaren Bilder - die haben so viel Zeit- und Lokalkolorit - wirklich schön. Könntest Du das Direktorenbild vielleicht auch hier posten? Das gibt sehr schön den Ordnungsgrad wieder, den ich mir vorstelle. Zwar unter etwas einfacheren Umständen, aber das Prinzip zeigt's sehr gut. Ich glaube nämlich nicht, dass viele Buntbahnleser auch bei Finescalerr lesen.

Ach - und Helmut und Volker - vergesst es. Ich werde keine Schreibmaschine bauen. Erst recht keine Kontenblattschreibmaschine mit Breitwagen und Formulareinzug.

Dafür habe ich noch eine Kleinigkeit ergänzt - und auf wiederholten Wunsch diverser Kritiker die Fenstergriffe eingekürzt und gedreht - um den Preis, dass ich jetzt Kratzer auf drei Scheiben habe und die Griffblenden jetzt nicht mehr so schön aussehen Heulend. Jetzt ist es anders - aber ob's deswegen besser ist? Was soll's. Ist ja ein Übungsmodul.







Dass der Füller nicht ganz schwarz geworden ist (außer der Feder, die muss ja blank sein), habe ich erst auf der Makroaufnahme bemerkt. Man schaut übrigens seitlich auf die Feder; leider sehe ich beim Fotografieren nicht, was ich fotografiere, und der Füller legt sich immer auf. Der Füller ist etwa 7mm lang und 0,6 mm dick. Den muss ich nochmal säubern und brünieren.

Den klebe ich nicht auf; der kommt nach Dienstschluss in die Schublade.

Schönen Gruß,
Volker
Peter_T1958 - 18.10.14 09:13
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hydrostat hat folgendes geschrieben::
Peter, vielen Dank für die beiden wunderbaren Bilder - die haben so viel Zeit- und Lokalkolorit - wirklich schön. Könntest Du das Direktorenbild vielleicht auch hier posten? Das gibt sehr schön den Ordnungsgrad wieder, den ich mir vorstelle. Zwar unter etwas einfacheren Umständen, aber das Prinzip zeigt's sehr gut. Ich glaube nämlich nicht, dass viele Buntbahnleser auch bei Finescalerr lesen.Volker


Gerne! Ich wollte mich nur nicht zu sehr in deinen Beitrag hineinlehnen. Hier noch der Chef der StSS im Büro.



(Die Fotos stammen von Willy Pletscher und sind alle im Stadtarchiv Schaffhausen zu finden.)

Helmut Schmidt hat folgendes geschrieben::

Wie komme ich darauf? Ganz einfach ich habe bis 1968 den Beruf eines Büromaschinen-Mechanikers ausgeübt.

Für mich eine etwas fremde, aber faszinierende Welt. All das kenne ich aus der verblassten Erinnerung eines damals Sieben-bis Zehnjährigen. Erst beim Betrachten dieser Bilder tauchen die Kindheitserinnerungen wieder auf. Deshalb liebe ich diese Epoche!
Helmut Schmidt - 18.10.14 19:40
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

Prima das hat sich doch gelohnt, jetzt sieht es für mich gleich stimmiger und natürlicher aus.

Vielleicht kannst du den Füller auch mit schwarzem Glanzlack überziehen, dann schaut er vielleicht eher wie ein Montblanc aus.
Hydrostat - 18.10.14 21:47
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Helmut Schmidt hat folgendes geschrieben::
Vielleicht kannst du den Füller auch mit schwarzem Glanzlack überziehen, dann schaut er vielleicht eher wie ein Montblanc aus.


Haha. Ich hab' nur keine Ahnung, wie ich das hinbekommen soll. Naja, Photoshop macht's möglich.







Schönen Gruß
Volker
Helmut Schmidt - 19.10.14 19:20
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

Wunderbar genau so, jetzt schaut es aus wie ein Füller.
Hydrostat - 28.10.14 21:38
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

ich hab' mal noch eine Stiftablage mit Tintenfass (leer) ergänzt.



Schönen Gruß,
Volker
kastenlokker - 29.10.14 21:30
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

klasse !!!!!

das Tintenfass sollte aber weder eingetrocknet noch leer sein !!!
Und der Schreiber griffbereit !

Servus, Thomas
Feldbahninfizierter - 30.10.14 08:34
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Deine Details sind einfach Wahnsinn!!!
Hydrostat - 30.10.14 11:09
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Nochmal in besserem Licht und mit Füller ...





Schönen Gruß
Volker
Dieter - 30.10.14 18:47
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

Zu Füller und Tintenfass würde auch noch diese Utensilie passen.


Löschpapier (Dieter)


Musst ja nicht auch noch die Intarsienarbeit nachvollziehen.

Ich verfolge Deine wunderbaren Arbeiten mit großer Hochachtung.

LG
Dieter
Hydrostat - 01.11.14 17:42
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Dieter hat folgendes geschrieben::
Hallo Volker,
Zu Füller und Tintenfass würde auch noch diese Utensilie passen.


Das stimmt. Allerdings habe ich mich für ein anderes Modell entschieden. Und vielen Dank für Deine freundlichen Worte, aber ich bastele auch nur im Rahmen meiner Möglichkeiten. So hätte ich die Oberfläche des Löschers gerne glatter hinbekommen. Bei manchen Untergründen erreiche ich bei der Arbeit mit dem Pinsel meine Grenzen.



kastenlokker hat folgendes geschrieben::
... das Tintenfass sollte aber weder eingetrocknet noch leer sein !!! Und der Schreiber griffbereit !

Ich hoffe, dass der Füllstand im inneren Glasgefäß jetzt erkennbar ist.



Wie auch immer. An so einem diesigen Tag möchte keiner länger als nötig im Büro bleiben.



Der Letzte macht's Tor zu.



Schönen Gruß,
Volker
biowernersen - 01.11.14 18:31
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,
es ist einfach nur Wahnsinn was Du erstellst.
Ich bin mega-super begeistert. Mach weiter so.
Kleine anmerkung am Rande:
Ich persönlich finde die Schreibtischunterlage als zu dick.
Der Rest ist wirklich sehr passend.

Gruß Werner
Peter_T1958 - 01.11.14 20:42
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker

Jetzt ist mir ja ein toller Schildbürgerstreich gelungen: Im Zusammenhang mit der Plettenberger Kleinbahn habe ich auch schon auf der Seite alt-plettenberg.de herumgestöbert Nun fiel mir beim Betrachten des zweitletzten Bildes die Kirche im Hintergrund auf - die hatte ich doch dort noch nie gesehen...
Es dauerte wirklich ein geraume Zeit, bis mir dämmerte, dass das ja die Dreifaltigkeitskirche in deiner Nähe sein muss und du das Modul vor dem Fenster aufgenommen haben musst.

So verschwand tatsächlich die Grenze zwischen Modell und Wirklichkeit vor meinem Auge. Gefallen mir ausgesprochen gut, diese Stimmungsbilder!

Gruss, Peter

P.S. Betreffs Wink mit dem Zaunpfahl: Doch, doch ich arbeite noch dran, wenn auch im ECO-Modus. Im Moment steht Zahnrad 5 (von 16), und ich will ja nicht jedes neue Zahnrad posten Sehr glücklich
Hydrostat - 01.11.14 22:28
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
biowernersen hat folgendes geschrieben::
Ich persönlich finde die Schreibtischunterlage als zu dick.
Der Rest ist wirklich sehr passend.


Werner,
ja, Du hast Recht. "Eigentlich" wäre eine in die Tischplatte eingelassene Unterlage weitaus authentischer, aber ... Auch das hier ist schon die zweite, dünnere Ausführung, bei der ich 160g/m²-Papier verwendet habe. Tatsächlich wären 80g/m² ausreichend gewesen, zumal noch das doppelseitige Klebeband etwas aufträgt. Der Brief ist auf Zigarettenpapier gedruckt. Weiß hier jemand, ob es das auch ohne diese feine Linierung gibt? "Ob" im Sinne von "wo" Sehr glücklich .

Peter,
wow, das freut mich, dass Du das schilderst ... dann habe ich etwas erreicht.

Schönen Gruß
Volker
Helmut Schmidt - 01.11.14 22:54
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

ich könnte dir etwas Gudy 870 zur Verfügung stellen, das trägt kaum sichtbar auf.
Denn den Schreibtisch so mit der zu Dick scheinenden Unterlage so zu lassen wäre je einem Übungsmodul nicht gerecht. Schlaumeier

Auf jeden Fall gefällt mir die Übung sehr. gut

Für Peter musst du das Modell bei Gelegenheit dann noch einmal in Plettenberg vor geeigneter Kulisse fotografieren. Winke

Nachtrag: Marcel verwendet ja auch Zigarettenpapier, frag ihn doch mal direkt, welches er nimmt.
maxvolker - 01.11.14 23:03
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hydrostat hat folgendes geschrieben::
Der Brief ist auf Zigarettenpapier gedruckt. Weiß hier jemand, ob es das auch ohne diese feine Linierung gibt? "Ob" im Sinne von "wo" Sehr glücklich .


Hallo Volker,
probiers doch mal mit "Seidenpapier" aus´m Porzellanladen, Luftpost-Briefpapier in weiß oder den Randbereich der "Pravda". Mit der "Pravda" kann man auch Zigaretten drehen. Lachend
Die Financial Times hat leider keine weißen Seiten. Cool

Gruß
Holger
HSBAchim - 02.11.14 21:08
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

sehr schön fotografiert. Ich bin begeistert von deinem Baubericht. lupe
Hydrostat - 02.11.14 22:48
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
HSBAchim hat folgendes geschrieben::
Hallo Volker,
sehr schön fotografiert. Ich bin begeistert von deinem Baubericht. lupe

Danke, Achim, freut mich.

maxvolker hat folgendes geschrieben::
Hallo Volker,
probiers doch mal mit "Seidenpapier" aus´m Porzellanladen, Luftpost-Briefpapier in weiß oder den Randbereich der "Pravda".

Seidenpapier scheint mir zu transparent, aber das Luftpostpapier schaue ich mir mal an. Ob's aber so dünn wie die Zigarettenpapierchen ist ...

Helmut Schmidt hat folgendes geschrieben::
Denn den Schreibtisch so mit der zu Dick scheinenden Unterlage so zu lassen wäre je einem Übungsmodul nicht gerecht. Schlaumeier
Nachtrag: Marcel verwendet ja auch Zigarettenpapier, frag ihn doch mal direkt, welches er nimmt.

Zu 1): Danke, Herr Oberlehrer.

Zu 2): Ich hab' ihn kontaktiert - hätte ich auch selbst drauf kommen können Augenrollen .

nochmal zu 1): Du und Werner, Ihr habt ja Recht.



Und, besser?

Und nochmal mit Centstück:



Hat jemand Interesse an der alten Schreibtischunterlage?

Schönen Gruß,
Volker
Helmut Schmidt - 02.11.14 22:57
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hydrostat hat folgendes geschrieben::
HSBAchim hat folgendes geschrieben::
Hallo Volker,
sehr schön fotografiert. Ich bin begeistert von deinem Baubericht. lupe

Danke, Achim, freut mich.

maxvolker hat folgendes geschrieben::
Hallo Volker,
probiers doch mal mit "Seidenpapier" aus´m Porzellanladen, Luftpost-Briefpapier in weiß oder den Randbereich der "Pravda".

Seidenpapier scheint mir zu transparent, aber das Luftpostpapier schaue ich mir mal an. Ob's aber so dünn wie die Zigarettenpapierchen ist ...

Helmut Schmidt hat folgendes geschrieben::
Denn den Schreibtisch so mit der zu Dick scheinenden Unterlage so zu lassen wäre je einem Übungsmodul nicht gerecht. Schlaumeier
Nachtrag: Marcel verwendet ja auch Zigarettenpapier, frag ihn doch mal direkt, welches er nimmt.

Zu 1): Danke, Herr Oberlehrer.

Zu 2): Ich hab' ihn kontaktiert - hätte ich auch selbst drauf kommen können Augenrollen .

nochmal zu 1): Du und Werner, Ihr habt ja Recht.



Und, besser?

Und nochmal mit Centstück:



Hat jemand Interesse an der alten Schreibtischunterlage?

Schönen Gruß,
Volker

Hallo Volker,

klasse danke und Bravo die Übung ist gelungen. gut Respekt
Hydrostat - 14.11.14 17:31
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hydrostat hat folgendes geschrieben::

Hat jemand Interesse an der alten Schreibtischunterlage?
Volker


Oh. Keiner Traurig . Na, dann behalte ich sie Verlegen .

Schönen Gruß,
Volker
Hydrostat - 02.02.15 21:43
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

vom Übungsmodul gibt's nicht viel Neues zu berichten - außer vom jüngsten Fahrzeugzuwachs, aber seht selbst:





Naja, und dann war da noch diese ebenso leidige wie überflüssige Diskussion um die maßstäbliche Übertragbarkeit physikalischer Gegebenheiten ... es geht halt einfach nicht.








Bevor ich hier jetzt von Amts wegen exmatrikuliert werde, zeige ich lieber noch zwei Aufnahmen von Wolfs KAE-Beiwagen, der sich zur Wimag verirrt hatte:








Schönen Gruß (und Danke, Frithjof, für das Zurverfügungstellen Deiner schonungslosen Aufnahmen),
Volker
MvM - 02.02.15 23:43
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Interessante Farbgebung.
Erinnert mich an die Straßenbahnen in Bremen, ab 1973:
http://www.ingo-teschke.privat.t-online.de/bahn-hb/fz/250Bild/3514H.jpg

Viele Grüße,
Martin
Hydrostat - 04.02.15 11:06
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
MvM hat folgendes geschrieben::
Interessante Farbgebung.
Erinnert mich an die Straßenbahnen in Bremen, ab 1973:
http://www.ingo-teschke.privat.t-online.de/bahn-hb/fz/250Bild/3514H.jpg

Viele Grüße,
Martin


Martin, Da kommt doch gar kein grün vor? Kleiner Witz. Entschuldigung.

In diesem Posting geht es um ein Teilprojekt, das ziemlich lange in der Schublade gelegen hat und dereinst als Transport- oder gerade angeliefertes Gut auf dem Fabrikhof dienen soll.

Ich hatte mich hier in diesem Thread schon einmal an einer Fallhammerschabotte versucht; damals lag mir nur ein sehr schlechtes Foto aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts vor, das zwar einige Detailfehler, aber nicht meine völlig falsche Einschätzung der Proportionen erklärt.





Eine Schabotte sieht dann doch eher so aus:





Auch wenn das Vorbildfoto seinerzeit eine 40t-Schabotte zeigte und das eine 20t-Version ist, sind die Proportionen doch deutlich anders. Wolf hat an einer ausgemusterten Schabotte Maße abgenommen, Fotos gemacht, sogar einige Bauzeichnungen aufgetrieben, anhand deren sich nunmehr maßrichtige 3D-Zeichnungen erstellen ließen. Auf dieser Zusammenstellung ist das grobe Funktionsprinzip eines Fallhammers erkennbar, wie sie heute noch in manchen Gesenkschmieden anzutreffen sind:





Die Schabotte und der sogenannte Bär, das ist der zwischen den senkrechten Stangen laufende Eisenklotz, nehmen die beiden Formhälften des Gesenks auf. Die Stangen werden oben mit der sogenannten Brille auf Abstand gehalten. Durch die Brille läuft ein Lederriemen, der über eine kupplungsgesteuerte Trommel den Bär hochzieht oder eben fallen lässt; das ergibt dann den eigentlichen Schmiedevorgang. Die Stangen werden in der Schabotte mit mehreren von den Seiten und von oben in die Öffnungen eingesetzten Stangen und Keilen fixiert. Da das Modell nur als Transportgut für den Fabrikhof gedacht ist, verzichte ich auf die Darstellung der mechanischen Anbauteile (die in diversen Kisten versteckt sein können) und konzentriere mich auf die gegossene, gewalzte und geschmiedete "Hardware". Die eigentliche Schabotte ist als 3D-Druckteil prädestiniert, da sie Durchstiche mit Verschneidungen aufweist, die sich nur schwer im Modell umsetzen lassen (für mich; andere machen das im Schlaf). Die Druckkosten in einer vernünftigen Auflösung für das nicht ganz kleine Modell von ca. 88 x 70 x 52 mm hatten mich bisher aber von einer Umsetzung Abstand nehmen lassen - bis ich mich an dieses tolle Angebot des Buntbahnkollegen UPW erinnerte. Und so hatte ich nach wenigen Tagen und zu einem äußerst fairen Preis meine Druckteile in der Hand - Brille und Bär inklusive:








Irgendwie glaube ich, dass HR Giger seine helle Freude an den in die Stützstrukturen "eingewachsenen" Teilen gehabt hätte ...
Der Hauptkörper ist hohl angelegt, die Wandstärke liegt bei 3 mm, sonst wär's auch bei UPW ein eher kostspieliges Vergnügen geworden, da das Verbrauchsmaterial die Hauptkosten ausmacht.





Die sichtbare Schichtung hat in diesem Fall nicht gestört, da es ja überwiegend ebene Flächen gibt, die sich leicht schleifen lassen. Nachdem ich das mit dem Bär bereits getan hatte, wollte ich's wissen: Bereits beim ersten Versuch hatte ich mit feinstem Siliziumkarbid F360 versetzte Revell-Lacke verwendet. Und tatsächlich lässt sich der Farbauftrag mit dem Pinsel so steuern, dass die Riefen durch die Siliziumkarbidpartikel verschwinden, aber dennoch die Details wie die erhabenen Ziffern der Gewichtsangabe sichtbar bleiben. Damit hatten sich weitere Schleifanwandlungen erledigt.





Im nächsten Arbeitsgang habe ich die Oberfläche dann mit in Ponalwasser gelöstem Schiefermehl eingestrichen.





Anschließend wurde alles etwas mit feinem Schleifpapier überschliffen, um die Pinselspuren zu glätten, und dann mit Gouache einige Rostspuren aufgebracht.





Das Ergebnis hat mir überhaupt nicht gefallen. Mir fehlte der dunkle Ton, den ich damals erzielt hatte. Das sieht eher wie betoniert aus. Was war anders? Ganz einfach. Ich hatte den falschen, viel zu hellen Silberton erwischt. Nach einer weiteren Schicht aus Revell Emailfarbe 91, Klarlack matt 2 und recht viel Verdünnung gleicher Provenienz hatte ich dann den gewünschten Ton; man muss beim Farbauftrag die in der 91 gelösten Partikel vorsichtig verteilen, sonst bilden sich Flecken. Ich habe dieses Mal auch auf die Rostlaufspuren verzichte, weil sie mir mittlerweile "overdone" vorkommen, und lediglich etwas rostfarbenes Pigment (Terra di Sienna natur von Kremer-Pigmente) aufgebracht und verrieben.














Bleibt noch zu erwähnen, dass der Hohlraum mit Molto Holzreparatur-Spachtelmasse gefüllt ist und dem Modell ein vernünftiges Eigengewicht verleiht.


Schönen Gruß,
Volker
Masinka - 04.02.15 12:39
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker!
Leider koennte Ich voriges Jahr nicht nach Schenklengsfeld kommen, aber Deine Fortschritte verfolge Ich immer! Wenn geht um Deien Teile fuer Ramme, ist interessant, das die Teile haben Tiernamen, das was in Deutschland ein Baer heisst, bei uns heisst Schafbock Grins Jedenfalls wuensche Ich Dir viel Spass bei Bau Deine wunderbare Anlage.
Gruesst
Vladimír, auch als Masinka bekannt.
T 20 - 05.02.15 16:58
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,
der Eisenklotz auf den filigranen Stühlen hat was von dem Maler Magritte Geschockt
der gerne Skuriles malte.
Wieder schöne Bilder, die Du uns zeigst.
Aber leichte Zweifel habe ich bei der 99 804.
Hatte die Lok wirklich Rundziffern Unsicher ??
Wenn Du vielleicht vom Original ein Bild hättest und hier liebenswürdigerweise
als Beleg einstellen würdest ? Lachend
begeisterte Grüße
Tobias
Hydrostat - 06.02.15 09:16
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Masinka hat folgendes geschrieben::
Wenn geht um Deien Teile fuer Ramme, ist interessant, das die Teile haben Tiernamen, das was in Deutschland ein Baer heisst, bei uns heisst Schafbock Grins


Hallo Vladimir,

vielen Dank. Das mit den Tiernamen ist sehr interessant. Der tschechische Ausdruck ist allerdings viel treffender als der deutsche!

T 20 hat folgendes geschrieben::
Aber leichte Zweifel habe ich bei der 99 804.
Hatte die Lok wirklich Rundziffern Unsicher ??
Wenn Du vielleicht vom Original ein Bild hättest und hier liebenswürdigerweise
als Beleg einstellen würdest ? Lachend


Tobias, Dein Wunsch ist mir Befehl. Allerdings war das ein Originalfoto. Sicherlich hat Dich nur die Colorierung irritiert. Hier nochmal unbearbeitet.





Interessant die sehr niedrig angebrachten Regelspurpuffer. Damit konnte die Kleinbahn, die in manchen Bereichen über aufgeständerte Fahrbahn verfügte (das Grundkonzept hat man später in Lathen nochmal aufgegriffen), die Regelspurwagen auf ihren Achsen (sic!) über die Schienen rollend bewegen. Durch die nunmehr als Schwungmassen fungierenden Radscheiben war es möglich, die Bewegungsenergie mit Hilfe untergelegter Rollenkeile zu "speichern", so dass die Wagen sich nach Wunsch mit eigener Kraft fortbewegen konnten. Noch Fragen?

Schönen Gruß,
Volker
Schrauber - 06.02.15 12:29
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

Ich hätte da noch ein/zwei Fragen... gruebel

Zitat:
Bewegungsenergie mit Hilfe untergelegter Rollenkeile zu "speichern", so dass die Wagen sich nach Wunsch mit eigener Kraft fortbewegen konnten.


In meinem nun schon ein paar Jährchen zurückliegendem Grundkurs "Löffelschnitzen" hatte ich damals das Glück, relativ viel über kinetische Energie zu lernen schaf . Allerdings ist wohl leider nicht viel hängen geblieben...

unten zwischen den Regelspurpuffern kann man so eine Art Feldbahnpushbügel erkennen. Meines Wissens wurden diese Teile von der Feldbahnerei übernommen, um beim Schwungvollen Aufprall auf den zu pushenden Wagen, so viel wie möglich Energie zu übertragen, was dem Wagen teilweise ermöglichte, als LZ ganze Landkreise sparsam zu durchqueren...

Gehe ich recht in der Annahme, das du dieses, damals für den Laien wohl sensationell anmutende System, auch im Modell umzusetzen gedenkst?
Hast Du schon eine Idee Teuflische Idee , wie du die dafür benötigte Masse in den Wagen gepackt bekommst? Geschockt

Hoffe, nicht allzuviel Probleme aufgeworfen zu haben... Schlaumeier stumm

Tanzen Verstecken Erfreut
Hydrostat - 06.02.15 12:50
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Schrauber hat folgendes geschrieben::
Hallo Volker,

Ich hätte da noch ein/zwei Fragen... gruebel

Zitat:
Bewegungsenergie mit Hilfe untergelegter Rollenkeile zu "speichern", so dass die Wagen sich nach Wunsch mit eigener Kraft fortbewegen konnten.


In meinem nun schon ein paar Jährchen zurückliegendem Grundkurs "Löffelschnitzen" hatte ich damals das Glück, relativ viel über kinetische Energie zu lernen schaf . Allerdings ist wohl leider nicht viel hängen geblieben...



Da hast Du wohl wirklich nicht aufgepasst, sons könntest Du Dich noch an die radial UND axial keilförmigen Rollen erinnern. Sonst könnte man ja die Achse auch gar nicht platzieren Augenrollen.


Schrauber hat folgendes geschrieben::
unten zwischen den Regelspurpuffern kann man so eine Art Feldbahnpushbügel erkennen. Meines Wissens wurden diese Teile von der Feldbahnerei übernommen, um beim Schwungvollen Aufprall auf den zu pushenden Wagen, so viel wie möglich Energie zu übertragen, was dem Wagen teilweise ermöglichte, als LZ ganze Landkreise sparsam zu durchqueren...


Ja, richtig. Die waren aus Elastizitätsgründen aus Gummi. Genauer gesagt Kaugummi. Hat nicht lange gehalten.

Schrauber hat folgendes geschrieben::
Gehe ich recht in der Annahme, das du dieses, damals für den Laien wohl sensationell anmutende System, auch im Modell umzusetzen gedenkst?
Hast Du schon eine Idee Teuflische Idee , wie du die dafür benötigte Masse in den Wagen gepackt bekommst? Geschockt


Erste Frage: Ja. Aber dabei bleibt's auch.

Zweite Frage: Mit der rechten Hand?

Schönen Gruß
Volker
Helmut Schmidt - 06.02.15 13:05
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hydrostat hat folgendes geschrieben::
Zweite Frage: Mit der rechten Hand?


Hallo,

jetzt muss ich mich doch auch einmal dazu melden, denn hier könnt ihr den Biokran beim praktischen Training sehen. Muskeln
Beim nächsten Mal füllen wir dann den Trainingshohlkörper, mit passender Flüssigkeit zur Steigerung der Trainingsleistung. Bier
Ohne dieses vorausgegangene Training, hätte ich nie den Eisenklotz auf den Stühlen absetzen können. Winke
Schrauber - 06.02.15 13:32
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Helmut,

da gabs wohl (wieder) nur den "Luftensteiner Nierensprenger"? gut

Das Zeug soll ja sagenhaft gut sein.... Rollen vor lachen
Hydrostat - 09.02.15 15:40
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
And now to something completely different Augenrollen.



Hallo zusammen,

an der Schabotte fehlten noch zwei Teile, die mir arge Kopfschmerzen bereiteten: die Stangen. Auf dem Screenshot ist bereits zu erkennen, dass sie am oberen Ende einen runden, für einen Stahlkeil geschlitzten Fortsatz haben.





Damit nicht genug: Am unteren Ende setzen sie sich als rechteckiger Vierkant um 45° zu den Außenflächen verdreht fort, dessen Ecken zu allem Überfluss auch noch von den Flanken des Vierkants "geschnitten" werden. Nun, hier sind sie.





Natürlich wurde auch dafür erstmal das CAD bemüht.





Als Druckteile eigenen sich die Stangen aber nicht, da sie recht lang sind und der Kunststoff doch irgendwie nie so ganz gerade bleibt. Nachdem ich mit Helmut und Frithjof die dort durchaus vorhandenen fräs- und drehtechnischen Möglichkeiten und Angebote (vielen Dank nochmal!) erörtert hatte, habe ich mich aber eines Besseren besonnen: Das geht auch mit Hausmitteln. Wozu habe ich schließlich einen Schraubstock mit Prismen?





Nach einer Stunde waren die beiden Teile gefeilt. Das hätte mit Erstellung der Fräszeichnungen, Einrichten usw. auf der Fräse wahrscheinlich genauso lang gedauert. Da es keine Teile für ein Funktionsmodell sind, kommt es auf ein Zehntel auch nicht an. Ich habe MS58 Vollmaterial verwendet, das sich auch mit der Feile - ganz im Gegensatz z.B. zu MS-Gussteilen - wunderbar bearbeiten lässt. Der Feinschliff erfolgte dann auf dem Schleifklotz.





Bei den geschlitzten Rundmaterialien habe ich mir mit einem Trick geholfen: Sie bestehen aus ineinandergelöteten Rohren, von denen das dünnste einen etwas größeren Innendurchmesser als der spätere Schlitz aufweist. Das dünnste Rohr habe ich ca. 5 mm überstehen lassen und die Rohre verlötet. Dann habe ich an der Seite des Überstands einen Schlitz in der gewünschten Länge und Breite eingesägt (die Innenwand des dünnsten Rohres ergibt eine Art Führung dabei) und -gefeilt und anschließend auf den Überstand die restlichen Rohrstücke aufgelötet. Der Hohlraum ist mit etwas Kupferdraht verschlossen. Nach etwas Feilarbeit und Überschleifen im Bohrfutter sieht das so aus:





Die inneren Fehlstellen sind verspachtelt.





Dann mussten die Vierkantstangen nur noch zentrisch gebohrt werden. Das gelingt mit einer einfachen Tischbohrmaschine kaum. Deswegen habe ich die Löcher einen Millimeter kleiner gebohrt und den Rest mit dem Handfräser im Dremel nach Augenmaß aufgefräst und die Teile dann eingelötet.





Probehalber zusammengesteckt zeigt sich: Es passt sogar.





Aber die Teile sollen ohnehin nur auf dem Hof liegen. Da ist dann doch die Farbgebung das Wichtigste. Die Stangen sollen sich als bearbeitete Walzstahlteile deutlich vom Stahlguss bei Schabotte, Brille und Bär unterscheiden. Verwendet wurden dazu Gravoxid zur Brünierung sowie Humbrol Silber Nr. 11 und Revell Verdünner.














Schönen Gruß,
Volker
Masinka - 09.02.15 19:15
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker!
Kopf gegen die Wand Kopf gegen die Wand Kopf gegen die Wand Das ist Meine Reaktion auf Deine Beitrage.
Gruesst
Vladimír Sehr glücklich
JottHa - 09.02.15 20:48
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
n'Abend Volker, hallo

weiterhin ist das ganz großes Kino top

Die Lagerhölzer sind Dir auch sehr gut gelungen... supercool

Das Projekt ist und bleibt unter Beobachtung Ausruf
Hydrostat - 10.02.15 10:10
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
JottHa hat folgendes geschrieben::
n'Abend Volker, hallo
weiterhin ist das ganz großes Kino top
Die Lagerhölzer sind Dir auch sehr gut gelungen... supercool
Das Projekt ist und bleibt unter Beobachtung Ausruf


Hallo Jörg,

ja, nicht? Da hat mir vor etwa einem Jahr mal einer zurechtgesägte Balken aus Asthölzern verschiedener Baumarten geschickt ... weil bei Astholz die Jahresringe viel enger sitzen.








Leider bin ich bisher noch nicht dazu gekommen, mehr als diese Kanthölzer daraus zu machen ... irgendso ein JottHa war das, aber frag' mich nicht nach Einzelheiten Lachend

Schönen Gruß
Volker
Hydrostat - 16.02.15 20:14
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

ausgerechnet kurz vor der nächsten Ausstellung (Lahnsteiner Modellbautage vom 20.-22.02.2015) hat die Schreibtischlampenschalterschaltung den Geist aufgegeben. Ich hatte bisher die Stromversorgung über die Wandsteckdose gelöst, das häufige Ein- und Ausstecken bekommt dem Stecker aber nicht so gut. Deswegen gibt es jetzt eine versteckte, dauerhafte Zuleitung zur Schaltung bzw. Schreibtischlampe. Jetzt war aber die stromführende Wandsteckdose ungenutzt. Das konnte so nicht bleiben:





Die Stehlampe ist vollständig der Restekiste entsprungen. Der Fuß ist irgendein Plastikbauteil unbekannter Herkunft. Das metallene Teil, das den eigentlichen Lampenständer einfasst, entstammt einem Tuschestift, der Lampenschirm war mal der Reflektor einer frühen Mini-LED-Taschenlampe und die Kugel - naja, die war mal eine Kugel.





Der Lampenständer besteht aus zwei ineinander verlöteten Kanülen von 1 und 0,8 mm Durchmesser.








Schönen Gruß,
Volker
Schrauber - 16.02.15 20:16
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

sehr hübsch! Respekt
Frédéric - 17.02.15 07:17
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hydrostat hat folgendes geschrieben::
Der Fuß ist irgendein Plastikbauteil unbekannter Herkunft.

Das ist ein uralter LEGO-Ritterschild, ohne Griff:

Was ist denn aus dem armen Rittersmann geworden? Verstecken
T 20 - 17.02.15 08:10
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
...was für ein Stimmungsbild....!
Mich erinnert es an die Film noir Reihe, eigentlich erwarte ich
gleich Philip Marlowe, wie er sich in den Stuhl lümmelt und die
Füße auf den Tisch legt....

kriminalistische Grüße
Tobias
Hydrostat - 17.02.15 08:44
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Frédéric hat folgendes geschrieben::
Das ist ein uralter LEGO-Ritterschild, ohne Griff:

Was ist denn aus dem armen Rittersmann geworden? Verstecken


Vielen Dank, Frederic! Ich habe mich schon öfters gefragt, was das für Teile sind, von denen ich gleich mehrere herumfliegen habe. Ohne Griff. Tja, der Rittersmann. Der ist wahrscheinlich vom Personal der 99 804 abgeschoben worden.

T 20 hat folgendes geschrieben::
...was für ein Stimmungsbild....!
Mich erinnert es an die Film noir Reihe, eigentlich erwarte ich
gleich Philip Marlowe, wie er sich in den Stuhl lümmelt und die Füße auf den Tisch legt....
kriminalistische Grüße
Tobias


Jaja, leg' nur den Finger in die Wunde Sehr glücklich .

Schönen Gruß,
Volker
Hydrostat - 06.04.15 21:27
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

etwas Neues für das Übungsmodul: Der Direktorendrehstuhl (im Englischen funktioniert das besser: the chairman's chair).













Schönen Gruß,
Volker
FransRhb - 07.04.15 09:24
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo,

THE CHAIRMANS CHAIR ist das richtige Wort.

Grüsse
FransRhB/HSB
Hydrostat - 12.05.15 22:15
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

nachdem die sprachlichen Aspekte ausreichend behandelt wurden, vielleicht noch ein paar Worte zur Herstellung des "chairman's chair".

Es begann mit einer CAD-Zeichnung, nachdem ich Bilder und einige Maße eines passenden Vorbilds im Web gefunden hatte. Das CAD hilft mir, ein Gefühl für die Proportionen zu bekommen und liefert dann auch die benötigten Zeichnungen in 2D. Da ich den Stuhl "zu Fuß" bauen wollte, habe ich mich im CAD auf die großen Teile beschränkt.








Die senkrechte Achse ist ein 2 mm starker Stahlstift. Die Messinghülse besteht aus einem Stück Rohr, das hart auf ein 0,2 mm-Reststück gelötet ist.





Nachdem ich die Form grob mit der Schere ausgeschnitten hatte, ließ sich das Teil mit einer langen M2-Schraube und -Mutter im Dremel fixieren und in Form schleifen. Die Platte ist am Außenrand gerade noch 0,1 mm dick. Achse und Hülse wurden anschließend weich verlötet.





Grundmaterial für die gekreuzten hölzernen Füße war Furnierholz, das ich mit Sekundenklaber getränkt und dann abgeschliffen habe, um eine glatte Oberfläche zu erhalten. Ausdrucke der Zeichnungen auf selbstklebendem Papier dienen als Lehre für den Laubsägeschnitt.





Vorsichtshalber ist ein Teil mehr entstanden.





Das senkrechte Teil, in dem die Füße stecken, besteht aus drei Lagen Furnier, die wiederum mit CA getränkt sind. Das Schichten war notwendig, damit die Fasern in der richtigen Richtung verlaufen. In das "Sandwich" habe ich dann parallel zur Faserrichtung ein 2 mm-Loch gebohrt, grob mit der Laubsäge vorgeschnitten und dann wie zuvor beschrieben im Dremel in Form geschliffen. In das verbliebene Stück habe ich eine Schraube zur Hälfte eingeschoben, deren herausragendes Ende ich dann im Schraubstock spannen und so die Schlitze für die Füße frei Hand mit der Diamanttrennscheibe schneiden konnte.





Als nächstes wurden die Füße eingeklebt und das senkrechte Teil bündig abgeschnitten. Das gekreuzte Verstärkungsblech entstand aus selbstklebender Kupferfolie, die ich mit der Nagelschere ausgeschnitten habe. Ein paar Nadelstiche deuten Schrauben an.








Die Rollen sollten einigermaßen identisch sein. Ich habe dafür 2 mm starke Messingstreifen verwendet, die ich mit etwas Abstand zueinander fixiert und darauf dann ein halbrundes Messingprofil hart gelötet habe. Entlang der Lücken kann man nun das Halbrundprofil durchschneiden und ein paar Zehntel schmäler als die Streifen feilen. Die Streifen habe ich dann weich verlötet.





Damit erreicht man eine nahezu identische Form bei allen vier Teilen.





Nach dem Bohren der Löcher für die senkrechten Drehachsen, dem Ablängen und schleifen lassen sich die Teile wieder thermisch lösen (klingt doch viel besser als entlöten).





Messingnägel dienen als senkrechte Achsen.








Die Sitzverstärkungsplatte besteht aus Unterlegscheiben und einem Stückchen 0,1 mm-Blech, die ihre Form wiederum im Dremel erhalten haben. Die Schraubenimitationen sind 0,6 mm starke Kupferdrähte mit verrundeten Enden.








Für die Armlehnen ließen sich wiederum die gedruckten Lehren verwenden.





Die Ledersitze bestehen aus 2 und 3 mm dickem Hartschaum. Auch hier dienen 0.6 mm starke Kupferdrähte als Distanzstücke und Schraubenimitation.





Die Farbgebung begann mit einer Mischung aus Revell 364 grün seidenmatt und 51 blau glänzend. Nach dem Trocknen und anschleifen folgte eine Mischung aus Lukas Cryl Künstlerfarben Ultramarin und Umbra grün. Nach dem Trocknen habe ich nochmals ganz leicht geschliffen und die Oberfläche mit der Fingerkuppe abgerieben, um den lederähnlichen Eindruck zu erzielen.





Bis zum Wochenende in Schenklengsfeld!

Gruß,
Volker
Helmut Schmidt - 13.05.15 19:02
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

klasse Arbeit dein Stuhl und damit wir sehen können wie er sich auf dem Übungsmodul macht habe ich es auch eingepackt.



Ja genau geschützt hinter dem Brett und damit wir etwas Platz zum Rangieren haben, habe ich meine Streckenmodulanlage auch eingepackt wie du sehen kannst.

In Schenklengsfeld wird dann, wenn nichts weiter dazwischen kommt, alles vereint zu sehen sein.
Hydrostat - 19.05.15 21:01
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

Helmut verschweigt ganz nonchalant, was sich hinter dem profanen Begriff "Brett" tatsächlich verbirgt - und hat mich in Schenklengsfeld ziemlich überrascht. Das Stück Schnittholz entpuppte sich nämlich als durchdachte und solide Möbelschreinerei, aber seht selbst:








In das obere Fach passt das Anschlusssegment genau hinein - und im Fach vor dem Gebäude ist Platz für das Zubehör wie abnehmbare Staffage, Verschraubungen, Netzteile und Verlängerungskabel. Damit gehören meine bisherigen Transportschwierigkeiten der Vergangenheit an und das doch sehr empfindliche Modell ist im Vergleich zur vorherigen offenen Verladung von nun an weitgehend geschützt. Klasse, Helmut - vielen Dank!

Nur für ein Foto mit dem chairman's chair hat's in Schenklengsfeld nicht gereicht Verwirrt

Dafür gab es eine kleine Fotosession mit einer Lok der Hohenlimburger Kleinbahn (jetzt Sauerländer Kleinbahn), bei der mir Wolf und Tante Gerda mit dem Fotohintergrund (weiße Styroporplatten) halfen. Auch dafür nochmal vielen Dank! Die Ergebnisse sehen so aus:




















Mich stören die grellen und farblich schmerzhaften (warmweißen!) LED-Beleuchtungen doch sehr, die bei den meisten Fahrzeugen zu sehen waren. In Zukunft werde ich wohl versuchen, Glühbirnen einzusetzen, denn einen auch nur annähernd überzeugenden und einer Glühbirne entsprechenden warmen LED-Ton habe ich nirgends finden können.

Schönen Gruß
Volker
UPW - 20.05.15 01:36
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

"Nur für ein Foto mit dem chairman's chair hat's in Schenklengsfeld nicht gereicht"

Das sehe ich anders, guckst Du hier:

Direktorendrehstuhl in Schenklengsfeld 2015 (UPW)

Wenn Du bei Gelegenheit den Chairman siehst, sag ihm doch bitte, er soll ein wenig ans Energie sparen denken. Andauernd brannten alle Lampen in seinem Zimmer. Wollte ich ihm selber sagen, aber er war ja nie da.

Gruß,

Uwe
maxvolker - 20.05.15 21:52
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hydrostat hat folgendes geschrieben::


Mich stören die grellen und farblich schmerzhaften (warmweißen!) LED-Beleuchtungen doch sehr, die bei den meisten Fahrzeugen zu sehen waren. In Zukunft werde ich wohl versuchen, Glühbirnen einzusetzen, denn einen auch nur annähernd überzeugenden und einer Glühbirne entsprechenden warmen LED-Ton habe ich nirgends finden können.

Schönen Gruß
Volker


Hallo Volker,
bevor Du auf Glühbirnen zurück gehst, versuch es doch mal mit höheren Vorwiderständen an den Led´s.
Bei meinen "Fernlicht"-Kandidaten habe ich im Schnitt immer um die 280 Ohm dazu gegeben, um ein Bundesbahn-"Funzellicht" hin zu bekommen. Ebenso bei den roten Rücklichtern, vorher sahen diese immer wie Bremslichter oder Nebelleuchte aus. Wenn die Led´s in Reihe geschaltet sind, dann vom gesamt Vorwiderstand noch mal ca. 20-30% dazu. Gilt für eine Betriebsspannung von 16Volt. Bei 20V halt ein bischen mehr, einfach mal probieren!
Alternativ die Led´s auslöten und gegen gleiche Typen mit weniger "Candela" tauschen. Kann aber ein fummeliges Geduldsspiel werden Augenrollen
... das mach ich grade bei einer Hübner-BR64 in Spur1... Verdrehter Teufel

Gruß
Holger
Hydrostat - 05.11.15 20:30
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

und zunächst herzlichen Dank, lieber Uwe, für Dein "Beweisfoto" und Deinen freundlichen Hinweis zur Energieverschwendung. Leider habe ich den Chairman seitdem nicht gesehen. Ich habe aber auch das dumpfe Gefühle, dass "Energiesparen" sich nicht im Paradigma der Fünfzigerjahre bewegt. Damit brauche ich ihm gar nicht zu kommen.

Holger, auch Dir vielen Dank für Deinen erhellenden Beitrag - ich werd's testen, wenn es wieder etwas zu beleuchten gibt. Und das steht außer Frage, wie Du gleich sehen wirst.

Leichthin habe ich hier mal gesagt, dass das Gebäude z. B. das Zeichenbüro einer Maschinenbaufirma beherbergen könnte. Seitdem ich mich elegant mit einem kargen Flur mit Pflanze und dem ebenso schlichten wie repräsentativen Büro mit Lampe durch das obere Stockwerk gemogelt habe, gähnt mich das leere untere Stockwerk an. Leider gehören nunmal in ein Zeichenbüro der 50er Jahre keine PCs und Drucker, sondern Zeichenmaschinen. Und die fand ich als nachzubildendes Objekt - sagen wir mal - ebenso schwierig, wie als "notwendiges Übel" wenig verlockend. Das habe ich also so lange vor mir hergeschoben, bis ... ich damit aufgehört habe, es vor mir herzuschieben. So ein insgesamt unfertiges Übungsmodul Sehr glücklich ist halt irgendwie unbefriedigend.

Zunächst wollte ich wissen, wie eine Zeichenanlage in den Fünfzigern aussah. Der bundesweit führende und auch weltweit gut vertretene Hersteller war die Wilhelmshavener Firma Kuhlmann, deren Rechtsnachfolger KUHLMANN Werkzeugmaschinen + Service GmbH es heute noch mit Sitz in Bad Lauterberg / Harz gibt. Meine erste Anfrage richtete sich also an diese Firma, allerdings existieren dort aufgrund einer völlig neuen Ausrichtung weder Pläne aus der früheren Zeit, noch Mitarbeiter, die darüber noch Bescheid wissen. Immerhin erhielt ich die Adresse eines Ersatzteilhändlers, der die heute noch verbliebenen Zeichenanlagen betreut. Tatsächlich halten sich vor allem größere Unternehmen gerne einen "analogen" Arbeitsplatz vor, da das Entwerfen und Skizzieren auf Papier gelegentlich viel schneller geht, als im CAD. Aber auch dort konnte man mir keine Auskunft zu den Modellreihen der Fünfzigerjahr geben - dafür aber etwas viel Besseres: Den Kontakt zu einem Konstrukteur von Kuhlmann, der in den Fünfzigern Zeichenmaschinen konstruiert hat! Das Erstaunen darüber, dass jemand ein Modell einer Zeichenanlage bauen möchte, war wohl ebenso groß wie die Freude darüber, dass sich jemand für diese Art von Objekten interessiert! Von ihm habe ich nach und nach einige aussagekräftige Aufnahmen und die Hauptabmessungen einer museal in Wilhelmshaven erhaltenen Anlage bekommen, die perfekt in den gewählten Zeitraum passt und die sich aufgrund der genannten Quellenbasis auch überhaupt erst zum Nachbau anbot. Das Projekt hat sich sehr lange hingezogen, aber voilá, hier ist sie:











Jetzt fehlen mir nur noch 3 weitere Anlagen und etwas Mobiliar (die Stühle gibt's schon Sehr glücklich ), denn so ein Zeichensaal will ja auch gefüllt sein ...

Schönen Gruß,
Volker
volkerS - 05.11.15 21:00
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,
wenn man es nicht besser wüsste, dann könnte man glauben, dass man auf den Bildern ein Orginal sieht.
Und weil ich ja so gerne nörgele, kommt jetzt noch eine Zeichnung, etwas passend zur Wimag zeigend, aufs Brett?
Volker
Schrauber - 05.11.15 22:15
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Alter!!! stumm Respekt Große Zustimmung

Ich grübel mir hier Falten in die Stirn mit so pobligen Achsen und Du zauberst solche Meisterwerke aus dem Hut. Einfach mal so.

Das es aber auch immer einen geben muss, der die Latte richtig hoch legt... Zustimmung

Danke auch dafür.... Winke
Rollwagen - 05.11.15 22:15
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

wie immer - individuell und einzigartig, alleine die Idee begeistert mich!

Gruß

Martin
S 49 - 06.11.15 07:03
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Moin Volker,

wunderschön!!!
Die Parallelogrammführungen und das Gestell sind mal wieder was zum Nichtsattsehenkönnen.
Um 1980 rum habe ich so eine gebrauchte Maschine geschenkt bekommen. Die hatte allerdings eine höhenverstellbare Säule wie bei einem Friseurstuhl, da sie fürs Arbeiten im Stehen gedacht war. Irre schwer das Ganze, ich wohnte damals im zweiten OG.. Meine Stammkneipe überließ mir noch einen gebrauchten Barhocker, damit war das Arbeien dann ganz entspannt. Nach dem nächsten Umzug war leider kein Platz mehr da und das gute Stück ging an einen Archtekturstudenten. Den Hocker habe ich aber noch - der steht jetzt vor meiner Fräsmaschine.

Gruß
Jürgen
T 20 - 06.11.15 12:23
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Nur ein Wort, Volker,
UNGLAUBLICH !
platte Grüße
Tobias
Dieter - 06.11.15 16:18
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Lieber Volker,

Das ist ja Modellbau vom Feinsten.

Ein großes Kompliment.

Herzliche Grüße

Dieter
Holger BS - 06.11.15 22:18
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Moin Volker tach
was soll man da sagen.
Respekt Respekt Respekt gut
Peter_T1958 - 07.11.15 17:52
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker

Ohne Frage: Ein Meisterwerk für sich, hineinplatziert in ein noch grösseres Meisterwerk! Hast du für uns "Normalos" noch ein paar Angaben zum Bau des Zeichentisches geplant? Augenrollen

Wie auch immer, mich brennt schon lange eine Frage unter den Nägeln: So viel Aufwand und Mannstunden für ein einziges Detail in deinem sogenannten "Übungsmodul". Wann beginnst du mit dem Bau des eigentlichen Moduls? Oder wäre es nicht bald sinnvoller, das Übungsmodul zum realen Modul der Plettenberger Kleinbahn mutieren zu lassen?

Beste Grüsse
Peter
Hydrostat - 08.11.15 18:55
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

erstmal herzlichen Dank für Eure netten Worte, aber übertreibt's nicht. Es ist alles kein Hexenwerk.

volkerS hat folgendes geschrieben::
Hallo Volker,
wenn man es nicht besser wüsste, dann könnte man glauben, dass man auf den Bildern ein Orginal sieht.
Und weil ich ja so gerne nörgele, kommt jetzt noch eine Zeichnung, etwas passend zur Wimag zeigend, aufs Brett?
Volker


Herrje, Volker, Deine Nörgelei wird nur noch von Deiner Ungeduld übertroffen Lachend ! Ja, da kommt noch etwas. Neben den Planzeichnungen auch noch Beleuchtung und Mobiliar. Aber erstmal muss ich die anderen Anlagen bauen.

Peter_T1958 hat folgendes geschrieben::
Hallo Volker

Ohne Frage: Ein Meisterwerk für sich, hineinplatziert in ein noch grösseres Meisterwerk! Hast du für uns "Normalos" noch ein paar Angaben zum Bau des Zeichentisches geplant? Augenrollen


Peter, von Normalo zu Normalo (oder wolltest Du mich als Annormalo einstufen Winke ?): Ich zeige noch, wie's gemacht ist, allerdings habe ich beim Bau des Prototypen nicht viele Aufnahmen gemacht, so dass ich da auf später vertrösten muss.

Peter_T1958 hat folgendes geschrieben::
Wie auch immer, mich brennt schon lange eine Frage unter den Nägeln: So viel Aufwand und Mannstunden für ein einziges Detail in deinem sogenannten "Übungsmodul". Wann beginnst du mit dem Bau des eigentlichen Moduls? Oder wäre es nicht bald sinnvoller, das Übungsmodul zum realen Modul der Plettenberger Kleinbahn mutieren zu lassen?

Beste Grüsse
Peter


Die Bezeichnung Übungsmodul ist doch schon längst zum Running Gag geworden. Aber es ist und bleibt so, dass die hier verwendeten Gleise für mich einen Makel darstellen, den ich nicht mehr beheben kann. Trotzdem möchte ich das Modell aber als Ganzes fertigstellen. Unvollendete Projekte gibt's genug auf der Welt. Das andere Projekt (Mühlendamm und Maiplatz der PKB) liegt derzeit auf Eis, weil ich erst mal hier und mit den Rollwagen fertig werden möchte.

Und jetzt zurück zum Thema. Im Gegensatz zum Chairman's Chair ist das hier überwiegend CAD-Arbeit gewesen. Es ist wahrscheinlich für die allerwenigsten von Interesse, wie die Einzelteile gezeichnet werden. Hier war es so, dass ich lediglich einige Hauptabmessungen hatte und alle weiteren Maße und auch Materialstärken aus den Fotos ableiten und schätzen musste. Das hat es ebenso interessant wie aufwändig gemacht und es ist sehr viel Zeit in die Konstruktion geflossen. Ich meine aber, dass das der richtige Weg ist, wenn man nicht nur eines sondern mehrere identische Objekte bauen möchte.








Bei der Konstruktion habe ich die realisierbaren Wandstärken von 0,3 mm des relativ neuen Frosted Extreme Detail von Shapeways zu Grunde gelegt und bei den Rundmaterialien auf gängige Dimensionen geachtet; hier sind 0,5 mm, 1 mm und 1,5 mm Stäbe verbaut. Die Druckteile fallen schon recht fein aus, aber bezüglich der Oberflächen sind wir nach wie vor aus meiner Sicht weit davon entfernt, (erschwingliche!) 3D-Druckteile zu erhalten, die nicht mehr nachbearbeitet werden müssen. An dem zylindrischen Gewicht ist die Treppung ganz gut erkennbar. Wegen der nach wie vor unbefriedigenden Oberflächen sind auch die Muttern der Verbindungstangen der beiden Füße nicht angedruckt sondern nachträglich als MS-Teile von Nolte ergänzt, um diese auffälligste Sichtfläche als Ganzes nachbearbeiten/schleifen zu können. Natürlich gehen im Wachsdruck ganz andere Sachen, aber der lohnt nur, wenn eine Serie im Feinguss folgt.





Hier ist die Kombination aus Druckteilen und Messingstäben gut erkennbar; die bereits grün lackierten Stäbe sind auch aus Messing. Das Gestänge vom Fußtritt zur Bremse ist noch nicht eingebaut. Die weiß verbliebenen Teile sind beim Vorbild aus Holz und hier noch nicht lackiert. Nun ging es mir darum, die Befestigungswinkelchen in Vorbildwandstärke umzusetzen; das ginge aber im Druck nicht. Deswegen sind sie dort, wo sie an der Platte verschraubt werden, entsprechend dick ausgeformt und die Platte entsprechend tief ausgelassen. Steckt man die Teile zusammen, bleibt nur der vorbildgerechte Überstand wie am anderen, angedruckten Schenkel übrig. Auch das Lackieren wird dadurch viel einfacher, weil keine Gefahr besteht, die Tischplatte mit anzustreichen (ich weiß, beim Lackieren geht noch was, aber dieser Prototyp sollte aus verschiedenen Gründen schnell fertig werden).











Auf den beiden folgenden Aufnahmen ist das Brems-/Arretierungsgestänge zu erkennen.








Die Teile für die Parallelogrammführung und die Hebelchen der Arretierung habe ich bei Thomas Engel aus 0,2 mm Edelstahl ätzen lassen und mit o,4 mm-Nieten verlötet; die Ätzteile sind schon absolut klasse geworden - Danke, Thomas! Die Makroaufnahmen zeigen noch die eine oder andere Stelle, die noch besser versäubert werden müsste. Da mir die Schleifstücke für Dremel und Co alle zu groß, zu abrasiv und zu schnelllaufend sind, verwende ich dazu einen billigen Hornhautschleifer mit Batteriebetrieb, der entsprechend feine Aufsätze hat.











Helmut, der Gute, steuert wie so oft freundlicherweise zwei Bauteile bei, die ich nicht mit Bordmittelen hätte fertigen (lassen) können (Dank' Dir, Helmut); ratet doch mal, welche.


Schönen Gruß,
Volker
UPW - 08.11.15 23:43
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo,

also ich tippe mal, dass Helmut die braune Ablage für das 1-Cent-Stück und den schwarzen 8-höckrigen Knopf gemacht hat.

Aber warum ich eigentlich schreibe: Einfach nur genital !!!

Uwe
Thomas Engel - 09.11.15 10:08
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Winke Hallo Volker,

die Zeichenmaschine ist ja ein geniales Teil geworden, Danke für's Zeigen!

Ich vermute, Helmut hat die 2 skalierten Lineale gefräst?
Margret ist es aufgefallen, das die Teile beschriftet sind.

Weiter so!

Brennender Teufel Thomas
Torsten - 09.11.15 17:17
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,
ich bin schwer begeistert. An solch einer Zeichenmaschine habe ich angefangen Ausruf Einfach irre was du hier wieder zeigst. Respekt

Ein kleiner Hinweis aber noch dazu.
Das Brett selbst ist bei einer großen Maschine (für A0) 1x1,5 m und war bei uns eine 20 mm starke Tischlerplatte. Diese Platte war nicht lackiert oder sonst wie behandelt. Als Untergrund wurde ein starker Zeichenkarton - ca. 160g-Papier - auf die Vorderseite und um die Kanten herum gezogen. Auf der Rückseite wurde dieses Papier mit Reißzwecken befestigt. Das Transparent zum Zeichnen wurde mit "Gänsehaut"-Papierklebeband auf dem "Bezug" befestigt.

D.h. man hat von der Rückseite her das Holz des Zeichenbrettes gesehen.

Als 1992 bei uns in der Firma das CAD Einzug hilt, wurden die Zeichenmaschinen fast alle entsorgt, heute haben wir noch eine, allerdings eine aus den 80ern. Die Bretter selbst konnte ich damals retten und durfte sie mitnehmen. Heute sind sie der Unterbau meiner Anlage.

Gruß
Torsten
JottHa - 09.11.15 21:33
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Juten Abend Volker,
juten Abend begeisterte Mitleser, wie ich es bin...
meine Meinung lautet: WAHNSINN!!! mehr als nur genial...

ich hab von solch einem Zeichengerät, welches mal Ende der 80er in meinem AZ stand, nur noch die Maßstabsliniale, zumindest eins davon...1:1-1:20 auf der Skala.

Wirklich wieder hervorragend... Applaus Applaus Applaus
Hydrostat - 09.11.15 22:04
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen!

UPW hat folgendes geschrieben::
[...]also ich tippe mal, dass Helmut die braune Ablage für das 1-Cent-Stück und den schwarzen 8-höckrigen Knopf gemacht hat. [...]


Leider falsch, Uwe. Das sind beides separate Druckteile. Und die Ablage ist nicht für 1-Cent-Stücke, sondern für Stifte Lachend .

Thomas Engel hat folgendes geschrieben::
[...]Ich vermute, Helmut hat die 2 skalierten Lineale gefräst? Margret ist es aufgefallen, das die Teile beschriftet sind.[...]


Das war schon mal gut; das Lineal hat Helmut aus 0,5 mm Vivak gefräst und es tatsächlich geschafft, auch noch beidseitige Taschen für die Ätzteile einzufräsen, ebenso wie die Zentimeterteilung (wenn jemend den Fachbegriff dafür weiß - her damit!). Beide Schenkel des Lineals bestehen aber aus einem einzigen Frästeil. Fehlt also noch ein Bauteil. Kleiner Tipp: Es handelt sich ebenfalls um ein Frästeil. Winke

Torsten hat folgendes geschrieben::
Das Brett selbst ist bei einer großen Maschine (für A0) 1x1,5 m und war bei uns eine 20 mm starke Tischlerplatte. Diese Platte war nicht lackiert oder sonst wie behandelt. Als Untergrund wurde ein starker Zeichenkarton - ca. 160g-Papier - auf die Vorderseite und um die Kanten herum gezogen. Auf der Rückseite wurde dieses Papier mit Reißzwecken befestigt. Das Transparent zum Zeichnen wurde mit "Gänsehaut"-Papierklebeband auf dem "Bezug" befestigt.

D.h. man hat von der Rückseite her das Holz des Zeichenbrettes gesehen.


Die Platte ist bei dieser Anlage mit Baujahr 1952 tatsächlich rundum weiß beschichtet. Da gab es wahrscheinlich etliche Varianten; ich kläre die Tage mal, ob ich die Bilder zeigen darf.

JottHa hat folgendes geschrieben::
meine Meinung lautet: WAHNSINN!!! mehr als nur genial...


Quatsch, Jörg, ich hab's einfach nur gemacht. Wenn ich mir da die H0-Modellbauer mit ihren ferngesteuerten Autos anschaue, läuft das hier eher unter Grobschlosserei.

Themenwechsel. Für den Druck bei Shapeways sind die Teile zu einer Art kompakten "Druckbaum" zusammengestellt und alle über 1mm starke Stege miteinander verbunden. Das ist erfahrungsgemäß weit günstiger, als die Teile einzeln drucken zu lassen. Die Abstände sind bewusst so groß gewählt, dass man die Teile problemlos mit einem kleinen Seitenschneider trennen kann; für den Druck wären Abstände von wenigen Zehnteln ausreichend.





Schönen Gruß,
Volker
Helmut Schmidt - 09.11.15 23:01
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hydrostat hat folgendes geschrieben::
Das war schon mal gut; das Lineal hat Helmut aus 0,5 mm Vivak gefräst und es tatsächlich geschafft, auch noch beidseitige Taschen für die Ätzteile einzufräsen, ebenso wie die Zentimeterteilung (wenn jemend den Fachbegriff dafür weiß - her damit!). Beide Schenkel des Lineals bestehen aber aus einem einzigen Frästeil.

Hallo Volker,

das ist die Skale.

Auf jeden Fall aber schön zu sehen das meine Frästeile so perfekt mit den gedruckten Teilen zusammen passen.

Ich habe in den 80gern auch noch mit solch einer Zeichenmaschine gearbeitet und das Zeichenbrett war auch rund herum weiß beschichtet.
Meine private A1 Zeichenmaschine hatte aus Kostengründen allerdings auch nur eine Holzplatte, die ich mit einem Zeichengrund aus Kunststoff belegt hatte.
lokmarv - 09.11.15 23:10
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

ich vermute, dass das gesuchte Frästeil das Cent-Stück ist - das trägt genau Helmuts Handschrift...

Wirklich großartig, was ihr da so ausheckt - Hochachtung!!!

martin
Schrauber - 10.11.15 06:05
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

Zitat:
Fehlt also noch ein Bauteil. Kleiner Tipp: Es handelt sich ebenfalls um ein Frästeil.


lass mich raten... das Gegengewicht am Scherenparallelogramm? Winke

begeisterten
Hydrostat - 10.11.15 08:13
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

Helmut Schmidt hat folgendes geschrieben::
[...]das ist die Skale.
Auf jeden Fall aber schön zu sehen das meine Frästeile so perfekt mit den gedruckten Teilen zusammen passen. [...]


wieder was gelernt, Helmut ... zumindest dieses Frästeil passt allerdings mit den geätzten Teilen zusammen Sehr glücklich .

lokmarv hat folgendes geschrieben::
[...]ich vermute, dass das gesuchte Frästeil das Cent-Stück ist - das trägt genau Helmuts Handschrift... [...]


Der war gut, Martin! Aber leider auch falsch.

Schrauber hat folgendes geschrieben::
[...]lass mich raten... das Gegengewicht am Scherenparallelogramm? Winke [...]


Nein, Tomas, leider auch nicht richtig - das ist ebenfalls gedruckt, aber ich löse jetzt mal auf: Es ist das Zeichenbrett. Ich hatte weiter vorne geschrieben, dass die gedruckten Holzteile mit den Befestigungswinkeln auf der Rückseite der Maschine in Taschen eintauchen. Die Platte taugt in keiner Weise als Druckteil, und wie hätten die Taschen anders als durch Fräsen in die Platte kommen sollen ...

Beim Vergleich der beiden Bilder ist an der sichtbaren Wandstärke des Befestigungswinkels gut erkennbar, dass das Bauteil in die Platte eintaucht:








Die Tasche ist umlaufend mit 5/100 Übermaß gefräst. Helmut hat für den Prototypen 1 mm Pertinax verwendet und weiß/altweiß gespritzt. Pertinax ist langfristig fornstabil und wesentlich fester als Polystyrol oder Plexiglas, die als Materialien auch noch zur Debatte standen. Die Zeichnungen für die Fräs- und Ätzdaten lassen sich als *.dxf aus dem CAD ableiten, allerdings setze ich die Ätzplatine dann in einem Grafikprogramm zusammen.


Schönen Gruß,
Volker
Hydrostat - 10.11.15 09:13
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Nachtrag zur Ätzplatine:





Schönen Gruß,
Volker
Schrauber - 10.11.15 13:28
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Auf jeden Fall wieder großes Kino Winke Respekt
Helmut Schmidt - 10.11.15 20:52
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Zusammen,

so hier kommen Bilder der Rückseite der Zeichenplatte um die Herstellung besser zeigen zu können.


Hier sind die Ausfräsungen deutlich zu sehen.


Damit da beim Airbrushlackieren keine Farbe in die Ausfräsungen gelangt, habe ich passende Füllstücke aus Messing gefräst.


Die mit der Airbrush-Pistole fertig lackierte Rückseite der Zeichenplatte.

lokmarv hat folgendes geschrieben::
Hallo Volker,

ich vermute, dass das gesuchte Frästeil das Cent-Stück ist - das trägt genau Helmuts Handschrift...

Wirklich großartig, was ihr da so ausheckt - Hochachtung!!!

martin

Hallo Martin,

das geht viel schneller und preiswerter, du gehst zum nächsten Geldinstitut und erhält für nur 0,50€ eine ganze Rolle mit 50 Stück.
Hydrostat - 19.11.15 19:01
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

anlässlich des Baus der "Serie" gibt's in loser Folge noch ein paar Bilder zu sehen.

Die für eine Zeichenanlage benötigten Druckteile sind hier bereits voneinander getrennt, im Ultraschallbad gereinigt und dort, wo möglich, geglättet; das Gegengewicht der Parallelogrammführung habe ich offensichtlich unterschlagen ...





Die Druckteile werden mit einige Drahtstücken verschiedener Durchmesser und Längen verbunden. Um die Drähte gleichmäßig abzulängen, verwende ich den Tiefenmesser des Messschiebers, an dem sich der Draht mit einem watenfreien Seitenschneider exakt abtrennen lässt.





Die links oben sichtbaren Drahtteile für das Fußtrittgestänge sind etwas aufwändiger, ließen sich aber trotz der erforderlichen Wiederholgenauigkeit ebenfalls mit einfachen Mitteln herstellen.





Nach dem Blick auf die Theorie hier die praktische Umsetzung. Als Biegelehre dient ein Stahlblechstreifen mit 0,5 mm Wandstärke, in den ich einen Schlitz von 0,5 mm Breite gesägt habe. Der Biegevorgang beginnt am unteren Gestängeende: Zunächst wird mit Hilfe einer Zange freihand ein rechter Winkel gebogen. In der Biegelehre lässt sich nun der "Gegenbogen" herstellen; auf dem Foto ist das überstehende Drahtstück bereits abgelängt; biegen lässt es sich natürlich besser, wenn der Draht länger ist.





Das sieht dann so aus:





Über die gegenüberliegende Kante der Lehre lässt sich nun der nächste Winkel biegen; das Drahtteil wird anschließend verkehrt herum in die Lehre eingelegt und der nächste Gegenbogen hergestellt:





Dieser lässt sich nun an der Außenkante der Lehre zum U umformen.








Dann nur noch einmal abtrennen und das Teil ist fertig.

Zwei Drahtstifte mit 0,5 mm Durchmesser werden in den Fußtritt eingebaut. Die Bohrung wird trotz der geringen umgebenden Wandstärken sauber gedruckt, es ist aber etwas knifflig, den Draht in das zerbrechliche Bauteil einzufädeln, da die Bohrung mit Wachs vom Druckprozess gefüllt ist, das sich auch mit einem Bohrer nur schlecht entfernen lässt. Es gibt aber einen Trick: Wenn man das Druckteil während des Drahteinschiebens unter heißes Wasser hält, geht es ganz leicht, da das Wachs weich wird und sich herausdrücken lässt.











Schönen Gruß,
Volker
Hydrostat - 22.11.15 20:25
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

nach all den salbungsvollen Worten und der folgenden Sprachlosigkeit angesichts derart extraterrestrischer Techniken mal etwas zum Entspannen: Klick mich.

Schönen Gruß,
Volker
fspg2 - 22.11.15 20:54
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Moin Volker,

ist schon irre, dass diese dünnen Kunststoffteile die Bewegungen aushalten.
Ich hoffe, dass sie noch einige Zeit überleben!
Messing oder Neusilber würde ich da mehr zutrauen als den gedruckten Teilen aus diesem spröden Material - allerdings zu deutlich höheren Kosten.
Jedenfalls wieder ein schönes Modell für Dein "Übungsmodul" Winke
Helmut Schmidt - 22.11.15 21:04
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

heißt es nach einem chinesischem Sprichwort doch:

"Möge die Übung gelingen"

Diese Übung ist absolut gelungen. gut Respekt
Eisenbahnfreak - 22.11.15 21:05
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

absolut verrückt!

Allerbestes Kino, originalgetreuer geht es kaum.

Gratuliere.

LG
Joachim
Kellerbahner - 29.11.15 21:09
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

na, bei
Zitat:
all den salbungsvollen Worten

hast Du ja alle schön hinter´s Licht geführt Lügner Rollen vor lachen augen auf


Bisher wurden dafür nur falsche, 5 cm große 1 Cent-Stücke verwendet, jetzt nimmst Du für den Zeichentisch in 1:5 animierte Kunsthände der Größe XXXL gruebel Gaga - das hast Du sehr gut hinbekommen Ausruf


Ist natürlich alles Quatsch - alles Frage Nein, die letzte Aussage nicht Cool

Sind schon die statischen Bilder von Deinen Teilen gut, kommt erst im Video das Ganze noch mehr zur Geltung Sehr glücklich

Wenn sich was bewegt sind Videos davon als Ergänzung einfach gut ja

Auf das die Sammlung von Vogema weiter wachse ... Sehr glücklich


Gruß vom

Kellerbahner
Hydrostat - 07.12.15 13:07
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen, liebe Leser,

fspg2 hat folgendes geschrieben::
[...]ist schon irre, dass diese dünnen Kunststoffteile die Bewegungen aushalten. [...] Messing oder Neusilber würde ich da mehr zutrauen als den gedruckten Teilen aus diesem spröden Material - allerdings zu deutlich höheren Kosten.


ich habe nicht ernsthaft vor, vom CAD wieder an den Zeichentisch zurückzukehren. Schon gar nicht in der Größe Winke . Das FXD-Material ist gegenüber FUD offensichtlich stabiler/weniger spröde. Für ein Standmodell (ich möchte die Zeichenanlage nicht ständig vorführen) reicht das durchaus, allerdings ist die Montage schon als schmerzhaft zu bezeichnen ... ich bitte daher auch alle, die nach einer Zeichenanlage gefragt haben, um Verständnis, dass ich zurückrudere. Das tue ich mir selbst und Euch definitiv nicht an. Vielleicht später mal als Messingausführung, aber das müssen wir hier und jetzt nicht erörtern.

Die folgenden Bilder veranschaulichen, wie die Parallelogrammführung beweglich zu machen ist. Voraussetzung ist die Verwendung von Edelstahl für die Ätzteile, die hier 0,2 mm dick sind, und Messingnieten mit 0,4 mm Schaftdurchmesser. Ich mache mir den Umstand zu Nutze, dass Edelstahl Lötzinn nicht mit gewöhnlichem Flussmittel annimmt, Messing hingegen schon. Für Edelstahl verwende ich Griffon S39 RVS Inox.

Zunächst wird die Rückseite des Edelstahlteils an der künftigen Gelenkstelle mit Hilfe des Inox Lötwassers verzinnt und gleich anschließend unter reichlich fließend Wasser gesäubert. Die Bohrungen müssen nachgebohrt werden, da sie sich mit Zinn zugesetzt haben. Ein Messingniet soll nun die beiden Edelstahlteile beweglich verbinden. Der Niet wird dazu mit gewöhnlichem Lötwasser eingepinselt. Beim anschließenden Löten verbindet sich das Zinn mit dem Messingniet, aber nicht mit dem unverzinnten vorderen Edelstahlteil. Um zu vermeiden, dass dort dennoch etwas Zinn anhaftet, kann man die Teile, bei denen das unerwünscht ist, mit einem Edding schwärzen. Das verhindert weitestgehend jede chemische Reaktion/Oxidation. Der überstehende Niet muss dann noch abgelängt und die Oberfläche etwas mit dem Dremel verschliffen werden; da man die Rückseite der Parallelogrammführung später nicht sieht, ist dort kein weiterer Aufwand notwendig.





Das vorverzinnte Teil mit dem Messingniet.





Einpinseln des Messingniets mit normalem Lötwasser. Achtung! Die Bohrung des darunterliegenden Teils ist in diesem Fall das nicht vorverzinnte Teil.





Löten.





Fertig und ...





... verschliffen.





Einige Bauteile erfordern zusätzliche Unterlegscheiben als Abstandshalter, damit Parallelogrammteile untereinander her gleiten können.








Die Unterlegscheiben sind ebenfalls aus Edelstahl geätzt. Es ist nahezu unmöglich, die Stege rückstandsfrei zu entfernen, da man die Scheiben kaum halten kann. Ich habe aber einen Trick, mit dem das geht: Die Bohrungen der Scheiben haben 0,4 mm Durchmesser. Einen abgebrochenen 0,4 mm-Bohrer habe ich in ein feines Messingröhrchen gelötet, damit ich ihn im Dremel spannen kann (das Bohrfutter spannt erst ab größeren Durchmessern). Auf den Bohrer fädele ich möglichst viele Scheiben auf ...





... und verklebe sie mit reichlich dünnflüssigem Sekundenkleber.





Nun lassen sich die Teile auf (nassem Augenrollen !) Nassschleifpapier schleifen, ohne dass sie sich zu sehr aufheizen und der Sekundenkleber verdampft.








Anschließend das Ganze einmal kurz unter die Gasflamme halten.
Aufzählung Der Sekundenkleber verdampft und die Scheiben lassen sich problemlos herunterschieben. Bitte beim Schleifen Schutzbrille tragen und für gute Lüftung beim Abflämmen des Klebers sorgen!


Schönen Gruß,
Volker
Hydrostat - 31.12.15 19:48
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo liebe Buntbahner, liebe Leser und sowohl-als-auch -innen,

mit diesen Bildern verabschiede ich mich aus dem Jahr 2015 und wünsche Euch allen einen guten Rutsch in ein gutes und gesundes 2016 mit ausreichend Ruhe, Muße und Zeit für den Modellbau!


Zeit auch für gute Vorsätze zwischen Dinner for One und Fondue: Nicht so viel zu arbeiten ...











... und sich vielleicht das Rauchen abzugewöhnen.





Alles Gute!
Volker
S 49 - 01.01.16 08:36
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Moin Volker,

ich bin immer wieder hin und weg von Deinen Ideen, der Umsetzung ins verkleinerte Original und dann auch noch von diesen wunderbar fotografierten Szenen.
Fehlt eigentlich nur noch Personal, das so stimmig gestaltet ist, dass es die Illusion, dem Zeichner bei der Arbeit über die Schulter zu schauen, nicht kaputt macht.
Bin neugierig, ob Du da noch was auf Lager hast.

Ich wünsche Dir und allen anderen ein kreatives Neues Jahr.

Jürgen
Peter_T1958 - 01.01.16 20:21
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Tja, das neue Jahr fängt ja wieder gut an! Ich sitze hier vor dem Bildschirm und hätte in Anbetracht deiner Bilder fast mein gegenwärtiges Projekt im Abfallkübel "entsorgt"... (und das nicht zum ersten Mal!). Und wenn ich bedenke, dass du dies nicht nur einmal, sondern als kleine Serie fertigst, dann bleibt mir der Mund offen stehen.
Ein grosses Dankeschön noch für deinen Trick, kleine Scheiben mit Dremel und Sekundenkleber zu entgraten!
Hätte ich dies doch schon damals bei einem anderen Projekt gewusst ...



Alles Gute fürs 2016!
Peter
volkerS - 01.01.16 23:20
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,
bei deinen Bildern zum Jahresende ist man nur noch sprachlos oder muss wie Fisch auf dem Trockenen nach Luft schnappen.
Ich warte nur noch auf den Tag wo du entweder an diesen Zigaretten (Durchmesser sollte bei etwa 0,35mm liegen, in den 1960er Jahren hatten Zigaretten einen Durchmesser von ca.8mm) vorne sichtbar die Glut nachbildest. Vom Zigarettenqualm wollen wir nicht sprechen. Obwohl, das wäre fast zu einfach. Ein 0,3mm Röhrchen auf einen im Schreibtisch versteckten Raucherzeuger plaziert, wäre ja ein Weg.
Volker
Hydrostat - 02.01.16 17:22
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

S49 hat folgendes geschrieben::
[...] ich bin immer wieder hin und weg von Deinen Ideen, der Umsetzung ins verkleinerte Original und dann auch noch von diesen wunderbar fotografierten Szenen. Fehlt eigentlich nur noch Personal, das so stimmig gestaltet ist, dass es die Illusion, dem Zeichner bei der Arbeit über die Schulter zu schauen, nicht kaputt macht. Bin neugierig, ob Du da noch was auf Lager hast. [...]


vielen Dank für deine netten Worte, Jürgen. Ich freue mich sehr, wenn ich anderen mit meinen Arbeiten eine Freude mache.

Das Thema Figuren beschäftigt mich schon eine ganze Weile, ich habe aber nichts dazu auf Lager - außer meiner Meinung, dass es für diese Art von Modellbau derzeit keine geeigneten Figuren gibt. Der 3D-Scan und -Druck bietet da in Verbindung mit ganz herkömmlicher plastischer Gestaltung sicher ein paar Möglichkeiten, aber dazu komme ich derzeit nicht. Ich habe mich deswegen auch dazu entschlossen, dieses Modell figurenlos zu lassen. Geschichten lassen sich auch ohne Figuren und manchmal gerade mit ihrer Abwesenheit erzählen. Komisch eigentlich, dass wir Modellbahner immer Züge fahren sehen wollen, uns aber nicht daran stören, dass alles* drumherum wie eingefroren ist.

Peter_T1958 hat folgendes geschrieben::
Tja, das neue Jahr fängt ja wieder gut an! Ich sitze hier vor dem Bildschirm und hätte in Anbetracht deiner Bilder fast mein gegenwärtiges Projekt im Abfallkübel "entsorgt"... (und das nicht zum ersten Mal!). Und wenn ich bedenke, dass du dies nicht nur einmal, sondern als kleine Serie fertigst, dann bleibt mir der Mund offen stehen.
Ein grosses Dankeschön noch für deinen Trick, kleine Scheiben mit Dremel und Sekundenkleber zu entgraten!
Hätte ich dies doch schon damals bei einem anderen Projekt gewusst ...



Alles Gute fürs 2016!
Peter


Vielen Dank für deine netten Worte, Peter. Ich freue mich sehr, wenn ich andere mit meinen Arbeiten demotiviere.**

Mit der "Serie" hast Du mir ein Stichwort gegeben - aber zunächst noch eine Frage: Ist das ein Sternmotor? Und die Scheiben sind geätzt? Umso bemerkenswerter, dass Du es auch so geschafft hast, sie zu entgraten! Wie hast Du's gemacht?


volkerS hat folgendes geschrieben::
[...] Ich warte nur noch auf den Tag wo du entweder an diesen Zigaretten (Durchmesser sollte bei etwa 0,35mm liegen, in den 1960er Jahren hatten Zigaretten einen Durchmesser von ca.8mm) vorne sichtbar die Glut nachbildest. Vom Zigarettenqualm wollen wir nicht sprechen. Obwohl, das wäre fast zu einfach. Ein 0,3mm Röhrchen auf einen im Schreibtisch versteckten Raucherzeuger plaziert, wäre ja ein Weg.
Volker



Auch Dir, Volker, vielen Dank, aber bitte warte nicht. Die Versuchung ist natürlich groß, aber: Bei einer abgelegten Zigarette sieht man die Glut so gut wie nicht. Auf den Rauch verzichte ich angesichts der damit verbundenen Ölpest dankend Sehr glücklich . Dazu kommt, dass er sich keinesfalls so bewegen und ausbreiten wird, wie er das in 1:1 tut. Du liegst aber ansonsten schon richtig; der Zigarettendurchmesser liegt mit Farbauftrag etwas über 0,3 mm.

Hier also geht's weiter mit dem Bau der Gestelle in Serie. Zunächst werden zwei Gestängeteile mittels Schraubenimitationen und Sekundenkleber mit dem Gewicht verklebt.





Ein 0,5 mm Messingstab verbindet die beiden Teile. Der leichte Verzug der Teile gibt sich bei der Endmontage mit den anderen Teilen automatisch.





Jetzt kommen die Teile für die Arretierung, die den Tisch in der gewünschten Position hält. Der Hebel ist wie auch die Parallelogrammteile aus 0,2 mm Edelstahl geätzt. Die kurze Stange dient als Verbindung der Einzelteile untereinander und als Achse für den Hebel.





Die vormontierten Teile werden mit Sekundenkleber verklebt.





Weitere Gestängeteile:





Und so sieht's nach dem Lackieren aus. Die beweglichen Teile sind schlicht nicht miteinander verklebt. Die Bohrungen sind stramm genug, um die Teile auf Position zu halten und dennoch Bewegung zuzulassen.





Die sechs Gestelle sind fertig.





Ich freue mich sehr darüber, dass eines der Modelle im geplanten Kuhlmann-Raum im Küstenmuseum Wilhelmshaven zu sehen sein wird.

Mitlerweile sind auch die Tische als Frästeile von Helmut eingetroffen. Der Prototyp war ja ein mit Revell-Acryllack gespritztes Pertinaxteil. Helmut wollte den Lack jedoch abriebfester haben und hat nach dem erfolglosen Umweg über weißes GFK (das ist im Gegensatz zu Pertinax nämlich geringfügig lichtdurchlässig!) nun mit 2K-Lack gespritzt und die Teile anschließend geschliffen. Das Schleifen hinterlässt zwar keine wirklich einheitliche Oberfläche, in Verbindung mit den aufgezogenen Plänen fällt das aber nicht mehr auf.

Hier im Vergleich nochmal Vorbild und Modell des Stempelhalters, der schemenhaft neben dem Ascher bereits zu erkennen war.





Der besteht aus zwei Druckteilen (Fuß und Knopf), einer 0,3 mm Verbindungsstange und einer geätzten Edelstahlplatte. Ihr dürft raten, welche Materialstärke. Ascher und Stempel sind ebenfalls hochauflösend in dem Verfahren gedruckt, das ich beim Telefon bereits beschrieben hatte.








Schönen Gruß,
Volker

*ja, ich weiß, es gibt auch ein paar ferngesteuerte Autos usw., aber ...

**Sicherheitshalber weise ich auf die Wiederholung in Syntax und Grammatik hin, falls jemand keine Zweifel an der Ernsthaftigkeit dieser Aussage hegt.

Masinka - 03.01.16 13:42
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Lieber Volker!
Auf Anfang moechte Ich Dir und allen Forumsianer alles Gute in Jahr 2016 wuenschen.Hoffentlich werde Ich dieser Jahr Moeglichkeit haben Schenklengsfelder Treff besuchen.ABER! Wenn sehe Ich Arbeiten wie Du, Marcel Ackle und andere hier zeigen, muss Ich sagen, das Ihr Seid Feinde fuer normale Modellbahner, wie bin Ich und manche Andere! Immer wieder ist Mein Minderwertigkeitkomplex groesser und groesser! Wenn Ich verkaufe Meine Modellbahn, und kaufe Ich Fischerbedarf, Bist Du, Marcel, Helmut Schmidt
und die andere SCHULDIG!Lachend
Herzlichen Gruss aus kalte Tschechien
Vladimír
Regalbahner - 03.01.16 14:30
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Vladimír,

bitte nicht angeln gehen, das ist soooo langweiiiilig .... Verwirrt

Halle Volker,

ja bei diesem Anblick kommen einem schon einige Zweifel
an der eingenen Feinmotorik Winke

Bewundernde Grüße
Christoph
Peter_T1958 - 03.01.16 14:32
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Danke, Vladimir, das musste jetzt einfach einmal gesagt werden! Ich komme dann auch mit zum Fischen Sehr glücklich

Gruss
Peter
Hydrostat - 03.01.16 14:41
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Darf ich auch mitkommen? Ich nehm' auch nur die ganz kleinen. Versprochen.

Volker
Helmut Schmidt - 03.01.16 15:19
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Als ehemaliger Taucher kann ich euch nur sagen, man isst keine Tauchkameraden.

Vladimir ich kann dir nur sagen, weder ich noch andere wollen euch abschrecken, sonder anregen es auch zu versuchen.

Wir alle haben klein angefangen und uns aber immer weiter gesteigert und da wir gemeinsam miteinander kommunizieren, gibt es immer einen von uns, der eine Lösung findet.

Treffen wir uns also lieber zum gemeinsamen Gedankenaustausch und wenn es gar nicht anders geht beim Angeln, da ist es so herrlich langweilig und man hat die nötige Ruhe um über das schönste Hobby den Modellbau zu reden.
fspg2 - 03.01.16 15:52
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Moin zusammen,

Zitat:
...gibt es immer einen von uns, der eine Lösung findet.


Dazu fällt mir der Spruch ein, den ich kürzlich in einem Schaufenster fotografiert habe:


Geht nicht - geht nicht! (fspg2)


Volker, Du scheinst Vieles nicht zu wissen Winke Winke

Bitte weiter so, damit wir uns an Deinen Werken anstecken können, es dennoch zu versuchen, auch wenn die Anderen glauben, es ginge nicht!
Masinka - 03.01.16 18:07
Titel: Re: Übungsmodul: Auf dem Weg zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Frithjof !
Das, was hatte Ich an Volker geschrieben, gillt auch fuer Dich!Nur hatte Ich vergessen, nja, fast Siebzig....
Herzlichen Gruss
Vladimir Lachend
Hydrostat - 14.02.16 22:12
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

die Arbeit ist unter ihrem künftigen Titel 'quiet earth' vom 11.-13. März 2016 auf der Ontraxs in Utrecht zu sehen.

Ein paar Bilder vom aktuellen Stand des Zeichensaals:























Schönen Gruß,
Volker
Eisenbahnfreak - 14.02.16 22:22
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

genial, einfach beeindruckennd.

Wenn der Titel "quit earth" nicht wäre, würde ich darauf setzen, dass sich die Türe zum Zeichensaal öffnet und die Preiserlein zur Arbeit erscheinen.

Einen schönen Abend noch,
Joachim Applaus
S 49 - 15.02.16 07:04
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Moin Volker,

immer wenn ich Deine Fotos betrachte, kribbelts in meinen Fingern, für meine Köf eine kleine Welt zu erschaffen, in der ich so versinken kann wie in Deinen fotorealistischen Gemälden. Das wird noch etwas dauern.
Für alle, die wie ich nicht nach Utrecht kommen können, wünsche ich mir ersatzweise eine Internetseite, auf der ich Deinen Modellbau bildschirmfüllend betrachten kann, mich in den Zeichensaal hineinzoomen kann, um den Konstrukteuren bei der Arbeit am Rollwagen über die Schulter zu schauen. Nicht zu vergessen sind natürlich auch die vielen anderen sehenswerten Ecken Deiner kleinen Übung.

Viel Spaß und Erfolg in Utrecht
wünscht
Jürgen
tanja1966 - 15.02.16 10:01
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

also ich muss ehrlich zugeben,das ich ja auch vieles an meinen Modellen ins kleinste Detail gehe,aber wenn ich Deine Arbeiten betrachte,muss ich immer wieder staunen was man alles erschaffen kann.

Da möchte ich am liebsten im Erdboden versinken Verlegen

Aber nicht nur bei deinen Arbeiten,auch bei anderen Kollegen hier,bin ich fasziniert und kann da nur raus lernen.Alles kann ich ja nun doch nicht Grins

Kann von Deinem Übungsmodul echt was lernen bezüglich der Pflasterung und einigen anderen Sachen.
Hoffe die Resonanz in Utrecht wird sehr groß sein und allen den Boden unter den Füßen weg reißen vor Begeisterung Sehr glücklich


Gruß
Tanja
T 20 - 15.02.16 10:07
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
...ja, wieder ein echtes "Volkerbild" !
Einfach nur schön.Edward Hopper ist sicher den meisten bekannt.
Er schuf in seinen Gemälden eine oft sehr eigene Stimmung.
Es gibt immer wieder Bilder von Dir, die mich daran erinnern, gerade wieder die letzten Beiden.
stimmungsvolle Grüße
Tobias
S 49 - 15.02.16 11:29
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Moin nochmal,

jetzt hab ich mich einigermaßen eingekriegt und schiebe mal ein paar Fragen nach:

Ich habe zwar den Baubericht zu den Fenstern gefunden, aber entweder habe ichs übersehen oder da steht nichts über die Verglasung, in der sich sich die schicken Kugelleuchten so schön spiegeln.
Und über diese würde ich auch gern mehr erfahren.

Apropos Fenster: Gab es eigentlich damals schon Fenster mit verdecktem, im Rahmen geführten Umstellgestänge, das mit dem Fenstergriff betätigt wird? Ich kenne aus der Zeit nur die offenen Stangen mit dem Umstellhebel für Drehen/Kippen unten an der Anschlagseite? Werde mich auf meiner nächsten Baustelle mal mit meinem Fensterbauer drüber unterhalten.

Gruß
Jürgen[/list]
fido - 15.02.16 12:08
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hi,

ich habe mich noch nicht wieder eingekriegt Grins
Marcel - 15.02.16 12:23
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Volker, deine Kunstwerke sind ein wahrer Genuss!
Ich freue mich, diese an der Ausstellung in Utrecht live zu sehen!

Beste Grüsse Marcel
Hydrostat - 15.02.16 19:29
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Vielen Dank für die Blumen, Leute (Schatz, holst Du mal eine Vase, bitte?).

Eisenbahnfreak hat folgendes geschrieben::
Wenn der Titel "quit earth" nicht wäre, würde ich darauf setzen, dass sich die Türe zum Zeichensaal öffnet und die Preiserlein zur Arbeit erscheinen.


"Quit earth" hat bei leicht veränderter Konnotation auch was, ich bleibe aber bei quiet earth Lachend .

S 49 hat folgendes geschrieben::
Ich habe zwar den Baubericht zu den Fenstern gefunden, aber entweder habe ichs übersehen oder da steht nichts über die Verglasung, in der sich sich die schicken Kugelleuchten so schön spiegeln.
Und über diese würde ich auch gern mehr erfahren.
Apropos Fenster: Gab es eigentlich damals schon Fenster mit verdecktem, im Rahmen geführten Umstellgestänge, das mit dem Fenstergriff betätigt wird? Ich kenne aus der Zeit nur die offenen Stangen mit dem Umstellhebel für Drehen/Kippen unten an der Anschlagseite? Werde mich auf meiner nächsten Baustelle mal mit meinem Fensterbauer drüber unterhalten.[/list]


Die Fenster sind aus Vivak entstanden, das sich noch mit dem Cutter schneiden lässt, aber viel kratzfester als z.B. Plexiglas ist und einen recht realistischen Glaseindruck vermittelt. Die Kugelleuchten sind aus dem Puppenhausbereich; ich habe sie hier gefunden und gekauft. Vergleichbare, auch hochpreisige Kugellampenartikel aus dem Modellbahnbereich in allen Baugrößen genügten da meinen Ansprüchen nicht ... Gut, man muss etwas basteln, aber das können wir hier doch alle, nicht wahr?

Jürgen, ich weiß nicht, ob es diese Fensterbauform schon gab. Wenn nicht, ist das nur ein weiterer Makel, mit dem dieses Modell neben anderen behaftet ist: Dafür hat mir die Arbeit daran in vielfacher Hinsicht die Augen für das Machbare, das Wesentliche, die einzusetzenden Techniken und vieles mehr geöffnet. Das kann ich bei künftigen Modellen gut gebrauchen.

Schönen Gruß
Volker
Peter_T1958 - 15.02.16 20:15
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Nebst dem aussergwöhnlichen handwerklichen Niveau gefällt mir vor allem die Stimmung in deinen Bildern.
Nicht dass dies noch zusätzlich "Leben" in Form von Figuren bräuchte; solltest du aber an Personal gedacht haben, wären 3D-Fotofiguren wohl die einzige Alternative. Preiser würden von der Detaillierung her kaum in Betracht kommen. Ich weiss es nicht, aber vielleicht sind Fotoportraits in dieser Massstab ja auch in unseren Breitengraden zu realisieren?!?

Ein ganz grosses Kompliment!
Peter
Hydrostat - 15.02.16 21:18
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Vielen Dank, Peter.

Eigentlich verstehe ich meine Arbeit als eine Kombination aus Modellbau und Fotografie, da die Stimmung, wie Du und andere sie beschreiben, immer erst im Medium Fotografie und nicht allein durch das Originalobjekt entsteht. Da müsste man schon sehr aufwändige Einhausungen und Blickkanäle bauen, um durch Überlistung der räumlichen Wahrnehmung mit dem Originalobjekt zu überzeugen. Für mich hinterlässt das immer einen irgendwie schalen und enttäuschenden Eindruck, wenn ich fotorealistisch gestaltete Modelle statt auf Fotos in natura sehe.

Gerade das Fehlen jeglicher glaubwürdiger Modellfiguren auf dem Markt führte übrigens zur Entscheidung für eine menschenleere Situation. Mit 3D-Scan und -Druck lässt sich mittlerweile (auch bei uns) Einiges machen, die Preise sind aber noch sehr hoch und die Oberflächenqualität lässt immer noch zu wünschen übrig (ich rede davon, was man in der weiteren Makrofotografie dann eben auch sieht). Wahrscheinlich liegt derzeit der goldenen Mittelweg in der Kombination von 3D-Druckteilen und herkömmlichem Modellieren/Texturieren. Leider ist das hier für ausgewiesene Figurenbauer (die es ja gibt) aber wahrscheinlich ein zu modellbahnlastiges Forum.

@ Marcel: Ich freue mich auch schon sehr auf unser Wiedersehen!

Schönen Gruß
Volker
Hydrostat - 15.02.16 21:29
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Oh - das wäre beinahe untergegangen:

S 49 hat folgendes geschrieben::
Für alle, die wie ich nicht nach Utrecht kommen können, wünsche ich mir ersatzweise eine Internetseite, auf der ich Deinen Modellbau bildschirmfüllend betrachten kann, mich in den Zeichensaal hineinzoomen kann, um den Konstrukteuren bei der Arbeit am Rollwagen über die Schulter zu schauen.


Jürgen, Deinem Wunsch kann ich derzeit lediglich mit meiner Flickr-Seite entsprechen. Da kannst Du zoomen Winke .

Schönen Gruß,
Volker
S 49 - 16.02.16 07:58
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Moin Volker,

"lediglich" ist gut! Es wäre doch schade gewesesen, wenn Du uns das vorenthalten hättest.
Ich habe schon einige Nichtmodellbauer auf diesen Thread (und andere) geschickt, um ihnen meine Begeisterung für detailversessenen Modellbau zu vermitteln. Die geben bei über 40 Seiten dann schon mal auf, wollen die Diskussionen um die Wege zum Ziel gar nicht lesen.
Aber damit kann man ja richtig Werbung machen!

Gruß
Jürgen
fspg2 - 18.02.16 20:17
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Jürgen,

Zitat:
Die geben bei über 40 Seiten dann schon mal auf, wollen die Diskussionen um die Wege zum Ziel gar nicht lesen

Ich kann verstehen, wenn ein "Nichtmodellbauer" nur die Ergebnisse sehen möchte.
Für mich sind gerade die Step by Step - Darstellungen am interessantesten, da ich daraus lernen kann, wie ein anderer Modellbauer zu seinem Ergebnis kommt. So kann ich darauf aufbauend, selber probieren es nachzumachen oder zu verbessern (wenn es überhaupt noch geht Winke)
Bei Volkers "Übungsteilen" werde ich schwach - alleine das kleine Gestänge vom Zeichenbrett so zusammen zu löten, dass es hinterher auch noch funktionsfähig ist, verdient einfach meine Bewunderung Ausruf
Auch seine Kopfsteinplaster sind schon erste Sahne oder das Telefon.... Aber wie Volker ja sagt, alles nur " Übung".
Da können wir ja gespannt sein, wenn Du einmal Ernst machst Volker Winke
kastenlokker - 25.02.16 21:36
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

schau mal hier:
http://www.kulturwege-forst-lausitz.de/inhalte/kulturweg-262-407.php

Zwar nicht aus Plettenberg, dafür aber ganz wie auf deinem Übungsmodul ...
z.B. hier: http://www.buntbahn.de/fotos/data/8859/5715IMG_8998b.JPG

Und hier noch eine interessante Werkseinfahrt:
http://www.kulturwege-forst-lausitz.de/inhalte/kulturweg-262-400.php

Servus, Thomas

(der - ebenso wie die vielen anderen hier - hin & weg ist von deinem Übungsmodul ...)
Hydrostat - 28.02.16 09:59
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Thomas,

ja, das sind schöne Aufnahmen, die mir nicht entgangen sind. Schließlich wurde ja allerorten die Werbetrommel kräftig gerührt Winke .

In Forst hat man wenigstens verstanden, welche Bedeutung so eine Infrastruktur für Stadtentwicklung und -bild hatte - im Gegensatz zu Plettenberg, wo erst in jüngster Zeit (letztes Jahr) der letzte innerstädtische Gleisrest einer Wohnneubebauung gewichen ist. Die Straße bzw. der Hof bleibt freilich erhalten ...

Ich freue mich sehr, dass diese besondere Art von Bahnen auf ein immer breiteres Interesse stößt. So "nah dran am Leben" war sonst kaum ein schienengebundenes Verkehrsmittel (die Straßenbahnen nehmen wir hier mal aus).

Schönen Gruß
Volker
Kellerbahner - 28.02.16 20:29
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

Deine Flickr-Seite ist eine schöne Ergänzung zu Deinen verlässlich stetigen und bekannt fotorealistischen, in Stufen aufgebauten Bauberichten hier im Forum - stark top Ausruf

Danke für den Hinweis/Link.

Und auch an Thomas (Kastenlokker) für die Links in die Lausitz. Bin bestimmt nicht der Einzige der diese noch nicht gekannt hat Verlegen .

Auch hier: der Kontrast zwischen (ehemals) filigranem zum (heute) teilweise morbiden [in der ´positiven´ Wortbedeutung Cool ] Eindruck ist auch hier wieder das Anziehende dabei lupe , oder ?


Gruß vom

Kellerbahner
Hydrostat - 28.03.16 11:27
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

zu guter Letzt ein paar Aufnahmen, die während der OntraXS in Utrecht entstanden sind.
















Das Modell ist nun fertiggestellt, zumindest insoweit, als sich hier darüber zu berichten lohnt.

Schönen Gruß,
Volker
Helmut Schmidt - 28.03.16 12:26
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

danke für die Bilder, was mich aber noch interessieren würde, hast du ein Bild von dem Stand selbst auf der Ontraxs?
Hydrostat - 28.03.16 12:58
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Helmut,

ja, genau eines, aber das ist qualitativ schlecht und sagt m. E. nicht viel aus:





Ich war zentral direkt am Stand des Veranstalters "Team Mitropa" angedockt, dessen Mitglieder dort während der Veranstaltung verschiedene Modellbautechniken vom Löten über Lackieren, Altern, Landschafts- und Gebäudebau usw. gezeigt haben - eine sehr nette Gruppe guter Modellbauer.

Schönen Gruß
Volker
Marcel - 29.03.16 13:27
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker

Ich bin froh, dass ich mir deine Modelle mit eigenen Augen und aus nächster Nähe habe betrachten können, denn in Natura sehen deine Modelle noch viel beeindruckender aus, als dies die Fotos hier vermitteln können!

An den 4 Tagen in Utrecht (wenn man den Aufbautag dazurechnet), hast du mir einige inspirierende Anregungen gegeben, gleichzeitig einen ganzen Sack voll Baumaterial, für eigene Versuche. Wir konnten fachsimpeln und haben die weiteren Themen später noch beim einen oder andere Bier erörtert Winke ... so macht Modellbau Spass!

Beste Grüsse Marcel
Masinka - 29.03.16 21:51
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker!
Die Idee mit Fischfang hat mich noch nicht verlassen.Habe aber eine andere, fuer Dich.Willst Du nicht ausprobieren zum Deiner Reissbrett ein funktionsfaehige Drehbleistift bauen? Aber bitte
Mit herzlichen Gruss aus Tschechien
Vladimir, auch als Masinka bekannt, Modelleisenbahner und Provokateur Lachend
Hydrostat - 30.03.16 17:25
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Vladimir,
der Druckbleistift ist wahrscheinlich kein Problem. Mich reizen viel mehr die Finger, die ihn bedienen ... Winke

Das hier ist alles kein Hexenwerk.

Schönen Gruß,
Volker
Masinka - 30.03.16 19:06
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker!
Kein Hexenwerk? Mein Gott, was dann tatsaechliche Hexenwerk ist?
Grussaus Jihlava (Iglau)
Vladimir Trauriger Teufel
Hydrostat - 22.06.16 08:04
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Masinka hat folgendes geschrieben::
Hallo Volker!
Kein Hexenwerk? Mein Gott, was dann tatsaechliche Hexenwerk ist?
Grussaus Jihlava (Iglau)
Vladimir Trauriger Teufel


Hallo Vladimir,
ich weiß, Jihlava ist weit weg, aber vielleicht bist Du ja trotzdem am kommenden Wochenende auf der Ausstellung in Schkeuditz. Ich bin mit meiner Bastelei dabei und würde mich freuen, Dich dort zu treffen. Und andere Buntbahner natürlich auch!

Schönen Gruß
Volker
Masinka - 22.06.16 18:19
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker!
Herzlichen Dank fuer Einladung nach Schkeuditz, aber aus ernste grund (Krankheit in Familie) koennte Ich Nicht nach Schenklengsfeld kommen und nach Leipzig kann Ich auch nicht kommen.Naechste Jahr??? Noch nicht Klar.Jedenfalls werde Ich auf Buntbahn Deine Fortschritte verfolgen und bewundern.
Mit Herzlichen Gruss aus sonnige Iglau
Vladimir
Hydrostat - 12.10.17 23:57
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

davor habe ich mich lange gedrückt, weil ich das Modell als fertig empfand:



Es gab spezielle Ablagetische, die im Rücken des Zeichners gegenüber des Zeichenbretts angeordnet waren. Da ich alle Zeichenanlagen nochmal um 180 Grad drehen muss, damit das Tageslicht von links kommt (wozu ich bisher auch keine Lust hatte), habe ich jetzt halt mal mit den Tischen angefangen.



Alla hopp.

Schönen Gruß,
Volker
Hydrostat - 27.10.17 23:35
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Liebe Leser und Leserinnen,

"Quiet Earth" ist am Samstag, 04. und Sonntag 05. November 2017 auf der Modellbahnausstellung Emleben der IG Hirzbergbahn zu sehen. Egal ob mit oder ohne Schreibtische.

Ich würde mich freuen, wenn sich etwaige Besucher als Buntbahner zu erkennen geben.





Schönen Gruß
Volker
fspg2 - 12.11.17 16:32
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Moin Volker,

als ich Deine Schreibtischmalerei sah, musste ich an ein altes Verfahren denken, bei dem die Holzmaserung mit Hilfe von Bier erzielt wurde:
Biermalerei
Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob sich damit auch feine Maserungen in 1:22,5 erzeugen lassen Frage
Jens Klose - 12.11.17 19:19
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

wie immer eine sehr schöne und vor allem realistische Arbeit. Besten Dank, das Du uns immer wieder an Deinen Projekten teilhaben lässt.

Gruß Jens
Torsten - 15.11.17 21:28
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,
die Schreibtische sehr echt klasse aus! Vielen Dank!

Gruß
Torsten
Hydrostat - 31.12.19 01:39
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Meistens kommt es

1. anders

und 2. als man denkt.

Quiet earth war jetzt einige Jahre gemeinsam mit der Sauerland-Segmentanlage von Wolf Groote oder solitär auf Ausstellungen zu sehen - dann jedoch ohne Fahrzeugbewegungen. Für eine solitäre Ausstellung im kommenden Jahr wünschte sich der Veranstalter, irgendwie Betrieb auf das Modell zu bekommen. Ich wollte zunächst einfach nur als Ausziehgleis gerade Schienenprofile auf einem schwarz lackierten Kasten ansetzen, um so in den Fabrikhof rangieren zu können, ohne vom Modell abzulenken.

Bei den gemeinsamen Ausstellungen mit Wolf Groote hat an dem Ende der Anlage, an dem sich das Modell meistens befand, immer schon eine Umsetzmöglichkeit gefehlt. Irgendwie hat es mich dann gepackt und ich habe kurzerhand angefangen, ein maßstäbliches Modell der Haltestelle Wiesenthal der Plettenberger Kleinbahn zu bauen, allerdings gleisseitig in der gleichen Qualität wie für A snapshot in time. Eigentlich passt es dort also thematisch auch, aber möchte ich mir eine wunderbare Gelegenheit etwa entgehen lassen, diesen verstaubten Thread hier wieder ins kollektive Bewusstsein zu rufen? Das erste Segment von dreieinhalb - so genau weiß ich das noch nicht - ist also im Bau und sollte bis zur Ausstellung leidlich vorzeigbar sein.

Neben dem Segmentkasten ist in den letzten 14 Tagen aus Code 200-Schienen (Nemec) eine Stahlschwellenweiche entstanden, die nachher zum größten Teil unter Schotter und Split verschwindet, also bitte nicht wundern, wenn an der ein oder anderen Stelle etwas fehlt:





























Eine passende Vorbildweiche kann man sich zum Beispiel hier auf Seite 38 unten links anschauen.


Alles Gute für 2020 - und einen schönen Gruß!
Volker
robby - 01.01.20 08:53
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Ich finde die Weiche äußerst gelungen. Mich würde die Herstellung der Schwellen noch sehr interessieren.

Vielen Dank fürs zeigen der Arbeit
Hydrostat - 01.01.20 20:22
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Die Stahlschwellen bestehen aus 0,5 mm starkem Polystyrol, das entsprechend eingeritzt, längs geknickt und dann mit Sekundenkleber auf einen Holzkern aus drei Leisten geklebt ist; zwei Aluwinkel und Klemmen helfen beim Fixieren.

Die mittlere Leiste hat die Dimension der Schwellenoberseite abzüglich 2x Materialstärke des Polystyrols, die beiden Leistchen daneben füllen den verbleibenden Raum außer des schrägen Bereichs.







Die innere Leiste endet rund 5mm vor Schwellenende, die beiden seitlichen Leisten ca. 7 mm. Erwärmt man nun die durchgetrockneten Schwellenenden mit dem Föhn, lassen sich die Kappen auf einer geraden Unterlage durch Kippen über das Kernende leicht nachbilden. Da die beiden seitlichen Leisten etwas kürzer sind, sieht auch die seitliche Ausbeulung einigermaßen vorbildgerecht aus.

Schönen Gruß
Volker
robby - 02.01.20 07:32
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker, vielen Dank für die ausführliche Erklärung.

Das heißt für mich, du bereitest, die Holzkerne entsprechend vor, dann die vorgestellte Bauweise ausführen und einbauen. Hut ab.

Eine beeindruckende Arbeit.

Für dein Schaffen alles Gute
Hydrostat - 19.01.20 21:17
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Das Modell ist vom 22. - 23. Februar 2020 auf der Model Train Luxembourg im ‘Centre Polyvalent Gaston Stein’ in Junglinster zu sehen.



Bis dahin wird mir also nicht langweilig, denn die Weiche ist eher das Beiwerk für das Drumherum. Im Anschluss an die Weiche folgt die Haltestelle Wiesenthal mit wassergebundener Decke als Bahnsteigeindeckung; das Stahlschwellengleis ist in diesem Bereich nur mit halben Schwellen "angetäuscht".








Die "Eisenteile" haben nach einem Vorstrich mit lederbrauner Farbe einen ersten Echtrostauftrag bekommen, den ich mir auf einem Eisenblech als Sud herstelle.





Nach dem Schottern wird sichtbar, weshalb die Weiche nicht überall durchdetailliert ist.








Die Vermischung von Schotter, Splitt und Vorsieb reizt mich an dieser Stelle besonders.





Links ist bereits der eigentliche Bahnsteigbereich mit der wassergebundenen Decke zu sehen, allerdings ist das alles erst eine Art "Grundbelag", der später noch weiter bearbeitet wird.








Für die Trassierung der Bahn wurde an dieser Stelle ein Hang aus Tonschiefer angeschnitten. Für die Entwässerung verläuft am Hangfuß ein Graben zu einem betonierten Schacht.





Um Äste und gößere Steine abzuhalten, liegt ein Gitterrost über der Öffnung, ...





... denn die Verrohrung ist nicht besonders großzügig bemessen.





Damit sind die Grundelemente weitgehend vorgegeben und es geht an die Ausgestaltung. Rechts schließt sich "Quiet earth" an; dort müssen also die entsprechenden Elemente aufgegriffen werden: eingepflasterte Gleise, eine Mauer sowie ein Fußweg im rechten Winkel zum Gleis.





Spannend ist die Darstellung des Tonschiefers, aber ich glaube, es wird. Am Hang wechseln sich felsige Stellen mit bewachsenen Rutschungen ab.














Ich möchte das Segment für die Ausstellung leidlich vorzeigbar haben, es muss aber nicht fertig sein. So sind auch die Felsen lediglich in der Grundstruktur angelegt und werden später noch weiter ausgearbeitet. Die spätere Farbgebung wird noch spannend, da der Tonschiefer einen ganz leichten Glanz auf freiliegenden Flächen zeigt.


Schönen Gruß
Volker
Schrauber - 20.01.20 05:33
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Moin Volker,

da ist doch wieder jedes einzelne Bild ein Augenschmaus lupe Respekt

nur schade, das Luxemburg so weit weg ist Heulend
aber vielleicht kommst du ja auch mal wieder in die Nähe gut
volkerS - 20.01.20 12:47
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo,
hier die genaue Adresse der Ausstellung:
1 Rue Emile Nilles, 6131 Junglinster
Volker
Hydrostat - 20.01.20 20:28
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Schrauber hat folgendes geschrieben::
Moin Volker,

da ist doch wieder jedes einzelne Bild ein Augenschmaus lupe Respekt

nur schade, das Luxemburg so weit weg ist Heulend
aber vielleicht kommst du ja auch mal wieder in die Nähe gut


Näher als Sonneberg Sehr glücklich
Hydrostat - 20.01.20 20:29
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
volkerS hat folgendes geschrieben::
Hallo,
hier die genaue Adresse der Ausstellung:
1 Rue Emile Nilles, 6131 Junglinster
Volker


Danke für die Ergänzung, Volker. Das geht aus dem Plakat nicht hervor ...
rocco53 - 21.01.20 23:32
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,
ich kann nur sagen: Hut ab! Das nenne ich Gleis- und Landschaftsbau in Perfektion! Sei es das wunderschön rostige Gleis oder aber die Schotterung und Einbettung ins Gelände, wirklich ein Augenschmaus, und das muß auch garnicht fertig sein, im Gegenteil. Ich freue mich, das demnächst in Junglinster im Original zu sehen. Du bist wirklich ein Künstler!

Toni
master of OM - 22.01.20 09:19
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

wie gewohnt "sehr anspruchsvoller" Modellbau Ausruf . Beim Betrachten der bisher
gezeigten Bilder, finde ich, daß Dein Modull eine Bereicherung für Austellungen
darstellt Sehr glücklich .

Für die weiteren Vorbereitungsarbeiten wünsche ich Dir gutes gelingen.

Schöne Grüße, Gerhard
Peter_T1958 - 22.01.20 18:16
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hydrostat hat folgendes geschrieben::

Nach dem Schottern wird sichtbar, weshalb die Weiche nicht überall durchdetailliert ist.




Hallo Volker

Also dieses Bild lässt einem (bis auf den noch unfertigen Hintergrund) das Wasser im Munde zusammenlaufen - sagenhaft!
Ich frage mich jedoch, wie du den Tonschiefer so hingekriegt hast. Der Farbe nach hast du diesen mit dem Spatel modelliert und ev. noch echte Schieferstücke miteingearbeitet?!? Oder hast du diese Schichten plattenweise aufgeschichtet, nachdem du die Kanten gebrochen hast? Interessante und überzeugende Technik auf jeden Fall!
P.S. Ach ja, und schade liegt Junglinster nicht in den Schweizer Alpen; mich zieht's nämlich nächstens in die entgegengesetzte Richtung von dir Winke

Peter
Regalbahner - 22.01.20 21:22
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

ich finde ja den Titel "Übungsmodul ..." so spannend.
Was soll denn das noch werden wenn du mal ausgelernt hast Augenrollen lupe gruebel

Immer wieder faszinierte Grüße
Christoph
Marcel - 23.01.20 09:26
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker

Das ist wieder einmal sehr faszinierender Modellbau in Perfektion!

Ich freue mich sehr, das Modell an der Ausstellunge in Junglinster zu sehen und auch dich wieder zu treffen!

Ich werde mit meiner neuen Feldbahnanlage da sein Winke

Beste Grüsse Marcel
Hydrostat - 25.01.20 23:05
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
master of OM hat folgendes geschrieben::
Hallo Volker,

wie gewohnt "sehr anspruchsvoller" Modellbau Ausruf . Beim Betrachten der bisher
gezeigten Bilder, finde ich, daß Dein Modull eine Bereicherung für Austellungen
darstellt Sehr glücklich .

Für die weiteren Vorbereitungsarbeiten wünsche ich Dir gutes gelingen.

Schöne Grüße, Gerhard



Vielen Dank, Gerhard! Und das aus dem Munde von Einem, der "mal eben so" ein Achslager konventionell aus dem Vollen fräst ...


rocco53 hat folgendes geschrieben::
Hallo Volker,
ich kann nur sagen: Hut ab! Das nenne ich Gleis- und Landschaftsbau in Perfektion! Sei es das wunderschön rostige Gleis oder aber die Schotterung und Einbettung ins Gelände, wirklich ein Augenschmaus, und das muß auch garnicht fertig sein, im Gegenteil. Ich freue mich, das demnächst in Junglinster im Original zu sehen. Du bist wirklich ein Künstler!

Toni



Auch Dir vielen Dank, Toni. Ich freue mich darauf, Dich in Junglinster zu treffen!


Peter_T1958 hat folgendes geschrieben::

Hallo Volker

Also dieses Bild lässt einem (bis auf den noch unfertigen Hintergrund) das Wasser im Munde zusammenlaufen - sagenhaft!
Ich frage mich jedoch, wie du den Tonschiefer so hingekriegt hast. Der Farbe nach hast du diesen mit dem Spatel modelliert und ev. noch echte Schieferstücke miteingearbeitet?!? Oder hast du diese Schichten plattenweise aufgeschichtet, nachdem du die Kanten gebrochen hast? Interessante und überzeugende Technik auf jeden Fall!
P.S. Ach ja, und schade liegt Junglinster nicht in den Schweizer Alpen; mich zieht's nämlich nächstens in die entgegengesetzte Richtung von dir Winke

Peter



Peter, auch der Vordergrund ist noch nicht fertig. Da hat sich mittlerweile an Struktur und Farbe noch etwas getan, aber ich komme zur Zeit vor lauter Bauen nicht bei vernünftigem Licht zum Fotografieren.

Zum Schiefergestein: Ich habe zunächst mit Pigmenten gefärbten Gips versucht. Der bleibt aber nicht lang genug offen. Ich bin dann zu einer Mischung aus Schiefermehl, grünlich-bräunlichen Pigmenten und Ponalwasser (wasserfeste Variante) übergegangen, die man sich modellierfähig einstellen muss. Die Schichtung entsteht, indem eine Lage über die jeweils vorige mit dem Spachtel aufgetragen wird und man die Kante des sich verteilenden Materials vor sich hertreibt. Das lässt sich gut steuern. Die Schichten dürfen sehr dünn sein, was auch dem späteren Gesamtgewicht zu Gute kommt. Echte Schieferstücke sind (noch) keine enthalten.

Wolltest Du nicht ohnehin mal eine Reise gen Norden erwägen Winke ?


Regalbahner hat folgendes geschrieben::
Hallo Volker,

ich finde ja den Titel "Übungsmodul ..." so spannend.
Was soll denn das noch werden wenn du mal ausgelernt hast Augenrollen lupe gruebel

Immer wieder faszinierte Grüße
Christoph



Man lernt nie aus. Aber das ist ja auch nicht das Übungsmodul sondern dem Übungsmodul sein neuer Nachbar Sehr glücklich .


Marcel hat folgendes geschrieben::
Hallo Volker

Das ist wieder einmal sehr faszinierender Modellbau in Perfektion!

Ich freue mich sehr, das Modell an der Ausstellunge in Junglinster zu sehen und auch dich wieder zu treffen!

Ich werde mit meiner neuen Feldbahnanlage da sein Winke

Beste Grüsse Marcel


Marcel, das sind ja tolle Nachrichten! Ich bin sehr gespannt!


Schönen Gruß
Volker
Hydrostat - 26.01.20 21:24
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Ein paar schnelle Handybilder:














Schönen Gruß,
Volker
Hydrostat - 11.02.20 22:14
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Work in progress
(allmählich wird's eng; nächste Woche ist ja schon die Ausstellung Cool :








Schönen Gruß
Volke
Hydrostat - 19.02.20 22:13
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Noch ein paar Bilder vom Zwischenstand.











Vielleicht sieht man sich am Wochenende in Junglinster?

Schönen Gruß
Volker
Marcel - 19.02.20 23:54
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker

Da hast du wieder ein paar geniale Ideen in deinem Modul verwirklicht, welche ich in der Art noch nie gesehen habe.

Auf jeden Fall freue ich mich sehr, deine neusten Kreationen in Junglinster live zu sehen Winke!

Bis dann ....

Marcel
robby - 24.02.20 21:23
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Ab Minute 10:40 gibt es ein paar bewegte Bilder

https://youtu.be/zDtrZ5X7VjI
Beste Grüße
Hydrostat - 26.02.20 23:37
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hier noch ein paar unbewegte Bilder.











Schönen Gruß
Volker
Schrauber - 28.02.20 10:54
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

wunderschön, ein Träumchen Respekt

Sind das schon deine neuen Rollwagen? gruebel lupe
Hydrostat - 28.02.20 20:28
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Nein, das sind die Rollwagen der Modellmanufaktur Weber. Man kommt ja vor lauter Anlagenbau zu nix ... Sehr glücklich
Schrauber - 29.02.20 07:22
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Moin,

Zitat:
Man kommt ja vor lauter Anlagenbau zu nix ... Sehr glücklich


na, jetzt wird's doch ruhiger... Völlig unschuldig ?

da dürfte vielleicht etwas Rollwagenzeit übrig bleiben... Große Zustimmung
Hydrostat - 29.02.20 09:25
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Bis zur modell-hobby-spiel 2020 sollen noch drei weitere Segmente fertig sein Winke. Mal schauen, wie ruhig das wird ...
Peter_T1958 - 02.03.20 14:00
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker

Als kleinen Ersatz, dass ich nicht nach Luxemburg hochfahren konnte, habe ich mir deinen Link (und weitere kurze Filmsequenzen auf Youtube) mehrmals hineingezogen. Ja, ich muss zugeben: Das hat schon etwas, der grosse Massstab!
Was erneut in Auge sticht, ist die Stelle mit dem Schiefergestein. Und dort stechen die unterspülten Baumwurzen besonders hervor - ich bin sprachlos. Überhaupt fügt sich das neue Modul harmonisch ins Gesamtbild ein. Einfach nur toll!

Hmmm, eine kleine Anmerkung erlaubst du mir vielleicht: Der VW-Käfer! Irgendwie passt der nicht so ins Gesamtbild und kann mit dem übrigen Niveau nicht ganz mithalten. Ich nehme an, ein 1/24 Fertigmodell, für die Ausstellung ins Bild gesetzt um die Epoche einzufangen? gruebel
Hydrostat - 04.03.20 23:03
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Peter_T1958 hat folgendes geschrieben::
Hmmm, eine kleine Anmerkung erlaubst du mir vielleicht: Der VW-Käfer! Irgendwie passt der nicht so ins Gesamtbild und kann mit dem übrigen Niveau nicht ganz mithalten. Ich nehme an, ein 1/24 Fertigmodell, für die Ausstellung ins Bild gesetzt um die Epoche einzufangen? gruebel


Peter,

ja, Du hast Recht, dass er nicht mithalten kann. Der Käfer ist wohl etwas größer als 1:24, deswegen habe ich ihn mal gekauft. An 1:22,5 kommt er aber nicht heran. Abgesehen davon ist er zu grob und zu glänzend und ... ach, lassen wir das. Da die Grundvoraussetzungen nicht stimmen, bleibt er bei der nächsten Ausstellung in der Kiste. Ich habe noch einen Mercedes-Kleinbus von Rietze aus den 50er Jahren in 1:22,5, der muss aber erst lackiert und bearbeitet werden, bevor man ihn zeigen kann.

Schönen Gruß
Volker
UPW - 04.03.20 23:49
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Peter_T1958 hat folgendes geschrieben::
Ich nehme an, ein 1/24 Fertigmodell, für die Ausstellung ins Bild gesetzt um die Epoche einzufangen? gruebel

Hallo Peter, hier mal die Maße: Original 4080 * 1585 * 1500, umgerechnet sollten es 181,33 * 70,44 * 66,66 sein. Gemessen habe ich 180,7 * 69 * 65,7, ergibt Abweichungen von 14 * 32 * 21 mm (beim Original). Das finde ich nicht sooooo schlecht. Da ist der Kesselwagen im Bild bestimmt schlechter gestellt.

Volker hat aber bei einer Sache bestimmt recht: " ... und zu glänzend ..." Bei meinem Versuch, das etwas zu mildern hatte ich eine Aceton-Schlacht gestartet und leider verloren. Keine Chance. Wer hat eine Idee, den Glanz zu nehmen?

Volker: "An 1:22,5 kommt er aber nicht heran." Aber er sollte mal einen 1:24 daneben stellen. Dann sieht er, warum ich diese Zeilen schreibe.

Gruss,

Uwe

P.S. Das ist die Ausführung 1961, bis auf die Stoßstangen entspricht es meinem ersten Auto (1967).
robby - 05.03.20 05:24
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Moin Uwe, schöne Anregung von dir. Zum möglichen verbannen des Ganzes ein Video, was ich persönlich nicht schlecht finde

https://youtu.be/hlBiGv-S7T8


Und da sage noch einer, unser Hobby ist langweilig
Peter_T1958 - 05.03.20 10:53
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Ja, ich hatte nicht die Grösse im Fokus (auch wenn der Kesselwagen im Vergleich doch recht üppig daherkommt). Nebst den Gummireifen ist's vor allem der Glanz, der in Auge springt.
Vielleicht bin ich hier hypersensibel, weil ich gerade vor ein paar Tagen das Modell eines Schweizer Militärtraktors erhielt, welches ich für nicht wenige "Fränkli" bestellt hatte. Ausführung, Farbton perfekt, aber ... hochglanz!!!

Fazit: Ein Fertigmodell kann m.E. mit der hohen Qualität von Volkers Kreationen einfach nicht mithalten.
Hydrostat - 08.03.20 14:44
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Ein interessanter Aspekt ist die Beleuchtung beim Fotografieren. Es ist ja nicht so, dass es keine glänzenden Dinge in der Realität gibt, nur werden die selten so lichtstark angestrahlt, wie das bei Ausstellungen von Modellen der Fall ist. Dann reflektieren sie allerdings auch ordentlich, wie jeder weiß, der schon mal mit dem Auto nachts bei Regen unterwegs war. In diffusem Licht wirkt das Ganze viel weniger glänzend. Ich will es aber nicht schönreden; nur fehlt mir momentan der Anlass, etwas an dem Auto zu machen Winke .

Da zeige ich doch lieber noch ein paar Eindrücke vom Modell, die vielen Ausstellungsbesuchern vor hin- und herfahrenden Zügen, Läuten und Pfeifen wahrscheinlich ohnehin entgehen, die ich aber viel spannender finde, oder anders gesagt, nicht weniger spannend:





















































Schönen Gruß,
Volker
Wooky - 24.03.20 20:17
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Also, da musste ich jetzt gleich ein paarmal länger hinschauen. Diese - was sind das - Pilze (?), Flechten (?) auf dem Stein Applaus
Was Du da treibst, ist für mich absolut... frustrierend... Besorgt
Mehr davon.
ottmar - 25.03.20 17:23
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

herrlich was Du da treibst.

Diese kleinen Details, ich komme aus dem Staunen nicht mehr heraus!

Vielen Dank und Chapeau!

Viele Grüße Ottmar
kastenlokker - 26.03.20 21:59
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,

phantastisch, diese Fotos von Deinen (genauso phantastischen) Arbeiten!
Dieses Bild hier ist (auf die Schnelle gesehen) mein Favorit:

Schieferabbruch mit abgerissener Bewuchskante, wo die verdorrenden Wurzeln nach unten herausragen ...
Genauso kenne ich das von vielen Spaziergängen im Sauerland an ähnlichen Durchbruchsstellen im Gelände (auch anderswo - aber diesen Schiefer gibt´s nur da! Winke ) , wo man genauso von unten nach oben unterblickt ...
Das hast Du nicht nur treffend gemacht sondern auch genauso treffend ins Foto gebannt! - Unglaublich!

Servus, Thomas (ex-Sauerländer)
Hydrostat - 04.05.20 13:35
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo zusammen,

die letzten Wochen (für spätere Generationen: die Zeit während der sogenannten Corona-Krise) wurden für den Weiterbau der Haltestelle Wiesenthal genutzt.

Der Lageplan zeigt das Streckenende der Privatanschlussbahn Brockhaus der Oestertalbahn mit der Haltetstelle Wiesenthal und dem Werk Wiesenthal von Brockhaus & Söhne.



(Slg. Wolf Dietrich Groote)


Da das ja das Forum für maßstäblichen Modellbau ist, sah ich mich gezwungen - und zwar nur deswegen! - einen Ausschnitt zu finden, der sich irgendwie auf gerade noch handhabbaren Segmenten unterbringen ließ; ich weiß, dass man es mit der Einhaltung der Forenziele hier genau nimmt.





Die Aktenlage zur Haltestelle Wiesenthal ist dünn. Es gibt nur ganz wenige Aufnahmen (Interessierte schlagen in diesem Buch nach). Ein Foto zeige ich hier, das nicht im Buch erschienen ist, aber sehr gut die landschaftliche Umgebung wiedergibt.



Triebwagen T1 und Personenwagen Nr. 7 in Wiesental. Foto: E. J. Wolff 1952, Slg. Wolf Dietrich Groote)


Blöd, wenn man so auf die eigene Phantasie angewiesen ist und sich nicht sklavisch an ein Vorbild halten kann. Also habe ich erstmal zwei Weichen für das ganz rechte Segment gebastelt, die sich zwangsläufig nur ganz entfernt an die leider nicht fotografisch dokumentierten Vorbilder anlehnen.








Die vordere Weiche liegt auf der Segmenttrennkante. Telefonbuchsen und Messingstifte gewährleisten auch nach wiederholter Montage einen passgenauen Sitz.








Als Grundlage für den Weichenbau dient lediglich ein maßhaltiger Ausdruck der Gleisachsen und Schienenfußkanten.





Nach der Vormontage auf einem Holzbrett kann die Weiche dann auf die XPS-Platte umziehen.





Dem allgemeinen Trend zum 3D-Druck folgend konnte ich wenigstens das Blockherzstück der zweiten Weiche lasersintern lassen.





Nach etwas Schleifarbeit war das auch durchaus brauchbar.





Leider gibt es hier keine STL-Datei zum freien Download. Macht aber nix, denn den Rest muss man ja eh' selbst bauen. Inklusive Stellvorrichtung.





Mit folgendem Stimmungsbild könnte ich den Monolog an dieser Stelle beenden und mich ins wohlverdiente Wochenende verabschieden (für spätere Generationen: das Datum des Postings fiel auf einen Montag), aber dann müsste ich demnächst ja schon wieder etwas schreiben.





Stattdessen gibt's noch einen Blick auf die nächsten Schritte und den auch optischen Beweis, dass das alles im luftleeren Raum stattfindet. Zunächst der Übergang zum bereits fertigen Teil:





Und dann kann es auch schon mit dem Landschaftsbau losgehen.








Mich befällt angesichts der schier in alle Lebensbereiche hineintentakelnden Plastikflut großes Unbehagen, insbesondere, wenn ich die Berge an Verpackungsmaterial sehe, die nach einmaliger Nutzung im Müll verschwinden, um dann im indischen Ozean ... ach, lassen wir das.

Ich habe früher wegen der Kügelchen nicht mit Styropor gearbeitet. Seit ich eine Styroporsäge habe, finde ich es großartig, Müll einer zumindest vorläufig noch sinnvollen Verwendung zuzufühen. Die Säge - eine Meisterleistung der Ingenieurskunst - möchte ich niemandem vorenthalten. Es braucht dazu nur einen Tisch, ein Regal, eine Latte, ein paar Schraubzwingen, einen Schraubstock, etwas 0,2mm NiCr-Draht und eine Stromquelle. Es sind ja immer die letzten Bilder, die beim schnellen Durchscrollen hängenbleiben Winke














Schönen Gruß
Volker
volkerS - 04.05.20 17:06
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker,
deine Säge ist wirklich ein absolutes HighTech-Produkt. Kannst du uns die Bezeichnung beim Elch-Möbelhaus nennen? Grins
Sehe ich das richtig, dass sich rechts an die Haltestelle Wiesenthal die WIMAG anschließt?
Volker
Hydrostat - 04.05.20 18:21
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Hallo Volker (das ist immer, als würde ich Selbstgespräche führen Sehr glücklich ),

die WIMAG schließt links an. Rechts ist ein harter Schnitt.
"Knörpsköllen" heißt das Produkt beim Möbelhaus mit dem großen I.

Gruß
Volker
Hydrostat - 04.05.20 18:47
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Es gibt auch noch ein Freihandmodell ("Stönkeren"):



berndkreimeier - 05.05.20 07:55
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
GuMo Volker,
manchmal muß man die relative Einfachheit der Lösung nur vor Augen geführt bekommen. Verrätst du noch was zur Stromquelle?

LG, Bernd
Hydrostat - 05.05.20 09:07
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Ein Labornetzteil liefert den Strom aus: Für den langen Faden waren es 6 und für die Handsäge 3,5 V. Muss man ausprobieren. Schneidet übrigens auch durch getrockneten Weißleim, wenn auch langsam.
der koni - 05.05.20 09:23
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Jau!

Wer in seiner Jugend noch selber Flitzebögen gebaut hat, kennt das Prinzip.

Auf diese Weise haben Flugmodellbauer über Schablonen mehr oder weniger präzise Styroporkerne für Tragflächen erstellt.
Für kleine Ausruf Bögen reicht u.U. schon ein Modellbahntrafo aus.

Gruß
Manfred
Hydrostat - 05.05.20 09:58
Titel: Re: Quiet earth: Übungsmodul zur Plettenberger Kleinbahn
Ein Trafo reicht bestimmt - ich würde mich nur langsam rantasten. Am Ende habe ich spaßeshalber mal von 6 auf 10 Volt hochgeregelt. Das fand der Draht nicht gut ... Für diesen Fall lag übrigens auch die Sperrholplatte unter dem Schraubstock.

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